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Patent Searching and Data


Title:
METHOD, COMPUTER PROGRAM PRODUCT, AND CHANGING STATION FOR TRACKING A PROCESS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/124209
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method for tracking processes and/or services, which concern at least one object, wherein a reading device detects data or attributes of a data carrier associated with the object or the container of the object, wherein the data describe the object, comprising the following steps: a) identifying the object by detecting the data of the data carrier by means of the reading device and b) detecting a process or a service and/or the data of the object obtained thereby, is further developed in that between the steps a) and b) a selection of processes and/or services from a plurality is made according to the detected data, and the selection is offered to an operating person to be carried out. The invention further relates to a computer program product for setting up a computer system with regard to programming and a changing station for carrying out the method.

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Inventors:
HAMMELBACHER, Stephan (Raiffeisenstrasse 3, Holzkirchen, 83607, DE)
Application Number:
DE2011/000364
Publication Date:
October 13, 2011
Filing Date:
April 06, 2011
Export Citation:
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Assignee:
HAMMELBACHER, Stephan (Raiffeisenstrasse 3, Holzkirchen, 83607, DE)
International Classes:
G05B19/042
Attorney, Agent or Firm:
NIEDLICH, Thorsten (Marktplatz 17, Holzkirchen, 83607, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Prozessverfolgung von Vorgängen und/oder Leistungen, die wenigstens ein Objekt (F; M) betreffen, bei dem ein Lesegerät (7; 8; 9) einen dem Objekt (F; M) zugeordneten Datenträger (12) mit Daten erfasst, die das Objekt (F; M) und/oder dessen Eigenschaften beschreiben, mit den folgenden Schritten: a) Identifizieren des Objekts (F; ) durch Erfassen der Daten des Datenträgers (12) durch das Lesegerät (7; 8; 9), b) Erfassen eines Vorgangs bzw. einer Leistung und/oder der dadurch gewonnenen Daten des Objekts (F; M) bzw. seiner Eigenschaften, wobei nach der Identifikation des Objekts (F; M) in Schritt a) in einem anschließenden Schritt ai) eine Auswahl von Vorgängen und/oder Leistungen aus einer Mehrzahl von Vorgängen und/oder Leistungen in Abhängigkeit der erfassten Daten getroffen wird, die in einem Schritt aii) zur Durchführung im Schritt b) angeboten werden.

2. Verfahren nach dem obigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Schritt a) eine Teilmenge der Daten der Datenbank auf einem Arbeitsrechner zwischengespeichert, im Schritt b) zur Dokumentation der erfassten Vorgänge und/oder durchgeführter Leistungen ggf. geändert und anschließend in einem Schritt d) mit der Datenbank synchronisiert wird.

3. Verfahren nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt a) zu Identifikation des Objekts (F; M) der zugehörige Datenträger (12) in einen Arbeitsbereich (10) verbracht wird.

4. Verfahren nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Position des Objekts (F; M) in einem Arbeitsbereich (10) erfasst wird und auf eine Auswahl von Vorgängen und/oder Leistungen in einem Schritt d) hin eine Plausibilitätsprüfung der Zuordnung des Datenträgers (12) zum jeweiligen Objekt (F; M) erfolgt.

5. Verfahren nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Erfassen eines Vorgangs bzw. einer Leistung und/oder der dadurch gewonnenen Daten in Schritt b) in einem weiteren Schritt e) eine maschinelle Dokumentation des Vorgangs bzw. der Leistung bzw. der Daten erfolgt.

6. Computerprogrammprodukt zur programmtechnischen Einrichtung eines Computersystems (2) mit einem Rechner, mit einem Bedienterminal, mit einem Drucker (4) und mit Schnittstellen zu einem Lesegerät (7; 8; 9) zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der obigen Ansprüche mit den folgenden Schritten:

a) Identifizieren des Objekts (F; M) durch Erfassen der Daten des Datenträgers (12) durch das Lesegerät (7; 8; 9),

b) Erfassen eines Vorgangs bzw. einer Leistung und/oder der dadurch gewonnenen Daten des Objekts (F; M) bzw. seiner Eigenschaften,

wobei nach der Identifikation des Objekts (F; M) in Schritt a) in einem anschließenden Schritt ai) eine Auswahl von Vorgängen und/oder Leistungen aus einer Mehrzahl von Vorgängen und/oder Leistungen in Abhängigkeit der erfassten Daten getroffen wird, die in einem Schritt aii) zur Durchführung im Schritt b) angeboten werden.

7. Computerprogrammprodukt nach dem obigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ausschließlich die Daten einer Lokalität (3; 16) des Objekts (F; M) erfasst werden.

8. Computerprogrammprodukt nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Eingabe von Befehlen oder Daten akustische Sprachbefehle einer Bedienperson verarbeitet werden.

9. Computerprogrammprodukt nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswahl von Vorgängen und/oder Leistungen durch vom Lesegerät (7; 8; 9) auslesbare Kommandokarten (30) erfolgt.

10. Computerprogrammprodukt nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingabe von Daten durch Widgets erfolgt.

1 1. Wechselstation zur Durchführung des oben genannten Verfahrens zur Prozessverfolgung von Vorgängen und/oder Leistungen, die wenigstens ein Objekt (F; M) betreffen, mit einer Arbeitsfläche (10) zum Durchführen der Vorgänge und/oder Erbringen Leistungen, mit wenigstens einem Lesegerät (7, 8, 9) zum Erfassen von Daten, die auf Datenträgern (12) des Objekts (F; M) abgespeichert sind,

mit einem Computersystem (2) zum Speichern von Datensätzen, die das Objekt (F; M) und/oder dessen Eigenschaften betreffen, und

mit einer Eingabeschnittstelle zum Auswählen von durchzuführenden Vorgängen und/oder zu erbringenden Leistungen,

dadurch gekennzeichnet, dass das Lesegerät (7; 8; 9) auf die Arbeitsfläche (10) wirkt.

12. Wechselstation nach Anspruch 11 , gekennzeichnet durch ein Lesegerät (7, 8, 9) mit einer begrenzten Reichweite.

13. Wechselstation nach Anspruch 11 oder 12, gekennzeichnet durch Kommandokarten (30), die durch das Lesegerät (7, 8, 9) lesbar sind, als Eingabeschnittstelle.

14. Isolator als Wechselstation nach einem der Ansprüche 11 bis 13 mit einem Zelt (50), gekennzeichnet durch eine flexible durchsichtige Teilfläche des Zelts (50) und durch eine separate Tastatur außerhalb des Zelts (50), die über die Teilfläche des Zelts (50) bedienbar ist, als Eingabeschnittstelle.

15. Wechselstation nach dem obigen Anspruch, gekennzeichnet durch einen Handschuheingriff oder Teile des Handschuheingriffs als flexible durchsichtige Teilfläche des Zelts (50) und durch Mittel zur Positionierung der separaten Tastatur am Unterarm einer Bedienperson.

16. Wechselstation nach einem der Ansprüche 11 bis 15, gekennzeichnet durch eine Ausgabeschnittstelle zum maschinellen Ausgeben von Dokumentationsdatensätzen zur Dokumentation der erfassten Vorgänge und/oder erbrachten Leistungen.

17. Wechselstation nach dem obigen Anspruch, gekennzeichnet durch ein Lesegerät (7; 8; 9) zusätzlich als Ausgabeschnittstelle zur drahtlosen Übertragung des Dokumentationsdatensatzes, insbesondere zur Anzeige des Dokumentationsdatensatzes auf einer Anzeigeeinrichtung eines Behälters.

18. Wechselstation nach Anspruch 17, gekennzeichnet durch eine Anzeigeeinrichtung, die nach Trennung von der Ausgabeschnittstelle den Inhalt des übertragenen Dokumentationsdatensatzes anzeigt.

19. Wechselstation nach Anspruch 18, gekennzeichnet durch ein batteriegetriebenes Etikett mit einer LCD-Anzeige oder elektronisches Papier als Anzeigeeinrichtung des Behälters (3).

20. Wechselstation mit Regalen (16) zur Aufnahme der Behälter (3) in Reihen nebeneinander und in Spalten übereinander, gekennzeichnet durch einen Inventurwagen (100) mit jeweils einer Antenne (A1 ; A2; ...) je Reihe, einem Computer (102) zum Zwischenspeichern erfasster Daten der Datenträger (11 ; 12; 13) der Behälter (3) und mit einer Ausgabeschnittstelle zur Synchronisation der erfassten Daten mit einer Datenbank.

Description:
Verfahren, Computerprogrammprodukt und Wechselstation zur

Prozessverfolgung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Prozessverfolgung von Vorgängen und/oder von Leistungen, die wenigstens ein Objekt betreffen, bei dem ein Lesegerät Daten bzw. Attribute eines dem Objekt oder seinem Behälter zugeordneten Datenträgers erfasst, wobei die Daten das Objekt bzw. dessen Eigenschaften beschreiben. Das Verfahren umfasst die folgenden Schritte:

a) Identifizieren des Objekts durch Erfassen der Daten des Datenträgers durch das Lesegerät und

b) Erfassen eines Vorgangs bzw. einer Leistung und/oder der dadurch gewonnenen, geänderten oder ggf. auch unveränderten Daten des Objekts bzw. seiner Eigenschaften.

Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung und ein Computersystem zur Durchführung des Verfahrens sowie ein Computerprogrammprodukt zur programmtechnischen Einrichtung eines derartigen Computersystems. Außerdem betrifft die Erfindung eine Wechselstation zur Durchführung und Prozessverfolgung von Vorgängen und/oder Leistungen.

Eine Prozessverfolgung von Vorgängen und/oder von Leistungen ist z. B. in Krankenhäusern mit Patienten als Objekten oder in der genetischen Forschung erforderlich, wo mit Versuchstieren als Objekten gearbeitet wird. Objekte können folglich Patienten, Versuchstiere, aber auch Bakterien oder Viren in einer Petrischale oder Sämlinge in der Pflanzenzucht sein. Da insbesondere in der medizinischen Forschung Objekte sehr klein sind und sich ständig selbst verändern, mit einander Beziehungen eingehen, sich z.B. verpaaren, Nachwuchs erhalten oder z.B. Zellstämme wachsen, ist oftmals eine unmittelbare elektronische Markierung beispielsweise durch einen Barcode oder Transponder nicht möglich oder sehr teurer. Daher kann die Identifikation der Objekte über ihren Lagerort erfolgen, beispielsweise über das Krankenbett des Patienten, einen Käfig des Versuchtiers oder die Petrischale in mikrobiologischen Laboren, die - insbesondere elektronisch - leichter lesbar markiert werden können.

Bei den Vorgängen kann es sich um Transaktions- und/oder Transformationsvorgänge handeln. Transaktionsvorgänge betreffen Ortswechsel und können beispielsweise das Entfernen oder Hinzufügen von Objekten, zum Beispiel von Versuchstieren aus oder zu

BESTÄTIGUNGSKOPIE einem Käfig, das Verbringen eines Käfigs mit oder ohne Inhalt von einem ursprünglichen Lagerort oder Standort an einen neuen Standort oder das Verlagern eines Objekts aus einem ersten Behälter in einen zweiten Behälter sein.

Transformationsvorgänge betreffen das Verändern von Eigenschaften wenigstens eines Objekts. Im Fall eines Versuchstiers kann es sich um eine Erkrankung oder den Tod des Versuchstiers oder die Dokumentation eines Phänotyps handeln. Ferner können sie das Bilden von Unterobjekten aus einem Objekt betreffen, im Fall eines Versuchstiers zum Beispiel Geburtsvorgänge, die Erfassung eines Wurfs, woraufhin neue Objekte gebildet werden können, oder um Proben des Objekts, welche selbst wieder ein Objekt darstellen.

Bei den durchzuführenden Leistungen kann es sich z. B. um eine Untersuchung handeln, die auf ein Objekt angewendet wird. Es kann sich um medizinische Prozeduren mit Befunden, aber auch um Nachrichten zu diesem Objekt handeln. Leistungen folgen dem Prinzip von Angebot und Nachfrage.

Der Stand der Technik und die Erfindung werden im Folgenden überwiegend am Beispiel der Tierzucht bzw. der Genforschung beschrieben. Die Erfindung lässt sich jedoch ohne weiteres auf alle Objekte, die sich an einem definierten und registrierten Ort befinden, also auch die übrigen oben genannten Anwendungsgebiete übertragen.

In der Tierforschung, insbesondere in der genetischen Forschung, wird mit einer großen Anzahl von Versuchstieren gearbeitet. Versuchstiere werden in offener Haltung in entsprechenden Regalen oder Racks, in deren Fächern Käfige angeordnet werden können, spezifiziert pathogenfrei in z. B. einzeln belüfteten Käfigen (IVCs) oder in Isolatoren gehalten. In separaten Wechselstationen erfolgt beispielsweise ein Umsetzen bzw. Verlegen der Versuchstiere in andere Käfige. Hierzu umfasst die Wechselstation zumindest einen Umsetztisch mit einer Arbeitsfläche, auf der das Umsetzen durchgeführt werden kann. Isolatoren werden eingesetzt, wenn besondere Anforderungen an die Keimfreiheit von Versuchstieren gestellt werden. Bei einem Isolator befinden sich sowohl das Regal als auch der Umsetztisch einer Wechselstation unter einem Zelt, in dem definierte Umweltbedingungen herrschen. Das Einbringen von Material von außen erfolgt über eine Schleuse. Versuchstier- und Käfigtransaktionen werden auf der Arbeitsfläche über Handschuheingriffe durchgeführt. Die Versorgung der Versuchstiere und ihre Zucht erfolgt durch qualifizierte Tierpfleger. Jeder Vorgang und jede Leistung in den Tierräumen muss durch den Tierpfleger minutiös dokumentiert werden. Dies geschieht bislang überwiegend manuell.

