Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR DETECTING A USER IN THE ENVIRONMENT OF A WORKSTATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/074099
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for detecting a user in the environment of a workstation (10), comprising the following steps: establishing a wireless communication connection between an electronic workstation module (12) positioned at a workstation (10) and a mobile terminal (22) and detecting the entry of the mobile terminal (22) into a surrounding region (50) around the workstation module (12) by evaluating signal properties of the communication connection between the workstation module (12) and the mobile terminal (22).

Inventors:
SPAHN OLIVER (DE)
PÖHLER SYBILLE (DE)
BARKAU RENE (DE)
BUSCHERMÖHLE HERMANN (DE)
Application Number:
EP2018/077902
Publication Date:
April 16, 2020
Filing Date:
October 12, 2018
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
KESSEBOEHMER HOLDING KG (DE)
International Classes:
A47B21/02; A47B9/00; A47B83/00; G01S5/02; H04W4/33; H04W4/80
Foreign References:
EP2625983A12013-08-14
US20100075655A12010-03-25
US20160353880A12016-12-08
US20160127809A12016-05-05
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
PELSTER, Arno (DE)
Download PDF:
Claims:
Ansprüche

1. Verfahren zur Benutzererfassung in der Umgebung eines Arbeitsplatzes (10), mit dem Schritt:

- Herstellen einer drahtlosen Kommunikationsverbindung zwischen einem an einem Arbeitsplatz (10) positionierten elektronischen Arbeitsplatzmodul (12) und einem mobilen Endgerät (22); gekennzeichnet durch den Schritt:

Erfassen des Eintritts des mobilen Endgeräts (22) in einen Umgebungsbereich (50) des Arbeitsplatzmoduls (12) durch

Auswerten von Signaleigenschaften der Kommunikationsverbindung zwischen dem Arbeitsplatzmodul (12) und dem mobilen Endgerät (22). 2. Verfahren nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass das Erfassen des Eintritts des mobilen Endgeräts (22) in den Umgebungsbereich (50) des Arbeitsplatzmoduls (12) das Erfassen von Abstandinformationen umfasst, welche den Abstand des Arbeitsplatzmoduls (12) von dem mobilen Endgerät (22) betreffen.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsverbindung zwischen dem Arbeitsplatzmodul (12) und dem mobilen Endgerät (22) eine Direktverbindung, insbesondere eine direkte Funkverbindung, ist.

4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Auswerten der Signaleigenschaften der Kommunikationsverbindung das Auswerten der Signalqualität umfasst. 5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Auswerten der Signaleigenschaften der Kommunikationsverbindung das Auswerten des Signalrauschens umfasst.

6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Auswerten der Signaleigenschaften der Kommunikationsverbindung das Ermitteln des Signal-Rausch-Abstands umfasst.

7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass durch das Erfassen des Eintritts des mobilen Endgeräts (22) in den Umgebungsbereich (50) des Arbeitsplatzmoduls (12) zumindest einer der folgenden Schritte veranlasst wird:

selbsttätiges Identifizieren des mobilen Endgeräts (22) und/oder eines dem mobilen Endgerät (22) zugeordneten Benutzers; selbsttätiges Abrufen von endgerätespezifischen und/oder benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen von einer zentralen Computereinheit (18) durch das Arbeitsplatzmodul (12); selbsttätiges Veranlassen des Einstellens der endgerätespezifischen und/oder benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen durch das Arbeitsplatzmodul (12). 8. Verfahren nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellen der endgerätespezifischen und/oder benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen zumindest einer der folgenden Schritte umfasst:

Erfassen der aktuellen Schreibtischhöhe des dem Arbeitsplatz (10) zugeordneten Schreibtisches (14) mittels einer Sensoreinrichtung;

Einstellen der Schreibtischhöhe des dem Arbeitsplatz (10) zugeordneten Schreibtisches (14) mittels eines oder mehrerer Aktoren des Schreibtisches (14);

Einstellen einer oder mehrerer dem Arbeitsplatz (10) zugeordneter Beleuchtungseinrichtungen;

Erfassen der aktuellen Sitzhöhe und/oder der Lehnenneigung des dem Arbeitsplatz (10) zugeordneten Sitzmöbels mittels einer oder mehrerer Sensoreinrichtungen; Einstellen der Sitzhöhe und/oder der Lehnenneigung des dem Arbeitsplatz (10) zugeordneten Sitzmöbels mittels eines oder mehrerer Aktoren des Sitzmöbels. 9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8,

dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellen der endgerätespezifischen und/oder benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen zumindest einer der folgenden Schritte umfasst:

Einstellen einer Telefonnummer oder einer Telefondurchwahl eines dem Arbeitsplatz (10) zugeordneten Telefons;

Einstellen einer Anzeige eines dem Arbeitsplatz (10) zugeordneten digitalen Bilderrahmen.

10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch den Schritt:

Berechnen von endgerätespezifischen und/oder benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen durch die zentrale Computereinheit (18) auf Grundlage von durch einen Benutzer zur Verfügung gestellten Personendaten.

Description:
Verfahren zur Benutzererfassung in der Umgebung eines Arbeitsplatzes

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Benutzererfassung in der Umgebung eines Arbeitsplatzes mit dem Schritt: Herstellen einer drahtlosen Kommunikationsverbindung zwischen einem an einem Arbeitsplatz positionierten elektronischen Arbeitsplatzmodul und einem mobilen Endgerät. In modernen Unternehmensstrukturen kommen vermehrt sogenannte Desk- Sharing-Systeme zum Einsatz, bei welchen Arbeitsplätze nicht länger einzelnen Mitarbeitern zugeordnet sind, sondern je nach Verfügbarkeit und Ausstattung von unterschiedlichen Mitarbeitern genutzt werden können. Entsprechende Desk- Sharing-Systeme umfassen üblicherweise ein Buchungs- oder Reservierungssystem, über welches Mitarbeiter geeignete Arbeitsplätze buchen beziehungsweise reservieren können.

In diesem Zusammenhang sind auch Lösungen bekannt, bei welchen eine Anmeldung des Benutzers am Arbeitsplatz notwendig ist. Eine solche Anmeldung kann beispielsweise zur Identifikation des Benutzers dienen, sodass über ein entsprechendes Steuerungssystem benutzerspezifische

Arbeitsplatzeinstellungen veranlasst werden können. Im Stand der Technik sind beispielsweise kamerabasierte Identifikationseinheiten bekannt, welche anhand von Kameraaufnahmen eine einen Arbeitsplatz nutzende Person identifizieren. Ferner sind Lösungen bekannt, bei welchen die Benutzeridentifikation über das Auslesen von personenbezogenen Chipkarten erfolgt. Die bekannten Lösungen zur Erfassung eines Benutzers an einem Arbeitsplatz werden als umständlich und unkomfortabel wahrgenommen und beeinträchtigen die Nutzerakzeptanz von entsprechenden Desk-Sharing-Systemen.

Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht also darin, die Benutzererfassung in der Umgebung eines Arbeitsplatzes zu vereinfachen.

Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren der eingangs genannten Art, wobei durch Auswerten von Signaleigenschaften der Kommunikationsverbindung zwischen dem Arbeitsplatzmodul und dem mobilen Endgerät der Eintritt des mobilen Endgeräts in einen Umgebungsbereich des Arbeitsplatzmoduls erfasst wird.

Die Erfindung macht sich die Erkenntnis zunutze, dass die Signaleigenschaften einer Kommunikationsverbindung zwischen einem mobilen Endgerät und einem elektronischen Arbeitsplatzmodul Rückschlüsse auf die Relativposition des mobilen Endgeräts zu dem Arbeitsplatzmodul erlauben. Die Signaleigenschaften einer solchen Kommunikationsverbindung sind nämlich abhängig von dem Abstand der Kommunikationspartner zueinander und etwaigen Störobjekten, welche zwischen den Kommunikationspartnern positioniert sind. Entsprechende Störobjekte können beispielsweise Raum- oder Trennwände sein. Auf Grundlage der Signaleigenschaften der Kommunikationsverbindung zwischen einem an einem Arbeitsplatz positionierten elektronischen Arbeitsplatzmodul und einem mobilen Endgerät kann also ermittelt werden, ob sich das mobile Endgerät bereits in der Umgebung eines Arbeitsplatzes befindet.

