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Title:
METHOD FOR CHANGING THE TEMPERATURE OF A FLUID BY MEANS OF A TUBE BUNDLE HEAT EXCHANGER AND TUBE BUNDLE HEAT EXCHANGER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/086759
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for changing the temperature of a fluid (b) by means of a tube bundle heat exchanger (100) with multiple tube-side channels (110) and with at least one jacket-side channel (121), in which method a medium (a) is conducted through the tube-side channels (110), wherein a flow (b') of the fluid is introduced into the at least one jacket-side channel (121) through a first inlet opening (131) at a first end of the tube bundle heat exchanger (100) and is led out of the at least one jacket-side channel (121) through an outlet opening (133) at a second end of the tube bundle heat exchanger (100), wherein, for the setting or closed-loop control of a change in temperature of the fluid (b) in accordance with a desired change in temperature, a corresponding partial flow (c) is branched off from the flow (b) of the fluid before the latter is introduced into the at least one jacket-side (121) channel, and said partial flow is introduced into the at least one jacket-side channel (121) via a second inlet opening (132) which is arranged between the first inlet opening (131) and the outlet opening (133), and to a tube bundle heat exchanger (100) of said type.

Inventors:
MIHAILOWITSCH, Dieter (lsaraustr. 14, Geretsried, 82538, DE)
LANG, Martin (Rechpacherstr. 18, München, 80689, DE)
HIRSCH, Alexander (Seestrasse 24a, Schondorf, 86938, DE)
Application Number:
EP2017/025323
Publication Date:
May 17, 2018
Filing Date:
November 08, 2017
Export Citation:
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Assignee:
LINDE AKTIENGESELLSCHAFT (Klosterhofstr. 1, München, 80331, DE)
International Classes:
F28D7/16; F28F9/22; F28F27/02
Foreign References:
US20110259574A12011-10-27
DE3643303A11988-06-30
US20080121383A12008-05-29
GB848099A1960-09-14
DE102008048405B32010-04-22
EP0356648A11990-03-07
EP2312252A12011-04-20
DE1776089A11971-09-16
Attorney, Agent or Firm:
FISCHER, Werner (LINDE AG, Technology & Innovation Corporate Intellectual PropertyDr.-Carl-von-Linde-Str. 6-14, Pullach, 82049, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Verfahren zur Temperaturänderung eines Fluids (b) mittels eines

Rohrbündelwärmetauschers (100) mit mehreren rohrseitigen Kanälen (1 10) und wenigstens einem mantelseitigen Kanal (121 ), bei dem ein Medium (a) durch die rohrseitigen Kanäle (1 10) geführt wird, wobei ein Strom (b') des Fluids durch eine erste Einrittsöffnung (131 ) an einem ersten Ende des Rohrbündelwärmetauschers (100) in den wenigstens einen mantelseitigen Kanal (121 ) eingebracht und durch eine Austrittsöffnung (133) an einem zweiten Ende des

Rohrbündelwärmetauschers (100) aus dem wenigstens einen mantelseitigen Kanal (121 ) herausgeführt wird,

dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung oder Regelung einer

Temperaturänderung des Fluids (b) entsprechend einer gewünschten

Temperaturänderung von dem Strom (b) des Fluids vor Einbringung in den wenigstens einen mantelseitigen (121 ) Kanal ein entsprechender Teilstrom (c) abgezweigt und über eine zweite Eintrittsöffnung (132), die zwischen der ersten

Eintrittsöffnung (131 ) und der Austrittsöffnung (133) angeordnet ist, in den wenigstens einen mantelseitigen Kanal (121 ) eingebracht wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei der Teilstrom (c) von dem Strom (b) unter Verwendung wenigstens eines einstell- und/oder regelbaren Ventils (140) abgezweigt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei als das wenigstens eine Ventil (140) ein

kontinuierlich verstellbares Ventil verwendet wird.

4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei als Fluid (b) ein

Synthesegas und/oder als Medium (a) Wasser verwendet wird.

