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Title:
METHOD FOR THE DETECTION OF PERFORMANCE, MEASURING DEVICE, AND PERFORMANCE TEST STAND FOR A TEST PIECE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2003/054502
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for detecting the performance of a test piece (26), particularly a combustion engine, comprising a measuring device for detecting the number of revolutions of a drive shaft of the test piece (26) over a given time. Only the number of revolutions over a given time is measured in order to detect the performance at any given moment. The test piece (26) is tested during an interval requiring no forced cooling. The invention also relates to a measuring device and a performance test stand for carrying out the inventive method.

Inventors:
KEMNADE H-JUERGEN (DE)
Application Number:
PCT/EP2002/013824
Publication Date:
July 03, 2003
Filing Date:
December 06, 2002
Export Citation:
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Assignee:
ABB PATENT GMBH (DE)
KEMNADE H-JUERGEN (DE)
International Classes:
E21B49/02; G01L3/26; G01M15/04; (IPC1-7): G01M15/00
Foreign References:
US3942365A1976-03-09
US5705742A1998-01-06
EP1217353A22002-06-26
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
Miller, Toivo (Wallstadter Str. 59, Ladenburg, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zur Leistungsermittlung eines Prüflings (26), insbesondere eines Verbrennungsmotors, mit einer Meßvorrichtung zur Erfassung des zeitlichen Verlaufs der Drehzahl einer Abtriebswelle des Prüflings (26), wobei zur Ermittlung der Leistung zu einem bestimmten Zeitpunkt ausschließlich der zeitliche Verlauf der Drehzahl gemessen wird, und wobei der Prüfling (26) innerhalb einer solchen Zeitspanne geprüft wird, bei welcher keine Notwendigkeit einer Zwangskühlung besteht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leistung des Prüflings zu dem bestimmten Zeitpunkt gemäß der Formel P (t)I [kgm2] * 100 * a (t) + Reib cl (t) berechnet wird, mit P (t) = Leistung P zum bestimmten Zeitpunkt (t), = Massenträgheitsmoment der gesamten durch den Prüfling bewegten beziehungsweise beschleunigten Drehmasse, a (t) = Winkelbeschleunigung zum bestimmten Zeitpunkt (t), Mreib = Reibmoment der gesamten durch den Prüfling bewegten Drehmasse, das der Drehbewegung beziehungsweise Drehbeschleunigung entgegenwirkt, w (t) = die Winkelgeschwindigkeit zum bestimmten Zeitpunkt (t).
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Reibmoment und das Massenträgheitsmoment als konstant angenommen werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Massenträgheitsmoment als konstant angenommen wird und daß das Reibmoment nach einer zuvor für den Typ des Prüflings spezifisch ermittelten, von der Drehzahl abhängigen Reibmomentenkurve in die Formel eingesetzt wird.
5. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Prüfling (26) durch einen Anlasser (16) bis zum Erreichen einer vorgegebenen für den Prüfling (26) spezifischen Drehzahl angetrieben wird.
6. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß und der Prüfling (26) bei Erreichen einer zuvor festgelegten Drehzahl zum selbsttätigen Betrieb gestartet wird.
7. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlasser (16) nach Erreichen der bestimmten Drehzahl oder, wenn der Prüfling im Eigenbetrieb läuft, abgeschaltet wird.
8. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlasser (16) von dem Prüfling (26) entkoppelt wird.
9. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Prüfling (26) im Eigenbetrieb bis auf eine maximale Nenndrehzahl beschleunigt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschleunigung unter Vorgabe eines Vollastwertes für die Drehzahl erfolgt.
11. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl von Leistungswerten des Prüflings (26) zu festgelegten Drehzahlwerten ermittelt wird, daß die Leistungspunkte zwischen den gemessenen Drehzahlen durch ein Interpolationsverfahren, insbesondere ein lineares, verbunden werden, und daß die derart ermittelte Leistungskurve in Abhängigkeit von der Drehzahl und gegebenenfalls die Meßwerte gespeichert werden.
12. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Prüfling (26) in einem für diese Art der Leistungsprüfung eingerichteten Prüfstand (10) getestet wird.
13. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Prüfling (26) auf eine Prüfposition im Prüfstand (10) gebracht wird, die als Stelle zur Durchführung der Leistungsprüfung vorgesehen ist.
14. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Prüfling (26) an der Prüfposition mit dem Prüfstand (10) fest verbunden wird.
15. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlasser (16) durch eine Kupplungsvorrichtung (18) an die Abtriebswelle des Prüflings (26) angekuppelt wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlasser (16) durch Zwischenfügung eine Meßund Kupplungsvorrichtung (20) an die Abtriebswelle des Prüflings (26) angekuppelt wird.
17. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kraftstoffversorgungseinrichtung (28) an den Prüfling (26) angeschlossen wird.
18. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Steuerbeziehungsweise Datenleitungen zur Ansteuerung des Prüflings (26) an dessen Steuersystem angeschlossen werden.
19. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abgasableitungsvorrichtung (30) an ein Abgassystem des Prüflings (26) angeschlossen wird, und daß gegebenenfalls entstehende Abgase während der Prüfung aus dem Bereich des Prüfstandes (10) weggeleitet werden.
20. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine Auswertevorrichtung die Meßwerte aufgenommen und gegebenenfalls graphisch dargestellt sowie zur weiteren Datenverarbeitung bereitgestellt werden.
21. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine Steuerungsvorrichtung ein Prüfablauf gesteuert beziehungsweise geregelt wird.
22. Leistungsprüfstand für einen Prüfling (26), insbesondere für einen Verbrennungsmotors, mit einer Meßvorrichtung zur Messung des zeitlichen Verlaufs der Drehzahl, mit einem Gestell (12), in dem der Prüfling (26) in einer Prüfposition fixierbar ist, mit einem Anlasser (16) für den Prüfling (26), der wenigstens zeitweise mit dem Prüfling (26) verbindbar ist und mit einer Datenverarbeitungsanlage zur Steuerung des Ablaufes des Leistungsmeßversuches, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung zur Zwangskühlung des Prüflings, insbesondere eine Vorrichtung zur Flüssigkühlmittelzuführung, vermieden ist.
