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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR ALIGNING A SHAFT TRAIN OF A MACHINE INSTALLATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/096494
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for aligning a shaft train (2) of a machine installation (1), which is mounted by means of a plurality of bearings and which has a plurality of shaft train elements, which are permanently connected to each other, comprising the steps: a) fixedly arranging at least one sensor (21, 23) at a measurement position (25 to 28) associated with the sensor (21, 23) in order to measure flexing cycle tensions of the shaft train (2); b) measuring flexing cycle tension measurement values occurring during operation of the machine installation (1) by means of the at least one sensor (21, 23); c) calculating actual positions of the bearings of the shaft train (2) using the flexing cycle tension measurement values and anticipated flexing cycle tension values; d) comparing whether the actual position of a bearing in each case lies within at least one set of previously specified limit values which is associated with the bearing and within which the bearing is to be arranged; e) correcting the actual position of at least one of the bearings in each case if the actual position of the bearing lies outside of at least one of the limit values so that the new position of the bearing lies within the limit values.

Inventors:
EHEHALT, Ulrich (Tuchmachersteig 15, Essen, 45239, DE)
LANGER, Marcel (Ziethenstr. 25D, Oberhausen, 46149, DE)
PIEPER, Daniel (Essener Straße 73, Hattingen, 45529, DE)
Application Number:
EP2018/077465
Publication Date:
May 23, 2019
Filing Date:
October 09, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Werner-von-Siemens-Straße 1, München, 80333, DE)
International Classes:
G01H1/00; G01B7/31
Foreign References:
EP0557382A11993-09-01
US20130291657A12013-11-07
US20110149300A12011-06-23
EP2990609A12016-03-02
EP0557382A11993-09-01
US20130291657A12013-11-07
Other References:
BORGES JACQUES COUSTEAU S ET AL: "New Contactless Torque Sensor Based on the Hall Effect", IEEE SENSORS JOURNAL, IEEE SERVICE CENTER, NEW YORK, NY, US, vol. 17, no. 16, 15 August 2017 (2017-08-15), pages 5060 - 5067, XP011657428, ISSN: 1530-437X, [retrieved on 20170721], DOI: 10.1109/JSEN.2017.2723041
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Ausrichten eines Wellenstrangs (2) einer Maschinenanlage (1), der mittels mehrerer Lager gelagert ist und der mehrere miteinander fest verbundene Wellenstrangele mente aufweist, mit den Schritten:

a) Ortsfestes Anordnen von mindestens einem Sensor (21, 23) an einer dem Sensor (21, 23) zugeordneten Messposition (25 bis 28) zum Messen von Biegewechselspannungen des Wel lenstrangs (2);

b) Messen von im Betrieb der Maschinenanlage (1) auftretenden Biegewechselspannungs-Messwerten mithilfe des mindestens ei nen Sensors (21, 23);

c) Berechnen von tatsächlichen Positionen der Lager des Wel lenstrangs (2) unter Verwendung der Biegewechselspannungs- Messwerte und von Biegewechselspannungs-Erwartungswerten; d) Vergleichen, ob die tatsächlichen Positionen der Lager in nerhalb von mindestens einem vorher festgelegten dem jeweili gen Lager zugeordneten Grenzwert liegen, innerhalb dem das jeweilige Lager angeordnet sein soll;

e) Korrigieren der tatsächlichen Position von mindestens ei nem der Lager, wenn die jeweilige tatsächliche Position des jeweiligen Lagers außerhalb von mindestens einem der jeweili gen Grenzwerte liegt, sodass die jeweilige neue Position des Lagers innerhalb der jeweiligen Grenzwerte liegt,

wobei die Sensoren (21, 23) magnetostriktive Sensoren sind.

2. Verfahren zum Ausrichten des Wellenstrangs (2) gemäß An spruch 1,

wobei an einer der Messstellen (15 bis 20) mehrere Sensoren (21, 23) im Wesentlichen in einer Ebene des Wellenstrangs (2) in Umfangsrichtung um den Wellenstrang (2) angeordnet sind.

3. Verfahren zum Ausrichten des Wellenstrangs (2) gemäß ei nem der vorangehenden Ansprüche,

wobei die Sensoren (21, 23) an unterschiedlichen Axialpositi onen des Wellenstrangs (2) angeordnet sind.

4. Verfahren zum Ausrichten des Wellenstrangs (2) gemäß ei nem der vorangehenden Ansprüche,

wobei die Biegewechselspannung-Erwartungswerte mittels einer Finite Elemente Methode bestimmt werden.

5. Verfahren zum Ausrichten des Wellenstrangs (2) gemäß ei nem der vorangehenden Ansprüche,

wobei ein vorher festgelegtes Betriebsschema mit unterschied lichen Rotationsgeschwindigkeiten der Maschinenanlage (1) ab gefahren wird.

6. Verfahren zum Ausrichten des Wellenstrangs (2) gemäß ei nem der vorangehenden Ansprüche,

wobei in Schritt e) die Korrektur der jeweiligen Positionen der jeweiligen Lager im Betrieb der Maschinenlage automati siert erfolgt.

7. Verfahren zum Ausrichten des Wellenstrangs (2) gemäß ei nem der vorangehenden Ansprüche,

wobei in Schritt e) die Korrektur der Position von mindestens einem der Lager mittels der ermittelten Biegewechselspan- nungs-Messwerte automatisiert geregelt wird.

8. Verfahren zum Ausrichten des Wellenstrangs (2) gemäß ei nem der vorhergehenden Ansprüche mit dem Schritt:

aO) Grobkalibrieren der magnetostriktiven Sensoren (21, 23) an einer Welle, die mittels einer Prüfmaschine mit einer de finierten Spannung belastet wird.

9. Verfahren zum Ausrichten des Wellenstrangs (2) gemäß ei nem der vorhergehenden Ansprüche,

wobei die Maschinenanlage einen Generator aufweist, mit dem Schritt :

al) Feinkalibrieren der magnetostriktiven Sensoren (21, 23) beim Rotieren des Wellenstrangs (2) unter Heranziehen einer an einer der Messstellen (15 bis 20) bestimmten Spannung, die unter Heranziehen der vom Generator (3) abgegebenen Leistung bestimmt wird.

