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Title:
METHOD FOR CUTTING A TUBE SEGMENT FROM A TUBE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/032764
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for cutting a tube segment (1) from a tube, said tube being provided with an inner tube (2) and an outer tube casing (3) surrounding the inner tube (2). Said the tube segment (1) is separated from the tube, by means of a cutting tool, at a cutting point in a cutting plane oriented transversely to the longitudinal extension of the tube. The tube casing (3) of the tube is surrounded by a seperable tube retainer (4), which covers the provided cutting point before the tube segment (1) is separated from the tube, by means of the cutting tool, at the cutting point, wherein the tube retainer (4) completely surrounds the outer tube casing (3) in a peripheral direction. Said claimed method and tube segment produced according to said method are characterised in that the tube retainer (4) is fixed to the tube casing (3), and/or the tube surrounded by the tube retainer (4) is separated by means of the cutting tool such that a relative displacement of the tube retainer (4) with respect to the tube casing (3), that is, of the tube casing (3) with respect to the inner tube (2), is prevented.

Inventors:
SCHLITTER, Roger (Tannensteige 1a, Freiburg, 79117, DE)
KURY, Werner (Gerbergasse 54, Müllheim, 79379, DE)
Application Number:
EP2013/002401
Publication Date:
March 06, 2014
Filing Date:
August 09, 2013
Export Citation:
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Assignee:
NEOPERL GMBH (Klosterrunsstraße 11, Müllheim, 79379, DE)
International Classes:
B26D3/16; B26D7/08; B26F3/06; F16L33/207
Foreign References:
US20080016936A1
US20080016936A1
Attorney, Agent or Firm:
BÖRJES-PESTALOZZA, Henrich et al. (Urachstraße 23, Freiburg i. Br., 79102, DE)
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Claims:
Ansprüche

Verfahren zum Ablängen eines Schlauch-Teilstückes (1) von einem Schlauch, welcher Schlauch einen Innenschlauch (2) und eine den Innenschlauch (2) umschließende äußere Schlauchummantelung (3) aufweist, wobei das Schlauch- Teilstück (1) mit Hilfe eines Schneidwerkzeuges an einer Schnittstelle in einer quer zur Längserstreckung des Schlauches orientierten Schnittebene von diesem abgetrennt wird, wobei die Schlauchummantelung (3) des Schlauches mittels einer durchtrennbaren Schlauchfixierung (4) umhüllt wird, welche die vorgesehene Schnittstelle überdeckt, bevor das Schlauch-Teilstück (1) an der Schnittstelle vom Schlauch mit Hilfe des Schneidwerkzeuges abgetrennt wird, und wobei die Schlauchfixierung (4) die äußere Schlauchummantelung (3) in Umfangs- richtung vollständig umschließt, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlauchfixierung (4) auf der Schlauchummantelung (3) derart fixiert und/oder der von der Schlauchfixierung (4) umschlossene Schlauch mit Hilfe des Schneidwerkzeuges derart durchtrennt wird, dass eine Relativverschiebung der Schlauchfixierung (4) gegenüber der Schlauchummantelung (3) beziehungsweise der Schlauchummantelung (3) gegenüber dem Innenschlauch (2) verhindert ist.

Schlauchstück (1) mit einem Innenschlauch (2) und einer den Innenschlauch (2) umschließenden äußeren Schlauchummantelung (3), welche Schlauchummantelung (3) von einer abgelängten durchtrennbaren Schlauchfixierung (4) umhüllt ist, die bis zu einer durch ein stirnseitiges Ende des Schlauchstückes gebildeten und quer zur Längser- Streckung des Schlauchstückes (1) orientierten Schnittebene reicht, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlauchfixierung (4) die äußere Schlauchummantelung (3) in Um- fangsrichtung mit einem Umschlingungswinkel von wenigstens 360° mindestens vollständig umschließt, und dass die Schlauchfixierung (4) derart auf der äußeren Schlauchummantelung (3) fixiert ist, dass eine Relativverschiebung der Schlauchfixierung (4) gegenüber der Schlauchummantelung (3) beziehungsweise der Schlauchummantelung (3) gegenüber dem Innenschlauch (2) verhindert ist .