23. Leistungsprüfstand nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kupplungsund Meßvorrichtung (20) zwischen einer Welle des Anlassers (16) und der Abtriebswelle des Prüflings (26) angeordnet ist.
24. Leistungsprüfstand nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß eine Tischvorrichtung (14) vorhanden ist, die mit dem Gestell (12) fest verbunden und auf welcher der Anlasser (16) angeordnet ist.
25. Leistungsprüfstand, nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlasser (16) dafür ausgelegt ist, den Prüfling (26) auf eine zuvor bestimmte Drehzahl, insbesondere eine Leerlaufdrehzahl anzutreiben.
26. Leistungsprüfstand nach einem der Ansprüche 22 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßund Kupplungsvorrichtung (20) auf der Tischvorrichtung (14) angeordnet ist.
27. Leistungsprüfstand nach einem der Ansprüche 22 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsund Meßvorrichtung (20) an eine Abtriebswelle des Prüflings (26) anoder abkuppelbar ist.
28. Leistungsprüfstand nach einem der Ansprüche 22 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kraftstoffkupplungsvorrichtung (28) am Gestell (12) angeordnet ist, durch welche eine Kraftstoffversorgungseinrichtung (28) mit einem Treibstoffsystem verbindbar ist.
29. Leistungsprüfstand nach einem der Ansprüche 22 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abdichtvorrichtung (30) an ein Abgassystem des Prüflings (26) anschließbar ist, durch die das gegebenenfalls anfallende Abgas des Prüflings (26) wegleitbar ist.
30. Leistungsprüfstand nach einem der Ansprüche 22 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Schraubvorrichtung (24) am Gestell (12) angeordnet ist, durch die der zur Leistungsprüfung vorgesehene Prüfling (26) von einer Transportvorrichtung lösbar beziehungsweise auf einer fixierbar ist.
31. Leistungsprüfstand nach einem der Ansprüche 22 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß eine Hebevorrichtung (23) am Gestell (12) angeordnet ist, durch welche der Prüfling (26) von einer Transportposition auf der Transportvorrichtung in eine Prüfposition oder umgekehrt verbringbar ist.
32. Leistungsprüfstand nach einem der Ansprüche 22 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß ein Niederhalter (32) am Gestell (12) angeordnet ist, durch den der Prüfling (26) gegen das Gestell (12) oder die Hebevorrichtung (23) verspannbar und für den Prüfbetrieb gegen Losrütteln sicherbar ist.
33. Leistungsprüfstand nach einem der Ansprüche 22 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Haltevorrichtung (42,50) am Gestell (12) angeordnet ist, durch welche der Prüfling (26) in der Prüfposition fixierbar ist.
34. Leistungsprüfstand nach einem der Ansprüche 22 bis 33, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anschlußvorrichtung vorhanden ist, mittels derer Anschlußoder Steuerleitungen des Prüflings (26) an die Datenverarbeitungsanlage anschließbar sind.
35. Leistungsprüfstand nach einem der Ansprüche 22 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenverarbeitungsanlage mit der Auswertevorrichtung verbindbar ist.
36. Leistungsprüfstand nach einem der Ansprüche 22 bis 35, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenverarbeitungsanlage dafür eingerichtet ist, den Prüfablauf zu steuern und zu regeln.
37. Leistungsprüfstand nach einem der Ansprüche 22 bis 36, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenverarbeitungsanlage dafür eingerichtet ist, die verschiedenen Bauelemente, insbesondere die Hebevorrichtung (23), die wenigstens eine Schraubvorrichtung (24), die Anschlußvorrichtung (28), die wenigstens eine Haltevorrichtung (42,50), die Abdichtvorrichtung (30) sowie den Niederhalter (32), anzusteuern und zu koordinieren.
38. Leistungsprüfstand nach einem der Ansprüche 22 bis 37, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenverarbeitungsanlage dafür eingerichtet ist, die Auswertung der Messung vorzunehmen.
39. Meßvorrichtung zur Leistungsmessung eines Prüflings (26), insbesondere eines Verbrennungsmotors, mit wenigstens einem Meßwertaufnehmer, mit einem Zeitmeßsystem und mit einer Auswertevorrichtung, die mit dem wenigstens einen Meßwertaufnehmer und dem Zeitmeßsystem zusammenarbeitet, wobei der wenigstens einen Meßwertaufnehmer gemeinsam mit dem Zeitmeßsystem den zeitlichen Verlauf einer Drehzahl der Abtriebswelle des Prüflings (26) mißt, und wobei die Leistung des Prüflings (26) zu einem bestimmten Zeitpunkt ausschließlich durch die Auswertung des zeitlichen Verlaufs der Drehzahl ermittelbar ist.
40. Meßvorrichtung nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine Meßwertaufnehmer an der Abtriebswelle des Prüflings (26) oder einer Antriebswelle des Anlassers (16) angeordnet ist.
41. Meßvorrichtung nach Anspruch 39 oder 40, dadurch gekennzeichnet, daß eine Meßund Kupplungsvorrichtung (20) vorhanden ist, an dem wenigstens ein Meßwertaufnehmer angeordnet ist.
42. : Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 39 bis 41, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzeigevorrichtung vorhanden ist, durch welche die Meßwerte oder die Ergebnisse der Auswertung, insbesondere die graphische Darstellung der Leistung des Prüflings (26) über der Zeit, die Leistung über der Drehzahl oder die Leistung in Drehzahlinkrementen anzeigbar sind.
43. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 39 bis 42, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßund Kupplungsvorrichtung (20) auf Ansteuerung durch die Auswertevorrichtung an die Abtriebswelle des Prüflings (26) anoder entkuppelbar ist.
44. Meßvorrichtung nach einem der Ansprüche 39 bis 43, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswertevorrichtung durch eine Steuerungsvorrichtung ansteuerbar ist.
Description:
Verfahren zur Leistungsermittlung Meßvorrichtunq und Leistungsprüfstand für einen Prüfling Beschreibung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Leistungsermittlung eines Prüflings, zum Beispiel eines Verbrennungsmotors, mit einem Leistungsprüfstand. Zudem betrifft die Erfindung eine Meßvorrichtung zur Leistungsmessung des Prüflings mit wenigstens einem Meßwertaufnehmer und mit einer Auswertevorrichtung, die mit dem wenigstens einen Meßwertaufnehmer zusammenarbeitet und einen Leistungsprüfstand für den Prüfling mit der Meßvorrichtung, mit einem Gestell, in dem der Prüfling in einer Prüfposition fixierbar ist, mit einem Anlasser für den Prüfling, der mit einer Kupplungs-und Meßvorrichtung mit dem Prüfling verbunden ist und mit einer Datenverarbeitungsanlage zur Steuerung eines Leistungsmeßversuches.

