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Title:
METHOD FOR DETECTING AN OCCUPANCY SITUATION OF AN ITEM OF FURNITURE, A DEVICE, A FURNITURE SYSTEM AND A RESERVATION SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/192838
Kind Code:
A1
Abstract:
A method for detecting an occupancy situation (S) of an item of furniture (1) is disclosed, wherein the occupancy situation (S) has the states occupied (B) and available (F), having the steps: - monitoring a sensor signal (F_akt) that corresponds to a force acting on the item of furniture (1) while the item of furniture (1) is occupied (B); and - making the item of furniture (1) available, that is to say changing the state of the occupancy situation (S) from occupied (B) to available (F), as soon as the acting force lies constantly below a threshold value (F_s) for a predetermined time interval (t). A device (2), a furniture system and a reservation system (3) are also disclosed.

Inventors:
HANSEN MELF (DE)
Application Number:
EP2019/056793
Publication Date:
October 10, 2019
Filing Date:
March 19, 2019
Export Citation:
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Assignee:
KESSEBOEHMER PRODUKTIONS GMBH & CO KG (DE)
International Classes:
A47B9/00; A47B21/02; G05B19/416
Domestic Patent References:
WO2017132240A12017-08-03
Foreign References:
US20140096706A12014-04-10
EP2721951A12014-04-23
DE102009058422A12011-06-22
US20080289544A12008-11-27
EP2583586A12013-04-24
DE102014221265A12016-04-21
Attorney, Agent or Firm:
PRÜFER & PARTNER MBB PATENTANWÄLTE RECHTSANWÄLTE (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Verfahren zum Erkennen einer Belegungssituation (S) eines Möbels (1 ), wobei die Belegungssituation (S) die Zustände Belegt (B) und Freigegeben (F) aufweist, aufweisend die Schritte:

- Überwachen eines Sensorsignals (F_akt), das mit einer Krafteinwirkung auf das Möbel (1 ) korrespondiert, während das Möbel (1 ) belegt (B) ist; und

- Freigeben des Möbels (1 ), also Ändern des Zustands der Belegungssituation (S) von Belegt (B) zu Freigegeben (F), sobald die Krafteinwirkung während eines vorbestimmten Zeitraums (t) ständig unter einem Schwellenwert (F_s) liegt.

2. Verfahren gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Krafteinwirkung eine Krafteinwirkung auf einen beweglichen Teil (11 ) des Möbels (1 ) ist, und/oder

eine Krafteinwirkung auf einen Teil (11 ) des Möbels (1 ) ist, auf den bei einer Verwendung des Möbels (1 ) durch einen Benutzer eingewirkt wird.

3. Verfahren gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Sensorsignal (F_akt) ein Sensorsignal ist, das zum Erkennen von Kollisionen des beweglichen Teils (1 1 ) des Möbels (1 ) mit Hindernissen vorgesehen ist.

4. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Möbel (1 ) ein höhenverstellbarer Schreibtisch ist, oder ein nicht höhenverstellbarer

Gastronomietisch ist.

5. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die

Belegungssituation (S) den weiteren Zustand Reserviert (R) aufweist, des Weiteren aufweisend den Schritt:

- Starten der Überwachung des Sensorsignals (F_akt) erst dann, sobald der Zustand Reserviert (R) vorliegt.

6. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, des Weiteren aufweisend den Schritt:

- Deaktivieren der Überwachung des Sensorsignals (F_akt) in Zeiträumen, in welchen keine Verwendung des Möbels (1 ) vorgesehen ist.

7. Vorrichtung (2) zum Erkennen einer Belegungssituation (S) wenigstens eines Möbels (1 ), wobei

das Möbel (1 ) einen Teil (1 1 ) aufweist, auf den bei einer Verwendung des Möbels (1 ) durch einen Benutzer eingewirkt wird, wobei

in der Kraftwirkungskette zwischen diesem Teil (11 ) und dem restlichen

Möbel (1 ) ein Kollisionssensor (12) angeordnet ist, wobei

die Vorrichtung (2) zum Ausführen eines Verfahrens gemäß einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche eingerichtet ist.

8. Vorrichtung (2) gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei die

Energieversorgung der Vorrichtung (2) mittels einer Batterie und/oder eines Akkus erfolgt.

9. Möbelsystem, aufweisend

wenigstens ein Möbel (1 ) mit

wenigstens einem Teil (11 ), auf den bei einer Verwendung des Möbels (1 ) durch einen Benutzer eingewirkt wird, und

wenigstens einem Kollisionssensor (12), der in der Kraftwirkungskette zwischen diesem Teil (1 1 ) und dem restlichen Möbel (1 ) angeordnet ist und zum Erfassen dieser Einwirkungen vorgesehen ist, und

eine Vorrichtung (2) gemäß einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche.

10. Möbelsystem gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei die

Energieversorgung des Möbelsystems mittels einer Batterie und/oder eines Akkus erfolgt.

