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Title:
METHOD FOR DETERMINING THE WEAR OF A SLIDING BEARING MOUNTED IN A WIND TURBINE TRANSMISSION, AND WIND TURBINE TRANSMISSION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/183654
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for determining the wear of a sliding bearing (19) which is mounted in a wind turbine transmission (7), in particular a planetary drive, which is used to support a transmission part (23). A radial displacement of the position of the transmission part (23) mounted by means of the sliding bearing (19) is detected by a distance sensor (25) arranged in the wind turbine transmission (7).

Inventors:
HÖLZL, Johannes Sebastian (Berg 49, 4880 Berg im Attergau, 4880, AT)
Application Number:
AT2019/060103
Publication Date:
October 03, 2019
Filing Date:
March 26, 2019
Export Citation:
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Assignee:
MIBA GLEITLAGER AUSTRIA GMBH (Dr. Mitterbauer-Straße 3, 4663 Laakirchen, 4663, AT)
International Classes:
F16C17/24; F03D80/70; F16C41/00
Foreign References:
DE202007002609U12008-04-03
DE102016106112A12017-10-05
EP2796740A12014-10-29
EP1602842A12005-12-07
DE102005056983A12007-05-31
EP1544504A22005-06-22
AT509624A12011-10-15
Attorney, Agent or Firm:
ANWÄLTE BURGER UND PARTNER RECHTSANWALT GMBH (Rosenauerweg 16, 4580 Windischgarsten, 4580, AT)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Verfahren zur Bestimmung des Verschleißes eines in einem Windkraftanlagen getriebe (7), insbesondere einem Planetengetriebe, angeordneten Gleitlagers (19), welches zur Lagerung eines Getriebeteils (23) dient, dadurch gekennzeichnet, dass mittels zumindest ei nem Abstandsensor (25), welcher im Windkraftanlagengetriebe (7) angeordnet ist eine radiale Verschiebung der Position oder eine Verkippung des mittels dem Gleitlager (19) gelagerten Getriebeteils (23) erfasst wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandsensor (25) die Verschiebung des Getriebeteils (23) in periodischen Abständen erfasst und die ge messenen Werte in einer Verschleißtabelle gespeichert werden.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass für die radiale Ver schiebung oder Verkippung Sollwerte mit Toleranzbereichen für einen bestimmten Erfas sungszeitpunkt vorgegeben sind und die mittels dem Abstandsensor (25) erfassten Istwerte mit diesen Sollwerten verglichen werden, wobei eine Aktion ausgelöst wird, wenn ein Istwert außerhalb des Toleranzbereiches eines zugeordneten Sollwertes liegt.

4. Windkraftanlagengetriebe (7), insbesondere Planetengetriebe, mit zumindest ei nem Gleitlager (19) zur Lagerung eines Getriebeteils (23), dadurch gekennzeichnet, dass ein Verschleißsensor in Form eines Abstandsensors (25) zur Erfassung einer radialen Verschie bung der Position oder Verkippung des mittels dem Gleitlager (19) gelagerten Getriebeteils (23) ausgebildet ist.

5. Windkraftanlagengetriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandsensor (25) an einem Planetenradträger (15) angeordnet ist und zur Erfassung der ra dialen Verschiebung der Position oder Verkippung einer Planetenradachse (14) ausgebildet ist, insbesondere dass der Abstandsensor (25) in tangentialer Richtung den Abstand (26) er fassend am Planetenradträger (15) angeordnet ist.

6. Windkraftanlagengetriebe nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Planetengetriebe ein Dauermagnet (30) derart angeordnet ist, dass der Abstandsensor (25), welcher sich mitdrehend am Planetenradträger (15) angeordnet ist, mittels Induktion mit Strom versorgt oder aufgeladen werden kann.

7. Windkraftanlagengetriebe nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Lasersensor als Abstandsensor (25) ausgebildet ist.

