Dworzak, Uwe (Immelmannstr. 18, Ditzingen, 71254, DE)
Kastner, Frank (Zabergaeustrasse 22, Stuttgart, 70435, DE)
Ege, Taskin (Murrhardter Weg 33/1, Tamm, 71732, DE)
Kraemer, Denis (Bahnhofstr. 30, Markgroeningen, 71706, DE)
Beyer, Hans-ernst (Metterzimmerer Str. 111, Sachsenheim, 74343, DE)
Dworzak, Uwe (Immelmannstr. 18, Ditzingen, 71254, DE)
Kastner, Frank (Zabergaeustrasse 22, Stuttgart, 70435, DE)
Ege, Taskin (Murrhardter Weg 33/1, Tamm, 71732, DE)
Kraemer, Denis (Bahnhofstr. 30, Markgroeningen, 71706, DE)
| 1. | Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine (10), bei dem der Umgebungsdruck (pu) mittels eines Umgebungsdrucksensors (15) und der Druck (psh) in einem Ansaugrohr (11) der Brennkraftmaschine (10) mittels eines Saugrohrdrucksensors (14) ermittelt wird, und bei dem die Funktionsfähigkeit des Umgebungsdrucksensors (15) dadurch überprüft wird, dass der Umgebungsdruck (pu) mit einem Startwert (psh sta) verglichen wird (Block 38), der vor einem Anlassvorgangs der Brennkraftmaschine (10) mittels des Saugrohrdrucksensors (14) gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Vergleich nur dann durchgeführt wird, wenn eine vorhergehende Überprüfung des Saugrohrdrucksensors (14) zu dem Ergebnis führt, dass dieser funktionsfähig ist (Bsidss, Bdrsidss). |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ergebnis der Überprüfung des Saugrohrdrucksensors (14) nur dann weiterverwendet wird, wenn eine oder mehrere der folgenden Freigabebedingungen erfüllt sind (B psidss) : i) die Zündung der Brennkraftmaschine (10) ist neu eingeschaltet worden, ii) es wurde ein Anlassvorgang der Brennkraftmaschine (10) angestoßen, iii) die IstDrehzahl (nist) der Brennkraftmaschine (10) befindet sich in einem erwünschten Drehzahlbereich, iv) eine Drosselklappe (13) der Brennkraftmaschine (10) ist nicht weiter geöffnet als ein maximaler Drosselklappenwinkel (WDKBAST), v) der Anlassvorgang hat eine vorgegebene Zeitdauer (SYTSIDSS) noch nicht überschritten. |
| 3. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Überprüfung des Saugrohrdrucksensors (14) ein Startwert (psh_sta) vor dem Anlassvorgang der Brennkraftmaschine (10) mittels des Saugrohrdrucksensors (14) erfasst und abgespeichert wird, dass dieser Startwert (psh_sta) nach dem Anlassvorgang mit dem Druck (psh) im Ansaugrohr (11) verglichen wird, und dass der Saugrohrdrucksensor (14) als funktionsfähig erkannt wird, wenn die Differenz des Startwerts (psh_sta) und des Drucks (psh) einen Minimalwert (DPDDF) überschreitet. |
| 4. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Vergleich (Block 38) nur dann durchgeführt wird, wenn eine oder mehrere der folgenden Freigabebedingungen erfüllt sind (B_ppldsu) : i) die Zündung der Brennkraftmaschine (10) ist neu eingeschaltet worden, ii) es wurde ein Anlassvorgang angestoßen, iii) eine Überprüfung des Saugrohrdrucksensors (14) ist durchgeführt worden, iv) der Saugrohrdrucksensor (14) ist funktionsfähig. |
| 5. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Überprüfung des Umgebungsdrucksensors (15) ein Anlassvorgang der Brennkraftmaschine (10) erkannt oder angestoßen wird, dass vor oder während des Anlassvorgangs der vom Saugrohrdrucksensor (14) erfasste Saugrohrdruck (psh) als Startwert (psh sta) gespeichert wird, dass der gespeicherte Startwert (psh sta) mit dem von dem Umgebungsdrucksensor (15) abgeleiteten Umgebungsdruck (pu) verglichen wird (Block 38), und dass der Umgebungsdrucksensor (15) als funktionsfähig erkannt wird, wenn die Differenz des. Startwerts (pshsta) und des Umgebungsdrucks (pu) einen Maximalwert (DPMAX) nicht überschreitet. |
