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Title:
METHOD AND DEVICE FOR APPLYING COLOR IN THE FIELD OF DENTAL TECHNOLOGY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/082081
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for applying color in the field of dental technology, the method comprising the steps: generating scan data by means of detecting the dental prosthesis (1) using a scanner (3); computing an image of the dental prosthesis (1) from the scan data by means of a computing unit; displaying the image by means of a display device (11), wherein the image is displayed as colored with a tooth color; receiving a user input by means of the computing unit; in response to the user input: a) applying the tooth color by means of a color application device (5) onto the dental prosthesis (1) or onto a carrier foil (2) for the dental prosthesis (1), or b) displaying the image by means of a display device (11), wherein the image is displayed as colored with a different tooth color, and receiving a further user input, wherein in response to the further user input, an application of the altered tooth color by means of a color application device (5) onto the dental prosthesis (1), or onto the carrier foil (2) for the dental prosthesis (1) takes place.

Inventors:
MILLER, Knut (Gewerbeweg 29, Schaanwald, FL-9486, LI)
Application Number:
EP2014/003285
Publication Date:
June 11, 2015
Filing Date:
December 08, 2014
Export Citation:
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Assignee:
PATIO-K AG (Gewerbeweg 29, Schaanwald, FL-9486, LI)
International Classes:
A61C13/00; A61C5/77; A61C13/08
Domestic Patent References:
WO2009097288A12009-08-06
WO2013095968A12013-06-27
Foreign References:
US20050170315A12005-08-04
US20050074721A12005-04-07
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
KUNZ, Herbert (Olswang Germany LLP, Rosental 4, München, 80331, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Farbauftrag im Zahntechnikbereich aufweisend die Schritte

- Generieren von Scan-Daten mittels Erfassens des Zahnersatzes (1) mittels eines Scanners (3),

- Berechnen einer Abbildung des Zahnersatzes (1) aus den Scan-Daten mittels einer Recheneinheit (9),

- Darstellen der Abbildung mittels einer Anzeigeeinrichtung (11 ), wobei die Abbildung mit einer Zahnfarbe eingefärbt dargestellt wird,

- Empfangen einer Benutzereingabe mittels der Recheneinheit (9),

- in Antwort auf die Benutzereingabe:

a) Aufbringen der Zahnfarbe mittels einer Farbauftragseinrichtung (5) auf den Zahnersatz (1) oder auf eine Trägerfolie (2) für den Zahnersatz (1) oder

b) Darstellen der Abbildung mittels einer Anzeigeeinrichtung (11), wobei die Abbildung mit einer geänderten Zahnfarbe eingefärbt dargestellt wird und Empfangen einer weiteren Benutzereingabe, wobei in Antwort auf die weitere Benutzungseingabe, ein Aufbringen der geänderten Zahnfarbe mittels einer Farbauftragseinrichtung (5) auf den Zahnersatz (1) oder auf eine Trägerfolie (2) für den Zahnersatz (1) erfolgt.

2. Verfahren gemäß Anspruch 1 , wobei in Antwort auf eine zusätzliche

Benutzereingabe die Zahnfarbe mittels der Farbauftragseinrichtung (5) entlang einem definierten Bereich auf den Zahnersatz (1) oder auf die Trägerfolie (2) für den Zahnersatz (1) gesprüht oder aufgedruckt wird.

3. Verfahren gemäß einem der vorherigen Ansprüche, ferner aufweisend den folgenden Schritt: - Ermitteln einer Zahnfarbe für einen Zahnersatz (1) mittels eines

Farbmessgerätes (4) oder mittels eines Zahnfarbschlüssels für das Darstellen der Abbildung.

4. Verfahren gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Trägerfolie (2), ausgehend von den Scan-Daten, mittels einer Stanz- oder

Schneidvorrichtung aus einer Folie hergestellt wird.

5. Verfahren gemäß einem der vorherigen Ansprüche, ferner aufweisend den folgenden Schritt:

- Positionieren des Zahnersatzes (1 ) oder der Trägerfolie (2) mittels einer Positioniereinrichtung (6).