10. Verfahren zum Ausrichten des Wellenstrangs (2) gemäß ei nem der vorangehenden Ansprüche,

wobei die Maschinenanlage (1) mehrere thermische Strömungsma schinen (4 bis 6) aufweist.

11. Verfahren zum Ausrichten des Wellenstrangs (2) gemäß ei nem der vorangehenden Ansprüche,

wobei die Messstellen (15 bis 20) in einem frei liegenden Be reich des Wellenstrangs (2) und/oder im Bereich eines der Sensoren zugänglichen Abschnitts des Wellenstrangs (2) und/oder in einem Bereich eines rechnerisch bestimmten Span nungsmaximums angeordnet sind.

12. Verfahren zum Ausrichten des Wellenstrangs (2) gemäß ei nem der vorangehenden Ansprüche,

wobei die Messstellen (15 bis 20) im Bereich von Lagerstellen (7 bis 14) und/oder Kupplungen angeordnet sind.

13. Computerprogrammprodukt insbesondere digitales Speicher medium, mit ausführbaren Programminstruktionen zur Durchfüh rung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Patentan sprüche .

14. Vorrichtung (44) zum Ausrichten eines wellenmagen- tostriktiven Strangs (2) einer Maschinenanlage (1), mit min destens einem magnetostriktiven Sensor (21, 23), der ortsfest an einer ihm zugeordneten Position des Wellenstrangs (2), der mittels mehrerer Lager gelagert ist, an einer Messstelle (15 bis 20) angeordnet ist und eingerichtet ist Biegewechselspan- nungs-Messwerte des Wellenstrangs (2) im Betrieb aufzunehmen, einer Auswerteeinheit (42), die eingerichtet ist aus den auf genommenen Biegewechselspannungs-Messwerten mindestens eine Position eines der Lager des Wellenstrangs (2) zu errechnen und zusätzlich eingerichtet ist die tatsächliche Position des Lagers mit mindestens einem vorher festgelegten dem Lager zu geordneten Grenzwert zu vergleichen, und einer Korrekturvor richtung, die eingerichtet ist mindestens die tatsächliche Position eines der Lager zu korrigieren, insofern die jewei lige tatsächliche Position des jeweiligen Lagers außerhalb des jeweiligen mindestens einen Grenzwerts liegt, sodass die jeweilige neue Position des Lagers innerhalb des jeweiligen mindestens einen Grenzwerts liegt.

Description:
Beschreibung

Verfahren und Vorrichtung zum Ausrichten eines Wellenstrangs einer Maschinenanlage.

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Ausrichten eines Wellenstrangs einer Maschinenanlage.

Eine Maschinenanlage, wie beispielsweise ein Kraftwerk zur Erzeugung von Elektrizität, weist einen elektrischen Genera tor und mindestens eine Turbine auf, wobei die Turbine den Generator antreibt. Hierzu sind die Turbine und der Generator auf einem gemeinsamen Wellenstrang angeordnet. Es kann vor teilhaft sein entlang des Wellenstrangs mehrere Kupplungen vorzusehen, um einzelne Wellenstrangabschnitte miteinander zu kuppeln. Beispielhaft können an den Wellenstrangabschnitten unterschiedliche Komponenten der Maschinenanlage, wie bei spielsweise eine Hochdruckturbine, eine Mitteldruckturbine oder eine Niederdruckturbine, angeordnet sein.

Der Wellenstrang ist in der Maschinenanlage mittels mehrerer Lager gelagert. Zumeist weist einer der Wellenstrangabschnit te in den Bereichen seiner Längsenden jeweils eines der Lager auf. Die Wellenstrangabschnitte sind im Betrieb der Maschi nenanlage mittels der Kupplungen fest miteinander verbunden, wodurch der gesamte Wellenstrang statisch überbestimmt gela gert ist. Dies bewirkt, dass mittels einer Änderung einer La gerposition von einem der Lager in einer vertikalen Richtung und/oder in einer horizontalen Richtung die Lagerlasten und die Biegewechselspannungen beeinflussbar sind. Es kann Vor kommen, dass sich die Lagerposition im Laufe des Betriebs der Maschinenanlage verändert, wodurch sich auch die Lagerlasten der Lager und die Biegewechselspannungen des Wellenstrangs ändern. Aufgrund der Änderung der Lagerlasten können die La ger frühzeitig ausfallen, oder es kann zu Beschädigungen der Maschinenanlage kommen. Änderungen in den Biegewechselspan nungen können zu ungewollten Schwingungen bei verschiedenen Rotationsgeschwindigkeiten des Wellenstrangs führen. Diese Schwingungen können sich bis hin zum Totalausfall der Maschi nenanlage hochschaukeln.

Aufgrund dessen wird die Lagerposition der einzelnen Lager in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Überprüfung erfolgt herkömmlich mittels eines Entkuppelns der einzelnen Wel lenstrangabschnitte bei Stillstand des Wellenstrangs und ei nes Vermessens von sogenannten Klaffungen in Axialrichtung und von sogenannten Versätzen in Radialrichtung. Auf Basis der Klaffungsvermessung und Versatzvermessung kann mit einfa chen Rechnungen auf die Anordnung der Lager relativ zueinan der geschlossen werden. Aufbauend auf den Ergebnissen der Be rechnung wird anschließend eine physikalische Verschiebung der Lager vorgenommen. Diese Verfahren kann nur außerhalb des Betriebs des Wellenstrangs durchgeführt werden. Zudem ist das Öffnen der Kupplungen sehr zeitaufwändig und verringert dadurch die Verfügbarkeit der Maschinenanlage. Außerdem ist mit dem herkömmlichen Verfahren eine Überwachung der Lagerpo sitionen im Betrieb nicht möglich, wodurch eine mögliche Fehlstellung der Lager nur mittels einer planmäßigen Inspek tion der Lager oder mittels einer Erkennung von Betriebsprob lemen der Maschinenanlage erkannt werden kann.

Ein Verfahren zum Ausrichten eines Wellenstranges ist in der EP 0 557 382 Al offenbart. Allerdings ist in dieser Veröf fentlichung die Sensorik mit einem Rotor verklebt. Daher er folgt eine Datenübertragung von einem rotierenden in ein feststehendes System, was die Fehleranfälligkeit erhöht.

In der US 2013/291657 Al muss auf der Welle ein entsprechen des Material aufgebracht werden, wobei das Messprinzip auf dem Riesenmagnetowiderstand-Effekt (GMR) beruht. Außerdem werden in der US 2013/29165711 Torsionsgrößen und keine Bie gespannungen gemessen.

