Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR CONTROLLING VEHICLE FUNCTIONS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/072621
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for controlling vehicle functions (F1 to Fn) for increasing the well-being and/or the attention of at least one vehicle user in a vehicle (1). According to the invention, a number of vehicle functions (F1 to Fn) is activated when at least one determined user menu is selected. A leading function from the number of vehicle functions (F1 to Fn), which is associated with the user menu, is respectively predefined, and the temporal and content-related sequences of the other vehicle functions (F1 to Fn) associated with the user menu are matched with the leading function. The invention also relates to a device for carrying out said method and to a vehicle (1) comprising such a device.

Inventors:
HOFMANN, Hansjörg (Rosenrotweg 18, Stuttgart, 70567, DE)
MUECKE, Daniel (Gutenbergstr. 5-5, Böblingen, 71032, DE)
DASSLER, Jan (Vordere Straße 23, Kirchheim unter Teck, 73230, DE)
SCHÖNHERR, Gudrun (Feldbergstr. 43, Holzgerlingen, 71088, DE)
ULMER, Matthias (Liviusweg 3, Rottenburg, 72108, DE)
Application Number:
EP2018/076708
Publication Date:
April 18, 2019
Filing Date:
October 02, 2018
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
DAIMLER AG (Mercedesstraße 137, Stuttgart, 70327, DE)
International Classes:
B60R16/037; B60K28/06; B60N2/02; B60N2/90; B60W40/08; B60W50/08; B60W50/14; G08B21/06
Domestic Patent References:
WO2014118467A12014-08-07
WO2005082232A12005-09-09
Foreign References:
DE102013208347A12014-11-13
DE102012013549A12013-01-24
DE102010011319A12011-09-15
US20080311983A12008-12-18
EP2314207A12011-04-27
US5745031A1998-04-28
DE102012013549A12013-01-24
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1 . Verfahren zur Ansteuerung von Fahrzeugfunktionen (F1 bis Fn) zur Steigerung eines Wohlbefindens und/oder zur Steigerung einer Aufmerksamkeit zumindest eines Fahrzeugnutzers in einem Fahrzeug (1 ), wobei bei Auswahl zumindest eines bestimmten Nutzermenüs eine Anzahl von Fahrzeugfunktionen (F1 bis Fn) aktiviert wird,

dadurch gekennzeichnet, dass bei der Auswahl eines Nutzermenüs jeweils eine dem Nutzermenü zugeordnete Leitfunktion aus der Anzahl der

Fahrzeugfunktionen (F1 bis Fn) vorgegeben wird und die zeitlichen und inhaltlichen Abläufe der anderen dem Nutzermenü zugeordneten Fahrzeugfunktionen (F1 bis Fn) in Bezug auf die Leitfunktion abgestimmt werden.

2. Verfahren nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass als Fahrzeugfunktionen (F1 bis Fn) eine

Ionisation (I), eine Beduftung (B), eine Sitzbelüftung (S), eine Massage (M), eine Klimatisierung (K), eine Sitzheizung, ein Ambientelicht (A), eine akustische

Ausgabe (A1 ), eine optische Ausgabe (A2) und/oder eine klangabhängige

Bewegung zumindest von Teilbereichen eines Fahrzeugsitzes (2) zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt werden.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine in einen Fahrzeugsitz (2) integrierte Sitzblase zumindest für eine Massagefunktion zeitgleich im Takt abgespielter Musik angesteuert wird.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass ein Ambientelicht (A) in Abhängigkeit einer Hintergrundfarbe einer auf einer Anzeigeeinheit (7) ablaufenden Animation gesteuert wird.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines Gebläses ein Luftstoß erzeugt wird, worauf ein auf einer Anzeigeeinheit (7) dargestelltes Element sich zu bewegen scheint.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass eine Bewegungsgeschwindigkeit einer auf einer Anzeigeeinheit (7) dargestellten Animation in Abhängigkeit einer Geschwindigkeit abgespielter Musik eingestellt wird.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass im Fall auf einer Anzeigeeinheit (7) dargestellter Blumen, eine Beduftung (B) aktiviert wird.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass als wählbares Nutzermenü zumindest ein entspannendes und beruhigendes Nutzermenü und ein belebendes und aktivierendes Nutzermenü angeboten wird.

9. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass ein mit einem Bordcomputer (6) gekoppeltes Bedienelement (8) zur Auswahl eines bestimmten Nutzermenüs vorgesehen ist, wobei durch die Bedienung des Bedienelementes (8) eine Anzahl von aktivierten Fahrzeugfunktionen (F1 bis Fn) und deren Abläufe zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt sind.