Klinische Datenbankensysteme finden in der Zeit der zunehmenden genetischen Forschung sowohl für die Versuchstierverwaltung und Durchführung von In-Vivo-Versuchen, als auch für die Verwaltung und Analyse von In-Vitro-Proben immer weitere Verbreitung. Die Datenbanken zeichnen sich durch eine hohe Komplexität und ein großes Transaktionsvolumen aus. Hierbei besteht der Wunsch, die in den Tierräumen durchgeführten Vorgänge und erbrachten Leistungen möglichst zeitnah zu dokumentieren und in klinische Datenbanken einzugeben, um auf diese Daten zugreifen zu können. Aufgrund der Komplexität der Benutzeroberfläche von Datenbanken sind umfangreiche Schulungsmaßnahmen der Tierpfleger erforderlich, bis die Daten aus fachlicher Sicht zuverlässig erfasst werden. Obwohl es sich um immer wiederkehrende Routinevorgänge handelt, sind Tierpfleger wegen der umfangreichen Eingaben oft damit überfordert, die Daten während ihrer Arbeit in den Tierräumen zuverlässig zu erfassen. Sie müssen die Daten oft manuell aufzeichnen und nachträglich in die Datenbank übertragen.

Bekannte Verfahren sind:

- Tierdatenbanken mit manueller Aufzeichnung und späterer Nacherfassung,

Verwendung von Barcodes auf Käfigkarten und Handlesegeräten, die in der Lage sind, zu dem gelesenen Barcode Informationen aus einer Datenbank abzurufen und anzuzeigen,

Verwendung von Handlesegeräten, die in der Lage sind, zu einem ausgelesenen Transponder Informationen aus einer Datenbank abzurufen und anzuzeigen,

EDV-Wagen in den Tierräumen, bestückt mit einem Computer, um die komplexen Transaktionen in einem Versuchstierverwaltungssystem aufzuzeichnen, und.

EDV-Wagen mit UHF-Leser, großer Antenne und Computer für die körperliche Bestandserfassung von Käfigen und Käfigkartenhaltern.

Die Dokumentationsverfahren stehen aber im Gegensatz zur natürlichen physischen Arbeitsweise des Menschen, der Objekte greift und gleichzeitig den durchzuführenden Pro- zess mit dem Gehirn steuert. Insbesondere komplexe physische Prozesse, die zwar routinemäßig repetitiv gleichförmig durchgeführt werden, aber situationsbedingt immer etwas anders verlaufen, werden durch den vorliegenden Stand der Technik nur mangelhaft unterstützt. Diese sind Verfahren unbefriedigend, da die Tierpfleger die Aufzeichnungen nicht ergonomisch aus ihrem Arbeitsfluss heraus durchführen können, sondern zu einer fehleranfälligen Arbeitsteilung zwischen den eigentlichen Vorgängen bzw. Leistungen einerseits und den Erfassungs- und Dokumentationsarbeiten andererseits gezwungen sind. Computer, insbesondere Tastatur, Maus und ein manueller Barcodeleser, stellen zusätzliche Kontaminationsbrücken in Tierräumen dar. In Isolatoren kommt die oben geschilderte Technik daher in der Regel nicht zur Anwendung, da Computertechnologie in Isolatoren nur sehr umständlich eingeführt werden kann und eine Sterilisation innerhalb des Isolators nicht möglich ist.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren, ein Computersystem und ein Computerprogrammprodukt und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens bereitzustellen, das eine Prozessverfolgung von an einem Objekt durchgeführten Vorgängen und erbrachten Leistungen vereinfacht.

Die Aufgabe der Erfindung wird bei dem eingangs genannten Verfahren dadurch gelöst, das zwischen der Identifikation des Objekts in Schritt a) und dem Erfassen eines Vorgangs bzw. einer Leistung bzw. der zugehörigen Daten in Schritt b) in einem ersten Zwischenschritt ai) in Abhängigkeit der in Schritt a) erfassten Daten eine Auswahl bzw. eine Teilmenge von Vorgängen und/oder Leistungen aus einer Mehrzahl, nämlich aus einer Gesamtmenge von Vorgängen und/oder Leistungen getroffen wird, und in einem zweiten Zwischenschritt aii) nur die Auswahl an Vorgängen und/oder Leistungen einer Bedienperson zur Durchführung im Schritt b) angeboten wird.

Die Auswahl kann z. B. auf einem Bedienterminal eines Computersystems zur Anzeige gebracht werden. Durch Eingaben am Bedienterminal kann die Bedienperson nur die angebotenen Vorgänge oder Leistungen auswählen. Die geringere Auswahl von angebotenen Vorgängen gegenüber den theoretisch möglichen Vorgängen erleichtert der Bedienperson die Bedienung, weil die Bedienung durch den Entfall von unzutreffenden Möglichkeiten übersichtlicher wird und ihr weniger Entscheidungen abverlangen. Sie wird somit in die Lage versetzt, auch komplexe Transaktions- und/oder Transformationsvorgänge oder umfangreiche Leistungen mit wenigen Eingaben durchzuführen. Dadurch reduzieren sich zudem versehentliche Fehlbedienungen. Die einfache Bedienung und die geringere Fehlerquote steigern wiederum die Geschwindigkeit und Akzeptanz des Computersystems durch die Bedienperson. Die Erfindung wendet sich also von der aus dem Stand der Technik bekannten Prozess- Objektorientierung ab, die einem vorgewählten Prozess zu behandelnde Objekte zuordnet und so eine Bedienperson auf den einen vorgewählten Prozess beschränkt, obwohl situationsbedingt ggf. andere Prozesse erforderlich wären. Sie verfolgt vielmehr das Prinzip eines so genannten objektgetriebenen Verfahrens, bei dem die Objekte selbst oder ihre Eigenschaften die angebotene Auswahl an Vorgängen und Leistungen und damit den weiteren Arbeitsablauf vorgeben: Sie beschränken eine prinzipiell mögliche Anzahl von Bearbeitungsvorgängen auf eine sinnvolle, nämlich die möglichen bzw. die auf die Objekte konkret anwendbaren Vorgänge Leistungen und bieten sie einer Bedienperson an. Die Erfindung erlaubt darüber hinaus eine automatisierte Informationsgewinnung, eingebettet in den Arbeitsfluss auf einer Arbeitsfläche mit der automatischen datentechnischen Verarbeitung von Daten zu Vorgängen und Leistungen. Sie führt zu zu jeder Zeit aktuellen Daten und zu einem Sollbestand an Objekten bzw. Behältern. Die Erfindung kann im Tierzuchtbereich auf offenen Umsetztischen auf Laminar-Flow-Wechselstationen, in Isolatoren oder anderen Umsetzstationen, aber auch in der Pflanzenzucht etc. angewendet werden.

t

Das erfindungsgemäße Verfahren nimmt sich die natürlichen Arbeitsweise des Menschen zum Vorbild und identifiziert zuerst eines oder mehrere Objekte direkt oder über ihre Lagerorte und erkennt dann aus den Eigenschaften des Objekts oder mehrerer im gleichzeitigen Zugriff befindlicher Objekte eine für einen oder mehrere Vorgänge und oder Leistungen zwangsläufige Konstellation und bietet deshalb dem Benutzer eine Auswahl von durch die Konstellation möglichen Vorgänge und/oder Leistungen an. Ein Großteil des Auswahlvorgangs von Vorgängen und/oder einer Leistungen wird bei dem erfindungsgemäßen objektgetriebenen Verfahren folglich in das Verfahren selbst hinein verlagert. Dadurch erspart das Verfahren der Bedienperson viele Eingaben, was wiederum zu einer einfacheren, schnelleren und zuverlässigeren Durchführung des Verfahrens führt.

Erfindungsgemäß erfasst und dokumentiert das Verfahren Vorgänge wie Transaktionsoder Transformationsvorgänge und durchzuführende Leistungen und die daraus gewonnenen Daten der Objekte. Zur Vereinfachung und Unterstützung des Verfahrens kann es insbesondere bei großen Datenmengen mithilfe eines Computersystems ablaufen. Das Computersystem kann einen Speicher aufweisen, in dem Datensätze der Vorgänge und Leistungen abgespeichert sind. Zur Kommunikation mit einem programmtechnisch eingerichteten Computersystem kann ein manuell zu betätigendes Bedienterminal verwendet werden. Die Daten bzw. Attribute der Objekte, wie zum Beispiel Alter, Geschlecht, Abstammung, aber auch ihre Position in einem Regal etc. werden in einer Datenbank gespeichert. Werden Vorgänge oder Leistungen an den Objekten vorgenommen, werden regelmäßig auch die Daten der Objekte verändert. Bei der Erfassung der Vorgänge und Leistungen müssen folglich die Datensätze geöffnet werden, um verändert zu werden. Vorteilhafterweise werden daher Identifikationsdaten auf den Datenträgern der Objekte gespeichert und er- fasst. Die Identifikationsdaten korrelieren mit Datensätzen, die im Speicher des Computersystems bzw. in einer dort gespeicherten Datenbank hinterlegt sind und Informationen über die jeweiligen Objekte und/oder Eigenschaften enthalten. Somit brauchen die Datenträger nur eine geringe Menge an Identifikationsdaten tragen, was ihren technischen Aufwand verringert. Sie enthalten als Identifikationsdaten lediglich eine Art Schlüssel, um eine Zuordnung des Objekts zu seinem korrekten Datensatz zu ermöglichen. Der technische Aufwand für bzw. der Vorgang der Identifikation von Objekten ist relativ gering, weil nur die relativ wenigen Identifikationsdaten erfasst werden müssen. Als Datenträger, die die Identifikationsdaten transportieren, eignen sich sowohl herkömmliche Etiketten, die als Schlüssel einen vorzugsweise maschinenlesbaren Code tragen, beispielsweise einen Strich- oder Barcode, als auch elektronische Träger wie magnetisch arbeitende Kernspeicher oder Speicherchips, z.B. RFI D-Transponder.

Aufgrund der oft langsamen Antwortzeiten von Datenbanken auf entfernten Servern werden derzeit selbst bei großen Datenbeständen die Datensätze manuell auf einer Behälterkarte als Datenträger erstellt und erst später in eine Datenbank nachgetragen. Dies bedeutet doppelte Erfassungsarbeit. Die theoretisch mögliche wesentlich höhere Dokumentationsgeschwindigkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens parallel zum Arbeitsfluss des Bedieners wird in der Praxis oft durch eben jene langsamen Antwortzeiten der Datenbanken gehemmt. Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann daher vor dem Schritt a) eine Teilmenge der Daten der Datenbank in einem Arbeitsspeicher auf einem Arbeitsrechner zwischengespeichert (sog. Memory Datenbank), im Schritt b) zum Erfassen der erfassten Vorgänge und/oder durchgeführten Leistungen ggf. geändert und anschließend in einem Schritt c) mit der Datenbank auf dem Server bzw. mit den dort abgespeicherten Datensätze synchronisiert werden. Die Teilmenge der Daten der Datenbank kann als Teildatenbank oder temporäre Datenbank bezeichnet werden. Der Arbeitsrechner kann durch die Bedienperson unmittelbar bedient werden und in, nahe bei oder an der Wechselstation stehen bzw. angebracht sein. Die Bestimmung der Teilmenge an Daten, die auf den Arbeitsrechner gespeichert wird, kann sich nach unterschiedlichen Kriterien richten: Ein Kriterium kann beispielsweise eine bedienten Lokalität sein, also etwa diejenigen Datensätze definieren, deren zugehörige Objekte sich in Regalen einer fachlichen Abteilung, Disziplin o.ä. einer Tierzuchtstation befinden. Ein anderes Kriterium können vorher definierte Zugriffsrechte für Bediener sein, beispielsweise für Tierpfleger, die nur zur Durchführung von vorab bestimmten Vorgängen und zur Erbringung vorab bestimmter Leistungen berechtigt sind. Aufgrund des geringeren Umfangs der Teildatenbank können ihre Dateien wesentlich schneller aus dem Speicher des Arbeitsrechners aufgebaut und verarbeitet werden statt aus der Datenbank des Servers gelesen zu werden. Dadurch können außerdem visuelle Elemente eines Programms schneller angezeigt werden, beispielsweise der Zustand eines Regals, eine Gliederungsansicht oder Suchergebnisse. Die Teildatenbank kann mit der serverseitig gespeicherten Datenbank in einem parallelen Prozess, zeitlich nachgelagert oder ereignisorientiert abgeglichen werden.

Vorzugsweise können die zur Erfassung der durchgeführte Vorgänge und/oder erbrachten Leistungen abgespeicherten Datensätze prozessparallel aktualisiert werden. Z. B können unmittelbar nach dem Erfassen eines neuen Inhalts eines Behälters die abgespeicherten Daten aktualisiert werden, um einer Bedienperson oder anderen interessierten Personenkreisen, z. B. den verantwortlichen Forschern einer fachlichen Disziplin, aktualisierte Daten in Echtzeit („real time") zur Verfügung zu stellen ist. Dies erlaubt zugleich eine sofortige Kontrolle aller durchgeführten Vorgänge und/oder aller durchzuführenden Leistungen.

