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Title:
METHOD AND DEVICE FOR BAKING STRIPS OF DOUGH
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2000/051437
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and device for baking a strip of dough (12), especially for the production of wafers, such as wafer rolls. According to the invention, a dough high in sugar content is applied to a flexible carrier strip (9), which is fed through a heated baking chamber (3) and undergoes several changes of direction, said strip being arranged in one or several tracks. The dough is baked in the baking chamber (3) and removed from said chamber on the side containing an exit. The carrier strip (9) consists preferably of a flexible plastic strip or of a plastic-coated strip with a high degree of flexibility.

Inventors:
Steiner, Uwe (Auf den Kottenbergen 16a Radebeul, D-01445, DE)
Lippert, Claus (Burgwardstr. 42 Dresden, D-01159, DE)
Application Number:
PCT/EP2000/001767
Publication Date:
September 08, 2000
Filing Date:
March 01, 2000
Export Citation:
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Assignee:
HEBENSTREIT-RAPIDO GMBH (Gartenstrasse 60-68 Radebeul, D-01445, DE)
Steiner, Uwe (Auf den Kottenbergen 16a Radebeul, D-01445, DE)
Lippert, Claus (Burgwardstr. 42 Dresden, D-01159, DE)
International Classes:
A21B1/48; A21B5/02; A21C15/00; A21C15/02; A21B1/00; A21B5/00; A21C15/00; (IPC1-7): A21B1/48; A21B5/02; A21C15/00
Attorney, Agent or Firm:
GRÜNECKER, KINKELDEY, STOCKMAIR & SCHWANHÄUSSER (Maximilianstrasse 58 München, D-80538, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zum Backen von Teigbändern (12), insbesondere zur Herstellung von Waffeln, wie z. B. Waffelröllchen, bei dem ein zuckerhaltiger Teig auf ein flexi bles und unter mehrfacher Richtungsänderung durch einen beheizten Backraum (3) geführtes Trägerband (9) in einer Spur oder mehrspurig aufgegeben, in der Atmo sphäre des Backraumes gebacken und an einer Austrittsseite von diesem abge nommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Teig auf ein dünnes, endloses, hochflexibles, lebensmitteltaugliches, wärmebeständiges und antiadhäsives Kunststoffmaterialband (9) aufgegeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die ge backenen Teigbänder (12) anschließend auf Wickeldorne (14) aufgewickelt werden.
4. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der auf den Wickeldorn (14) aufgewickelte Teig bandwickel zu Waffelröllchen abgelängt wird.
5. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerband, insbesondere unter Mehrfachum lenkung im wesentlichen vertikal oder horizontal durch den Backraum geführt wird.
6. Vorrichtung zum Backen von Teigbändern (12), insbesondere zur Herstel lung von Waffeln, wie z. B. Waffelröllchen, mit einem flexible, unter Mehrfachum lenkung durch einen beheizten Backraum (3) geführten Trägerband (9).
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Träger band (9) ein Endlosband, insbesondere ein hochflexibles Kunststoffoder kunst stoffbeschichtetes Band ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine TrägerbandMehrfachumlenkeinrichtung mit fliegend gelagerten Bandrollen (8 ; 10) vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen zwischen zwei in Laufrichtung des Trägerbandes (9) abfolgend angeordneten Ban drollen (8 ; 10) im Winkel zueinander, vorzugsweise unter ca. 90° zueinander, ver setzt angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die TrägerbandMehrfachumlenkeinrichtung eine Mehrzahl oberer und unterer Bandrol len (8 ; 10) aufweist.
11. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 10, gekennzeichnet durch ein geteiltes, aufklappbares Gehäuse (1 ; 2).
12. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 11, gekennzeichnet durch Heizeinrichtungen für den Backraum (3) innerhalb des Gehäuses (1 ; 2).
13. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 11, gekennzeichnet durch Infrarotstrahler, vorzugsweise in Verbindung mit und/oder entlang von Innenwänden des Gehäuses (2).
14. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwände des Gehäuses (2) zumindest teilweise Wärmestrahlungsflächen bilden.
15. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwände des Gehäuses (2) zumindest teilweise beheizbar sind und Wärmeenergie auf das Trägerband (9) durch Konvek tion und/oder Strahlung übertragbar ist, wobei eine Temperatur des Trägerbandes (9) und/oder der Heizeinrichtung des Backraumes (3), insbesondere der Innenwän de des Gehäuses (2), in Abhängigkeit von einem vorgegebenen Temperatursollwert kontinuierlich oder diskret regelbar ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Tempe ratursollwert im Bereich der Backtemperatur des Teigbandes (10), jedoch unterhalb einer maximal zulässigen Betriebstemperatur des Trägerbandes (9) liegt.
17. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwände des Backraumes (3) mittels Elektroenergie, Gas, Heißluft oder Heizöl beheizbar sind.
18. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 16, gekennzeichnet durch Wärmeleitbleche (20) in Verbindung mit der Heizein richtung, insbesondere den Innenwänden des Gehäuses (2), die vorspringend zwi schen Abschnitte des Bandlaufes des Trägerbandes (9) ragen, insbesondere zur Abgabe von Wärmestrahlung in Richtung auf eine Rückseite des Trägerbandes (9).
19. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß Wärmestrahlungsflächen im wesentlichen parallel zwischen 90° versetzt angeordneten Bandrollen (8 ; 10) umgelenkten Ab schnitten des Transportbandes angeordnet sind.
20. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 19, gekennzeichnet durch eine Doppelwandstruktur des Gehäuses (1 ; 2), mit ei nem Medienströmungskanal, insbesondere Luftströmungskanal (18), zwischen ei ner Innenwand (2) und einer Außenwand (1) des Gehäuses (1 ; 2).
21. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 20, gekennzeichnet durch eine Luftumwälzeinrichtung, insbesondere ein Gebläse (21), zur Homogenisierung eines Temperaturfeldes und/oder zur Bildung einer Zwangsströmung, innerhalb des Backraumes (3), insbesondere in Verbindung mit Wärmeleitblechen (20), die mit Innenwänden des Gehäuses in wärmeleitender Verbindung sind.
22. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß eine Laufrichtung des Trägerbandes (9) zwi schen den Bandrollen (8 ; 10) im wesentlichen vertikal oder horizontal ist.
23. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schneidvorrichtung stromauf oder stromab der Wickelvorrichtung für das gebackene Teigband vorgesehen ist.
24. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Wickeldorn der Wickelvorrich tung eine Achse schwenkbar für unterschiedliche Aufwickelwinkel des gebackenen Teigbandes gelagert ist.
25. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß in den Backraum (3) gerichtete Wärmestrahler (22), insbesondere in diagonalopponierender Anordnung vorgesehen sind, die ins besondere als gasoder elektrisch beheizter Infrarotstrahler (22,23) ausgebildet sind.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß Wär mestrahler (22,23) beiderseits des Trägerbandes (9), d. h. in Strahlrichtung sowohl auf eine Vorderals auch eine Rückseite des Trägerbandes (9) gerichtet, angeord net sind.
27. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmestrahler (22) diagonalopponierend im wesentlichen angeordnet auf den Eckpunkten eines Rechteckes oder Quadrates angeordnet ist.
28. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Wärmestrahlern (22) Reflexions wände (24) angeordnet sind.
29. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 25 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß Rückseiten der Wärmestrahler (22) mit Refle xionswänden (24a) abgeschirmt sind.
30. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 25 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß beabstandet zu den Reflexionswänden (24) zumindest eine Prallwand (25), vorzugsweise in Doppelanordnung, vorgesehen und zwischen der Prallwandanordnung (25) und der Reflexionswand zumindest ein Luftzirkulationsraum gebildet ist.
31. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 25 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb eines von dem Trägerband umgrenz ten Kernbereiches des Backraumes Wärmestrahler (23), insbesondere Infrarot strahler, in opponierender Anordnung zu den äußeren Wärmestrahlern (22) ange ordnet sind.
32. Vorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß die Heiz leistung der inneren und/oder äußeren Wärmestrahler (23,22) verschieden, insbe sondere variabel und individuell steuerbar ist.
33. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 25 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer Tür (4) eine Prallwand (25) verbunden ist.
34. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 33, dadurch gekennzeichnet, daß eine Aufgießvorrichtung (13) zur Einstellung und/oder Regulierung einer Dicke des Aufgusses bzw. Teigbandes (12) mehrachsig einstelibar ist.
35. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Transportband, insbesondere Teflon beschichteten Glasfaserband, zumindest ein erster Abstreifer, vorzugsweise mit einem Kontaktmaterial im Abstreiferbereich vorgesehen ist, das demjenigen der Oberfläche des Trägerbandes (12) entspricht.
36. Vorrichtung nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster und ein zweiter Abstreifer in Anlage an dem Transportband vorgesehen sind.
Description:
Verfahren und Vorrichtung zum Backen von Teigbändern Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Backen von Teigbän- dern, insbesondere zur Herstellung von Waffeln, wie z. B. Waffelröllchen, aus einem zuckerhaltigen Teig.

