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Title:
METHOD FOR CONTROLLING AN ACTUATING ASSEMBLY FOR A CLUTCH, AN ACTUATING ASSEMBLY, AND A DRIVE ASSEMBLY HAVING AN ACTUATING ASSEMBLY OF THIS TYPE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/149875
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for controlling an actuating assembly for a clutch in the drive train of a motor vehicle, wherein the actuating assembly has a drive (46) for displacing an actuating element (45) in order to actuate a clutch unit (12), wherein the method comprises the following steps: sensing a position signal representing the position P of the actuating element (45); sensing a force signal representing the actuating force F for displacing the actuating element (45); controlling the drive (46) by means of an electronic control unit depending on the position signal and the force signal. The invention further relates to an actuating assembly for carrying out the method and also a drive assembly having an actuating assembly of this type.

Inventors:
SORGE, Kai (Pleistalstraße 9a, Sankt Augustin, 53757, DE)
FITZ, Rudolf (Baldeneyseestraße 1, Troisdorf, 53844, DE)
LEVEN, Stephan (Helene-Wessel-Straße 24, Troisdorf, 53844, DE)
BERNREUTHER, Frank (Malteserstraße 38, Königswinter, 53639, DE)
SCHMIDT, Mark (Forstbachweg 12, Königswinter, 53639, DE)
Application Number:
EP2014/056863
Publication Date:
October 08, 2015
Filing Date:
April 04, 2014
Export Citation:
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Assignee:
GKN DRIVELINE INTERNATIONAL GMBH (Hauptstraße 130, Lohmar, 53797, DE)
International Classes:
F16D48/06
Domestic Patent References:
WO2010012485A12010-02-04
WO2005093277A12005-10-06
Foreign References:
DE102007008977A12007-09-13
Attorney, Agent or Firm:
NEUMANN MÜLLER OBERWALLENEY & PARTNER PATENTANWÄLTE (Overstolzenstr. 2a, Köln, 50677, DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Verfahren zum Steuern einer Aktuierungsanordnung für eine Kupplung im Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs, wobei die Aktuierungsanordnung einen Ak- tuatorantrieb (46) zum Verschieben eines Betätigungselements (50) zum Betätigen der Kupplungseinheit (12) aufweist, wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:

Sensieren eines die Position (P) des Betätigungselements (50) repräsentierenden Positionssignals;

Sensieren eines die Betätigungskraft (F) zum Verschieben des Betätigungselements (50) repräsentierenden Kraftsignals;

Steuern des Aktuatorantriebs (46) mittels einer elektronischen Regeleinheit (ECU) in Abhängigkeit vom Positionssignal und vom Kraftsignal.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet,

dass bei einem ersten Kupplungsvorgang eine Endposition des Betätigungselements (45), die einen Endanschlag der Kupplungseinheit (12) repräsentiert, durch einen sprunghaften Anstieg des Kraftsignals (F6) sensiert wird und ein zugehöriger Endpositionswert (P6) gespeichert wird, und

dass bei zumindest einem späteren Kupplungsvorgang der Endpositionswert von der elektronischen Regeleinheit (ECU) beim Ansteuern des Aktuatorantriebs (46) derart berücksichtigt wird, dass das Betätigungselement (50) vor Erreichen der Endposition abgebremst wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,

dass der Endpositionswert (P6) auf Basis eines zum Zeitpunkt des sprunghaften Anstiegs des Kraftsignals (F6) sensierten Positionssignals definiert wird.

4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,

dass das Betätigungselement (50) nach Erreichen der Endposition um einen definierten Weg in eine von der Endposition axial beabstandeten Kuppelposition (C1 , C2) bewegt wird.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,

dass der Aktuatorantrieb (46) bei einem späteren Kupplungsvorgang derart angesteuert wird, dass das Betätigungselement (50) direkt in die Kuppelposition (C1 , C2) bewegt wird, das heißt vor Erreichen der Endposition in der Kuppelposition gestoppt wird.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,

dass die Kupplungseinheit (12) einen Synchronisiermechanismus (58, 59, 60; 58', 59', 60') umfasst, welche in einer Synchronisierposition (S) des Betätigungselements (50) eine erste Drehzahl eines Kupplungseingangsteils (42) und eine zweite Drehzahl eines Kupplungsausgangsteils (43, 44) aneinander angleicht,

wobei der Aktuatorantrieb (46) beim Kupplungsvorgang derart angesteuert wird,

dass die Vorschubgeschwindigkeit des Betätigungselements (50) vor Erreichen der Synchronisierposition (S) reduziert wird.

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,

dass die Vorschubgeschwindigkeit des Betätigungselements (50) wieder erhöht wird, wenn eine relative Drehzahldifferenz zwischen dem Kupplungseingangsteil (42) und dem Kupplungsausgangsteil (43, 44) unter einen vorbestimmten Differenzdrehzahlwert gefallen ist.

8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,

dass das Betätigungselement (50) in eine Neutralposition (N) zurückgefahren wird, wenn die relative Drehzahldifferenz nach einer vorgegebenen Zeitdauer noch immer größer ist als der vorbestimmte Differenzdrehzahlwert.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,

dass der Verfahrensschritt des Sensierens des Positionssignals zumindest einen der folgenden Teilschritte umfasst:

Sensieren eines einen Weg des Betätigungselements (50) repräsentierenden Wegsignals und Ermitteln der Position aus dem Wegsignal;

Sensieren eines eine Drehbewegung des Aktuatorantriebs (46) repräsentierenden Drehsignals und Ermitteln der Position aus dem Drehsignal.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,

dass der Aktuatorantrieb (46) zum Bewegen des Betätigungselements (50) ein Elektromotor ist, wobei der Verfahrensschritt des Sensierens des Kraftsignals die folgenden Teilschritte umfasst:

Sensieren der Stromstärke des Elektromotors und Berechnen der Kraft (F) des Betätigungselements (50) aus der Stromstärke des Elektromotors.

1 1 . Aktuierungsanordnung zum Betätigen einer Kupplungseinheit im Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs, umfassend:

einen Aktuatorantrieb (46) mit einer drehend antreibbaren Welle;

einen Rotations-Translations-Wandler (47), der eine Drehbewegung der Welle in eine translatorische Bewegung eines Betätigungselements (50) umwandelt, erste Sensormittel (54, 55), die ein die translatorische Bewegung des Betätigungselements (50) repräsentierendes Positionssignal sensieren;

zweite Sensormittel, die ein die Kraft des Aktuatorantriebs (46) repräsentierendes Kraftsignal sensieren;

eine elektronische Regeleinheit (ECU) zur Steuerung des Aktuatorantriebs (46), wobei die elektronische Regeleinheit (ECU) mit den ersten Sensormitteln (54) und mit den zweiten Sensormitteln verbunden ist, um das Positionssignal und das Kraftsignal zur Steuerung des Aktuatorantriebs (46) zu verwenden.

12. Aktuierungsanordnung nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet,

dass die ersten Sensormittel (54, 55) einen Wegsensor umfassen, welcher zumindest mittelbar eine Bewegung des Betätigungselements (50) sensiert, und zwar insbesondere mittels eines an dem Verschiebeteil (49) befestigten Signalgebers (55), dessen Position von den ersten Sensormitteln (54) erfassbar ist.

13. Aktuierungsanordnung nach Anspruch 1 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Sensormittel (54, 55) einen Drehwinkelsensor umfassen, welcher zumindest mittelbar eine Drehbewegung des Aktuatorantriebs (46) sensiert, wobei aus der sensierten Drehbewegung des Aktuatorantriebs (46) die Position des Betätigungselements (50) ermittelt wird.

14. Aktuierungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,

dass die zweiten Sensormittel einen Stromsensor umfassen, der den Strombedarf des Aktuatorantriebs (46) sensiert.

15. Aktuierungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,

dass der Rotations-Translations-Wandler (47) eine Gewindespindel umfasst mit einem Spindelteil (48), das von der Welle drehend antreibbar ist, und einem mit dem Spindelteil (48) schraubverbundenen Verschiebeteil (49), das gegenüber einem Gehäuse (26) drehfest und längsverschieblich geführt ist, so dass eine Drehung des Spindelteils (48) eine axiale Verschiebung des Verschiebeteils (48) bewirkt,

wobei das Betätigungselement (50) an dem Verschiebeteil (49) axial fixiert ist.

16. Antriebsanordnung mit einer Kupplungseinheit (12) und einer Aktuierungsanordnung (1 ), insbesondere für einen elektromotorisch antreibbaren Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs,

wobei die Kupplungseinheit (12) mittels der Aktuierungsanordnung (1 ) wähl- weise in eine Kupplungsposition (C1 , C2) überführbar ist, in der Drehmoment zwischen einem Kupplungseingangsteil (42) und einem Kupplungsausgangsteil (43, 44) übertragen wird, und in eine Neutralposition (N), in der das Kupplungseingangsteil (42) und das Kupplungsausgangsteil (43, 44) frei gegeneinander drehbar sind,

dadurch gekennzeichnet, dass die Aktuierungsanordnung (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 15 gestaltet ist.

17. Antriebsanordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,

dass das Kupplungseingangsteil (42) mit einer Antriebswelle (9) drehfest verbunden ist, und

dass das Kupplungsausgangsteil (43, 44) mit einem auf der Antriebswelle (9) drehbar gelagerten ersten Antriebsrad (14) drehfest verbunden ist.

18. Antriebsanordnung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet,

dass die Kupplungseinheit (12) einen Synchronisiermechanismus (58, 59, 60; 58', 59', 60') umfasst, der vor dem Schließen eine Drehzahlangleichung zwischen dem Kupplungseingangsteil (42) und dem Kupplungsausgangsteil (43, 44) bewirkt.

19. Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet,

dass die Kupplungseinheit (12) zwei Kupplungsausgangsteile (43, 44) aufweist und dass ein Koppelelement (45) vorgesehen ist, das mit dem Betätigungselement (50) der Aktuierungsanordnung (1 ) fest verbunden ist, wobei das Koppelelement (45) überführbar ist:

in eine Neutralposition (N), in der das Kupplungseingangsteil (42), das erste Kupplungsausgangsteil (43) und das zweite Kupplungsausgangsteil (44) frei gegeneinander drehbar sind, oder

in eine erste Kuppelposition (C1 ), in der das Kupplungseingangsteil (42) mit dem ersten Kupplungsausgangsteil (43) zur Übertragung eines Drehmoments verbunden ist, oder

in eine zweite Kuppelposition (C2), in der das Kupplungseingangsteil (42) mit dem zweiten Kupplungsausgangsteil (44) zur Übertragung eines Drehmoments verbunden ist.

Antriebsanordnung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet,

dass das Koppelelement (45) in Form einer Schiebemuffe gestaltet ist, die gegenüber dem Kupplungseingangsteil (42) drehfest und axial verschiebbar gehalten ist.

GEÄNDERTE ANSPRÜCHE

beim Internationalen Büro eingegangen am 04. August 2015 (04.08.2015)

Ansprüche

1. Verfahren zum Steuern einer Aktuierungsanordnung für eine Kupplung im Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs, wobei die Aktuierungsanordnung einen Ak- tuatorantrieb (46) zum Verschieben eines Betätigungselements (50) zum Betätigen der Kupplungseinheit (12) aufweist, wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:

Sensieren eines die Position (P) des Betätigungselements (50) repräsentierenden Positionssignals;

Sensieren eines die Betätigungskraft (F) zum Verschieben des Betätigungselements (50) repräsentierenden Kraftsignals;

Verknüpfen eines sensierten Positionssignals und eines zugehörigen sensier- ten Kraftsignals zur Bestimmung einer genauen Position des Betätigungselements;

Steuern des Aktuatorantriebs (46) mittels einer elektronischen Regeleinheit (ECU) in Abhängigkeit vom Positionssignal und vom hiermit verknüpften Kraftsignal.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet,

dass bei einem ersten Kupplungsvorgang eine Endposition des Betätigungselements (45), die einen Endanschlag der Kupplungseinheit (12) repräsentiert, durch einen sprunghaften Anstieg des Kraftsignals (F6) sensiert wird und ein zugehöriger Endpositionswert (P6) gespeichert wird, und

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19) dass bei zumindest einem späteren Kupplungsvorgang der Endpositionswert von der elektronischen Regeleinheit (ECU) beim Ansteuern des Aktuatoran- triebs (46) derart berücksichtigt wird, dass das Betätigungselement (50) vor Erreichen der Endposition abgebremst wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,

dass der Endpositionswert (P6) auf Basis eines zum Zeitpunkt des sprunghaften Anstiegs des Kraftsignals (F6) sensierten Positionssignals definiert wird.

4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,

dass das Betätigungselement (50) nach Erreichen der Endposition um einen definierten Weg in eine von der Endposition axial beabstandeten Kuppelposition (C1 , C2) bewegt wird.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,

dass der Aktuatorantrieb (46) bei einem späteren Kupplungsvorgang derart angesteuert wird, dass das Betätigungselement (50) direkt in die Kuppelposition (C1 , C2) bewegt wird, das heißt vor Erreichen der Endposition in der Kuppelposition gestoppt wird.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,

dass die Kupplungseinheit (12) einen Synchronisiermechanismus (58, 59, 60; 58', 59', 60') umfasst, welche in einer Synchronisierposition (S) des Betätigungselements (50) eine erste Drehzahl eines Kupplungseingangsteils (42) und eine zweite Drehzahl eines Kupplungsausgangsteils (43, 44) aneinander angleicht,

wobei der Aktuatorantrieb (46) beim Kupplungsvorgang derart angesteuert wird,

dass die Vorschubgeschwindigkeit des Betätigungselements (50) vor Erreichen der Synchronisierposition (S) reduziert wird.

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,

dass die Vorschubgeschwindigkeit des Betätigungselements (50) wieder erhöht wird, wenn eine relative Drehzahldifferenz zwischen dem Kupplungseingangsteil (42) und dem Kupplungsausgangsteil (43, 44) unter einen vorbestimmten Differenzdrehzahlwert gefallen ist.

8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,

dass das Betätigungselement (50) in eine Neutralposition (N) zurückgefahren wird, wenn die relative Drehzahldifferenz nach einer vorgegebenen Zeitdauer noch immer größer ist als der vorbestimmte Differenzdrehzahlwert.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,

dass der Verfahrensschritt des Sensierens des Positionssignals zumindest einen der folgenden Teilschritte umfasst:

Sensieren eines einen Weg des Betätigungselements (50) repräsentierenden Wegsignals und Ermitteln der Position aus dem Wegsignal;

Sensieren eines eine Drehbewegung des Aktuatorantriebs (46) repräsentierenden Drehsignals und Ermitteln der Position aus dem Drehsignal.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,

dass der Aktuatorantrieb (46) zum Bewegen des Betätigungselements (50) ein Elektromotor ist, wobei der Verfahrensschritt des Sensierens des Kraftsignals die folgenden Teilschritte umfasst:

Sensieren der Stromstärke des Elektromotors und Berechnen der Kraft (F) des Betätigungselements (50) aus der Stromstärke des Elektromotors.

11. Antriebsanordnung mit einer Kupplungseinheit im Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs und mit einer Aktuierungsanordnung (1) zum Betätigen der Kupplungseinheit,

wobei die Kupplungseinheit (12) mittels der Aktuierungsanordnung (1) wahlweise in eine Kupplungsposition (C1 , C2) überführbar ist, in der Drehmoment zwischen einem Kupplungseingangsteil (42) und einem Kupplungsausgangsteil (43, 44) übertragen wird, und in eine Neutralposition (N), in der das Kupp-

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19) lungseingangsteil (42) und das Kupplungsausgangsteil (43, 44) frei gegeneinander drehbar sind,

wobei die Kupplungseinheit (12) einen Synchronisiermechanismus (58, 59, 60; 58', 59', 60') umfasst, der vor dem Schließen in die Kupplungsposition (C1 , C2) eine Drehzahlangleichung zwischen dem Kupplungseingangsteil (42) und dem Kupplungsausgangsteil (43, 44) bewirkt;

wobei die Aktuierungsanordnung

einen Aktuatorantrieb (46) mit einer drehend antreibbaren Welle,

einen Rotations-Translations-Wandler (47), der eine Drehbewegung der Welle in eine translatorische Bewegung eines Betätigungselements (50) umwandelt, erste Sensormittel (54, 55), die ein die translatorische Bewegung des Betätigungselements (50) repräsentierendes Positionssignal sensieren,

zweite Sensormittel, die ein die Kraft des Aktuatorantriebs (46) repräsentierendes Kraftsignal sensieren, und

eine elektronische Regeleinheit (ECU) zur Steuerung des Aktuatorantriebs (46) aufweisen, wobei die elektronische Regeleinheit (ECU) mit den ersten Sensormitteln (54) und mit den zweiten Sensormitteln verbunden ist, um ein sen- siertes Positionssignal und ein sensiertes Kraftsignal zur genauen Positionsbestimmung des Betätigungselements (50) miteinander zu verknüpfen und zur Steuerung des Aktuatorantriebs (46) zu verwenden.

12. Antriebsanordnung nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet,

dass die ersten Sensormittel (54, 55) einen Wegsensor umfassen, welcher zumindest mittelbar eine Bewegung des Betätigungselements (50) sensiert, und zwar insbesondere mittels eines an dem Verschiebeteil (49) befestigten Signalgebers (55), dessen Position von den ersten Sensormitteln (54) erfassbar ist.

13. Antriebsanordnung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet,

dass die ersten Sensormittel (54, 55) einen Drehwinkelsensor umfassen, welcher zumindest mittelbar eine Drehbewegung des Aktuatorantriebs (46) sensiert, wobei aus der sensierten Drehbewegung des Aktuatorantriebs (46) die Position des Betätigungselements (50) ermittelt wird.

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

14. Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet,

dass die zweiten Sensormittel einen Stromsensor umfassen, der den Strombedarf des Aktuatorantriebs (46) sensiert.

15. Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet,

dass der Rotations-Translations-Wandler (47) eine Gewindespindel umfasst mit einem Spindelteil (48), das von der Welle drehend antreibbar ist, und einem mit dem Spindelteil (48) schraubverbundenen Verschiebeteil (49), das gegenüber einem Gehäuse (26) drehfest und längsverschieblich geführt ist, so dass eine Drehung des Spindelteils (48) eine axiale Verschiebung des Verschiebeteils (48) bewirkt,

wobei das Betätigungselement (50) an dem Verschiebeteil (49) axial fixiert ist.

16. Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet,

dass das Kupplungseingangsteil (42) mit einer Antriebswelle (9) drehfest verbunden ist, und

dass das Kupplungsausgangsteil (43, 44) mit einem auf der Antriebswelle (9) drehbar gelagerten ersten Antriebsrad (14) drehfest verbunden ist.

17. Antriebsanordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet,

dass die Kupplungseinheit (12) zwei Kupplungsausgangsteile (43, 44) aufweist und dass ein Koppelelement (45) vorgesehen ist, das mit dem Betätigungselement (50) der Aktuierungsanordnung (1) fest verbunden ist, wobei das Koppelelement (45) überführbar ist:

in eine Neutralposition (N), in der das Kupplungseingangsteil (42), das erste Kupplungsausgangsteil (43) und das zweite Kupplungsausgangsteil (44) frei gegeneinander drehbar sind, oder

in eine erste Kuppelposition (C1), in der das Kupplungseingangsteil (42) mit

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19) dem ersten Kupplungsausgangsteil (43) zur Übertragung eines Drehmoments verbunden ist, oder

in eine zweite Kuppelposition (C2), in der das Kupplungseingangsteil (42) mit dem zweiten Kupplungsausgangsteil (44) zur Übertragung eines Drehmoments verbunden ist.

18. Antriebsanordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet,

dass das Koppelelement (45) in Form einer Schiebemuffe gestaltet ist, die gegenüber dem Kupplungseingangsteil (42) drehfest und axial verschiebbar gehalten ist.

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

Description:
Verfahren zum Steuern einer Aktuierungsanordnung für eine Kupplung,

Aktuierungsanordnung und

Antriebsanordnung mit einer solchen Aktuierungsanordnung

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Aktuierungsanordnung zum Betätigen einer Kupplung im Antriebstrang eines Kraftfahrzeugs, insbesondere eines Kraftfahrzeugs mit Elektro- antrieb. Ein Elektroantrieb kann als alleiniger Antrieb für das Kraftfahrzeug dienen oder es kann zusätzlich ein Verbrennungsmotor vorgesehen sein. In diesem Fall können der Elektroantrieb und der Verbrennungsmotor jeweils für sich oder gemeinsam überlagert das Kraftfahrzeug antreiben. Derartige Antriebskonzepte werden auch als„Hybridantrieb" bezeichnet.

Üblicherweise umfasst ein Elektroantrieb einen Elektromotor sowie ein nachgelagertes Untersetzungsgetriebe, das eine Drehbewegung vom Schnellen ins Langsame übersetzt. Vom Untersetzungsgetriebe wird das Drehmoment auf den Antriebsstrang des Kraftfahrzeugs übertragen. Hierfür teilt ein dem Untersetzungsgetriebe im Dreh- momentfluss nachgelagertes Differentialgetriebe das eingeleitete Drehmoment auf zwei Ausgangswellen zum Antreiben der Fahrzeugräder auf. Die beiden Ausgangswellen des Differentialgetriebes haben untereinander eine ausgleichende Wirkung, das heißt dreht eine der beiden Ausgangswellen schneller, so dreht die andere Ausgangswelle entsprechend langsamer, und umgekehrt.

Aus der WO 2012/087700 A1 ist ein Elektroantriebsmodul mit einem Elektromotor, einem Planetengetriebe, einer Synchronisiereinheit, einem Untersetzungsgetriebe und einer Differentialanordnung bekannt. Die Synchronisiereinheit wird mittels eines Aktuators betätigt, der einen drehend antreibbaren Spindeltrieb zum axialen Bewe- gen einer Schaltgabel umfasst, die mit einer Schiebemuffe der Synchronisiereinheit zusammenwirkt.

Aus der WO 2007/1 10131 A1 ist eine Aktuierungsanordnung für eine Schaltkupplung eines Stufenwechselgetriebes bekannt. Die Aktuierungsanordnung umfasst eine elektrische Maschine, eine hiervon antreibbare Drehwelle und ein auf der Drehwelle angeordnetes Betätigungsglied. Das Betätigungsglied ist über einen Rotations- Translations-Wandler mit einem Rotor der elektrischen Maschine gekoppelt. Aus der DE 10 2006 01 1 207 A1 ist eine Sensoranordnung zum Erfassen einer Position eines beweglichen Elements bekannt. Die Sensoranordnung umfasst einen Magnetfeldsensor, der in unterschiedlichen Positionen des beweglichen Elements unterschiedliche Magnetfeldstärken erfasst. Aus der WO 2005/098269 A2 ist ein automatisiertes Schaltgetriebe mit mehreren Gangstufen bekannt, die mittels jeweiliger Schaltkupplungen ein- und auslegbar sind. Die Schaltkupplungen sind in Form von Synchronkupplungen gestaltet, die mittels einer axial verschiebbaren Schaltmuffe betätigt werden. Die Schaltmuffe wird mittels eines steuerbaren Aktuators betätigt.

Aus der DE 10 2005 022 926 B3 ist ein Verfahren zum Optimieren des Schaltablaufs eines Stufengetriebes eines Kraftfahrzeugs bekannt. Das Stufengetriebe weist mehrere Gangstufen auf, die mittels jeweiliger Schaltkupplungen ein- und auslegbar sind. Der Schaltablauf sieht vor, dass ein toleranz- und/oder verschleißabhängiger Para- meter erfasst und ein dem Parameter entsprechender Weg-Sollwert eines Schaltglieds der Schaltkupplung eingestellt wird.

Elektroantriebe mit Mehrganggetriebe mit Kupplungsschaltung benötigen einen erheblichen baulichen Aufwand für die Kupplungen und die Aktuatorik. Mehrgangge- triebe mit Synchronisiereinheit erfordern hohe Schaltkräfte, was hohe Anforderungen an den Aktuator stellt. Ferner können Fertigungstoleranzen und über die Lebensdauer auftretender Verschleiß zu Schaltungenauigkeiten führen. Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Steuern einer Aktuierungsanordnung für eine Kupplung vorzuschlagen, das ein komfortables oder schnelles Schalten und eine Kompensation von Lageveränderungen durch veränderliche Toleranzlagen der Einzelteile und Verschleiß während der Lebensdauer ermöglicht. Weiter besteht die Aufgabe darin, eine Aktuierungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens vorzuschlagen, sowie eine Antriebsanordnung mit einer solchen Aktuierungsanordnung.

Eine Lösung besteht in einem Verfahren zum Steuern einer Aktuierungsanordnung für eine Kupplungseinheit im Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs, wobei die Aktuierungsanordnung einen Aktuatorantrieb zum Verschieben eines Betätigungselements zum Betätigen der Kupplung aufweist, wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist: Sensieren eines die Position des Betätigungselements repräsentierenden Positionssignals; Sensieren eines die Betätigungskraft zum Verschieben des Betäti- gungselements repräsentierenden Kraftsignals; und Steuern des Aktuatorantriebs mittels einer elektronischen Regeleinheit in Abhängigkeit vom Positionssignal und vom Kraftsignal.

Dadurch, dass zum Steuern des Aktuatorantriebs sowohl ein Positionssignal als auch ein Kraftsignal berücksichtigt werden, kann bei Betrieb eine Kalibrierung der Aktuierungsanordnung vorgenommen werden. Auf diese Weise ist es möglich, sich über der Lebensdauer ergebende Lageveränderungen von an der Betätigung der Kupplung beteiligten Bauteilen zu berücksichtigen. Des Weiteren können in vorteilhafter Weise Fertigungstoleranzen und Elastizitäten der beteiligten Bauteile ausgeglichen werden. Insgesamt bietet das Verfahren damit den Vorteil einer besonders robusten und zuverlässigen Steuerung über der gesamten Lebensdauer der Kupplung beziehungsweise der Aktuierungsanordnung.

Das Positionssignal kann nach einer ersten Möglichkeit ein Wegsignal sein, das heißt zur Bestimmung der Position des Betätigungselements wird ein den Weg des Betätigungselements repräsentierenden Wegsignal sensiert, beispielsweise mittels eines berührungslosen Wegsensors. Alternativ oder in Ergänzung kann das Positionssignal ein Drehsignal sein, das heißt zur Bestimmung der Position des Betätigungselements wird ein die Drehbewegung des Aktuatorantriebs repräsentierendes Drehsignal sen- siert, aus dem die Position des Betätigungselements ermittelt wird.

Vorzugsweise wird bei einem ersten Kupplungsvorgang eine Endposition des Betäti- gungselements, welche einen Endanschlag der Kupplungseinheit in Schließstellung repräsentiert, durch einen sprunghaften Anstieg des Kraftsignals sensiert und ein zugehöriger Endpositionswert gespeichert. Ferner ist vorgesehen, dass bei zumindest einem späteren Kupplungsvorgang, der zeitlich nach dem ersten Kupplungsvorgang erfolgt, der Endpositionswert von der elektronischen Regeleinheit beim Ansteu- ern des Aktuatorantriebs derart berücksichtigt wird, dass das Betätigungselement vor Erreichen der Endposition abgebremst wird. Durch das Abbremsen des Betätigungselements bzw. eines damit verbundenen Koppelelements vor Erreichen der Endposition können ungewünschte Anschlaggeräusche der Kupplungseinheit vermieden und der Schaltkomfort erhöht werden. Vorzugsweise wird der Endpositionswert auf Basis eines zum Zeitpunkt des sprunghaften Anstiegs des Kraftsignals sensierten Positionssignals definiert. Das bedeutet, dass ein Kraftsignal und ein zugehöriges Positionssignal miteinander verknüpft werden, so dass hierüber die genaue Position des Betätigungselements bzw. des damit verbundenen Koppelelements ziehen lassen. Nach Erreichen der Endposition wird das Betätigungselement nach einer bevorzugten Verfahrensführung um einen definierten Weg in eine von der Endposition axial beabstandete Kuppelposition zurückbewegt. Hiermit werden Reibungskräfte im eingekuppelten Zustand vermieden, da in der Aktuierungsanordnung bzw. in der Kupplungseinheit durch das geringfügige Zurückfahren des Betätigungselements Axial- spiel eingestellt wird. Der axiale Abstand zwischen der Endposition und der Kuppelposition bzw. der Weg, um den das Betätigungselement wieder zurückgefahren wird, beträgt vorzugsweise zwischen Null und 1 ,0 mm. Dieser Abstand kann je nach Ver- schleißsituation nachgestellt werden, was die Funktionsfähigkeit und Lebensdauer des Getriebes und gegebenenfalls eines Synchronisiermechanismus verlängert.

