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Title:
METHOD AND DEVICE FOR ALIGNING WINDOW OR DOOR FRAMES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/207796
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for aligning window or door frames (3) in wall openings (2) by means of clamping wedges (4a, 4b) which are clamped between the frame (3) and the wall opening (2) to a greater or lesser depth parallel to the frame plane in order to hold the frame (3) in desired, in particular vertical, alignment in the wall opening (2), wherein the clamping wedges (4a, 4b) are each combined in pairs to form clamping wedge pairs (4) in that two clamping wedges (4a, 4b) with the same wedge angle bear against one another so as to be displaceable in opposite directions along their oblique wedge surfaces, whereas their outer base surfaces (4a', 4b') are intended to bear against a reveal of the wall opening (2) or against the opposite outer side of the frame (3), wherein the clamping wedges (4a, 4b) of a clamping wedge pair (4) are guided so as to be displaceable relative to one another in the displacement direction by means of guide strips and are secured against deflection in the transverse direction, and wherein the clamping wedges (4a, 4b) have projections (14a, 14b) protruding approximately transversely to their displacement direction and intended for introducing the displacement forces, and, with the clamping wedge pair (4) inserted between the frame (3) and wall opening (2), these projections (14a, 14b) can come to bear against an outer side of the frame (3). It is essential here that the projections (14a, 14b) have a stop (15a) which is dimensioned such that, when bearing against the outer side (3a) of the frame (3), it positions the clamping wedges (4a, 4b) without lateral overhang with respect to the frame outer side (3a) and that the projections (14a, 14b) are connected to their clamping wedges (4a, 4b) via predetermined breaking points (14a', 14b').

Inventors:
SEELAND, Denise (Augustastr. 8, Kronau, 76709, DE)
Application Number:
EP2017/063546
Publication Date:
December 07, 2017
Filing Date:
June 02, 2017
Export Citation:
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Assignee:
SEELAND, Denise (Augustastr. 8, Kronau, 76709, DE)
International Classes:
E06B1/60; E04F21/00
Domestic Patent References:
WO2005068762A12005-07-28
Foreign References:
DE19625162A11998-01-08
FR2846362A12004-04-30
US6155004A2000-12-05
Attorney, Agent or Firm:
URLICHS, Stefan et al. (Lemcke Brommer & Partner Patentanwälte Partnerschaft mbB, Siegfried-Kühn-Strasse 4, Karlsruhe, 76133, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Vorrichtung zur Ausrichtung von Fenster- oder Türrahmen (3) in Wandöffnungen (2) mittels Klemmkeilen (4a, 4b), die zwischen dem Rahmen (3) und der Wandöffnung (2) mehr oder weniger tief parallel zur Rahmen- Ebene verklemmt werden , um den Rahmen (3) in wunschgerechter, insbesondere lotrechter, Ausrichtung in der Wandöffnung (2) zu halten , wobei die Klemmkeile (4a, 4b) jeweils paarweise zu Klemmkeil-Paaren (4) kombiniert sind, indem zwei Klemmkeile (4a, 4b) mit gleichem Keilwinkel längs ihrer schrägen Keilflächen gegensinnig verschiebbar aneinanderliegen, wogegen ihre äußeren Grundflächen (4a', 4b') zur Anlage an einer Laibung der Wandöffnung (2) bzw. an der gegenüberliegenden Außenseite des Rahmens (3) bestimmt sind, wobei die Klemmkeile (4a, 4b) eines Klemmkeil-Paares (4) durch Führungsleisten in Verschieberichtung relativ zueinander verschiebbar geführt und gegen Ausweichen in Querrichtung gesichert sind, und wobei die Klemmkeile (4a, 4b) etwa quer zu ihrer Verschiebrichtung abstehende Auskragungen (14a, 14b) zum Einleiten der Verschiebekräfte aufweisen und diese Auskragungen (14a, 14b) bei zwischen Rahmen (3) und Wandöffnung (2) eingestecktem Klemmkeil-Paar (4) an einer Außenseite des Rahmens (3) in Anlage gelangen können , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Auskragungen (14a, 14b) einen Anschlag (1 5a) aufweisen , der so bemessen ist, dass er bei Anlage an der Außenseite (3a) des Rahmens (3) die Klemmkeile (4a, 4b) ohne seitlichen Ü berstand gegenüber der Rahmen-Außenseite (3a) positioniert und dass die Auskragungen ( 14a, 14b) über Sollbruchstellen (14a', 14b') mit ihren Klemmkeilen (4a, 4b) verbunden sind .

