HAMMEL, Wolfgang (Reitschulweg 46, Bruchsal, 76646, DE)
Patentansprüche:
1. Verfahren zum Regeln einer Position, insbesondere eines durch einen Antrieb bewegbaren Objektes,
wobei eine Regelabweichung zwischen Sollposition und Istposition bestimmt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Stellwert aus der Regelabweichung durch lineare Operationen bestimmt wird, solange die Regelabweichung unterhalb eines oberen kritischen Wertes und oberhalb eines unteren kritischen Wertes liegt, und
- der Stellwert aus der Regelabweichung gemäß einer nichtlinearen Funktion bestimmt wird, solange die Regelabweichung oberhalb des oberen kritischen Wertes oder unterhalb des unteren kritischen Wertes liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die nichtlineare Funktion jeder Regelabweichung umkehrbar eineindeutig einen Wert für die Stellgröße zuordnet.
3. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die linearen Operationen Multiplizieren der Regelabweichung mit einem Proportionalitätswert, Differenzieren des zeitlichen Verlaufs der Regelabweichung und/oder Integrieren des zeitlichen Verlaufs der Regelabweichung umfassen.
4. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass - der Stellwert aus der Regelabweichung proportional, insbesondere durch Multiplikation mit einem Proportionalitätswert, bestimmt wird, solange die Regelabweichung unterhalb des oberen kritischen Wertes und oberhalb des unteren kritischen Wertes liegt.
5. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zu einem linearen Regler, insbesondere ohne Begrenzung, zugehörige, aus einer Regelabweichung resultierende Einschwingfunktion bestimmt wird,
- die zu dieser Regelabweichung zugehörige anfängliche Beschleunigung bestimmt wird, - daraus ein zur zulässigen maximalen Beschleunigung zugehöriger Wert an Regelabweichung bestimmt wird,
- dieser Wert als oberer kritischer Wert verwendet wird.
6. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zu einem linearen Regler ohne Begrenzung zugehörige, aus einer Regelabweichung resultierende Einschwingfunktion bestimmt wird, die zur Regelabweichung zugehörige anfängliche Beschleunigung bestimmt wird, daraus ein zur zulässigen minimalen Beschleunigung zugehöriger Wert an Regelabweichung bestimmt wird, dieser Wert als unterer kritischer Wert verwendet wird.
7. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der lineare Regler gekennzeichnet ist durch den Proportionalitätswert.
8. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Position ein Winkel, eine Bahnlänge oder eine Weglänge ist.
9. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellgröße eine Geschwindigkeit, Bahngeschwindigkeit oder Winkelgeschwindigkeit ist.
10. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschwingfunktion zur allgemeinen Lösung der dem Regler zugeordneten Differentialgleichung oder Integro-Differentialgleichung gehört.
11. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die nichtlineare Funktion eine Wurzelfunktion ist, insbesondere wobei der Radikant eine lineare Funktion der Regelabweichung ist.
12. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der obere und der untere kritische Wert umgekehrt proportional zum Quadrat des 5 Proportionalitätswertes, insbesondere des linearen Reglers, ist.
13. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der obere kritische Wert proportional zum maximal zulässigen Beschleunigungswert ist und 10 der untere kritische Wert proportional zum minimal zulässigen Beschleunigungswert ist.
14. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der obere und untere kritische Wert jeweils aus Parametern des Reglers und einem 15 vorgebbaren Wert eindeutig bestimmbar ist, insbesondere also nicht von Zustandsgrößen abhängt.
15. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
20 der obere kritische Wert derart bestimmt ist, dass beim Regeln ein vorgebbarer maximal zulässiger Beschleunigungswert nicht überschritten wird und der untere kritische Wert derart bestimmt ist, dass beim Regeln ein vorgebbarer minimal zulässiger Beschleunigungswert nicht unterschritten wird.
25 16. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass statt Beschleunigung Winkelbeschleunigung verwendet ist.