Die Identifikation eines Objekts mittels Lesegerät geschieht regelmäßig dadurch, dass das Lesegerät auf einen Datenträger gerichtet wird, um dessen Daten zu erfassen. Geläufig ist das Abtasten eines Barcodes. Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann zu Identifikation des Objekts in Schritt a) der zugehörige Datenträger in einen Arbeitsbereich verbracht werden, wodurch ohne zusätzliche Tätigkeit der Bedienperson das Auslesen der Daten des Datenträgers erfolgt. Die Identifikation geschieht folglich ohne Unterbrechung des natürlichen Arbeitsflusses. Der Arbeitsbereich einer Tierzuchtstation ist regelmäßig der Umsetztisch einer Wechselstation. Dazu kann das Lesegerät derart angebracht sein, dass sein Lesebereich auf den Umsetztisch gerichtet ist bzw. wirkt. Vorzugsweise ist ein Lesebereich des Lesegeräts im Arbeitsbereich markiert, um eine zuverlässige Identifikation der Objekte zu ermöglichen. Damit erübrigt sich mindestens ein zusätzlicher Handgriff der Bedienperson, nämlich das Ausrichten des Lesegeräts auf den Datenträger und das Weglegen des Lesegeräts. Vorzugsweise wird also eine Konstellation zum Auswählen der durchzuführenden Vorgänge und/oder zu erbringenden Leistungen abgefragt, d. h. eine Suchanfrage durch Abrufen gespeicherter Datensätze in der Datenbank abgearbeitet, sobald sich ein oder mehrere Behälter bzw. ihre Datenträger im Arbeitsbereich befinden und damit als geöffnet anzusehen sind.

Eine Konstellation wird ermittelt, in dem die Position eines oder mehrer Behälter bestimmt wird. Die Positionen sind in verschiedene Ebenen gegliedert. Die unterste Ebene betrifft das Objekt selbst bzw. die Positionen seines Behälters z.B. in einem Regal, während in oberen Ebenen die Gliederung der fachlichen Disziplinen, z.B. Abteilungen, Arbeitsgruppen oder Labors betreffen, die diese Positionen belegen bzw. benutzen. Zusätzlich können die Eigenschaften des Inhalts der Behälter, z. B. das Geschlecht der Objekte, Attribute einer abgefragten bzw. oder auch gesuchten Konstellation sein. Dabei kann eine ständige Verfeinerung der Konstellation durch hinzukommende Behälter und/oder Objekte und/oder weitere Attribute erfolgen. Sobald eine oder mehrere mögliche Konstellationen gefunden wurden, wird dem Benutzer eine durch die Konstellation bedingte Auswahl von Vorgängen und/oder Leistungen in einer der Konstellation entsprechenden Tiefe angeboten. Das Funktionsangebot kann z. B. durch Druckknöpfe einer Symbolleiste angezeigt werden.

Im Betrieb einer Wechselstation können sich mehrere Objekte zur gleichen Zeit im Arbeitsbereich befinden. Das Aktivieren der Objekte kann dem Computersystem durch das Verbringen des Datenträgers in den Lesebereich des Lesegeräts angezeigt werden. Sind die Objekte zum Beispiel in zunächst geschlossenen Behältern verwahrt, besteht ihre tatsächliche Aktivierung im Öffnen der Behälter. Anschließend kann die physikalische Bearbeitung der Objekte und die Erfassung der Bearbeitung infolge eines durchgeführten Vorgangs bzw. einer erbrachten Leistung erfolgen. Das Beenden der Bearbeitung, beispielsweise das Schließen der Behälter, wird dem Computersystem durch nochmaliges Erfassen der jeweiligen Datenträger durch das Lesegerät mitgeteilt. Anschließend wird der Datenträger dem Objekt zugeordnet, zum Beispiel durch Anbringen am Behälter. Mit der korrekten Zuordnung der Datenträger zum jeweiligen Objekt, also beispielsweise eines Käfigkartenhalters zum korrekten Käfig, verbleibt eine Fehlerquelle, die u.U. erst spät aufgedeckt werden kann. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann zusätzlich zur Erfassung der Daten des Objekts in Schritt a) dessen Position auf der Arbeitsfläche erfasst werden und nach dem Erfassen eines durchgeführten Vorgangs bzw. einer erbrachten Leistung und/oder der dadurch gewonnen Daten im Schritt b) in einem weiteren Schritt d) eine Plausibilitätsprüfung durchgeführt werden. Darin wird überprüft, ob jeder Datenträger dem korrekten Objekt bzw. Behälter zugeordnet ist. Eine schwer zu entdeckende und zu korrigierende Fehlzuordnung von Datenträger und Objekt kann dadurch rechtzeitig erkannt und korrigiert werden. Der Schritt c) der Datensynchronisation kann nachgelagert erfolgen, um ggf. fehlerhafte Zuordnungen bzw. deren Korrektur nicht in die Datenbank zu übernehmen.

Die erfassten Daten werden regelmäßig nicht zuerst in einer Datenbank eingegeben, sondern für einen schnellen und unmittelbaren Zugriff herkömmlich auf Papier dokumentiert. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann nach dem Erfassen eines Vorgangs bzw. einer Leistung und/oder der dadurch gewonnenen Daten in Schritt b) in einem weiteren Schritt e) eine maschinelle Dokumentation des Vorgangs bzw. der Leistung bzw. der Daten erfolgen. Die Dokumentation kann durch Erstellen bzw. den Ausdruck eines Protokolls oder eines Etiketts oder auch durch Abspeichern auf einem separaten Datenspeicher oder -träger erfolgen. Das Etikett wird dem jeweiligen Behälter zugeordnet und kann z. B. mittels eines an sich bekannten Käfigkartenhalters als Befestigungseinrichtung daran befestigt werden. Das darin eingesteckte Etikett bzw. die Käfigkarte ist konventionell lesbar und stellt damit einen konventionell erfassbaren Datenträger der Daten des Objekts im Behälter dar. Entsprechend gibt ein ausgedrucktes Protokoll die erfassten Daten eines Objekts oder mehrerer Objekte wieder. Der separate Datenspeicher kann ein Magnetspeicher oder Chip sein, der ähnlich dem Etikett am Objekt bzw. seinem Behälter angebracht werden kann. Beispielsweise kann er ebenfalls am Käfigkartenhalter angebracht oder mit ihm oder dem Etikett kombiniert sein. Jedenfalls erlaubt er einen direkten Zugriff auf die dokumentierten Daten, ohne eine Datenbankanfrage starten zu müssen. Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt also auch in der hohen Geschwindigkeit, mit der eine Dokumentation der Vorgänge und Leistungen in der Wechselstation vorgenommen werden kann.

Als Datenträger für die Daten der Objekte können alle geeigneten Speichermedien verwendet werden, die sich jedenfalls auch maschinell auslesen lassen. Die Datenträger können mit den Behältern fest oder lösbar verbunden sein. Wenn die Datenträger fest mit den Behältern verbunden sind, muss der Behälter zusammen mit dem Datenträger durch das Lesegerät erfasst werden. Lösbare Datenträger dagegen kann das Lesegerät alleine, also unabhängig vom Behälter, auslesen.

Das Einstecken eines Etiketts in einen falschen Käfigkartenhalter kann dadurch nicht vermieden werden. Eine Lösung dafür wird unten beschrieben. Die eingangs genannte Aufgabe wird außerdem durch ein Computerprogrammprodukt gelöst, das ein Computersystem mit einem Rechner, mit einem Bedienterminal, mit einem Drucker und mit Schnittstellen zu einem Lesegerät zur Durchführung des oben beschriebenen Verfahrens programmtechnisch einrichtet. Das Programmprodukt ermöglicht folglich die computergestützte Durchführung des Verfahrens zur Prozessverfolgung von Vorgängen und/oder Leistungen, die wenigstens ein Objekt betreffen, bei dem ein Lesegerät einen dem Objekt zugeordneten Datenträger mit Daten erfasst, die das Objekt und/oder dessen Eigenschaften beschreiben, mit den folgenden Schritten:

a) Identifizieren des wenigstens einen Objekts durch Erfassen der Daten des Datenträgers durch das Lesegerät,

b) Erfassen eines Vorgangs bzw. einer Leistung und/oder der dadurch gewonnenen Daten des wenigstens einen Objekts bzw. seiner Eigenschaften,

wobei zwischen der Identifikation des wenigstens einen Objekts in Schritt a) und dem Erfassen eines Vorgangs bzw. einer Leistung bzw. der zugehörigen Daten in Schritt b) in einem ersten Zwischenschritt ai) in Abhängigkeit der in Schritt a) erfassten Daten eine Auswahl bzw. eine Teilmenge von Vorgängen und/oder Leistungen aus einer Mehrzahl, nämlich aus einer Gesamtmenge von Vorgängen und/oder Leistungen getroffen wird, und in einem zweiten Zwischenschritt aii) nur die Auswahl an Vorgängen und/oder Leistungen einer Bedienperson zur Durchführung im Schritt b) angeboten wird.

Als weitere Schritte können noch eine Erfassung der Position des Objekts in einem Arbeitsbereich, eine Plausibilitätsprüfung der Zuordnung des Datenträgers zum jeweiligen Objekt und eine Zwischenspeicherung einer Teilmenge der Daten der Datenbank auf einem Arbeitsrechner und eine Synchronisation mit der Datenbank erfolgen.

Wie oben bereits erwähnt, kann ggf. nicht das Objekt, sondern nur sein Behälter markiert und an der Stelle des Objekts erfasst werden. In einer vorteilhaften Ausgestaltungsform der Erfindung können darüber hinaus wenigstens oder ausschließlich die Daten bzw. Attribute einer Lokalität betrachtet bzw. erfasst werden. Dies kann stellvertretend für das Objekt oder auch losgelöst vom Objekt für die Lokalität an sich geschehen. Unter einer Lokalität ist ein Behälter eines Objekts, aber auch jeder„Behälter des Behälters", also ein Regal, eine Laminar-Flow-Station oder ein Isolator mit einer Vielzahl an Regalen und Behältern samt Objekten zu verstehen. Daten bzw. Attribute einer Lokalität können demzufolge bei einem Behälter den Aspekt betreffen, ob er mit einem Objekt besetzt ist oder nicht, ob er gereinigt ist oder werden muss, ob er beschädigt ist, seine Zuordnung zu einer Disziplin, sein Ort in einem Regal etc. Entsprechende Daten können für Regale oder auch Isolatoren erfasst werden. In Abhängigkeit von den Daten der Lokalitäten lassen sich dann Vorgänge oder Leistungen wie ein Besetzen oder Leeren eines Behälters bzw. Regals, Umziehen oder Zuordnen zu einer anderen Disziplin etc. auswählen. Damit lässt sich zumindest ein Isolatoren-, Regal- oder Behältermanagement einrichten, das zum Beispiel den Betrieb eines oder mehrerer Isolatoren oder die Belegung eines oder mehrerer Regale verwaltet. Dieses Verfahren eignet sich besonders für solche Anwendungen, in denen ohnehin in der Regel nur ein Objekt pro Behälter vorliegt. Es lässt sich schrittweise ausbauen, indem weitere Daten in einer zugehörigen Datenbank erfasst werden, die zusätzlich zur Lokalität, z.B. einem Regal, bzw. Unterlokalität, z.B. einem Behälter, das Objekt bzw. die Objekte an sich betreffen.

Eine Eingabe einer Auswahl zu dokumentierenden Vorgängen und/oder Leistungen am Bedienterminal des Computersystems kann eine Bedienperson grundsätzlich manuell durchführen. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des Programmprodukts können zum Auswählen von zu dokumentierenden Vorgängen und/oder durchzuführende Leistungen Sprachbefehle einer Bedienperson verarbeitet werden. Eine Sprachsteuerung bedeutet eine weitere Vereinfachung in der Bedienung, weil die Hände einer Bedienperson frei bleiben. Dabei kann die Bedienung durch Sprachsteuerung dadurch weiter vereinfacht werden, dass durch z. B. einfache akustische Ziffernangabe als Befehl wie bei sprachgesteuerten Auswahlmenüs von computerisierten Telefonhotlines eine Auswahl aus einem auf einer graphischen Benutzeroberfläche dargestellten Menü möglich ist.

Alternativ oder zusätzlich kann die Eingabe einer Bedienperson zum Auswählen von zu dokumentierenden Vorgängen und/oder durchzuführenden Leistungen durch vom Lesegerät auslesbare Kommandokarten erfolgen. Eine Kommandokarte ist das Äquivalent zu einem Druckknopf auf einer Symbolleiste, die in einer graphischen Benutzeroberfläche angezeigt wird, oder der Eingabe eines Befehls über eine Tastatur. Kommandokarten haben den Vorteil, dass man sie auf eine Position des Lesegeräts halten kann. Sie erlauben es einer Bedienperson eine Auswahl einzugeben, ohne den Blick von dem Arbeitsbereich zu nehmen. Für die wichtigsten Vorgänge und/oder durchzuführenden Leistungen gibt es jeweils eine Kommandokarte.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Programmprodukts können zum Beschreiben der Objekte und/oder des Inhalts und/oder Eigenschaften des Inhalts von Behältern und/oder Auswählen von Vorgängen und/oder Leistungen Wid- gets vorgesehen sein. Ein Widget ist eine Komponente einer grafischen Benutzeroberflä- che. Es besteht zum einen aus einem sichtbaren Bereich bzw. einem Fenster, das Maus- und/oder Tastatureingaben empfängt, und zum anderen aus einem nicht sichtbaren Objekt, das den im Fester angezeigten Zustand speichert und über bestimmte Zeichenoperationen den sichtbaren Bereich verändern kann. Widgets sind regelmäßig in ein bestimmtes Fenstersystem eingebunden und nutzen dieses zur Interaktion mit dem Anwender oder anderen Widgets des Fenstersystems. Widgets ersparen einer Bedienperson die manuelle Positionierung eines Cursors auf bestimmten Feldern einer graphischen Benutzeroberfläche und erlauben so eine schnellere Eingabe von Daten. Widgets ermöglichen außerdem eine effiziente Anwendung der Spracherkennung, da Widgets aufgrund ihrer Struktur den natürlichen Sprachfluss eines Menschen besser unterstützen als ein Formular mit vielen Feldern.

