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Title:
METHOD FOR CONTROLLING A LASER ABLATION PROCESS USING IMAGE ANALYSIS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/106361
Kind Code:
A1
Abstract:
In order to meet the strict quality demands when manufacturing weldable panels during the industrial manufacture of coated sheet metal, in particular for the automotive industry, and in order to increase the output of a welding machine, a method is described which makes it possible to monitor the ablation quality of coated and partially ablated sheet metal. Using a camera, images are captured of the ablated workpieces and are then compared with sample images using devices already present in welding machines. When there is a discrepancy between certain reference values, appropriate corrective measures can be taken.

Inventors:
STÄUBLI DANIEL (CH)
AMSTUTZ PASCAL (CH)
Application Number:
CH2014/000007
Publication Date:
July 23, 2015
Filing Date:
January 14, 2014
Export Citation:
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Assignee:
ANDRITZ SOUTEC AG (CH)
International Classes:
B23K26/36; B23K26/03; B23K26/32; B23K26/40
Foreign References:
US5281798A1994-01-25
DE10315976A12004-10-21
US5864114A1999-01-26
US20120000893A12012-01-05
US4986664A1991-01-22
DE202007018832U12009-09-17
CH2011000182W2011-08-16
EP2007545A12008-12-31
EP2511039A12012-10-17
US20050061779A12005-03-24
DE10344082A12005-05-04
Attorney, Agent or Firm:
E. BLUM & CO. AG (CH)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren für das Überprüfen der Ablations-Qualität von einem mit der mindestens einen Beschichtung (2a, 2b) beaufschlagten Blech (1), wobei die mindestens eine

Beschichtung (2a, 2b) aus mehreren Teilschichten (4,5,6) besteht und die mindestens eine Beschichtung (2a, 2b) einseitig oder beidseitig auf dem Grundmaterial (3) aufgebracht ist und an mindestens einer Kante (10) mit einer Ablations-Breite AB von vorzugsweise 1 mm bis 3 mm abladiert ist, ferner mit Mitteln zum Schweissen (22) und mit zusätzlichen Hilfsmitteln ( 18 , 19, 20 , 21a, 21b) , dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Prozessschritt

mindestens ein Bild der abladierten Oberfläche (14) mittels der mindestens einen Kontrollkamera (15a, 15b) erfasst wird und in einem zweiten Prozessschritt das mindestens eine erfasste Bild in dem mindestens einen Computer (16) mittels einer Bildauswertesoftware (17) bearbeitet wird, und in einem dritten Prozessschritt das mindestens eine erfasste Bild vorzugsweise aber nicht ausschliesslich mit mindestens einem Referenzmuster (27a, 27b, 27c, 27d, 27e, 27f ) verglichen wird .

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abladieren und das Überprüfen der Ablations-Qualität von zugeschnittenen Blechplatinen in einer Schweissmaschine integriert ist und das Abladieren und das Überprüfen der Ablations-Qualität vor dem Spaltschliessen und vor dem Schweissen erfolgen.

3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abladieren und das Überprüfen der Ablations-Qualität von zugeschnittenen Blechplatinen in einer Schweissmaschine integriert ist und das Abladieren und das Überprüfen der Ablations-Qualität nach dem Spalt schliessen aber

unmittelbar vor dem Sch eissen erfolgen.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Schweissen (22) auf einem Laser-Prozess basieren.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Überprüfen der Ablations-Qualität durch eine Graubild- und / oder eine Lichtschnitt-Analyse mittels Graubildkamera mit Zeilensensor erfolgt.

6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (2a, 2b) erstens aus einer beispielsweise aber nicht ausschliesslich aus Aluminium-Oxid bestehenden Teilschicht (4) und zweitens aus einer beispielsweise aber nicht ausschliesslich aus einer intermetallischen

Verbindung aus Aluminium und Silizium bestehenden

Teilschicht (5) und drittens beispielsweise aber nicht ausschliesslich aus einer intermetallischen Verbindung aus Aluminium und Eisen bestehenden Legierungsschicht (6) zusammengesetzt ist.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildauswertesoftware (17) die Ablations-Breite AB der beschichtungsfreien Zone (9) ermittelt und die Position der beschichtungsfreien Zone (9) in Bezug auf die Blechvorderkante (10) respektive bezüglich dem Spalt S berechnet und überwacht. 8. Anwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche

Ansprüche 1 - 7 zur Herstellung von Tailored Blanks.

