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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR CONTINUOUS PRODUCTION OF A CARPET
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1998/026126
Kind Code:
A1
Abstract:
Bei einem Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen einer Teppichbahn (11) wird eine Bahn (1) aus miteinander verbundenen Steherfaden (22) und Schussfaden (21) derart in Streifen (18) l�ngs geschnitten, dass deren Schussfaden (21) in einem Randbereich der Streifen (18) gehalten sind und im andern Randbereich frei sind. Die so erhaltenen Streifen (18) werden im wesentlichen kontinuierlich weiter gef�rdert und jeder einzelne Streifen (18) wird gleichsinnig um etwa 90� gedreht. Die derart nebeneinander angeordneten und aneinander anliegenden Streifen (18) werden durch eine Einrichtung zum Aufbringen eines Klebemittels hindurchgef�hrt, wodurch die durch die Streifen (18) gebildete Oberfl�che, die dem Randbereich benachbart ist, in welchem die Faden gehalten sind, beschichtet wird. Die Streifen (18) werden durch diese Schicht (28) miteinander verbunden, so dass eine fortlaufende Teppichbahn (11) gebildet wird.

Inventors:
Reinhard, Ruedi (H�rtimattstrasse 21, Weggis, CH-6353, CH)
Application Number:
PCT/CH1997/000461
Publication Date:
June 18, 1998
Filing Date:
December 10, 1997
Export Citation:
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Assignee:
Reinhard, Ruedi (H�rtimattstrasse 21, Weggis, CH-6353, CH)
International Classes:
D04B21/14; D03D11/00; D06N7/00; D04B21/14; D03D11/00; D06N7/00; (IPC1-7): D06N7/00; D03D1/00; D03D11/00; D04B21/14
Attorney, Agent or Firm:
BOVARD AG (Optingenstrasse 16, Bern 25, CH-3000, CH)
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen eines Teppichs (11), in welchem eine aus längs verlaufenden Steherfaden (22) und quer dazu verlau fenden Schussfaden (21), die miteinander verbunden sind, gebildeten Bahn (1; 36) derart in Streifen (18) längs geschnitten wird, dass deren Schussfaden (21) vorzugsweise im einen Randbereich der Streifen (18) gehalten sind und im an deren Randbereich frei sind, und die so erhaltenen Streifen (18) in einer Ebene derart aneinander gefügt und verbunden werden, dass die geschnittenen Schussfadenstücke (21) im wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet sind und die einen Randbereiche gegeneinander zu liegen kommen, während die freien Enden der Schussfaden (21) den Flor des so erhaltenen Teppichs bil den, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahn (1; 36) im wesentlichen kontinu ierlich einer Längsschneideinrichtung (4) zugeführt wird, dass die längsge schnittenen Streifen (18) im wesentlichen kontinuierlich weiter gefördert wer den und hierbei jeder einzelne Streifen (18) gleichsinnig um etwa 90" gedreht wird, dass danach die nebeneinander angeordneten und aneinander anliegen den Streifen (18) durch eine Einrichtung (9) zum Aufbringen eines Klebemittels hindurchgeführt werden, wodurch die durch die aneinander anliegenden Strei fen (18) entstehende Oberfläche, die durch die einen Randbereiche gebildet werden, beschichtet wird und die Streifen (18) miteinander verbunden werden und so eine fortlaufende Teppichbahn (11) gebildet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Klebemittel in Form eines Pulvers aufgebracht wird, und dass danach eine Heizeinrichtung (10) durchlaufen wird, in welcher das Pulver gesintert und eine Schicht (28) gebildet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahn in einem Webstuhl gebildet wird und die Schussfaden (21) mit den Steherfaden (22) durch Bindefäden (23, 24) verbunden werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindefäden (23, 24) mindestens teilweise aus einem Schmelzkleber gebildet sind, und dass die Gewebebahn (1), bevor sie längs geschnitten wird, eine er ste Heizeinrichtung durchläuft.