10. Fahrzeug (1 ) mit einer Vorrichtung nach Anspruch 9.

Description:
Verfahren zur Ansteuerung von Fahrzeugfunktionen

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ansteuerung von Fahrzeugfunktionen zur

Steigerung eines Wohlbefindens und/oder zur Steigerung einer Aufmerksamkeit zumindest eines Fahrzeugnutzers in einem Fahrzeug. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und ein Fahrzeug mit einer solchen Vorrichtung.

Aus der DE 10 2012 013 549 A1 ist ein Verfahren zur Ermittlung eines Fahrerzustandes eines Fahrzeuges bekannt. Dabei wird aus sensoriellen Daten ein Maß für die Schwere der Unaufmerksamkeit und/oder Müdigkeit des Fahrers ermittelt und dem Fahrer wird in Abhängigkeit des ermittelten Maßes ein Warnhinweis ausgegeben. Zusätzlich wird dem Fahrer eine Anzahl von im Fahrzeug aktivierbarer Vitalisierungsmaßnahmen zur

Verringerung der Unaufmerksamkeit und/oder Müdigkeit zur manuellen Auswahl und/oder Aktivierung ausgegeben.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gegenüber dem Stand der Technik verbessertes Verfahren zur Ansteuerung von Fahrzeugfunktionen zur Steigerung eines Wohlbefindens und/oder zur Steigerung einer Aufmerksamkeit zumindest eines

Fahrzeugnutzers in einem Fahrzeug, eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und ein Fahrzeug mit einer solchen Vorrichtung anzugeben.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß hinsichtlich des Verfahrens durch die in Anspruch 1 , hinsichtlich der Vorrichtung durch die in Anspruch 9 und hinsichtlich des Fahrzeuges durch die in Anspruch 10 angegebenen Merkmale gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Ansteuerung von Fahrzeugfunktionen zur

Steigerung eines Wohlbefindens und/oder zur Steigerung einer Aufmerksamkeit zumindest eines Fahrzeugnutzers in einem Fahrzeug sieht vor, dass bei Auswahl zumindest eines bestimmten Nutzermenüs eine Anzahl von

Fahrzeugfunktionen (F1 bis Fn) aktiviert wird. Dabei wird bei der Auswahl eines

Nutzermenüs jeweils eine dem Nutzermenü zugeordnete Leitfunktion aus der Anzahl der Fahrzeugfunktionen (F1 bis Fn) vorgegeben und die zeitlichen und inhaltlichen Abläufe der anderen dem Nutzermenü zugeordneten Fahrzeugfunktionen (F1 bis Fn) werden in Bezug auf die Leitfunktion abgestimmt.

Durch Anwendung des Verfahrens sind die Fahrzeugfunktionen intelligent und koordiniert miteinander verknüpft, wodurch ein Gesamterlebnis für einen Fahrzeugnutzer und weitere Insassen des Fahrzeuges geschaffen wird. Dieses Gesamterlebnis bietet einen maximalen Mehrwert aus der Vielzahl der verfügbaren im Fahrzeug integrierten

Fahrzeugfunktionen von Sonderausstattungen.

Da dem Fahrzeugnutzer vorzugsweise mehr als ein solches Nutzermenü zur Auswahl angeboten wird, können verschiedene Atmosphären im Innenraum des Fahrzeuges dargestellt werden, die insbesondere der Fahrzeugnutzer, bei welchem es sich um einen Fahrer des Fahrzeuges handelt, nutzen kann, um einerseits sein Wohlbefinden zu steigern und seine Aufmerksamkeit zu erhöhen und andererseits, um das Gesamterlebnis im Fahrzeug zu genießen.

In einer Ausführungsform werden als Fahrzeugfunktionen eine Ionisation, eine Beduftung, eine Sitzbelüftung, eine Massage, eine Klimatisierung, eine Sitzheizung, ein

Ambientelicht, eine akustische Ausgabe, eine optische Ausgabe und/oder eine

klangabhängige Bewegung zumindest von Teilbereichen eines Fahrzeugsitzes zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt. Darüber hinaus können auch die

Fahrzeugfunktionen Motion Seating, Flächenheizung, beheizbare Nackenkissen oder andere Funktionen integriert werden.

