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Title:
METHOD FOR THE CONFIGURATION AND/OR EQUIPMENT OF A VEHICLE CABIN, MORE PARTICULARLY OF AN AIRCRAFT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/127910
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for the automatic configuration and/or equipment of a vehicle cabin (1), more particularly of an aircraft, wherein the cabin (1) is subdivided into a plurality of zones (A, B, C, D, E) and the method furthermore comprises the following steps: - selection of a plurality of individual modules (11a, 11b, 11c) from a pool of individual modules, - automatic connection of the selected individual modules (11a, 11b, 11c) to form a desired module package (10a), - automatic calculation of a desired module package configuration value, - automatic comparison of the desired module package configuration value with predefined module package configuration values which respectively correspond to a technically prevalidated module package, - automatic selection of the module package (10b) whose module package configuration value deviates the least from the desired module package configuration value, - arrangement of the selected module package (10b) in a zone (A, B, C, D, E) of the cabin (1). The invention furthermore relates to a system and a computer program.

Inventors:
SCHMIDT-SCHÄFFER, Tobias (Pflugstrasse 4, München, 80331, DE)
BECKER, Benjamin (Arndtstr. 4, München, 80469, DE)
SEIFERT, Ulrich (Jürgensallee 55D, Hamburg, 22609, DE)
Application Number:
DE2011/000413
Publication Date:
October 20, 2011
Filing Date:
April 14, 2011
Export Citation:
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Assignee:
EADS DEUTSCHLAND GMBH (Willy-Messerschmitt-Straße, Ottobrunn, 85521, DE)
AIRBUS OPERATIONS GMBH (Kreetslag 10, Hamburg, 21129, DE)
SCHMIDT-SCHÄFFER, Tobias (Pflugstrasse 4, München, 80331, DE)
BECKER, Benjamin (Arndtstr. 4, München, 80469, DE)
SEIFERT, Ulrich (Jürgensallee 55D, Hamburg, 22609, DE)
International Classes:
G05B19/4093; B64F5/00; G05B17/02; G06F17/50
Attorney, Agent or Firm:
SCHÄFER, Matthias, W. (Schwanseestrasse 43, München, 81549, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Verfahren zur automatischen Konfiguration und/oder Bestückung einer

Fahrzeugkabine (1 ), insbesondere eines Luftfahrzeugs, wobei die Kabine (1 ) in mehrere Zonen (A, B, C, D, E) unterteilt wird und das Verfahren ferner folgende Schritte aufweist:

- Auswählen von mehreren Einzelmodulen (11a, 11 b, 11c) aus einem Pool von Einzelmodulen,

- Automatisches Verbinden der ausgewählten Einzelmodule (11a, 11 b, 11 c) zu einem Soll-Modulpaket (10a),

- Automatisches Berechnen eines Soll-Modulpaketkonfigurationswertes,

- Automatisches Vergleichen des Soll-Modulpaketkonfigurationswertes mit vordefinierten Modulpaketkonfigurationswerten, welche jeweils einem technisch vorvalidierten Modulpaket entsprechen,

- Automatisches Auswählen des Modulpaketes (10b), dessen Modulpaketkonfigurationswert von dem Soll-

Modulpaketkonfigurationswert am wenigsten abweicht,

- Anordnen des ausgewählten Modulpakets (10b) in einer Zone (A, B, C, D, E) der Kabine (1 ). 2. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei zumindest eine der Zonen als Parameterzone (A, C, E) und zumindest eine weitere Zone als dynamische Zone (B, D) ausgebildet sind.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die ausgewählten Einzelmodule (11a, 11 b, 11 c) eine Anschlussposition von einem hydraulischen, elektrischen und/oder mechanischen Anschluss umfassen.

4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Pool der Einzelmodule, ein Treppenmodul, ein Küchenmodul, ein Toilettenmodul, ein

Flugkabinenpersonalsitzmodul, ein Notfallausrüstungsmodul, insbesondere ein Sauerstoffbereitstellungsmodul, ein Multimediamodul und/oder ein

Kabineninnenverkleidungsmodul umfasst.

5. Verfahren nach einem der vorangegangen Ansprüche, wobei vor dem Anordnen des ausgewählten Modulpakets (10b) in der Kabine (1 ) eine Benutzereingabe erfasst wird.

6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei die Benutzereingabe ein Verschieben und/oder ein Entfernen und/oder ein Hinzufügen und/oder ein Austauschen und/oder ein Modifizieren eines Einzelmoduls (11a, 11 b, 11c) umfasst. 7. Computerprogramm mit Programmcode zur Ausführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wenn das Computerprogramm auf einem Computer ausgeführt wird.

8. System zur Konfiguration und Bestückung einer Fahrzeugkabine (1 ), insbesondere eines Luftfahrzeugs, eingerichtet zur Ausführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, umfassend:

eine Eingabeeinrichtung zum Erfassen einer Benutzereingabe, eine mit der Eingabeeinrichtung verbundene Konfigurationseinrichtung, wobei die Konfigurationseinrichtung einen Prozessor und eine

Speichereinrichtung zum Speichern der Daten des Pools von

Einzelmodulen (11a, 11 b, 11c) aufweist, und

- eine Anzeigeeinrichtung zum Anzeigen des Soll-Modulpakets (10a) und des ausgewählten Modulpakets (10b);

- wobei das System ferner eine Steuereinheit (CON) zum Koordinieren der Endmontage im Werk aufweist.

9. System zur Konfiguration einer Kabine (1) nach Anspruch 8, wobei das System automatisches Einzelmodullager umfasst.

Description:
Verfahren zur Konfiguration und/oder Bestückung einer Fahrzeugkabine, insbesondere eines Luftfahrzeugs Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur automatischen Konfiguration und/oder Bestückung einer Fahrzeugkabine, insbesondere eines Luftfahrzeugs.

Hintergrund der Erfindung Bei Fahrzeugen für die Personenbeförderung besteht das Bedürfnis, diese mit entsprechenden Einbauten zu bestücken.

Ein Passagierflugzeug beispielsweise besteht aus einer großen Zahl von

Komponenten. Viele dieser Komponenten können und werden von den jeweiligen Fluggesellschaften in einer bestimmten Ausprägung, Modifikation oder Konfiguration bestellt, das heißt sie erfolgen auf Kundenwunsch. Es gibt ein Standardflugzeug das entsprechend entwickelt und zugelassen wird. Bestellte Flugzeuge eines Kunden werden immer hinsichtlich des Standardflugzeuges entwickelt und zugelassen. Dies geschieht über das Nachverfolgen der Änderungen (Modifikationen) am

Standardflugzeug um die entsprechende Kundenkonfiguration abzubilden.

Jede Fluggesellschaft hat neben bestimmten Wünschen hinsichtlich der

Innenausstattung des Flugzeuges Vorgaben, die von den jeweiligen nationalen Luftfahrtbehörden vorgeschrieben werden. Vor allem aber müssen technische Vorgaben bzgl. Flugmechanik, Strukturmechanik und Schwingungsmechanik sowie Anschlussvorgaben bzgl. Belüftung, Hydraulik, Elektrik, etc. berücksichtigt werden.

Die Bereitstellung der jeweilig unterschiedlich konfigurierten Komponenten zur Endmontage erfolgt im Rahmen eines sogenannten„Realisation-Engineering". Dabei werden die unterschiedlichen Konfigurationen oder Spezifikationen, die von der Fluggesellschaft gefordert werden, erfasst. Auf Grundlage dieses erfassten Spezifikationsmaterials werden dann Bauunterlagen, wie zum Beispiel Baupläne, Stücklisten und sonstige Dokumentation erstellt, die für die Bestückung einer Kabine eines Luftfahrzeugs erforderlich sind. Durch die immensen Kombinationsmöglichkeiten ist dieser Pre-Engineering-Schritt zeitaufwendig und teuer. Es besteht also ein Bedarf in der Flugzeugindustrie, die Entwicklung durch ein gezieltes modulorientiertes Pre-Engineering und darauf basierende Produktion von geeigneten Baugruppen für das Flugzeug effizienter zu gestalten.

