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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND BREWHOUSE INSTALLATION FOR WORT PRODUCTION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/139846
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for wort production, wherein the wort (07), after wort boiling and before addition of yeast, is cooled using a wort cooler (05) from a hot-wort temperature to the desired pitching temperature, wherein the wort cooler (05) is constructed in the manner of a heat exchanger, and wherein the wort (07) is cooled with water (06) in the wort cooler (05), and wherein the water (06) in the wort cooler (05) is heated from a cold-water temperature, and wherein the heated water (11) is stored at a hot water temperature in a main hot water tank (12), wherein the water (06) in the wort cooler (05) is heated to an intermediate temperature which is above the hot water temperature of the water (11) in the main hot water tank (12).

Inventors:
MICHEL, Rudolf (Dr.-Eisenbart-Hof 13, Bamberg, 96049, DE)
MÜLLER, Manuel (Zum Sommerhof 2, Lohr am Main, 97816, DE)
WECKERT, Jürgen (Neustädter Str. 8, Dietersheim, 91463, DE)
Application Number:
EP2014/054253
Publication Date:
September 18, 2014
Filing Date:
March 05, 2014
Export Citation:
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Assignee:
GEA BREWERY SYSTEMS GMBH (Heinrich-Huppmann-Str. 1, Kitzingen, 97318, DE)
International Classes:
C12C7/26; C12C13/00
Domestic Patent References:
WO2011076410A12011-06-30
Foreign References:
DE102010042765A12012-04-26
DE202011110180U12013-01-25
DE3513811A11985-11-21
Other References:
ZACHARIAS P: "Abnahmemessungen an Würzekühlern. Ergebnisse, Mängel, Richtwerte, Folgerungen für die Praxis", BRAUWELT, NUERNBERG, DE, vol. 137, no. 42, 1 January 1997 (1997-01-01), pages 1936 - 1943, XP008136190, ISSN: 0724-696X
See also references of EP 2877566A1
None
Attorney, Agent or Firm:
ADVOTEC. PATENT- UND RECHTSANWÄLTE (Beethovenstr. 5, Würzburg, 97080, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Verfahren zur Würzeherstellung, wobei die Würze (07) nach der Würzekochung und vor der Zugabe von Hefe mit einem Würzekühler (05) von einer Heißwürzetemperatur auf die gewünschte Anstelltemperatur abgekühlt wird, wobei der Würzekühler (05) in der Art eines Wärmeübertragers ausgebildet ist, und wobei die Würze (07) im Würzekühler (05) mit Wasser (06) gekühlt wird, und wobei das Wasser (06) im Würzekühler (05) von einer Kaltwassertemperatur erwärmt wird, und wobei das erwärmte Wasser (11) in einem Hauptheißwassertank (12) bei einer Heißwassertemperatur gespeichert wird,

dadurch gekennzeichnet

dass das Wasser (06) im Würzekühler (05) auf eine Zwischentemperatur erhitzt wird, die über der Heißwassertemperatur des Wassers (11) im Hauptheißwassertank (12) liegt.

Verfahren nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet

dass das im Würzekühler (05) auf die Zwischentemperatur erhitzte Wasser (08) in einem dem Würzekühler (05) nachgeordneten Zwischenspeichertank (09) gepuffert wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet

dass das Wasser (06) im Würzekühler mit einer Temperaturspreizung im Bereich von 88 K bis 95 K erhitzt wird. Verfahren nach Anspruch 3 ,

dadurch gekennzeichnet

das s das Was ser (06) im Würzekühler von einer Kaltwas sertemperatur im Bereich zwischen 2 °C und 6 °C auf eine Zwischentemperatur im Bereich zwischen 90 °C und 96 °C erhitzt wird.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet

das s die Würze (07 ) im Würzekühler (05 ) mit einer Temperatursprei- zung im Bereich von 88 K bis 95 K abgekühlt wird. 6. Verfahren nach Anspruch 5 ,

dadurch gekennzeichnet

das s die Würze (07 ) im Würzekühler von einer Heißwürzetemperatur im Bereich zwischen 95 °C und 99 °C auf eine Anstelltemperatur im Bereich zwischen 5 °C und 20 °C, insbesondere auf eine Anstelltem- peratur zwischen 10 °C und 15 °C, abgekühlt wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