1 1. Möbelsystem gemäß einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, aufweisend eine Mehrzahl an Möbeln (1 ) und eine Vorrichtung (2) gemäß Anspruch 7 oder 8. 12. Reservierungssystem (3), aufweisend

ein Möbelsystem gemäß einem der Ansprüche 9 bis 1 1 ,

wobei das Reservierungssystem dazu eingerichtet ist, einem Benutzer die Belegungssituation (S) des wenigstens einen Möbels (1 ) anzuzeigen, und

Reservierungen für einen gewünschten Zeitraum entgegenzunehmen.

13. Reservierungssystem (3) gemäß dem vorhergehenden Anspruch, des Weiteren aufweisend eine Leitvorrichtung, die dazu eingerichtet ist, einen Benutzer zu einem freien Möbel (1 ) zu leiten. 14. Reservierungssystem (3) gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei die

Leitvorrichtung eine optische Anzeigevorrichtung aufweist und/oder dazu eingerichtet ist, mit einer Augmented-Reality-Brille zu kommunizieren.

Description:
Verfahren zum Erkennen einer Belegungssituation eines Möbels, eine Vorrichtung, ein Möbelsystem sowie ein Reservierungssystem

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erkennen einer

Belegungssituation eines Möbels, eine Vorrichtung, ein Möbelsystem sowie ein Reservierungssystem.

In der modernen und flexiblen Arbeitswelt erfreuen sich Großraumbüros zunehmender Beliebtheit. Einem Mitarbeiter eines Unternehmens steht in einem solchen

Großraumbüro kein festgelegter Arbeitsplatz zur Verfügung. Anstatt dessen wählt der Mitarbeiter entweder einen beliebigen freien Arbeitsplatz, oder bekommt einen solchen zugewiesen, wenn er in dem Großraumbüro arbeiten möchte.

Hierbei besteht das Problem, dass ein Mitarbeiter zu einem Zeitpunkt in dem

Großraumbüro eintreffen könnte, in welchem alle Arbeitsplätze belegt sind und somit kein freier Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Um dieses Problem zu lösen sind im Stand der Technik Reservierungssysteme bekannt. Mittels eines solchen

Reservierungssystems kann ein Mitarbeiter einen Arbeitsplatz beispielsweise am Vortag buchen (bzw. reservieren), wodurch ihm der Arbeitsplatz garantiert zur gewünschten Zeit zur Verfügung steht.

Bei solchen Reservierungssystemen muss bedacht werden, dass zu einem

bestimmten Zeitpunkt zwar alle Arbeitsplätze belegt oder reserviert sein können, einige dieser Reservierungen aber nicht wahrgenommen werden, somit einige Arbeitsplätze trotz Reservierung unbelegt verbleiben. Hierdurch sind eigentlich freie Kapazitäten ungenutzt. Des Weiteren ergibt sich ein Problem, falls ein Mitarbeiter beim endgültigen Verlassen des Arbeitsplatzes, also nach seinem individuellen Feierabend, den Arbeitsplatz nicht wieder freigibt. Auch hierdurch bleiben eigentlich freie Kapazitäten ungenutzt.

Zur Lösung dieses Problems ist es im Stand der Technik bekannt,

Anwesenheitssensoren an den Arbeitsplätzen vorzusehen. Diese sind üblicherweise als Bewegungsmelder ausgebildet, die beispielsweise unter einer Tischplatte des Arbeitsplatzes angebracht sind. Durch einen Bewegungsmelder kann ein Arbeitsplatz automatisiert freigegeben werden, falls an diesem für einen vorgegebenen Zeitraum keine Bewegung registriert wird.

Das Vorsehen eines Bewegungsmelders an jedem Arbeitsplatz ist teuer und aufwendig. Des Weiteren ergibt sich dahingehend ein Problem, dass der

Bewegungsmelder zwar Bewegungen an einem Arbeitsplatz registriert, beispielsweise durch vorbeilaufende Personen, der Arbeitsplatz aber trotzdem nicht (mehr) benutzt wird, und somit eigentlich freigegeben werden könnte/müsste.

Im Stand der Technik sind des Weiteren Konstruktionen von höhenverstellbaren Möbeln bekannt, bei welchen in der Kraftwirkungskette zwischen einem auf dem Boden aufstehenden fixen Teil des Möbels und einem beweglichen Teil des Möbels ein Kollisionssensor angeordnet ist. Solche Konstruktionen sind beispielsweise durch die Patentschrift EP 2 583 586 B1 bekannt.

Bei elektrisch verstellbaren Möbeln besteht die Gefahr, dass ein verstellbarer Teil des Möbels während des elektrischen Verstehens mit einem Hindernis kollidiert. Bei elektrisch höhenverstellbaren Schreibtischen kann beispielsweise in der

Kraftwirkungskette zwischen Tischplatte und auf dem Boden aufstehender Tischsäule ein Sensor vorgesehen sein, der während des Höhenverstellens Kollisionen des bewegbaren Teils, hier beispielsweise der Tischplatte, mit Hindernissen erkennt. Ein solcher Kollisionssensor kann ein Kraftsensor sein, der zwischen der Tischplatte und dem verstellbaren Teil der Tischsäule vorgesehen ist. Alternativ hierzu kann ein solcher Sensor auch Bestandteil des Elektromotors der Tischsäule sein.