Des Weiteren weist beispielsweise eine Flugzeugkabine üblicherweise Anschlüsse auf, wobei die Position dieser Anschlüsse festgelegt ist, beispielsweise aufgrund von Sicherheitsbestimmungen. Es ist daher erforderlich, dass die Komponenten, mit denen die Flugzeugkabine bestückt werden soll, derart in der Flugzeugkabine angeordnet werden, dass die Anschlüsse der Flugzeugkabine mit den entsprechenden

Gegenanschlüssen der Komponenten verbunden werden können.

Weiterhin ist es erforderlich, dass ein Raum in einer Flugzeugkabine effizient ausgenutzt wird, so dass eine größtmögliche Anzahl an Passagieren transportiert werden kann, wodurch insbesondere der Treibstoffverbrauch pro Passagier reduziert werden kann.

Hierzu sind bereits aus dem Stand der Technik Lösungsvorschläge bekannt. So offenbart die DE 100 41 031 A1 ein Verfahren zur Konfiguration von

Komponentenanordnungen, d. h. zur De finition der räumlichen Anordnung von Bauteilen zueinander und zu deren Optimierung bzgl. Position und/oder Menge vorzugsweise in einem Flugzeug. Um die Anordnung der Komponenten automatisch zu konfigurieren und um gegebenenfalls Herstellungsunterlagen über ein

Datenverarbeitungsprogramm automatisch zu erzeugen, ist vorgesehen, dass in ein Konfigurationstool eines Datenverarbeitungssystems der den Bauunterlagen zugrunde liegende Flugzeugtyp eingegeben wird, dass die flugzeugspezifische Geometrie in einem Zeichnungsmodul des Datenverarbeitungssystems gespeichert, aus diesem automatisch geladen und dargestellt wird, dass in einer Funktions- und Datenanalyse die erforderlichen geometrischen Objekte bzw. Komponenten ermittelt, mathematisch beschrieben, Positionsregeln mathematisch abgebildet und gespeichert werden sowie der flugzeugspezifischen Geometrie im Zeichnungsmodul des

Datenverarbeitungssystems hinzugefügt werden, und dass in dem Konfigurationstool des Datenverarbeitungssystems die Objekte bzw. Komponenten zusammen mit der flugzeugspezifischen Geometrie nach einem definierten, Kundenanforderungen berücksichtigenden Regelwerk automatisch räumlich zueinander optimal konfiguriert werden. Nachteilig hieran ist aber, dass eine Berechnung hinsichtlich der Konfiguration der Komponenten in der Flugzeugkabine für die gesamte Flugzeugkabine erfolgen muss, was die Berechnung zeitaufwendig und rechenintensiv macht. Zusammenfassung der Erfindung

Die Aufgabe der Erfindung kann daher darin gesehen werden, ein Verfahren anzugeben, welches die bestehenden Nachteile überwindet und die oben genannten Anforderungen erfüllt. Insbesondere soll das Verfahren es ermöglichen, dass eine Konfiguration und/oder Bestückung einer Kabine eines Luftfahrzeugs effizient und zeitsparend durchgeführt werden kann, dies in Hinblick sowohl auf die Produktion als auch auf die Zulassung bzw. Abnahme.

Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren nach Anspruch 1 , durch ein

Computerprogramm nach Anspruch 7 und durch ein System nach Anspruch 8.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von abhängigen

Unteransprüchen.

Die Erfindung umfasst den Gedanken, ein Verfahren zur automatischen Konfiguration und/oder Bestückung einer Fahrzeugkabine, insbesondere eines Luftfahrzeugs, bereitzustellen, wobei die Kabine in mehrere Zonen unterteilt wird und das Verfahren ferner folgende Schritte aufweist:

- Auswählen von mehreren Einzelmodulen aus einem Pool von Einzelmodulen,

- Automatisches Verbinden der ausgewählten Einzelmodule zu einem

Soll-Modulpaket,

- Automatisches Berechnen eines Soll-Modulpaketkonfigurationswertes, - Automatisches Vergleichen des Soll-Modulpaketkonfigurationswertes mit vordefinierten Modulpaketkonfigurationswerten, welche jeweils einem technisch vorvalidierten Modulpaket entsprechen,

- Automatisches Auswählen des Modulpaketes, dessen

Modulpaketkonfigurationswert von dem Soll-

Modulpaketkonfigurationswert am wenigsten abweicht,

Anordnen des ausgewählten Modulpakets in einer Zone der Kabine.

Weiterhin umfasst die Erfindung den Gedanken, ein System zur Konfiguration und Bestückung einer Fahrzeugkabine, insbesondere eines Luftfahrzeugs, eingerichtet zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens bereitzustellen, umfassend:

- eine Eingabeeinrichtung zum Erfassen einer Benutzereingabe, eine mit der Eingabeeinrichtung verbundene Konfigurationseinrichtung, wobei die Konfigurationseinrichtung einen Prozessor und eine

Speichereinrichtung zum Speichern der Daten des Pools von

Einzelmodulen aufweist,

eine Anzeigeeinrichtüng zum Anzeigen des Soll-Modulpakets und des ausgewählten Modulpakets, und

ine Steuereinheit zum Koordinieren der Endmontage im Werk aufweist.

Erfindungsgemäß kann ein Fahrzeug ein Schiff, ein Bus, ein Zug oder ein

Luftfahrzeug, wie beispielsweise ein Flugzeug, ein Luftschiff, ein Hubschrauber, etc. sein. Beispielhaft wird nachfolgend auf ein Passagierflugzeug bezug genommen. Erfindungsgemäß wird die Kabine in mehrere Zonen unterteilt, wobei hier die unterschiedlichen Zonentypen„Parameterzone" und„dynamische Zone" vorgesehen sein können. Dabei kann eine Parameterzone beispielsweise eine Einstiegszone sein, d.h. ein Bereich der durch vorgegebene besondere Randbedingungen, hier eine Tür und vorgegebene Lauf- und Fahrwege, vordefinierten Einschränkungen unterliegt. Ferner kann eine dynamische Zone als eine Passagierzone definiert sein, d.h. eine Zone, in der beispielsweise Passagiersitzreihen dynamisch angeordnet sind, wobei eine Einschränkung durch einen von einer Parameterzone vordefinierten Anfangsoder Endparameter gegeben sein kann. Beispielsweise wird die Kabine in eine Parameterzone und eine dynamische Zone unterteilt. Insbesondere kann die Kabine aber auch in mehrere Parameterzonen und/oder mehrere dynamische Zonen unterteilt werden. Erfindungsgemäß wird ein Einzelmodul aus einem Pool von Einzelmodulen

ausgewählt, wobei auch mehrere Einzelmodule aus dem Pool ausgewählt werden können. Dabei sind hier beispielsweise virtuelle Daten von Einzelmodulen zu verstehen, die auf einem Datenbanksystem abgelegt sind. Die ausgewählten

Einzelmodule werden dann zu einem Soll-Modulpaket verbunden. Das heißt, dass ein Benutzer hier seine Wunschkonfiguration bezüglich des Kabinenlayouts bestimmt, insbesondere kann eine bestimmte gewünschte Anordnung der Einzelmodule oder, im Fall von nur einem ausgewählten Einzelmdul, des Einzelmoduls in der Kabine vorgegeben werden. Der Benutzer muss sich dabei keine Gedanken machen bezüglich sicherheitsrelevanter Bestimmungen oder Vorgaben. Eine solche Anordnung von Einzelmodulen kann auch als eine Soll-Modulpaketkonfiguration bezeichnet werden.

Anschließend wird basierend auf der Soll-Modulpaketkonfiguration ein Soll- Modulpaketkonfigurationswert berechnet. Beispielsweise berücksichtigt der Soll- Modulpaketkonfigurationswert die genaue Anordnung der Einzelmodule in der Kabine und/oder die relative Position der Einzelmodule zueinander. Vorzugsweise wird auch der Typ und/oder die Anzahl der Einzelmodule berücksichtigt. Es kann auch

vorgesehen sein, dass bereits in der Kabine angeordnete Modulpakete bei der Berechnung des Soll-Modulpaketkonfigurationswertes berücksichtigt werden.

Beispielsweise kann der Soll-Modulpaketkonfigurationswert einen

Einzelmodulparameter berücksichtigen. Ein solcher Einzelmodulparameter kann beispielsweise eine Position eines Anschlusses bzw. eine Anschlussposition umfassen. Insbesondere ist der Anschluss ein hydraulischer, elektrischer und/oder mechanischer Anschluss.