8. Windkraftanlagengetriebe nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekenn zeichnet, dass am Getriebeteil (23) eine Markierung (27) angeordnet ist, welche als Referenz für den Abstandsensor (25) dient, insbesondere dass die Markierung (27) als Reflektorpunkt ausgebildet ist, welcher an der Planetenradachse (14) angeordnet ist.

9. Windkraftanlagengetriebe nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekenn zeichnet, dass der Abstandsensor (25) am Lagersitz (24) des Gleitlagers (19) angeordnet ist.

10. Windkraftanlagengetriebe nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekenn zeichnet, dass der Abstandsensor (25) derart am Lagersitz (24) angeordnet ist, dass eine radi ale Verschiebung der Position des mittels dem Gleitlager (19) gelagerten Getriebeteils (23) in Hauptbelastungsrichtung (31) erfasst werden kann.

Description:
Verfahren zur Bestimmung des Verschleißes eines in einem Windkraftanlagengetriebe ange- ordneten Gleitlagers, sowie Windkraftanlagengetriebe

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung des Verschleißes eines in einem Wind kraftanlagengetriebe angeordneten Gleitlagers, sowie ein mit einer Verschleißmessung ausge stattetes W indkraftanlagengetriebe .

Aus der EP 1 544 504 A2 oder der AT 509 624 Al sind Windkraftanlagengetriebe in Form von Platengetrieben bekannt. Als Gleitlager werden dabei üblicherweise Gleitlagerbüchsen verwendet, die auf die Achse aufgeschrumpft oder in das Planetenrad eingepresst sind. Zur Überwachung des Verschleißzustandes der Gleitlager müssen diese ausgebaut werden, was mit großem Aufwand und auch mit hohen Kosten verbunden ist.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik zu über winden und ein Verfahren, sowie eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, mittels derer der Verschleißzustand der Lager vereinfacht ermittelt werden kann.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren und ein Windkraftanlagengetriebe gemäß den An sprüchen gelöst.

Erfindungsgemäß ist ein Verfahren zur Bestimmung des Verschleißes eines in einem Wind kraftanlagengetriebe, insbesondere einem Planetengetriebe, angeordneten Gleitlagers, welches zur Lagerung eines Getriebeteils dient, vorgesehen. Mittels einem im Windkraftanlagenge triebe angeordneten Abstandsensor wird eine radiale Verschiebung der Position oder eine Verkippung des mittels dem Gleitlager gelagerten Getriebeteils erfasst.

Insbesondere kann der zumindest eine Abstandsensor zur Erfassung der radialen Verschie bung der Position des Getriebeteils dienen.

In einer Weiteren Ausführungsvariante kann auch vorgesehen sein, dass das Getriebeteil mit zwei Abstandsensoren ausgestattet wird und somit auch die Verkippung des Getriebeteils er fasst werden kann. Hierbei können die beiden Abstandsensoren bezüglich der Längsrichtung der Achse des Getriebeteils zueinander versetzt angeordnet sein, um über die unterschiedliche Verschiebung an den beiden Abstandsensoren die Verkippung berechnen zu können.

Das erfindungsgemäße Verfahren bietet den Vorteil, dass mittels dem Abstandsensor bzw. durch die vom Abstandsensor ermittelten Werte auf einen Verschleiß des Gleitlagers ge schlossen werden kann. Somit muss die Windkraftanlage nicht angehalten werden, um den aktuellen Verschleißzustand der Gleitlager im Windkraftanlagengetriebe ermitteln zu können. Dadurch kann ein kompliziertes und kostenintensives Zerlegen des Getriebes, welches zur Überwachung des Verschleißzustandes dient, vermieden werden. Insbesondere kann durch das erfindungsgemäße Verfahren ein plötzlich auftretender übermäßiger Verschleiß erfasst werden und die Ursachen dafür zeitnah abgeklärt werden. Das Verfahren bringt darüber hin aus den Vorteil mit sich, dass die Gleitlager bis zu ihrer maximalen Verschleißgrenze im Ein satz bleiben können, wodurch die Reparaturintervalle und auch die Wartungsintervalle des Windkraftanlagengetriebes gegenüber herkömmlichen Windkraftanlagengetrieben verlängert werden können. Dies ist insbesondere von Vorteil, da jede Stillstandzeit der Windkraftanlage Energieinbußen und somit auch wirtschaftliche Einbußen mit sich führt.