Zum Steuern von höhenverstellbaren Möbeln (z.B. zum Hochfahren oder

Runterfahren einer höhenverstellbaren Tischplatte) werden üblicherweise mit dem Finger zu betätigende Bedienelemente vorgesehen. Aus der Offenlegungsschrift DE 10 2014 221 265 A1 ist es alternativ dazu bekannt, durch ein Auswerten von Sensorsignalen eines oben genannten Kollisionssensors ein höhenverstellbares Möbel zu Steuern, ohne hierzu ein mit dem Finger zu betätigendes Bedienelement vorsehen zu müssen.

Aus dem Stand der Technik sind des Weiteren Parkhäuser mit Systemen bekannt, die einen belegten Parkplatz erkennen, und einem parkplatzsuchenden Autofahrer mittels grüner und roter Pfeile anzeigen, in welchem Bereich des Parkhauses ein freier Parkplatz vorzufinden ist.

Zur Lösung wenigstens eines der obigen Probleme wird ein Verfahren, eine

Vorrichtung, ein Möbelsystem sowie ein Reservierungssystem gemäß der

nebengeordneten Ansprüche vorgesehen.

Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Erfindungsgemäß wird ein Sensor, der zum Erkennen von Kollisionen eines

verstellbaren Teils eines Möbels mit Hindernissen vorgesehen und/oder hierzu geeignet ist, in einem Ruhezustand des Möbels überwacht. Der Ruhezustand ist hierbei ein Zustand, in welchem kein Verstellvorgang des verstellbaren Möbels erfolgt. Im Stand der Technik werden diese Sensoren lediglich während des Verstellvorgangs des verstellbaren Möbels überwacht, also außerhalb des Ruhezustands.

Ein Kollisionssensor kann beispielsweise ein Kraftsensor (FSR) sein, der bei einer Belastung seinen Leitfähigkeitswert ändert, ein Piezo-Sensor, ein Dehnmessstreifen (DMS), oder auch ein Druckschalter. Auch andere geeignete Sensortypen sind erfindungsgemäß einsetzbar.

Der obige Erfindungsgedanke ist nicht auf verstellbare Möbel beschränkt.

Vorzugsweise ist der Sensor in der Kraftwirkungskette zwischen beliebigen Teilen eines Möbels so angeordnet, dass während der Verwendung des Möbels durch einen Benutzer Sensorsignale generiert werden.

Beispielsweise wird ein Sensor, der in der Kraftwirkungskette zwischen einer

Tischplatte und einer auf dem Boden aufstehender Tischsäule eines entweder höhenverstellbaren Schreibtischs oder nicht höhenverstellbaren Schreibtischs angeordnet ist, in einem Ruhezustand des Möbels überwacht.

Auch bei nicht verstellbaren Möbeln wird ein solcher Sensor im Kontext dieses Anmeldetextes als Kollisionssensor bezeichnet.

Des Weiteren wird in diesem Anmeldetext zur Veranschaulichung auf Schreibtische Bezug genommen. Ein Schreibtisch ist ein Beispiel für ein Möbel. Es gibt

höhenverstellbare Schreibtische, und nicht höhenverstellbare Schreibtische.

Allerdings ist der Erfindungsgedanke nicht auf Schreibtische beschränkt. Vielmehr ist die Erfindung allgemein auf Möbel anwendbar, auf welche während einer Verwendung durch einen Benutzer auf beliebige Art und Weise eine Kraft einwirkt bzw. eine einwirkende Kraft verändert wird.

Wenn beispielsweise an einem Schreibtisch gearbeitet wird, dann wird sich der Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen an der Tischplatte abstützen, Gegenstände auf die Tischplatte legen oder von dieser wegnehmen, usw. Somit kann während des Arbeitens, also in einem Zustand, in dem der Schreibtisch tatsächlich von einem Mitarbeiter belegt ist und von diesem verwendet wird, eine Veränderung des

Sensorsignals festgestellt werden. Vorzugsweise werden Signale von Sensoren, die zum Erkennen von Kollisionen eines verstellbaren Teils eines Möbels mit Hindernissen vorgesehen und/oder hierzu geeignet sind, zum Bestimmen der Belegungssituation des Möbels verwendet.

Vorzugsweise werden hierzu auch Sensoren verwendet, die in nicht verstellbaren Möbeln angeordnet sind.

Bei verstellbaren Möbeln wird vorzugsweise der gleiche Sensor zum Bestimmen der Belegungssituation des Möbels verwendet, der auch zum Erkennen von Kollisionen während des Verstehens mit Hindernissen verwendet wird.

Bei verstellbaren Möbeln werden vorzugsweise Signale des wenigstens einen

Sensors verwendet, der zum Erkennen von Kollisionen vorgesehen ist. Alternativ oder zusätzlich dazu kann allerdings auch das Signal eines Sensors verwendet werden, der in geeigneter Weise in einer Kraftwirkungskette zwischen verschiedenen Teilen des Möbels angeordnet ist, aber nicht zum Erkennen von Kollisionen verwendet wird.