6. Verfahren gemäß einem der vorherigen Ansprüche, ferner aufweisend

einen der folgenden Schritte:

- Fixieren der direkt auf den Zahnersatz (1 ) aufgebrachten Zahnfarbe mittels eines Brennvorgangs oder mittels eines

Polymerisationsverfahrens,

- Fixieren der auf der Trägerfolie (2) aufgebrachten Zahnfarbe auf dem Zahnersatz (1) mittels eines Brennvorgangs oder

- Fixieren der auf der Trägerfolie (2) aufgebrachten Zahnfarbe auf dem Zahnersatz (1 ) mittels eines Polymerisationsverfahrens.

7. Vorrichtung (10) zum Farbauftrag für den Zahntechnikbereich aufweisend

- einen Scanner (3), der ausgelegt ist, Scan-Daten mittels Erfassens

eines Zahnersatzes (1) zu generieren,

- eine Recheneinheit (9), die ausgelegt ist, eine Abbildung des

Zahnersatzes (1 ) aus den Scan-Daten zu berechnen,

- eine Anzeigeeinrichtung ( 1), die ausgelegt ist, die Abbildung

darzustellen, wobei die Abbildung mit einer Zahnfarbe eingefärbt dargestellt wird, wobei die Recheneinheit (9) ferner ausgelegt ist, eine Benutzereingabe zu empfangen, wobei in Antwort auf die Benutzereingabe

a) mittels einer Farbauftragseinrichtung (5) die Zahnfarbe auf den

Zahnersatz (1) oder auf eine Trägerfolie (2) für den Zahnersatz (1) aufbringbar ist oder

b) die Anzeigeeinrichtung (11) ausgelegt ist, die Abbildung darzustellen, wobei die Abbildung mit einer geänderten Zahnfarbe eingefärbt dargestellt wird, wobei in Antwort auf eine weitere

Benutzungseingabe mittels einer Farbauftragseinrichtung (5) die Zahnfarbe auf den Zahnersatz (1) oder auf eine Trägerfolie (2) für den Zahnersatz (1) aufbringbar ist.

8. Vorrichtung (10) gemäß Anspruch 7, wobei die Vorrichtung (10) ferner eine Positioniereinrichtung (6) aufweist, die ausgelegt ist, den Zahnersatz (1) oder die Trägerfolie (2) zu positionieren.

9. Vorrichtung (10) gemäß einem der Ansprüche 7 bis 8, wobei der

Zahnersatz (1) eine Brücke, eine Zahnkrone, ein Implantat, eine Prothese, eine prothetische Versorgung oder ein Veneer ist.

10. Vorrichtung (10) gemäß einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei der

Zahnersatz (1) eine Keramik ist oder aus einem hochfesten Kunststoff besteht.

11. Vorrichtung (10) gemäß einem der Ansprüche 7 bis 8, wobei die Trägerfolie (2) eine auf den Zahnersatz applizierbare Folie ist.

12. Vorrichtung (10) gemäß einem der Ansprüche 7 bis 8 und 11 , wobei eine Stanz- oder Schneidvorrichtung vorgesehen ist, die ausgelegt ist, die

Trägerfolie (2) ausgehend von den Scan-Daten herzustellen.

Description:
Verfahren und Vorrichtung zum Farbauftrag im Zahntechnikbereich

Die Erfindung befasst sich mit einem Verfahren und einer Vorrichtung zum

Farbauftrag im Zahntechnikbereich.

Im Stand der Technik gibt es unterschiedliche Verfahren und Vorrichtungen um Zahnersatz, wie bspw. Keramiken, einzufärben. In der Dentalmedizin ist neben den mechanischen Eigenschaften auch die Ästhetik von entscheidender

Relevanz.

Durch ein visuelles Erfassen oder durch ein Selektieren anhand standardisierter Zahnfarbschlüssel oder mittels elektronischer Farberfassung, wie

Farbmessgeräte, kann für zahntechnische Restaurationen die individuelle

Zahnfarbe des Patienten ermittelt werden. Diese individuelle Zahnfarbe wird dann auf den Zahnersatz meist manuell, mittels eines Pinsels oder eines

Modellierinstruments, aufgebracht.

Ein individuelles Einfärben, bei dem ein exaktes Applizieren einer gewünschten Zahnfarbe erfolgt, ist mit den bekannten Verfahren aber nicht möglich.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Farbauftrag im Zahntechnikbereich vorzusehen, bei dem die Nachteile aus dem Stand der Technik überwunden werden.

Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zum Farbauftrag im

Zahntechnikbereich gemäß Anspruch 1.

