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Title:
METHOD FOR COMPRESSION SHRINKING OF A TEXTILE MATERIAL WEB
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2003/008693
Kind Code:
A1
Abstract:
A method for compression shrinking of a textile material web on a rubber strip shrinking unit, depending on a separately determined set shrinking value is disclosed. The thread density of the material web (20) running through the shrinking unit is measured with a thread counter (11). The set shrinking value is controlled depending on the measured value for the thread density of the running material web (20). According to the invention, a compensation for the thread density is possible even with extreme shrinkage requirement and/or extremely variable initial thread density, whereby the compression force of the rubber strip (13) on the corresponding shrinkage cylinder (14) is controlled, depending on the measured thread density.

Inventors:
Hampel, Roland (Am Connenfeld 13 Übach-Pahlenberg, 52531, DE)
Application Number:
PCT/DE2002/002375
Publication Date:
January 30, 2003
Filing Date:
July 01, 2002
Export Citation:
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Assignee:
A. MONFORTS TEXTILMASCHINEN GMBH & CO (Schwalmstrasse 301 Mönchengladbach, 41238, DE)
Hampel, Roland (Am Connenfeld 13 Übach-Pahlenberg, 52531, DE)
International Classes:
D06C21/00; (IPC1-7): D06C21/00
Attorney, Agent or Firm:
Von Creytz, Dietrich (Tannenweg 25 Wegberg, 41844, DE)
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Description:
Verfahren zum Kompressivkrumpfen einer textilen Stoffbahn Beschreibung : Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kompressivkrumpfen einer textilen Stoffbahn-insbesondere aus Web-oder Maschenware-auf einer Gummiband- Krumpfanlage (mit zwischen Gummiband und Krumpfzylinder zu krumpfender Stoffbahn) zwecks Einstellung eines Soll-Krumpfwerts, wobei die Fadendichte der durch die Krumpfanlage laufenden Stoffbahn gemessen und auf einen in Bahnlängsrichtung im Wesentlichen konstanter Wert geregelt wird.

Ein Verfahren dieser Art wird beschrieben in DE 43 23 715 C1. Ein Merkmal des bekannten Verfahrens ist es, die Krumpfung unabhängig von der Fadendichte der einlaufenden Bahn so zu regeln, daß die Fadendichte am Auslauf der Krumpfanlage einen vorgegebenen, überall gleichen Wert erhält. Dieses Ergebnis soll im Bekannten dadurch erreicht werden, daß man die Geschwindigkeit des der eigentlichen Krumpfmaschine nachgeschalteten Aggregats entsprechend der Abweichung der Fadendichte von einem Normwert regelt. Bei Anwendung stellte sich heraus, daß die Regelung der Geschwindigkeit eines dem eigentlichen Krumpfaggregats nachgeschalteten Maschinenglieds nicht immer ausreicht, eine gleichmäßige Fadendichte bei ausreichender Kompressivkrumpfung zu erzielen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Fadendichte der Stoffbahn so regelbar zu machen, daß auch bei Extremfällen eine ausreichende Kompressivkrumpfung und überall gleiche Fadendichte der die Maschine verlassenden Stoffbahn zu erreichen ist.

Die erfindungsgemäße Lösung besteht für das eingangs genannte Verfahren zum Kompressivkrumpfen einer textilen Stoffbahn auf einer Gummiband-Krumpfanlage, bei die Fadendichte der Stoffbahn auf einem im Wesentlichen konstanten Wert zu regeln ist, darin, daß die Anpreßkraft des Gummibands an den zugehörigen Krumpfzylinder geregelt wird. Erfindungsmäßig soll also das Gummiband-in der Fadensprache heißt es auch : Gummituch-mehr oder weniger stark an den Krumpfzylinder angepreßt werden. Die Zug-bzw. Längsspannung des Gummibands bleibt dagegen im Wesentlichen-jedenfalls bei der erfindungsgemäßen Regelung-konstant.

Durch die erfindungsgemäße Möglichkeit, die Anpreßkraft des Gummibandes an den zugehörigen Krumpfzylinder im Sinne eines Ausgleichs der Fadendichte und eines beliebig voreinstellbaren Krumpfwertes zu regeln, können textile Stoffbahnen - sowohl Gewebe als auch Maschenware-auch bei extrem ungleicher Fadendichte der einlaufenden Bahn und/oder bei extremem Krumpferfordernis so behandelt werden, daß die Ware die Maschine ausreichend gekrumpft und mit überall gleicher Fadendichte verläßt.

Anhand der schematischen Zeichnung von Ausführungsbeispielen werden Einzelheiten der Erfindung erläutert. Es zeigen Fig. 1 eine Schemazeichnung einer. Kompressiv-Krumpfanlage für Webware ; und Fig. 2 eine Schemazeichnung einer Kompressiv-Krumpfanlage für Maschenware.

In der Behandlungsstraße einer Krumpfanlage für Webwaren nach Fig. 1 folgen aufeinander eine Einzugswalze 1 mit zugehörigem Antrieb, eine Dämpftrommel 2, ein Breitstreckfeld 3, ein insgesamt mit 4 bezeichnetes Gummiband- Krumpfaggregat mit Antrieb 5, ein Filzkalander 6 mit Antrieb 7, eine Kühltrommel 8 und ein kombinierter Tafler/Wickler 9 mit Antrieb 10.