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steherfaden (22) und die Schussfaden (21), durch welche die Bahn (36) gebildet wird, durch entlang der Steherfaden (22) verlaufende Nähnähte (34) miteinander verbunden werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass in die Bahn (36) Abstandfaden (25) eingearbeitet sind, die im wesentlichen im Bereich der Steherfaden (22) auf mindestens einer Oberfläche der Bahn (36) angeordnet werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die längsgeschnittenen Streifen (18) während des Drehens um 90" mindestens teilweise durch Führungsmittel (6) geführt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn zeichnet, dass die fertige Teppichbahn (11) in einer Wickelvorrichtung (13) als Rolle (14) aufgewickelt wird.
9. Bahn zur Herstellung von Teppichbahnen gemäss dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 oder 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine in einem Webstuhl herstellbare Gewebebahn (1) ist, deren Schuss faden (21) in zwei Lagen (19, 20) angeordnet sind und eine Doppellage bilden, welche durch die Bindefäden (23, 24) gehalten sind, und dass im Bereich der Bindefäden (23, 24) zwischen den beiden Lagen (19, 20) der Schussfaden (21) mindestens ein Steherfaden (22) angeordnet ist.
10. Bahn nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Bereich der Bindefäden (23, 24) mindestens ein im wesentlichen parallel dazu verlaufender Abstandfaden (25; 26) angebracht ist.
11. Bahn nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten der Gewebebahn (1) im Bereich der Bindefäden (23, 24) je ein Abstandfaden (25, 26) angeordnet ist, der jeweils um einen Schussfaden (21) der benachbarten Lage (19;20) gewunden ist und mindestens den nachfolgen den Schussfaden (21) dieser Lage (19; 20) überspringt und aussenseitig ent lang dieser Lage (19; 20) der Schussfaden (21) verläuft.
12. Bahn zur Herstellung von Teppichbahnen gemäss dem Verfah ren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schussfaden (21) in zwei Lagen angeordnet sind, dass zwischen den beiden Lagen die Steherfaden (22) verlaufen und auf einer der Lagen gegenüberlie gend zu jedem Steherfaden (22) jeweils ein Abstandfaden (25) angebracht ist, dass entlang von jedem Steherfaden (22) jeweils eine Nähnaht (34) angebracht ist, bei welcher der Abstandfaden (25), der Steherfaden (22) und die Schussfa den (21) vom Nähfaden (42) durchdrungen sind.
13. Bahn nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass jede Nähnaht (34) ein Einfachkettenstich ist.
14. Bahn nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekenn zeichnet, dass mindestens einer der Steherfaden (22) der Teppichbahn (11) als Leitung für die Übertragung von Signalen und Energie ausgebildet ist.
Description:
Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen eines Teppichs Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum konti- nuierlichen Herstellen eines Teppichs gemäss dem Oberbegriff des Patentan- spruchs 1 sowie auf Bahnen, die aus längs verlaufenden Steherfaden und quer dazu verlaufenden Schussfaden, die miteinander verbunden sind, gebildet sind, zur Herstellung dieses Teppichs gemäss dem genannten Verfahren.

Derartige Verfahren zur Herstellung von Teppichen sind bekannt. So zeigt beispielsweise die DE-A-2 307 694 das Aufschneiden einer Gewebebahn in Streifenform, die aufgestellt, aneinander gereiht und im Bereich des Gewe- bes miteinander verbunden werden, so dass eine Flächengebilde erhalten wird, dessen eine Oberfläche aus den freien Schussgarnenden besteht. Im Be- reich der andern Oberfläche werden diese Streifen miteinander verbunden. Die Verbindung dieser Streifen erfolgt hierbei in Magazinen, in welche die einzel- nen Streifen übereinander geschichtet eingelegt werden. Hierzu werden die Streifen vorgängig mit einem Klebemittel versehen. Im Magazin wird dann die- ses Klebemittel getrocknet, was durch Beheizen der Magazinwände erfolgen kann, oder, falls es sich um einen Schmelzkleber handelt, aufgeschmolzen, so dass die Verbindung erreicht werden kann.