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Auskragungen (14a, 14b) an ihrem unteren Rand (1 6a) zumindest annähernd mit der an der Laibung anliegenden Grundfläche (4a') des Keils (4a) fluchten.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskragungen (14a, 14b) einen etwa in Verschieberichtung der Klemmkeile verlaufenden Fortsatz (1 7a) aufweisen.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (1 7a) zumindest überwiegend gegenüber seinem zugeordneten Klemmkeil (4a) distanziert ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Auskragungen (14a, 14b) jeweils durch kleine Zwischenstücke (14a', 14b') gegenüber ihrem Klemmkeil (4a, 4b) distanziert sind und dass diese Zwischenstücke (14a', 14b') als Sollbruchstellen fungieren .

6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmkeile (4a, 4b) lokale Vertiefungen (4a") aufweisen und dass in diesen Vertiefungen die Sollbruchstellen (14a') angeordnet sind .

7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollbruchstellen (14a', 14b') als Torsions-Bruchstellen ausgebildet sind.

8. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der eine

Klemmkeil (4a) eines Klemmkeil-Paares (4) an seiner Keilfläche zumindest einen Vorsprung (24a) aufweist, wogegen der andere Klemmkeil (4b) desselben Klemmkeil-Paares (4) an seiner Keilfläche eine mit dem Vorsprung korrespondierende, in Längsrichtung laufende Vertiefung (24b) aufweist.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (24a) und die Vertiefung (24b) einen Hintergriff aufweisen, insbesondere als Schwalbenschwanz-Führung ausgebildet sind .

1 0. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmkeile (4a, 4b) an ihrer Keilfläche zumindest lokale Aufrauhungen, insbesondere Querrippen (34a, 34b), aufweisen . 11 Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Klemmkeile (4a, 4b) mit unterschiedlicher Bauhöhe in einem Set kombiniert sind.

12. Verfahren zum Ausrichten von Fenster- oder Türrahmen (3) in Wandöffnungen (2) mittels der Vorrichtung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmkeil-Paar (4) in den Spalt zwischen der Wandöffnung (2) und dem Fenster- oder Türrahmen(3) eingeschoben wird bis zur Anlage der seitlichen Auskragungen (14a, 14b) an der Außenseite (3a) des Fensteroder Türrahmens (3), dass sodann die Klemmkeile (4a, 4b) so weit verschoben werden, dass der Rahmen (3) die gewünschte Position hat und dass nach der Montage des Rahmens (3) in seiner Wandöffnung (2) die seitlichen Auskragungen (14a, 14b) an ihren Sollbruchstellen (14a') abgebrochen, insbesondere abgedreht, werden.

Description:
Verfahren und Vorrichtung zum Ausrichten von Fenster- oder Türrahmen

Beschreibung

Die Erfindung betrifft primär eine Vorrichtung zur Ausrichtung von Fenster- oder Tü rrahmen in Wandöffnungen mittels Klemmkeilen, die zwischen dem Rahmen und der Wandöffnung mehr oder weniger tief parallel zur Rahmen-Ebene verklemmt werden , um den Rahmen in wunschgerechter, insbesondere lotrechter, Ausrichtung in der Wandöffnung zu halten , wobei die Klemmkeile jeweils paarweise zu Klemmkeil-Paaren kombiniert sind , indem zwei Klemmkeile mit gleichem Keilwinkel längs ihrer schrägen Keilflächen gegensinnig verschiebbar aneinander liegen, wogegen ihre äu ßeren Grundflächen zur Anlage an einer Lai- bung der Wandöffnung bzw. an der gegenüberliegenden Außenseite des Rahmens bestimmt sind , wobei die Klemmkeile eines Klemmkeil-Paares durch Führungsleisten in Verschieberichtung relativ zueinander verschiebbar geführt und gegen Ausweichen in Querrichtung gesichert sind, und wobei die Klemmkeile etwa quer zu ihrer Verschieberichtung abstehende Auskragungen zum Einleiten der Verschiebekräfte aufweisen und diese Auskragungen bei zwischen Rahmen und Wandöffnung eingestecktem Klemmkeil-Paar an einer Au ßenseite des Rahmens in Anlage gelangen können.