5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei als

Rohrbündelwärmetauscher (100) ein Rohrbündelwärmetauscher mit

Gegenstromführung verwendet wird.

6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, zur Abkühlung des Fluids (b), wobei als erstes Ende des Rohrbündelwärmetauschers (100) ein warmes Ende und als zweites Ende des Rohrbündelwärmetauschers (100) ein kaltes Ende verwendet wird.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, zur Erwärmung des Fluids (b), wobei als erstes Ende des Rohrbündelwärmetauschers (100) ein kaltes Ende und als zweites Ende des Rohrbündelwärmetauschers (100) ein warmes Ende verwendet wird.

8. Rohrbündelwärmetauscher (100) zur Temperaturänderung eines Fluids (b) mit mehreren rohrseitigen Kanälen (1 10) und wenigstens einem mantelseitigen Kanal (121 ), bei dem ein Medium (a) durch die rohrseitigen Kanäle (1 10) führbar ist, mit einer ersten Eintrittsöffnung (131 ) an einem ersten Ende des

Rohrbündelwärmetauschers (100), durch die ein Strom (b) des Fluids in den wenigstens einen mantelseitigen Kanal (121 ) einbringbar ist, mit einer

Austrittsöffnung (133) an einem zweiten Ende des Rohrbündelwärmetauschers (100) durch die das Fluid aus dem wenigstens einen mantelseitigen Kanal (121 ) herausführbar ist,

gekennzeichnet durch eine zweite Eintrittsöffnung (132), die zwischen der ersten Eintrittsöffnung (131 ) und der Austrittsöffnung (133) angeordnet ist und durch welche ein von dem Strom (b) des Fluids vor Einbringung in den wenigstens einen mantelseitigen Kanal (121 ) abgezweigter Teilstrom (c) in den wenigstens einen manteilseitigen Kanal (121 ) einbringbar ist.

9. Rohrbündelwärmetauscher (100) nach Anspruch 8, der weiterhin mit wenigstens einem einstell- und/oder regelbaren Ventil (140) ausgeführt ist, mittels welchem der Teilstrom (c) von dem Strom (b) abzweigbar ist.

10. Rohrbündelwärmetauscher (100) nach Anspruch 9, der dazu eingerichtet ist, zur Einstellung oder Regelung einer Temperaturänderung des Fluids (b) entsprechend einer gewünschten Temperaturänderung und unter Verwendung des wenigstens einen Ventils (140) den Teilstrom (c) entsprechend von dem Strom (b) des Fluids abzuzweigen.

1 1 . Rohrbündelwärmetauscher (100) nach Anspruch 9 oder 10, wobei das wenigstens eine Ventil (140) als kontinuierlich verstellbares Ventil ausgebildet ist.

12. Rohrbündelwärmetauscher (100) nach einem der Ansprüche 8 bis 1 1 , der zur Verwendung eines Synthesegases als Fluid (b) und/oder von Wasser als Medium (a) eingerichtet ist.

13. Rohrbündelwärmetauscher (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, der als Rohrbündelwärmetauscher mit Gegenstromführung ausgebildet ist.

14. Rohrbündelwärmetauscher (100) nach einem der Ansprüche 8 bis 13, zur

Abkühlung des Fluids, wobei das erste Ende ein warmes Ende und das zweite Ende ein kaltes Ende umfasst.

15. Rohrbündelwärmetauscher (100) nach einem der Ansprüche 8 bis 13, zur

Erwärmung des Fluids, wobei das erste Ende ein kaltes Ende und das zweite Ende ein warmes Ende umfasst.

Description:
Beschreibung

Verfahren zur Temperaturänderunq eines Fluids mittels eines Rohrbündelwärmetauschers und Rohrbündelwärmetauscher

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Rohrbündelwärmetauschers sowie einen Rohrbündelwärmetauscher gemäß den Oberbegriffen der unabhängigen Patentansprüche.