Das Aufbringen des Klebemittels auf die Streifen ist aufwendig und schwierig, die Magazine, in welchen die Verbindung der aufeinander geschich- teten Streifen erfolgt, können durch das Klebemittel verschmutzt werden. Dem- zufolge ist nicht ausgeschlossen, dass unerwünschtes Klebemittel auch auf die florseitige Oberfläche des Teppichs gelangen kann. Um dies zu vermeiden, müssen die Magazine nach jedem Durchlauf gereinigt werden, was aufwendig und zeitraubend ist.

Als Nachteil dieses bekannten Verfahrens muss auch die Verlegung des in Stückform hergestellten Teppichs betrachtet werden, die zu einem Tep- pich zusammengefügt werden müssen. Insbesondere können sich hierbei Schwierigkeiten ergeben, wenn eine spezielle Musterung des Teppichs er- wünscht wird.

Ein vom Anmelder entwickeltes bekanntes Verfahren zum kontinu- ierlichen Herstellen eines Teppichs besteht darin, dass die iängsgeschnittenen Streifen einer Gewebebahn in Stapelanordnungen eingeführt und übereinander geschichtet werden. Diese Stapel werden einer Bandanordnung zugeführt und darauf abgelegt, derart, dass die Streifen quer zur Bandlaufrichtung liegen. Auf dem Band werden die zwischen jeweils zwei Stegen gehaltenen Stapel durch eine Einrichtung geführt, in welcher ein Klebemittel aufgebracht wird, welches auf der dem Band abgewandten Oberfläche eine Schicht bildet und die einzel- nen Streifen und die Stapel miteinander verbindet, so dass eine fortlaufende Teppichbahn gebildet wird.

Mit diesem Verfahren kann der obengenannte Nachteil des Verle- gens von Einzelstücken vermieden werden, zu verlegen sind jeweils Teppich- bahnen mit einer bestimmten Breite, wobei nur noch nebeneinander liegende Teppichbahnen zusammengefügt werden müssen.

Nachteilig bei diesem Verfahren ist das aufwendige Handling, das darin besteht, dass die in Stapeln angeordneten übereinander liegenden Strei- fen jeweils einer weiteren Einrichtung zum Aufbringen eines Klebemittels zuge- führt werden müssen, wo die Streifen aus den Stapeln auf das Band ausgesto- ssen werden. Hierzu sind die entsprechenden Einrichtungen erforderlich, die in der Anschaffung und im Unterhalt teuer sind.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, das Verfah- ren zum kontinuierlichen Herstellen eines Teppichs derart zu verbessern, dass insbesondere das Handling vereinfacht wird und die erforderlichen Einrichtun- gen einfacher ausgeführt werden können.

Erfindungsgemäss erfolgt die Lösung dieser Aufgabe durch die in der Kennzeichnung des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale.

Mit diesem erfindungsgemässen Verfahren kann in kontinuierlicher Weise eine Teppichbahn aus einer Bahn, die aus Steherfaden und Schussfa- den gebildet ist, die miteinander verbunden sind, hergestellt werden, ohne dass der kontinuierliche Ablauf unterbrochen wird.

In vorteilhafter Weise wird das Klebemittel in Form eines Pulvers aufgebracht, wonach eine Heizeinrichtung durchlaufen wird, in welcher das Pulver gesintert wird und eine Schicht entsteht, die die Rückseite des Teppichs bildet. Hierbei kann zusätzlich in bekannter Weise diese Rückseite mit einem Zweitrücken zur Verstärkung versehen werden. Mit diesem Verfahren zum Auf- bringen des Klebemittels wird erreicht, dass eine Verschmutzung insbesondere des Flor des Teppichs praktisch ausgeschlossen wird.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens besteht darin, dass die Bahn eine Gewebebahn ist, und dass zur Herstellung der Ge- webebahn Bindefäden verwendet werden, die mindestens teilweise aus einem Schmelzkleber gebildet sind. Die so hergestellte Gewebebahn wird vor dem Längsschneiden durch eine erste Heizeinrichtung geführt, in welcher der Schmelzkleber der Bindefäden geschmolzen wird und eine feste Verbindung mit den Schussfaden entsteht, so dass die danach durch den Längsschnittvor- gang erhaltenen Streifen stabil sind. Beim Durchlaufen der Heizeinrichtung zur Sinterung des in Pulverform aufgebrachten Klebemittels zur Bildung der Rück- seite des Teppichs erfolgt hierbei zusätzlich eine optimale Verbindung mit dem Schmelzkleber der Bindefäden und den Schussfaden.

