| JP3029933 | LINEN CONVEYING CONVEYOR |
| JP3842369 | SUSPENSION CONVEYER |
| JP56087715 | FURNACE FOR INCINERATING WASTE RUBBER TIRE |
Müller, Beat (Dattenhubstrasse 2 Ottoberg, CH-8561, CH)
| 1. | Verfahren zum Wechseln zwischen serieller Förderung und paralleler Förderung in einem Fördersystem mit schienenartigen Führungsmitteln (2) und mit einer Mehrzahl von entlang der Führungsmittel (2) unabhängig voneinander verfahr baren Fördermitteln (1), dadurch gekennzeichnet, dass für einen Wechsel von serieller zu paralleler Förderung ein verschiebbares Schienenstück (5,5.15.4) in eine erste Position gebracht wird, in der das verschiebbare Schienenstück (5,5.1 5.4) an ein im wesentlichen stationäres Schienenstück (3) anschliesst, eine Mehr zahl von Fördermitteln (1) durch serielle Förderung über das stationäre Schie <BR> <BR> <BR> nenstück (3) auf das verschiebbare Schienenstück (5,5.15.4) gefdrdert und auf<BR> <BR> <BR> <BR> <BR> dem verschiebbaren Schienenstück (5,5.15.4) blokiert wird und das verschieb bare Schienenstück (5,5.15.2) mit den darauf blokierten Fördermitteln (1) im wesentlichen quer zu seiner Lange verschoben wird, und/oder dass für einen Wechsel von paralleler zu serieller Förderung das verschiebbare Schienenstück (5,5.15.4) im wesentlichen quer zu seiner Lange in eine zweite Position, in der es an ein weiteres, im wesentlichen stationäres Schienenstück (4) anschliesst, verschoben wird und die Fördermittel (1) auf dem verschiebbaren Schienenstück (5,5.15.4) entblockiert und in serieller Förderung vom verschiebbaren Schienen stück 4) über das weitere Schienenstück (4) weggefördert werden. |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das verschiebbare Schienenstück (5,5.15.4) zwischen der ersten Position und der zweiten Position in mindestens einer dritten Position positioniert wird, in welcher dritten Position Fördermittel (1) mit Gegenständen (11) beladen, auf Fördermittel (1) geladene Gegenstände (11) bearbeitet und/oder Gegenstände von Fördermitteln geladen werden. |
| 3. | Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von im wesentlichen parallel zueinander angeordneten, verschiebbaren Schienenstücken (5.15.4) vorgesehen wird und dass bei der Verschiebung eines der verschiebbaren Schienenstücke aus der ersten Position bzw. in die zweite Position ein weiteres verschiebbares Schienenstück in die erste Position bzw. aus der zweiten Position verschoben wird. |
| 4. | Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiebbaren Schienenstücke zwischen der ersten Position und der zweiten Position im wensentlichen hintereinander angeordnet sind und mit gleichen oder verschiedenen Abständen voneinander kontinuierlich oder getaktet gefördert werden oder zeitweise stillstehen. |
| 5. | Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Position und die zweite Position des verschiebbaren Schienenstücks (5) oder der verschiebbaren Schienenstücke (5.15.4) identisch sind und dass das verschiebbare Schienenstück oder die verschiebbaren Schienenstücke auf einem in sich geschlossenen Verschiebeweg verschoben werden. |
| 6. | Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem in sich geschlossenen Verschiebeweg eine Zahl von verschiebbaren Schienenstücken (5.15.4) im wesentlichen hintereinander verschoben werden, wobei die genannte Zahl der Zahl von ersten, zweiten und dritten Positionen entspricht. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördermittel (1) in derselben Förderrichtung (F. 1) auf das verschiebbare Schienenstück (5,5.15.4) gefördert und vom verschiebbaren Schienenstück (5, 5.15.4) weggefördert werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mit Hilfe der Fördermittel (1) Behälter (21) gehalten gefördert werden, welche Behälter (21) in einer dritten Position gefüllt und verschlossen werden. Fördersystem zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8, welches Fördersystem schienenartige Führungsmittel (2) und eine Mehr zahl von entlang der schienenartigen Pührungsmittel (2) voneinander unabhängig verfahrbare Fördermittel (1) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördersystem mindestens ein im wesentlichen quer zu seiner Länge verschiebbares Schienenstück (5,5.15.4), das in mindestens einer seiner Verschiebepositionen an ein im wesentlichen stationäres Schienenstück (3,4) an schliesst, und Mittel (6) zum Blockieren von Fördermitteln (1) auf dem mindestens einen verschiebbaren Schienenstück (5,5.15.4) aufweist. Fördersystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von im wesentlichen parallel zueinander angeordneten und simultan miteinander bewegbaren, verschiebbaren Schienenstüke (5.15.4) vorgesehen ist. Fördersystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiebbaren Schienenstücke (5.15.4) auf einem in sich geschlossenen Ver schiebeweg verschiebbar sind. |
| 7. | 12 Fördersystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der in sich geschlossene Verschiebeweg eine Position aufweist, in der ein verschiebbares Schienenstück (5.15.4) auf seinen beiden Seiten an ein im wesentlichen stationäres Schienenstück (3,4) anschliesst. |
| 8. | 13 Fördersystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiebbaren Schienenstücke (5.15.4) um eine Rotationsachse (A) rotierend antreibbar sind, von welcher Rotationsachse (A) sie gleich beabstandet und zu welcher Rotationsachse (A) sie parallel angeordnet sind. |
| 9. | 14 Fördersystem nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördermittel (1) mit Mitteln (10) zum Halten von Gegenstknden (11) ausgerüstet sind. |
| 10. | 15 Fördersystem nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die schienenartigen Führungsmittel (2) sechs käfigartig und parallel zueinander angeordnete Schienen sind und dass die Fördermittel (1) je mindestens eine Dreiergruppe (30) von Kugeln aufweisen, wobei die Dreiergruppen (30) von Kugeln derart angeordnet sind, dass bei der Förderung je eine Kugel auf zwei benachbarten Schienen abrollt. |
Stückgut wird zur Bearbeitung zu Bearbeitungsstationen zugefördert und nach der Bearbeitung von Bearbeitungsstationen weggefördert. Zur Bearbeitung von Stückgut werden Bearbeitungsmittel eingesetzt, die entweder im wesentlichen stationär sind, so dass die Förderung der Gegenstände für die Bearbeitung unterbrochen wird, oder mit
den geförderten Gegenständen mitbewegen, so dass eine unterbruchslose, kontinuierliche Förderung möglich ist.
Vielfach werden zur Erhöhung des Durchsatzes für derartige Stückgutbearbeitungen Reihen von identischen Bearbeitungsmitteln eingesetzt, mit denen je eine Mehrzahl von Gegenständen gleichzeitig (zeitlich parallel) bearbeitet wird.
Eine derartige Reihe von parallel betriebenen Bearbeitungsmitteln kann parallel zu einer Förderstrecke angeordnet sein, auf welcher Förderstrecke die Gegenstände seriell, das heisst im wesentlichen einzeln hintereinander gefördert werden. Der Betrieb einer derartigen Anordnung erfolgt in Bearbeitungstakten, in denen je eine Gruppe von Gegenständen bearbeitet wird, und mit den Bearbeitungstakten alternierenden Fördertakten, in denen die im vorangehenden Bearbeitungstakt bearbeiteten Gegenstände aus dem Bereich der Bearbeitungsmittel gefördert werden und zu bearbeitende Gegenstände in den Bereich der Bearbeitungsmittel gefördert werden. Für die Bearbeitung mit Hilfe einer zur Förderstrecke parallelen Reihe von Bearbeitungsmitteln werden die Gegenstände lediglich seriell gefördert. Die Lange der Bearbeitungstakte ist dabei von der durchzuführenden Bearbeitung, die Lange der Fördertakte von der Anzahl der gleichzeitig bearbeiteten Gegenstände abhängig.