dadurch gekennzeichnet

das s das Mas senverhältnis zwischen der den Würzekühler (05) durchströmenden Würze (07) und dem den Würzekühler (05) durchströmenden Wasser (06) im Bereich zwischen 0,9 und 1 , 1 liegt.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7 ,

dadurch gekennzeichnet

das s das die Zwischentemperatur aufweisende Was ser (08 ) in einem dem Zwischenspeichertank (09) nachgeordneten Wärmeübertrager ( 10) auf die Heißwas sertemperatur im Hauptheißwassertank ( 12) heruntergekühlt wird.

9. Verfahren nach Anspruch 8 ,

dadurch gekennzeichnet

das s das die Zwischentemperatur aufweisende Was ser (08 ) in dem nachgeordneten Wärmeübertrager ( 10) von einer Zwischentemperatur im Bereich zwischen 90 °C und 96 °C auf eine Heißwas sertemperatur im Bereich zwischen 75 °C und 85 °C heruntergekühlt wird.

10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9,

dadurch gekennzeichnet

dass der dem Zwischenspeichertank (09) nachgeordnete Wärmeübertrager ( 10) in der Art einer Würzeheizeinrichtung ausgebildet ist, mit der Läuterwürze nach dem Abläutern und vor dem Würzekochen erwärmt wird.

1 1 . Verfahren nach Anspruch 10,

dadurch gekennzeichnet

das s die Läuterwürze in dem Wärmeübertrager ( 10) um eine Temperatur im Bereich von 10 K bis 25 K erwärmt wird.

12. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9,

dadurch gekennzeichnet

das s der dem Zwischenspeichertank (09) nachgeordnete Wärmeübertrager ( 14) in der Art einer Maischeheizeinrichtung ausgebildet ist, mit der Maische vor dem Abläutern erwärmt wird.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 12,

dadurch gekennzeichnet

das s als Zwischenspeichertank (09) ein Schichtenspeicher oder Verdrängungs speicher verwendet wird.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13 ,

dadurch gekennzeichnet

das s als Würzekühler (05) ein Plattenwärmeübertrager, insbesondere ein einstufiger Plattenwärmeübertrager, verwendet wird.

15. Sudhausanlage (01 , 16) zur Würzeherstellung mit einem Würzekühler (05) , mit dem die Würze (07 ) nach der Würzekochung und vor der Zugabe von Hefe von einer Heißwürzetemperatur auf die gewünschte Anstelltemperatur abgekühlt werden kann, wobei der Würzekühler (05) in der Art eines Wärmetübertragers ausgebildet ist und mit Wasser (06) gekühlt wird, und mit einem Hauptheißwas sertank ( 12) , in dem das im Würzekühler (05 ) von einer Kaltwas sertemperatur erwärmte Was ser (06) bei einer Heißwas sertemperatur gespeichert werden kann,

dadurch gekennzeichnet

das s dem Würzekühler ein Zwischenspeichertank (09) nachgeordnet ist, in dem das im Würzekühler (05) auf eine Zwischentemperatur erhitzte Was ser (08 ) gepuffert werden kann, wobei die Zwischentemperatur im Zwischenspeichertank (09) über der Heißwas sertemperatur des Was sers ( 1 1 ) im Hauptheißwassertank ( 12) liegt.

16. Sudhausanlage nach Anspruch 15 ,

dadurch gekennzeichnet

das s dem Zwischenspeichertank (09) ein Wärmeübertrager ( 10) nachgeordnete ist, der in der Art einer Würzeheizeinrichtung ausgebildet ist, mit der Läuterwürze nach dem Abläutern und vor dem Würzekochen erwärmt werden kann .

17. Sudhausanlage nach Anspruch 15 oder 16 ,

dadurch gekennzeichnet

das s dem Zwischenspeichertank (09) ein Wärmeübertrager ( 14) nachgeordnete ist, der in der Art einer Maischeheizeinrichtung ausgebil- det ist, mit der Maische vor dem Abläutern erwärmt werden kann .

