HAUKE, Rudolf (Berstrasse 70, Niederstotzingen, 89168, DE)
| P A T E N T A N S P R Ü C H E 1. Vorrichtung (1) zur automatischen Datenerfassung, umfassend einen optischen Sensor zur Aufnahme mindestens eines Identitätsdokuments (5), einen Sensor zur drahtlosen Kommunikation mit einem drahtlosen Modul (8), ein Unterschriftenfeld (6) zur Erfassung einer elektronischen Unterschrift, Mittel zur Erkennung von Zeichen und/oder Formen in mindestens einem mittels des optischen Sensors aufgenommenen Bild des Identitätsdokuments (5) und mindestens ein Beleuchtungsmittel zur Beleuchtung des Identitätsdokuments (5) während der Aufnahme. 2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei in verschiedenen Spektralbereichen wirksame Beleuchtungsmittel vorgesehen sind, wobei sequentiell Aufnahmen desselben Identitätsdokuments (5) mit jeweils unterschiedlicher Beleuchtung erfassbar sind. 3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Beleuchtungsmittel in mindestens zweien der Spektralbereiche Ultraviolett, Infrarot und sichtbares Licht vorgesehen sind. 4. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung zu einer Datenverarbeitungseinheit vorgesehen ist, in der ein Mietvertrag für ein Fahrzeug unter Verwendung der erfassten Daten erstellbar ist. 5. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) auf einem Empfangstisch (2) einer Autovermietung angeordnet oder darin integriert ist. 6. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Strahlengang zwischen dem optischen Sensor und dem Identitätsdokument (5) eine Polarisationsfolie angeordnet ist. 7. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lesevorrichtung für eine mit einem Magnetstreifen versehene Karte, insbesondere eine Kreditkarte vorgesehen ist. 8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kommunikationsmittel zur Kommunikation mit Geräten nach dem NFC- Standard vorgesehen ist. 9. Verfahren zur automatischen Datenerfassung, bei dem mit einem optischen Sensor mindestens ein Bild mindestens eines Identitätsdokuments (5) erfasst wird, wobei mittels eines Sensors zur drahtlosen Kommunikation mit einem drahtlosen Modul (8) einer mobilen Einheit (9) kommuniziert wird, wobei in einem Unterschriftenfeld (6) eine Unterschrift elektronisch erfasst wird, wobei Zeichen und/oder Formen in mindestens einem mittels des optischen Sensors aufgenommenen Bild des Identitätsdokuments (5) identifiziert werden und wobei das Identitätsdokument (5) während der Erfassung des Bildes mit mindestens einem Beleuchtungsmittel beleuchtet wird. 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass als Identitätsdokument (5) ein Führerschein erfasst wird. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass als weiteres Identitätsdokument (5) ein Reisepass oder ein Personalausweise erfasst wird. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet dass eine Größe und/oder ein Layout und/oder eine Hintergrundstruktur und/oder ein Si- cherheitsmerkmal und/oder ein Sicherheitslaminat des Identitätsdokuments (5) erkannt wird. 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei in verschiedenen Spektralbereichen wirksame Beleuchtungsmittel vorgesehen sind, wobei sequentiell Aufnahmen desselben Identitätsdokuments (5) mit jeweils unterschiedlicher Beleuchtung erfasst werden. 14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Bild des Identitätsdokuments (5) bei Beleuchtung in mindestens zweien der Spektralbereiche Ultraviolett, Infrarot und sichtbares Licht erfasst wird. 15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass durch die unterschiedliche Beleuchtung in den Bildern mindestens eines der Merkmale Maschinenschrift, Handschrift, Hintergrundstruktur, Sicherheitsmerkmal, Sicherheitslaminat betont und/oder unterdrückt wird. 16. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass durch die unterschiedliche Beleuchtung in den Bildern identifiziert wird, ob das Identitätsdokument (5) ein Original oder eine Kopie ist. 17. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Infrarotbeleuchtung Schriftzeichen sichtbar gemacht werden, die nur im Infrarotbereich sichtbar sind. 18. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass mittels Ultraviolettbeleuchtung fluoreszierende Merkmale sichtbar gemacht werden. 19. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass unter Verwendung der erfassten Daten ein Mietvertrag für ein Fahrzeug erstellt wird. 20. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass als drahtloses Modul (8) ein RFID-Modul einer Kundenkarte verwendet wird. 21. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem drahtlosen Modul (8) der mobilen Einheit (9) Nutzerdaten gelesen und/oder Daten an das drahtlose Modul (8) übertragen werden. 22. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Kundenkarte für einen Kunden durch Kommunikation des drahtlosen Sensors mit dem RFID-Modul eines Kundenkartenrohlings erstellt wird. 23. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass zur Kommunikation mit der mobilen Einheit (9) eine Reichweite, in der die mobile Einheit (9) sich vom Sensor zur drahtlosen Kommunikation befindet, beschränkt wird. 24. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass im Führerschein ein Länderkennzeichen identifiziert wird. 25. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass im Führerschein standardisierte Feldnummern identifiziert werden. 26. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dokumenttyp des Führerscheins erkannt wird. 27. Verfahren nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass bei erkanntem Dokumenttyp eine Segmentierung des Bildes durchgeführt wird, um Bereiche festzulegen, in denen bestimmte zu identifizierende Informationen enthalten sind. 28. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Bereiche in Abhängigkeit vom erwarteten Inhalt mit variierbaren Bildauflösungen erfasst oder weiterverarbeitet werden. 29. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtung durch einen Beleuchtungsblitz erfolgt. 30. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass auf die mobile Einheit (9) eine Berechtigung zum Öffnen einer einem zu mietenden Fahrzeug zugeordneten Schlüsselbox übertragen wird. 31. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass auf ein im oder auf dem Mietvertrag angeordnetes RFID-Modul eine Berechtigung zum Öffnen einer einem zu mietenden Fahrzeug zugeordneten Schlüsselbox übertragen wird. 32. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass auf eine mit Anzeigemitteln versehene Kundenkarte ein Lageplan eines Parkplatzes des zu mietenden Fahrzeugs und/oder eine Wegbeschreibung zu diesem Parkplatz übertragen wird. 33. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kreditkarte mittels einer integrierten Lesevorrichtung für Magnetstreifen eingelesen wird. |
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur automatischen Datenerfassung, insbesondere beim Erstellen eines Mietvertrags für ein Fahrzeug.