17. Antrieb zum Bewegen eines Objektes,
wobei der Antrieb einen Positionsregler umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Positionsregler Mittel zum Umschalten zwischen einem linearen Regler und einem nichtlinearen Regler umfasst,
wobei die Mittel zum Umschalten mit Vergleichern steuerbar sind,
wobei die Eingänge der Vergleicher mit dem Ausgang eines Proportionalgliedes verbunden sind, deren Eingang direkt mit den Eingängen des linearen Reglers und des nichtlinearen Reglers verbunden ist. |
Verfahren zum Regeln einer Position und Antrieb
Beschreibung:
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Regeln einer Position und einen Antrieb.
Aus der EP 0 179 356 ist ein Verfahren zur Regelung einer Drehfeldmaschine bekannt. Dabei wird gemäß dortiger Figur 2 der Strom und die Spannung am Motor erfasst. Dabei werden aus einer Reglerstruktur, die einer Modellbildung der Maschine entspricht, Komponenten des Istwerts des Flusses gebildet. Diese werden einem Flussregler zugeführt, dessen Ausgang die Schaltzustände des die Maschine versorgenden Wechselrichters als Stellgrößen beeinflusst.
Aus der DE 1 941 312 ist ein Verfahren zu Steuerung einer Asynchronmaschine bekannt, bei der Hallsensoren 3 verwendet werden.
Aus der DE 195 32 477 A1 ist ein Verfahren zum Anlassen einer Asynchronmaschine bekannt, bei dem zum Anlassen der Drehmomentsollwert Null vorgegeben wird.
Aus der DE 199 752 C1 ist ein Verfahren zum Zuschalten eines Umrichters an einen Asynchronmotor bekannt.
Aus der Veröffentlichung
J. O. Kräh, "Bode Plot basierter Servoantrieb Tuning Wizard: Ein Ansatz zwischen manuellem Tuning und Auto-Tuning", SPS /IPC /Drives, Nürnberg, Nov. 2004, pp. 579-587 und der Veröffentlichung
H. Schmirgel, J. O. Kräh, R. Berger, "Delay Time Compensation in the Current Control Loop of Servo Drives - Higher Bandwidth at no Trade-off" , Power Conversion Intelligent Motion, Nürnberg, June 2006,
ist ein Lageregler mit unterlagertem Drehzahlregelkreis bekannt. Der Lageregler ist dort als P-Lageregler ausgeführt. Des weiteren ist der durch den P-Lageregler erzeugte Drehzahlsollwert auf einen festen Wert entsprechend der gewünschten bzw. zulässigen Maximaldrehzahl begrenzbar.
BESTäTSGUNGSKQPE
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Lageregler weiterzubilden, wobei die Regelung verbessert sein soll in kostengünstiger Weise.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei dem Verfahren nach den in Anspruch 1 und bei dem Antrieb nach den in Anspruch 17 angegebenen Merkmalen gelöst.
Wichtige Merkmale der Erfindung bei dem Verfahren zum Regeln einer Position, insbesondere eines durch einen Antrieb bewegbaren Objektes, sind, dass eine Regelabweichung zwischen Sollposition und Istposition bestimmt wird,
wobei
- der Stellwert aus der Regelabweichung durch lineare Operationen bestimmt wird, solange die Regelabweichung unterhalb eines oberen kritischen Wertes und oberhalb eines unteren kritischen Wertes liegt, und
- der Stellwert aus der Regelabweichung gemäß einer nichtlinearen Funktion bestimmt wird, solange die Regelabweichung oberhalb des oberen kritischen Wertes und unterhalb des unteren kritischen Wertes liegt.
