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Title:
METHOD AND COMPACT DEVICE FOR PRODUCING NON-WOVEN FABRIC
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/000690
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing a non-woven fabric, according to which a non-woven is formed in a former, the resulting web of non-woven material is dewatered further and the web of non-woven material dewatered further is subsequently dried using a thermal drying device, especially until the final dry content is obtained. According to the invention, the further dewatering of the web of non-woven material includes dewatering using a belt press, wherein the belt press comprises a roller around which at least one inner belt, which contacts the roller and is preferably in the form of a continuous belt, and an outer press belt, which is preferably in the form of a continuous belt, are wrapped in order to form an extended press gap, wherein the web of non-woven material is arranged between the inner belt and the outer press belt at least near the roller, and wherein to produce a mechanical pressure acting on the web of non-woven material situated between the two belts, the press belt is pressed against the roller with a belt tension of at least 15 kN/m, and in this way the web of non-woven material and the inner belt are pressed against the roller. According to the invention, the belt press is arranged directly upstream of the thermal drying device in the direction of travel of the web of non-woven material. A device suitable for carrying out the method is also provided.

Inventors:
AUST, Herbert (Richard-Wagner-Weg 46, Nideggen, 52385, DE)
PÖHLER, Kai (Gangolfusstrasse 64, Vettweis, 52391, DE)
FRIESENHAHN, Egon (Karlsburgweg 13, Aachen, 52070, DE)
Application Number:
EP2014/062625
Publication Date:
January 08, 2015
Filing Date:
June 17, 2014
Export Citation:
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Assignee:
VOITH PATENT GMBH (Sankt Poeltener Strasse 43, Heidenheim, 89522, DE)
International Classes:
D04H18/04; D04H1/425; D04H1/49; D04H1/70; D21F3/02; D21F9/00; D21F11/14
Domestic Patent References:
Foreign References:
EP1518960A1
US20080210397A1
US4139410A
EP1852551A1
DE102006042507A1
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Claims:
Patentansprüche

Verfahren zur Herstellung eines Vliesstoffes, bei dem in einem Former (28) ein Vlies gebildet, die daraus entstehende Vliesstoff-Materialbahn (52) anschließend weiter entwässert und die weiter entwässerte Vliesstoffbahn (52) anschließend mittels einer thermischen Trocknungseinrichtung (46) getrocknet wird, wobei die weitere Entwässerung der Vliesstoff-Materialbahn (52) die Entwässerung mittels einer Bandpresse (34) umfasst, wobei die Bandpresse (34) eine Walze (36) umfasst, um die zumindest ein an der Walze (36) anliegendes inneres Band (40) und ein äußeres Pressband (42) geschlungen sind, wobei die Vliesstoff-Materialbahn (52) zumindest im Bereich der Walze (36) zwischen dem inneren Band (40) und dem äußeren Pressband (42) angeordnet wird, wobei das Pressband (42) mit einer Bandspannung von zumindest 15 kN/m an die Walze (36) gepresst und dadurch die Vliesstoff-Materialbahn (52) und das innere Band (40) gegen die Walze (36) gepresst werden, und wobei die Bandpresse (34) in Laufrichtung (L) der Vliesstoff-Materialbahn (52) unmittelbar vor der thermischen Trocknungseinrichtung (46) angeordnet wird.

Verfahren nach Anspruch 1 ,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass als thermische Trocknungseinrichtung (46) eine Trocknungseinrichtung mit wenigstens einem Trockenzylinder (54) eingesetzt und die Walze (36) der Bandpresse (34) zumindest teilweise unter dem in Bahnlaufrichtung (L) betrachtet ersten Trockenzylinder (54) dieser Trocknungseinrichtung angeordnet wird. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass als thermische Trocknungseinrichtung (46) eine TAD- ("through air drying") bzw. Lufttrocknungs einrichtung, ein Flachbettofen oder ein Yankee-Zylinder eingesetzt wird.

Verfahren nach Anspruch 2 oder 3,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Walze (36) der Bandpresse (34) vollständig unter dem in Bahnlaufrichtung (L) betrachtet ersten Trockenzylinder (54) der thermischen Trocknungseinrichtung (46) angeordnet wird.

Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Walze (36) der Bandpresse (34) zur Abgabe oder Aufnahme des Trocknungsfluids mit einer offenen Oberfläche ausgeführt wird und als Bänder (40, 42) der Bandpresse (34) gegenüber Trocknungsfluid und bevorzugt gegenüber Luft und/oder Wasserdampf permeable Bänder (40, 42) verwendet werden und gleichzeitig mit dem Pressen der Vliesstoff-Materialbahn (52) gegen die Walze (36) ein Trocknungsfluid durch die permeablen Bänder (40, 42) und die Vliesstoff-Materialbahn (52) gepresst wird, und zwar vorzugsweise durch Erzeugen einer entsprechenden Druckdifferenz zwischen der Walze (36) und dem äußeren Pressband (42).

Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die aus dem Vlies entstehende Vliesstoff-Materialbahn (52) über ein Transferband von dem Former (28) zu der Bandpresse (34) überführt wird, wobei das Transferband das innere Band (40) bildet und die Vliesstoff-Materialbahn (52) durch die Bandpresse (34) hindurch und anschließend bis zur thermischen Trocknungseinrichtung (36) führt. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Vliesstoff- Materialbahn (52) im Bereich eines Abnahmesaugkastens oder -rohres (16) von dem Formiersieb (14) des Formers (28) auf das gleichzeitig als Transferband dienende innere Band (40) übernommen wird, wobei der Abnahmesaugkasten bzw. das Abnahmerohr (16) innerhalb der Schlaufe des umlaufenden inneren Bandes (40) angeordnet ist.

Verfahren nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 6,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Vliesstoff- Materialbahn (52) im Bereich einer Abnahmesaugwalze (18) von dem Formiersieb (14) des Formers (28) auf das gleichzeitig als Transferband dienende innere Band (40) übernommen wird, die innerhalb der Schlaufe des umlaufenden inneren Bandes (40) angeordnet ist.

Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Vliesstoff- Materialbahn (52) in Bahnlaufrichtung (L) betrachtet unmittelbar hinter der Walze (36) der Bandpresse (34) direkt von dem inneren Band (40) an die thermische Trocknungseinrichtung (46) und vorzugsweise an deren ersten Trockenzylinder (54) übergeben wird.

10. Vorrichtung zur Herstellung eines Vliesstoffes, insbesondere zur Durchfüh- rung des Verfahrens nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem Former (28) zur Bildung eines Vlieses, mit einer Bandpresse (34) zur weiteren Entwässerung der aus dem Vlies entstehenden Vliesstoff- Materialbahn (52) sowie mit einer thermischen Trocknungseinrichtung (46), mittels der die weiter entwässerte Vliesstoffbahn (52) anschließend ge- trocknet wird, wobei die Bandpresse (34) eine Walze (36) umfasst, um die zumindest ein an der Walze (36) anliegendes inneres Band (40) und ein äußeres Pressband (42) geschlungen sind, wobei die Vliesstoff- Materialbahn (52) zumindest im Bereich der Walze (36) zwischen dem inneren Band (40) und dem Pressband (42) anordnenbar und bevorzugt angeordnet ist, wobei das Pressband (42) mit einer Bandspannung von zumindest 15 kN/m an die Walze (36) pressbar und bevorzugt gepresst ist, und wobei die Bandpresse (34) in Laufrichtung (L) der Vliesstoff-Materialbahn (52) unmittelbar vor der thermischen Trocknungseinrichtung (46) angeordnet ist.

Vorrichtung nach Anspruch 10,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die thermische Trocknungseinrichtung (46) als Trocknungseinrichtung mit wenigstens einem Trockenzylinder (54) ausgeführt und die Walze (36) der Bandpresse (34) zumindest teilweise unter dem in Bahnlaufrichtung (L) betrachtet ersten Trockenzylinder (54) dieser Trocknungseinrichtung angeordnet ist.

Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11 ,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die thermische Trocknungseinrichtung (46) eine TAD- ("through air drying") bzw. Lufttrocknungs einrichtung, einen Flachbettofen oder einen Yankee-Zylinder umfasst.

Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Walze (36) der Bandpresse (34) vollständig unter dem in Bahnlaufrichtung (L) betrachtet ersten Trockenzylinder (54) der thermischen Trocknungseinrichtung (46) angeordnet ist. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Walze (36) der Bandpresse (34) zur Abgabe oder Aufnahme des Trocknungsfluids mit einer offenen Oberfläche ausgeführt ist und die Bänder (40, 42) der Bandpresse (34) als gegenüber Trocknungsfluid und bevorzugt gegenüber Luft und/oder Wasserdampf permeable Bänder (40, 42) so ausgebildet sind, dass gleichzeitig mit dem Pressen der Vliesstoff-Materialbahn (52) gegen die Walze (36) durch eine Druckdifferenz zwischen der Walze (36) und dem äußeren Pressband (42) ein Trocknungsfluid durch die permeablen Bänder (40, 42) und die Vliesstoff-Materialbahn (52) strömen gelassen werden kann.

15. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 10 bis 14,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass das die Walze (36) der Bandpresse (34) umschlingende innere Band (40) durch ein Transferband gebildet ist, auf das die Vliesstoff-Materialbahn (52) im Bereich eines Abnahmesaugkastens oder -rohres(16) von dem Formiersieb (14) des Formers (28) übernommen wird, wobei der Abnahmesaugkasten bzw. das Abnahmesaugrohr innerhalb der Schlaufe des umlaufenden inneren Bandes (40) angeordnet ist, und/oder, dass das die Walze (36) der Bandpresse (34) umschlingende innere Band (40) durch ein Transferband gebildet ist, auf das die Vliesstoff-Materialbahn (52) im Bereich einer Abnahmesaugwalze (18) von dem Formiersieb (14) des Formers (28) übernommen wird, die innerhalb der Schlaufe des umlaufenden inneren Bandes (40) angeordnet ist.

Description:
VERFAHREN UND KOMPAKTE VORRICHTUNG ZUR HERSTELLUNG VON

VLIESSTOFF Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Herstellung eines Vliesstoffes.

Ein Vliesstoff ist ein Gebilde aus Fasern begrenzter Länge, aus Endlosfasern (Filamenten) oder aus geschnittenen Garnen jeglicher Art und jeglichen Ur- Sprungs, die auf irgendeine Weise zu einem Vlies (d.h. zu einer Faserschicht bzw. zu einem Faserflor) zusammengefügt und auf irgendeine Weise miteinander verbunden worden sind. Nicht zu den Vliesstoffen gehören durch Verkreuzen bzw. Verschlingen von Garnen, wie es beim Weben, Wirken, Stricken, der Spitzenherstellung, dem Flechten und der Herstellung von getufteten Erzeugnissen ge- schieht, hergestellte Fasergebilde. Auch Folien und Papiere gehören nicht zu den Vliesstoffen.