Description:
VERFAHREN ZUR STEUERUNG EINES LASER-ABLATIONSPROZESSES UNTER VERWENDUNG VON BILDAUSWERTUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum

Überwachen der Qualität einer mittels Äblation abgetragenen Beschichtung von beschichteten Blechen nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, sowie eine Anwendung des Verfahrens.

Primär um Gewicht einzusparen kommen im Automobilbau vermehrt hochfeste Mehrphasenstähle (USSH) zum Einsatz, die bei geringen Blechdicken gleich hohe oder grössere

Festigkeit aufv/eisen als konventioneller Baustahl. Damit ergeben sich nebst Kosteneinsparungen dank einer extrem hohen Zugfestigkeit auch hervorragende Eigenschaften im Crashfall. Dazu wurden ein Presshärtverfahren und auch spezielle Werkstoffe entwickelt, die beispielsweise als Mangan-Bor-Stähle unter dem Markennamen USIBOR bekannt sind. Die Kombination solcher hochfester Werkstoffe mittels Tailored-Blank Technologie ermöglicht im Fahrzeugbau beim hinteren Fahrzeugträger eine Gewichtsreduktion um 25% gegenüber einem kaltumgeformten Bauteil. Damit solche

Platinen im heissen Zustand nicht verkohlen oder während der Austenitisierung nicht verzundern, werden diese mit einer AlSi-Schicht der Dicke von typischerweise 20 - 32 μτ überzogen, die zudem als passiver Korrosionsschutz wirkt. Solchermassen beschichtete hochfeste Stähle sind allerdings sehr schlecht schweissbar. Da die AISi- Schicht im

nachfolgenden Schweissprozess störend ist, muss sie vorgängig abgetragen (abladiert) werden. Bekannt sind verschiedene Verfahren, um solche Schichten - ganz oder teilweise - im Bereich der später zu erstellenden

Schweissnaht lokal zu entfernen, beispielsweise mittels Laser oder mittels rein mechanischer Verfahren. Im Weiteren kann erwähnt werden, dass das Messen der Schichttiefe von AlSi-Beschichtungen im Fertigungsprozess technisch äusserst anspruchsvoll ist und insbesondere in der industriellen Fertigung von Werkstücken für die Automobilindustrie mit den geforderten hohen Zykluszeiten praktisch nicht

anwendbar ist.

Eine grosse Herausforderung beim Schweissen von

beschichteten und im Bereich der zu erstellenden

Schweissnaht teil-abladierten Blechen ist das Erreichen der geforderten hohen Qualitätsanforderungen. Aus der Physik ist bekannt, dass Gegenstände je nach Material und Art der Oberfläche einen Teil des auf sie fallenden Lichts

reflektieren. Wird (fast) das gesamte auf einen Gegenstand fallende Licht reflektiert, so spricht man von einer

Spiegelung. Metallische Oberflächen haben die Eigenschaft von Spiegelungen und Reflexionen, wobei deren Intensität abhängig ist von Parametern wie beispielsweise Material, Struktur , chemischer Zusammensetzung und Dicke der

Beschichtung, Oberfläche, Temperatur, Lichtquelle und

Beleuchtungsverhältnissen, um nur einige zu nennen. Beim Schweissen und bei der Qualitätskontrolle von

Schweissnähten werden solche bildbasierten Aufnahme- und Visualisierungs-Techniken, wie sie auch aus den

Anwendungsgebieten Fertigungstechnik, Vermessung und Fotografie bekannt sind, genutzt, um die hohen Anforderungen an die Qualität von Schweissverbindungen gewährleisten zu können. Bei der Bildgestaltung werden Spiegelungen und Reflexionen genutzt, beispielsweise durch Hervorheben oder Ausblenden von bestimmten Informationen. Damit können gewisse Eigenschaften in einem bestimmten Bildausschnitt sichtbar und damit manuell oder maschinell überprüfbar gemacht werden. Bekannte Verfahren sind