Bisherige, allgemein bekannte Verfahren zur Leistungsermittlung an einem Prüfling erfordern eine aufwendige Prüfungsvorbereitung, bei welcher der Prüfling an die Prüfvorrichtung angeschlossen wird und normalerweise unter realen Belastungsbedingungen dessen Leistung ermittelt wird.

Die realen Belastungsbedingungen werden dabei häufig durch einen die Last simulierenden Bremsmotor oder eine Bremse verwirklicht, wobei der Bremsmotor oder die Bremse üblicherweise auf die Abtriebswelle des Prüflings wirkt und zudem ungefähr die gleiche Leistungsgröße und-fähigkeit haben muß wie der Prüfling, um die Leistung des Prüflings ertesten zu können. Dabei werden insbesondere Elektromotoren als Bremsmotoren ausgestaltet, deren Stromaufnahme zur Ermittlung der Leistung dient. Als derartige Bremsantriebe sind neben Elektromotoren auch Wirbelstrombremsen bekannt.

Soll beispielsweise ein Verbrennungsmotor eines Kraftfahrzeuges geprüft werden, ist hierfür zunächst eine beachtliche Rüstzeit notwendig, um ihn als Prüfling prüfbereit zu machen, das heißt zum Beispiel der Anschluß der Medienversorgungssysteme an den Prüfling, wie Steuerungsleitungen, Treibstoffversorgung und Kühlwasserzufuhr.

Danach wird eine vergleichsweise lange Zeit für die Belastungsprüfung selbst aufgewendet, die für den Kraftfahrzeugmotor typischerweise ca. 20 bis 30 Minuten dauert, um die erforderlichen Leistungswerte zu erhalten. Dies stellt einen erheblichen Aufwand dar.

Als Prüflinge kommen prinzipiell alle leistungsabgebenden Verbrennungsmaschinen in Betracht, also beispielsweise Verbrennungskolbenmotoren von Kraftfahrzeugen oder Turbinen. Als Prüflinge sollen hier solche Maschinen bezeichnet werden, die eine Antriebsleistung von wenigstens 20 kW aufweisen.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es die Aufgabe der Erfindung ein Verfahren zur Leistungsprüfung sowie eine Meßvorrichtung und einen Prüfstand anzugeben, welche die Prüfungszeit verkürzen und zudem den Meßaufwand verringern.

Diese Aufgabe wird gelöst mit einem Verfahren zur Leistungsermittlung eines Prüflings mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Demgemäß benötigt das erfindungsgemäße Verfahren zur Leistungsermittlung eines Prüflings eine Meßvorrichtung zur Erfassung des zeitlichen Verlaufs der Drehzahl einer Abtriebswelle des Prüflings, wobei zur Ermittlung der Leistung zu einem bestimmten Zeitpunkt ausschließlich der zeitliche Verlauf der Drehzahl gemessen wird, und wobei der Prüfling innerhalb einer solchen Zeitspanne geprüft wird, bei welcher keine Notwendigkeit einer Zwangskühlung besteht, das heißt die beim Betrieb entstehende Verlustwärme wird hauptsächlich durch den Prüfling aufgrund seiner Wärmekapazität aufgenommen und teilweise durch Strahlungs-und Konvektionswärme wieder an die Umgebung abgegeben.

Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Leistungsermittlung des Prüflings besteht darin, daß nur noch die Drehzahl in Verbindung mit der Zeit als Meßgrößen gemessen werden, wodurch der Instrumentierungs-und Meßaufwand im Vergleich zu den bisher bekannten Verfahren erheblich reduziert ist.

Zum anderen ist der Zeitraum innerhalb dessen die Prüfung durchgeführt wird, vorteilhaft kurz. Die Leistungsprüfung wird nämlich in einer derart kurzen Zeit durchgeführt, daß der durch die Verbrennung entstehende Wärmeverlust überwiegend von dem Prüfling aufgenommen wird, ohne dabei jedoch in unzulässiger Weise zu überhitzen, das heißt, daß bei der Leistungsprüfung keine Betriebszustände erreicht werden, die den Prüfling übermäßig verschleißen lassen oder gar schädigen. Hauptsächlich die Wärmekapazität des Prüflings wird dazu genutzt die Abwärme aufzunehmen. Demnach ist es auch nicht mehr notwendig, für die Dauer der Leistungsmessung eine Vorrichtung zur Zwangskühlung an den Prüfling anzuschließen. Insgesamt kann gemäß der Erfindung die Prüfzeit eines typischen Kolbenverbrennungsmotors eines Kraftfahrzeuges auf etwa 1 Minute verkürzt werden.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Leistung des Prüflings zu dem bestimmten Zeitpunkt mittels der Formel P (t) = I [kgm2] * 100 * a (t) + Mreibw (t) berechnet, wobei P (t) die Leistung P zum bestimmten Zeitpunkt (t) ist, wobei I das Massenträgheitsmoment der gesamten durch den Prüfling bewegten beziehungsweise beschleunigten Drehmasse ist, wobei a (t) die Winkelbeschleunigung zum bestimmten Zeitpunkt (t) ist, wobei Mreib der Reibmoment der gesamten durch den Prüfling bewegten Drehmasse ist, der sich der Drehbewegung beziehungsweise Drehbeschleunigung entgegenwirkt, und wobei w (t) die Winkelgeschwindigkeit zum bestimmten Zeitpunkt (t) ist.

Aus der Formel ist erkennbar, daß die Leistung nur noch von der Drehzahl und der Zeit abhängig, demgemäß in vorteilhafter Weise einfach ist, wobei die Drehzahl an sich schon eine zeitabhängige Größe ist. Mit der Messung des zeitlichen Verlaufs der Drehzahl ist es auch ohne weiteres möglich, die Winkelgeschwindigkeit, also die zeitliche Ableitung der Drehzahl, beziehungsweise die Winkelbeschleunigung, also die zeitliche Ableitung der Winkelgeschwindigkeit, für einen Leistungspunkt zu bestimmen. Die Berechnung der Winkelgeschwindigkeit und der Winkelbeschleunigung werden um so besser ausgeführt werden können, je genauer der zeitliche Verlauf der Drehzahl gemessen wird.

Eine Annahme, die das erfindungsgemäße Verfahren vorteilhaft einfach ausgestaltet, kann getroffen werden, indem das Reibmoment und das Massenträgheitsmoment als konstant angenommen werden. Diese Größen werden als Konstanten in die Formel eingesetzt, wobei diese Annahme bereits zu ausreichenden guten Ergebnissen bei der Leistungsermittlung führen.

Alternativ hierzu werden die Ergebnisse der Leistungsermittlung verbessert, wenn das Massenträgheitsmoment zwar als konstant angenommen wird, das Reibmoment jedoch nach einer zuvor für den Typ des Prüflings spezifisch ermittelten, von der Drehzahl abhängigen Reibmomentenkurve in die Formel eingesetzt wird.

Demgemäß ist auch das Reibmoment abhängig von der Drehzahl. Diese Abhängigkeit kann beispielsweise nach den allgemein bekannten physikalischen Gesetzmäßigkeiten abgeleitet werden oder mittels Messungen für den betroffenen Typ an Prüfling, also empirisch ermittelt werden. Die ermittelte Reibmomentenkurve wird dann gespeichert und steht für die Berechnung der Leitungspunkte zur Verfügung.

Bei einer erfindungsgemäßen Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes wird der Prüfling in einem für diese Art der Leistungsprüfung eingerichteten Prüfstand getestet. Der Prüfstand wird auf die Prüfbedingungen optimal angepaßt und bietet auf diese Weise entsprechend günstige Prüfbedingungen.

Bei einem vorteilhaften Vorgehen bei der Prüfung wird der Prüfling zunächst durch einen Anlasser bis zum Erreichen einer vorgegebenen, für den Prüfling spezifischen Drehzahl angetrieben. Bei Verbrennungsmotoren sind häufig die Leerlaufdrehzahlen, typisch sind hier Drehzahlen zwischen 400 und 1400 Umdrehungen pro Minute (U/min), diejenigen, die für diesen Verfahrensschritt vorgegeben werden. Der Motor befindet sich dann unter besonders günstigen Startbedingungen. Bei Turbinen kann die typischen vorgegebenen Drehzahlen wesentliche höher sein, beispielsweise 3000 U/min und höher.