Von Vorteil ist dabei, dass Stellgrenzen berücksichtigbar sind und somit Schwingneigung und Ausgleichsvorgänge, wie auch überschwingen an der Zielposition vermeidbar sind. Hierzu ist keine Berücksichtigung von Zustandsgrößen notwendig sondern es genügt eine bloße Kennlinie. Weiter vorteilig ist, dass die kritischen Werte derart wählbar sind, dass die Stellgrenzen einhaltbar sind, also die Begrenzungen der Stellgröße. Diese treten bei der praktischen Realisierung oft auf, da der zulässige und/oder auftretende Wertebereich der Regelabweichungen oft nicht begrenzt ist oder beliebig groß werden kann. Darüber hinaus sind auch weitere Begrenzungen einhaltbar, wie beispielsweise Begrenzungen der Beschleunigungswerte oder Winkelbeschleunigungswerte. Als konkretes Beispiel ist hierzu die Position ein Winkel, die Stellgröße eine Winkelgeschwindigkeit, also Drehzahl, und die weitere Größe die Winkelbeschleunigung. Letztere ist in der konkreten Anwendung begrenzt, insbesondere durch das maximal zulässige oder erlaubt vorgegebene Drehmoment und das Trägheitsmoment der Anordnung. Somit ist durch die Vorgabe der kritischen Werte die Begrenzung des Drehmoments berücksichtigbar, indem der erfindungsgemäße Regler das Erzeugen solch entsprechend hoher Werte an Beschleunigung vermeidbar macht.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ordnet die nichtlineare Funktion jeder Regelabweichung umkehrbar eineindeutig einen Wert für die Stellgröße zu. Von Vorteil ist dabei, dass Schwingneigung verminderbar ist und ein kostengünstiger Speicher zum Abspeichern der Kennlinie verwendbar ist. Die Kennlinie ist sogar ohne Speichern der Kennlinienwerte zu jedem Zeitschritt der Regelung bestimmbar, da sie durch eine Funktion darstellbar ist.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung umfassen die lineare Operationen Multiplizieren der Regelabweichung mit einem Proportionalitätswert, Differenzieren des zeitlichen Verlaufs der Regelabweichung und/oder Integrieren des zeitlichen Verlaufs der Regelabweichung. Von Vorteil ist dabei, dass die Erfindung nicht nur auf P-Regler sondern auch auf andere lineare Regler anwendbar ist. Dabei wird also der lineare Regler wegen der real nur endlichen Wertebereiche seiner Stellgröße derart modifiziert, dass der lineare Regler nur bis zum kritischen Wert an Regelabweichung aktiviert wird und bei überschreitung beziehungsweise Unterschreitung ein nichtlinearer Regler aktiviert wird. Auf diese Weise sind überschwingvorgänge vermeidbar oder zumindest reduzierbar.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung wird der Stellwert aus der Regelabweichung proportional, insbesondere durch Multiplikation mit einem Proportionalitätswert, bestimmt, solange die Regelabweichung unterhalb des oberen kritischen Wertes und oberhalb des unteren kritischen Wertes liegt. Von Vorteil ist dabei, dass die kritischen Werte derart wählbar sind, dass die Stellgrenzen einhaltbar sind. Darüber hinaus sind auch weitere Begrenzungen einhaltbar, wie beispielsweise Begrenzungen der Beschleunigungswerte oder Winkelbeschleunigungswerte.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung wird die zu einem linearen Regler, insbesondere ohne Begrenzung, zugehörige, aus einer Regelabweichung resultierende Einschwingfunktion bestimmt, die zu dieser Regelabweichung zugehörige anfängliche Beschleunigung bestimmt, - daraus ein zur zulässigen maximalen Beschleunigung zugehöriger Wert an Regelabweichung bestimmt, dieser Wert als oberer kritischer Wert verwendet. Insbesondere wird
die zu einem linearen Regler ohne Begrenzung zugehörige, aus einer
Regelabweichung resultierende Einschwingfunktion bestimmt, die zur Regelabweichung zugehörige anfängliche Beschleunigung bestimmt,
- daraus ein zur zulässigen minimalen Beschleunigung zugehöriger Wert an Regelabweichung bestimmt,
- dieser Wert als unterer kritischer Wert verwendet.
