SCHUIKI, Markus (Stammeregg 96, Eibiswald, A-8552, AT)
DIETRICH, Alexander (Sulztal 6, Ehrenhausen, A-8461, AT)
SCHUIKI, Markus (Stammeregg 96, Eibiswald, A-8552, AT)
| Patentansprüche Verfahren zum Verbinden einer Welle (12) und einer Nabe (10), wobei die Nabe (10) einen ersten Fügeabschnitt (18, 18', 18") und einen zweiten Fügeabschnitt (20) für eine Verbindung mit einem entsprechenden ersten Fügeabschnitt (26, 26', 26") und zweiten Fügeabschnitt (30) der Welle (12) umfasst, mit den Schritten: Aneinanderpressen der Welle (12) und der Nabe (10) an Kontaktstellen (32, 34) im Bereich der ersten Fügeabschnitte (18, 18', 18", 26, 26', 26"), wobei sich die zweiten Fügeabschnitte (20, 30) noch nicht berühren; Leiten eines Schweißstroms über die Kontaktstellen (32, 34) der aneinandergepressten Welle (12) und Nabe (10), sodass die Kontaktstellen (32, 34) aufschmelzen; und Einpressen der Welle (12) in die Nabe (10), während die ersten Fügeabschnitte (18, 18', 18", 26, 26', 26") aufgeschmolzen sind, bis zwischen den zweiten Fügeabschnitten (20, 30) im Wesentlichen ein Presssitz gebildet ist. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass die zweiten Fügeabschnitte (20, 30) im Wesentlichen konusförmig sind, wobei durch das Einpressen der Welle (12) in die Nabe (10) ein Kegelsitz (41) zwischen den zweiten Fügeabschnitten (20, 30) erzeugt wird. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nabe (10) eine Öffnung (14) aufweist, an deren Innenfläche (16) zumindest der zweite Fügeabschnitt (20) der Nabe (10) ausgebildet ist. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Fügeabschnitte (18, 26) im Wesentlichen zylindrisch sind. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass einer der ersten Fügeabschnitte (18', 26') im Wesentlichen zylindrisch und der andere der ersten Fügeabschnitte (18', 26') im Wesentlichen konusförmig ist, oder die beiden ersten Fügeabschnitte im Wesentlichen konusförmig sind. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass einer der ersten Fügeabschnitte eine Ringfläche bildet und der andere der ersten Fügeabschnitte im Wesentlichen konusförmig ist, oder die beiden ersten Fügeabschnitte (18", 26") eine jeweilige Ring fläche bilden. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem ersten Fügeabschnitt (18") der Nabe (10) und/ oder an dem ersten Fügeabschnitt (26") der Welle (12) wenigstens eine Erhebung (44) vorgesehen ist, welche die jeweilige Kontaktstelle (32, 34) bildet. 8. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verschweißen der zweiten Fügeabschnitte (20, 30) miteinander unterbunden wird. 9. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem jeweiligen ersten Fügeabschnitt (18, 18', 18", 26, 26', 26") und dem jeweiligen zweiten Fügeabschnitt (20, 30) ein Übergangsabschnitt (28) vorgesehen ist, der dazu ausgebildet ist, überschüssiges Material aufzunehmen. 10. Anordnung aus einer Welle (12) und einer Nabe (10), wobei die Nabe (10) einen ersten Fügeabschnitt (18, 18', 18") und einen zweiten Fügeabschnitt (20) für eine Verbindung mit einem entsprechenden ersten Fügeabschnitt (26, 26', 26") und zweiten Fügeabschnitt (30) der Welle (12) umfasst, wobei die Welle (12) und die Nabe (10) an den ersten Fügeabschnitten (18, 18', 18", 26, 26', 26") miteinander verschweißt sind, und wobei die Welle (12) und die Nabe (10) an den zweiten Fügeabschnitten (20, 30) miteinander verpresst sind. |
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden einer Welle und einer Nabe durch Widerstandspressschweißen. Während eines Widerstandspressschweißvorgangs werden zwei zu verschweißende Metallteile aneinandergepresst und ein Schweißstrom wird über die Kontaktstel- len der aneinandergepressten Teile geleitet, sodass die Kontaktstellen aufschmelzen. Zum Verbinden einer Welle und einer Nabe kann beispielsweise ein Fügebereich der Welle in eine in der Nabe ausgebildete Öffnung eingepresst werden, wobei der Fügebereich gegenüber der Öffnung ein Übermaß aufweist. Durch das Aufschmelzen der Kontaktstellen während des Schweißvorgangs kann die Welle in die Nabe eingepresst und mit dieser verschweißt werden. Ein Einpressschweißverfahren dieser Art ist beispielsweise in der EP 1 941 964 AI offenbart. Anstelle eines derartigen Einpressschweißvorgangs kann beispielsweise auch ein Buckelschweißvorgang zum Verbinden der beiden Teile herangezogen werden.