Eine derartige Vorrichtung ist durch die WO 2005/068762 A1 bekannt geworden . Dabei haben die seitlichen Auskragungen die Aufgabe, die beiden Klemmkeile gegeneinander zu verschieben.

Des Weiteren zeigt die genannte Vorveröffentlichung , dass die beiden Klemmkeile durch ein flexibles Band miteinander verbunden sein können . Dieses Band dient dazu, die Klemmkeile herauszuziehen , nachdem der Fenster- oder Türrahmen in seiner Wandöffnung stabil montiert worden ist.

Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, den Ausrichtvorgang mittels Klemmkeilen dahingehend zu verbessern, dass ein präzises Justieren des Rahmens gewährleistet ist. Auch soll auf ein Herausziehen der Klemmkeile nach dem Einbau des Rahmens verzichtet werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Auskragungen einen Anschlag aufweisen, der so bemessen ist, dass er bei Anlage an der Außenseite des Rahmens die Klemmkeile ohne seitlichen Überstand gegenüber der Rahmen-Außenseite positioniert, und dass die Auskragungen über Sollbruchstellen mit ihren Klemmkeilen verbunden sind .

Hierdurch ergibt sich zunächst der Vorteil, dass die Klemmkeile auf Grund der einen Anschlag aufweisenden Auskragungen passgenau in den Spalt zwischen Laibung und Rahmen eingeschoben werden können, denn bei Anlage des Anschlages an der Rahmen-Außenseite ist gewährleistet, dass die Klemmkeile gegenüber der Rahmen-Außenseite - im Gegensatz zu der WO 2005/068762 A1 - nicht mehr seitlich vorstehen, sondern völlig im Spalt verschwinden . Dadurch brauchen die Klemmkeile nach der Montage des Rahmens nicht entfernt zu wer den , und es entfällt das Ausfüllen der beim Herausziehen der Klemmkeile entstehenden Lücken mit Montageschaum o.a.. Die Keile verbleiben also nach der Montage im Spalt und dienen damit nicht nur als Montagehilfe sondern gleichzeitig als nachhaltige Verklotzung des Fensterrahmens in der Laibung und geben dem Rahmen somit zusätzliche Stabilität.

Des Weiteren bietet die Erfindung den Vorteil, dass die seitlichen Auskragungen , die zum gegensinnigen Verschieben der Klemmkeile notwendig sind , nach der Montage des Rahmens über ihre Sollbruchstellen schnell und einfach entfernt werden können . Es bleiben also keine vorstehenden Teile mehr übrig und der Spalt zwischen Laibung und Rahmen kann problemlos durch Abdeckleisten verschlossen werden.

In Weiterbildung der Erfindung empfiehlt es sich , dass der untere Rand der Aus kragungen zumindest annähernd mit der an der Laibung anliegenden Grundfläche des Keiles fluchtet. Dadurch erzielt man eine Abstützung des Keiles in Querrichtung, insbesondere gegenüber einem Kippen des Keiles um seine Längsachse. Dies ist vor allem dann relevant, wenn der Fensterrahmen keine breite Anlagefläche für den Keil bietet, insbesondere wenn er umlaufende Nuten aufweist oder wenn die Laibung nicht plan und eben ist.

Im Ergebnis gewährleisten die seitlichen Auskragungen somit nicht nur die exakte Einstecktiefe der Klemmkeile relativ zum Fenster- oder Türrahmen , sondern auch deren horizontale Ausrichtung in Querrichtung .

