Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR CHARGING A BATTERY OF A MOTOR VEHICLE, AND MOTOR VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/110261
Kind Code:
A2
Abstract:
It should be convenient for the driver of a motor vehicle to end the process of charging the battery (14) of a motor vehicle (100) having an electric drive (10). For this purpose, during charging the motor vehicle continuously or repeatedly detects whether a predetermined object is located in the vicinity of the motor vehicle, and if this is the case, the charging process is ended and latching which is present in this case is lifted. In particular a "keyless entry" function, which exists anyhow in the motor vehicle, can be used; the predetermined object is then an element having a transponder which is recognised by the motor vehicle as soon as the driver of the motor vehicle carrying said element comes close to the motor vehicle.

Inventors:
THEN, Florian (Griesbadgasse 23, Ingolstadt, 85049, DE)
STAATS, Heiko (Degenhartstr. 22, Ingolstadt, 85049, DE)
Application Number:
EP2011/000496
Publication Date:
September 15, 2011
Filing Date:
February 03, 2011
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
AUDI AG (85045 Ingolstadt, DE)
THEN, Florian (Griesbadgasse 23, Ingolstadt, 85049, DE)
STAATS, Heiko (Degenhartstr. 22, Ingolstadt, 85049, DE)
International Classes:
B60L11/18
Attorney, Agent or Firm:
BRANDT, Kai (AUDI AG, Patentabteilung, Ingolstadt, 85045, DE)
Download PDF:
Claims:
PATENTANSPRÜCHE:

1. Verfahren zum Laden einer Batterie eines Kraftfahrzeugs (100), umfassen das Koppeln eines Anschlusses (20) einer Ladestation (18) mit ei- nem Anschluss (16) an dem Kraftfahrzeug (100), wobei während des

Ladens eine Verriegelung (24) wirksam ist, die ein Trennen der beiden Anschlüsse (20, 16) voneinander verhindert,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Kraftfahrzeug (100) während des Ladens ständig oder wiederholt erfasst, ob sich ein vorbestimmter Gegenstand (36) in der Nähe des

Kraftfahrzeugs befindet, und dass bei einem positiven Ergebnis dieses Erfassens das Laden, insbesondere eine Energieaufnahme, abgebrochen wird und die Verriegelung (24) aufgehoben wird, so dass die beiden Anschlüsse (16, 20) voneinander trennbar sind.

2. Verfahren nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

ferner erfasst wird, ob während einer vorbestimmten Zeitdauer nach Aufheben der Verriegelung die Anschlüsse (16, 20) voneinander ge- trennt werden, und falls dies nicht der Fall ist, die Verriegelung erneut erfolgt und das Laden fortgesetzt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der vorbestimmte Gegenstand ein tragbares Element (36) mit Transponder umfasst, der, wenn er in der Nähe des Kraftfahrzeugs (100) befindlich ist, von dem Kraftfahrzeug ausgesandte elektromagnetische Strahlung in ein Antwortsignal an das Kraftfahrzeug (100) umsetzt, welches von dem Kraftfahrzeug erfasst wird. 4. Kraftfahrzeug (100) mit einer Batterie (14) und einer Anschlusseinrichtung (16) zum Laden der Batterie (14), wobei die Anschlusseinrichtung (16) mit einem Gegenstück (20) koppelbar ist, und mit Mitteln (24, 26) zum Verriegeln des Gegenstücks (20) an der Anschlusseinrichtung (16) sowie mit einer Einrichtung (28) zum Ansteuern dieser Mittel (24, 26) zum Verriegeln, ferner umfassend eine Einrichtung (34) zum Erfassen eines in der Nähe des Kraftfahrzeugs (100) befindlichen vorbestimmten Gegenstands (36), insbesondere eines vorbestimmten Transponders, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (34) zum Erfassen mit der Einrichtung (28) zum Ansteuern gekoppelt ist und die Einrichtung (28) zum Ansteuern dazu ausgelegt ist, ein Entriegeln der Mittel zum Verriegeln (24) zu bewirken, wenn der vorbestimmte Gegenstand (36) durch die Mittel zum Erfassen (34) erfasst wird.