Weiterhin wird diese Aufgabe gelöst durch eine Vorrichtung zum Farbauftrag im Zahntechnikbereich gemäß Anspruch 7. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zum Farbauftrag im

Zahntechnikbereich vorgesehen, aufweisend die Schritte

- Generieren von Scan-Daten mittels Erfassens des Zahnersatzes mittels eines Scanners,

- Berechnen einer Abbildung des Zahnersatzes aus den Scan-Daten mittels einer Recheneinheit,

- Darstellen der Abbildung mittels einer Anzeigeeinrichtung, wobei die Abbildung mit einer Zahnfarbe eingefärbt dargestellt wird,

- Empfangen einer Benutzereingabe mittels der Recheneinheit,

- in Antwort auf die Benutzereingabe:

a) Aufbringen der Zahnfarbe mittels einer Farbauftragseinrichtung auf den

Zahnersatz oder auf eine Trägerfolie für den Zahnersatz oder

b) Darstellen der Abbildung mittels der Anzeigeeinrichtung, wobei die Abbildung mit einer geänderten Zahnfarbe eingefärbt dargestellt wird und Empfangen einer weiteren Benutzereingabe, wobei in Antwort auf die weitere Benutzungseingabe, ein Aufbringen der geänderten Zahnfarbe mittels einer Farbauftragseinrichtung auf den Zahnersatz oder auf eine Trägerfolie für den Zahnersatz erfolgt.

Bevorzugt ist der Scanner ein 3D-Scanner. Mittels des 3D-Scanners werden Scan-Daten generiert. Im Rahmen eines 3D-Scannvorganges werden die räumlichen Abmessungen für den Zahnersatz an einem Zahnmodell,

Zahnsegment oder an natürlichen Zähnen direkt am Patienten ermittelt.

Vorzugsweise basieren die Scan-Daten auf einer präparierten klinischen Situation im Mund eines Patienten.

Bevorzugt ist die Recheneinheit ein Rechner (Personal Computer). Bevorzugt ist die Anzeigeeinrichtung, eine digitale Anzeigeeinrichtung, besonders bevorzugt ein Bildschirm eines Rechners (PC). Bevorzugt wird dabei die Zahnfarbe mittels eines CAD-Softwareprogramms visuell auf einem digitalen 3D-Zahnersatz dargestellt.

Bevorzugt erfolgt die Benutzereingabe durch eine entsprechende Eingabe am Rechner. Eine Eingabe kann lauten:„Ja" mit der Folge, dass ein Aufbringen der Zahnfarbe mittels einer Farbauftragseinrichtung auf den Zahnersatz oder auf eine Trägerfolie für den Zahnersatz erfolgen soll".

Das Empfangen der Benutzereingabe mittels der Recheneinheit löst eine entsprechende Antwort auf die getätigte Benutzereingabe aus.

Bevorzugt kann mittels des CAD-Softwareprogramms die ermittelte Zahnfarbe in ihrer Position und Farbgebung auf dem Zahnersatz oder der Trägerfolie jederzeit noch über die Anzeigeeinrichtung nachkorrigiert und verändert werden.

Damit ist es möglich, eine gänzlich andere Farbe auszuwählen und auf dem

Zahnersatz oder der Trägerfolie für den Zahnersatz zu platzieren.

Eine Eingabe kann dann alternativ lauten:„Nein" mit der Folge, dass ein

Darstellen der Abbildung, wobei die Abbildung mit einer geänderten Zahnfarbe eingefärbt dargestellt wird erfolgt und dass ein Empfangen einer weiteren

Benutzereingabe erfolgt. Dabei erfolgt die weitere Benutzereingabe wieder durch eine entsprechende Eingabe am Rechner. Eine Eingabe kann dann lauten:„Ja" mit der Folge, dass ein Aufbringen der geänderten Zahnfarbe mittels einer

Farbauftragseinrichtung auf den Zahnersatz oder auf eine Trägerfolie für den Zahnersatz erfolgen soll".

Falls eine Eingabe wieder„Nein" lauten würde, wird das Procedere, wie gerade beschrieben, nochmals wiederholt.