Da die Auskragungen erheblichen Kräften zur Verkeilung der Klemmkeile ausgesetzt sind, empfiehlt es sich, dass sie einen etwa in Verschieberichtung verlaufenden Fortsatz aufweisen und sich über diesen Fortsatz in Verschieberichtung am Keil abstützen . Vorzugsweise ist dieser Fortsatz zumindest überwiegend gegenüber seinem zugeordneten Klemmkeil mit minimalem Spiel distanziert, damit die erwünschte Sollbruchstelle zwischen Auskragung und Klemmkeil nicht beeinträchtigt wird.

Für die konstruktive Ausbildung der genannten Sollbruchstellen empfiehlt es sich , dass die Auskragungen nur durch kleine Zwischenstücke mit ihren Klemmkeilen verbunden , im übrigen aber gegenüber ihrem Klemmkeil distanziert sind , so dass diese Zwischenstücke als Sollbruchstellen fungieren .

Besonders zweckmäßig ist es in diesem Zusammenhang, wenn die Klemmkeile lokale Vertiefungen aufweisen und in diesen Vertiefungen die Sollbruchstellen angeordnet sind . Dadurch wird sichergestellt, dass nach dem Abbrechen der Auskragungen keine Materialstummel am Keil übrigbleiben, die gegenüber dem Rahmen vorstehen .

Eine besonders zweckmäßige Ausbildung der Sollbruchstellen besteht darin, dass sie auf Torsionsbruch ausgelegt werden . Dies bietet den Vorteil, dass beim Brechen der Sollbruchstellen nur Torsionskräfte auf die Klemmkeile einwirken, also keine Horizontalkräfte, durch welche die Klemmkeile eventuell aus ihrer Sollposition herausgeschoben werden könnten . Hinsichtlich der Führung der beiden Klemmkeile eines Klemmkeil-Paares empfiehlt es sich , dass der eine Klemmkeil an seiner Keilfläche zumindest einen Vorsprung aufweist, wogegen der andere Klemmkeil desselben Klemmkeil- Paares an seiner Keilfläche eine mit diesem Vorsprung korrespondierende, in Längsrichtung laufende Vertiefung aufweist. Besonders zweckmäßig ist es in diesem Zusammenhang, wenn der Vorsprung und die Vertiefung einen Hintergriff aufweisen , insbesondere als Schwalbenschwanz-Führung ausgebildet sind, weil die beiden Klemmkeile dann nicht mehr in Querrichtung auseinanderfallen können. Dieser Effekt kann auch dadurch verstärkt werden, dass der Hintergriff, insbesondere die Schwalbenschwanz-Führung mit enger Passung realisiert wird, die beiden Klemmkeile also quasi reibschlüssig zusammenhängen und auch in Längsrichtung nicht mehr auseinanderfallen.

Vorzugsweise ist die Führung an beiden Klemmkeilen beidseitig offen , also ohne Endanschlag ausgebildet, so dass die Keile über deren eigentliche Länge hinaus zusammengeschoben werden können. So kann der obere Keil über die Länge des unteren Keils hinaus weiter an diesen vorbeigeschoben werden. Dies ermöglicht einen wesentlich größeren Höhenausgleich, als wenn die Keile nur bis zu deren einfacher Länge zusammengeschoben würden .

Zweckmäßig werden mehrere unterschiedlich hohe Klemmkeil-Paare in einem Set zusammengefasst, da die Dicke des Spaltes zwischen Rahmen und Wandöffnung stark variieren kann.

Schließlich bietet sich die Möglichkeit, dass die Klemmkeile an ihrer Keilfläche zumindest lokale Aufrauhungen , insbesondere Querrippen , aufweisen . Sie können dadurch einen steileren Keilwinkel aufweisen , ohne dass ein gegenseitiges Verrutschen der Klemmkeile aufgrund hoher Querkräfte zu befürchten ist.