Anstelle einer Gewebebahn kann in vorteilhafter Weise auch eine Bahn verwendet werden, die mindestens aus Steherfaden und Schussfaden gebildet wird, die durch entlang der Steherfaden verlaufende Nähnähte mitein- ander verbunden werden. Dadurch wird ein optimaler Zusammenhalt der längsgeschnittenen Streifen erreicht.

Es ist von Vorteil, die längsgeschnittenen Streifen während des Dre- hens um 90" durch Führungsmittel zu führen. Insbesondere wenn die Breite eines Streifens wesentlich anders ist als die Dicke der Gewebebahn, aus wel- chen die Streifen geschnitten sind, ist es vor dem Aufbringen des Klebemittels zum Verbinden der einzelnen Streifen miteinander erforderlich, die Streifen zu- sammen zu führen. Die entstehende Teppichbahn wird dann eine geringere Breite aufweisen, als die zugeführte Bahn. In vorteilhafter Weise entspricht die Breite der Streifen im wesentlichen der Dicke der Bahn, wodurch das Herstel- lungsverfahren vereinfacht wird.

Die erfindungsgemäss hergestellte Teppichbahn kann in vorteilhaf- ter Weise in einer Wickelvorrichtung als Rolle aufgewickelt werden.

Bei der Verwendung einer normalen üblichen einlagigen Gewebe- bahn zur Herstellung von Teppichen gemäss dem obengenannten Verfahren kommen die erfindungsgemäss zusammengefügten Streifen derart nahe zu- einander zu liegen, dass die Wirkung der Schussfaden als Teppichflor verlo- rengeht und nur ein "textiler Belag" wahrgenommen werden kann, was als Qualitätsverlust des gewünschten Teppichs anzusehen ist.

Deshalb besteht eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, dass die Bahn als Ausgangsmaterial für die längs geschnittenen Streifen zur Herstellung der Teppichbahn so gestaltet ist, dass der Abstand der einzel- nen Streifen voneinander so ist, dass die erwünschte Dichtheit des Teppich- flors erreicht werden kann.

Erfindungsgemäss erfolgt die Lösung dieser Aufgabe durch eine Gewebebahn, wie sie in der Kennzeichnung des Anspruchs 6 näher definiert ist, oder durch eine Bahn, wie sie in der Kennzeichnung des Anspruchs 12 dar- gestellt ist.

Die Anordnung der Schussfaden in einer Doppellage und das An- bringen von Abstandfaden im Bereich der Bindefäden der Gewebebahn hat zur Folge, dass die Schussfaden von Streifen zu Streifen einen genügend grossen Abstand haben, wodurch die Florwirkung der entstehenden Teppichbahn opti- mal erhalten wird.

In vorteilhafter Weise wird jeweils aussenseitig an jeder Lage der Schussfaden ein Abstandfaden angebracht, der auf einfache Art bei der Her- stellung der Gewebebahn eingewoben wird.

In bekannter Weise kann bei der Herstellung von derartigen Gewe- bebahnen durch Wechsel der Farben von Schussfaden und/oder der Art der Schussfaden ein beliebiges gewünschtes Muster auf dem herzustellenden Teppich erreicht werden.