| 6. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer erkannten Fehlfunktion des Umgebungsdrucksensors (15) der gespeicherte Startwert (pshsta) als Umgebungsdruck verwendet wird. |
| 7. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ergänzend und/oder alternativ zu dem von dem Saugrohrdrucksensor (14) abgeleiteten und gespeicherten Startwert (psh_sta) ein von einem Ladeluftdrucksensor abgeleiteter und vor dem Anlassvorgang abgespeicherter Startwert (pll_sta) verwendet wird. |
| 8. | Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine (10), bei der ein Drucksensor vorgesehen ist, der vor dem Anlassvorgang der Brennkraftmaschine (10) mit der Umgebung in Verbindung steht, bei dem von dem Drucksensor ein zugehöriger Druck ermittelt wird, bei dem der Druck (psh) in einem Ansaugrohr (11) der Brennkraftmaschine (10) mittels eines Saugrohrdrucksensors (14) ermittelt wird, und bei dem die Funktionsfähigkeit des Drucksensors dadurch überprüft wird, dass der von dem Drucksensor ermittelte Druck mit einem Startwert (pshsta) verglichen wird (Block 38), der vor dem Anlassvorgang der Brennkraftmaschine (10) mittels des Saugrohrdrucksensors (14) gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Vergleich nur dann durchgeführt wird, wenn eine vorhergehende Überprüfung des Saugrohrdrucksensors (14) zu dem Ergebnis führt, dass dieser funktionsfähig ist (Bsidss, Bdrsidss). |
| 9. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Drucksensor ein Umgebungsdrucksensor (15) oder ein Ladeluftdrucksensor oder ein Luftfilterdrucksensor oder dergleichen vorgesehen ist. |
| 10. | Computerprogramm mit Programmbefehlen, die dazu geeignet sind, das Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche durchzuführen, wenn sie auf einem Computer ausgeführt werden. |
| 11. | Computerprogramm nach Anspruch 10, das auf einem elektronischen Speichermedium, insbesondere einem Flash Memory abgespeichert ist. |
| 12. | Steuergerät (16) für eine Brennkraftmaschine (10), bei der der Umgebungsdruck (pu) mittels eines Umgebungsdrucksensors (15) und der Druck (psh) in einem Ansaugrohr (11) der Brennkraftmaschine (10) mittels eines Saugrohrdrucksensors (14) ermittelbar ist, und bei der die Funktionsfähigkeit des Umgebungsdrucksensors (15) von dem Steuergerät (16) dadurch überprüft wird, dass der Umgebungsdruck (pu) mit einem Startwert (psh sta) verglichen wird (Block 38), der vor einem Anlassvorgangs der Brennkraftmaschine (10) mittels des Saugrohrdrucksensors (14) gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Vergleich nur dann durchgeführt wird, wenn eine vorhergehende Überprüfung des Saugrohrdrucksensors (14) zu dem Ergebnis führt, dass dieser funktionsfähig ist (Bsidss, Bdrsidss). |
| 13. | Brennkraftmaschine (10) insbesondere für ein Kraftfahrzeug, bei der der Umgebungsdruck (pu) mittels eines Umgebungsdrucksensors (15) und der Druck (psh) in einem Ansaugrohr (11) der Brennkraftmaschine (10) mittels eines Saugrohrdrucksensors (14) ermittelbar ist, und bei der die Funktionsfähigkeit des Umgebungsdrucksensors (15) von einem Steuergerät (16) dadurch überprüft wird, dass der Umgebungsdruck (pu) mit einem Startwert (psh_sta) verglichen wird (Block 38), der vor einem Anlassvorgangs der Brennkraftmaschine (10) mittels des Saugrohrdrucksensors (14) gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Vergleich nur dann durchgeführt wird, wenn eine vorhergehende Überprüfung des Saugrohrdrucksensors (14) zu dem Ergebnis führt, dass dieser funktionsfähig ist (B_sidss, B drsidss). |
Ein derartiges Verfahren ist aus der DE 100 21 639 Cl bekannt. Dort ist jedoch ein zusätzliches Signal, nämlich ein modellierter Saugrohrdruck erforderlich, um die Überprüfung des Umgebungsdrucksensors durchzuführen.
