WANDRES, Claus, G. (Oberleien 6, Stegen, 79252, DE)
| Ansprüche 1. Verfahren zum Reinigen von Glasoberflächen (12), wobei die Glasoberfläche (12) relativ zu einer Reinigungsvorrichtung (9) transportiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsvorrichtung (9) eine befeuchtete Mikrofaserreinigungsfläche (4) über die Glasoberfläche ( 2) bewegt und eine zweite Mikrofaserreinigungsfläche (4') in Bewegungsrichtung der Glasoberfläche nachgeordnet über die Glasoberfläche (12) bewegt wird. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die zweite Mikrofaserreinigungsfläche (4, 4') relativ zur Reinigungsvorrichtung (9) gerade über die Glasoberfläche (12) bewegt werden. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrofaserreinigungsflächen (4, 4') jeweils Teil eines gurtförmigen, geschlossenen Wischelements (1a, 1b) sind 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Wischelement (1) zwischen zumindest zwei Rollen gespannt ist, so dass das Wischelement (1) zumindest zwei Trume (10, 11) bildet und in einem Reinigungszustand das eine Trum (10, 11) mit der Mikrofaserreinigungsfläche (4, 4') die Oberfläche (12) der Glasscheibe berührt. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Mikrofaserreinigungsfläche (4) durch eine Befeuchtevorrichtung (13) befeuchtet wird. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Mikrofaserreinigungsfläche (4') durch eine Heizung (15) getrocknet wird. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasoberfläche nach der Befeuchtung durch die erste Mikrofaserreinigungsfläche (4) mittels der zweiten Mikrofaserreinigungsfläche (4') getrocknet wird. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasoberfläche vor und/oder nachfolgend der Reinigung durch die Mikrofaserreinigungsfläche (4') mittels einer Bürste (17), insbesondere einer Linearbürste, gereinigt wird. 9. Vorrichtung (18) zum Reinigen von Glasscheiben, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (18) eine Transportvorrichtung zum Transport der Glasscheibe umfasst, eine Reinigungsvorrichtung (9) zur Bewegung einer ersten Mikrofaserreinigungsfläche (4) über die Oberfläche der Glasscheibe und eine zweite in Bewegungsrichtung der Glasscheibe nachgeordnete Reinigungsvorrichtung (9') zur Bewegung einer zweiten Mikrofaserreinigungsfläche (4') über die Oberfläche der Glasscheibe, wobei die Bewegungsrichtung der Mikrofaserreinigungsfläche (4') und der Glasscheibe einen Winkel einschließen. 10. Vorrichtung (18) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Mikrofaserreinigungsfläche (4) und/oder die zweite Mikrofaserreinigungsfläche (4') jeweils Teil eines Wischelements sind, die zwischen zumindest zwei Rollen quer zur Bewegungsrichtung der Glasoberfläche geführt werden. |
Die vorliegende Erfindung befasst sich mit einer Vorrichtung und einem Verfahren zum Reinigen von Glasoberflächen.
Glasoberflächen werden zumeist nach oder während der Produktion beschichtet, um der Glasoberfläche zusätzliche, erwünschte Eigenschaften zu verleihen. Um eine fehlerfreie Beschichtung durchführen zu können, muss die Oberfläche jedoch frei von Fremdkörpern sein. Solche unerwünschten Verunreinigungen der Glasoberfläche können einerseits im Allgemeinen nicht gänzlich verhindert werden, andererseits ist es auch manchmal zur besseren Handhabung unerlässlich, die Glasoberfläche nach der Produktion mit Fremdkörpern zu versehen. So werden Flachgläser nach der Produktion gestapelt, um die Gläser vor der Weiterverarbeitung zwischenzulagern. Da solche Flachgläser besonders eben sind und deshalb große Oberflächenkräfte zwischen den Glasplatten aufgebaut werden können, ist es schwierig, zwei übereinander gestapelte Flachgläser wieder zu vereinzeln. Um diese Vereinzelung zu ermöglichen, werden die Glasoberflächen vor dem Stapeln mit Trennpuder bestäubt und so die Berührungspunkte zwischen den Oberflächen verringert und die Kräfte zwischen den Oberflächen herabgesetzt. Dieses Trennpuder muß jedoch vor dem Beschichtungsprozess sorgfältig entfernt werden, damit keine
Beschichtungsfehler entstehen.
