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Title:
METHOD FOR CONTROLLING THE OPERATION OF A BULK GOOD GRATE COOLER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/050851
Kind Code:
A1
Abstract:
The aim of the invention is to control the operation of a bulk good grate cooler for cooling hot cement clinker, for example, in a process-controlled manner in order to ensure that the volume flows of cooling air (21) in all areas of the cooling grate and/or the residence time in the respective area of the bed of the goods to be cooled can be matched to the cooling requirements occurring in each area. According to the invention, a control intervention is carried out during the operation of the grate cooler with respect to the respective local cooling air volume flow (21) and/or with respect to the respective local speed of conveyance of cooling grid according to the respective bulk good bed height measured per area and/or the bulk good bed temperature and/or the cooling air through-flow resistance such that if a modification occurs in one or several of the measured parameters i.e. bed height, bed temperature and through-flow resistance, the respective local cooling air volume flow (21) and/or the conveyance speed of the grate system is altered.

Inventors:
MERSMANN MATTHIAS (BE)
SCHINKE KARL (DE)
BINNINGER THOMAS (DE)
Application Number:
PCT/EP2005/011756
Publication Date:
May 18, 2006
Filing Date:
November 03, 2005
Export Citation:
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Assignee:
KHD HUMBOLDT WEDAG GMBH (DE)
MERSMANN MATTHIAS (BE)
SCHINKE KARL (DE)
BINNINGER THOMAS (DE)
International Classes:
F27D15/02; C04B7/47; F26B3/08; F26B17/26; F27D19/00; F27D21/00; F28C3/16
Foreign References:
DE10019971A12002-01-10
EP0943881A11999-09-22
EP0442129A11991-08-21
EP0943881A11999-09-22
DE10019971A12002-01-10
EP0943881A11999-09-22
EP0442129A11991-08-21
Other References:
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 2002, no. 02 2 April 2002 (2002-04-02)
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Claims:
1. KHD Humboldt Wedag AG 02.11.2005 H 04/010 PCT TPP Chr/Bi Verfahren zur Regelung des Betriebes eines Schüttgutrost¬ kühlers A N S P R Ü C H E Verfahren zur Regelung des Betriebes eines Schüttgutrostküh¬ lers zur Kühlung eines heißen Schüttgutes wie z. B.
2. Zementklinker, der vom Schüttguteintragsende durch geeignete Fördermittel zum Schüttgutaustragsende bewegt wird, während der Kühlrost (15 20) und das auf diesem verteilte heiße Schüttgutbett im wesentlichen von unten nach oben von Kühlluftströmungen (21) durchsetzt werden, die durch unterhalb des Kühlrostes angeordnete Regelungsvorrichtungen (22) geregelt werden, dadurch gekennzeichnet, dass während des Betriebes des Rostküh lers ein Regeleingriff auf den jeweiligen örtlichen Kühlluft Volumenstrom (21 ) und/oder auf die jeweilige örtliche Förderge¬ schwindigkeit des Kühlrostes erfolgt in Abhängigkeit der jeweiligen örtlichen zonenweise gemessenen Schüttgutbetthöhe und/oder Schüttgutbetttemperatur und/oder des KühlluftDurchströmungs Widerstandes in der Weise, dass bei einer Änderung eines oder meh¬ rerer der gemessenen Parameter Betthöhe, Betttemperatur und Durchströmungswiderstand der jeweilige örtliche Kühlluft Volumenstrom und/oder die Fördergeschwindigkeit geändert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Parameter Schüttgutbetthöhe, Betttemperatur und Durchströmungswiderstand in über die Länge und Breite des Kühlrostes verteilten Zonen (15 20 und A E) gemessen werden. KHD Humboldt Wedag AG 02.11.2005 H 04/010 PCT TPP Chr/Bi .
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die KühlluftVolumenströme in den je¬ weiligen Kühlrostzonen (15 20 und A E) und/oder die Förderge schwindigkeit des Rostkühlers durch eine Prozesssteuerung je nach Wärmeinhalt des Schüttgutbettabschnitts kühlungsbedarfsgerecht ge¬ regelt sind.
5. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Ansteigen der Parameter Betthöhe und/oder Betttemperatur und/oder Durchströmungswider¬ stand der jeweilige örtliche KühlluftVolumenstrom (21) erhöht wird, und umgekehrt, und dass bei einem Ansteigen der Betttemperatur insbesondere an der Bettoberseite die Fördergeschwindigkeit des Rostsystems reduziert wird, und umgekehrt.
6. Verfahren insbesondere nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Regelkennlinien der Kühlluft Volumenstromregler (22) während des Kühlerbetriebes veränderbar sind, wobei die Regelkennlinie das Ansteigen des Kühlluftbedarfs mit ansteigender Kühlgutbetthöhe bzw. Kühlgutbetttemperatur bzw. an¬ steigendem KühlgutbettDurchströmungswiderstand für den jeweili¬ gen Kühlluftstrom (21) wiedergibt.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelkennlinien zur Regelung auch von im wesentlichen konstant bleibenden Kühlluft Volumenströmen herangezogen werden.
8. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass repräsentativ für den Kühlluft Durchströmungswiderstand die Druckdifferenz zwischen der Untersei KHD Humboldt Wedag AG 02.11.2005 H 04/010 PCT TPP Chr/Bi te und der Oberseite der KühlluftRegelungsvorrichtungen unterhalb des Kühlrostes in den über die Länge und Breite des Kühlrostes ver¬ teilten Zonen (15 20 und A E) gemessen wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Rostkühler, der das Schütt¬ gut schrittweise nach dem Walking FloorFörderprinzip durch den Kühler fördert, die Schüttgutbetthöhen auf den in Gutförderrichtung gesehen benachbarten Rostbahnen (A E) gemessen und die Mess großen durch individuelle Ansteuerung der Antriebe der jeweiligen Kühlrostbahnen (A E) zur gezielten Querverteilung des Schüttgut¬ betts über die gesamte Kühlerbreite verwendet werden.
10. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Änderung der Regelkennlinie der KühlluftVolumenstromregler (22) durch eine mechanische Lagever¬ stellung der innerhalb der kühlluftdurchströmten Reglergehäuse be¬ weglich angeordneten Stellorgane (23) bewirkt wird.
Description:
KHD Humboldt Wedag AG 02.1 1.2005