Bei den bekannten Pressschweißverfahren können sich jedoch Probleme hinsichtlich der erzielbaren Fügefestigkeit und Fügegenauigkeit ergeben.
Die Aufgabe der Erfindung besteht demgemäß darin, die Genauigkeit und Festigkeit einer Welle-Nabe-Verbindung zu erhöhen.
Erfindungsgemäß umfasst die Nabe einen ersten Fügeabschnitt und einen zweiten Fügeabschnitt für eine Verbindung mit entsprechenden Fügeabschnitten der Welle. Zum Verbinden der Welle mit der Nabe werden die beiden Teile an hierfür vorgesehenen Kontaktstellen der Welle und der Nabe im Bereich der ersten Fügeabschnitte aneinandergepresst, wobei sich die zweiten Fügeabschnitte noch nicht berühren. Ein elektrischer Schweißstrom wird über die jeweiligen Kontaktstellen der aneinanderge- pressten Teile geleitet, sodass die Kontaktstellen im Bereich der ersten Fügeabschnitte aufschmelzen. Während die ersten Fügeabschnitte aufgeschmolzen sind, wird die Welle in die Nabe eingepresst, und zwar bis zwischen den zweiten Fügeabschnitten im Wesentlichen ein Presssitz gebildet ist. Der Schweißstrom wird spätestens jetzt, vorzugsweise jedoch bereits vor oder während des Einpressens der Welle in die Nabe einge- stellt, damit die Schmelze im Bereich der ersten Fügeabschnitte erstarren kann.
Die Verbindung zwischen der Welle und der Nabe erfolgt also sowohl durch eine Schweißstelle als auch durch einen Presssitz. Je nach den für den Schweißvorgang maßgeblichen Parametern kann sich auch im Bereich der zweiten Fügeabschnitte - zusätzlich zu dem Presssitz - ansatzweise eine Schweißverbindung ausbilden. Da sich die zweiten Fügeabschnitte zu Beginn des Schweißvorgangs nicht berühren, werden jedoch Verlustströme im Wesentlichen vermieden und der zum Verschweißen nötige Energieaufwand kann gering gehalten werden. Erst gegen Ende des Schweißvorgangs berühren sich auch die zweiten Fügeabschnitte. Durch den noch verbleibenden Setzweg wird dann zwischen den zweiten Fügeabschnitten eine Pressverbindung erzeugt. Auf diese Weise kann die Nabe auf der Welle besonders fest und sicher befestigt werden. Zusätzlich zu der erhöhten Betriebsfestigkeit kann durch das Vorhandensein sowohl einer Schweißverbindung als auch eines Presssitzes die Fügegenauigkeit verbessert werden, d.h. die Ausrichtung der Welle und der Nabe relativ zueinander. Im Vergleich zu einem flächigen Verschweißen der beiden Teile in einem einzigen einheitlichen Fügebereich kann bei dem erfin- dungsgemäßen Verfahren eine Schweißanlage von geringerer Größe eingesetzt werden.
Gemäß einer Ausführungsform sind die zweiten Fügeabschnitte im We- sentlichen konusförmig, wobei durch das Einpressen der Welle in die Nabe ein Kegelsitz zwischen den zweiten Fügeabschnitten erzeugt wird. Der im Wesentlichen konusförmige Verlauf der zweiten Fügeabschnitte kann auch gekrümmt sein. Beispielsweise können die zweiten Fügeabschnitte auch einen parabolischen Querschnitt oder dergleichen aufweisen. Der Kegelsitz stellt eine Selbsthemmung bereit und ermöglicht durch Bewir- kung einer Zentrierung eine besonders hohe Fügegenauigkeit unter Aufrechterhaltung einer hohen Betriebsfestigkeit. Insbesondere können Axialkräfte und Biegemomente, welche auf die Welle oder die Nabe einwirken, durch den Kegelsitz zuverlässig aufgenommen werden. Somit können mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens auch mehrachsig belastete Welle-Nabe-Verbindungen realisiert werden.