Aufgabe, Lösung und Vorteile der Erfindung Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine zu schaffen, mit dem eine einfache und trotzdem sichere Überprüfung des Umgebungsdrucksensors möglich ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Vergleich nur dann durchgeführt wird, wenn eine vorhergehende Überprüfung des Saugrohrdrucksensors zu dem Ergebnis führt, dass dieser funktionsfähig ist.
Erfindungsgemäß wird gewährleistet, dass die Überprüfung des Umgebungsdrucksensors nur dann durchgeführt wird, wenn der Saugrohrdrucksensor als funktionsfähig erkannt worden ist. Ist dies nicht der Fall, so ist keine Überprüfung des Umgebungsdrucksensors möglich. Die genannte Überprüfung wird somit erfindungsgemäß von einer oder mehreren Freigabebedingungen abhängig gemacht, die erfüllt sein müssen. Damit wird einerseits gewährleistet, dass die Überprüfung des Umgebungsdrucksensors wirklich immer zu einem korrekten Ergebnis führt. Andererseits bleibt durch die vorgeschalteten Freigabebedingungen das gesamte Verfahren einfach und überschaubar.
Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in den Figuren der Zeichnung dargestellt sind. Dabei bilden alle beschriebenen oder dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen oder deren Rückbeziehung sowie unabhängig von ihrer Formulierung bzw. Darstellung in der Beschreibung bzw. in der Zeichnung.
Ausführungsbeispiele der Erfindung Figur 1 zeigt ein schematisches Blockdiagramm eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine, und
Figuren 2 und 3 zeigen schematische Ablaufpläne eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zum Betreiben der Brennkraftmaschine der Figur 1.
In der Figur 1 ist eine Brennkraftmaschine 10 dargestellt, die insbesondere für den Antrieb eines Kraftfahrzeugs vorgesehen ist. Die Brennkraftmaschine 10 ist mit einem Ansaugrohr 11 und einem Abgasrohr 12 versehen. In dem Ansaugrohr 11 ist eine Drosselklappe 13 untergebracht. Über das Ansaugrohr 11 wird der Brennkraftmaschine 10 Luft aus der Umgebung zugeführt. Die dabei zugeführte Luftmenge kann über die Drosselklappe 13 beeinflusst werden.
In Ansaugrichtung nach der Drosselklappe 13 ist in dem Ansaugrohr 11 ein Saugrohrdrucksensor 14 angeordnet, der zur Messung des Drucks in dem Ansaugrohr 11 vorgesehen ist.
Außerhalb des Ansaugrohrs 11 ist ein Umgebungsdrucksensor 15 zur Messung des Umgebungsdrucks vorgesehen.
Der Saugrohrdrucksensor 14 erzeugt ein Signal DSS und der Umgebungsdrucksensor 15 erzeugt ein Signal DSU. Beide Signale DSS, DSU sind einem elektronischen Steuergerät 16 zugeführt, das unter anderem in Abhängigkeit von den Signalen DSS, DSU die Betriebsgrößen der Brennkraftmaschine 10 steuert und/oder regelt.
Zur Diagnose der Funktionsfähigkeit des Umgebungsdrucksensors 15 wird das folgende Verfahren von dem Steuergerät 16 durchgeführt. Das Verfahren ist als Computerprogramm auf einem elektronischen Speichermedium, beispielsweise auf einem Flash-Memory, abgespeichert und wird von einem Computer des Steuergeräts 16 durch Abarbeitung der einzelnen Programmbefehle ausgeführt.
Bei dem genannten Verfahren werden zuerst
Freigabebedingungen geprüft, um danach, sofern die Freigabebedingungen erfüllt sind, die Überprüfung des Umgebungsdrucksensors 15 vorzunehmen. Die Überprüfung der Freigabebedingungen wird nachfolgend anhand der Figuren 2 und 3 erläutert, die Überprüfung des Umgebungsdrucksensors 15 findet am Schluss in der Figur 3 statt.
In der Figur 2 ist ein Bit C ini vorhanden, das eine positive Flanke aufweist, wenn die Zündung der Brennkraftmaschine 10 neu eingeschaltet wird. Die positive Flanke führt ganz allgemein dazu, dass das Steuergerät 16 initialisiert wird. Speziell führt die positive Flanke des Bits C ini dazu, dass ein Flipflop 21 und ein Flipflop 22 der Figur 2 zurückgesetzt werden.