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Verfahren zur Regelung des Betriebes eines Schüttgut¬ rostkühlers

B E S C H R E I B U N G

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung des Betriebes eines Schüttgutrostkühlers zur Kühlung eines heißen Schüttgutes wie z. B. Zementklinker, der vom Schüttguteintragsende durch geeignete För¬ dermittel zum Kühlgutaustragsende bewegt wird, während der Kühl- rost und das auf diesem verteilte heiße Schüttgutbett im wesentlichen von unten nach oben von Kühlluftströmungen durchsetzt werden, die durch unterhalb des Kühlrostes angeordnete Regelungsvorrichtungen geregelt werden.

Bei einer Zementklinkerproduktionslinie wird der in einem Drehrohr¬ ofen aus calciniertem Zementrohmehl erbrannte heiße Zementklinker aus dem Ofenaustragsende auf einen Kühler, in der Regel auf den Kühlrost eines Rostkühlers abgeworfen, auf diesem verteilt und durch geeignete Fördermittel in Längsrichtung zum Kühleraustragsende bewegt, wobei der Kühlrost und die heiße Schüttgutschicht im we¬ sentlichen von unten nach oben von Kühliuftströmungen durchsetzt werden. Nachfolgend werden die bekannten Rostkühlertypen kurz er¬ läutert.

Bei einem Schubrostkühler wechseln sich in Förderrichtung gesehen ortsfeste Rostplattenreihen mit hin- und herbeweglichen Rostplatten¬ reihen ab, alle Rostplatten sind mit Kühlluftöffnungen versehen und sie werden im wesentlichen von unten nach oben von Kühlluft durch¬ strömt, und durch die gemeinsam oszillierende Bewegung aller be-

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weglichen Rostplattenreihen wird das zu kühlende heiße Gut schub¬ weise transportiert und dabei gekühlt. Als eine Alternative zu einem solchen Schubrostkühler ist z. B. aus der EP-B-1 021 692 ein Rost¬ kühlertyp bekannt, bei dem der von Kühlluft durchströmte Kühlrost nicht bewegt wird, sondern feststeht, wobei oberhalb der feststehen¬ den Rostfläche mehrere Reihen benachbarter hin- und herbewegli¬ cher balkenförmiger Schubelemente angeordnet sind, die zwischen einer Vorhubposition in Kühlguttransportrichtung und einer Rückhub¬ position bewegt werden, so dass durch die Hin- und Herbewegung dieser Schubelemente im abzukühlenden Gutbett das Gutmaterial ebenfalls vom Kühleranfang zum Kühlerende sukzessive bewegt und dabei gekühlt wird.