Bei einem weiteren erfindungsgemäßen Verfahrensschritt wird der Prüfling bei Erreichen einer zuvor festgelegten Drehzahl zum selbsttätigen Betrieb ein- beziehungsweise angestellt. Wenn besonders günstige Startbedingungen herrschen sollen, wird die festgelegte Drehzahl die vorgebbare Drehzahl sein. Prinzipiell reicht jedoch eine minimale Drehzahl als festgelegte Drehzahl aus, bei welcher der Prüfling gerade noch gestartet werden kann. Der Vorteil dabei ist es, daß ein für das Erreichen der festgelegten Drehzahl erforderlicher Anlasser besonders klein ausgelegt werden kann.

Ein möglicher erfindungsgemäßen Verfahrensschritt sieht vor, daß der Anlasser nach Erreichen der bestimmten Drehzahl oder wenn der Prüfling im selbsttätigen Betrieb läuft, abgeschaltet wird. Das heißt, der Prüfling gibt Leistung ab und treibt demnach seine Abtriebswelle bereits selbsttätig an, wenn der Anlasser abgestellt wird. Damit ist eine Beeinflussung der Leistungsmessung durch einen weiteren aktiven Antrieb beziehungsweise Bremsantrieb vermieden. Bei dieser Art der erfindungsgemäßen Leistungsmessung ist das ein besonderer Vorteil der Erfindung. Demgemäß dreht insbesondere der Läufer des Anlassers, wie bereits erläutert ohne Eigenantrieb, aber durch den Prüfling angetrieben mit. In diesem Fall ist das Massenträgheitsmoment der drehenden Massen des Anlassers bei der Berechnung des gesamten Massenträgheitsmoments zu berücksichtigen.

Der Anlasser kann aber auch von dem Prüfling entkoppelt werden. Dann wird dessen Drehmasse bei der Berechnung des gesamten Massenträgheitsmoments nicht berücksichtigt. Der Prüfling kann vorteilhaft schnell beschleunigt beziehungsweise drehzahlbeschleunigt werden.

In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Prüfling im Eigenbetrieb bis auf eine maximale Nenndrehzahl beschleunigt. Damit wird eine vergleichsweise kurze Prüfzeit erreicht.

Die Prüfzeit wird weiter verkürzt, wenn die Beschleunigung unter Vorgabe eines Vollastwertes für die Drehzahl erfolgt. Die Prüfzeit ist dann vorteilhafterweise minimiert.

Eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, eine Anzahl von Leistungen des Prüflings zu festgelegten Drehzahlenwerten ermittelt wird, daß die Leistungspunkte zwischen den gemessenen Drehzahlen durch ein Interpolationsverfahren, insbesondere ein lineares, verbunden werden, und daß die derart ermittelte Leistungskurve in Abhängigkeit von der Drehzahl und gegebenenfalls die Meßwerte gespeichert werden. Häufig ist es das Ziel der Leistungsermittlung neben einem Leistungspunkt, beispielsweise der maximalen Leistung oder eine Einzelleistung im Soll-Betriebspunkt, eine Leistungskurve zu erhalten, zum Beispiel, weil die Leistungscharakteristik eines Automotors ermittelt werden soll. Das wird vorteilhafterweise durch die soeben beschriebenen Verfahrensschritte erreicht.

Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, daß durch eine Auswertevorrichtung die Meßwerte aufgenommen und gegebenenfalls graphisch dargestellt sowie zur weiteren Datenverarbeitung bereitgestellt werden. Demgemäß stellt die Auswertevorrichtung sowohl die Meßdaten, als auch die Datenauswertung, in Form von gespeicherten Ergebnisdaten oder bereits als Graphik dar. Damit kann durch eine erste Blickkontrolle die Güte des Prüflings erkannt werden. Ebenso wird es aufgrund der gemessenen Daten und der Ergebnisdaten möglich, die Kontrolle, ob die Leistungsprüfung erfolgreich war, zu automatisieren.

Des weiteren wird die Aufgabe der Erfindung gelöst durch die Merkmale des Anspruches 22. Demgemäß betrifft die Erfindung einen Leistungsprüfstand für einen Prüfling, insbesondere für einen Verbrennungsmotor, zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer Meßvorrichtung, mit einem Gestell, in dem der Prüfling in einer Prüfposition fixierbar ist, mit einem Anlasser für den Prüfling, der wenigstens zeitweise mit dem Prüfling verbindbar ist und mit einer Datenverarbeitungsanlage zur Steuerung eines Leistungsmeßversuches, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung zur Zwangskühlung des Prüflings, insbesondere eine Vorrichtung zur Flüssigkühlmittelzuführung, vermieden ist.

Mit einem derartig ausgestalteten Leistungsprüfstand ist das erfindungsgemäße Verfahren auf besonders günstige Weise realisierbar. Demgemäß kann die Leistungsmessung in einer solchen Zeitspanne durchgeführt werden, bei der eine Zwangskühlung vermieden ist. Unter Zwangskühlung kann jede Art der Kühlmittelzufuhr, wie beispielsweise ein Kühlwasserkreislauf oder ein Kühlluftgebläse oder-system verstanden werden. Solche sonst üblichen Vorrichtungen fehlen dem Erfindungsgegenstand vollständig und stellen einen wesentlichen Vorteil der Erfindung dar. Die Prüfzeit ist demgemäß vorteilhaft verkürzt und zudem der Meßaufwand durch die verkürzte Prüfzeit sowie durch die zu messende Drehzahl beziehungsweise durch die Zeitmessung im Meßaufwand verringert.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Leistungsprüfstands ist es vorgesehen, daß eine Tischvorrichtung vorhanden ist, die mit dem Gestell fest verbunden und auf welcher der Anlasser angeordnet ist. Eine derartige Anordnung ist übersichtliche und insbesondere der Anlasser in einfacher Weise zugänglich.

Zudem schafft die Tischvorrichtung eine Arbeitsebene, auf die sich besonders günstig Bezug nehmen läßt. Beispielsweise läßt sich besonders einfache die Meß- und Kupplungsvorrichtung ebenfalls auf der Tischvorrichtung montieren. Zudem kann die Tischebene als Orientierung zur Ausrichtung des Prüflings zur Vorbereitung der Leistungsmessung dienen.