Bei einer Bahn, deren Steherfaden und Schussfaden durch Näh- nähte miteinander verbunden sind, können in vorteilhafter Weise auf einer Seite Abstandfaden angeordnet sein, welche jeweils den Steherfaden gegen- überliegend sind, wobei beim Anbringen einer Nähnaht entlang der Steherfa- den jeweils der Steherfaden, die Schussfaden und der Abstandfaden vom Nähfaden durchdrungen ist.

Da der Steherfaden eines Streifens durchgehend in der herzustel- lenden Teppichbahn verläuft, kann dieser als Leitung für die Übertragung von Signalen und Energie ausgebildet sein.

Ein erfindungsgemässes Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen einer Teppichbahn sowie Bahnen zur Anwendung im Verfahren werden nach- folgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beispielhaft näher erläutert.

Es zeigt Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Seitenansicht auf eine An- lage zur Herstellung einer kontinuierlichen Teppichbahn; Fig. 2 eine Ansicht auf einen Teil der Längsschnitteinrichtung; Fig. 3 eine Schnittdarstellung quer zu den Schussfaden durch eine Gewebebahn, die zur Herstellung von Teppichen zur Anwendung kommt; Fig. 4 eine Schnittdarstellung durch die Gewebebahn entlang Linie IV-IV gemäss Fig. 3; Fig. 5 und 5a eine Schnittdarstellung durch die Teppichbahn, die aus den längs geschnittenen und gedrehten Streifen der Gewebebahn herge- stellt wird; Fig. 6 eine Draufsicht auf einen Teil der längsgeschnittenen Streifen der Gewebebahn und der daraus entstehenden Teppichbahn;

Fig. 7 in schematischer Darstellung eine Seitenansicht auf einen Teil einer weiteren Anlage zur Herstellung einer kontinuierlichen Teppichbahn; Fig. 8 in vergrösserter Darstellung der Bereich der Anlage gemäss Fig. 7, in welchem der Nähvorgang stattfindet; und Fig. 9 eine Schnittdarstellung durch die Bahn entlang Linie IX - IX gemäss Fig. 8.

Wie in Fig. 1 dargestellt ist, wird eine Gewebebahn 1 über Leit- und Zugelemente 2 und eine Tänzerwalze 3 in Richtung des Pfeiles einer Schneid- einrichtung 4 zugeführt. Die Gewebebahn 1, deren Schussfaden quer zur Zu- führrichtung verlaufen, kann direkt von einem nicht dargestellten Webstuhl stammen.

Bevor die Gewebebahn 1 in die Schneideinrichtung 4 gelangt, kann sie beispielsweise zusätzlich durch eine nicht dargestellte Befeuchtungsanlage geführt werden, in welcher die Gewebebahn befeuchtet wird. Die so befeuch- tete Gewebebahn 1 kann dann durch eine nicht dargestellte Gefrieranlage ge- führt werden, wo das Feuchtmittel gefriert. Dadurch kann eine vorübergehende Verfestigung der längszuschneidenden Gewebebahn erreicht werden, ohne diese zu verschmutzen.

Anstelle des Befeuchtens und Gefrierens der Gewebebahn 1 können bei der Herstellung der Gewebebahn 1 Bindefäden 23, 24 (Fig. 3) verwendet werden, die beispielsweise einen Kern aufweisen, der aus Glasfasern gebildet ist, wodurch die erforderliche Zugfestigkeit der Bindefäden erhalten wird, und die mit einer aus einem Schmelzkleber bestehenden Umhüllung versehen sind.

Die so ausgestattete Gewebebahn durchläuft dann eine nicht dargestellte Heiz- einrichtung, in welcher der umhüllende Schmelzkleber zum Schmelzen ge- bracht wird und eine feste Verbindung zwischen Bindefäden und Schussfaden gebildet wird. Auf die oben beschriebene Befeuchtungs- und Gefrieranlage kann bei dieser Ausführung verzichtet werden.

In der Schneideinrichtung 4 wird die Gewebebahn 1 in Längsstreifen geschnitten, wie später noch genauer beschrieben wird. Die derartig in Längs- streifen geschnittene Gewebebahn 1 wird durch ein Fördermittel 5 kontinuier- lich weiter transportiert und gelangt in Führungsmittel 6.