Das Auswerten der Signaleigenschaften der Kommunikationsverbindung kann durch das elektronische Arbeitsplatzmodul, das mobile Endgerät und/oder eine zentrale Computereinheit, welche datenübertragend mit dem elektronischen Arbeitsplatzmodul und/oder dem mobilen Endgerät verbunden ist, erfolgen.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst das Erfassen des Eintritts des mobilen Endgeräts in den Umgebungsbereich des Arbeitsplatzmoduls das Erfassen von Abstandsinformationen, welche den Abstand des Arbeitsplatzmoduls von dem mobilen Endgerät betreffen. Beispielsweise kann die Umgebung des

Arbeitsplatzes durch einen Umgebungsradius definiert sein. Alternativ kann die Umgebung eines Arbeitsplatzes durch eine gegebene Raumstruktur vorgegeben werden. Auf Grundlage der erfassten Abstandsinformationen kann dann ermittelt werden, ob sich das mobile Endgerät bereits innerhalb des Umgebungsradius oder innerhalb des betreffenden Raums befindet. Im Rahmen der Auswertung der Signaleigenschaften der Kommunikationsverbindung kann außerdem festgestellt werden, ob sich zwischen dem elektronischen Arbeitsplatzmodul und dem mobilen Endgerät Störobjekte, wie beispielsweise Wände, befinden. Insbesondere kann über die Auswertung der Signaleigenschaften der

Kommunikationsverbindung auch festgestellt werden, welche Art von

Störobjekten zwischen dem elektronischen Arbeitsplatzmodul und dem mobilen Endgerät positioniert sind.

Das mobile Endgerät ist vorzugsweise als Smartphone oder Tablet ausgebildet. Insbesondere ist das mobile Endgerät ein portables Mobilfunkgerät. Das elektronische Arbeitsplatzmodul verfügt vorzugsweise über eine

Kommunikationseinheit, welche ein Sende- und/oder Empfangsmodul aufweist. Die Kommunikationseinheit ist vorzugsweise dazu eingerichtet, eine drahtlose Kommunikationsverbindung zu dem mobilen Endgerät aufzubauen. In einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Kommunikationsverbindung zwischen dem Arbeitsplatzmodul und dem mobilen Endgerät eine Direktverbindung, insbesondere eine direkte Funkverbindung. Beispielsweise ist die Kommunikationsverbindung zwischen dem

Arbeitsplatzmodul und dem mobilen Endgerät eine direkte Bluetooth-Verbindung. Alternativ kann die Kommunikationsverbindung zwischen dem Arbeitsplatzmodul und dem mobilen Endgerät auch eine indirekte Verbindung sein, welche beispielsweise mehrere Einzelverbindungen eines lokalen Drahtlosnetzwerks umfasst.

In einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst das Auswerten der Signaleigenschaften der Kommunikationsverbindung das Auswerten der Signalqualität. Insbesondere umfasst das Kommunikationssignal sowohl ein Nutzsignal als auch ein Störsignal. Das Auswerten der Signaleigenschaften kann dabei das Auswerten des Nutzsignals und/oder das Auswerten des Störsignals umfassen. Ferner können im Rahmen der Auswertung der Signaleigenschaften das Nutzsignal und das Störsignal miteinander verglichen und/oder miteinander ins Verhältnis gesetzt werden.

In einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst das Auswerten der Signaleigenschaften der Kommunikationsverbindung das Auswerten des Signalrauschens. Das Signalrauschen stellt eine Störgröße dar, welche unter anderem abhängig von dem Abstand der Kommunikationspartner und/oder abhängig von Störobjekten, welche zwischen den Kommunikationspartnern positioniert sind, ist. Durch die Auswertung des Signalrauschens kann somit festgestellt, ob sich das mobile Endgerät bereits in der Umgebung des an dem Arbeitsplatz positionierten elektronischen Arbeitsplatzmoduls befindet. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst das Auswerten der Signaleigenschaften der

Kommunikationsverbindung das Ermitteln des Signal-Rausch-Abstands. Der Signal-Rausch-Abstand definiert das Verhältnis der mittleren Leistung des Nutzsignals zur mittleren Rauschleistung des Störsignals. Auf Grundlage des Signal-Rausch-Abstands der Kommunikationsverbindung lassen sich vergleichsweise präzise Angaben zu dem Abstand der Kommunikationspartner zueinander ableiten. Somit kann festgestellt werden, ob sich das mobile Endgerät bereits in der Umgebung des elektronischen Arbeitsplatzmoduls befindet.

In einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird durch das Erfassen des Eintritts des mobilen Endgeräts in den

Umgebungsbereich des Arbeitsplatzmoduls ein selbsttätiges Identifizieren des mobilen Endgeräts und/oder eines dem mobilen Endgerät zugeordneten Benutzers veranlasst. Durch die Endgeräteidentifizierung beziehungsweise die Benutzeridentifizierung kann festgestellt werden, welche Person den betreffenden Arbeitsplatz aktuell nutzt. In einer weiteren Ausführungsform wird beim Erfassen des Eintritts des mobilen Endgeräts in den Umgebungsbereich des Arbeitsplatzmoduls ein selbsttätiger Abruf von endgerätespezifischen und/oder benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen von einer zentralen Computereinheit durch das Arbeitsplatzmodul veranlasst. Auf Grundlage der abgerufenen endgerätespezifischen und/oder benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen kann dann ein selbsttätiges Veranlassen des Einstellens der endgerätespezifischen und/oder benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen durch das Arbeitsplatzmodul erfolgen. Die endgerätespezifischen und/oder benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen können alternativ oder zusätzlich auch durch das Arbeitsplatzmodul von dem mobilen Endgerät abgerufen werden. Die Arbeitsplatzeinstellungen können eine Schreibtischhöhe eines Schreibtisches, eine Sitzhöhe und/oder Lehnenneigung eines Sitzmöbels und/oder die Helligkeit und/oder Farbe einer Arbeitsplatzbeleuchtung betreffen. Die endgerätespezifischen und/oder benutzerspezifischen

Arbeitsplatzeinstellungen wurden entweder durch den Benutzer definiert oder auf Grundlage von Personendaten, welche der Benutzer bereitgestellt hat, ermittelt beziehungsweise berechnet.

In einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst das Einstellen der endgerätespezifischen und/oder benutzerspezifischen

Arbeitsplatzeinstellungen das Erfassen der aktuellen Schreibtischhöhe des dem Arbeitsplatz zugeordneten Schreibtisches mittels einer Sensoreinrichtung und/oder das Einstellen der Schreibtischhöhe des dem Arbeitsplatz zugeordneten Schreibtisches mittels eines oder mehrerer Aktoren des Schreibtisches. Alternativ oder zusätzlich umfasst das Einstellen der endgerätespezifischen und/oder benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen das Einstellen einer oder mehrerer dem Arbeitsplatz zugeordneter

Beleuchtungseinrichtungen, insbesondere hinsichtlich Helligkeit und/oder Leuchtfarbe. Darüber hinaus kann das Einstellen der endgerätespezifischen und/oder benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen das Erfassen der aktuellen Sitzhöhe und/oder Lehnenneigung des dem Arbeitsplatz zugeordneten Sitzmöbels mittels einer oder mehrerer Sensoreinrichtungen und/oder das Einstellen der Sitzhöhe und/oder der Lehnenneigung des dem Arbeitsplatz zugeordneten Sitzmöbels mittels eines oder mehrerer Aktoren des Sitzmöbels umfassen. Zu Erfassung der aktuellen Schreibtischhöhe und zur Erfassung der aktuellen Sitzhöhe können beispielsweise Abstandsmesssensoren eingesetzt werden, welche den Abstand zwischen der Schreibtischplatte und dem Boden beziehungsweise dem Sitzpolster und dem Boden erfassen. Als Aktoren zur Einstellung der Schreibtischhöhe des Schreibtisches, der Sitzhöhe und/oder der Lehnenneigung des Sitzmöbels können Elektromotoren zum Einsatz kommen.

In einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst das Einstellen der endgerätespezifischen und/oder benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen das Einstellen einer Telefonnummer oder einer Telefon-Durchwahl eines dem Arbeitsplatz zugeordneten Telefons und/oder das Einstellen einer Anzeige eines dem Arbeitsplatz zugeordneten digitalen Bilderrahmens. Durch das Einstellen einer Telefonnummer oder einer Telefon- Durchwahl kann der Benutzer am Arbeitsplatz unter einer bekannten Telefonnummer beziehungsweise Telefon-Durchwahl von Dritten erreicht werden. Durch das Einstellen der Anzeige des digitalen Bilderrahmens kann ein persönliches Arbeitsklima geschaffen werden, beispielsweise durch die Anzeige von persönlichen Fotos oder favorisierten Künstlern des Benutzers.

Außerdem ist ein erfindungsgemäßes Verfahren vorteilhaft, bei welchem endgerätespezifische und/oder benutzerspezifische Arbeitsplatzeinstellungen durch die zentrale Computereinheit auf Grundlage von durch einen Benutzer zur Verfügung gestellten Personendaten berechnet werden. Beispielsweise stellt der Benutzer Personendaten zu seinem Alter, seiner Größe und/oder seinem Geschlecht zur Verfügung. Anhand von hinterlegten Berechnungsroutinen kann auf Grundlage der bereitgestellten Personendaten dann eine geeignete

Arbeitsplatzkonfiguration ermittelt werden. Die geeignete Arbeitsplatzkonfiguration kann beispielsweise geeignete Lichteinstellungen, eine geeignete Sitzhöhe und/oder eine geeignete Tischhöhe betreffen.

Vorzugsweise werden sämtliche Daten und oder Informationen, welche einen Benutzer betreffen, anonymisiert übertragen. Die Benutzererfassung in der Umgebung eines Arbeitsplatzes kann im Rahmen eines Verfahren zum Verwalten von Arbeitsplätzen erfolgen. Neben der Benutzererfassung kann das Verfahren zum Verwalten von Arbeitsplätzen das Empfangen von Arbeitsplatzinformationen von einer Vielzahl von jeweils einem Arbeitsplatz zugeordneten elektronischen Arbeitsplatzmodulen durch eine zentrale Computereinheit und Bereitstellen der empfangenen Arbeitsplatzinformationen zum Abruf durch mobile Endgeräte umfassen.

Das Verfahren zum Verwalten von Arbeitsplätzen kann das Auswerten der empfangenen Arbeitsplatzinformationen durch die zentrale Computereinheit umfassen. Die empfangenen Arbeitsplatzinformationen werden vorzugsweise zur Vornahme von Folgemaßnahmen analysiert oder aufbereitet. Somit können die aus einem unternehmensinternen Buchungssystem ohnehin vorliegenden Arbeitsplatzinformationen für eine Vielzahl weiterer Maßnahmen genutzt werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens zum Verwalten von Arbeitsplätzen umfassen die Arbeitsplatzinformationen Angaben zu Arbeitsplatz- Ausstattungsgegenständen, welche sich in der Umgebung des dem jeweiligen Arbeitsplatzmodul zugeordneten Arbeitsplatzes befinden. Arbeitsplatz- Ausstattungsgegenstände können beispielsweise Schreibtische, Sitzmöbel, Leuchten, Telefone, Computer, Lehnhilfen, Flipcharts, Rollcontainer oder Ähnliches sein. Durch das Bereitstellen der Angaben zu Arbeitsplatz-

Ausstattungsgegenständen durch die zentrale Computereinheit können diese Informationen über mobile Endgeräte abgerufen werden. Ein Benutzer eines entsprechenden mobilen Endgeräts kann sich somit über die Ausstattung unterschiedlicher Arbeitsplätze informieren, um auf Grundlage dieser Informationen einen geeigneten Arbeitsplatz auszuwählen und zu reservieren.

Die Datenübertragung zwischen den einzelnen Arbeitsplatzmodulen und der zentralen Computereinheit erfolgt vorzugsweise drahtlos, insbesondere unter Verwendung von Funk, beispielsweise Mobilfunk, und/oder Internet.

Darüber hinaus ist ein Verfahren zum Verwalten von Arbeitsplätzen vorteilhaft, bei welchem die Angaben zu Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenständen

Bezeichnungen der sich in der Umgebung des dem jeweiligen Arbeitsplatzmodul zugeordneten Arbeitsplatzes befindlichen Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstände umfassen. Alternativ oder zusätzlich umfassen die Angaben zu Arbeitsplatz- Ausstattungsgegenständen Zustandsinformationen zu den sich in der Umgebung des dem jeweiligen Arbeitsplatzmodul zugeordneten Arbeitsplatzes befindlichen Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenständen. Die Bezeichnungen der Ausstattungsgegenstände können eine wörtliche Beschreibung des jeweiligen Ausstattungsgegenstands und/oder eine Kennung oder einen Code umfassen. Die Zustandsinformationen zu den jeweiligen Ausstattungsgegenständen können Fehlermeldung oder Fehlercodes umfassen, beispielsweise, wenn ein Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstand selbsttätig eine Funktionsbeeinträchtigung oder einen Defekt feststellt. Vorzugsweise überwachen einzelne Arbeitsplatz- Ausstattungsgegenstände selbsttätig ihren Zustand und teilen diesen Zustand dem jeweiligen Arbeitsplatzmodul mit. Auf diese Weise kann beispielsweise ein nicht-ordnungsgemäß arbeitender verstellbarer Schreibtisch als defekt erkannt werden. Andererseits kann beispielsweise eine Funktionsbeeinträchtigung bei einem Sitzmöbel, beispielsweise einem Schreibtischstuhl, festgestellt werden, wenn dieser nicht in eine gewünschte Sollposition verfahrbar ist oder eine gewünschte Sollposition nicht halten kann.

Das Verfahren zum Verwalten von Arbeitsplätzen wird ferner dadurch vorteilhaft weitergebildet, dass zwischen einem Arbeitsplatzmodul und einem oder mehreren elektronischen Verwaltungsmodulen, welche jeweils an einem sich in der Umgebung eines Arbeitsplatzes befindlichen Arbeitsplatz- Ausstattungsgegenstands angeordnet sind, eine Drahtlosverbindung hergestellt wird. Beispielsweise sind die Verwaltungsmodule jeweils an den Arbeitsplatz- Ausstattungsgegenständen befestigt. Beispielsweise kann ein Verwaltungsmodul an dem Schreibtisch und ein weiteres Verwaltungsmodul an dem Sitzmöbel eines Arbeitsplatzes befestigt sein, wobei die Verwaltungsmodule über eine Drahtlosverbindung Daten mit dem Arbeitsplatzmodul des Arbeitsplatzes austauschen können. Alternativ oder zusätzlich umfasst das Verfahren das Erfassen von sich in der Umgebung eines Arbeitsplatzes befindlichen

Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenständen durch das elektronische Arbeitsplatzmodul über die Drahtlosverbindungen zu den jeweiligen Verwaltungsmodulen der Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstände. Darüber hinaus kann das Verfahren das Erfassen von Bezeichnungen und/oder Zuständen von sich in der Umgebung eines Arbeitsplatzes befindlichen Arbeitsplatz- Ausstattungsgegenständen durch das elektronische Arbeitsplatzmodul über die Drahtlosverbindungen zu den jeweiligen Verwaltungsmodulen der Arbeitsplatz- Ausstattungsgegenstände umfassen. Vorzugsweise überwachen die Verwaltungsmodule den Zustand des Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstands, welchem die jeweiligen Verwaltungsmodule zugeordnet sind. Hierzu können die elektronischen Verwaltungsmodule mit einem oder mehreren Sensoren und/oder einem oder mehreren Aktoren des jeweiligen Arbeitsplatz- Ausstattungsgegenstands verbunden sein. Die elektronischen Verwaltungsmodule können auch mit einer Steuerungseinrichtung des jeweiligen Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstands verbunden oder in den Arbeitsplatz- Ausstattungsgegenstand integriert sein. Über die Drahtlosverbindung zwischen den jeweiligen Arbeitsplatzmodulen und den in der Umgebung des Arbeitsplatzmoduls befindlichen Verwaltungsmodulen kann eine Inventarisierung umgesetzt werden. Die von den Verwaltungsmodulen zur Verfügung gestellten Informationen können entsprechend an die zentrale Computereinheit gesendet werden und zur Veranlassung von Folgemaßnahmen ausgewertet werden. Die Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstände können über die Drahtlosverbindung zwischen dem Verwaltungsmodul und dem Arbeitsplatzmodul aktiv von dem Arbeitsplatzmodul verwaltet werden und/oder an dem Arbeitsplatzmodul angemeldet sein. Die Anmeldung kann über das drahtlose Senden einer Kennung von dem Verwaltungsmodul der jeweiligen Arbeitsplatz- Ausstattungsgegenstände an das Arbeitsplatzmodul erfolgen, insbesondere mittels eines Bluetooth Beacons. Über die Drahtlosverbindung zwischen dem Arbeitsplatzmodul und den Verwaltungsmodulen kann die Präsenz von Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenständen in der Funkreichweite des Arbeitsplatzes in Echtzeit ermittelt werden. Darüber hinaus können beispielsweise falsche Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstände, welche einem anderen Arbeitsplatz zugeordnet sind, an einem Arbeitsplatz identifiziert werden. Dies erlaubt das Auffinden von Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenständen, deren Position beispielsweise durch Mitarbeiter verändert wurde. Das Auswerten der empfangenen Arbeitsplatzinformationen erlaubt somit das Überprüfen des Inventars eines jeden Arbeitsplatzes. Wird im Rahmen der Überprüfung ein Fehler festgestellt, kann die zentrale Computereinheit einen entsprechenden Hinweis generieren und einem Benutzer zur Verfügung stellen.

