| 1. | Verfahren für den Zuschnitt von Blechteilen (2) aus einem Bandblech (3), wobei mehrere Blechteile (2) nebeneinander aus dem Bandblech (3) ge schnitten werden, und wobei der Schneidvorgang mit Verschnittoptimierung durchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschnittoptimie rung auftragsübergreifend erfolgt, dass die Blechteile (2) auftragsübergrei fend aus dem Bandblech (3) geschnitten werden und dass die einzelnen Blechteile (2) während oder vor dem Schneidvorgang mit Zuordnungszei chen (11), vorzugsweise mit Auftragsund/oder Kommissionsnummer, ver sehen werden, um die Blechteile (2) eindeutiger und unverwechselbar zu kennzeichnen. |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechteile (2) während oder vor dem Abtrennvorgang durch eine Querschneidvorrich tung (6) mit Zuordnungszeichnen (11) versehen werden. |
| 3. | Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Schneidvorgang computerun terstützt durchgeführt wird, und wobei in einer Datenbank Informationen über Schnittführung, Anordnung und Zuordnungszeichen (11) der Blechteile (2) abgelegt werden, dadurch gekennzeichnet, dass Informationen über die Zuordnungszeichen (11) und die Position der Blechteile (2) einer Druck vorrichtung (10) zur Verfügung gestellt werden und die Zuordnungszeichen (11) durch die Druckvorrichtung (10) auf die Blechteile (2) aufgebracht werden. |
| 4. | Vorrichtung (1) für den Zuschnitt von Blechteilen (2) aus einem Bandblech (3) zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Druckvorrichtung (10) unmittelbar im Bereich einer Schneidvorrichtung (6) angeordnet und vorzugsweise mit dieser gekoppelt ist. |
| 5. | Vorrichtung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidvorrichtung eine Querschneidvorrichtung (6) zum Abtrennen des Blechteiles (2) ist. |
| 6. | Vorrichtung (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckvorrichtung (10) als Tintenstrahldrucker ausgebildet ist. |
Es ist bekannt, Blechteile aus einem Bandblech mit Verschnittoptimierung auszu- schneiden. Derartige Blechteile werden beispielsweise für die Automobilindustrie gefertigt. Der Verschnittoptimierung sind dabei allerdings Grenzen gesetzt, da die Zuschneidung der Blechteile und die Verschnittoptimierung jeweils nur für einen einzigen Auftrag erfolgt. Innerhalb eines einzigen Auftrages können die Blechteile dabei durchaus durcheinander und in verschiedenen Richtungen aus dem Bandblech geschnitten werden.
Aus der US 6,539, 830 B1 ist eine Verarbeitungsvorrichtung für Schnittholz be- kannt, bei der Schnittteile aus einer Platte herausgeschnitten werden und die einzelnen Schnittteile durch einen Tintenstrahldrucker markiert werden. Auf- tragsübergreifende Schnittoptimierung ist in dieser Veröffentlichung nicht vorge- sehen.
Aufgabe der Erfindung ist es, den Verschnittanteil beim Zuschnitt von Blechteilen weiter zu senken.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass die Verschnittoptimierung auftragsübergreifend erfolgt, dass die Blechteile auftragsübergreifend aus dem Bandblech geschnitten werden und dass die einzelnen Blechteile während oder vor dem Schneidvorgang mit Zuordnungszeichen, vorzugsweise mit Auftrags- und/oder Kommissionsnummer, versehen werden, um die Blechteile eindeutiger und unverwechselbar zu kennzeichnen.
Dadurch, dass jeder Blechteil mit einem Zuordnungszeichen über Auftrags- und/oder Kommissionsnummer versehen wird, können die Zuschnitte der Blech- teile auftragsübergreifend erfolgen. Dies bedeutet, dass Verschnittoptimierungs- programme die verschiedensten Formen mehrerer Schnittaufträge für die Ver- schnittoptimierung verwenden können, wodurch der Verschnittanteil wesentlich gesenkt werden kann. Es werden somit Blechteile verschiedener Aufträge un- mittelbar nacheinander aus dem Bandblech herausgeschnitten.
Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, dass Informationen über die Zuordnungszei- chen und die Position der Blechteile einer Druckvorrichtung zur Verfügung ge- stellt werden und die Zuordnungszeichen durch die Druckvorrichtung auf die Blechteile aufgebracht werden. Dem Programm, welches den Schneidvorgang samt Schnittoptimierung steuert, muss zwangsläufig bekannt sein, welche Blech- teile zu welchem Auftrag gehören. Dies wird hier ausgenutzt, indem die Druck- vorrichtung ebenfalls von dieser Schnittsoftware gesteuert wird und die Auftrags- und/oder Kommissionsnummer oder entsprechende andere Zuordnungszeichen auf das Blechteil druckt, welche somit eindeutig und unverwechselbar gekenn- zeichnet ist.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass Druckvorrichtung unmittelbar im Bereich der Schneidvorrichtung angeordnet und vorzugsweise mit dieser gekoppelt ist. Be- sonders vorteilhaft ist es, wenn die Druckvorrichtung mit einer Querschneidevor- richtung kombiniert wird, welche die Querschnitte normal zur Förderrichtung des Bandbleches durchführt. Die Blechteile werden während oder vor dem Abtrenn- vorgang durch die Querschneidvorrichtung mit Zuordnungszeichen versehen. Die Beschriftung selbst wird somit knapp vor dem entgültigen Abtrennen oder gleich- zeitig mit dem Abtrennen durchgeführt.
Die als Druckvorrichtung für den Industriegebrauch ausgebildete Druckvorrich- tung kann als Tintenstrahldrucker ausgebildet sein.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figur näher erläutert.
Die Figur zeigt schematisch eine Vorrichtung 1 für den Zuschnitt von Blechteilen 2 aus einem Bandblech 3. Mit Bezugszeichen 4 ist eine Rolle mit Endlosblech be- zeichnet, Bezugszeichen 5 bezeichnet Antriebswalzen für den Schnittgutvor- schub.
Der Schneidvorgang und die Schnittoptimierung wird über entsprechende Soft- ware gesteuert. Die Anordnung der Blechteile 2 und die Schnittführung erfolgt dabei auftragsübergreifend, das heißt, dass in einem Zuschnittssektor Blechteile verschiedenster Aufträge angeordnet sind. Die Schnittführung erfolgt über eine Schneidvorrichtung 6, welche entweder als Hochdruckwasserstrahl, als Laser, als Erosionsschneider oder als Rollmeißel bzw. Rollschere ausgebildet sein kann. Die Schneidvorrichtung 6 wird über einen Antrieb 7 computergesteuert positioniert.
Darüber hinaus kann ein weiterer Antrieb 8 für die Positionierung der Schneid- vorrichtung 6 in Längsrichtung des Bandbleches 3 vorgesehen sein, wobei die Schneidvorrichtung 6 auf einer Laufschiene 9 gelagert ist. Die zugeschnittenen Blechteile 2 werden über eine Druckvorrichtung 10 vor oder während dem end- gültigen Abtrennen des Blechteiles 2 mit Zuordnungszeichen 11 versehen. Die Druckvorrichtung 10 ist dabei vorzugsweise mit der Querschneidevorrichtung 6 verbunden, welche die Abtrennschnitte durchführt. Da der Software, die den Schneidvorgang samt Schnittoptimierung steuert, bekannt ist, welche Teile 2 zu welchem Auftrag gehören, können die entsprechenden Informationen an die ebenfalls durch die Schnittsoftware gesteuerte Druckvorrichtung 10 übermittelt werden, welche die Auftrags-und/oder Kommissionsnummer oder entsprechende Zuordnungszeichen 11 auf das Blechteil 2 druckt, welches somit eindeutig und unverwechselbar gekennzeichnet ist.
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