Aufgabe der Erfindung ist es daher ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, bei dem der Wellenstrang einfach ausgerichtet werden kann. Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 14.

Bevorzugte Ausführungsformen dazu sind in den weiteren Pa tentansprüchen angegeben.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Ausrichten eines Wel lenstrangs einer Maschinenanlage, der mittels mehrerer Lager gelagert ist und der mehrere miteinander fest verbundene Wel lenstrangelemente aufweist, weist folgende Schritte auf:

a) Ortsfestes Anordnen von mindestens einem magnetostriktiven Sensor an einer dem Sensor zugeordneten Messposition zum Mes sen von Biegewechselspannungen des Wellenstrangs; b) Messen von im Betrieb der Maschinenanlage auftretenden Biegewechsel- spannungs-Messwerten mithilfe des mindestens einen Sensors; c) Berechnen von tatsächlichen Positionen der Lager des Wel lenstrangs unter Verwendung der Biegewechselspannungs- Messwerte und von Biegewechselspannungs-Erwartungswerten; d) Vergleichen, ob die tatsächlichen Positionen der Lager inner halb von mindestens einem vorher festgelegten dem jeweiligen Lager zugeordneten Grenzwert liegen, innerhalb dem das jewei lige Lager angeordnet sein soll; e) Korrigieren der tatsäch lichen Position von mindestens einem der Lager, wenn die je weilige tatsächliche Position des jeweiligen Lagers außerhalb von mindestens einem der jeweiligen Grenzwerte liegt, sodass die jeweilige neue Position des Lagers innerhalb der jeweili gen Grenzwerte liegt.

Dadurch, dass die Biegewechselspannungs-Messwerte im Betrieb der Maschinenanlage aufgenommen werden und daraus die tat sächliche Positionen der Lager errechnet werden können, ist ein Öffnen von Kupplungen zwischen den Wellenstrangelementen nicht mehr notwendig, um die Position der Lager zu bestimmen. Die Erfassung der Biegewechselspannungs-Messwerte kann bei spielsweise zu einem gewünschten Zeitpunkt im Betrieb der Ma schinenanlage erfolgen und beeinträchtigt den Betrieb der Ma- schinenanlage nicht. Besteht beispielsweise Verdacht auf eine mögliche Fehlstellung eines der Lager des Wellenstrangs, kann die Erfassung der Biegewechselspannungen im Laufe des Be triebs erfolgen. Erhärtet sich der Verdacht aufgrund von ge wonnenen Erkenntnissen aus der Erfassung und dem Vergleich mit den Erwartungs-Biegewechselspannungen , kann die Korrektur der Position des Lagers vorgenommen werden. Die Korrektur kann beispielsweis bei der nächsten planmäßigen Wartung der Maschinenanlage durchgeführt werden. Hierzu können beispiels weis schon im Vorfeld der Wartung die benötigten Ersatzteile bestellt werden. Wird die Lagerposition herkömmlich bestimmt, kann erst bei der Wartung selbst auf mögliche Fehlstellungen reagiert werden. Das erfindungsgemäße Verfahren reduziert so mit den Zeitaufwand der Ausrichtung des Wellenstrangs erheb lich, wodurch der gesamte Betrieb der Maschinenanlage er leichtert ist und die Verfügbarkeit der Maschinenanlage er höht wird. Die Maschinenanlage kann beispielhaft eine Dampf turbine und/oder eine Gasturbine aufweisen.

Als Grenzwerte für die Lager können neben der Position der Lager auch Werte repräsentativ für statische Lagerspannungen, statische Lagerlasten oder dynamische Lagerspannungen und dy namische Lagerlasten herangezogen werden. Dadurch, dass der Sensor ortsfest angeordnet ist, können mittels des erfin dungsgemäßen Verfahrens sehr einfach statische Biegespannun gen und dynamische Biegespannungen ermittelt und ausgewertet werden. Beispielhaft kann aus den statischen Spannungen die Position der Lager vorteilhaft ermittelt werden und aus den dynamischen Spannungen das Biegeschwingverhalten vorteilhaft ermittelt werden.

Zudem ist es beispielhaft denkbar, dass das erfindungsgemäße Verfahren bei bestehenden Maschinenanlagen nachgerüstet wird. Die Sensoren benötigen relativ wenig Platz und sind ortsfest in der Nähe des Wellenstrangs angeordnet. Dies führt dazu, dass das Nachrüsten der Sensoren relativ einfach durchgeführt werden kann. Ebenso ist es möglich die Biegewechselspannungs- Erwartungswerte mittels eines Modells des betreffenden Turbi- nenstrangs bei ursprünglichen Lagerpositionen nachträglich zu errechnen. Folglich kann auch ein Vergleich zwischen den ge messenen Biegewechselspannungs-Messwerten und den Biegewech- selspannungs-Erwartungsmesswerten erfolgen, worauf anschlie ßend auf die tatsächliche Position der Lager zurückgeschlos sen werden kann. Bei bestehenden Maschinenanlagen lässt sich somit ohne großen Zeitaufwand und Kostenaufwand das erfin dungsgemäße Verfahren durchführen. Das Ausrichten des Wel lenstrangs ist dadurch auch bei der Nachrüstung einfach und kostengünstig durchführbar.

Vorteilhaft sind bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Sen soren ortsfest angeordnet, beispielhaft an dem Gehäuse des Wellenstrangs oder einem Lagergehäuse. Dadurch rotieren die Sensoren nicht mit dem Wellenstrang und sind nicht den Flieh kräften des Wellenstrangs ausgesetzt. Sensoren, wie beispiel haft Dehnmessstreifen, die üblicherweise an dem Wellenstrang angeordnet werden, rotieren mit dem Wellenstrang mit, wodurch sie dessen Fliehkräften ausgesetzt sind und sich von dem Wel lenstrang lösen können. Zudem sind Sensoren, die an dem Wel lenstrang angeordnet sind einem vorbeiströmenden Fluid und/oder einem Schmiermittel unmittelbar ausgesetzt. Das vor beiströmende Fluid und das Schmiermittel können die Sensoren negativ beeinflussen oder sogar beschädigen. Die Erfassung von Messwerten mit negativ beeinflussten oder beschädigten Sensoren ist ungenauer und kann die aus den Messwerten erfol gende Berechnung verfälschen. Sind allerdings die Sensoren, wie in der erfindungsgemäßen Ausführungsform, ortsfest ange ordnet, werden sie nicht durch die Rotation des Wellenstrangs beeinflusst und sind vergleichsweise gut vor dem vorbeiströ menden Fluid und dem Schmiermittel geschützt. Das Erfassen von Messwerten ist dadurch über eine längere Betriebszeit der Sensoren stabiler und genauer. Wodurch das Ausrichten des Wellenstrangs genauer und einfacher erfolgen kann.

