BALKAU, Karl-Heinz (Deefenallee 8, Oststeinbek, 22113, DE)
RASCH, Jens-Peter (Jungborn 23, Ahrensburg, 22926, DE)
ULUTÜRK, Deniz (Sanitasstrasse 5, Hamburg, 21107, DE)
MATTHIESEN, Martin (Hültkoppel 6 c, Hamburg, 22359, DE)
LEWIN, Frank (Waldstrasse 9a, Tangstedt, 22889, DE)
LINKE, Michael (Nordmarkstrasse 68, Hamburg, 22047, DE)
ZOCHER, Tara (Wasserstieg 1, Hamburg, 22041, DE)
BALKAU, Karl-Heinz (Deefenallee 8, Oststeinbek, 22113, DE)
RASCH, Jens-Peter (Jungborn 23, Ahrensburg, 22926, DE)
ULUTÜRK, Deniz (Sanitasstrasse 5, Hamburg, 21107, DE)
MATTHIESEN, Martin (Hültkoppel 6 c, Hamburg, 22359, DE)
LEWIN, Frank (Waldstrasse 9a, Tangstedt, 22889, DE)
LINKE, Michael (Nordmarkstrasse 68, Hamburg, 22047, DE)
| P a t e n t a n s p r ü c h e 1. Verfahren zur Blasformung von Behältern, bei dem ein Vorformling aus einem thermoplastischen Material nach einer thermischen Konditionierung entlang eines Transportweges im Bereich einer Heizstrecke innerhalb einer Blasform durch Blasdruckeinwirkung in den Behälter umgeformt wird, und bei dem der Vorformling mindestens entlang eines Teiles seines Transportweges im Bereich der Heizstrecke von mindestens einer Heizeinrichtung, die mit mindestens einem rδhrenartigen Heizstrahler versehen ist, mit einem Temperaturprofil versehen wird, das sich in einer Längsrichtung des Vorformlings erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlungs- emission des Heizstrahlers (30) von einer den Heizstrahler (30) positionierenden Heizeinrichtung (62) in unterschiedliche räumliche Richtungen mit unterschiedlicher Intensität abgestrahlt wird. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beeinflussung der Ausbreitung der Heizstrahlung ein Fokussierreflektor (63) verwendet wird. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fokussierreflektor (63) mindestens bereichsweise mit einer ellipsenähnlichen Formgebung versehen wird. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Fokussierreflektors (63) der Heizstrahler (30) mit in Richtung auf die Reflektorfläche (66) umgebogenen Endabschnitten (69, 70) positioniert wird. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Heizstrahler (30) zur Generierung einer NIR-Strahlung verwendet wird. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizstrahler (30) innerhalb eines vom Fokussierreflektor (63) begrenzten Aufnahmeraumes und mit einem geringen Abstand zur Reflektorfläche (66) positioniert wird. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abschattung mindestens eine Abschirmung (76) verwendet wird. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmung (7) zur Abdeckung mindestens eines Um- fangsbereiches des Heizstrahlers (30) verwendet wird. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 , dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmung (76) als Beschich- tung auf dem Heizstrahler (30) positioniert wird. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Abschirmung (76) ein keramisches Material verwendet wird. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtung (62) am Ende einer Heizstrecke (24) positioniert wird. 12. Vorrichtung zur Blasformung von Behältern aus einem thermoplastischen Material, die mindestens eine entlang eines Transportweges eines Vorformlings angeordnete Heizstrecke und eine mit einer Blasform versehene Blasstation aufweist, und bei der entlang mindestens eines Teiles des Transportweges des Vorformlings eine Einrichtung zur Erzeugung eines Temperaturprofils im Bereich des Vorformlings angeordnet ist, wobei sich das Temperaturprofil in einer Längsrichtung des Vorformlings erstreckt und wobei zur Generierung einer Heizstrahlung mindestens ein im Bereich einer Heizeinrichtung angeordneter rδhrenartiger Heizstrahler verwendet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die den Heizstrahler (30) positionierende Heizeinrichtung (62) zur Abstrahlung der Strahlungsemission des Heizstrahlers (30) mit unterschiedlichen Intensitäten in unterschiedliche räumliche Richtungen ausgebildet ist. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtung (62) mindestens einen Fokus- sierreflektor (63) aufweist. 14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13 , dadurch gekennzeichnet, daß der Fokussierreflektor (63) eine mindestens bereichsweise ellipsenähnlich ausgebildete Reflektorfläche (66) aufweist. 