In einem nächsten Schritt wird der berechnete Soll-Modulpaketkonfigurationswert mit bereitgestellten Modulpaketkonfigurationswerten verglichen, wobei diese jeweils einem Modulpaket entsprechen. Diese Modulpaketkonfigurationswerte berücksichtigen insbesondere die gleichen Parameter wie der Soll-Modulpaketkonfigurationswert, allerdings bezogen auf das jeweilige Modulpaket. Das Vergleichen kann insbesondere dadurch ausgeführt werden, dass jeweils eine Differenz zwischen dem Soll- Modulpaketkonfigurationswert und den Modulpaketkonfigurationswerten gebildet wird. Vorzugsweise können die Modulpaketkonfigurationswerte noch mit einem

Gewichtungsparameter gewichtet werden. Die Modulpakete können auch als bereitgestellte Modulpakete bezeichnet werden. Vorzugsweise werden die

bereitgestellten Modulpakete bzw. die bereitgestellten Modulpaketkonfigurationswerte mittels eines Algorithmus berechnet, wobei der Algorithmus die technischen

Randbedingungen, wie zulässiges Gewicht, Schwerpunktlage, mechanische, elektrische und hydraulische Anschlüsse, etc. berücksichtigt. Das heißt, nur durch den Algorithmus als technisch zulässig befundene Anordnungen sind möglich.

Beispielsweise werden hierbei auch Mindestflächen und Fahr- und Laufwege berücksichtigt.

Es wird dann das Modulpaket aus den bereitgestellten Modulpaketen ausgewählt, welches einen Modulpaketkonfigurationswert aufweist, das von dem Soll- Modul pa ketkonfig u rati o n swe rt am wenigsten abweicht. Beispielsweise kann als Auswahlkriterium das Minimum der Absolutwerte der obigen gebildeten Differenzen gewählt werden.

In einem nächsten Schritt wird dann das ausgewählte Modulpaket in der Kabine angeordnet. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Kabine in mehreren Zonen unterteilt und das ausgewählte Modulpaket wird in eine der mehreren Zonen angeordnet. Weiterhin kann beispielsweise vorgesehen sein, dass beim

Unterteilen der Kabine in mehrere Zonen zumindest eine Parameterzone und eine dynamische Zone vorgesehen werden. Insbesondere kann die Kabine aber auch in mehrere Parameterzonen und/oder mehrere dynamische Zonen unterteilt werden. Vorzugsweise wird das ausgewählte Modulpaket in der Parameterzone zur

vollständigen Konfiguration der Parameterzone angeordnet. Das heißt, ein

nachträgliches Ändern der Konfiguration der Parameterzone ist nicht vorgesehen. Hierbei werden insbesondere die Größe und die Grenzen der Parameterzone definiert, d.h. beispielsweise wird hier definiert ob die Grenze der Parameterzone durch offene Flächen oder durch eine starre Trennwand gebildet wird. Insbesondere kann dann vorgesehen sein, dass eine oder mehrere Einzelkomponenten aus einem Pool von Einzelkomponenten ausgewählt werden. Anschließend wird vorzugsweise eine

Einzelkomponentenkonfiguration der dynamischen Zone entsprechend der Anordnung des ausgewählten Modulpakets in der Parameterzone berechnet. Das heißt, dass die Anordnung der Modulpakete in der Parameterzone die

Einzelkomponentenkonfiguration bestimmt. Beispielsweise kann bei dieser

Berechnung ein Mindestabstand zwischen einem Einzelmodul des Modulpakets und einer Einzelkomponente berücksichtigt werden. Bei der Konfiguration der dynamischen Zone berücksichtigt ein weiterer Algorithmus neben den Parametern der

Parameterzone auch die technischen Randbedingungen wie Schwerpunktlage, Anschlusssituation, Lauf- und Fahrwege, etc. Insbesondere werden die

Einzelkomponenten in der dynamischen Zone entsprechend der berechneten

Einzelkomponentenkonfiguration angeordnet. Hierbei werden vom Algorithmus nur zulässige Anordnungen erlaubt, d.h. insbesondere werden keine Anordnungen frei gegeben, die gegen die technischen Vorgaben, z.B. flug- oder strukturmechanische Vorgaben verstoßen. Die Auswahl der Einzelkomponenten umfasst dabei wiederum einen Pool verschiedenartiger Einzelkomponenten.

Der Bestückungsvorgang selbst, d.h. die Produktion bzw. Montage der Einzelmodule und der Modulpakete erfolgt dann basierend auf der automatisierten Konfiguration. Dabei kann die Produktion beispielsweise die Unterteilung der Zonen mittels

entsprechender Markierungen beinhalten. Die Auswahl kann dann beispielsweise aus einem Lager mit entsprechenden Einzelmodulen, Modulpaketen oder Module bzw. Komponenten erfolgen. Die Anordnung erfolgt dann physisch auf Basis der

Berechnungen, d.h. die Modulpakete und die Einzelkomponenten werden in der Flugzeugkabine angeordnet und montiert.

Eine Parameterzone kann mit einem einzelnen Einzelmodul oder mit einem

Modulpaket aus mehreren Einzelmodulen besetzt werden, beispielsweise mit einem Küchenmodul oder einem Toilettenmodul, wobei deren Positionierung und Systemanschlüsse entsprechend mitdefiniert sind. Hierdurch reduziert sich im

Vergleich zum Stand der Technik die Komplexität. Diese Module definieren

insbesondere eine Reihe von Parametern für die an die Parameterzone angrenzenden dynamischen Zonen, insbesondere hinsichtlich ihrer Start- und Endposition sowie der Anschlüsse für Systeme, wie beispielsweise Kabelbäume etc. Des weiteren definieren die Parameterzonen der Türen alle Systeme die für ihre Versorgung notwendig sind. Diese Systeme sind beispielsweise Abwasser, Frischwasser, Klima, etc. und verlaufen entsprechend auch durch die dynamischen Zonen. Die Konfiguration der Module bzw. der Modulpakete, die in einer solchen Parameterzone enthalten sind, ist durch die Module sowie die Zone beschränkt. So darf ein Küchenmodul ein gewisses Gewicht und einen entsprechenden Stromverbrauch nicht überschreiten. Die

Hauptkomplexität und Variabilität der Kabine soll so modular abgebildet und

beschränkt werden. Eine dynamische Zone wird entsprechend einiger Kundenparameter sowie der Parameter der Parameterzone ausgestaltet. Die darin enthaltenen Elemente sind beispielsweise Sitzreihen, Wandverkleidungen sowie deren Verkabelung, z.B. für Seat-to-Seat sowie weitere Verkabelung wie die der Personal Service Units in der Decke etc. Diese Verkabelung und Positionierung der Elemente in den Zonen nutzt die Randbedingungen aus den Parameterzonen und kann so recht einfach die

Bauunterlagen für u.a. Kabelbäume, die Sitzreihen, die PSU (Personal Service Unit) etc ableiten.

Die erfindungsgemäße Unterteilung der Kabine in Parameterzonen und dynamische Zonen bietet hierbei insbesondere den Vorteil einer zeitsparenden und weniger rechenintensiven Konfiguration und/oder Bestückung, indem die Bestückung und/oder die Konfiguration nicht für die gesamte Kabine berechnet werden muss, sondern lediglich für eine vorbestimmte Zone: Der dynamischen Zone. Dadurch, dass die Parameterzone mit Modulpaketen, insbesondere mit vorkonfigurierten Modulpaketen, konfiguriert und/oder bestückt wird, reduziert sich der Rechenaufwand bzw. der Zeitaufwand einer gegebenen Rechenanlage bzw. die erforderliche Größe und Leistung der Rechenanlage und damit deren Kosten können minimiert werden.. Vorteile dieses Systems sind unter anderem:

1. Die Zertifizierbarkeit des Flugzeuges ist einfach zu gewährleisten, da die

Türbereiche durch Vorgaben für Notevakuation, Kabinenpersonal pro Ausgang, Gangbreiten im Türbereich etc. fest definiert sind und die Parameter der dynamischen Zone durch Vorgaben definiert sind, wie: Sitze nur mit einem entsprechenden Abstand zu Monumenten, beispielsweise Küchenmodul oder Toilettenmodul, in der Tür, Sitze nur an Positionen die vom Flugbegleitersitz einsehbar sind, Sitze mit einem minimalen Zwischenabstand/Neigung der Rückenlehnefest, etc.

