BRÄNDLE, Christian (Weinberggasse 37, Feldkirchen, A-6800, AT)
MAI, Christoph (Im Hag 7, Dornbirn, A-6850, AT)
SCHNEIDER, Jakob (Dorfstrasse 43d, Ludesch, A-6713, AT)
BLUM, Jürgen (Bützeweg 16, Höchst, A-6973, AT)
BRÄNDLE, Christian (Weinberggasse 37, Feldkirchen, A-6800, AT)
MAI, Christoph (Im Hag 7, Dornbirn, A-6850, AT)
SCHNEIDER, Jakob (Dorfstrasse 43d, Ludesch, A-6713, AT)
Ansprüche
1. Steuersystem für eine tageszeitabhängige Steuerung einer Abblendvorrichtung (1) für einen Raum (5) mit wenigstens einem Fenster (2), wobei durch die Steuerung die Abblendvorrichtung (1) von einer ersten Position, in der die Abblendvorrichtung (1) in einem Zustand ist, in dem sie das Fenster (2) zumindest im Wesentlichen nicht abblendet, in eine zweite Position, in der die Abblendvorrichtung (1) das Fenster (2) zumindest teilweise abblendet, verbracht werden kann, wobei potenzielle Besonnungszeiträume (B) festgelegt sind, in denen die Sonne bezüglich des Fensters (2) so steht, dass auf Grund dieser Konstellation an sich eine Besonnung des Fensters (2) möglich ist, und die potenziellen Besonnungszeiträume (B) bei der Steuerung berücksichtigt werden, dadurch gekennzeichnet, dass außerdem vorab wenigstens ein Verschattungszei träum (V) festgelegt ist, in dem keine Abblendung gewünscht und/oder erforderlich ist, wobei der wenigstens eine Verschattungszeitraum (V) zumindest teilweise mit den potenziellen Besonnungszeiträumen (B) überlappt, und wobei bei der Steuerung der Verschattungszeitraum (V) ebenfalls berücksichtigt wird.
2. Steuersystem nach Anspruch 1, bei dem automatisch ein weiterer Verschattungszeitraum (V) in Abhängigkeit von dem wenigstens einen Verschattungszeitraum (V) festgelegt ist.
3. Steuersystem nach Anspruch 2, bei dem zur Festlegung des weiteren Verschattungszeitraums (V) der Anfangszeitpunkt ( V A ) und/oder der Endzeitpunkt ( V E ) des wenigstens einen
Verschattungszeitraums (V) auf wenigstens einen Tag übertragen wird, der auf den Tag des Anfangszeitpunktes (V λ ) beziehungsweise des Endzeitpunktes (V E ) des wenigstens einen Verschattungszeitraums (V) folgt.
4. Steuersystem nach Anspruch 3, bei dem bei der übertragung des Anfangszeitpunktes ( V A ) und/oder des Endzeitpunktes (V E ) eine entsprechende Sonnenstandsänderung berücksichtigt wird.
5. Steuersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem bei der Steuerung der Verschattungszei träum (V) mit höherer Priorität berücksichtigt ist, als die potenziellen Besonnungszeiträume (B).
6. Steuersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem für den Fall, dass sich zu Beginn des Verschattungszeitraums (V) die Abblendvorrichtung (1) nicht in der zweiten Position befindet, innerhalb des Verschattungszeitraums ( V) die Abblendvorrichtung nicht in die zweite Position verbracht wird.
7. Steuersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem für den Fall, dass sich zu Beginn des Verschattungszeitraums (V) die Abblendvoπϊchtung (1) in der zweiten Position befindet, oder in einer dritten Position zwischen der ersten und der zweiten Position befindet, die Abblendvorrichtung (1 ) entweder unmittelbar oder mit einer gewissen
Zeitverzögerung (t / + t?) in die erste Position verbracht wird.
8. Steuersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem für den Fall, dass unmittelbar nach dem Verschattungszeitraum ( V) ein potenzieller Besonnungszeitraum (B) folgt, die Abblendvorrichtung (1) bereits vor Ende des Verschattungszeitraums (V) in die erste Position verbracht wird.
9. Steuersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem bei der Steuerung zu einem Zeitpunkt (τ?) vor Beginn des Verschattungszeitraums ( V A ) die Zeitspanne (V A - τ?) von dem Zeitpunkt (τ?) bis zum Beginn des Verschattungszeitraums (V λ ) berücksichtigt wird.
10. Steuersystem nach Anspruch 9, bei dem die Abblendvorrichrung zwischen dem Zeitpunkt (τ?) und dem Beginn des Verschattungszeitraums (V A ) nicht in die zweite Position verbracht wird, falls die Zeitspanne (V A - T?) kleiner ist als eine vorab festgelegte Referenzzeitspanne (ZlT).
11. Steuersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der vorab wenigstens eine Verschatrungszeitraum ( V) durch manuelle Eingabe festgelegt ist.