Eine günstige Weiterbildung des erfindungsgemäßen Leistungsprüfstands erhält man, wenn der Anlasser lediglich dafür ausgelegt ist, den Prüfling auf eine zuvor bestimmte Drehzahl, insbesondere eine Leerlaufdrehzahl anzutreiben. Damit ist eine besonders kleine, platzsparende Ausgestaltung des Anlassers erreicht. Die Funktion des Anlassers ist, im Unterschied zu den sonst üblichen Bremsmotoren bereits dadurch erreicht, daß der Anlasser den Prüfling auf eine bestimmte Drehzahl schleppt. Die Drehzahl kann bei einem Verbrennungsmotor bereits dann erreicht sein, wenn eine Anlaßdrehzahl den Start des Motors zum selbsttätigen Lauf ermöglicht. Dabei besteht jedoch das Risiko, daß der Motor aus irgendwelchen gründen nicht gleich beim ersten Versuch startet. Daher kann der Anlasser auch insbesondere derart ausgelegt sein, daß der den Prüfling bis zu einer Leerlaufdrehzahl antreibt. Erfahrungsgemäß sichert dies derart gute Startbedingungen, daß der Prüfling regelmäßig bereits beim ersten Startversuch startet.

Eine wichtige Maßnahme bei einer Leistungsmessung ist die sichere Fixierung des Prüflings auf oder an dem Leistungsprüfstand. Neben der wenigstens einen dafür vorgesehenen Haltevorrichtung ist in einer Fortbildung des Erfindungsgegenstandes zusätzlich ein Niederhalter am Gestell angeordnet, durch den der Prüfling gegen das Gestell oder die Hebevorrichtung verspannbar und für den Prüfbetrieb gegen Losrütteln sicherbar ist. Dieses Bauelement verbessert die Verbindung des Prüflings mit dem Prüfstand in vorteilhafter Weise. Die Gefahr des Losrüttelns des Prüflings ist dadurch geringer. Zudem werden die vom Prüfling verursachten Schwingungsanregungen und Vibrationen besser gedämpft.

Der erfindungsgemäße Leistungsprüfstand ist in einer speziellen Ausgestaltung mit einer Datenverarbeitungsanlage versehen, welche dafür eingerichtet ist, die Auswertung der Messung vorzunehmen. Bei dieser Ausgestaltung sind die Funktionen der Auswerteeinrichtung in die Datenverarbeitungsanlage integriert, das heißt in dieser Variante des Erfindungsgegenstandes kann die Auswertevorrichtung günstigerweise entfallen.

Außerdem wird die Aufgabe gelöst durch eine Meßvorrichtung mit den Merkmalen nach Anspruch 38. Demnach betrifft die Erfindung eine Meßvorrichtung zur Leistungsmessung eines Prüflings, insbesondere eines Verbrennungsmotors, mit wenigstens einem Meßwertaufnehmer, einem Zeitmeßsystem und mit einer Auswertevorrichtung, die mit dem wenigstens einen Meßwertaufnehmer und dem Zeitmeßsystem zusammenarbeitet, wobei mit dem wenigstens einen Meßwertaufnehmer zusammen mit dem Zeitmeßsystem der zeitliche Verlauf einer Drehzahl der Abtriebswelle des Prüflings meßbar ist, und wobei die Leistung des Prüflings zu einem bestimmten Zeitpunkt ausschließlich durch die Auswertung des zeitlichen Verlaufs der Drehzahl ermittelbar ist.

Als Meßgrößen werden nur noch die Zeit und die Drehzahl benötigt. Damit ist der Aufwand der Instrumentierung vorteilhaft gering. Zudem stellt der vergleichsweise einfache Meßaufbau sicher, daß die Meßvorrichtung gegebenenfalls an vorhandene Vorrichtungen zur Leistungsprüfung nachgerüstet werden kann. Darüber hinaus kann mit der erfindungsgemäßen Meßvorrichtung ohne weiteres die Leistungsmessung in der besonders kurzen Zeitspanne durchgeführt werden, also die Leistungsmessung in einem solchen Zeitraum, in dem der Prüfling ohne jegliche Zwangskühlung betreiben werden kann und dabei keine Schäden erleidet.

In besonders vorteilhafter Weise ist der wenigstens eine Meßwertaufnehmer an der Abtriebswelle des Prüflings oder einer Antriebswelle des Anlassers angeordnet.

Diese Ausgestaltung zielt darauf ab, insbesondere für bereits bestehende Prüfvorrichtungen eine Möglichkeit zu bieten, die erfindungsgemäße Meßvorrichtung einzusetzen. Die Anbringung des wenigstens einen Meßwertaufnehmers an der Abtriebswelle des Prüflings erfordert zwar einen etwas höheren lnstrumentierungsaufwand. Jedoch gibt es Prüfsituationen, bei denen zur Leistungsprüfung nicht der Prüfling zur Leistungsprüfvorrichtung gebracht wird, sondern umgekehrt die Leistungsprüfvorrichtung zum Prüfling, insbesondere dann, wenn die Prüflinge, beispielsweise Leistungsturbinen, vergleichsweise groß sind, beziehungsweise die produzierten Stückzahlen verhältnismäßig klein sind, oder eine Einzelfertigung gegeben ist. Dann wird diese Ausgestaltung der Erfindung vorteilhaft eingesetzt.

Soll die erfindungsgemäße Meßvorrichtung mit einer vorhandenen Leistungsprüfvorrichtung zusammenarbeiten, wird üblicherweise ein Bremsmotor vorhanden sein, der in etwa die gleiche Leistungsgröße hat, wie der Prüfling, wie bereits eingangs erläutert. Dieser Bremsmotor kann vorteilhafterweise als Anlasser beziehungsweise Anlassermotor verwendet werden. Für diese neue Funktion in Zusammenarbeit mit der erfindungsgemäßen Meßvorrichtung ist der Bremsmotor mit einer Leistung ausgestattet, die erfindungsgemäß zu hoch sein wird. Trotzdem kann es zweckmäßig sein, nur einen entsprechenden Teil der zu hoher Leistung durch entsprechende Ansteuerung erfindungsgemäß zu nutzten. Damit ist aus dem Bremsmotor ein Anlasser im Sinne des Erfindungsgegenstandes geworden.

Bei einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Meßvorrichtung ist vorgesehen, daß eine Meß-und Kupplungsvorrichtung vorhanden ist, an dem wenigstens ein Meßwertaufnehmer angeordnet ist. Somit ist es möglich, die Meß-und Kupplungsvorrichtung insbesondere zwischen den Anlasser und der Abtriebswelle zwischenzufügen. Der Meßwertaufnehmer ist dauerhaft an der Meß-und Kupplungsvorrichtung angebracht, wobei eine Einzelinstrumentierung für jeden Prüfling vermieden ist. Diese Ausgestaltung bietet sich insbesondere bei Massenprüfungen an, wie sie bei der Fertigung von Verbrennungsmotoren in der Automobilindustrie in der Regel vorgenommen werden. Zudem kann die Meß-und Kupplungsvorrichtung derart ausgestaltet sein, daß die Ankupplung an den jeweiligen Prüfling für eine Leistungsmessung automatisch erfolgt. Ebenso kann die Entkupplung nach der Leistungsmessung automatisch erfolgen. Die Prüfzeit wird somit vorteilhaft verkürzt und vereinfacht.