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizstrahler (30) in Richtung auf die Reflektorfläche (66) umgebogene Endabschnitte (69, 70) aufweist. 16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizstrahler (30) zur Generierung von NIR-Strahlung ausgebildet ist. 17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizstrahler (30) mit einem geringen Abstand zur Reflektorfläche (66) angeordnet ist . 18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizstrahler (30) mindestens abschnittweise mit einer Abschirmung (76) versehen ist. 19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Abschirmung (76) entlang eines Teilbereiches eines Umfanges des Heizstrahlers (30) erstreckt. 20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmung (76) mindestens bereichsweise als eine Beschichtung des Heizstrahlers (30) ausgebildet ist. 21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmung (76) mindestens bereichsweise aus Keramik ausgebildet ist. 22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtung (62) am Ende einer Heizstrecke einer Blasmaschine positioniert ist, um im Anschluß an eine Grundtemperierung der Vor- formlinge (1) eine Temperierung der Vorformlinge (1) eine Temperaturprofilierung vorzunehmen. |
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Blasformung von Behältern, bei dem ein Vorformling aus einem thermoplastischen Material nach einer thermischen Konditionierung entlang eines Transportweges im Bereich einer Heizstrecke innerhalb einer Blasform durch Blasdruckeinwirkung in den Behälter umgeformt wird, und bei dem der Vorformling mindestens entlang eines Teiles seines Transportweges im Bereich der Heizstrecke von mindestens einer Heizeinrichtung, die mit mindestens einem röhrenartigen Heizstrahler versehen ist, mit einem Temperaturprofil versehen wird, das sich in einer Längsrichtung des Vorformlings erstreckt.
Die Erfindung betrifft darüber hinaus eine Vorrichtung zur Blasformung von Behältern aus einem thermoplastischen Material, die mindestens eine entlang eines Transportweges eines Vorformlings angeordnete Heizstrecke und eine mit einer Blasform versehene Blasstation aufweist, und bei der entlang mindestens eines Teiles des Transportweges des Vorformlings eine Einrichtung zur Erzeugung eines Temperaturprofils im Bereich des Vorformlings angeordnet ist, wobei sich das Temperaturprofil in einer Längsrichtung des Vorformlings erstreckt und wobei zur Generierung einer Heizstrahlung mindestens ein im Bereich einer Heizeinrichtung angeordneter röhrenartiger Heizstrahler verwendet ist .
Bei einer Behälterformung durch Blasdruckeinwirkung werden Vorformlinge aus einem thermoplastischen Material, beispielsweise Vorformlinge aus PET (Polyethylenterephthalat) , innerhalb einer Blasmaschine unterschiedlichen Bearbeitungsstationen zugeführt. Typischerweise weist eine derartige Blasmaschine eine Heizeinrichtung sowie eine Blaseinrichtung auf, in deren Bereich der zuvor temperierte Vorformling durch biaxiale Orientierung zu einem Behälter expandiert wird. Die Expansion erfolgt mit Hilfe von Druckluft, die in den zu expandierenden Vorformling eingeleitet wird. Der verfahrenstechnische Ablauf bei einer derartigen Expansion des Vorformlings wird in der DE-OS 43 40 291 erläutert. Die einleitend erwähnte Einleitung des unter Druck stehenden Gases umfaßt auch die Druckgaseinleitung in die sich entwickelnde Behälterblase sowie die Druckgaseinleitung in den Vorformling zu Beginn des Blasvorganges.
Der grundsätzliche Aufbau einer Blasstation zur Behälterformung wird in der DE-OS 42 12 583 beschrieben. Möglichkeiten zur Temperierung der Vorformlinge werden in der DE- OS 23 52 926 erläutert.
Innerhalb der Vorrichtung zur Blasformung können die Vorformlinge sowie die geblasenen Behälter mit Hilfe unterschiedlicher Handhabungseinrichtungen transportiert werden. Bewährt hat sich insbesondere die Verwendung von Transport- dornen, auf die die Vorformlinge aufgesteckt werden. Die Vorformlinge können aber auch mit anderen Trageinrichtungen gehandhabt werden. Die Verwendung von Greifzangen zur Handhabung von Vorformlingen und die Verwendung von Spreizdornen, die zur Halterung in einen Mündungsbereich des Vor- formlings einführbar sind, gehören ebenfalls zu den verfügbaren Konstruktionen.