12. Steuersystem für eine tageszeitabhängige Steuerung einer Abblendvorrichtung (1) für einen Raum (5) mit wenigstens einem Fenster (2), wobei durch die Steuerung die Abblendvorrichtung (1) von einer ersten Position, in der die Abblendvorrichtung (1) in einem Zustand ist, in dem sie das Fenster (2) zumindest im Wesentlichen nicht abblendet, in eine zweite Position, in der die Abblendvorrichtung (1) das Fenster (2) zumindest teilweise abblendet, verbracht werden kann, wobei potenzielle Besonnungszeiträume (B) festgelegt sind, in denen die Sonne bezüglich des Fensters (2) so steht, dass auf Grund dieser Konstellation an sich eine Besonnung des Fensters (2) möglich ist, und die potenziellen Besonnungszeiträume (B) bei der Steuerung berücksichtigt werden, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Steuerung zu einem Zeitpunkt (τ?) innerhalb eines potenziellen Besonnungszeitraums (B) die Zeitspanne (Bg - τ?) von dem Zeitpunkt (12) bis zum Ende des potenziellen Besonnungszeitraums (B E ) berücksichtigt wird, indem die Abblendvorrichtung (1) zwischen dem Zeitpunkt fa) und dem Ende des potenziellen Besonnungszeitraums (B E ) nicht in die zweite Position verbracht wird, falls die Zeitspanne (B E - τ ? ) kleiner ist als eine vorab festgelegte Referenzzeitspanne (δτ).
13. Verfahren zur tageszeitabhängigen Steuerung wenigstens einer
Abblendvorrichtung (1) für wenigstens einen Raum (5) mit wenigstens einem Fenster (2), wobei durch die Steuerung die Abblendvorrichtung (1) von einer ersten Position, in der die Abblendvorrichtung (1) in einem Zustand ist, in dem sie das Fenster (2) zumindest im Wesentlichen nicht abblendet, in eine zweite Position, in der die Abblendvorrichtung (1) das Fenster (2) zumindest teilweise abblendet, verbracht werden kann, wobei potenzielle Besonnungszeiträume (B) festgelegt werden, in denen die Sonne bezüglich des Fensters (2) so steht, dass auf Grund dieser Konstellation an sich eine Besonnung des Fensters (2) möglich ist, und die potenziellen Besonnungszeiträume (B) bei der Steuerung berücksichtigt werden, dadurch gekennzeichnet, dass außerdem vorab wenigstens ein Verschattungszei träum (V) festgelegt wird, in dem keine Abblendung gewünscht und/oder erforderlich ist, wobei der wenigstens eine Verschattungszeitraum (V) zumindest teilweise mit den potenziellen Besonnungszeiträumen (B) überlappt, und wobei bei der Steuerung der Verschattungszeitraum (V) ebenfalls berücksichtigt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13 , bei dem automatisch ein weiterer Verschattungszeitraum ( V) in Abhängigkeit von dem wenigstens einen Verschattungszeitraum (V) festgelegt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, bei dem zur Festlegung des weiteren Verschattungszeitraums (V) der Anfangszeitpunkt (V A ) und/oder der Endzeitpunkt ( V E ) des wenigstens einen Verschattungszeitraums (V) auf wenigstens einen Tag übertragen wird, der auf den Tag des Anfangszeitpunktes (V A ) beziehungsweise des Endzeitpunktes ( V E ) des wenigstens einen Verschattungszeitraums (V) folgt.
16. Verfahren nach Anspruch 15, bei dem bei der übertragung des Anfangszeitpunktes (V α) und/oder des Endzeitpunktes (V E ) eine entsprechende Sonnenstandsänderung berücksichtigt wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16, bei dem bei der Steuerung der Verschattungszeitraum (V) mit höherer Priorität berücksichtigt wird, als die potenziellen Besonnungszeiträume (B).
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 17, bei dem für den Fall, dass sich zu Beginn des Verschattungszeitraums (V) die Abblendvorrichtung (1) nicht in der zweiten Position befindet, innerhalb des
Verschattungszeitraums (V) die Abblendvorrichtung (1) nicht in die zweite Position verbracht wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 18, bei dem für den Fall, dass sich zu Beginn des Verschattungszeitraums (V) die
Abblendvorrichtung (1) in der zweiten Position befindet, oder in einer dritten Position zwischen der ersten und der zweiten Position befindet, die Abblendvorrichtung (1) entweder unmittelbar oder mit einer gewissen Zeitverzögerung (ti + ti) in die erste Position verbracht wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 19, bei dem für den Fall, dass unmittelbar nach dem Verschattungszeitraum ( V) ein potenzieller Besonnungszeitraum (B) folgt, die Abblendvorrichtung bereits vor Ende des Verschattungszeitraums (V) in die erste Position verbracht wird.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 20, bei dem bei der Steuerung zu einem Zeitpunkt fe) vor Beginn des Verschattungszeitraums ( V A ) die Zeitspanne (V A - τi) von dem Zeitpunkt (τi) bis zum Beginn des Verschattungszeitraums (V α) berücksichtigt wird.
22. Verfahren nach Anspruch 21 , bei dem die Abblendvorrichtung (1) zwischen dem Zeitpunkt (τi) und dem Beginn des Verschattungszeitraums (V A ) nicht in die zweite Position verbracht wird, falls die Zeitspanne (V A - τi) kleiner ist als eine vorab festgelegte Referenzzeitspanne (δτ).
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 22, bei dem der vorab wenigstens eine Verschattungszeitraum durch manuelle Eingabe festgelegt wird.
