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Title:
METHOD AND BLASTING AGENT FOR SURFACE PEENING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/104153
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a method for the surface peening, in particular for the ultrasonic shot peening, of a component (10), in particular of a gas turbine, wherein at least one partial region (12) of the surface of the component (10) is strengthened by applying a blasting agent comprising a plurality of individual blasting particles (56, 58), wherein a blasting agent is used the blasting particles (56, 58) of which have at least two different particle sizes and/or are made of at least two different materials. The invention further relates to such a blasting agent for surface peening.

Inventors:
THÜMMLER, Philipp (Rainackerweg 7, München, 80939, DE)
Application Number:
DE2008/000302
Publication Date:
September 04, 2008
Filing Date:
February 20, 2008
Export Citation:
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Assignee:
MTU AERO ENGINES GMBH (Dachauer Strasse 665, München, 80995, DE)
THÜMMLER, Philipp (Rainackerweg 7, München, 80939, DE)
International Classes:
B24C1/10; B24C11/00
Attorney, Agent or Firm:
MTU AERO ENGINES GMBH (Intellectual Property Management, Postfach 50 06 40, München, 80976, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Verfahren zum Oberflächenstrahlen, insbesondere zum Ultraschall-Kugelstrahlen, eines Bauteils (10) insbesondere einer Gasturbine, bei welchem zumindest ein Teilbereich (12) der Oberfläche des Bauteils (10) durch Beaufschlagung mit einem eine Vielzahl von einzelnen Strahlteilchen (56, 58) umfassenden Strahlmittel verfestigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Strahlmittel eingesetzt wird, dessen Strahlteilchen (56, 58) zumindest zwei unterschiedliche Teilchengrößen aufweisen und/oder aus zumindest zwei unterschiedlichen Materialien bestehen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Strahlkugeln (56, 58) mit zumindest zwei unterschiedlichen Durchmessern und/oder aus zumindest zwei unterschiedlichen Materialien eingesetzt werden.

3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchengröße bzw. der Durchmesser des wenigstens einen Teils der Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln (56) an jeweilige Radien, Ecken oder dergleichen des Bauteils angepasst werden.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln (56, 58) eingesetzt werden, die eine unterschiedliche Dichte aufweisen.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass kleinere Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln (56) eingesetzt werden, deren Teilchengröße bzw. deren Durchmesser in einem Bereich zwischen 0,3 mm und

1,3 mm, und vorzugsweise im Bereich von etwa 0,8 mm liegt.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass größere Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln (58) eingesetzt werden, deren Teilchengröße bzw. deren Durchmesser in einem Bereich zwischen 1 ,0 mm und

4,0 mm, und vorzugsweise im Bereich von etwa 1,5 mm liegt.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass kleinere Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln (56) eingesetzt werden, deren Dichte höher ist als diejenige der größeren Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln (58).

8. Strahlmittel zum Oberflächenstrahlen, insbesondere zum Ultraschall-Kugelstrahlen, eines Bauteils (10) insbesondere einer Gasturbine, mit welchem zumindest ein Teilbereich (12) der Oberfläche des Bauteils zur Verfestigung beaufschlagbar ist und welches eine Vielzahl von einzelnen Strahlteilchen (56, 58) umfasst, dadurch gekennzeichnet, das die Strahlteilchen (56, 58) zumindest zwei unterschiedliche Teilchengrößen aufweisen und/oder aus zumindest zwei unterschiedlichen Materialien bestehen.

9. Strahlmittel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlteilchen als Strahlkugeln (56, 58) ausgebildet sind, welche zumindest zwei unterschiedliche Durchmesser aufweisen und/oder aus zumindest zwei unterschiedlichen Materialien gestaltet sind.

10. Strahlmittel nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchengröße bzw. der Durchmesser des wenigstens einen Teils der Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln (56) an jeweilige Radien, Ecken oder dergleichen des Bauteils ange- passt ist.

11. Strahlmittel nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln (56, 58) eine unterschiedliche Dichte aufweisen.

12. Strahlmittel nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchengröße bzw. der Durchmesser der kleineren Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln (56) in einem Bereich zwischen 0,3 mm und 1,3 mm, und vorzugsweise im Bereich von etwa 0,8 mm liegt.