Sind die Sensoren, beispielhaft Dehnmessstreifen, an dem Wel lenstrang angeordnet, erfolgt eine Übertragung der ermittel ten Messwerte beispielhaft mittels Schleifkontakte oder mit- tels einer Telemetrie. Die Schleifkontakte sind auf Dauer re lativ anfällig und die Telemetrie erfordert zusätzliche Bau elemente wie beispielsweise einen Sender und Empfänger, wobei der Sender ebenso an dem rotierenden Wellenstrang angeordnet werden muss. Somit sind weiter zusätzliche Bauelemente den harschen Bedingungen an dem Wellenstrang ausgesetzt. Sind je doch die Sensoren ortsfest beispielhaft an dem Gehäuse ange ordnet, kann die Übertragung der ermittelten Messwerte rela tiv einfach beispielsweise mittels Kabelübertragung erfolgen. Dadurch ist das erfindungsgemäße Verfahren zusätzlich einfach aufgebaut .

Die Biegewechselspannungs-Erwartungsmesswerte sind sogenannte Sollwerte, die beispielhaft mittels mathematischer Verfahren errechnet werden. Hierbei entspricht die Position der Lager des Wellenstrangs der bei einer Auslegung der Maschinenanlage festgelegten Position. Die Biegewechselspannungs-Messwerte sind sogenannte Istwerte, die mittels der Sensoren bestimmt werden. Hierbei entspricht die Position der Lager des Wel lenstrangs der tatsächlichen aktuellen Position der Lager.

Die Korrektur der Lagerposition kann beispielsweise bei einer planmäßigen Wartung der Maschinenanlage durchgeführt werden. Wird allerdings mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens festgestellt, dass die Position von mindestens einem Lager außerhalb der jeweiligen vorher festgelegten Grenzwerte liegt, kann eine Wartung gezielt erfolgen, um die Maschinen anlage vor einer größeren Beschädigung zu bewahren.

Die Sensoren sind magnetostriktive Sensoren. Einer der magne tostriktiven Sensoren erzeugt ein hochfrequentes Magnetfeld mittels einer Sendespule und durchflutet die Oberfläche des Wellenstrangs mit diesem Magnetfeld. Zudem weist der magne tostriktive Sensor eine oder mehrere Empfängerspulen auf, welche mit der Sendespule einen magnetischen Kreis bilden und zur Detektion von Biegespannungen speziell angeordnet sind. Mit der speziellen Anordnung der Sendespule und Empfängerspu len kann die magnetische Suszeptibilität an der Oberfläche des Wellenstrangs bestimmt werden. Weil aufgrund des Villari- Effektes die magnetische Suszeptibilität eines Körpers von seiner mechanischen Spannung abhängt, hängt auch das von der Empfangsspule ermittelte Signal von der mechanischen Spannung der Oberfläche des Wellenstrangs ab. Der magnetostriktive Sensor gibt beispielhaft ein analoges Ausgangssignal aus, das proportional zu der Biegespannung des Wellenstrangs ist. Wer den über die Zeit mehrere Ausgangssignale ausgegeben, die je weils proportional zu der Biegespannung des Wellenstrangs sind, lässt sich die daraus die Biegewechselspannung bestim men. Allerdings sollte dabei darauf geachtet werden, dass ei ne ausreichende Messpunktdichte oder ausreichende Abtastfre quenz vorhanden ist, beziehungsweise die Messung kontinuier lich erfolgt, damit bei hohen Rotationsgeschwindigkeiten eventuelle hohe Frequenzen der Biegewechselspannungen gemes sen werden können. Dadurch, dass das Ausgangssignal zu den Biegespannungen proportional ist, kann die anschließende Da tenverarbeitung einfach und schnell durchgeführt werden, wodurch das gesamte Verfahren einfach und schnell durchführ bar ist.

Zusätzlich ist denkbar, dass die gemessenen Spannungen mit tels eines Bandpassfilters gefiltert werden, der ein um die Eigenfrequenz herum angeordnetes Frequenzband passieren lässt und/oder dass eine Fourier Transformation, insbesondere eine Fast-Fourier-Transformation der ermittelten Spannungen durch geführt wird. Damit können die Spannungsamplituden unter schiedlicher Schwingungsmoden vorteilhaft einfach bestimmt werden .

Bevorzugt sind an einer der Messstellen mehrere Sensoren im Wesentlichen in einer Ebene des Wellenstrangs in Umfangsrich tung um den Wellenstrang angeordnet. Eine der Ebenen des Wel lenstrangs kann beispielsweise eine gedachte Ebene sein, die den Wellenstrang an einer bestimmten axialen Position, bei spielsweise an einer der Kupplungen oder an einem der Lager schneidet, sein. Vorteilhaft können jedoch an einer der Mess stellen mehrere Sensoren, beispielhaft zwei, drei oder vier Sensoren angeordnet sein. Vorteilhaft sind die Sensoren dabei mit demselben Abstand zu dem Wellenstrang und mit einem Win kel zueinander um den Wellenstrang angeordnet. Sind beispiel haft zwei oder vier Sensoren an einer der Messstellen ange ordnet, können sie vorteilhaft mit dem Winken von 90° zuei nander angeordnet sein. Dadurch, dass mehrere Sensoren an ei ner der Messstellen angeordnet sind, können die Spannungen an unterschiedlichen Positionen der Messstelle gleichzeitig er mittelt werden, wodurch eine genauere Berechnung der tatsäch lichen Biegewechselspannungen an der jeweiligen Messstelle ermöglicht ist. Dadurch kann die Ausrichtung des Wel

lenstrangs in zwei senkrecht zur Drehachse stehenden Richtun gen, beispielsweise in der vertikalen Raumrichtung und in der horizontalen Raumrichtung, genauer durchgeführt werden.