Bei der Anmietung von Fahrzeugen in einer Filiale einer Autovermietung werden zahlreiche Daten eines Mieters benötigt, um einen Mietvertrag erstellen zu können und um eine Fahrerlaubnis des Mieters zu überprüfen.
Zur Identifikation des Mieters werden häufig Kreditkarten, Kundenkarten, Ausweise, Pässe, oder Führerscheine, sofern sie zur Identifikation zugelassen sind, verwendet. Zum Nachweis der Fahrerlaubnis für das anzumietende Fahrzeug wird meist vom Gesetzgeber die Vorlage des Führerscheins gefordert, da ohne gültige Fahrerlaubnis kein Fahrzeug vermietet werden darf. Dabei dokumentiert ein Angestellter des Vermietungsunternehmens die Führerscheinnummer. Ein gültiger Abschluss des Mietvertrages wird durch eine Unterschrift des Mieters auf dem Mietvertrag bestätigt.
Der beschriebene Vorgang ist relativ zeitauf wändig, was zum Einen für den Mieter Unannehmlichkeiten verursacht und zum Anderen Personalaufwand beim Vermietung sunternehmen verursacht und/oder die Effizienz des vorhandenen Personals beschränkt.
Zur Beschleunigung des Anmietevorgangs ist aus der DE 196 47 477 Al ein Verfahren zur Prüfung der Mietberechtigung eines Kraftfahrzeuges bekanntgeworden, das unter Ausnutzung einer Datenverbindung von einem vom Mieter zu bedienenden Automaten zu einer Zentrale eines Vermietungsunternehmens durchgeführt wird. Der Prüfvorgang wird dabei durch Einlesen einer in den Automaten eingegebenen Automatenkarte initiiert. Die Prüfschrittfolge wird unter wahlweiser Ausnutzung technischer Prüfeinrichtungen am Automaten abhängig von kundenspezifischen Dateneinträgen auf der Automatenkarte und/oder hierdurch identifizierten Dateneinträgen in einer Datenbank der Zentrale sowie abhängig vom erfassten Bedienverhalten des
Kunden am Automaten vorgegeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine verbesserte Vorrichtung und ein verbessertes Verfahren zur automatischen Datenerfassung anzugeben.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 7.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Erfindungsgemäß wird zur automatischen Datenerfassung eine Vorrichtung verwendet, die einen optischen Sensor zur Aufnahme eines Identitätsdokuments, einen Sensor zur drahtlosen Kommunikation mit einem drahtlosen Modul, ein Unterschriftenfeld zur Erfassung einer elektronischen Unterschrift, Mittel zur Erkennung von Zeichen und/oder Formen in mindestens einem mittels des optischen Sensors aufgenommenen Bild des Identitätsdokuments und mindestens ein Beleuchtungsmittel zur Beleuchtung des Identitätsdokuments während der Aufnahme umfasst.
Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zur automatischen Datenerfassung wird mit dem optischen Sensor mindestens ein Bild des Identitätsdokuments erfasst. Mittels des Sensors zur drahtlosen Kommunikation wird mit dem drahtlosen Modul einer mobilen Einheit kommuniziert. Im Unterschriftenfeld wird eine Unterschrift elektronisch erfasst. In mindestens einem mittels des optischen Sensors aufgenommenen Bild des Identitätsdokuments werden Zeichen und/oder Formen identifiziert. Das I- dentitätsdokument wird während der Erfassung des Bildes mit mindestens einem Beleuchtungsmittel beleuchtet.