Stand der Technik Für verschiedenste Anwendungen ist es nötig, Fluide abzukühlen oder zu erwärmen. So treten beispielsweise bei Gaserzeugungsanlagen oftmals sehr hohe Temperaturen bei den Gasen auf, die für eine weitere Verwendung zu hoch sind. Auch können bei solch hohen Temperaturen von Gasen Korrosionsprobleme in Rohrleitungen auftreten. Ebenso kann bei verschiedenen Anwendungen eine Abkühlung von Gasen oder Gasgemischen nötig sein, um eine nachfolgende Verdichtungsarbeit zu reduzieren.

Eine übliche Technik zur Abkühlung oder Erwärmung von Fluiden ist die Verwendung von Wärmetauschern, insbesondere sog. Rohrbündelwärmetauschern.

Rohrbündelwärmetauscher weisen in der Regel mehrere Rohre mit meist sehr geringem Durchmesser auf, die von einem Mantel umschlossen werden, in dem ein Kanal zur Durchleitung von Fluiden gebildet wird. Eine Möglichkeit ist nun, ein

Kühlmedium bzw. ein Heizmedium durch die Rohre (also in rohrseitigen Kanälen) zu führen und das zu kühlende bzw. zu beheizende Fluid durch den mantelseitigen Kanal zu führen. Denkbar ist dabei auch die der umgekehrte Fall, wie beispielsweise in der GB 848 099 A, dort zu Abkühlung von Kraftstoff, gezeigt. Auf diese Weise kann eine indirekte Wärmeübetragung zwischen dem Kühlmedium bzw. Heizmedium und dem Fluid stattfinden.

Oftmals kann es bei einer solchen Abkühlung oder Erwärmung auch nötig sein, die Abkühlung bzw. Erwärmung selbst einzustellen oder zu regeln, beispielsweise wenn eine Abkühlung oder Erwärmung des Fluids auf eine bestimmte Temperatur gewünscht ist. Hierzu sind verschiedene Möglichkeiten bekannt. Beispielsweise wird in der DE 10 2008 048 405 B3 beschrieben, dass das

Kühlmedium, das dort durch den mantelseitigen Kanal geführt wird, unter Verwendung eines externen Bypasses teilweise an dem mantelseitigen Kanal vorbeigeleitet werden kann, um so die Abkühlung eines Fluids, das dort durch die rohrseitigen Kanäle geleitet wird, zu verändern.

Aus der EP 0 356 648 A1 und der EP 2 312 252 A1 sind beispielsweise

Wärmetauscher bekannt, bei denen das abzukühlende Fluid durch die rohrseitigen Kanäle geleitet wird, wobei jedoch ein interner Bypass vorgesehen ist, durch den ein Teil des abzukühlenden Fluids geleitet werden kann, um so die Abkühlung

einzustellen.

Aus der DE 17 76 089 A ist beispielsweise ein Wasserkühler für gasförmige Medien bekannt, bei dem das abzukühlende Fluid (bzw. Medium) durch den mantelseitigen Kanal geführt wird. Zur Einstellung der Abkühlung kann ein Teil des zu kühlenden

Mediums bereits früher als der restliche Teil aus dem mantelseitigen Kanal entnommen und anschließend mit diesem vereinigt werden.

Bei den erwähnten Möglichkeiten zur Abkühlung bzw. Erwärmung von Fluiden besteht jedoch die Gefahr von unerwünschten Kondensationen bzw. Verdampfungen, insbesondere bei bestimmten Lastbereichen, wie dies beispielsweise bei der

Abkühlung von Synthesegas bei gleichzeitger Erwärmung von Wasser für einen Wasseranwärmer der Fall ist, bei dem das Wasser einerseits als Kühlmedium verwendet wird, andererseits aber dadurch gleichzeit für die gewünschte Anwendung erwärmt wird.

Die vorliegende Erfindung stellt sich vor diesem Hintergrund die Aufgabe, eine

Möglichkeit bereitzustellen, eine Temperatur eines Fluid ohne unerwünschte

Kondensation bzw. ohne unerwünschte Verdampfung des Mediums zu ändern, insbesondere auch in extremen Lastbereichen.