Verfahren und Einrichtungen, die Waffelteige kontinuierlich zu Waffelbändern bak- ken bzw. trocknen, sind z. B. aus der WO 97/34492 oder der WO 98/25474 bekannt.

Hierbei wird Waffelbackteig in flüssiger Form auf einen endlosen Backträger in ei- ner Spur oder mehrspurig, insbesondere eine auf einem Trommelmantel ausgebil- deten endlosen Backflache aufgetragen, als endlose Bänder gebacken und zu einer nachgeschalteten, weiterverarbeitenden Station gefördert. Der relativ hohe Anteil an Zucker, Fruchtzucker und ähnlichen Komponenten in der Backmasse hält das gebackene Waffelband bis zu seiner Abkühlung geschmeidig und ermöglicht somit eine weitgehend beliebige Formgebung, z. B. durch Biegen oder Prägen unmittelbar im Anschluß an den Backvorgang.

Die Rezeptur des Teiges und Temperatur beim Backen bedingen eine entspre- chende Verweildauer des Teiges auf dem Backträger. Die Menge des pro Zeitein- heit zu backenden Teiges ist direkt abhängig von der Geschwindigkeit des Back- trägers und seiner Länge. Für wirtschaftliche Backmengen müssen daher die Backträger eine entsprechende Länge aufweisen. Somit sind große Backtrommel- durchmesser oder langgestreckte Backbänder erforderlich, wie dies auch aus der EP 760 603 hervorgeht.