In diesen Führungsmitteln 6 werden die längs geschnittenen Streifen einzeln gleichsinnig um 90" gedreht. Die Drehung erfolgt derart, dass die den Flor des Teppichs bildenden Schussfaden in Fig. 1 nach unten ausgerichtet sind, während der die Rückseite des entstehenden Teppichs bildende Bereich in Fig. 1 obenliegend ist.

Durch die Führungsmittel 6 soll auch erreicht werden, dass die längs geschnittenen und gedrehten Steifen danach parallel weiter geführt werden und aneinander anliegend sind.

Die durch diese längs geschnittenen Streifen gebildete Bahn 7 durchläuft, abgestützt durch ein Förderband 8 eine Einrichtung 9 zum Aufbrin- gen eines Klebemittels, das die Form eines Pulvers aufweist. Dieses Pulver wird über die gesamte Oberfläche verteilt ausgebreitet, wonach eine Heizein- richtung 10 durchlaufen wird. In dieser Heizeinrichtung 10 schmilzt das in Pul- verform vorliegende Klebemittel, wodurch auf der Oberfläche, die die Rückseite des entstehenden Teppichs bildet, eine durchgehende Schicht entsteht. Da- durch werden die einzelnen Längsstreifen der Bahn 7 miteinander verbunden, so dass eine fortlaufende Teppichbahn 11 gebildet wird.

In bekannter Weise kann zur Verstärkung der Rückseite dieser Tep- pichbahn ein Zweitrücken angebracht werden, der beispielsweise die Form ei- nes Gewebes hat.

Die so gebildete fortlaufende Teppichbahn 11 wird durch ein Zug- walzenpaar 12 geleitet, wobei diese Zugwalzen 12 gleichzeitig auch als Kühl- walzen ausgebildet sein können, und wird in einer Wickelstation 13 zu einer Teppichrolle 14 aufgewickelt. Diese in Rollen angelieferten Teppichbahnen, die beispielsweise eine Breite von etwa 80 cm bis 120 cm aufweisen können, sind einfach zu verlegen. Insbesondere können derartige Teppichbahnen beim

Verlegen längsseitig aneinander gefügt werden, ohne dass die Stossstellen sichtbar werden, da im Prinzip wiederum nur zwei Streifen des Teppichs anein- ander gefügt werden müssen.

Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, besteht die Schneideinrichtung 4 aus einer glatten Walze 15, die eine gehärtete Oberfläche aufweist, und eine paral- lel dazu angeordnete Messerwalze 16. Auf der Messerwalze 16 sind scheiben- förmige Messer 17 angeordnet, deren gegenseitiger Abstand der Breite eines Streifens entspricht. Durch diese Messer 17, die fest gegen die glatte Walze 15 gedrückt werden und mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit wie die glatte Walze 15 rotieren, wird die Gewebebahn 1 in Streifen 18 geschnitten.

Eine Gewebebahn 1, wie sie im vorgenannten Verfahren zum konti- nuierlichen Herstellen einer Teppichbahn 11 verwendet werden kann, ist in den Fig. 3 und 4 dargestellt. Die in bekannter Weise auf einem Webstuhl herstell- bare Gewebebahn 1 weist zwei Lagen 19 und 20 von Schussfaden 21 auf.

Diese beiden Lagen 19 und 20 von Schussfaden 21 sind durch Steherfaden 22 voneinander getrennt. Die Schussfaden 21 werden durch Bindefaden 23, 24 miteinander verbunden, wodurch die Gewebebahn 1 gebildet wird.

Zusätzlich sind in das Gewebe der Gewebebahn 1 beidseitig Ab- standfaden 25, 26 angebracht, die quer zu den Schussfaden 21 verlaufen.

Diese Abstandfaden 25, 26 sind jeweils um einen Schussfaden gewunden und überspringen aussenseitig die nachfolgenden drei Schussfaden.