Bei einem höhenverstellbaren Schreibtisch mit zwei verstellbaren Tischsäulen kann beispielsweise in der Kraftwirkungskette zwischen der Tischplatte und jeder der Tischsäulen jeweils ein Sensor angeordnet sein. Dabei kann einer der Sensoren lediglich zur Kollisionserkennung verwendet werden, und er andere der Sensoren lediglich zur Belegungserkennung.

Der Erfindungsgedanke zielt vorzugsweise darauf ab, dass durch eine geeignete Anordnung eines Sensors in der Kraftwirkungskette zwischen verschiedenen Teilen eines Möbels auf das Vorsehen eines Bewegungsmelders verzichtet werden kann. Hierdurch wird u.a. eine Erfassung des Belegungszustandes mit geringerer

Fehleranfälligkeit erreicht. Des Weiteren wird u.a. ein Kostenvorteil bei der Herstellung erreicht, da auf das Vorsehen eines Bewegungsmelders verzichtet werden kann, durch eine Auswertung von Signalen vorhandener Sensoren. Doch selbst dann, wenn anstatt eines Bewegungsmelders ein zusätzlicher geeigneter Sensor vorgesehen werden muss, wird ein Kostenvorteil erreicht. Allgemein ausgedrückt kann durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung auf das Vorsehen eines Bewegungsmelders verzichtet werden. Hierdurch wird die gesamte Konstruktion in der Herstellung günstiger, und im täglichen Betrieb weniger

fehleranfällig.

Nachfolgend werden verschiedene Belegungssituation des Möbels gemäß eines erfindungsgemäßen Verfahrens definiert.

Die Belegungssituation des Möbels gemäß eines erfindungsgemäßen Verfahrens weist den Zustand„Belegt“ auf. Dies ist ein Zustand, in welchem das Möbel (bzw. der Arbeitsplatz) tatsächlich durch einen Mitarbeiter benutzt wird. Der Zustand„Belegt“ ist des Weiteren ein Zustand, in welchem sich der Mitarbeiter für eine kurze Zeit (z.B. bei einem Gang zur Kaffeemaschine/ Sanitäreinrichtung) von dem Möbel entfernt, dieses nach seiner Rückkehr aber wieder benutzt. Der Zustand„Belegt“ ist optional auch ein Zustand, in dem sich der Mitarbeiter für eine längere Zeit (beispielsweise während der Mittagspause) von seinem Arbeitsplatz entfernt, nach seiner Rückkehr aber wieder weiter arbeitet.

Der Zustand„Belegt“ ist somit ein Zustand, in dem das Möbel aktuell

berechtigterweise einem bestimmten Mitarbeiter zugeordnet ist, und keinem anderen Mitarbeiter zur Verfügung stehen soll. Im Gegensatz dazu beschreibt der Zustand „Belegt“ nicht unbedingt einen Zustand, in dem der Mitarbeiter auch tatsächlich am Schreibtisch sitzt.

Die Belegungssituation des Möbels gemäß eines erfindungsgemäßen Verfahrens weist den Zustand„Freigegeben“ auf. Dies ist ein Zustand, in dem das Möbel aktuell keinem Mitarbeiter zugeordnet ist, und somit einem beliebigen Mitarbeiter bei Bedarf zur Verfügung stehen soll.

Die Belegungssituation des Möbels gemäß eines erfindungsgemäßen Verfahrens weist den Zustand„Reserviert“ auf. Dies ist ein Zustand, in welchem das Möbel zu einem aktuellen Zeitpunkt zur Verwendung durch einen bestimmten Mitarbeiter vorgesehen ist. Falls also am heutigen Tag eine Reservierung eines bestimmten Möbels für den morgigen Tag vorgenommen wird, dann befindet sich das Möbels am heutigen Tag (noch) nicht im Zustand„Reserviert“, obwohl das Möbel für den morgigen Tag reserviert ist. Die Belegungssituation des Möbels lautet erst dann „Reserviert“, wenn der aktuelle Zeitpunkt innerhalb des reservierten Zeitraums liegt.

Vorzugsweise wird die Überwachung des Sensorsignals im Ruhezustand des Möbels erst dann gestartet, wenn sich das Möbel in der Belegungssituation„Reserviert“ befindet. Hierdurch wird die Überwachung lediglich dann ausgeführt, wenn ein Erkennen der Belegungssituationen„Freigegeben“ und„Belegt“ vorteilhaft ist. Im restlichen Zeitraum wird Energie gespart.

Vorzugsweise wird das erfindungsgemäße Verfahren mittels einer Vorrichtung ausgeführt, die für ein einziges Möbel vorgesehen ist.

Alternativ wird das erfindungsgemäße Verfahren vorzugsweise mittels einer

Vorrichtung ausgeführt, die für eine beliebige Anzahl an Möbeln vorgesehen ist.

Vorzugsweise wird ein Reservierungssystem vorgesehen, das zur Kommunikation mit Benutzern von Möbeln eingerichtet ist, so dass diese Benutzer ein Möbel (bzw. einen Arbeitsplatz) für einen gewünschten Zeitraum buchen können.