Damit wird ein individuelles Einfärben des Zahnersatzes oder einer Folie für den Zahnersatz bereitgestellt. Besonders bevorzugt ist die Farbauftragseinrichtung eine Sprühvorrichtung mit Düsen. Vorzugsweise sind die Düsen einzeln ansteuerbar, um einen gezielten Farbauftrag zu ermöglichen. Eine Positionierung der Düsen wird mittels eines Softwareprogramms entsprechend der Oberflächenstruktur des Zahnersatzes eingestellt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird in Antwort auf eine zusätzliche Benutzereingabe wird die Zahnfarbe mittels der

Farbauftragseinrichtung entlang einem definierten Bereich auf den Zahnersatz oder auf die Trägerfolie für den Zahnersatz gesprüht oder aufgedruckt.

Bevorzugt erfolgt die Antwort auf eine zusätzliche Benutzereingabe nach dem Schritt a) oder b).

Ausgehend von der Form bzw. der Oberflächenstruktur des Zahnersatzes ist es möglich, die Farbe lagerichtig zu applizieren.

Bevorzugt lässt sich so auch ein changierender Farbauftrag auf den Zahnersatz bewerkstelligen.

Auf diese Weise ist ein individuelles Einfärben mit einem exakten Applizieren einer gewünschten Zahnfarbe ausführbar.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Verfahren ferner den folgenden Schritt auf:

- Ermitteln einer Zahnfarbe für einen Zahnersatz mittels eines Farbmessgerätes oder mittels eines Zahnfarbschlüssels für das farbliche Darstellen der Abbildung.

Dabei lässt sich durch visuelles Erfassen oder Selektieren anhand von

standardisierter Zahnfarbschlüsseln oder mittels elektronischer Farbmessgeräte die individuelle Zahnfarbe des Patienten ermittelt. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Trägerfolie, ausgehend von den Scan-Daten, mittels einer Stanz- oder Schneidvorrichtung aus einer Folie hergestellt.

Damit kann die Form der Folie exakt berechnet werden und entsprechend an die gewünschte Zahnform oder Prothese des Zahnersatzes angepasst werden.

Bevorzugt wird die Trägerfolie aus der Folie gestanzt, geschnitten oder gepresst.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Verfahren ferner den folgenden Schritt auf.

- Positionieren des Zahnersatzes oder der Trägerfolie mittels einer

Positioniereinrichtung.

Damit kann auf einfache Weise der Zahnersatz oder die Trägerfolie auf der

Positioniereinrichtung zum Erfassen des Zahnersatzes und den Farbauftrag mittels der Farbauftragseinrichtung befestigt werden.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Verfahren ferner einen der folgenden Schritte auf:

- Fixieren der auf den Zahnersatz direkt aufgebrachten Zahnfarbe mittels eines Brennvorgangs oder mittels eines Poymerisationsverfahrens,

- Fixieren der auf der Trägerfolie aufgebrachten Zahnfarbe auf dem Zahnersatz mittels eines Brennvorgangs oder

- Fixieren der auf der Trägerfolie aufgebrachten Zahnfarbe auf dem Zahnersatz mittels eines Polymerisationsverfahrens.

Vorzugsweise kommt der Brennvorgang bei einem Zahnersatz aus Keramik zum Einsatz, um die aufgebrachte Zahnfarbe auf dem Zahnersatz zu fixieren.

Bevorzugt ist die Trägerfolie eine auf den Zahnersatz applizierbare Folie. Bevorzugt ist die Trägerfolie eine transparente Folie, die zuvor eingefärbt wurde oder auf die Farbe aufgetragen oder aufgesprüht wurde.

Besonders bevorzugt kommt der Brennvorgang bei einem Zahnersatz aus

Keramik zum Einsatz, um die aufgebrachte Zahnfarbe von der Trägerfolie auf dem Zahnersatz zu fixieren. Vorzugsweise löst sich die Trägerfolie infolge des

Brennvorgangs rückstandslos auf, so dass nur noch die Zahnfarbe auf dem

Zahnersatz verbleibt.

Auf diese Weise ist es möglich, einen Farbauftrag ohne Folienreste auf den Zahnersatz zu bewerkstelligen.

Besonders bevorzugt kommt das Polymerisationsverfahren bei einem Zahnersatz, der nicht aus Keramik ist, zum Einsatz, um die aufgebrachte Zahnfarbe von der Trägerfolie auf dem Zahnersatz zu fixieren. Vorzugsweise wird die Folie beim Polymerisationsverfahren rückstandslos mit polymerisiert, so dass nur noch die Zahnfarbe auf dem Zahnersatz verbleibt.