Offenbarung der Erfindung

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Temperaturänderung eines Fluids mittels eines Rohrbündelwärmetauschers sowie einen Rohrbündelwärmetauscher mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Ausgestaltungen sind

Gegenstand der abhängigen Patentansprüche sowie der nachfolgenden Beschreibung.

Vorteile der Erfindung

Die vorliegende Erfindung geht von einem an sich bekannten Verfahren zur

Temperaturänderung, also insbesondere zum Abkühlen oder zum Erwärmen, eines Fluids mittels eines Rohrbündelwärmetauschers aus. Wie bereits eingangs erwähnt, weist ein solcher Rohrbündelwärmetauscher dabei mehrere rohrseitige Kanäle und wenigstens einen mantelseitigen Kanal auf. Hierbei wird nun ein Medium (im Falle einer Abkühlung auch als Kühlmedium bezeichnet) durch die rohrseitigen Kanäle geführt.

Ein Strom des Fluids wird dann durch eine erste Einrittsöffnung an einem ersten Ende des Rohrbündelwärmetauschers in den wenigstens einen mantelseitigen Kanal eingebracht und durch eine Austrittsöffnung an einem zweiten Ende des

Rohrbündelwärmetauschers wieder aus dem wenigstens einen mantelseitigen Kanal herausgeführt. Auf diese Weise kann das Fluid, dessen Temperatur geändert werden soll und bei dem es sich insbesondere um ein Gas oder ein Gasgemisch, insbesondere auch Synthesegas, handeln kann, durch indirekte Wärmeübertragung auf das Medium, bei dem es sich insbesondere um Wasser handeln kann, abgekühlt bzw. erwärmt. Im Falle einer Abkühlung des Fluids kann als erstes Ende ein warmes Ende und als zweites Ende ein kaltes Ende des Rohrbündelwärmetauschers verwendet werden. Entsprechend kann bei einer Erwärmung des Fluids als erstes Ende ein kaltes Ende und als zweites Ende ein warmes Ende des Rohrbündelwärmetauschers verwendet werden. Unter einem kalten Ende ist dabei dasjenige Ende des

Rohrbündelwärmetauschers zu verstehen, an dem das (noch kalte) Medium

eingebracht wird. Entsprechend handelt es sich bei dem warmen Ende um dasjenige Ende, an dem das nunmehr erwärmte Medium wieder herausgeführt wird.

Zweckmäßig ist es bei einem solchen Rohrbündelwärmetauscher auch, wenn er mit Gegenstromführung betrieben wird, d.h. dass das Fluid in dem mantelseitigen Kanal in entgegengesetzter Strömungsrichtung zum Medium in den rohrseitgen Kanälen durch den Rohrbündelwärmetauscher geführt wird, da auf diese Weise die

Temperaturverhältnisse im Rohrbündelwärmetauscher optimal genutzt werden können. Als eine weitere Möglichkeit zur Einstellung bzw. Regelung der Temperaturänderung, also insbesondere der Abkühlung oder der Erwärmung, kommt nun - neben den eingangs bereits erwähnten Möglichkeiten - noch in Betracht, die rohrseitigen Kanäle zu verändern, so dass der Weg für das Medium länger oder kürzer wird oder das Medium durch mehr oder weniger Rohre zu führen. Damit können zwar

Kondensationen bzw. Verdampfungen vermieden werden, jedoch ist die Realisierung eines solchen Rohrbündelwärmetauschers aufgrund der bentotigten schaltbaren Rohre bzw. Rohrgruppen sehr aufwändig.