Insbesondere, wenn als Identitätsdokument ein Führerschein verwendet wird, können die Vorrichtung und das Verfahren verwendet werden, um einen Anmietvorgang für ein Fahrzeug erheblich zu beschleunigen, da eine Vielzahl von Daten nicht mehr manuell durch einen Angestellten eines Vermietunternehmens erfasst werden müssen. Außerdem werden auf diese Weise Fehlerquellen bei der Datenerfassung eliminiert. Vorzugsweise ist die Vorrichtung mit einer Datenverarbeitungseinheit verbunden, beispielsweise über eine USB-Schnittstelle, oder eine IEEE 1394-Schnittstelle, für die keine zusätzlichen Treiber erforderlich sind. In der Datenverarbeitungseinheit kann ein Mietvertrag unter Verwendung der erfassten Daten erstellt werden, typischerweise unter Hinzuziehung weiterer Daten, beispielsweise betreffend das gemietete Fahrzeug, die vom Angestellten ergänzt werden können. Ebenso kann die Identifikation der Daten aus dem Identitätsdokument in der Datenverarbeitungseinheit stattfinden.
Vorzugsweise sind mindestens zwei in verschiedenen Spektralbereichen wirksame Beleuchtungsmittel vorgesehen, wobei sequentiell Aufnahmen desselben Identitätsdokuments mit jeweils unterschiedlicher Beleuchtung erfassbar sind. Bevorzugt sind Beleuchtungsmittel in mindestens zweien der Spektralbereiche Ultraviolett, Infrarot und sichtbares Licht, insbesondere weißes Licht vorgesehen.
Die Vorrichtung kann beispielsweise auf einem Empfangstisch einer Autovermietung angeordnet oder darin integriert sein.
Zusätzlich kann in der Vorrichtung eine Lesevorrichtung für eine mit einem Magnetstreifen versehene Karte, beispielsweise eine Kreditkarte vorgesehen sein, so dass hierfür kein zusätzliches Gerät benötigt wird.
In der Vorrichtung kann ein Kommunikationsmittel zur Kommunikation mit Geräten nach dem NFC-Standard (near field communication) vorgesehen sein. NFC ist durch ISO 18092, 21481 ECMA 340, 352, 356, 362 beziehungsweise ETSI TS 102 190 standardisiert.
Vorzugsweise wird als Identitätsdokument ein Führerschein erfasst. Es können jedoch auch andere Arten von Identitätsdokumenten, wie ein Personalausweis oder ein Rei- sepass erfasst werden. In einer bevorzugten Ausführungsform findet in dem aufgenommenen Bild oder den aufgenommenen Bildern eine Erkennung einer Größe und/oder eines Layouts und/oder einer Hintergrundstruktur und/oder eines Sicherheitsmerkmals und/oder eines Sicherheitslaminats des Identitätsdokuments statt.
Durch die unterschiedliche Beleuchtung in den Bildern kann in jedem der Bilder mindestens eines der Merkmale Maschinenschrift, Handschrift, Hintergrundstruktur, Sicherheitsmerkmal, Sicherheitslaminat betont und/oder unterdrückt werden. Insbesondere sind ein Beleuchtungsmittel für die Beleuchtung mit weißem Licht und ein Beleuchtungsmittel für die Beleuchtung mit infrarotem Licht vorgesehen.
Die Kombination von mehreren Beleuchtungen (Infrarot und weiß) kann auch dazu genutzt werden, Informationen darüber zu erhalten, ob es sich bei dem Dokument um ein Original oder eine Kopie handelt. Der Ansatz beruht darauf, dass bei einer Kopie alle Zeichen ein gleichartiges spektrales Verhalten zeigen, während Orginaldokumen- te sowohl infrarot detektierbare Schriften enthalten als auch visuell erkennbare. Diese Funktionalität kann auch als Software- Option implementiert werden.
In einer weiteren Ausführungsform können durch Beleuchtung im Ultraviolettbereich fluoreszierende Merkmale sichtbar gemacht werden.
Als drahtloses Modul wird insbesondere ein RFID-Modul einer Kundenkarte verwendet. Auf diese Weise können die Kundendaten besonders schnell erfasst werden. Dabei können aus dem drahtlosen Modul der mobilen Einheit Nutzerdaten sowohl gelesen als auch Daten, beispielsweise betreffend das gemietete Fahrzeug oder ein Bonussystem, an das drahtlose Modul übertragen werden.
Ebenso kann die Kundenkarte für einen Kunden, der bislang noch keine Kundenkarte besitzt, durch Kommunikation des drahtlosen Sensors mit dem RFID-Modul eines Kundenkartenrohlings erstellt werden. Hierzu ist gegebenenfalls auch eine Übertragung von in die Datenverarbeitungseinheit eingegebenen Daten auf die Vorrichtung erforderlich. Vorzugsweise wird zur Kommunikation mit der mobilen Einheit eine Reichweite, in der die mobile Einheit sich vom Sensor zur drahtlosen Kommunikation befindet, beschränkt. Die Übertragung zwischen dem Sensor zur drahtlosen Kommunikation und der mobilen Einheit kann durch geeignete Protokolle sicher gestaltet werden.