Bei derartigen Rostkühlern lassen sich Ungleichverteilungen im hei- ßen Schüttgutbett hinsichtlich Schüttgutbetthöhe, Klinkerkorngröße, Temperaturprofil etc. nicht immer vermeiden, was eine ungleichmäßi¬ ge Kühlung zur Folge hat. Denn in Kühlrostbereichen mit größerer Schüttgutbetthöhe steigt der Strömungswiderstand für die Kühlluft, es sinkt die Strömungsgeschwindigkeit und es wird weniger Kühlluft durch das Schüttgutbett geleitet, und umgekehrt fällt in Kühlrostberei¬ chen mit niedriger Schüttgutbetthöhe der Strömungswiderstand für die Kühlluft, deren Strömungsgeschwindigkeit und die Gefahr eines Luftdurchbruchs nehmen zu, und es wird eine zu hohe Kühlluftmenge gerade durch solche Schüttgutbettbereiche geleitet, welche die ge- ringste Kühlluftmenge benötigen würden.

Es ist daher bei einem Rostkühler zur Kühlung von heißem Schüttgut wie Zementklinker bekannt (EP-B-O 848 646), in den Kühlluftzuströ- mungen unterhalb des Kühlrostes die jeweilige Kühlluftmenge selbst- tätig jeweils so zu regeln, dass bei beginnendem Anstieg der Kühl- luftdurchflussmenge, hervorgerufen durch geringer werdende Kühl¬ gutbetthöhe und abnehmendem Strömungswiderstand, die lichte

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Querschnittsfläche der jeweiligen Kühlluftzuströmungsleitungen redu¬ ziert wird und umgekehrt, um auf diese Weise einen wechselnden Druckabfall über das Kühlgutbett auszugleichen, so dass die jeweilige Kühlluftmenge nicht mehr abhängig ist vom jeweiligen Druckverlust bzw. Strömungswiderstand der Kühlluft in der jeweiligen Kühlgutbett¬ zone. Dabei arbeitet der bekannte mechanische Kühlluft-Durchfluss- mengenstromregler mit einer gewichtsbelasteten Pendelklappe mit horizontal liegender Schwenkachse, wobei die Pendelklappe je nach den vorherrschenden Druckbedingungen und Strömungsverhältnissen die jeweilige Kühlluftzuströmung mehr oder weniger stark selbsttätig drosselt. Würde man die bekannte Kühlluft-Regelungsvorrichtung, die mit einem rein durch Schwerkraft betätigten Schwenkhebelgewicht mit Anströmkörper selbsttätig arbeitet, unterhalb des Kühlrostes in den Kühlluftzuströmungen von Kühlrostzonen anordnen, die nicht feststehen, sondern die wie bei einem Schubrostkühler zwecks Schüttguttransports samt Regelungsvorrichtungen hin- und herbe¬ wegt werden, so würde die selbsttätige Regelung der Regelungsvor¬ richtung durch die hin- und hergehende Schüttelbewegung gestört und das Regelungsergebnis dadurch verfälscht werden.

Die oben genannte selbsttätig arbeitende Kühlluftregelung eines Rostkühlers läuft auf die Regelung eines im wesentlichen konstant bleibenden Volumenstroms der Kühlluft hinaus. Auf individuelle Kühl¬ bedürfnisse in unterschiedlichen Zonen des in der Praxis oft sehr lan- gen und breiten Rostkühlers, auf die mit einer Konstantregelung des Kühlluftvolumenstroms nicht mehr optimal reagiert werden kann, nimmt die bekannte Rostkühlerregelung keine Rücksicht. Eine be¬ darfsgerechte Änderung der Kühlluft-Volumenströme in den einzelnen Zonen des Rostkühlers während dessen Betriebes ist bei den be- kannten Rostkühlern nicht möglich.

