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Title:
METHOD FOR CONTROLLING A HIGH-PRESSURE CLEANING APPLIANCE AND HIGH-PRESSURE CLEANING APPLIANCE PARTICULARLY FOR CARRYING OUT THE METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/154494
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for controlling a high-pressure cleaning appliance (10) comprising an electric motor (16), a high-pressure pump (20) driven by the electric motor (16), and a control device (30). The aim of the invention is to easily counteract the risk of dry running. To this end, the control device (30) determines the actual value of the electrical power consumption of the electric motor (16) and shuts down the electric motor (16) if, after expiration of a pre-defined starting interval following the start-up of the electric motor (16), the actual value is lower than a pre-defined minimum value for the electrical power consumption of the electric motor (16). The invention also relates to a high-pressure cleaning appliance (10) particularly for carrying out the method.

Inventors:
TRAUTWEIN, Kai (Schillerstrasse 7, Leutenbach, 71397, DE)
KIRCHDÖRFER, Rolf (Sandäcker 18, Weissach im Tal, 71554, DE)
WEISS, Jochen (Im Pfädle 14, Ludwigsburg, 71642, DE)
Application Number:
EP2018/053095
Publication Date:
August 15, 2019
Filing Date:
February 07, 2018
Export Citation:
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Assignee:
ALFRED KÄRCHER SE & CO. KG (Alfred-Kärcher-Strasse 28 - 40, Winnenden, 71364, DE)
International Classes:
B08B3/02; F04B49/06; F04D15/02
Domestic Patent References:
WO2011012304A12011-02-03
WO2007045259A12007-04-26
Foreign References:
DE9013486U11990-11-29
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
HOEGER, STELLRECHT & PARTNER PATENTANWÄLTE MBB (Uhlandstrasse 14 c, Stuttgart, 70182, DE)
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Claims:
P A T E N T A N S P R Ü C H E

1. Verfahren zum Steuern eines Hochdruckreinigungsgeräts (10), das einen Elektromotor (16), eine vom Elektromotor (16) angetriebene Hochdruck- pumpe (20) und eine Steuereinrichtung (30) aufweist, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Steuereinrichtung (30) den Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors (16) bestimmt und den Elektro- motor (16) ausschaltet, wenn der Istwert der elektrischen Leistungsauf- nahme des Elektromotors (16) nach Ablauf einer vorgegebenen Start- phase nach dem Einschalten des Elektromotors (16) kleiner ist als ein vorgegebener Mindestwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors (16).

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerein- richtung (30) die Istwerte des Versorgungsstroms und der Versorgungs- spannung des Elektromotors (16) erfasst und aus diesen Istwerten den Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors (16) berechnet.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerein- richtung (30) den Elektromotor (16) ausschaltet, wenn der Istwert des Versorgungsstroms des Elektromotors (16) einen vorgegebenen maximal zulässigen Stromwert überschreitet.

4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hochdruckreinigungsgerät (10) mindestens eine wiederaufladbare Batte- rie (32) aufweist und die Steuereinrichtung (30) den Batteriestrom und die Batteriespannung erfasst und daraus den Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors (16) berechnet.

5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Steuereinrichtung (30) den Elektromotor (16) aus- schaltet, wenn der in einer Auslassleitung (26) des Hochdruckreinigungs- geräts (10) herrschende Druck einer vom Hochdruckreinigungsgerät (10) geförderten Reinigungsflüssigkeit einen vorgegebenen Ausschaltwert überschreitet, und dass die Steuereinrichtung (30) den Elektromotor (16) wieder einschaltet, wenn der in der Auslassleitung (26) herrschende Druck der Reinigungsflüssigkeit wieder abfällt.

6. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Steuereinrichtung (30) den Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors (16) periodisch bestimmt.

7. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass das Wiedereinschalten des Elektromotors (16), nachdem dieser nach Ablauf der Startphase aufgrund einer Unterschreitung des Mindestwerts der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors (16) von der Steuereinrichtung (30) ausgeschaltet wurde, nur durch manuelle Betätigung eines Betätigungselements (54) des Hochdruckreinigungs- geräts (10) möglich ist.

8. Hochdruckreinigungsgerät mit einem Elektromotor (16), einer vom

Elektromotor (16) angetriebenen Hochdruckpumpe (20) und einer Steuereinrichtung (30), insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (30) eingerichtet ist, den Istwert der elektri- schen Leistungsaufnahme des Elektromotors (16) zu bestimmen und mit einem vorgegebenen Mindestwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors (16) zu vergleichen, und dass der Elektromotor (16) von der Steuereinrichtung (30) ausschaltbar ist, wenn der Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors (16) nach Ablauf einer vorgegebenen Startphase nach dem Einschalten des Elektromotors (16) kleiner ist als der Mindestwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors (16).

9. Hochdruckreinigungsgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (30) ein Stromerfassungsglied (40) zur Erfas- sung des Istwerts des Versorgungsstroms des Elektromotors (16) und ein Spannungserfassungsglied (42) zur Erfassung des Istwerts der Versor- gungsspannung des Elektromotors (16) aufweist, und dass die Steuer- einrichtung (30) eingerichtet ist, aus den Istwerten des Versorgungs- stroms und der Versorgungsspannung den Istwert der elektrischen Leis- tungsaufnahme des Elektromotors (16) zu berechnen.

10. Hochdruckreinigungsgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (16) von der Steuereinrichtung (30) ausschaltbar ist, wenn der Istwert des Versorgungsstroms einen vorgegebenen maxi- mal zulässigen Stromwert überschreitet.

11. Hochdruckreinigungsgerät nach Anspruch 8, 9 oder 10, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Steuereinrichtung (30) ein Speicherglied (48) aufweist zum Speichern des Mindestwerts der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors (16).

12. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Hochdruckreinigungsgerät (10) mindestens eine wiederaufladbare Batterie (32) aufweist zur Energieversorgung des Elektromotors (16).

13. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Hochdruckreinigungsgerät (10) eine Auslass- leitung (26) für unter Druck gesetzte Reinigungsflüssigkeit aufweist und der Elektromotor (16) von der Steuereinrichtung (30) ausschaltbar ist, wenn der in der Auslassleitung (26) herrschende Druck der Reinigungs- flüssigkeit einen vorgegebenen Ausschaltwert überschreitet, und dass der Elektromotor (16) von der Steuereinrichtung (30) wiedereinschaltbar ist, wenn der in der Auslassleitung (26) herrschende Druck der Reinigungs- flüssigkeit wieder abfällt.

14. Hochdruckreinigungsgerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Hochdruckreinigungsgerät (10) einen Signalgeber (28) aufweist, der mit der Steuereinrichtung (30) signalleitend verbunden ist und der der Steuereinrichtung (30) ein Steuersignal bereitstellt, das von dem in der Auslassleitung (26) herrschenden Druck der Reinigungsflüssigkeit abhängig ist.

15. Hochdruckreinigungsgerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalgeber als Druckschalter (28) ausgestaltet ist.

16. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (30) eingerichtet ist, den Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors (16) periodisch zu bestimmen und mit dem vorgegebenen Mindestwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors (16) zu vergleichen.

17. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 8 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Hochdruckreinigungsgerät (10) ein Betäti- gungselement (54) aufweist und der Elektromotor (16), nachdem er nach Ablauf der Startphase aufgrund einer Unterschreitung des Mindestwertes der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors (16) von der Steuereinrichtung (30) ausgeschaltet wurde, nur durch manuelle Betäti- gung des Betätigungselements (54) wiedereinschaltbar ist.

18. Hochdruckreinigungsgerät nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement als Hauptschalter (54) ausgestaltet ist.

19. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 8 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochdruckpumpe (20) als Hubkolbenpumpe ausgestaltet ist.

20. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 8 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (16) über ein Getriebe (18) mit der Hochdruckpumpe (20) gekoppelt ist.

21. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 8 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (16) eine fixe Drehzahl aufweist.

22. Hochdruckreinigungsgerät nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl des Elektromotors (16) mindestens 15.000 Umdre- hungen pro Minute beträgt.

Description:
VERFAHREN ZUM STEUERN EINES HOCHDRUCKREINIGUNGSGERÄTS UND HOCHDRUCKREINIGUNGSGERÄT INSBESONDERE ZUR DURCHFÜHRUNG DES VERFAHRENS

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern eines Hochdruckreinigungs- geräts, das einen Elektromotor, eine vom Elektromotor angetriebene Hoch- druckpumpe und eine Steuereinrichtung aufweist.

Außerdem betrifft die Erfindung ein Hochdruckreinigungsgerät mit einem Elektromotor, einer vom Elektromotor angetriebenen Hochdruckpumpe und einer Steuereinrichtung, insbesondere zur Durchführung des voranstehend genannten Verfahrens.

Mit Hilfe eines Hochdruckreinigungsgeräts kann eine Reinigungsflüssigkeit, vorzugsweise Wasser, unter Druck gesetzt und auf eine zu reinigende Fläche gerichtet werden. Über eine Flüssigkeitszufuhrleitung, beispielweise einen Saugschlauch, kann einer Hochdruckpumpe des Hochdruckreinigungsgeräts Reinigungsflüssigkeit zugeführt werden. Die Reinigungsflüssigkeit kann von der Hochdruckpumpe unter Druck gesetzt und anschließend über eine Flüssig- keitsabgabeleitung, beispielsweise einen Druckschlauch, abgegeben werden. Zur Steuerung des Elektromotors, der die Hochdruckpumpe antreibt, weist das Hochdruckreinigungsgerät eine elektrische Steuereinrichtung auf. Mit Hilfe der Steuereinrichtung kann der Elektromotor ein- und ausgeschaltet werden.

Beim Betreiben eines Hochdruckreinigungsgeräts muss darauf geachtet wer- den, dass die Hochdruckpumpe ausreichend mit Reinigungsflüssigkeit versorgt wird, da ansonsten die Gefahr eines Trockenlaufs besteht. Ein Trockenlauf der Hochdruckpumpe kann zu einer starken Erwärmung und zu einem erhöhten Verschleiß der Hochdruckpumpe und sogar zu einer Beschädigung der Hoch- druckpumpe führen. Die Gefahr einer Beschädigung im Falle eines Trocken- laufs besteht insbesondere für Hochdruckpumpen, die zumindest bereichs- weise aus einem Kunststoffmaterial gefertigt werden.

Um einen Trockenlauf zu erkennen, kommen üblicherweise Druck- oder Durch- flusssensoren zum Einsatz. Mit Hilfe eines Drucksensors kann ein Sensorsignal gewonnen werden, das dem innerhalb der Hochdruckpumpe herrschenden Druck der Reinigungsflüssigkeit entspricht. Bei einem Druckabfall, der einen Hinweis auf einen beginnenden Trockenlauf darstellen kann, kann der Elektro- motor von der Steuereinrichtung aufgrund des Sensorsignals des Druck- sensors ausgeschaltet werden. In entsprechender Weise kann mittels eines Durchflusssensors ein der Strömungsrate der Reinigungsflüssigkeit entspre- chendes Sensorsignal gewonnen werden. Ein Abfall der Strömungsrate kann einen Hinweis auf einen beginnenden Trockenlauf darstellen, und um diesem entgegenzuwirken, kann auf der Grundlage des vom Durchflusssensor bereit- gestellten Sensorsignals der Elektromotor ausgeschaltet werden.

Es wurden auch schon Temperatursensoren vorgeschlagen, mit deren Hilfe innerhalb der Hochdruckpumpe eine Temperatur erfasst werden kann, die von der Reinigungsflüssigkeit beeinflusst wird. Falls der Hochdruckpumpe keine Reinigungsflüssigkeit zugeführt wird, kann sich die vom Temperatursensor erfasste Temperatur verändern, und diese Veränderung kann ein Hinweis auf einen beginnenden Trockenlauf darstellen. Auf Grundlage des vom Tempera- tursensor bereitgestellten Sensorsignals kann einem beginnenden Trockenlauf entgegengewirkt werden, indem der Elektromotor ausgeschaltet wird.

Druck-, Strömungs- und/oder Temperatursensoren werden häufig im Innern der Hochdruckpumpe positioniert und erfordern einen nicht unbeträchtlichen Bauraum.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren zur Steuerung eines Hochdruckreinigungsgeräts bereitzustellen, das es auf einfachere Weise erlaubt, der Gefahr eines Trockenlaufs entgegenzuwirken. Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfin- dungsgemäß dadurch gelöst, dass die Steuereinrichtung den Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors bestimmt und den Elektro- motor ausschaltet, wenn der Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme nach Ablauf einer vorgegebenen Startphase nach dem Einschalten des Elektro- motors kleiner ist als ein vorgegebener Mindestwert der elektrischen Leis- tungsaufnahme des Elektromotors.