24. Verfahren zur tageszeitabhängigen Steuerung wenigstens einer
Abblendvorrichtung (1) für wenigstens einen Raum (5) mit wenigstens einem Fenster (2), wobei durch die Steuerung die Abblendvoπϊchtung (1) von einer ersten Position, in der die Abblendvorrichtung (1) in einem Zustand ist, in dem sie das Fenster (2) zumindest im Wesentlichen nicht abblendet, in eine zweite Position, in der die Abblendvorrichtung (1) das Fenster (2) zumindest teilweise abblendet, verbracht werden kann, wobei potenzielle Besonnungszeiträume (B) festgelegt werden, in denen die Sonne bezüglich des Fensters (2) so steht, dass auf Grund dieser Konstellation an sich eine Besonnung des Fensters (2) möglich ist, und die potenziellen Besonnungszeiträume (B) bei der Steuerung berücksichtigt werden, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Steuerung zu einem Zeitpunkt (τi) innerhalb eines potenziellen Besonnungszeitraums (B) die Zeitspanne (B E - τi) von dem Zeitpunkt fe) bis zum Ende des potenziellen Besonnungszeitraums (B E ) berücksichtigt wird, indem die Abblendvorrichtung (1) zwischen dem Zeitpunkt (T 2 ) und dem Ende des potenziellen Besonnungszeitraums (B E ) nicht in die zweite Position verbracht wird, falls die Zeitspanne (B E - T?) kleiner ist als eine vorab festgelegte Referenzzeitspanne (δτ). |
Verfahren zur tageszeitabhängigen Steuerung einer Abblendvorrichtung sowie entsprechendes Steuersystem
Die Erfindung betrifft ein Steuersystem für eine tageszeitabhängige Steuerung wenigstens einer Abblendvorrichtung für wenigstens einen Raum mit wenigstens einem Fenster gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Außerdem betrifft die Erfindung ein entsprechendes Verfahren.
Wie in Fig. 4 sehr schematisch skizziert, kann es sich bei der Abblendvorrichtung beispielsweise um eine Jalousie 1 , einen Store oder einen ähnlichen „Behang" handeln, mit der bzw. mit dem sich das betreffende Fenster 2 abblenden lässt. Zur Steuerung ist bekannterweise eine Steuervorrichtung 3 vorgesehen. In der Regel wird mit einer automatischen Steuerung einer solchen Abblendvorrichtung 1 angestrebt, eine Person 4, die sich in dem betreffenden Raum 5 befindet, vor blendendem Tageslicht 6 zu schützen, aber dennoch möglichst viel natürliches Licht in den Raum 5 einstrahlen zu lassen. In erster Linie dient eine derartige Steuerung dazu, den direkten Einfall von Sonnenlicht, das zu Blendungen führen könnte, zu verhindern.
Aus dem Stand der Technik ist dabei bekannt, vorab „potenzielle
Besonnungszeiträume" festzulegen und anschließend bei der Steuerung zu berücksichtigen. Dabei soll unter „potenzieller Besonnungszeitraum" ein Zeitintervall verstanden sein, in dem die Sonne bezüglich des betreffenden Fensters so steht, dass auf Grund dieser Konstellation an sich eine Besonnung des Fensters möglich ist. Dabei ist bekannt, diese potenziellen Besonnungszeiträume dadurch zu berücksichtigen, dass während dieser Zeiträume unter der Voraussetzung, dass ein gewisses Mindestmaß an Licht in dem Raum vorhanden ist, eine Abblendung erfolgt, und außerhalb der potenziellen Besonnungszeiträume keine Abblendung vorgesehen ist.
Die Bestimmung der potenziellen Besonnungszeiträume kann dementsprechend insbesondere auf Grund der geografischen Position und der Ausrichtung des Fensters erfolgen.
Weiterhin ist bekannt, in dem betreffenden Raum die Beleuchtungsbedingungen zu erfassen, beispielsweise mit einem in Fig. 4 ebenfalls skizzierten Messkopf 7 und die Abblendvorrichtung 1 auch in Abhängigkeit von diesem Wert zu steuern. Es kann demnach vorgesehen sein, dass eine Abblendung erfolgt, falls die Beleuchtung in dem Raum einen bestimmten Schwellenwert („Blendungsschwellwert") übersteigt.
Um bei wechselnder Bewölkung besonders häufige Bewegungen der Abblendvorrichtung, die als störend empfunden werden könnten, zu vermeiden, ist weiterhin bekannt, die Abblendvorrichtung nicht unmittelbar bei Eintritt der entsprechenden Bedingungen zu aktivieren bzw. bewegen, sondern erst nach einem gewissen Verzögerungszeitraum („Hysterese"). Auf diese Weise lassen sich Fahrbewegungen der Abblendvorrichtung auf ein „sinnvolles Maß" begrenzen.
Bei den bekannten Steuersystemen kann es jedoch dazu kommen, dass in einem Zeitabschnitt eine Abblendung eingestellt wird, obwohl die tatsächlichen
Beleuchtungsverhältnisse während dieser Zeit keine Abblendung erforderlich machen würden. Ein Grund hierfür kann beispielsweise darin liegen, dass sich zu dieser Zeit zwischen der Sonne und dem Fenster ein Objekt, beispielsweise ein Nachbargebäude, ein Baum oder dergleichen befindet.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein entsprechendes Steuersystem bzw. Verfahren weiter zu verbessern. Insbesondere soll es noch präziser gemacht werden und dabei möglichst wenig störend wirken.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den in den unabhängigen Ansprüchen genannten Gegenständen gelöst. Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Gemäß der Erfindung ist ein Steuersystem für eine tageszeitabhängige Steuerung einer Abblendvorrichtung für einen Raum mit wenigstens einem Fenster vorgesehen, wobei durch die Steuerung die Abblendvorrichtung von einer ersten Position, in der die Abblendvorrichtung in einem Zustand ist, in dem sie das Fenster zumindest im Wesentlichen nicht abblendet, in eine zweite Position, in der die Abblendvorrichtung das Fenster zumindest teilweise abblendet, verbracht werden kann. Dabei sind
potenzielle Besonnungszeiträume festgelegt, in denen die Sonne bezüglich des Fensters so steht, dass auf Grund dieser Konstellation an sich eine Besonnung des Fensters möglich ist. Diese potenziellen Besonnungszeiträume werden bei der Steuerung berücksichtigt. Außerdem ist vorab wenigstens ein Verschattungszeitraum festgelegt, in dem keine Abblendung gewünscht und/oder erforderlich ist, wobei der wenigstens eine Verschattungszeitraum zumindest teilweise mit den potenziellen Besonnungszeiträumen überlappt, und wobei bei der Steuerung der Verschattungszeitraum ebenfalls berücksichtigt wird.