Vorzugsweise wird die Überwachung des Sensorsignals in arbeitsfreien Zeiträumen, beispielsweise an Feiertagen, deaktiviert. Hierdurch kann Energie gespart werden.

Vorzugsweise wird der Verlauf des Sensorsignals gespeichert, um basierend darauf Arbeitsprozesse zu bewerten.

Vorzugsweise wird der Verlauf des Sensorsignals gespeichert, um basierend darauf die Belastung des Möbels zu bewerten. Erfindungsgemäß offenbart eine Vorrichtung zum Erkennen einer Belegungssituation wenigstens eines Möbels (wobei das Möbel einen Teil aufweist, auf den bei einer Verwendung des Möbels durch einen Benutzer eingewirkt wird) einen

Kollisionssensor, der in der Kraftwirkungskette zwischen diesem Teil und dem restlichen Möbel angeordnet ist. Die Vorrichtung ist des Weiteren dazu eingerichtet, ein erfindungsgemäßes Verfahren auszuführen.

Der Teil des Möbels, auf den bei einer Verwendung des Möbels durch einen Benutzer eingewirkt wird, ist beispielsweise eine Tischplatte eines Schreibtischs. Ein Benutzer stützt sich beim Arbeiten an dieser Tischplatte ab, legt seine Arme/Hände sowie Gegenstände auf die Tischplatte auf, und entfernt diese wieder von der Tischplatte. Auf diese Art und Weise wirkt der Benutzer in diesem Fall auf die Tischplatte ein.

Die Vorrichtung weist vorzugsweise eine Kommunikationseinrichtung zur

Datenübertragung auf.

Vorzugsweise ist entweder für jedes Möbel eine eigene Vorrichtung vorgesehen, oder es ist eine Vorrichtung für mehrere Möbel vorgesehen.

Des Weiteren ist die Erfindung auch in der Gastronomie einsetzbar. Beispielsweise zum Erkennen der Belegungssituation von freien Tischen.

Ein System aus wenigstens einem Möbel und wenigstens einer erfindungsgemäßen Vorrichtung wird als Möbelsystem definiert.

Vorzugsweise weist dieses Möbelsystem eine Leitvorrichtung auf. Diese

Leitvorrichtung kann eine Vielzahl von optischen Anzeigeelementen aufweisen.

Vorzugsweise ist die Leitvorrichtung dazu eingerichtet, einem Benutzer, der ein freies Möbel sucht, den Weg zu einem freien Möbel anzuzeigen, bzw. diesen Benutzer zu dem freien Möbel zu leiten. Dies geschieht analog zu bekannten Leitsystemen in Parkhäusern. Falls beispielsweise ein Gast in der Gastronomie einen freien Tisch (=Möbel) sucht, wird der Gast vorzugsweise durch die Leitvorrichtung zu einem freien Tisch geleitet. Dies kann durch Anzeigevorrichtungen innerhalb des Gastronomiebetriebs

geschehen. Falls ein Gastronomiebetrieb innerhalb des Gastraums beispielsweise baulich bedingte Abbiegemöglichkeiten (z.B. führt ein Gang nach links, und ein Gang führt nach rechts) für einen durch den Gastraum laufenden Gast aufweist, ist an jeder Abbiegemöglichkeit eine Anzeigevorrichtung angeordnet. Hierdurch kann ein Gast zu einem freien Tisch geleitet werden.

Als eine Weiterbildung kann die Leitvorrichtung anstatt oder zusätzlich zu den

Anzeigevorrichtungen dazu eingerichtet sein, um mit Augmented-Reality-Brillen zu kommunizieren. Eine solche Brille des Herstellers Google® ist beispielsweise als Google Glass® bekannt. Gemäß dieser Weiterbildung ist die Leitvorrichtung dazu eingerichtet, einem eine solche Brille tragenden Benutzer den Weg zu einem freien Möbel zu leiten. Dies geschieht mittels optischen Anweisungen, welche dem Benutzer durch die Augmented-Reality-Fuktion zur Verfügung gestellt werden.

Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Verfahren in einer ersten Ausgestaltung.

Fig. 2 zeigt ein erfindungsgemäßes Verfahren in einer zweiten Ausgestaltung.

Fig. 3 zeigt ein erfindungsgemäßes Verfahren in einer dritten Ausgestaltung.

Fig. 4 zeigt einen höhenverstellbaren Schreibtisch gemäß des Standes der Technik.

Fig. 5 zeigt einen höhenverstellbaren Schreibtisch mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Fig. 6 zeigt zwei höhenverstellbare Schreibtische mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung. io

Fig. 1 zeigt ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens in einer ersten Ausgestaltung. Dieses Verfahren ist zum Erkennen einer Belegungssituation eines verstellbaren Möbels vorgesehen. Das verstellbare Möbel kann beispielsweise ein höhenverstellbarer Schreibtisch in einem Großraumbüro sein. Nachfolgend wird anhand dieses speziellen Beispiels auf das erfindungsgemäße Verfahren

eingegangen. Hierdurch wird der Einsatzbereich des Verfahrens aber nicht auf einen höhenverstellbaren Schreibtisch in einem Großraumbüro eingeschränkt. Vielmehr ist das Verfahren auch für andere verstellbare und nicht verstellbare Möbel einsetzbar.