13. Strahlmittel nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchengröße bzw. der Durchmesser der größerem Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln (58) in einem Bereich zwischen 1,0 und 4,0 mm, und vorzugsweise im Bereich von etwa 1,5 mm liegt.

14. Strahlmittel nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichte der kleineren Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln (56) höher ist als diejenige der größeren Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln.

Description:

Verfahren und Strahlmittel zum Oberflächenstrahlen

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Oberflächenstrahlen, insbesondere zum Ultraschall-Kugelstrahlen, eines Bauteils insbesondere einer Gasturbine, der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art. Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Strahlmittel zum Oberflächenstrahlen, insbesondere zum Ultraschall-Kugelstrahlen, eines derartigen Bauteils der im Oberbegriff des Patentanspruchs 8 angegebenen Art.

Zur Verbesserung der Verschleißeigenschaften von derartigen Bauteilen wie beispielsweise dem Rotor einer Gasturbine werden gegenwärtig eine Vielzahl von unterschiedlichen Verfahren zum Oberflächenstrahlen und hierzu genutzten Strahlmitteln eingesetzt, insbesondere in Abhängigkeit davon, welcher Oberflächenbereich behandelt werden soll. Zur Verbesserung der Verschleißeigenschaften beispielsweise der Laufschaufeln eines Rotors oder von zentralen und ebenen Bereichen der Scheiben werden heute häufig Ultraschall- Kugelstrahlverfahren eingesetzt. Ein derartiges Verfahren ist beispielsweise bereits aus der EP 1 101 568 Bl als bekannt zu entnehmen, bei welchem die Rotorschaufeln eines als Blisk ausgebildeten Rotors insbesondere zur Verbesserung ihrer Ermüdungsfestigkeit kugelgestrahlt werden. Hierzu wird der Rotor in einer Haltevorrichtung positioniert, so dass dieser um eine Rotationsachse drehbar gehalten ist. Durch Drehung des Rotors werden die gewünschten Teilbereiche der Oberfläche der Blisk durch eine Strahlkammer geführt, an deren Unterseite eine das Strahlmittel beaufschlagende Vibrationseinrichtung in Form einer Ultraschall-Sonotrode mit einer horizontal verlaufenden schwingenden Oberfläche angeordnet ist. Die Strahlkammer wird dabei sowohl axial wie auch radial der Blisk durch entsprechende Kammerwände begrenzt. Zur Beaufschlagung zumindest des Teilbereichs der Oberfläche des Bauteils wird dabei ein Strahlmittel eingesetzt, welches eine Vielzahl von einzelnen Strahlteilchen in Form von Strahlkugeln umfasst.

Insbesondere bei komplexen Bauteilen besteht bei den bisherigen Verfahren zum Oberflächenstrahlen jedoch das Problem, dass zwar ebene bzw. flächige Teilbereiche der Oberfläche des Bauteils äußerst homogen verfestigt werden können, nicht jedoch diejenigen Teil-

bereiche, welche beispielsweise Innenradien, Ecken oder dergleichen aufweisen bzw. als solche ausgebildet sind.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren sowie ein Strahlmittel der eingangs genannten Art zu schaffen, mit welchen komplexe Bauteile und insbesondere Innenradien, Ecken oder dergleichen auf verbesserte und homogenere Weise verfestigt werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie durch ein Strahlmittel mit den Merkmalen des Patentanspruchs 8 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen und nicht-trivialen Weiterbildungen der Erfindung sind in den jeweils abhängigen Patentansprüchen angegeben.

Um ein Verfahren zum Oberflächenstrahlen zu schaffen, mit welchen auch komplexe Bauteile beispielsweise mit Innenradien äußerst homogen oberflächengestrahlt bzw. verfestigt werden können, ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass ein Strahlmittel eingesetzt wird, dessen Strahlteilchen zumindest zwei unterschiedliche Teilchengrößen aufweisen und/oder aus zumindest zwei unterschiedlichen Materialien bestehen. Mit anderen Worten ist es erfindungsgemäß vorgesehen, das Oberflächenstrahlen mit einem Strahlmittel durchzuführen, dessen Strahlteilchen nicht lediglich eine im Wesentlichen einheitliche Größe aufweisen bzw. aus einem einheitlichen Material bestehen, sondern welche zumindest zwei unterschiedliche Teilchengrößen aufweisen und/oder aus zumindest zwei unterschiedlichen Werkstoffen beschaffen sind. Werden beispielsweise Strahlteilchen aus zumindest zwei unterschiedlichen Teilchengrößen eingesetzt, so kann hierdurch erreicht werden, dass mittels der größeren Strahlteilchen die ebenen bzw. flächigen Teilbereiche der Oberfläche des Bauteils äußerst homogen und gleichmäßig gestrahlt und verfestigt werden, während die Strahlteilchen mit geringerer Teilchengröße insbesondere dazu dienen, dass beispielsweise auch Innenradien oder Ecken mit entsprechend kleinem Durchmesser hinreichend gut verfestigt werden. Durch eine gezielte Strahlmittelmischung mit zwei vorzugsweise deutlich voneinander abweichenden Strahlmittelgrößen bzw. Teilchengrößen wird somit erreicht, dass zum einen mit den großen Strahlteilchen die gewünschte Intensität und Verfestigung