In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens zum Verwalten von Arbeitsplätzen werden durch das Auswerten der empfangenen Arbeitsplatzinformationen durch die zentrale Computereinheit fehlerhafte und/oder defekte Arbeitsplatzausstattungen erfasst. Beispielsweise erfolgt das Erfassen durch einen Abgleich der von den Arbeitsplatzmodulen bereitgestellten Arbeitsplatzinformationen mit Ausstattungsvorgaben, welche auf einem Speicher der zentralen Computereinheit hinterlegt sind.

In einer anderen Ausführungsform des Verfahrens zum Verwalten von Arbeitsplätzen werden durch das Auswerten der empfangenen Arbeitsplatzinformationen durch die zentrale Computereinheit notwendige Reparatur-, Wartungs- und/oder Inspektionsmaßnahmen an Arbeitsplatz- Ausstattungsgegenständen erfasst. Alternativ oder zusätzlich erfolgt das

Auswerten der empfangenen Arbeitsplatzinformationen zum Erfassen notwendiger Instandhaltungs- und/oder Instandsetzungsmaßnahmen. Es können ferner Reparaturaufträge selbsttätig vorbereitet oder vergeben werden. Anhand der übermittelten Zustandsinformationen zu den Arbeitsplatz- Ausstattungsgegenständen, beispielsweise anhand der übermittelten

Fehlercodes, kann die zentrale Computereinheit geeignete Maßnahmen identifizieren, wobei nach einer entsprechenden Maßnahmenidentifikation beispielsweise ein Mitarbeiter mit der Bereitstellung notwendiger Ersatzteile und/oder Werkzeuge an dem betroffenen Arbeitsplatz beauftragt werden kann. Ferner können Wartungsmaßnahmen an Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenständen veranlasst werden, wenn diese eine definierte Nutzungsdauer überschritten haben. Somit können beispielsweise Schreibtische, Sitzmöbel oder Leuchten bei Erreichen eines vordefinierten Nutzungszustands gewartet werden. Hierzu kann beispielsweise die Verstellstrecke eines höhenverstellbaren Schreibtisches überwacht werden, sodass bei Überschreitung eines Verstellstreckengrenzwertes eine Wartung des Schreibtisches veranlasst werden kann. Ferner kann die Betriebsdauer oder die abgegebene Lichtmenge einer Arbeitsplatzbeleuchtung überwacht werden, sodass die zentrale Computereinheit bei Erreichen entsprechender Grenzwerte selbsttätig einen Inspektionsauftrag auslösen oder bei einem Facility-Management in Auftrag geben kann. Beispielsweise kann eine Leuchte, welche trotz hundertprozentiger Leistungsaufnahme die gewünschte Lichtleistung infolge von Verschmutzung nicht erreicht, selbsttätig einen

Wartungsauftrag, beispielsweise ein Reinigungsauftrag, auslösen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens zum Verwalten von Arbeitsplätzen wird der Vorrat und/oder der Zustand von

Verbrauchsmaterialien, welche von sich in der Umgebung eines Arbeitsplatzes befindlichen Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenständen während des Betriebs verbraucht werden, durch das elektronische Arbeitsplatzmodul über die Drahtlosverbindung zu den jeweiligen Verwaltungsmodulen der Arbeitsplatz- Ausstattungsgegenstände erfasst. Durch das Auswerten der empfangenen Arbeitsplatzinformationen durch die zentrale Computereinheit wird vorzugsweise die Notwendigkeit der Bereitstellung neuen Verbrauchsmaterials an einem Arbeitsplatz erfasst. Verbrauchsmaterialien können beispielsweise Druckerpapier, Toner oder Flipchart-Papier sein. Neues Verbrauchsmaterial kann von einem Benutzer auch über eine Anwendung auf dem mobilen Endgerät oder einen Bluetooth-Dash-Button direkt und gezielt für einen Arbeitsplatz bestellt werden. Ferner können Reparatur-, Wartungs- und/oder Inspektionsmaßnahmen für einen Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstand direkt über die Anwendung auf dem mobilen Endgerät durch den Benutzer veranlasst werden. Ferner kann die zentrale Computereinheit die durch eine Maßnahme verursachten Kosten einem Kostenträger zuordnen. Der Kostenträger kann beispielsweise eine Abteilung sein, welcher der Kostenverursacher, beispielsweise der Benutzer des Arbeitsplatzes, zugeordnet werden kann.

Außerdem ist ein Verfahren zum Verwalten von Arbeitsplätzen vorteilhaft, bei welchem die Arbeitsplatzinformationen Angaben zu Personen umfassen, welche sich an dem dem jeweiligen Arbeitsplatzmodul zugeordneten Arbeitsplatz oder in der Umgebung des dem jeweiligen Arbeitsplatzmodul zugeordneten Arbeitsplatzes befinden. Hierdurch kann der Aufenthaltsort einer Person oder der von der Person genutzte Arbeitsplatz über die abrufbaren Arbeitsplatzinformationen durch Dritte erfasst werden. Dies führt zu einer Überwindung eines erheblichen Nachteils von Desk-Sharing-Systemen, nämlich die Zuordnung zwischen Abteilungen oder Personengruppen einerseits und Räumen, Etagen oder Gebäuden andererseits. Auf Basis der der zentralen Computereinheit bereitgestellten Personenangaben ist zu jedem Zeitpunkt eine Übersicht über die im Gebäude befindlichen Personen möglich.

Darüber hinaus ist ein Verfahren zum Verwalten von Arbeitsplätzen vorteilhaft, bei welchem das Auswerten der empfangenen Arbeitsplatzinformationen zur Zustellung von personenbezogenen Postsendungen und/oder Paketen erfolgt. Auf Grundlage der Arbeitsplatzinformationen kann festgestellt werden, welcher Arbeitsplatz von einem Postsendungsempfänger und/oder einem Paketempfänger momentan genutzt wird, sodass eine entsprechende Zustellung direkt an den Arbeitsplatz umgesetzt werden kann.

Außerdem ist ein Verfahren zum Verwalten von Arbeitsplätzen vorteilhaft, bei welchem eine Telefonanlagenkonfiguration auf Grundlage der empfangenen Arbeitsplatzinformationen oder aufgrund von vorliegenden Buchungsinformationen selbsttätig angepasst wird. Das Anpassen der Telefonanlagenkonfiguration umfasst vorzugsweise das Zuweisen einer personenbezogenen Telefonnummer oder einer personenbezogenen Telefon- Durchwahl zu einem einem Arbeitsplatz zugeordneten Telefon. Wenn eine Person durch das Arbeitsplatzmodul an einem Arbeitsplatz erfasst wird, kann auf diese Weise eine telefonische Erreichbarkeit des Arbeitsplatzbenutzers unter einer bekannten Telefonnummer oder Durchwahl umgesetzt werden. Wenn keine direkte Personenidentifikation am Arbeitsplatz erfolgt, kann die Zuweisung der Telefonnummer oder Durchwahl auch auf Grundlage einer getätigten Buchung des Arbeitsplatzes durch eine entsprechende Person umgesetzt werden.