Weiters kann es zweckmäßig sein, wenn der Abstandsensor die Verschiebung des Getriebe teils in periodischen Abständen erfasst und die gemessenen Werte in einer Verschleißtabelle gespeichert werden. Diese Maßnahme bringt den Vorteil mit sich, dass der zeitliche Verlauf des Verschleißes des Gleitlagers dokumentiert bzw. abgelesen werden kann. Durch diese Maßnahme kann eine notwendige Wartung ausreichend im Voraus geplant werden.

Ferner kann vorgesehen sein, dass für die radiale Verschiebung Sollwerte mit Toleranzberei chen für einen bestimmten Erfassungszeitpunkt vorgegeben sind und die mittels dem Ab standsensor erfassten Istwerte mit diesen Sollwerten verglichen werden, wobei eine Aktion ausgelöst wird, wenn ein Istwert außerhalb des Toleranzbereiches eines zugeordneten Soll wertes liegt. Durch diese Maßnahme kann beispielsweise ein Warnsignal an das Wartungsper sonal ausgegeben werden, sodass eine Wartung eingetaktet werden kann.

Erfindungsgemäß ist ein Windkraftanlagengetriebe, insbesondere Planetengetriebe, mit zu mindest einem Gleitlager zur Lagerung eines Getriebeteils vorgesehen. Ein Verschleißsensor ist in Form eines Abstandsensors zur Erfassung einer radialen Verschiebung der Position des mittels dem Gleitlager gelagerten Getriebeteils ausgebildet.

Die Funktion des Abstandsensors ist in diesem Dokument anhand eines Planetengetriebes be schrieben. Bei Verwendung des Abstandsensors in einem Planetengetriebe kann es notwendig sein, dass der Abstandsensor mit dem Planetenrad mitgedreht wird. Hierbei kann ein drahtlo ses Datenübertragungssystem zur Übertragung der Daten des Abstandsensors an eine außer halb des Getriebes liegende Empfangsstation notwendig sein.

Natürlich ist es auch denkbar, dass der Abstandsensor zur Verschleißbestimmung in einer Stirnradstufen-Lagerung eingesetzt wird.

Das erfindungsgemäße Windkraftanlagengetriebe weist den Vorteil auf, dass mittels dem Ab standsensor der Verschleiß der Gleitlagerung erfasst werden kann.

Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass der Ab standsensor an einem Planetenradträger angeordnet ist und zur Erfassung der radialen Ver schiebung der Position einer Planetenradachse ausgebildet ist, insbesondere dass der Ab standsensor in tangentialer Richtung den Abstand erfassend am Planetenradträger angeordnet ist. Durch diese Maßnahme können die einzelnen Gleitlager, welche zur Lagerung der Plane tenradachse dienen, mittels dem Abstandssensor erfasst werden. Die Anordnung des Ab standsensors in tangentialer Richtung am Planetenradträger bringt den Vorteil mit sich, dass eine radiale Verschiebung der Planetenradachse in tangentialer Richtung des Planetenradträ gers direkt erfasst werden kann. Da die über die Planetenradachse wirkenden Kräfte auf das Gleitlager auch hauptsächlich in tangentialer Richtung des Planetenradträgers wirken, kann somit die Verschiebung der Planetenradachse direkt in Hauptverschleißrichtung ermittelt wer den.

Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass im Planetengetriebe ein Dauermagnet derart angeordnet ist, dass der Abstandsensor, welcher sich mitdrehend am Planetenradträger ange ordnet ist, mittels Induktion mit Strom versorgt oder aufgeladen werden kann. Durch diese Maßnahme kann eine Energieversorgung des Abstandsensors erreicht werden. Femer kann es zweckmäßig sein, wenn ein Lasersensor als Abstandsensor ausgebildet ist.