Das Flipflop 21 wird gesetzt, wenn ein Bit Bsta eine positive Flanke aufweist. Dies ist genau dann der Fall, wenn von dem Steuergerät 16 ein Anlassvorgang der Brennkraftmaschine 10 angestoßen wird. Dies ist der Fall, wenn bestimmte Anlassbedingungen erfüllt sind, z. B. muss von dem Fahrer der Anlassvorgang ausgelöst worden sein, eine Getriebeautomatik muss sich in einem Parkzustand befinden, und dergleichen.
Ist das Flipflop 21 durch das Bit B_sta gesetzt worden, so ist an dessen Ausgang ein Eins-Signal vorhanden.
Das Flipflop 22 wird gesetzt, wenn sich die Drehzahl der Brennkraftmaschine 10 in einem vorgegebenen Drehzahlbereich befindet. Dieser Drehzahlbereich ist dabei auf diejenige Ist-Drehzahl ausgerichtet, die die Brennkraftmaschine 10 beim Anlassvorgang haben sollte. Der Drehzahlbereich wird durch einen oberen Wert NDDFM und durch einen unteren Wert NDDFA festgelegt, die an einem Komparator 23 anliegen. Von dem Komparator 23 wird geprüft, ob sich die Ist-Drehzahl
nist der Brennkraftmaschine 10 zwischen den beiden Werten NDDFM, NDDFA und damit innerhalb des erwünschten Drehzahlbereichs befindet.
Ist das Flipflop 22 auf diese Weise gesetzt worden, so ist an dessen Ausgang ein Eins-Signal vorhanden, dessen ansteigende Flanke über einen Flankendetektor 24 weitergegeben wird.
Der Ist-Winkel wdk der Drosselklappe 13 wird von einem Komparator 25 mit einem vorgegebenen maximalen Drosselklappenwinkel WDKBAST verglichen. Ist der Ist-Winkel WDK kleiner als dieser maximale Drosselklappenwinkel WDKBAST, so ist am Ausgang des Komparators 25 ein Eins- Signal vorhanden.
Die tatsächliche Zeitdauer tnst des Anlassvorgangs wird von einem Komparator 26 mit einer vorgegebenen maximalen Zeitdauer SY TSIDSS verglichen. Ist die Zeitdauer tnst kleiner als diese maximale Zeitdauer SYTSIDSS, so ist am Ausgang des Komparators 26 ein Eins-Signal vorhanden.
Die Ausgänge des Flipflops 21, des Flankendetektors 24 und der beiden Komparatoren 25,26 sind einem UND-Gatter 27 zugeführt. Sind auf allen vier Eingängen des UND-Gatters 27 Eins-Signale vorhanden, so ist auch am Ausgang desselben ein Eins-Signal vorhanden.
Dies ist genau dann der Fall, wenn i) die Zündung der Brennkraftmaschine 10 neu eingeschaltet wird, ii) von dem Steuergerät 16 ein Anlassvorgang angestoßen wird, iii) sich die Ist-Drehzahl der Brennkraftmaschine 10 in einem erwünschten Drehzahlbereich befindet, iv) die Drosselklappe 13 nicht weiter als der maximale Drosselklappenwinkel geöffnet ist, und v) der Anlassvorgang die vorgegebene
Zeitdauer noch nicht überschritten hat.
Dies ist ein erster Teil der bereits erwähnten Freigabebedingungen, die erfüllt sein müssen, damit die Überprüfung des Umgebungsdrucksensors 15 durchgeführt wird.
Sofern die Bedingungen erfüllt sind und am Ausgang des UND- Gatters 27 ein Eins-Signal vorhanden ist, wird dies von der Funktion 28 erkannt und im Rahmen der in der Figur 2 mit /1/, /2/und/3/gekennzeichneten Maßnahmen weiterverarbeitet.
Bei der Maßnahme/1/wird ein Bit B_psidss auf"true Eins-Signal"gesetzt, das angibt, ob die Überprüfung des Umgebungsdrucksensors 15 stattfinden kann. Dies ist somit genau dann der Fall, wenn alle Freigabebedingungen erfüllt sind und der Ausgang des UND-Gatters 27 ein Eins-Signal aufweist.