18. Sudhausanlage nach Anspruch 17 ,

dadurch gekennzeichnet

das s der Würzeheizeinrichtung ( 10) und/oder der Maischeheizeinrichtung ( 14) ein B ooster ( 15 ) vorgeordnet ist, mit dem das Was ser aus dem Zwischenspeichertank (09) erwärmt werden kann .

19. Sudhausanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 1 8 ,

dadurch gekennzeichnet

das s der Zwischenspeichertank (09) in der Art eines Schichtenspeichers oder Verdrängungs speichers ausgebildet ist. 20. Sudhausanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 19,

dadurch gekennzeichnet

das s der Würzekühler (05) in der Art eines Plattenwärmeübertragers, insbesondere in der Art eines einstufigen Plattenwärmeübertrager, ausgebildet ist.

Description:
Verfahren und Sudhausanlage zur Würzeherstellung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Würzeherstellung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 . Weiter betrifft die Erfindung eine Sudhausanlage zur Würzeherstellung .

Die Erfindung betrifft den Teil der Würzebereitung, bei der die Würze nach der Würzekochung und vor der Zugabe von Hefe heruntergekühlt werden mus s . Dieses Herunterkühlen der Würze ist erforderlich, damit die thermischen Umsetzungsprozesse beendet werden und die Hefekulturen für die nun folgende Gärung zugegeben werden können . Es ist deshalb bekannt, das s die Würze nach der Würzekochung und einer Heißtrubentfernung in einem Würzekühler von der Heißwürzetemperatur am Ende der Würzekochung auf die gewünschte Anstelltemperatur, bei der die Hefen den notwendigen biologischen Umsetzungsprozes s bewirken können, heruntergekühlt wird. Üblicherweise werden dabei Wärmeübertrager als Würzekühler verwendet, wobei die Wärme aus der Würze im Wärmeübertrager auf geeignetes Kaltwas ser übertragen wird. Wärme- Übertrager im Sinne der Erfindung werden vielfach auch als Wärmetauscher bezeichnet, weshalb die Begriffe Wärmetauscher und Wärmeü- bertrager als Synonyme im Sinne der Erfindung verstanden werden sollen.

Das Wasser wird also im Würzekühler von einer Kaltwas sertemperatur erwärmt und kann als vorgewärmtes Brauwas ser in den Brauprozes s eingespeist werden.

In Brauereien ohne Energiespeichersystem kann es, insbesondere in Ländern mit einer hohen Kaltwassertemperatur, zum Beispiel in Afrika, bzw. mit rohstoffbedingten niedrigen Einmaischtemperaturen, zum

Beispiel aufgrund unzureichender Rohstoffqualitäten oder entsprechen- der Rezepturen, dazu kommen, das s der Brauprozes s im Sudhaus einen erheblichen Heißwas serüberschuss produziert.

Das Fehlen eines Energiespeichersystems , bei dem über einen Pfannen- dunstkondensator die Energie aus dem Brüden bei der Würzekochung zurückgewonnen, zwischengespeichert und zur Erhitzung der Würze eines folgenden Sudes eingesetzt wird, kann viele Gründe haben. Beispielsweise ist in vielen Ländern thermische Energie sehr günstig . Damit rechnet sich ein solches System nicht. In modernen Kochsystemen wird oftmals mit sehr geringen Gesamtverdampfungen, also das prozentuale Verhältnis von verdampfter Was sermas se zu gekochter Würzemas se, gearbeitet. Für Gesamtverdampfungen unter ca. 3 -4 % rechnet sich ein solches Energiespeichersystem wirtschaftlich nur sehr selten. Insbesondere die bekannten Rektifikations- oder kontinuierlichen Würzekochsysteme arbeiten mit extrem geringen Gesamtverdampfungen. Wenn ein Würzekochsystem mit thermischem oder mechanischem Brüdenverdichter ausgestattet ist, fällt beispielsweise gar kein Brüden an, des sen Energie für die Würzeerhitzung zurückgewonnen werden kann. Somit gibt es keine energiesparende Möglichkeit, die Würze vor dem Einleiten in die Würzepfanne zu erhitzen. Aber auch im klas sischen Sudhaus kann durch entsprechende Rohstoffwahl die Gesamtverdampfung sehr gering ausfal- len . Insbesondere auch beim Herunterkühlen der Würze von der Heißwürzetemperatur auf die Anstelltemperatur und der damit verbundenen Erwärmung des Wassers von der Kaltwassertemperatur auf die Heißwas sertemperatur im Hauptheißwassertank kommt es vielfach zu einem erheblichen Heißwas serüberschus s . Wird die Würze beispielsweise von 98 °C auf 9 °C herabgekühlt und dabei das Brauwas ser von 3 °C auf 78 °C erwärmt, so fällt aufgrund der Energiebilanz dadurch etwa 20 % mehr Heißwas ser an als Würze, die den Würzekühler durchströmt. Dies bedeutet mit anderen Worten, das s das Mas senverhältnis zwischen dem den Würze- kühler durchströmenden Was ser und der den Würzekühler durchströmenden Würze ungefähr im Bereich von 1 ,2 liegt.