Bei einem späteren Kupplungsvorgang kann der Aktuatorantrieb derart angesteuert werden, dass das Betätigungselement direkt in die Kuppelposition bewegt wird, das heißt vor Erreichen der Endposition in der Kuppelposition gestoppt wird. Hiermit wird ein ungewünschtes Anschlaggeräusch verhindert, wobei die Kupplungsposition dennoch zuverlässig erreicht wird, und zwar aufgrund der vorherigen Kalibrierung am Endanschlag. Mit späterem Kupplungsvorgang ist jeder Kupplungsvorgang gemeint, der zeitlich nach einem vorherigen Kupplungsvorgang erfolgt, bei dem die Steuerung durch Anfahren des Endanschlags kalibriert wurde. Ob die Kupplungsposition direkt angefahren wird oder erst nach einem vorherigen Anfahren des Endanschlags kann nach Bedarf eingestellt werden und auf Basis von in der elektronischen Regeleinheit hinterlegten Algorithmen erfolgen. Beispielsweise kann definiert werden, dass die Kupplungsposition direkt angefahren wird, wenn ein schneller Kupplungsvorgang gewünscht ist wie beim Schalten von einem Gang in den nächsten während eines Beschleunigungsvorgangs. Ein indirektes Anfahren der Kupplungsposition nach vorherigem Anfahren des Endanschlags kann bei einem Kupplungsvorgang unter normaler Last erfolgen. Die Kuppelposition kann auch als Gangposition bezeichnet werden. Nur durch die getriebeindividuelle Kenntnis der Lagen kann eine Gangposition direkt angefahren werden, ohne gleichzeitig die Schaltrobustheit zu vermindern. Die Gefahr, dass der Abstand zum Endanschlag zu groß ist und der Gang ungewünscht herausspringt, ist deutlich reduziert.

Die Kupplungseinheit kann einen Synchronisiermechanismus aufweisen, welcher in einer Synchronisierposition des Betätigungselements eine erste Drehzahl eines Kupplungseingangsteils und eine zweite Drehzahl eines Kupplungsausgangsteils aneinander angleicht. Bei einer Ausführungsform mit Synchronisiermechanismus kann der Aktuatorantrieb beim Kupplungsvorgang derart angesteuert werden, dass die Vorschubgeschwindigkeit des Betätigungselements vor Erreichen der Synchroni- sierposition reduziert wird. Auch hier gilt, dass die Steuerung unter Berücksichtigung der Erfordernisse an das Fahrverhalten des Kraftfahrzeugs eingestellt werden kann. Ist ein komfortabler Kuppel- bzw. Schaltvorgang gewünscht, kann die Vorschubgeschwindigkeit vor Erreichen der Synchronisierposition reduziert werden, um ungewünschte Schaltgeräusche zu vermeiden. Nach der Synchronisierphase, das heißt wenn eine relative Drehzahldifferenz zwischen dem Kupplungseingangsteil und dem Kupplungsausgangsteil unter einen vorbestimmten Differenzdrehzahlwert gefallen ist, kann die Vorschubgeschwindigkeit des Betätigungselements dann wieder erhöht werden, um in die Kupplungsposition gefahren zu werden. Steht jedoch ein schnelles Kuppeln bzw. Schalten im Vordergrund kann das Betätigungselement auch mit unveränderter Vorschubgeschwindigkeit bis zum Erreichen der Kupplungsposition bewegt werden. Nach einer möglichen Verfahrensführung wird das Betätigungselement wieder in die Neutralposition zurückgefahren, wenn die relative Drehzahldifferenz zwischen Kupplungseingangsteil und Kupplungsausgangsteil nach einer vorgegebenen Zeitdauer noch immer größer ist als der vorbestimmte Differenzdrehzahlwert. Diese vorgegebene Zeitdauer bis zum Abbrechen des Kupplungsvorgangs kann insbesondere zwi- sehen 0,3 bis 0,7 Sekunden betragen.

Der Aktuatorantrieb für das Betätigungselement ist nach einer möglichen Ausgestaltung in Form eines Elektromotors gestaltet, wobei andere Antriebe wie hydraulische oder pneumatische Drehantriebe, aber auch Linearantriebe ebenso denkbar sind. Bei elektrisch betriebenen Antrieben umfasst der Verfahrensschritt des Sensierens des Kraftsignals vorzugsweise die folgenden Teilschritte: Sensieren der Stromstärke des Aktuatorantriebs und Berechnen der Kraft des Betätigungselements aus der ermittelten Stromstärke bzw. Strombedarfs des Aktuatorantriebs. Durch diese Ausgestaltung wird in vorteilhafter Weise auf ein ohnehin zur Verfügung stehendes Signal zurückgegriffen, nämlich ein den Strombedarf des Aktuatorantriebs repräsentierendes Signal.

Die Lösung der oben genannten Aufgabe besteht weiter in einer Aktuierungsanord- nung zum Betätigen einer Kupplungseinheit für den Antriebsstrang eines Kraftfahr- zeugs, insbesondere für einen elektromotorisch antreibbaren Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs, die Aktuierungsanordnung umfassend: einen Aktuatorantrieb mit einer drehend antreibbaren Welle; einen Rotations-Translations-Wandler, der eine Drehbewegung der Welle in eine translatorische Bewegung eines Betätigungselements umwandelt; erste Sensormittel, die ein die translatorische Bewegung des Be- tätigungselements repräsentierendes Positionssignal sensieren; zweite Sensormittel, die ein die Kraft des Aktuatorantriebs repräsentierendes Kraftsignal sensieren; eine elektronische Regeleinheit zur Steuerung des Aktuatorantriebs, wobei die elektronische Regeleinheit mit den ersten Sensormitteln und mit den zweiten Sensormitteln verbunden ist, um das Positionssignal und das Kraftsignal zur Steuerung des Aktua- torantriebs zu verwenden.

Mit der Aktuierungsanordnung werden dieselben Vorteile erreicht, wie mit dem oben genannten Verfahren, auf dessen Beschreibung hier Bezug genommen wird. Dabei versteht es sich, dass alle im Zusammenhang mit dem Verfahren genannten Ausgestaltungen auch auf die Vorrichtung (Aktuierungsanordnung) übertragbar sind bzw. für diese gelten, und umgekehrt, alle Vorrichtungsmerkmale auch für das Verfahren gelten. Die erfindungsgemäße Aktuierungsanordnung ermöglicht aufgrund der zwei verwendeten Sensormittel eine Kalibrierung, so dass alle über der Lebensdauer auftretende Veränderungen bei der Ansteuerung der Aktuierungsanordnung berücksichtigt werden können. Die Aktuierungsanordnung arbeitet damit besonders robust und zuverlässig, das heißt das Risiko von Fehlschaltungen ist minimiert. Die ersten Sensormittel umfassen nach einer ersten Möglichkeit einen insbesondere berührungslos arbeitenden Wegsensor, welcher zumindest mittelbar eine Bewegung des Betätigungselements als Positionssignal sensiert. Hierfür können die ersten Sensormittel beispielsweise einen Magnetfeldsensor aufweisen, der in einem Gehäuse der Aktuierungsanordnung angeordnet ist und die Bewegung eines mit dem Betätigungselement verbundenen Signalgebers erfassen kann. Die axiale Position des Signalgebers kann vom Sensor stufenlos sensierbar sein. Der Signalgeber, beispielsweise ein Magnet, kann unmittelbar mit dem Betätigungselement verbunden sein, oder mittelbar über ein mit dem Betätigungselement verbundenes Bauteil. Nach einer ergänzenden oder alternativen zweiten Möglichkeit können die ersten Sensor- mittel einen Drehwinkelsensor aufweisen, welcher zumindest mittelbar eine Drehbewegung des Aktuatorantriebs als Positionssignal sensiert, wobei aus der sensierten Drehbewegung des Aktuatorantriebs die Position des Betätigungselements ermittelt wird. Die zweiten Sensormittel weisen vorzugsweise einen Stromsensor auf, der den Strombedarf des Aktuatorantriebs sensiert. Aus dem Strombedarf kann in einer Recheneinheit die am Betätigungselement wirksame Axialkraft berechnet werden. Der Rotations-Translations-Wandler umfasst vorzugsweise eine Gewindespindel mit einem Spindelteil, das von der Welle drehend antreibbar ist, und einem mit dem Spindelteil schraubverbundenen Verschiebeteil. Das Verschiebeteil ist gegenüber einem Gehäuse drehfest und längsverschieblich geführt, so dass eine Drehung des Spindelteils eine axiale Verschiebung des Verschiebeteils bewirkt. Vorzugsweise ist das Verschiebeteil hülsen- oder rohrförmig gestaltet und hat an einem Endabschnitt ein Innengewinde, das auf ein gegengleiches Außengewinde des Spindelteils aufgeschraubt ist. An den beiden Endabschnitten kann das rohrförmige Verschiebeteil in dem Gehäuse längsverschiebbar gelagert werden. Das Betätigungselement, das beispielsweise in Form einer Schaltgabel gestaltet sein kann, ist an dem Verschiebeteil fixiert, so dass es gemeinsam mit diesem axial bewegt wird. Der Signalgeber für den Wegsensor ist nach einer günstigen Ausgestaltung mit dem Verschiebeteil verbunden. Die Lösung besteht weiter in einer Antriebsanordnung mit einer Kupplungseinheit und einer Aktuierungsanordnung, für einen insbesondere elektromotorisch antreibbaren Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs, wobei die Antriebsanordnung eine oder mehrere der oben genannten Ausgestaltungen haben kann. Die Kupplungseinheit kann eine oder mehrere Kupplungen aufweisen. Die Kupplungseinheit ist mittels der Aktuierungsanordnung wahlweise in eine Kupplungsposition überführbar, in der Drehmoment zwischen einem Kupplungseingangsteil und einem Kupplungsausgangsteil übertragen wird, und in eine Neutralposition, in der das Kupplungseingangsteil und das Kupplungsausgangsteil frei gegeneinander drehbar sind. Die Antriebsanordnung kann insbesondere Teil eines Elektroantriebs sein, der einen Elektromotor zum Antreiben des Fahrzeug-Antriebsstrangs hat. Alternativ hierzu kann die Antriebsanordnung Teil eines Allrad-Abschaltsystems gestaltet sein, das heißt als Abschaltsystem für ein allradgetriebenes Kraftfahrzeug. Für beide Ausgestaltungen, Elektroantrieb oder Allrad-Abschaltsystem, gilt, dass diese relativ hohe Massenträgheiten aufweisen, weswegen sich hier die feinfühlige Steuerung der Aktu- ierung auf Basis von Positions- und Kraftsignalen besonders gut eignet, um ein Abgleich mit anderen Systemen vornehmen zu können. Nach einer bevorzugten Ausgestaltung umfasst die Kupplungseinheit einen Synchronisiermechanismus, der vor dem Schließen der jeweiligen Kupplung eine Drehzahlangleichung zwischen dem Kupplungseingangsteil und dem Kupplungsausgangsteil bewirkt.

