| 1. | Verfahren zum Sanieren von mit Schadstoffen, insbesondere mit Formaldehyd, belasteten Innenräumen bzw. Gegenständen und dauerhaft die Raumluft vor diesen Schadstoffen zu schützen, dadurch gekennzeichnet, daß Keratin Fasern, insbesondere SchafwollFasern in die belasteten Räume, vorzugsweise in der Nähe der Schadstoffquelle, eingebracht werden. |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schadstoffemittenten mit KeratinFasern, insbesondere mit SchafwollFasern bedeckt werden. |
| 3. | Verfahren nach einem der vorangehenden Anspruche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schadstoffe emittierender Gegenstand, z. B. ein Schrank, an wenigstens einer Seite, vorzugsweise seiner Rückseite mit Keratin Fasern, insbesondere mit SchafwollFasern bekleidet wird. |
| 4. | Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zu Matten vernadelte KeratinFasern, insbesondere SchafwollFasern verwendet werden. |
| 5. | Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch z. B. walken zu Matten verfilzte KeratinFasern, insbesondere SchafwollFasern verwendet werden. |
| 6. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zu Platten vernadelte KeratinFasern, insbesondere SchafwollFasern verwendet werden. |
| 7. | Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein verwendeter Verbund aus KeratinFasern, insbesondere aus SchafwollFasern wenigstens mit einer Oberfläche mit einem Trägermaterial verbunden ist. |
| 8. | Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Verbund aus KeratinFasern, insbesondere aus SchafwollFasern wenigstens einseitig mit Gips kaschiert ist. |
| 9. | Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Verbund aus KeratinFasern, insbesondere aus SchafwollFasern wenigstens mit einer Oberfläche mit einer Gipskartonplatte verbunden ist. |
| 10. | Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Verbund aus KeratinFasern, insbesondere aus Schafwoll Fasern wenigstens mit einer Oberfläche mit einer Platte aus Holz, vorzugsweise Weichholz, verbunden ist. |
| 11. | Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Trägermaterial vermischte KeratinFasern, insbesondere SchafwollFasern verwendet werden, wobei wenigstens ein Teil der Fasern bis an die Oberfläche des Verbundes ragen. |
| 12. | Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Schadstoffbeseitigung ein zu Platten geformtes Gemisch aus KeratinFasern, insbesondere aus SchafwollFasern und Gips verwendet wird. |
| 13. | Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Schadstoffbeseitigung ein zu Platten geformtes Gemisch aus KeratinFasern, insbesondere aus SchafwollFasern und Holz, vorzugsweise Weichholz, verwendet wird. |
Schadstoffe in Innenräumen haben insbesondere durch Verbesserungen im Bereich der Energieeinsparung, die eine erhebliche Reduzierung der Luftwechselrate mit sich bringen, besondere Bedeutung erlangt. Formaldehyd liefert hierzu einen wesentlichen Beitrag. Es ist vor allem in Holzwerkstoffen, insbesondere Spanplatten, Tabakrauch, Parkettversiegelungen, Farben und Lacken, Klebern, Isoliermaterialien und Tapeten enthalten. Das in den Baustoffen enthaltene Formaldehyd entweicht langsam. Bisher sind nur zwei Methoden zur Sanierung von mit Schadstoffen, insbesondere Formaldehyd, belasteten Räumen bekannt. Einerseits werden die belasteten Baustoffe entfernt, was zwar einen dauerhaften Erfolg verspricht, jedoch mit erheblichen Kosten verbunden ist. Eine andere Methode zur Beseitigung der Schadstoffbelastung ist die Beschichtung oder Bekleidung der Schadstoffe emittierenden Materialien mit geeigneten Materialien, so daß die Schadstoffe am Austritt gehindert werden. Die hierbei verwendeten Anstriche unterliegen einem Alterungsprozess, der dazu führt, daß die Wirkungsdauer begrenzt ist. Es besteht zusätzlich die Gefahr, daß durch eine Beschichtung die raumklimatischen Verhältnisse infolge reduzierter bzw. fehlender Feuchtespeicherkapazität ungünstig beeinflusst werden.
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Sanierung schadstoffbelasteter Räume vorzuschlagen, welches die obengenannten Nachteile der hohen Kosten, der zeitlich begrenzten Wirkungsdauer und der negativen Beeinflussung des Raumklimas nicht aufweist.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß Keratin-Fasern, insbesondere Schafwoll-Fasern in die belasteten Räume, vorzugsweise in der Nähe der Schadstoffquelle, eingebracht werden.
Die Protein-Fasern (Keratin) nehmen die Schadstoffe auf und bauen diese in einer chemischen Reaktion in ihre Struktur ein, wodurch die Schadstoffe der Raumluft : dauerhaft entzogen werden.
Zudem sorgen die Keratin-Fasern, insbesondere Schafwoll-Fasern, die vorzugsweise in einem Verbund als Matte, Platte oder Vließ verwendet werden, für eine ausgezeichnete Schalldämmung. Dadurch wird einerseits eine Schadstoffreinigung der Raumluft, als auch eine hervorragende Geräuschdämmung des Raumes erreicht.