Zum Einpressen der Welle in die Nabe kann die Nabe eine Öffnung aufweisen, an deren Innenfläche zumindest der zweite Fügeabschnitt ausge- bildet ist. Falls zusätzlich auch der erste Fügeabschnitt der Nabe an der Innenfläche der Öffnung ausgebildet ist, weist der erste Fügeabschnitt der Welle gegenüber dem ersten Fügeabschnitt der Nabe vorzugsweise ein Übermaß auf, sodass ein Einpressschweißvorgang angewendet werden kann, um die Welle mit der Nabe zu verbinden. Der erste Fügeabschnitt der Nabe kann allerdings auch außerhalb der genannten Öffnung ausgebildet sein, beispielsweise an einer Stirnseite der Nabe in Form einer Ring- fläche, insbesondere für einen Buckelschweißvorgang.
Die ersten Fügeabschnitte können im Wesentlichen zylindrisch sein. Wäh- rend des Schweißens wird dann also ein zylindrischer Wellenabschnitt in axialer Richtung in eine Öffnung oder Bohrung mit Untermaß eingepresst, so dass die beiderseitigen Kontaktstellen zylindrisch sind. Dies ermöglicht eine einfache Positionierung der beiden Teile relativ zueinander. Insbesondere können die jeweiligen ersten Fügeabschnitte genau parallel zu der Einpressrichtung verlaufen. Es ist hierbei möglich, dass die ersten Fügeabschnitte abweichend von einer reinen Zylinderform eine gewisse Krümmung und/ oder eine oder mehrere Erhebungen aufweisen.
Gemäß einer alternativen Ausgestaltung ist einer der ersten Fügeabschnit- te im Wesentlichen zylindrisch und der andere der ersten Fügeabschnitte ist im Wesentlichen konusförmig. Insbesondere können die Welle und die Nabe derart geformt und dimensioniert sein, dass ein konusförmiger erster Fügeabschnitt der Welle beim Aneinanderpressen von Welle und Nabe gegen die Umrandung einer Öffnung der Nabe stößt. Umgekehrt kann ein im Wesentlichen zylindrischer erster Fügeabschnitt der Welle (insbesondere eine Begrenzung hiervon) mit einem im Wesentlichen konusförmigen ersten Fügeabschnitt der Nabe zusammenwirken. Alternativ ist es auch möglich, dass die beiden ersten Fügeabschnitte (also von Welle und Nabe) im Wesentlichen konusförmig sind, jedoch mit unterschiedlichen
Konuswinkeln. Da die Kontaktstellen von Welle und Nabe in diesen Fällen eine relativ geringe Fläche aufweisen und insbesondere eine Ringkante bilden (zumindest zu Beginn des Aufschmelzens), kann bei einer derartigen Ausgestaltung auf vorteilhafte Weise ein Buckelschweißvorgang durchgeführt werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann einer der ersten Fügeabschnitte eine Ringfläche bilden und der andere der ersten Fügeabschnitte ist im Wesentlichen konusförmig. Als eine Ringfläche ist eine ringförmige Fläche anzusehen, die sich im Wesentlichen innerhalb einer Normalebene zu der Achse der Welle bzw. der Nabe erstreckt. Alternativ können die beiden ersten Fügeabschnitte eine jeweilige Ringfläche bilden. Auch bei dieser Ausführungsform kann ein Buckelschweißvorgang durchgeführt werden, insbesondere falls an wenigstens einer der genannten Ringflächen eine Erhebung ausgebildet ist, wie nachstehend erläutert wird.
Bei den vorstehend genannten Ausführungsformen kann an dem ersten Fügeabschnitt der Nabe und/ oder an dem ersten Fügeabschnitt der Welle wenigstens eine Erhebung vorgesehen sein, um beim Aneinanderpressen von Welle und Nabe die genannten Kontaktstellen zu bilden. Die Erhebung kann einen "Buckel" zum Durchführen eines Buckelschweißvorgangs bilden. Die Erhebung kann je nach Anwendung an der Innenfläche einer Öffnung der Nabe oder an einer Stirnseite der Nabe oder der Welle, also außerhalb der Öffnung und insbesondere an der vorgenannten Ring- fläche, angeordnet sein.