Das Verfahren zum Verwalten von Arbeitsplätzen wird ferner dadurch vorteilhaft weitergebildet, dass ein elektronisches Türschild auf Grundlage der empfangenen Arbeitsplatzinformationen oder aufgrund von vorliegenden Buchungsinformationen selbsttätig angepasst wird. Auf diese Weise kann vermieden werden, dass Personen oder Personengruppen, welche räumlich abgeschlossene Arbeitsplätze nutzen, beispielsweise Einzelbüros oder Besprechungsräume, von Dritten während der Nutzung unterbrochen werden. Die selbsttätige Türschildanpassung kann beispielsweise das Darstellen der Buchungsdauer über das Türschild umfassen. Ferner können über das elektronische Türschild Belegungsinformationen dargestellt werden.

In einer alternativen Ausführungsform des Verfahrens zum Verwalten von Arbeitsplätzen umfassen die Arbeitsplatzinformationen Temperaturinformationen und/oder Luftqualitätsinformationen zu dem dem jeweiligen Arbeitsplatzmodul zugeordneten Arbeitsplatz. Vorzugsweise wird die Temperatur und/oder die Luftqualität an den jeweiligen Arbeitsplätzen erfasst. Beispielsweise erfolgt die Erfassung der Temperatur und/oder der Luftqualität über Sensoren der jeweiligen Arbeitsplatzmodule und/oder Sensoren von Verwaltungsmodulen.

In einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens zum Verwalten von Arbeitsplätzen erfolgt das Auswerten der empfangenen Arbeitsplatzinformationen durch die zentrale Computereinheit zum Überwachen der Temperatur und/oder der Luftqualität in einem Raum, einer Etage und/oder einem Gebäude. Hierdurch kann beispielsweise eine mögliche Kältequelle beziehungsweise Kältezone, wie etwa ein geöffnetes Fenster, in einem Bereich identifiziert werden. Zur Einsparung von Energiekosten kann das geöffnete Fenster selbsttätig geschlossen oder eine Person mit dem Schließen des Fensters beauftragt werden. Alternativ oder zusätzlich erlaubt die Überwachung der Temperatur und/der der Luftqualität eine kartografische Darstellung der Temperatur und/oder der Luftqualität in einem Raum, einer Etage oder einem Gebäude.

Außerdem ist ein Verfahren zum Verwalten von Arbeitsplätzen vorteilhaft, bei welchem das Auswerten der empfangenen Arbeitsplatzinformationen durch die zentrale Computereinheit zum Ermitteln einer Anzahl oder der Identitäten von in einem Raum, in einer Etage und/oder in einem Gebäude befindlichen Personen, insbesondere im Rahmen einer Evakuierung, erfolgt. Das Verfahren erlaubt somit die Umsetzung einer effektiven und zuverlässigen Evakuierungskontrolle. Es kann somit die vollständige Räumung eines Aufenthaltsbereichs verifiziert werden. Durch die Identitätsermittlung kann auch gezielt nach Personen gesucht werden. Durch entsprechende Positionsinformationen wird die Rettung von Personen ermöglicht oder vereinfacht. Im Brandfall können sich innerhalb eines Gebäudes befindliche Personen identifiziert und lokalisiert werden, sodass Einsatzkräfte eine gezielte Rettung dieser Personen vornehmen können. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das Verfahren zum Verwalten von Arbeitsplätzen das Bereitstellen einer Buchungs- und/oder Reservierungsmöglichkeit für einen Arbeitsplatz über eine Anwendung auf einem mobilen Endgerät. Ein Benutzer kann mittels der Anwendung auf dem mobilen Endgerät Arbeitsplatzinformationen und/oder Belegungsinformationen zu einem Arbeitsplatz von der zentralen Computereinheit abrufen. Vorzugsweise unterstützt die Anwendung auf dem mobilen Endgerät den Benutzer bei der Buchung eines geeigneten Arbeitsplatzes.

Das Verfahren zum Verwalten von Arbeitsplätzen umfasst vorzugsweise das Senden von Buchungs- und/oder Reservierungsinformationen von einem mobilen Endgerät an die zentrale Computereinheit. Außerdem kann das Verfahren das Senden von Buchungs- und/oder Reservierungsinformationen von der zentralen Computereinheit an das Arbeitsplatzmodul des über das mobile Endgerät gebuchten oder reservierten Arbeitsplatzes umfassen.

Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert und beschrieben. Dabei zeigen:

Fig. 1 ein Kommunikationssystem während des Ausführens des Verfahrens zum Verwalten von Arbeitsplätzen in einer schematischen Darstellung; Fig. 2 die Bereitstellung von Verwaltungsdaten für eine zentrale

Computereinheit, welche im Rahmen des Verfahrens zum Verwalten von Arbeitsplätzen eingesetzt wird;

Fig. 3 ein mobiles Endgerät während des Ausführens des Verfahrens zum

Verwalten von Arbeitsplätzen; Fig. 4 ein mobiles Endgerät während des Ausführens des Verfahren zum Verwaltens von Arbeitsplätzen;

Fig. 5 ein mobiles Endgerät während des Ausführens des Verfahrens zum

Verwalten von Arbeitsplätzen; Fig. 6 ein mobiles Endgerät während des Ausführens des Verfahrens zum

Verwalten von Arbeitsplätzen; und

Fig. 7 ein Kommunikationssystem während des Ausführens des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Benutzererfassung in einer schematischen Darstellung. Die Fig. 1 zeigt ein Kommunikationssystem, welches zum Verwalten von Arbeitsplätzen innerhalb eines Unternehmens zum Einsatz kommen kann. Das Kommunikationssystem umfasst mehrere elektronische Arbeitsplatzmodule, welche jeweils einem Arbeitsplatz zugeordnet sind. Beispielhaft ist das Arbeitsplatzmodul 12 dargestellt, welches dem Arbeitsplatz 10 zugeordnet ist. Das Arbeitsplatzmodul 12 ist über eine Drahtlosverbindung, vorliegend eine Bluetooth-Verbindung, mit mehreren elektronischen Verwaltungsmodulen 16a- 16c verbunden, wobei die Verwaltungsmodule 16a-16c jeweils an einem sich in der Umgebung des Arbeitsplatzes 10 befindlichen Arbeitsplatz- Ausstattungsgegenstand 14a-14c angeordnet sind. Das Verwaltungsmodul 16a ist an dem als Schreibtischstuhl ausgebildeten Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstand 14a angeordnet. Der Schreibtischstuhl umfasst Aktoren, mittels welchen die Sitzhöhe und die Lehnenneigung verstellbar ist. Mittels des Verwaltungsmoduls 16a lassen sich die Aktoren des Arbeitsplatz- Ausstattungsgegenstands 14a steuern, sodass durch geeignete Steuerbefehle die Sitzhöhe und/oder die Lehnenneigung verstellbar ist. Ferner ist das Verwaltungsmodul 16a dazu geeignet, die aktuelle Sitzhöhe und die aktuelle Lehnenneigung zu erfassen. Dies kann beispielsweise über die Aufzeichnung und Auswertung der Verstellvorgänge erfolgen oder über hierzu geeignete Sensoren. Das Verwaltungsmodul 16b ist an dem als Schreibtisch ausgebildeten Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstand 14b angeordnet. Der Schreibtisch ist höhenverstellbar ausgebildet und weist Aktoren zur Einstellung der Tischplattenhöhe auf. Das Verwaltungsmodul 16b ist mit den Aktoren des Schreibtisches verbunden und dazu eingerichtet, Steuerbefehle zur Anpassung der Tischhöhe zu erzeugen und den Aktoren bereitzustellen. Ferner lässt sich mittels des Verwaltungsmoduls 16b die aktuelle Tischhöhe erfassen. Die Tischhöhenerfassung erfolgt dabei beispielsweise über einen Sensor, welcher den Abstand zum Boden erfasst oder über die Auswertung zurückliegender Verstellvorgänge.

