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WOLF, Harald (Hildastrasse 43, Gaggenau, 76571, DE)
Patentansprüche
1. Verfahren zum automatisierten Zwischenspeichern und Bereitstellen von blechförmigen Bauteilen (12) mittels einer Speichervorrichtung (10), dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteile (12) in Aufnahmen (16) eines horizontalen Drehmagazins (18) lagedefiniert angeordnet werden unter Ausbildung mindestens eines Bauteilstapels (20) in einer entsprechenden Aufnahme (16), und dass mittels einer Drehbewegung (22) des Drehmagazins (18) jeweils eine Aufnahme (16) mit dem aufgenommenen Bauteilstapel (20) in eine Entnahmestation (24) gebracht wird, in welcher mittels einer Vereinzelungseinrichtung (26) jeweils ein Bauteil (12) einzeln für eine weitere Funktionseinheit bereitgestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteile (12) von oben in die Aufnahmen (16) angeordnet werden unter Ausbildung von vertikalen Bauteilstapeln (20) und mittels der
Vereinzelungseinrichtung (26) von oben aus den Aufnahmen (16) entnommen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteile (12) einzeln in die Aufnahmen (16) abgelegt werden .
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteile (12) als eine Bauteilgruppe gestapelt in eine jeweilige Aufnahme (16) abgelegt werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Bauteile (12) mittels der Vereinzelungseinrichtung (26) lagedefiniert bereitgestellt werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Entnahmestation (24) lagedefiniert vorgegeben ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehbewegung (22) des Drehmagazins (18) kontinuierlich oder getaktet erfolgt.
8. Speichervorrichtung (10) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein horizontales Drehmagazin (18) mit einer Mehrzahl an Aufnahmen (16) enthält zur lagedefinierten Aufnahme von gestapelten blechförmigen Bauteilen (12), wobei das Drehmagazin (18) um eine im Wesentlichen vertikale Achse drehbewegbar ist zur Positionierung einer jeweiligen Aufnahme (16) in eine Entnahmestation (24) , und dass sie eine Vereinzelungseinrichtung (26) aufweist zur Bereitstellung jeweils eines einzelnen Bauteils (12) für eine weitere Funktionseinheit.
9. Speichervorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Anordnung und zur Entnahme der Bauteile (12) von oben die Aufnahmen (16) oben offen ausgebildet sind.
10. Speichervorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (16) durch sich nach oben erstreckende Führungselemente (28) gebildet sind, die an die geometrische Außenkontur der Bauteile (12) angepasst angeordnet sind.
11. Speichervorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vereinzelungseinrichtung (26) als eine Saug- und/oder als eine Greifeinrichtung ausgebildet ist.
12. Speichervorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl und/oder die Größe und/oder die Höhe der Aufnahmen (16) variabel an die jeweils vorliegende Bauteilgeometrie anpassbar ist. |
Verfahren zum automatisierten Zwischenspeichern und Bereitstellen von Bauteilen und geeignete Speichervorrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum automatisierten Zwischenspeichern und Bereitstellen von blechförmigen Bauteilen mittels einer Speichervorrichtung, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ferner betrifft die Erfindung eine Speichervorrichtung entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 8.
Verfahren und Speichervorrichtungen der eingangs genannten Art sind bekannt. Hierbei kann es sich um ein Bandsystem beispielsweise in Form eines Pufferkettenbands handeln, auf welchem Bauteile einzeln und hintereinander in Aufnahmen angeordnet werden.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein alternatives Verfahren der eingangs genannten Art bereitzustellen. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete SpeieherVorrichtung vorzuschlagen.
Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit dem Merkmal des Anspruchs 1. Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die Bauteile mittels eines Industrieroboters in Aufnahmen eines horizontalen
Drehmagazins lagedefiniert angeordnet werden unter Ausbildung mindestens- eines Bauteilstapels in einer entsprechenden Aufnahme, und das mittels einer Drehbewegung des Drehmagazins jeweils eine Aufnahme mit dem aufgenommenen Bauteilstapel in eine Entnahmestation gebracht wird, in welcher mittels einer Vereinzelungseinrichtung jeweils ein Bauteil einzeln für eine weitere Funktionseinheit bereitgestellt wird. Bei der lagedefinierten Anordnung der Bauteile in den Aufnahmen kann es sich beispielsweise um eine Grobpositionierung mit einer Genauigkeit von +/- 3 mm handeln. Die
Vereinzelungseinrichtung kann die Bauteile aus der jeweiligen Aufnahme ggf. einzeln oder auch als Bauteilgruppe entnehmen. Nach der Vereinzelung werden die Bauteile einzeln für eine weitere Funktionseinheit insbesondere lagedefiniert bereitgestellt. Das Verfahren zeichnet sich im Vergleich zu traditionellen Förderbändern durch einen relativ hohen Grad an Zwischenspeichermöglichkeiten für blechförmige Bauteile bei gleichzeitig verhältnismäßig kleinem Bauraum aus.
Mit Vorteil werden die Bauteile von oben in die Aufnahmen angeordnet unter Ausbildung von vertikalen Bauteilstapeln und mittels der Vereinzelungseinrichtung von oben aus den Aufnahmen entnommen. Eine derartige Funktionsweise erlaubt den Einsatz von in einem automatisierten Produktionsbetrieb üblichen Handhabungssystemen. Dabei sind die Aufnahmen von oben und gegebenenfalls auch von mehreren Seiten frei zugänglich zur störungsfreien Realisierung der vertikalen Bauteilstapel beziehungsweise zur entsprechenden Entnahme der Bauteile mittels der Vereinzelungseinrichtung.
Die Bauteile können einzeln oder als eine Bauteilgruppe gestapelt in eine jeweilige Aufnahme abgelegt werden. Das Verfahren kann vorteilhaft an unterschiedliche Anforderungen und/oder Gegebenheiten in Bezug auf zwischenzuspeichernde und
bereitzustellende Bauteile angepasst werden. Hierbei kann insbesondere die Bauteilgeometrie und/oder die Bauteilgröße und/oder die Bauteiloberflächenbeschaffenheit als Kriterium für die Anordnung der Bauteile in den Aufnahmen herangezogen werden.
Die einzelnen Bauteile werden mittels der Vereinzelungseinrichtung vorzugsweise lagedefiniert bereitgestellt. Eine lagedefinierte Bauteilbreitstellung erlaubt eine nachfolgende automatisierte Weiterbeförderung und/oder Bearbeitung der Bauteile im Rahmen einer Serienproduktion .
Die Entnahmestation ist vorzugsweise lagedefiniert vorgegeben. Hierdurch wird verhältnismäßig einfach ein effektiver Einsatz von Handhabungseinrichtungen zur automatisierten Entnahme der Bauteile ermöglicht.
Die Drehbewegung des Drehmagazins kann kontinuierlich oder getaktet erfolgen. Gegebenenfalls wird durch die Drehbewegungsart die Auswahl der einsetzbaren Bauteilentnahmesysteme beeinflusst .
Ferner wird die Aufgabe gelöst durch eine Speichervorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 8. Die Speichervorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie ein horizontales Drehmagazin mit einer Mehrzahl an Aufnahmen enthält zur lagedefinierten Aufnahme von gestapelten blechförmigen Bauteilen, wobei das Drehmagazin um eine im Wesentlichen vertikale Achse drehbewegbar ist zur Positionierung einer jeweiligen Aufnahme in einer Entnahmestation, und dass sie eine Vereinzelungseinrichtung aufweist zur Bereitstellung jeweils eines einzelnen Bauteils für eine weitere Funktionseinheit. Mittels der Speichervorrichtung lassen sich
die in Bezug auf das Verfahren vorerwähnten Vorteile erzielen .
Mit Vorteil sind zur Anordnung und Entnahme der Bauteile die Aufnahmen oben offen ausgebildet. Eine derartige Speichervorrichtung erlaubt insbesondere bei blechförmigen Bauteilen eine handhabungsfreundliche und korrekte Speicherung der Bauteile in den Aufnahmen.