Erfindungsgemäß wird die Ist-Fadendichte, bei Webware insbesondere die Schußdichte, mit Hilfe eines Fadenzählers 11 gemessen. Im Ausführungsbeispiel wird der Fadenzähler 11 dem Krumpfaggregat 4 so räumlich zugeordnet, daß er die Fadendichte auf einem Abschnitt der in Pfeilrichtung 12 transportierten Stoffbahn 20 im Anschluß an das Krumpfaggregat 4 mißt. Der Fadenzähler 11 kann nach Fig. 1 laufend die Fadendichte der frisch gekrumpften Stoffbahn messen.

Nach der eingangs genannten DE 43 23 715 C1 stehen das Schrumpfvermögen und die Fadendichte einer unbehandelten textilen Stoffbahn in direktem Zusammenhang. Variiert also die Ist-Fadendichte in Bahnlängsrichtung nach der Behandlung so muß die Kompressivkrumpfung entsprechend-im Sinne eines Ausgleichs der Fadendichte in Bahnlängsrichtung oder der Anpassung an einen Sollwert-geändert werden. Hierzu wird erfindungsgemäß im Krumpfaggregat 4 die Anpreßkraft des Gummibands 13 gegen den Krumpfzylinder 14 verändert bzw. geregelt. Zu diesem Zweck wird im Ausführungsbeispiel die in Transportrichtung 12 erste Führungswalze 15 des Gummibands 13 etwa radial in Bezug auf den Krumpfzylinder 14 in Pfeilrichtung 16, also quer zur Achse der jeweiligen Walze 15, mit Hilfe eines entsprechenden Querantriebs 17 verstellbar gemacht.

Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 gibt der Fadenzähler 11, wenn er eine Ist- Fadendichte abweichend von der Norm feststellt, einen Regelimpuls längs einer Leitung 18 auf den Querantrieb 17 der Führungswalze 15 des Gummibands 13.

Dadurch wird die Führungswalze 15 in der Pfeilrichtung 16 (in oder gegen den Pfeil) verstellt und dementsprechend die Anpreßkraft des Gummibands 13 an den Krumpfzylinder 14 verändert. Bei einer im Fadenzähler 11 gemessenen Ist- Fadendichte, die höher als eine vorgegebene Soll-Fadendichte ist, wird die Anpreßkraft des Gummibands 13 relativ vermindert. Demgegenüber wird bei im Fadenzähler 11 gemessener geringerer Ist-Fadendichte im Vergleich zum Soll- Wert die Anpreßkraft des Gummibands 13 relativ erhöht. In die Leitung 18 kann zu diesem Zweck ein Regelglied 19 eingeschaltet werden.

Im ersten Fall besitzt die Stoffbahn 20 wegen der höheren Fadendichte ein geringeres Schrumpfvermögen/-erfordernis als das den Sollwert definierende Probestück, während im anderen Fall wegen der im Vergleich zum Probestück geringeren Ist-Wert der Fadendichte der fraglich Stoffbahnbereichs ein relativ hohes Schrumpfvermögen besitzt. Die erfindungsgemäß gekrumpfte und auf eine überall gleiche Fadendichte eingestellte Stoffbahn 20 wird am Ende der Anlage beispielsweise entweder auf einen Ballen 21 aufgerollt oder auf einen Stapel 22 abgetafelt.

Fig. 2 zeigt eine Kompressivkrumpfanlage, die vorzugsweise für die Behandlung von Maschenware einzusetzen ist. Gleiche oder entsprechende Teile werden in Fig. 2 ebenso wie in Fig. 1 bezeichnet. In der Anlage nach Fig. 2 folgen aufeinander die Einzugswalze 1, eine Dämpftrommel 23, das Gummiband- Krumpfaggregat 4 sowie eine Heiztrommel 24 mit Antrieb 25 und schließlich eine insgesamt mit 26 bezeichnete Auslaufkombination, die den technischen Anforderungen unter Berücksichtigung der leichten Dehnbarkeit von Maschenware anzupassen ist. In der gezeichneten Auslaufkombination 26 wird die Stoffbahn 20 zum Teil über ein Transportband 27 geleitet, um zu vermeiden, daß sie sich unnötig dehnt. Am Schluß läuft die Stoffbahn 20 in einer Zweiwalzensteigdocke 28 auf einen Ballen 29.

Das erfindungsgemäße Funktionsprinzip nach Fig. 2 ist das gleiche wie in Fig. 1.

Mit einem vom Fadenzähler 11 über eine Leitung 18 und ein Regelglied 19 gelieferten Impuls wird der Querantrieb 17 der Führungswalze 15 des Gummibands 13 gesteuert bzw. geregelt. Ersichtlich tritt die Heiztrommel 24 bei der Bearbeitung von Maschenware an die Stelle des Filzkalanders 6.

Bezugszeichenliste : 1 = Einzugswalze 2 = Dämpftrommel 3 = Breistreckfeld 4 = Gummiband-Krumpfaggregat 5 = Antrieb (4) 6 = Filzkalander 7 = Antrieb (6) 8 = Kühltrommel 9 = Tafler/Wickler 10 = Antrieb (9) 11 Fadenzähler 12 Pfeilrichtung 13 = Gummiband 14 = Krumpfzylinder 15 = Führungswalze (13) 16 = Pfeilrichtung 17 = Querantrieb (15) 18 = Leitung 19 = Regelgleid (18) 20 = Stoffbahn 21 = Ballen 22 = Stapel 23 = Dämpftrommel 24 = Heiztrommel 25 = Antrieb<BR> 26 = Auslaufkombination 27 = Transportband 28 Zweiwalzensteigdocke 29 = Ballen