Solche Einrichtungen haben daher in nachteiliger Weise einen großen Platzbedarf und bedingen eine masseintensive Konstruktion. Da neben dem (bereits selbst ver- hältnismäßig massereichen) Backträger und dem aufgetragenen Teig zwangsweise auch die benachbarten, massiven Konstruktionsteile mitbeheizt werden, ist der er- forderliche Wärmeenergieeintrag hoch, überdies weisen die bekannten Einrichtun- gen massebedingt eine hohe thermische Trägheit auf.

Aus energetischen Gründen ist es daher erforderlich, daß die gesamten Einrichtun- gen in Gehäusen von der Umgebung verhältnismäßig vollständig abgeschlossen werden. Dies führt wegen der großen Abmessungen zu entsprechendem gehäuse- technischen Aufwand.

Überdies neigen zuckerhaltige Teige auf Metallflächen zu einer starken Anhaftung an der Oberfläche des Backträgers. Deshalb weisen die bekannten Einrichtungen vielfach Abstreifer auf, die den gebackenen Teig vom Backträger lösen und die beständig gegen die Oberfläche des Backträgers arbeiten. Hierdurch ist ein ständi- ger Verschleiß, insbesondere der Abstreifer aber auch des Backträgers bedingt.

Schließlich ist wegen des hohen Zuckeranteiles und der anhaftungsbedingt starken Verschmutzung der Backträger eine periodische Reinigung desselben erforderlich, mit der Folge einer Unterbrechung des Backvorganges. Zusätzlich angeordnet Reinigungsstationen zum Sauberbürsten des Backträgers bedingen nicht nur einen erheblichen Zeitaufwand für die Reinigung, sondern auch die Gefahr, daß die glatte Oberfläche des Backträgers weiter beschädigt und aufgerauht wird. Derartige Backträger müssen daher in gewissen Abständen mit hohen Kosten abgeschliffen werden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrich- tung zu schaffen, die das kontinuierliche Backen und Trocknen eines Teigbandes oder mehrerer Teigbänder, insbesondere zur Herstellung von Waffeln, wie z. B.

Waffelröllchen, aus einem zuckerhaltigen Teig gestattet und die nur einen verhält- nismäßig geringen apparatetechnischen Aufwand erfordern, einfache Anforderun- gen an den Backträger stellen und eine wesentlich günstigere Energiebilanz gestat- ten.

Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungs- gemäß dadurch gelöst, daß der zuckerhaltige Teig auf ein flexibles und unter mehrfacher Richtungsänderung durch einen beheizten Backraum geführtes Träger- band aufgegeben, in der Atmosphäre des Backraumes gebacken und an einer Austrittsseite von diesem abgenommen wird.

Vorzugsweise wird der Teig auf ein dünnes, endloses, hochflexibles, wärmebe- ständiges, lebensmitteltaugliches und antiadhäsives Band, insbesondere ein Kunststoffmaterialband oder ein kunststoffbeschichtetes Band, in einer Spur oder mehrspurig nebeneinander aufgegeben. Bevorzugte Bandwerkstoffe sind Teflon oder ein mit einer Silikongummischicht oder mit Teflon beschichtetes Glasfaserge- webeband.

Das Trägerband soll schnell auswechselbar sein und ist daher vorzugsweise als Endlosband über fliegend gelagerte Bandrollen im Backraum mehrfach umgelenkt und (auch unter Richtungsänderung) in seiner Längsachse, vorzugsweise im we- sentlichen vertikal oder horizontal geführt.

Auf diese Weise ist es möglich, die erforderliche Länge des Backträgers (Trägerbandes) auf begrenztem Raum anzuordnen.

Weitere, bevorzugte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den übrigen Unteransprüchen dargelegt.

Hinsichtlich der Vorrichtung der eingangs genannten Art wird die vorgenannte Auf- gabe erfindungsgemäß gelöst durch die Anordnung eines flexiblen, unter Mehr- fachumlenkung durch einen beheizten Backraum geführten Trägerbandes.

Die Beheizung des Backraumes erfoigt vorzugsweise von mehreren Seiten durch Wärmestrahler (z. B. elektrische oder gasbeheizte Infrarotstrahler oder Kera- mikstrahler).

Der Backraum wird zwischen den Wärmestrahlern vorzugsweise durch Reflexions- wände abgeschirmt, gegebenenfalls unter Einschluß der nach außen weisenden Rückseite der Wärmestrahler. Äußere, vorzugsweise in Mehrfach- Parallelanordnung ausgeführte Prallwände, die sich im wesentlichen parallel zu den Reflexionswänden aber weiter außen liegend erstrecken, gestatten es nicht nur, in dem Raum zwischen Reflexionswänden und Prallwänden eine Luft- Zwangszirkulation zur Kühlung bzw. Vergleichmäßigung des Temperaturfeldes zu bewirken, so daß auf den Einsatz spezieller Wärmedämmstoffe verzichtet werden kann. Die Luftkühlung der Prallwände sorgt im übrigen für eine Minimierung mögli- cher Wärmeabstrahlung nach außen und trägt zu besonders günstigen Energiebi- lanz des erfindungsgemäßen Verfahrens und der Backvorrichtung bei.