Es gibt im RFID-Bereich unterschiedliche Funkstandards, die sich im Bezug auf Reichweite, speicherbare Datenmengen und mögliche Übertragungsgeschwindigkeiten unterscheiden. Für den Einsatz im Bereich des Vermietschalters kann ein Standard mit geringer Reichweite (z.B. nach ISO14443) verwendet werden, um unbeabsichtigte Datenübertragung z.B. mit den Karten weiterer umstehender Kunden zu vermeiden. Bei diesem Standard liegt die Reichweite im Bereich von etwa 1 cm bis 10 cm. Eine Größe des Sensors zur drahtlosen Kommunikation, insbesondere einer RFID- Antenne, richtet sich nach dem gewählten Übertragungs Standard. Bei Verwendung des Standards ISO 14443 kann die Größe der RFID-Antenne in der Größenordnung der auszulesenden Kundenkarte, das heißt im Scheckkartenformat liegen. Eine solche Antenne kann von unten in den Empfangstisch integriert werden. Der optische Sensor kann dabei in der Art eines Flachbettscanners oder einer Kamera so ausgebildet sein, dass das eine nach unten weisende Seite des Identitätsdokuments gelesen wird. Alternativ kann die Vorrichtung in Gestalt einer Schreibtischlampe gebildet sein, wobei eine Auflagefläche für das Identitätsdokument, das Unterschriftenfeld und der Sensor zur drahtlosen Kommunikation in einem Fuß der Vorrichtung integriert sein können während die Beleuchtungsmittel und der optische Sensor oberhalb in einem lampenartig gestalteten Teil angeordnet sein können. Empfangstische in Autovermietungen sind häufig so hochwertig gestaltet, dass der Gesamteindruck durch einen Einbau der Vorrichtung in den Empfangstisch leiden würde. Für einen solchen Einbau wären aufwändige Schreinerarbeiten erforderlich mit dem Nachteil, dass Änderungen , z.B. in den mechanischen Abmessungen schwer nachrüstbar sind. Deshalb ist ein Auftischgerät wegen des Installationsaufwandes die bevorzugte Ausführungsform. Eine so gestaltete Vorrichtung kann zusätzlich als Schreibtischbeleuchtung verwendet werden. Die Auflagefläche für das Identitätsdokument und ein Erfassungsbereich des optischen Sensors sind vorzugsweise hinreichend groß, um sowohl Identitätsdokumente im Scheckkartenformat als auch größere Dokumente, beispielsweise ältere, mehrfach gefaltete Führerscheine in aufgeklappter Form lesen zu können.
Vorzugsweise wird in mindesten einem der erfassten Bilder des Führerscheins ein Länderkennzeichen identifiziert. Da Führerscheine verschiedener Länder bezüglich der Anordnung der Informationen und der verwendeten Schrifttypen teils sehr unterschiedlich gestaltet sind, kann die weitere Auswertung der Bilder auf dem identifizierten Länderkennzeichen basieren.
Vorzugsweise werden im Führerschein standardisierte Feldnummern identifiziert. Den standardisierten Feldnummern sind bestimmte Informationen zugeordnet, wie zum Beispiel:
1. Name
2. Vorname
3. Geburtsdatum und -ort 4a. Ausgabedatum
4b. Gültigkeitsdatum 4c. Ausgabeort Eine Erkennung der zugeordneten Informationen wird so vereinfacht.
Nach der optischen Erfassung des Bildes kann zunächst ein Dokumenttyp erkannt werden, da sich Führerscheinformate und -layouts nicht nur in verschiedenen Ländern voneinander unterscheiden sondern teilweise innerhalb einzelner Länder noch verschiedene Formate in Gebrauch sind, in Deutschland beispielsweise graue Führerscheine, rosa Führerscheine und standardisierte Euroführerscheine. Entsprechend dem erkannten Dokument kann eine Segmentierung des Bildes erfolgen, um Bereiche festzulegen, in denen bestimmte zu identifizierende Informationen zu erwarten sind.
Die Bereiche können dann in Abhängigkeit vom erwarteten Inhalt mit variierbaren Bildauflösungen erfasst oder weiterverarbeitet werden, um Speicherbedarf und Übertragungskapazität zu optimieren. Beispielsweise ist zur Erfassung von Maschinen- schrift eine erheblich geringere Auflösung ausreichend als zur Erfassung eines Fotos oder zur Verifizierung eines Sicherheitsmerkmals.
Anschließend können einzelne Inhalte mittels OCR-Zeichenerkennung (optical cha- racter recognition) isoliert werden.
Im optischen Teil der Erfassung wird durch die Wahl des Spektrums der Beleuchtung und durch die gewählte Auflösung die Art der erkennbaren Merkmale festgelegt. Hintergrundstrukturen können die Zeichenerkennung erheblich beeinflussen und beeinträchtigen. Durch den Einsatz von infrarotem Licht werden die farbigen Hintergrundstrukturen unterdrückt und die maschinenlesbaren Zeichen hervorgehoben.