2. Eine einfache Montage. Die Türbereiche sind relativ beschränkt und statisch und können so in einem gut definierbaren Zeitrahmen eingebaut werden. Mögliche

Halterungen, Systemanschlüsse etc haben weniger Varianz. Weniger Varianten vom Standardflugzeug entstehen. Die Sitzbereiche haben feste Schnittstellen für die Verkabelungen und die Struktur.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst der zumindest eine Einzelmodulparameter eine Anschlussposition von einem hydraulischen, elektrischen und/oder mechanischen Anschluss. Somit ist es in vorteilhafter Weise ermöglicht, dass Einzelmodul bzw. die Modulpakete derart in der Kabine angeordnet werden, dass in der Kabine angeordnete Anschlüsse mit entsprechenden an den Einzelmodulen bzw. Modulpaketen angeordneten Gegenanschlüssen verbunden werden können.

Vorzugsweise kann der zumindest eine Einzelmodulparameter eine Schwerpunktslage und/oder eine aerodynamische Schwerpunktslage umfassen. So können in

vorteilhafter Weise die Einzelmodule oder die Modulpakete in der Kabine derart angeordnet werden, dass eine sichere und aerodynamische optimale

Gewichtsverteilung erreicht werden. Insbesondere ermöglicht eine solche optimale Gewichtsverteilung eine sichere Fluglage eines Luftfahrzeugs. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Einzelmodulliste oder der Pool, ein Passagiersitzreihenmodul, ein Küchenmodul, ein Toilettenmodul, ein Flugkabinenpersonalsitzmodul, ein Notfallausrüstungsmodul, insbesondere ein Sauerstoffbereitstellungsmodul, ein Multimediamodul, ein Treppenmodul und/oder ein Kabineninnenverkleidungsmodul. Beispielsweise umfasst das Kabineninnenverkleidungsmodul zumindest ein Gepäckfach. Ein Benutzer kann also beispielsweise eine Parameterzone dadurch definieren, dass er ein

Küchenmodul, ein Treppenmodul und ein Toilettenmodul auswählt und zu einem Soll- Modulpaket, also seine Wunschkonfiguration, verbindet. Eine solche

Wunschkonfiguration kann aber außerhalb technischer Spezifikationen liegen. Es wird daher zunächst der Soll-Modulpaketkonfigurationswert entsprechend des Soll- Modulpakets berechnet. Dieser Soll-Modulpaketkonfigurationswert wird dann mit bereitgestellten Modulpaketkonfigurationswerten verglichen. Es wird dann das

Modulpaket ausgewählt, dessen Modulpaketkonfigurationswert von derrfSoll-

Modulpaketkonfigurationswert am wenigsten abweicht. Dieses Modulpaket wird dann in der Kabine angeordnet. Da diese bereitgestellten Modulpakete in der Regel bereits zertifiziert sind und die technischen und rechtlichen Vorschriften erfüllen, muss sich der Benutzer keine Gedanken mehr diesbezüglich machen.

Das ausgewählte Modulpaket, welches im eben genannten Beispiel ein Küchenmodul, ein Treppenmodul und ein Toilettenmodul aufweist, wird insbesondere entsprechend vorhandener Anschlüsse in der Parameterzone angeordnet. Einzelmodule und die aus den Einzelmodulen verbundenen Modulpaketen umfassen insbesondere

Systemanschlüsse, Systeme und Strukturteile, um das Luftfahrzeug komplett zu definieren. Vorzugsweise umfassen die Einzelmodule auch ein Fußbodenmodul.

In einerweiteren beispielhaften Ausgestaltung der Erfindung ist zumindest eine

Einzelkomponente als ein Passagiersitz gebildet. Die Einzelkomponentenkonfiguration gibt hierbei insbesondere einen Sitzabstand zwischen den Passagiersitzen vor. Der Sitzabstand ist hierbei definiert als der Abstand zwischen einem ersten Passagiersitz und einem dem ersten Passagiersitz gegenüberliegend angeordneten zweiten

Passagiersitz. Bevorzugterweise kann die Einzelkomponentenkonfiguration eine Passagiersitzbreite und/oder eine Anzahl von Passagiersitzen in einer

Passgiersitzreihe vorgeben.

Nach noch einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die

Parameterzone als eine Einstiegszone und/oder die dynamische Zone als eine Passagierzone vorgesehen. Die Einstiegszone umfasst insbesondere einen Einstiegsbereich aufweisend einen Eingang mit einer Kabinentür, durch welche

Passagiere in die Kabine gelangen können bzw. aus dieser heraus gelangen können. Insbesondere werden in der Einstiegszone zumindest ein Küchenmodul und/oder zumindest ein Toilettenmodul und/oder zumindest ein Flugkabinenpersonalsitzmodul, insbesondere ein Flugkabinenpersonalsitz, angeordnet. Die Passagierzone umfasst bevorzugterweise zumindest einen Passagiersitz und/oder zumindest eine

Passagiersitzreihe, insbesondere zumindest ein Passagiersitzreihenmodul. Die

Erfindung ermöglicht hier in vorteilhafter Weise, dass ein Benutzer insbesondere aus bereits vorkonfigurierten Modulpaketen die Parameterzone konfigurieren bzw.

bestücken kann, wobei der Nutzer kein Wissen aufweisen muss, wo die einzelnen Anschlüsse zum Verbinden der Modulpakete angeordnet sind. Automatisch wird dann aufgrund der Einzelmodulkonfiguration die Parameterzonenkonfiguration, das heisst die Einzelkomponentenkonfiguration, dynamisch berechnet. Dadurch, dass nur eine Berechnung für die Parameterzonenkonfiguration durchgeführt werden muss, kann in erheblichen Umfang Rechenkapazität eingespart werden.

Gemäß einer anderen beispielhaften Ausgestaltung der Erfindung wird das Berechnen der Einzelkomponentenkonfiguration der dynamischen Zone weiterhin abhängig von zumindest einem dynamischen Zonenparameter durchgeführt. Ein solcher

dynamischer Zonenparameter kann beispielsweise ein Passagiersitzabstand sein. So kann der Nutzer insbesondere vorgeben, dass beispielsweise die letzten beiden Passagiersitzreihen einen vorbestimmten Abstand aufweisen sollen. Der Abstand der weiteren Passagiersitzreihen wird dann automatisch angepasst. Es kann auch vorgesehen sein, dass der dynamische Zonenparameter eine Verstellbarkeit einer Rückenlehne eines Passagiersitzes umfasst. Beispielsweise kann ein Nutzer vorgeben, dass die Passagiersitze in der letzten Passagiersitzreihe keine verstellbaren Rückenlehnen aufweisen. Somit benötigt eine solche letzte Passagiersitzreihe weniger Raum als eine Passagiersitzreihe mit verstellbaren Rückenlehnen. Der Nutzer kann also insbesondere, eine Strategie vorgeben, wie ein Passagiersitzreihenlayout auszusehen hat. Dabei muss sich der Nutzer keine Gedanken über eine optimale Anordnung der Passagiersitzreihen machen, da mittels der erfindungsgemäßen dynamischen Anpassung der Einzelkomponentenkonfiguration an die vorgegebene Einzelmodulkonfiguration der Parameterzone die optimale Anordnung schnell berechnet werden kann.

Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird eine

Einzelkomponentenstückliste entsprechend der berechneten

Einzelkomponentenkonfiguration gebildet. Es kann auch vorgesehen sein, dass insbesondere ein CAD-Bauplan der Parameterzone und/oder der dynamischen Zone erstellt wird. Beispielsweise kann das erfindungsgemäße Verfahren auf einer

Fertigungsanlage für Kabinen ausgeführt werden, so dass eine

Einzelmodulkonfiguration bzw. Modulpaketkonfiguration und/oder eine berechnete Einzelkomponentenkonfiguration direkt in eine reale Montage umgesetzt werden können. Bevorzugterweise werden die Einzelmodulkonfiguration bzw. die

Modulpaketkonfiguration und/oder die berechnete Einzelkomponentenkonfiguration zunächst virtuell simuliert, beispielsweise in einer dreidimensionalen Ansicht, bevor eine reale Montage durchgeführt wird.