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Aus der EP-A-O 943 881 ist ferner bekannt, bei einem Rostkühler in Abhängigkeit sowohl von der Höhe des Kühlgutbettes als auch vom Kühlluftdurchströmungswiderstand im Anfangsbereich des Kühlers die Fördergeschwindigkeit des Rostkühlers zu regeln. Diese Rege- lung läuft auf eine Vergleichmäßigung der Kühlgutbetthöhe hinaus. Bei der Messung des Durchströmungswiderstandes wird in der Regel auf den sogenannten Kammerdruck in den Luftkammern unterhalb des Kühlrostes zurückgegriffen. Da diese in Kühlerlängsrichtung be¬ trachtet hintereinander liegenden Kühlluftkammern aber groß sind, wobei die Luftkammergröße zum Kühlerende hin in der Regel noch zunimmt, ist der gemessene Kammerdruck auch in Verbindung mit der gemessenen Schüttgutbetthöhe nicht mehr unbedingt repräsenta¬ tiv für den in einer Zone des Rostkühlers gerade aktuellen Kühlluftbe¬ darf.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Betrieb eines Schütt¬ gutrostkühlers zur Kühlung von z. B. heißem Zementklinker derart prozessgesteuert zu regeln, dass in allen Zonen des Kühlrostes die Kühlluft-Volumenströme und/oder deren Verweildauer in der jeweili- gen Zone des Kühlgutbetts auf den je Zone auftretenden Kühlbedarf abstimmbar sind.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Während die bekannten Regelungsverfahren eines Schüttgutrostküh¬ lers die Möglichkeit bieten, dass der Kühlluft-Volumenstrom in allen Zonen des Kühlers im wesentlichen konstant gehalten wird, bietet das erfindungsgemäße Verfahren zur Regelung des Betriebes eines Schüttgutrostkühlers die Möglichkeit, die jeweiligen Zonen des Rost¬ kühlers je nach Wärmeinhalt des darin enthaltenen heißen Schüttgut-

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betts kühlungsbedarfsgerecht geregelt mit Kühlluftströmungen zu versorgen. Dies geschieht dadurch, dass erfindungsgemäß während des Betriebes des Rostkühlers ein Regeleingriff auf den jeweiligen örtlichen Kühlluft-Volumenstrom und/oder auf die jeweilige örtliche Fördergeschwindigkeit des Kühlrostes erfolgt in Abhängigkeit der je¬ weiligen örtlichen zonenweise gemessenen Schüttgutbetthöhe und/ oder Schüttgutbetttemperatur und/oder des Kühlluft-Durchströmungs¬ widerstandes in der Weise, dass bei einer Änderung eines oder meh¬ rerer der gemessenen Parameter Betthöhe, Betttemperatur und Durchströmungswiderstand der jeweilige örtliche Kühlluft-Volumen¬ strom und/oder die Fördergeschwindigkeit des Rostsystems geändert wird.

So kann bei einem Ansteigen der Parameter Betthöhe und/oder Bett- temperatur und/oder Durchströmungswiderstand der jeweilige örtliche Kühlluft-Volumenstrom erhöht werden, und umgekehrt, während ein Ansteigen der Betttemperatur insbesondere an der Bettoberseite mit Gefahr einer sogenannten "Red River"-Bildung zum Anlass genom¬ men werden kann, die Fördergeschwindigkeit des Rostsystems zu reduzieren, und umgekehrt.

Es besteht die Möglichkeit, die drei in Betracht gezogenen Messgrö¬ ßen Schüttgutbetthöhe, Schüttgutbetttemperatur und Durchströ¬ mungswiderstand, wobei es sich dabei um den gemessenen Druckun- terschied der jeweiligen Kühlluftströmung zwischen Unterseite und Oberseite des jeweiligen Kühlluft-Volumenstromreglers handeln kann, zu einer neuen kombinierten Messgröße miteinander zu verknüpfen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, eine oder zwei der Messgrößen als Führungsgrößen und die übrigen Messgrößen als Korrekturgrößen bei der erfindungsgemäßen Regelung zu verwenden.

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Der Durchströmungswiderstand des Schüttgutbetts insbesondere heißen Zementklinkerbetts wird von der Betthöhe, der Granulometrie und der Temperatur des Gutbetts bestimmt. Ein Thermoscanner oder eine Kamera mit Temperaturfelderfassung können Informationen über die tatsächliche Schüttguttemperatur liefern. Damit sind alle wesentli¬ chen Messgrößen erfasst, die für den aktuellen zonenweisen Kühl¬ luftbedarf von Bedeutung sind, um den Betrieb des Rostkühlers küh¬ lungsbedarfsgerecht optimal regeln zu können.