Auf diese Weise ist es auch möglich, einen Farbauftrag ohne Folienreste auf den Zahnersatz zu bewerkstelligen.

Besonders bevorzugt wird noch ein Klarlack oder eine Glasur auf einen fertig gebrannten oder einen fertig polymerisierten Zahnersatz aufgebracht, um die Farben auf dem Zahnersatz zu schützen.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Farbauftrag für den Zahntechnikbereich vorgesehen, aufweisend

- einen Scanner, der ausgelegt ist, Scan-Daten mittels Erfassens eines

Zahnersatzes zu generieren,

- eine Recheneinheit, die ausgelegt ist, eine Abbildung des Zahnersatzes aus den Scan-Daten zu berechnen, - eine Anzeigeeinrichtung, die ausgelegt ist, die Abbildung darzustellen, wobei die Abbildung mit einer Zahnfarbe eingefärbt dargestellt wird,

wobei die Recheneinheit femer ausgelegt ist, eine Benutzereingabe zu

empfangen, wobei in Antwort auf die Benutzereingabe

a) mittels einer Farbauftragseinrichtung die Zahnfarbe auf den Zahnersatz oder auf eine Trägerfolie für den Zahnersatz aufbringbar ist oder

b) die Anzeigeeinrichtung ausgelegt ist, die Abbildung darzustellen, wobei die Abbildung mit einer geänderten Zahnfarbe eingefärbt dargestellt wird, wobei in Antwort auf eine weitere Benutzungseingabe mittels einer Farbauftragseinrichtung die Zahnfarbe auf den Zahnersatz oder auf eine Trägerfolie für den Zahnersatz aufbringbar ist.

Bevorzugt ist der Scanner ein 3D-Scanner. Mittels des 3D-Scanners sind Scan- Daten generierbar. Im Rahmen eines 3D-Scannvorganges sind die räumlichen Abmessungen für den Zahnersatz an einem Zahnmodell, Zahnsegment oder an natürlichen Zähnen direkt am Patienten ermittelbar. Vorzugsweise basieren die Scan-Daten auf einer präparierten klinischen Situation im Mund eines Patienten.

Bevorzugt ist die Recheneinheit ein Rechner (Personal Computer). Bevorzugt ist die Anzeigeeinrichtung, eine digitale Anzeigeeinrichtung, besonders bevorzugt ein Bildschirm eines Rechners (PC).

Bevorzugt ist die Zahnfarbe mittels eines CAD-Softwareprogramms visuell auf einem digitalen 3D-Zahnersatz dargestellbar.

Bevorzugt ist mittels des CAD-Softwareprogramms die ermittelte Zahnfarbe in ihrer Position und Farbgebung auf dem Zahnersatz oder der Trägerfolie jederzeit noch über die Anzeigeeinrichtung nachkorrigiert und verändbar.

Damit ist es möglich, eine gewünschte Farbe auszuwählen und auf dem

Zahnersatz oder der Trägerfolie für den Zahnersatz zu platzieren. Besonders bevorzugt ist die Farbauftragseinrichtung eine Sprühvorrichtung mit Düsen. Vorzugsweise sind die Düsen einzeln ansteuerbar, um einen gezielten Farbauftrag zu ermöglichen. Eine Positionierung der Düsen ist mittels eines Softwareprogramms entsprechend der Oberflächenstruktur des Zahnersatzes einstellbar.

Damit wird ein individuelles Einfärben des Zahnersatzes oder einer Folie für den Zahnersatz bereitgestellt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist mittels eines SD- Druckers der Zahnersatz in der gewünschten Form und Farbe herstellbar.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die

Vorrichtung ferner eine Positioniereinrichtung auf, die ausgelegt ist, den

Zahnersatz oder die Trägerfolie zu positionieren.

Hierdurch ist es möglich, den Zahnersatz oder die Trägerfolie für den Farbauftrag entsprechend zu positionieren und die Farbe auf einfache Weise aufzutragen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Zahnersatz eine Prothese, ein Implantat, eine Brücke, eine Zahnkrone, eine Teilkrone oder ein Veneer.