In der Schnittdarstellung gemäss Fig. 4 sind mit strichpunktierten Li- nien 27 die Schnitte angegeben, durch welche die jeweiligen Streifen 18 ge- bildet werden. Hierbei ist ersichtlich, dass das Abbinden durch die Bindefäden 23 und 24 der Schussfaden 21 in einem Randbereich der Streifen 18 erfolgt ist, so dass die Schussfaden 21 im anderen Randbereich frei sind. Diese freien Enden der Schussfaden 21 bilden den Flor des so erhaltenen Teppichs.

Die Fig. 5 und 5a zeigen jeweils in einem Schnitt, der quer zur Tep- pichbahn 11 gelegt ist, einen Ausschnitt einer entsprechenden Teppichbahn 11. Insbesondere in der Darstellung gemäss Fig. 5 erkennt man die einzelnen

Streifen 18, die durch die aufgebrachte Schicht 28, die aus einem Klebemittel gebildet ist, und die den Rücken der Teppichbahn 11 bildet, miteinander zu dieser Teppichbahn 11 verbunden sind. Durch die Abstandfaden 25, 26 wird ein Aneinanderlegen der einzelnen Streifen 18 zur Bildung der Teppichbahn 11 vermieden, dass die Streifen 18 zu nahe zueinander zu liegen kommen, so dass die freien Enden der Schussfaden 21 eine gewisse Bewegungsfreiheit aufweisen, wodurch der gewünschte Flor des Teppichs gebildet werden kann.

Wie bereits erwähnt, können die Steherfaden 22, die ja ununterbro- chen entlang einer hergestellten Teppichbahn 11 verlaufen, mindestens teil- weise beispielsweise aus elektrischen Leitern gebildet werden. Dadurch kön- nen beispielsweise Telefonanschlüsse oder Computeranschlüsse usw. über die im Teppich sich befindenden Leitungen vorgenommen werden, die Anschluss- kabel liegen dann nicht frei im Raum herum, zusätzliche Installationen sind nicht erforderlich.

Fig. 6 zeigt in einer Draufsicht auf die Gewebebahn 1, wie durch Drehen der Streifen 18 um 90" die Teppichbahn 11 gebildet wird, wie dies zu Fig. 1 beschrieben worden ist. Bei der Verwendung der vorgängig beschriebe- nen Gewebebahn 1 und wie sie auch in Fig. 6 gezeigt ist, ist die Breite der ein- zelnen Streifen 18 im wesentlichen gleich wie die Dicke der Gewebebahn 1.

Dies bedeutet, dass die Gesamtbreite der entstehenden Teppichbahn 11 etwa der Gesamtbreite der zugeführten Gewebebahn 1 entspricht. Die längs ge- schnittenen Streifen 18 können demzufolge beim Drehen um 90" und zur Bil- dung der Teppichbahn 11 im wesentlichen geradlinig weiter laufen.

In der Anlage, wie sie in Fig. 7 dargestellt ist, erfolgt eine kontinuier- liche Zuführung von parallel nebeneinander angeordneten Steherfaden 22 ab nicht dargestellten Spulen. Oberhalb und unterhalb dieser Steherfaden 22 wird jeweils eine Lage von Schussfaden 21 angebracht. Die einzeln eingezogenen Schussfaden 21, die auf Länge geschnitten werden, werden durch einen kammartigen Schieber 31 und mittels trichterförmig angeordneten Führungse- lementen 32 in Position gebracht, wo sie in bekannter Weise durch Führungen 33 gehalten sind. Auf die obere Lage von Schussfaden 21 wird entsprechend jedem Steherfaden 22 ein Abstandfaden 25 aufgelegt.

Entlang der Steherfaden 22 bzw. der Abstandfaden 25 wird eine fortlaufende Nähnaht 34 angebracht, wozu Nähnadeln 35 vorgesehen sind, wie nachfolgend noch beschrieben wird.