Die Maßnahmen/2/und/3/betreffen den Saugrohrdrucksensor 14. Aus dessen Signal DSS wird von dem Steuergerät 16 ein Druck psh im Ansaugrohr 11 erzeugt.
Vor einem Anlassvorgang der Brennkraftmaschine 10, also im abgeschalteten Zustand der Brennkraftmaschine 10, entspricht der Druck psh im Ansaugrohr 11 und insbesondere auch der Druck nach der Drosselklappe 13 aufgrund des Stillstands der Brennkraftmaschine 10 etwa dem Umgebungsdruck. Dies ist gleichbedeutend damit, dass der von dem Saugrohrdrucksensor 14 vor einem Anlassvorgang gemessene Druck psh etwa dem Umgebungsdruck entspricht.
Dieser von dem Saugrohrdrucksensor 14 vor dem Anlassvorgang gemessene Druck psh kann damit zur Diagnose des Umgebungsdrucksensors 15 herangezogen werden.
Zu diesem Zweck wird der vor dem Anlassvorgang von dem
Saugrohrdrucksensor 14 gemessene Druck psh von dem Steuergerät 16 als Startwert psh_sta abgespeichert. Die Abspeicherung kann dabei bis zum Anlassvorgang, insbesondere bis zur Bestromung des Anlassers vorgenommen werden.
Gemäß der Figur 2 wird der aktuelle Druck psh im Ansaugrohr 11 von dem abgespeicherten Startwert psh sta mittels eines Blocks 29 subtrahiert. Die Differenz wird dann von einem Komparator 30 mit einem vorgegebenen Minimalwert DPDDF verglichen. Ist die Differenz kleiner als der Minimalwert DPDDF, so weist der Ausgang des Komparators 30 ein Eins- Signal auf.
Bei dieser Prüfung wird davon ausgegangen, dass der Druck im Ansaugrohr 11 nach dem Beginn des Anlassvorgangs stark abfällt. Die Differenz zwischen dem aktuellen Druck psh und dem abgespeicherten Startwert psh sta muss damit groß sein.
Ist dies der Fall, wird also der Minimalwert DPDDF überschritten, so wird daraus auf die Funktionsfähigkeit des Saugrohrdrucksensors 14 geschlossen.
Das Eins-Signal am Ausgang des Komparators 30 hat zur Folge, dass die Bits B_sidss und B_drsidss zu"true = Eins- Signal"gesetzt werden. Dies ist gleichbedeutend mit einem Defekt des Saugrohrdrucksensors 14. Ist am Ausgang des Komparators 30 kein Eins-Signal vorhanden, so werden die vorgenannten Bits zu"false = kein Eins-Signal"gesetzt, was die Funktionsfähigkeit des Saugrohrdrucksensors 14 kennzeichnet.
Das Bit B sidss ist für eine Weiterverarbeitung durch das Steuergerät 16 vorgesehen. Unter anderem basieren die nachfolgend erläuterten Bits Belm und Eds auf diesem Bit Bsidss. Das Bit Bdrsidss wird abgespeichert und kann
beispielsweise im Zusammenhang mit einer Inspektion oder Reparatur der Brennkraftmaschine 10 dazu verwendet werden, die Prüfperson auf den defekten Saugrohrdrucksensor 14 hinzuweisen.
Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass die Maßnahmen /1/, /2/und/3/nur ausgeführt werden, wenn die beschriebenen Freigabebedingungen erfüllt sind und an dem Ausgang des UND-Gatters 27 ein Eins-Signal vorhanden ist.
In der Figur 3 ist ein Flipflop 31 vorhanden, das die Bits B sta und C ini in der gleichen Weise verarbeitet, wie dies im Zusammenhang mit dem Flipflop 21 der Figur 2 bereits erläutert worden ist. Am Ausgang des Flipflops 31 ist somit ein Eins-Signal vorhanden, wenn die Zündung neu eingeschaltet worden ist, und wenn ein Anlassvorgang angestoßen worden ist.