Verfahren oder Schlauchstück nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlauchfixierung (4) ein einseitig klebendes Klebeband ist.

Verfahren oder Schlauchstück nach Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet, dass die als Klebeband ausgestaltete Schlauchfixierung (4) ein den Schlauch vollständig umschließendes Mittelstück (6) hat, an das sich beidseits Schlauchfixierungs-Endstücke (7, 8) anschließen, dass die Schlauchfixierungs-Endstücke (7, 8) mit ihren Klebeflächen (9) aneinander anliegen und dass die mit ihren Klebeflächen (9) aneinander anliegenden Schlauchfixie¬ rungs-Endstücke (7, 8) derart an den Schlauch angelegt sind, dass die Klebefläche (9) eines der Schlauchfixierungs-Endstücke (7, 8) mit einem über das andere Schlauchfixierungs -Endstück (7, 8) überstehenden Teilbereich an dem Schlauch oder an dem Schlauch-Teilstück klebend gehalten ist.

Verfahren oder Schlauchstück nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die als Klebeband ausgestaltete Schlauchfixierung (4) zwei miteinander verbun- dene Schlauchfixierungs-Teilbereiche (10, 11) hat, von denen der eine Schlauchfixierungs-Teilbereich (10) den Schlauch vollständig umschließt und von denen der andere Schlauchfixierungs-Teilbereich (11) mit seiner Klebefläche (9) klebend an der Außenseite des den Schlauch umschließenden Schlauchfixierungs-Teilbereiches (10) erhalten ist.

Verfahren oder Schlauchstück nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass die Schlauchfixierung (4) ein Schrumpfschlauch ist, dessen lichter Schlauchdurchmesser durch Wärmeeinwirkung derart reduzierbar ist, dass sich der Schrumpfschlauch unverrückbar am Schlauch- außenumfang und insbesondere an der Schlauchummantelung (3) des Schlauches anlegt.

Verfahren oder Schlauchstück nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass die Schlauchfixierung (4) als eine die Schlauchummantelung (3) in einem Teilabschnitt in Umfangsrichtung vollständig umschließende und im Spritzguss-Verfahren hergestellte Umhüllung ausgestaltet ist.

Verfahren oder Schlauchstück nach. einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch mittels eines als Schneidwerkzeug dienenden und etwa senkrecht zur Schlauch-Längsrichtung geführten Schneidmesser (12) abgelängt wird.

Verfahren oder Schlauchstück nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf das mit Hilfe der Schlauchfixierung (4) gesicherte Ende des Schlauch- Teilstückes (1) eine Klemmhülse, eine Crimphülse oder dergleichen Schlauch-Endstück (5) aufgeschoben ist und dass die Schlauchfixierung (4) über das innenliegende Ende des Schlauch-Endstückes (5) vorsteht und einen Knickschutz bildet. 10. Verfahren oder Schlauchstück nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch mittels eines eine Schneidhitze entwickelnden Schneidwerkzeuges (13) abgelängt wird, und zwar vorzugsweise derart, dass das während der Schneidhitze teigig werdende Kunststoff- material wenigstens eines der Bestandteile: Schlauchfixierung (4), Schlauchummantelung (3) beziehungsweise Innenschlauch (2) zumindest bereichsweise an wenigstens einer der benachbarten Bestandteile (2, 3, 4) fixiert.

Description:
VERFAHREN ZUM ABLÄNGEN EINES SCHLAUCH-TEILSTÜCKES

VON EINEM SCHLAUCH

QUERVERWEIS AUF VERWANDTE ANMELDUNGEN:

Diese Anmeldung beansprucht den Rechtsvorteil der am 30. August 2012 eingereichten US-Provisional -An- meidung Nr. 61/694 , 839 sowie der am 29. August 2012 eingereichten US- Patentanmeldung Nr. 13/597,731 und ist eine Continuation-In-Part-Anmeldung der am 11. Juli 2007 eingereichten US-Patentanmeldung Nr. 11/775,890, deren vollständiger Offenbarungsgehalte hiermit ausdrücklich eingebunden sind.