Eine nützliche Weiterbildung der erfindungsgemäßen Meßvorrichtung sieht vor, daß eine Anzeigevorrichtung vorhanden ist, durch welche die Meßwerte oder die Ergebnisse der Auswertung, insbesondere die graphische Darstellung der Leistung des Prüflings über der Zeit, die Leistung über der Drehzahl oder die Leistung in Drehzahlinkrementen anzeigbar sind. Derart kann bereits während der Leistungsmessung oder bereits kurze Zeit danach, das Meßergebnis entweder automatisch von einem Kontrollsystem oder visuell von einem Fachmann kontrolliert beziehungsweise überprüft werden. Je nach Befund kann beispielsweise automatisch eine Nachmessung erfolgen oder Maßnahmen für den weiteren Fertigungsprozeß des Prüflings veranlaßt werden.

Die Meß-und Kupplungsvorrichtung ist auf Ansteuerung durch die Auswertevorrichtung an die Abtriebswelle des Prüflings an-oder entkuppelbar ist.

Damit ist die Auswertevorrichtung mit einer weiteren Funktion ausgestaltet, durch welche die Leistungsprüfung vereinfacht wird, insbesondere die Prüfungszeit verkürzbar ist, indem die Entkopplung des Anlassers von der Abtriebswelle entfallen kann. Die Anlasser wird nämlich automatisch mit ge-oder entkuppelt, sobald die Meß-und Kupplungsvorrichtung diesen Vorgang veranlaßt. Eine zusätzliche automatische Kupplung für den Anlasser kann entfallen.

In einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Meßvorrichtung ist die Auswertevorrichtung durch eine Steuerungsvorrichtung ansteuerbar ist. Die Steuerungsvorrichtung kann dabei beispielsweise für die Steuerung des Gesamtablaufes der Leistungsmessung zuständig sein oder eine übergeordnete Steuerung darstellen, Durch die Möglichkeit der Ansteuerung der Auswertevorrichtung kann die Steuerungsvorrichtung auf Funktionen der Auswertevorrichtung durchgreifen. Die Anordnung ist vereinfacht. Zudem erhöht sich die Flexibilität beim Einsatz der Meßvorrichtung.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes sind den abhängigen Ansprüchen zu entnehmen.

Anhand des folgenden Ausführungsbeispiels sollen die Erfindung, die Vorteile sowie weitere Verbesserungen der Erfindung dargestellt und näher erläutert werden.

Es zeigen : Fig. 1 eine Schnittansicht eines Leistungsprüfstands und Fig. 2 eine Draufsicht auf den Leistungsprüfstand.

Fig. 1 zeigt eine Schnittansicht eines Leistungsprüfstands 10. Als Basis des Leistungsprüfstandes dient ein Gestell 12, an dem eine Tischvorrichtung 14 angeordnet ist.

Auf der Tischvorrichtung 14 ist eine Anlasservorrichtung 16 angeordnet, an der mittels einer Kupplung 18 eine Kupplungs-und Prüfvorrichtung 20 verbunden ist. Die Kupplung 18 ist in dieser Ausgestaltung starr ausgeführt, so daß die Anlasservorrichtung 16 und die Kupplungs-und Prüfvorrichtung 20 im gekuppelten Zustand eine Anlassereinheit bilden.

Die Kupplungs-und Prüfvorrichtung 20 ist an einen Prüfling 26 ankuppelbar. Die Ankupplung erfolgt ungedämpft. Auf diese Weise wird die Leistung, insbesondere die Leistungscharakteristik im Prüfbetrieb von dem Prüfling 26 möglichst direkt an die Kupplungs-und Prüfvorrichtung 20 übertragen.

In diesem Beispiel ist der Prüfling 26 eine 4-Zylinder 4 Takt Reihenmotor. Als Prüfling 16 kommt aber auch jede andere leistungsabgebende Verbrennungsmaschine in Betracht, wie zum Beispiel Zweitakt-, Dieselmotoren und Turbinen.

Die Kupplungs-und Prüfvorrichtung 20 weist in diesem Beispiel einen Inkrementalgeber mit 2500 Inkrementen pro 360 Grad, eine Signalaufbereitung und eine Meßwerterfassungsvorrichtung mit einer Datenerfassungsrate von wenigstens 200 kHz auf. Darüber hinaus sind an der Anlasser-und Prüfvorrichtung 20 alle Signalaufnehmer angebracht, die zur Erfassung der Meßwerte, die über eine Welle 22 in die Anlasser-und Prüfvorrichtung 20 gelangen und aufgenommen werden sollen. Die Auswertevorrichtung ist im dargestellten Beispiel eine Datenverarbeitungsanlage in Form eines Personalcomputers (PC), der in der Figur jedoch nicht gezeigt ist und über eine ebenfalls nicht dargestellte Signalleitung mit der Anlasser-und Prüfvorrichtung 20 verbunden ist. Die Auswertevorrichtung übernimmt die Auswertung der vom Leistungsprüfstand 10, kurz Prüfstand 10 erhaltenen Meßdaten.

Mit einer Hebevorrichtung 23 ist in diesem Beispiel der Reihenmotor 26 aus einem nicht in der Figur dargestellten Transportsystem heraushebbar und wird in die Prüfposition am Prüfstand verbracht. Als Transportsystem kommt beispielsweise ein heute übliches führerloses Einzeltransportsystem in Betracht. Es ist aber ohne weiteres jedes für den Reihenmotor 26 beziehungsweise den Prüfling 26 geeignete kontinuierliche oder diskontinuierliche Fördersystem verwendbar. Der erfindungsgemäße Prüfstand 10 ist auf einfache Weise auf die betreffenden Gegebenheiten konstruktiv anpaßbar.

Des weiteren sind an dem Gestell 12 zwei Schraubvorrichtungen 24 beweglich angeordnet, von denen nur eine in dieser Figur sichtbar ist, die den auf der Transportvorrichtung montierten Reihenmotor 26 lösen. Die Hebevorrichtung 23 verbringt den Reihenmotor 26 in eine Prüfposition in eine erste 42 und eine zweite Haltevorrichtung 50 den Reihenmotor in der Prüfposition fixieren, indem diese von zwei Seiten in einer horizontalen Ebene gegeneinander verschoben werden und der zwischen den Haltevorrichtungen 42,50 befindliche Reihenmotor 26 derart verklemmt und gehalten wird. Von den Haltevorrichtungen 42,50 ist nur die erste Haltevorrichtung 42 in dieser Figur gezeigt. Jedoch ist die Wirkungsweise beider Haltevorrichtungen 42,50 in der Figur 2 erkennbar.

Eine Multikupplungsvorrichtung 28 ist dafür vorgesehen, eine nicht weiter dargestellte Kraftstoffversorgungsleitung mit einem Kraftstoffsystem des Reihenmotors 26 zu verbinden und elektrische Versorgungs-, Steuer-sowie Signalleitungen mit den entsprechenden Leitungen des Reihenmotors 26 zu verbinden. Auch die Multikupplungsvorrichtung 28 ist in drei Raumrichtungen bewegbar, um an die entsprechende Kupplungsstelle am Reihenmotor 26 anschließen zu können.