Bevorzugt bestehen Brücken aus Brückenpfeilern (Fixierelemente) und aus Brückenkörpern (Brückenglieder). Brücken können aus Metall, Keramik oder der Kombination beider Werkstoffe hergestellt sein, als auch aus Ceromeren,

Kunststoffen, Kunststoffen auf Metall oder Composites und sind mittels eines speziellen Zements an den entsprechend präparierten (beschliffenen)

Pfeilerzähnen befestigbar. Bevorzugt bedeckt eine Zahnkrone den betreffenden Zahn vollständig (wie ein Fingerhut). Daneben gibt es auch Teilkronen, die den betreffenden Zahn nicht vollständig überdecken.

Bevorzugt ist ein Implantat ein Zahnwurzelersatz, auf dem eine Krone oder herausnehmbarer Zahnersatz befestigt wird. Die Funktion von Implantaten entspricht in diesem Zusammenhang der der natürlichen Zähne. Sie sind demzufolge als Brückenpfeiler, aber auch als Halte- und Stützelemente bei kombiniertem Zahnersatz einsetzbar. Ein Implantat kann auch indiziert sein, wenn ein einzelner Zahn fehlt, die Nachbarzähne gesund sind und nicht für die

Aufnahme einer Brücke präpariert, also abgeschliffen werden sollen. Dabei wird das Zahnimplantat mit einer Einzelkrone überkront.

Bevorzugt bezeichnet eine Prothese den Ersatz von Zähnen durch künstlich geschaffene, funktionell ähnliche Produkte.

Bevorzugt ist ein Veneer eine dünne, lichtdurchlässige Keramikschale für die Zähne, die mit einem Spezialkleber auf die Zahnoberfläche aufgeklebt wird.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Zahnersatz eine Keramik oder besteht aus einem hochfesten Kunststoff.

Bevorzugt ist die Keramik eine Glas-, Feldspat-, Lithium-, Lithiumdisilikat-, oder

Oxydkeramik. Besonders bevorzugt ist die Keramik eine Metallkeramik oder eine

Verblend-Metall-Keramik.

Bevorzugt ist die Keramik eine vorgesinterte Kerramik, d.h. ein keramischer Formkörper, der bereits mindestens einmal thermisch behandelt worden ist, der aber noch nicht fertiggesintert wurde. Besonders bevorzugt ist die Keramik in einem Keramikbrennofen fertiggesinterbar.

Besonders bevorzugt ist die Keramik eine mittels Pressverfahrens herstellbare Presskeramik. Bevorzugt besteht der Kunststoffe aus Acryl, PMMA oder Ceromer. Bevorzugt ist der Kunststoff ein keramikinfiltriertes Composite, eine Hybridkeramiken oder besteht aus verschienenen Composites.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Trägerfolie eine auf den Zahnersatz applizierbare Folie.

Bevorzugt ist die Trägerfolie eine transparente Folie, die einfärbbar ist.

Besonders bevorzugt ist die Trägerfolie eingerichtet, sich infolge eines

Brennvorgangs rückstandslos aufzulösen oder infolge eines

Polymerisationsverfahrens auszuhärten.

Auf diese Weise ist es möglich, einen Farbauftrag ohne Folienreste auf den

Zahnersatz zu bewerkstelligen.

Bevorzugt ist die Trägerfolie flexibel formbar.

Besonders bevorzugt weist die Trägerfolie eine Dicke von wenigen μιη-Metern auf.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine Stanzoder Schneidvorrichtung vorgesehen, die ausgelegt ist, die Trägerfolie ausgehend von den Scan-Daten herzustellen.

Auf diese Weise lässt sich eine entsprechend der Form des Zahnersatzes ausgebildete Trägerfolie gestalten. Bevorzugt wird die Trägerfolie auf den

Zahnersatz vor dem Brand aufgesetzt.

Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der in den

Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert. Die Figuren zeigen im Einzelnen:

Figur 1 eine schematische Ansicht einer Erfassungs- und

Farbauftragseinrichtung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung für den Zahntechnikbereich.

Figur 2 eine schematische Ansicht einer Anzeigeeinrichtung mit einer

Recheneinheit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung für den

Zahntechnikbereich.

Figur 3 eine schematische Ansicht einer Farbauftragseinrichtung aus Figur 1 im Betrieb.

In Figur 1 ist eine schematische Ansicht einer Erfassungs- und

Farbauftragseinrichtung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung für den

Zahntechnikbereich dargestellt.