Dies bringt den Vorteil mit sich, dass ein Lasersensor eine hohe Erfassungsgenauigkeit auf weisen kann und darüber hinaus einfach aufgebaut sein kann.

Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass am Getriebeteil eine Markierung angeordnet ist, welche als Referenz für den Abstandsensor dient, insbesondere dass die Markierung als Re flektorpunkt ausgebildet ist, welcher an der Planetenradachse angeordnet ist. Durch diese Maßnahme kann die Erfassungsgenauigkeit des Abstandsensors erhöht werden.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Markierung direkt auf das Getriebeteil aufge klebt ist.

In einer Altemativvariante kann auch vorgesehen sein, dass im Getriebeteil eine Ausnehmung ausgebildet ist, in welcher die Markierung angeordnet ist.

Weiters kann vorgesehen sein, dass der Abstandsensor am Lagersitz des Gleitlagers angeord net ist. Somit kann die direkte Verschiebung des Getriebeteils relativ zum Lagersitz erfasst werden.

Gemäß einer besonderen Ausprägung ist es möglich, dass der Abstandsensor derart am Lager sitz angeordnet ist, dass eine radiale Verschiebung der Position des mittels dem Gleitlager ge lagerten Getriebeteils in Hauptbelastungsrichtung erfasst werden kann. Durch diese Maß nahme kann der relevante Verschleiß des Gleitlagers erfasst werden.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Abstandsensor als Lasersensor ausgebildet ist, wobei der Lasersensor derart im Windkraftanlagengetriebe angeordnet ist, dass ein Laser strahl des Lasersensors in etwa parallel zur Hauptbelastungsrichtung des Gleitlagers ausge richtet ist. Als in etwa parallel wird hierbei auch eine Abweichung des Laserstrahls von der Parallelität zur Hauptkraftrichtung von +/- 15° gesehen.

Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert. Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:

Fig. 1 eine Windkraftanlage in Seitenansicht;

Fig. 2 ein Windkraftanlagengetriebe in Form eines Planetengetriebes in einem Halb schnitt;

Fig. 3 eine Ansicht auf einen Planetenradträger mit daran angeordneten Abstandsenso ren.

Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen wer den, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf glei che Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen wer den können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Fageangaben, wie z.B. oben, un ten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Fageangaben bei einer Fageänderung sinngemäß auf die neue Fage zu übertragen.

Fig. 1 zeigt eine Windkraftanlage 1. Diese Windkraftanlage 1 entspricht prinzipiell dem Stand der Technik, d.h. sie umfasst einen Turm 2 auf dem eine Gondel 3 angeordnet ist, an deren vorderen Ende ein Rotor 4 mit Rotorblättem 5 und an deren hinterem Ende ein Generator 6 angeordnet ist. Zwischen dem Rotor 4 und dem Generator 6, d.h. einem nicht weiter darge stellten Fäufer des Generators, ist ein Windkraftanlagengetriebe 7 angeordnet, das einerseits mit dem Rotor 4 und andererseits dem Fäufer des Generators 6 verbunden ist. Das Windkraft anlagengetriebe 7 dient der Erhöhung der Drehzahl des Fäufers im Vergleich zum Rotor 4. Am unteren Teil des Turms 2 ist schließlich noch ein Netzanschluss 8 vorhanden.

Da diese Bestandteile prinzipiell aus dem Stand der Technik für Windkraftanlagen 1 bekannt sind, sei an dieser Stelle auf die einschlägige Fiteratur hierzu verwiesen. Es sei jedoch er wähnt, dass die Windkraftanlage 1 nicht zwingend auf den in Fig. 1 dargestellten Typ be schränkt ist. Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Windkraftanlagengetriebes 7 in Form eines einfa chen Planetengetriebes in Seitenansicht geschnitten.