Das erfindungsgemäße Verfahren in der ersten Ausgestaltung beginnt bei einem Startpunkt„Start B“. Der Startpunkt„Start B“ liegt innerhalb eines in der Fig. 1 oben angeordneten gepunktet dargestellten Bereichs. Dieser Bereich beschreibt eine Belegungssituation S, die einem Zustand Belegt B entspricht (S=B). Im

darauffolgenden Schritt des Verfahrens, der durch eine Raute dargestellt ist, wird ermittelt, ob innerhalb eines vorab festgelegten Zeitraums t eine aktuelle Kraft F_akt wenigstens einmalig größer als ein vorab festgelegter Schwellwert F_s ist.

Beispielsweise entspricht der vorab festgelegte Zeitraum t einem Zeitraum von 10 min, und der vorab festgelegte Schwellwert F_s einem Schwellwert von 5 Newton (was ungefähr einer Gewichtskraft entspricht, die von einem Körper mit der Masse 0,5 kg hervorgeht). Ausgehend von diesen beispielhaft genannten Werten würde in diesem Verfahrensschritt entschieden werden, ob innerhalb des Zeitraums von 10 Minuten die aktuelle Kraft F_akt wenigstens einmalig größer ist als der festgelegte Schwellwert F_s von 5 Newton. Falls diese Bedingung erfüllt ist, führt das Verfahren wieder zum Startpunkt„Start B“, ohne dass die Belegungssituation S geändert wird.

Vorzugsweise führt das Verfahren in diesem Schritt sofort wieder zum Startpunkt „Start B“, sobald einmalig die aktuelle Kraft F_akt größer ist als der festgelegte Schwel Iwert F_s.

Vorzugsweise erfolgt die Abfrage innerhalb der Raute (durch welche ermittelt wird, ob innerhalb eines vorab festgelegten Zeitraums t eine aktuelle Kraft F_akt wenigstens einmalig größer als ein vorab festgelegter Schwellwert F_s ist) nicht in Pausenzeiten eines Mitarbeiters. Alternativ dazu erfolgt vorzugsweise diese Abfrage zwar auch in Pausenzeiten, allerdings wird die Belegungssituation innerhalb dieser Pausenzeiten nicht auf Freigegeben geändert, sondern verbleibt bei Belegt, unabhängig von der aktuellen Kraft F_akt. Hierdurch kann ein Mitarbeiter seinen Schreibtisch in

Pausenzeiten verlassen und nach der Pause wieder an diesen zurückkehren, ohne befürchten zu müssen, dass der Schreibtisch in der Zwischenzeit von einem anderen Mitarbeiter belegt wird.

Vorzugsweise hat der Mitarbeiter ein vorgegebenes Kontingent an Pausenzeit pro Tag zu seiner individuellen Verfügung. Dieses Kontingent liegt beispielsweise bei 60 Minuten. Vorzugsweise weist das Möbel einen weiteren Belegungszustand Pause auf, der einem Unterzustand der Belegungssituation Belegt entspricht. Falls ein Mitarbeiter seinen Schreibtisch für beispielsweise die Mittagspause verlässt, kann er diesen auf die Belegungssituation Pause einstellen, wodurch ein Freigeben des Schreibtischs verhindert wird. Das Einstellen der Belegungssituation Pause ist wiederholt und so lange möglich, bis das Kontingent an Pausenzeit aufgebraucht ist. Beispielsweise kann sich der Mitarbeiter pro Tag für eine Mittagspause von 30 Minuten sowie zwei weiteren Pausen von 15 Minuten (also insgesamt das oben angegebene Kontingent von 60 Minuten) von seinem Schreibtisch entfernen und in diesem Zeitraum durch das Einstellen des Belegungszustands Pause ein automatisches Freigeben des

Schreibtischs verhindern. Sobald das Zeitkontingent aufgebraucht ist, kann der Belegungszustand Pause vorzugsweise nicht mehr gewählt werden.

Die aktuelle Kraft F_akt entspricht erfindungsgemäß einer Kraft, die mit einer

Krafteinwirkung auf einen beweglichen Teil eines Möbels korrespondiert.

Beispielsweise entspricht die aktuelle Kraft F_akt einer Krafteinwirkung auf die

Tischplatte eines höhenverstellbaren Schreibtischs.

Erfindungsgemäß wird die aktuelle Kraft F_akt mittels Sensoren gemessen, die zum Erkennen von Kollisionen des beweglichen Teils des Möbels mit Gegenständen in der Umgebung während des Verstellvorgangs vorgesehen sind. Beispielsweise wird die aktuelle Kraft F_akt mittels Sensoren gemessen, die zum Erkennen von Kollisionen einer Tischplatte eines motorisch höhenverstellbaren Schreibtischs mit Gegenständen in der Umgebung, während des Verstellvorgangs, vorgesehen sind. Ein solcher Sensor wird als Kollisionssensor bezeichnet.