Derartige Parallelbearbeitungen mit serieller Förderung sind beispielsweise üblich, wenn das Stückgut mittels Förderkette geordert wird, wobei an der Förderkette zum Halten von Gegenständen äquidistante Haltemittel angeordnet sind.
Wenn die Gegenstände für eine zeitlich parallele Bearbeitung auch örtlich parallel, das heisst auf verschiedene im wesentlichen parallel-laufende Förderwege verteilt gefördert werden, das heisst, wenn die Reihe von zeitlich parallel betriebenen Bearbeitungsmitteln im wesentlichen quer zur allgemeinen Förderrichtung angeordnet ist, werden die mit den Bearbeitungstakten alternierenden Fördertakte gegenüber der
oben genannten Methode kürzer, das heisst, der Durchsatz wird entsprechend höher. Es ist aber eine aufwendigere Fördervorrichtung zur Verfügung zu stellen, insbesondere dann, wenn die Parallelförderung nur in bestimmten Bereichen vorteilhaft, in anderen Bereichen aber eine serielle Förderung gewünscht wird, so dass Mittel zum Wechseln der Förderart (seriell/parallel) vorgesehen werden müssen. Derartige Mittel sind beispielsweise Verteil-und Zusammenfiihrweichen, mit deren Hilfe ein serieller Förderstrom von Gegenständen in parallele Teilströme aufgeteilt wird bzw. eine Mehrzahl von parallelen Teilströmen zu einem seriellen Förderstrom zusammengeführt wird. Für derartige Förderverfahren sind Förderketten mit Haltemittel nur anwendbar, wenn die Gegenstände bei den Weichen entsprechend übergeben werden. Einfacher werden die Gegenstände in derartigen Anwendungen durch geeignete Führungsmittel geführt beispielsweise auf Transportbändern gefördert und müssen dann zur exakten Positionierung in Bearbeitungsstationen meist von entsprechend ausgebildeten Haltemitteln übernommen und für die Bearbeitung in einer vorgegebenen Halteposition gehalten werden.
Der Wechsel zwischen serieller Förderung und paralleler Förderung mit Hilfe von Verteil-und Zusammenführweichen ist auch durchführbar in Fördersystemen mit schienenartigen Führungsmitteln und mit einer Vielzahl von voneinander unabhängigen Fördermitteln, die je einen Gegenstand oder eine kleine Gruppe von Gegenständen gehalten fordern und auf den schienenartigen Führungsmitteln individuell verfahrbar sind. In derartigen Fördersystemen fallen die Übergaben der Produkte an den Weichen- stellen weg, es bleiben aber die aufwendigen und viel Platz beanspruchenden Weichen und parallelen Schienenfuhrungen, die auch in einem derartigen System für Wechsel zwischen serieller und paralleler Förderung nach dem Stande der Technik erforderlich sind.
Weitere, bekannte Methoden für den Wechsel zwischen serieller und paralleler För- derung bestehen darin, Haltemittel für je eine Reihe von Gegenständen vorzusehen,
welche Haltemittel entweder derart gefordert werden, dass die Reihe parallel zur Förderrichtung gerichtet ist (serielle Förderung) oder im wesentlichen quer dazu (parallele Förderung). Dabei sind die Haltemittel entweder drehbar auf entsprechenden Fördermitteln angeordnet oder es sind für die serielle und parallele Förderlmg entsprechend verschiedene Schienen vorgesehen, wie dies beispielsweise in der Publikation DE-19717352 beschrieben ist. Durch die Verwendung derartiger Haltemittel kann zwar bei paralleler Förderung gegenüber serieller Förderung ohne viel Aufwand ein erhöhter Durchsatz erreicht werden, können aber im gleichen System die Gegenstände nicht ohne zusätzliche Mittel für eine einzelne Handhabung aus den Reihen herausgelöst werden.