Erfindungsgemäß wird nun zur Einstellung oder Regelung einer Temperaturänderung, also insbesondere einer Abkühlung oder einer Erwärmung, des Fluids entsprechend einer gewünschten Temperaturänderung (also beispielsweise im Hinblick auf eine gewünschte Temperatur des Fluids oder eine gewünschte Kühlleistung des

Rohrbündelwärmetauschers) von dem Strom des Fluids vor Einbringung in den wenigstens einen mantelseitigen Kanal ein entsprechender Teilstrom abgezweigt und über eine zweite Eintrittsöffnung, die zwischen der ersten Eintrittsöffnung und der Austrittsöffnung angeordnet ist, in den wenigstens einen manteilseitigen Kanal eingebracht.

Auf diese Weise werden also zwei Teilströme (also der vom Strom abgezweigte Teilstrom und der verbleibende Reststrom) gebildet, die an unterschiedlichen Stellen in den wenigstens einen mantelseitigen Kanal eingebracht und dort dann, nachdem der abgezweigte Teilstrom eingebracht wurde, wieder vereinigt werden. An der Stelle, an der der Teilstrom in den wenigstens einen mantelseitigen Kanal eingebracht wird, wurde der Reststrom jedoch bereits abgekühlt bzw. erwärmt und ist damit kälter bzw. wärmer als der später eingebrachte Teilstrom. Durch die Angleichung der

Temperaturen beider Teilströme im dann wieder vereinigten Strom stellt sich also eine insgesamt höhere bzw. niedrigere Temperatur ein als wenn der gesamte Strom durch die erste Eintrittsöffnung angebracht würde.

Die gewünschte Temperaturänderung kann dabei durch eine geeignete Aufteilung des ursprünglichen Stroms in die beiden Teilströme erreicht werden, da dann

unterschiedliche Fluidmengen unterschiedlich stark abgekühlt bzw. erwärmt werden. Ebenso hat die Position der zweiten Eintrittsöffnung Einfluss auf die Temperaturänderung. Je später der abgezweigte Teilstrom dem Reststrom zugeführt bzw. mit diesem vereinigt wird, desto weniger stark wird das Fluid abgekühlt bzw. erwärmt. Während dabei über die Aufteilung des Stroms auf die Teilströme bei einem vorhandenen Rohrbündelwärmetauscher die Temperaturänderung eingestellt bzw. geregelt werden kann, kann über die Anordnung der zweiten Eintrittsöffnung - auch unter Berücksichtigung der übrigen Parameter wie Anzahl der rohrseitigen Kanäle, deren Durchmesser und Länge sowie den genauen Verlauf, den Querschnitt und die Länge des mantelseitigen Kanals - eine Auslegung des Rohrbündelwärmetauschers auf gewünschte Grenzen der Temperaturänderung erfolgen.

Im Vergleich zu der erwähnte Möglichkeit mit schaltbaren Rohren bzw. Rohrgruppen ist hier ein deutlich geringerer Aufwand nötig, da lediglich eine zweite Eintrittsöffnung im mantelseitungen Kanal, der ohnehin von außen einfach erreichbar ist, vorgesehen werden muss. Ebenso werden bei der vorgeschlagenen Möglichkeit insbesondere auch bei extremen Lastbereichen, wie beispielsweise 1 zu 10, Kondensation bzw.

Verdampfung vermieden, da eine Vereinigung der beiden Teilströme bereits frühzeitig erfolgt, bevor ein Unterschied in den Temperaturen zu hoch ist, wie dies bei einem vollständigen Bypass der Fall wäre. Vorzugsweise wird dabei der Teilstrom dem Strom unter Verwendung wenigstens eines einstell- und/oder regelbaren Ventils, insbesondere kontinuierlich verstellbaren, Ventils abgezweigt. Ein solches Ventil kann beispielsweise an entsprechender Stelle in einer Zuleitung des Fluids vorgesehen sein. Denkbar ist dabei auch eine Anordnung sehr nahe am Mantel oder direkt am Mantel des Rohrbündelwärmetauschers, sodass eine Leitung zu der zweiten Eintrittsöffnung direkt am Mantel entlang geführt werden kann.