Vorzugsweise wird die aktuelle Kraft F_akt im Startpunkt„Start B“ genullt bzw.

resettet. Dies hat den nachfolgend genannten Hintergrund. Wenn ein

höhenverstellbarer Schreibtisch nicht verwendet wird, wird der Kollisionssensor trotzdem eine aktuelle Kraft F_akt größer null messen. Denn auf dem Kollisionssensor lastet das Gewicht der Tischplatte inklusive aller darauf befindlichen Gegenstände (Monitor, Tastatur, usw.). Deshalb wird vorzugsweise die Skala der aktuellen Kraft F_akt im Startpunkt„Start B“ auf null gesetzt.

Sobald in dem erfindungsgemäßen Verfahren entschieden wird, dass einmalig die aktuelle Kraft F_akt größer ist als der festgelegte Schwellwert F_s, wird daraus geschlussfolgert, dass ein Benutzer an dem höhenverstellbaren Schreibtisch arbeitet.

Alternativ wird in diesem sowie in allen nachfolgend beschriebenen

erfindungsgemäßen Verfahren die aktuelle Kraft F_akt durch AF_akt ersetzt, vorzugsweise durch den Betrag von AF_akt. Hierdurch werden Veränderungen der durch den Kollisionssensor gemessenen Kraft F_akt erfasst und dienen als

Entscheidungsbasis für das erfindungsgemäße Verfahren. Somit kann auch dann geschlussfolgert werden, dass ein Benutzer an dem höhenverstellbaren Schreibtisch arbeitet, wenn dieser einen Gegenstand von der Tischplatte wegnimmt, und somit den Kollisionssensor entlastet.

Falls innerhalb des in der Raute dargestellten Verfahrensschritts ermittelt wird, dass innerhalb des vorab festgelegten Zeitraums t die aktuelle Kraft F_akt zu keinem Zeitpunkt größer war als der vorab festgelegte Schwellwert F_s, wird das Verfahren durch den nächsten Verfahrensschritts„Ende“ beendet (Endpunkt). Der Endpunkt liegt innerhalb eines in der Fig. 1 unten dargestellten gepunkteten Bereichs. Dieser Bereich beschreibt eine Belegungssituation S, die einem Zustand Freigegeben F entspricht (S=F).

Fig. 2 (zweite Ausgestaltung) zeigt eine Weiterentwicklung der in Fig. 1 dargestellten ersten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Die zweite Ausgestaltung zeigt eine Erweiterung der ersten Ausgestaltung. Die zweite Ausgestaltung zeigt einen großen gepunkteten Bereich. Dieser Bereich beschreibt eine Belegungssituation S, die einem Zustand Reserviert R entspricht (S=R). Das innerhalb dieses Bereichs abgebildete Verfahren entspricht der aus Fig. 1 bekannten ersten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens (wahlweise inkl. der alternativen und oben beschriebenen Belegungssituation Pause). Der Bereich außerhalb des großen gepunkteten Bereichs entspricht einer Belegungssituation Freigegeben.

Oberhalb des Bereichs, der dem Zustand Reserviert R entspricht, befindet sich der Startpunkt (Start R) der zweiten Ausgestaltung. Ausgehend von diesem Startpunkt wird geprüft, ob der aktuelle Zeitpunkt innerhalb eines Zeitraums liegt, in dem der höhenverstellbare Schreibtisch reserviert ist. Falls der Schreibtisch zum aktuellen Zeitpunkt reserviert ist, beginnt das aus Fig. 1 bekannte Verfahren am Startpunkt „Start B“.

Der Zustand belegt (S=B) und der Zustand Freigegeben (S=F) aus Fig. 1 sind in Fig. 2 mit dem zusätzlichen Zustand R gekennzeichnet, da dieser Teilbereich des

Verfahrens in der zweiten Ausgestaltung nur dann ausgeführt wird, wenn der Zustand Reserviert (S=R) vorliegt. Somit entspricht hier der Zustand Belegt (S=B) auch dem Zustand Reserviert (S=R), somit also (S=R+B). Analog hierzu entspricht der Zustand Freigegeben (S=F) auch dem Zustand Reserviert (S=R), somit also (S=R+F).

Durch die zweite Ausgestaltung des Verfahrens kann Energie bzw. Strom eingespart werden. Denn das Überwachen des Sensorsignals (F_akt) des Kollisionssensors wird nur dann ausgeführt, wenn der Schreibtisch auch zum aktuellen Zeitpunkt reserviert ist. Gemäß dieser Ausgestaltung muss ein Benutzer den Schreibtisch zwingend reservieren, wenn er diesen benutzen möchte.

Alternativ zu einer zwingenden Reservierung vor der Benutzung wird der Zustand Reserviert (und somit Belegt) automatisch aktiviert, sobald ein freier und nicht reservierter Schreibtisch durch einen Benutzer verwendet wird.