Eine Handhabung von Behältern unter Verwendung von Übergaberädern wird beispielsweise in der DE-OS 199 06 438 bei einer Anordnung des Übergaberades zwischen einem Blasrad und einer Ausgabestrecke beschrieben.
Die bereits erläuterte Handhabung der Vorformlinge erfolgt zum einen bei den sogenannten Zweistufenverfahren, bei denen die Vorformlinge zunächst in einem Spritzgußverfahren hergestellt, anschließend zwischengelagert und erst später hinsichtlich ihrer Temperatur konditioniert und zu einem Behälter aufgeblasen werden. Zum anderen erfolgt eine Anwendung bei den sogenannten Einstufenverfahren, bei denen die Vorformlinge unmittelbar nach ihrer spritzgußtechnischen Herstellung und einer ausreichenden Verfestigung geeignet temperiert und anschließend aufgeblasen werden.
Im Hinblick auf die verwendeten Blasstationen sind unterschiedliche Ausführungsformen bekannt. Bei Blasstationen, die auf rotierenden Transporträdern angeordnet sind, ist eine buchartige Aufklappbarkeit der Formträger häufig anzutreffen. Es ist aber auch möglich, relativ zueinander verschiebliche oder andersartig geführte Formträger einzusetzen. Bei ortsfesten Blasstationen, die insbesondere dafür geeignet sind, mehrere Kavitäten zur Behälterformung aufzunehmen, werden typischerweise parallel zueinander angeordnete Platten als Formträger verwendet. Vor einer Durchführung der Beheizung werden die Vorform- linge typischerweise auf Transportdorne aufgesteckt, die den Vorformling entweder durch die gesamte Blasmaschine transportieren oder die lediglich im Bereich der Heizeinrichtung umlaufen. Bei einer stehenden Beheizung der Vor- formlinge derart, daß die Mündungen der Vorformlinge in lotrechter Richtung nach unten orientiert sind, werden die Vorformlinge üblicherweise auf ein hülsenfδrmiges Halterungselement des Transportdornes aufgesteckt. Bei einer hängenden Beheizung der Vorformlinge, bei der diese mit ihren Mündungen in lotrechter Richtung nach oben orientiert sind, werden in der Regel Spreizdorne in die Mündungen der Vorformlinge eingeführt, die die Vorformlinge festklemmen.
Ein wesentliches Problem bei der Verwendung von konventionellen Infrarot-Strahlern zur Beheizung der Vorformlinge besteht darin, daß der überwiegende Strahlungsanteil bereits in der unmittelbaren Nähe der Oberfläche des Vor- formlings in Wärme umgesetzt wird und daß eine Temperierung der inneren Wandungsbereiche des Vorformlings nur durch Wärmeausbreitung innerhalb des thermoplastischen Materials erfolgt. Da das thermoplastische Material ausgeprägte thermisch isolierende Eigenschaften aufweist, ergibt sich für eine ausreichende Wärmeausbreitung ein Zeitbedarf für die Beheizung der Vorformlinge von etwa 20 Sekunden. Zur Vermeidung einer überhitzung der Oberflächenbereiche des Vorformlings erfolgt gleichzeitig zur Beheizung auch ein Anblasen mit Kühlluft. Hieraus resultiert ein relativ hoher Energieaufwand für die Durchführung der Beheizung.
Zur Unterstützung einer möglichst gleichmäßigen aktiven Beheizung der Vorformlinge durch die Wanddicke des Vorformlings hindurch ist es ebenfalls bekannt, alternativ oder ergänzend zu einer Beheizung mit Infrarotstrahlern auch eine Beheizung mit HF-Strahlung bzw. Mikrowellenstrahlung durchgeführt. Diese Strahlungen machen jedoch Abschirmungen erforderlich, um einen Strahlungsaustritt zu verhindern bzw. abzuschwächen. Darüber hinaus erweist sich eine Umsetzung dieser Strahlung im Vorformlingsmaterial in Wärme als zeitaufwendig, so daß keine nennenswerte Verkürzung der erforderlichen Heizzeiten erreicht werden konnte.