Mit Hilfe der Dokumenttyperkennung werden die einzelnen Lesebereiche lokalisiert, denn zu jedem Dokument kann eine bestimmte Anzahl an beliebig angeordneten Bereichen gelesen werden. Je genauer die geometrische Beschreibung, umso besser das Leseergebnis.
Kann ein Dokument keinem bestimmten Typ zugeordnet werden, so kann anhand von bestimmten Merkmalen (z.B. Kennziffern) das jeweilige Lesefeld ebenfalls gefunden werden.
Mit Blick auf den europäischen Führerschein sollen die unterschiedlichen Dokumenttypen erkannt werden, um die Zuordnung der Feldtypen, die durch numerische Zeichen markiert sind, zu erhalten.
Die standardisierten Feldnummern können insbesondere in weißem Licht erkannt werden, während die Zeichenerkennung selbst auf einem infraroten Bild aufsetzt.
Durch die Speicherung eines der Bilder des Führerscheins lässt sich ein Nachweis über die Vorlage dieses Dokuments beim Anmieten erbringen.
In einer weiteren Ausführungsform kann die Beleuchtung durch einen Blitz erfolgen, um den Einfluss von Fremdlicht auf die Qualität der Aufnahme zu minimieren. Eben- so kann zu diesem Zweck eine Polarisationsfolie in einem Strahlengang zwischen dem optischen Sensor und dem Identitätsdokument vorgesehen sein.
In einer bevorzugten Ausführungsform kann auf die mobile Einheit (z.B. Kundenkarte ) eine Berechtigung zum Öffnen einer einem zu mietenden Fahrzeug zugeordneten Schlüsselbox übertragen werden. Ebenso kann auf ein im oder auf dem Mietvertrag angeordnetes RFID-Modul eine Berechtigung zum Öffnen einer einem zu mietenden Fahrzeug zugeordneten Schlüsselbox übertragen werden. Der Mieter entnimmt den Schlüssel stattdessen aus der Schlüsselbox beim Fahrzeug und hinterlegt den Schlüssel bei Rückgabe des Fahrzeugs am selben Ort. Dadurch entfällt der vergleichsweise hohe Aufwand zum Vorhalten und Sortieren von Fahrzeugschlüsseln am Empfangstisch der Vermietstation. Servicegesellschaften, die die Fahrzeuge reinigen, betanken und warten, können ebenso wie Mitarbeiter der Vermietgesellschaft eigene Zugangsberechtigungen für die Schlüsselboxen erhalten.
Die Schlüsselboxen können mit einem RFID-Leser versehen sein, der einen mit einem RFID-Tag versehenen Fahrzeugschlüssel identifizieren und die Rückgabe des Fahrzeugs melden kann. Auf diese Weise kann auch verfolgt werden, welcher Mitarbeiter der Servicegesellschaft oder der Vermietstation den Fahrzeugschlüssel zuletzt entnommen hat um das Abhandenkommen von Fahrzeugen einzudämmen.
Schlüsselboxen können jeweils einzeln oder mit mehreren Fächern versehen sein. Beispielsweise kann eine Schlüsselbox mit vier Fächern in der Mitte von vier aneinander grenzenden Parkbuchten angeordnet sein.
Die Kundenkarte kann als ebook mit Anzeigemitteln ausgeführt sein, um einen von der Vorrichtung auf die Kundenkarte übertragenen Lageplan des Parkplatzes oder eine Wegbeschreibung zum Parkplatz darzustellen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt:
Figur 1 eine Vorrichtung zur automatischen Datenerfassung mit einem optischen Sensor zur Aufnahme eines Identitätsdokuments, einem Sensor zur drahtlosen Kommunikation mit einem drahtlosen Modul, einem Unterschriftenfeld zur Erfassung einer elektronischen Unterschrift und Beleuchtungsmittels zur Beleuchtung des Identitätsdokuments während der Aufnahme.
Figur 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zur automatischen Datenerfassung. Die Vorrichtung 1 ist in Gestalt einer Schreibtischlampe ausgebildet und auf einem Empfangstisch 2 einer Vermietstation für Fahrzeuge angeordnet. In einem Fuß 3 der Vorrichtung 1 ist eine Auflagefläche 4 für ein Identitätsdokument 5, ein Unterschriftenfeld 6 und ein Sensor zur drahtlosen Kommunikation (nicht sichtbar) integriert. In einem oberhalb des Fußes 3 angeordneten lampenartig gestalteten Oberteil 7 sind Beleuchtungsmittel und ein optischer Sensor angeordnet.
Der Sensor zur drahtlosen Kommunikation kommuniziert mit einem drahtlosen Modul 8 einer mobilen Einheit 9. Das drahtlose Modul 8 ist insbesondere ein RFID- Modul einer Kundenkarte, auf der Kundendaten vorgehalten sind.