Unter einer vorgegebenen Startphase wird ein Zeitintervall verstanden, das mit jedem Einschalten des Elektromotors erneut beginnt und eine vorgege- bene Dauer aufweist. Die Dauer des Zeitintervalls und damit die Dauer der Startphase kann beispielsweise mindestens eine Minute betragen, insbeson- dere zwei Minuten bis drei Minuten.

Beim erfindungsgemäßen Verfahren bestimmt die Steuereinrichtung des Hoch- druckreinigungsgeräts den Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors. Ist der Istwert nach Ablauf der vorgegebenen Startphase kleiner als ein vorgegebener Mindestwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors, so wird der Elektromotor von der Steuereinrichtung ausge- schaltet, da das Unterschreiten des Mindestwerts der elektrischen Leistungs- aufnahme nach Ablauf der vorgegebenen Startphase einen Hinweis auf einen Trockenlauf darstellt. Innerhalb der Startphase weist der Elektromotor selbst bei ordnungsgemäßem Betrieb, das heißt selbst bei ordnungsgemäßer Zufuhr von Reinigungsflüssigkeit, noch nicht in allen Fällen eine elektrische Leistungs- aufnahme auf, die den vorgegebenen Mindestwert überschreitet. Dies kann seine Ursache darin haben, dass zu Beginn des Pumpvorgangs zunächst Flüs- sigkeit aus einem Vorratsbehältnis, beispielsweise einem Vorratstank, oder beispielsweise aus einem Gewässer angesaugt wird, wobei sich die elektrische Leistungsaufnahme des Elektromotors allmählich erhöht. Nach Ablauf der vor- gegebenen Startphase, die mit dem Einschalten des Elektromotors beginnt und beispielsweise 2 bis 3 Minuten andauern kann, ist die Hochdruckpumpe jedoch bei ordnungsgemäßem Betrieb, das heißt insbesondere bei ordnungs- gemäßer Zufuhr von Reinigungsflüssigkeit, mit Reinigungsflüssigkeit gefüllt und die elektrische Leistungsaufnahme des Elektromotors übersteigt den vorgegebenen Mindestwert.

Der vorgegebene Mindestwert der elektrischen Leistungsaufnahme des

Elektromotors ist geringer als der Wert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors bei ordnungsgemäßem Betrieb. Der Mindestwert der elektri- schen Leistungsaufnahme kann beispielsweise weniger als 350 W betragen, insbesondere 250 bis 350 W, zum Beispiel 320 W. Bei ordnungsgemäßem Betrieb kann die Leistungsaufnahme des Elektromotors beispielsweise min- destens 400 W betragen.

Wenn die elektrische Leistungsaufnahme des Elektromotors nach Ablauf der Startphase größer ist als der vorgegebene Mindestwert, dann liegt ein ord- nungsgemäßer Betrieb des Hochdruckreinigungsgeräts vor, insbesondere wird dann das Hochdruckreinigungsgerät ausreichend mit Reinigungsflüssigkeit ver- sorgt. Falls die elektrische Leistungsaufnahme des Elektromotors nach Ablauf der Startphase kleiner ist als der vorgegebene Mindestwert, dann liegt eine Störung vor, die darauf hindeutet, dass das Hochdruckreinigungsgerät nicht ausreichend mit Reinigungsflüssigkeit versorgt wird und somit die Gefahr eines Trockenlaufs besteht. In diesem Fall wird der Elektromotor von der Steuerein- richtung abgeschaltet. Die Gefahr eines Trockenlaufs kann somit auf Grund- lage der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors erkannt werden, ohne dass zwingend zusätzliche Sensoren in die Hochdruckpumpe integriert werden müssen.

Es kann vorgesehen sein, dass die Steuereinrichtung die Istwerte des Versor- gungsstroms und der Versorgungsspannung des Elektromotors erfasst und aus diesen Istwerten den Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektro- motors berechnet. Der Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des

Elektromotors ergibt sich durch Multiplikation des Istwertes des Versorgungs- stroms und des Istwertes der Versorgungsspannung des Elektromotors. Zum Betrieb des Elektromotors muss der Elektromotor von einer elektrischen Ener- giequelle mit elektrischer Energie versorgt werden. Der von der Energiequelle bereitgestellte Strom stellt den Versorgungsstrom des Elektromotors dar, und die Ausgangsspannung der Energiequelle stellt die Versorgungsspannung des Elektromotors dar. Die Steuereinrichtung erfasst günstigerweise den Istwert des Versorgungsstroms und den Istwert der Versorgungsspannung und errechnet daraus den Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektro- motors. Der berechnete Istwert wird von der Steuereinrichtung mit dem vor- gegebenen Mindestwert der elektrischen Leistungsaufnahme verglichen. Falls der berechnete Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors nach Ablauf der vorgegebenen Startphase kleiner ist als der vorgegebene Min- destwert, dann schaltet die Steuereinrichtung den Elektromotor aus.

Die Erfassung des Istwerts des Versorgungsstroms hat auch den Vorteil, dass auf einfache Weise eine beispielsweise durch einen Blockade der Motorwelle hervorgerufene Überlast des Elektromotors zuverlässig erkannt werden kann. Überschreitet der Istwert des Versorgungsstroms einen vorgegebenen maxi- malen Stromwert, so schaltet die Steuereinrichtung den Elektromotor günsti- gerweise aus, um der Gefahr einer Beschädigung aufgrund einer Überlast ent- gegenzuwirken.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens weist das Hochdruckreinigungsgerät mindestens eine wiederaufladbare Batterie auf und die Steuereinrichtung erfasst den Batteriestrom und die Batteriespannung und berechnet daraus den Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors. Durch den Einsatz von mindestens einer wiederaufladbaren Batterie kann das Hochdruckreinigungsgerät unabhängig von einer externen Energiequelle, insbesondere unabhängig von einem öffentlichen Versorgungs- netz, betrieben werden. Der Strom, der dem Elektromotor von der mindestens einen Batterie bereitgestellt wird, bildet den Versorgungsstrom des Elektro- motors, und die Ausgangsspannung der mindestens einen Batterie bildet die Versorgungsspannung des Elektromotors. Der Batteriestrom und die Batterie- spannung werden günstigerweise von der Steuereinrichtung des Hochdruck- reinigungsgeräts erfasst, und durch Multiplikation des Batteriestroms und der Batteriespannung wird von der Steuereinrichtung der Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors berechnet. Dieser Istwert wird mit dem vorgegebenen Mindestwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektro- motors verglichen. Falls der berechnete Istwert nach Ablauf der vorgegebenen Startphase kleiner ist als der vorgegebene Mindestwert, schaltet die Steuer- einrichtung den Elektromotor aus, da die Gefahr eines Trockenlaufs besteht.