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ablängen eines Schlauch-Teilstückes von einem Schlauch, welcher Schlauch einen Innenschlauch und eine den In- nenschlauch umschließende äußere Schlauchummante- lung aufweist, wobei das Schlauch-Teilstück mit Hilfe eines Schneidwerkzeuges an einer Schnittstelle in einer quer zur Längserstreckung des Schlauches orientierten Schnittebene von diesem ab- getrennt wird, wobei die Schlauchummantelung des Schlauches mittels einer durchtrennbaren Schlauchfixierung umhüllt wird, welche die vorgesehene Schnittstelle überdeckt, bevor das Schlauch-Teil - stück an der Schnittstelle vom Schlauch mit Hilfe des Schneidwerkzeuges abgetrennt wird, und wobei die Schlauchfixierung die äußere Schlauchummantelung in Um- fangsrichtung vollständig umschließt.

Die Erfindung befasst sich auch mit einem Schlauchstück, das einen Innenschlauch und eine den Innenschlauch umschließende äußere Schlauchummantelung hat, welche Schlauchummantelung von einer abgelängten, das heißt auf eine bestimmte Länge zugeschnittenen durchtrennbaren Schlauchfixierung umhüllt ist, die bis zu einer durch ein stirnseitiges Ende des Schlauch- Stückes gebildeten und quer zur Längserstreckung des Schlauches orientierten Schnittebene reicht.

Aus der US 2008/0016936 AI ist bereits ein Verfahren der eingangs erwähnten Art bekannt, das zum Ablängen eines Schlauch- Teilstückes von einem Schlauch verwendet wird, der einen Innenschlauch und eine den Innenschlauch umschließende äußere Schlauchummantelung aufweist, die als ein aus Metall- oder Kunststofffäden gebildetes Geflecht ausgestaltet ist. Um das Schlauch-Teilstück mit Hilfe eines Schneidwerkzeuges an einer Schnittstelle in einer quer zur Längserstreckung des Schlauches orientierten Schnittebene vom Schlauch abtrennen zu können, sieht das vorbekannte Verfahren vor, die Schlauchummantelung des Schlauches mittels einer durchtrennbaren Schlauchfixierung zu umhüllen, welche die vorgesehene Schnittstelle überdeckt, bevor das Schlauch-Teilstück an der Schnittstelle vom Schlauch mit Hilfe des Schneidwerkzeuges abgetrennt wird. Das vorbekannte Verfahren verhindert zwar, dass sich einzelne Metall- oder Kunststoff fäden des als Schlauchummantelung vorgesehenen Geflechts verhaken können, wenn auf das derart ab- gelängte Schlauch-Teilstück eine Klemmhülse aufgeschoben werden soll; meist weisen diese Klemmhülsen jedoch einen im Vergleich zum Außendurchmesser des Schlauch-Teilstückes derart angepassten Klemmhülseninnendurchmesser auf, dass beim Aufschieben der Klemmhülse die Gefahr besteht, dass die Schlauchfixierung gegenüber der Schlauchummantelung und zusätzlich oder statt dessen die Schlauchummantelung gegenüber dem Innenschlauch zurückgeschoben wird, wodurch wiederum die Klemmhülse nicht ausreichend sicher und fest auf dem entspre- chenden Ende des Schlauch-Teilstückes gehalten wird. Wird die Klemmhülse demgegenüber mit einem im Vergleich zum Außendurchmesser des Schlauchgeflechtes wesentlich größeren Innendurchmesser hergestellt, um in unverformtem Zustand einen großen radialen Abstand zwischen diesen Teilen zu erreichen und um eine Kollision der Geflechtenden mit der Klemmhülse beim AufSchiebevorgang zu vermeiden, wirkt sich dieser große radiale Abstand beim nachfolgenden Crimpvorgang nachteilig aus . Es besteht daher insbesondere die Aufgabe, das eingangs erwähnte Verfahren derart zu verbessern, dass das Risiko minimiert wird, dass die Schlauchfixierung gegenüber der Schlauchummantelung oder die Schlauchummantelung gegenüber dem Innenschlauch beim Aufschieben eines Schlauch-Endstücks verschoben wird.

Darüber hinaus besteht die Aufgabe, ein Schlauchstück der eingangs erwähnten Art zu schaffen, welches beim Aufschieben eines Schlauch-Endstückes das Risiko minimiert, dass die Schlauchfixierung gegenüber der Schlauchummantelung oder die Schlauchummantelung gegenüber dem Innenschlauch verschoben wird .

Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht bei dem Verfahren der eingangs erwähnten Art insbesondere darin, dass die Schlauchfixierung auf der Schlauchumhüllung derart fixiert und/oder der von der Schlauchfixierung umschlossene Schlauch mit Hilfe des Schneidwerkzeuges derart durchtrennt wird, dass eine Relativverschiebung der Schlauchfixierung ge- genüber der Schlauchummantelung beziehungsweise der Schlauch- ummantelung gegenüber dem Innenschlauch verhindert ist .

Bei dem Schlauchstück der eingangs erwähnten Art besteht die erfindungsgemäße Lösung der oben geschilderten Aufgabe darin, dass die Schlauchfixierung die äußere Schlauchummantelung in Umfangsrichtung mit einem Umschlingungswinkel von wenigstens 360° mindestens vollständig umschließt, und dass die Schlauchfixierung derart auf der äußeren Schlauchummantelung fixiert ist, dass eine Relativverschiebung der Schlauchfixierung gegenüber der Schlauchummantelung beziehungsweise der Schlauchummantelung gegenüber dem Innenschlauch verhindert ist . Auch bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Schlauchummantelung vor dem Ablängen eines Schlauch-Teilstückes mittels einer durchtrennbaren Schlauchfixierung umhüllt, welche die vorgesehene Schnittstelle überdeckt, bevor das Schlauch-Teil - stück an der Schnittstelle vom Schlauch mit Hilfe des Schneidwerkzeuges durchtrennt wird. Das erfindungsgemäße Verfahren sieht hierbei vor, dass die Schlauchfixierung die äußere Schlauchummantelung in Umfangsrichtung vollständig umschließt und somit die Schlauchummantelung mindestens über 360° des Umfangs überdeckt oder umschlingt. Dabei wird die Schlauchfixierung auf der Schlauchummantelung derart fixiert und/oder der von der Schlauchfixierung umschlossene Schlauch mit Hilfe eines Schneidwerkzeuges derart durchtrennt, dass eine Relativverschiebung der Schlauchfixierung gegenüber der Schlauchummantelung beziehungsweise der Schlauchummantelung gegenüber dem Innenschlauch verhindert ist.

Das erfindungsgemäße Schlauchstück weist einen Innenschlauch und eine den Innenschlauch umschließende äußere Schlauchummantelung auf. Diese Schlauchummantelung ist von einer abge- längten durchtrennbaren Schlauchfixierung umhüllt, die bis zu einer durch ein stirnseitiges Ende des Schlauchstückes gebildeten und quer zur Längserstreckung des Schlauchstückes orientierten Schnittebene reicht. Diese Schlauchfixierung um- schließt die äußere Schlauchummantelung in Umfangsrichtung mit einem Umschlingungswinkel von wenigstens 360° zumindest vollständig. Dabei ist die Schlauchfixierung derart auf der äußeren Schlauchummantelung fixiert, dass eine Relatiwer- schiebung der Schlauchfixierung gegenüber der Schlauchumman- telung beziehungsweise der Schlauchummantelung gegenüber dem Innenschlauch verhindert ist.

Die nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele lassen sich sowohl mit dem erfindungsgemäßen Verfahren als auch bei dem erfindungsgemäßen Schlauchstück vorteilhaft realisieren:

Eine besonders einfache Ausführung, die das Aufbringen einer solchen Schlauchfixierung auf einen Schlauch wesentlich erleichtert, sieht vor, dass die Schlauchfixierung ein ein- seitig klebendes Klebeband ist.

Dabei sieht eine Variante des Erfindungsgegenstands vor, dass die als Klebeband ausgestaltete Schlauchfixierung ein den Schlauch vollständig umschließendes Mittelstück hat, an das sich beidseits Schlauch-Endstücke anschließen, dass die Schlauch-Endstücke mit ihren Klebeflächen einander anliegen, und dass die mit ihren Klebeflächen aneinander anliegenden Schlauchfixierungs-Endstücke derart an den Schlauch angelegt sind, dass die Klebefläche eines der Schlauch-Endstücke mit einem über das andere Schlauch-Endstück überstehenden Teilbereich an dem Schlauch oder dem Schlauch-Teilstück klebend gehalten ist.