Eine weitere Vereinfachung der Bedienung erlaubt die Kombination von Widgets, die nicht zwingend über eine Tastatur und Maus bzw. einen durch sie gesteuerten Zeiger (Cursor), sondern zusätzlich oder ausschließlich über ein separates Keypad gesteuert werden. Ein Keypad ist eine Tastatur mit einem ggf. stark reduzierten Umfang an Tasten. Es kann beispielsweise lediglich eine Zifferntastatur umfassen. Das Widget kann je nach durchzuführendem Vorgang oder zu erbringender Leistung unterschiedlich belegte Flächen aufweisen. Vorzugsweise stellen sie einen Bezug zu den Tasten des Keypads her, beispielsweise indem die Flächen eine den Tasten des Keypads entsprechende Anordnung aufweisen. Durch Druck einer Taste des Keypads kann dann die Funktion des Widgets angewählt werden, die der entsprechenden Fläche des Widgets zugeordnet ist. Unterschiedliche Vorgänge, die insbesondere Zifferneingaben verlangen, können so mit unterschiedlich gestalteten Widgets, aber immer dem gleichen Keypad bequem bedient werden.

Eine alternative oder zusätzliche Bedienung eines Widgets kann unter Verwendung einer Sprachein- und/oder -ausgäbe erfolgen. Dazu kann der Bedienperson eine Eingabeaufforderung, beispielsweise eine Auswahl an Vorgängen oder Leistungen oder das Erfordernis einer Text- oder Zahleneingabe, vorgelesen werden („Text-to-Speech"). Damit braucht die Bedienperson ihren Blick nicht auf das Bedienterminal mit der Anzeige des Widgets zu richten, um das Erfordernis einer Eingabe zu erfahren. Die Eingabe kann dann entweder am Widget durch Drücken von Tasten oder durch Sprachbefehle vorgenommen werden. Auch dafür kann die Bedienperson ihren Blick weitgehend auf die Arbeitsfläche gerichtet halten, ohne ihren Kopf in Richtung auf das Bedienterminal drehen zu müssen. Das die Bedienung des Widget damit weitgehend oder ausschließlich akus- tisch erfolgen kann, kann auch eine Bestätigung für eine durch das Programm angenommene Auswahl mit einer Sprachbestätigung bzw. einem„Sprach-Prompt" oder„Voice- Prompt" erwidert werden.

Die eingangs genannte Aufgabe wird außerdem durch die nachfolgend beschriebene Wechselstation zur Durchführung und Prozessverfolgung von Vorgängen und/oder von Leistungen die wenigstens ein Objekt oder einen Behälter für dieses Objekt betreffen, gelöst. Die Wechselstation kann offen oder geschlossen ausgebildet sein. Sie umfasst zumindest:

einen Arbeitsbereich zum Durchführen der zu durchzuführenden Vorgänge und/oder zu erbringenden Leistungen,

einem Computersystem mit einem Rechner zum Verarbeiten von erfassten Daten und zur Ausgabe einer Auswahl von zu durchzuführende Vorgängen und zu erbringenden Leistungen, und

eine Eingabeschnittstelle zum Auswählen von zu durchzuführenden Vorgängen und/oder zu erbringenden Leistungen,

wenigstens ein Lesegerät zum Erfassen von Daten, die auf Datenträgern abgespeichert sind, mit einer Verbindung zum Computersystem,

Datenträger, die mit dem Lesegerät zusammenwirken und den Objekten oder ihren Behältern zugeordnet werden können.

Erfindungsgemäß kann das Lesegerät derart an der Wechselstation angebracht sein, dass es auf den Arbeitsbereich wirkt. Das Lesegerät kann weitgehend ortsfest angebracht sein, so dass es an der Wechselstation zwar z.B. durch Verschieben auf einer Schiene variabel positioniert werden kann, während des Betriebs der Wechselstation aber in der gewählten Position fest angebracht ist. Seine Position an der Wechselstation ist grundsätzlich so gewählt, dass sein Lesebereich zumindest teilweise im Arbeitsbereich liegt. Der Lesebereich ist derjenige Raum, in dem das Lesegerät Daten des Datenträgers erfolgreich auslesen kann.

Um mehrere Objekte verarbeiten zu können, weist die Wechselstation vorzugsweise mehrere ortsfest installierte Lesegeräte auf. Sie vereinfachen die Bearbeitung der Objekte, weil sie nicht nur identifiziert, sondern auch ihrer Position im Arbeitsbereich nach erfasst werden können. Dadurch lassen sich die durchgeführten Vorgänge und/oder erbrachten Leistungen zuverlässiger verfolgen. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist zumindest ein Lesegerät eine auf einen Teilbereich des Arbeitsbereichs begrenzte Reichweite auf. Sein Lesebereich, der durch die Reichweite des Lesegeräts definiert ist, deckt vorzugsweise nicht den gesamten Arbeitsbereich ab. Bei mehreren Lesegeräten erfasst jedes Lesegerät vorzugsweise einen individuellen Teilbereich, wobei sich die Teilbereiche der Lesegeräte nicht überschneiden. Dadurch können unerwünschte Doppelerfassungen eines Datenträgers durch mehrere Lesegeräte vermieden werden. So kann eine Bedienperson durch Platzieren eines Datenträgers innerhalb des Lesebereiches angeben, dass sie nun Vorgänge und/oder Leistungen diesen Datenträger betreffend durchführen will. Die Lesebereiche sind im Arbeitsbereich daher vorzugsweise markiert.

Der Arbeitsbereich ist regelmäßig mit einem Tisch oder einer ebenen tischartigen Fläche ausgebildet, auf dem die Vorgänge durchgeführt und Leistungen erbracht werden können. Das Lesegerät kann vorzugsweise an der Unterseite der Tischfläche befestigt sein, weil es dort Tätigkeiten auf der Oberseite nicht behindert. Es erfasst die zu lesenden Daten durch die Tischfläche hindurch.

Als Datenträger für die Daten der Objekte können alle geeigneten Speichermedien verwendet werden, die sich jedenfalls maschinell auslesen lassen. Dazu zählen auch maschinenlesbare Etiketten, die zumindest Identifikationsdaten tragen können. Der Datenträger kann untrennbar, dass heißt nur durch Zerstören des Behälters und/oder des Datenträgers entfernbar mit seinem Behälter verbunden sein. Vorzugsweise können an den Behältern abnehmbar befestigte Datenträgerhalter, insbesondere Käfigkartenhalten zur abnehmbaren Befestigung von Datenträgern angeordnet sein. Als Datenträger können z. B. Chipkarten verwendet werden. Dies erlaubt es, nicht den Behälter mit dem Datenträger in den Lesebereich des Lesegeräts zu bringen, sondern nur den Datenträger. So wird die Handhabung vereinfacht. Außerdem ist so ein Austausch eines Datenträgers, z. B. im Fall einer fehlerhaften Funktion, problemlos möglich.

Der Datenträger kann einen Datensatz enthalten, der das zugehörige Objekt beschreibt. Alternativ dazu kann der Datenträger nur Identifikationsdaten abspeichern, der mit einem Datensatz in der Datenbank korreliert. In einer bevorzugten Ausführungsform kann daher eine unidirektionale Datenübertragung der Identifikationsdaten zum Lesegerät erfolgen. Dies erlaubt es, Datenträger für die Identifikationsdaten besonders einfach zu gestalten, weil er keinen überschreibbaren Speicher aufweisen muss, zu dem Daten in einer Gegenrichtung vom Lesegerät auf den Datenträger übertragen werden müssen. Ferner bleiben so die Identifikationsdaten, z. B. eine Transponder-ID, unverändert, so dass nur die abgespeicherten Datensätze im Computersystem aktualisiert werden müssen. Zur Übertragung Daten zwischen dem Datenträger und dem Lesegerät können alle geeigneten drahtlosen Übertragungstechniken verwendet werden, zum Beispiel eine optische Datenübertragung mittels Barcode-Etiketten oder ähnlichen optischen Codierungen. Vorzugsweise können die Daten durch RFID-Transponder übertragen werden. Durch drahtlose Datenübertragung entfällt das ortsgebundene Herstellen eines elektrischen Kontaktes. Passive Transponder haben im Gegensatz zu aktiven Transpondern außerdem den Vorteil, dass sie keine Spannungsquelle benötigen, weil sie ihre Energie aus dem Feld des Lesegeräts beziehen.

Mit dem RFI D-Lesegerät werden die auf dem Datenträger abgespeicherten Daten ausgelesen, der z. B. an einem Behälter angebracht ist. Dabei legt die Lesereichweite des RFID-Lesegeräts einen Lesebereich für den Datenträger im Arbeitsbereich fest. Das RFI D-Lesegerät ist an das Computersystem angeschlossen, so dass die erfassten Daten zum Computersystem übertragen werden. Identifikationsdaten ordnet das Computersystem einem abgespeicherten Datensatz zu. Der Datensatz enthält Informationen zu den Eigenschaften des Objekts und/oder die Position seines Behälters. Unter Heranziehung der erfassten Identifikationsdaten und/oder der abgespeicherten Daten eines Objekts trifft das Computersystem eine Auswahl aus einer Mehrzahl von möglichen grundsätzlich durchführbaren Vorgängen und/oder erbringbaren Leistungen. Die Auswahl wird z. B. auf einer graphischen Benutzoberfläche auf einem Monitor des Computersystems angezeigt. Mit einer Eingabeschnittstelle kann eine Bedienperson eine der angezeigten möglichen Eingabe auswählen.

Die Eingabeschnittstelle zwischen dem Computersystem der Wechselstation und einer Bedienperson kann eine Tastatur, eine Maus oder eine graphische Benutzoberfläche mit einem Userinterface, z.B. einem Touchscreen sein. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann die Eingabeschnittstelle alternativ oder zusätzlich zur Bedienung mittels Kommandokarten ausgebildet sein, die mittels der Lesegeräte ausgelesen werden. Damit erleichtert sich die Bedienung des Computers der Wechselstation, weil weniger oder keine Tastatur- oder Bildschirmeingaben vorgenommen werden müssen.

Eine besondere Situation ergibt sich für Isolatoren. Sie werden in der Versuchstierhaltung bei besonderen Anforderungen an die Keimfreiheit von Versuchstieren eingesetzt. Da sich bei einem Isolator sowohl das Regal als auch die Arbeitsfläche unter einem Zelt befinden, in dem definierte Umweltbedingungen herrschen, erfolgt das Einbringen von Futter, Wasser, Medikamenten etc. in das Zelt von außen über eine Schleuse. Tier- und Käfigtransak- tionen auf der Arbeitsfläche werden von außen über Handschuheingriffe durchgeführt. Sie erschweren eine Bedienung von Eingabeschnittstellen, weil z.B. für Tastatureingaben zumindest eine Hand aus einem Handschuheingriff entfernt werden muss. Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann zur Wechselstation daher eine separate, ggf. mobile Tastatur, ein so genanntes Keypad, gehören, die auch mit benutzten Handschuheingriffen betätigt werden kann. Dazu weist das Keypad geeignet große Tasten auf, so dass es zuverlässig auch mit angelegten Handschuhen der Handschuheingriffe bedient werden können, ohne versehentlich benachbarte Tasten zu aktivieren. Ein umständliches und zeitraubendes Entnehmen einer Bedienerhand aus dem Handschuheingriff kann dadurch entfallen. Das Keypad kann sich innerhalb des Zeltes befinden, von wo aus es die eingegebenen Daten per Kabelverbindung oder drahtlos an das Computersystem weiterleitet. Es muss vor Einbringen in den Isolator allerdings aufwändig sterilisiert werden. Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann das Keypad daher zwar mithilfe der Handschuheingriffe bedient, selbst aber außerhalb des Isolators angebracht sein. Dazu kann der Isolator zumindest in einer Teilfläche seines Zelts eine flexible durchsichtige Zeltfläche aufweisen, die eine dichte Grenzfläche zwischen dem sterilen Innenraum des Isolators und seiner Umgebung bildet, hinter der das Keypad angebracht ist und über die es aus dem Isolator heraus bedient werden kann. Damit kann das Keypad außerhalb des Isolators verbleiben, aber dennoch mit angelegtem Handschuh bedient werden.