Vliesstoffe sowie technische Papierprodukte werden typischerweise in Anlagen mit einem Schrägsiebformer hoher Verdünnung erzeugt, an den sich ein Transferbe- reich anschließt, der eine Überführung der aus dem gebildeten Vlies entstehenden Vliestoff-Materialbahn ohne offenen Zug in eine Trockenpartie ermöglicht. Dabei erfolgt die Abnahme der Vliesstoff-Materialbahn von dem Formiersieb des Formers im Bereich und mit Unterstützung eines Saugrohres oder -kastens oder einer Saugwalze.

Die Konsistenz im Stoffauflauf des Formers liegt üblicherweise in einem Bereich von 0,01 bis 0,1 %. Dabei wird typischerweise als Trocknungseinrichtung der Trockenpartie eine TAD- ("through air drying") bzw. Lufttrocknungseinrichtung einge- setzt. In dem Transferbereich sind üblicherweise Saugkästen installiert, um den Trockengehalt der Vliesstoff-Materialbahn vor deren Eintritt in die Trockenpartie zu erhöhen. Allerdings weisen die bisherigen Produktionsanlagen insbesondere den Nachteil, dass der thermische Energieverbrauch in der Trockenpartie sehr hoch ist und die Qualität des erzeugten Vliesstoffes beeinträchtigt wird, was insbesondere dadurch bedingt ist, dass bis zum Eintritt der Vliesstoff-Materialbahn in die thermische Trocknungseinrichtung, typischerweise TAD- bzw. Lufttrocknungseinrichtung, der Trockenpartie kein gleichmäßiges Feuchtigkeitsquerprofil aufrechterhalten werden kann.

Der Stoffeintrag in den Former kann zumindest teilweise aus Naturfasern, wie nördlichem gebleichtem Kraftzellstoff (NBKP), Laubholzzellstoff (LBKP), Zellstoff aus Abaca-Fasern oder Baumwolle, zumindest teilweise aus künstlichen Fasern, wie Viskose, zumindest teilweise aus synthetischen Fasern, wie Polyester oder Polyamid, zumindest teilweise aus mineralischen Fasern, wie Glasfasern, zumindest teilweise aus Kohlenstofffasern und/oder aus einer Mischung aus beliebigen der zuvor genannten Stoffe bestehen, wobei die verwendeten Fasern bis zu 40mm lang sein können.

In den weiten Bereich der durch die betreffenden Produktionsanlagen oder Herstellungsmaschinen erzeugten Produkte fallen u.a. Teebeutelpapier, Overlay- Papiere, Kaffeefilterpapier für Kaffepads, Verpackungspapier und/oder derglei- chen. Für einige dieser Papiere werden synthetische Fasern verwendet, um die Anforderungen an die Qualität und technische Eigenschaften zu erfüllen.

Bekannte Verfahren zur Herstellung von Vliesstoffen umfassen in der Regel eine Vliesbildung, eine Vliesverfestigung sowie eine anschließende Entwässerung. Unterschiedliche Verfahren der Vliesbildung sind beispielsweise in der WO 2007/018960 A2 beschrieben. Dabei kann das Vlies insbesondere durch ein Trockenverfahren, ein Nassverfahren und/oder ein Extrusionsverfahren gebildet werden. Grundsätzlich sind auch beliebige Kombinationen solcher Vliesbildungsverfahren denkbar.

Die anschließende Vliesverfestigung kann beispielsweise nach dem so genannten Wasserstrahlverfestigungsverfahren - welches auch "spunlacing" genannt wird - erfolgen. Dabei wird das gebildete Vlies durch ein Verschlingen der Fasern verfestigt, wobei das Verschlingen durch ein Verwirbeln erfolgt, indem insbesondere fokussierte Hochdruckwasserstrahlen auf das Vlies einwirken.

Insbesondere nach einer solchen Verfestigung nach dem Wasserstrahlverfestigungsverfahren weist die gebildete Vliesstoff-Materialbahn eine relativ hohe Feuchtigkeit auf, die anschließend wieder aus der Materialbahn entfernt werden muss.

Um die Kosten für den anschließenden Trocknungsprozess und insbesondere eine anschließende thermische Trocknung zu reduzieren, wurden bisher im An- schluss an die Wasserstrahlverfestigung mit Vakuum beaufschlagte Saugrohre oder Saugkästen eingesetzt. Mit solchen Saugrohren oder Saugkästen wollte man den Trockengehalt der Vliesstoff-Materialbahn so weit wie möglich erhöhen, ohne dabei Volumen einzubüßen.

Eine derartige Entwässerung mittels Saugrohren oder Saugkästen bringt jedoch eine Reihe von Nachteilen mit sich. So wird das angestrebte gleichmäßige Feuchtigkeitsquerprofil der Vliesstoff-Materialbahn zerstört oder zumindest beeinträchtigt, was insbesondere auf Luftverluste an den Materialbahnrändern infolge einer nicht konstanten Breite der Materialbahn und auf die Technologie einiger Saugrohre oder -kästen zurückzuführen ist. Der Luftverlust an den Materialbahnrändern bringt zudem einen hohen Energieverbrauch mit sich. Je nach Flächengewicht, Vliesstoffzusammensetzung und Struktur der Vliesstoff-Matenalbahn, die z.B. auch strukturiert oder perforiert sein kann, ist der nach der Entwässerung erhaltene Trockengehalt der Vliesstoff-Materialbahn begrenzt. Infolge des relativ hohen Vakuums kann es auf dem betreffendem Transferband, mit dem die Vliesstoff- Materialbahn über die Saugrohre oder-kästen geführt wird und bei dem es sich üblicherweise um ein Gewebeband, ein Formiersieb oder ein das Vlies strukturierendes und/oder perforierendendes Strukturierband handelt, zu einem Verlust an Fasern durch sogenanntes "Faserrupfen" kommen. Die gerupften Fasern belasten das Abwasser und sind für den Herstellungsprozess verloren. Faserverluste treten hauptsächlich infolge der Luftverluste an den Rändern der Vliesstoff-Materialbahn, eines Reißens und/oder Brechens der Fasern und eines Einsaugens der Fasern in die Saugkästen auf.

In das Entwässerungssystem eingesaugte Fasern neigen dazu, das zur Wasser- strahl Verfestigung verwendete Wasser zu kontaminieren und gestalten die Wiederaufbereitung und Filtration insbesondere bei Verwendung von Faserzellstoff schwieriger.

Aus der DE 10 2006 042 507 A1 ist beispielsweise bekannt, zur Entwässerung einer Vliesstoff-Materialbahn eine Schuhpresse einzusetzen. Eine solche Schuhpresse besitzt zwar in der Bahnlaufrichtung betrachtet einen - im Vergleich zu einem Walzenspalt - verlängerten Pressnip bzw. Pressspalt. Infolge des relativ hohen Pressdrucks der Schuhpresse kommt es jedoch vor dem Pressnip der Schuhpresse zu einem störenden Wasserstau. Zudem führt der relativ hohe Pressdruck der Schuhpresse zu einer Verringerung des Volumens des Vliesstoffes.

Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtungen zur Vliesherstellung ist, dass diese sehr groß und platzintensiv sind. Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, mit denen die zuvor genannten Probleme auf möglichst einfache und zuverlässige Weise beseitigt werden. Insbesondere zur Reduzierung des Energiebedarfs in der thermischen Trocknungsein- richtung soll unter Vermeidung eines Wasserstaus insbesondere eine effiziente und kostengünstige Entwässerung der gebildeten Vliesstoff-Materialbahn erreicht werden, bevor diese in die thermische Trocknungseinrichtung eintritt. Zudem soll bis zum Eintritt der Vliesstoff-Materialbahn in die thermische Trocknungseinrichtung ein möglichst gleichmäßiges Feuchtigkeitsquerprofil der Materialbahn auf- rechterhalten werden. Ferner soll die zur Durchführung des Verfahrens notwendige Vorrichtung möglichst kompakt bzw. platzsparend sein.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine insbesondere zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 44 gelöst.

Danach wird erfindungsgemäß ein Verfahren zur Herstellung eines Vliesstoffes angegeben, bei dem in einem Former ein Vlies gebildet, die daraus entstehende Vliesstoff-Materialbahn anschließend weiter entwässert und die weiter entwässer- te Vliesstoffbahn anschließend mittels einer thermischen Trocknungseinrichtung insbesondere bis auf den Endtrockengehalt getrocknet wird. Die weitere Entwässerung der Vliesstoff-Materialbahn umfasst die Entwässerung mittels einer Bandpresse, die eine Walze umfasst, um die zur Bildung eines in Laufrichtung der Vliesstoff-Materialbahn verlängerten Pressnips oder Pressspalts zumindest ein an der Walze anliegendes inneres Band und ein äußeres Pressband geschlungen sind. Die Vliesstoff-Materialbahn wird zusammen mit zumindest dem inneren Band und dem Pressband zwischen diesen liegend durch den verlängerten Pressnip bzw. Pressspalt der Bandpresse hindurch geführt. Das Pressband wird mit einer Bandspannung von zumindest 15 kN/m an die Walze gepresst, um die Vliesstoff- Materialbahn und das innere Band gegen die Walze zu pressen, wobei die Band- presse in der Laufrichtung der Vliesstoff-Materialbahn unmittelbar vor der thermischen Trocknungseinrichtung angeordnet ist.

Bevorzugte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens und bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sowie weitere Merkmale des Verfahrens und der Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung.

Bei dem inneren Band und dem äußeren Pressband handelt es sich insbesondere um umlaufende Endlosbänder, wobei die Vliesstoff-Materialbahn, wie bereits erwähnt, zusammen mit zumindest diesen Bändern durch den verlängerten Pressnip der Bandpresse geführt wird.

Unter Vlies wird im Sinne der vorliegenden Erfindung im Einklang mit der fachübli- chen Verwendung dieses Begriffs ein eine noch geringe Konsistenz besitzendes Faservlies verstanden, wohingegen unter Vliesstoff ein bereits eine höhere Konsistenz und gegebenenfalls ein bereits verfestigtes Vlies zu verstehen ist.

Unter Bandspannung des äußeren Pressbandes wird im Sinne der vorliegenden Erfindung - im Einklang mit der fachüblichen Verwendung dieses Begriffs - der Quotient aus der an das Pressband angelegten Zugspannung und der Breite des Pressbandes verstanden.