Einem Flankendetektor 32 ist ein Bit Z_ds zugeführt, das angibt, ob eine Diagnose des Saugrohrdrucksensors 14 durchgeführt worden ist. Ist dies der Fall, so ergibt sich am Ausgang des Flankendetektors 32 ein Eins-Signal. Bei der Diagnose des Saugrohrdrucksensors 14 kann es sich dabei nicht nur um die Überprüfung des aktuellen Drucks psh und des abgespeicherten Startwerts psh_sta handeln, wie dies im Zusammenhang mit den Maßnahmen/2/und/3/der Figur 2 erläutert worden ist. Statt dessen kann es sich dabei um jegliche alternative oder ergänzende Prüfung handeln, mit der die Funktionsfähigkeit des Saugrohrdrucksensors 14 geprüft werden kann.
Das in der Figur 3 angegebene Bit B_psidss entspricht demselben Bit, das im Zusammenhang mit der Maßnahme/1/der Figur 2 erläutert worden ist.
Weiterhin ist in der Figur 3 ein ODER-Glied 33 vorhanden, dem die bereits erwähnten Bits Belm und Eds zugeführt sind. Liegt an einem der beiden Eingänge des ODER-Glieds ein Eins-Signal an, so bedeutet dies, dass im Zusammenhang mit dem Saugrohrdrucksensor 14 ein Fehler vorhanden ist.
Der Ausgang des ODER-Glieds 33 führt damit auch ein Eins- Signal. Der nachfolgende Inverter 34 hat zur Folge, dass an dessen Ausgang dann kein Eins-Signal vorhanden ist.
Im umgekehrten Fall, also wenn der Saugrohrdrucksensor 14 funktionsfähig ist, sind an den Eingängen des ODER-Glieds 33 keine Eins-Signale vorhanden, so dass dessen Ausgang ebenfalls kein Eins-Signal aufweist. Der Ausgang des Inverters 34 führt damit ein Eins-Signal.
Die Ausgänge des Flipflops 31, des Flankendetektors 32, des Inverters 34 sowie das Bit B psidss sind einem UND-Gatter 35 zugeführt. Sind auf allen vier Eingängen des UND-Gatters 35 Eins-Signale vorhanden, so ist auch am Ausgang desselben ein Eins-Signal vorhanden.
Dies ist genau dann der Fall, wenn i) die Zündung der Brennkraftmaschine 10 neu eingeschaltet wird, ii) von dem Steuergerät 16 ein Anlassvorgang angestoßen wird, iii) eine Überprüfung des Saugrohrdrucksensors 14 durchgeführt worden ist, iv) die im Zusammenhang mit der Figur 2 erläuterten Freigabebedingungen erfolgreich erfüllt worden sind, und v) der Saugrohrdrucksensor 14 funktionsfähig ist.
Dies ist ein zweiter Teil der bereits erwähnten Freigabebedingungen, die erfüllt sein müssen, damit die Überprüfung des Umgebungsdrucksensors 15 durchgeführt wird.
Sofern die Bedingungen erfüllt sind und am Ausgang des UND- Gatters 35 ein Eins-Signal vorhanden ist, wird dies von der Funktion 36 erkannt und im Rahmen der in der Figur 3 mit
/1/,/2/und/3/gekennzeichneten Maßnahmen weiterverarbeitet.
Bei der Maßnahme/1/wird ein Bit B_ppldsu auf"true Eins-Signal"gesetzt, das angibt, dass die Überprüfung des Umgebungsdrucksensors 15 stattfinden kann. Dies ist somit genau dann der Fall, wenn alle Freigabebedingungen der Figur 2 sowie alle vorstehenden Freigabebedingungen der Figur 3 erfüllt sind und der Ausgang des UND-Gatters 35 ein Eins-Signal aufweist.
Die Maßnahmen/2/und/3/betreffen die Überprüfung des Umgebungsdrucksensors 15. Diese Überprüfung wird nachfolgend erläutert.
Aus dem Signal DSU des Umgebungsdrucksensors 15 erzeugt das Steuergerät 16 einen Umgebungsdruck pu. Ebenfalls liegt in dem Steuergerät 16 ein Signal puroh vor, bei dem es sich um den ungefilterten und nicht-plausibilisierten Umgebungsdruck handelt. Weiterhin führt das Steuergerät 16 Prüfungen durch, mit denen es feststellt, ob das Signal DSU des Umgebungsdrucksensors 15 überhaupt sinnvoll bzw. plausibel ist. Das Ergebnis dieser Prüfung liegt als Bit E dsu vor.