In einer anderen beispielhaften Ausgestaltung der Erfindung werden die ausgewählten Modulpakete und/oder die Einzelkomponenten in der Parameterzone respektive dynamischen Zone angeordnet, wenn die entsprechende Anordnung zuvor validiert worden ist.

Validierung und validiert im Sinne der Erfindung bedeuten, dass ein Teilbauplan valide („validiert") ist, wenn das darin spezifizierte Flugzeugbauteil konstruktionstechnischen Erfordernissen und den Vorgaben („Regeln") der Luftfahrtbundesämter genügt. Der Vorgang des Prüfens, ob der Teilbauplan diesen Erfordernissen und den Regeln genügt heißt„Validieren". Ein Teilbauplan kann hier insbesondere ein Einzelmodul, ein Modulpaket und/oder eine Einzelkomponente umfassen. Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass nach jedem Auswählen eines Einzelmoduls überprüft wird, ob eine entsprechende Anordnung valide ist. Es kann auch beispielsweise vorgesehen sein, dass eine Validierung erst nach einer vorbestimmten Anzahl an ausgewählten Einzelmodulen oder Modulpaketen durchgeführt wird. Hier kann in vorteilhafter Weise Rechenzeit und Rechenkapazität eingespart werden. Es kann beispielsweise auch vorgesehen sein, dass ein Nutzer eine Validierung manuell ausführen lassen kann. Wenn dem so ist, dann ist die Validierung erfolgreich. Wenn nicht, so kann beispielsweise eine Warnmeldung an einen Nutzer ausgegeben werden, insbesondere in Form eines Pop-up Windows auf einem Bildschirm oder die Konfiguration wird nicht erlaubt, und der Nutzer zu einer ähnlichen baubaren Lösung geführt. Der Nutzer sollte dann eine Eingabe revidieren, damit eine neue Validierung gestartet werden kann.

Möglich ist hier aber auch, dass invalide Auswahlmöglichkeiten/Optionen a priori ausgeschlossen werden ("ausgrauen") und gegebenenfalls bei dem Versuch der Auswahl eine detailliertere Begründung hinsichtlich der Regelverletzung gegeben wird. So kann der Nutzer nachvollziehen, worin die Problematik besteht und möglicherweise an einer anderen Stelle das Produkt so abändern, dass die Option wieder ermöglicht wird. Wenn also beispielsweise der Nutzer ein Küchenmodul und ein

behindertengerechtes Toilettenmodul auswählt, wobei diese beiden Module aufgrund ihrer Größe nicht gemeinsam in eine unterteilte Einstiegszone angeordnet werden können, so wird dies dem Nutzer angezeigt und er kann daraufhin seine ursprüngliche Auswahl revidieren, beispielsweise indem er das Küchenmodul abwählt.

In einerweiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird vor dem Anordnen des ausgewählten Modulpakets in der Kabine eine Benutzereingabe erfasst.

Insbesondere kann die Benutzereingabe ein Verschieben und/oder ein Entfernen und/oder ein Hinzufügen und/oder ein Austauschen und/oder ein Modifizieren eines Einzelmoduls umfassen. Dies ist insbesondere dann hilfreich, wenn von Seiten des Flugzeugherstellers eine Basiskonfiguration vorgegeben ist, die durch den Kunden an dessen Bedürfnisse angepasst wird. Dies kann auch eine rein virtuelle

Basiskonfiguration sein, d.h. diese muss nicht notwendigerweise physisch in einer Flugzeugkabine vorhanden sein. Ferner wird hierdurch erreicht, dass ein Nutzer vor dem tatsächlichen Anordnen des Modulpakets in der Kabine oder in einer

Parameterzone das Layout noch einmal ändern kann. Es wird dann ein dem

entsprechend geänderten Soll-Modulpaket neuer Soll-Modulpaketkonfigurationswert berechnet. Dieser neue Soll-Modulpaketkonfigurationswert wird dann mit den bereitgestellten Modulpaketkonfigurationswerten verglichen. Es kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass die Benutzereingabe vor dem Vergleichen des Soll- Modulpaketkonfigurationswerts mit den bereitgestellten

Modulpaketkonfigurationswerten erfasst wird. Alternativ oder ergänzend kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Benutzereingabe nach dem Auswählen des Modulpaketes, dessen Modulpaketkonfigurationswert von dem Soll- Modulpaketkonfigurationswert am wenigsten abweicht, und vor dem Anordnen des ausgewählten Modulpakets in der Kabine erfasst wird.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann ein System zur Konfiguration einer Kabine eines Luftfahrzeugs eine Eingabeeinrichtung zum Erfassen einer

Benutzereingabe, eine mit der Eingabeeinrichtung verbundene

Konfigurationseinrichtung, wobei die Konfigurationseinrichtung einen Prozessor und eine Speichereinrichtung zum Speichern der Daten des Pools von Einzelmodulen aufweist, und eine Anzeigeeinrichtung zum Anzeigen des Soll-Modulpakets (10a) und des ausgewählten Modulpakets (10b) aufweisen, wobei das System ein automatisches Einzelmodullager umfasst. Dabei kann das Einzelmodullager beispielsweise ein vollautomatisiertes Hochregallager sein, in dem die Einzelmodule lagern und nach entsprechender Auswahl abgerufen und bereit gestellt werden. Hierdurch können auf großen Flugzeugwerften mit einer großen Anzahl von verschiedenen konfigurierbaren Flugzeugen erhebliche Einsparungen bei der Kabinenbestückung erreicht werden.

Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf Figuren näher erläutert. Hierbei zeigen

Fig. 1 ein schematisches Blockdiagramm einer Produktions- bzw.

Fertigungsanlage mit einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems, Fig. 2 eine modular aufgebaute Flugzeugkabine,

Fig. 3a und 3b schematisch eine Einzelkomponentenkonfiguration, Fig. 4 ein schematisches Flussdiagramm einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens,

Fig. 5 eine weitere modular aufgebaute Flugzeugkabine,

Fig. 6 ein Modulpaket, wobei ein weiteres Einzelmodul hinzugefügt wird, und Fig. 7 ein weiteres Modulpaket, wobei ein Einzelmodul verschoben wird. Fig. 1 zeigt schematisch ein System VEB, welches in dem gezeigten

Ausführungsbeispiel eingerichtet ist, automatisch Montagepläne und Stücklisten für eine Kabinenkonfiguration bzw. deren Bestückung zu erstellen. Ferner kann das System auch über eine Schnittstelle CON verfügen, die zur direkten Übergabe von Planungs- und Montagedaten an eine Fertigungsanlage MANU geeignet ist. D.h., hier können Prozesse in der Logistik (Bauteilbeschaffung und Lagerhaltung in automatischen Hochregallagern, etc.), Prozessplanung, Prozesszeitplanung, Betriebsmittelbereitstellung, und ähnlichem direkt angesteuert und automatisiert werden. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die physische Bestückung der Kabine bzw. die Montage. Außerdem kann das System beispielsweise die

Konfiguration der Kabine simulieren und in 3D visualisieren. Ein Modul bzw. ein Einzelmodul ist beispielsweise ein Küchen- oder Toilettenkabinenmodul.

Das System VEB umfasst einen Prozessor bzw. Rechner PD, insbesondere umfassend einen Prozessor, der von einem Ingenieur oder Kunde („User") über eine Benutzerschnittstelle Ul bzw. Eingabeeinrichtung gesteuert wird. Die

Benutzerschnittstelle Ul kann hier eine graphische Benutzeroberfläche (GUI) sein, in der die Steuerung über eine an sich bekannte Menüstruktur erfolgt.