Bei einem erfindungsgemäßen Rohrbündelwärmetauscher zur Temperaturänderung, also insbesondere zum Abkühlen oder Erwärmen, eines Fluids sind entsprechend mehrere rohrseitige Kanälen und wenigstens ein mantelseitiger Kanal vorhanden, wobei ein Medium durch die rohrseitigen Kanäle führbar ist . Neben einer ersten Eintrittsöffnung an einem einem ersten Ende des Rohrbündelwärmetauschers, durch die ein Strom des Fluids in den wenigstens einen mantelseitigen Kanal einbringbar ist, und einer Austrittsöffnung an einem zweiten Ende des Rohrbündelwärmetauschers durch die das Fluid aus dem wenigstens einen mantelseitigen Kanal herausführbar ist, ist dabei eine zweite Eintrittsöffnung vorhanden, die zwischen der ersten Eintrittsöffnung und der Austrittsöffnung angeordnet ist und durch welche ein von dem Strom des Fluids vor Einbringung in den wenigstens einen mantelseitigen Kanal abgezweigter Teilstrom in den wenigstens einen manteilseitigen Kanal einbringbar ist. Im Falle einer Abkühlung des Fluids im mantelseitigen Kanal kann als erstes Ende ein warmes Ende und als zweites Ende ein kaltes Ende des Rohrbündelwärmetauschers vorgesehen sein. Entsprechend kann bei einer Erwärmung des Fluids im

mantelseitigen Kanal als erstes Ende ein kaltes Ende und als zweites Ende ein warmes Ende des Rohrbündelwärmetauschers vorgesehen sein.

Zur Einstellung oder Regelung des abzuzweigenden Teilstroms und damit der

Temperaturänderung des Fluids kann dabei ein entsprechendes Ventil, wie es bereits näher erläutert wurde, vorgesehen sein. Eine solche Einstellung bzw. insbesondere die Regelung kann dabei auch automatisiert ablaufen.

Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert, welche verschiedene Anlagenteile zeigt, anhand derer die

erfindungsgemäßen Maßnahmen erläutert werden. Kurze Beschreibung der Zeichnung

Figur 1 zeigt einen Rohrbündelwärmetauscher gemäß einer Ausführungsform der Erfindung in schematischer Darstellung. Ausführliche Beschreibung der Zeichnung

In Figur 1 ist ein Rohrbündelwärmetauscher 100 in einer Schnittansicht schematisch dargestellt, der zur Temperaturänderung eines Fluids (in diesem Beispiel gezeigt als Abkühlung des Fluides), das dem Rohrbündelwärmetauscher 100 zugeführt werden kann, verwendet werden kann. Das Grundprinzip des Rohrbündelwärmetauschers 100 entspricht dabei einem herkömmlichen Rohrbündelwärmetauscher, wie es zum Teil auch in den eingangs genannten Dokumenten beschrieben wird.

Der Rohrbündelwärmetauscher 100 weist dabei mehrere Rohre bzw. rohrseitige Kanäle 1 10 auf, durch die ein Medium, hier als Kühlmedium, wie bspw. Wasser geführt wird. Hierzu wird das Medium als Strom a einer Einlasskammer 1 1 1 zugeführt und von dort aus durch die rohrseitigen Kanäle 1 10 in eine Auslasskammer 1 12 geführt. Über die Auslasskammer 1 12 kann das Medium dann wieder aus dem

Rohrbündelwärmetauscher 100 herausgeführt werden.

Die rohrseitigen Kanäle 1 10 werden von einem Mantel 120 umgeben. In dem Mantel

120 wird ein mantelseitiger Kanal 121 gebildet, durch den das, hier abzukühlende, Fluid geführt werden kann. Hierzu sind vorliegend Trennwände 122 vorgesehen, durch die der mantelseitige Kanal 121 in Art eines Labyrinths ausgebildet wird.

Das Fluid wie bspw. ein Synthesegas, wird durch eine erste Eintrittsöffnung 131 , die bspw. in Form eines Eintrittsstutzens ausgbildet sein kann, in den mantelseitgen Kanal

121 eingebracht. Das Fluid kann dann den mantelsetigen Kanal 121 durchströmen und durch eine Austrittsöffnung 133, die bspw. in Form eines Austrittsstutzens ausgebildet sein kann, wieder aus dem mantelseitigen Kanal 121 austreten.