Es ist also notwendig, vor einer Weiterverarbeitung der Glasoberflächen diese Glasoberflächen zu reinigen.
Für diese Reinigung werden im Stand der Technik Waschanlagen verwendet. In solchen Waschanlagen wird die Glasoberfläche mit demineralisiertem Wasser abgespült und beidseitig mit rotierenden Bürsten unter weiterem Abspülen gereinigt. Durch Gebläse werden die Oberflächen trocken geblasen. Solche Waschanlagen haben oftmals eine Länge von bis zu 10 m und einen Energiebedarf, der deutlich über 40 kW liegt. Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Reinigung von Glasscheiben bereitzustellen, insbesondere Reinigungen mit einem geringeren Energiebedarf und/oder geringerem Raumbedarf.
Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren nach dem unabhängigen
Hauptanspruch 1 und eine Vorrichtung nach dem unabhängigen Hauptanspruch 9. Bevorzugte Ausführungsformen finden sich in den Unteransprüchen.
Insbesondere wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zur Reinigung von Glasoberflächen, wobei die Glasoberfläche relativ zu einer Reinigungsvorrichtung transportiert wird, welche eine befeuchtete Mikrofaserreinigungsfläche über die Glasoberfläche bewegt. In der Bewegungsrichtung der Glasoberfläche nachfolgend wird eine zweite Mikrofaserreinigungsfläche über die Glasoberfläche bewegt und so die Glasoberfläche getrocknet.
Unter Glasoberflächen werden hierbei auch Oberflächen verstanden, welche nicht allein aus Glas, sondern ganz oder teilweise aus Silizium, Metall und/oder ähnlichem bestehen.
Unter Mikrofaser wird hier eine Faser unter 1 ,0 dtex, insbesondere unter 0,7 dtex, bevorzugt zwischen 0,7 und 0,5 dtex verstanden. Auch kann der Begriff Mikrofasern Fasern unter 0,3 dtex beinhalten. Solche Fasern können aus Polyester, Polyacryl, Polyamid und/oder Zellulose gefertigt sein. Insbesondere bevorzugt ist eine
Mischung aus Polyester und Polyamid.
Durch die Verwendung von Mikrofasern zur Reinigung von Oberflächen können auch Fremdkörper aus Fetten, ölen oder ähnlich viskosen Materialien von der Oberfläche abgelöst werden. Dies gelingt mittels Bürsten nur schwer oder gar nicht. Weiter ermöglicht die Verwendung von Mikrofasern einen geringeren Verbrauch von Reinigungsflüssigkeit, wie zum Beispiel demineralisiertem Wasser, da durch die feinen Strukturen der Mikrofasern das Textil eine große Oberfläche und hohe
Kapillarkräfte aufweist, wodurch sich kleinste Fremdkörper und/oder Flüssigkeiten leicht von der Oberfläche ablösen lassen und in der Mikrofaserreinigungsfläche aufgenommen werden. Die Mikrofaserreinigungsfläche umfasst dabei ein Mikrofasertextil, welches überwiegend oder ausschließlich aus Mikrofasem besteht beziehungsweise an seiner Oberfläche eine Vielzahl von Mikrofasem aufweist. Dieses Textil kann insbesondere ein Vlies, ein Gewirke und/oder ein Gestricke sein.
Während des Verfahrens wird die Glasoberfläche insbesondere relativ zu der Reinigungsvorrichtung zum Beispiel auf einem Rollband oder mittels Antriebs- oder Stützrollen bewegt, so dass ein kontinuierlicher Reinigungsprozess durchgeführt werden kann. Insbesondere wird ein Teil der Glasoberfläche bereits durch die zweite Mikrofaserreinigungsfläche getrocknet, während ein nachfolgender Teil der
Glasoberfläche nur durch die erste Mikrofaserreinigungsfläche mit der
Reinigungsflüssigkeit benetzt wird. Auch ist es möglich, mehrere Glasscheiben kontinuierlich hintereinander zu reinigen.