Typische Heißwassertemperaturen im Hauptheißwassertank in einer Brauerei liegen im Bereich von 78 °C bis ca. 85 °C . Unter Hauptheißwassertank sollen der Tank oder die Tanks verstanden werden, in dem/denen das Heißwasser für die Produktionsprozes se, wie insbesondere Sudhausprozes se (maischen, läutern, reinigen, etc .) und/oder auch Gär-, Filtrations- und Abfüllprozes se, bereitgestellt wird.

Unter Zwischentemperatur soll eine Temperatur verstanden werden, die über der Heißwassertemperatur im Hauptheißwas sertank liegt. Liegt nun im Sudhaus ein Heißwas serüberschus s vor und kann dieser weder im Sudhaus noch in benachbarten Abteilungen verwendet werden, so wird der Heißwas serüberschus s meist über das Abwas sersystem entsorgt. Damit gehen der Brauerei sowohl Was ser als auch Energie verloren, wobei zusätzlich auch noch Kosten für die Abwas serentsorgung anfallen. Dies ist sowohl wirtschaftlich als auch insbesondere aus Gründen des Umweltschutzes und der Resurcenschonung ein nicht hinzunehmender Zustand.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, ein neues Verfahren und eine neue Sudhausanlage zur Würzeherstellung vorzuschlagen, mit dem Heißwasserüberschüsse verringert oder gänzlich vermieden werden können.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren und eine Sudhausanlage nach der Lehre der unabhängigen Hauptansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Grundgedanke des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es , das s das Was ser im Würzekühler nicht, wie bisher üblich, direkt auf die Heißwassertemperatur von beispielsweise 78 - 85 °C erwärmt und mit dieser Heißwas- sertemperatur im Hauptheißwassertank gepuffert wird. Stattdessen wird das Was ser im Würzekühler zunächst auf eine Zwischentemperatur erhitzt, die über der Heißwas sertemperatur im Hauptheißwas sertank liegt. Durch die Aufnahme von mehr Wärmeenergie im Was ser und die dadurch erzielte höhere Energiedichte im Wasser ist es möglich, die zur Kühlung der Würze notwendige Wassermenge zu reduzieren. Das höhere Energieniveau des Was sers bei der Zwischentemperatur kann dann in einfacher Weise in anderen Bereichen des Sudhauses oder der Brauerei als Wärmeträger genutzt werden, so das s nach einem entsprechenden Entzug eines Teils der Wärmeenergie das Was ser zu einem späteren Zeitpunkt wiederum bei der üblichen Heißwas sertemperatur in den

Hauptheißwas sertank eingespeist werden kann. Dort steht es dann den üblichen Verbrauchern zur Verfügung . Es kann also zur Reinigung, zum Einmaischen, zum Anschwänzen im Läutersystem oder in anderen Abteilungen verwendet werden. Mit anderen Worten sieht das erfindungsgemäße Verfahren also vor, das s das Was ser im Würzekühler in einem Zwischenschritt zunächst auf ein höheres Energieniveau angehoben wird, das der j eweils eingestellten Zwischentemperatur entspricht, um die bei der Würzekühlung notwendige Wassermenge zu reduzieren und dadurch Heißwas serüberschüs se zu vermeiden. Die zusätzlich in das Was ser bei der Würzekühlung einge- speiste Wärmeenergiemenge kann dann in beliebiger Weise durch andere Prozesse im Sudhaus oder in der Brauereianlage abgenommen werden, um das Was ser nach dem entsprechenden Entzug von Wärmeenergie wiederum in den Hauptheißwassertank bei der üblichen Heißwas sertem- peratur einzuspeisen.