Ferner wird unter einer Anordnung der Bandpresse unmittelbar von der thermi- sehen Trocknungseinrichtung verstanden, dass die Bandpresse direkt stromaufwärts, d.h. in der Bahnlaufrichtung vor, der Trocknungseinrichtung, d. h. in unmittelbar räumlicher Nähe, zu der Trocknungseinrichtung angeordnet ist, ohne dass sich zwischen der Bandpresse und der Trocknungseinrichtung eine weitere Einrichtung der Vorrichtung befindet. Insbesondere bedeutet diese Anordnung der Bandpresse unmittelbar von der thermischen Trocknungseinrichtung, dass die Bandpresse von der thermischen Trocknungseinrichtung an ihren beiden zueinander am nächsten kommenden Punkten um nicht mehr als 0,5 m, bevorzugt um nicht mehr als 0,3 m und bevorzugt um nicht mehr als 0,1 m voneinander entfernt sind, wenn es sich bei der thermischen Trocknungseinrichtung um einen TAD- Zylinder und/oder um einen Yankee-Zylinder handelt, bzw. um nicht mehr als 1 ,5 m, bevorzugt um nicht mehr als 1 ,2 m und bevorzugt um nicht mehr als 1 ,0 m voneinander entfernt sind, wenn es sich bei der thermischen Trocknungseinrichtung um einen Trockenzylinder und/oder um einen Flachbettofen handelt. Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Verfahrens und der Vorrichtung ergibt sich eine insgesamt effizientere, kostengünstigere Entwässerung der gebildeten Vliesstoff-Materialbahn, bevor diese in die thermische Trocknungseinrichtung eintritt, wodurch der Energieaufwand für die thermische Trocknungseinrichtung entsprechend reduziert wird. Zudem wird bis zum Eintritt in die thermi- sehe Trocknungseinrichtung ein gleichmäßiges Feuchtigkeitsquerprofil der

Vliesstoff-Faserbahn beibehalten. Nachdem die Bandpresse in Bahnlaufrichtung unmittelbar vor der thermische Trocknungseinrichtung angeordnet wird, wird zudem der insgesamt erforderliche Raumbedarf verringert, so dass die zur Durchführung des Verfahrens vorgesehene Vorrichtung im Aufbau entsprechend kompakt ist. Angesichts dieses kompakten Aufbaus kann die erfindungsgemäße Lösung sehr einfach insbesondere in nach dem sogenannten Nassiege- oder Nasslami- nierverfahren ("wet lay process") arbeitende Produktionsanlagen integriert werden. Eine entsprechende Nachrüstung ist insbesondere ohne eine Verlagerung der Trockenpartie oder anderer Maschinenkomponenten, wie beispielsweise der Wi- ckelvorrichtung, sowie ohne Veränderungen am die betreffende Anlage bzw. Herstellungsmaschine aufnehmenden Gebäude möglich.

Aufgrund der erfindungsgemäßen Lösung wird der erforderliche Trockengehalt der Vliesstoff-Materialbahn zudem praktisch ohne Beeinträchtigung des Volumens und der Porosität der Materialbahn erreicht. Unter Vermeidung des bisher insbesonde- re im Zusammenhang mit einer Schuhpresse auftretenden Wasserstaus vor dem Pressnip kann, sofern erwünscht, im Vergleich zu der Verwendung einer Schuhpresse überdies ein größeres Volumen des Vliesstoffes erreicht werden, da der Druck in dem verlängerten Pressnip der Bandpresse geringer als bei einer Schuh- presse ist. Infolge der - im Vergleich zu der Verwendung einer Schuhpresse - längeren Verweilzeit der Vliesstoff-Materialbahn in dem Nip wird jedoch trotz des geringeren Pressdrucks eine effiziente Entwässerung mit einem hohen Entwässerungsgrad sichergestellt. Aufgrund dessen benötigt eine gegebenenfalls nach der Bandpresse noch vorgesehene thermische Trocknungseinrichtung, wie beispiels- weise eine TAD- ("through air drying") bzw. Lufttrocknungseinrichtung, ein Flachbettofen, eine Trockenpartie mit mindestens einem Trockenzylinder oder ein Yankee-Zylinder, lediglich eine sehr geringe Energiemenge, wodurch die Umweltverschmutz reduziert wird. Zudem wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren und mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung aufgrund der eingesetzten Bandpresse im Vergleich zu den aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren und Vorrichtungen eine sehr schonende und - bezogen auf die Oberfläche der Vliesstoff- Materialbahn - sehr gleichmäßige Entwässerung erreicht, so dass eine Beeinträchtigung oder gar Zerstörung der Faserstruktur zuverlässig verhindert wird. Aufgrund dessen werden auch Faserverluste sowie eine Kontamination des Ab- wassers auf ein Minimum begrenzt.

Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht es zudem, die Vliesstoff-Materialbahn mit einem höheren Feststoffgehalt an die abschließende, insbesondere thermische Trocknungseinrichtung zu übergeben, wodurch die Maschinengängigkeit in der Trockenpartie erhöht wird. Infolge des verringerten Drucks in der Bandpresse wird das Volumen der Vliesstoff-Materialbahn bei der Entwässerung um nicht mehr als 10 % reduziert. Mithin kann der Feststoffgehalt der Vliesstoff- Materialbahn relativ zu dem Wassergehalt im Vergleich zu der bisher üblichen Entwässerung durch Saugkästen um mehr als 10 % erhöht werden, wodurch sich eine höhere Produktionskapazität ergibt, der Energieverbrauch verringert wird und die Bereitstellung zusätzlicher oder aufwändigerer Trocknungseinrichtungen vermieden wird. Indem die Vliesstoff-Materialbahn in der Bandpresse bevorzugt zusätzlich durch ein Trocknungsfluid beaufschlagt wird, wird die Effizienz der schonenden und gleichmäßigen Entwässerung ohne Einbußen hinsichtlich des Volu- mens weiter erhöht.

Um die vorstehenden Vorteile in besonders hohem Ausmaß zu erreichen, ist es gemäß der vorliegenden Erfindung bevorzugt, dass als thermische Trocknungseinrichtung eine Trocknungseinrichtung mit wenigstens einem Trockenzylinder eingesetzt und die Walze der Bandpresse zumindest teilweise unter dem in Bahnlaufrichtung betrachtet ersten Trockenzylinder dieser Trocknungseinrichtung angeordnet wird. Auf diese Weise wird eine besonders kompakte Vliesherstellungsvorrichtung erhalten. Gute Ergebnisse werden diesbezüglich insbesondere erhalten, wenn als thermische Trocknungseinrichtung eine TAD- ("through air drying") bzw. Lufttrocknungseinrichtung, ein Flachbettofen oder ein Yankee-Zylinder eingesetzt wird. Dabei kann die Vliesstoff-Materialbahn durch eine solche thermische Trocknungseinrichtung insbesondere auf den Endtrockengehalt gebracht werden.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung wird die Walze der Bandpresse vollständig unter dem in Bahnlaufrichtung betrachtet ersten Trockenzylinder der thermischen Trocknungseinrichtung angeordnet. Auf diese Weise wird eine noch kompaktere Vliesherstellungsvorrichtung erhalten.

Gemäß einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden als (Endlos)bänder für das innere Band und das äußere Pressband der Bandpresse gegenüber Trocknungsfluid und bevorzugt gegenüber Luft und/oder Wasserdampf permeable (Endlos)bänder verwendet und wird gleichzei- tig mit dem Pressen der Vliesstoff-Materialbahn gegen die Walze bzw. gleichzeitig mit der mechanischen Druckbeaufschlagung der Vliesstoff-Materialbahn ein Trocknungsfluid durch die permeablen (Endlos)bänder und die Vliesstoff- Materialbahn gepresst. Auf diese Weise wird eine besonders schonende und gleichmäßige Entwässerung mit einem hohen Entwässerungsgrad erreicht. Auf- grund dessen kann auf aufwendige und sperrige weitere Entwässerungseinrichtungen verzichtet werden und die Vorrichtung entsprechend platzsparend und kompakt ausgestaltet werden.

Zudem ist es bevorzugt, dass wenigstens ein um die Walze der Bandpresse ge- schlungenes (Endlos)band für Wasser permeabel ist bzw. so ausgestaltet ist, dass es Wasser aufnehmen kann, um das bei der in der Bandpresse stattfindenden mechanischen Pressung anfallende Wasser aufzunehmen und/oder durchlassen zu können. Dabei kann das Trocknungsfluid auf alle Arten durch die permeablen (End- los)bänder und die Vliesstoff-Materialbahn gepresst, wie beispielsweise und bevorzugt durch Erzeugung einer entsprechenden Druckdifferenz zwischen der Walze und dem äußeren Pressband. Vorteilhafterweise wird die Vliesstoff-Materialbahn in dem verlängerten Pressnip der Bandpresse über das Trocknungsfluid und/oder oder davon getrennt mit Hitze beaufschlagt. Zur vom Trocknungsfluid getrennten Beaufschlagung der Vliesstoff- Materialabahn mit Hitze können beispielsweise die Walze der Bandpresse und/oder zumindest ein durch deren verlängerten Pressnip geführtes Band beheizt sein. Alternativ oder zusätzlich ist es auch denkbar, die Vliesstoff-Materialbahn kurz vor deren Eintritt in die Bandpresse zu erhitzen.

Als Trocknungsfluid kann grundsätzlich jedes inerte Gas oder Aerosol eingesetzt werden, wobei insbesondere mit Luft und/oder Wasserdampf gute Ergebnisse erzielt werden. Sofern als Trocknungsfluid Luft verwendet wird, kann diese beispielsweise Umgebungstemperatur aufweisen. Alternativ dazu kann als Trocknungsfluid auch heiße Luft eingesetzt werden, und zwar vorzugsweise heiße Luft mit einer Temperatur in einem Bereich von 50°C bis 250°C, besonders bevorzugt mit einer Temperatur in einem Bereich von 150°C bis 250°C und ganz besonders bevorzugt mit einer Temperatur in einem Bereich von 175°C bis 225°C, wie beispielsweise mit einer Temperatur von etwa 200°C. Wenn als Trocknungsfluid Wasserdampf verwendet wird, so wird dieser vorzugsweise in einem Verhältnis Dampfgewicht/Gewicht der Vliesstoff-Materialbahn von bis zu 2 kg Dampf/kg Vliesstoff-Materialbahn und bevorzugt in einem Verhältnis Dampfgewicht/Gewicht der Vliesstoff-Materialbahn von 0,1 bis 1 kg Dampf/kg Vliesstoff-Materialbahn, wie beispielsweise in einem Verhältnis Dampfge- wicht/Gewicht der Vliesstoff-Materialbahn von etwa 0,5 kg Dampf/kg Vliesstoff- Materialbahn, eingesetzt.