Vorzugsweise umfasst das Keypad eine gegenüber einer herkömmlichen Computertastatur reduzierte Tastenanzahl, beispielsweise lediglich Zifferntasten und wenige zusätzliche Funktionstasten, damit es bezüglich seiner Abmessungen kleiner ausfallen kann und leichter handhabbar ist. Um dennoch vielfältige Eingabemöglichkeiten zu erlauben, kann das Keypad zur Bedienung eines Widget dienen. Das Widget kann je nach durchzuführendem Vorgang oder zu erbringender Leistung unterschiedlich belegte Flächen in einer dem Keypad entsprechenden Anordnung aufweisen. Durch Druck einer Taste des Key- pads kann dann die Funktion des Widgets angewählt werden, die der entsprechenden Fläche des Widgets zugeordnet ist. Beispielsweise kann das Keypad eine bekannte numerische Tastenfläche vergleichbar der eines Tastentelefons mit 12 Tasten aufweisen, bei der die Ziffer„1" links oben und rechts unten eine Rautetaste„#" angeordnet sind. Das Widget kann in einem ersten Fall zur Eingabe einer Anzahl die bekannte Nummerntastatur anzeigen, die mit dem Drücken der Rautetaste„#" auf dem Widget bzw. dem Keypad bestätigt werden kann. Bei einem anderen Vorgang in einem zweiten Fall kann das Widget an der Stelle der Ziffern„1" bis„3" drei Tätigkeiten, an der Stelle der Sterntaste„ * " eine Bestätigung und an der Stelle der Rautetaste„#" einen Abbruch des Vorgangs anbieten. Nach der Auswahl einer vorgeschlagenen Tätigkeit durch Druck einer der Tasten„1", „2" oder„3" auf dem Keypad kann die Auswahl durch Druck der Rautetaste„#" bestätigt und die entsprechende Tätigkeit vorgenommen und dokumentiert werden.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann zumindest ein Handschuheingriff wenigstens teilweise transparent und das Keypad über Mittel zur Positionierung am Unterarm einer Bedienperson ausgebildet sein. Auch der Handschuheingriff stellt eine flexible Zeltfläche dar, die transparent ausgebildet als Bedienfläche des Keypads dienen kann, das sich außerhalb des Isolators befindet. Die Handschuheingriffe stellen Bestandteile des Isolators dar, die ohnehin flexibel sind und gelegentlich ausgetauscht werden müssen. Da sie daher in der Regel austauschbar montiert sind, lassen sich erfindungsgemäße zumindest teilweise bzw. bereichsweise durchsichtige Handschuheingriffe auch an bestehenden Isolatoren leicht nachrüsten. Das Keypad, das am Unterarm einer Bedienperson angeschnallt werden kann, befindet sich im Betrieb innerhalb eines Hand- schuheingriffs, der Handschuh wird also über das Keypad gezogen. Damit befindet sich das Keypad aber immer noch außerhalb des sterilen Bereichs des Isolators. Es lässt sich aber durch den transparenten Handschuheingriff hindurch erkennen und mit einer Hand in dem anderen Handschuheingriff bedienen. Am Unterarm einer Bedienperson angeschnallt kann dasselbe Keypad für die Bedienung mehrerer Isolatoren hintereinander verwendet werden, ohne dass ein Umrüstaufwand entsteht. Es erübrigt auch die Anordnung jeweils eines Keypads je Isolator.

Sind Vorgänge an den Objekten einer Konstellation vorgenommen oder Leistungen an ihnen erbracht worden, sind regelmäßig die die Objekte betreffenden Daten zu aktualisieren und jedenfalls die Daten und ggf. auch die durchgeführten Vorgänge und erbrachten Leistungen zu dokumentieren. Die Wechselstation kann daher eine Ausgabeschnittstelle zum Ausgeben von Dokumentationsdatensätzen zur Dokumentation der erfassten Vorgänge und/oder erbrachten Leistungen aufweisen. Dies erlaubt insbesondere einer Bedienperson eine Kontrolle der vorgenommenen Handlungen. Dokumentationsdatensätze enthalten z. B. Informationen eines Objekts bzw. seiner Eigenschaften. Die Ausgabeschnittstelle ist vorzugsweise mit einem Monitor zum Anzeigen des Dokumentationsdatensatzes und/oder mit einem Drucker zum Ausdrucken des Dokumentationsdatensatzes in Form eines Protokolls und/oder Etiketts verbunden. Ein Monitor erlaubt eine unmittelbare Kontrolle der vorgenommenen Handlungen, während ein Etikett an einen Behälter an- gebracht werden kann, so dass Informationen über seinen Inhalt unmittelbar und dauerhaft zur Verfügung stehen.

Alternativ dazu können die aktualisierte Daten und/oder durchgeführten Vorgänge und/oder erbrachten Leistungen auf den Datenträger oder einen separaten Datenspeicher übertragen werden. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann daher eine bidirektionale Datenübertragung der Daten von und zum Lesegerät erfolgen. Das Lesegerät kann damit zusätzlich zu seiner Funktion als eine Eingabeschnittstelle als Ausgabeschnittstelle dienen. Nach Abschluss einer Auswahl aus einem angebotenen Vorgang und/oder durchzuführender Leistungen kann das Lesegerät aktualisierte Daten mittels einer Sendeeinrichtung zum jeweiligen Datenträger übertragen.

Vorteilhafterweise können die Daten dort von einer Ausgabeeinrichtung des Objekts bzw. seines Behälters elektronisch ausgegeben werden. Damit können ein Drucker, seine Druckvorgänge und Rohstoffe dafür eingespart werden. Mit dem Drucker entfällt auch eine akustische Belastung. Die Ausgabeschnittstelle kann vorzugsweise zur drahtlosen Übertragung des Dokumentationsdatensatzes ausgebildet sein, insbesondere zur Anzeige des Dokumentationsdatensatzes auf der Anzeigeeinrichtung des Behälters. Somit muss zur Datenübertragung keine Kabelverbindung hergestellt werden. Eine derartige Anzeigeeinrichtung weist z. B. eine Antenne oder eine Infrarotlichtzelle zum Empfang des Dokumentationsdatensatzes auf, die mittels eines Funkwellensenders oder eines Infrarotlichtsenders des Computersystems der Wechselstation versendet werden.

Es kann in einer bevorzugten Weiterbildung die Ausgabeschnittstelle zur drahtlosen Übertragung zumindest zeitweise mit einer Anzeigeeinrichtung des Behälters zur Übertragung des Dokumentationsdatensatzes zu der Anzeigeeinrichtung des Behälters verbunden sein. Dies kann z. B. dann der Fall sein, wenn sich der Behälter im Arbeitsbereich und damit ausreichend nah am Lesegerät als Sender befindet. Wird der Behälter aus dem Arbeitsbereich verbracht, ist der Abstand zwischen dem Lesegerät und der Anzeigeeinrichtung zu groß, um die drahtlose Verbindung aufrecht zu erhalten.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Anzeigeeinrichtung nach der Trennung von der Ausgabeschnittstelle den Inhalt des übertragenen Dokumentationsdatensatzes anzeigt. Somit wird der Inhalt auch dann angezeigt, wenn der Behälter wieder in seine Position in einem Regal verbracht wurde. Dabei wird ein einer bevorzugten Ausführungsform eine Anzeigeeinrichtung verwendet, die als batteriegetriebenes Etikett mit einer LCD-Anzeige ausgebildet ist. Derartige batteriegetriebene Etiketten mit einer LCD-Anzeige sind als Bestandteil von„electronic Iabelling"-Systemen (ESL) bzw. als sogenannte Smart Labels bekannt. Eine derartige Anzeigeeinrichtung kann eine Antenne oder eine Infrarotlichtzelle als Empfänger aufweisen, die mit einem Funkwellensender oder einem Infrarotlichtsender kommunizieren. Durch Übertragen von Dokumentationsdatensätzen zu einer derartigen Anzeigeeinrichtung kann deren Anzeige verändert werden. Somit ist es nicht erforderlich, dass eine Bedienperson einen manuellen Wechsel eines Etiketts durchführen muss. Damit vereinfacht sich die Bedienung der Wechselstation und reduziert mögliche Fehlerquellen.

In einer alternativen Ausführungsform ist vorgesehen, die Anzeigeeinrichtung des Behälters elektronisches Papier umfasst. Elektronisches Papier erlaubt eine dauerhaft Anzeige von Informationen, ohne dass eine permanente Energiezufuhr, z. B. mit einer Batterie als Energiequelle nötig ist. Auch hier ist kein manueller Wechsel eines Etiketts nötig bzw. ein Verwechseln des Etiketts mit demjenigen eines anderen Objekts bzw. Behälters möglich. Wegen des Entfalls elektronischer Bauteile kann elektronisches Papier auch in einem Isolator verwendet werden, weil seine Sterilisation keine Probleme bereitet. Lediglich zur Änderung seiner Anzeige benötig elektronisches Papier eine Energiezufuhr. Sie kann durch einen direkten elektrischen Kontakt mit dem Lesegerät oder berührungslos über LF- , UHF- bzw. HF-Transponder oder über Infrarotsender hergestellt werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Wechselstation, die Regalen zur Aufnahme der Behälter in Reihen nebeneinander und in Spalten übereinander umfasst, weist einen Inventurwagen mit übereinander angeordneten Antennen mit jeweils einer Antenne je Reihe, einen Computer zum Zwischenspeichern erfasster Daten der Datenträger der Behälter und eine Ausgabeschnittstelle zur Synchronisation der erfassten Daten mit einer Datenbank auf. Der Inventurwagen kann an den Regalen der Wechselstation in einem gewissen Abstand vorbeigefahren werden, um während dessen über die Antennen die Daten der Datenträger des Regals auszulesen. Damit kann in einem einfachen Arbeitsschritt eine Inventur des Regals vorgenommen werden, indem Ist-Daten aufgenommen und gespeichert werden. Sie lassen sich mit den als Soll- Daten zu betrachtenden Datensätzen der Datenbank des Computersystems vergleichen. Bei Abweichungen können die Datensätze bzw. der Behälterinhalt überprüft und korrigiert werden.

Im Folgenden wird das Prinzip der Erfindung anhand von Zeichnungen beispielhaft noch weiter erläutert. Es zeigen: Figur 1 eine Umsetzarbeitsfläche, ein Regal sowie ein erfindungsgemäßes Computersystem,

Figur 2 eine schematische Darstellung einer Abfrage einer Konstellation,

Figuren 3 bis 5 Wiedergaben von Bildschirmansichten eines erfindungsgemäßen Computersystems,

Figuren 6 bis 8 Beispiele für Käfigkarten,

Figur 9 eine Bildschirmansichten eines abgeschlossenen Prozesses,

Figur 10 eine schematische Darstellung einer Verpaarung zweier Versuchstiere,

Figur 1 1 eine Darstellung einer Verpaarung dreier Versuchstiere,

Figur 12 bis 19 Darstellungen für weitere Transaktions- und Transformationsvorgänge,

Figur 20 eine Inventureinrichtung, und

Figur 21 eine Monitorhalterung.

In Figur 1 ist ein Bereich eines Tierhauses zur Versuchstierhaltung schematisch dargestellt. Er zeigt ein Regal 16, eine Wechselstation 24 und ein Computersystem 2. Das Regal 16 ist eines von vielen weitgehend gleichartigen und trägt die Nummer 65. Im Tierhaus werden Versuchtiere F, M in Behältern in der Form von Käfigen 3 gehalten. Die Käfige 3 werden in Fächern des Regals 16 gelagert, das in der Figur 1 vereinfacht lediglich neun Fächer A1 bis C3 umfasst.

Die Wechselstation 24 umfasst einen Tisch 20 mit einer Arbeitsfläche 10. Auf der Arbeitsfläche 10 sind bereits drei Käfige 3a, 3b, 3c abgestellt, die aus den Fächern A1 , A2, B2 des Regals 16 stammen. Jetzt können Vorgänge, nämlich Transaktions- oder Transformationsvorgänge, durchgeführt oder Leistungen erbracht werden. Ein Transaktionsvorgang kann das Entfernen aus oder Hinzufügen von Käfigen 3 zum Regal 16, das Verlagern eines Käfigs 3 von einem bisherigen in ein neues Fach innerhalb des Regals 16 oder das Verlagern des Versuchstiers F aus dem ersten Käfig 3a in den dritten Käfig 3c sein. Transformationsvorgänge dagegen betreffen die Veränderung von Eigenschaften der Versuchstiere F, M, wie z. B. Erkrankungen, die Geburt von Jungtieren und den Tod eines Versuchstiers F, M. Leistungen können Untersuchungen sein, die auf die Versuchstiere F, M angewendet werden, z.B. die Überprüfung ihres Gesundheitszustands. Es kann sich um medizinische Prozeduren, aber auch um Nachrichten zu diesem Versuchstier O handeln.

An den Käfigen 3a, 3b, 3c sind Datenträger 11 , 12, 13 angebracht, auf denen Identifikationsdaten der Käfige 3a, 3b, 3c abgespeichert sind. Sie erlauben eine eindeutige Zuordnung der Käfige 3a, 3b, 3c bzw. ihres Inhalts zu gespeicherten Datensätzen einer Datenbank, die den jeweiligen Inhalt der Käfige 3a, 3b, 3c charakterisieren. Außerdem erfolgt eine Zuordnung der Datenträger 11 , 12, 13 zu den Fächern A1 , A2, B2, in denen die Käfige 3a, 3b, 3c stehen (Datenträger-Fachzuordnung). Das Computersystem 2 hat Zugriff auf die Datenbank oder speichert sie selbst. Als Datenträger 11 , 12, 13 werden RFID- Chipkarten bzw. RFI D-Transponder verwendet, die z. B. mittels Kartenhalterungen (nicht dargestellt) an den Käfigen 3a, 3b, 3c abnehmbar befestigt sind.