Das Einleiten des Schweißstroms kann spätestens dann beendet werden, wenn die zweiten Fügeabschnitte in den Presssitz gelangt sind. Vorzugsweise wird der Schweißstrom jedoch nur für einen relativ kurzen Zeitraum zu Beginn des Pressschweißvorgangs eingeleitet. Der genaue Zeitpunkt der Beendigung des Schweißvorgangs kann ebenso wie der Schweißstrom und die insgesamt eingeleitete Schweißenergie an die jeweilige Anwendung angepasst werden. Vorzugsweise wird ein Verschweißen der zweiten Fügeabschnitte miteinander bewusst unterbunden, um eine möglichst hohe Genauigkeit des Pressitzes zu erzielen und um einen übermäßigen Energieeintrag zu vermeiden. Wie vorstehend erwähnt kann jedoch auch im Bereich der zweiten Fügeabschnitte ein - geringfügig ausgeprägtes - Verschweißen der Welle und der Nabe vorgesehen sein. Gemäß einer Ausführungsform sind der jeweilige erste Fügeabschnitt und der jeweilige zweite Fügeabschnitt in axialer Richtung im Wesentlichen unmittelbar benachbart zueinander angeordnet, d.h. der jeweilige erste Fügeabschnitt und der jeweilige zweite Fügeabschnitt schließen unmittelbar aneinander an oder zwischen dem jeweiligen ersten Fügeabschnitt und dem jeweiligen zweiten Fügeabschnitt befindet sich lediglich ein Übergangsabschnitt, der im Vergleich zu der axialen Erstreckung der Fügeabschnitte relativ kurz ist. Dies gewährleistet einen kompakten Aufbau und eine zuverlässige Gesamtverbindung. Vorzugsweise ist der Übergangsabschnitt derart gestaltet, dass er überschüssiges geschmolzenes oder verformtes Material, welches während des Schweißvorgangs entsteht, aufnehmen kann. Bei alternativen Ausführungsformen können der jeweilige erste Fügeabschnitt und der jeweilige zweite Fügeabschnitt jedoch auch weit entfernt voneinander angeordnet sein.
Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Anordnung aus einer Welle und einer Nabe, wobei die Nabe einen ersten Fügeabschnitt und einen zweiten Fügeabschnitt für eine Verbindung mit entsprechenden Fügeabschnitten der Welle umfasst, wobei die beiden Teile an den ersten Fügeabschnitten miteinander verschweißt sind, insbesondere durch Widerstandspressschweißen, und wobei die beiden Teile an den zweiten Fügeabschnitten miteinander verpresst sind. Eine derartige pressgeschweißte Anordnung aus Welle und Nabe ist mehrachsig belastbar und gewährleistet eine hohe Laufgenauigkeit. Da lediglich eine einzelne Schweißstelle vorgesehen ist, reicht zur Herstellung des Welle-Nabe-Verbunds eine Schweißanlage von geringen Ausmaßen aus.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung sowie der beigefügten Zeichnung angegeben. Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer beispielhaften Ausführungsform unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. zeigt eine perspektivische Ansicht einer Welle und einer mit dieser zu verbindenden Nabe gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung in einem Längsschnitt. zeigt die Welle und die Nabe gemäß Fig. 1 zu Beginn eines Pressschweißvorgangs. zeigt die Welle und die Nabe gemäß Fig. 1 kurz vor Ende des Pressschweißvorgangs. zeigt die Welle und die Nabe gemäß Fig. 1 nach Abschluss des Pressschweißvorgangs. zeigt eine vergrößerte Schnittansicht der miteinander verbundenen Welle und Nabe gemäß Fig. 1. zeigt eine Teilschnittansicht einer Welle und einer mit dieser zu verbindenden Nabe gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung. Fig. 7 zeigt eine Teilschnittansicht einer Welle und einer mit dieser zu verbindenden Nabe gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung.
In Fig. 1 ist beispielhaft eine Nabe 10 dargestellt, welche mit einer Welle 12 verschweißt werden soll. Die Nabe 10 und die Welle 12 bestehen aus einem für Getriebebauteile üblichen Stahlwerkstoff. Die Nabe 10 ist im dargestellten Beispiel ringförmig und weist eine zentrale kreisförmige Öffnung 14 mit einer stirnseitigen Mündung 15 auf. Die Innenfläche 16 der Öffnung 14 ist in axialer Richtung in einen ersten Fügeabschnitt 18, einen sich daran anschließenden Übergangsabschnitt 19 sowie einen sich wiederum anschließenden zweiten Fügeabschnitt 20 unterteilt.