Bei einem Anmietvorgang legt ein Mieter beispielsweise zuerst seine mobile Einheit 9 (Kundenkarte) auf der Auflagefläche 4 ab, unterhalb derer sich der Sensor zur drahtlosen Kommunikation befindet,, so dass die Vorrichtung 1 Daten aus der Kundenkarte abfragen kann. Das Identitätsdokument 5, insbesondere ein Führerschein wird anschließend auf die Auflagefläche 4 mit einer zu erfassenden Seite nach oben aufgelegt. Das Identitätsdokument 5 wird jeweils einmal mittels jedes der Beleuchtungsmittel beleuchtet und jeweils ein Bild des Identitätsdokuments 5 vom optischen Sensor erfasst. Die Beleuchtungsmittel sind dabei in unterschiedlichen Spektralbereichen aktiv, um in den Bildern mindestens eines der Merkmale Maschinenschrift, Handschrift, Hintergrundstruktur, Sicherheitsmerkmal, Sicherheitslaminat zu betonen und/oder zu unterdrücken.
Im Unterschriftenfeld 6 kann der Mieter den Abschluss eines Mietvertrags für ein Fahrzeug mit einer elektronischen Unterschrift bestätigen.
In mindestens einem mittels des optischen Sensors aufgenommenen Bild des Identitätsdokuments 5 werden Zeichen und/oder Formen identifiziert.
Die Vorrichtung 1 kann mit einer Datenverarbeitungseinheit verbunden sein, beispielsweise über eine USB-Schnittstelle, oder eine IEEE 1394-Schnittstelle. In der Datenverarbeitungseinheit kann ein Mietvertrag unter Verwendung der erfassten Daten erstellt werden, typischerweise unter Hinzuziehung weiterer Daten, beispielsweise betreffend das gemietete Fahrzeug, die von einem Angestellten der Vermietstation ergänzt werden können.
Die Beleuchtungsmittel können in mindestens zweien der Spektralbereiche Ultraviolett, Infrarot und sichtbares Licht, insbesondere weißes Licht aktiv sein. Es kann in dem aufgenommenen Bild oder den aufgenommenen Bildern eine Erkennung einer Größe und/oder eines Layouts und/oder einer Hintergrundstruktur und/oder eines Sicherheitsmerkmals und/oder eines Sicherheitslaminats des Identitätsdokuments 5 stattfinden. Ebenso kann eine Identifikation der Merkmale aus dem Identitätsdokument 5 in der Datenverarbeitungseinheit stattfinden.
Durch die unterschiedliche Beleuchtung in den Bildern kann in jedem der Bilder mindestens eines der Merkmale Maschinenschrift, Handschrift, Hintergrundstruktur, Sicherheitsmerkmal, Sicherheitslaminat betont und/oder unterdrückt werden. Insbesondere sind ein Beleuchtungsmittel für die Beleuchtung mit weißem Licht und ein Beleuchtungsmittel für die Beleuchtung mit infrarotem Licht vorgesehen.
Die Kombination von mehreren Beleuchtungen (Infrarot und Weiß) kann auch dazu genutzt werden, Informationen darüber zu erhalten, ob es sich bei dem Identitätsdo- kument 5 um ein Original oder eine Kopie/Fälschung handelt. Bei einer Kopie zeigen alle Zeichen ein gleichartiges spektrales Verhalten, während Orginaldokumente sowohl infrarot detektierbare Schriften enthalten als auch visuell erkennbare.
Es können durch Beleuchtung im Ultraviolettbereich fluoreszierende Merkmale des Identitätsdokuments 5, beispielsweise eine Hintergrundstruktur oder ein Sicherheitsmerkmal sichtbar gemacht werden.
Aus dem drahtlosen Modul 8 (RFID) der mobilen Einheit 9 (z.B. Kundenkarte ) können einerseits Nutzerdaten gelesen werden. Andererseits können Daten, beispielsweise betreffend das gemietete Fahrzeug oder ein Bonussystem, an das drahtlose Modul 8 übertragen werden.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Vorrichtung 1 kann, beispielsweise im Fuß 3 mindestens eines der folgenden Mittel zur Kommunikation integriert sein:
a) NFC ( Near Field Communication Technology ) b) Kommunikationsstandards für Mobiltelefone ( GPRS, WLAN, UMTS, Bluetooth etc.) c) SMS ( Short Message System ) d) Kommunikationsstandards für Handheld Computers , Notebooks, etc
Vermittels mindestens einer der Technologien a bis c können dem Kunden beispielsweise auf sein Mobiltelefon übertragen werden:
Rechnung
Mietvertrag
Parkplatznummer, Stellplatznummer
Lageplan Parkplatz
Elektronischer Wegweiser
Städteinformation
Reiseroute mit Hotel / Retaurantführer etc In einer am Parkplatz des gemieteten Fahrzeugs vorgesehenen Schlüsselbox 10, wie in Figur 2 gezeigt, kann ebenfalls mindestens eine der Technologien a bis c eingesetzt werden, um eine Berechtigung zum Öffnen der Schlüsselbox 10 zu identifizieren. Die gezeigte Schlüsselbox 10 ist mit vier Fächern 13.1 bis 13.4 ausgestattet und beispielsweise vier einander benachbarten Parkbuchten des Parkplatzes zugeordnet. Mit der Berechtigung zum Öffnen lässt sich das dem gemieteten Fahrzeug zugeordnete Fach 13.1 bis 13.4 öffnen.