In Abhängigkeit des durch den Fahrzeugnutzer gewählten Nutzermenüs wird eine

Mehrzahl der dem entsprechenden Nutzermenü zugeordneten Fahrzeugfunktionen miteinander kombiniert, um das Wohlbefinden, insbesondere des Fahrzeugnutzers, zu steigern und/oder die Aufmerksamkeit zu erhöhen. Eine Weiterbildung des Verfahrens sieht vor, dass zumindest eine in einen Fahrzeugsitz, insbesondere Fahrersitz, integrierte Sitzblase zumindest für eine Massagefunktion zeitgleich im Takt abgespielter Musik angesteuert wird. Dadurch kann beispielsweise die Aufmerksamkeit des Fahrzeugnutzers gezielt unterstützt werden, da der Fahrzeugnutzer durch die taktabhängige Ansteuerung einen Impuls erfährt. Auf diese Weise wird das Risiko eines sogenannten Sekundenschlafs reduziert.

In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens wird ein Ambientelicht in Abhängigkeit einer Hintergrundfarbe einer auf einer Anzeigeeinheit ablaufenden Animation gesteuert. Das Ambientelicht wird an die Hintergrundfarbe der Anzeigeeinheit angepasst, so dass der Innenraum durch die Anzeigeeinheit und das Ambientelicht harmonisch beleuchtet ist, wodurch ein Entspanntheitsgefühl des Fahrzeugnutzers, d. h. das Wohlbefinden, gesteigert werden kann.

Mittels eines Gebläses wird in einer Weiterbildung ein Luftstoß erzeugt, worauf ein auf einer Anzeigeeinheit dargestelltes Element sich zu bewegen scheint. Somit hat ein Betrachter der Anzeigeeinheit den Eindruck, dass die Bewegung des Elementes aus dem Luftstoß, welcher vorzugsweise mittels eines Gebläses der Klimaanlage des Fahrzeuges erzeugt wird, resultiert. Dadurch wird wiederum das koordinierte Zusammenspiel der Fahrzeugfunktionen dargestellt.

Eine weitere mögliche Ausführungsform des Verfahrens sieht vor, dass eine

Bewegungsgeschwindigkeit einer auf einer Anzeigeeinheit dargestellten Animation in Abhängigkeit einer Geschwindigkeit abgespielter Musik eingestellt wird. Auch hier wirken zumindest diese beiden Fahrzeugfunktionen koordiniert zusammen, wobei hierdurch sowohl das Wohlbefinden gesteigert als auch die Aufmerksamkeit des Fahrzeugnutzers erhöht werden können.

Des Weiteren kann im Fall auf einer Anzeigeeinheit dargestellter Blumen, eine Beduftung des Innenraumes des Fahrzeuges aktiviert werden. Dabei kann beispielsweise ein den dargestellten Blumen entsprechender Duft dem Innenraum zugeführt werden, wobei der Fahrzeugnutzer vorzugsweise die Möglichkeit hat, die Beduftung zu deaktivieren.

Die Beduftung, insbesondere ein entsprechend gewählter Duft, kann zum einen zur Steigerung des Wohlbefindens und zum anderen zur Steigerung der Aufmerksamkeit des Fahrzeugnutzers eingesetzt werden. Die oben beschriebenen Kombinationen von Fahrzeugfunktionen sind nur als

Ausführungsbeispiele erläutert und zeigen nicht das gesamte Spektrum an möglichen und sinnvollen Verknüpfungen der Fahrzeugfunktionen. Wichtig ist, dass dem Fahrzeugnutzer durch die Kombination, intelligente Verknüpfung und zeitliche Abfolge verschiedener zu diesem speziellen Zweck geeigneter Fahrzeugfunktionen ein Gesamterlebnis im Sinne einer Inszenierung geboten wird.

Über die oben explizit erwähnten Fahrzeugfunktionen können auch weitere

Fahrzeugfunktionen integriert werden.

Insbesondere werden als wählbares Nutzermenü ein entspannendes und beruhigendes Nutzermenü und ein belebendes und aktivierendes Nutzermenü angeboten.

Beispielsweise kann das eine Nutzermenü aktiviert werden, wenn der Fahrzeugnutzer aufgrund eines langen Arbeitstages gestresst ist. Das andere Nutzermenü, insbesondere zur Steigerung der Aufmerksamkeit, kann beispielsweise bei langen und monotonen Fahrten des Fahrzeugs aktiviert bzw. dem Fahrzeugnutzer zur Aktivierung angeboten werden.

Darüber hinaus betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des oben beschriebenen Verfahrens und ein Fahrzeug mit einer solchen Vorrichtung.