Im Tisch 20 sind unter der Arbeitsfläche 10 drei Lesegeräte 7, 8, 9 fest eingebaut, denen Positionen 5a, 5b, 5c auf der Arbeitsfläche 10 zugeordnet sind. Die Positionen 5a, 5b, 5c markieren Lesebereiche der drei Lesegeräte 7, 8, 9 auf der Arbeitsfläche 10. Die Lesegeräte 7, 8, 9 können die Identifikationsdaten der Datenträger 11 , 12, 13 erfassen. Sie weisen eine nur geringe Reichweite auf, damit sie die Datenträger 11 , 12, 13 nur dann erfassen, wenn die Käfige 3a, 3b, 3c in den Positionen 5a, 5b, 5c und damit innerhalb des Lesebereichs der Lesegeräte 7, 8, 9 abgestellt sind. Alternativ können die Datenträger 11 , 12, 13 von ihren Käfigen 3a, 3b, 3c abgenommen und auf die jeweilige Position 5a, 5b, 5c gehalten werden. Das Lesegerät 7 zum Beispiel erfasst nur den Datenträger 11 des Käfigs 3a. Die Verwechslungssicherheit zwischen den Käfigen 3a, 3b, 3c wird durch den Einsatz von LF-Transpondern oder HF-Transpondern als Datenträger 11 , 12, 13 und/oder durch die Verwendung von Niederstromlesegeräten erreicht, die eine Leseweite von bis zu 4 cm haben. Bei der Verwendung von UHF-Transpondern dagegen ist eine dämpfende Antenne der Lesegeräte erforderlich. Am Tisch 20 und in unmittelbarerer Griffweite des Benutzers ist ein Halter 28 angebracht, der vier Kommandokarten 30 enthält. Sie tragen ebenfalls einen Transponderchip, auf dem elektronisch erfassbare Befehle für Vorgänge oder Leistungen gespeichert sind. Für die wichtigsten Vorgänge und Leistungen gibt es jeweils eine Kommandokarte 30. Wurde beispielsweise das Versuchstier F vom Käfig 3a in den bislang leeren Käfig 3c umgesetzt, dokumentiert der Benutzer den Vorgang mit einer der Kommandokarten 30 mit dem Befehl„Tier importieren". Dazu wählt er diejenige Kommandokarte 30 aus, die für den Befehl „Tier importieren" steht und günstigerweise zusätzlich damit beschriftet ist und hält sie in den Lesebereich des Lesegeräts 9. Dazu kann es erforderlich sein, die Positionen 5c freizugeben, z.B. den Käfig 3c auf dem Tisch 20 aus der Position 5c nach hinten zu verschieben, damit das Lesegerät 9 die Kommandokarte 30 an der Position 5c erfassen kann. Die Kommandokarten 30 erlauben es dem Benutzer, einen Befehl zu geben, ohne den Blick von der Arbeitsfläche 10 nehmen zu müssen.

Die Lesegeräte 7, 8, 9 sind an dem Computersystem 2 angeschlossen. Es umfasst einen Rechner 6, einen Drucker 4 und einen Bedienterminal 26. Auf dem Rechner 6 ist ein Computerprogramm zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Prozessverfolgung gespeichert. Auf ihm sind außerdem die Datensätze abgespeichert, die den jeweiligen Inhalt der Käfige 3a, 3b, 3c betreffen. Der Bedienterminal 26 ist als berührungssensitiver bzw. Touchscreen-Bildschirm ausgebildet und erlaubt sowohl eine Visualisierung von vorzunehmenden Vorgängen und Leistungen mittels einer graphischen Benutzeroberfläche als auch eine Eingabe von Befehlen, um durchgeführte Vorgänge oder erbrachte Leistungen zu erfassen. Er stellt damit einen alternative Eingabemöglichkeit zu den Kommandokarten 30 dar. Um die vorgenommenen Vorgänge, Leistungen oder ihr Ergebnis dokumentieren zu können, ist der Rechner 6 des Computersystems 2 mit dem Drucker 4 verbunden. Er dient dazu, Etiketten 14 oder Protokolle 15 auszudrucken. Die Etiketten 14 werden an den Käfigen 3a, 3b, 3c in der Kartenhalterung eingesteckt. Sie ermöglichen ebenfalls die Identifikation eines der Käfige 3a, 3b, 3c bzw. ihres Inhalts, erfordern allerdings keine zusätzlichen Erfassungsgeräte, denn die Daten der Etiketten 14 können konventionell gelesen werden. Auch die Protokolle 15 erfassen die vorgenommenen Vorgänge oder erbrachte Leistungen bzw. deren Ergebnis. Können Etiketten 14 z.B. in Isolatoren aus Gründen der Hygiene nicht eingesetzt werden, erfolgt die Dokumentation in der Wechselstation 24 ausschließlich über die Protokolle 15.

Die Arbeitsfläche 10 kann in einer einfachen Form einen Kabelkanal 17 mit zwei oder mehr Lesegeräten 7, 8, 9 nebeneinander aufweisen. Verwendet man einen handelsübli- chen Kabelkanal mit passenden RFI D-Readern (HF, LF), kann er kostengünstig auf die Breite der am Markt verfügbaren Wechselstationen angepasst werden. Diese Komponenten bilden einen Readerkanal. Ein oder mehrere Readerkanäle bilden eine Eingabeeinheit. Ein oder mehreren Readerkanäle sind unter oder vor dem Arbeitsplatz der Wechsel- Station zur Durchführung von Vorgängen oder Leistungen angebracht.

Die Lesegeräte 7, 8, 9 sind innerhalb des Reader- bzw. Kabelkanals 17 über einen USB- Hub oder über einen Multiplexer verbunden. Jedem Lesegerät 7, 8, 9 bzw. Multiplexer ist eine COM-Schnittstelle zugeordnet, die permanent abgefragt wird. Die Transponder-ID eines erfassten Transponders und die Positionen 5a, 5b, 5c können über die Schnittstelle zum Rechner 6 übertragen werden. Die Positionen 5a, 5b, 5c in der Arbeitsfläche 10 sind jeweils durch die Reichweite der RFI D-Transponder und der Lesegeräte 7, 8, 9 begrenzt. Der Rechner 6 kann auch je nach verwendeten Transpondern auf den Datenträgern 11 , 12, 13 Informationen aus der Datenbank auf den Datenträgern 11 , 12, 13 schreiben.

Die Lesegeräte 7, 8, 9 bilden folglich eine Eingabeeinheit, die die Transponder (RFID) der Datenträger 11 , 12, 13 an den Käfigen 3a, 3b, 3c bzw. an den Kommandokarten 30 erkennt, sobald sie in ihren mit den Positionen 5a, 5b, 5c gekennzeichneten Lesebereich gelangen. Damit können die Lesegeräte 7, 8, 9 sowohl den Ort und den Inhalt der Käfige 3a, 3b, 3c auf der Arbeitsfläche 10 als auch die mit deren Inhalt vorgenommene Vorgänge und daran erbrachte Leistungen erfassen.

In einer kompakten Ausführungsform kann der Tisch 20 als Wagen ausgebildet sein, an dem zusätzlich der Rechner 6 und der Drucker 4 untergebracht sind. Der Tisch 20 stellt dann eine mobile offene Wechselstation dar.

Die Arbeitsfläche 10 samt Halter 28 befindet sich bei hohen hygienischen Anforderungen innerhalb einer Laminar-Flow-Wechselstation 40. Der Rechner 6 bzw. sein Bedienterminal 26 ist außerhalb und aus ergonomischen Gründen dann in Augenhöhe des Benutzers und ggf. höhenverstellbar montiert.

Bei höchsten hygienischen Ansprüchen sind das Regal 16, die Arbeitsfläche 10 und ggf. der Halter 28 der Wechselstation 24 in einem Isolator 50 eingebaut, der durch Handschuheingriffe bedient wird. Das Computersystem 2 ist außerhalb des Isolators 50 platziert, da Computertechnologie in Isolatoren nur sehr umständlich eingeführt werden kann und eine Sterilisation des Computersystems 2 innerhalb des Isolators nur schwer möglich ist. Um sie dennoch zu nutzen, werden die Befehle der erfindungsgemäß ausgestatten Wechselstation 24 über Kommandokarten 30 innerhalb des Isolators 50 oder über das Bedienterminal 26 außerhalb des Isolators 50 eingegeben. Da für die Eingabe am Bedienterminal 26 zumindest eine Hand des Bedieners aus den Handschuheingriffen genommen werden muss, ist alternativ oder zusätzlich eine Spracherkennung zur Steuerung des Computersystems 2 mit Sprachbefehlen vorgesehen. Sie erlaubt die Dokumentation der Tätigkeiten in der Wechselstation 24 ohne deren Unterbrechung.

Während im Isolator 50 die Datenträger-Fachzuordnung in der Datenbank einmal festgelegt wird und die Datenträger 11 , 12, 13 stets im Isolator 50 verbleiben, kann die Datenträger-Fachzuordnung bei der offenen Wechselstationen 24 und bei der Laminar-Flow- Wechselstation 40 wechseln, z.B. wenn ein neuer mit einem Datenträger versehener Käfigkartenhalter an einem bislang unbenutzten Käfig 3 angebracht wird.

Die Identifikationsdaten auf den Datenträgern 11 , 12, 13 der Käfige 3a, 3b, 3c auf den Positionen 5a, 5b, 5c werden über Schnittstellen an den Rechner 6 des Computersystems 2 übermittelt. Das auf dem Rechner 6 laufende Computerprogrammprodukt ordnet die ausgelesenen Identifikationsdaten den jeweiligen Datensätzen aus der Datenbank zu. Das Computersystem 2 identifiziert also den Käfig 3a bzw. seinen Inhalt, nämlich Versuchstiere) F, auf der Position 5a der Arbeitsfläche 10, Versuchstier(e) M im Käfig 3b in der Position 5b und den vorliegend leeren Käfig 3c in der Position 5c der Arbeitsfläche 10 (Figur 1). Es erfasst damit eine konkrete Konstellation K (vgl. Figur 2). Die Erfassung einer Konstellation K erfolgt, sobald ein Käfig 3 oder sein Datenträger 11 , 12, 13 in den Lesebereich (Position 5) eines Lesegeräts 7, 8, 9 gelangt und damit als„geöffnet", also als in Bearbeitung gilt.

Figur 2 veranschaulicht die Verwaltung der Datensätze zu den Versuchstieren F, M der Käfige 3a, 3b in der Datenbank. Sie sind einer Disziplin D zugeordnet, die über mehrere Regale 16 (Figur 1) als Lokalitäten verfügt, unter anderem über das Regal 16 mit der Nummer 32. In dessen Fächern A1 , A2... (vgl. Figur 1), die Unterlokalitäten darstellen, befinden sich jeweils Käfige 3 als weitere Unterlokalitäten, die individuelle Nummern tragen. Der Käfig 3a im Fach A2 trägt die Nummer 7 und enthält mehrere Versuchstiere F. Der Käfig 3b ist dem Fach B2 zugeordnet, trägt die Nummer 8 und enthält mehrere Versuchstiere M. Der Käfig 3c im Fach A1 trägt die Nummer 1 und ist leer. Diese in Figur 1 dargestellte Situation erfasst das Computersystem in der in Figur 2 dargestellten Konstellation K. Ein Facility-Explorer FE listet sie in hierarchisch gegliederter Form auf und gibt sie in verschiedenen senkrecht nebeneinander angeordneten Gliederungsstufen G1 , G2, G3, G4 auf dem Bedienterminal 26 (vgl. Figur 1) wieder. In der Gliederungsstufe G1 findet sich die Disziplin D, die Gliederungsstufe G2 zeigt mit den Lokalitäten 33, 34, 35 die Regale 16, in der Gliederungsstufe G3 sind die Käfige 3a, 3b, 3c in ihren Fächern A1 , A2, B2 des Regals 16 als Unterlokalität dargestellt, und die Gliederungsstufe G4 schließlich gibt mit den Versuchstieren F, M den Inhalt der Käfige 3a, 3b, 3c wieder. Der Facility-Explorer FE ist Bestandteil des Computerprogrammprodukts.

Anhand der erkannten Konstellation K ist das Computersystem 2 in der Lage, eine Auswahl von Vorgängen und Leistungen zu ermitteln, die bei der konkreten erfassten Konstellation K gemäß den Figuren 1 und 2 möglich und sinnvoll ist. Sie erlaubt vorliegend beispielsweise keine Vorgänge und Leistungen, die sich auf die Erfassung eines Wurfs beziehen, weil im Käfig 3a ausschließlich weibliche Versuchstiere F und im Käfig 3b ausschließlich männliche Versuchstiere M enthalten sind, Jungtiere also nicht vorliegen können. Stattdessen können beispielsweise Verlegungs- oder Verpaarungsvorgänge oder Untersuchungen vorgenommen werden. Nur diese und weitere mögliche Vorgänge und Leistungen bietet jetzt das Computersystem 2 auf der graphischen Benutzeroberfläche des Bedienterminals 26 (Figur 1) in den Toolbars TB an.

Sie werden der Übersichtlichkeit und Verständlichkeit halber sortiert und in gruppierten Schaltflächen bzw.„Druckknöpfen", so genannten Toolbars, auf dem Terminal 26 angezeigt, nämlich in einer Facility-Explorer-Toolbar FE-TB, einer Prozess-Toolbar P-TB und einer Toolbar SM-TB eines Service-Markts SM. Die Toolbar FE-TB stellt Funktionen zur Bedienung des Facility-Explorers zur Auswahl, also beispielsweise das Anwählen einer Disziplin D oder das Expandieren angewählter Gliederungsstufen G oder Lokalitäten wie dem Fach A2. Je nach gewählter Ansicht und vorliegender Konstellation K setzt das Computerprogramm die Schaltflächen der Prozess-Toolbar P-TB zusammen. Dort finden sich die Schaltflächen der zur Konstellation K passenden Vorgänge. Der Service-Markt SM schließlich stellt eine ggf. ineinander geschachtelte Hierarchie von Leistungen oder Leistungspaketen dar, wie zum Beispiel Informationen, Befunden als Dokumentationen eines Zustande eines Versuchstiers F, M, Anfragen danach etc.. Sie können von definierten Disziplinen D angeboten bzw. von ihnen für einen bestimmten Zustand eines Versuchstieres F, M angefordert bzw. nachgefragt werden.