Lichtschnitt-Technik und Lasertriangulation mit optischen 3d-Sensoren sowie Bilderkennung und Graubildauswertung. Angewendet werden diese Verfahren beispielsweise zur

Positionsfindung, zur Spaltmessung oder zur Versatzmessung von Blechen unterschiedlicher Dicke. Im industriellen Herstellungsprozess ist das kontinuierliche Messen der mit einer gewissen Toleranz behafteten Schichtdicke von

Beschichtungen im Bereich von wenigen μιη - wie oben erwähnt - heikel und in der Praxis nicht durchführbar. Trotzdem müssen Fehler in der Verarbeitung, insbesondere Abladier- Fehler, möglichst früh in der Prozesskette erkannt werden, damit geeignete Korrektur-Massnahmen im Herstellungsprozess durchgeführt werden können. Die Strategie, beim Abladieren tendenziell eher zu viel Material zu entfernen ist für das nachfolgende Laserschweissen zwar richtig, da damit das Auftreten von störenden inter-metallischen Einschlüssen im Werkstoff minimiert wird, hat aber möglicherweise den

Nachteil einer erhöhten Korrosionsempfindlichkeit an den abladierten, blanken Stellen. Falls im Bearbeitungsprozess zu wenig Beschichtungsmaterial abladiert wird, können anderseits beim Laserschweissen inter-metallische Einschlüsse auftreten, was die Festigkeit von USSH Stählen wiederum negativ beeinflusst.

In der Gebrauchsmusterschrift DE 20 2007 018 832 ül wird ein geschweisstes Teil mit sehr hohen mechanischen

Eigenschaften aus einem gewalzten und beschichteten Blech vorgeschlagen. Dabei werden verschiedene Möglichkeiten zum Entfernen der Schicht beansprucht, insbesondere durch

Bürsten oder mittels einem Laser-Strahl.

In der Patentschrift PCT/CH2011/000182 des Anmelders ist ein Verfahren zum Abladieren von beschichteten Blechen beschrieben. Dabei wird die zu abladierende Schicht mittels eines rein mechanischen Verfahrens entfernt. Mit diesem Verfahren erfolgt keine unerwünschte Bildung von

Ablagerungen auf beiden Seiten der abgetragenen Schicht, im Gegensatz zu Verfahren mit einem gepulsten Laser, wo sich durch die enorme Hitze schuppenförmige Ablagerungen bilden, die beim anschliessenden Schweissen in die Schweissnaht gelangen können.

In der Europäischen Patentschrift EP 2 007 45 Bl wird unter anderem die Herstellung eines Bleches beansprucht, bei dem nur die AlSi-Schicht am Blechrand mittels

Laserablation oder auch mittels Bürsten derart abgetragen wird, dass die darunter liegende Zwischenschicht (eine intermetallische Legierung aus FeAl3 und Fe 2 Al5) erhalten bleibt. Damit soll eine höhere Korrosionsbeständigkeit des Bleches erreicht werden, als dies ohne Zwischenschicht der Fall wäre. Ein Abtragen der ganzen Beschichtung ist nicht Bestandteil des Patentes.

In der Patentschrift EP 2 511 039 AI wird ein Verfahren zum Laserstrahlschweissen eines mit einem metallischen Überzug versehenen Vorproduktes aus Stahl unter Verwendung eines Schutzgases beschrieben. Dabei wird die Schmelzbaddynamik des Schweissgutes derart beeinflusst, dass die

Legierungselemente des metallischen Überzugs eine intensive Durchmischung mit dem Schweissgut erfahren. Ein vorgängiges Abladieren des metallischen Überzuges ist bei diesem

Verfahren nicht notwendig, hingegen ist der apparative Aufwand für das Schut zgasschweissen beträchtlich. Die Patentschrift US 2005/0061779 AI offenbart eine

Methode, um das Problem von Verunreinigungen beim

Abladieren mit Hochenergie-Laserpulsen mittels eines elektrischen und/oder magnetischen Feldes zu vermeiden. Im Weiteren wird eine Methode beschrieben, um die Ablations- Tiefe mittels Massenspektronomie zu kontrollieren. Es ist offensichtlich, dass diese Verfahren mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden sind. Die Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit von solchen Methoden für die in-line Inspektion von abladierten Oberflächen in einem

industriellen Herstellungsprozess , insbesondere bei der Massenproduktion von Tailored Blanks, ist unklar.