erreicht wird, und zum anderen mit den kleinen Strahlteilchen die Innenradien bzw. Ecken des komplexen Bauteils vollständig in einem Strahlgang verfestigt bzw. gestrahlt werden können. Die kleinen Strahlteilchen dienen somit insbesondere dazu, dass auch diejenigen Innenradien oder Ecken verfestigt werden können, in welche die größeren Strahlteilchen aufgrund ihrer Teilchengröße nicht gelangen. Es ist ersichtlich, dass durch die Verwendung von Strahlteilchen mit zumindest zwei unterschiedlichen Teilchengrößen auch diejenigen Teilbereiche der Oberfläche des Bauteils - mittels der kleinen Strahlteilchen - gestrahlt werden können, welche kleiner sind als die Teilchengröße der großen Strahlteilchen. Durch die gezielte Mischung der großen und der kleinen Strahlteilchen wird somit einerseits die gewünschte Intensität und Verfestigung und andererseits die vollständige Bedeckung des kompletten Teilbereichs der zu verfestigenden Oberfläche erreicht.

Werden Strahlteilchen aus zumindest zwei unterschiedlichen Materialien eingesetzt, so kann darüber hinaus die Strahlwirkung des Strahlmittels noch optimiert werden. So ist es beispielsweise denkbar, dass die kinetische Energie der kleineren Strahlteilchen durch ein entsprechendes Material mit gegenüber den größeren Strahlteilchen höherer Dichte gesteigert wird, so dass eine homogene Intensitätsverteilung beispielsweise auch in den Innenradien oder Ecken des Bauteils gewährleistet werden kann. Mit anderen Worten kann durch eine geeignete Mischung beispielsweise von größeren Strahlteilchen mit relativ geringerer Dichte und kleineren Strahlteilchen mit relativ höherer Dichte sowohl über die ebenen bzw. flächigen Teilbereiche wie auch über die Innenradien bzw. Ecken des Bauteils eine homogene Intensitätsverteilung der Oberflächenstrahlung und somit eine gleichmäßige Verfestigung erreicht werden.

Als weiter vorteilhaft hat es sich gezeigt, dass als Strahlmittel Strahlkugeln mit zumindest zwei unterschiedlichen Durchmessern und/oder aus zumindest zwei unterschiedlichen Materialien eingesetzt werden. Durch die geeignete Wahl der Durchmesser kann dabei ein äußerst reproduzierbares Strahlergebnis bzw. eine einheitliche Oberflächenverfestigung des Bauteils gewährleistet werden.

Als weiterhin vorteilhaft hat es sich gezeigt, wenn die Teilchengröße bzw. der Durchmesser des wenigstens einen Teils - vorzugsweise die kleineren Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln - des Strahlmittels an jeweilige Radien, Ecken oder dergleichen des Bauteils ange- passt werden. Durch die Anpassung der Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln kann somit erreicht werden, dass auch die Radien, Ecken oder dergleichen vollständig bedeckt und verfestigt werden.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung hat es sich als besonders vorteilhaft gezeigt, wenn kleinere Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln eingesetzt werden, deren Teilchengröße bzw. deren Durchmesser in einem Bereich zwischen 0,3 mm und 1 ,3 mm, und vorzugsweise im Bereich von etwa 0,8 mm liegt. Durch eine derartige Teilchengröße bzw. einen derartigen Durchmesser können die heute bei solchen Bauteilen gängigen Innenradien, Ecken oder dergleichen besonders wirkungsvoll verfestigt werden.