Eine Abdichtvorrichtung 30 ist an ein Abgassystem des Reihenmotors 26 dicht schließend anschließbar, wobei im Betriebsfall entstehende Abgase des Reihenmotors 26 über eine nicht in der Figur dargestellte Abgasleitung von dem Prüfstand 10 weg geleitet werden. Um diese Funktion zu erfüllen, ist die Abdichtvorrichtung 30, vergleichbar mit der Multikupplungsvorrichtung 28, in den drei Raumrichtungen bewegbar.

Ein Niederhalter 32 ist an einem oberen Querträger 34 des Gestells 12 beweglich angeordnet, wobei der Niederhalter 32 zur zusätzlichen Fixierung des Reihenmotors 26, insbesondere während des Testbetriebes vorgesehen ist. Dieser wird senkrecht von oben an den Reihenmotor 26 heranbewegt und mit einer vorgegebenen Kraft beaufschlagt, also verspannt.

Im folgenden wird der erfindungsgemäße Verfahrensablauf anhand der Prüfvorrichtung gemäß Fig. 1 näher beschrieben.

Mit der Transportvorrichtung wird der Reihenmotor 26 zu dem Prüfstand 10 transportiert und in eine dafür vorgesehene Entladeposition in Bereich des Gestells 12 verbracht. Mit den zwei sich gegenüberliegenden Schraubvorrichtungen 24 wird zunächst der Reihenmotor 26 von einer Transporthalterung gelöst. Die Hebevorrichtung 23 befindet sich unterhalb der Entladeposition und wird nun im wesentlichen nach oben bewegt und hebt dabei den Reihenmotor 26 aus der Transportvorrichtung in eine Prüfposition. In diesem Beispiel verbleibt die Transportvorrichtung in der Entladeposition im Prüfstand 10. Es ist aber auch denkbar, daß diese in eine Parkposition außerhalb des Prüfstandbereiches bewegt wird.

Mit den Haltevorrichtungen 42,50 wird der Reihenmotor 26 in der Prüfposition fest verspannt, das heißt, daß die Haltevorrichtungen 42,50 den Reihenmotor 26 in einer horizontalen Richtung mit einer zuvor festgelegten Kraft beaufschlagen. Zudem verhindert die Hebevorrichtung 23, daß der Reihenmotor 26 nach unten bewegt werden kann.

Der Prüfling 26 beziehungsweise der Reihenmotor 26 ist nun fest mit dem Prüfstand 10 verbunden beziehungsweise gegen dessen Gestell 12 verspannt. Der Niederhalter 32 wird von oben gegen den Reihenmotor 26 in eine vorgegebene Position verfahren und derart der Reihenmotor 26 gegen den Prüfstand 10 beziehungsweise die Hebevorrichtung 23 verspannt. Damit wird eine zusätzliche Fixierung des Reihenmotors 26 erreicht, der demgemäß dann an zwei Stellen in horizontaler Richtung sowie von oben und unten an zwei weiteren Stellen in vertikaler Richtung gehalten wird.

Die Multikupplungsvorrichtung 28 schließt an die dafür vorgesehene Gegenkupplung beziehungsweise an eine entsprechende Stelle am Reihenmotor 26 an. In einem weiteren Verfahrensschritt wird die Abdichtvorrichtung 30 an das Abgassystem des Reihenmotors 26 angeschlossen.

Dabei ist die Reihenfolge der auszuführenden Schritte nicht zwangsläufig wie in dem genannten Beispiel festgelegt. Es gibt eine Anzahl verschiedener zweckmäßiger Sequenzen, wobei es auch möglich ist, daß verschiedene Schritte parallel ausgeführt werden können. Beispielsweise kann der Anschluß die Abdichtvorrichtung 30 in diesem Beispiel zeitlich parallel zum Anschluß der Multikupplungvorrichtung 28 erfolgen, sofern sich die Bewegungsabläufe der Vorrichtung nicht gegenseitig stören.

In dem Beispiel werden die Abläufe am Prüfstand 10 und der Leistungsprüfung mit einer Meß-und Steuerungseinrichtung gesteuert und gemessen, die nicht in der Figur gezeigt ist, jedoch mittels entsprechender Steuer-und Signalkabel mit den verschiedenen Vorrichtungen des Prüfstandes 10 verbunden ist. Nachdem der Reihenmotor 26 an seiner Prüfposition fixiert wurde, kann das Verfahren zur Leistungsermittlung beginnen.

Hierzu wird der Reihenmotor 26 zunächst mit der über die Kupplungs-und Prüfvorrichtung 20 angekoppelten Anlasservorrichtung 16 bis auf eine Leerlaufdrehzahl von ca. 850 Umdrehungen pro Minute (U/min) beschleunigt.

Kraftfahrzeugmotoren haben Leerlaufdrehzahlen von üblicherweise ca. 450 bis 1000 U/min.

Im Prinzip gibt es nun zwei erfindungsgemäße Möglichkeiten den Leistungstest weiterzuführen. Entweder wird nun die Anlasservorrichtung 16 von der Meß-und Kupplungsvorrichtung 20 automatisch abgekuppelt oder einfach nur abgeschaltet und dreht als angekuppelte Masse mit der Abtriebswelle des Reihenmotors 26 mit.

Unabhängig davon, wie mit der Anlasservorrichtung 16 verfahren wird, wird der Reihenmotor 26 von der Meß-und Steuerungseinrichtung angelassen und mit Eigenantrieb betrieben.

In beiden Fällen ist es aber von Vorteil, daß die Anlasservorrichtung 16 nur auf eine vergleichsweise kleine Leistung ausgelegt zu werden braucht. Die Anlasservorrichtung 16 muß nämlich nur das Hochschleppen des Reihenmotors 26 bis zu der Leerlaufdrehzahl leisten und ist dann nicht weiter aktiv, das heißt beispielsweise als Bremse, an der Ermittlung der Leistung beteiligt. Die sonst üblichen Antreibe in der gleichen Leistungsgröße wie der Prüfling sind vorteilhafterweise vermieden.

In beiden Fällen kann der Meßvorgang zur Leistungsermittlung beginnen, indem der Reihenmotor 26 mit Vollastvorgabe bis auf dessen maximale Nenndrehzahl beschleunigt wird. Dieser Vorgang wird noch 4-mal wiederholt. Während der gesamten Versuchszeit wird der zeitliche Verlauf der Drehzahl der Abtriebswelle des Reihenmotors 26 durch die Meß-und Steuerungsvorrichtung erfaßt. Eine Beschleunigung von Leerlaufdrehzahl bis zur maximalen Nenndrehzahl dauert in diesem Beispiel 12 Sekunden. Mit den Wiederholungen dauert die gesamte Leistungsprüfung lediglich 90 Sekunden. Das ist eine Zeitspanne, die der Reihenmotor 26 ohne jegliche Fremdkühlung, also beispielsweise ohne Kühlwasser betrieben werden kann.