Von Vorteil ist dabei, dass derjenige Arbeitsbereich des linearen Reglers bestimmbar ist, in welchem ein überschwingen um die Zielposition herum nicht auftritt und somit in dem weiteren Arbeitsbereich des Reglers geeignete Modifizierungen des Reglers aktivierbar sind, die zumindest ein Reduzieren der überschwingvorgänge ermöglichen.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der lineare Regler gekennzeichnet durch den Proportionalitätswert. Von Vorteil ist dabei, dass ein das Regelverhalten bei kleinen Regelabweichungen kennzeichnender Wert für den Regler vorgebbar ist.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Position ein Winkel, eine Bahnlänge oder eine Weglänge. Von Vorteil ist dabei, dass die Erfindung nicht nur auf rotatorische Antriebe sondern auch auf Linearantriebe anwendbar ist. Sogar für Kurven-Antriebe ist sie verwendbar.
Entsprechend ist die Stellgröße eine Geschwindigkeit, Bahngeschwindigkeit oder Winkelgeschwindigkeit. Von Vorteil ist dabei, dass die Begrenzungen dieser Größen und deren Ableitungen berücksichtigbar sind.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung gehört die Einschwingfunktion zur allgemeinen Lösung der dem Regler zugeordneten Differentialgleichung oder Integro-Differentialgleichung. Von Vorteil ist dabei, dass ein linearer Regler durch eine solche Gleichung charakterisierbar ist und die allgemeine Lösung dieser Gleichung verwendbar ist, um die kritischen Werte zu bestimmen, also die Begrenzung nicht nur für die Stellgrößen sondern auch für weitere Größen, wie beispielsweise zeitliche Ableitungen der Stellgrößen, zu berücksichtigen. Insbesondere wird bei der Erfindung aus der allgemeinen Lösung der kritische Wert an Regelabweichung bestimmt, bis zu dem der lineare Regler keine Begrenzung erreicht, insbesondere weder für seine Stellgröße noch deren Ableitungen oder weitere vorgebbare Größen.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die nichtlineare Funktion eine Wurzelfunktion, insbesondere wobei der Radikant eine lineare Funktion der Regelabweichung ist. Von Vorteil ist dabei, dass die zeitliche Ableitung der Stellgröße, beispielsweise also Beschleunigung, konstant wählbar ist, insbesondere als maximal zulässiger Wert. Somit ist der Regelabweichung ein Stellgrößenwert zuordenbar, der von diesem konstanten Wert ebenfalls abhängt. Somit ist mittels einer Kennlinie, also der nichtlinearen Funktion, jeder Regelabweichung ein Stellgrößenwert derart zuordenbar, dass der maximal zulässige Wert an Beschleunigung nicht überschritten wird.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der obere und der untere kritische Wert umgekehrt proportional zum Quadrat des Proportionalitätswertes, insbesondere des linearen Reglers. Insbesondere ist der obere kritische Wert proportional zum maximal zulässigen Beschleunigungswert und der untere kritische Wert ist proportional zum minimal zulässigen Beschleunigungswert. Von Vorteil ist dabei, dass der kritische Wert unabhängig von Zustandsgrößen bestimmbar ist. Denn der jeweilige Beschleunigungswert und der Proportionalitätswert sind vorgebbare, auf die jeweilige Anwendung angepasste Größen. Diese werden spätestens bei der Inbetriebnahme der den Antrieb umfassenden Anlage vorgegeben und stellen daher für den Regler konstante Parameter dar. Somit ist die Funktion als Kennlinie darstellbar und der Rechenaufwand für den Regler ist gering.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der obere und untere kritische Wert jeweils aus Parametern des Reglers und einem vorgebbaren Wert eindeutig bestimmbar. Von Vorteil ist dabei, dass der kritische Wert insbesondere also nicht von Zustandsgrößen abhängt und daher vor Start der Regelung bestimmbar ist.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der obere kritische Wert derart bestimmt, dass beim Regeln ein vorgebbarer maximal zulässiger Beschleunigungswert nicht überschritten wird und der untere kritische Wert derart bestimmt, dass beim Regeln ein vorgebbarer minimal zulässiger Beschleunigungswert nicht unterschritten wird. Von Vorteil ist dabei, dass die Begrenzungen der Beschleunigung oder entsprechender Größen schon durch die nichtlineare Kennlinie berücksichtigbar sind. Somit ist ein überschwingen verringerbar, insbesondere die Anzahl der überschwinger um die Zielposition herum.