Eine vorzugsweise diagonal-opponierende Anordnung der Infrarotstrahler führt in Verbindung mit den Wärme-Reflexionswänden zwischen den Wärmestrahlern, die den Backraum umschließen, zu einer besonderen Homogenisierung des Tempera- turfeldes im Backraum.

Vorzugsweise kann die Heizleistung der Wärmestrahler in Abhängigkeit von der Position innerhalb der Backeinrichtung variieren, um den Temperaturverlauf dem Backprozeß anzupassen.

Die Beheizung des Backraumes erfolgt vorzugsweise über die beheizten Innen- wände des Gehäuses, vorzugsweise in Verbindung mit Wärmeleitblechen, die die Abstrahlungsfiäche der Innenwände weiter vergrößern und lokal auch die Erwär- mung des Trägerbandes von dessen Rückseite gleichmäßig ermöglichen.

Weitere, bevorzugte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den übrigen Unteransprüchen dargelegt.

Der konstruktive Aufwand für Gestell, Antrieb und Gehäuse der Vorrichtung ist we- gen der durch die Mehrfachumlenkung des dünnen Trägerbandes ermöglichte ge- ringe Baugröße der Vorrichtung minimiert.

Ebenfalls ist der erforderliche Energieeintrag und die thermische Trägheit der Vor- richtung deutlich vermindert, da auch der Backträger (Trägerband) selbst eine ge- ringe Masse aufweist, und auch die erforderlichen, sekundären Konstruktionsteile geringvolumig und damit weniger masseintensiv im Vergleich zum Stand der Technik sind.

Vorzugsweise ist das Trägerband ein Kunststoffband und weist antiadhäsive Ei- genschaften auf, so daß ein leichtes Ablösen des gebackenen Teiges, insbesonde- re Waffelteiges, vom Trägerband erfolgen kann, ohne daß ein permanenter Ab- streifeingriff erforderlich ist.

Vorzugsweise ist das Trägerband ein teflonbeschichtetes Glasfaser-oder Glasge- webewand.

Überdies gestattet die bevorzugte fliegende Lagerung des Endlos-Trägerbandes über Backrollen ein kurzfristiges Auswechseln eines verschmutzten Trägerbandes, das dann außerhalb der Vorrichtung schonend und mit minimalem Verschleiß ge- reinigt werden kann. Die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemä- ße Verfahren sind daher wesentlich weniger kostenintensiv und gestatten die Her- stellung von Waffeiröllchen bei wesentlich vermindertem verfahrens-und vorrich- tungstechnischen Aufwand.

Vorzugsweise kann das Gehäuse einen Doppelmantel aufweisen, der zugleich zur Vorwärmung und Zuführung von Warmluft in das Innere des Backraumes, vor- zugsweise von unten her, benutzt wird, während an der Oberseite des Backraumes eine Abströmöffnung für den feuchten Backwrasen vorgesehen ist.

Es ist ferner vorteilhaft, durch Teilung und Schwenklagerung der Teile des Gehäu- ses aneinander den Backraum leicht zugänglich zu gestalten, auch zur Auswechs- lung des Trägerbandes. Eine vorzugsweise vorgesehene Luftzirkulationseinrichtung kann, auch in Verbindung mit einer Regeleinrichtung für die Beheizung des Back- raumes, sowohl eine Luftzwangsströmung innerhalb des Gehäuses wie auch ein möglichst gleichmäßiges Temperaturfeld innerhalb des Backraumes gewährleisten.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles und zugehöri- gen Zeichnungen näher erläutert. In diesen zeigen : Fig. 1 einen Waffelbackautomaten zur Herstellung von Waffelröllchen nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung in schematischer Darstellung und bei geöffnetem Gehäuse in perspektivischer Darstellung, Fig. 2 eine Längsschnittdarstellung des Waffelbackautomaten nach Fig. 1 in schematischer Ansicht, Fig. 3 eine Längsschnittdarstellung des Waffelbackautomaten nach Fig. 1 in im Vergleich zu Fig. 2 um 90° gedrehter Schnittdarstellung, schematisch, Fig. 4 eine Prinzipdarstellung eines Bandlaufes des Trägerbandes in einem Waf- felbackautomaten nach Fig. 1, Fig. 5 eine schematische Darstellung eines Bandlaufes des Trägerbandes nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung, Fig. 6 einen Querschnitt eines Waffelbackautomaten nach einem weiteren Aus- führungsbeispiel der Erfindung, und Fig. 7 eine schematische Schrägdarstellung des Waffelbackautomaten nach Fig. 6 bei geöffnetem Gehäuse und in perspektivischer Darstellung, vergleichbar wie Fig. 1.