Es hat sich herausgestellt, daß die heute üblichen Kraftfahrzeugmotoren, insbesondere die Diesel-und die Benzinhubkolbenmotoren mit drei Wiederholungen bereits sehr gute Leistungsmeßwerte innerhalb einer Meßzeit von insgesamt einer Minute ergeben. Häufigere Wiederholungen machen die Messung statistisch entsprechend aussagefähig, gehen jedoch zu Lasten der Prüfzeit, welche letztlich die Anzahl der Prüfungen je Zeiteinheit bestimmt.

Das Erreichen der vergleichsweise kurzen Testzeit wird auch dadurch unterstützt, daß der Reihenmotor 26 nicht wie im Stand der Technik bisher üblich, durch eine der eigenen Leistung entsprechenden Last, wie beispielsweise eine Wirbelstrombremse, belastete wird, um die Leistungskurve zu erhalten, sondern es werden nur die an der Abtriebswelle angeschlossenen Drehmassen beschleunigt, das heißt bis auf die maximale Drehzahl gebracht, um die Leistungsmessung durchzuführen.

Mit den gemessenen zeitlichen Verläufen der Drehzahl wird zunächst die Winkelgeschwindigkeit und die Winkelbeschleunigung für eine Anzahl von festgelegten Drehzahlen errechnet, beispielsweise für jede Drehzahl zwischen Leerlaufdrehzahl und maximaler Nenndrehzahl in Schritten von 100 U/min. Zu jedem der Drehzahlpunkte wird nun die Leistung bestimmt, indem die Summe aus einer ersten Multiplikation des konstanten gesamten Massenträgheitsmomentes mit der Zahl 100 und mit der Winkelbeschleunigung zu der bestimmten Drehzahl und einer zweiten Multiplikation eines konstanten Reibmoments mit der Winkelgeschwindigkeit in der bestimmten Drehzahl berechnet wird. Das gesamte Massenträgheitsmoment ist eine Konstante, die sich aus der Summe der einzelnen Massenträgheitsmomente der an der Messung beteiligten drehenden Elemente und Vorrichtungsteile ergibt, in diesem Beispiel also die Massenträgheitsmomente der bewegten Wellen des Reihenmotors 26, der drehenden Teile der Meß-und Kupplungsvorrichtung 20 sowie der bewegten Welle mit Rotor der Anlasservorrichtung 16, die hier ein Elektromotor ist und während der Leistungsprüfung nicht von dem Reihenmotor 26 entkoppelt werden soll, Als Grundlage der Berechnung dienen die Meßwerte. Die Berechnung wird um so besser, je genauer der zeitliche Verlauf der Drehzahl bestimmt wird. Im beschriebenen Beispiel ist, wie eingangs bereits beschrieben ein Inkrementalgeber mit 2500 Inkrementen pro 360 Grad in der Meß-und Kupplungsvorrichtung 20 eingebaut. Zudem werden die Meßdaten mit einer Meßkarte erfaßt, die eine Datenerfassungsrate von größer 200 kHz aufweist. Die Meß-und Steuerungseinrichtung ist als Personal Computer (PC) ausgestaltet, der sowohl die Meßwerterfassung und die Meßdatenauswertung, als auch die Steuerung und Regelung der Prüfungsvor-und-nachbereitung sowie der Koordination der Bewegungen der Vorrichtungen zum Anschluß und zum Lösen des Reihenmotors 26 nach der Leistungsmessung übernimmt. Mit einer derartigen Meßvorrichtung wurden Meßwerte gemessen beziehungsweise Motorleistungen berechnet, die nur eine Ungenauigkeit +3% beziehungsweise-2% aufweisen. Jedenfalls können ohne weiters die üblichen Anforderungen an die Meßgenauigkeit von +/-5% ohne weiteres eingehalten werden.

Um eine Leistungskurve aus den berechneten Einzelpunkten zu erhalten, bietet sich ein Interpolationsverfahren an. Sind die Meß-und die Berechnungspunkte in ausreichender Anzahl gelegt, reicht in der Regel ein lineares Interpolationsverfahren aus, um zu hinlänglichen Ergebniskurven zu gelangen. Es können aber auch vorgegebene Polynome als Basis für eine Interpolation genommen werden.

Als vorteilhafte und aussagefähige Ergebnisse werden von der Auswertevorrichtung wahlweise die Leistung über der Drehzahl, die Leistung über der Zeit oder die Leistung in Drehzahlinkrementen graphisch dargestellt. Jede andere Darstellung der Meß-, Rechen-oder Zwischenergebnisse ist ohne weiteres denkbar und mit der Auswertevorrichtung realisierbar.

Nach dem Ende der Leistungsprüfung wird der Reihenmotor 26 abgestellt und kann vom Prüfstand 10 gelöst werden, das heißt, die Abdichtvorrichtung 30, die Multikupplungsvorrichtung 28 und die Niederhaltevorrichtung 32 werden von dem Prüfling entfernt. Die Haltevorrichtungen 24 bewegen sich in eine Ausgangslage zurück und lösen derart die Fixierung des Reihenmotors 26. Sind alle Verbindungen mit den Vorrichtungen des Prüfstandes 26 gelöst, wird dieser noch von der Hebevorrichtung getragen, welche den Reihenmotor wieder aus der Prüfposition weg verbringt und zurück auf die Transporteinrichtung.

Mittels der Schraubvorrichtungen 24 wird der Reihenmotor 26 wieder auf der Transportvorrichtung montiert beziehungsweise dessen Transport auf dieser gesichert, so daß der Weitertransport zu einer Stelle, an der ein nächster Produktionsschritt vorgesehen ist, erfolgen kann.

Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf den Leistungsprüfstand 10. Dabei wurden in dieser Figur diejenigen Bauelemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen, die bereits in der Fig. 1 eingeführt wurden und auch in dieser Figur gezeigt sind.

Insbesondere zeigt sich in dieser Ansicht, daß das Gestell 12 in einer horizontalen Ebene 52 rahmenartig ausgebildet ist. Die Schraubvorrichtungen 24 sind an zwei Seiten des Rahmens gegenüberliegend angeordnet. Auf einer dritten Seite ist die Anlassereinheit aus Anlasservorrichtung 16, Kupplung 18 sowie Meß-und Kupplungsvorrichtung 20 auf der Tischvorrichtung 14 angeordnet.

Der Reihenmotor 26 ist in seiner Prüfposition dargestellt und wurde über die vierte Seite in den Prüfstand 10 verbracht. Diese bevorzugte Anordnung der verschiedenen Vorrichtungen am Prüfstand 10 hat den besonderen Vorteil, daß diese besonders übersichtliche und zugänglich angeordnet sind. Mögliche Störungen können daher häufig schon bei einem ersten Kontrollblick erkannt werden. Zudem läßt sich der Prüfstand 10 auf einfache Weise in den Produktionsablauf integrieren, weil dieser von einer Seite vollständig zugänglich ist.