An der äußeren Umfangsfläche 21 der hier als Hohlwelle ausgebildeten Welle 12 ist eine umlaufende, d.h. ringförmige Erhebung 22 vorgesehen, welche in die Öffnung 14 der Nabe 10 eingepresst werden soll. Die Mantelfläche 24 der Erhebung 22 ist analog zu der Innenfläche 16 der Öffnung 14 in axialer Richtung in einen ersten Fügeabschnitt 26, einen sich daran anschließenden Übergangsabschnitt 28 sowie einen sich wiederum anschließenden zweiten Fügeabschnitt 30 unterteilt. Die jeweiligen ersten Fügeabschnitte 18, 26 und die jeweiligen zweiten Fügeabschnitte 20, 30 ergänzen sich einander in ihrer Form, wobei die ersten und zweiten Fügeabschnitte 26, 30 der Erhebung 22 ein Übermaß gegenüber den entsprechenden Fügeabschnitten 18, 20 der Öffnung 14 aufweisen. Wie aus Fig. 1 hervorgeht sind die ersten Fügeabschnitte 18, 26 ebenso wie die Übergangsabschnitte 19, 28 vorzugsweise zylindrisch, während die zweiten Fügeabschnitte 20, 30 konusförmig sind. Der Winkel, um welchen die zweiten Fügeabschnitte 20, 30 gegenüber der Achse A geneigt sind, beträgt im dargestellten Ausführungsbeispiel ca. 5°. Er kann in weiten Bereichen an die jeweilige Anwendung angepasst werden, liegt jedoch bevor- zugt zwischen 1° und 15°.
Zum Verbinden der Welle 12 mit der Nabe 10 werden die beiden Teile im Wesentlichen koaxial ausgerichtet und die Erhebung 22 der Welle 12 wird im Bereich der ersten Fügeabschnitte 18, 26 an die Mündung 15 der Öff- nung 14 gepresst, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Die Welle 12 und die Nabe 10 berühren sich an jeweiligen Kontaktstellen 32, 34 der ersten Fügeabschnitte 18, 26. Durch Leiten eines elektrischen Schweißstroms über die Kontaktstellen 32, 34 wird ein Schweißvorgang gestartet, während dessen die Kontaktstellen 32, 34 aufgeschmolzen werden. Während des Schweißvorgangs, d.h. während weiterhin ein Schweißstrom über die jeweiligen Kontaktstellen entlang der ersten Fügeabschnitte 18, 26 geleitet wird oder während die Kontaktstellen 32, 34 bei bereits unterbrochenem Schweißstrom noch aufgeschmolzen sind, wird die Welle 12 in einer parallel zur Achse A weisenden Einpressrichtung P mit einer Kraft beauf- schlagt, sodass die Welle 12 fortschreitend in die Öffnung 14 der Nabe 10 eingepresst wird. Das Einpressschweißen kann im Übrigen in ähnlicher Weise erfolgen wie in der eingangs genannten EP 1 941 964 AI beschrieben. Insbesondere können Maßnahmen zur Zentrierung der Teile 10, 12, wie z.B. eine Fase an der Öffnung 14 oder ein Zentrieransatz an der Erhe- bung 22, vorgesehen sein.
Aufgrund der Konusform der zweiten Fügeabschnitte 20, 30 besteht zwischen diesen zunächst ein Luftspalt 36, sodass der Schweißstrom im Wesentlichen nur über den relativ geringflächigen Bereich der ersten Füge- abschnitte 18, 26 fließt.
Wie aus Fig. 3 hervorgeht, berühren sich die Welle 12 und die Nabe 10 kurz vor Ende des Setzweges auch im Bereich der zweiten Fügeabschnitte 20, 30. Im Verlauf des noch verbleibenden Setzweges wird ein Presssitz in Form eines selbsthemmenden Kegelsitzes 41 zwischen der Welle 12 und der Nabe 10 gebildet (vgl. Fig. 4). Die axiale Endposition der Welle 12 in der Nabe 10 kann dadurch definiert sein, dass bei Erreichen einer bestimmten Presskraft oder eines bestimmten Wegs die Relativbewegung zwischen den Bauteilen endet. Der Schweißstrom fließt nur relativ kurz zu Beginn des Schweißvorgangs, typischerweise für einige Millisekunden. Nach dem Einpressschweißen ergibt sich eine Anordnung, wie sie beispielhaft in Fig. 4 und 5 dargestellt ist. Zwischen der Welle 12 und der Nabe 10 besteht eine Verbindung, welche eine Schweißnaht 42 im Bereich der ersten Fügeabschnitte 18, 26 und einen Kegelsitz 41 im Bereich der zweiten Fügeabschnitte 20, 30 umfasst. Die Schweißnaht 42 und der Kegelsitz 41 sind durch einen schmalen umlaufenden Luftspalt 40 im Bereich der Übergangsabschnitte 19, 28 getrennt. Durch die Kombination von Pressitz und Schweißverbindung kann ein hoher Grad an Fügegenau- igkeit bei gleichzeitig gewährleisteter hoher Festigkeit erreicht werden. Da der Schweißstrom nur im Bereich einer einzelnen, eng begrenzten
Schweißstelle fließt, kann Schweißenergie eingespart werden.