Erfindungsgemäß ist es auch vorteilhaft, wenn die Schadstoffemittenten mit Keratin- Fasern, insbesondere mit Schafwoll-Fasern bedeckt werden.
Dadurch wird wirksam verhindert, daß die Schadstoffe in die Raumluft gelangen können, da diese schon beim Austritt aus dem Emittenten absorbiert werden. Zudem wird dadurch wirkungsvoll eine eventuelle Schwitzwasserbildung auf den Oberflächen der Emittenten verhindert. Der Feuchtigkeitshaushalt der Raumluft wird durch die große Speicherfähigkeit der Keratin-Fasern ausgeglichen.
Erfindungsgemäß ist es ebenfalls vorteilhaft, wenn ein Schadstoffe emittierender Gegenstand, z. B. ein Schrank, an wenigstens einer Seite, vorzugsweise seiner Rückseite mit Keratin-Fasern, insbesondere mit Schafwoll-Fasern bekleidet wird.
Hierdurch wird die Schadstoffemission des Gegenstandes langfristig wirksam neutralisiert. Ein Ausmustern des belasteten Gegenstandes ist nicht nötig.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung liegt darin, daß zu Matten vernadelte Keratin- Fasern, insbesondere Schafwoll-Fasern verwendet werden.
Dadurch können die Oberflächen der Schadstoffemittenten in einfacher Weise bedeckt werden.
Vorteilhaft ist es auch, wenn durch z. B. walken zu Matten verfilzte Keratin-Fasern, insbesondere Schafwoll-Fasern verwendet werden.
Damit besteht ein weiteres Verfahren zur Herstellung von Matten, mit welchen die Schadstoffemittenten bedeckt werden können.
Es hat sich auch als vorteilhaft erwiesen, wenn zu Platten vernadelte Keratin-Fasern, insbesondere Schafwoll-Fasern verwendet werden.
Hiermit ist es zum Beispiel möglich Stellwände, Trennwände, Decken und/oder Lüftungsanlagen einerseits gegen Schallübertragung zu isolieren und andererseits gleichzeitig eine wirksame Präventivmaßnahme gegen einen zu hohen Schadstoffanteil in der Raumluft z. B. durch Zigarettenrauch oder andere Schadstoffemittenten zu treffen. Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung liegt auch darin, daß ein verwendeter Verbund aus Keratin-Fasern, insbesondere aus Schafwoll-Fasern wenigstens mit einer Oberfläche mit einem Trägermaterial verbunden ist.
Dadurch können Verkleidungen, Wände oder dergleichen errichtet werden, die neben der Verkleidungsfunktion zusätzlich eine Schadstoffreinigung der Raumluft bewirken.
Als vorteilhaft hat es sich auch erwiesen, wenn der verwendete Verbund aus Keratin- Fasem, insbesondere aus Schafwoll-Fasern wenigstens einseitig mit Gips kaschiert ist.
Die hierdurch entstehenden Oberflächen können problemlos überstrichen oder tapeziert werden.
Erfindungsgemäß ist es auch vorteilhaft, wenn der verwendete Verbund aus Keratin- Fasern, insbesondere aus Schafwoll-Fasern wenigstens mit einer Oberfläche mit einer Gipskartonplatte verbunden ist.
Eine aus einer Gipskartonplatte bestehende Oberfläche einer Wand oder dergleichen kann sich bei entsprechender Ausgestaltung auch in einem Feuchtraum befinden und eignet sich besonders zum Bekleben mit Fliesen.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeit liegt darin, daß der verwendete Verbund aus Keratin-Fasern, insbesondere aus Schafwoll-Fasern wenigstens mit einer Oberfläche mit einer Platte aus Holz, vorzugsweise Weichholz, verbunden ist.
Dadurch werden die Faser-Verbunde mit einem steifen, aber dennoch in gewissem Umfang flexiblen Trägermaterial verbunden und eignen sich deswegen besonders für die Fertigung transportabler Stellwände.
Vorteilhaft ist es auch, wenn mit einem Trägermaterial vermischte Keratin-Fasern, insbesondere Schafwoll-Fasern verwendet werden, wobei wenigstens ein Teil der Fasern bis an die Oberfläche des Verbundes ragen.
Hierdurch wird gewährleistet, daß die Keratin-Fasern in direkter Verbindung mit der Umgebung steht, aber dennoch ausreichend durch ein Trägermaterial versteift wird.
Es hat sich auch als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn zur Schadstoffbeseitigung ein zu Platten geformtes Gemisch aus Keratin-Fasern, insbesondere aus Schafwoll- Fasern und Gips verwendet wird.
Aus derartige Platten kann eine überstreichbare Wandverkleidung errichtet werden, die trotzdem zu der erfindungsgemäßen Schadstoffsanierung führt.
Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn zur Schadstoffbeseitigung ein zu Platten geformtes Gemisch aus Keratin-Fasern, insbesondere aus Schafwoll-Fasern und Holz, vorzugsweise Weichholz-Platten, verwendet wird.
Hiermit können Stellwände gebildet werden, die eine genügende Steifigkeit aufweisen, die jedoch trotz der Funktion der Schadstoffaufnahme keine direkt sichtbaren Keratin- Fasern enthalten.
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