Die bedarfsgerechte Kühlung des Rostkühlers kann auch durch eine Kombination belüftungstechnischer und fördertechnischer Maßnah¬ men realisiert werden, d. h. durch Regeleingriff auf die Kühlluft- Volumenströme und auf die Fördergeschwindigkeit des Rostsystems, um die Kühlluft-Volumenströme genau auf die in den jeweiligen Zo- nen des Rostkühlers auftretenden abzuführenden Wärmemengen ab¬ stimmen zu können. Zur Regulierung der Fördergeschwindigkeit wird bei einem Schubrostkühler auf die Hublänge und/oder die Hubfre¬ quenz der beweglichen Rostplattenreihen eingegriffen. Dies gilt auch für einen nach dem sogenannten Walking Floor-Förderprinzip arbei- tenden Schüttgutrostkühler, bei dem die einzelnen nebeneinander angeordneten das Kühlgut tragenden länglichen Bodenelemente ge¬ steuert gemeinsam nach vorn, aber nicht gemeinsam, sondern zeit¬ lich getrennt voneinander zurückbewegt werden.

Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird repräsentativ für den Kühl¬ luft-Durchströmungswiderstand die Druckdifferenz zwischen der Un¬ terseite und der Oberseite der Kühlluft-Regelungsvorrichtungen un¬ terhalb des Kühlrostes in über die Länge und Breite des Kühlrostes verteilten Zonen gemessen. Bei einem Rostkühler, der das Schüttgut schrittweise nach dem Walking Floor-Förderprinzip durch den Kühler fördert, werden die Schüttgutbetthöhen auch auf den in Gutförderrich¬ tung gesehen benachbarten Kühlrostbahnen gemessen, und die

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Messgrößen werden durch individuelle Ansteuerung der Antriebe der jeweiligen Rostbahnen zur gezielten Querverteilung des Schüttgut¬ betts über die gesamte Kühlerbreite verwendet. In Verbindung mit ei¬ ner Temperaturmessung insbesondere auf der Oberseite bzw. in den Oberschichten des Kühlgutbetts kann dabei auch die sogenannte "Red River"-Bildung bei einem Rostkühler zur Abkühlung von glühend heißem Zementklinker unterdrückt werden.

Die Vielzahl der in den Kühlluftzuströmungen eingesetzten Kühlluft- Regelungsvorrichtungen arbeitet mit Regelkennlinien, die insbeson¬ dere das Ansteigen des Kühlluftbedarfs mit ansteigender Kühlgut¬ betthöhe bzw. Kühlgutbetttemperatur bzw. ansteigendem Kühlgutbett- Durchströmungswiderstand für den jeweiligen Kühlluftstrom wieder¬ geben. Diese Regelkennlinien können nach einem besonderen Merkmal der Erfindung während des Kühlerbetriebes veränderbar sein, indem die Ausgangs-Höhenlage der innerhalb der Reglergehäu¬ se beweglich angeordneten Stellorgane mechanisch verstellt wird.

Die Erfindung und deren weitere Merkmale und Vorteile werden an- hand der in den Figuren schematisch dargestellten Ausführungsbei¬ spiele näher erläutert.

Es zeigt:

Fig. 1 : in perspektivischer Ansicht schematisch den Anfangsbe¬ reich eines Rostkühlers zur Abkühlung von heißem aus einem Drehrohrofen ausgetragenen Zementklinker, und

Fig. 2: eine Kühlluft-Regelungsvorrichtung, bei der zwecks Ein- blick in das Innere ein vorderes Teilstück des Reglerge¬ häuses herausgeschnitten ist.

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Gemäß Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist der Kühlrost des Rostküh¬ lers wie ein Schachbrett aus einer Vielzahl von hintereinander und nebeneinander angeordneten Kühlrost-Modulen zusammengesetzt, wobei jedes Modul mehrere sich in Kühlerlängsrichtung erstreckende nebeneinander angeordnete längliche etwa trogförmige Bodenele¬ mente aufweist, die unabhängig voneinander zwischen einer Vorhub- position 10 in Kühlguttransportrichtung und einer Rückhubposition 11 gesteuert bewegbar sind, so dass das auf den Bodenelementen gela¬ gerte nicht dargestellte heiße Kühlgut, das aus dem Austragsende eines Drehrohrofens 12 ausgetragen und über eine Gutüberleitein¬ richtung 13 zugeführt wird, auf den hin- und her bewegbaren Boden¬ elementen schrittweise z. B. nach dem Walking Floor-Förderprinzip durch den Kühler gefördert wird. Dabei erfolgt der Antrieb der einzel¬ nen bahnförmigen Bodenelemente der Kühlrostmodule von unterhalb des Kühlrostes über Schubrahmen, die auf Laufrollen abgestützt sind und an denen Arbeitszylinder angreifen, und zwar gesteuert so, dass die Bodenelemente gemeinsam nach vorn, aber nicht gemeinsam, sondern zeitlich getrennt voneinander zurückbewegt werden.