Mittels der Vorrichtung ist dabei die zeitliche und inhaltliche Abstimmung der

Fahrzeugfunktionen realisierbar, so dass für den Fahrzeugnutzer und gegebenenfalls für weitere Insassen ein Gesamterlebnis im Innenraum des Fahrzeuges erzeugbar ist.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert.

Dabei zeigen:

Fig. 1 schematisch einen Ausschnitt eines Innenraumes eines Fahrzeuges und

Fig. 2 schematisch eine Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zur

Ansteuerung von Fahrzeugfunktionen.

Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausschnittes eines Innenraumes eines Fahrzeuges 1 , wobei ein Fahrzeugsitz 2, ein Lenkrad 3, eine Frontscheibe 4 und eine Mittelkonsole 5 dargestellt sind.

Das Fahrzeug 1 verfügt über eine Anzahl von in Figur 2 gezeigten

Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn, die zur Steigerung eines Wohlbefindens und/oder zur Steigerung einer Aufmerksamkeit eines nicht näher dargestellten Fahrzeugnutzers aktiviert werden können.

Dabei sind die Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn über einen in die Mittelkonsole 5 integrierten Bordcomputer 6 mit einer Anzeigeeinheit 7 aktivierbar und auch wieder deaktivierbar, wobei der Bordcomputer 6 hierzu zumindest ein Bedienelement 8 aufweist.

Als aktivierbare Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn sind u. a. eine Ionisation I, eine

Beduftung B des Innenraumes, eine Sitzbelüftung S, eine Massage M, eine

Klimatisierung K, eine Sitzheizung, ein Ambientelicht A, eine akustische Ausgabe A1 , eine optische Ausgabe A2 mittels der Anzeigeeinheit 7 und/oder eine klangabhängige

Bewegung zumindest von Teilbereichen des Fahrzeugsitzes 2 in dem Fahrzeug 1 vorhanden.

Zudem können bzw. kann als eine Fahrzeugfunktion F1 bis Fn eine Beheizung einer Mittelkonsole 5 und/oder eines Lenkrades 3 vorhanden sein. Darüber hinaus können bzw. kann als eine Fahrzeugfunktion F1 bis Fn die Funktion Motion Seating, Flächenheizung sowie beheizte Nackenkissen vorhanden sein.

Unter Motion Seating soll dabei die Funktion verstanden werden, bei der sich Sitzlehne und Sitzkissen mit relativ geringen Amplituden zyklisch vor und zurück bzw. auf und ab bewegen. Durch die permanente Veränderung der Sitzposition soll verkrampftem Sitzen bei längerer Fahrt entgegengewirkt werden.

Diese Vielzahl der Fahrzeugfunktion F1 bis Fn steht dem Fahrzeugnutzer zur Verfügung, wobei die einzelnen Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn mittels nicht näher dargestellter Schalter im Fahrzeug 1 aktiviert und deaktiviert werden können.

Beispielsweise kann ein Einstellen der Sitzheizung, z. B. auf eine Stufe 2, mittels eines in einer Fahrzeugtür angeordneten, nicht gezeigten Schalters vorgenommen werden, wobei ein Massageprogramm und/oder eine Auswahl von Musik über den Bordcomputer 6 durch Bedienen eines Drehdrückstellers oder einer berührungssensitiven Schaltfläche aktiviert werden kann.

Jede Fahrzeugfunktion F1 bis Fn kann nur einzeln aktiviert werden, wobei aktivierte Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn zeitlich und inhaltlich nicht aufeinander abgestimmt sind.

So ist es z. B. möglich, dass als Programm einer Massage M "Active Workout" und als Thema des Ambientelichtes A "Purple Sky" eingestellt ist.

Um aktivierte Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn zeitlich und inhaltlich aufeinander

abzustimmen, ist vorgesehen, dass die Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn mittels des Bordcomputers 6, welcher eine Steuereinheit darstellt, zu koordinieren, wie in Figur 2 näher gezeigt ist.

Die einzelnen Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn werden zentral mittels eines

Anwendungsprogrammes, welches in dem Bordcomputer 6 hinterlegt ist, intelligent gesteuert.

Mittels des Bordcomputers 6 und/oder einer anderen geeigneten Steuereinheit werden alle einzelnen Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn, insbesondere deren Komponenten zum Ausführen der jeweiligen Fahrzeugfunktion F1 bis Fn, angesteuert.

Mittels der zentralen Ansteuerung der Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn wird eine

koordinierte Gestaltung von Abläufen der einzelnen Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn ermöglicht.