Die Erfindung stellt sich nun die Aufgabe, ein Verfahren zur Stückgutförderung in einem Fördersystem mit schienenartigen Führungsmitteln und auf den schienenartigen Führungsmitteln unabhängig voneinander verfahrbaren Fördermitteln zur gehaltenen Förderung von einzelnen Gegenständen oder von kleinen Gruppen von Gegenständen aufzuzeigen, welches Verfahren beliebige Wechsel zwischen serieller und paralleler Förderung erlaubt. Das Verfahren soll insbesondere im gleichen System parallele Förderung mit verschiedenen Anzahlen von parallel geförderten Gegenständen ermöglichen, es soll Übergaben der Gegenstände möglichst vermeiden und trotzdem einfach, möglichst generell anwendbar und mit möglichst wenigen und einfachen Mitteln ralisierbar sein. Es ist ferner die Aufgabe der Erfindung, ein Fördersystem zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch das Verfahren zur Stückgutförderung und durch das Fördersystem zur Durchführung des Verfahrens, wie sie in den entsprechenden, unabhängigen Patentansprüchen definiert sind.
Im erfindungsgemässen Verfahren wird in einem Fördersystem mit schienenartigen Führungsmitteln und mit auf den schienenartigen Führungsmitteln unabhängig voneinander verfahrbaren Fördermitteln ein Wechsel von serieller zu paralleler Förde- rung realisiert dadurch, dass ein verschiebbares Schienenstück in eine erste Position gebracht wird, in der es an ein weiteres, im wesentlichen stationäres Schienenstück an- schliesst, dass eine Mehrzahl von Fördermitteln seriell über das stationäre Schie- nenstück auf das verschiebbare Schienenstück gefördert wird, dass die Mehrzahl von Födermitteln auf dem verschiebbaren Schienenstück blockiert wird und dass das verschiebbare Schienenstück mit den darauf blockierten Fördermitteln im wesentlichen quer zur Förderrichtung der seriellen Förderung, also im wesentlichen quer zu seiner Länge verschoben wird, was für die auf dem Schienenstück blockierten Fördermittel einer parallelen Förderung gleichkommt.
Für einen Wechsel von dieser parallelen Fördemng Z=Vück zu serieller Förderung wird das verschiebbare Schienenstück in einer weiteren Verschiebung im wesentlichen quer zu seiner Länge in eine zweite Position gebracht, in der es wiederum an ein im wesentlichen stationäres Schienenstück anschliesst, werden die Fördermittel auf dem verschiebbaren Schienenstück entblockiert und in serieller Förderung über das stationäre Schienenstück vom verschiebbaren Schienenstück weggefördert (serielle Förderung).
Die Fördermittel, deren Förderung nach dem erfindungsgemässen Verfahren teils seriell, teils parallel verläuft, sind beispielsweise mit Haltemitteln zur gehaltenen Förde- rung von Gegenständen ausgerüstet und tragen beim Wechsel von der seriellen zur parallelen Förderung beispielsweise zu bearbeitende Gegenstände. Die Gegenstände werden dann während der parallelen Förderung bearbeitet und die Fördermittel tragen bearbeitete Gegenstände, wenn wieder von paralleler zu serieller Förderung übergegangen wird. Ein vorübergehender Wechsel von serieller Förderung zu paralleler Förderung nach dem erfindungsgemässen Verfahren kann auch fUr eine parallele
Beladung bzw. Entladung der Fördermittel oder für eine Pufferung oder Zwischenlagerung von Fördermitteln bzw. Gegenständen angewendet werden.
Wichtige Vorteile des erfindungsgemässen Fördersystems bestehen dann, dass innerhalb desselben Fördersystems ohne Mehraufwand verschiedene Bereiche mit Parallelförderung mit verschiedenen Zahlen von parallelen Förderwegen realisiert werden können und dass die Fördermittel in Bereichen mit serieller Förderung voneinander völlig unabhängig sind.