Die Aufnahmen können durch sich nach oben erstreckende Führungselemente gebildet sein, die an die geometrische Außenkontur der Bauteile angepasst angeordnet sind. Hierdurch ist ein flexibler Einsatz der Speichervorrichtung möglich, da sie an die jeweils vorliegenden Förderaufgaben jeweils verhältnismäßig einfach angepasst werden kann. Die Führungselemente können ggf. auch gehärtet sein.
Die Vereinzelungseinrichtung kann vorzugsweise als eine Saug- und/oder als eine Greifeinrichtung ausgebildet sein. Derartige Vereinzelungseinrichtungen sind an sich bekannt und zeichnen sich durch eine verhältnismäßig hohe Handhabungsschnelligkeit und Positioniergenauigkeit aus.
Die Anzahl und/oder die Größe und/oder die Höhe der Aufnahmen kann variabel an die jeweils vorliegende Bauteilgeometrie angepasst sein. Die Speichervorrichtung zeichnet sich durch eine vielseitige Einsetzbarkeit für verschiedenartige Bauteile unter Gewährleistung der oben genannten Vorteile aus .
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung .
Die Erfindung wird anhand eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf eine schematische Zeichnung näher erläutert.
Dabei zeigen:
Figur 1 eine schematisch Perspektivdarstellung einer erfindungsgemäßen SpeieherVorrichtung;
Figur 2 eine schematische Perspektivdarstellung eines Teils der Speichervorrichtung der Figur 1 und
Figur 3 eine schematische Perspektivdarstellung eines weiteren Details der Speichervorrichtung der Figur 1.
Die Figuren 1 bis 3 zeigen in jeweils schematischer Perspektivdarstellung eine allgemein mit 10 bezeichnete Speichervorrichtung, welche zum automatisierten Zwischenspeichern und Bereitstellen von blechförmigen Bauteilen 12 dient. Die Bauteile 12 werden insbesondere mittels eines Industrieroboters (nicht in den Figuren dargestellt) automatisiert in Aufnahmen 16 eines horizontalen Drehmagazins 18 lagedefiniert angeordnet. Auf diese Weise wird in einer entsprechenden Aufnahme 16 ein vertikaler Bauteilstapel 20 gebildet. Mittels einer Drehbewegung (siehe Figur 1, Drehpfeil 22) des Drehmagazins 18 wird jeweils eine Aufnahme mit dem aufgenommenen Bauteilstapel 20 in eine Entnahmestation 24 gebracht, in welcher mittels einer Vereinzelungseinrichtung 26 jeweils ein Bauteil 12 einzeln aus der Aufnahme 16 entnommen und für eine weitere Funktionseinheit bereitgestellt wird (siehe insbesondere Figuren 2 und 3) .
Die Bauteile 12 werden von oben in die Aufnahmen 16 angeordnet zur Ausbildung der vertikalen Bauteilstapel 20. Dementsprechend werden die Bauteile 12 mittels der Vereinzelungseinrichtung 26 ebenfalls von oben aus den Aufnahmen 16 entnommen. Dabei können die Bauteile 12 einzeln oder auch als eine Bauteilgruppe gestapelt in eine jeweilige Aufnahme 16 abgelegt und/oder aus selbiger zur anschließenden Vereinzelung entnommen werden.
Die Drehbewegung 22 des Drehmagazins 18 kann kontinuierlich oder auch getaktet erfolgen. Da die Entnahmestation 24 lagedefiniert vorgegeben ist, kann die
Vereinzelungseinrichtung 26 die einzelnen Bauteile 12 sicher entnehmen und lagegenau für andere Funktionseinheiten beispielsweise auf einer Zwischenablage (nicht in den Figuren dargestellt) bereitstellen.
Das Drehmagazin 18 kann je nach Bauteilgröße 6 bis 36 Aufnahmen 16 enthalten. Bei der Vereinzelungseinrichtung 26 kann es sich zum Beispiel um eine so genannte 2-Achsen- Pick&Place-Einrichtung handeln. Die Speichervorrichtung 10 eignet sich auch zum Zwischenspeichern und Bereitstellen von nur bedingt stapelbare Bauteilen in relativ großer Stückzahl (zum Beispiel 100 - 1000 Stück je nach Bauteilgröße) .
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