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Title:
METHOD FOR CASTING MOULDED PARTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/044485
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method for casting moulded parts, said method comprising the following steps: the mould is prepared by forming a core packet from the cores which are made of moulding sand; the metal melt is cast into the mould; the mould is subjected to thermal insulation prior to and/or after casting and the thermal process is used in a known manner inside the mould and/or insulation for controlled treatment of the casted moulded part and/or the moulded material forming the core packet.

Inventors:
Montero, Gelson G. (Daimlerstrasse 11, Oftersheim, 68723, DE)
Application Number:
PCT/DE2004/002302
Publication Date:
May 19, 2005
Filing Date:
October 15, 2004
Export Citation:
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Assignee:
HOS HOTTINGER SYSTEMS GBR (20-28 Düsseldorfer Strasse, Mannheim, 68219, DE)
Montero, Gelson G. (Daimlerstrasse 11, Oftersheim, 68723, DE)
International Classes:
B22D27/04; B22D27/15; B22D29/00; B22D27/00; B22D27/04; B22D29/00; (IPC1-7): B22C13/08
Attorney, Agent or Firm:
ULLRICH & NAUMANN (Luisenstrasse 14, Heidelberg, 69115, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zum Giessen von Formteilen mit folgenden Verfahrensschritten : Bereitstellen der Form, komplettiert aus zu einem Kernpaket komplettierten Kernen aus Formsand, Giessen der metallischen Schmelze in die Form, thermische Isolation der Form vor und/oder nach dem Giessen und bewusste Nutzung der Prozesswärme innerhalb der Form bzw. Isolation zur kontrollierten Behandlung des gegossenen Formteils und/oder des das Kernpaket bildenden Formmaterials.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Prozesswärme zum Verbrennen des organischen oder anorganischen Bindemittels im Formsand dient.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Prozesswärme zur Temperaturbehandlung des gegossenen Formteils dient.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Formteil bzw. das gesamte System geregelt abgekühlt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass während der insituWärmebehandlung des gegossenen Formteils und/oder des Kernpakets Gas aus dem inneren der Form und/oder aus der Isolation abgeführt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass während der insituWärmebehandlung des gegossenen Formteils und/oder des Kernpakets das beim Verbrennen des Bindemittels entstehende Gas innerhalb der thermischen Isolation zurückgehalten und am Ende des Isolationsvorgangs abge saugt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass während der thermischen Isolation Wärme zugeführt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung des Kernpakets auch teilweise hohl ausgebildete Kerne mit reduzierter Masse verwendet werden.
Description:
VERFAHREN ZUM GIESSEN VON FORMTEILEN Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Giessen von Formteilen.

Die Erfindung bezieht sich ganz allgemein auf das Giessen von Formteilen, d. h. auf die Giessereitechnik. Zum Giessen von Formstücken jedweder Art werden Giesserei- kerne und/oder-formen meist aus getrennten Teilen hergestellt, zusammengeführt und miteinander zu einer Gussform bzw. zu einem Kernpaket oder Formpaket ver- bunden. Diese Form-/Kernpakete werden dann zur Herstellung eines beispielsweise metallischen Werkstücks mit geschmolzenen Metall gefüllt, wobei in der Serienfer- tigung die mit geschmolzenen Metall zu füllenden Form-/Kernpakete hintereinander aufgereiht die Fertigungstrasse durchlaufen.

Kern-und Maskenschiessmaschinen zur Fertigung der miteinander zu verbindenden Kerne sind seit Jahrzehnten aus der Praxis bekannt. Lediglich beispielhaft wird hier auf die DE 31 48 461 C1 verwiesen, die eine Kern-und Maskenschiessmaschine offenbart.

Bislang werden Formteile in einer Form gegossen, die wiederum aus Kernen bzw. einem Kernpaket besteht. Nach dem Schiessen und Komplettieren der Form wird diese in eine weitere Form bzw. Umgebung aus Kernsand eingebunden, um nämlich die erforderliche mechanische Stabilität gewährleisten zu können.