Bevorzugt sind die Sensoren an unterschiedlichen Axialpositi onen des Wellenstrangs angeordnet. Denkbar ist beispielhaft, dass der Wellenstrang an unterschiedlichen axialen Ebenen mehrere Messstellen aufweist, wodurch mehrere der Sensoren an verschiedenen axialen Positionen des Wellenstrangs angeordnet sind. Bevorzugte Positionen für Messstellen können hier eben so in der Nähe von den Kupplungen oder von den Lagern des Wellenstrangs sein. Dadurch, dass die Sensoren an unter schiedlichen Axialpositionen des Wellenstrangs angeordnet sind, lassen sich die auftretenden Biegewechselspannungen entlang des gesamten Wellenstrangs ermitteln. Dadurch kann die Ausrichtung des Wellenstrangs gezielter erfolgen, weshalb das Verfahren des Ausrichtens des Wellenstrangs insgesamt vereinfacht ist.

Bevorzugt werden die Biegewechselspannungs-Erwartungswerte mittels einer Finite Elemente Methode bestimmt. Die Finite Elemente Methode ist ein allgemeines bei unterschiedlichen physikalischen Aufgabenstellungen angewendetes numerisches Verfahren, mittels dem auch die Biegewechselspannungs- Erwartungswerte des Wellenstrangs relativ genau bei unter schiedlichen Betriebsbedingungen der Maschinenanlage errech net werden können. Dadurch, dass die Biegewechselspannungs- Erwartungswerte für unterschiedliche Betriebsbedingungen des Wellenstrangs relativ einfach und genaue bestimmt werden kön nen, können eben jene unterschiedlichen Betriebsbedingungen mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens analysiert werden. Worauf aufbauend die Ausrichtung des Wellenstrangs erfolgen kann. Dadurch ist eine ganzheitliche Analyse der Ausrichtung des Wellenstrangs ermöglicht. Die Biegewechselspannungs- Erwartungswerte können auch mittels anderer Methoden oder an derer numerischen Verfahren, wie beispielsweise mittels Fini te Differenzen oder Übertragungsmatrizen, bestimmt werden.

Bevorzugt wird ein vorher festgelegtes Betriebsschema mit un terschiedlichen Rotationsgeschwindigkeiten der Maschinenanla ge abgefahren. Beispielhaft kann das Betriebsschema ein An fahren der Maschinenanlage, ein Halten der Maschinenanlage bei einer bestimmten Drehzahl des Wellenstrangs, ein Be schleunigen des Wellenstrangs von einer niedrigeren Drehzahl auf eine höhere Drehzahl, ein Bremsen des Wellenstrangs von einer höheren Drehzahl auf eine niedrigere Drehzahl, oder ein Abfahren der Maschinenanlage beinhalten. Mittels des geziel ten Anfahrens von eventuell kritischen Rotationsgeschwindig keiten des Wellenstrangs der Maschinenanlage können Fehlstel lungen der Lager vorteilhaft erkannt werden. Denkbar ist auch, dass im normalen Betrieb der Maschinenanlage, wenn die Rotationsgeschwindigkeiten des Wellenstrangs kritische Rota tionsgeschwindigkeiten passiert das Erfassen von Biegewech- selspannungs-Erwartungsmesswerten erfolgen kann. Wodurch das Verfahren zum Ausrichten des Wellenstrangs in den normalen Betrieb der Maschinenanlage integriert werden kann. Dadurch ist das Verfahren zusätzlich einfacher durchführbar.

Vorteilhaft werden im Betriebsschema vorbestimmte Resonanz drehzahlen angefahren, da bei diesen Resonanzdrehzahlen be sonders große Spannungen zu erwarten sind und mittels einer Messung dieser Spannungen etwaige Abweichungen von den erwar teten Spannungen besonders vorteilhaft ermittelbar sind.

Grundsätzlich ist das Messen bei jeder Drehzahl des Wel lenstrangs durchführbar. Bevorzugt erfolgt in Schritt e) die Korrektur der jeweiligen Positionen der jeweiligen Lager im Betrieb der Maschinenlage automatisiert. Es ist beispielhaft denkbar, dass mindestens eines der Lager des Wellenstrangs eine mechanische Korrektur vorrichtung aufweist, die Steuerungsbefehle entgegennehmen kann und aufgrund der Befehle die Korrektur der Position der Lager vornehmen kann, sodass die Lager anschließend wieder innerhalb der vorher festgelegten Grenzwerte angeordnet sind. Denkbar ist beispielhaft, dass im Betrieb der Maschinenanlage mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens die Fehlstellung ei nes der Lager erkannt wird, die Maschinenanlage herunterge fahren wird und anschließend mittels der Korrekturvorrichtung die Position des entsprechenden Lagers korrigiert wird. Eben so ist es denkbar, dass die Korrektur während des Betriebs der Maschinenanlage erfolgt, insofern dies möglich ist. Ins gesamt ist dadurch das Verfahren zum Ausrichten des Wel lenstrangs sehr einfach und genau durchführbar und lässt sich sehr gut in den Betriebsablauf der Maschinenanlage integrie ren .

Bevorzugt wird in Schritt e) die Korrektur der Position von mindestens einem der Lager mittels der ermittelten Biegewech- selspannungs-Messwerte automatisiert geregelt. Denkbar ist beispielhaft, dass im Betrieb der Maschinenanlage in bestimm ten Intervallen automatisch Biegewechselspannungs-Messwerte aufgenommen werden, diese mit den Biegewechselspannungs- Erwartungsmesswerten automatisch verglichen werden und die daraus resultierende Korrektur der Position der Lager im Be trieb der Maschinenanlage automatisch erfolgt. Somit wird die Position der Lager im Betrieb automatisiert geregelt.

Dadurch, dass die Korrektur der Position von mindestens einem der Lager automatisiert geregelt wird, ist der Wellenstrangs während des gesamten Betriebs der Maschinenanlage vorteilhaft ausgerichtet. Die Regelung lässt sich ebenso einfach in den Betrieb der Maschinenanlage integrieren, wodurch das Ausrich ten des Wellenstrangs sehr einfach durchgeführt werden kann. Zudem erhöht eine Regelung der Ausrichtung des Wellenstrangs die Betriebssicherheit der Maschinenanlage.