Insbesondere bei der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei der in der Bandpresse gleichzeitig mit der mechanischen Druckbeaufschlagung ein Trock- nungsfluid durch die Vliesstoff-Materialbahn gepresst wird, wird die Walze der Bandpresse zur Abgabe oder Aufnahme des Trocknungsfluids, wie vorstehend dargelegt, mit einer offenen Oberfläche ausgeführt. Dabei kann als Walze der Bandpresse insbesondere als eine Saugwalze oder als eine Blaswalze ausgestaltet sein.

Sofern die Walze der Bandpresse als Saugwalze ausgeführt ist, wird das Trocknungsfluid zweckmäßigerweise ausgehend von einer Trocknungsfluidhaube zumindest durch das permeable äußere Pressband, die Vliesstoff-Materialbahn und das permeable innere Band in die Saugwalze gesaugt bzw. geführt. Neben dem Trocknungsfluid wird zweckmäßigerweise auch das in der Bandpresse entwässer- te Wasser in die Saugwalze oder das permeable innere Band gesaugt bzw. geführt. Zu diesem Zweck wird die Saugwalze vorzugsweise mit einem Unterdruck (d.h. einer Differenz zwischen Atmosphärendruck und dem in der Saugwalze herrschenden Druck) im Bereich von 0,25 bar bis 0,6 bar und besonders bevorzugt mit einem Unterdruck im Bereich von 0,30 bar bis 0,55 bar, wie beispielsweise mit einem Unterdruck von etwa0,45 bar, beaufschlagt.

Sofern die Walze der Bandpresse als Blaswalze ausgeführt wird, wird das Trock- nungsfluid vorzugsweise ausgehend von der Blaswalze zumindest durch das permeable innere (Endlos)band, die Vliesstoff-Materialbahn und das permeable äußere (Endlos)band bevorzugt in eine Haube geblasen bzw. geführt. Neben dem Trocknungsfluid wird zweckmäßigerweise auch das in der Bandpresse entwässerte Wasser in die Haube oder das permeable äußere Band geblasen bzw. geführt. Bei dieser Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, dass das Trocknungsfluid mit einem Druck im Bereich von 0,25 bar bis 0,6 bar und besonders bevorzugt mit einem Druck im Bereich von 0,30 bar bis 0,55 bar, wie beispielsweise mit einem Druck im Bereich von etwa 0,45 bar, oberhalb des Atmosphärendrucks durch das permeable innere Band, durch die Vliesstoff- Materialbahn und durch das permeable äußere Pressband zu der Haube geblasen wird..

Wenn die Vliesstoff-Materialbahn in der Bandpresse - was wie vorstehend dargelegt bevorzugt ist - zusätzlich zu der Druckbeaufschlagung, mit einem Trocknungsfluid beaufschlagt wird, hängt der auf die Vliesstoff-Materialbahn ausgeübte Druck unter anderem auch von der Trocknungsfluidströmung ab. Um eine besonders gute, schonende und gleichmäßige Entwässerung zu erreichen, wird es in Weiterbildung des Erfindungsgedankens bei dieser Ausführungsform vorgeschlagen, dass durch die Bänder eine Trocknungsfluidströmung in einem Bereich von 100 m 3 /(min m 2 ) bis 300 m 3 /(min m 2 ), bevorzugt von 150 bis 250 m 3 /(min m 2 ) und besonders bevorzugt von etwa 210 m 3 /(min m 2 ) erzeugt wird. Wenn die Walze der Bandpresse außer von dem inneren und dem äußeren (End- los)band noch von einem oder mehreren weiteren (Endlos)bändern umschlungen ist, so müssen auch diese weiteren (Endlos)bänder für das Trocknungsfluid durch- lässig sein, sofern die Vliesstoff-Materialbahn in der Bandpresse durch ein solches Trocknungsfluid beaufschlagt werden soll, was - wie vorstehend dargelegt - besonders bevorzugt ist.

Um einerseits einen ausreichend hohen Entwässerungsgrad zu erreichen, aber andererseits die Entwässerung möglichst schonend und gleichmäßig durchzuführen, ist es gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung vorgesehen, dass zumindest das als Pressband dienende äußere (End- los)band mit einer Bandspannung von 20 bis 100 kN/m, bevorzugt mit einer Bandspannung von 25 bis 75 kN/m und besonders bevorzugt mit einer Bandspan- nung von 40 kN/m bis 50 kN/m an die Walze der Bandpresse gepresst wird.

Im Hinblick auf eine ausreichend gute, aber gleichzeitig möglichst schonende und gleichmäßige Entwässerung ist es insbesondere auch von Vorteil, wenn in der Bandpresse auf die Vliesstoff-Materialbahn ein mechanischer Druck von weniger als 140 kPa, insbesondere weniger als 100 kPa und vorzugsweise weniger als 90 kPa, aber von mehr als 30 kPa und bevorzugt mehr als 45 kPa ausgeübt wird. Mit einem derart geringen Druck wird unter Vermeidung des bei Schuhpressen auftretenden Wasserstaus insbesondere ein höheres Volumen des Vliesstoffes erreicht, weil aufgrund des geringen Drucks keine signifikante Kompaktierung des

Vliesstoffes und daher kein signifikanter Volumenverlust eintritt.

Ebenfalls im Hinblick auf eine ausreichend gute, aber gleichzeitig möglichst schonende und gleichmäßige Entwässerung wird es in Weiterbildung des Erfindungsgedankens vorgeschlagen, die Verweilzeit der Vliesstoff-Materialbahn in dem verlängerten Pressspalt der Bandpresse auf zwischen 0,05 Sek. und 0,5 Sek. einzustellen. Mit einer solchen relativ langen Verweilzeit wird trotz des relativ geringen Drucks und der entsprechend schonenden Behandlung der Vliesstoff- Materialbahn eine effiziente Entwässerung sichergestellt. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die Vliesstoff-Materialbahn in der Bandpresse um wenigstens 20 %, bevorzugt um 30 bis 75 % und besonders bevorzugt um 33 bis 50 % entwässert. Dabei bezeichnet dieser Entwässerungsgrad den prozentualen Gewichtsverlust bei der Entwässerung bezogen auf das vor der Entwässerung in der Bandpresse vorliegende Gesamtgewicht der Vliesstoff-Materialbahn.

Gemäß einer bevorzugten praktischen Weiterbildung der Erfindung wird die aus dem Vlies entstehende Vliesstoff-Materialbahn über ein Transferband von dem Former zu der Bandpresse überführt, wobei das Transferband das innere Band bildet und die Vliesstoff-Materialbahn durch die Bandpresse hindurch und anschließend bis zur thermischen Trocknungseinrichtung führt.

In bestimmten Fällen kann es von Vorteil sein, wenn die Bandpresse mit nur zwei die Walze umschlingenden (Endlos)bändern versehen und die Vliesstoff- Materialbahn zwischen diesen beiden (Endlos)bändern und die Bänder berührend angeordnet wird. In diesem Fall berührt sowohl das innere (Endlos)band als auch das äußere Pressband die Vliesstoff-Materialbahn.

In einer dazu alternativen Ausführungsform kann die Bandpresse außer dem inne- ren und dem äußeren (Endlos)band auch mit wenigstens einem weiteren die Walze in einem vorbestimmten Umschlingungswinkel umschlingenden (Endlos)band versehen sein. Dabei kann das wenigstens eine weitere (Endlos)band insbesondere zwischen dem äußeren Pressband und der Vliesstoff-Materialbahn angeordnet sein. Bevorzugt umfassen die die Walze der Bandpresse umschlingenden (End- los)bänder zumindest ein Filzband und/oder ein Gewebeband. Dabei ist es insbesondere von Vorteil, wenn als das die Walze der Bandpresse umschlingende innere (Endlos)band ein Filzband verwendet wird. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn die Vliesstoff-Materialbahn in der Bandpresse gleichzeitig von einem Trocknungsfluid durchströmt wird und als Walze der Bandpresse eine Saugwalze verwendet wird. Wird als Walze eine Blaswalze eingesetzt, so kann insbesondere zumindest ein - in der Strömungsrichtung des Trocknungsfluids betrachtet - hinter der Vliesstoff-Materialbahn liegendes äußeres (Endlos)band als Filzband vorge- sehen sein. Mit der Entwässerung an einem Filzband ergibt sich ein wesentlich gleichmäßigeres Feuchtigkeitsquerprofil, als dies beispielsweise bei einer Entwässerung mittels eines Saugkastens der Fall ist. Zudem werden mit der Entwässerung an einem Filz auch die Faserverluste reduziert. Insbesondere in dem Fall, dass die Vliesstoff-Materialbahn in der Bandpresse bevorzugt gleichzeitig durch ein Trocknungsfluid beaufschlagt wird, sind alle um die Walze der Bandpresse geschlungenen (Endlos)bänder für das Trocknungsfluid permeabel bzw. durchlässig ausgeführt. Zudem ist es bevorzugt, dass wenigstens ein um die Walze der Bandpresse geschlungenes (Endlos)band für Wasser permeabel ist bzw. so ausgestaltet ist, dass es Wasser aufnehmen kann, um das bei der in der Bandpresse stattfindenden mechanischen Pressung anfallende Wasser aufzunehmen und/oder durchlassen zu können.

Als äußeres (Endlos)band der Bandpresse kann beispielsweise ein zumindest im Wesentlichen glattes Band und bevorzugt ein glattes Formierband verwendet werden. Wenn mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ein strukturierter und/oder perforierter Vliesstoff hergestellt werden soll, ist es gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung vorgesehen, dass zumindest ein die Vliesstoff- Materialbahn berührendes (Endlos)band und vorzugsweise zumindest das äußere Pressband der Bandpresse als ein strukturiertes Band vorgesehen wird, durch das die Vliesstoff-Materialbahn entsprechend strukturiert und/oder perforiert wird.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung umfassen die die Walze der Bandpresse umschlingenden Bänder insbesondere im Fall einer als Saugwalze ausgeführten Walze und insbesondere in Strömungsrichtung des Trocknungsfluids betrachtet ein permeables Band, ein strukturiertes Formiersieb, ein Gewebeband und/oder ein Filzband. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, weniger oder mehr (Endlos)bänder und/oder eine andere Aufeinanderfolge dieser (Endlos)bänder vorzusehen.

Die (Endlos)bänder der Bandpresse sind zweckmäßigerweise über denselben Umschlingungswinkel um die Walze geschlungen.