Figur 1 zeigt einen Waffelbackautomaten in schematischer Darstellung zur Herstel- lung von Waffelröllchen nach einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

In einem Isolationsgehäuse 1 ist ein den Backraum 3 begrenzendes Innengehäuse 2 angeordnet, das in Verbindung mit einer Schwenktür 4 des Isolationsgehäuses 1 geöffnet werden kann und ein mit dieser verbundenes, vom übrigen Innengehäuse 2 wegschwenkbares Innengehäuseteil 5 aufweist, so daß der Backraum 3 innerhalb des Innengehäuses 1 umschlossen werden kann. Innerhalb des Innengehäuses 2 ist im unteren Bereich eine durch eine äußere Stell-und Spannvorrichtung 6 gela- gerte Welle 7 mit zwei Bandrollen 8 angeordnet, die als untere Umlenkrollen für ein endloses Trägerband 9 dienen, dessen Bandlauf sich im wesentlichen vertikal durch den Backraum 3 des Innengehäuses 2 zwischen den unteren Bandrollen 8 und den oberen Bandrollen 10, von denen die außenliegende angetrieben ist, (s. auch Fig. 2 und 3) erstreckt.

Der Bandlauf des Trägerbandes 9 zwischen den oberen Bandrollen 8 und den flie- gend auf Wellen 11 gelagerten Bandrollen 10 ist in Fig. 4 schematisch dargestellt.

Die obere, aus dem Backraum nach außen freiliegende Backrolle 10 ist von der Welle 11 angetrieben. Das Trägerband 9 ist als Endlosband, vorzugsweise aus wärmebeständigem Kunststoffmaterial, wie Teflon-beschichteten oder silikongum- mibeschichteten Glasfaserband, gebildet und kann dank der fliegenden Lagerung der oberen Bandrollen 10 mittels der Wellen 11 einfach abgezogen und dadurch auch einfach ausgewechselt werden. Das Trägerband 9 ist ein dünnes, hochflexi- bles und mit einer antiadhäsiven, lebensmitteltauglichen Oberfläche versehenes Bandmaterial, das zumindest für den Backtemperaturbereich (z. B. 150°-220°C) die erforderliche Dau- er-Temperaturbeständigkeit aufweist. Die mehrfache Umlenkung des Trägerbandes 9 führt zur für den Backprozeß erforderlichen Länge des Backträgers und damit zur erforderlichen Verweilzeit eines auf das Trägerband als stark zuckerhaltiger, flüssi- ger Teig aufgegebenen Teigbandes 12, das mit einer Teigauftragsvorrichtung 13 im Bereich der oberen Bandrolle 10 auf das Trägerband 9 aufgetragen wird.

Von besonderem Vorteil ist nicht nur die durch die Vertikalführung des Bandlaufes des Trägerbandes 9 erreichte, platzsparende Bauweise, die überdies durch das verwendete Trägerband und dessen Aufnahme zu einer trägheitsarmen Konstrukti- on und zu geringem Energiebedarf für den Backprozeß und die Beheizung des Backraumes 3 führt, sondern auch die jeweils um 90° versetzte Achsanordnung zwischen unteren Bandrollen 8 und oberen Bandrollen 10, die dazu führt, daß das Trägerband 9 und damit auch das Teigband 12 einen in Laufrichtung verdrehten Verlauf nimmt, so daß die Außenfiäche des Teigbandes 12 und auch des Träger- bandes 9 in diesem Bereich schräg verläuft, mit der Folge, daß durch eine z. B. ok- togonale Grundflächengestaltung des Innengehäuses 2 und Verwendung des In- nengehäuses 2 zugleich als Heizeinrichtung für das Teigband 12 geneigte Ab- schnitte 2a des innengehäuses 2 als Wärmestrahlungsfläche dem Teigband 12 weitgehend parallel und zugewandt gegenüberliegen, was die Gleichmäßigkeit des Backprozesses und der Wärmeabstrahlung in Richtung des Träger-und Teigban- des 9,12 verbessert.

Der zuckerhaltige Teig haftet einerseits nach dem Aufgießen durch die Aufgießvor- richtung 13 hervorragend an dem Trägerband 9, löst sich aber andererseits auch durch dessen möglichst glatter, antiadhäsiver Kunststoffoberfläche aufgrund seiner hohen Formänderungsfähigkeit hervorragend wieder von dem Trägerband ab und kann nach Verlassen des Trägerbandes 9 an der oberen Bandrolle 10 direkt auf einen Wickeldorn 14 einer Wickelvorrichtung 15 geführt und zu einer Waffelhülse mehrfach schraubenförmig auf den Wickeldorn 14 aufgewickelt werden, um sodann durch eine hier nicht gezeigte Schneidvorrichtung und Ablängen der Waffelhülse 16 die Hersteilung kurzer Waffelröllchen zu gestatten.

Obwohl die Heizeinrichtungen hier nicht speziell dargestellt sind und durch ver- schiedene Heizmedien realisiert werden können, dienen als Heizkörper insbeson- dere die Wände des Innengehäuses 2, die als Wärmestrahlungsflächen durch elektrische, vol-, Gas-oder sonstige Heizmedien (Heißluft) erwärmt werden können.

Nachdem das Teigband 12 sich jeweils auf der Außenseite des Trägerbandes 9 und damit den Innenwänden des Innengehäuses 2 zugewandt befindet, ist das Teigband 12 der Wärmestrahlung von den Innenwänden des Innengehäuses 2 ausgesetzt. Vorzugsweise sind entlang der Innenfläche des Innengehäuses 2 elek- trische Heizplatten, gegebenenfalls hinter einer Innenverkleidung aus Al-Material als Heizelemente angeordnet, während das Innengehäuse 2 im übrigen aus Däm- material innerhalb einer Außenblechverkleidung gebildet ist.

Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist das Innengehäuse 2 geteilt, so daß der Backraum 3 z. B. zum Auswechseln des Trägerbandes 9 oder für jede Art von Wartungs-oder Vorbereitungsarbeiten leicht zugänglich ist.

Vorzugsweise sind die Heizplatten innerhalb der Wandung des Innengehäuses 2 in mehreren Stufen unterschiedlicher Leistung und auch abschnittsweise auf unter- schiedliche Leistungen schaltbar.

Wie auch aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich, ist die obere Bandrolle 10, in deren Be- reich das gebackene Teigband 12 (Waffelband) abgenommen und zu dem Wickel- dorn 14 geführt wird, und in dessen Bereich auch das Aufgießen des flüssigen Tei- ges erfolgt, so angeordnet, daß die Bandrolle 10 teilweise außerhalb des isolat- onsgehäuses 1 angeordnet und jedenfalls außerhalb desselben gelagert ist, so daß das Eintragen und Austragen des Teiges bzw. Teigbandes auf bzw. von dem Trä- gerband 9 in günstiger Weise möglich ist. Im bodenseitigen Bereich ist-wie in Fig.

2 gezeigt-das innengehäuse 2 mit Lufteinlaßöffnungen 17 versehen, die mit einem Luftströmungskanal 18, gebildet zwischen dem Isolationsgehäuse 1 und dem In- nengehäuse 2, verbunden sind. Im oberen Teil des Innengehäuses 2 sowie des Isolationsgehäuses 1 weisen die Gehäuse Luftauslaßöffnungen 19 auf, so daß nicht nur vorgewärmte, trockene Umgebungsluft von unten in den Backraum 3 ein- geführt, sondern auch das Ausströmen von feuchten Backwrasen und eine ent- sprechende Warmluftzirkulation innerhalb des Backraumes 3 möglich sind. In Ver- bindung mit Wärmeleitblechen 20, die auch als Luftführungseinrichtungen innerhalb des Backraumes 3 wirksam sind, kann einerseits eine Zufuhr von Strahlungswärme z. B. zur Rückseite des Transportbandes 9 für eine auch rückseitige Erwärmung desselben möglich sein, wenn-wie gezeigt-die Wärmeleitbleche mit der durch das innengehäuse gebildeten Heizeinrichtung wärmeleitend verbunden und an die- sem Innengehäuse angebracht sind, andererseits wird durch ein Gebläse 21, vor- zugsweise im oberen Bereich des Waffelbackautomaten und in Strömungsverbin- dung mit dem Backraum 3 innerhalb desselben eine Luftzwangsumwälzung und Zwangsströmung eingerichtet, wie dies durch die Luftströmungspfeile in den Fig. 2 und 3 angedeutet ist. Auf diese Weise kann eine gleichmäßige Zwangsumwälzung der erwärmten Luft innerhalb des Backraumes 3 zur Erzielung eines möglichst gleichmäßigen Temperaturfeldes stattfinden.

Überdies kann eine-hier nicht gezeigte-Regeleinrichtung in Verbindung mit Tem- peraturfühlern, z. B. sowohl im Bereich der Bandrollen 8,10 als auch des Trans- portbandes 9 oder der Wände des als Heizeinrichtung fungierenden Innengehäuses 2 vorgesehen sein kann, durch Regelung der Heizleistung einen vorgegebenen Temperatursollwert und eine konstante Backtemperatur zu erreichen.

Die in Verbindung mit dem Gebläse durch den Backraum gesaugte Luft wird auf ihrem Weg in den Backraum durch den Luftführungskanal 18 entlang der Rückseite des warmen innengehäuses 2 geführt und auf diesem Weg erwärmt, so daß die Luft bereits vorgewärmt in den Backraum 3 durch die Einlaßöffnungen 17 eintritt.

Sodann erfolgt eine weitere Aufheizung derselben in Verbindung mit der Heizein- richtung des Innengehäuses 2, so daß die erforderliche Wärme für das Backen des Teigbandes 12 und für die Erwärmung des Trägerbandes 9 durch Konvektion und Strahlung auf diese übertragen wird.

Auf diese Weise wird eine sehr kompakte, kleinbauende, unkomplizierte und-we- gen ihrer geringen Masse-sehr trägheitsarme Waffelbackeinrichtung realisiert, die mit vergleichsweise geringem Energieeinsatz zu einer hervorragenden Backlei- stung führt, eine ausreichende Länge des Backträgers bereitstellt und einen mini- malen Wartungsbedarf hat, da aufgrund der adhäsiven Eigenschaften des vor- zugsweise mit einer Kunststoffoberftäche versehenen Trägerbandes 9 eine be- ständige Reinigung desselben entfällt. Überdies ist das Trägerband 9 leicht aus- wechselbar. Hierfür ist die obere fliegende Lagerung der Bandrollen 10 von beson- derer Bedeutung.

Gegebenenfalls kann das Waffelband nach dem Backen und vor dem Aufwickeln auf den Wickeldorn auch bereits geschnitten werden, um sogieich einzelne Waf- felröllchen zu wickeln. Anstelle des Wickelns kann auch eine andere Formgebung des Waffelbandes erfolgen.