Bevorzugt weist das Verfahren zum Ausrichten des Wel

lenstrangs zusätzlich den folgenden Schritt auf:

aO) Grobkalibrieren der magnetostriktiven Sensoren an einer Welle, die mittels einer Prüfmaschine mit einer definierten Spannung belastet wird. Denkbar ist beispielhaft, dass die Grobkalibrierung der magnetostriktiven Sensoren außerhalb der Maschinenanlage, beispielsweise am Herstellungsort der magne tostriktiven Sensoren erfolgt. Dadurch lässt sich der Aufwand an der Maschinenanlage reduzieren. Der Schritt aO) ist bevor zugt vor dem Schritt a) durchzuführen. Besonders bevorzugt weist das Verfahren zum Ausrichten des Wellenstrangs, wobei die Maschinenanlage einen Generator aufweist, zusätzlich den folgenden Schritt auf: al) Feinkalibrieren der magnetostrik tiven Sensoren beim Rotieren des Wellenstrangs unter Heran ziehen einer an einer der Messstellen bestimmten Spannung, die unter Heranziehen der vom Generator abgegebenen Leistung bestimmt wird. Von der vom Generator abgegebenen Leistung kann auf das anliegende Drehmoment zurückgeschlossen werden. Von dem Drehmoment kann auf die Spannungen zurückgeschlossen werden. Somit kann vorteilhaft das Feinkalibrieren der Senso ren am realen jeweiligen Wellenstrang beispielhaft auch im Betrieb des Wellenstrangs durchgeführt werden. Der Schritt al) ist bevorzugt nach dem Schritt a) und vor dem Schritt b) durchzuführen. Denkbar ist auch, dass das Feinkalibrieren der magnetostriktiven Sensoren unter Heranziehen einer berechne ten Leistung der Turbine erfolgt.

Bevorzugt weist die Maschinenanlage mehrere thermische Strö mungsmaschinen auf. An dem Wellenstrang der Maschinenanlage können beispielhaft eine Hochdruckturbine, eine Mitteldruck turbine oder eine Niederdruckturbine angeordnet sein. Denkbar ist auch, dass weitere Strömungsmaschinen an dem Wel

lenstrang, wie beispielsweise Gasturbinen, oder andere Bau elemente, wie beispielsweise Generatoren, angeordnet sind. Beispielhaft ist jede dieser Strömungsmaschinen an einem Wel- lenstrangabschnitt angeordnet, der wiederum mittels der Kupp lungen mit den anderen Wellenstrangabschnitten fest verbunden ist und dadurch den Wellenstrang bildet. Vorteilhaft wird je des der Lager des jeweiligen Wellenstrangabschnitts ausge richtet. Einer der Wellenstrangabschnitte kann beispielhaft ein Lager, zwei Lager, mehrere Lager oder kein Lager aufwei sen .

Bevorzugt sind die Messstellen in einem frei liegenden Be reich des Wellenstrangs und/oder im Bereich eines der Senso ren zugänglichen Abschnitts des Wellenstrangs und/oder in ei nem Bereich eines rechnerisch bestimmten Spannungsmaximums angeordnet. Dadurch, dass die Sensoren in dem frei liegenden Bereich des Wellenstrangs angeordnet werden, ist eine Montage der Sensoren vereinfacht. Besonders bei der Nachrüstung kön nen die Sensoren an den frei liegenden Bereichen des Wel lenstrangs angeordnet werden. Zudem ist es für die Wartung der Sensoren vorteilhaft, diese an zugänglichen Bereichen an zuordnen. Denkbar ist auch, dass die Messstellen im Bereich eines Lagergehäuses von einem der Wellenstrangabschnitte des Wellenstrangs angeordnet sind.

Bevorzugt sind die Messstellen im Bereich von Lagerstellen und/oder Kupplungen angeordnet. Die Sensoren werden bevorzugt im Bereich der Lager, der Kupplungen und/oder von Schaufelfü ßen angeordnet. Hierbei handelt es sich vorteilhaft um Posi tionen, die besonders gegen Spannungsschäden anfällig sind. Dadurch, dass die Sensoren an diesen Positionen angeordnet sind, lassen sich diese anfälligen Positionen vorteilhaft überwachen. Außerdem ist es denkbar, dass die Messstellen in Bereichen des Wellenstrangs angeordnet sind, an denen der Wellenstrang einen kleineren Durchmesser als in anderen Be reichen aufweist, wodurch die Messung besonders genau durch führbar ist, da in diesen Bereichen besonders hohe Spannungen auftreten .

Bevorzugt ist ein Computerprogrammprodukt insbesondere digi tales Speichermedium, mit ausführbaren Programminstruktionen zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehen den Patentansprüche vorgesehen.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist zum Ausrichten eines Wellenstrangs einer Maschinenanlage, der mittels mehrerer La ger gelagert ist, mindestens einen Sensor, der ortsfest an einer ihm zugeordneten Position des Wellenstrangs an einer Messstelle angeordnet ist und eingerichtet ist Biegewechsel- spannungs-Messwerte des Wellenstrangs im Betrieb aufzunehmen, eine Auswerteeinheit, die eingerichtet ist aus den aufgenom menen Biegewechselspannungs-Messwerten mindestens eine Posi tion eines der Lager des Wellenstrangs zu errechnen und zu sätzlich eingerichtet ist die tatsächliche Position des La gers mit mindestens einem vorher festgelegten dem Lager zuge ordneten Grenzwerten zu vergleichen, und eine Korrekturvor richtung auf, die eingerichtet ist mindestens die tatsächli che Position eines der Lager zu korrigieren, insofern die je weilige tatsächliche Position des jeweiligen Lagers außerhalb der jeweiligen Grenzwerte liegt, sodass die jeweilige neue Position des Lagers innerhalb der jeweiligen Grenzwerte liegt. Die Auswerteeinheit ist beispielhaft außerhalb des Wellenstrangs angeordnet und die Messwerte der Sensoren wer den via Kabel von den Sensoren an die Auswerteeinheit über tragen. Erkennt die Auswerteeinheit, dass die Position eines der Lager außerhalb der dem Lager zugeordneten Grenzwerte liegt, kann sie beispielhaft eine Warnung diesbezüglich an den zuständigen Betreiber ausgeben. Der Betreiber kann da raufhin die Korrekturvorrichtung ansteuern, die die Position des betreffenden Lagers korrigiert. Ebenso ist es denkbar, dass die Auswerteeinheit die Korrekturvorrichtung direkt an steuert, sobald die Auswerteeinheit eine Fehlstellung eines der Lager erkennt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann bei spielsweise ebenso nachgerüstet werden.