Nachteilig wirkt sich bei Verfahren mittels Laserabiation zudem aus, dass das am Rande der abladierten Schicht angehäufte und abgelagerte Material - beispielsweise infolge von Spritzern - in der Regel vor dem nachfolgenden Schweissen entfernt werden muss, um die geforderten hohen qualitativen Anforderungen an die Schweissnaht zu erfüllen. In der Offenlegungsschrift des Deutschen Patent- und

Markenamtes mit der Nummer DE 103 44 082 AI werden ein Verfahren zur Laserbearbeitung von beschichteten Blechen sowie ein beschichtetes Blech beschrieben. Beim Verfahren mit einem gepulsten Laser ist die Bildung von Anhäufungen auf beiden Seiten der abgetragenen Schicht nachteilig.

Durch die enorme Hitze können sich schuppenförmige

Ablagerungen bilden, die beim anschliessenden Schweissen in die Schweissnaht gelangen können, was unerwünscht ist. Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zu

Grunde, ein Verfahren anzugeben, das die vorstehend

genannten Nachteile nicht aufweist.

Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausführungsvarianten sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Die hier vorgestellte Erfindung ermöglicht die einfache und zuverlässige Überwachung der Qualität von teil-abladierten, beschichteten Platinen, um beim Schweissen von Tailored Blanks den gewünschten Qualitätsstandard zu erreichen.

Bessere Qualität bedeutet bei solchen Anlagen auch weniger Ausschuss und damit eine Erhöhung der Produktivität der Gesamtanlage im Vergleich zu anderen bekannten Anlagen. Da mit diesem innovativen Verfahren auch bereits vorhandene Komponenten der Gesamtanlage - beispielsweise Qualitätssicherungsmodule oder bildbasierte

Überwachungssysteme für das Nahttracking - mitbenutzt werden, können die Investitionskosten der Anlage insgesamt reduziert werden.

In einer ersten Ausführungsform erfolgt die

Qualitätsüberwachung der Ablationsspur und der

Ablationstiefe von in einem weiteren Folgeprozess zu verschweissenden, teil-abladierten Blechen mittels eines Verfahrens in einer Stand-alone Anlage. In einer zweiten und einer dritten Ausführungsform wird die

Qualitätsüberwachung - insbesondere die Detektion der Ablationstiefe - von zu verschweissenden, teil-abladierten Blechen direkt in die Schweissmaschine integriert.

Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf Zeichnungen weiter erläutert. Dabei zeigen:

Fig. 1 einen Querschnitt durch ein bekanntes, beidseitig beschichtetes Blech in schematischer Darstellung,

Fig. 2 ein bekanntes, einseitig beschichtetes, teil- abladiertes Blech in perspektivischer

Darstellung,

Fig . 3 zwei einseitig beschichtete, teil-abladierte

Bleche in perspektivischer Darstellung, Fig . 4 einen Querschnitt durch eine erfindungsgemässe Stand-alone Anlage in schematischer Darstellung,

Fig . 5 einen Querschnitt durch eine erfindungsgemässe

Schweissmaschine in schematischer Darstellung,

Fig. 6 einen Querschnitt durch eine weitere

erfindungsgemässe Schweissmaschine, wiederum in schematischer Darstellung und

Fig. 7 eine Auswahl von Musterbildern zur Kontrolle von abladierten Oberflächen.

Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch ein bekanntes, beschichtetes Blech 1 mit einer Beschichtung 2a auf der

Oberseite 7 des Bleches 1 und mit einer Beschichtung 2b auf der Unterseite 8 des Bleches 1, wobei die erste Schicht 4 beispielsweise aber nicht ausschliesslich aus Aluminium- Oxid besteht, die zweite Schicht 5 beispielsweise aber nicht ausschliesslich aus einer intermetallischen