Die so gebildete Bahn 36 durchläuft dann die Schneideinrichtung 4, die in diesem Ausführungsbeispiel aus zwei hintereinander angeordneten Gat- termessern 37, 38 besteht, die eine hin- und hergehende Bewegung ausführen.

Mit dem ersten Gattermesser 37 wird jeder zweite Längsschnitt angebracht, während im zweiten Gattermesser 38 die dazwischenliegenden Längsschnitte angebracht werden.

Die so geschnittenen Streifen 18 werden zwischen zwei Zugeinrich- tungen 39, 40 um 90" gedreht, wie dies bereits zur ersten Ausführungsform beschrieben wurde, was in nicht dargestellten Führungen durchgeführt wird.

Um genügend Platz zum Drehen der Streifen 18 zu haben, kann jeweils jeder zweite Streifen 18 aus der Bahnebene nach oben umgeleitet werden, während die anderen Streifen 18 aus der Bahnebene nach unten umgeleitet werden können, ersichtlich aus Fig. 7.

Die so gedrehten Streifen 18 werden, wie dies zu Fig. 1 beschrieben worden ist, der Weiterverarbeitung zur Bildung eines Teppichbands zugeführt.

Fig. 8 zeigt in vergrösserter Darstellung die Bildung der Bahn 36.

Wie bereits erwähnt, werden die Schussfaden 21 paarweise innerhalb der Füh- rungselemente 32 eingezogen und auf Länge geschnitten. Diese Schussfaden 21 werden dann mittels des kammartigen Schiebers durch den durch die Füh- rungselemente 32 gebildeten Spalt 41 gedrückt. Unmittelbar dahinter wird die Nähnaht 34 angebracht, wobei der Nähfaden 42 den Abstandfaden 25, den Steherfaden 22 und die Schussfaden 21 durchdringt. Die Nähnaht 34 wird als Einfachkettenstich ausgeführt, wobei aber auch andere Sticharten denkbar sind.

Aus Fig. 9 ist ersichtlich, dass die Nähnähte über die gesamte Breite der so gebildeten Bahn 36, die beispielsweise 1,2 m sein kann, gleichzeitig an- gebracht wird. Hierzu wird eine Mehrnadelnähmaschine 43 verwendet, die be-

kannt ist und die hier nur schematisch angedeutet ist. Nach dem Nähen wird die so gebildete Bahn 36 in Streifen 18 geschnitten, wobei die Schnittlinien mit 27 bezeichnet sind. Die so erhaltenen Streifen werden, wie vorgängig be- schrieben, weiterverarbeitet.

Die Gewebebahn 1 wie auch die Bahn 36 kann in bekannter Weise aus Fäden gebildet werden, die unterschiedliche Farben, Dicken und Materia- lien aufweisen, wodurch mit diesem Herstellungsverfahren eine grosse Vielfalt von unterschiedlichsten Teppichen geschaffen werden kann. Vorzugsweise sind mindestens die Abstandfaden 25 und die Steherfaden 22 gleich dick.

Es wäre auch denkbar, dass eine einlagige Gewebebahn oder Bahn verwendet wird und dass pro längsgeschnittenen Streifen zwei Abbindungsbe- reiche vorgesehen sind, wobei diese vorzugsweise in die äusseren Randberei- che gelegt würden. Diese Streifen können dann, beispielsweise in den Füh- rungsmittel, zusätzlich noch derart umgebogen werden, dass die beiden abge- bundenen bzw. genähten Randbereiche aufeinander zu liegen kommen. Da- durch könnten die abgebogenen Schussfaden sogenannte "Boucles" bilden, wodurch mit dem selben Herstellungsverfahren eine ganz andere Art von Tep- pichen hergestellt werden könnte.

Mit diesem Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen einer Teppich- bahn können mit einer einzigen Einrichtung, wie sie in Fig. 1 schematisch dar- gestellt ist, pro Minute 1 bis 1,5 Laufmeter Teppichbahn hergestellt werden wenn die Gewebebahn 1 direkt ab einem Webstuhl weiter verarbeitet wird.