Unabhängig davon, ob die Umschlingungswinkel der einzelnen Bänder gleich oder verschieden voneinander sind, wird es in Weiterbildung des Erfindungsgedankens vorgeschlagen, dass der Umschlingungswinkel des inneren Bandes und/oder äußeren Pressbandes um die Walze in einem Bereich von 90° bis 180° und insbesondere in einem Bereich von 100° bis 120° gewählt wird. Dadurch wird eine für eine ausreichend hohe und gleichzeitig schonende, gleichmäßige Entwässerung erforderliche Verweilzeit der Vliesstoff-Materialbahn in dem Pressspalt der Bandpresse erreicht. Grundsätzlich gilt, dass die Verweilzeit der Vliesstoff-Materialbahn in dem Pressspalt bei gleichem Walzendurchmesser und gleicher Walzenumdrehungsgeschwindigkeit umso größer ist desto größer der Umschlingungswinkel der Bänder ist. Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird der Durchmesser der Walze der Bandpresse in einem Bereich von 500 mm bis 1400 mm und bevorzugt in einem Bereich von 750 mm bis 1200 mm gewählt. Da der in der Bandpresse auf die Vliesstoff-Materialbahn ausgeübte Druck unter an- derem vom Umschlingungswinkel der (Endlos)bänder und vom Durchmesser der Walze der Bandpresse abhängt, ergeben sich durch einen solchen relativ großen Durchmesser ein relativ langer Pressnip und eine entsprechend effiziente Entwässerung infolge der längeren Verweilzeit der Vliesstoff-Materialbahn in dem Pressspalt. Grundsätzlich gilt, dass die Verweilzeit der Vliesstoff-Materialbahn in dem Pressspalt bei gleichem Umschlingungswinkel der Bänder und gleicher Walzenumdrehungsgeschwindigkeit umso größer ist desto größer der Walzendurchmesser ist.

Als thermische Trocknungseinrichtung wird bevorzugt eine TAD- ("through air drying") bzw. Lufttrocknungseinrichtung, ein Flachbettofen oder ein Yankee- Zylinder eingesetzt. Dabei kann die Vliesstoff-Materialbahn durch eine solche thermische Trocknungseinrichtung insbesondere auf den Endtrockengehalt gebracht werden. Zwischen der Bandpresse und der thermischen Trocknungseinrichtung kann die Vliesstoff-Materialbahn bei Bedarf durch eine zusätzliche Entwässerungspresse geführt werden. In einer solchen optionalen zusätzlichen Entwässerungspresse wird vorzugsweise eine Linienkraft in einem Bereich von 20 kN/m bis 100 kN/m und besonders bevorzugt eine Linienkraft in einem Bereich von kN/m bis 90 kN/m erzeugt, um eine schonende und gleichmäßige, aber dennoch starke Entwässerung zu erreichen.

In dem der Bandpresse vorgeschalteten Former wird das Vlies bevorzugt mit einer relativ geringen Konsistenz auf einem glatten oder einem strukturierten, das Vlies entsprechend strukturierenden und/oder perforierenden Formiersieb mit einem Feststoffgehalt von 0,01 bis 0,1 Gew.-% bezogen auf 100 Gew.-% des erhaltenen Vlieses gebildet. Dabei wird als Former bevorzugt ein sogenannter Schrägsiebformer eingesetzt. Zur Strukturierung und/oder Perforierung des Vlieses kann das Formiersieb insbesondere auch mit aufgedruckten Erhebungen versehen sein. Durch ein strukturiertes Formiersieb erhalten die Fasern des Vlieses eine dreidimensionale Orientierung, die zu einer Strukturierung des Vlieses mit bestimmten physikalischen und visuellen Eigenschaften führt.

Zur Bildung eines mehrschichtigen Vlieses kann insbesondere auch ein Former mit einem Mehrschichtstoffauflauf eingesetzt wird. Dabei können die verschiedenen Vliesschichten insbesondere auch mit unterschiedlichen Faserarten erzeugt werden.

Dabei kann das Vlies in dem Former durch jedes dem Fachmann bekannte Ver- fahren, und zwar vorzugsweise durch ein Trockenverfahren, Nassverfahren und/oder ein Extrusionsverfahren, gebildet werden. Grundsätzlich sind auch beliebige Kombinationen solcher Vliesbildungsverfahren denkbar.

Anschließend, d.h. nach dessen Bildung im Former und vor der weiteren Entwäs- serung, kann das gebildete Vlies in einer Verfestigungseinrichtung verfestigt werden. Dabei kann die Verfestigung grundsätzlich nach jedem bekannten Verfahren durchgeführt werden und beispielsweise eine mechanische Verfestigung umfassen. Allerdings ist es bevorzugt, das Vlies nach dem Wasserstrahlverfestigungsverfahren zu einer Vliesstoff-Materialbahn zu verfestigen. Bei diesem Verfahren wird das gebildete Vlies durch ein Verschlingen von Fasern zu der Vliesstoff- Materialbahn verfestigt, das durch ein Verwirbeln erfolgt, indem insbesondere fokussierte Hochdruckwasserstrahlen auf das Vlies einwirken. Vorteilhafterweise kann das Vlies durch die Wasserstrahlbeaufschlagung gleichzeitig auch strukturiert und/oder perforiert werden. Durch eine entsprechende Strukturierung kann insbesondere eine Vliesstoff-Materialbahn mit einer dreidimensionalen Oberfläche erzeugt werden. Es können also auch gleichzeitig sowohl eine Verfestigung als auch eine Strukturierung und/oder Perforierung erfolgen. Eine Wasserstrahlverfestigung ist allerdings nicht zwingend und kann insbesondere dann entfallen, wenn die Vliesstoff-Faserstoffbahn in einem geschlossenen Zug, wie beispielsweise durch ein einziges Transferband, zumindest bis zur Bandpresse überführt wird.

Der Stoffeintrag in den Former kann i) zumindest teilweise aus Naturfasern, bevorzugt aus nördlichem gebleichtem Kraftzellstoff (NBKP), Laubholzzellstoff (LBKP), Zellstoff aus Abaca-Fasern oder Baumwolle, ii) zumindest teilweise aus künstlichen Fasern, bevorzugt aus Viskose, iii) zumindest teilweise aus synthetischen Fasern, bevorzugt aus Polyester oder Polyamid, iv) zumindest teilweise aus mineralischen Fasern, bevorzugt Glasfasern, v) zumindest teilweise aus Kohlenstofffasern und/oder vi) aus einer Mischung aus beliebigen der zuvor genannten Stoffe bestehen.

Dabei kann der Stoffeintrag in den Former vorteilhafterweise zumindest teilweise aus Fasern bestehen, die länger als 2 mm, bevorzugt länger als 3 mm und besonders bevorzugt länger als 4 mm sind und bis zu 40 mm lang sind. In dem Former wird die betreffende Faserstoffsuspension zur Bildung des Vlieses bevorzugt vollständig durch das flache oder strukturierte Formiersieb entwässert.

Grundsätzlich kann das in dem Former gebildete Vlies durch jede dem Fachmann bekannte Weise zu einem nachfolgenden Vorrichtungsteil transferiert werden. Beispielsweise kann die Vliesstoff-Materialbahn im Bereich eines Abnahmesaugkastens oder -rohres von dem Formiersieb des Formers auf das gleichzeitig als Transferband dienende innere Band übernommen werden, wobei der Abnahmesaugkasten bzw. das Abnahmerohr innerhalb der Schlaufe des umlaufenden inneren Bandes angeordnet ist. In einer dazu alternativen Ausführungsform kann die Vliesstoff-Materialbahn im Bereich einer Abnahmesaugwalze von dem Formiersieb des Formers auf das gleichzeitig als Transferband dienende innere Band übernommen werden, die innerhalb der Schlaufe des umlaufenden inneren Bandes angeordnet ist.

Unabhängig davon, wie das Vlies aus dem Former abgeführt wird, ist es bevorzugt, dass die Vliesstoff-Materialbahn in der Bahnlaufrichtung betrachtet unmittelbar hinter der Walze der Bandpresse direkt von dem inneren Band an die thermische Trocknungseinrichtung und vorzugsweise an deren ersten Trockenzylinder übergeben wird.

Gemäß einer weiteren bevorzugten und zweckmäßigen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird insbesondere zur Erzeugung einer Vliesstoff- Materialbahn mit einem Flächengewicht von größer als 50 g/m 2 , bevorzugt von größer als 80 g/m 2 und besonders bevorzugt von größer als 100 g/m 2 die

Vliesstoff-Materialbahn vor oder nach der Bandpresse zusätzlich über eine mit Vakuum beaufschlagte Saugwalze geführt.

Abschließend, d.h. nach dem letzten Trocknungsschritt, kann der Vliesstoff noch thermisch und/oder chemisch verfestigt werden, wenn dies die spätere Verwendung des Vliesstoffes erfordert.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung zur Herstellung eines Vliesstoffes, welche einen Former zur Bildung eines Vlieses, eine Bandpresse zur weiteren Entwässerung der aus dem Vlies entstehenden

Vliesstoff-Materialbahn sowie eine thermische Trocknungseinrichtung umfasst, mittels der die weiter entwässerte Vliesstoffbahn anschließend insbesondere bis auf den Endtrockengehalt getrocknet wird. Dabei umfasst die Bandpresse eine Walze, um die - zur Bildung eines in Laufrichtung der Vliesstoff-Materialbahn ver- längerten Pressnips oder Pressspalts - zumindest ein an der Walze anliegendes inneres Band und ein äußeres Pressband geschlungen sind. Die Vliesstoff- Materialbahn wird zusammen mit zumindest dem inneren Band und dem Pressband zwischen diesen liegend durch den verlängerten Pressnip bzw. Pressspalt hindurchgeführt. Das Pressband ist mit einer Bandspannung von zumindest 15 kN/m an die Walze pressbar und bevorzugt gepresst, wobei die Bandpresse in der Laufrichtung (L) der Vliesstoff-Materialbahn unmittelbar vor der thermischen Trocknungseinrichtung angeordnet ist.

Um die vorstehenden Vorteile in besonders hohem Ausmaß zu erreichen, ist es gemäß der vorliegenden Erfindung bevorzugt, dass die thermische Trocknungseinrichtung als Trocknungseinrichtung mit wenigstens einem Trockenzylinder ausgeführt und die Walze der Bandpresse zumindest teilweise unter dem in Bahnlaufrichtung betrachtet ersten Trockenzylinder dieser Trocknungseinrichtung angeordnet ist. Auf diese Weise wird eine besonders kompakte Vliesherstellungsvor- richtung erhalten.

Gute Ergebnisse werden diesbezüglich insbesondere erhalten, wenn die Vorrichtung als thermische Trocknungseinrichtung eine TAD- ("through air drying") bzw. Lufttrocknungseinrichtung, ein Flachbettofen oder ein Yankee-Zylinder umfasst. Dabei kann die Vliesstoff-Materialbahn durch eine solche thermische Trocknungseinrichtung insbesondere auf den Endtrockengehalt gebracht werden.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist die Walze der Bandpresse vollständig unter dem in Bahnlaufrichtung betrachtet ersten Trockenzylinder der thermischen Trocknungseinrichtung angeordnet. Auf diese Weise wird eine noch kompaktere Vliesherstellungsvorrichtung erhalten.