Description:
Verfahren zum Laden einer Batterie eines Kraftfahrzeugs, sowie Kraftfahrzeug

BESCHREIBUNG:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Laden einer Batterie eines Kraftfahrzeugs, wobei es insbesondere um solche Kraftfahrzeuge geht, die über einen elektrischen Antrieb verfügen, für welchen die Batterie die elektrische Energie liefert. Der elektrische Antrieb kann alleine vorgesehen sein oder Teil eines Hybridantriebs mit Verbrennungsmotor sein. Die Erfindung betrifft auch ein Kraftfahrzeug nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 4.

Um die Batterie eines solchen Kraftfahrzeugs zu laden, wird dieses zu einer Ladestation gefahren. Das Kraftfahrzeug verfügt über einen Anschluss, z. B. eine Kontaktbuchse, die mit einem entsprechenden Anschluss der Ladestation, z. B. einem Stecker, gekoppelt wird. Wie beispielsweise aus der DE 694 14 772 T2 bekannt, ist während des Ladens eine Verriegelung wirksam, die ein Trennen der beiden Anschlüsse voneinander, z. B. also das Ziehen des Steckers aus der Buchse, verhindert.

Zum Öffnen der Türen eines Kraftfahrzeugs werden herkömmliche Schlüssel und Funkschlüssel zunehmend durch Transponderschlüssel ersetzt: Ein Fahrzeugführer führt einen Transponder, gehalten von einem geeigneten Element, mit sich. Das Kraftfahrzeug sendet ständig oder wiederholt elekt- romagnetische Strahlung aus. Der Transponder empfängt die elektromagnetische Strahlung und sendet daraufhin elektromagnetische Strahlung, nämlich ein Antwortsignal, an das Kraftfahrzeug zurück, und dies wird von dem Kraftfahrzeug erfasst. Das Antwortsignal umfasst insbesondere üblicherweise eine Kennung, an der das Kraftfahrzeug den Transponder erkennt.

Im Zusammenhang mit dem Laden von Batterien von Kraftfahrzeugen mit elektrischen Antrieben ist es aus der EP 1 995 109 A1 bekannt, den Transponderschlüssel für das Kraftfahrzeug auch zur Autorisierung gegenüber einer Ladestation zu nutzen. Das Laden einer Batterie bzw. eines Akkumulators eines Kraftfahrzeugs mit Elektroantrieb dauert im Vergleich zu einem herkömmlichen Vorgang des Betankens eines Kraftfahrzeugs mit Kraftstoff äußerst lange. Nicht immer steht eine solch lange Zeit zur Verfügung. Es kann auch sein, dass der Kraftfahrzeugführer ein längeres Laden geplant hat, dann aber kurzfristig das Kraftfahrzeug benötigt. Es kann daher vorkommen, dass der Ladevorgang unterbrochen werden muss. Zur Unterbrechung des Ladevorgangs hat man bisher funktionale Elemente vorgesehen, z. B. eine Art„Stopp-Knopf" im Kraftfahrzeug oder auch an der Ladestation. Dies erweist sich als umständlich.

Es ist Aufgabe der Erfindung, einem Kraftfahrzeugführer eine Unterbrechung des Ladevorgangs zu erleichtern.

Die Aufgabe wird gemäß einem Aspekt der Erfindung durch ein Verfahren mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1 gelöst und gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung durch ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 4 gelöst.

Erfindungsgemäß erfasst somit das Kraftfahrzeug während des Ladens ständig oder wiederholt, ob sich ein vorbestimmter Gegenstand in der Nähe des Kraftfahrzeugs befindet, und bei einem positiven Ergebnis dieses Erfassens wird das Laden abgebrochen und die Verriegelung zwischen den An- Schlüssen aufgehoben, so dass die beiden Anschlüsse voneinander trennbar sind.