Vorzugsweise ist das Kupplungseingangsteil mit einer Antriebswelle drehfest verbunden, und das Kupplungsausgangsteil ist mit einem auf der Antriebswelle drehbar gelagerten Antriebsrad drehfest verbunden. Nach einer möglichen Ausgestaltung kann eine zweite Kupplung vorgesehen sein, die mittels der Aktuierungsanordnung wahlweise in eine Schließstellung oder in eine Offenstellung überführbar ist. Das zweite Kupplungsausgangsteil ist vorzugsweise mit einem auf der Antriebswelle drehbar gelagerten zweiten Antriebsrad drehfest verbunden. Die erste und zweite Kupplung können in diesem Fall Teile eines Schalt- getriebes sein, welches durch Schließen der ersten Kupplung Drehmoment über eine erste Gangstufe mit einem ersten Übersetzungsverhältnis von der Antriebswelle auf die Abtriebswelle übertragen kann, oder durch Schließen der zweiten Kupplung entsprechend mit einem zweiten Übersetzungsverhältnis Drehmoment übertragen kann. Vorzugsweise ist ein Koppelelement vorgesehen, das mit dem Betätigungselement der Aktuierungsanordnung fest verbunden ist, wobei das Koppelelement in folgende Positionen überführbar ist: eine Neutralposition, in der das Kupplungseingangsteil, das erste Kupplungsausgangsteil und das zweite Kupplungsausgangsteil frei gegeneinander drehbar sind; eine erste Kuppelposition, in der das Kupplungseingangsteil mit dem ersten Kupplungsausgangsteil zur Übertragung eines Drehmoments verbunden ist; oder in eine zweite Kuppelposition, in der das Kupplungseingangsteil mit dem zweiten Kupplungsausgangsteil zur Übertragung eines Drehmoments verbunden ist. Das Koppelelement ist nach einer bevorzugten Ausgestaltung in Form einer Schiebemuffe gestaltet, die gegenüber dem Kupplungseingangsteil drehfest und axi- al verschiebbar gehalten ist. Durch Betätigen der Aktuierungsanordnung kann die Schiebemuffe wahlweise in die genannten Positionen überführt werden. Bevorzugte Ausführungsbeispiele werden nachstehend anhand der Zeichnungsfiguren erläutert. Hierin zeigt:

Figur 1 eine erfindungsgemäße Antriebsanordnung mit einer erfindungsgemäßen

Aktuatoranordnung in einer Schnittdarstellung;

Figur 2 die Aktuierungsanordnung aus Figur 1 im Detail;

Figur 3 die Antriebswelle 9 aus Figur 1 bzw. Figur 2 mit darauf montierten Bauteilen als Detail;

Figur 4 schematisch eine erfindungsgemäße Antriebsanordnung mit Elektromotor;

Figur 5 die Antriebsanordnung aus Figur 4 in Neutralstellung (N);

Figur 6 die Antriebsanordnung aus Figur 4 in einer ersten Schaltstellung (C1 );

Figur 7 die Antriebsanordnung aus Figur 4 in einer zweiten Schaltstellung (C2);

Figur 8 die Anordnung aus Figur 3 in Neutralposition (N)

a) im Längsschnitt;

b) einen Teil der Verzahnung in Abwicklung;

c) ein Kennlinien-Diagramm, welches verschiedene Parameter über der Zeit zeigt;

Figur 9 die Anordnung aus Figur 3 in Synchronisierposition (S)

a) im Längsschnitt;

b) einen Teil der Verzahnung in Abwicklung;

c) das Kennlinien-Diagramm aus Figur 8c);

Figur 10 die Anordnung aus Figur 3 in Gleichlaufposition

a) im Längsschnitt;

b) einen Teil der Verzahnung in Abwicklung; c) das Kennlinien-Diagramm aus Figur 8c);

Figur 1 1 die Anordnung aus Figur 3 in Formschlussposition

a) im Längsschnitt;

b) einen Teil der Verzahnung in Abwicklung;

c) das Kennlinien-Diagramm aus Figur 8c);

Figur 12 die Anordnung aus Figur 3 in Kupplungsposition

a) im Längsschnitt;

b) einen Teil der Verzahnung in Abwicklung;

c) das Kennlinien-Diagramm aus Figur 8c).

Die Figuren 1 bis 7 werden im Folgenden gemeinsam beschrieben. Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Aktuierungsanordnung 1 als Teil einer erfindungsgemäßen An- triebsanordnung 2. Die Antriebsanordnung 2 umfasst einen Elektromotor 3, ein Schaltgetriebe 4 und ein Differentialgetriebe 5. Elektromotor 3, Schaltgetriebe 4 und Differentialgetriebe 5 bilden gemeinsam einen Elektroantrieb zum Antreiben einer Antriebsachse eines Kraftfahrzeugs. Dabei kann der Elektroantrieb als alleinige Antriebsquelle oder mit einer zusätzlichen Antriebsquelle verwendet werden.

Der Elektromotor 3 umfasst einen Stator 6 und einen hierzu drehbaren Rotor 7, der bei Bestromen des Elektromotors eine Motorwelle 8 drehend antreibt. Die Drehbewegung der Motorwelle 8 wird auf die Antriebswelle 9 des Schaltgetriebes 4 übertragen. Der Elektromotor 3 wird von einer Batterie mit elektrischem Strom versorgt, wo- bei die Batterie im Generatorbetrieb auch vom Elektromotor aufgeladen werden kann.

Das Schaltgetriebe 4 umfasst zwei Schaltstufen, so dass eingeleitetes Drehmoment von der Antriebswelle 9 auf die Zwischenwelle 10 mit zwei unterschiedlichen Über- Setzungsverhältnissen i1 , i2 übertragen werden kann. Die Zwischenwelle 10 ist mit dem Differentialträger 1 1 des Differentialgetriebes 5 antriebsverbunden. Mittels des Differentialgetriebes 5 wird das eingeleitete Drehmoment auf zwei Seitenwellen 81 , 82 zum Antreiben der Fahrzeugräder aufgeteilt. Es ist eine Kupplungseinheit 12 vor- gesehen, die von einem Aktuator 13 betätigbar ist, um das Schaltgetriebe 4 wahlweise in Neutralstellung, den ersten Gang oder den zweiten Gang zu schalten. Auf den Aufbau und die Funktionsweise der Kupplungseinheit 12, die auch als Schalteinheit bezeichnet werden kann, wird weiter unten noch näher eingegangen .

Das Schaltgetriebe 4 ist als Untersetzungsgetriebe gestaltet, so dass eine vom Elektromotor 3 eingeleitete Drehbewegung vom Schnellen ins Langsame übersetzt wird. Die erste Übersetzungsstufe umfasst ein auf der Antriebswelle 9 drehbar gelagertes erstes Antriebsrad 14 und ein drehfest mit der Zwischenwelle 10 verbundenes erstes Zwischenrad 15, die miteinander in Verzahnungseingriff sind. Erstes Antriebsrad 14 und erstes Zwischenrad 15 bilden einen ersten Rädersatz mit einem ersten Übersetzungsverhältnis i1 , das vorzugsweise zwischen 3,0 und 4,0 liegt. Die zweite Übersetzungsstufe umfasst ein auf der Antriebswelle 9 drehbar gelagertes zweites Antriebsrad 16 und ein drehfest mit der Zwischenwelle 10 verbundenes zweites Zwischenrad 17, die miteinander in Verzahnungseingriff sind. Zweites Antriebsrad 16 und zweites Zwischenrad 17 bilden einen zweiten Rädersatz mit einem zweiten Übersetzungsverhältnis i2, das vorzugsweise zwischen 1 ,3 und 2,3 liegt. Eine dritte Übersetzungsstufe umfasst das mit der Zwischenwelle 10 drehfest verbundene Abtriebsrad 18 und das hiermit kämmende fest mit dem Differentialträger 1 1 verbundene Ringrad 19. Das Abtriebrad 18 der Zwischenwelle 1 1 und das Ringrad 19 bilden dabei einen dritten Rädersatz mit einem dritten Übersetzungsverhältnis i3, das vorzugsweise zwischen 2,4 und 3,4 liegt.

Die Antriebswelle 9 ist mittels erster Lagermittel 24, 25 in einem Gehäuse 26 der An- triebsanordnung 2 um eine erste Drehachse A9 drehbar gelagert. Der an der Eingangsseite der Antriebswelle 9 zwischen Welle und Gehäuse 26 gebildete Ringraum ist mittels eines Radialwellendichtrings 27 abgedichtet. Die Antriebsräder 14, 16 sind über jeweilige Lagermittel 20, 21 auf der Antriebswelle 9 drehbar gelagert. Die Zwischenwelle 10 ist mittels zweiter Lagermittel 32, 33 im Gehäuse 26 um eine zweite Drehachse A10 drehbar gelagert. Die Lagermittel 32, 33 sind als Wälzlager gestaltet, die an Enden der Zwischenwelle 10 vorgesehen sind. Das Abtriebsrad 18 ist einteilig mit der Zwischenwelle 10 axial zwischen dem ersten und zweiten Zwischenrad 15, 17 angeordnet. Die Zwischenräder 15, 17 sind über Wellenverzahnungen 22, 23 (Splines) mit der Zwischenwelle 10 drehfest verbunden, insbesondere mit Übermaßpassung. Die Antriebswelle 9, die Zwischenwelle 10 und die Drehachse A1 1 des Differentialträgers 1 1 verlaufen parallel zueinander. Das Abriebsrad 18 der Zwischenwelle 10 hat zumindest teilweise eine axiale Überdeckung mit der Differentialmittel- ebene E5. Das Gehäuse 26 hat ein erstes Gehäuseteil 28 und ein zweites Gehäuseteil 29, die in einer Fügeebene E26 mittels geeigneter Verbindungsmittel 30 wie Schraubverbindungen miteinander verbunden sind. Ferner liegt die Fügeebene E26 des Gehäuses 26 in axialer Überdeckung mit dem Zwischenwellen-Abtriebsrad 18, respektive der Kupplungseinheit 12.