Im Folgenden werden anhand der beigefügten schematischen Zeichnungen das erfindungsgemäße Verfahren und die erfin dungsgemäße Vorrichtung näher erläutert. Die Figur 1 zeigt eine Seitenansicht eines Wellenstrangs.

Die Figur 2 zeigt eine Ausführungsform einer Anordnung von Sensoren an dem Wellenstrang.

Die Figur 3 zeigt ein Ablaufdiagramm für ein Bestimmen von Korrekturwerten .

Die Figur 4 zeigt ein Ablaufdiagramm für das erfindungsgemäße Verfahren .

Wie es aus der Figur 1 ersichtlich ist, weist der Wel lenstrang 2 einer Maschinenanlage 1 einen Generator 3, eine erste Strömungsmaschine 4, eine zweite Strömungsmaschine 5 und eine dritte Strömungsmaschine 6 auf. Dabei sind der Gene rator 3 und die Strömungsmaschinen 4, 5, 6 auf dem gemeinsa men Wellenstrang 2 angeordnet. Der Wellenstrang 2 kann bei spielhaft aus einer Mehrzahl von Wellenstrangelementen beste hen, die jedoch zumeist mittels Kupplungen fest miteinander verbunden sind und dadurch den Wellenstrang 2 bilden. Die erste Strömungsmaschine 4 und die zweite Strömungsmaschine 5 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel an den Längsenden des Wellenstrangs 2 angeordnet und der Generator 3 ist zwi schen der zweiten Strömungsmaschine 5 und der dritten Strö mungsmaschine 6 angeordnet, folglich ist die dritte Strö mungsmaschine 6 zwischen der ersten Strömungsmaschine 4 und dem Generator 3 angeordnet. Der Wellenstrang 2 weist eine erste Lagerstelle 7, eine zweite Lagerstelle 8, eine dritte Lagerstelle 9, eine vierte Lagerstelle 10, eine fünfte Lager stelle 11, eine sechste Lagerstelle 12, eine siebte Lager stelle 13 und eine achte Lagerstelle 14 auf. Zudem weist der Wellenstrang 2 eine erste Messstelle 15, eine zweite Mess stelle 16, eine dritte Messstelle 17, eine vierte Messstelle 18, eine fünfte Messstelle 19 und eine sechste Messstelle 20 auf, wobei die Messstellen 15 bis 20 jeweils an einer einer Messtechnik zugänglichen Position angeordnet sind. Es ist erkennbar, dass die Messstellen 15 bis 20 in der Nähe der Lagerstellen 8 bis 13 angeordnet sind. Dies ergibt sich einerseits daraus, dass an den Lagerstellen 8 bis 13 für die Messtechnik vorteilhaft zugängliche Messstellen 15 bis 20 einfach vorgesehen werden können und andererseits daraus, dass zumeist die Lagerstellen 8 bis 13 für Spannungen des Wellenstrangs 2 kritische Positionen darstellen.

Die Figur 2 zeigt einen Schnitt durch den in Figur 1 darge stellten Wellenstrang 2. Dabei ist der Wellenstrang 2 an ei ner der Messstellen 15 bis 20 geschnitten. In Figur 2 ist ei ne erste Messposition 25, eine zweite Messposition 26, eine dritte Messposition 27 und eine vierte Messposition 28 er sichtlich. Als Messposition ist eine spezielle Anordnung ei nes Sensors 21, 23 um den Wellenstrang 2 an einer Messstelle 15 bis 20 zu verstehen. Folglich können an einer Messstelle 15 bis 20 ein oder mehrere Sensoren 21, 23 um den Wel lenstrang 2 angeordnet werden. Im vorliegenden Ausführungs beispiel sind ein erster Sensor 21 mit einem ersten Kabel 22 und ein zweiter Sensor 23 mit einem zweiten Kabel 24 um den Wellenstrang 2 an der ersten Messposition 25 und an der zwei ten Messposition 26 angeordnet. Zusätzlich ist in Figur 2 ei ne Anordnung von zwei weiteren Sensoren an der dritten Mess position 27 und an der vierten Messposition 28 angedeutet. Alle vier Messpositionen 25 bis 28 sind in einem Winkel von 90 Grad zueinander angeordnet und weisen jeweils denselben Abstand zu dem Wellenstrang 2 auf. Denkbar ist auch, dass ein anderes Ausführungsbeispiel weniger oder mehr Messpositionen aufweist und die Messpositionen in einem anderen Winkel zuei nander angeordnet sind. Allerdings ist es für eine genaue Messung vorteilhaft, wenn mindestens zwei Messpositionen in einem Winkel von 90 Grad zueinander angeordnet sind. Zudem kann aus Redundanzgründen eine Mehrzahl von Sensoren an den Messstellen 15 bis 20 vorgesehen werden. Zudem zeigt die Fi gur 2 eine Auswerteeinheit 42, die einer Vorrichtung 44 zum Ausrichten des Wellenstrangs 2 zugeordnet ist. Die Auswer teeinheit 42 empfängt beispielhaft mittels einer drahtgebun denen oder drahlosen Datenübertragung die ermittelten Mess- werte der Sensoren 21, 23 und wertet diese Messwerte aus. Hierzu kann die Auswerteeinheit 42 Hard- und/oder Software komponenten aufweisen. Zudem kann die Auswerteeinheit bei spielhaft automatisiert oder mittels einer manuellen Eingabe Steuerungssignale an eine Korrekturvorrichtung ausgeben. Die Korrekturvorrichtung korrigiert daraufhin die Position der Lager. Die Korrekturvorrichtung ist im vorliegenden Ausfüh rungsbeispiel nicht dargestellt.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Sensoren magne tostriktive Sensoren 21, 23. Die magnetostriktiven Sensoren 21, 23 weisen eine Sendespule auf, mittels der ein Magnetfeld erzeugt wird. Die Oberfläche des Wellenstrangs 2 wird mit dem Magnetfeld durchflutet. Zudem weist der magnetostriktive Sen sor 21, 23 eine Empfängerspule oder mehrere Empfängerspulen auf, die in einem magnetischen Kreis gemeinsam mit der Sen despule und der durchfluteten Oberfläche des Wellenstrangs 2 so geeignet angeordnet sind, dass damit die magnetische Sus zeptibilität der Oberfläche des Wellenstrangs 2 bestimmt wer den kann. Aufgrund des Villari Effektes hängt die magnetische Suszeptibiliät des Wellenstrangs 2 von seiner mechanischen Spannung ab. Wird die vorhandene Biegespannung über einen Zeitraum erfasst, lässt sich daraus die Biegewechselspannung bestimmen. Das von dem magnetostriktiven Sensors 21, 23 aus gegebene Signal ist dabei proportional zur auftretenden Span nung. Aus der Figur 2 ist zudem ersichtlich, dass zwischen den magnetostriktiven Sensoren 21, 23 und dem Wellenstrang 2 ein Luftspalt angeordnet ist. Dadurch kann das erfindungsge mäße Verfahren mit dem magnetostriktiven Sensor 21, 23 berüh rungsfrei durchgeführt werden, weshalb der magnetostriktive Sensor 21, 23 ortsfest an einem Gehäuse des Wellenstrangs an geordnet werden kann.