Damit erhält der Bediener eine reduzierte und damit übersichtliche Auswahl an Vorgängen und Leistungen. Einerseits erleichtern sie ihm die Bedienung des Computersystems 2, weil er selbst nicht mehr aus„richtigen" und„falschen" Vorgängen und Leistungen auswählen muss. Andererseits verringert es die Fehleranfälligkeit der Bedienung, weil aufgrund der geringeren Auswahl irrtümliche Betätigungen reduziert werden. Schließlich ermöglicht das Computersystem 2 eine Plausibilitätsprüfung, falls Eingaben des Benutzers nicht über die Toolbars TB, sondern über Kommandokarten, Tastenkombinationen an einer Tastatur oder Sprachbefehle erfolgen.

Figur 3 gibt die Bestandteile einer Bildschirmansicht auf dem Bedienterminal 26 wieder: die zentrale Fläche nimmt die hierarchische Gliederung des Facility-Explorers FE ein. Die einzelnen Gliederungsstufen G1 , G2, G3, G4 lassen sich in der Bildschirmansicht im Faci- lity-Explorer FE über die Schaltflächen FE-TB expandieren bzw. vergrößern und kontrahieren bzw. verkleinern (nicht dargestellt). Für jede Gliederungsstufe G (vgl. Figur 2) lassen sich ggf. auch neue Bildschirmansichten bzw. Fenster aufrufen. Den linken Rand bilden die Schaltflächen FE-TB des Facility-Explorers, den oberen Rand die Schaltflächen P-TB für die Prozesse und den rechten Rand die Schaltflächen SM-TB (nur in Figur 5). Die Schaltflächen FE-TB, P-TB und SM-TB können jedoch beliebig angeordnet werden.

Um dem Bediener einen optischen Bezug zwischen der hierarchischen Struktur des Faci- lity-Explorer FE einerseits und der tatsächlichen Anordnung der Käfige 3a, 3b, 3c im Regal 16 andererseits zu bieten, wird außerdem das Regal 16 mit seinen Fächer A1 , A2 etc. und den Käfigen 3 auf der rechten Seite der Bildschirmansicht in einem Smart-Rack SR dargestellt. Das Smart-Rack SR stellt das Regal 16 als zweidimensionale Struktur dar, deren Fächer A1 , A2, etc. sich wie Felder eines Schachbretts adressieren lassen. Der Zustand der Fächer A1 , A2, etc. ist mit Hilfe von Farben als besetzt, leer, aktiviert, Paar, Trio etc. markiert. Ein Tooltipp TT, ein kleines aufspringendes so genanntes Pop-up- Fenster, kann weitere Informationen zum einem angewählten Fach angeben.

Die Anzeige des Facility-Explorer FE lässt sich auch über das Smart-Rack SM steuern, indem beispielsweise das Fach A1 durch Cursorauswahl oder direktes Antippen aktiviert und im des Facility-Explorer FE geöffnet wird. Die Wiedergabe des Smart-Rack lässt sich umschalten auf eine Darstellung seines Inhalts z.B. nach Stämmen oder Benutzergruppen (nicht dargestellt).

Die Schaltflächen der Toolbars TB lassen sich mit einem Mauszeiger des Rechners 6 oder auf einem berührsensitiven Bildschirm als Terminal 26 durch Antippen mit einem Finger anwählen. Alternativ oder zusätzlich können Eingaben in Sprachform erfolgen, die von einer Spracherkennung des Computersystems 2 verarbeitet werden. Spracheingaben stellen das ideale Medium für die Befehlseingabe in einer hygienekritischen Umgebung dar.

Für alphanumerische Eingaben, z. B. das Geschlecht, die Anzahl der Versuchtiere F, M, Erfassung von Würfen oder Abnormalitäten etc. werden so genannte Widgets verwendet. Ein Widget ist eine Komponente eines grafischen Fenstersystems. Das Widget besteht zum einen aus dem Fenster, einem sichtbaren Bereich (vgl. Figur 4), der Maus-, Tastaturoder Touchscreenereignisse empfängt, und zum anderen aus einem nicht sichtbaren Software-Objekt, das den Zustand einer Komponente speichert und über bestimmte Zeichenoperationen den sichtbaren Bereich verändern kann. Figur 4 zeigt ein Widget 60, das beim Import von Versuchstieren F, M in einen leeren Käfig angezeigt wird. Es setzt sich aus acht Flächen 62 bis 78 zusammen. Es umfasst eine Anzeige 62, auf der eine vorgenommene Eingabe zu Kontrolle wiedergegeben wird. Erforderliche Eingaben beim Import von Versuchstieren F, M ist deren Alter, das durch Anwahl der Taste 64 und über die Eingabe des Alters über eine Zifferntastatur 74 eingegeben werden kann. Sollte das Alter unbekannt sein, bietet das Widget 60 mit der Taste 66 auch dafür ein Feld. Die Eingabe des Geschlechts erfolgt über die Tasten 68 und 70. Um die Eingabe einer mehrstelligen Zahl zu ermöglichen, bietet das Widget 60 eine Eingabetaste 72, die nach Abschluss einer Eingabe gedrückt wird. Sie zeigt das Ende der Eingabe an. Zur Korrektur einer Eingabe oder zum Abbrechen des aktuellen Vorgangs dient die Taste 78.

Der Einsatz von Widgets erspart dem Benutzer die manuelle Eingabe von Ziffern oder Buchstaben in Feldern. Er erspart sogar die Positionierung eines Zeigers bzw. Cursors auf bestimmten Feldern der graphischen Benutzeroberfläche, wenn das Widget nach Eingabe in ein Feld automatisch auf das nächste Eingabefeld springt. Es erlaubt so eine schnellere Eingabe von Daten und eine Reduzierung von Bedienungsschritten. Widgets stellen folglich ein vereinfachtes Eingabeverfahren dar, weil als Eingabemedium ausschließlich Druckknöpfe zur Anwendung kommen. Widgets können außerdem hinsichtlich der Zusammensetzung ihrer Schaltflächen auf einen Vorgang oder Leistung abgestimmt bzw. programmiert sein. Sie können per Touchscreen bedient werden und ermöglichen eine effiziente Anwendung der Spracherkennung als weitere Eingabemöglichkeit, da Widgets aufgrund ihrer Technologie den natürlichen Sprachfluss eines Menschen besser unterstützen als ein starres Formular mit vielen Feldern. Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die Identifikationsdaten auf den Datenträgern 11 , 12, 13 mit den Lokalitäten, dem Regal 16 bzw. den Fächern A1 , A2, B2 und deren Inhalten, den Versuchtieren F, M, in der Datenbank verbunden. Wenn die Lesegeräte 7, 8, 9 (vgl. Figur 1 ) die Identifikationsdaten erkennen, öffnet das Computerprogramm die entsprechenden Lokalitäten im Facility-Explorer FE und der Software-Fokus wird auf die angewählte Lokalität gelegt.

Der auf der Position 5c vom Lesegerät 9 erkannte RFI D-Transponder des Datenträgers 13 (vgl. Figur 1) wird automatisch auf eine zuvor von einem Benutzer im Facility-Explorer FE oder über das Smart-Rack SM geöffnete Lokalität registriert. Alternativ sucht sich das Computersystem 2 je nach Konfiguration K selbst die nächste freie Lokalität im Facility- Explorer FE und registriert den RFID-Transponder des Datenträgers 13 auf die Lokalität, vorliegend das Fach A1. War der RFID-Transponder des Datenträgers 13 bereits registriert, wird die Lokalität„Fach A1" in dem Computerprogrammprodukt aufgerufen und geöffnet.

Im Folgenden wird anhand der Figuren 3 und 5 bis 9 der Prozess einer Verpaarung stellvertretend für die anderen unterstützten Prozesse des Verfahrens beschrieben.

Ein Tierpfleger als Benutzer hat aus dem Regal 16 mit der Nummer 33 (Lokalität) aus dem Fach A2 (Unterlokalität) den Käfig 3a mit der Nummer 7 (Unterlokalität) mit drei weiblichen Versuchstieren F auf die Arbeitsfläche 10 der Wechselstation 24 gestellt (vgl. auch Figur 1). Neben den Käfig 3a stellt der Tierpfleger den Käfig 3b mit der Nummer 8 aus dem Fach B2 mit vier männlichen Versuchstieren M. Daneben schließlich stellt er einen leeren Käfig 3c mit der Nummer 1 aus dem Fach A1.

Der Tierpfleger öffnet die Käfige 3a, 3b und den leeren Käfig 3c physikalisch. Er nimmt die mit dem Datenträgern 11 , 12, 13 bestückten Käfigkartenhalter von den Käfigen 3a, 3b, 3c ab und hält sie jeweils kurz auf die jeweiligen Positionen bzw. Lesebereiche 5a, 5b, 5c der Lesegeräte 7, 8, 9. Damit öffnet bzw. aktiviert er die Käfige 3a, 3b, 3c auch im Facility- Explorer FE und im Smart-Rack SR. Sind die Datenträger 11 , 12, 13 mit den Käfigen 3a, 3b, 3c physisch fest verbunden, genügt es, die Käfige 3a, 3b, 3c auf den Positionen 5a, 5b, 5c abzustellen.

Das Computersystem 2 erfasst die Konstellation K aus dem geöffneten Käfig 3a mit weiblichen Versuchstieren F, dem geöffneten Käfig 3b mit männlichen Versuchstieren M und dem leeren Käfig 3c. Demzufolge bietet der Facility-Explorer FE in der Symbolleiste P-TB u.a. eine Schaltfläche 34 für eine Verpaarung zweier Individuen und eine Schaltfläche 36 für eine Verpaarung dreier Individuen an.

Jetzt setzt der Tierpfleger ein weibliches Versuchtier F aus dem Käfig 3a mit der Nummer 7 und ein männliches Versuchstier M aus dem Käfig 3b mit der Nummer 8 in den Käfig 3c mit der Nummer 1 (vgl. auch Figur 1). Es verbleiben somit noch zwei weibliche Versuchstiere F im Käfig 3a und drei männliche Versuchstiere M im Käfig 3b. Der Käfig 3c enthält folglich ein weibliches Versuchtier F und ein männliches Versuchstier M. Dann gibt der Tierpfleger den Sprachbefehl„Verpaare Tiere" oder hält die Kommandokarte 30„Ver- paaren" vor den Käfig 3c auf die Position 5c oder drückt den Schaltfläche 34 für„Verpaa- ren" der Symbolleiste P-TB auf dem Terminal 26 des Computersystems 2.

Das Computersystem 2 startet daraufhin die Verpaarungstransaktion. Dazu aktualisiert es die Bildschirmansicht, die in Figur 5 wiedergegeben ist. Sie zeigt die neuen Käfiginhalte im Facility-Explorer FE, im Smart-Rack SM den Standort der Käfige 3a, 3b, 3c im Regal 16 und eine an die neue Konstellation angepasste Symbolleiste P-TB. Da der Käfig 3c auf der Position A1 angewählt ist, in dem ein weibliches Versuchstier F und ein männliches Versuchstier M sitzen, wird keine Verpaarung mehr angeboten, sondern mit der Schaltfläche 38 zum Beispiel die Erfassung eines Wurfs. Außerdem werden sofort drei neue Käfigkarten 18 zu den jeweils veränderten Käfiginhalten ausgedruckt (siehe Figuren 6 bis 8).

Zum Abschluss des Vorgangs bringt der Tierpfleger die Datenträger 11 , 12, 13 der Käfige 3a, 3b, 3c in die jeweiligen Positionen bzw. Lesebereiche 5a, 5b, 5c der Lesegeräte 7, 8, 9. Die erneute Erfassung der Datenträger 11 , 12, 13 bedeutet ein Schließen der Käfige 3a, 3b, 3c im Facility-Explorer FE und im Smart-Rack SR. Danach werden die Käfige 3a, 3b, 3c auch physisch verschlossen und in ihre Fächer A1 , A2 und B2 innerhalb des Regals 16 zurückgestellt. Figur 9 zeigt eine Bildschirmansicht nach dem Schließen der Käfige 3a, 3b, 3c. Das Regal 16 mit der Nummer 33 ist inaktiv und geschlossen. Demzufolge können keine Prozesse in den Schaltflächen SM-TB oder nur wenige in den Schaltflächen P-TB angeboten werden.

Figur 10 zeigt den zuvor geschilderten Vorgang der Verpaarung der Versuchtiere F, M in einer Prozessnotation, also in 14 Schritten samt Symbolen für jeden Schritt. In der äußersten linken Spalte P ist der Vorgang„Verpaarung" mit„Mate Pair" benannt. In der folgenden Spalte S sind die einzelnen Schritte aufsteigend durchnummeriert. Die nächste Spalte O gibt für jeden Schritt ein Symbol an. Im mittleren Bereich der Figur 10 ist die Arbeitsfläche 10 mit den drei Käfigen 3a, 3b, 3c dargestellt. Unter der Arbeitsfläche 10 sind die Lesegeräte 7, 8, 9 symbolisiert. In der rechten Spalte I sind manuelle Eingaben 11 , 12 des Tierpflegers symbolisiert.