Die größeren Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln werden hingegen vorzugsweise mit einer Teilchengröße bzw. einem Durchmesser in einem Bereich zwischen 1 ,0 und 4,0 mm, und vorzugsweise in einem Bereich von etwa 1,5 mm eingesetzt. Durch eine derartige Teilchengröße bzw. einen derartigen Durchmesser lässt sich eine besonders homogene Verfestigung der flächigen Teilbereiche des Bauteils erzielen.

Schließlich hat es sich als vorteilhaft gezeigt, wenn kleinere Strahlteilen bzw. Strahlkugeln eingesetzt werden, deren Dichte höher ist als diejenige der größeren Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln. Mit anderen Worten hat es ich als besonders vorteilhaft gezeigt, wenn - beispielsweise durch eine entsprechende Materialwahl - die kinetische Energie der kleineren Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln an diejenige der größeren Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln angepasst wird, so dass insgesamt eine homogene Intensitätsverteilung des Strahlmittels über die gesamte Oberfläche des zu strahlenden Bauteils - also auch in den Innenradien, Ecken oder dergleichen - erzielt werden kann.

Die vorstehend im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren beschriebenen Vorteile gelten in ebensolcher Weise auch für das erfindungsgemäße Strahlmittel zum O-

berflächenstrahlen gemäß Anspruch 8, welches sich insbesondere dadurch auszeichnet, dass die Strahlteilchen zumindest zwei unterschiedliche Teilchengrößen aurweisen und/oder aus zumindest zwei unterschiedlichen Materialien bestehen.

Als im Rahmen der Erfindung mitumfasst ist es zu betrachten, dass das erfindungsgemäße Verfahren und Strahlmittel selbstverständlich nicht nur beim Ultraschall-Strahlen eingesetzt werden kann, sondern gegebenenfalls auch bei anderen Verfahren, die unter die konventionellen Kugelstrahlverfahren fallen wie beispielsweise das Druckluftkugelstrahlen oder das Schleuderradstrahlen. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass die unterschiedlichen Teilchengrößen der kleineren bzw. größeren Strahlteilchen in einem jeweiligen Größenbereich liegen können. Mit anderen Worten ist unter Teilchengröße nicht lediglich eine einzige Korngröße bzw. Kugelgröße zu verstehen, sondern vielmehr ein entsprechender Größenbereich.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung.

Diese zeigt eine ausschnittsweise schematische Schnittansicht durch ein Bauteil einer Gasturbine mit einer Außenverzahnung, die im Bereich einer Strahlkammer durch Oberflächenstrahlen zu bearbeiten ist, innerhalb welcher ein Strahlmittel zu beschleunigen ist, dessen Strahlteilchen zumindest zwei unterschiedliche Teilchengrößen aufweisen.

Von einem Bauteil 10 einer Gasturbine in Form eines im Wesentlichen scheibenförmigen und um seine Rotationsachse R rotationssymmetrisch ausgebildeten Zahnrades ist in der Figur eine schematische Schnittansicht dargestellt. Außenumfangsseitig umfasst das Bauteil 10 eine Außenverzahnung 12, welche innerhalb einer Strahlkammer 14 zum Oberflächenstrahlen des Bauteils 10 positioniert ist. Von der Strahlkammer 14, welche in der Figur ebenfalls in einer schematischen Schnittansicht gezeigt ist, ist im Wesentlichen eine Vibrationseinrichtung 16 erkennbar, welche vorliegend beispielsweise als Ultraschall-Sonotrode ausgebildet ist. An seiner der Außenverzahnung 12 des Bauteils 10 zugewandten Seite um-

fasst die Vibrationseinrichtung 16 eine das Strahlmittel beaufschlagende Oberfläche 18, welche durch die Ultraschall-Sonotrode angeregt wird. Mit dem Pfeil 20 ist dabei die schwingende Bewegungsrichtung der Oberfläche 18 schematisch angedeutet.