Insbesondere wird die erste und/oder die zweite Mikrofaserreinigungsfläche relativ zur Reinigungsvorrichtung gerade über die Glasoberflächen bewegt. So kann die Mikrofaserreinigungsfläche quer, insbesondere senkrecht zur Bewegungsrichtung der Glasoberfläche bewegt werden. Die Mikrofaserreinigungsfläche kann sich dabei über die gesamte Breite der zu reinigenden Fläche erstrecken und so gleichzeitig über die Gesamtbreite die Glasoberfläche reinigen. Obwohl es möglich ist, dass die zweite Mikrofaserreinigungsfläche durch die erste Reinigungsvorrichtung bewegt wird, ist es bevorzugt, dass die zweite Mikrofaserreinigungsfläche auf einem zweiten Wischelement angeordnet ist, welches durch eine zweite Reinigungsvorrichtung bewegt wird. Auch sind eine Vielzahl, also mehr als zwei, hintereinander
angeordnete Reinigungsvorrichtungen möglich, um eine verbesserte
Reinigungsleistung zu erhalten.
Bevorzugt weisen die Reinigungsvorrichtungen jeweils ein oder mehrere
Wischelemente mit einer geschlossenen, gurtähnlichen Form auf. Eine geschlossene Form bedeutet hier, dass die Wischelemente kein Anfang- oder Endstück aufweisen, sondern riemenartig mittels zweier oder mehreren Rollen gespannt werden können und so eine umlaufende Reinigungsoberfläche bilden. Dabei können die
Wischelemente in gleicher oder gegengleicher Richtung umlaufen. Bevorzugt bildet das Wischelement zumindest zwei Trume, wobei die beiden Trume in etwa parallel zur zu reinigende Oberfläche geführt sind. Das eine, insbesondere untere Trum berührt dabei die zu reinigende Oberfläche mit der
Mikrofaserreinigungsfläche.
Bevorzugt sind die Mikrofaserreinigungsflächen zumindest an der Außenseite des gurtförmigen Wischelementes angeordnet, so dass durch das Wischelement die Mikrofaserreinigungsfläche kontinuierlich auf der Glasoberfläche bewegt wird und so eine unterbrechungsfreie Reinigung vorgenommen werden kann.
Die im Prozessverlauf zuerst angeordnete erste Mikrofaserreinigungsfläche kann durch eine Befeuchtevorrichtung befeuchtet werden. Eine solche
Befeuchtevorrichtung kann aus einer Flüssigkeitszuleitung, verbunden mit einer Pumpe und einem Flüssigkeitsauslass nahe der Mikrofaserreinigungsfläche bestehen. Durch eine solche Befeuchtevorrichtung kann Reinigungsflüssigkeit, wie demineralisiertes Wasser und/oder Alkohol oder ähnliche Stoffe auf die
Mikrofaserreinigungsfläche gegeben werden. Insbesondere demineralisiertes Wasser löst Fremdstoffe, wie organische Stoffe, zum Beispiel Öl und Fett, von der Oberfläche der Glasscheibe, welche anschließend durch die Mikrofaserreinigungsfläche zusammen mit dem Wasser aufgenommen werden.
Nachgängig zur ersten Reinigungsvorrichtung kann eine zweite
Reinigungsvorrichtung platziert werden, welche eine zweite
Mikrofaserreinigungsfläche aufweist. Diese Mikrofaserreinigungsfläche dient insbesondere zur Aufnahme der Reinigungsflüssigkeit und der darin gelösten
Fremdkörper, aber auch von kleinsten Partikeln und flüssigen oder viskosen
Fremdkörpern von der Glasoberfläche.
Insbesondere wird die zweite Mikrofaserreinigungsfläche durch eine Heizung getrocknet, wobei die Heizung an dem von der Glasoberfläche beabstandeten Trum, bevorzugt dem Obertrum, angeordnet ist. Die Heizung kann durch einen
Feuchtesensor gesteuert werden, der die Feuchtigkeit der
Mikrofaserreinigungsfläche misst und in Abhängigkeit von diesem Messwert die Heizung aktiviert. Die Heizung kann dabei einen oder mehrere stromdurchflossene Leiter als Wärmequelle aufweisen, aber auch Infrarotquellen, welche auf die zu trocknende Mikrofaserreinigungsfläche gerichtet sind oder mit warmen Fluiden, wie Wasser oder Luft, durchströmte Leitungen.