Über die Benutzerschnittstelle Ul gibt der User seine gewünschte Auswahl für die Konfiguration der Parameterzone ein. Es werden hierbei insbesondere die Optionen für das Element vom System automatisch gestellt und die Bemaßung/Positionierung ist invariant durch die Einzelmodule bzw. die Modulpakete vorgegeben. Technische Parameter für Küchen- oder Toilettenkabinenmodule, wie sie in Passagierkabinen Verwendung finden, wären zum Beispiel der vom User erforderliche Wasserdruck für die Berohrung bzw. die Spezifikation von elektrischen Verkabelungen im Hinblick auf die elektrische Leistung von Küchengeräten in den Küchenkabinen. Konfiguriert werden in der Regel allerdings nicht diese Parameter

sondern die Optionen des Elements - und die "Parameter" leiten sich dann aus der Konfiguration ab. Regeln gewährleisten entsprechend, dass diese Parameter sich in einem validen Bereich befinden, also insbesondere baubar sind. Die

Einzelmodulparameter umfassen diese technischen Parameter.

Eine Pol von bereits validierten Teilbauplänen, welche bevorzugterweise Modulpakete und/oder Einzelmodule umfassen können, aus denen der spätere Bauplan SPEC kombiniert wird, liegen auf einem Datenbanksystem DB bereit, wobei das

Datenbanksystem DB in einer Speichereinrichtung (nicht gezeigt) gespeichert ist. Ferner können auch Einzelkomponenten auf dem Datenbanksystem bereitgestellt werden.

Die Teilbaupläne wie auch der zu erstellende Bauplan SPEC und insbesondere die Einzelmodule können zum Beispiel als strukturierte XML-Dateien realisiert sein bzw. werden.

Eine Validierungseinheit VAL ist kommunikativ mit dem Rechner PD und einer Regeldatenbank DBV verbunden. In der Regeldatenbank DBV sind zum Beispiel in tabellenartigen Datenstrukturen von den Luftfahrtbundesämtern vorgegebene Regeln und technischen Vorgaben gespeichert. Die tabellenartige Datenstruktur umfasst zum Beispiel mindestens zwei Spalten. Neben diesen Regeln, die insbesondere im

Zusammenhang mit den hier nicht näher beschriebenen "Optionen" stehen, werden auch globale Regeln beachtet. Es gibt produktspezifische Regeln, die die

Leistungsfähigkeit des Produktes definieren und so eine Baubarkeit garantieren.

Beispielsweise wird der Gesamtstromverbrauch der Kabine nicht durch lokale

Einschränkungen verwaltet. Im Übrigen kann es auch Regeln geben, welchem

Flugzeugmodell und welcher Zone ein Modulpaket bzw. Einzelmodul zuzuordnen ist. In einer Spalte sind Identifikatoren für die jeweiligen modifizierbaren Elemente der Teilbaupläne gespeichert. Solche Elemente können beispielsweise eine Farbe oder ein Sitzbezugsmaterial sein. In der zugehörigen Zeile in der zweiten Spalte steht der jeweilige Spezifikationswert, zum Beispiel als Code, Zahlenwerte oder als

Zahlenbereich. So kann zum Beispiel eine Farbe für einen Sitzbezug eines Sitzes kodiert sein.

Auf Grundlage der technischen Parameter, die sich aus den Optionen ableiten, erfolgt dann eine Modifikation der entsprechenden Merkmale der bereits vorvalidierten Teilbaupläne bzw. vorvalidierten Einzelmodule oder Modulpakete. Dies geschieht durch Schreiben des Parameters in das entsprechende Element oder Modulmerkmal an der entsprechenden Stelle in dem XML-kodierten Teilbauplan. Gemäß einem weiteren Aspekt sind ein oder mehrere der einzelnen Elemente innerhalb der bereits validierten Teilbaupläne entweder untereinander oder mit

Elementen in anderen bereits validierten Teilbauplänen verknüpft. Diese Verknüpfung kann sich auf Modulmerkmale in Modulebenen der Modulteilbaupläne erstrecken. Durch Modifikation des Elements erfolgt dann auch eine dynamisch-automatische (Mit- )Modifikation der mit diesem Element verknüpften anderen Elemente bzw.

Modulmerkmale. Die Setzung dieser Verknüpfung bzw. Links ist dabei regelbasiert ausgebildet und beruhen ebenfalls auf konstruktionstechnisch notwendigen

Überlegungen bzw. auf Vorgaben der nationalen Luftfahrtbundesämter. Das heißt, dass die ausgewählten Modulpakete und/oder die Einzelmodule

entsprechend der konstruktiv technischen Rahmenbedingungen und der Vorgaben der nationalen Luftfahrtbundesämter angeordnet werden, insbesondere miteinander verbunden werden. Die Teilbaupläne werden dann durch den Rechner PD kombiniert. Das Kombinieren kann zum Beispiel dadurch erfolgen, dass die einzelnen XML-Dateien in eine Gesamt- XML-Datei zusammengefasst („merging") wird, oder auch dass die zu

kombinierenden Teilbaupläne über Verbindungen („links") verbunden werden. Das eigentliche Kombinieren der Teilbaupläne erfolgt allerdings insbesondere nur dann, wenn die Validierungseinheit VAL keine Verletzung der in der Regeldatenbank DBV abgelegten Regeln registriert. Die Validierungseinheit VAL kann zum Beispiel als „Parser" ausgebildet sein, der die jeweiligen Einträge in den Teilbauplänen durchgeht und die dort eingeschriebenen Parametern als neue Element- oder Modulmerkmal mit den Werten in der zweiten Spalte der Tabelle in der Regeldatenbank DBV vergleicht. Wird für jedes Merkmal eine Übereinstimmung („match") registriert, das heißt entspricht der vom User eingegebene Wert dem Wert in der zweiten Spalte der Tabelle, gilt die Kombination als validiert. Durch die Verlinkung kann auch eine Modifikation auf Moduleben zur Folge haben, dass die Validierung auch nicht erfolgreich sein kann. Bei Nicht-Erfolg wird ein Signal von der Validierungseinheit VAL an den Rechner PD abgesetzt. Der Rechner PD wird dann ein Warnsignal an den User absetzen und auf eine Eingabe von revidierten Parametern warten.

Der User gibt also die Konfiguration der Parameterzone mittels Auswahl von einem oder mehreren Einzelmodulen, welche zunächst zu einem Soll-Modulpaket verbunden werden, vor. Es wird dann aber das Modulpaket für die tatsächliche Anordnung ausgewählt, dessen Modulpaketkonfigurationswert von dem Soll- Modulpaketkonfigurationswert am wenigsten abweicht. Diese Anordnung wird dann mittels der Validierungseinheit VAL validiert. Eine Berechnung einer

Einzelkomponentenkonfiguration erfolgt nur, falls die Parameterzonenkonfiguration validiert wurde. Der dann erhaltene Endbauplan SPEC kann dann zum Beispiel in ein geeignetes „Back End" zur Weiterverarbeitung eingespeist werden. Zum Beispiel kann der Endbauplan SPEC an ein Computer-Aided-Design System (CAD) gegeben werden, um einen graphischen Gesamtplan zu erstellen. Dieser kann dann zum Beispiel von einem Ingenieur gegengeprüft werden.

Alternativ oder ergänzend kann der Endbauplan SPEC auch in eine

Steuervorrichtung bzw. Schnittstelle CON gespeist werden, so dass über diese Steuervorrichtung CON eine Fertigungsanlage MANU mit denjenigen Bauteilen bzw. Einzelkomponenten und/oder Einzelmodulen und/oder Modulpaketen beschickt werden kann, die in dem fertigen Bauplan SEPC spezifiziert wurden.

Auch können beispielsweise Industriefertigungsroboter gesteuert werden, oder Niederflurfahrzeuge in Lagerhallen, um die in dem Endbauplan SPEC spezifizierten Komponenten oder Bauteile mit den jeweiligen Maßen oder Ausprägungen

bereitzustellen bzw. an einem vorbestimmten Zielort zur Endmontage zu liefern bzw. vorzumontieren. In den folgenden Figuren Fig. 2 und Fig. 3 werden zur Einfachheit der Darstellung die Module und Elemente bzw. deren Spezifizierung als Modulteilbaupläne mit demselben Bezugszeichen bezeichnet.

Fig. 2 zeigt einen Überblick über eine modulares Flugzeugbauteil. Das

Flugzeugbauteil ist eine Flugzeugkabine FC. FC hat einen Grundriss, der aus verschiedenen Zonen A— E besteht. In diesem Beispiel unterscheiden sich die Zonen dadurch, dass in den Zonen A, C, E Türen angeordnet sind und in den Zonen B, D keine. Die Zonen A, C, E sind insofern als Einstiegszonen, so genannte

Parameterzonen, und die Zonen B und D als Passagierzonen, so genannte dynamische Zonen, gebildet.

