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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR DETERMINING THE DOOR POSITION IN A DOOR SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/162199
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for determining the door position in a door system, which has a running rail for guiding a movable door element and a light barrier element for detecting a free travel path of the door element, the method comprising the steps: capturing the state of the at least one light barrier element, which state can assume either free of the door element or covered by the door element; wherein, in the event of a state change of the light barrier element, the arrangement position of the light barrier element corresponds to a door lower edge of the door element and a door controller determines the door position using this information.

Inventors:
HÖRMANN, Michael (Bokeler Str. 22, Halle / Westfalen, 33790, DE)
HORNSCHUH, Marc (Gerdener Str. 20, Melle, 49326, DE)
HELLWEG, Marc (Zum Sommerbrink 12, Bielefeld, 33659, DE)
Application Number:
EP2019/053773
Publication Date:
August 29, 2019
Filing Date:
February 15, 2019
Export Citation:
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Assignee:
MARANTEC ANTRIEBS- UND STEUERUNGSTECHNIK GMBH & CO. KG (Remser Brook 11, Marienfeld, 33428, DE)
International Classes:
E05F15/40; E05F15/665; E05F15/668; G01V8/10
Foreign References:
EP2586959A12013-05-01
DE19739543A11999-03-11
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
LAUFHÜTTE, Dieter (Lorenz Seidler Gossel, Widenmayerstr. 23, München, 80538, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Verfahren zum Bestimmen der Torposition bei einer Toranlage, die eine Laufschiene zum Führen eines verfahrbaren Torelements sowie ein Lichtschrankenelement (10) zum Detektieren eines freien Verfahrwegs des Torelements (50) aufweist, wobei das Verfahren die Schritte umfasst:

Erfassen des Zustands des mindestens einen Lichtschrankenelements (10), der entweder vom Torelement (50) frei oder vom Torelement (50) bedeckt einnehmen kann, wobei

bei einem Zustandswechsel des Lichtschrankenelements (10) die Anordnungsposition des Lichtschrankenelements (10) mit einer Torunterkante des Torelements (50) übereinstimmt und eine Torsteuerung unter Zuhilfenahme dieser Information die Torposition festlegt.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei

dann, wenn der Zustand des Lichtschrankenelements (10) frei ist, das

Torelement (50) so lange in Schließrichtung verfahren wird, bis der Zustand des Lichtschrankenelements (10) wechselt, oder dann, wenn der Zustand des Lichtschrankenelements (10) bedeckt ist, das Torelement (50) so lange in Öffnungsrichtung verfahren wird, bis der Zustand des Lichtschrankenelements (10) wechselt, und

beim Wechsel des Zustands die Anordnungsposition des Lichtschrankenelements (10) mit der Torunterkante des Torelements (50) übereinstimmt und eine Torsteuerung auf Grundlage dieser Information die Torposition festlegt.

3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Toranlage über ein erstes Lichtschrankenelement (10) und ein zweites Lichtschrankenelement (10) verfügt, wobei bei einem normalen Schließvorgang der Toranlage das zweite Lichtschrankenelement (10) seinen Zustand vor dem ersten Lichtschrankenelement (10) von frei nach bedeckt wechselt, und zur Bestimmung der Torposition

dann, wenn das erste und das zweite Lichtschrankenelement (10) frei sind, das Torelement (50) so lange in Schließrichtung verfahren wird, bis der Zustand des zweiten Lichtschrankenelements (10) wechselt,

dann, wenn das erste und das zweite Lichtschrankenelement (10) bedeckt sind, das Torelement (50) so lange in Öffnungsrichtung verfahren wird, bis der Zustand des ersten Lichtschrankenelements (10) wechselt, und

dann, wenn das erste Lichtschrankenelement (10) frei ist und das zweite

Lichtschrankenelement (10) bedeckt ist, das Torelement (50) so lange in Schließrichtung verfahren wird, bis der Zustand des ersten Lichtschrankenelements (10) wechselt, oder das Torelement (50) so lange in Öffnungsrichtung verfahren wird, bis der Zustand des zweiten Lichtschrankenelements (10) wechselt.

Description:
Verfahren zum Bestimmen der Torposition bei einer Toranlage

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bestimmen der Torposition einer Toranlage, beispielsweise ein Garagentor, eine Industrietoranlage oder dergleichen, bei der zur Absicherung des Verfahrwegs des Tors mindestens ein Lichtschrankenelement zum Einsatz kommt, das dazu ausgelegt ist, einen freien Weg für das Tor sicherzustellen.