Gemäß einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es vorgesehen, dass die (Endlos)bänder der Bandpresse als gegenüber Trocknungsfluid und bevorzugt gegenüber Luft und/oder Wasser- dampf permeable (Endlos)bänder so ausgeführt sind, dass gleichzeitig mit dem Pressen der Vliesstoff-Materialbahn gegen die Walze bzw. gleichzeitig mit der mechanischen Druckbeaufschlagung der Vliesstoff-Materialbahn durch die Bandpresse, bevorzugt durch eine Druckdifferenz zwischen der Walze und dem äuße- ren Pressband, ein Trocknungsfluid durch die permeablen (Endlos)bänder und die Vliesstoff-Materialbahn strömen gelassen werden kann. Dabei ist, wie bereits erwähnt, die Walze der Bandpresse bei dieser Ausführungsform mit einer offenen Oberfläche ausgeführt. Zudem ist es bevorzugt, dass wenigstens ein um die Walze der Bandpresse geschlungenes (Endlos)band für Wasser permeabel ist bzw. so ausgestaltet ist, dass es Wasser aufnehmen kann, um das bei der in der Bandpresse stattfindenden mechanischen Pressung anfallende Wasser aufzunehmen und/oder durchlassen zu können.

Vorteilhafterweise ist die Vliesstoff-Materialbahn in dem verlängerten Pressnip der Bandpresse über das Trocknungsfluid und/oder oder davon getrennt mit Hitze beaufschlagbar. Zur vom Trocknungsfluid getrennten Beaufschlagung der

Vliesstoff-Materialabahn mit Hitze kann beispielsweise die Walze der Bandpresse und/oder zumindest ein durch deren verlängerten Pressnip geführtes Band beheizt sein. Alternativ oder zusätzlich ist es auch denkbar, die Vliesstoff-Materialbahn kurz vor deren Eintritt in die Bandpresse zu erhitzen.

Wie bereits ausgeführt, kann als Trocknungsfluid insbesondere Luft oder Wasser- dampf vorgesehen sein, wobei in dem Fall der Verwendung von Luft diese Umgebungstemperatur aufweisen oder als heiße Luft, insbesondere mit einer Temperatur in einem Bereich von 50°C bis 250°C, bevorzugt mit einer Temperatur in einem Bereich von 150°C bis 250°C und besonders bevorzugt mit einer Temperatur in einem Bereich von 175°C bis 225°C, wie beispielsweise mit einer Temperatur von etwa 200°C, vorgesehen sein kann. Wird als Trocknungsfluid Wasserdampf ver- wendet, so kann dieser insbesondere in einem Verhältnis Dampfgewicht/Gewicht der Vliesstoff-Materialbahn von bis zu 2 kg Dampf/kg Vliesstoff-Materialbahn und bevorzugt von 0,1 bis 1 kg Dampf/kg Vliesstoff-Materialbahn, wie beispielsweise 0,5 kg Dampf/kg Vliesstoff-Materialbahn, eingesetzt werden. Aus diesem Grund ist es erfindungsgemäß bevorzugt, dass die Vorrichtung so ausgestaltet ist, dass eines der vorstehend genannten Trocknungsfluide durch die permeablen Bänder und die Vliesstoff-Materialbahn strömen gelassen werden kann.

Insbesondere bei der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei der die Vorrichtung so ausgestaltet ist, dass in der Bandpresse gleichzeitig mit der mechanischen Druckbeaufschlagung ein Trocknungsfluid durch die Vliesstoff- Materialbahn gepresst werden kann, ist die Walze der Bandpresse zur Abgabe oder Aufnahme des Trocknungsfluids, wie vorstehend dargelegt, mit einer offenen Oberfläche ausgeführt. Dabei kann die Walze der Bandpresse bei dieser Ausfüh- rungsform insbesondere als eine Saugwalze oder als eine Blaswalze ausgestaltet sein.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Walze der Bandpresse als Saugwalze ausgeführt, wobei es bei dieser Aus- führungsform in Weiterbildung des Erfindungsgedankens vorgeschlagen wird, dass die Saugwalze so ausgeführt ist, dass das Trocknungsfluid vorzugsweise ausgehend von einer Trocknungsfluidhaube zumindest durch das permeable äußere Pressband, die Vliesstoff-Materialbahn und das permeable innere (End- los)band in die Saugwalze gesaugt werden kann. Zudem ist wenigstens ein (End- los)band bevorzugt so ausgeführt, dass neben dem Trocknungsfluid auch das in der Bandpresse entwässerte Wasser in die Saugwalze oder das permeable innere Band gesaugt bzw. geführt werden kann. Dabei ist die Saugwalze vorteilhafterweise so ausgestaltet, dass diese mit einem Unterdruck im Bereich von 0,25 bar bis 0,6 bar und bevorzugt von 0,30 bar bis 0,55 bar und besonders bevorzugt von etwa 0,45 bar beaufschlagbar ist. Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Walze der Bandpresse als Blaswalze ausgeführt, wobei die Walze bei dieser Ausführungsform besonders bevorzugt so ausgestaltet, dass das Trocknungsfluid ausgehend von der Blaswalze zumindest durch das permeable innere (Endlos)band, die Vliesstoff-Materialbahn und das permeable äußere Pressband vorzugsweise zu einer Haube geblasen werden kann. Zudem ist wenigstens ein (Endlos)band bevorzugt so ausgeführt, dass neben dem Trocknungsfluid auch das in der Bandpresse entwässerte Wasser in die Haube oder das per- meable äußere Band geblasen bzw. geführt werden kann. Bei dieser Ausführungsform ist die Vorrichtung bevorzugt so ausgestaltet, dass das Trocknungsfluid mit einem Druck im Bereich von 0,25 bar bis 0,6 bar und besonders bevorzugt von 0,30 bar bis 0,55 bar ausgehend von der Blaswalze durch das permeable innere (Endlos)band, die Vliesstoff-Materialbahn und das permeable äußere Pressband blasbar ist.

Vorteilhafterweise ist zumindest das äußere Pressband mit einer Bandspannung von 20 bis 100 kN/m, bevorzugt mit einer Bandspannung von 25 bis 75 kN/m und besonders bevorzugt mit einer Bandspannung von 40 bis 50 kN/m an die Walze der Bandpresse anpressbar.

Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn die Bandpresse so ausgeführt ist, dass auf die Vliesstoff-Materialbahn in der Bandpresse bzw. in dem verlängerten Pressnip der Bandpresse ein mechanischer Druck von weniger als 140 kPa, be- vorzugt von weniger als 100 kPa und besonders bevorzugt von weniger als 90 kPa auf die Vliesstoff-Materialbahn ausübbar ist.

Zudem hat es sich in bestimmten Fällen als vorteilhaft erwiesen, wenn die Bandpresse mit nur zwei die Walze umschlingenden (Endlos)bändern versehen und die Vliesstoff-Materialbahn zwischen diesen beiden (Endlos)bändern die Bänder be- rührend anordnenbar und bevorzugt angeordnet ist. In diesem Fall berührt sowohl das innere als auch das äußere Pressband die Vliesstoff-Materialbahn.

Allerdings kann die Bandpresse außer mit dem inneren und dem äußeren (End- los)band auch mit wenigstens einem weiteren die Walze mit einem vorgegebenen Umschlingungswinkel umschlingenden (Endlos)band versehen sein. Bei dieser Ausführungsform ist das wenigstens eine weitere (Endlos)band vorzugsweise zwischen dem äußeren Pressband und der Vliesstoff-Materialbahn anordnenbar bzw. angeordnet.

Ferner ist es bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung bevorzugt, dass die die Walze der Bandpresse umschlingenden (Endlos)bänder zumindest ein Vliesband und/oder zumindest ein Gewebeband umfassen. Dabei kann insbesondere das die Walze der Bandpresse umschlingende innere (Endlos)band als Filzband aus- geführt sein. Sofern die Vliesstoff-Materialbahn in dem verlängerten Pressnip der Bandpresse, was wie dargelegt bevorzugt ist, zusätzlich zu der Druckbeaufschlagung auch von einem Trocknungsfluid durchströmt wird, so kann mit Vorteil insbesondere ein in Strömungsrichtung betrachtet hinter der Vliesstoff-Materialbahn angeordnetes, diese vorzugsweise berührendes permeables (Endlos)band als Filzband ausgeführt sein.

Insbesondere bei einer zusätzlich durch ein Trocknungsfluid durchströmten Vliesstoff-Materialbahn sind bevorzugt alle um die Walze der Bandpresse geschlungenen (Endlos)bänder für das Trocknungsfluid permeabel bzw. durchlässig.

Als äußeres Pressband der Bandpresse kann beispielsweise ein zumindest im Wesentlichen glattes Band und bevorzugt ein glattes Formierband vorgesehen sein. In Weiterbildung des Erfindungsgedankens wird es vorgeschlagen, dass wenigstens ein die Vliesstoff-Materialbahn berührendes Band der Bandpresse und vorzugsweise zumindest das äußere Pressband als ein strukturiertes Band ausgeführt ist, durch das die Vliesstoff-Materialbahn entsprechend strukturierbar und/oder perforierbar ist.

Zudem ist es gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung vorgesehen, dass die die Walze der Bandpresse umschlingenden Bänder insbesondere im Fall einer als Saugwalze ausgeführten Walze und insbesondere in Strömungsrichtung des Trocknungsfluids betrachtet ein permeables Band, ein strukturiertes Formiersieb, ein Gewebeband und/oder ein Filzband umfassen.

Bevorzugt sind die (Endlos)bänder der Bandpresse über denselben Umschlin- gungswinkel um die Walze geschlungen.

Unabhängig davon, ob die Bänder den gleichen Umschlingungswinkel aufweisen oder nicht, ist es bevorzugt, dass der Umschlingungswinkel des inneren Bandes und/oder äußeren Pressbandes um die Walze in einem Bereich von 90° bis 180° und insbesondere in einem Bereich von 100° bis 120° liegt.

Von Vorteil ist insbesondere auch eine solche Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei der der Durchmesser der Walze der Bandpresse in einem Bereich von 500 mm bis 1400 mm und insbesondere in einem Bereich von 750 mm bis 1200 mm liegt.