Eine weitere Ausführungsform gemäß der Erfindung besteht da- rin, dass die als Klebeband ausgestaltete Schlauchfixierung zwei miteinander verbundene Schlauchfixierungs-Teilbereiche hat, von denen der eine Schlauchf ixierungs -Teilbereich den Schlauch vollständig umschließt und von denen der andere Schlauchfixierungs-Teilbereich mit seiner Klebefläche klebend an der Außenseite des den Schlauch umschließenden Schlauch- fixierungs-Teilbereiches gehalten ist. Diese Ausführungsform gemäß der Erfindung bietet den Vorteil, dass die Schlauchfixierung nur wenig über den Außendurchmesser der Schlauchum- mantelung aufträgt.

Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass die Schlauchfixierung ein Schrumpfschlauch ist, dessen lichter Schlauchdurchmesser durch Wärmeeinwirkung derart reduzierbar ist, dass der Schrumpfschlauch unverrückbar am Schlauchaußenumfang und insbesondere an der Schlauchummantelung des Schlauches anliegt. Ein solcher Schrumpfschlauch kann auch als endlos umlaufendes und die Schlauchummantelung vollständig umschließendes Kunststoffband ausgestaltet sein. Bei einer Wärmeeinwirkung des SchrumpfSchlauches wird dessen lichter Schlauchdurchmesser derart reduziert, dass sich der Schrumpfschlauch straff an die Schlauchummantelung anlegt. Damit wird aber gleichzeitig auch die Schlauchummantelung derart auf den Innenschlauch gepresst, dass ein Verschieben der Schlauchfixierung gegenüber der Schlauchummantelung und der Schlauchummantelung gegenüber dem Innenschlauch verhindert wird.

Bei längeren Schlauch-Teilstücken, auf die sich ein Schrumpf - schlauch eventuell nur umständlich aufschieben und positionieren lässt, sieht eine einfache und vorteilhafte Variante der Erfindung vor, dass die Schlauchfixierung als eine die Schlauchummantelung in einem Teilabschnitt in Umfangsrichtung vollständig umschließende Umhüllung im Spritzguss-Verfahren ausgestaltet ist.

Dabei kann es vorteilhaft sein, wenn die Schlauchumspritzung als ein, durch einen Spritzgussvorgang auf die Schlauchumman- telung aufgebrachter Materialauftrag ausgestaltet ist.

Um beim Ablängen des Schlauch-Teilstückes unerwünschte Querkräfte zu vermeiden, die ein Verschieben der Schlauchfixierung gegenüber der Schlauchummantelung oder gar der Schlauch- ummantelung gegenüber dem Innenschlauch zumindest in axialer Richtung bewirken könnte, sieht eine weiterbildende Ausführungsform gemäß der Erfindung vor, dass der Schlauch mittels eines als Schneidwerkzeug dienenden und etwa senkrecht zur Schlauch-Längsrichtung geführtes Schneidmesser abgelängt wird. Mit Hilfe eines solchen, etwa senkrecht zur Schlauch- Längsrichtung geführten Schneidmesser kann das Schlauch-Teil - stück vom Schlauch an der gewünschten Schnittstelle gut abgelängt werden. Möglich ist aber auch, dass der Schlauch mittels eines eine Schneidhitze entwickelnden Schneidwerkzeuges abgelängt wird und zwar vorzugsweise derart, dass das während der Schneidhitze teigig werdende Kunststoffmaterial wenigstens eines der Bestandteile: Schlauchfixierung, Schlauchummantelung und/oder Innenschlauch zumindest bereichsweise wenigstens eines der benachbarten Bestandteile verklebt, verschmilzt oder dergleichen fixiert, um die Relativposition zwischen der Schlauchummantelung und dem Innenschlauch zu sichern. Wird eine beispielsweise aus Kunststofffäden hergestellte Schlauchummante- lung mittels eines solchen, eine Schneidhitze entwickelnden Schneidwerkzeuges abgelängt, kann das durch die Schneidhitze teigig werdende Kunststoffmaterial der Kunststoff fäden sich derart an der Schlauchummantelung und/oder dem Innenschlauch verkleben oder verschmelzen, dass eine Relativverschiebung dieser Bestandteile zumindest in axialer Richtung vermieden wird.