Der Umgebungsdruck pu und das Signal puroh sind einem Umschalter 37 zugeführt, der von dem Bit Edsu gesteuert wird. Zeigt das Bit Edsu an, dass der Umgebungsdrucksensor 15 ein plausibles Signal DSU liefert, dann wird der von dem Umgebungsdrucksensor 15 abgeleitete Umgebungsdruck pu von dem Umschalter 37 weitergegeben. Ist dies nicht der Fall, so wird das Signal puroh weitergegeben.
Es wird nunmehr angenommen, dass der erstgenannte Fall gegeben ist, und dass deshalb am Ausgang des Umschalters 37
der vom Umgebungsdrucksensor 15 abgeleitete Umgebungsdruck pu vorhanden ist.
Von dem Umgebungsdruck pu wird gemäß der Figur 3 mittels eines Blocks 38 der abgespeicherte Startwert psh sta subtrahiert. Mittels eines Blocks 39 wird von der Differenz der Betrag gebildet. Dieses Ergebnis wird von einem Komparator 40 mit einem Maximalwert DPMAX verglichen. Ist der Betrag der Differenz zwischen dem Umgebungsdruck pu und dem abgespeicherten Startwert psh_sta größer als der Maximalwert DPMAX, dann ist am Ausgang des Komparators 40 ein Eins-Signal vorhanden.
Dem vorstehenden Vorgehen liegt die bereits erwähnte Überlegung zugrunde, dass der von dem Saugrohrdrucksensor 14 vor dem Anlassvorgang gemessene und dann abgespeicherte Startwert psh sta etwa dem Umgebungsdruck entspricht. Wenn somit anhand der Freigabebedingungen festgestellt wird, dass der Saugrohrdrucksensor 14 nicht defekt ist, und dass ein korrekter Anlassvorgang stattgefunden hat, dann muss nach diesem Anlassvorgang der von dem Umgebungsdrucksensor 15 abgeleitete Umgebungsdruck pu etwa dem abgespeicherten Startwert pshsta entsprechen.
Dies bedeutet jedoch gleichzeitig, dass der Betrag der Differenz zwischen dem Umgebungsdruck pu und dem Startwert pshsta nur sehr klein sein darf. Dies wird durch den Vergleich mit dem Maximalwert DPMAX geprüft. Ist der Maximalwert DPMAX nicht überschritten, dann wird auf keinen Defekt des Umgebungsdrucksensors 15 geschlossen, was durch ein Null-Signal am Ausgang des Komparators 40 angezeigt wird. Ist der Maximalwert DPMAX jedoch überschritten, so wird auf einen Fehler des Umgebungsdrucksensors 15 geschlossen und es liegt ein Eins-Signal am Ausgang des Komparators 40 an.
Im Falle einer aufgeladenen Brennkraftmaschine 10 wird von dem Umgebungsdruck pu gemäß der Figur 3 auch ein Startwert pllsta mittels eines Blocks 41 subtrahiert. Der Startwert pll_sta ist vergleichbar mit dem Startwert psh_sta. Beide Startwerte werden vor dem Anlassvorgang gemessen und dann abgespeichert. Bei beiden Startwerten wird dabei davon ausgegangen, dass sie aufgrund ihrer Messung vor dem Anlassvorgang etwa dem Umgebungsdruck entsprechen. Der Startwert psh sta wird, wie erläutert wurde, mittels des Saugrohrdrucksensors 14 gemessen, während der Startwert pll sta mittels eines Ladeluftdrucksensors gemessen wird, der innerhalb derjenigen Vorrichtung angeordnet ist, die der Aufladung der Brennkraftmaschine 10 dient.
Von der Differenz zwischen dem Umgebungsdruck pu und dem abgespeicherten Startwert pll sta wird mittels eines Blocks 42 der Betrag gebildet. Danach wird dieses Ergebnis mittels eines Komparators 43 mit dem bereits erwähnten Maximalwert DPMAX verglichen. Überschreitet der Betrag der Differenz zwischen dem Umgebungsdruck pu und dem Startwert pll sta nicht den Maximalwert DPMAX, so wird daraus auf die Funktionsfähigkeit des Umgebungsdrucksensors 15 geschlossen und es liegt am Ausgang des Komparators 43 ein Null-Signal an.