Die Steuereinrichtung schaltet den Elektromotor aus, wenn sich nach Ablauf der Startphase aus dem Vergleich des Istwerts der Leistungsaufnahme des Elektromotors mit dem vorgegebenen Mindestwert der Leistungsaufnahme ergibt, dass die Gefahr eines Trockenlaufs besteht. Zusätzlich ist bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen, dass die Steuereinrichtung den Elektromotor ausschaltet, sofern der in einer Auslassleitung des Hochdruckreinigungsgeräts herrschende Druck einer vom Hochdruckreinigungsgerät geförderten Reinigungsflüssigkeit einen vorgegebe- nen Ausschaltwert überschreitet, und dass die Steuereinrichtung den Elektro- motor wieder einschaltet, wenn der in der Auslassleitung herrschende Druck der Reinigungsflüssigkeit wieder abfällt, insbesondere einen vorgegebenen Einschaltwert unterschreitet. Eine derartige Ausgestaltung des erfindungs- gemäßen Verfahrens ermöglicht es einem Benutzer, den Elektromotor durch Betätigen eines manuell verschließbaren Ausbringorgans zu steuern, das am freien Ende einer Flüssigkeitsabgabeleitung angeordnet ist, die an die Aus- lassleitung des Hochdruckreinigungsgeräts angeschlossen ist. Als Flüssigkeits- abgabeleitung kann beispielsweise ein Druckschlauch zum Einsatz kommen, und als manuell verschließbares Ausbringorgan kann beispielsweise eine Spritzpistole zum Einsatz kommen, die über den Druckschlauch mit der Aus- lassleitung des Hochdruckreinigungsgeräts in Strömungsverbindung steht. Zur Abgabe von Reinigungsflüssigkeit, die vom Hochdruckreinigungsgerät unter Druck gesetzt wurde, kann der Benutzer das Ausbringorgan öffnen. Innerhalb der Auslassleitung des Hochdruckreinigungsgeräts bildet sich dann ein Aus- lassdruck der Reinigungsflüssigkeit aus. Falls der Benutzer die Abgabe von unter Druck gesetzter Reinigungsflüssigkeit unterbrechen möchte, so kann er das Ausbringorgan verschließen. Dies hat zur Folge, dass sich der Druck der Reinigungsflüssigkeit in der Auslassleitung erhöht, so dass er einen vorgege- benen Ausschaltwert überschreitet. Diese Überschreitung kann von einem Druckerfassungsglied, beispielsweise von einem Druckschalter, erfasst werden und ein entsprechendes Steuersignal des Druckerfassungsglieds kann die Steuereinrichtung veranlassen, den Elektromotor auszuschalten. Wird das Ausbringorgan vom Benutzer wieder geöffnet, so fällt der Druck der Reini- gungsflüssigkeit in der Auslassleitung ab, wobei er bevorzugt einen vorgege- benen Einschaltwert unterschreitet, und ein entsprechendes Steuersignal des Druckerfassungsglieds kann dann die Steuereinrichtung veranlassen, den Elektromotor wieder einzuschalten.

Die Steuerung des Elektromotors durch manuelle Betätigung eines Aus- bringorgans erleichtert den Betrieb des Hochdruckreinigungsgeräts. Weist die- ses darüber hinaus mindestens eine wiederaufladbare Batterie auf, so wird der Betrieb des Hochdruckreinigungsgeräts zusätzlich vereinfacht, da das Hoch- druckreinigungsgerät auch dann betrieben werden kann, wenn keine externe Energiequelle für den Elektromotor bereitsteht. Bei einem batteriebetriebenen Hochdruckreinigungsgerät, dessen Elektromotor durch Öffnen und Schließen eines Ausbringorgans gesteuert werden kann, kann der Benutzer nach Ver- schließen des Ausbringorgans allerdings zu der irrtümlichen Auffassung gelan- gen, eine abschließende Betätigung eines Hauptschalters, bei der der Haupt- schalter in eine Ausschaltstellung bewegt wird, sei zur Beendigung des

Betriebs des Hochdruckreinigungsgeräts nicht erforderlich, da der Elektro- motor ja bereits von der Steuereinrichtung ausgeschaltet wurde. Diese irrtüm- liche Auffassung kann dazu führen, dass der Benutzer die Versorgung des Hochdruckreinigungsgeräts mit Reinigungsflüssigkeit beendet, indem er bei- spielsweise eine Flüssigkeitszufuhrleitung vom Hochdruckreinigungsgerät abtrennt und dieses anschließend in einem Stauraum deponiert. Tatsächlich befindet sich aber die Steuereinrichtung noch in einem Überwachungszustand und reagiert auf einen etwaigen Druckabfall in der Auslassleitung, solange sich der Hauptschalter noch in seiner Einschaltstellung befindet. Kommt es anschließend beispielsweise aufgrund einer Undichtigkeit des Ausbringorgans zu einem Druckabfall in der Auslassleitung des Hochdruckreinigungsgeräts, so kann der Elektromotor aufgrund der durch den Einsatz der Batterie sicherge- stellten Energieversorgung von der Steuereinrichtung wieder eingeschaltet werden, obwohl dem Hochdruckreinigungsgerät keine Reinigungsflüssigkeit zugeführt wird. Der Gefahr eines Trockenlaufs kann dann aber dadurch ent- gegengewirkt werden, dass die Steuereinrichtung nach Ablauf der Startphase den Elektromotor wieder ausschaltet, sofern der Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors kleiner ist als der vorgegebene Min- destwert der elektrischen Leistungsaufnahme, wie dies voranstehend bereits im Einzelnen erläutert wurde.