Eine bevorzugte Ausführungsform gemäß der Erfindung sieht vor, dass auf das mit Hilfe der Schlauchfixierung gesicherte Ende des Schlauch-Teilstückes eine Klemmhülse, eine Crimp- hülse oder ein hülsenförmiges Schlauch-Endstück aufgeschoben ist und dass die Schlauchfixierung über das innenliegende Ende der Klemmhülse, Crimphülse oder dem Schlauch-Endstück vorsteht und einen Knickschutz bildet.

Weiterbildungen gemäß der Erfindung ergeben sich aus den Figuren in Verbindung mit den Ansprüchen sowie der Beschreibung. Nachstehend wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele noch näher beschrieben.

Es zeigen:

Fig.1

bis 4 einzelne Verfahrensschritte eines zum Ablängen eines Schlauch-Teilstückes bestimmten Verfahrens, wobei auf den abzulängenden Schlauch eine als Klebeband ausgestaltete Schlauchfixierung aufgebracht wird, die ein den Schlauch vollständig umschließendes Mittelstück hat, an das sich beidseits Schlauch-Endstücke anschließen,

Fig.5

bis 8 Verfahrensschritte eines ebenfalls zum Ablängen eines Schlauch-Teilstückes bestimmten Verfahrens, wobei auf den abzulängenden Schlauch eine als Klebeband ausgestaltete Schlauchfixierung aufgebracht wird, die zwei Schlauchfixierungs-Teilbereiche hat, von denen der eine Schlauchfixierungs-Teibereich den Schlauch vollständig umschließt, während der andere Schlauchfixierungs-Teilbereich mit seiner Klebefläche klebend an der Außenseite des den Schlauch umschließenden Schlauchfixierungs-Teilbe- reiches gehalten ist,

Fig. 9

bis 11 Verfahrensschritte zum Ablängen eines Schlauch- Teilstückes, wobei auf den abzulängenden Schlauch ein Schrumpfschlauch als Schlauchfixierung aufgebracht wird, welcher Schrumpfschlauch in seinem lichten Schlauchdurchmesser durch Wärmeeinwirkung derart reduzierbar ist, dass sich der Schrumpf- schlauch unverrückbar an der Schlauchummantelung anlegt,

Fig.12

und 13 eine über ein Schlauch-Endstück vorstehende und als

Knickschutz dienende Schlauchfixierung in einer Seitenansicht (Fig.12) und einer perspektivischen Darstellung (Fig. 13) ,

Fig.14

und 15 die zum Ablängen eines Schlauch-Teilstückes bestimmten Verfahrensschritte, wobei hier ein Guillotine-ähnliches Schneidwerkzeug verwendet wird, das während des Schneidvorganges etwa senkrecht zur Schlauch-Längsrichtung geführt wird,

Fig.16

und 17 die zum Ablängen eines Schlauch-Teilstückes bestimmten Verfahrensschritte, wobei der Schlauch hier mittels eines eine Schneidhitze entwickelnden Schneidwerkzeuges abgelängt wird, und

BERICHTIGTES BLATT (REGEL 91)

ISA/EP Fig.18 e inen zum Ablängen eines Schlauch-TeilStückes vorbereiteten Schlauch, der im Bereich der vorgesehenen Schnittstelle eine als den Schlauch in einem

Teilabschnitt in Umfangsrichtung vollständig umschließende Schlauchumspritzung ausgebildet ist.