Das Abtriebsrad 18 der Zwischenwelle 10 kämmt mit dem Ringrad 19 des Differentialträgers 1 1 , um Drehmoment in das Differential einzuleiten. Der Differentialträger 1 1 , der auch als Differentialkorb bezeichnet wird, ist in dem Gehäuse 26 mittels Lagermitteln 34, 35 um die Drehachse A1 1 drehbar gelagert und mittels Radialwellen- dichtringen 36, 37 abgedichtet. Das Differential 5 umfasst ferner mehrere Differentialräder 38, die in dem Differentialträger 1 1 auf einer zur Drehachse A1 1 senkrechten Achse A38 drehbar gelagert sind, sowie zwei Seitenwellenräder 39, 40, die jeweils koaxial zur Drehachse A1 1 drehbar angeordnet und mit den Differentialrädern 38 in Verzahnungseingriff sind. Zwei einander gegenüberliegende Differentialräder 38 sind auf einem Zapfen 41 drehbar gelagert, der in Bohrungen des Differentialträgers 1 1 eingesteckt und axial fixiert ist. Die Achse A38 der Differentialräder 38 definiert eine Differentialmittelebene E5. Vom Ringrad 19 in den Differentialträger 1 1 eingeleitetes Drehmoment wird über die Differentialräder 38 auf die beiden Seitenwellenräder 39, 40 übertragen, zwischen denen eine ausgleichende Wirkung besteht. Die Seitenwel- lenräder 39, 40 sind zur Übertragung eines Drehmoments mit den zugehörigen Seitenwellen 81 , 82 verbunden, die das eingeleitete Drehmoment auf die Räder 83, 84 des Kraftfahrzeugs übertragen, wie in Figuren 4 bis 7 gezeigt. Die beiden Seitenwellenräder 39, 40 haben jeweils eine Innenverzahnung, in die eine zugehörige Seitenwelle zur Übertragung eines Drehmoments mit einer entsprechenden Außenverzah- nung drehfest eingreifen kann.

Die Kupplungseinheit 12, welche im Detail in den Figuren 2 und 3 dargestellt ist, ist axial zwischen dem ersten Antriebsrad 14 und dem zweiten Antriebsrad 16 angeord- net. Die Kupplungseinheit umfasst ein Eingangsteil 42, das mit der Antriebswelle 9 drehfest verbunden und axial fixiert ist, ein erstes Ausgangsteil 43, das mit dem ersten Antriebsrad 14 fest verbunden ist, und ein zweites Ausgangsteil 44, das mit dem zweiten Antriebsrad 16 fest verbunden ist. Es ist ein Koppelelement 45 vorgesehen, welches das Eingangsteil 42 optional mit dem ersten Ausgangsteil 43 oder dem zweiten Ausgangsteil 44 zur Übertragung eines Drehmoments verbinden kann. Das Koppelelement 45 ist in Form einer Schiebemuffe gestaltet, die auf dem Eingangsteil 44 drehfest und axial verschiebbar gehalten ist. Die Betätigung der Schiebemuffe 45 erfolgt über die erfindungsgemäße Aktuierungs- anordnung 1 . Die Aktuierungsanordnung 1 weist einen Antrieb 46 in Form eines Elektromotors und einen Rotations-Translations-Wandler 47 auf, der eine Drehbewegung in eine Linearbewegung umwandelt. Die Wandlereinheit 47 ist insbesondere in Form einer Gewindespindel gestaltet und umfasst ein drehend antreibbares Spindel- teil 48 und ein hiermit schraubverbundenes Verschiebeteil 49, das bei Drehung des Spindelteils axial bewegt wird. An dem Verschiebeteil 49, das in Form eines Wellenrohres gestaltet ist, ist ein Betätigungselement 50 in Form einer Schaltgabel befestigt. Die Schaltgabel 50 greift mit zwei Gleitsteinen 52 in eine Ringnut 53 der Schiebemuffe 45 ein. Die Aktuierungsanordnung 1 ist von einer elektronischen Regelein- heit ECU ansteuerbar und wird von dieser bedarfsweise, in Abhängigkeit von aktuellen oder gewünschten Fahrzuständen des Kraftfahrzeugs angesteuert.

Für eine genaue Ansteuerung beziehungsweise Positionierung der Schaltmuffe 45 sind erste Sensormittel 54 vorgesehen, die ein die axiale Position der Schaltgabel 50 beziehungsweise der Schaltmuffe 45 repräsentierendes Signal erfassen und an die Regeleinheit weitergeben können. Die ersten Sensormittel 54 sind als berührungsloser Wegsensor gestaltet, insbesondere als Magnetfeldsensor oder induktiver Sensor. Die Verwendung eines berührungslosen Sensors hat den Vorteil geringer Leistungsverluste und eines geringen Verschleißes. Der berührungslose Sensor wirkt mit ei- nem Signalgeber 55 zusammen. Dabei erfasst der Sensor 54 die axiale Position des Signalgebers 55 und gibt ein entsprechendes Sensorsignal an die elektronische Regeleinheit weiter. Der Signalgeber 55 ist mit der Spindelhülse 49 verbunden, so dass er bei Betätigung des Aktuators 13 gemeinsam mit dieser axial bewegt wird. Der Sig- nalgeber 55 ist in einem Trägerelement aufgenommen, das mit der Spindelhülse mittels einer Schraubverbindung 56 befestigt ist. Alternativ zum Wegsensor kann zum Ermitteln der Position der Schaltgabel auch ein Drehwinkelsensor verwendet werden, der die Drehbewegung des Aktuatorantriebs 46 sensiert, aus der dann die Position der Schaltgabel errechnet wird.

Zusätzlich werden zur Steuerung der Aktuierungsanordnung 1 die von zweiten Sensormitteln erfassten Daten verwendet. Diese zweiten Sensormittel erfassen insbesondere ein die Kraft zum axialen Bewegen der Schiebemuffe 45, respektive der Spindelhülse 49, repräsentierende Größe. Beispielsweise kann ein Stromsignal zur Ansteuerung des Aktuators erfasst werden, welches repräsentativ ist für die aufzuwendende Kraft, um das Spindelteil 48 anzutreiben. Die zweiten Sensormittel können auch als Kraftsensor bezeichnet werden. Die Kupplungseinheit 12 umfasst ferner je Ausgangsteil 43, 44 einen Synchronisiermechanismus 57, 57' mit dem vor dem Schalten eine Drehzahlangleichung der miteinander zu verbindenden Bauteile vorgenommen wird, das heißt zwischen dem Eingangsteil 42 und dem jeweiligen Ausgangsteil 43, 44. Da die Synchronisiermechanismen 57, 57' gleich aufgebaut sind, wird stellvertretend nur einer beschrieben. Der Synchronisiermechanismus 57 weist einen Außenring 58 mit einem Innenkonus, einen Innenring 59 mit einem Außenkonus und einen dazwischen angeordneten Zwischenring 60 auf. Der Außenring 58 ist mit dem Eingangsteil 42 derart drehfest verbunden, dass beide gemeinsam um die Drehachse A9 rotieren, wobei eine begrenzte Relativdrehung zwischen Eingangsteil 42 und Außenring 58 möglich ist. Der Zwi- schenring 60 ist mit dem Ausgangsteil 43 drehfest verbunden. Der Innenring 59 ist wieder mit dem Eingangsteil 42 drehfest verbunden. Durch diese Ausgestaltung wird sichergestellt, dass ein Ineingriffbringen der Schiebemuffe 45 und des jeweiligen Ausgangsteils 43, 44 erst möglich ist, wenn beide gemeinsam mit der selben Drehzahl rotieren, das heißt synchronisiert sind. Das Synchronisieren wird mittels mehre- rer umfangsverteilter Druckstücke 62 erreicht, die mit dem Eingangsteil 42 derart drehfest verbunden sind, dass sie gemeinsam mit diesem rotieren. Durch axiales Bewegen der Schiebemuffe 45 werden die Druckstücke 62 gegen den Außenring 58 beaufschlagt, so dass an den Flächenpaarungen zwischen Außenring 58 und Zwi- schenring 60 einerseits, und Zwischenring 60 und Innenring 59 andererseits, Reib- schluss entsteht. Dieser Reibschluss führt zu einer Drehzahlangleichung zwischen Eingangsteil 42 und jeweiligem Ausgangsteil 43, 44. Drehen die zu verbindenden Teile synchron, kann die Schiebemuffe 45 vollständig in die Eingriffsposition ver- schoben werden, so dass Eingangsteil 42 und das jeweilige Ausgangsteil 43, 44 zur Übertragung eines Drehmoments miteinander verbunden sind. Die Druckstücke 62 sind jeweils über eine Kugel 63, die von einer Feder 64 nach radial außen vorgespannt ist, mit der Schiebemuffe 45 verbunden. Dabei greift die Kugel 63 jeweils in eine innere Nut 65 der Schiebemuffe 45 formschlüssig ein. Übersteigt die axiale Be- tätigungskraft der Schiebemuffe 45 die Haltekraft der Kugel 63, wird diese entgegen der Vorspannkraft der Feder 64 nach radial innen bewegt, so dass die Schiebemuffe weiter in Richtung des jeweiligen Ausgangsteils 43, 44 verschoben werden kann.