In Weiterbildung des Erfindungsgedankens wird es vorgeschlagen, die Vorrichtung so auszugestalten, dass die Verweilzeit der Vliesstoff-Materialbahn in dem in der Bandpresse ausgebildeten Pressspalt in einen Bereich von 0,05 bis 0,5 Sek. einstellbar ist. Wird die Vliesstoff-Materialbahn in dem verlängerten Pressnip der Bandpresse - wie bevorzugt - zusätzlich zu der Druckbeaufschlagung auch von einem Trock- nungsfluid durchströmt, so ist die Vorrichtung vorzugsweise so ausgestaltet, dass in der Bandpresse eine Trocknungsfluidströmung in einem Bereich von 100 m 3 /(min " m 2 ) bis 300 m 3 /(min-m 2 ), bevorzugt von 150 bis 250 m 3 /(min m 2 ) und besonders bevorzugt von etwa 210 m 3 /(min m 2 ) erzeugbar ist.

Insbesondere zur Erzeugung einer Vliesstoff-Materialbahn mit einem Flächengewicht von größer als 50 g/m 2 , bevorzugt von größer als 80 g/m 2 und besonders bevorzugt von größer als 100 g/m 2 kann die Vliesstoff-Materialbahn vor oder nach der Bandpresse zusätzlich über eine mit Vakuum beaufschlagte Saugwalze geführt sein.

Grundsätzlich kann das in dem Former gebildete Vlies ohne Wasserstrahlverfesti- gung zu einer Vlies-Materialbahn verfestigbar ist.

Bei Bedarf kann es zudem vorgesehen sein, dass zwischen der Bandpresse und der thermischen Trocknungseinrichtung eine zusätzliche Entwässerungspresse angeordnet ist, in der bevorzugt eine Linienkraft in einem Bereich von 20 kN/m bis 100 kN/m und bevorzugt eine Linienkraft in einem Bereich von 50 kN/m bis 90 kN/m erzeugbar ist.

In Weiterbildung des Erfindungsgedankens wird es vorgeschlagen, dass der Former zur Bildung eines Vlieses von geringer Konsistenz als Schrägsiebformer und ferner so ausgeführt ist, dass das Vlies in dem Former auf einem glatten oder strukturierten, das Vlies entsprechend strukturierenden und /oder perforierenden Formiersieb mit einem Feststoffgehalt von 0,01 bis 0,1 Gew.-% bezogen auf 100 Gew.-% des erhaltenen Vlieses das Vlies gebildet wird. Zur Bildung eines mehrschichtigen Vlieses kann der Former insbesondere einen Mehrschichtstoffauflauf umfassen, der vorzugsweise zur Erzeugung der verschiedenen Vliesschichten mit unterschiedlichen Faserarten ausgeführt ist. Gemäß einer bevorzugten praktischen Weiterbildung der Erfindung ist das die Walze der Bandpresse umschlingende innere Band durch ein Transferband gebildet ist, auf das die Vliesstoff-Materialbahn im Bereich eines Abnahmesaugkastens oder -rohres von dem Formiersieb des Formers übernommen wird, wobei der Abnahmesaugkasten bzw. das Abnahmesaugrohr innerhalb der Schlaufe des umlaufenden inneren Bandes angeordnet ist.

Ferner ist es auch möglich, dass das die Walze der Bandpresse umschlingende innere Band durch ein Transferband gebildet ist, auf das die Vliesstoff- Materialbahn im Bereich einer Abnahmesaugwalze von dem Formiersieb des Formers übernommen wird, die innerhalb der Schlaufe des umlaufenden inneren Bandes angeordnet ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass die Vliesstoff-Materialbahn in der Bahnlaufrichtung betrachtet unmit- telbar hinter der Walze der Bandpresse direkt von dem inneren Band an die thermische Trocknungseinrichtung und vorzugsweise an deren ersten Trockenzylinder übergeben wird.

Vorzugsweise ist der Former so ausgestaltet, dass in diesem ein Vlies durch ein Trockenverfahren, ein Nassverfahren und/oder ein Extrusionsverfahren herstellbar ist. Der Former kann insbesondere auch so ausgestaltet sein, dass in diesem ein Vlies nach einer beliebigen Kombination solcher Vliesbildungsverfahren herstellbar ist. Zudem kann die Vorrichtung als Verfestigungseinrichtung stromabwärts des Formers, d.h. in der Bahnlaufrichtung nach dem Former, und stromaufwärts der Bandpresse, d.h. in der Bahnlaufrichtung vor der Bandpresse, eine Wasserstrahlverfestigungseinrichtung umfassen.

Alle vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen gelten gleichermaßen - und zwar unabhängig davon, ob diese explizit nur für das Verfahren oder nur für die Vorrichtung beschrieben worden sind - sowohl für das erfindungsgemäße Verfahren als auch für die erfindungsgemäße Vorrichtung.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher beschrieben; in dieser zeigen: eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausfüh rungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstel lung eines Vliesstoffes und

Fig. 2 eine schematische Darstellung einer weiteren beispielhaften

Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Die Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine beispielhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 zur Herstellung eines Vliesstoffes.

In der Vorrichtung 10 wird das Vlies in einem Former 28 nach einem bestimmten Verfahren oder einer beliebigen Kombination solcher Verfahren gebildet. Dabei kann das Vlies insbesondere durch ein Trockenverfahren, ein Nassverfahren und/oder ein Extrusionsverfahren gebildet werden. Grundsätzlich sind auch beliebige Kombinationen solcher Vliesbildungsverfahren denkbar. Der Former 28 kann zur Bildung eines Vlieses von geringer Konsistenz insbesondere als Schrägsiebformer und ferner so ausgeführt ist, dass das Vlies in dem Former 28 auf einem glatten oder strukturierten, das Vlies entsprechend strukturierenden und /oder perforierenden Formiersieb 14 mit einem Feststoffgehalt von 0,01 bis 0,1 Gew.-% bezogen auf 100 Gew.-% des erhaltenen Vlieses das Vlies gebildet wird.

Der Former 28 umfasst einen Stoffauflauf 20, bei dem es sich um einen Einschlicht- oder um einen Mehrschichtformer handeln kann. Wird ein Mehrschicht- stoffauflauf eingesetzt, so können die verschiedenen Vliesschichten insbesondere auch mit unterschiedlichen Faserarten erzeugt werden.

Das gebildete Vlies kann z.B. mittels einer Wasserstrahlverfestigungseinrichtung 32 verfestigt werden. Eine solche Wasserstrahl Verfestigung ist jedoch nicht in jedem Fall zwingend. Die aus dem Vlies entstehende und gegebenenfalls verfestigte Vliesstoff-Materialbahn 52 wird anschließend weiter entwässert. Die weiter entwässerte Vliesstoff-Materialbahn 52 wird anschließend mittels einer thermischen Trocknungseinrichtung 46 insbesondere bis auf den Endtrockengehalt getrocknet.

Die weitere Entwässerung der aus dem Vlies entstehenden und gegebenenfalls beispielsweise nach dem Wasserstrahlverfestigungsverfahren verfestigten

Vliesstoff-Materialbahn 52 umfasst erfindungsgemäß eine Entwässerung mittels einer Bandpresse 34, durch die die Vliesstoff-Materialbahn 52 nach dem Former 28 und vor deren Überführung zu der thermischen Trocknungseinrichtung 46 hindurch geführt wird.

Die Bandpresse 34 umfasst eine Walze 36, um die zur Bildung eines in Laufrichtung L der Vliesstoff-Materialbahn 52 verlängerten Pressnips oder Pressspaltes 38 über einen jeweiligen Umschlingungswinkel zumindest ein die Walze 36 berüh- rendes inneres Band 40 und ein äußeres Pressband 42 geschlungen ist, bei denen es sich, wie dargestellt, um umlaufende Endlosbänder handelt. Dabei wird die Vliesstoff-Materialbahn 52 zusammen mit zumindest dem inneren Band 40 und dem äußeren Pressband 42 zwischen diesen liegend durch den verlängerten Pressnip 38 geführt.

Das als Pressband dienende äußere umlaufende Endlosband 42 der Bandpresse 34 ist zur Erzeugung eines mechanischen Drucks auf die zwischen den beiden Endlosbändern 40, 42 liegende Vliesstoff-Materialbahn mit einer Bandspannung von zumindest 15 kN/m um die Walze 36 gespannt bzw. an diese Walze 36 ge- presst. Durch dieses Pressband 42 werden die Vliesstoff-Materialbahn und das die Walze 36 berührende innere umlaufende Endlosband 40 gegen die Walze 36 gepresst. Bevorzugt wird gleichzeitig mit der mechanischen Druckbeaufschlagung der Vliesstoff-Materialbahn durch das Pressband 42 der Bandpresse 34 ein Trock- nungsfluid durch die Endlosbänder 40, 42 und die Vliesstoff-Materialbahn 52 gepresst, und zwar durch Erzeugen einer Druckdifferenz zwischen der Walze 36 und dem äußeren Pressband 42. Um dies zu ermöglichen, sind die Endlosbänder 40, 42 in dem vorliegenden Fall für das Trocknungsfluid permeabel, d.h. für das

Trocknungsfluid durchlässig, ausgestaltet. Zudem ist die Walze 36 der Bandpresse 34 bei dieser Ausführungsform zur Abgabe oder Aufnahme des Trocknungsflu- ids mit einer offenen Oberfläche versehen. Zudem ist es bevorzugt, dass wenigstens ein um die Walze der Bandpresse geschlungenes Endlosband 40, 42 für Wasser permeabel ist bzw. so ausgestaltet ist, dass es Wasser aufnehmen kann, um das bei der in der Bandpresse 34 stattfindenden mechanischen Pressung anfallende Wasser aufzunehmen und/oder durchlassen zu können. Die Vliesstoff-Matenalbahn kann in dem verlängerten Pressnip 38 der Bandpresse 34 über das Trocknungsfluid und/oder davon getrennt mit Hitze beaufschlagt sein. Eine vom Trocknungsfluid getrennte Beaufschlagung der Vliesstoff-Materialbahn mit Hitze kann z.B. über die Walze 36 der Bandpresse, zumindest eines der um- laufenden Bänder 40, 42 und/oder dadurch erfolgen, dass die Materialbahn kurz vor dem Eintritt in die Bandpresse 34 erhitzt wird.

Als Trocknungsfluid kann insbesondere Luft oder Wasserdampf verwendet werden, wobei als Trocknungsluft Luft bei Umgebungstemperatur oder auch heiße Luft eingesetzt werden kann.

Dabei kann die Walze 36 der Bandpresse 34 insbesondere als Saugwalze oder als Blaswalze ausgeführt sein. Im Fall einer Saugwalze wird das Trocknungsfluid ausgehend von einer Trocknungsfluidhaube zumindest durch das permeable äu- ßere Endlosband 42, die Vliesstoff-Materialbahn und das permeable innere Endlosband 40 in die Saugwalze gesaugt bzw. geführt.