Es kann vorgesehen sein, dass die Steuereinrichtung den Istwert der elektri- schen Leistungsaufnahme fortlaufend oder periodisch bestimmt.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Steuereinrichtung den Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors nach Einschalten des Elektromotors in kurzen Zeitabständen, insbesondere in Zeitabständen von maximal 1 Minute, beispielsweise in Zeitabständen von maximal 10 Sekunden, periodisch bestimmt und den Elektromotor nach Ablauf der Startphase aus- schaltet, sofern der Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektro- motors kleiner ist als der vorgegebene Mindestwert der elektrischen Leistungs- aufnahme des Elektromotors.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors fortlaufend oder periodisch mit dem vorgegebenen Mindestwert der elektrischen Leis- tungsaufnahme verglichen und nach Ablauf der Startphase wird der Elektro- motor ausgeschaltet, falls sich durch den Vergleich ergibt, dass der Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme kleiner ist als der Mindestwert.

Der periodische Vergleich des Istwerts der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors mit dem Mindestwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Motors kann beispielsweise in Zeitabständen von maximal einer Minute erfolgen, beispielsweise in Zeitabständen von maximal 10 Sekunden. Von besonderem Vorteil ist es, wenn das Wiedereinschalten des Elektro- motors, nachdem dieser nach Ablauf der Startphase aufgrund einer Unter- schreitung des Mindestwerts der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektro- motors von der Steuereinrichtung ausgeschaltet wurde, nur durch manuelle Betätigung eines Betätigungselements des Hochdruckreinigungsgeräts möglich ist. Wie bereits erläutert, wird der Elektromotor von der Steuereinrichtung ausgeschaltet, wenn der Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors nach Ablauf der Startphase kleiner ist als der vorgegebene Mindestwert. Um den Betrieb des Hochdruckreinigungsgeräts fortsetzen zu können, muss der Benutzer günstigerweise ein Betätigungselement des Hoch- druckreinigungsgeräts, beispielsweise den Hauptschalter des Hochdruckreini- gungsgeräts, manuell betätigen, ein selbsttätiges Einschalten des Elektro- motors ist somit nicht möglich. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass der Hauptschalter aus seiner Einschaltstellung in seine Ausschaltstellung und anschließend wieder zurück in die Einschaltstellung bewegt werden muss, um den Betrieb des Hochdruckreinigungsgeräts fortsetzen zu können, nachdem der Elektromotor von der Steuereinrichtung aufgrund einer nach Ablauf der Startphase erfolgenden Unterschreitung des Mindestwerts der Leistungs- aufnahme ausgeschaltet wurde.

Wie eingangs erwähnt, betrifft die Erfindung auch ein Hochdruckreinigungs- gerät mit einem Elektromotor, einer vom Elektromotor angetriebenen Hoch- druckpumpe und einer Steuereinrichtung, insbesondere zur Durchführung des voranstehend erläuterten Verfahrens.

Um das Hochdruckreinigungsgerät derart weiterzubilden, dass auf einfachere Weise der Gefahr eines Trockenlaufs entgegengewirkt werden kann, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass die Steuereinrichtung eingerichtet ist, den Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors zu bestim- men und mit einem vorgegebenen Mindestwert der elektrischen Leistungs- aufnahme des Elektromotors zu vergleichen, und dass der Elektromotor von der Steuereinrichtung ausschaltbar ist, wenn der Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors nach Ablauf einer vorgegebenen Start- phase nach dem Einschalten des Elektromotors kleiner ist als der Mindestwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors. Wie bereits erwähnt, ermöglicht es eine derartige Ausgestaltung des Hochdruckreinigungsgeräts, der Gefahr eines Trockenlaufs entgegenzuwirken, ohne dass hierzu innerhalb der Hochdruckpumpe Sensoren positioniert werden müssen. Die Gefahr eines Trockenlaufs wird vielmehr durch Auswertung der elektrischen Leistungsauf- nahme des Elektromotors erkannt.

Die Steuereinrichtung weist bevorzugt ein Stromerfassungsglied zur Erfassung des Istwertes des Versorgungsstroms des Elektromotors und ein Spannungs- erfassungsglied zur Erfassung des Istwertes der Versorgungsspannung des Elektromotors auf, und die Steuereinrichtung ist eingerichtet, aus den Istwer- ten des Versorgungsstroms und der Versorgungsspannung den Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors zu berechnen. Wie bereits erwähnt, stellt der von einer Energiequelle dem Elektromotor bereitgestellte Strom den Versorgungsstrom des Elektromotors dar, und die Ausgangsspan- nung der Energiequelle stellt die Versorgungsspannung des Elektromotors dar. Die Steuereinrichtung ist günstigerweise derart ausgestaltet, dass sie aus den Istwerten des Versorgungsstroms und der Versorgungsspannung den Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors berechnet. Die Steuer- einrichtung kann hierzu ein Signalverarbeitungsglied aufweisen, insbesondere ein Multiplikationsglied.

Von Vorteil ist es, wenn der Elektromotor von der Steuereinrichtung aus- schaltbar ist, sofern der Istwert des Versorgungsstroms einen vorgegebenen maximal zulässigen Stromwert überschreitet. Das Überschreiten des maximal zulässigen Stromwertes des Versorgungsstroms stellt einen Hinweis auf eine Überlast des Elektromotors dar. Diese Überlast kann beispielsweise durch eine Blockade der Motorwelle hervorgerufen werden. Liegt eine Überlast vor, so wird dies von der Steuereinrichtung daran erkannt, dass der Istwert des Ver- sorgungsstroms den vorgegebenen maximal zulässigen Stromwert überschrei- tet. Die Steuereinrichtung kann daraufhin den Elektromotor ausschalten. Bevorzugt weist die Steuereinrichtung ein Speicherglied auf zum Speichern des vorgegebenen Mindestwerts der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors. Der Mindestwert kann beispielsweise bei der Herstellung der Steuereinrichtung im Speicherglied hinterlegt werden.