Dazu ist auf dem Bordcomputer 6 eine Steuerungssoftware SS implementiert, die sowohl mit dem Bedienelement 8, welches eine Mensch-Maschine-Schnittstelle darstellt, als auch mit einem Audio-Abspielgerät 9 des Fahrzeuges 1 zur akustischen Ausgabe A1 verbunden ist.

Der Bordcomputer 6 ist zur Ansteuerung der einzelnen Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn mit einem Bussystem 10 des Fahrzeuges 1 , insbesondere einem CAN-Bus, gekoppelt.

Durch die zentrale Ansteuerung der Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn mittels des

Bordcomputers 6 kann ein Verhalten, insbesondere ein Ablauf, der einzelnen Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt werden, wodurch eine Gesamtatmosphäre für den Fahrzeugnutzer und weitere Insassen des Fahrzeuges 1 erzeugt wird.

Beispielsweise werden aufblasbare Sitzblasen, die zur Fahrzeugfunktion F1 bis Fn Massage M dienen zeitgleich im Takt abgespielter Musik angesteuert.

Denkbar ist auch, dass ein Klang, d. h. insbesondere die akustische Ausgabe A1 , über Schallwandler, so genannte Exciter, in mechanische Bewegung, beispielsweise des Fahrzeugsitzes 2, übertragen und so zum körperlichen Sounderlebnis wird. Diese Fahrzeugfunktion F1 bis Fn ist unter dem Begriff 4D-Sound bekannt.

Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass das Ambientelicht A in

Abhängigkeit einer Hintergrundfarbe einer auf einer Anzeigeeinheit 7 ablaufenden Animation angepasst wird.

Wiederum alternativ oder zusätzlich wird mittels eines Gebläses einer Klimaanlage des Fahrzeuges 1 ein Luftstoß erzeugt, aus welchem eine Bewegung zumindest eines auf einer Anzeigeeinheit 7 dargestellten Elementes resultiert. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass die Bewegung des Elementes aus dem Luftstoß resultiert.

Eine Ausführungsform sieht vor, dass sich eine auf der Anzeigeeinheit 7 dargestellte Animation in Abhängigkeit einer Geschwindigkeit abgespielter Musik bewegt, wodurch ein harmonischer Eindruck zwischen der Anzeigeeinheit 7 und der Musik entsteht.

Des Weiteren ist vorgesehen, dass bei auf der Anzeigeeinheit 7 dargestellten Blumen die Beduftung B des Innenraumes des Fahrzeuges 1 aktiviert wird.

Durch das intelligente und koordinierte Zusammenspiel der Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn wird insbesondere dem Fahrzeugnutzer ein maximal möglicher Mehrwert im Fahrzeug 1 integrierter Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn geboten. Die oben dargestellten Kombinationen sind dabei keine abschließende Aufzählung, sondern dienen der Illustration des allgemeinen Gedankens.

Durch unterschiedliche Kombinationen von Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn können einerseits unterschiedliche Atmosphären im Innenraum des Fahrzeuges 1 geschaffen werden, durch die das Wohlbefinden und/oder die Aufmerksamkeit des Fahrzeugnutzers gesteigert werden kann. Hierzu kann der Fahrzeugnutzer ein gewünschtes Nutzermenü und somit eine entsprechende Atmosphäre wählen.

Andererseits kann eine entsprechende Atmosphäre geschaffen werden, so dass der Fahrzeugnutzer und weitere Insassen das Gesamterlebnis im Innenraum des

Fahrzeuges 1 genießen können.

Wird beispielsweise das Nutzermenü "Activation" gewählt, werden die

Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn akustische Ausgabe A1 , optische Ausgabe A2,

Beduftung B, Ionisation I, Ambientelicht A, Sitzbelüftung S, der 4D-Sound und ein bewegter Fahrzeugsitz 2, Motion Seating, aktiviert und deren Abläufe zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt.

Für jedes Nutzermenü werden Leitfunktionen aus der Anzahl der

Fahrzeugfunktionen F1 bis Fn, sogenannte Lead Functions, vorgegeben. Bei dem

Nutzermenü "Activation" ist die Lead Function beispielsweise die akustische Ausgabe A1 , wobei alle anderen dem Nutzermenü zugeordneten Fahrzeugfunktion F1 bis Fn in Bezug auf die Leitfunktion angepasst werden.

Bei dem Nutzermenü "Refreshment" stellt insbesondere die Klimatisierung K die

Leitfunktion dar.