Bei der Abblend Vorrichtung kann es sich beispielsweise um eine Jalousie oder einen Store oder dergleichen handeln. Eine Abblendwirkung in der zweiten Position („Abblendposition") kann im Fall einer Jalousie beispielsweise dadurch vorgesehen sein, dass die Jalousie ein gewisses Stück weit oder ganz über das Fenster heruntergelassen ist und/oder dass der Neigungswinkel der Lamellen der Jalousie derart eingestellt ist, dass dadurch die gewünschte Abblendung erfolgt.
Durch die Festlegung eines Verschattungszeitraums lässt sich ein Zeitraum definieren, in dem die Sonne zwar so steht, dass sie auf Grund ihres Sonnenstandes auf das Fenster treffen könnte, aber ein direkter Sonneneinfall tatsächlich nicht möglich ist, weil sich in diesem Zeitraum ein Objekt zwischen der Sonne und dem Fenster befindet. Bei dem Objekt kann es sich beispielsweise um ein Nachbargebäude, um einen Baum oder dergleichen handeln. Insbesondere kann es sich also um ein quasi unbewegliches Objekt handeln.
Vorteilhaft kann dabei vorgesehen sein, dass von dem Steuersystem automatisch ein weiterer Verschattungszeitraum in Abhängigkeit von dem wenigstens einen Verschattungszeitraum festgelegt wird. Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, dass der Anfangszeitpunkt und/oder der Endzeitpunkt des weiteren Verschattungszeitraums tagesweise übertragen wird, also beispielsweise an Folgetagen übernommen wird. Dadurch muss der weitere Verschattungszeitraum nicht gesondert eingegeben werden.
Es kann dabei weiterhin vorteilhaft vorgesehen sein, dass bei der übernahme bzw. der übertragung des Anfangs- bzw. Endzeitpunkts jahreszeitlich bedingte änderungen des Sonnenstandes berücksichtigt werden.
Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass bei der Steuerung der Verschattungszeitraum mit höherer Priorität berücksichtigt ist, als die potenziellen Besonnungszeiträume. Auf diese Weise lässt sich sicherstellen, dass die Berücksichtigung der potenziellen Besonnungszeiten generell unter den auf Grund des Verschattungszeitraums modifizierten Bedingungen erfolgt.
Bei der Steuerung kann der festgelegte Verschattungszeitraum beispielsweise dadurch berücksichtigt werden, dass für den Fall, in dem sich die Abblendvorrichtung zu Beginn des Verschattungszeitraums nicht in der zweiten Position (Abblendposition) befindet, ein Verbringen der Abblendvorrichtung in die zweite Position nicht erfolgt.
Falls sich die Abblendvorrichtung zu Beginn des Verschattungszeitraums in der Abblendposition befindet, kann vorgesehen sein, dass die Abblendvorrichtung innerhalb des Verschattungszeitraums, beispielsweise unmittelbar nach Beginn des Verschattungszeitraums oder zeitverzögert, von der Abblendposition in die erste Position verbracht wird. Ein entsprechendes Verbringen der Abblendvorrichtung kann auch für den Fall vorgesehen sein, dass sich zu Beginn des Verschattungszeitraums die Abblendposition in einer Zwischenposition zwischen der ersten und der zweiten Position, befindet.
Auf diese Weise kann also vermieden werden, dass durch die Steuerung eine Abblendung eingestellt wird oder gegebenenfalls erhalten bleibt, die angesichts der tatsächlichen Abschattung des Fensters nicht erforderlich wäre.
Für den Fall, dass unmittelbar nach Ende des Verschattungszeitraums ein potenzieller Besonnungszeitraum folgt, kann vorgesehen sein, dass die Abblendvoπϊchtung bereits vor Ende des Verschattungszeitraums in die erste Position verbracht wird. Hierfür kann eine Vorlaufzeit vorgesehen sein, die beispielsweise einige Sekunden oder einige Minuten Dauer betragen kann. Dadurch kann sichergestellt werden, dass bereits im
Endzeitpunkt des Verschattungszeitraums die gewünschte Abblendwirkung vollständig gegeben ist. Eine entsprechende Vorlaufzeit ist auch in dem Fall vorteilhaft, dass der Endzeitpunkt des Verschattungszeitraums systembedingt nur mit begrenzter Genauigkeit, zum Beispiel nur auf 5 oder 10 Minuten genau, angegeben werden kann.
Die Vorlaufzeit kann in diesem Fall dementsprechend mindestens so lange gewählt werden, wie die Dauer dieser Eingabegenauigkeit, beispielsweise zuzüglich derjenigen Zeit, die für ein Verbringen der Abblendvorrichtung von der ersten Position in die Abblendposition nötig ist.