Das Verwaltungsmodul 16c ist mit dem als Beleuchtungseinrichtung ausgebildeten Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstand 14c verbunden. Das Verwaltungsmodul 16c ist dazu eingerichtet, Steuerungsbefehle zur Änderung der Helligkeit und/oder der Lichtfarbe der Beleuchtungseinrichtung zu generieren und diese der Beleuchtungseinrichtung bereitzustellen.

Das elektronische Arbeitsplatzmodul 12 erfasst die sich in der Umgebung des Arbeitsplatzes 10 befindlichen Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstände 14a-14c über die Drahtlosverbindung zu den jeweiligen Verwaltungsmodulen 16a-16c der Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstände 14a-14c. Über die Drahtlosverbindungen erfasst das elektronische Arbeitsplatzmodul 12 einerseits die Bezeichnungen der sich in der Umgebung des Arbeitsplatzes 10 befindlichen Arbeitsplatz- Ausstattungsgegenstände 14a-14c und andererseits die Zustände dieser Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstände 14a-14c. Darüber hinaus können den elektronischen Verwaltungsmodulen 16a-16c über das elektronische Arbeitsplatzmodul 12 Steuerungsbefehle übermittelt werden, sodass auf Grundlage der Steuerungsbefehle eine Anpassung des Zustands des jeweiligen Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstands 14a-14c erfolgen kann.

Das elektronische Verwaltungsmodul 12 empfängt somit Angaben 30a-30c zu den Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenständen 14a-14c, welche sich in der Umgebung des dem Arbeitsplatzmodul 12 zugeordneten Arbeitsplatzes 10 befinden. Die Angaben 30a-30c zu den Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenständen 14a-14c umfassen Bezeichnungen der sich in der Umgebung des Arbeitsplatzes 10 befindlichen Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstände 14a-14c und Zustandsinformationen zu den sich in der Umgebung des Arbeitsplatzes 10 befindlichen Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenständen 14a-14c. Es können auch weitere Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstände, wie beispielsweise Drucker oder Flipcharts, mit entsprechenden Verwaltungsmodulen ausgestattet sein, sodass das Arbeitsplatzmodul 12 entsprechende Angaben zu diesen Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenständen empfangen beziehungsweise abrufen kann. In diesem Fall könnte auch der Vorrat und/oder der Zustand von Verbrauchsmaterialien durch die Verwaltungsmodule erfasst werden, sodass diese Vorrats- und/oder Zustandsinformationen dem Arbeitsplatzmodul 12 bereitgestellt werden können. Somit kann beispielsweise der Vorrat an Druckerpapier oder Flipchart-Papier erfasst werden. Alternativ oder zusätzlich kann der Füllzustand der Tonerkartuschen erfasst werden. Ferner ist das Arbeitsplatzmodul 12 dazu in der Lage, eine Drahtlosverbindung mit einem einer Person zugeordneten mobilen Endgerät 22 herzustellen, welches sich in der Umgebung des Arbeitsplatzmoduls 12 befindet. Über die Drahtlosverbindung kann dann eine sich in der Umgebung des Arbeitsplatzes 10 befindliche Person durch das Arbeitsplatzmodul 12 erfasst werden. Hinsichtlich der Personenerfassung und -Identifikation wird auf die Fig. 7 verwiesen.

Die von den elektronischen Verwaltungsmodulen 16a-16c dem elektronischen Arbeitsplatzmodul 12 bereitgestellten Informationen sowie die durch das elektronische Arbeitsplatzmodul 12 selbst erfassten Informationen werden als Arbeitsplatzinformationen 26 einer zentralen Computereinheit 18 bereitgestellt. Das Bereitstellen der Arbeitsplatzinformationen 26 erfolgt dabei zumindest teilweise drahtlos, wobei zur Datenübertragung ein lokales Drahtlosnetzwerk und/oder das Internet benutzt werden kann. Die der zentralen Computereinheit 18 bereitgestellten Arbeitsplatzinformationen 26 umfassen also Angaben 30a-30c zu Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenständen 14a-14c, welche sich in der Umgebung des Arbeitsplatzes 10 befinden, und Angaben 28 zu Personen, welche sich in der Umgebung des Arbeitsplatzes 10 befinden. Die zentrale Computereinheit 18 stellt die empfangenen Arbeitsplatzinformationen 26 zum Abruf durch eine Anwendung 20 bereit. Die Anwendung 20 kann beispielsweise auf einem mobilen Endgerät 22, etwa einem Smartphone oder Tablet, oder einem stationären Computer 24 installiert sein. Über die Anwendung 20 können Benutzer sich über den Zustand und die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen 10 informieren und geeignete Arbeitsplätze 10 reservieren oder buchen.

Darüber hinaus wertet die zentrale Computereinheit 18 die empfangenen Arbeitsplatzinformationen 26 aus, um auf Grundlage der Informationsauswertung Folgemaßnahmen ableiten zu können. Das Auswerten der empfangenen Arbeitsplatzinformationen 26 erfolgt dabei zur Erfassung von fehlerhaften und/oder defekten Arbeitsplatz-Ausstattungen. Hierbei werden die Angaben 30a- 30c zu den Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenständen 14a-14c mit hinterlegten Ausstattungsvorgaben verglichen. Ferner erfolgt das Auswerten der empfangenen Arbeitsplatzinformationen 26 zum Erfassen von notwendigen Reparatur-, Wartungs- und Inspektionsmaßnahmen an den Arbeitsplatz- Ausstattungsgegenständen 14a-14c. Entsprechend bereitet die zentrale Computereinheit 18 Reparaturaufträge selbsttätig vor oder vergibt interne und/oder externe Reparaturaufträge selbsttätig. Die empfangenen Arbeitsplatzinformationen 26 können beispielsweise Fehlercodes umfassen, welche zu den jeweiligen Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenständen 14a-14c hinterlegt sind, sodass auf Grundlage der empfangenen Fehlercodes Ersatzteile und/oder Werkzeuge zielgerichtet an dem betroffenen Arbeitsplatz 10 bereitgestellt werden können. Ferner kann die Nutzungsdauer und/oder Nutzungszustand der Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstände 14a-14c durch die zentrale Computereinheit 18 überwacht und ausgewertet werden, sodass bei Überschreitung einer definierten Nutzungsdauer selbsttätig Wartungsaufträge und/oder Inspektionsaufträge durch die zentrale Computereinheit 18 erstellt und vergeben werden können. Durch das Auswerten der empfangenen Arbeitsplatzinformationen 26 durch die zentrale Computereinheit 18 wird außerdem die Notwendigkeit der Bereitstellung neuen Verbrauchsmaterials an dem Arbeitsplatz 10 erfasst. Somit kann beispielsweise notwendiges Druckerpapier, Flipchart-Papier oder Tonerkartuschen zielgerichtet an dem Arbeitsplatz 10 bereitgestellt werden.

Die Bestellung von Verbrauchsmaterial kann jedoch auch über die Anwendung 20 über ein mobiles Endgerät 22 oder einen stationären Computer 24 getätigt werden. Ferner kann das Verbrauchsmaterial über einen Dash-Button des Arbeitsplatzes 10 direkt nachbestellt werden. Auch die Veranlassung von Reparatur-, Wartungs- und/oder Inspektionsmaßnahmen kann über die Anwendung 20 direkt durch den Benutzer erfolgen.

Das Auswerten der Arbeitsplatzinformationen 26 durch die zentrale Computereinheit 18 erfolgt darüber hinaus zur Lokalisierung von Personen. Somit kann festgestellt werden, welchen Arbeitsplatz eine Person momentan nutzt. Dies erlaubt die Zustellung von personenbezogenen Postsendung und/oder Paketen direkt an den Arbeitsplatz 10 einer Person. Außerdem kann auf Grundlage dieser Information eine Anpassung der Telefonanlagenkonfiguration erfolgen, sodass dem Telefon des Arbeitsplatzes 10 eine personenbezogene Telefonnummer oder Telefon-Durchwahl zugeordnet wird.