Die Passagiersitzreihen werden aus Passagiersitzen gebildet, welche in den

Passagierzonen B und D angeordnet werden (siehe auch Fig. 3). MA und ME kennzeichnen Flugkabinenpersonalsitzmodule, welche in den Zonen A und E angeordnet sind. MC kennzeichnet ein Modulpaket gebildet aus einem Küchenmodul und einem Toilettenmodul, wobei das Modul MC in der Zone C angeordnet ist.

Fig. 3a und 3b zeigen schematisch eine Einzelkomponentenkonfiguration in den Passagierzonen B, D aus Figur 2. Die Einzelkomponentenkonfiguration wird hier mittels Passagiersitzen gebildet. Die Einstiegszonen A, C aus Figur 2, welche an die Passagierzonen B und D angrenzen, definieren eine feste Startposition und eine feste Endposition für die Passagiersitzreihen. Die in Figur 3a oben dargestellte Passagiersitzreihe ist in einer sogenannten Standardkonfiguration oder nicht gestuften Konfiguration gebildet. Die in Figur 3a unten dargestellte

Passagiersitzreihe ist in einer sogenannten gestuften Konfiguration gebildet. Bei der gestuften Konfiguration ist zumindest eine Passagiersitzreihe sowohl in der

Passagierzone als auch in der Einstiegszone angeordnet. Diese Passagiersitzreihe ragt sozusagen in die Einstiegszone hinein. Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass die gestufte Konfiguration für eine Economyklasse (YC Klasse) verwendet wird und die nicht gestufte Konfiguration für eine Businessklasse (BC Klasse) verwendet wird. Es kann auch vorgesehen sein, dass die entsprechenden

Passagiersitzreihen für die Economy- und die Businessklasse gemeinsam in einer Passagierzone angeordnet werden (siehe Figur 3b).

Gemäß dem Flussdiagram in Fig. 3b erfolgt als erstes die Pararmeterdefintion. Dies beinhaltet die Auswahl und Anzahl von Sitztypen, z.B. BC (Business Class) = 8. In diesem Beispiel beträgt der Fußraum BC = 34", in der ersten Reihe BC = 53". In der Economy Class (YC) beträgt der Fußraum beispielsweise YC = 29", in der ersten Reiche YC = 48". Die Anzahl der gestuften Reihen beträgt in diesem Beispiel 4. Als zweites folgt, wie in Fig. 3b gezeigt, die Anordnung der BC-Sitze in nicht gestufter Weise und als drittes erfolgt die Anordnung der YC-Sitze in gestufter Weise, falls nötig.

Für die Berechnung der optimalen Anordnung der einzelnen Passagiersitzreihen kann insbesondere ein Algorithmus Y=f(X) verwendet werden, welcher eine

Krümmung der Kabine, eine benötigte Gangbreite und/oder

Passagiersitzschieneneigenschaften berücksichtigt. Der Algorithmus berechnet abhängig von den eingegebenen Parametern, den Einzelmodulparametern der

Parameterzone und insbesondere von den in den Fig. 3a und 3b gezeigten Formeln, eine optimale Position der jeweiligen Passagiersitzreihen. Insbesondere wird auch berechnet, wie viele Passagiersitze pro Passagiersitzreihe angeordnet werden können.

Die an die Passagierzonen angrenzenden Einstiegszonen bilden gemäß der bevorzugten Ausführungsform eine Parameterzone. Die Passagierzonen werden entsprechend der so vollständig konfigurierten Parameterzonen dynamisch konfiguriert und bilden insofern eine dynamische Zone.

Um Rechenzeit bei der Validierung durch die Validierungseinheit VAL zu sparen, erfolgt die Validierung nicht nach jeder Auswahl eines Moduls, sondern

beispielsweise erst nachdem der Benutzer seine Auswahl beendet hat. Das wird insbesondere dadurch ermöglicht, dass die Teilbaupläne bzw. Einzelmodul und die Modulpakete in der Datenbank DB bereits vorvalidiert sind. Eine XML Kodierung des Modulteilbauplans MB, kann beispielsweise so aussehen: < Modul MA: Modulmerkmal MA 1 =ma 1 , >

<Element S: Elementmerkmal S 1 =s_1 , ...>

Ein„flag" in dem Elementmerkmal„mit Monitor?" (S_1 ) ist dann hier auf„ja" (s_1 ) modifiziert bzw. gesetzt worden.

Die Validierungseinheit VAL, der Rechner PD und die Datenbanksysteme DB, DBV bzw. die Benutzeroberfläche Ul können jeweils als eigene Hardware- bzw.

Softwaremodule ausgebildet sein.

Gemäß einer Ausführungsform erfolgt die Implementierung auf einem einzigen lokalen Rechner.

Gemäß einer Ausführungsform ist eine Client-Server-Struktur für eine webbasierte Ausführungsform der Validierungsvorrichtung VEB vorgesehen. In diesem Fall erfolgt die Bereitstellung der technischen Spezifikationsdaten über den Kunden (zum Beispiel die Airline, die ein Flugzeug bestellen möchte) von einem Client aus, auf dem die Benutzeroberfläche Ul dargestellt wird. Über eine Netzwerkverbindung, wie zum Beispiel dem Internet, erfolgt dann ein Datenaustausch mit dem Rechner PD („Server"). PD steht wiederum über das Netzwerk mit den Datenbanksystemen DBV bzw. DB in Verbindung. Wurde der fertige Bauplan SPEC validiert und kombiniert, kann dieser dann über die Netzwerkverbindung an die Steuereinheit CON geschickt werden, um die weitere Endmontage im Werk MANU zu koordinieren. Fig. 4 zeigt zur Verdeutlichung ein Flussdiagramm einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens. In einem ersten Schritt S1 erfolgt ein Auswählen zumindest eines Einzelmoduls aus einem Pool von Einzelmodulen.

Anschließend erfolgt in einem Schritt S2 ein Verbinden der im Schritt S1 ausgewählten Einzelmodule zu einem Soll-Modulpaket. Der Benutzer gibt hier also seine

Wunschkonfiguration bezüglich des Kabinenlayouts vor.

In einem darauffolgenden Schritt S3 wird dann ein Soll-Modulpaketkonfigurationswert berechnet, welcher in einem Schritt S4 mit bereitgestellten

Modulpaketkonfigurationswerten verglichen wird, wobei diese jeweils einem

Modulpaket entsprechen.

In einem Schritt S5 wird dann das Modulpaket für die Konfiguration der Parameterzone ausgewählt, dessen Modulpaketkonfigurationswert von dem Soll- Modulpaketkonfigurationswert am wenigstens abweicht.

Anschließend erfolgt im Schritt S10 ein Validieren der Parameterzonenkonfiguration. Falls hierbei festgestellt wird, dass die Parameterzonenkonfiguration nicht valide, also nicht zulässig, ist, muss ein Benutzer eine neue Auswahl treffen und die Validierung wird anschließend erneut durchgeführt.

Falls die Validierung erfolgreich war, werden in einem Schritt S15 eine oder mehrere Einzelkomponenten aus einem Pool von Einzelkomponenten ausgewählt.

Im Schritt S18 wird dann eine Einzelkomponentenkonfiguration entsprechend der validierten Einzelmodulkonfiguration, das heißt des validierten Modulpakets, berechnet. Auch die Einzelkomponentenkonfiguration wird in einem Schritt S19 validiert. Falls die Validierung nicht erfolgreich war, muss der Benutzer eine neue Auswahl von Einzelkomponenten treffen, woraufhin dann eine neue

Einzelkomponentenkonfiguration berechnet wird.

Ist die Validierung erfolgreich, werden die validierten Modulteilbaupläne, also die Einzelmodulkonfiguration bzw. das Modulpaket und die

Einzelkomponentenkonfiguration im Schritt S20 zusammengesetzt, um so einen validierten Endbauplan SPEC zu erhalten. Anschließend kann die Datenbank DB aktualisiert werden, indem hier der validierte Bauplan SPEC abgespeichert wird, zusammen mit einer ID (Identifikationsnummer) des Kunden. Durch eine iterative Anwendung des oben beschriebenen Verfahrens, kann dann, ausgehend von dem validen Bauplan SPEC als neuer„Teilbauplan", sukzessive ein kompletter Bauplan für das gesamte Flugzeug computergestützt mit dem System VEB erstellt werden.