Die erste Eintrittsöffnung 131 ist an einem ersten, hier einem warmen, Ende des Rohrbündelwärmetauschers 100 vorgesehen, also an einem Ende, an dem das Medium bereits die rohrseitgen Kanäle 1 10 durchströmt hat und daher aufgewärmt ist. Die Austrittsöffnung 133 ist dementsprechend an einem zweiten, hier einem kalten, Ende des Rohrbündelwärmetauschers 100 vorgesehen, an dem das Medium gerade erst in die rohrseitigen Kanäle 1 10 eintritt und daher noch kalt ist.

Erfindungsgemäß ist nun eine zweite Eintrittsöffnung 132 vorgesehen, die zwischen der ersten Eintrittsöffnung 131 und der Austrittsöffnung 133 angeordnet ist und durch die ebenfalls, hier abzukühlendes, Fluid in den mantelseitigen Kanal 121 eingebracht werden kann. Die zweite Eintrittsöffnung 132 kann dabei, wie auch die erste

Eintrittsöffnung 131 , bspw. als Eintrittsstutzen ausgebildet sein. Fluid, welches durch die zweite Eintrittsöffnung 132 in den mantelseitigen Kanal 121 eingebracht wird, vermischt bzw. vereinigt sich demnach mit Fluid, das durch die erste Eintrittsöffnung 131 eingebracht wurde, bereits einen gewissen Weg im mantelseitigen Kanal 121 zurückgelegt hat und demnach bereits zu einem gewissen Grad abgekühlt wurde. Im gezeigten Fall wird ein Ventil 140 verwendet, mittels welchem vom ursprünglichen Strom b des Fluids ein Teilstrom c abgezweigt werden kann, der durch die zweite Eintrittsöffnung 132 in den mantelseitigen Kanal 121 eingebracht wird. Der vom ursprünglichen Strom b verbleibende Reststrom b' hingegen wird durch die erste Eintrittsöffnung 131 in den mantelseitigen Kanal 121 eingebracht.

Je Verhältnis der beiden Ströme b' und c hinsichtlich ihres Volumenstroms ergibt sich daher gegenüber dem ursprünglichen Strom b eine unterschiedlich starke

Temperaturänderung, hier Abkühlung, des Fluids, wenn es durch die Austrittsöffnung 133 aus dem Rohrbündelwärmetauscher 100 austritt.

Das Ventil 140 kann hierzu kontinierlich verstellbar und insbesondere auch regelbar sein. Zur Einstellung bzw. Regelung kann bspw. eine geeignete Steuer- oder

Recheneinheit 141 vorgesehen sein, mittels welcher das Ventil entsprechend bspw. einer vorgebenen Temperaturänderung, hier Abkühlung, bzw. einer zu erreichenden Temperatur eingestellt bzw. verstellt werden kann.

Alternativ zu dem hier gezeigten Drei-Wege-Ventil können auch gegebenenfalls geeignet verschaltete Regelventile für die jeweiligen Teilströme c und/oder b' zur Verwendung kommen.

Mit dem gezeigten Rohrbündelwärmetauscher 100 ist es also möglich innerhalb gewisser Grenzen, die unter Anderem durch die Länge des mantelseitigen Kanals sowie auch der Positionierung der zweiten Eintrittsöffnung in Bezug auf die erste Eintrittsöffnung und die Austrittsöffnung vorgegeben sind, eine Temperaturänderung, hier eine Abkühlung, beliebig einzustellen und insbesondere auch zu regeln. Dabei treten jedoch keine unerwünschten Kondensationen oder Verdampfungen auf.

Für eine Erwärmung anstatt einer Abkühlung des Fluids kann beispielsweise eine entsprechend höhere Ausgangstemperatur des Mediums verwendet werden, die höher als dienjenige des Fluids ist.