Der Fahrzeugführer muss daher nur den vorbestimmten Gegenstand mit sich führen, und das Kraftfahrzeug beendet den Ladevorgang selbsttätig, wenn sich der Fahrzeugführer mit dem vorbestimmten Gegenstand in die Nähe des Kraftfahrzeugs begibt. Da der Ladevorgang sehr lang dauert, wird sich der Benutzer im Regelfall zunächst von dem Kraftfahrzeug wegbewegt haben. Vorliegend wird es als Zeichen eines Weiterfahrwunsches angesehen, dass sich der Fahrzeugführer wieder in die Nähe des Kraftfahrzeugs begibt.

Damit es dem Fahrzeugführer möglich ist, sich in die Nähe des Kraftfahrzeugs zu begeben, ohne dass das Laden dauerhaft beendet wird, z. B. wenn er ein Objekt aus dem Kraftfahrzeug herausholen möchte, wird bevorzugt femer erfasst, ob während einer vorbestimmten Zeitdauer nach Aufheben der Verriegelung die Anschlüsse voneinander getrennt werden (also z. B. ein Stecker gezogen wird), und falls dies nicht der Fall ist, wird erneut eine Verriegelung bewirkt und das Laden fortgesetzt. Grundsätzlich kann jede Art der Erkennung eines außerhalb des Kraftfahrzeug befindlichen Gegenstands durch das Kraftfahrzeug verwendet werden. Bevorzugt wird aber eine möglicherweise ohnehin im Kraftfahrzeug vorhandene Einrichtung zur Erkennung eines Transponderschlüssels verwendet, der vorbestimmte Gegenstand umfasst also ein tragbares Element mit Transponder, der, wenn er sich in der Nähe des Kraftfahrzeugs befindet, von dem Kraftfahrzeug ausgesandte elektromagnetische Strahlung in ein Antwortsignal an das Kraftfahrzeug umsetzt, welches von dem Kraftfahrzeug erfasst wird, und sobald dies erfasst wird, wird das Laden beendet und die Verriegelung aufgehoben.

Das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug weist eine Batterie und eine Anschlusseinrichtung zum Laden der Batterie auf, die mit einem Gegenstück koppelbar ist. Es sind Mittel zum Verriegeln des Gegenstücks an der Anschlusseinrichtung vorgesehen und zusätzlich eine Einrichtung zum Ansteu- em eben dieser Mittel zum Verriegeln. Dies sind Merkmale eines herkömmlichen Kraftfahrzeugs mit elektrischem Antrieb. Femer umfasst das Kraftfahrzeug eine„Keyless-Entry'-Einrichtung, vorliegend jedenfalls zumindest eine Einrichtung zum Erfassen eines in der Nähe des Kraftfahrzeugs befindlichen vorbestimmten Gegenstands, wie insbesondere eines vorbestimmten Transponders.

Das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug ist dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Erfassen (für„Keyless-Entry" insbesondere) mit der Einrichtung zum Ansteuern (für das Verriegeln der Anschlusseinrichtung mit dem Gegenstück) gekoppelt ist, und ferner ist die Einrichtung zum Ansteuern dazu ausgelegt, ein Entriegeln der Mittel zum Verriegeln zu bewirken, wenn der vorbestimmte Gegenstand durch die Mittel zum Erfassen erfasst wird.

Durch die Erfindung werden also zwei Funktionalitäten miteinander in Zu- sammenhang gebracht, so dass die von dem Kraftfahrzeug bereitgestellten Möglichkeiten effizient genutzt werden. Insbesondere muss nicht eine Funktionalität„Ladevorgang beenden" gesondert bereitgestellt werden, z. B. bedarf es nicht mehr eines Betätigungsknopfes für ein solches Beenden des Ladevorgangs. Nachfolgend wird die Erfindung am Beispiel der Verwirklichung in einem Fahrzeug mit elektrischem Antrieb näher beschrieben. Hierbei werden weitere Ideen dargestellt, die gleichzeitig in demselben Kraftfahrzeug verwirklicht sein können. Die Darstellung erfolgt unter Bezug auf die Zeichnungen, in der schematisch ein Kraftfahrzeug mit elektrischem Antrieb veranschaulicht, bei dem die vorliegende Erfindung einsetzbar ist, ein Prinzipschaubild zur Erläuterung eines Initiierungsvor- gangs vor dem Koppeln einer Ladestation ist, ein Prinzipschaubild zur Erläuterung eines Initiierungsvor- gangs nach Ankoppeln einer Ladestation, aber vor dem Laden ist,