Die Vorrichtung 10 weist einen 3D-Scanner 3, ein Farbmessgerät 4, eine

Farbauftragseinrichtung 5 und eine Positioniereinrichtung 6 auf. Der 3D-Scanner 3, das Farbmessgerät 4 und die Farbauftragseinrichtung 5 sind als Einzelteile für die Vorrichtung 10 ausgebildet.

Das Farbmessgerät 4 ist ausgelegt, die Farbe des Zahnersatzes 1 zu bestimmen. Der 3D-Scanner 3 ist ausgelegt, den Zahnersatz 1 räumlich zu erfassen. Die Farbauftragseinrichtung 5 ist ausgelegt, die gewünschte Zahnfarbe direkt auf den Zahnersatz 1 aufzutragen. Die Positioniereinrichtung 6 ist ausgelegt, einen Zahnersatz 1 zu positionieren.

In Figur 2 ist eine schematische Ansicht einer Anzeigeeinrichtung mit einer Recheneinheit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung für den Zahntechnikbereich dargestellt. Die Vorrichtung 10 umfasst weiter eine Recheneinheit 9, eine Anzeigeeinrichtung 1 sowie eine Bedieneinheit 2 zur Eingabe von Benutzereingaben (Befehen) an die Recheneinheit 9.

Zunächst werden Scan-Daten mittels Erfassens des Zahnersatzes 1 mittels des 3D-Scanners 3 generiert, wobei der Zahnersatz 1 auf der Positioniereinrichtung 6 fixiert ist. Im Rahmen eines 3D-Scannvorganges werden die Scan-Daten

(räumlichen Abmessungen) für den Zahnersatz 1 ermittelt.

Es folgt ein Berechnen einer Abbildung des Zahnersatzes 1 aus den Scan-Daten mittels einer Recheneinheit 9. Daraufhin erfolgt ein Darstellen der Abbildung, wobei die Abbildung mit einer Zahnfarbe eingefärbt dargestellt ist an der

Anzeigeeinrichtung 11 , einem Bildschirm; d.h. es wird die Zahnfarbe mittels eines CAD-Softwareprogramms visuell auf einem digitalen 3D-Zahnersatz dargestellt.

Nach einem Empfangen einer Benutzereingabe mittels der Recheneinheit 9, folgt in Antwort auf die Benutzereingabe ein Aufbringen der Zahnfarbe mittels der Farbauftragseinrichtung 5 auf den Zahnersatz 1. Optional ist ein Ändern der Farbe im Rahmen einer weiteren Benutzereingabe auch möglich.

Der Zahnersatz 1 ist als eine Zahnkrone ausgebildet. Der Zahnersatz 1 besteht aus einem hochfesten Kunststoff, insbesondere Veneer, Teilkrone, Inlay, Onlay, Implantat, Teilprothese oder Brücke und Totalprothese.

Alternativ ist für den Zahnersatz 1 eine Trägerfolie 2 vorgesehen, die auf den Zahnersatz 1 appliziert werden kann. Anhand des 3D-Scans kann automatisch oder individuell digital der Restaurationsbereich, welcher mit der Trägerfolie abgedeckt werden soll, definiert werden. Restaurationsbereich wird digital farblich anhand von digitalen Farbmessgeräten, den marktüblichen Farbschlüsseln, oder einer teil- oder ganzeinheitlichen individuellen Farbe mittels eines

Softwareprogramms definiert. Anhand des Restaurationsbereiches wird die Geometrie und die Farbe der Trägerfolie 2 definiert. Die Trägerfolie 2 weist dabei die Geometrie des

Zahnersatzes 1 auf.

Die Trägerfolie 2 ist eine transparente Folie, die mittels der

Farbauftragseinrichtung 5 einfärbbar ist und die eine Dicke von wenigen μη Metern aufweist.

Mittels einer Stanz- oder Schneidvorrichtung ist die Trägerfolie 2, ausgehend von den ermittelten Werten des 3D-Scannervorganges oder Konstruktionsvorganges, herstellbar.

In Figur 3 ist eine schematische Ansicht einer Farbauftragseinrichtung aus Figur 1 im Betrieb dargestellt.

Im Unterschied zu der Figur 1 wird der Übersicht halber auf die Darstellung des 3D-Scanners 3 sowie auf das Farbmessgerät 4 verzichtet.