Das Trägerband 9 kann auch aus anderem Material als dem vorgenannten beste- hen, wobei Eigenschaften, wie hohe Flexibilität, Wärmebeständigkeit, Lebensmit- teltauglichkeit und leichte (restlose) Ablösbarkeit des Teigbandes von der Oberflä- che des Trägerbandes 9 (antiadhäsive Eigenschaften) von besonderer Bedeutung sind.

Durch die geringe Masse aller erwärmten Teile innerhalb der Backvorrichtung wird die aufgebrachte Heizleistung in hohem Maße direkt auf das Backgut übertragen, ohne unnötige Erwärmung zusätzlicher, für den Backprozeß unwesentlicher Teile.

Damit wird die Energiebilanz wesentlich verbessert. Durch eine Anpassung der Gehäusegestaltung an den über vertikale Abschnitte"verdrehten"Verlauf des Trä- gerbandes 9 mit dem Teigband 12 ist eine hervorragende gleichmäßige Wärmebe- aufschlagung des Teigbandes 12 und damit ein hervorragendes Backergebnis ge- geben.

Selbstverständlich können auch mehrere Umlenkungen für das Trägerband 9 und größere Einrichtungen vorgesehen sein, wie das beispielhaft für Bandläufe eines Endlos-Trägerbandes 12 in Fig. 5 schematisch verdeutlicht ist, wobei im unteren Bereich vier Bandrollen 8 und zusätzliche Bandrollen 10 in einem mittleren und oberen Bereich (insgesamt 10 Bandrollen) vorgesehen sind.

Ein weiteres Ausführungsbeispiel des Waffelbackautomaten nach der Erfindung ist in den Fig. 7 (perspektivische Schrägdarstellung) und Fig. 6 (schematische Quer- schnittsdarstellung) gezeigt.

Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem vorerläuterten Ausfüh- rungsbeispiel nach Fig. 1 vor allem durch die Ausgestaltung der Heizvorrichtung.

Zur Herabsetzung des Isolationsaufwandes bei gleichzeitig verbessertem und va- riabel sowie punktuell in Bezug auf den Backraum steuerbarem Wärmeprofil inner- halb des Backraumes sind in diesem Ausführungsbeispiel die Heizelemente und entsprechenden Wärmestrahiflächen nicht aktiv durch die Innenwände des Innen- gehäuses gebildet, sondern es werden, vorzugsweise diagonal opponierend ange- ordnete Wärmestrahler, insbesondere elektrisch oder gasbeheizte infrarotstrahler 22 vorgesehen, so daß die Beheizung des Backraumes 3 von mehreren Seiten durch Wärmestrahler 22 erfolgt. Wie in den Fig. 6 und 7 gezeigt, sind für dieses Ausführungsbeispiel die Wärmestrahler 22 in opponierender Diagonalanordnung praktisch auf den Eckpunkten eines Rechteckes oder Quadrates, das den Back- raum im wesentlichen begrenzt, angeordnet.

Zugleich ist in Fig. 6 in unterbrochenen Linien angedeutet und in Fig. 7 auch dar- gestellt, daß korrespondierende (vorzugsweise in ihrer axialen Abmessung) kleine- re Wärmestrahler, insbesondere Infrarotstrahler 23 im Innenraum des Backraumes 3, d. h. zu der jeweils zugewandten Rückseite des Trägerbandes 9 gerichtet, ange- ordnet sind. Auf diese Weise ist nicht nur eine höhere Variabilität hinsichtlich der Temperaturverteilung im Backraum und Steuerbarkeit der Temperatur durch Aus- rüstung der Wärmestrahler 22,23 mit in Abhängigkeit von der Anordnungsposition unterschiedlicher Heizleistung erreicht, es wird auch der unmittelbare Wärmeein- trag in das Teigband 12 gefördert.

Diese Anordnung von Wärmestrahlern, insbesondere gas-oder elektrischbeheizten Infrarotstrahlern innerhalb des Raumes, der von dem Trägerband 9 umgrenzt wird, ist selbstverständlich nicht zwingend, sondern kann in Abhängigkeit von den jewei- ligen Notwendigkeiten hinsichtlich der Zykluszeiten und der Banddurchlaufge- schwindigkeit des Trägerbandes 9 mit dem Teigband 12 gewählt werden.

Der Backraum 3 wird zwischen den (äußeren) Infrarotstrahlern 22 durch Refle- xionswände 24 abgeschirmt, gegebenenfalls auch unter Einschluß der nach außen weisenden Rückseiten der Wärmestrahler 22 mit Reflexionswänden 24a. Durch diese Abschirmung wird nicht nur der Wärmeisolationsaufwand und zugleich die unerwünschte Abstrahlung der Wärme in die Umgebung minimiert, sondern zu- gleich auch die eingestrahite Heizleitung durch Reflexion in den Backraum zurück optimal für den Backprozeß genutzt.