Von besonderem Vorteil ist es, wenn zusätzlich zum Mindestwert der elektri- schen Leistungsaufnahme auch ein maximal zulässiger Stromwert des Versor- gungsstroms des Elektromotors im Speicherglied hinterlegt werden kann. Wie erwähnt, kann durch Vergleich des Istwerts des Versorgungsstroms des Elektromotors mit dem maximal zulässigen Stromwert das Vorliegen einer Überlast erkannt werden und der Elektromotor kann ausgeschaltet werden.

Wie bereits erwähnt, ist es günstig, wenn das Hochdruckreinigungsgerät min- destens eine wiederaufladbare Batterie zur Energieversorgung des Elektro- motors aufweist. Der Einsatz der wiederaufladbaren Batterie erlaubt es, das Hochdruckreinigungsgerät auch dann zu betreiben, wenn keine externe Ener- giequelle, insbesondere kein öffentliches Versorgungsnetz, zur Verfügung steht.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Hochdruckreini- gungsgeräts weist dieses eine Auslassleitung auf und der Elektromotor ist von der Steuereinrichtung ausschaltbar, wenn der in der Auslassleitung herr- schende Druck der Reinigungsflüssigkeit einen vorgegebenen Ausschaltwert überschreitet, und der Elektromotor ist von der Steuereinrichtung wiederein- schaltbar, wenn der in der Auslassleitung herrschende Druck der Reinigungs- flüssigkeit wieder abfällt, insbesondere einen vorgegebenen Einschaltwert unterschreitet. Wie voranstehend erläutert, kann der Benutzer bei einer der- artigen Ausgestaltung den Elektromotor durch Betätigen eines über eine Flüs- sigkeitsabgabeleitung mit dem Hochdruckreinigungsgerät verbundenen Aus- bringorgans steuern. Wird das Ausbringorgan vom Benutzer verschlossen, so steigt in der Auslassleitung der Druck der Reinigungsflüssigkeit, so dass ein vorgegebener Ausschaltwert überschritten wird. Ein entsprechendes Steuer- signal kann dann die Steuereinrichtung veranlassen, den Elektromotor auszu- schalten. Wird das Ausbringorgan vom Benutzer wieder geöffnet, so fällt der Druck der Reinigungsflüssigkeit in der Auslassleitung unter einen vorgegebe- nen Einschaltwert und ein entsprechendes Steuersignal kann die Steuer- einrichtung veranlassen, den Elektromotor wieder einzuschalten.

Günstig ist es, wenn das Hochdruckreinigungsgerät einen Signalgeber auf- weist, der mit der Steuereinrichtung signalleitend verbunden ist und der der Steuereinrichtung ein Steuersignal bereitstellt, das von dem in der Auslass- leitung herrschenden Druck der Reinigungsflüssigkeit abhängig ist.

Der Signalgeber ist bevorzugt als Druckschalter ausgebildet.

Von Vorteil ist es, wenn die Steuereinrichtung eingerichtet ist, den Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme periodisch zu bestimmen und mit dem vorge- gebenen Mindestwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors zu vergleichen.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Steuereinrichtung eingerichtet ist, den Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors nach Einschalten des Elektromotors in kurzen Zeitabständen, insbesondere in Zeit- abständen von maximal 1 Minute, beispielsweise in Zeitabständen von maxi- mal 10 Sekunden, periodisch zu bestimmen und den Elektromotor nach Ablauf der Startphase auszuschalten, falls der Istwert der elektrischen Leistungsauf- nahme des Elektromotors kleiner ist als der vorgegebene Mindestwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Hochdruckreini- gungsgeräts ist der Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektro- motors von der Steuereinrichtung fortlaufend oder periodisch mit dem vorge- gebenen Mindestwert der elektrischen Leistungsaufnahme vergleichbar und nach Ablauf der Startphase ist der Elektromotor ausschaltbar, falls sich durch den Vergleich ergibt, dass der Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme kleiner ist als der Mindestwert. Der periodische Vergleich des Istwerts der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors mit dem Mindestwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Motors ist bevorzugt in Zeitabständen von maximal einer Minute durch- führbar, beispielsweise in Zeitabständen von maximal 10 Sekunden.

Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weist das erfindungsgemäße Hochdruckreinigungsgerät ein Betätigungselement auf und der nach Ablauf der Startphase aufgrund einer Unterschreitung des Mindestwerts der elektrischen Leistungsaufnahme von der Steuereinrichtung ausgeschaltete Elektromotor ist nur durch manuelle Betätigung des Betätigungselements wiedereinschaltbar.

Das Betätigungselement ist günstigerweise als Hauptschalter ausgestaltet.

Die Hochdruckpumpe des Hochdruckreinigungsgeräts ist vorzugsweise als Hubkolbenpumpe ausgestaltet. Die Hubkolbenpumpe weist mehrere Kolben auf, die jeweils in einen Pumpraum eintauchen und bezogen auf ihre Längs- achse linear hin und her verschiebbar sind. Derartige Hubkolbenpumpen sind dem Fachmann an sich bekannt und bedürfen vorliegend keiner näheren Erläuterung.

Mit Hilfe der Hochdruckpumpe kann die Reinigungsflüssigkeit unter einen hohen Druck gesetzt werden. Bevorzugt beträgt der Druck der Reinigungsflüs- sigkeit mindestens 70 bar, insbesondere kann der Druck der Reinigungsflüs- sigkeit zumindest kurzzeitig mindestens 100 bar betragen.

Der Elektromotor des erfindungsgemäßen Hochdruckreinigungsgeräts ist günstigerweise über ein Getriebe mit der Hochdruckpumpe gekoppelt. Insbe- sondere ein Planetengetriebe hat sich als vorteilhaft erwiesen.

Der Elektromotor des erfindungsgemäßen Hochdruckreinigungsgeräts weist bevorzugt eine fixe Drehzahl auf. Bei einer derartigen Ausgestaltung kann die Steuereinrichtung den Elektromotor zwar ein- und ausschalten, sie kann aber nicht die Drehzahl des Elektromotors verändern.

Die Drehzahl des Elektromotors beträgt bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung mindestens 15.000 Umdrehungen pro Minute, insbesondere 15.000 bis 18.000 Umdrehungen pro Minute.

Die nachfolgende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfin- dung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen :

Figur 1 : eine perspektivische Darstellung einer bevorzugten Ausführungs- form eines erfindungsgemäßen Hochdruckreinigungsgeräts;

Figur 2: ein schematisches Blockschaltbild einer Steuereinrichtung des Hoch- druckreinigungsgeräts aus Figur 1.