Zusammenfassend ist es mittels der Erfindung insbesondere ermöglicht, dass basierend auf einer fest vorgegebenen bzw. vollständig konfigurierten

Parameterzone die Positionen der einzelnen Passagiersitze und/oder der einzelnen Passagiersitzreihen, insbesondere die Abstände, berechnet werden, also dynamisch an die dynamische Zone angepasst werden. Hierbei kann es insbesondere vorgesehen sein, dass die Passagiersitze mittels einer Führungsschiene mit dem Kabinenboden verankert sind.

Fig. 5 zeigt eine weitere modular aufgebaute Flugzeugkabine 1 , wobei die

Flugzeugkabine 1 in mehrere Zonen A, B, C, D und E unterteilt ist. In Zone C ist ein Modulpaket 2 aus drei Einzelmodulen 3a, 3b und 3c angeordnet. Die drei

Einzelmodule 3a, 3b und 3c können verschieden oder gleich sein. Ein Benutzer will das vorhandene Kabinenlayout ändern, indem er das Einzelmodul 3a löscht bzw. entfernt und das Einzelmodul 3b von einer ersten Position zu einer zweiten Position verschiebt. Die Position des Einzelmoduls 3c bleibt unverändert. Das so vom Benutzer geänderte Kabinenlayout erfüllt in der Regel nicht die technischen und rechtlichen Spezifikationen. Es wird daher aus einem Pool von bereitgestellten validierten Modulpaketen das Modulpaket ausgewählt, welches der

Wunschkonfiguration des Benutzers am nächsten kommt. Hierbei wird insbesondere berücksichtigt, ob bereits andere Modulpakete in der Kabine, beispielsweise in der Zone C oder D angeordnet sind. Das Modulpaket, dessen

Modulpaketkonfigurationswert von dem Soll-Modulpaketkonfigurationswert zwar am wenigsten abweicht, mag allerdings nicht mit bereits vorhandenen Modulpaketen zusammen passen. Beispielsweise sind die entsprechenden Anschlüsse nicht kompatibel zu einander oder weisen jeweils andere Positionen auf. Es kann hier dann ausnahmsweise erlaubt sein, dass auch ein Modulpaket ausgewählt wird, welches weiter von dem gewünschten Kabinenlayout des Benutzers abweicht.

Beispielsweise kann ein jeweiliger Gewichtungsparameter der

Modulpaketkonfigurationswerte diesem Umstand Rechnung tragen. Es kann hiertfür auch ein entsprechender Auswahlalgorithmus gewählt werden.

Im Folgenden sollen die Fig. 6 und 7 das Verfahren schematisch beispielhaft näher erläutern, wenn ein Benutzer ein Einzelmodul hinzufügt bzw. verschiebt. Fig. 6 zeigt ein Modulpaket 10 mit Einzelmodulen 11a und 11 b. In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Einzelmodul 11a ein Küchenmodul und das Einzelmodul 11b ein Flugkabinenpersonalsitzmodul. Der Benutzer fügt nun ein weiteres Einzelmodul 11c hinzu, welches in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ein Toilettenmodul ist. Das mittlere Bild in Fig. 6 zeigt die vom Benutzer gewünschte Layoutkonfiguration bzw. das von ihm gewünschte Soll-Modulpaket 10a. Das Modulpaket 10b, welches dem gewünschte Soll-Modulpaket am nächsten kommt, zeigt das rechte Bild in Fig. 6. Hier wurde das Einzelmodul 11 b nach rechts verschoben. Fig. 7 zeigt das Modulpaket 10 aus Fig. 6 mit den Einzelmodulen 11a und 11 b. Hier allerdings verschiebt der Benutzer lediglich das Einzelmodul 11a nach links, so dass es in eine dem Modulpaket 10 benachbarte Zone hineinragt. Beispielsweise kann es wie in Fig. 5 gezeigt in die Zone B hineinragen. Das Soll-Modulpaket 10a zeigt das mittlere Bild in Fig. 7. Das rechte Bild in Fig. 7 zeigt dann das Modulpaket 10b, welches von dem Soll-Modulpaket 10a am wenigsten abweicht. Hier wurde lediglich das Einzelmodul 11b nach rechts verschoben, um insbesondere der Änderung des Schwerpunkts des Modulpakets 10a Rechnung zu tragen bedingt durch die

Verschiebung des Einzelmoduls 11a. Bei der Wertung, welches Modulpaket am besten zu dem vom Benutzer vorgebenen Modulpaket passt, werden insbesondere die folgenden Kriterien berücksichtigt: - Änderung in der Anzahl oder der Position der Einzelmodule in der gleichen Zone und/oder

- Änderung in anderen Modulpaketen, insbesondere wenn in diesen

Einzelmodule verschoben, geändert, hinzugefügt und/oder entfernt werden. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass bei der Wertung berücksichtigt wird, ob das ausgewählte Modulpaket mit bereits vorhandenen Modulpaketen kompatibel ist oder nicht. Beispielsweise kann bei Änderungen in der Anzahl und in der Anordnung der Einzelmodule, insbesondere im Fall von Flugkabinenpersonalsitzmodulen oder Passagiersitzen, ein zusätzlicher Sanktionsparameter in die Wertung mit einfließen. Vorzugsweise kann es hierbei verboten sein, dass bereits vorhandene Modulpakete in anderen Zonen geändert werden, also insbesondere werden in diesen

vorhandenen Modulpaketen keine Einzelmodule hinzugefügt, geändert oder verschoben. Das am besten passende Modulpaket wird ausgewählt und dem Benutzer

präsentiert. Hierbei kann es insbesondere vorgesehen sein, dass weitere

Modulpakete für andere Zonen automatisch ausgewählt werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht eine automatische Auswahl des am besten passenden Modulpakets zur Erzeugung von Layouts von Kabinen eines

Luftfahrzeugs, insbesondere von Flugzeugkabinen, basierend auf einem Modulpaket zur Layoutkonfiguration unter Berücksichtigung aller zulassungsrelevanter Regeln und Vorschriften, im Rahmen der Konfiguration und/oder Bestückung. Das Layout wird hierbei aus Einzelmodulen zusammengestellt und das zu diesem Layout am besten passende Modulpaket wird automatisch identifiziert und ausgewählt.

Weiterhin ermöglicht das Verfahren, dass nach einer Veränderung eines

Einzelmoduls in einem Modulpaket das am besten passende Modulpaket identifiziert wird. Das identifizierte Modulpaket wird vorzugsweise dahingehend überprüft, ob es mit anderen bereits in den einzelnen Zonen angeordneten Modulpaketen kombiniert werden kann. Der Freiheitsgrad der Konfiguration eines Einzelmoduls wird hinsichtlich des Lösungsraums auf Modulpaketebene entsprechend der

Modifikationsmethoden, also beispielsweise Typänderung, Löschen, Hinzufügen und/oder Verschieben, eingeschränkt und damit die Abbildung auf ein existierendes Modulpaket, insbesondere ein validiertes Modulpaket, garantiert. Es kann so in vorteilhafter Weise schnell und effizient ein Kabinenlayout konfiguriert werden, auch bei einer großen Anzahl an zur Verfügung stehenden Modulpaketen. Somit wird insbesondere Rechenzeit und Rechenkapazität eingespart.

Die Erfindung wird durch die angegebenen Ausführungsbeispiele nicht beschränkt sondern umfasst sämtliche Ausgestaltungen, die im Schutzumfang der Ansprüche enthalten sind. So ist es beispielsweise möglich, dass die physische Bestückung der Kabine mittels aus einem automatischen Einzelmodullager bereitgestellter

Einzelmodule und/oder Modulpakete erfolgt. Dabei kann das Einzelmodullager als ein automatisches vom System angesteuertes Hochregallager ausgebildet sein. Auch kann das Bestücken der Kabine bzw. die Vormontage von Modulpaketen mittels automatisch gesteuerter Industrieroboter erfolgen.