Vorteilhaft kann vorgesehen sein, dass bei der Steuerung zu einem Zeitpunkt vor Beginn des Verschattungszeitraums die Zeitspanne bis zum Beginn des Verschattungszeitraums erfasst und berücksichtigt wird. Beispielsweise kann dies dadurch berücksichtigt werden, dass die Abblendvorrichtung von der ersten Position oder gegebenenfalls von einer Zwischenposition nicht in die Abblendposition verbracht wird, falls die erfasste Zeitspanne bis zum Beginn des Verschattungszeitraums kleiner ist als eine vorab festgelegte Referenzzeitspanne, und zwar insbesondere auch in dem Fall, dass auf Grund der Beleuchtungsverhältnisse an sich eine Abblendung erfolgen würde. Auf diese Weise kann eine möglicherweise störende Bewegung der Abblendvorrichtung vermieden werden. Eine derartige
Referenzzeitspanne kann beispielsweise zwischen 1 Minute und 15 Minuten betragen.
Es kann vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Verschattungszeitraum vorab durch manuelle Eingabe festgelegt ist.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist Steuersystem für eine tageszeitabhängige Steuerung wenigstens einer Abblendvorrichtung für wenigstens einen Raum mit wenigstens einem Fenster vorgesehen, wobei durch die Steuerung die Abblendvorrichtung von einer ersten Position, in der die Abblendvorrichtung in einem Zustand ist, in dem sie das Fenster zumindest im Wesentlichen nicht abblendet, in eine zweite Position, in der die Abblendvorrichtung das Fenster zumindest teilweise abblendet, verbracht werden kann. Dabei sind „potenzielle Besonnungszeiträume" festgelegt, in denen die Sonne bezüglich des Fensters so steht, dass auf Grund dieser Konstellation an sich eine Besonnung des Fensters möglich ist. Diese potenziellen Besonnungszeiträume werden bei der Steuerung berücksichtigt. Dabei wird bei der Steuerung zu einem Zeitpunkt innerhalb eines potenziellen Besonnungszeitraums die Zeitspanne von dem Zeitpunkt bis zum Ende des potenziellen Besonnungszeitraums berücksichtigt, und zwar indem die Abblendvorrichtung zwischen dem Zeitpunkt und
dem Ende des potenziellen Besonnungszeitraums nicht in die zweite Position verbracht wird, falls die Zeitspanne kleiner ist als eine vorab festgelegte Referenzzeitspanne.
Insbesondere wird also die Abblendvorrichrung in diesem Fall nicht von der ersten Position in die Abblendposition verbracht, auch wenn dies auf Grund der
Beleuchtungsbedingungen an sich vorgesehen wäre. Dadurch lässt sich eine störende Bewegung der Abblendvorrichrung vermeiden. Die Referenzzeitspanne kann dabei beispielsweise etwa einige Minuten betragen.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zur tageszeitabhängigen Steuerung wenigstens einer Abblendvorrichtung für wenigstens einen Raum mit wenigstens einem Fenster vorgesehen. Dabei kann durch die Steuerung die Abblendvorrichtung von einer ersten Position, in der die Abblendvorrichtung in einem Zustand ist, in dem sie das Fenster zumindest im Wesentlichen nicht abblendet, in eine zweite Position, in der die Abblendvorrichrung das Fenster zumindest teilweise abblendet, verbracht werden. Es werden „potenzielle Besonnungszeiträume" festgelegt, in denen die Sonne bezüglich des Fensters so steht, dass auf Grund dieser Konstellation an sich eine Besonnung des Fensters möglich ist. Diese potenziellen Besonnungszeiträume werden bei der Steuerung berücksichtigt. Außerdem wird vorab wenigstens ein „Verschattungszeitraum" festgelegt, in dem keine Abblendung gewünscht und/oder erforderlich ist, wobei der wenigstens eine Verschattungszeitraum zumindest teilweise mit den potenziellen Besonnungszeiträumen überlappt, und wobei bei der Steuerung der Verschattungszeitraum ebenfalls berücksichtigt wird.
Die Erfindung wird im Folgenden an Hand eines Ausführungsbeispiels und mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Beispiel für ein Eingabefenster eines „Verschattungseditors",
Fig. 2 ein weiteres Beispiel für ein Eingabefenster eines Verschattungseditors,
Fig. 3 ein Diagramm zur zeitverzögerten Bewegung und Bewegung mit
Vorlaufzeit der Abblendvoπϊchtung innerhalb eines
Verschattungszeitraums,
Fig. 4 eine Skizze zur Veranschaulichung von Komponenten, die bei einem erfindungsgemäßen Verfahren eine Rolle spielen können, und
Figuren 5A und 5B zwei Skizzen zur Berücksichtigung eines
Referenzzeitraums vor Beginn eines Verschattungszeitraums oder vor
Ende eines potenziellen Besonnungszeitraums.
Beim hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist zur Umsetzung eines erfindungsgemäßen Verfahrens ein Computerprogramm bzw. eine Software vorgesehen, die direkt in den Speicher eines Computers geladen werden kann, zum Steuern der erfindungsgemäßen Verfahrensschritte, wenn das Programm auf einem Computer läuft. Die Software dient also zur tageszeitabhängigen Steuerung einer Abblendvorrichtung, beispielsweise in Form einer in Fig. 4 skizzierten Jalousie 1 mit Lamellen 8, für einen Raum 5 mit wenigstens einem Fenster 2.