Die Gestaltung ersten Fügeabschnitte 18, 26 ist bei der in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Ausführungsform für einen Einpressschweißvorgang ange- passt. Alternativ kann die Gestaltung der ersten Fügeabschnitte auch für einen Buckelschweißvorgang angepasst sein. Eine derartige Ausführungsform ist in Fig. 6 dargestellt, wobei zur Vereinfachung gleiche oder äquivalente Elemente mit den entsprechenden Bezugszeichen bezeichnet sind wie in den Fig. 1 bis 5. Der erste Fügeabschnitt 26' der Welle 12 ist hier konisch ausgebildet und stößt beim Aneinanderpressen von Welle 12 und Nabe 10 gegen die Mündung 15 der Öffnung 14. Die Kontaktstellen 32, 34 sind also auf einen kleinen, ringkantenartigen Bereich begrenzt. Der Rand der Mündung 15 wirkt somit als Buckel zum Erzeugen einer ausreichen- den Stromdichte im Rahmen eines Buckelschweißvorgangs. Der erste
Fügeabschnitt 18' der Nabe 10 ist bei dieser Ausführungsform (abhängig von dem Konuswinkel des ersten Fügeabschnitts 26' der Welle 12) letztlich durch eine Zylinderfläche und / oder eine Ringfläche in der Umgebung der Kontaktstelle 32 gebildet. Die zweiten Fügeabschnitte 20, 30 sind ebenso gestaltet wie bei der vorgenannten ersten Ausführungsform, d.h. am Ende des Schweißvorgangs besteht ein kegeliger Presssitz zwischen ihnen. Wie aus Fig. 6 hervorgeht, ist zwischen dem ersten Fügeabschnitt 18' und dem zweiten Fügeabschnitt 20 der Nabe 10 eine Stufe 43 ausgebildet. Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei welcher die Gestaltung der ersten Fügeabschnitte wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 6 für einen Buckelschweißvorgang angepasst ist. Bei dieser Ausführungsform ist eine Erhebung in Form eines umlaufenden Wulsts 44 entlang einer Ringfläche an einer Stirnseite der Nabe 10 vorgesehen, wobei die genannte Ringfläche dem ersten Fügeabschnitt 18" der Nabe 10 entspricht. Der Wulst 44 stößt beim Aneinanderpressen von Welle 12 und Nabe 10 gegen den rechtwinklig zu der Einpressrichtung P verlaufenden ersten Fügeabschnitt 26" der Welle 12, der ebenfalls eine Ringfläche bildet. Die Kontaktstellen 32, 34 von Welle 12 und Nabe 10 am abstehenden Ende des Wulstes 44 weisen eine geringe Fläche auf, sodass eine ausreichende Stromdichte für einen Buckelschweißvorgang erzeugt wird. Anstelle des Wulstes 44 können auch anders geformte oder angeordnete Vorsprünge an der Nabe 10 und/ oder an der Welle 12 vorgesehen sein, welche beim Verschweißen als "Buckel" wirken.
Bezugszeichenliste :
Nabe
Welle
Öffnung
Mündung
Innenfläche
erster Fügeabschnitt der Nabe Übergangsabschnitt der Nabe zweiter Fügeabschnitt der Nabe äußere Umfangsfläche
Erhebung
Mantelfläche
erster Fügeabschnitt der Welle
Übergangsabschnitt der Welle zweiter Fügeabschnitt der Welle
Kontaktstelle der Nabe
Kontaktstelle der Welle
Luftspalt
Luftspalt
Kegelsitz
Schweißnaht
Stufe
Wulst
Achse
Einpressrichtung