Im Fall einer Blaswalze wird das Trocknungsfluid ausgehend von der Blaswalze zumindest durch das permeable innere Endlosband 40, die Vliesstoff-Materialbahn und das permeable äußere Endlosband 42 in die Haube geblasen bzw. geführt.

Die Bandpresse 34 kann, wie dargestellt, beispielsweise mit nur zwei die Walze 36 umschlingenden Endlosbändern 40, 42 versehen sein. Die zwischen diesen Endlosbändern 40, 42 liegende Vliesstoff-Materialbahn wird in diesem Fall von den beiden Endlosbändern 40, 42 berührt.

Grundsätzlich kann die Bandpresse 34 jedoch außer dem inneren und dem äußeren Endlosband 40, 42 auch mit wenigstens einem weiteren, die Walze 36 über einen bestimmten Umschlingungswinkel umschlingenden Endlosband versehen sein. Dabei kann wenigstens ein solches weiteres Endlosband beispielsweise zwischen dem äußeren Endlosband 42 und der Vliesstoff-Materialbahn angeordnet sein.

Bevorzugt umfassen die die Walze 36 der Bandpresse 34 umschlingenden End- losbänder 40, 42 zumindest ein Filzband und/oder zumindest ein Gewebeband. Dabei kann insbesondere als das die Walze 36 der Bandpresse 34 umschlingende innere Endlosband 40 ein Filzband vorgesehen sein. Wird die Vliesstoff- Materialbahn in der Bandpresse 34 bevorzugt zusätzlich durch ein Trocknungsflu- id beaufschlagt, so ist zumindest in der Strömungsrichtung des Trocknungsfluids hinter der Vliesstoff-Materialbahn wenigstens ein Filzband vorgesehen.

Insbesondere in dem Fall, dass die Vliesstoff-Materialbahn in der Bandpresse 34, was bevorzugt ist, zusätzlich mit einem Trocknungsfluid beaufschlagt wird, sind, wie bereits erwähnt, alle um die Walze 36 der Bandpresse 34 geschlungenen Endlosbänder 40, 42 für das Trocknungsfluid permeabel bzw. durchlässig ausgeführt.

Als äußeres Endlosband 42 der Bandpresse 34 kann beispielsweise ein zumindest im Wesentlichen glattes Band, insbesondere glattes Formierband, verwendet werden.

In bestimmten Fällen ist es von Vorteil, wenn wenigstens ein die Vliesstoff- Materialbahn berührendes Endlosband 40, 42 und vorzugsweise zumindest das äußere Pressband 42 der Bandpresse 34 als ein strukturiertes Band ausgeführt ist, durch das die Vliesstoff-Materialbahn entsprechend strukturiert und/oder perforiert wird.

Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung umfassen die die Walze 36 der Bandpresse 34 umschlingenden Endlosbänder 40, 42 insbe- sondere im Fall einer als Saugwalze ausgeführten Saugwalze und insbesondere in Strömungshchtung des Trocknungsfluids betrachtet ein permeables Endlosband, ein strukturiertes Formiersieb, ein Gewebeband und ein Filzband. Grundsätzlich können jedoch auch weniger oder mehr Endlosbänder und/oder die Endlosbänder in einer anderen Reihenfolge als die soeben erwähnt vorgesehen sein.

Die Endlosbänder 40, 42 der Bandpresse können insbesondere über denselben Umschlingungswinkel um die Walze 36 geschlungen sein.

Nach der Bandpresse 34 kann die Vliesstoff-Materialbahn durch wenigstens eine thermische Trocknungseinrichtung 46, wie insbesondere eine TAD- ("through air drying") bzw. Lufttrocknungseinrichtung, ein Flachbettofen oder ein Yankee- Zylinder, geführt werden. Dabei kann die Vliesstoff-Materialbahn in einer solchen thermischen Trocknungseinrichtung 46 insbesondere bis auf den Endtrockengehalt getrocknet werden.

In dem bevorzugt als Schrägsiebformer ausgeführten Former 28 kann das Vlies mit geringer Konsistenz mit einem Feststoffgehalt von insbesondere 0,01 bis 0,1 % auf einem glatten oder strukturierten, das Vlies entsprechend strukturierenden und/oder perforierenden Formiersieb 14 gebildet werden.

Auch durch die gegebenenfalls vorgesehene Wasserstrahlverfestigungseinrichtung 32 kann das Vlies gleichzeitig strukturiert und/oder perforiert werden. Eine solche Wasserstrahlverfestigungseinrichtung 32 ist demzufolge insbesondere in solchen Fällen bevorzugt, in denen das Vlies bzw. die Vliesstoff-Materialbahn zusätzlich strukturiert und/oder perforiert werden soll.

Der Stoffeintrag in den Former 28 kann i) zumindest teilweise aus Naturfasern, wie insbesondere aus nördlichem gebleichtem Kraftzellstoff (NBKP), Laubholzzellstoff (LBKP), Zellstoff aus Abaca-Fasern, Baumwolle oder dergleichen, ii) zumindest teilweise aus künstlichen Fasern, wie insbesondere aus Viskose oder dergleichen, iii) zumindest teilweise aus synthetischen Fasern, wie insbesondere aus Polyester, Polyamid oder dergleichen, iv) zumindest teilweise aus mineralischen Fasern, wie insbesondere Glasfasern oder dergleichen, v) zumindest teilweise aus Kohlenstofffasern und/oder vi) aus einer Mischung aus beliebigen der zuvor genannten Stoffen bestehen.

Vorteilhafterweise besteht der Stoffeintrag in den Former 28 zumindest teilweise aus Fasern, die bis zu 40 mm lang sind. Insbesondere zur Erzeugung einer Vliesstoff-Materialbahn mit einem Flächengewicht von größer als 50 g/m 2 , bevor- zugt von größer als 80 g/m 2 und besonders bevorzugt von größer als 100 g/m 2 kann die Vliesstoff-Materialbahn vor oder nach der Bandpresse 34 über eine mit Vakuum beaufschlagte Saugwalze geführt sein.

Im Anschluss an die Bandpresse 34 kann zusätzlich eine Entwässerungspresse 58 vorgesehen sein, die im vorliegenden Fall als Walzenpresse ausgeführt ist. Eine solche zusätzliche Entwässerungspresse 58 ist jedoch ebenfalls nicht zwingend.

Erfindungsgemäß ist die Bandpresse 34 in Laufrichtung L der Vliesstoff- Materialbahn 52 betrachtet unmittelbar vor der thermischen Trocknungseinrichtung 46 angeordnet.

Die thermische Trocknungseinrichtung 46 kann z.B. als Trocknungseinrichtung mit wenigstens einem Trockenzylinder 54 ausgeführt sein. Bei der vorliegenden Aus- führungsform ist als thermische Trocknungseinrichtung 46 beispielsweise eine

TAD- bzw. Lufttrocknungseinrichtung mit nicht mehr als einem Trockenzylinder 54 vorgesehen. Im Fall einer thermischen Trocknungseinrichtung 46 mit einem oder mehreren Trockenzylindern ist die Walze 36 der Bandpresse 34 bevorzugt zumindest teilweise unter dem in Bahnlaufrichtung L betrachtet ersten Trockenzylinder dieser Trocknungseinrichtung, im vorliegenden Fall zumindest teilweise unter dem einzigen Trockenzylinder 54 der TAD- bzw. Lufttrocknungseinrichtung angeordnet. Die Walze 36 der Bandpresse 34 kann insbesondere auch vollständig unter dem ersten Trockenzylinder, hier dem einzigen Trockenzylinder 54angeordnet sein. Auf diese Weise wird - wie erwünscht - eine besonders kompakte Vliesherstellungs- Vorrichtung erhalten.

Wie in der Fig.1 dargestellt, kann das die Walze 36 der Bandpresse 34 umschlingende innere Band 40 durch ein Transferband gebildet sein, auf das die Vliesstoff- Materialbahn 52 im Bereich eines Saugkastens oder -rohres 16 von dem Formier- sieb 14 des Formers 28 übernommen und durch das die Vliesstoff-Materialbahn 52 der Bandpresse 34 zugeführt wird, bevor die Materialbahn zusammen mit diesem inneren Band 40 und dem äußeren Pressband 42 zwischen diesen liegend durch den verlängerten Pressnip 38 der Bandpresse 34 geführt wird. Dabei ist der Saugkasten bzw. das Saugrohr 16 innerhalb der Schlaufe des umlaufenden inne- ren Bandes 40 angeordnet.

Die Vliesstoff-Materialbahn 52 wird in der Bahnlaufrichtung L betrachtet unmittelbar hinter der Walze 36 der Bandpresse 34 direkt von dem inneren Band 40 an die thermische Trocknungseinrichtung 46 und vorzugsweise direkt an deren ersten Trockenzylinder, hier beispielweise den einzigen Trockenzylinder 54 einer TAD- bzw. Lufttrocknungseinrichtung, übergeben.

Die Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung eine weitere beispielhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10. Auch hier ist das die Walze 36 der Bandpresse 34 umschlingende innere Band 40 wieder durch ein Transferband gebildet, auf das die Vliesstoff-Materialbahn 52 von dem Formiersieb 14 des Formers 28 übernommen und durch das die Vliesstoff-Materialbahn 52 der Bandpresse 3 zugeführt wird, bevor die Materialbahn 52 zusammen mit diesem inneren Band 40 und dem äußeren Pressband 42 zwischen diesen liegend durch den verlängerten Pressnip 38 der Bandpresse 34 geführt wird. Im Unterschied zur Ausführungsform gemäß Fig. 1 erfolgt die Übernahme der Vliesstoff-Materialbahn 52 von dem Formiersieb 14 des Formers 28 auf das innere Band 40 im vorliegenden Fall jedoch im Bereich einer Abnahmesaugwalze 18. Auch diese Abnahmesaugwalze 18 ist wieder innerhalb der Schlaufe des umlaufenden inneren Bandes 40 angeordnet ist. Im Übrigen entspricht die vorliegende Ausführungsform gemäß der Fig.2 der gemäß Fig. 1 .

Einander entsprechenden Teilen sind gleiche Bezugszeichen zugeordnet.

Bezugszeichenliste

10 Vorrichtung

14 Fomiersieb

16 Saugrohr/Saugkasten

18 Abnahmesaugkasten oder -rohr

20 Stoffauflauf

28 Former

32 Wasserstrahlverfestigungseinrichtung 34 Bandpresse

36 Walze

38 verlängerter Pressnip bzw. Pressspalt

40 inneres Band, Transferband

42 äußeres Pressband

46 thermische Trocknungseinrichtung (TAD)

52 Vliesstoff-Materialbahn

54 Trockenzylinder

58 Entwässerungspresse L Bahnlaufrichtung