Beim Brauprozes s und insbesondere bei der Würzeherstellung handelt es sich vielfach um einen diskontinuierlichen Prozes s , bei dem die notwendigen Prozes swärmemengen diskontinuierlich zugeführt werden müs sen. Um die Wärmeenergie, die durch Erhitzung des Was sers bis auf die Zwischentemperatur zusätzlich in das Was ser eingespeichert wurde, diskontinuierlich für andere Prozes se nutzen zu können, ist es besonders vorteilhaft, wenn das im Würzekühler auf die Zwischentemperatur erhitzte Wasser in einem dem Würzekühler nachgeordneten Zwischenspeichertank gepuffert wird. Dadurch kann je nach Wärmeenergiebedarf das Was ser aus dem Zwischenspeichertank entnommen und die darin enthaltene Wärme durch Wärmeübertragung auf ein anderes Medium übertragen werden, wobei das Wasser selbst von der Zwischentemperatur auf die Heißwassertemperatur im Hauptheißwas sertank heruntergekühlt wird. Mit welcher Temperaturspreizung der Würzekühler arbeitet, d.h. um welche Temperaturdifferenz das Was ser bzw. die Würze im Würzekühler erhitzt bzw. abgekühlt wird, ist grundsätzlich beliebig . Gemäß einer bevorzugten Variante ist es vorgesehen, das s das Was ser im Würzekühler mit einer Temperaturspreizung im Bereich von 88 K bis 95 K erhitzt wird. Auch die Temperaturabsenkung der Würze im Würzekühler liegt vorteilhafterweise im Bereich von ca. 88 K bis 95 K

Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn das Wasser im Würzekühler von einer Kaltwassertemperatur im Bereich zwischen 2 °C und 6 °C auf eine Zwischentemperatur im Bereich zwischen 90 °C und 96 °C erhitzt wird. Auch bei der Abkühlung der Würze im Würzekühler ist eine Temperatur- spreizung im Bereich von 88 K bis 95 K besonders vorteilhaft.

Insbesondere ist es gemäß einer bevorzugten Variante vorgesehen, das s die Würze im Würzekühler von einer Heißwürzetemperatur im Bereich zwischen 95 °C und 99 °C auf eine Anstelltemperatur im Bereich zwischen 5 °C und 20 °C, insbesondere zwischen 10 °C und 15 °C, abgekühlt wird.

Im Hinblick auf die Vermeidung von unnötigen Heißwas serüberschüs sen sollte das Massenverhältnis zwischen der den Würzekühler durchströmenden Würze und dem Würzekühler durchströmenden Wasser im

Bereich zwischen 0, 1 und 1 , 1 , insbesondere ungefähr bei 1 ,0, liegen.

In welcher Weise die Wärmeenergie, die zusätzlich in dem auf die Zwischentemperatur erhitzten Was ser enthalten ist, genutzt wird, ist grundsätzlich beliebig . Besonders einfach und kostengünstig kann dies erfolgen, wenn dem Zwischenspeichertank ein Wärmeübertrager nachgeordnet ist, in dem das Was ser von der Zwischentemperatur auf die Heißwas sertemperatur im Hauptheißwassertank heruntergekühlt wird und dabei die entsprechende Wärmemenge auf ein anderes Medium, beispielsweise auf eine Reinigungsflüs sigkeit, andere Wäs ser, Maische oder Würze übertragen wird.

Bevorzugt sollte das Was ser in dem dem Zwischenspeichertank nachgeordneten Wärmeübertrager von einer Zwischentemperatur im Wärmebereich zwischen 90 °C und 96 °C auf eine Heißwas sertemperatur im

Bereich zwischen 75 °C und 85 °C heruntergekühlt werden.