Fig. 4 ein Prinzipschaubild zur Erläuterung eines Verfahrens zum

Beenden des Ladevorgangs ist,

Fig. 5a und 5b Prinzipschaubilder zur Erläuterung eines Verfahrens zur

Herstellung einer Fahrbereitschaft des Kraftfahrzeugs nach Beendigung eines Ladevorgangs sind, Fig. 6 schematisch ein Schloss für einen Schlüssel eines Kraftfahrzeugs und über dieses Schloss ansteuerbare Einheiten veranschaulicht,

Fig. 7 einen Zeitablauf im Zusammenhang mit einem Ladevor- gang anhand eines Zeitstrahles veranschaulicht, wobei unterschiedliche Zeiten und Zeitspannen den unterschiedlichen Schaubildem aus den Fig. 2 bis 6 zugeordnet sind.

Ein im Ganzen mit 100 bezeichnetes Kraftfahrzeug mit einem elektrischen Antrieb 10 soll von einem Fahrer 12 bedienbar sein. Zur Versorgung des e- lektrischen Antriebs 10 mit elektrischer Energie umfasst das Fahrzeug 100 eine Batterie 14. Diese ist mit einer Buchse 16 mit elektrischen Kontakten gekoppelt, über die die Batterie 14 geladen werden kann. Neben dem elekt- Tischen Antrieb kann ein Verbrennungsmotor (nicht gezeigt) vorgesehen sein, dann ist der elektrische Antrieb Teil eines Hybridantriebs.

Zum Laden wird das Kraftfahrzeug 100 an eine Ladestation 18 gefahren, von der eine in Fig. 1 mit 20 bezeichnete und schematisch gezeigte Leitung mit einem Stecker 21 mit der Ladebuchse 16 gekoppelt wird, indem der Stecker 21 eingesteckt wird. Im normalen Zustand während der Fahrt des Kraftfahrzeugs ist die Buchse 16 von einem Tankdeckel 22 verschlossen; in Fig. 1 ist dieser im geöffneten Zustand gezeigt.

Steckt der Stecker 21 in der Ladebuchse 16, so lässt sich die Verbindung durch ein schematisch gezeigtes Verriegelungselement 24 verriegeln, wobei ein Aktuator 26 das Verriegelungselement 24 betätigt. Der Aktuator 26 wird von einem Steuergerät 28 angesteuert. Dasselbe Steuergerät steuert auch einen Aktuator 30 für eine Verriegelung 32, die den Tankdeckel 22 während des Betriebs verriegelt. Das Steuergerät 28 ist auch mit einer Einheit 34 gekoppelt, welche selbsttätig einen von dem Kraftfahrzeugführer am Mann getragenen Transponderschlüssel 36 erkennt, für die so genannte Funktion des „Keyless Entry", also das automatische Entriegeln der Kraftfahrzeugtüren, wenn sich der Kraftfahrzeugführer 2 mit dem Transponderschlüssel 36 in die Nähe des Kraftfahrzeugs begibt.

Das Kraftfahrzeug 100 weist eine Schaltung 36 auf, mit der Betriebszustände wählbar sind, insbesondere wahlweise das Kraftfahrzeug in den Zustand zum Fahren verbracht wird („D"), oder in einen Parkzustand verbracht wird („P"), bei dem z. B. ein Getriebe verriegelt ist. Die Schaltung 36 umfasst einen Wahlhebel 37. Dessen Stellung wird durch einen Sensor 38 erfasst.