Das Planetengetriebe 7 weist ein Sonnenrad 9 auf, das mit einer Welle 10, die zum Generator rotor führt, bewegungsgekoppelt ist. Das Sonnenrad 9 ist von mehreren Planetenrädern 11, beispielsweise zwei, vorzugsweise drei oder vier, umgeben. Sowohl das Sonnenrad 9 als auch die Planetenräder 11 weisen außenliegende Stimverzahnungen 12, 13 auf, die in kämmenden Eingriff miteinander stehen, wobei diese Stirnverzahnungen 12, 13 in Fig. 2 schematisch dar gestellt sind.

Die Planetenräder 11 sind mittels einer Planetenradachse 14 im Planetenträger 15 gelagert, wobei im Planetenträger 15 ein erster Aufnahmeabschnitt 16 und ein zweiter Aufnahmeab schnitt 17 vorgesehen sind. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, kann vorgesehen sein, dass die Plane tenräder 11 fest mit einer Planetenradachse 14 gekoppelt sind und die Planetenradachsen 14 drehbar in den Aufnahmeabschnitten 16, 17 aufgenommen sind.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Planetenradachsen 14 mittels Gleitlagern 19 in den Aufnahmeabschnitten 16, 17 gelagert sind. Die Gleitlager 19 können beispielsweise in Form von Gleitlagerbuchsen ausgebildet sein.

In einem alternativen Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Planetenradachsen 14 in den Aufnahmeabschnitten 16, 17 geklemmt sind und die Planetenräder 11 mittels Gleit lagern 19 relativ zu den Planetenradachsen 14 verdrehbar an diesen gelagert sind.

Die Planetenräder 11 umgebend ist ein Hohlrad 20 angeordnet, welches eine Innenverzah nung 21 aufweist, die in kämmendem Eingriff mit der Stirnverzahnung 13 der Planetenräder 11 steht. Das Hohlrad 20 ist mit einer Rotorwelle 22 des Rotors der Windkraftanlage bewe gungsgekoppelt. Die Stirnverzahnungen 12, 13 bzw. die Innenverzahnung 21 können als Ge radverzahnung, als Schräg Verzahnung oder als Doppelschrägverzahnung ausgeführt sein.

Da derartige Planetengetriebe 7 dem Prinzip nach ebenfalls bereits aus dem Stand der Technik bekannt sind, beispielsweise aus dem voranstehend zitierten Dokument zum Stand der Tech nik, erübrigt sich eine weitere Erörterung an dieser Stelle. Als Getriebeteil 23 wird in diesem Dokument jener Bauteil bezeichnet, welcher mittels dem Gleitlager 19 relativ zu einem anderen Bauteil, welches als Lagersitz 24 bezeichnet wird, ver drehbar an diesem gelagert ist.

Beispielsweise kann das Planetenrad 11 als Getriebeteil 23 bezeichnet werden, wenn es mit tels dem Gleitlager 19 relativ zur Planetenradachse 14 verdrehbar an dieser gelagert ist.

In einem anderen Ausführungsbeispiel kann die Planetenradachse 14 als Getriebeteil 23 be zeichnet werden, wenn sie mittels dem Gleitlager 19 relativ zu den Aufnahmeabschnitten 16 , 17 verdrehbar an diesen gelagert ist.

In der Fig. 3 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform des Windkraftanlagengetriebes 7 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszei chen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Figuren 1 und 2 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Figuren 1 und 2 hingewiesen bzw. Bezug genommen.

In Fig. 3 ist der Planetenträger 15 in einer Frontalansicht gemäß der Ansicht III - III aus Fig. 2 dargestellt.

Wie aus Fig. 3 ersichtlich, kann vorgesehen sein, dass Abstandsensoren 25 ausgebildet sind, welche zur Erfassung der Position bzw. Positionsverschiebung des Getriebeteils 23 dienen. Insbesondere können die Abstandsensoren 25 zur Erfassung der radialen Verschiebung der Position des Getriebeteils 23 dienen. Das Getriebeteil 23 ist in diesem Fall die Planetenrad achse 14, welche mittels der Gleitlager 19 drehbar im Planetenträger 15 gelagert ist.