Das erste Ausgangsteil 43 ist mit einem ersten Ring 66 fest verbunden, insbesondere verschweißt. Hierfür hat der erste Ring 66 eine ringförmige Ausnehmung, in der das Ausgangsteil 43 einsitzt. Radial innen hat der erste Ring 66 einen Nabenabschnitt, der auf einem Hülsenansatz 67 des ersten Antriebsrads 14 aufsitzt und mit diesem verschweißt ist (69). Erstes Ausgangsteil 43, erster Ring 66 und erstes Antriebsrad 14 bilden gemeinsam ein erstes Zahnrad, das mittels der Lagermittel 19 auf der An- triebswelle 9 drehbar gelagert. Die Lagermittel 20, 21 sind als Gleitlager gestaltet und umfassen zwei Lagerbuchsen, wobei auch andere geeignete Lagermittel denkbar wären. In axiale Richtung ist das erste Zahnrad zwischen einer ersten Scheibe 72 und einer zweiten Scheibe 73 fixiert. Die erste Scheibe 72 sitzt auf einer Sitzfläche der Antriebswelle 9 mit Übermaßpassung und ist gegen eine Schulter der Antriebs- welle axial abgestützt. Die zweite Scheibe 73 ist über einen Sicherungsring 74 gegenüber der Antriebswelle 9 in entgegengesetzter axialer Richtung abgestützt. Das zweite Ausgangsteil 44, der zweite Ring 66' und das zweite Antriebsrad 16 bilden entsprechend ein zweites Zahnrad, welches analog zum ersten Zahnrad gestaltet ist. Insofern wird hinsichtlich aller Gemeinsamkeiten auf die Beschreibung zum ersten Zahnrad Bezug genommen, wobei einander entsprechende Einzelheiten mit denselben Bezugszeichen mit Indizes versehen sind. Um eine gute Schmiermittelversorgung und lange Lebensdauer der drehenden Bauteile zu erreichen, hat die Antriebswelle 9 eine Längsbohrung 75 und je Sitzfläche für die hierauf angeordneten Räder 42, 14, 16 mehrere über den Umfang verteilte Querbohrungen 76, 77, 77'. Das Eingangsteil 42 ist mit Presspassung mit der Antriebswel- le 9 drehfest verbunden. Zur Axialsicherung ist ein Sicherungsring 78 vorgesehen, der in entsprechende Ringnuten der Antriebswelle bzw. des Eingangsteils eingreift.

Im Folgenden wird unter besonderer Bezugnahme auf die Figuren 4 bis 7 die Schaltung der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung 2 erläutert. Figur 4 zeigt schema- tisch die Antriebsanordnung 2 mit Elektromotor 3 zum Antreiben der Fahrzeugachse 80. Es sind die Seitenwellen 81 , 82 und die hiermit verbundenen Räder 83, 84 der Fahrzeugachse 80 erkennbar.

Wie oben erläutert, weist die Antriebsanordnung 2 eine Zweigangschaltung auf, wel- che durch einen ersten Leistungspfad und einen funktional parallelen zweiten Leistungspfad gebildet wird. Durch entsprechendes Ansteuern der Kupplungseinheit 12 kann Drehmoment wahlweise über den ersten Leistungspfad oder alternativ über den zweiten Leistungspfad vom Elektromotor 3 auf das Differential 5 beziehungsweise die Antriebsachse 80 übertragen werden.

In Figur 5 ist die Kupplungseinheit 12 in Neutralposition (N) gezeigt, welche auch als Leerlaufposition bezeichnet werden kann. Die mit dem Elektromotor 3 antriebsverbundenen Bauteile sind fett dargestellt. Es ist erkennbar, dass die Schaltmuffe 45 in der Neutralposition in einer zentralen Stellung ist. In dieser Position sind der Elektro- motor 3 und das Differential 5 voneinander entkoppelt, so dass keine Drehmomentübertragung zwischen den Seitenwellen 81 , 82 und dem Elektromotor 3 erfolgen kann. Dies ist beispielsweise erforderlich, wenn das Kraftfahrzeug im Fall einer Panne abgeschleppt werden muss. In der ersten Schaltposition (C1 ), welche in Figur 6 dargestellt ist, ist die Schiebemuffe 45 mit dem ersten Ausgangsteil 43, respektive ersten Antriebsrad 14 drehfest verbunden. Es wird Drehmoment vom Elektromotor 3 auf das Differential 5 über den ersten Leistungspfad übertragen, der fett dargestellt ist. Der erste Leistungspfad um- fasst die vom Elektromotor 3 angetriebene Antriebswelle 9, das Eingangsteil 42, das erste Antriebsrad 14, das erste Zwischenrad 15, die Zwischenwelle 10 und das Abtriebsrad 18, das mit dem Ringrad 19 zum Antreiben des Differentials 5 in Verzahnungseingriff ist.

In der zweiten Schaltposition (C2), welche in Figur 7 dargestellt ist, ist die Schiebemuffe 45 mit dem zweiten Ausgangsteil 44, respektive zweiten Antriebsrad 16 gekoppelt, so dass Drehmoment über den zweiten Leistungspfad übertragen wird, der wieder fett dargestellt ist. Der zweite Leistungspfad umfasst die Antriebswelle 9, das Eingangsteil 42, das zweite Antriebsrad 16, das zweite Zwischenrad 17, die Zwischenwelle 10 und das Abtriebsrad 18, das mit dem Ringrad 19 kämmt.

Insgesamt hat die Antriebsanordnung 2 drei Zahnradpaarungen: das erste Antriebsrad 14 und das erste Zwischenrad 15 (erste Zahnradpaarung), das zweite Antriebs- rad 16 und das zweite Zwischenrad 17 (zweite Zahnradpaarung), und das Abtriebsrad 18 und das Ringrad 19 (dritte Zahnradpaarung). Je nach Schaltstellung der Kupplungseinheit 12 erfolgt der Antrieb über die erste oder die zweite Zahnradpaarung, so dass sich zwei Gangschaltstufen ergeben. Die Steuerung des Elektroantriebs erfolgt vorzugsweise unter Berücksichtigung von unter anderem einer der Drehzahl der Antriebswelle 9 repräsentierenden Größe und einer die Drehzahl der Zwischenwelle 10 repräsentierenden Größe als Eingangsgrößen. Dies können beispielsweise die Motordrehzahl des Elektromotors 3 und die Raddrehzahl der Fahrzeugräder 83, 84 sein, aus denen sich die Drehzahlen der An- triebswelle 9 und der Zwischenwelle 10 ermitteln lassen. Die Berechnung der Wellendrehzahlen ist wichtig, um mittels des Elektromotors 3 eine Angleichung der Drehzahl der Antriebswelle an die der Zwischenwelle herzustellen. Als weitere Eingangsgröße erhält die elektronische Regeleinheit zur Steuerung des Elektroantriebs Steuersignale von der Aktuierungsanordnung 1 , beispielsweise welche Schaltposition eingelegt ist. Dies ist beispielsweise von Wichtigkeit, damit der Elektromotor 3 erst Drehmoment in die Antriebsanordnung 2 einleitet, wenn die erste bzw. zweite Gangschaltstufe sicher eingelegt ist. Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Steuern der Aktuierungsanordnung 1 kann folgende Schritte umfassen: Sensieren eines die Position des Betätigungselements 45 repräsentierenden Positionssignals; Sensieren eines die Betätigungskraft zum Verschieben des Betätigungselements 45 repräsentierenden Kraftsignals; und Steu- ern des Aktuatorantriebs 46 mittels der elektronischen Regeleinheit in Abhängigkeit vom Positionssignal und vom Kraftsignal. Durch die steuerungstechnische Verknüpfung von Positions- und Kraftsignalen wird eine Kalibrierung der Aktuierungsanordnung ermöglicht, so dass bei Betrieb auftretende Lage- und Toleranzänderungen für die Steuerung berücksichtigt werden können. Mittels des Positionssensors, der als Weg- oder Drehwinkelsensor gestaltet sein kann, kann die Position der Schaltmuffe 45 ermittelt werden. Mittels des Kraftsensors können alle bei Betrieb auftretenden Änderungen der Axialkraft registriert und einer jeweils zugehörigen Position der Schaltmuffe 45 zugeordnet werden. Um die Anordnung zu kalibrieren, wird bei einem ersten Kupplungsvorgang eine Endposition der Schaltmuffe 4 angefahren und durch einen sprunghaften Anstieg des Kraftsignals sensiert. Dieser ist in Figur 1 1 c) als Peak 85 erkennbar. Dabei repräsentiert die Endposition einen Endanschlag der Kupplungseinheit 12 in der ersten bzw. zweiten Kuppelposition. Gleichzeitig wird ein zugehöriger vom Wegsensor erfasster Endpositionswert 86 gespeichert. Bei einem späteren Kupplungsvorgang kann der hinterlegte Endpositionswert beim Ansteuern des Aktuatorantriebs 46 derart berücksichtigt werden, dass das Betätigungselement 45 vor Erreichen der Endposition abgebremst wird. So wird ein hoher Schaltkomfort erreicht. Nach Erreichen der Endposition wird das Betätigungselement 45 um einen definierten Weg in eine von der Endposition axial beabstandeten Kuppelposition bewegt. Diese Kuppelposition ist in Figur 12 gezeigt, wobei das geringfügige Zurückfahren durch einen Pfeil dargestellt ist. Durch das Zurückfahren werden Reibungskräfte im eingekuppelten Zustand reduziert, da in der Aktuierungsanordnung bzw. in der Kupp- lung Axialspiel eingestellt wird. Der axiale Abstand zwischen der Endposition und der Kuppelposition bzw. der Weg, um den das Betätigungselement wieder zurückgefahren wird, kann beispielsweise zwischen Null und 1 ,0 mm betragen. Bei einem späteren Kupplungsvorgang kann der Aktuatorantrieb 46 derart angesteuert werden, dass das Betätigungselement 45 direkt in die Kuppelposition bewegt wird, das heißt vor Erreichen der Endposition in der Kuppelposition gestoppt wird.