Wenn die Fördermittel auf dem verschiebbaren Schienenstück in vorgegebenen Positionen blockiert werden, sind die Positionen der Gegenstände für eine Bearbeitung während der Parallelförderung in definierten Positionen gehalten und müssen nicht übergeben werden. Eine einfache Art zur Blockierung der Fördermittel auf dem verschiebbaren Schienenstück besteht darin, die maximal mögliche Zahl von Förder- mitteln auf das Schienenstück zu fördern und die beiden Enden des Schienenstücks zu schliessen. Die Fördermittel auf dem verschiebbaren Schienenstück halten sich dann gegenseitig in einer definierten Position fest.
Nach einer bevorzugten Ausfiihrungsform des erfindungsgemässen Verfahrens werden für die parallele Förderung eine Mehrzahl von gleichen, verschiebbaren Schie- nenstücken verwendet, die nacheinander in die erste Position gebracht, mit Fördermitteln beladen und dann im wesentlichen hintereinander und im wesentlichen quer zur seriellen Förderrichtung verschoben werden. Nach einer weiteren, vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens werden die verschiebbaren Schienenstücke auf einem in sich geschlossenen Verschiebeweg verschoben und ist die erste Position dieselbe Position wie die zweite, das heisst eine Position, in der auf beiden Seiten des verschiebbaren Schienenstücks ein stationäres Schienenstück anschliesst. In einer derartigen Ausführungsfbrm wird eine Gruppe von
Fördermitteln auf einem verschiebbaren Schienenstück dadurch ausgetauscht, dass die auf dem verschiebbaren Schienenstück positionierte Gruppe von einer neuen Gruppe weggeschoben wird.
Für die genannten, bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemässen Verfahrens eignen sich insbesondere Fördersysteme, deren Schienen und Fördermittel derart ausgebildet sind, dass Förderung in jeder relativen Lage der Fördermittel zu den Schienen möglich ist. Ein derartiges Fördersystem und Teile davon sind beispielsweise beschrieben in den Publikationen EP-0387318 (oder US-5074678, F270), EP-0870934 (F453) oder WO-98/23509 (F444) derselben Anmelderin.
Das Fördersystem zur Durchfühnung des erfindungsgemässen Verfahrens weist schienenartige Führungsmittel und auf den schienenartigen Führungsmitteln unabhängig voneinander verfahrbare Fördermittel zur gehaltenen Förderung von einzelnen Gegenständen oder von kleinen Gegenstandsgruppen auf, wobei mindestens ein Schienenstück im wesentlichen quer zu seiner Länge verschiebbar ist in eine Position, in der es an ein im wesentlichen stationäres Schienenstück anschliesst und aus einer derartigen Position heraus. Vorteilhafterweise weist das Fördersystem eine Mehrzahl von verschiebbaren Schienenstücken au die auf einem in sich geschlossenen Verschiebeweg hintereinander verschiebbar sind, wobei in mindestens einer der Verschiebepositionen an das verschiebbare Schienenstück ein stationäres Schienenstück anschliesst.
Ein Mittel zur Verschiebung einer Mehrzahl von Schienenstücken auf einem in sich geschlossenen Verschiebeweg ist beispielsweise eine um eine Rotationsachse drehbar angetriebene Schienenanordnung, in der eine Mehrzahl von verschiebbaren Schienen- stücken parallel zur Rotationsachse und mit gleichen Abständen von dieser und voneinander angeordnet sind, wobei die Schienenanordnung derart im Fördersystem
integriert ist, dass ihre Rotationsachse parallel zur Richtung der seriellen Förderung ausgerichtet ist.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Stückgutfbrderung und das Fördersystem zur Durchführung des Verfahrens werden anhand der folgenden Figuren mehr im Detail beschrieben. Dabei zeigen : Figur 1 ein allgemeines Schema zur Illustration der aufeinanderfolgenden Schritte des erfindungsgemassen Verfahrens ; Figur 2 eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform des erfindungsgemässen Fördersystems mit vier parallelen, verschiebbaren Schienenstücken, die auf einem kreisförmigen Verschiebeweg verschiebbar sind (Blickwinkel quer zur Förderrichtung der seriellen Förderung) ; Figur 3 eine schematische Darstellung einer weiteren, beispielhaften Aus- führungsform des erfindungsgemässen Fördersystems mit zwei parallelen, auf einem kreisförmigen Verschiebeweg verschiebbaren Schienenstücken (Blickwinkel parallel zur Förderrichtung der seriellen Förderung) ; Figur 4 ein Beispiel von Schienen und Fördermitteln für das erfindungsgemässe Fördersystem.