Vor und/oder nach der Reinigung der Oberfläche durch die
Mikrofaserreinigungsfläche kann die Glasoberfläche mittels Bürsten von
Fremdkörpern befreit werden. Diese Bürsten können insbesondere Linearbürsten sein, also Bürsten, die ein gurtartiges Bürstelement umfassen, auf dessen
Außenseite die Filamente aufgebracht sind. Mittels der Bürsten können größere Fremdkörper z.B. auch solche, welche sich nicht in demineralisiertem Wasser lösen, bereits vor der Reinigung mit der Mikrofaserreinigungsfläche von der Glasoberfläche entfernt werden. Bevorzugt sind seitlich der Glasoberfläche Absaugungen
angebracht, mittels welcher überschüssige Flüssigkeiten, lose Fremdkörper und Ähnliches abgesaugt werden. Diese Absaugungen sind insbesondere vor der Reinigung mit den Mikrofaserreinigungsflächen und/oder nach der Reinigung mit den Mikrofaserreinigungsflächen angeordnet.
Auch ist es möglich, eine oder mehrere weitere Reinigungsvorrichtungen auf der gegenüberliegenden Seite der Glasscheibe anzuordnen und so die gleichzeitige Reinigung beider Oberflächen der Glasscheibe zu ermöglichen.
Im weiteren wird die Erfindung anhand der Ausführungsbeispiele unter Zuhilfenahme der Zeichnungen beschrieben. Dabei zeigt
Fig. 1 ein Wischelement in der perspektivischen Ansicht,
Fig. 2 ein Wischelement im Querschnitt,
Fig. 3 eine Vorrichtung zum Reinigen von Glasoberflächen.
Figur 1 zeigt ein bandförmiges Wischelement 1 , welches eine geschlossene, ringförmige Form aufweist. Das Wischelement 1 weist dabei eine Außenseite 2 und eine Innenseite 3 auf. An der Außenseite 2 erstreckt sich eine
Mikrofaserreinigungsfläche 4, welche zur Reinigung von Glasoberflächen geeignet ist. W 201
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Die Innenseite 3 des Wischelementes 1 wird durch ein Grundelement 5 gebildet. Das Grundelement 5 erstreckt sich über die gesamte Länge und Breite des
Wischelements 1 und ist aus einem elastischen Material wie Gummi mit einem eingebetteten Gewebe gebildet. Die Außenseite 2 des Wischelements 1 ist in drei Bereiche gegliedert. So weist das Wischelement 1 an der Außenseite 2 einen
Reinigungsbereich 6 auf, wobei sich der Reinigungsbereich 6 entlang des Umfangs des gesamten Wischelements 1 erstreckt. Seitlich des Reinigungsbereiches ist jeweils ein Führungsbereich angeordnet, dessen Oberfläche auf der Innenseite und der Außenseite des Wischelements durch das Grundelement 5 gebildet ist und so eine widerstandsfähige Oberfläche bildet. An diesen Führungsbereichen kann das Wischelement durch die Reinigungsvorrichtung seitlich geführt werden. Der
Reinigungsbereich 6 wird durch die Mikrofaserreinigungsfläche 4, also ein Textil aus Mikrofasern gebildet, welche durch einen Trägerkörper 7 (wie in Figur 2 gezeigt) nach außen gedrängt wird. Die Mikrofaserreinigungsfläche 4 bildet unterstützt durch den Trägerkörper 7 eine Reinigungsfläche 8, welche bei der Reinigung der
Glasoberfläche die Glasoberfläche berührt. Der Trägerkörper 7 aus einem
elastischen Material wie Schaumstoff erstreckt sich ebenfalls entlang des Umfangs des Wischelements 1. Die Mikrofaserreinigungsfläche 4 liegt auf der Oberseite und den Seitenflächen des Trägerkörpers 7 auf und ist an dem Grundkörper 3 befestigt. Der Grundkörper 3 umfasst die Kanten der Mikrofaserreinigungsfläche und verhindert somit das Ausfransen oder Ablösen der Kanten der Mikrofaserreinigungsfläche von dem Wischelement 1. Die Befestigung der Mikrofaserreinigungsfläche an dem
Grundkörper 3 kann dabei durch Verschweißen, Nähen, Verkleben und Ähnliches vorgenommen werden.
Figur 3 zeigt eine Vorrichtung 9 zum Reinigen von Glasoberflächen, wobei die Vorrichtung 9 ein Wischelement 1a aufweist, welches zwischen zumindest zwei Rollen (hier nicht gezeigt) gespannt ist und somit ein Obertrum 10 und ein Untertrum 11 bildet.