Nach einer weiteren Möglichkeit, die sich aufgrund der Kalibrierung ergibt, kann der Antrieb 46 beim Kupplungsvorgang derart angesteuert werden, dass die Vorschubgeschwindigkeit des Betätigungselements 45 vor Erreichen der Synchronisierposition, welche in Figur 9 gezeigt ist, reduziert wird.

Wenn die relative Drehzahldifferenz zwischen Kupplungseingangsteil und Kupp- lungsausgangsteil nach einer vorgegebenen Zeitdauer noch nicht unter einen vorbestimmten Differenzdrehzahlwert gefallen ist, wird der Schalt- bzw. Kupplungsvorgang abgebrochen und die Schiebemuffe wieder in Neutralposition gefahren.

Nachstehend wird anhand der Zeichnungsfiguren 8 bis 12 ein Kupplungs- bzw. Schaltprozess von der Neutralstellung (N) in die erste Schaltposition (C1 ) beschrieben. In den Figuren 8 bis 12 zeigt die Einzelheit a) jeweils die Kupplungseinheit 12, die Einzelheit b) einen Teil der Kupplung als Abwicklung und c) das zugehörige Kennlinien-Diagramm. In dem Kennlinien-Diagramm zeigt jeweils die obere Linie das Positionssignal (P) der ersten Sensormittel 54, die zweite Linie das Drehmoment M des Elektromotors 3 zum Antreiben der Fahrzeugantriebsachse, die dritte Linie die Drehzahl n des Elektromotors 3 und die untere Linie die an dem Betätigungselement 45 wirksamen Kräfte F. Die in den Figuren gezeigten Graphen wurden experimentell ermittelt; das Grundprinzip gilt jedoch in Realität gleichermaßen. Es sind zur Vereinfachung nur ein Teil der Bezugszeichen eingezeichnet.

Die Figuren 8a) bis 8c) zeigen die Neutralposition (N) der Anordnung. Es ist kein Gang geschaltet. Zum Angleichen der Drehzahlen zwischen Eingangsteil 42 und Ausgangsteil 43 wird das Motordrehmoment M bzw. die Motordrehzahl n des Elektromotors 3 erhöht. Dieser Bereich ist in dem Diagramm grau schattiert, wobei der erhöhte Wert für das Motordrehmoment mit M1 und der für die Motordrehzahl mit n1 eingezeichnet ist. Im weiteren Verlauf wird das Koppelelement 45 vom Betätigungselement 50, das vom Aktuatorantrieb 46 angetrieben wird, in Richtung Kuppelposition (C1 ) gefahren. Dabei legen sich die Gleitsteine an die Anlagefläche des als Schiebemuffe gestalteten Koppelelements 45 an und verschieben dieses in Richtung Soll-Gang.

In den Figuren 9a) bis 9c) ist die Vorsynchronisierung gezeigt. Die Druckstücke 62 beaufschlagen den Außensynchronring 58 gegen die Konusfläche des Zwischenrings 60, der auch als Reibring bezeichnet werden kann. Infolge der Drehzahldifferenz zwischen der Schiebemuffe 45 und dem Ausgangsteil 43 wird der Außensynchronring 58 verdreht, was in Figur 9b) gut erkennbar ist. Die Zähne der Schiebemuffe 45 sind gegenüber den Zähnen des Außensynchronrings 58 in Umfangsrichtung leicht versetzt, so dass ein Durchschalten der Schiebemuffe 45 nicht möglich ist, solange eine Drehzahldifferenz vorliegt. Der beschriebene Schaltzustand ist im Diagramm grau schattiert. Es ist der erhöhte Wert für die an der Schaltklaue wirksamen Kräfte F erkennbar, welche mit F2 markiert sind. Das zugehörige Sensorsignal ist mit S2 einzeichnet.

Im weiteren Verlauf der Synchronisierung wird die Schiebemuffe 45 weiterbewegt, wodurch sie die stirnseitigen Schrägen der Schiebemuffe und des Außensynchronrings 58 berühren. Hiermit beginnt die Hauptsynchronisierung, welche nicht gesondert dargestellt ist. Im Rahmen der Hauptsynchronisierung wird die Schaltkraft ar- beitsteilig über die Druckstücke 62 und über die Schiebemuffe 45 in den Außensynchronring 58 eingeleitet. Während der sogenannten Rutschphase lässt sich die Schiebemuffe nicht durchschalten.

Mit Erreichen des Gleichlaufs (S), welcher in Figur 10 gezeigt ist, fällt das Reibmo- ment zwischen den Synchronringen gegen Null. Dies hat zur Folge, dass die an der Schiebemuffe 45 wirksamen Axialkräfte entsprechend reduziert werden, was in Figur 10c) mit F3 markiert ist. Das öffnende Verzahnungsmoment bewirkt über die Zahnschrägen ein Rückdrehen des Außensynchronrings 58 gegenüber der Schiebemuffe 45, was in Figur 10b) erkennbar ist. Die Schiebemuffe 45 kann in dieser Position wei- ter in Richtung Soll-Gang bzw. Kuppelposition verschoben werden. Dabei werden die federbeaufschlagten Kugeln 63 der Druckstücke 62 von der Schiebemuffe 45 überschoben womit die Synchronisierung beendet ist. Im nachfolgenden Verfahrensschritt des Eindockens der Verzahnung der Schiebemuffe 45 und der Verzahnung des Ausgangsrads 43 treffen die stirnseitigen Verzahnungsschrägen der Schiebemuffe auf die Verzahnungsschrägen des Ausgangsrads 43, was zu einem erneuten Kraftanstieg führt, welcher in Figur 10b) erkennbar und mit F4 markiert ist. Die Schiebemuffe 45 verdreht das Ausgangsrad 43 relativ zum Außensynchronring 58. Die Schaltung ist frei, was zu einem Abfallen der Axialkraft führt (F5) und der Formschluss zwischen der Schiebemuffenverzahnung und der Ausgangsradverzahnung kann hergestellt werden. Figur 1 1 zeigt diesen Verfahrensschritt, in dem die Schiebemuffe 45 auf das Ausgangsrad 43 aufgeschoben wird. Auf diese Weise wird der Leistungsfluss zwischen dem Eingangsrad 42 bzw. der Antriebswelle 9 und dem Ausgangsrad 43 hergestellt. Die Verschieberichtung ist durch einen Pfeil gekennzeichnet.

Bei weiterem Verschieben der Schiebemuffe 45 wird der Endanschlag erreicht, was durch sich durch einen erneuten Kraftanstieg der auf die Schiebemuffe 45 wirksamen Kräfte F bemerkbar macht und von den Kraft-Sensormitteln erfasst wird. Der Kraftanstieg ist in Figur 1 1 c) mit F6 markiert. Nach Erreichen des Endanschlags wird die Schaltgabel 50 mit dem Gleitstein wieder geringfügig in die Kuppelposition zurückbewegt, die auch als Gangposition bezeichnet werden kann. Das Zurückbewegen, was in Figur 12 durch einen Pfeil nach rechts dargestellt ist, erfolgt beispielsweise über eine Strecke von 0,5 mm bis 1 ,0 mm. Die Kräfte F an der Schaltgabel sinken wieder merklich, was in Figur 12c) mit F7 markiert ist.

Mit Erreichen der Kuppelposition C1 ist der Kraftfluss zwischen Eingangsrad 42 über die Schiebemuffe 45 auf das Ausgangsrad 43 bzw. das damit fest verbundene Zahnrad 14 geschlossen. Der E-Motor 3 für den Elektroantrieb kann bestromt werden, was am steigenden Drehmoment M8 erkennbar ist. Bezugszeichenliste

1 Aktuatoranordnung

2 Antriebsanordnung

3 Elektromotor

4 Schaltgetriebe

5 Differentialgetriebe

6 Stator

7 Rotor

8 Motorwelle

9 Antriebswelle

10 Zwischenwelle

1 1 Differentialträger

12 Kupplungseinheit

13

14 erstes Antriebsrad

15 erstes Zwischenrad

16 zweites Antriebsrad

17 zweites Zwischenrad

18 Abtriebsrad

19 Ringrad

20 Lagermittel

21 Lagermittel

22 Wellenverzahnung

23 Wellenverzahnung

24 Lagermittel

25 Lagermittel

26 Gehäuse

27 Radialwellendichtring

28 erstes Gehäuseteil

29 zweites Gehäuseteil

30 Verbindungsmittel Lagermittel Lagermittel Lagermittel Lagermittel Radialwellendichtnng Radialwellendichtnng Differentialrad Seitenwellenrad

Seitenwellenrad

Zapfen

Eingangsteil erstes Ausgangsteil zweites Ausgangsteil Koppelelement Aktuatorantrieb Wandlereinheit Spindel

Spindelhülse Schaltgabel Gleitstein

Ringnut

Sensor

Signalgeber Schraubverbindung

, 57' Synchronisiermechanismus, 58' Außenring

, 59' Innenring

, 60' Zwischenring Druckstück Kugel

Feder 5 Nut

6, 66' erster Ring

67, 67' Hülsenansatz

69, 69' Schweißverbindung

70 Zuführelement

71 Radialspalt

72, 72' erste Scheibe

73, 73' zweite Scheibe

74, 74' Sicherungsring

75 Längsbohrung

76 Querbohrung

77, 77' Querbohrung

78 Sicherungsring

80 Fahrzeugachse

81 Seitenwelle

82 Seitenwelle

83 Rad

84 Rad

A Drehachse

C1 , C2 Schaltpositionen

E Ebene

F Kraft

M Drehmoment

N Neutralposition n Drehzahl

P Position

S Synchronisierposition