Mit Hilfe der Software kann über eine Steuervorrichtung 3 die Abblendvorrichtung 1 von einer ersten Position, in der die Abblendvorrichtung 1 in einem Zustand ist, in dem sie das Fenster 2 zumindest im Wesentlichen nicht abblendet, in eine zweite Position („Abblendposition") verbracht bzw. bewegt werden, in der die Abblendvorrichtung 1 das Fenster 2 zumindest teilweise abblendet, so dass also eine im Raum 5 befindliche Person 4 vor einer unerwünschten Blendung geschützt werden kann. Im Fall einer Jalousie 1 kann die erste Position also diejenige Position sein, in der die Jalousie bis zur oder über die Fensteroberkante hochgezogen ist. Die zweite Position kann eine Position sein, wie sie in Fig. 4 skizziert ist, in der die Jalousie 1 soweit heruntergelassen ist, dass die gewünschte Abblendwirkung erzielt ist. Dies ist in Fig. 4 durch den großen Doppelpfeil 9 symbolisch dargestellt. Dabei kann in einer herunter gelassenen Position der Jalousie 1 weiterhin die Neigung der Lamellen 8 der Jalousie 1 mit Bezug auf die Horizontale berücksichtigt werden, wie dies durch den kleinen Doppelpfeil 10 symbolisiert ist.
Auch kann im Fall einer Jalousie 1 mit Lamellen 8 vorgesehen sein, dass in der ersten Position die Lamellen 8 so geneigt sind, dass das natürliche Licht von Außen im
Wesentlichen durchgelassen wird und die Abblendposition durch eine entsprechende Verstellung des Neigungswinkels der Lamellen 8 erzielt wird.
Zur Durchführung des erfϊndungsgemäßen Verfahrens bzw. zur Bedienung eines erfindungsgemäßen Steuersystems werden zunächst die sogenannten potenziellen
Besonnungszeiten festgelegt. Das sind diejenigen Zeiten, in denen die Sonne relativ zu dem Fenster so steht, dass auf Grund dieser Konstellation an sich eine Besonnung möglich ist. Die potenziellen Besonnungszeiten hängen somit im Allgemeinen von mehreren Faktoren ab. Hierzu gehören insbesondere
• Tageszeit und Datum,
• Geografische Position (Länge, Breite, Höhe) des Fensters,
• Ausrichtung des Fensters (Himmelsrichtung; und - falls die Fensteroberfläche nicht in der Senkrechten verläuft - Neigung des Fensters).
Bei der Ansteuerung der Abblendvorrichtung werden die potenziellen Besonnungszeiten berücksichtigt. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass außerhalb der potenziellen Besonnungszeiten die Abblendvorrichtung nicht von der ersten Position in die Abblendposition verbracht wird.
Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist weiterhin vorgesehen, dass in dem Raum dauerhaft oder in zeitlichen Abständen die Beleuchtungssituation messtechnisch erfasst wird, wie das an sich aus dem Stand der Technik bekannt ist. Dies ist in Fig. 4 durch einen entsprechenden Messkopf 7 symbolisiert. Bei dem Messwert kann es sich im Allgemeinen um unterschiedliche Beleuchtungsgrößen handeln, beispielsweise um die Beleuchtungsstärke.
Weiterhin ist dabei ein Schwellwert für den Messwert, also beispielsweise für die Beleuchtungsstärke festgelegt, im Folgenden mit „Blendungsschwellwert" bezeichnet, der angibt, ab welcher Beleuchtungsstärke mit einer möglichen Blendung gerechnet werden muss. Bei der Durchführung des Verfahrens wird dann die Abblendvorrichtung so angesteuert, dass die Abblendvorrichtung im Allgemeinen während der potenziellen Besonnungszeiten in die Abblendposition bewegt wird, falls eine Beleuchtung gemessen wird, deren Stärke über dem Blendungsschwellwert liegt.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, für die Ansteuerung der Abblendvorrichtung eine Zeitverzögerung, sozusagen eine „Hysterese" vorzusehen. Beispielsweise kann auf diese Weise bei wechselhafter Bewölkung vermieden werden, dass die Abblendvorrichtung in kurzen Abständen immer wieder in unterschiedliche Positionen bewegt wird. Ein derartiges ständiges Hin- und Herbewegen wird im Allgemeinen als störend empfunden. Durch die Zeitverzögerung können die Bewegungen der Abblendvorrichtung auf ein sinnvolles Maß beschränkt werden.
Zur Steuerung ist also zunächst vorgesehen, dass die Abblendvorrichtung während eines potenziellen Besonnungszeitraums in die Abblendposition verbracht wird, sofern im Raum eine Beleuchtungsstärke gemessen wird, die über dem Blendungsschwellwert liegt.
Dabei erfolgt die Ansteuerung nicht unmittelbar bei Einsetzen dieser Bedingung, sondern mit einer gewissen Zeitverzögerung.
Es wird jedoch ausdrücklich daraufhingewiesen, dass eine derartige Zeitverzögerung für die Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens nicht notwendig ist. Das Verfahren lässt sich auch ohne diese zeitverzögerte Ansteuerung durchführen. Die zeitverzögerte Ansteuerung wird als vorteilhafte Variante angesehen.
Die soweit beschriebene Art der Ansteuerung wird gemäß diesem Ausführungsbeispiel einer Modifikation unterworfen, wie im Folgenden erläutert wird.