Ferner sind äußere, vorzugsweise in Mehrfach-Parallelanordnung ausgeführte Prallwände 25 vorgesehen, die sich im wesentlichen parallel zu den Reflexions- wänden 24 erstrecken. Diese Prallwände 25 gestatten es nicht nur, in dem Raum zwischen den Reflexionswänden 24 und den Prallwänden 25 eine Luft- Zwangszirkulation zur Kühlung bzw. Homogenisierung des Temperaturfeldes im Backraum zu bewirken, sondern stellen auch einen hohen Wärmeschutz nach au- ßen (Isolationswirkung) her.

Mit einer solchen Anordnung, wie sie in den Fig. 6 und 7 schematisch verdeutlicht ist, kann auf den Einsatz spezieller Wärmedämmstoffe praktisch vollständig ver- zichtet werden. Die Luftkühlung zwischen Reflexionswänden 24 und Prallwänden 25 sowie auch zwischen den Prallwänden 25 sorgt für eine Minimierung möglicher Wärmeabstrahlung nach außen und trägt zur besonders günstigen Energiebilanz eines Backautomaten nach diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung bei.

Die Wärmestrahler 22,23 können selbstverständlich jeweils individuell hinsichtlich ihrer Heizleistung ausgelegt und unabhängig voneinander angesteuert werden, um den Temperaturverlauf im Backraum 3 dem Backprozeß anzupassen.

Die diagonal-opponierende Anordnung der Infrarotstrahler 22 führt in Verbindung mit den Wärme-Reflexionswänden 24 zwischen den Wärmestrahlern 22, die den Backraum 3 umschließen, zu einer besonderen Homogenisierung des Temperatur- feldes im Backraum 3, wobei in Kombination mit den Prallwänden 25 eine nochma- lige Wärmebarriere hinsichtlich der Abstrahlung nach außen und zusätzliche Luft- führungskanäle für die Ausbildung einer Zwangsströmung von Kühiluft innerhalb des den Backraum umgebenden Raumes erreicht wird.

Im übrigen ist der Backautomat nach dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 und 7 nach den gleichen Prinzipien gestattet, wie diese bereits in Verbindung mit dem ersten Ausführungsbeispiel erläutert wurden.

Zugleich verdeutlicht das Ausführungsbeispiel nach Fig. 7, daß die Aufgießvorich- tung 13 auch auf der anderen Seite in Bezug auf die obere Bandrolle 10 angeord- net werden kann und die Wickelvorrichtung 15 mit dem Wickeldorn 14 zu Ausbil- dung der Waffelhülse 16 auch auf der von vorn gesehen linken Seite des Gerätes angeordnet sein kann.

Es ist im übrigen darauf hinzuweisen, daß die generelle Bandführung und Haupto- rientierung der Waffelbackvorrichtung zur Herstellung von Waffelröllchen durch Backen von Teigbändern keinesfalls auf die hier dargestellte vertikale Ausrichtung als Hauptachse beschränkt ist, vielmehr kann die Führung des Trägerbandes auch im wesentlichen horizontal erfolgen, wobei das Trägerband 9 entlang seiner Längs- achse gedreht ist.

Mit der Tür 4 ist eine vordere Prallwand 25 verbunden (s. Fig. 7).

Im übrigen wird bevorzugt, daß auf der Abgabeseite des gebackenen Teigbandes 12 zumindest ein erster Abstreifer mit dem Trägerband 9 permanent in Anlage ist, wobei dieser vorzugsweise ebenfalls zumindest in den Kontaktbereich mit dem Trägerband 9 aus Teflonmaterial besteht oder beschichtet ist, und das Trägerband 9 ebenfalls vorzugsweise eine Teflonbeschichtung aufweist, so daß die miteinander in Kontakt stehenden Abstreifer-/Band-Flächen eine Materialpaarung mit gleichen Materialien aufweisen. Hierdurch wird der Verschleiß der Oberfläche des Träger- bandes 9 minimiert.

Vorzugsweise ist nach dem ersten Abstreifer auch noch ein zweiter Abstreifer vor- gesehen.

Zum Ausgleich von Dickenschwankungen des Aufgusses und somit des Teigban- des 12 ist die Aufgießvorrichtung 13 vorzugsweise mehrachsig bewegbar, so daß ein Teigband z. B. in einer Dicke von 0,2 bis 0,6 mm mit hoher Genauigkeit auf das Trägerband 9 aufgegossen und ausgebildet bzw. gebacken werden kann.

Die Ausführungen nach den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 1 und Fig. 6 kön- nen auch in Kombination miteinander angewendet werden, insbesondere was die Ausgestaltung der Beheizung des Backraumes 3 durch Infrarotstrahler und/oder die Wärmeabstrahlung von vorzugsweise den Backraum 3 umgebenden Beheizungs- wänden betrifft.

Die Waffelbackeinrichtung nach der vorliegenden Erfindung, insbesondere zur Herstellung von Waffelröllchen, zeichnet sich durch die Bereitstellung der erforder- lichen Länge des Backträgers auf engstem Raum und somit durch einen kompak- ten Aufbau eine geringe Masse der zu erwärmenden Teile und eine hohe Flexibilität und geringe Wärmespeicherkapazität des Trägerbandes 9 aus, so daß nicht nur für die großindustrielle Anwendung, sondern auch für kleinere Wirtschaftseinheiten ein einfach handhabbares Gerät zur kundennahen Produktion von Waffeln, insbeson- dere Waffelröllchen, zur Verfügung steht.