Wichtige Merkmale bei dem Antrieb zum Bewegen eines Objektes sind, dass der Antrieb einen Positionsregler umfasst, wobei der Positionsregler Mittel zum Umschalten zwischen einem linearen Regler und einem nichtlinearen Regler umfasst,
wobei die Mittel zum Umschalten mit Vergleichern steuerbar sind,
wobei die Eingänge der Vergleicher mit dem Ausgang eines Proportionalgliedes verbunden sind, deren Eingang direkt mit den Eingängen des linearen Reglers und des nichtlinearen Reglers verbunden ist.
Von Vorteil ist dabei, dass der rein lineare Regler mittels eines nichtlinearen Reglers dann modifiziert wird, wenn die Stellgrenze der Stellgröße oder die Begrenzung einer anderen Größe, wie beispielsweise die Begrenzung der durch zeitliche Ableitung der Stellgröße erzeugten Größe. Insbesondere ist somit das maximal zulässige Drehmoment eines einen Elektromotor umfassenden Antriebs berücksichtigbar, wodurch überschwingen um die Zielposition herum reduzierbar ist. Die Erfindung bezieht sich aber auch auf lineare Antriebe, wobei dann die maximal zulässige Kraft eines einen Elektromotor umfassenden Antriebs berücksichtigbar ist.
Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Bezugszeichenliste
1 erster Bereich der nichtlinearen Funktion 5 2 zweiter Bereich der nichtlinearen Funktion 3 lineare Funktion
20 Proportionalglied
21 nichtlineares Glied
22 nichtlineares Glied 10 23 Umschaltemittel
24 Umschaltemittel
25 Vergleicher
26 Vergleicher
27 Proportionalglied 15
Die Erfindung wird nun anhand von Abbildungen näher erläutert:
In der Figur 1 ist ein erfindungsgemäßer Regler gezeigt.
Dabei wird der Sollwert ß Soll mit dem bestimmten Istwert ß Ist verglichen und die
Regelabweichung δß bestimmt. Diese wird dem Proportionalglied 20 zugeführt und somit mit der Proportionalitätskonstanten K L multipliziert und dem Umschalter 23 zugeführt, dessen Ausgangswert dem Umschalter 24 zugeführt wird.
Parallel zum Proportionalglied sind nichtlineare Glieder 21 und 22 angeordnet, deren Ausgangswerte den Umschaltern 23 und 24 zugeführt werden.
Die beiden nichtlinearen Glieder erzeugen jeweils eine Ausgangsgröße, die sich von der Ausgangsgröße des jeweiligen anderen nichtlinearen Gliedes im Vorzeichen unterscheiden und wobei jeweilige kritische Beschleunigungswerte Qr 1113x beziehungsweise
Gf 1111n berücksichtigt werden.
Die Umschalter werden von Vergleichern (25,26) gesteuert, die ihren Eingangswert mit einem kritischen Beschleunigungswert Qr 1113x beziehungsweise Qr 1111n vergleichen. Diese beiden Werte sind vom Anwender vorgebbar. Vorteiligerweise ist Qr 1113x > 0 und Qr 101n <0.