Welches Medium in dem dem Zwischenspeichertank nachgeordneten Wärmeübertrager durch Wärmeübertragung von dem auf die Zwischentemperatur erhitzten Wasser erhitzt wird, ist grundsätzlich beliebig . Als besonders geeignet hat es sich erwiesen, das s der dem Zwischenspeichertank nachgeordnete Wärmeübertrager in der Art einer Würzeheizeinrich- tung ausgebildet ist. In dieser Würzeheizeinrichtung kann dann die Läuterwürze nach dem Abläutern und vor dem Würzekochen erwärmt werden, so das s für die Erhitzung der Läuterwürze während des Würzekochens selbst weniger Primärenergie (z .B . in Form von Dampf oder Heizheißwas ser, sog .„Superheated water") eingesetzt werden muss .

Gemäß einer bevorzugten Verfahrensvariante ist es vorgesehen, dass die Läuterwürze in dem dem Zwischenspeichertank nachgeordneten Wärmeübertrager um eine Temperatur im Bereich von 10 K bis 25 K erwärmt wird. Alternativ oder Additiv kann der dem Zwischenspeichertank nachgeordnete Wärmeübertrager auch in der Art einer Maischeheizeinrichtung ausgebildet sein, mit der Maische vor dem Abläutern erwärmt wird.

Welche Bauart als Zwischenspeichertank zur Pufferung des auf die Zwischentemperatur erhitzten Was sers verwendet wird, ist grundsätzlich beliebig . Es kann sich dabei um offene Tanks handeln. Besonders vorteilhaft ist es , wenn der Zwischenspeichertank in der Art eines Schichtenspeichers oder Verdrängungs speichers ausgebildet ist. Bei der Bauart des Schichtenspeichers kann das auf die Zwischentemperatur erwärmte Wasser aus dem Würzekühler oben in den Tank eingeschichtet werden und das Wasser nach der Abkühlung von der Zwischentemperatur auf die Heißwas sertemperatur im Tank unten eingeschichtet werden. Somit kann mit nur einem Tank für erwärmtes Was ser gearbeitete werden. Besonders vorteilhaft ist es aber, wenn mit zwei getrennten Tanks, die auch miteinander kombiniert sein können, z. B . übereinander gestapelt, gearbeitet wird.

Auch die B auart des Würzekühlers zur Erhitzung des Was sers auf die Zwischentemperatur ist grundsätzlich beliebig . Besonders vorteilhaft sollte dieser Würzekühler in der Art eines Plattenwärmeübertragers ausgebildet sein. Besonders vorteilhaft ist es bei dem erfindungsgemäßen Verfahren, das s im Gegensatz zu bekannten Möglichkeiten der Energie- rückgewinnung am Würzekühler nur mit einem sogenannten einstufigen Wärmeübertrager gearbeitet werden kann. Einstufig bedeutet, das s die abzukühlende Würze nur durch ein anderes Medium gekühlt wird. Bekannte, mehrstufige Wärmeübertrager arbeiten beispielsweise mit zwei oder mehr anderen Medien, beispielsweise mit Wasser und Glykol oder Ammoniak.

Die erfindungsgemäße Sudhausanlage ist gattungsgemäß mit einem Würzekühler ausgestattet, mit dem die Würze nach der Würzekochung und vor der Zugabe von Hefe von einer Heißwürzetemperatur auf die gewünschte Anstelltemperatur abgekühlt werden kann . Der Würzekühler ist dabei in der Art eines Wärmetübertragers ausgebildet und wird mit Wasser gekühlt. Weiter umfas st die Sudhausanlage einen Hauptheißwassertank, in dem das im Würzekühler von einer Kaltwas sertemperatur erwärmt Was ser bei einer Heißwas sertemperatur gespeichert werden kann. Erfindungsgemäß ist dem Würzekühler ein Zwischenspeichertank nachgeordnet, in dem das im Würzekühler auf eine Zwischentemperatur erhitzte Wasser gepuffert werden kann . Die Zwischentemperatur im Zwischenspeichertank liegt dabei über der Heißwassertemperatur des Wassers im Hauptheißwassertank. Gemäß einer bevorzugte Anlagenvariante ist dem Zwischenspeichertank ein Wärmeübertrager nachgeordnete ist, der in der Art einer Würzeheizeinrichtung ausgebildet ist. Mit dieser Würzeheizeinrichtung kann Läuterwürze nach dem Abläutern und vor dem Würzekochen erwärmt werden. Alternativ oder Additiv kann dem Zwischenspeichertank auch ein Wärmeübertrager nachgeordnete sein, der in der Art einer Maischeheizeinrichtung ausgebildet ist. Mit dieser Maischeheizeinrichtung kann Maische vor dem Abläutern erwärmt werden.