An die Oberfläche 18 schließen sich die beiden Strahlkammerwände 22, 24 der Vibrationseinrichtung 16 an, wobei zwischen der vibrierenden bzw. schwingenden Oberfläche 18 und den Strahlkammerwänden 22, 24 jeweils ein Spalt 26, 28 vorgesehen ist, so dass die Oberfläche 18 demgegenüber frei schwingen kann. Die Strahlkammerwände 22, 24 sind vorliegend in einem Winkel von etwa 100° bis 120° nach außen hin gegenüber der Oberfläche 18 geneigt. An die Strahlkammerwände 22, 24 schließen sich jeweilige Reflexionswände 30, 32 an, welche vorliegend auf nicht näher dargestellte Weise durch die jeweilige Strahlkammerwand 22, 24 gehalten sind. Die Reflexionswände 30, 32 können dabei mittels entsprechender Scharniere verstellbar gegenüber den Strahlkammerwänden 22, 24 angeordnet sein. Die beiden Reflexionswände 30, 32 sind dabei ebenfalls in einem Winkel von etwa 100° bis 120° gegenüber der jeweils zugehörigen Strahlkammerwand 22, 24 angeordnet. Damit ein Verlust von Strahlmittel aus der Strahlkammer 14 heraus vermieden werden kann, sind zwischen den Reflexionswänden 30, 32 und jeweiligen Stirnseiten 34, 36 des scheibenförmigen Bauteils 10 jeweilige Dichtungen 38, 40 vorgesehen.

Auch an der Vorder- und Rückseite der Strahlkammer 14 sind auf nicht näher dargestellte Weise quer zu den Strahlkammerwänden 22, 24 verlaufende Strahlkammerwände bzw. Reflexionswände angeordnet, so dass die Strahlkammer 14 zumindest annähernd vollständig gegen einen Verlust von Strahlmittel verschlossen ist. Es ist klar, dass die an der Vorder- und Rückseite angeordneten Strahlkammerwände bzw. Reflexionswände entsprechend nachgiebig bzw. verfahrbar ausgebildet sein können, damit eine Rotation des Bauteils 10 mit der Außenverzahnung 12 um die Rotationsachse R möglich ist.

Von dem jeweiligen Zahn 42 der Außenverzahnung 12 ist in der Figur eine der beiden Zahnflanken 44 erkennbar, welches sich zwischen einer zugeordneten Zahnoberseite 46 und einem jeweiligen Zahnlückengrund 48 erstreckt. Beispielsweise zwischen der Zahn- fianke 44 und dem Zahnlückengrund 48 verläuft dabei ein Innenradius 50, welcher auf im

Weiteren noch näher läuterte Weise neben der Zahnflanke 44 bzw. dem Zahnlückengrund 48 ebenfalls mittels Oberflächenstrahlen verfestigt werden soll. Zwei Stirnseiten 52, 54 des jeweiligen Zahns 42 verlaufen im vorliegenden Fall etwa senkrecht zur Zahnoberseite 46 bzw. zur Zahnflanke 44.

Um nun zu erreichen, dass von der Außenverzahnung 12 bzw. vom jeweiligen Zahn 42 beispielsweise sowohl die Zahnflanke 44 und der Zahnlückengrund 48 wie auch der Innenradius 50 gleichermaßen gut und homogen verfestigt werden können, wird beim vorliegenden Oberflächenstrahlen ein Strahlmittel in Form von Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln 56, 58 eingesetzt, welche zumindest zwei unterschiedliche Teilchengrößen aufweisen. Mit anderen Worten sind in der Strahlkammer 14 kleinere Strahlkugeln 56 und größere Strahlkugeln 58 angeordnet, welche eine unterschiedliche Teilchengröße bzw. einen unterschiedlichen Durchmesser aufweisen. Die Teilchengröße bzw. der Durchmesser der größeren Strahlkugeln 58 liegt vorliegend beispielsweise in einem Bereich von etwa 1,0 mm bis 4,0 mm, wobei diese insbesondere im Bereich von etwa 1,2 mm bis 1,8 mm liegen. Bei einer speziellen Ausführungsform liegt die Teilchengröße bzw. der Durchmesser der größeren Strahlkugeln 58 im Bereich von etwa 1,5 mm. Werden die größeren Strahlkugeln 58, welche vorliegend aus einer Stahllegierung hergestellt sind, in einem der angegebenen Bereiche eingesetzt, so ergibt sich eine besonders vorteilhafte und homogene Verfestigung insbesondere der Ebenen bzw. der flächigen Teilbereiche der Oberfläche des Bauteils, wie diese beispielsweise durch die jeweiligen Zahnflanken 44, die jeweiligen Zahnoberseiten 46 oder der jeweilige Zahnlückengrund 48 dargestellt sind.