Die Ausgänge des Komparators 40 und des Komparators 43 beaufschlagen ein UND-Gatter 44. Liegen an den beiden genannten Ausgängen Eins-Signale an, so weist auch der Ausgang des UND-Gatters 44 ein Eins-Signal auf.
Es wird darauf hingewiesen, dass die beschriebene Überprüfung anhand des abgespeicherten Startwerts pllsta, also anhand des Ladeluftdrucks einer aufgeladenen Brennkraftmaschine 10, eine Möglichkeit darstellt, die auch
entfallen kann. In diesem Fall sind die Blöcke 41,42, 43 und 44 nicht vorhanden. Ebenfalls ist es möglich, dass bei sämtlichen Funktionen und Maßnahmen, die vorliegend im Zusammenhang mit dem Saugrohrdrucksensor 14 erläutert worden sind bzw. noch erläutert werden, der genannte Saugrohrdrucksensor 14 durch den genannten Ladeluftdrucksensor ersetzt wird. In diesem Fall stellt der Ladeluftdrucksensor im Hinblick auf die Überprüfung des Umgebungsdrucksensors eine Alternative zu dem Saugrohrdrucksensor 14 dar.
Ein Eins-Signal am Ausgang des UND-Gatters 44 hat zur Folge, dass die Bits Bpldsu und B_drpldsu zu"true = Eins- Signal"gesetzt werden. Dies ist gleichbedeutend mit einem Defekt des Umgebungsdrucksensors 15. Ist am Ausgang des UND-Gatters 44 kein Eins-Signal vorhanden, so werden die vorgenannten Bits zu"false = kein Eins-Signal"gesetzt, was die Funktionsfähigkeit des Umgebungsdrucksensors 15 kennzeichnet.
Das Bit B pldsu ist für eine Weiterverarbeitung durch das Steuergerät 16 vorgesehen. Das Bit Bdrpldsu wird abgespeichert und kann beispielsweise im Zusammenhang mit einer Inspektion oder Reparatur der Brennkraftmaschine 10 dazu verwendet werden, die Prüfperson auf den defekten Umgebungsdrucksensor 15 hinzuweisen.
Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass die Maßnahmen /1/, /2/und/3/der Figur 3 nur ausgeführt werden, wenn die beschriebenen Freigabebedingungen der Figuren 2 und 3 erfüllt sind und an dem Ausgang des UND-Gatters 35 ein Eins-Signal vorhanden ist.
Ist der Umgebungsdrucksensor 15 als defekt erkannt worden, so ist es möglich, den an sich von dem Umgebungsdrucksensor
15 abgeleiteten Umgebungsdruck pu anderweitig zu ersetzen.
Dies kann dadurch erfolgen, dass, sofern der Saugrohrdrucksensor 14 als funktionsfähig erkannt worden ist, der Startwert psh-sta, also der Druck im Ansaugrohr 11 vor dem Anlassvorgang, als konstanter Umgebungsdruck weiterverwendet wird. Dieser Ersatz des Umgebungsdrucks pu durch den Startwert psh-sta kann dann nach jedem Anlassvorgang erneut vorgenommen werden. Sollte dabei der Umgebungsdrucksensor 15 wieder als funktionsfähig erkannt werden, so kann der vorstehende Ersatz wieder rückgängig gemacht werden.
Das beschriebene Verfahren ist nicht nur zur Überprüfung des Umgebungsdrucksensors 15 geeignet, sondern ganz allgemein zur Überprüfung jeglichen Drucksensors, der zumindest vor dem Anlassvorgang der Brennkraftmaschine 10 mit der Umgebung derselben in Verbindung kommt. So ist beispielweise ein Ladeluftdrucksensor oder ein Luftfilterdrucksensor dazu geeignet, vor dem Anlassvorgang der Brennkraftmaschine 10 einen Umgebungsdruck zu erfassen.
Dieser Umgebungsdruck kann dann entsprechend der vorliegenden Beschreibung mit dem von dem Saugrohrdrucksensor 14 ermittelten Startwert psh sta verglichen werden (Block 38). Daraus kann dann auf die Funktionsfähigkeit des Ladeluftdrucksensors oder des Luftfilterdrucksensor geschlossen werden (Block 40).
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