Figur 1 zeigt in einer sehr schematischen Art und Weise aufeinanderfolgende Verfahrensphasen (a) bis (g), die durchlaufen werden, wenn gemäss erfin- dungsgemässem Verfahren in einem Fördersystem mit Schienen und einer Mehrzahl von voneinander unabhängig auf den Schienen verfahrbaren Fördermitteln ein Wechsel von serieller Förderung zu paralleler Förderung und ein zweiter Wechsel zurück zu serieller Förderung durchgeführt wird.
Die Fördermittel 1 sind schematisch als einfache, in einem Schienenpaar oder Förderkanal 2 laufende Korper dargestellt. Es ist für die Erfindung nicht wesentlich, wie die Fördermittel in den Schienen geftihrt sind und laufen, und es ist auch nicht wesentlich, wie die Fördermittel zu fördernde Gegenstände halten.
Die Figur 1 zeigt zwei im wesentlichen stationare Schienenstücke 3 und 4, durch die Förderrichtungen F. 1 und F. 3 der seriellen Förderung definiert sind, und ein im wesent- lichen quer zu den Förderrichtungen F. 1 und F. 3 (Förder-oder Verschieberichtung F. 2 der parallelen Förderung) verschiebbares Schienenstück 5. Ferner zeigt die Figur 1 Blockiermittel in Form eines Paars von Schienenabschlüssen 6, die relativ zum verschiebbaren Schienenstück 5 in eine offene Position und in eine geschlossene Posi- tion bringbar sind und die mit dem verschiebbaren Schienenstück in Verschieberichtung F. 2 verschiebbar sind.
Verfahrensphase (a) zeigt das verschiebbare Schienenstück 5 in einer ersten Position, in der es mindestens auf seiner einen Seite an ein stationäres Schienenstück 3 anschliesst.
In dieser ersten Position werden Fördermittel 1 in serieller Förderung (Förderrichtung F. 1) über das stationäre Schienenstück 3 auf das verschiebbare Schienenstück 5 gefördert, beispielsweise, bis dieses voll ist (Verfahrensphase (b)). Dann werden die Fördermittel 1, die sich auf dem verschiebbaren Schienenstück 5 befinden, beispielsweise durch Verschliessen der beiden Enden des Schienenstücks mit Elfe der Schienenabschlüsse 6 blokiert (Verfahrensphase (c)) und wird das verschiebbare Schienenstück 5 aus der ersten Position verschoben (Verfahrensphase (d)) in einer Richtung F. 2, die mindestens in einer ersten Phase im wesentlicher quer zur Förderrich tung F. 1 der seriellen Förderung gerichtet ist. Mindestens in einer letzten Phase der Parallelförderung wird das verschiebbare Schienenstück 5 wiederum in der Verschieberichtung F. 2 in eine zweite Position verschoben, in der es wiederum, beispielsweise mit seinem anderen Ende an ein im wesentlichen stationäres Schie- nenstück 4 anschliesst (Verfahrensphase (e)). Die Fördermittel auf dem verschiebbaren
Schienenstück 5 werden entblockiert, dadurch, dass die Schienenabschlüsse 6 in ihre geöffnete Stellung gebracht werden (Verfahrensphase (f)) und die Fördermittel 1 auf dem verschiebbaren Schienenstück 5 werden in Förderrichtung F. 3 in serieller Förderung vom verschiebbaren Schienenstück 5 weggefördert (Verfahrensphase (g)).