Dass ein Schreibtisch, ausgehend von einem freigegebenen Zustand, verwendet wird, wird vorzugsweise durch ein Bedienen der Höhenverstellfunktion durch den Benutzer erkannt. Falls sich also ein Schreibtisch in der Belegungssituation Freigegeben befindet, und ein Benutzer einen Knopf an diesem Schreibtisch betätigt, der zum Höhenverstellen vorgesehen ist, wird der Schreibtisch hierdurch vorzugsweise in den Zustand Reserviert (und somit Belegt) eingestellt. Alternativ ist hierfür ein anderer Knopf an dem Schreibtisch vorgesehen, vorzugsweise auch ein Fingerabdrucksensor.

Das Erkennen, ob ein Schreibtisch ausgehend von einem freigegebenen Zustand, verwendet wird, kann vorzugsweise auch ohne das Bedienen einer Funktion durch den Benutzer erfolgen. Hierzu kann alternativ ebenfalls das Sensorsignal (F_akt) überwacht und ausgewertet werden.

Fig. 3 (dritte Ausgestaltung) zeigt eine Weiterentwicklung der in Fig. 2 dargestellten zweiten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Die dritte Ausgestaltung unterscheidet sich dadurch von der zweiten Ausgestaltung, dass der Endpunkt aus der zweiten Ausgestaltung nicht vorhanden ist. Das Verfahren wird anstatt zum Endpunkt der zweiten Ausgestaltung in der dritten Ausgestaltung wieder zum Startpunkt Start R geleitet.

Fig. 4 zeigt einen höhenverstellbaren Schreibtisch gemäß des Standes der Technik. Dieser Schreibtisch dient als Beispiel für ein Möbel 1 , dessen Belegungssituation mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erkannt wird. Der Schreibtisch weist eine Tischplatte 1 1 , sowie höhenverstellbare Tischsäulen 13 auf. In der Kraftwirkungskette zwischen der Tischplatte 1 1 und den

höhenverstellbaren Tischsäulen 13 sind Sensoren 12 angeordnet, die dazu vorgesehen sind, Kollisionen der Tischplatte 1 1 mit Hindernissen während des Höhenverstellens zu erkennen, und den Höhenverstellvorgang bei einer solchen Kollision unmittelbar zu stoppen.

Das erfindungsgemäße Verfahren nutzt vorzugsweise wenigstens ein Sensorsignal der Sensoren 12, das dem Sensorsignal F_akt entspricht.

Fig. 5 zeigt den höhenverstellbaren Schreibtisch aus Fig. 4, wobei mit dem

Schreibtisch eine Vorrichtung 2 verbunden ist. Diese ist dazu eingerichtet, das erfindungsgemäße Verfahren auszuführen. Die Kombination aus höhenverstellbarem Schreibtisch und Vorrichtung 2 wird als Möbelsystem bezeichnet.

Die Vorrichtung 2 ist gemäß dem Ausführungsbeispiel aus Fig. 5 separat von dem Schreibtisch angeordnet. In einem weiteren, hier nicht dargestellten

Ausführungsbeispiel ist die Vorrichtung 2 in den Schreibtisch integriert. Fig. 6 zeigt mehrere der höhenverstellbaren Schreibtische aus Fig. 4, wobei diese jeweils mit der Vorrichtung 2 verbunden sind, und die Vorrichtung 2 dazu eingerichtet ist, für jeden der Schreibtische ein erfindungsgemäßes Verfahren auszuführen.

Eine Kombination aus mehreren höhenverstellbaren Schreibtischen und einer Vorrichtung 2 wird ebenfalls als Möbelsystem bezeichnet.

Die Vorrichtung 2 ist des Weiteren dazu eingerichtet, auch als Reservierungssystem 3 zu dienen. In der Figurenbeschreibung wurde der Erfindungsgedanke beispielshaft anhand eines höhenverstellbaren Schreibtischs beschrieben. Der beschriebene höhenverstellbare Schreibtisch kann allerdings beliebig durch ein allgemeines verstellbares oder nicht verstellbares Möbel ersetzt werden. Somit sind alle Merkmale, die anhand des höhenverstellbaren Schreibtischs beschrieben wurden, auch allgemein für ein verstellbares oder nicht verstellbares Möbel offenbart. Des Weiteren kann der beschriebene höhenverstellbare Schreibtisch auch durch einen Arbeitstisch/eine Werkbank (beispielsweise für Montagetätigkeiten) ersetzt werden. Somit sind auch alle Merkmale, die anhand des höhenverstellbaren Schreibtischs beschrieben wurden, für einen Arbeitstisch/eine Werkbank offenbart. Die Erfindung ist des Weiteren hervorragend in Bibliotheken einsetzbar,

beispielsweise auch in Universitäten, in welchen das Problem besteht, dass wenige vorhandene Arbeitsplätze von Studierenden durch das Lagern von Schreibgeräten und Büchern reserviert werden, obwohl die Schreibtische aktuell (und über mehrere Stunden hinweg) nicht verwendet werden.

Des Weiteren kann die Energieversorgung der Vorrichtung 2 und/oder des Möbels 1 mittels Batterie- oder Akkutechnik erfolgen.