Die Längsbahnen der Kühlrost-Modulreihen sind mit A, B, C, D, E be¬ zeichnet, während die Rostmodul-Querreihen mit 15, 16, 17, 18, 19, 20 etc. bezeichnet sind. Die Bodenelemente aller Kühlrostmodule sind als Hohlkörper ausgebildet, nämlich sie weisen im Querschnitt gesehen eine das Kühlgut tragende und für die Kühlluft im wesentli- chen von unten nach oben durchlässige Oberseite und eine davon beabstandete geschlossene den Kühlgut-Rostdurchfall verhindernde Unterseite auf. Dabei weisen die Unterseiten aller Bodenelemente mehrere über die Länge verteilte Kühllufteintrittsöffnungen auf, an denen die Kühlluft-Regelungsvorrichtungen angeflanscht sind, wie ein solches im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 zu sehen ist.

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Die selbsttätig arbeitende Kühlluft-Regelungsvorrichtung der Fig. 2 weist ein Reglergehäuse 22 und einen darin angeordneten Innenkör¬ per 23 auf. Der z. B. scheibenförmige oder topfförmige Innenkörper 23 ist entgegen der Einwirkung einer Rückstellkraft in dem von der zugeführten Kühlluft 21 durchströmten Reglergehäuse 22 als Stellor¬ gan translatorisch bewegbar verschieblich geführt. Mit zunehmender Höhenlage des von der Kühlluft angeströmten Innenkörpers 23 inner¬ halb des Reglergehäuses 22 verkleinert sich der freie für die Kühlluft verbleibende Durchströmungsquerschnitt des Reglergehäuses, und umgekehrt.

Eine Änderung des Druckverlustes in der Kühlluftströmung oberhalb des Innenkörpers 23 bzw. eine Änderung der Druckdifferenz zwi¬ schen Unterseite und Oberseite des Innenkörpers 23 bewirkt eine axiale Verschiebung des Innenkörpers 23 und damit eine Änderung des Kühlluft-Volumenstroms. Das Reglergehäuse 22 der Fig. 2 weist z. B. eine Vielzahl von über die Höhe und um den Umfang des Ge¬ häuses verteilten Öffnungen 24 auf, wobei Kühlluft 21 durch diese Öffnungen hindurch in das Innere des Gehäuses 22 einströmt und an dessen Oberseite 25, die an die Unterseite der Kühlrostmodule der Fig. 1 angeflanscht ist, über entsprechende Austrittsöffnungen an der Oberseite 25 in den Kühlrost ausströmt. Am Zentrum des als Stellor¬ gan fungierenden Innenkörpers 23 kann eine Rückstellfeder 26 an¬ greifen.

Während des Betriebes des Rostkühlers erfolgt ein Regeleingriff auf den jeweiligen örtlichen Kühlluft-Volumenstrom 21 und/oder auf die jeweilige örtliche Fördergeschwindigkeit des Kühlrostes in Abhängig¬ keit der jeweiligen örtlichen zonenweise gemessenen Schüttgutbett- höhe und/oder Schüttgutbetttemperatur und/oder des Kühlluft- Durchströmungswiderstandes in der Weise, dass bei einer Änderung einer oder mehrerer der gemessenen Parameter Betthöhe, Betttem-

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peratur und Durchströmungswiderstand der jeweilige örtliche Kühlluft- Volumenstrom und/oder die Fördergeschwindigkeit des Rosts verän¬ dert wird.

Die Kühlluft-Volumenströme in den jeweiligen Kühlrostzonen 15 bis 20 und/oder die Fördergeschwindigkeit des Rostkühlers sind durch eine Prozesssteuerung je nach Wärmeinhalt des Schüttgutbetts küh¬ lungsbedarfsgerecht geregelt. Dabei können die Regelkennlinien der in Fig. 2 schematisch dargestellten Kühlluft-Regelungsvorrichtungen 22 einstellbar und veränderbar sein in der Weise, dass die Vorspann¬ kraft wenigstens einer Rückstellfeder 26, die sich am translatorisch verschiebbaren und geführten Innenkörper 23 abstützt, durch Betäti¬ gung des Stellmechanismusses 27 einstellbar und veränderbar ist.