In den Fig. 1 bis 18 sind verschiedene Varianten eines erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt, das zum Ablängen eines Schlauch-Teilstückes 1 von einem flexiblen Schlauch und zur Herstellung eines abgelängten Schlauchstückes 1 bestimmt ist. Der für das Schlauch-Teilstück 1 verwendete Schlauch weist einen Innenschlauch 2 und eine den Innenschlauch 2 umschließende äußere Schlauchummantelung 3 auf. Die Schlauchum- mantelung 3 ist hier als Geflecht ausgebildet, das durch mit- einander verwobene Metall- oder Kunststofffäden hergestellt wird. Möglich ist auch, ein Hybrid-Geflecht zu verwenden, dessen Geflechtfäden teils aus Kunststoff und teils aus Metall bestehen. Das Schlauch-Teilstück 1, das beispielsweise zur Herstellung eines als flexible sanitäre Schlauchleitung ausgebildeten Schlauchstückes benötigt wird, wird mit Hilfe eines Schneidwerkzeuges an einer Schnittstelle in einer quer zur Längserstreckung des Schlauches orientierten Schnittebene von diesem abgetrennt. Die Schlauchummantelung 3 ist dazu mittels einer durchtrennbaren Schlauchfixierung 4 umhüllt, welche die vorgesehene Schnittstelle überdeckt, bevor das Schlauch- Teilstück 1 an der Schnittstelle vom Schlauch mit Hilfe des Schneidwerkzeuges abgetrennt wird.

Sanitäre Schlauchleitungen weisen an den beiden Stirnenden meist ein beispielsweise auch als Klemm- oder Crimphülse ausgebildetes hülsenförmiges Schlauch-Endstück 5 auf (vgl. Fig. 12 und 13) . Da der lichte Hülseninnendurchmesser eines sol- chen Schlauch-Endstückes 5 etwa dem Außendurchmesser der insbesondere mit einer Schlauchfixierung 4 versehenen Schlauch- ummantelung 3 nahezu entspricht, besteht die Aufgabe, das Risiko zu minimieren, dass die Schlauchfixierung 4 gegenüber der Schlauchummantelung 3 oder die Schlauchummantelung 3 gegenüber dem Innenschlauch 2 beim Aufschieben eines Schlauch- Endstückes 5 verschoben wird.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei den hier dargestellten Ver- fahrensvarianten vorgesehen, dass die Schlauchfixierung 5 die äußere Schlauchummantelung 3 in Umfangsrichtung vollständig umschließt und darauf derart fixiert und/oder der von der Schlauchfixierung 4 umschlossene Schlauch mit Hilfe des Schneidwerkzeuges derart durchtrennt wird, dass eine Relativ- Verschiebung der Schlauchfixierung 4 gegenüber der Schlauchummantelung 3 beziehungsweise der Schlauchummantelung 3 gegenüber dem Innenschlauch 2 verhindert ist.

In den Fig. 1 bis 4 einerseits und den Fig. 1 bis 8 anderer- seits sind zwei Varianten eines solchen Verfahrens veranschaulicht, bei dem die Schlauchfixierung 4 durch ein einseitig klebendes Klebeband gebildet ist. Ein als Schlauchfixierung 4 dienendes Klebeband kann praktisch an jeder Stelle eines gegebenenfalls auch langen Schlauches positioniert und aufgebracht werden. Darüber hinaus bietet ein einseitig klebendes Klebeband den Vorteil, dass das Klebeband derart fest auf den Schlauch aufgezogen werden kann, dass das als Schlauchfixierung 4 dienende Klebeband auf der Schlauchummantelung 3 und die Schlauchummantelung 3 auf dem Innenschlauch 2 fixiert und eine unbeabsichtigte Relativverschiebung dieser Bestandteile 2, 3 und 4 verhindert wird.

Bei der in Fig. 1 bis 4 gezeigten Vorgehensweise weist die als Klebeband ausgestaltete Schlauchfixierung 4 ein den Schlauch vollständig umschließendes Mittelstück 6 auf, an das sich beidseits Schlauchf ixierungs -Endstücke 7, 8 anschließen. Diese Schlauchf ixierungs-Endstücke 7, 8 liegen mit ihren Klebeflächen 9 aneinander an, wobei die mit ihren Klebeflächen 9 aneinander anliegenden Schlauchf ixierungs-Endstücke 7, 8 derart an den Schlauch angelegt sind, dass die Klebefläche 9 eines der Schlauchfixierungs-Endstücke 7, 8 mit einem über das andere Schlauchf ixierungs-Endstück 8, 7 überstehenden Teilbereich an dem Schlauch oder dem Schlauchteilstück 1 klebend gehalten ist.