Die Figur 3 zeigt ein Flussdiagramm oder Ablaufdiagramm für ein Bestimmen von Korrekturwerten. Dabei weist das Ablaufdia- gramm ein erstes Element 30, ein zweites Element 31, ein drittes Element 32, ein viertes Element 33, ein fünftes Ele ment 34 und ein sechstes Element 35 auf. Die einzelnen Ele- mente 30 bis 35 sind dabei mit einem ersten Pfeil 36, einem zweiten Pfeil 37, einem dritten Pfeil 38, einem vierten Pfeil 39, einem fünften Pfeil 40 und einem sechsten Pfeil 41 mitei nander verknüpft. Die einzelnen Elemente 30 bis 35 können für ihre nachfolgend beschriebenen Aufgaben/Funktionen jeweils Hard- und/oder Softwarekomponenten aufweisen. Das dargestell te Flussdiagramm stellt eine mögliche Herangehensweise dar, wie Korrekturwerte der Positionen der Lager identifiziert werden können .

Das Element 30 stellt die vom Sensor 21, 23 gemessenen aktu ellen Biegespannungen s an mindestens einer von den Messstel len 15 bis 20 bereit. Das Element 31 stellt die ursprünglich festgelegten Positionen, beispielhaft die vertikale Position und die horizontale Position, y 0 mindestens eines der Lager und das Element 32 Einflusskoeffizienten A oder A red bereit. Aus den ursprünglich festgelegten Positionen der Lager yo er mittelt das Element 33 die Biegespannungs-Erwartungswerte s 0 . Das Flussdiagramm zeigt dies mittels des Pfeils 39. Das Ele ment 34 bestimmt außerdem aus den aktuellen Biegespannungen s, den Biegespannungs-Erwartungswerten so und den Einflussko effizienten A oder A red die aktuelle Positionen der Lager y. Das Flussdiagramm stellt diese Entwicklung mittels der Pfeile 36, 40 und 38 dar. Vorteilhaft werden an allen Lagern des Wellenstrangs außer an zwei Lagern Korrekturen der Lagerposi tion vorgenommen.

Aus der aktuellen Position der Lager y bestimmt das Element 35 mittels der ursprünglich festgelegten Position der Lager yo die Korrektur der Position der Lager Ay. Im Flussdiagramm wird dies mittels der Pfeile 37 und 41 darstellt. Aus der Korrektur der Position der Lager Ay kann außerdem ein Stell signal oder eine Gruppe von Stellsignalen bestimmt werden zur Anpassung der jeweiligen Position des Lagers. Abweichend vom vorliegenden Ausführungsbeispiel kann die Reihenfolge der Schritte auch eine anderen sein. So kann z.B. die Reihenfolge einzelner Schritte vertauscht sein oder es können auch mehre re Schritte zeitgleich ausgeführt werden, soweit dies sinn- voll ist. Außerdem kann auch für mehrere Lager das Verfahren gleichzeitig oder sukzessiv angewandt werden.

Verschiedene Ansätze zur Bestimmung der Korrektur der Positi on der Lager Ay könnten wie folgt errechnet werden. Bei der Messung von Spannungen an M = N -2 Positionen

Ay = A _1 (s-so) . Bei der Messung von Spannungen an M > N - 2 Positionen Ay = (A T A) _1 A T (s-so ) . Bei der Messung von Spannun gen an M < N - 2 Positionen Ay = A red _1 (s - s 0 ) . Hierbei ent spricht M der Anzahl der Messstellen und N der Anzahl der La gerstellen. Neben den hier beschriebenen Ansätzen sind noch weitere Ansätze zur Bestimmung der Korrektur der Position der Lager Ay denkbar So kann die Ausrichtung des Wellenstranges 2 deutlich vereinfacht werden.

Die Figur 4 zeigt ein Ablaufdiagramm für das erfindungsgemäße Verfahren. Dabei wird in einem optionalen Schritt aO) eine Grobkalibrierung von den Sensoren 21, 23 an einer Welle, die mittels einer Prüfmaschine mit einer definierten Spannung be lastet wird, dargestellt. Die Grobkalibrierung kann beispiel haft außerhalb der Maschinenanlage erfolgen. Anschließend er folgt in einem Schritt a) ein ortsfestes Anordnen mindestens einer der Sensoren 21, 23 an dem Wellenstrang. Als nächstes erfolgt in einem optionalen Schritt al) eine Feinkalibrierung der Sensoren 21, 23. Anschließend werden in einem Schritt b) Biegewechselspannungs-Messwerte erfasst, worauf aufbauend in einem Schritt c) eine tatsächliche Position mindestens eines der Lager berechnet wird. Als nächstes wird in einem Schritt d) die tatsächliche Position der Lager mit vorher festgeleg ten Grenzwerten verglichen, worauf aufbauend in einem Schritt f) die tatsächliche Position von mindestens einem der Lager korrigiert wird, sodass eine jeweilige neue Position der La ger innerhalb der Grenzwerte liegt. Die Reihenfolge der Schritte kann auch vertauscht werden, zudem können weitere Schritte hinzugefügt werden oder einzelne Schritte in mehrere Schritte aufgeteilt werden. Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungs beispiele näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.