Vorteilhaft ist es außerdem, wenn die Klemmkeile eine Breite von nicht mehr als 2 cm, vorzugsweise von 1 cm oder weniger aufweisen . Sekundär betrifft die Erfindung auch die Verwendung des beschriebenen Klemmkeil-Paares zum Ausrichten von Glasscheiben innerhalb des Fensterrahmens. Die Anmelderin behält sich vor, hierauf gerichtete Schutzansprüche zu formulieren , wobei im Wesentlichen nur der Begriff „Wandöffnung" zu ersetzen ist durch„Tür- oder Fensterrahmen" und der Begriff „Rahmen" zu ersetzen ist durch den Begriff „Glasscheibe".

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und aus der Zeichnung; dabei zeigt:

Figur 1 einen Ausschnitt eines in einer Wandöffnung montierten

Fensterrahmens;

Figur 2 das Klemmkeil-Paar aus Figur 1 in vergrößerter Schrägansicht;

Figur 3a und 3b den einen Klemmkeil eines Klemmkeil-Paares in zwei verschiedenen Schrägansichten ;

Figur 4a und 4b den anderen Klemmkeil des gleichen Klemmkeil-Paares in zwei verschiedenen Schrägansichten , dabei in Fig. 4b von unten gesehen, und

Figur 5 einen Querschnitt durch einen Klemmkeil mit detaillierter

Darstellung seiner Sollbruchstelle.

In Figur 1 erkennt man eine Wand 1 mit einer Wandöffnung 2. In dieser Wandöffnung 2 ist mit dem üblichen Spalt ein Fensterrahmen 3 eingesetzt. Der Fens terrahmen 3 ist im Ausführungsbeispiel rechtwinklig ausgebildet. Selbstverständlich kommt die erfindungsgemäße Keil-Verklemmung aber auch bei Rahmen mit runder oder schräger Kontur zum Einsatz. Figur 1 zeigt die horizontale Ausrichtung an der Unterseite des Fensterrahmens 3, wobei hier nur ein Klemmkeil-Paar 4 dargestellt ist. Ein gleiches

Klemmkeil-Paar befindet sich auch unter dem rechten, nicht gezeigten Endbereich des Fensterrahmens 3.

Das Klemmkeil-Paar 4 besteht aus zwei Klemmkeilen 4a und 4b, die beide den gleichen Keilwinkel aufweisen und längs ihren schrägen Keilflächen aneinander- liegen , während ihre äußeren Grundflächen 4a' und 4b' horizontal verlaufen und an der Wandöffnung 2, genauer gesagt an deren Laibung einerseits bzw. an der Außenseite des Rahmens 3 andererseits anliegen. Die Klemmkeile 4a und 4b verlaufen in der Ebene des Rahmens und sind längs dieser Ebene verschiebbar.

Zur Nivellierung des Rahmens werden die Klemmkeile 4a und 4b und/oder die nicht dargestellten Klemmkeile unter dem rechten Ende des Fensterrahmens gegensinnig so verschoben, dass der Rahmen 3 an seiner Unterseite exakt horizontal ausgerichtet ist. Sodann erfolgt in entsprechender Weise die Ausrichtung an den anderen Seiten des Rahmens und die Fixierung im Mauerwerk durch Stellschrauben 5.

Man erkennt in Figur 1 , dass die beiden Klemmkeile 4a und 4b an ihrem dickeren Ende jeweils eine seitlich nach außen ragende Auskragung 14a bzw. 14b aufweisen. Diese beiden Auskragungen liegen außerhalb des Spaltes zwischen Wand und Fensterrahmen und sind daher bequem von außen zu erreichen . Sie erlauben es, die im Spalt steckenden Klemmkeile 4a und 4b bequem zu handhaben und die beiden Klemmkeile so weit zusammenzuschieben , dass das Klemmkeil-Paar den Rahmen 3 in der gewünschten Höhe trägt.