Da somit sichergestellt ist, dass die Schlauchfixierungs-Endstücke 7, 8 nicht störend über den Schlauch vorstehen, lässt sich ein Schlauch-Endstück 5 leicht über das stirnseitige Ende eines Schlauches aufschieben.

Die in Fig. 5 bis 8 gezeigte Verfahrensweise hat demgegenüber zwei miteinander verbundene Schlauchfixierungs-Teilbereiche 10, 11, von denen der eine Schlauchfixierungs-Teilbereich 10 den Schlauch vollständig umschließt und von denen der andere Schlauchfixierungs-Teilbereich 11 mit seiner Klebefläche 9 klebend an der Außenseite des den Schlauch umschließenden Schlauchf ixierungs-Teilbereiches 10 gehalten ist. Bei dieser Vorgehensweise steht die Schlauchfixierung 4 praktisch nicht über den Außendurchmesser der Schlauchummantelung 3 vor, so dass sich hier leicht ein hülsenförmiges Schlauch-Endstück 5 aufschieben lässt.

In den Fig. 9 bis 11 ist eine Verfahrensvariante veranschau- licht, bei der als Schlauchfixierung 4 ein Schrumpfschlauch dient. Zwar ist der Schrumpfschlauch in den Fig. 9 bis 11 als beidseits abgelängter Materialstreifen dargestellt, dessen Streifenenden durch Hitzeeinwirkung aneinanderkleben . Meist wird dieser Schrumpfschlauch aber ein endloses schmales Ma- terialband sein, dessen lichter Schlauchdurchmesser durch Wärmeeinwirkung derart reduzierbar ist, dass sich der Schrumpfschlauch unverrückbar am Schlauchaußenumfang und insbesondere an der Schlauchummantelung 3 des Schlauches anlegt.

In den Fig. 12 und 13 soll verdeutlicht werden, dass die Breite der Schlauchfixierung 4 in Längsrichtung des Schlauches so bemessen sein kann, dass die über das innenliegende Ende des Schlauch-Endstückes 5 vorstehende Schlauchfixierung 4 einen Knickschutz bildet.

In den Fig. 14 bis 17 ist gezeigt, dass der von der Schlauchfixierung 4 vollständig umschlossene Schlauch mit Hilfe des Schneidwerkzeuges derart durchtrennt werden kann, dass eine Relat iwerschiebung der Schlauchfixierung 4 gegenüber der Schlauchummantelung 3 beziehungsweise der Schlauchummantelung 3 gegenüber dem Innenschlauch 2 verhindert ist. In Fig. 14 und 15 ist dazu vorgesehen, dass der Schlauch mittels eines als Schneidwerkzeug dienenden und etwa senkrecht zur Schlauch-Längsachse geführten Schneidmessers 12 abgelängt wird .

Bei dem in Fig. 16 und 17 veranschaulichten Ausführungsbei - spiel wird der Schlauch mittels eines eine Schneidhitze ent- wickelten Schneidwerkzeuges 13 abgelängt, und zwar derart, dass das während der Schneidhitze teigig werdende Kunststoff - material wenigstens eines der Bestandteile: Schlauchfixierung 4, Schlauchummantelung 3 oder Innenschlauch 2 zumindest bereichsweise an wenigstens einer der benachbarten Bestandteile 2, 3, 4 verklebt oder verschmilzt. Statt des hier lötkolbenartig ausgebildeten Schneidwerkzeuges 13 kann gegebenenfalls eine Laserapparatur mit einem, ebenfalls eine Schneidhitze entwickelnden Laserstrahl verwendet werden. In Fig. 18 ist gezeigt, dass die Schlauchfixierung 4 auch als eine die Schlauchummantelung 3 in einem Teilabschnitt in Um- fangsrichtung vollständig umschließende Schlauchumhüllung mittels Spritzgussverfahrens ausgebildet sein kann.

Unabhängig davon, ob für die Schlauchfixierung 4 ein Klebeband, ein Schrumpfschlauch oder eine mittels Spritzgussverfahrens hergestellte Schlauchumhüllung verwendet wird, ist es zweckmäßig, wenn die Schlauchfixierung eine geringfügige Dicke und vorzugsweise eine Dicke von 0,5/100stel bis 8/100stel mm aufweist.