Wie bereits oben angetönt, ist es denkbar, dass das verschiebbare Schienenstück 5 zwischen seiner Verschiebung aus der ersten Position und seiner Verschiebung in die zweite Position, welche beiden Verschiebungen im wesentlichen quer zu den Förderrichtungen F. 1 und F. 3 also quer zur Länge des verschiebbaren Schienenstücks 5 gerichtet sind, in verschiedenen Richtungen verschoben wird, beispielsweise auch parallel zu F. 1 oder F. 3. Es ist auch keine Bedingung, dass die Richtung der seriellen Förderung in der ersten Position (F. 1) gleich ist wie oder parallel zur Richtung der seriellen Förderung (F. 3) in der zweiten Position (F. 3). In bevorzugten Ausführungs- formen des erfindungsgemässen Verfahrens wird aber der grösste Teil der Ver- schiebung des verschiebbaren Schienenstücks 5 im wesentlichen senkrecht zu F. 1/F. 3 verlaufen und werden die beiden stationaren Schienenstücke 3 und 4 und damit die beiden Förderrichtungen F. 1 und F. 3 im wesentlichen parallel zueinander oder auf der gleichen Linie verlaufen. Auf dem Verschiebeweg können gleichzeitig eine Mehrzahl von verschiebbaren Schienenstücken mit gleichen oder verschiedenen Abständen voneinander kontinuierlich oder taktweise gefördert werden oder sie können auch zeitweise stillstehen (beispielsweise fiir Pufferung oder Zwischenlagerung).
Figur 2 zeigt denjenigen Teil einer beispielhaften Ausfiihrungsform des erfin- dungsgemässen Fördersystems, der für einen Wechsel von serieller Förderung (Förderrichtung F. 1) zu paralleler Förderung (Förderrichtung F. 2) und zurück zu serieller Förderung (Förderrichtung F. 3 oder F. 1) dient. Fördermittel 1 werden entlang eines stationären Schienenstücks 3 seriell zugefördert, durch Verschiebung von vier verschiebbaren Schienenstüken 5.1 bis 5.4 in paralleler Förderung in einer Verschieberichtung F. 2 weitergefordert, um schliesslich wieder in serielle Förderung in
Förderrichtung F. 3 (oder wieder F. 1) entlang eines weiteren, stationären Schienenstücks 4 (oder 4) weggefördert zu werden.
Die auf den Schienen verschiebbaren Fördermittel 1 sind wiederum als in einem Schienenpaar oder Förderkanal 2 verfahrbare Körper dargestellt, die mit von den Schienen beabstandeten Haltemitteln 10 zum Ergreifen und Halten von Gegenständen 11 ausgerüstet sind. Die Parallelförderung dient im dargestellten, beispielhaften Anwen- dungsfalle einer parallelen Beladung der auf einem der verschiebbaren Schienenstücke (5.1 bis 5.4) blockierten Fördermittel mit Gegenständen 11.
Die vier verschiebbaren Schienenstücke 5.1 bis 5.4 sind auf einem kreisformigen Verschiebeweg parallel zueinander und in gleichen Abständen voneinander angeordnet, derart, dass die Position eines Schienenstiickes nach einem Verschiebeschritt von einem nachfolgenden Schienenstück eingenommen wird. Der Verschiebeweg verläuft auf einem Zylindermantel, dessen Rotationsachse parallel zu den Förderrichtungen F. 1 und F. 3 ausgerichtet ist.
Die erste Position der verschiebbaren Schienenstücke 5.1 bis 5.4 ist in der Figur 2 oben angeordnet. Fördermittel 1 mit leeren Haltemitteln 10 werden auf verschiebbare Schienenstücke 5.1 bis 5.4 geladen, die in dieser ersten Position positioniert sind. Durch eine Verschiebung der verschiebbaren Schienenstücke (Rotation um beispielsweise 90°) wird das beladene, verschiebbare Schienenstück in eine dritte Position gebracht, in der die Haltemittel 10 der blokierten Fördermittel 1 mit Gegenständen 11 beladen wer- den, und ein weiteres, verschiebbares Schienenstück wird in die erste Position gebracht.
Aus der dritten Position wird das Schienenstück voll mit beladenen Fördermitteln in eine zweite Position gebracht, in der es an ein weiteres, stationäres Schienenstück 4 anschliesst. Die beladenen Fördermittel werden nach Entblockierung in serieller Förde- rung auf das Schienenstück 4 gefördert.