Unabhängig von dem eigentlichen Giessen ist danach der das Form-/Kernpaket bil- dende Formsand von dem gegossenen Formteil zu entfernen. Aufgrund eines Bin- demittels ist der Formsand auf besondere Weise zu entsorgen oder zu recyceln. Der damit verbundene Aufwand ist erheblich.

Das aus dem Stand der Technik bekannte Verfahren erfordert eine erhebliche Energiezufuhr in Form der mit der Schmelze in das Formpaket eingebrachten Wärme, die bislang über den Abkühiprozess mehr oder weniger verloren geht. Da- rüber hinaus musste weitere Energie zum Ausglühen des Bindemittels und somit zum Recyceln des Form-/Kornsandes eingesetzt werden.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das voranstehend erörterte gattungsbildende Verfahren derart auszugestalten und weiterzubilden, dass die zum Giessen verwendete Energie bestmöglich genutzt wird.

Die voranstehende Aufgabe wird durch die folgenden Verfahrensschritte gelöst : - Bereitstellen der Form bzw. eines Kernpakets, komplettiert aus einzelnen Formen und/oder Kernen aus Formsand, - Giessen der metallischen Schmelze in die Form, - thermische Isolation der Form vor und/oder nach dem Giessen und - bewusste Nutzung der Prozesswärme innerhalb der Form bzw. Isolation zur kontrollierten Behandlung des gegossenen Gussstücks und/oder des die Form und/oder das Kernpaket bildenden Formmaterials.

In weiterer vorteilhafter Weise lässt sich die Prozesswärme zum Verbrennen des organischen oder anorganischen Bindemittels im Formsand verwenden, so dass besondere Recyclingmassnahmen danach nicht mehr erforderlich sind. Eine beson- dere Entsorgung des Formsandes als Sondermüll ist dann ebenfalls nicht mehr er- forderlich, sollte man den Formsand nicht weiter verwenden wollen.

Ebenso lässt sich die Prozesswärme zur Temperaturbehandlung des gegossenen Formteils verwenden.

In ganz besonders vorteilhafter Weise könnte das Formteil geregelt abgekühlt wer- den, wobei der thermischen Isolation um das eigentliche Kernpaket herum eine ganz besondere Bedeutung zukommt.

Ebenso ist es denkbar, dass während der in-situ-Wärmebehandlung Gase aus dem Inneren der Form und/oder der Isolation geführt werden. Ganz besondere Bedeutung kommt einem weiteren Merkmal zu, wonach es nämlich von Vorteil ist, wenn zur Bildung des Kernpakets einzelne Kerne verwendet werden, die als Hohlkörper ausgebildet sind. Dies hat den enormen Vorteil, dass die Masse des Kernsandmaterials möglichst gering gehalten ist, so dass die in Form von Wärme vorliegende Energie innerhalb des Gesamtsystems weitestgehend zur Behandlung des gegossenen Formteils und/oder des Kernpakets, so bspw. zum Verbrennen des Bindemittels, genutzt werden kann.

Vorteilhaft ist auch, wenn die beim Verbrennen des Bindemittels entstehenden Rauchgase innerhalb der Vorrichtung zur Wärmeisolation zurückgehalten werden.

Sie lassen sich am Ende des Isolationsvorganges absaugen. Das konzentrierte Vorliegen der Schadgase erleichtert ganz erheblich ihre Entsorgung bzw. Vernich- tung, wodurch sich das Verfahren ganz erheblich vereinfacht.

Zur Vermeidung von Wiederholungen sei ansonsten auf den allgemeinen Teil der Beschreibung verwiesen.

Schliesslich sei angemerkt, dass das voranstehend erörterte Ausführungsbeispiel lediglich der beispielhaften Erläuterung der beanspruchten Lehre dient, diese jedoch nicht auf das Ausführungsbeispiel einschränkt.