Die Eingangswerte der Vergleicher werden aus der Regelabweichung δß bestimmt durch Multiplikation mit einer Konstanten. Hierzu ist das Proportionalitätsglied 27 vorgesehen.
Vorteiligerweise ist diese Konstante als vorgebbarer
Beschleunigung a Nut2 an der minimal erreichbaren Beschleunigung Qr 1111n ist, also gWta Nutz = K a - Qr 1111n .
Der Ausgangswert des nichtlinearen Gliedes 21 wird bestimmt
gemäßα> = J-2.δ0-tf β
. a m
Der Ausgangswert des nichtlinearen Gliedes 22 wird bestimmt
gemäß ω = -J- 2 • Aß • κ α • α max - 1 K ° κ α L max
Zusammenfassend gilt somit für die Berechnung des Lagereglerstellwertes: Wenn die
K 2 Bedingung — - — δß > α max erfüllt ist, beträgt der
< -^J=- • δß < α
K 1 - " ■ min 1
Stellwert ω = J- 2 -Aß-α^n - 1 ^πüD
In Figur 2 sind die lineare Funktion 3, welche zur Proportionalitätskonstanten AT x zugehört, dargestellt. Außerdem ist die genannte nichtlineare Wurzelfunktion dargestellt, die die Bereiche 1 und 2 umfasst.
Bei dem erfindungsgemäßen Regler wird also die Kennlinie aus den Bereichen 2 und dem Bereich zwischen den Berührpunkten der nichtlinearen Kennlinie mit der linearen Kennlinie zusammengesetzt. Bei kleinen Regelabweichungen arbeitet der Regler also einem P-Regler entsprechend. Bei großen Abweichungen weist der Regler ein nichtlineares Verhalten auf.
Der Regler ist ein skalarer Regler.
Der erfindungsgemäße Regler nach Figur 1 wird bei der praktischen Ausführung einem unterlagerten Drehzahlregelkreis überlagert. Hierbei erzeugt der erfindungsgemäße Regler nach Figur 1 den Drehzahlsollwert für einen unterlagerten Drehzahlregelkreis , der beispielhaft als Pl-Regler ausgeführt ist.
Um den Vorteil der Erfindung zu verdeutlichen ist daher in den Figuren 3a bis 3c verdeutlicht, wie ein solcher Regelkreis arbeitet, wenn statt des erfindungsgemäßen Reglers nach Figur 1 nur ein Proportionalanteil wirksam ist, also ω Solι = K L - δ/? gilt. In den Figuren 4a bis 4c ist bei ansonsten gleichen Bedingungen der erfindungsgemäße Regler nach Figur 1 voll wirksam.
In Figur 3a ist ein beispielhafter zeitlicher Verlauf des Drehmomentsollwerts gezeigt, in Figur 3b ist der Drehzahlsollwertverlauf und in Figur 3c der zugehörige zeitliche Drehzahlistwert- Verlauf gezeigt. Dabei ist ein mehrfaches Hin- und Herschwingen offensichtlich.
In Figur 4a ist ein beispielhafter zeitlicher Verlauf des Drehmomentsollwerts bei Verwendung des erfindungsgemäßen Reglers gezeigt, in Figur 4b ist der Drehzahlsollwertverlauf und in Figur 4c der zugehörige zeitliche Drehzahlistwert-Verlauf gezeigt. Dabei ist nur ein einmaliges überschwingen beim Istwert und kein überschwingen beim Sollwert offensichtlich. Das genannte überschwingen findet seine Ursache in dem Integral-Anteil des unterlagerten Drehzahlregelkreises.
Bei weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen ist der erfindungsgemäße Regler nach Figur 1 auch als Vektorregler ausführbar.
Bei weiteren Ausführungsvarianten wird statt des unterlagerten mit Pl-Regler ausgeführten Drehzahlregelkreises ein Drehzahlregelkreis mit unterlagertem PID-Regler oder einem anderen herkömmlichen Regler verwendet.
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