Ferner ist es möglich, dass die Arbeitsplatzinformationen 26 Temperaturinformationen und/oder Luftqualitätsinformationen zu dem jeweiligen Arbeitsplatz 10 umfassen. Die Erfassung der Temperatur und/oder der

Luftqualität kann beispielsweise über Sensoren eines Arbeitsplatzmoduls 12 erfolgen. In diesem Fall kann die zentrale Computereinheit 18 die empfangenen Arbeitsplatzinformationen 26 zum Überwachen der Temperatur und/oder Luftqualität in einem Raum, einer Etage und/oder einem Gebäude auswerten. Das Auswerten der empfangenen Arbeitsplatzinformationen 26 durch die zentrale Computereinheit 18 kann auch zum Ermitteln einer Anzahl oder der Identitäten von in einem Raum, einer Etage und/oder einem Gebäude befindlichen Personen, beispielsweise im Rahmen einer Evakuierung, erfolgen. Somit erlaubt die Datenauswertung durch die zentrale Computereinheit 18 die Umsetzung einer effektiven und zuverlässigen Evakuierungskontrolle. Somit kann die vollständige Räumung eines Aufenthaltsbereiches im Evakuierungsfall verifiziert werden. Ferner können die Arbeitsplatzinformationen 26 durch die zentrale Computereinheit 18 zum Lokalisieren einer vermissten Person ausgewertet werden, sodass Einsatzkräfte im Evakuierungsfall gezielt nach dieser Person suchen können. Das dargestellte Kommunikationssystem kann auch als Buchungssystem für Arbeitsplätze 10 genutzt werden. Über die Anwendung 20 können Benutzer geeignete Arbeitsplätze suchen und für eine begrenzte Zeit buchen. Im Rahmen einer Buchung werden über die Anwendung 20 Buchungsinformationen 36 erzeugt und der zentralen Computereinheit 18 bereitgestellt. In der zentralen Computereinheit 18 sind personenbezogene Arbeitsplatzeinstellungen hinterlegt, welche dem Arbeitsplatzmodul 12 des gebuchten Arbeitsplatzes als Reservierungsinformationen 38 von der zentralen Computereinheit 18 bereitgestellt werden. Sobald das Arbeitsplatzmodul 12 zum Zeitpunkt der Buchung das mobile Endgerät 22 der Person in der eigenen Umgebung erfasst und Authentifizierungsinformationen 40 ausgetauscht wurden, wird die

Umsetzung der persönlichen Arbeitsplatzeinstellungen durch das Arbeitsplatzmodul 12 des gebuchten Arbeitsplatzes 10 veranlasst. Beispielsweise wird selbsttätig der Schreibtisch auf eine geeignete Tischhöhe verfahren. Ferner kann die Sitzhöhe und/oder die Lehnenneigung des Schreibtischstuhls selbsttätig entsprechend angepasst werden. Darüber hinaus können von der Person bevorzugte Lichteinstellungen am Arbeitsplatz 10 selbsttätig vorgenommen werden.

Damit entsprechende persönliche Arbeitsplatzeinstellungen den Arbeitsplatzmodulen 12 von der zentralen Computereinheit 18 bereitgestellt werden können, sind der zentralen Computereinheit 18 im Vorfeld

Einstellinformationen 42 zur Verfügung zu stellen. Die Fig. 2 zeigt die Bereitstellung entsprechender Einstellinformationen 42 für die zentrale Computereinheit 18.

Die Einstellinformationen 42 können von einem existierenden Buchungssystem 32, welches zuvor in einem Unternehmen benutzt wurde, der zentralen

Computereinheit 18 bereitgestellt werden. Falls das Unternehmen nicht über ein existierendes Buchungssystem 32 verfügt, kann eine manuelle Datenbereitstellung 34 erfolgen. Die Einstellinformationen 42, welche die zentrale Computereinheit 18 benötigt, umfassen Arbeitsplatzangaben 44 und Personendaten 46. Die Arbeitsplatzangaben 44 umfassen Informationen zu sämtlichen

Arbeitsplätzen, welche mit dem System verwaltet werden sollen. Die Arbeitsplatzangaben 44 umfassen beispielsweise die Position eines

Arbeitsplatzes 10 und die Soll-Ausstattung eines Arbeitsplatzes 10. Ferner können die Arbeitsplatzangaben 44 Informationen über Einstell- beziehungsweise Verstellmöglichkeiten der Arbeitsplatzausstattung beinhalten.

Die Personendaten 46 betreffen die Mitarbeiter eines Unternehmens. Die Personendaten 46 können Alter, Größe und Geschlecht einzelner Personen umfassen. Ferner können die Personendaten 46 von den jeweiligen Personen hinterlegte Einstellpräferenzen umfassen, beispielsweise eine bevorzugte Beleuchtungshelligkeit am Arbeitsplatz 10.

Die Fig. 3 zeigt ein mobiles Endgerät 22 bei der Vornahme einer Arbeitsplatzbuchung. Dem Benutzer werden über eine Anwendung die Gebäudestruktur sowie die Anordnung der unterschiedlichen Arbeitsplätze angezeigt. Die Anwendung stellt dem Benutzer ergänzende Informationen zu einem ausgewählten Arbeitsplatz bereit, wobei die ergänzenden Informationen Positionsinformationen umfassen. Die Positionsinformationen umfassen eine Gebäudebezeichnung, eine Etagenbezeichnung sowie eine Raumbezeichnung. Ferner werden dem Benutzer Informationen zu der Arbeitsplatzausstattung bereitgestellt. Auf Grundlage dieser Informationen kann der Benutzer entscheiden, ob der ausgewählte Arbeitsplatz sich für die geplante Tätigkeit eignet. Falls dies der Fall ist, kann eine entsprechende Buchung über die Anwendung erfolgen.

Die Fig. 4 zeigt ein mobiles Endgerät 22, mittels welchem die Tischhöhe eingestellt werden kann. Wenn ein Benutzer die Tischhöhe eines Arbeitsplatzes verändern möchte, kann er dies über die Anwendung auf dem mobilen Endgerät 22 erledigen. Die Anwendung auf dem mobilen Endgerät 22 teilt der zentralen Computereinheit 18 in diesem Fall den Änderungswunsch mit, wobei die zentrale Computereinheit 18 entsprechende Einstellinformationen an das elektronische Arbeitsplatzmodul 12 des gebuchten Arbeitsplatzes 10 sendet. Das elektronische Arbeitsplatzmodul 12 des Arbeitsplatzes 10 sendet einen Höhenverstellbefehl an das elektronische Verwaltungsmodul, welches mit dem Schreibtisch gekoppelt ist. Das elektronische Verwaltungsmodul generiert einen Steuerungsbefehl und stellt diesem den Höhenverstellaktoren des Schreibtisches bereit, woraufhin eine Höhenverstellung umgesetzt wird.

Die Fig. 5 zeigt ein mobiles Endgerät 22, welches einem Benutzer Informationen über die aktuelle Einstellung der Beleuchtungseinrichtung an dem gebuchten Arbeitsplatz 10 zur Verfügung stellt. Geeignete Beleuchtungseinstellungen können über eine Berechnungsformel auf Grundlage der bereitgestellten Personendaten berechnet werden. Zusätzlich kann ein Benutzer bevorzugte Beleuchtungseinstellungen hinterlegen und die Beleuchtungseinstellungen manuell über die Anwendung auf dem mobilen Endgerät 22 ändern. Ferner kann die Beleuchtung an dem Arbeitsplatz 10 sich im Tagesverlauf selbsttätig anpassen und/oder Umgebungsbedingungen berücksichtigen.

In der Fig. 6 ist ein mobiles Endgerät 22 dargestellt, welches dem Benutzer Informationen über hinterlegte Ziele zur Verfügung stellt. In dem vorliegenden Beispiel soll der Benutzer 50 % der Arbeitszeit stehen und 50 % der Arbeitszeit sitzen, wobei über geeignete Aktoren an dem Tisch eine Tischhöhenverstellung umgesetzt werden kann. Die Tischhöhenverstellung kann selbsttätig veranlasst oder durch den Benutzer manuell ausgelöst werden.