Weitere Einzelheiten der Klemmkeile ergeben sich aus den Figuren 2 bis 4. Man sieht dort insbesondere, dass der eine Klemmkeil - im Ausführungsbeispiel der untere Klemmkeil 4a - an seiner Keilfläche einen in Verschieberichtung, also in Längsrichtung, laufenden Vorsprung 24a, vergleiche insbesondere Figur 3a und 3b, aufweist. Dieser Vorsprung hat einen schwalbenschwanzförmigen Querschnitt und korrespondiert mit einer entsprechenden nutförmigen Vertiefung 24b in der Keilfläche des oberen Klemmkeiles 4b, vergleiche insbesondere Figur 4a und b. Die genannte nutförmige Vertiefung 24b läuft in Längsrichtung durch den Klemmkeil 4b durch und hat ebenfalls einen schwalbenschwanzförmigen Querschnitt, korrespondierend zu dem Vorsprung 24a. Dies bedeutet, dass der Vorsprung 24a bei zusammengeschobenen Klemmkeilen 4a und 4b die Vertiefung 24b hintergreift. Die Klemmkeile 4a und 4b stehen also im formschlüssigen Eingriff und können nur in Längsrichtung relativ zueinander verschoben werden. Damit sie beim Transport und bei der Montage nicht auseinanderrutschen , kann eine relativ enge Passung zwischen dem Vorsprung 24a und der Vertiefung 24b gewählt werden, sodass geringfügige Reibungskräfte überwunden werden müssen, um die Klemmkeile relativ zueinander zu verschieben .

Wie die Figuren 3a und 3b au ßerdem zeigen , flacht sich der Vorsprung 24a zum dickeren Ende des Klemmkeiles hin ab. Diese Abflachung 24a' dient zur Min imierung der Bauhöhe des Klemmkeil-Paares, wenn die Klemmkeile auseinandergefahren werden.

Schließlich zeigen die Figuren 3b und 4b, dass die Keilflächen der Klemmkeile eine Riffelung 34a bzw. 34b quer zur Verschieberichtung der Klemmkeile aufweisen. Diese Riffelung verhindert ein unbeabsichtigtes Verrutschen der Klemmkeile während des Ausrichtens und der Montage des Rahmens, insbesondere, wenn die Befestigungsschraube 5 durch das Klemmkeil-Paar hindurchgebohrt wird .

Nach erfolgter Montage des Rahmens werden die seitlichen Auskragungen 14a und 14b nicht mehr benötigt und können von ihrem jeweiligen Klemmkeil abgenommen werden. Zweckmäßig sind hierfür Sollbruchstellen 14a' vorgesehen , die in Verschieberichtung ausreichende Steifigkeit haben , in anderen Richtungen, insbesondere bei Torsion, aber leicht nachgeben. Insbesondere ist ein Abdrehen der Auskragungen 14a und 14b möglich .

Wie die Figuren 3a und 3b zeigen, sind die Auskragungen 14a über schmale Zwischenstücke 14a' mit ihren Klemmkeil 14 verbunden. Diese Zwischenstücke bewirken eine Distanzierung der Auskragung 14a gegenüber ihrem Klemmkeil. Dadurch können die Auskragungen als Anschlag dienen, wenn das Klemmkeil- Paar senkrecht zum Rahmen in den Spalt zwischen Rahmen und Wandöffnung eingeschoben wird . Außerdem können die Zwischenstücke 14a' als Sollbruchstelle fungieren .

Außerdem erkennt man in den Figuren 3b und 4a, dass die seitlichen Auskragungen 14a und 14b jeweils einen in Verschieberichtung verlaufenden Fortsatz 1 7a bzw. 1 7b aufweisen. Dieser Fortsatz ist zweckmäßig nicht direkt mit seinem zugehörigen Klemmkeil 4a bzw. 4b verbunden, sondern nur mit seiner Auskragung. Auf diese Weise erlauben die Fortsätze 1 7a und 1 7b die Einleitung der erforderlichen Kräfte zum Verschieben der Klemmkeile, ohne das spätere Abbrechen , insbesondere Abdrehen, der Auskragungen von ihren Klemmkeilen zu erschweren .