Die Farbauftragseinrichtung 5 weist eine Mehrzahl von Düsen 7 auf, von denen 3 Düsen dargestellt sind. Die Düsen 3 sind derart zum Zahnersatz 1 oder zur Trägerfolie 2 positionierbar, damit Farbe 8 auf den Zahnersatz 1 oder auf die Trägerfolie 2 auftragen werden kann. Eine Positionierung der Düsen ist mittels eines Softwareprogramms entsprechend der Oberflächenstruktur des

Zahnersatzes 1 oder der Trägerfolie 2 einstellbar.

Im Folgenden wird der gesamte Ablauf hinsichtlich einer Trägerfolie verdeutlicht:

Zunächst werden Scan-Daten mittels Erfassens des Zahnersatzes 1 mittels des 3D-Scanners 3 oder eines Intraoral-Scanners generiert, wobei der Zahnersatz 1 auf der Positioniereinrichtung 6 fixiert ist. Im Rahmen eines 3D-Scanvorganges oder Intraoral-Scanners werden die Scan-Daten (räumlichen Abmessungen) für den Zahnersatz 1 ermittelt. Es folgt ein Berechnen einer Abbildung des Zahnersatzes 1 aus den Scan-Daten mittels einer Recheneinheit 9.

Anhand des 3D-Scans kann automatisch oder individuell der

Restaurationsbereich, welcher mit der Trägerfolie abgedeckt werden soll, definiert werden.

Daraufhin erfolgt ein Darstellen der Abbildung, wobei die Abbildung mit einer Zahnfarbe eingefärbt dargestellt ist, (an der Anzeigeeinrichtung) oder die

Zahnfarbe manuell definiert und eingegeben werden kann; d. h. es wird die Zahnfarbe mittels eines CAD-Software-Programms visuell auf einen digitalen 3D- Zahnersatz dargestellt.

Ein Restaurationsbereich wird farblich anhand von digitalen Farbmessgeräten, den marktüblichen Farbschlüsseln, oder einer teil- oder ganzeinheitlichen individuellen Farbe mittels eines Softwareprogramms definiert.

Anhand des Restaurationsbereiches wird die Geometrie und die Farbe der Trägerfolie definiert.

Die Trägerfolie 2 ist eine transparente Folie, die mittels der

Farbauftragseinrichtung 5 einfärbbar ist und die eine Dicke von vorzugsweise wenigen pm-Metern aufweist.

Nach einem Empfangen einer Benutzereingabe mittels der Recheneinheit 9, folgt in Antwort auf die Benutzereingabe ein Aufbringen der Zahnfarbe mittels der Farbauftragseinrichtung 5 auf die Trägerfolie. Optional ist ein Ändern der Farbe im Rahmen einer weiteren Benutzereingabe auch möglich und ggf. anhand einer Farbsoftware für individuelles Färben.

Mittels einer Stanz- oder Schneidevorrichtung ist die Trägerfolie 2, ausgehend von den ermittelten Werten des 3D-Scannervorganges, oder Konstruktionsvorganges, herstellbar.

Das Applizieren der Trägerfolie auf den Zahnersatz erfolgt manuell, d. h. extraoral und/oder intraoral. Daraufhin wird die Trägerfolie entweder aufgebrannt, vorzugsweise rückstandslos verbrennbar oder durch einen Polymerisationsprozess ausgehärtet.

Beim Aufbrennen der Trägerfolie, z. B. auf Keramik, kann im selben oder einem separaten Arbeitsschritt eine keramische Glasur zum Schutz der Farben aufgetragen werden.

Beim Polymerisationsprozess, ggfs. Druck-, Licht-.Temperatur, bzw. Kombination aus diesen Polymerisationsprozessen kann im selben oder einem separaten Arbeitsschritt eine Schutzschicht für die Farben aufgetragen werden.

Mit der Erfindung wird ein individuelles Einfärben von Zahnersatz oder von Trägerfolien für den Zahnersatz, bei dem ein exaktes Applizieren einer

gewünschten Zahnfarbe erfolgt, ermöglicht.

Bezugszeichenliste

Zahnersatz

Trägerfolie

3D-Scanner

Farbmessgerät

Farbauftragseinrichtung

Positioniereinrichtung

Düsen

Farbe

Recheneinheit

Vorrichtung

Anzeigeeinrichtung

Bedieneinheit