Die Fig. 7 zeigt ein Kommunikationssystem während dem Erfassen eines Benutzers in der Umgebung eines Arbeitsplatzes 10. Der Benutzer wird über ein dem Benutzer zugeordnetes mobiles Endgerät 22 erfasst. Der Benutzer und sein mobiles Endgerät 22 befinden sich innerhalb eines Kommunikationsbereichs 48, innerhalb welchem das mobile Endgerät 22 eine drahtlose Kommunikationsverbindung mit einem an dem Arbeitsplatz 10 positionierten elektronischen Arbeitsplatzmodul 12 hersteilen kann. Das elektronische Arbeitsplatzmodul 12 ist über eine Drahtlosverbindung mit einer zentralen Computereinheit 18 verbunden, wobei auch andere, nicht dargestellte Arbeitsplatzmodule weiterer Arbeitsplätze über eine Drahtlosverbindung mit der zentralen Computereinheit 18 verbunden sind. Dem Arbeitsplatzmodul 12 des Arbeitsplatzes 10 wurden bereits Reservierungsinformationen 38 zur Verfügung gestellt, wobei dem Arbeitsplatzmodul 12 über die Reservierungsinformationen Angaben über die Belegung des Arbeitsplatzes 10 zur Verfügung gestellt wurden. Somit befindet sich das Arbeitsplatzmodul 12 in der dargestellten Situation in einem Erfassungsmodus, welcher die Erfassung des gemäß der Reservierungsinformationen 38 zu erwartenden Benutzers in der Umgebung des Arbeitsplatzes 10 erlaubt.

Das elektronische Arbeitsplatzmodul 12 ist ferner über eine Drahtlosverbindung mit einem elektronischen Verwaltungsmodul 16 verbunden, welches mit Sensoren und Aktoren des höhenverstellbaren Schreibtisches 14 gekoppelt ist. Über das Verwaltungsmodul 16 kann eine Veränderung der Tischhöhe des Schreibtisches 14 veranlasst werden.

Da das elektronische Arbeitsplatzmodul 12 sich in dem Erfassungsmodus befindet, wurde bei Eintritt des mobilen Endgeräts 22 in den Kommunikationsbereich 48 eine Drahtlosverbindung zwischen dem elektronischen Arbeitsplatzmodul 12 und dem mobilen Endgerät 22 selbsttätig hergestellt. Endgeräteseitig wurde die selbsttätige Verbindungsherstellung durch eine auf dem mobilen Endgerät 22 installierte Anwendung veranlasst.

Sobald sich der Benutzer samt dem mobilen Endgerät 22 in den Umgebungsbereich 50 des Arbeitsplatzmoduls 12 hineinbewegt, wird dies von dem Arbeitsplatzmodul 12 erfasst. Hierzu erfolgt eine Auswertung von Signaleigenschaften der Kommunikationsverbindung zwischen dem Arbeitsplatzmodul 12 und dem mobilen Endgerät 22. Die Auswertung der Signaleigenschaften wird vorliegend durch das elektronische Arbeitsplatzmodul 12 vorgenommen. In alternativen Ausführungsformen kann die Auswertung der Signaleigenschaften auch durch das mobile Endgerät 22 und/oder die zentrale Computereinheit 18 erfolgen. Im Rahmen der Auswertung der Signaleigenschaften werden außerdem Abstandsinformationen ermittelt, welche den Abstand des Arbeitsplatzmoduls 12 von dem mobilen Endgerät 22 betreffen. Die Kommunikationsverbindung zwischen dem Arbeitsplatzmodul 12 und dem mobilen Endgerät 22 ist eine direkte Funkverbindung, welche den Bluetooth-Standard nutzt. Im Rahmen der Signalauswertung wird durch das Auswerten des Signalrauschens die technische Signalqualität des Kommunikationssignals zwischen dem Arbeitsplatzmodul 12 und dem mobilen Endgerät 22 untersucht. In diesem Zusammenhang wird der Signal-Rausch-Abstand der Kommunikationsverbindung ermittelt und auf Grundlage des ermittelten Signal-Rausch-Abstands festgestellt, ob sich das mobile Endgerät 22 bereits im Umgebungsbereich 50 des Arbeitsplatzmoduls 12 befindet.

Wenn die Auswertung der Signaleigenschaften der Kommunikationsverbindung ergeben hat, dass das mobile Endgerät 22 bereits in den Umgebungsbereich 50 hineinbewegt wurde, erfolgt selbsttätig ein Identifizieren des mobilen Endgeräts 22 oder eines dem mobilen Endgerät 22 zugeordneten Benutzers. Die Benutzeridentifizierung erfolgt dabei zunächst anonymisiert. Auf Grundlage der Benutzeridentifikation können dann benutzerspezifische

Arbeitsplatzeinstellungen von der zentralen Computereinheit 18 durch das Arbeitsplatzmodul 12 abgerufen werden. Die abgerufenen Arbeitsplatzeinstellungen betreffen dabei beispielsweise eine für den Benutzer des mobilen Endgeräts 22 geeignete Tischhöhe. Sofern der Arbeitsplatz 10 über weitere Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstände verfügt, können die benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen auch geeignete Einstellwerte für die weiteren Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstände umfassen. Weitere Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstände sind beispielsweise ein einstellbarer Schreibtischstuhl oder eine einstellbare Beleuchtungseinrichtung. Auf Grundlage der abgerufenen Arbeitsplatzeinstellungen veranlasst das Arbeitsplatzmodul 12 das Einstellen der benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen an den jeweiligen Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenständen 14.

Zum Einstellen einer geeigneten Schreibtischhöhe für den dem mobilen Endgerät 22 zugeordneten Benutzer wird zunächst sensorisch die aktuelle Schreibtischhöhe des dem Arbeitsplatz 10 zugeordneten Schreibtisches 14 erfasst. Die hierzu verwendete Sensoreinrichtung kann beispielsweise Bestandteil des elektronischen Verwaltungsmoduls 16 sein. Auf Basis der aktuellen Schreibtischhöhe des Schreibtisches 14 kann dann der Verstellweg für die Schreibtischplatte ermittelt werden, sodass ein Einstellen der Schreibtischhöhe des Schreibtisches 14 mittels der Aktoren des Schreibtisches 14 erfolgen kann. Die Aktoren des Schreibtisches 14 sind vorzugsweise signalleitend mit der elektronischen Verwaltungseinrichtung 16 des Schreibtisches 14 verbunden. Zusätzlich können die dem Arbeitsplatz 10 zugeordneten

Beleuchtungseinrichtungen und/oder der dem Arbeitsplatz 10 zugeordnete Schreibtischstuhl selbsttätig auf Grundlage der abgerufenen benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen eingestellt werden.

Ferner kann das Einstellen der benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen das Einstellen einer Telefonnummer oder einer Telefon-Durchwahl eines dem Arbeitsplatz 10 zugeordneten Telefons umfassen. Darüber hinaus kann das Einstellen der benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen auch das Einstellen einer Anzeige eines dem Arbeitsplatz 10 zugeordneten digitalen Bilderrahmens umfassen. Die benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen können von dem Benutzer im Vorfeld manuell eingepflegt werden. Alternativ oder zusätzlich kann die zentrale Computereinheit 18 auf Grundlage von Personendaten, welche durch den Benutzer im Vorfeld zur Verfügung gestellt wurden, benutzerspezifische Arbeitsplatzeinstellungen berechnen. Hierbei können beispielsweise wissenschaftliche Erkenntnisse hinsichtlich einer optimalen Arbeitsplatzausleuchtung oder vorteilhafter Sitz- und Standzeiten an einem höhenverstellbaren Schreibtisch berücksichtigt werden. Personendaten, auf deren Grundlage die benutzerspezifischen Arbeitsplatzeinstellungen durch die zentrale Computereinheit 18 berechnet werden, können beispielsweise die Körpergröße, das Alter oder das Geschlecht des jeweiligen Benutzers betreffen. Bezuqszeichen

10 Arbeitsplatz

12 Arbeitsplatzmodul

14, 14a-14c Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenstände

16, 16a-16c Verwaltungsmodule

18 zentrale Computereinheit

20 Anwendung

22 mobiles Endgerät

24 stationärer Computer

26 Arbeitsplatzinformationen

28 Angaben zu Personen

30a-30c Angaben zu Arbeitsplatz-Ausstattungsgegenständen

32 existierendes Buchungssystem

34 manuelle Datenbereitstellung

36 Buchungsinformationen

38 Reservierungsinformationen

40 Authentifizierungsinformationen

42 Einstellinformationen

44 Arbeitsplatzangaben

46 Personendaten

48 Kommunikationsbereich

50 Umgebungsbereich