Die kleinen Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln 56, welche ebenfalls aus einer Stahllegierung hergestellt sein können, weisen vorliegend eine Teilchengröße bzw. einen Durchmesser in einem Bereich zwischen 0,3 mm und 1,3 mm auf, wobei im Besonderen kleinere Strahlkugeln 56 in einem Bereich zwischen 0,5 mm und 1,0 mm eingesetzt werden. In einer speziellen Ausführungsform beträgt die Teilchengröße bzw. der Durchmesser der kleineren Strahlkugeln 56 im Bereich von etwa 0,8 mm. Durch die angegebenen Bereiche der kleineren Strahlkugeln 56 kann dabei insbesondere erreicht werden, dass die entsprechend kleinen Innenradien 50 verfestigt werden können. Mit anderen Worten sind die kleineren

Strahlkugeln 56 in ihrer Teilchengröße bzw. ihrem Durchmesser entsprechend so an die jeweiligen Innenradien 50 angepasst, dass diese entsprechend durch die kleinen Strahlkugeln 56 verfestigt werden können. Es ist klar, dass hierzu die Teilchengröße bzw. der Durchmesser der kleineren Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln 56 entsprechend kleiner oder gleich bemessen sein muss wie der korrespondierende Innenradius 50.

Damit sich eine homogene Verfestigung sowohl über die ebenen Teilbereiche der Oberfläche des Bauteils 10 - wie beispielsweise der jeweiligen Zahnflanke 44, der jeweiligen Zahnoberseite 46 oder dem jeweiligen Zahnlückengrund 48 - sowie des jeweiligen Innen- radiusses 50 bzw. einer jeweiligen Ecke des Bauteils 10 realisieren lässt, sind die größeren bzw. kleineren Strahlkugeln 56, 58 vorzugsweise aus unterschiedlichen Materialien gestaltet bzw. haben diese eine unterschiedliche Dichte. Im Besonderen können die kleineren Strahlkugeln 56 eine verhältnismäßig zu den größeren Strahlkugeln 58 höhere Dichte aufweisen, so dass diese nach einer entsprechenden Beschleunigung mittels der Vibrationseinrichtung 16 eine höhere kinetische Energie aufweisen als die größeren Strahlkugeln 58. Hierdurch wird erreicht, dass sowohl die ebenen bzw. flächigen Teilbereiche der Oberfläche des Bauteils 10 wie auch beispielsweise die jeweiligen Innenradien 50 einheitlich bzw. homogen verfestigt werden. Mit anderen Worten wird eine homogene Intensitätsverteilung über die gesamte Oberfläche des Bauteils 10 mittels des Strahlmittels erreicht.

Insgesamt ist somit erkennbar, dass durch die gezielte Mischung von Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln 56, 58 mit zumindest zwei deutlich voneinander abweichenden Teilchengrößen bzw. Durchmessern eine gleichmäßige Verfestigung sowohl der ebenen Teilbereiche wie auch der Innenradien 50, Ecken oder dergleichen erreicht werden kann, wobei zum einen mit den großen Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln 58 die gewünschte Intensität und Verfestigung insbesondere der ebenen Teilbereiche erzielt wird, und zum anderen mit den kleineren Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln 56, insbesondere die Innenradien 50 vollständig in ein und demselben Strahlgang verfestigt werden können. Durch die kleineren Strahlkugeln 56 wird dabei eine Bedeckung bzw. Verfestigung des Bauteils 10 auch im Bereich der jeweiligen Innenradien 50 erreicht. Ein weiterer Vorteil der Mischung der Strahlteilchen bzw. Strahlkugeln 56, 58 ist es, dass die Verformung von Bauteilkanten beispielsweise

durch das Kugelstrahlen durch die Mischung mit kleinen Strahlkugeln 56 reduziert werden kann.

Schließlich ist aus der Figur erkennbar, dass das vorliegend scheibenförmige Bauteil 10 mittels einer Halteeinrichtung 60 um seine Rotationsachse R gedreht werden kann, so dass alle Zähne 42 der Außenverzahnung 12 durch die Strahlkammer 14 hindurchgefuhrt werden können. Von der Halteeinrichtung 60 sind dabei im Wesentlichen zwei Lagerböcke 63 erkennbar.