Weiterhin wird vorab ein Verschattungszeitraum festgelegt. Dabei gibt der Verschattungszeitraum einen Zeitabschnitt an, in dem keine Abblendung erwünscht und/oder erforderlich ist. Beispielsweise kann dies ein Zeitraum sein, in dem sich ein Objekt - beispielsweise ein Nachbargebäude, ein Baum oder dergleichen - zwischen der Sonne und dem Fenster befindet, so dass das Fenster nicht direkt von der Sonne beschienen werden kann. Diese Information kann dann bei der Steuerung der Abblendvoπϊchtung berücksichtigt werden. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass während des Verschattungszeitraums die Abblendvorrichtung nicht in Abblendposition verbracht wird. Dabei kann dies insbesondere auch für den Fall vorgesehen sein, dass
der Verschattungszeitraum innerhalb eines potenziellen Besonnungszeitraums liegt. In diesem Fall wird also die Information „Verschattung" höher bewertet, als die Information „potenzielle Besonnung". Es kann also eine Hierarchie vorgesehen sein, wonach die Information des Verschattungszeitraums höher eingestuft wird, als die Information des potenziellen Besonnungszeitraums.
Weiterhin kann für den Fall, dass sich die Abblendvorrichtung zu Beginn des Verschattungszeitraums in der Abblendposition befindet, vorgesehen sein, dass die Abblendvorrichtung nach Durchlaufen des Anfangszeitpunktes des Verschattungszeitraums in die erste Position verbracht wird, wobei auch hier wiederum die entsprechende Hierarchie zwischen „Verschattung" und „potenzieller Besonnung" berücksichtigt wird. Die genannte Bewegung in die erste Position ist also insbesondere auch für den Fall vorgesehen, dass der Beginn des Verschattungszeitraums innerhalb eines potenziellen Besonnungszeitraumes liegt.
Eine analoge Bewegung in die erste Position kann auch vorgesehen sein, falls sich die Abblendvoπϊchtung zu Beginn des Verschattungszeitraums in einer Position zwischen der ersten und der zweiten Position befindet, also in einer entsprechenden dritten Position.
Auf diese Weise lässt sich vermeiden, dass während des Verschattungszeitraums die Abblendvorrichtung unnötigerweise oder zumindest unnötig lange in der Abblendposition verbleibt.
Weiterhin ist bei dem Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass bei der Steuerung - wie in Fig. 5A symbolisch illustriert - zu einem Zeitpunkt T 2 vor Beginn des Verschattungszeitraums V A die Zeitspanne V A - t2 von dem Zeitpunkt T 2 bis zum Beginn des Verschattungszeitraums V A berücksichtigt wird, und zwar wie folgt:
• Falls die Zeitspanne V A - 12 kleiner ist als eine vorab festgelegte
Referenzzeitspanne δτ und sich zum betrachteten Zeitpunkt τ 2 vor Beginn des Verschattungszeitraums V A die Abblendvorrichtung in der ersten Position befindet, wird die Abblendvorrichtung zwischen dem Zeitpunkt T 2 und dem Beginn des Verschattungszeitraums V A nicht in die Abblendposition verbracht.
Insbesondere gilt dies auch für den Fall, dass zum betrachteten Zeitpunkt die Beleuchtungsstärke in dem Raum größer ist als der Blendungsschwellwert.
• Falls die Zeitspanne V A - r? kleiner ist als die vorab festgelegte Referenzzeitspanne δτ und sich zum Zeitpunkt T 2 vor Beginn des
Verschattungszeitraums V A die Abblendvorrichtung in der Abblendposition befindet, bleibt der Verschattungszeitraum V für die Steuerung zwischen dem Zeitpunkt i 2 und dem Beginn des Verschattungszeitraums V A ohne Einfluss.
• Falls die Zeitspanne V A - τ / größer ist als die vorab festgelegte
Referenzzeitspanne δτ , bleibt der Verschattungszeitraum V für die Steuerung zwischen dem Zeitpunkt τ / und dem Beginn des Verschattungszeitraums V A ohne Einfluss.
Die Referenzzeitspanne δτ kann dabei beispielsweise einige Minuten betragen.
Auf diese Weise lässt sich beispielsweise vermeiden, dass im Fall eines Durchzugs einer kleinen Wolke vor der Sonne, kurz vor Beginn des Verschattungszeitraums, die Jalousie herunter und dann, zu Beginn des Verschattungszeitraums, gleich wieder herauf gefahren wird.
Eine analoge Steuerung kann auch vor dem Ende eines potenziellen Besonnungszeitraums B E vorgesehen sein, wie in Fig. 5B symbolisiert.
Beim Ausführungsbeispiel ist zur Eingabe des Verschattungszeitraums ein Editor vorgesehen, der im Folgenden als „Verschattungseditor" bezeichnet wird. Mithilfe dieses Editors kann ein Verschattungszeitraum manuell festgelegt werden.
In Fig. 1 ist beispielhaft ein Eingabefeld eines derartigen Verschattungseditors gezeigt. Im gezeigten Beispiel bezieht sich der Editor auf einen Raum mit einem Fenster, das etwa nach Osten ausgerichtet ist. Dies erkennt man links oben in der Fig. 1 an der Angabe „Richtung 80°", die die Himmelsrichtung angibt, in der das Fenster orientiert ist. Oben in der Mitte kann das gewünschte Datum eingestellt werden, im gezeigten Beispiel ist der „27.10.2006" eingestellt.
Weiterhin ist im gezeigten Beispiel nur eine Abblendvorrichtung für das Fenster vorgesehen. Diese wird in der grafischen Darstellung im Editor als „Behang 1" bezeichnet.
Für den in Fig. 1 gezeigten Fall ist ein Verschattungszeitraum F von 7:30 Uhr bis 9:50 Uhr eingegeben.
Zur besseren Orientierung bei der Festlegung des Verschattungszeitraums V kann dabei eine Angabe über die potenziellen Besonnungszeiträume B zur Verfügung gestellt sein. Beispielsweise können diese Zeiten in dem Verschattungseditor angegeben sein. In dem in Fig. 1 gezeigten Beispiel dauert die potenzielle Besonnungszeit B bis 12:20 Uhr.