Die Kundenkarte kann als ebook mit Anzeigemitteln ausgeführt sein, um einen von der Vorrichtung 1 auf die Kundenkarte übertragenen Lageplan des Parkplatzes oder eine Wegbeschreibung zum Parkplatz darzustellen.
Die Vorrichtung 1 enthält eine Schnittstelle zu einem KFZ Buchungs System, um eine aktuelle Karte des Parkplatzes auf einem Display anzeigen zu können, aus der ersichtlich wird, welches Fahrzeug an welcher Stelle des Parkplatzes geparkt ist. Die Fahrzeuge können auf dem Display farbig mit Originalbildern dargestellt sein.
Zur Kommunikation mit der mobilen Einheit 9 wird eine Reichweite, in der die mobile Einheit 9 sich vom Sensor zur drahtlosen Kommunikation befindet, beschränkt, beispielsweise durch eine Übertragung nach dem Standard ISO14443. Die Übertragung zwischen dem Sensor zur drahtlosen Kommunikation und der mobilen Einheit 9 kann durch geeignete Protokolle gesichert werden.
Die Auflagefläche 4 für das Identitätsdokument 5 und ein Erfassungsbereich des optischen Sensors sind vorzugsweise hinreichend groß, um sowohl Identitätsdokumente 5 im Scheckkartenformat als auch größere Dokumente, beispielsweise ältere, mehrfach gefaltete Führerscheine in aufgeklappter Form lesen zu können.
In mindesten einem der erfassten Bilder des Führerscheins kann ein Länderkennzeichen identifiziert werden. Die weitere Auswertung der Bilder kann auf dem identifizierten Länderkennzeichen basieren. Vorzugsweise werden im Führerschein standardisierte Feldnummern identifiziert. Den standardisierten Feldnummern sind bestimmte Informationen zugeordnet, wie zum Beispiel:
1. Name
2. Vorname
3. Geburtsdatum und -ort 4a. Ausgabedatum
4b. Gültigkeitsdatum 4c. Ausgabeort
Nach der optischen Erfassung des Bildes kann zunächst ein Dokumenttyp erkannt werden. Entsprechend dem erkannten Dokument kann eine Segmentierung des Bildes erfolgen, um Bereiche festzulegen, in denen bestimmte zu identifizierende Informationen zu erwarten sind.
Die Bereiche können in Abhängigkeit vom erwarteten Inhalt mit variierbaren Bildauflösungen erfasst oder weiterverarbeitet werden.
Einzelne Textinhalte können mittels Zeichenerkennung (optical character recogniti- on) isoliert werden.
Im optischen Teil der Erfassung wird durch die Wahl des Spektrums der Beleuchtung und durch die gewählte Auflösung die Art der erkennbaren Merkmale festgelegt. Hintergrundstrukturen können die Zeichenerkennung erheblich beeinflussen und beeinträchtigen. Durch den Einsatz von infrarotem Licht werden die farbigen Hintergrundstrukturen unterdrückt und die maschinenlesbaren Zeichen hervorgehoben.
Die standardisierten Feldnummern können insbesondere in weißem Licht erkannt werden, während die Zeichenerkennung selbst auf einem infraroten Bild aufsetzt.
Durch die Speicherung eines der Bilder des Führerscheins lässt sich ein Nachweis über die Vorlage dieses Dokuments beim Anmieten erbringen. Die Beleuchtung kann durch einen Blitz des jeweiligen Beleuchtungsmittels erfolgen, um den Einfluss von Fremdlicht auf die Qualität der Aufnahme zu minimieren. Ebenso kann zu diesem Zweck eine Polarisationsfolie in einem Strahlengang zwischen dem optischen Sensor und dem Identitätsdokument 5 vorgesehen sein.
Auf die mobile Einheit 8 kann eine Berechtigung zum Öffnen einer einem zu mietenden Fahrzeug zugeordneten Schlüsselbox 10 übertragen werden. Ebenso kann auf ein im oder auf dem Mietvertrag angeordnetes RFID-Modul eine Berechtigung zum Öffnen einer einem zu mietenden Fahrzeug zugeordneten Schlüsselbox 10 übertragen werden. Der Mieter entnimmt den Schlüssel stattdessen aus der Schlüsselbox 10 beim Fahrzeug und hinterlegt den Schlüssel bei Rückgabe des Fahrzeugs am selben Ort oder an einem Servicepoint.
Die Schlüsselboxen 10 sind ebenfalls mit einem RFID-Leser versehen, um zum einen die Berechtigung der mobilen Einheit 8 oder des Mietvertrags zum Öffnen zu erkennen und zum anderen einen mit einem RFID-Modul versehenen Fahrzeugschlüssel zu identifizieren, damit die Rückgabe des Fahrzeugs gemeldet werden kann.
Die Vorrichtung 1 kann auch in den Empfangstisch 2 integriert sein. Der optische Sensor kann in diesem Fall als eine Flachbettscanner oder eine Kamera zum Erfassen des Identitätsdokuments 5 von einer Unterseite her ausgebildet sein.