Nach dem Abbrechen der Auskragungen 14a und 14b liegen beide Klemmkeile 4a und 4b vollständig innerhalb des Spaltes zwischen Rahmen und Laibung und behindern in keiner Weise das anschließende Ausschäumen, Verfugen und Anbringen einer Abdeckleiste

Figur 5 zeigt einen Vertikalschnitt durch den unteren Klemmkeil 4a zur Verdeutlichung der zwischen ihm und seiner Auskragung 14a angeordneten Sollbruchstelle 14a'.

Man sieht, dass die Sollbruchstelle 14a' gegenüber den Figuren 2 und 3 zu einem kleinen Halsstück abgemagert worden ist und dass der Klemmkeil 4a im Bereich der Sollbruchstelle einen Rücksprung, also eine Vertiefung 4a" aufweist. Des Weiteren erkennt man, dass das Halsstück seinen geringsten Materialquerschnitt in dieser Vertiefung hat, so dass dort der Bruch erfolgt. Dadurch gibt es nach dem Abbrechen der seitlichen Auskragungen 14a bzw. 14b keine seitlich vorstehenden Teile mehr am Klemmkörper-Paar und die Fuge zwischen dem Mauerwerk und dem Fenster- oder Türrahmen kann sauber mit einer Abdeckleiste verschlossen werden. Wesentlich ist noch , dass das Halsstück 14a' einen etwa stummeiförmigen Querschnitt aufweist. Dadurch kann die Sollbruchstelle durch Torsion der Auskragung 14a um eine das Halsstück 14a' horizontal durchquerende Drehachse gelöst werden . Diese Ausbildung der Sollbruchstelle als Torsions-Bruchstelle hat den Vorteil, dass beim Abbrechen der seitlichen Auskragungen keine Kräfte in Verschieberichtung auf die Klemmkeile ausgeübt werden . Dies wird noch dadurch begünstigt, dass das Halsstück 14a' die einzige stoffschlüssige Verbindung zwischen Klemmkeil und Auskragung ist und dass ansonsten die Auskragung gegenüber dem Klemmkeil leicht distanziert ist.

Des Weiteren erkennt man in Figur 5, dass die Auskragung 14a an ihrer dem Klemmkeil zugewandten Seite einen Anschlag 1 5a aufweist. Dieser ist so positioniert, dass er beim Einstecken des Keilsystems in den Spalt zwischen Fensteroder Türrahmen einerseits und der Laibung andererseits in Anlage gelangt mit dem Tür- oder Fensterrahmen. Dadurch, dass dieser Anschlag 1 5a etwa mit der Au ßenseite seines zugehörigen Klemmkeils fluchtet, vorzugsweise sogar leicht nach außen versetzt ist, stellt der Anschlag sicher, dass die Klemmkeile vollständig in den genannten Spalt eingeschoben werden, also keinen seitlichen Überstand gegenüber der Rahmen-Außenseite bilden . Der Anschlag 1 5a ist somit eine wesentliche Positionierungshilfe beim Einbauen des Keilsystems.

Schließlich verdeutlicht Figur 5, dass die Auskragung an ihrem unteren Rand 1 6a mit der Grundfläche 4a' ihres zugeordneten Klemmkeils 4a etwa fluchtet, zumindest nicht nach unten übersteht. Dadurch kann der untere Rand 16a ebenfalls zur Stabilisierung des Keilsystems beim Einbau beitragen .

Im Ergebnis führt die Erfindung also zu einer bedeutenden Erleichterung des Ausrichtens bei hoher Genauigkeit. Außerdem können die Klemmkeile aufgrund ihrer kippsicheren Abstützung über die seitlichen Auskragungen sehr schmal gebaut werden; sie sind dadurch besonders gut zur Montage mit Kompribändern geeignet. Zur Montage mit Dichtungen aus Kompriband ist es darüber hinaus zweckmäßig , dass die Klemmkeile eine maximale Breite von 2 cm, vorzugsweise von maximal 1 cm aufweisen. Somit kommen die Klemmkeile lediglich im vorderen Bereich des Fensterrahmens in Anlage und befinden sich damit vor der Kompriband- Dichtung, die zwischen Fensterrahmen und Laibung verlegt ist.