Weiterhin kann vorgesehen sein, dass nach der Eingabe eines Verschattungszeitraums V- wie in Fig. 2 symbolisiert - automatisch ein weiterer Verschattungszeitraum V in Abhängigkeit von dem wenigstens einen Verschattungszeitraum V festgelegt wird. Dies kann dadurch erfolgen, dass der Anfangszeitpunkt V A und/oder der Endzeitpunkt V E des wenigstens einen Verschattungszeitraums V auf wenigstens einen Tag übertragen wird, der auf den Tag des Anfangszeitpunktes V A bzw. des Endzeitpunktes V E des wenigstens einen Verschattungszeitraums V folgt. Dabei kann der Zeitpunkt bzw. die beiden Zeitpunkte einfach übernommen werden. Vorzugsweise ist möglich, dass dabei eine entsprechende Sonnenstandsänderung gegebenenfalls berücksichtigt wird.
Bei dem in Fig. 2 gezeigten Beispiel ist im linken Teil der Verschattungseditor nach manueller Eingabe eines Verschattungszeitraums V mit einem Anfangszeitpunkt V A um 17:30 Uhr und einem Endzeitpunkt V E um 18:50 Uhr für den 06.10.2006 dargestellt ist, und zwar für ein Fenster, das nach Westen orientiert ist („Richtung 270°") und für eine bestimmte Abblendvorrichtung oder Jalousie („Blind 1"). Der potenzielle Besonnungszeitraum B dauert dabei an diesem Tag von 14:50 Uhr bis 18:50 Uhr.
Gemäß der hier dargestellten Variante ist vorgesehen, dass dieser Verschattungszeitraum V automatisch für die Folgetage übernommen wird, und zwar unter Berücksichtigung der entsprechenden Veränderungen der Sonnenbahn. Die Dauer des gesamten Berechnungszeitraums kann dabei festgelegt werden oder es ist vorgesehen, dass bis zu dem letzten Tag des gesamten Programmierzeitraums berechnet wird.
In der rechten Hälfte der Fig. 2 ist als Datum der 25.10.2006 eingestellt. Für diesen Tag ist für den Verschattungszeitraum V automatisch 17:47 Uhr bis 18:14 Uhr ermittelt worden. Im Rahmen der Eingabegenauigkeit, die im gezeigten Beispiel 10 Minuten beträgt, erkennt man den Zeitraum (17:50 Uhr bis 18:10 Uhr) im Editor eingetragen. Der potenzielle Besonnungszeitraum B dauert an diesem Tag von 15:00 Uhr bis 18: 10 Uhr.
Selbstverständlich sind manuelle änderungen der automatisch berechneten Zeiten möglich.
Weiterhin ist beim hier dargestellten Ausfuhrungsbeispiel vorgesehen, dass auch innerhalb des bzw. der Verschattungszeiträume eine Ansteuerung der Abblendvorrichtung mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung erfolgt
(„Verschattungshysterese"). In Fig. 3 ist dies an einem Beispiel dargestellt. Man erkennt ein Diagramm, in dem auf der Abszisse die Zeit und auf der Ordinate schematisch die Position der Abblendvorrichtung aufgetragen ist. Die Zeiträume x / und λJ geben potenzielle Besonnungszeiten an. Der Zeitraum X 2 gibt einen Verschattungszeitraum an.
Die Abblendvorrichtung, im gezeigten Beispiel eine Jalousie, befindet sich im Zeitraum JC / , also vor Beginn des Verschattungszeitraums in der zweiten Position bzw. in der Abblendposition, ist also „heruntergelassen". Im Anfangszeitpunkt des Verschattungszeitraums verbleibt die Jalousie zunächst in dieser Abblendposition. Erst nach einer Verzögerungszeit ti + tj, die beispielsweise einige Minuten betragen kann, wird die Abblendvorrichtung in die erste Position verbracht, also „hochgefahren".
Die Verzögerung kann eine als angenehm empfundene Wirkung haben, weil das menschliche Auge in dieser Zeit die Möglichkeit hat, sich an die veränderten Beleuchtungsbedingungen anzupassen.
Um den übergang der Beleuchtungsbedingungen noch fließender zu gestalten, kann innerhalb des Verzögerungszeitraums t / + t 2 noch ein Zwischenschritt vorgesehen sein, und zwar indem die Abblendvorrichtung in eine Zwischenposition mit reduzierter Abblendwirkung verbracht wird. Im gezeigten Beispiel wird die Zwischenposition durch Verstellung des Neigungswinkels der Lamellen der Jalousie eingestellt. Der Zeitpunkt für die Einstellung der Zwischenposition kann beispielsweise etwa in der Mitte der Verzögerungszeit liegen. Im gezeigten Beispiel werden hierfür die Lamellen nach der Zeit tj, also etwa nach der Hälfte der Verzögerungszeit t / + t 2 aus einer etwa senkrechten in eine etwa horizontale Stellung verbracht. In der Zwischenposition kann bereits in nennenswertem Ausmaß diffuses Licht von außerhalb in den Raum gelangen.
Die zuletzt beschriebene zeitverzögerte öffnung der Abblendvorrichtung, gegebenenfalls mit Zwischenschritt, kann auch in dem entsprechenden Fall vorgesehen sein, in dem während eines potenziellen Besonnungszeitraums - beispielsweise auf Grund von Veränderungen der Bewölkung - die Beleuchtungsbedingungen in dem Raum unter den Blendschwellwert absinken.