Mit Hilfe eines herkömmlichen Schlüssels 39 lässt sich über ein Schloss 40 das Kraftfahrzeug ansteuern, insbesondere darin befindliche elektrische Geräte sowie der elektrische Antrieb 10 selbst. Als Beispiel für elektrische Geräte seien ein Navigationssystem 42 sowie ein Radio mit Lautsprecher 44 genannt. Auch eine Klimaanlage 46 lässt sich über das Schloss 40 in Betrieb setzen, genauso eine Innenbeleuchtung/Lampe 47. Schließlich verfügt das Kraftfahrzeug 100 noch über eine Feststellbremse 48, welche über einen Betätigungshebel 50 angelegt werden kann, indem dieser Hebel gezogen wird. Ein Sensor 49 an der Feststellbremse 48 und ein Sensor 51 an dem Betätigungshebel 50 erfassen den Zustand„Bremse angelegt". Die Feststell- bremse 48 ist durch einen Riegel 59 im angezogenen Zustand blockierbar, der Wahlhebel 37 durch einen Riegel 61 in der Parkstellung blockierbar.

Ein Funkempfänger 53 kann externe Signale empfangen.

Es wird nachfolgend beschrieben, wie der Vorgang eines Ladens des Kraftfahrzeugs 100 durch die Ladestation 18 durchlaufen wird.

Zunächst einmal muss der Kraftfahrzeugführer 12 das Kraftfahrzeug 100 zur Ladestation 18 bewegen. Damit die Ladestation 18 über die Leitung 20 mit der Buchse 16 gekoppelt werden kann, muss der Tankdeckel 22 geöffnet werden. Im Grundzustand, während des normalen Fahrbetriebs des Kraftfahrzeugs 100, ist der Tankdeckel 22 durch das Verriegelungselement 32 geschlossen.

Vorliegend soll der Tankdeckel 22 erst dann verriegelt werden, wenn der Wahlhebel 37 der Automatikschaltung 36 in der Parkstellung„P" steht. Dies wird durch den Sensor 38 erfasst. Gleichzeitig soll die Feststellbremse 48 anliegen, also der Betätigungshebel 50 gezogen sein. Dies wird durch die Sensoren 49 und 51 erfasst. Ist sowohl die Stellung„P" erreicht, als auch die Bremse gezogen („BR"), so wird gemäß Fig. 2 durch das Steuergerät 28 der Aktuator 30 dazu gebracht, den Tankdeckel 22 zu entriegeln („Td auf").

Wenn die Parkstellung des Automatikgetriebes 36 eingestellt ist und gleich- zeitig die Feststellbremse 48 anliegt, ist ein Wegrollen des Kraftfahrzeugs wirksam unterbunden. Dann ist ein sicherer Zustand hergestellt, in dem die Ladestation 18 mit der Ladebuchse 6 über einen Stecker gekoppelt werden kann. Ist diese Sicherheit nicht gegeben, ist eine Verbindung nicht möglich, weil der Tankdeckel 22 geschlossen bleibt.

Der anhand von Fig. 2 beschriebene Vorgang wird insbesondere während einer Initiierungsphase zu einem in Fig. 7 beispielhaft gezeigten Zeitpunkt to durchgeführt. Nach Beendigung des Vorgangs gemäß Fig. 2 kann der Stecker 21 in die Buchse 16 eingesteckt werden.

Nun soll gewährleistet sein, dass dieser Stecker 21 während des Ladens nicht unvermittelt herausgezogen wird, denn dann könnte die Batterie 14 o- der auch die Ladestation 18 Schaden nehmen, und auch eine den Stecker 21 herausziehende Person wäre gefährdet. Aus diesem Grund wird der Stecker 21 während des Ladens durch die Verriegelungseinheit 24 verriegelt. Das Verriegeln erfolgt vor dem Einsetzen des eigentlichen Ladens unter vorbestimmten Bedingungen, die nachfolgend anhand von Fig. 3 erläutert werden:

Nach wie vor soll der Wahlhebel 37 in der Parkstellung („P") sein, und die Feststellbremse 48 soll wirksam sein („BR"). Dies wird durch die Sensoren 38 und 49, 51 erfasst. Gleichzeitig soll die Batterie 14 in einen bestimmten Zustand versetzt sein („BATT"), und auch weitere elektrische Einrichtungen („e " ") sollen in einem solchen Zustand sein, dass sie durch den Ladevorgang nicht in ihrem Betrieb beeinträchtigt oder beschädigt werden. Schließlich kann zusätzlich vorgesehen sein, dass ein externes Signal („ext") beim Funkempfänger 53 eingeht, insbesondere von der Ladestation 18, demgemäß eine Freigabe für das Laden erfolgt ist. Ein solches Freigabesignal kann beispielsweise dann abgegeben werden, wenn der Fahrzeugführer 2 vorab eine bestimmte Menge an Energie (kWh) bezahlt hat. Erst, wenn diese Be- dingungen sämtlich erfüllt sind, stellt das Steuergerät 28 („SG") den Zustand der Ladebereitschaft fest. Erst dann wird ein Stromfluss von der Ladestation 8 zur Batterie 14 über die Buchse 6 ermöglicht.

Der anhand der Fig. 3 erläuterte Vorgang erfolgt im Übergang von der Phase einer Initiierung zur Phase des Ladens zu einem Zeitpunkt , siehe die verschiedene Möglichkeiten für den Zeitpunkt angehende Zeitspanne in Fig. 7.

Es kann nun sein, dass sich der Fahrzeugführer 12 während des Ladens in das Kraftfahrzeug 100 begeben möchte und dort Funktionen des Kraftfahrzeugs nutzen möchte.

Es ist bekannt, dass Schlösser nach Art des in Fig. 6 näher gezeigten Schlosses 40 ermöglichen, dass ein Schlüssel 39 in drei unterschiedliche Stellungen A, B und C verbringbar sind. Die Stellung A entspricht einem Stillstand des Kraftfahrzeugs und einem Ausgeschaltetsein sämtlicher Geräte, also einem Ruhe-Betriebszustand. In der Stellung B fährt das Kraftfahrzeug, der Antrieb 10 ist also eingeschaltet, das Kraftfahrzeug befindet sich im Fahr- Betriebszustand, wenn zuvor der Schlüssel in Stellung C gebracht wurde. Die Stellung B kann eine Zwischenstellung sein. Bei Kraftfahrzeugen mit Verbrennungskraftmaschine entspricht dieser Zwischenstellung B die so genannte„Klemme 15" ein. In der Zwischenstellung sind das Navigationsgerät 42 und das Radio 44 sowie die Klimaanlage 46 sowie gegebenenfalls ein Bildschirm 52, insbesondere für ein Fernseher, mit Strom versorgt und können in Betrieb gesetzt sein. Ferner kann die Lampe 47 der Innenbeleuchtung zum Leuchten gebracht werden.

Es versteht sich von selbst, dass kein Übergang während des Ladevorgangs nach Zustand C möglich ist, indem eine Einheit 54 für eine Blockade des Ladens sorgt. Umgekehrt sorgt bei der Stellung A und B des Schlüssels eine Einheit 56 dafür, dass die Batterie 14 geladen wird.

Vorliegend soll auch bei Stellung B eine Verbindung 58 zur Einheit 56 herge- stellt sein, damit auch bei dieser Zwischenstellung B ein Laden durch die Einheit 56 ermöglicht ist.

Somit können während des Ladens das Navigationsgerät 42, das Radio 44, die Klimaanlage 46, die Lampe 47 und der Bildschirm 52 in Betrieb gehalten werden. Der Fahrzeugführer 12, der sich im Kraftfahrzeug 100 befindet, erfährt eine angenehme Klimatisierung des Kraftfahrzeugs, kann das vollständige Infotainmentsystem des Kraftfahrzeugs 100 nutzen, und dieses ist genügend gut beleuchtet. Der anhand von Fig. 6 erläuterte Zustand kann zu beliebigen Zeitpunkten t.2 während des Ladens eingestellt sein, vgl. Fig. 7.