In Figur 1 ist eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Hochdruckreinigungsgeräts schematisch dargestellt und insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 belegt. Das Hochdruckreinigungsgerät 10 weist ein Gehäuse 12 auf, in dem eine Motorpumpeneinheit 14 mit einem Elektromotor 16 und einer vom Elektromotor 16 über ein Getriebe 18 angetriebenen Hochdruck- pumpe 20 angeordnet ist. Der Elektromotor 16 wird mit einer gleichbleibenden Drehzahl betrieben, die mindestens 15.000 Umdrehungen pro Minute beträgt, insbesondere 15.000 bis 18.000 Umdrehungen pro Minute, beispielsweise 16.500 Umdrehungen pro Minute. Die Hochdruckpumpe 20 weist einen Pum- peneinlass 22 und einen Pumpenauslass 24 auf. Die Hochdruckpumpe 20 ist als Hubkolbenpumpe ausgestaltet und weist mehrere Kolben 21, 23, 25 auf, die vom Elektromotor 16 über das Getriebe 18 zu einer hin und her gehenden Bewegung entlang ihrer jeweiligen Längsachse angetrieben werden und hier- bei in üblicher Weise jeweils in einen Pumpraum eintauchen, dessen Volumen durch die hin und her gehende Bewegung des jeweiligen Kolbens periodisch vergrößert und verkleinert wird, um dadurch Reinigungsflüssigkeit zu fördern. An den Pumpeneinlass 22 kann eine in der Zeichnung nicht dargestellte Flüs- sigkeitszufuhrleitung angeschlossen werden, beispielsweise ein Saugschlauch. An den Pumpenauslass 24 kann eine Flüssigkeitsabgabeleitung, beispielsweise ein Druckschlauch, angeschlossen werden. Der Druckschlauch kann an seinem freien Ende ein vom Benutzer manuell verschließbares Ausbringorgan für die Reinigungsflüssigkeit tragen, beispielsweise eine Spritzpistole.

Der Pumpeneinlass 22 bildet das freie Ende einer Auslassleitung 26 des Hoch- druckreinigungsgeräts 10. Der Auslassleitung 26 ist ein Signalgeber zugeord- net, der im dargestellten Ausführungsbeispiel als Druckschalter 28 ausgebildet ist und ein von dem in der Auslassleitung 26 herrschenden Druck der Reini- gungsflüssigkeit abhängiges Steuersignal bereitstellt. Darauf wird nachfolgend noch näher eingegangen.

Zusätzlich zur Motorpumpeneinheit 14 sind im Gehäuse 12 eine Steuerein- richtung 30 sowie eine wiederaufladbare Batterie 32 angeordnet. Die wieder- aufladbare Batterie 32 stellt eine Energiequelle für den Elektromotor 16 dar, und mittels der Steuereinrichtung 30 kann der Elektromotor 16 ein- und aus- geschaltet werden. Ein schematisches Blockschaltbild der Steuereinrichtung 30 ist in Figur 2 dargestellt.

Die Steuereinrichtung 30 steht über eine Signalleitung 34 mit dem Druck- schalter 28 in signalleitender Verbindung. Dies erlaubt es der Steuereinrich- tung 30, den Elektromotor 16 in Abhängigkeit von dem in der Auslassleitung 26 herrschenden Druck der Reinigungsflüssigkeit ein- und auszuschalten. Wird das am freien Ende des Druckschlauchs angeordnete Ausbringorgan vom Benutzer verschlossen, so steigt im Bereich der Auslassleitung 26 der Druck der Reinigungsflüssigkeit. Übersteigt der Druck einen vorgegebenen Ausschalt- wert, so wird vom Druckschalter 28 ein Steuersignal an die Steuereinrichtung 30 übertragen, die dadurch veranlasst wird, den Elektromotor 16 auszuschal- ten. Wird das Ausbringorgan vom Benutzer wieder geöffnet, so fällt der Druck der Reinigungsflüssigkeit in der Auslassleitung 26 ab. Unterschreitet der Druck einen vorgegebenen Einschaltwert, so wird vom Druckschalter 28 ein Steuer- Signal an die Steuereinrichtung 30 übertragen, das die Steuerleitung 30 ver- anlasst, den Elektromotor 16 wieder einzuschalten.

Über eine Verbindungsleitung 36 ist die Steuereinrichtung 30 mit einer Anzei- geeinrichtung 38 des Hochdruckreinigungsgeräts 10 verbunden. An der Anzei- geeinrichtung 38 wird mindestens ein Betriebswert des Hochdruckreinigungs- geräts 10, insbesondere der Ladezustand der Batterie 32, angezeigt.

Der Ladezustand der Batterie 32 wird von der Steuereinrichtung 30 über- wacht.

Die Steuereinrichtung 30 weist ein Stromerfassungsglied 40 und ein Span- nungserfassungsglied 42 auf. Mit Hilfe des Stromerfassungsglieds 40 wird der von der Batterie 32 bereitgestellte Batteriestrom, das heißt der Versorgungs- strom des Elektromotors 16, periodisch erfasst, und mittels des Spannungs- erfassungsglieds 42 wird die Ausgangsspannung der Batterie 32, das heißt die Versorgungsspannung des Elektromotors 16, periodisch erfasst. Die periodi- sche Erfassung des Batteriestroms und der Batteriespannung kann beispiels- weise in Zeitabständen von 10 Sekunden erfolgen.

Der Istwert des Batteriestroms wird vom Stromerfassungsglied 40 an ein Signalverarbeitungsglied 44 übertragen, und der Istwert der Batteriespannung wird vom Spannungserfassungsglied 42 an das Signalverarbeitungsglied 44 übertragen. Der Istwert der Batteriespannung wird vom Signalverarbeitungs- glied 44 mit dem Istwert des Batteriestroms multipliziert. Die Multiplikation ergibt den Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors 16, und dieser berechnete Istwert wird von einem Vergleichsglied 46 der Steuer- einrichtung 30 mit einem vorgegebenen Mindestwert der elektrischen

Leistungsaufnahme des Elektromotors 16 verglichen. Der Mindestwert ist in einem Speicherglied 48 der Steuereinrichtung 30 hinterlegt.