Das Untertrum 11 des Wischelements 1a wird über die Glasoberfläche 12 geführt, so dass die Außenseite 2 des Wischelements 1a mit der Reinigungsfläche 8 die
Glasoberfläche 12 berührt. An dem Obertrum 10 des Wischelements 1 ist eine Befeuchtevorrichtung 13 angebracht, welche die Außenseite 2 bzw. die Reinigungsfläche 8 des Wischelements 1a mit einer Reinigungsflüssigkeit, wie demineralisierten Wasser, befeuchtet. Dazu umfasst die Befeuchtevorrichtung 13 eine oder mehrere Öffnungen, durch welche Reinigungsflüssigkeit auf die Oberfläche des Wischelements 1a aufgebracht wird. Nachfolgend in der Bewegungsrichtung des Wischelements 1a ist ein Feuchtesensor 14 angebracht, welcher die Feuchtigkeit auf der Mikrofaserreinigungsfläche 4 misst. Aufgrund dieses Messwerts wird die Menge der Reinigungsflüssigkeit, die auf die Mikrofaserreinigungsfläche 4 des
Wischelementes 1a aufgebracht wird, gesteuert. Auch kann der Feuchtesensor 14 in Bewegungsrichtung des Wischelementes 1a vor der Befeuchtevorrichtung 13 angebracht sein und so die notwendige, noch fehlende Feuchtigkeitsmenge ermitteln und dementsprechend die Befeuchtevorrichtung 3 steuern.
In Bewegungsrichtung der Glasoberfläche 12 nach der ersten Reinigungsvorrichtung 9 ist eine zweite Reinigungsvorrichtung 9' angeordnet, welche ein dem Wischelement 1a der ersten Reinigungsvorrichtung 9 entsprechendes Wischelement 1b aufweist. Das Wischelement 1b umfasst ebenfalls einen Reinigungsbereich 6, der eine
Mikrofaserreinigungsfläche 8 aufweist. Auch dieses Wischelement 1b bildet ein Obertrum 10 und ein Untertrum 11 , wobei das Untertrum 11 auf der Glasoberfläche 12 geführt wird. Die beiden Rollen (hier nicht gezeigt), welche das Wischelement 1b antreiben beziehungsweise spannen, sind dabei seitlich oberhalb der Glasoberfläche 12 angeordnet. Am Obertrum 10 ist eine Heizung 15 angeordnet, welche die
Außenseite 2 und/oder die Mikrofaserreinigungsfläche 4 des Wischelementes 1b erwärmt und so trocknet. Ebenfalls am Obertrum angeordnet ist ein Feuchtesensor 14, der die Heizung in Abhängigkeit von der Feuchtigkeit steuert, die auf der
Außenseite 2 bzw. der Mikrofaserreinigungsfläche 8 des Wischelementes 1b herrscht.
Vor der ersten Reinigungsvorrichtung 9 ist ein Gebläse 16 seitlich an der
Glasoberfläche angeordnet, um Teile der Reinigungsflüssigkeit, feste Fremdkörper etc. von der Oberfläche durch die Absaugung zu entfernen. Vor dem Absaugen, insbesondere vor der ersten Reinigungsvorrichtung 9 kann eine Linearbürste 17 angeordnet sein, welche Partikel von der Glasoberfläche nimmt und so ein schnelles Verschmutzen der Wischelemente 1a, 1b verhindert. Nach der Trocknung durch das Wischelement 1b kann eine weitere Bürste 18, wie eine Linearbürste angeordnet sein, um eine Endreinigung der Glasoberfläche vorzunehmen.
Bezugszeichen
Wischelement 1
Wischelement der ersten Vorrichtung 1a
Wischelement der zweiten 1b
Reinigungsvorrichtung
Außenseite 2
Innenseite 3
Mikrofaserreinigungsfläche 4, 4'
Grundelement 5
Reinigungsbereich 6
Trägerkörper 7
Reinigungsfläche 8
Erste Reinigungsvorrichtung 9
Zweite Reinigungsvorrichtung 9'
Obertrum 10
Untertrum 11
Glasoberfläche 12
Befeuchtevorrichtung 13
Feuchtesensor 14
Heizung 15
Gebläse 16
Linearbürste 17, 17'
Reinigungsanlage 18
Next Patent: WALL COMPONENT FOR AN AIRCRAFT