Das Laden einer elektrischen Batterie 14 dauert verhältnismäßig lange, insbesondere mehrere Stunden. Es kann nun sein, dass ein Kraftfahrzeugführer 12 das Laden vorzeitig beenden möchte. Dies wird vorliegend durch eine in dem Kraftfahrzeug 100 bereitgestellte Funktionalität erleichtert: Die Einheit 34 erfasst, wenn der Benutzer 12 mit dem für die Funktionalität des„Keyless- Go" bereitgestellten Transponderschlüssel 36 in die Nähe des Kraftfahrzeugs 100 kommt. Dies wird dem Steuergerät 28 über Signale mitgeteilt. Das Steu- ergerät 28 beendet dann automatisch den Ladevorgang („Ende Laden") und z. B. wird auch das Verriegelungselement 24 durch den Aktuator 26 entriegelt. Gleichermaßen kann der Ladevorgang beendet werden, wenn der Kraftfahrzeugführer 12 mit Hilfe eines herkömmlichen Schlüssels das Kraftfahrzeug entweder öffnet oder diesen Schlüssel 39 in das Schloss 40 steckt. Naturgemäß möchte nicht jeder Kraftfahrzeugführer 12, der in die Nähe seines Kraftfahrzeugs 100 beim Ladevorgang kommt, den Ladevorgang beenden. Aus diesem Grund wird erfasst, ob der Fahrzeugführer 12 nachfolgend den Stecker aus der Buchse 16 zieht, oder ob er den Tankdeckel 22 verschließt, ob nach wie vor Strom zur Batterie 14 fließt, oder ob sonst wie die Fortsetzung des Ladevorgangs unmöglich gemacht wird. Erfasst das Steuergerät 28 derartiges nicht, so wird das Laden nach einer vorbestimmten Zeitdauer wieder aufgenommen und der Ladevorgang fortgesetzt.

Der anhand von Fig. 4 erläuterte Vorgang erfolgt zu einem Zeitpunkt t 3 wäh- rend einer in Fig. 7 dargestellten Zeitdauer im Übergang vom Laden zum Beenden des Ladens.

Es soll nun verhindert werden, dass ein Kraftfahrzeugführer das Kraftfahrzeug in Betrieb nimmt, während die Ladestation 18 weiter mit dem Kraftfahr- zeug 100 gekoppelt ist. Aus diesem Grund ist vorgesehen, dass ein Verbringen des Wahlhebels 37 aus der Parkstellung„P" der Automatikschaltung 36 heraus zunächst nicht möglich, z. B. weil der Wahlhebel 37 in der Parkstellung„P" mit dem Riegel 61 verriegelt ist. Genauso wird durch den Riegel 59 verhindert, dass die Feststellbremse 48 gelöst wird.

Bei einer Alternative wird diese Verriegelung aufgehoben, wenn der Stecker aus der Buchse 16 gezogen ist, was durch einen geeigneten Sensor 58 erfasst werden kann. Wie in Fig. 5a gezeigt, wird erst nach Ziehen des Steckers der Wahlhebel 37 wieder freigegeben bzw. die Bremse„BR" wieder lösbar gemacht.

Alternativ kann vorgesehen sein, dass zunächst der Tankdeckel 22 geschlossen werden muss, was z. B. durch einen Sensor 68 erfasst werden kann, und das Steuergerät 28 bewirkt erst bei geschlossenem Tankdeckel, dass der Wahlhebel 37 aus der Parkstellung„P" herausbewegt werden kann und die Feststellbremse 48 gelöst werden kann („BR"). Der anhand der Fig. 5a und 5b erläuterte Vorgang erfolgt während einer Phase des Beendens des Ladens, z. B. zum in der Fig. 7 beispielhaft gezeigten Zeitpunkt t4. Anschließend ist das Kraftfahrzeug fahrbereit, und es kann mit geladener Batterie 14 der elektrische Antrieb 10 wieder in Betrieb gesetzt werden.