Wie in der Figur 2 strichpunktiert dargestellt, ist es auch möglich, dass die erste und die zweite Position und die beiden Förderrichtungen F. l und F. 3 identisch sind, dass also beide Enden eines in dieser Position positionierten, verschiebbaren Schienenstücks 5.1 bis 5.4 an ein stationäres Schienenstück 3 und 4'anschliessen und die beladenen Fördermittel 1 auf das stationäre Schienenstück 4'gefordert werden, indem sie durch auf dem stationären Schienenstück 3 zugeförderte, unbeladene Fördermitte ! wegge- schoben werden.
Selbstverständlich ist das in der Figur 2 dargestellte Fördersystem nicht nur für das parallele Beladen von Fördermitteln mit Gegenständen, wie es in der Figur 2 dargestellt ist, anwendbar sondern in gleicher Weise auch für eine parallele Bearbeitung von Gegenständen in mindestens einer dritten Position. Es können auch Beladen, Bearbeiten und/oder Entladen von Gegenständen in aufeinanderfolgenden dritten Positionen alle während der gleichen parallelen Förderung durchgeführt werden.
Figur 3 zeigt mit Blickwinkel parallel zur Richtung der seriellen Förderung einen Teil einer weiteren, beispielhaften Ausführungsfbrm des erfindungsgemässen Fördersystems. Es handelt sich wiederum um den Systemteil, der zum Wechsel von serieller zu paralleler Förderung und zurück zu serieller Förderung dient. Die verschiebbaren Schienenstücke 5.1 und 5.2 sind, wie die Schienenstücke 5.1 bis 5.4 der Figur 2 um eine Rotationsachse A auf einem kreisförmigen Verschiebeweg verschiebbar angeordnet. Die Schienenstücke sind dabei an mittig drehbar gelagerten Drehhebeln 20 angeordnet.
Die Fördermittel 1 sind wiederum mit Haltemitteln 10 ausgerüstet, welche Haltemittel 10 zum Halten von zylindrischen Behältern 21 ausgebildet sind. Die Fördermittel werden beispielsweise in der oberen Position (erste und zweite Position) seriell zugefördert und weggefördert und werden in der unteren Position (dritte Position)
gefüllt, indem Stapel 22 von Artikeln (beispielsweise Biskuits) in die gegen unten offenen Behälter geschoben und entsprechende Deckel darauf gedrückt werden.
Figur 4 zeigt eine beispielhafte Ausführungsform für Schienen 2 und Fördermittel 1 für das erfindungsgemasse Fördersystem. Die Fördermittel 1 weisen je mindestens eine Dreiergruppe 30 von Kugeln auf, die auf sechs käfigartig angeordneten parallelen Schienen 2 laufen. Die Fördermittel 1 ragen zwischen zwei der Schienen aus dem Käfig und tragen an dieser Stelle nicht dargestellte Haltemittel, die für eine spezifische Anwendung ausgebildet sind. Die dargestellten Schienen 2 und Fördermittel 1 eignen sich sehr gut für das erfindungsgemässe Verfahren, weil eine Förderung der Fördermittel 1 in verschiedenen Lagen relativ zu den Schienen 2 möglich ist und weil es einfach möglich ist, verschiebbare Schienenstücke und Übergänge zwischen verschiebbaren Schienenstücken und stationären Schienenstücken zu realisieren. Dieses Fördersystem und Teile davon sind in den weiter oben bereits zitierten Publikationen derselben Anmelderin beschrieben.
In der obigen Beschreibung des erfindungsgemässen Verfahrens und des erfin- dungsgemässen Fördersystems sind keine konstruktiven Details enthalten, da diese sehr stark von den Charakteristiken der verwendeten Schienen und Fördermittel abhängig sind und da es für einen Fachmann, der das Prinzip aus der Beschreibung entnommen hat, ohne weiteres möglich ist, das erfindungsgemässe Fördersystem entsprechend zu realisieren.
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