Verbindung aus Aluminium und Silizium besteht und die dritte Schicht beispielsweise aber nicht ausschliesslich aus einer intermetallischen Verbindung aus Aluminium und Eisen, der sogenannten Legierungsschicht 6 besteht, die mit dem Grundmaterial 3 stoffmässig verbunden ist. Das

beschichtete Blech 1 kann auch nur einseitig beschichtet sein, entweder mit einer Beschichtung 2a auf der Oberseite 7 oder mit einer Beschichtung 2b auf der Unterseite 8. Die Fig. 2 zeigt in perspektivischer Darstellung ein einseitig beschichtetes, mit einer Beschichtung 2a

beaufschlagtes Blech 12, bei dem die Beschichtung 2a auf der Blechoberseite an mindestens einer Kante,

beispielsweise an der Blechvorderkante 10, in Längsrichtung L des Bleches 12 bis auf das Grundmaterial 3 des Bleches 12 entfernt ist, wodurch eine beschichtungsfreie Zone 9 entsteht. Auf der Rückkante 11 des Bleches 12 ist

beispielhaft die Beschichtung 2a nicht entfernt.

Die Fig. 3 zeigt beispielhaft, wiederum in perspektivischer Darstellung, zwei mit je einer Beschichtung 2a

beaufschlagte Bleche 12, bei denen die Beschichtungen 2a auf der Blechoberseite an mindestens einer Kante,

beispielsweise an der Blechvorderkante 10, in Längsrichtung L der Bleche 12 bis auf das Grundmaterial 3 entfernt sind, wodurch zwei entschichtete , beschichtungsfreie Zonen 9 entstehen. Die beiden teil-entschichteten Bleche 12 sind durch den Spalt S voneinander getrennt.

Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch eine erfinderische Stand-alone Anlage zum Kontrollieren der Ablations-Breite der Beschichtung 2a, 2b eines beidseitig beschichteten Bleches 1, bestehend aus dem Grundmaterial 3 und der

Beschichtung 2a auf der Oberseite und der Beschichtung 2b auf der Unterseite. Das Abladieren der Beschichtungen 2a, 2b im Bereich der Blechvorderkante 10 erfolgt in einem

vorgelagerten (nicht-gezeigten) Prozessschritt in einem Teilbereich der Beschichtung 2a, 2b mit der Ablations-Breite AB von vorzugsweise etwa 1 - 3 mm. Mittels der beiden Kontrollkameras 15a, 15b wird zuerst ein Bild der

abladierten Oberfläche 14 erfasst, in einem zweiten

Prozessschritt mittels einem Computer 16 mit integrierter Bildauswertesoftware 17 beaufschlagt und dann in einem dritten Prozessschritt vorzugsweise aber nicht

ausschliesslich mit einem Referenzmuster verglichen. Ohne die erfinderische Idee zu verlassen, kann das Verfahren in der Stand-alone Anlage auch für einseitig beschichtete Bleche mit einer einzigen Kontroilkamera 15a ausgelegt und betrieben werden.

Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch eine erfindungsgemässe Schweissmaschine in schematischer Darstellung. Die

zugeschnittenen, beschichteten Blechplatinen 23 werden über eine Förder-Vorrichtung 25 in Förderrichtung FX bewegt und sequentiell in verschiedenen Verarbeitungsschritten zu geschweissten Fertigteilen 24 verarbeitet. Dabei wird in einem ersten Prozessschritt der Spalt zwischen zwei zu verschweissenden, beschichteten Blechplatinen 23 mittels der Spaltschliess-Vorrichtung 18 geschlossen. In einem zweiten Prozessschritt wird in der Abladier-Vorrichtung 19 die im Bereich der - in einem folgenden Prozessschritt - zu erstellenden Schweissnaht liegende Spur abladiert, sodass eine beschichtungs freie Zone entsteht. Oberflächliche Verunreinigungen der zu verschweissenden beschichteten Blechplatinen 23 werden optional in einem dritten

Prozessschritt mittels einer Bürst-Vorrichtung 20 unter Einwirkung der Kraft F gereinigt, um möglichst wenig oberflächliche Verunreinigungen in den nachfolgenden

Schweissprozess einzuschleusen. Im vierten Prozessschritt erfolgt mittels der oberen Inspektionseinheit 21a und optional mit der unteren Inspektionseinheit 21b das