Als Identitätsdokument 5 kann auch ein Reisepass, ein Personalausweis, eine Kreditkarte oder ein anderes Dokument verwendet werden.
Es kann alternativ eine Beleuchtung des Identitätsdokuments 5 mit nur einem Beleuchtungsmittel vorgesehen sein.
Zusätzlich kann in der Vorrichtung 1 eine Lesevorrichtung für eine mit einem Magnetstreifen versehene Karte, beispielsweise eine Kreditkarte vorgesehen sein. Ein typischer Anmietvorgang kann folgendermaßen ablaufen:
Der Mieter oder Kunde identifiziert sich an der Vorrichtung 1 mit seiner Kundenkarte (mobile Einheit 9). Dabei werden relevante Daten von der mobilen Einheit 9 in die Vorrichtung 1 eingelesen. Hat ein Kunde noch keine Kundenkarte, beispielsweise bei Erstanmietung, erfolgt eine Identifizierung mit einem Identitätsdokument 5, beispielsweise mit einem Reisepass, Personalausweis oder sofern zugelassen, mit dem Führerschein. Der Führerschein wird in jedem Fall gelesen und auf Echtheit überprüft, da diese eine Voraussetzung für die Freigabe eines Mietvertrags ist. Das bedeutet, dass bei Mietern ohne Kundenkarte gegebenenfalls zwei Identitätsdokumente 5 gelesen werden müssen.
Falls die Kreditkartendaten des Kunden nicht bereits in der Datenverarbeitungseinheit verfügbar sind oder von der Kundenkarte gelesen wurden, kann das Lesen einer Kreditkarte vorgesehen sein, beispielsweise mittels eines in die Vorrichtung 1 optional integrierten Magnetstreifenlesegeräts .
Schließlich unterschreibt der Kunde den Mietvertrag elektronisch auf dem Unterschriftenfeld 6.
Für Kunden ohne Kundenkarte kann eine Kundenkarte durch die Vorrichtung 1 erstellt werden, indem der Sensor zur drahtlosen Kommunikation mit einem drahtlosen Modul 8 (RFID-Tag) eines Kundenkartenrohlings entsprechend kommuniziert.
Dann wird das gemietete Fahrzeug zugeteilt. Mit der Zuteilung wird zumindest eine Parkplatz-Standnummer vergeben und ein Autorisierungscode zum Öffnen einer Schlüsselbox 10 auf der Kundenkarte oder im Mobiltelefon des Kunden hinterlegt.
Der Kunde erhält nun entweder
- den Mietvertrag und gegebenenfalls weitere Unterlagen in Papierform
- den Mietvertrag und gegebenenfalls weitere Unterlagen aufs Mobiltelefon übermittelt - den Mietvertrag und gegebenenfalls weitere Unterlagen auf die Kundenkarte übermittelt ( die nun auch für Neukunden erstellt wurde )
Der Kunde geht zum Stellplatz des Fahrzeugs und öffnet mittels der Kundenkarte oder des Mobiltelefons die zugehörige Schlüsselbox 10.
Die Rückgabe des Fahrzeugs erfolgt später an einem Servicepoint, wo das Fahrzeug gewaschen, getankt und gewartet wird. Das betreffende Servicepersonal legt mittels einer eigenen ID-Karte mit RFID-Modul den Fahrzeugschlüssel wieder in die Schlüsselbox 10 zurück und bestätigt, beispielsweise durch Drücken einer Taste (beispielsweise #) an einer numerischen Tastatur 11 der Schlüsselbox 10 die ordnungsgemäße Rückgabe des Fahrzeuges. Optional kann dies durch Lesen des eines RFID-Moduls des Fahrzeuges gegenbestätigt werden. Mit der Kennung und Erkennung des rückführenden Servicemitarbeiters wird ein Abhandenkommen von Fahrzeugen durch Servicepersonal reduziert, da nachverfolgbar.
Am Empfangstisch 2 der Vermietstation wird gleichzeitig die Wiederverfügbarkeit des Fahrzeugs registriert und ggf durch optische Anzeige des Parkplatzlayoutes sein aktueller Standort angezeigt. Hierzu ist eine Datenverbindung zwischen einem Controller 12 der Schlüsselbox 10 und der Datenverarbeitungseinheit am Empfangstisch erforderlich. Durch die unmittelbare Anzeige der Weitervermietbarkeit des Fahrzeuges ergibt sich ein Zeitvorteil und Kundenvorteil. Am Empfangstisch 2 ist zeitnah aktualisiert erkennbar, welche Fahrzeuge mit welchen Ausstattungsmerkmalen verfügbar sind. So entfallen Unsicherheiten und Verzögerungen infolge der Laufzeit des Schlüssels vom Servicepoint zum Empfangstisch 2 der Vermietstation. BEZUGSZEICHENLISTE
Vorrichtung zur automatischen Datenerfassung
Empfangstisch
Fuß
Auflagefläche
Identitätsdokument
Unterschriftenfeld
Oberteil
Drahtloses Modul
Mobile Einheit
Schlüsselbox
Tastaturfeld
Controller
Fach