Mit Hilfe des Vergleichsglieds 46 kann von der Steuereinrichtung 30 erkannt werden, ob der Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors 16 kleiner ist als der vorgegebene Mindestwert der elektrischen Leistungs- aufnahme.

Die Steuereinrichtung 30 weist darüber hinaus ein Zeitglied 50 auf, das den Ablauf einer Startphase bestimmt, die mit jedem Einschalten des Elektro- motors 16 erneut in Gang gesetzt wird. Die Dauer der Startphase kann bei- spielsweise 2 oder 3 Minuten betragen.

Zum Ein- und Ausschalten des Elektromotors 16 weist die Steuereinrichtung 30 ein elektrisch steuerbares Schaltglied 52 auf. Wenn der vom Signalver- arbeitungsglied 44 berechnete Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors 16 nach Ablauf der vorgegebenen Startphase kleiner ist als der im Speicherglied 48 hinterlegte vorgegebene Mindestwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotorsl6, dann schaltet das Schaltglied 52 den Elektromotor 16 ab, um dadurch der Gefahr eines Trockenlaufs der Hoch- druckpumpe 20 entgegenzuwirken.

Hintergrund für das Abschalten des Elektromotors 16 bei Unterschreiten des vorgegebenen Mindestwerts der elektrischen Leistungsaufnahme nach Ablauf der Startphase bildet die Tatsache, dass der Elektromotor 16 nur eine geringe Leistung aufnimmt, wenn die Hochdruckpumpe 20 nicht ausreichend mit Rei- nigungsflüssigkeit versorgt wird. Zum Ingangsetzen des Hochdruckreinigungs- geräts 10 kann der Benutzer ein Betätigungsorgan in Form eines Hauptschal- ters 54 in eine Einschaltstellung überführen. Der Elektromotor 16 wird dann von der Steuereinrichtung 30 mittels des Schaltglieds 52 eingeschaltet und gleichzeitig wird das Zeitglied 50 gestartet, das ab dem Einschalten des Elektromotors 16 die Zeit misst und mit jedem Ausschalten des Elektromotors 16 auf null zurückgesetzt wird. Über den Pumpeneinlass 22 und eine daran angeschlossene Flüssigkeitszufuhrleitung kann dann von der Hochdruckpumpe 20 Reinigungsflüssigkeit beispielsweise aus einem Vorratsbehälter angesaugt werden. Die Hochdruckpumpe 20 wird mit Reinigungsflüssigkeit befüllt und die elektrische Leistungsaufnahme des Elektromotors 16 steigt. Die elektrische Leistungsaufnahme wird vom Signalverarbeitungsglied 44 periodisch aus dem vom Stromerfassungsglied 40 bereitgestellten Istwert des Batteriestroms und der vom Spannungserfassungsglied 42 bereitgestellten Batteriespannung berechnet. Vom Vergleichsglied 46 wird ein Steuersignal bereitgestellt, das vom Vergleich des Istwertes der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektro- motors 16 mit dem vorgegebenen Mindestwert der elektrischen Leistungsauf- nahme des Elektromotors 16 abhängig ist. Der Ablauf einer Startphase, die nach dem Einschalten des Elektromotors 16 beispielsweise 2 oder 3 Minuten dauern kann, wird vom Zeitglied 50 signalisiert. Nach Ablauf der Startphase schaltet das Schaltglied 52 den Elektromotor 16 ab, falls der Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme kleiner ist als der vorgegebene Mindestwert, denn das Unterschreiten des Mindestwerts der elektrischen Leistungsaufnahme stellt einen Hinweis darauf dar, dass keine ausreichende Zufuhr von Reini- gungsflüssigkeit erfolgt und die Gefahr eines Trockenlaufs besteht. Liegt keine Unterschreitung des Mindestwerts der Leistungsaufnahme vor, so wird der Elektromotor 16 weiterhin mit Energie versorgt und es wird weiterhin perio- disch der Istwert der elektrischen Leistungsaufnahme mit dem Mindestwert der elektrischen Leistungsaufnahme des Elektromotors 16 verglichen.

Wenn der Elektromotor 16 nach Ablauf der Startphase aufgrund einer Unter- schreitung des Mindestwertes der elektrischen Leistungsaufnahme von der Steuereinrichtung 30 ausgeschaltet wurde, dann kann er nur dadurch wieder eingeschaltet werden, dass der Benutzer den Hauptschalter 54 in seine Aus- schaltstellung und anschließend wieder in seine Einschaltstellung überführt. Wenn der Elektromotor 16 jedoch durch Verschließen des am freien Ende des Druckschlauchs angeordneten Ausbringorgans ausgeschaltet wurde, dann kann er jederzeit wieder eingeschaltet werden, indem das Ausbringorgan wie- der geöffnet wird, ohne dass zusätzlich der Hauptschalter 54 betätigt werden muss. Das Ausschalten des Elektromotors 16 aufgrund einer Unterschreitung des Mindestwertes der elektrischen Leistungsaufnahme hat eine Art Blockade des Schaltglieds 52 zur Folge, die nur durch Betätigen des Hauptschalters 54 aufgehoben werden kann, wohingegen das Ausschalten des Elektromotors 16 aufgrund eines Verschließens des Ausbringorgans keine solche Blockade des Schaltglieds 52 zur Folge hat. Die Steuereinrichtung 30 überwacht somit die Leistungsaufnahme des Elektro- motors 16 und schaltet diesen aus, wenn die Leistungsaufnahme nach Ablauf der Startphase kleiner ist als der vorgegebene Mindestwert der Leistungsauf- nahme. Eine Beschädigung der Hochdruckpumpe 20 aufgrund einer unzurei- chenden Zufuhr von Reinigungsflüssigkeit kann dadurch vermieden werden.

Die Steuereinrichtung 30 überwacht außerdem den Versorgungsstrom des Elektromotors 16, das heißt den Batteriestrom. Übersteigt der Batteriestrom einen vorgegebenen, im Speicherglied 48 hinterlegten maximal zulässigen Stromwert, so wird dies vom Vergleichsglied 46 ebenfalls erkannt, das darauf- hin das Schaltglied 52 veranlasst, den Elektromotor 16 auszuschalten, da eine Überlast vorliegt und die Gefahr besteht, dass der Elektromotor 16 beschädigt wird.