Im Schritt 1 wird zuerst der Käfig 3a mit dem weiblichen Versuchstier F auf die Arbeitfläche 10 der Wechselstation 24 gestellt. Im Schritt 2 wird der Käfig 3a geöffnet, indem sein Datenträger 1 1 (vgl. Figur 1) das erste Mal vom Lesegerät 7 erfasst wird. In den Schritten 3 und 4 wiederholt sich der Vorgang für den zweiten Käfig 3b mit dem männlichen Versuchtier M. Im Schritt 5 wird der leere dritte Käfig 3c auf die Arbeitsfläche 10 gestellt. Ihm ist - abweichend von der bisherigen Darstellung des Vorgangs - noch kein Datenträger zugeordnet, weshalb der Tierpfleger in Schritt 6 die Eingabe 11 am Rechner 6 (vgl. Figur 1) vornehmen muss, in der er den leeren Käfig 3c dem Datenträger 13 bzw. dem Fach A1 im Regal 16 (vgl. Figur 1) zuordnet. Alternativ erfolgt in Schritt 7 das Öffnen des Käfigs 3c mittels Kommandokarte 30. Jetzt kann in den Schritten 8 und 9 eine tatsächliche Verlegung des weiblichen Versuchstiers F und des männlichen Versuchstiers M aus dem ersten bzw. zweiten Käfig 3a, 3b in den dritten Käfig 3c vorgenommen werden. Dazu muss der Tierpfleger in Schritt 10 die Eingabe 12 am Rechner 6 vornehmen, nämlich die Angabe, welche Individuen jeweils aus dem Käfig 3a bzw. 3b entnommen wurden. Die Verlegung und Verpaarung des weiblichen Versuchstiers F und des männlichen Versuchstiers M dokumentiert der Tierpfleger in Schritt 11 durch Erfassen einer Kommandokarte 30 (vgl. Figur 1) durch das Lesegerät 9 unter dem Käfig 3c, in dem die Verpaarung stattfinden soll. Abschließend werden die drei Käfige 3a, 3b, 3c in den Schritten 12, 13, 14 geschlossen.

Im Folgenden werden weitere Vorgänge und Leistungen in der in Figur 10 erläuterten Prozessnotation beispielhaft wiedergegeben:

Figur 11 zeigt den Prozessablauf bei der Verpaarung eine Trios von Versuchstieren F, F, M. Abweichend vom vorherigen Beispiel gemäß Figur 10 enthält der Käfig 3c schließlich zwei weibliche Versuchstiere F und ein männliches Versuchstier M.

Figur 12 zeigt den Import eines Versuchstiers F in den einzelnen Käfig 3c und damit quasi einen Teilprozess aus den Schritten 5, 6, 7,8, 11 , 12 und 13 gemäß den beiden vorherigen Prozessen in Figuren 10 und 11. Figur 13 zeigt die Möglichkeit für so genannte Massenvorgänge, nämlich einen Import von Versuchstieren M in vier offene Käfige 3d, 3e, 3f, 3g. Obwohl die Wechselstation 24 unverändert über drei Lesegeräte 7, 8, 9 und drei Positionen 5a, 5b, 5c verfügt, werden gleichwohl die vier Käfige 3d, 3e, 3f, 3g bestückt. Die Positionen 5a, 5b sind herkömmlich mit den Käfigen 3d, 3e besetzt. Neben der realen Position 5c mit dem Käfig 3f ist dazu eine„gedachte" oder virtuelle Position 5d angeordnet, der der Käfig 3g zugeordnet ist. Die Position 5c des Lesers 9 wird zu einer Multiposition erklärt, auf der sich, sobald die Position 5c selbst physikalisch besetzt ist, eine weitere -„gedachte" - Position 5d im Facility- Explorer FE generieren und mit dem Käfig 3g besetzen lässt. Ein physikalisches Pendant zu der gedachten Position 5d existiert nicht, der Käfig 3g dagegen befinden sich dann nach seinem Erfassen durch die reale Position 5c ggf. nicht mehr auf der Arbeitsfläche 10 der Wechselstation, sondern z. B. auf einem benachbarten Tisch (nicht dargestellt).

Figur 14 zeigt das Entsorgen eines toten Versuchstieres F aus einem Käfig 3d. In Schritt 1 wird der noch besetzte Käfig 3d über dem Lesegerät 7 positioniert und in Schritt 2 erfasst bzw. geöffnet. Schritt 3 ist die physikalische Entfernung des Versuchstiers F aus dem Käfig 3d. In Schritt 4 ist die Eingabe 11 des Tierpflegers zur Identifizierung des Versuchtiers F erforderlich, sofern mehrer Versuchstiere F im Käfig 3d vorhanden sind. Schritt 5 zeigt das Symbol für die Kommandokarte 30, mit der der Vorgang über den Leser 7 dem Rechner 6 mitgeteilt wird. Schließlich wird in Schritt 7 der Käfig 3d geschlossen.

Figur 15 zeigt das Bewegen eines Versuchstiers F von dem Käfig 3a in den Käfig 3c. Nach Auswahl, Registrieren und Öffnen der Käfige 3a, 3c in den Schritten 1 bis 5 erfolgt das Umziehen des Versuchstiers F. Der Herkunftskäfig 3a und der Zielkäfig 3c werden dem Computersystem 2 in den Schritten 6 und 8 per Kommandokarte mitgeteilt. Dazwischen findet im schritt 7 der physische Umzug des Versuchstiers F statt. Abschließend werden beide Käfige 3a, 3c in den Schritten 9 und 10 geschlossen.

Figur 16 zeigt das Erfassen eines Wurfes W. In den Schritten 1 und 2 wird der Käfig 3a mit dem Wurf W in der oben beschriebenen Weise geöffnet. In Schritt 3 erhält der Rechner 6 per Kommandokarte 30 die Information, dass im Käfig 3a ein Wurf W erfasst wird. In Schritt 4 ist dann eine manuelle Eingabe 11 des Tierpflegers zur inhaltlichen Erfassung des Wurfs W zum Beispiel nach Anzahl und Geschlecht erforderlich. Abschließend wird der Käfig 3a in Schritt 5 wieder geschlossen. Figur 17 zeigt das Absetzen eines Wurfs W aus dem Käfig 3d in mehrere Käfige 3e, 3f, 3g. Dazu wird die Position 5c wieder als Multiposition (vgl. Figur 13) verwendet, so dass eine virtuelle Position 5d für den Käfig 3g entsteht. Im Übrigen verlaufen die Schritte 1 bis 9 sinngemäß wie in Figur 16.

Figur 18 zeigt eine Massenverpaarung in den Käfigen 3f, 3g, die sich aus den Käfigen 3d, 3e speist. Auch dazu wird die Position 5c wieder als Multiposition mit den Käfigen 3f, 3g besetzt (vgl. Figur 13). Durch Wiederholung des Schritts 5 (vgl. Schritt 4 in Figur 13) lassen sich nicht nur die dargestellten zwei Käfige 3f, 3g auf der Position 5c verarbeiten, sondern so viele wie erforderlich. Genauso oft muss der Schritt 11 weiderholt werden, um die Käfige 3f, 3g etc. zu schließen. Die Massenverpaarung bildet damit eine Vervielfachung des Verpaarungsvorgangs gemäß Figur 10. Demgegenüber abweichend ist in Figur 18 eine individuelle Erfassung der zu verpaarenden Versuchstiere F, M (vgl. Schritt 10 in Figur 10) nicht erneut dargestellt.

Figuren 19a, 19b zeigen das Entregistrieren eines Käfigs 3c aus einem Regal 16 in zwei Varianten. Demnach kann der Befehl zum Entregistrieren per Tastatureingabe wie in Schritt 2 der Figur 19a oder per Kommandokarte wie in Schritt 3 der Figur 19b erfolgen.

Das oben geschilderte Verfahren dient der Prozess-Verfolgung.„Geschäftsvorfälle" werden verfolgt und verarbeitet und führen zu einem Sollbestand an Käfigen 3 und Proben bzw. Versuchstieren F, M. Daher ist es sinnvoll, von Zeit zu Zeit eine physische Bestandskontrolle (Inventur) vorzunehmen und die gezählten realen Bestände an Versuchstieren F, M mit den Daten gemäß Datenbank zu vergleichen. Die körperliche Bestandsaufnahme der Käfige 3 bietet einen guten Hinweis auf die Qualität des Verfahrens und auf die Qualität der Arbeitweise des Personals. Die Qualität drückt sich in einer Inventurdifferenz aus. Da eine Inventur von Hand sehr aufwendig ist, kann zur Vereinfachung der Inventur ein fahrbares Datenträger- bzw. Transponderlesesystem gemäß Figur 20 zum Einsatz kommen.

Auf einem fahrbaren Wagen 100 sind sechs Antennen a1 , a6 übereinander montiert. Die Anzahl der Antennen a1 , a6 entspricht der Anzahl von übereinander liegenden Fächern A1 , A2, etc. des Regals 16. Die Antennen a1 , a6 sind dafür ausgelegt, die Daten der Datenträger 1 1 , 12, 13 an den Käfigen 3 des Regals 16 zu empfangen. Die Antennen a1 , a6 sind über einen Multiplexer (nicht dargestellt) mit einem Leser (nicht dargestellt) gekoppelt, der die Daten der Datenträger 11 , 12, 13 erfassen kann. Der Leser J J ist also vergleichbar den Lesern 7, 8, 9 unter der Arbeitsfläche 10 der Wechselstation 24. Bei RFID-Transpondem als Datenträger 11 , 12, 13 ist der Leser ein RFID-Reader. Er ist mit einem Computer 102 am Wagen 100 verbunden, der empfangene Signale empfängt, verarbeitet und die so erhaltenen Daten der Datenträger 11 , 12, 13 zwischenspeichert.

Zur Vornahme einer Inventur des Regals 16 wird der Wagen 100 mit einem Abstand d am Regal 16 in der Richtung R entlang gefahren. Während dessen empfangen die Antennen a1 , a6 die Daten der Datenträger 11 , 12, 13 etc. Die Antennen a1 , a6 sind so dimensioniert, dass sie die Daten der Datenträger 11 , 12, 13 über den Abstand d hinweg zuverlässig empfangen. Die gelesenen Daten stellen die Ist-Daten der Inventur dar. Sie werden im Computer 102 zwischengespeichert und mit den Soll-Daten des Computersystem 2 des oben geschilderten Verfahrens verglichen.

Eine ergonomische Anordnung der Bedienelemente der Wechselstation 24 (Figur 1) erleichtert eine effiziente Durchführung des oben geschilderten Verfahrens erheblich. In Griffweite des Benutzers ist ggf. nicht nur der Halter 28, sondern vor allem das Bedienterminal 26 des Rechners 6 anzubringen. Es kann zum Beispiel als Tablett-PC oder als Touch-Screen-Monitor ausgebildet sein. Der ideale Bedienungsabstand des Terminals 26 zum Benutzer kann über eine Monitorhalterung 120 gemäß Figur 21 erreicht werden. Sie ist an einer waagrechten Traverse 122 befestigt, die an einer Außenwand 124 einer La- minar-Flow-Station oder eines Isolators angebracht ist. Sie trägt an einem Gelenkarm 126, an dessen freien Ende 128 ein Adapter 130 für ein nicht dargestelltes Terminal befestigt ist. Das andere Ende 132 des Gelenkarms 126 ist an einer Schelle 134 befestigt, die dreh-, verschieb- und klemmbar auf einem vertikalen Standrohr 136 steckt. Über eine Kreuzschelle 138 ist das Standrohr 136 an der Traverse 122 befestigt. Die Kreuzschelle 138 lässt sich horizontal auf der Traverse verschieben und an einer beliebigen Position festlegen. Das Standrohr 136 ist innerhalb der Kreuzschelle 138 vertikal verschiebbar und arretierbar. Um ein mögliches Kippmoment aufzunehmen, ist das Standrohr 136 außerdem über einen Stützfuß 140 mit einem Saugnapf 142 an der Außenwand 124 abgestützt.

Die Monitorhalterung 120 erlaubt eine Verstellung des Adapters 130 und eines daran montierten Terminals in der Vertikalen, in der Horizontalen und in seiner Neigung. Dadurch kann der Terminal von einer schmutzigen auf eine saubere Seite einer Wechselstation geschwenkt werden und es können mehrere Terminals an der Wechselstation befestigt werden. Da es sich bei dem vorhergehenden, detailliert beschriebenen Vorrichtung, dem Verfahren, dem Computersystem und dem Computerprogrammprodukt um Ausführungsbeispiele handelt, können sie in üblicher Weise vom Fachmann in einem weiten Umfang modifiziert werden, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. Insbesondere können die Gegenstände auch in anderer Form als in der hier beschriebenen eingesetzt werden, beispielsweise im Verwaltungsbereich eines Krankenhauses, in der Pflanzenzucht oder in mikrobiologischen Laboren. Weiterhin schließt die Verwendung der unbestimmten Artikel „ein" bzw.„eine" nicht aus, dass die betreffenden Merkmale auch mehrfach vorhanden sein können.

Bezugszeichenliste

2 Computersystem 134 Schelle

3, 3a, 3b, 3c Käfig 136 Standrohr

4 Drucker 138 Kreuzschelle

5 Position, Lesebereich 140 Stützfuß

6 Rechner 142 Saugnapf

7, 8, 9 Lesegerät

10 Arbeitsfläche a1 , a2, ... Antennen

11 , 12, 13 Datenträger d Abstand

14 Etikett A1 , A2, A3 Fach

15 Protokoll B1 , B2, B3 Fach

16 Regal C1 , C2, C3 Fach

17 Reader-, Kabelkanal F weibliches Versuchstier

18 Käfigkarte FE Facility-Explorer

20 Tisch FE-TB FE-Sym bolleiste

24 Wechselstation G. G1. G2,.. Gliederungsstufe

26 Bedienterminal I Eingabespalte

28 Halter 11 , 12 manuelle Eingabe

30 Kommandokarte K Konstellation

34, 36, 38 Schaltflächen M männliches Versuchstier

40 Laminar-Flow O Symbolspalte

50 Isolator P Prozessspalte

60 Widget P-TB Prozess-Symbolleiste

62 Anzeige R Fahrtrichtung des Wagens

64 bis 78 Tasten 100

100 Wagen S Schrittespalte

102 Computer SM Service-Markt

120 Monitorhalterung SM-TB SM-Symbolleiste

122 Traverse SR Smart-Rack

124 Außenwand TT Tooltip

126 Gelenkarm W Wurf

128 freies Ende

130 Adapter

132 Ende