Aus dem Stand der Technik ist das Problem bekannt, dass nach einem Stromausfall oder einer erstmaligen Inbetriebnahme der Toranlage nach einem Zurücksetzen der Steuereinheit, es nicht mehr genau klar ist, an welcher Position sich das Tor befindet. Diese Information ist aber für ein geregeltes Verfahren des Tores unerlässlich, da es ansonsten zu Schäden an der Toranlage kommen kann.

Es ist demnach das Ziel der vorliegenden Erfindung, die Positionsbestimmung eines Torelements zu vereinfachen, so dass auf eine automatisierte Art und Weise das Tor in die Lage versetzt wird, die exakte Torposition zu bestimmen.

Dies gelingt mit dem erfindungsgemäßen Verfahren nach Anspruch 1. Hierin wird ein Verfahren zum Bestimmen der Torposition bei einer Toranlage beschrieben. Die Toranlage weist dabei eine Laufschiene zum Führen eines verfahrbaren Torelements sowie ein Lichtschrankenelement zum Detektieren eines freien Verfahrwegs des Torelements auf. Ferner umfasst das Verfahren die Schritte zum Erfassen des Zustands des mindestens einen Lichtschrankenelements, wobei der Zustand entweder vom Torelement frei oder vom Torelement verdeckt einnehmen kann, wobei bei einem Zustandswechsel des Lichtschrankenelements die Anordnungsposition des Lichtschrankenelements mit der Schließkante des Torelements übereinstimmt und eine Torsteuerung auf Grundlage dieser Information die Torposition festlegt.

Demnach ist es also nach dem erfindungsgemäßen Verfahren möglich, die Position des Lichtschrankenelements für eine Referenzierung bei der Positionsbestimmung des Tores bzw. der Torunterkante zu verwenden. Die Steuereinheit wird nach einem Stromausfall den Zustand des Lichtschrankenelements erfassen und anhand des erfassten Zustands entscheiden, in welche Richtung das Tor zu verfahren ist.

Gibt das Lichtschrankenelement nämlich einen Zustand aus, der ein nicht unterbrochenes Lichtsignal anzeigt, durchbricht also das Tor nicht die Lichtschranke, kann das Torelement durch ein gezieltes Verfahren in die Lichtschranke in seiner Position bestimmt werden. Da die Position der Lichtschranke in der Steuereinheit hinterlegt ist, ist bei einem Zustandswechsel der Lichtschranke eine Positionsbestimmung möglich. Dadurch wird also der Steuereinheit bekannt gemacht, wo sich die Torunterkante genau befindet. Auf Grundlage dieser Informationen kann dann das weitere Verfahren des Tores in Abhängigkeit der Torposition erfolgen. So ist bspw. möglich, dass kurz vor einem Aufsetzen einer Torunterkante auf dem Boden, der Antrieb des Tores verringert wird, um die mechanischen Belastungen zu minimieren. Selbstverständlich gilt dies entsprechend für das Erreichen der geöffneten Position des Tores, da es auch hier von Vorteil ist, den Antrieb des Tores kurz vor Erreichen der maximal offenen Position zu vermindern. Nach einer Fortbildung des Verfahrens wird dann, wenn der Zustand des Lichtschrankenelements frei ist, das Torelement solange in Schließrichtung verfahren, bis der Zustand des Lichtschrankenelements wechselt, oder dann, wenn der Zustand des Lichtschrankenelements bedeckt ist, das Torelement solange in Öffnungsrichtung verfahren, bis der Zustand des Lichtschrankenelements wechselt, und wobei beim Wechsel des Zustands die Anordnungsposition des Lichtschrankenelements mit der Schließkante des Torelements übereinstimmt und eine Torsteuerung auf Grundlage dieser Information die Torposition festlegt. So kann durch eine vom Torblatt abgedeckte Lichtschranke ein Flankensignal erzeugt werden, wenn das Torblatt die Lichtschranke freigibt. Auch ist möglich, ein Flankensignal zu erzeugen, wenn das Torblatt in eine freie Lichtschranke verfahren wird. Diesen Punkt kann man dann als Referenzpunkt verwenden, so dass eine Torsteuerung die Position der Torunterkante festlegen kann.