Um eine höhere Temperaturvariabilität zu erreichen kann der Würzeheiz- einrichtung und/oder der Maischeheizeinrichtung ein B ooster vorgeord- net werden. Mit dem Booster kann das Was ser aus dem Zwischenspeichertank erwärmt werden, um ein höheres Temperaturniveau zu erreichen. Dazu kann der Booster mit Dampf oder Heißwas ser beheizt werden . Der Zwischenspeichertank sollte bevorzugt in der Art eines Schichtenspeichers oder Verdrängungs speichers ausgebildet sein.

Der Würzekühler sollte bevorzugt in der Art eines Plattenwärmeübertragers , insbesondere in der Art eines einstufigen Plattenwärmeübertrager, ausgebildet sein. Verschiedene Aspekte des erfindungsgemäßen Verfahrens werden nachfolgend anhand der Zeichnung beispielhaft erläutert.

Es zeigt:

Fig . 1 den schematisierten Aufbau einer Sudhausanlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ; Fig. 2 den schematisierten Aufbau einer zweiten Ausführungsform einer Sudhausanlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens .

In der Darstellung gemäß Fig. 1 sind nur die Teile einer Sudhausanlage dargestellt, die zum Verständnis des erfindungsgemäßen Verfahrens notwendig sind. Die Sudhausanlage 01 umfas st neben anderen Einrichtungen und Behältern üblicherweise einen Gefäß 02, eine Würzekocheinrichtung 03 und einen Whirlpool 04. Bei dem Gefäß 02 kann es sich beispielsweise um einen Läuterbottich, eine anderes geartete Läutereinrichtung oder um ein beliebiges Vorlaufgefäß handeln. Im Gefäß 02 weist die Würze beispielsweise eine Temperatur von 75 °C auf. In der Würzekocheinrichtung 03 wird die Würze auf eine Temperatur im Bereich des Siedepunkts bei 100 °C oder darüber erhitzt und/oder gekocht. Im Whirlpool 04 hat die Würze dann wiederum eine Temperatur von ungefähr 98 °C, was der Heißwürzetemperatur im Sinne des erfindungsgemäßen Verfahrens entspricht. Von der Heißwürzetemperatur bei 98 °C mus s die Würze vor der Zugabe der Hefe im Gärkeller auf eine Anstelltemperatur von beispielsweise 9 °C heruntergekühlt werden. Um dies zu erreichen ist in der Sudhausanlage O l ein Würzekühler 05 vorgesehen, der mit Eiswasser 06 , das beispielsweise eine Temperatur im Bereich zwischen 2 °C und 6 °C aufweist, gekühlt werden kann. Das Eiswas ser 06 kann beispielsweise einem nicht dargestellten Pufferspeicher entnommen werden. Durch die Würzekühlung im Würzekühler 05 weist die zum Überpumpen in den Gärkeller vorgesehene Würze 07 die gewünschte Anstelltemperatur von beispielsweise 9 °C auf.

Der Würzekühler 05 ist erfindungsgemäß so ausgelegt, dass das Eiswasser 06 von seiner Kaltwas sertemperatur bei 2 °C bis 6 °C auf eine Zwischentemperatur von beispielsweise 94 °C erhitzt wird. Das auf 94 °C erhitzte Wasser 08 wird in einem Zwischenspeichertank 09 gepuffert und kann von dort j e nach Wärmebedarf der nachgeordneten Prozes se diskontinuierlich oder kontinuierlich abgerufen werden.