Nahttracking und die Inspektion der abladierten Spur mittels der mindestens einen Kontrollkamera 15a, 15b, wobei mindestens ein Bild der abladierten Oberfläche erfasst wird und dieses Bild mittels einem Computer 16 mit integrierter Bildauswertesoftware 17 beaufschlagt und dann vorzugsweise aber nicht ausschliesslich mit einem Referenzmuster verglichen wird. Ohne die erfinderische Idee zu verlassen, kann das Verfahren auch für einseitig beschichtete Bleche mit einer einzigen Kontrollkamera 15a ausgelegt und betrieben werden. Im fünften Prozessschritt werden die beschichteten Blechplatinen 23 mittels der

Laserschweissoptik 22, allenfalls unter Zuführung von

Zusatzdraht, mit einem Laserschweissprozess beaufschlagt und zu geschweissten Fertigteilen 24 verarbeitet.

Fig. 6 zeigt einen Querschnitt mit der Anordnung einer weiteren erfindungsgemässen Schweissmaschine, wiederum in schematischer Darstellung. Die beschichteten Blechplatinen 23 Vierden über eine Förder-Vorrichtung 25 in Förderrichtung FX bewegt und sequentiell in verschiedenen

Verarbeitungsschritten zu geschweissten Fertigteilen 24 verarbeitet. Dabei wird in einem ersten Prozessschritt in der Abladier-Vorrichtung 19 die im Bereich der - in einem folgenden Prozessschritt - zu erstellenden Schweissnaht liegende Spur so abladiert, dass eine beschichtungsfreie Zone entsteht. Da bei diesem Verarbeitungsverfahren oberflächliche Verunreinigungen auf den Blechplatinen 23 auftreten können, wird deshalb optional in einem zweiten Prozessschritt die Oberfläche der zu verschweissenden, beschichteten Blechplatinen 23 mittels einer Bürst- Vorrichtung 20 unter Einwirkung der Kraft F gereinigt, um möglichst wenig oberflächliche Verunreinigungen in den nachfolgenden Schweissprozess einzuschleusen. Im dritten Prozessschritt wird der Spalt zwischen zwei zu

verschweissenden, beschichteten Blechplatinen 23 mittels der Spaltschliess-Vorrichtung 18 geschlossen. Im vierten Prozessschritt erfolgt mittels der oberen

Inspektionseinheit 21a und optional mit der unteren

Inspektionseinheit 21b das Nahttracking und die Inspektion der abladierten Spur mittels der mindestens einen

Kontrollkamera 15a, 15b, wobei mindestens ein Bild der abladierten Oberfläche erfasst wird und dieses Bild mittels einem Computer 16 mit integrierter Bildauswertesoftware 17 beaufschlagt und dann vorzugsweise aber nicht

ausschliesslich mit einem Referenzmuster verglichen wird. Ohne die erfi derische Idee zu verlassen, kann das

Verfahren auch für einseitig beschichtete Bleche mit einer einzigen Kontrollkamera 15a ausgelegt und betrieben werden. Im fünften Prozessschritt werden die beschichteten

Blechplatinen 23 mittels der Laserschweissoptik 22 mit einem Laserschweissprozess beaufschlagt und zu

geschweissten Fertigteilen 24 verarbeitet. Fig. 7 zeigt eine Auswahl von Musterbildern zur Kontrolle von abladierten Oberflächen. Das Bild einer metallischen Oberfläche ist in Folge von Reflexionen und Spiegelung je nach Ablations-Tiefe der abladierten Schicht und Material unterschiedlich. So unterscheiden sich beispielsweise die Bilder einer Schicht aus AISi oder FeAl3 oder Fe2Äls. Die mittels Bildverarbeitungssoftware bearbeitete

Kameraaufnahme einer wenig abladierten Oberfläche entspricht beispielsweise dem hellen Referenz- oder Musterbild 27a, eine vollständig abladierte Oberfläche hingegen zeigt ein anderes Reflexions- und Spiegelungs- Verhalten und entspricht beispielsweise dem dunklen Referenz- oder Musterbild 27f. Die Referenz- oder Musterbilder 27b,c,d,e charakterisieren beispielhaft verschiedene Zwischenstufen von Ablations-Tiefen .