Mittels dem Abstandsensor 25 kann ein Abstand 26 der Oberfläche der Planetenradachse 14 zum Abstandsensor 25 erfasst werden. Die Veränderung des gemessenen Abstandes 26 über die Zeit bringt Aufschluss über den Verschleißzustand des Gleitlagers 19. Um die Messgenauigkeit zu verbessern, kann vorgesehen sein, dass am Getriebeteil 23 eine Markierung 27 ausgebildet ist, welche mit dem Abstandsensor 25 zusammenwirkt. Im vorlie genden Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist beispielsweise der Abstandsensor 25 in Form ei nes Lasersensors ausgebildet und die Markierung 27 in Form eines Reflektors zum Reflektie ren eines Laserstrahls 28 des Abstandsensors 25. Der Abstand 26 wird hierbei zwischen dem Abstandsensor 25 und der Oberfläche der Markierung 27 gemessen.

Insbesondere kann der Abstandsensor 25 derart am Planetenträger 15 angeordnet sein, dass der Laserstrahl 28 in tangentialer Richtung auf einen Drehmittelpunktdurchmesser wirkt an welchem die einzelnen Drehmittelpunkte 29 der Planetenradachse 14 angeordnet sind. Da auch die Hauptbelastungsrichtung 31 der Planetenradachsen 14 in Tangentialrichtung zum Drehmittelpunktdurchmesser verläuft, liegt der Laserstrahl 28 somit parallel zur Hauptbelas tungsrichtung 31 der Planetenradachsen 14. Somit kann der relevante Verschleiß in Hauptbe lastungsrichtung 31 ermittelt werden.

Weiters kann ein oder mehrere Dauermagneten 30 im Hohlrad 20 angeordnet sein, zu wel chem sich der Planetenträger 15 verdreht. Durch diese Dauermagneten 30 kann mittels Induk tion eine Energieversorgung der Abstandsensoren 25 erreicht werden. Weiters kann vorgese hen sein, dass die Abstandsensoren 25 mit einem kabellosen Signalübertragungsmittel ausge stattet sind, mittels welchem der gemessene Abstand zu einer Empfangsstelle übertragen wer den kann.

In einem ersten Ausführungsbeispiel kann, wie in Fig. 3 dargestellt, vorgesehen sein, dass für jede der Planetenradachsen 14 ein eigener Abstandsensor 25 ausgebildet ist. Somit kann der Verschleißzustand jeder der Planetenradachsen 14 zugeordneten Gleitlager 19 überwacht wer den.

In einem weiteren, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel, kann auch vorgesehen sein, dass nur ein Abstandsensor 25 ausgebildet ist, welcher die Verschiebung einer der Planetenradach sen 14 erfasst und dass davon ausgegangen wird, dass alle Gleitlager der Planetenradachsen 14 einem gleichen Verschleiß unterliegen. In einem weiteren, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel, kann vorgesehen sein, dass die Planetenräder 11 mittels der Gleitlager 19 relativ zu den Planetenradachsen 14 verdrehbar an diesen gelagert sind. Bei einem derartigen Ausführungsbeispiel kann der Abstandsensor 25 beispielsweise direkt die Position bzw. die Verschiebung des Planetenrades 11 erfassen.

Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle be merkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten dersel ben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausfüh rungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.

Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmals kombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispie len können für sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen wer den.

Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verste hen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe 1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.

Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert darge stellt wurden. Bezugszeichenaufstellung Windkraftanlage 31 Hauptbelastungsrichtung Turm

Gondel

Rotor

Rotorblatt

Generator

Windkraftanlagengetriebe

Netzanschluss

Sonnenrad

Welle

Planetenrad

Stimverzahnung Sonnenrad

Stimverzahnung Planetenrad

Planetenradachse

Planetenträger

erster Aufnahmeabschnitt

zweiter Aufnahmeabschnitt

Lagersitz

Gleitlager

Hohlrad

Innenverzahnung

Rotorwelle

Getriebeteil

Lagersitz

Abstandsensor

Abstand

Markierung

Laserstrahl

Drehmittelpunkt

Dauermagnet