Zur Nutzung der im Wasser 08 zusätzlich eingespeicherten Wärme ist ein als Wärmeübertrager ausgebildeter Würzeerhitzer 10 vorgesehen. Im Würzeerhitzer 10 wird das Was ser 08 mit einer Temperatur von 94 °C auf eine Temperatur von 79 °C heruntergekühlt und zugleich die Läuterwürze aus dem Läuterbottich 02 beim Überpumpen in die Würzekocheinrichtung 03 um 10 bis 20 K erwärmt. Nach Durchlaufen des Würzeerhitzers 10 gelangt das Was ser 1 1 mit einer Temperatur von 79 °C in den Hauptheißwas sertank 12. Auf diese Weise kann dem gesamten Sudhaus aus dem Hauptheißwas sertank 12 Warmwas ser mit einer Temperatur von 79 °C zur Verfügung gestellt werden .

Durch die erfindungsgemäße Erhitzung des Was sers 08 auf eine Zwischentemperatur oberhalb der Was sertemperatur im Hauptheißwas sertank 12 kann die zur Kühlung der Würze 07 notwendige Heißwassermenge soweit reduziert werden, das s Heißwas serüberschüsse, die nicht verwen- det werden können, sondern entsorgt werden müs sen, weitgehend vermieden oder zumindest verringert werden. Die im Was ser 08 aufgrund der höheren Zwischentemperatur enthaltene Wärmeenergie kann dann beispielsweise in dem Würzeerhitzer 10 genutzt werden um die Läuter- würze zu erwärmen, so das s im Ergebnis wiederum das Was ser 1 1 die notwendige Temperatur von 79 °C zur Versorgung des Sudhauses aufweist und trotzdem die im Was ser 08 zusätzliche Wärmeenergie nicht verloren geht.

Fig . 2 zeigt den schematisierten Aufbau einer zweiten Ausführungsform 16 einer Sudhausanlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens . Die Sudhausanlage 16 ist dahingehend erweitert, das s das auf eine Zwischentemperatur erwärmte Was ser alternativ oder additiv auch zur Erwärmung von Maische verwendet werden kann . Dazu wird das Wasser 08 aus dem Zwischenspeichertank 09 zu einem beliebig gestalte- ten Wärmeübertrager 14 eines Maischgefäßes 13 geleitet. Der Wärmeübertrager 14 kann beispielsweise eine am oder im Gefäß angeordnete Heizfläche sein, aber auch ein externer Wärmeübertrager. Dort gibt das Wasser 08 die Wärme an die Maische ab , wird auf Heißwas sertemperatur abgekühlt und in den Hauptheißwas sertank 12 geleitet. Vorteilhaft an dem alternativen Verfahren gemäß Fig . 2 ist, dass in diesem Fall sogar ein Energiespeichersystem an der Würzepfanne installiert sein kann, mit des sen Hilfe die Würze während des Einleitens in die Würzepfanne erhitzt werden kann. Die Wärmeenergie aus dem Wasser 08 wird in diesem Fall an die Maische übertragen. Natürlich ist es auch möglich einen an sich bekannten Boo ster 15 dem Zwischenspeichertank 09 nachzuschalten, um die Erhitzung der Würze und/oder der Maische auf ein höheres Niveau zu ermöglichen . Der

Booster 15 ist ein Wärmeübertrager, der mittels eines Wärmeträgers , z.B . Dampf, das Was ser von Zwischentemperatur auf eine noch höhere Tem- peratur erwärmt, bevor das Was ser seine Energie an die Würze bzw.

Maische abgibt. Dieser Boo ster 15 kann dann auch für das Anfahren des Systems nach längeren Pausen verwendet werden, wenn die Temperatur im Zwischenspeicher 09 nicht ausreicht.

Ergänzen läs st sich das Verfahren ebenfalls durch die Verwendung von Energie, die beim Kühlen des Mischkondensats aus der mechanischen oder thermischen Brüdenverdichtung zurückgewonnen werden kann . Diese Energie kann ebenfalls auf Was ser übertragen werden, welches dann mit Zwischentemperatur in den Zwischenspeichertank gepuffert wird.