Nach einer weiteren optionalen Fortbildung kann vorgesehen sein, dass die Toranlage über ein erstes Lichtschrankenelement und ein zweites Lichtschrankenelement verfügt, wobei bei einem normalen Schließvorgang der Toranlage das zweite Lichtschrankenelement seinen Zustand vor dem ersten Lichtschrankenelement von frei nach bedeckt wechselt, und dann, wenn das erste und das zweite Lichtschrankenelement frei sind, das Torelement solange in Schließrichtung verfahren wird, bis der Zustand des zweiten Lichtschrankenelements wechselt, dann, wenn das erste und das zweite Lichtschrankenelement bedeckt sind, das Torelement solange in Öffnungsrichtung verfahren wird, bis der Zustand des ersten Lichtschrankenelements wechselt und dann, wenn das erste Lichtschrankenelement frei ist und das zweite Lichtschrankenelement bedeckt ist, das Torelement solange in Schließrichtung verfahren wird, bis der Zustand des ersten Lichtschrankenelements wechselt, oder das Torelement solange in Öffnungsrichtung verfahren wird, bis der Zustand des zweiten Lichtschrankenelements wechselt. Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Figurenbeschreibung ersichtlich. Dabei zeigen:

Fig. 1 : eine Teilansicht einer Toranlage mit einer Laufschiene und einem darin geführten Torelement, und

Fig. 2: eine Teilansicht einer Toranlage einem geschlossenen Zustand.

Fig. 1 zeigt eine Teilansicht einer erfindungsgemäßen Toranlage. Die Toranlage besitzt dabei eine Laufschiene 39, die in der Darstellung nach der Fig. 1 auf ihrer linken Seite ein Torsegment 50 (auch Torelement) führt. Die Führung des Torsegments 50 kann dabei in der Laufschiene 39 über Laufrollen 51 erfolgen, die in einem Profil der Laufschiene 39 aufgenommen sind. Auf der von dem Torsegment 50 abgewandten Seite der Laufschiene 39 sind mehrere einzelne Lichtschrankenelemente 10 angeordnet, die einen Lichtstrahl 55, 57 auf der zu dem Torsegment 50 zugewandten Seite der Laufschiene 39 abgeben. Die mehreren Lichtschrankenelemente 10 sind dabei mit einem Kabel 15 miteinander verbunden, um jedes Lichtschrankenelement 10 mit Energie zu versorgen und, bei Bedarf, eine Datenleitung zu einer Steuereinheit zur Verfügung zu stellen.

In Fig. 1 erkennt man ferner, dass die Torunterkante 52 des verfahrbaren Torsegments 50 den vom Lichtschrankenelement abgegebenen Lichtstrahl 57 unterbricht. Ist es nun erforderlich, die Position der Torunterkante 52 und damit der verfahrbaren Torelemente zu bestimmen, kann nach dem erfindungsgemäßen Verfahren vorgesehen sein, die Torunterkante so zu verfahren, dass es zu einem Zustandswechsel eines Lichtschrankenelements kommt. Dieser Zustandswechsel referenziert die aktuelle Position auf dasjenige Lichtschrankenelement, deren Zustand gewechselt ist. Auf Grundlage dieser Informationen ist es dann möglich, die Position der Torunterkante 52 festzulegen und ein Verfahren des Tores in Abhängigkeit der tatsächlichen Torposition vorzunehmen. Fig. 2 zeigt eine weitere Ansicht der Toranlage. In der Darstellung befindet sich das Tor in einem geschlossen Zustand. Die einzelnen Torsegmente 50 unterbrechen die von den mehreren Lichtschrankenelementen 10 abgegebenen Lichtsignale (nicht dargestellt). Dabei sind die Torsegmente mit einer Aufhängung 51 in der zugehörigen Laufschiene 39 aufgenommen. Zudem erkennt man ein Kabel 15, das die Lichtschrankenelemente miteinander verbindet.

In einer solchen Position ist es nun ebenfalls möglich, die Torposition nach einem Stromausfall oder dergleichen zu bestimmen. Da die Steuereinheit erkennt, dass sämtliche Lichtschrankenelemente 10 ein Lichtsignal aussenden, das unterbrochen ist, wird das Tor in Öffnungsrichtung verfahren. Dabei wird nach einiger Zeit der Zustand der untersten Lichtschranke wechseln, so dass die Position der Torunterkante festgelegt werden kann.

Natürlich ist auch möglich, dass der Steuereinheit nur die Position einer einzigen oder einiger weniger Lichtschrankenelemente bekannt ist, so dass das Tor solange verfahren werden muss, bis ein solches in seiner Position der Steuereinheit bekanntes Lichtschrankenelement seinen Zustand wechselt.