Zur Verkürzung der erforderlichen Heizzeit ist es ebenfalls bereits bekannt, im Bereich der Heizstrecke NIR-Strahler zu verwenden, deren Heizstrahlung in einem nahen Infrarotbereich emittiert wird, typischerweise mit Wellenlängen zwischen 0,4 und 1 Mikrometer. Zur Optimierung der Energieausbeute werden derartige Heizstrecken mit einer Vielzahl von Spiegelflächen ausgestattet, um eine Absorption der Wärmestrahlung durch Bauteile der Heizstrecke möglichst zu vermeiden oder zumindest stark zu reduzieren. Bei einem Betrieb derartiger Heizstrecken zeigt es sich jedoch, daß die Wärmeverteilung innerhalb der Vorformlinge von vorgegebenen Temperierungsprofilen abweicht.
Ein besonderes Problem tritt dann auf, wenn die Vorformlinge nicht im Bereich ihrer gesamten Ausdehnung mit einer möglichst gleichen Temperatur versehen werden sollen, sondern wenn die vorstehend bereits erwähnten Temperaturprofile zu generieren sind. Das Problem bei der Generierung derartiger Temperaturprofile besteht darin, daß die Strahlerrόhren die Heizstrahlung zumindest in einer Umfangsrichtung der Röhren relativ gleichmäßig abstrahlen. Durch Verwendung von Reflektoren wird dafür gesorgt, daß in eine den Vorformlingen abgewandte Richtung abgestrahlte Heizenergie zurückgeworfen und in Richtung auf die Vorformlinge geleitet wird.
Zur Generierung von Temperaturprofilen ist es beispielsweise bekannt, Blenden zu verwenden, die bestimmte Bereiche des Vorformlings gegenüber der Heizstrahlung abschatten. Ebenfalls gehören bereits linsenartige Elemente zur Fokussierung der Strahlung oder gewölbte Reflektoren zum Stand der Technik, die eine in Richtung der Vorformlinge ausgerichtete Strahlung unterstützen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren der einleitend genannten Art derart zu verbessern, daß innerhalb der Vorformlinge eine vorgegebene Temperaturverteilung erreicht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Strahlungsemission des Heizstrahlers von der den
Heizstrahler positionierenden Heizeinrichtung in unterschiedlichen räumlichen Richtungen mit unterschiedlicher Intensität abgestrahlt wird.
Weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der einleitend genannten Art derart zu konstruieren, daß die Vorformlinge mit einem vorgebbaren Temperaturprofil versehen werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die den Heizstrahler positionierende Heizeinrichtung zur Abstrahlung der Strahlungsemission des Heizstrahlers mit unterschiedlichen Intensitäten in unterschiedliche räumliche Richtungen ausgebildet ist.
Durch die Ausbildung der Heizeinrichtung derart, daß die Strahlungsemission in unterschiedlichen räumlichen Richtungen mit unterschiedlicher und vorgebbarer Intensität erfolgt, ist es insbesondere möglich, diejenigen Anteile der Heizenergie, die auf unterschiedlichen Hδhenniveaus der Vorformlinge auftreffen, derart zu wählen, daß das jeweils gewünschte Temperaturprofil erreicht wird. Die höher zu temperierenden Bereiche werden hierbei mit einer höheren Heizleistung und die geringer zu temperierenden Bereiche mit einer geringeren Heizleistung bestrahlt. Insbesondere ist es auch möglich, die Verteilung der Strahlungsemission derart vorzugeben, daß bestimmte Bereiche der Vorformlinge überhaupt nicht von auftreffender Heizstrahlung beaufschlagt werden.
Eine Variante zur Strahlungsausrichtung besteht darin, daß zur Beeinflussung der Ausbreitung der Heizstrahlung ein Fo- kussierreflektor verwendet wird.
Insbesondere erweist es sich zur Bündelung der Strahlung als zweckmäßig, daß der Fokussierreflektor mindestens bereichsweise mit einer ellipsenähnlichen Formgebung versehen wird.
Eine lange Einsatzfähigkeit der Heizeinrichtung wird dadurch unterstützt, daß im Bereich des Fokussierreflektors der Heizstrahler mit in Richtung auf die Reflektorfläche umgebogenen Endabschnitten positioniert wird.
Zur Unterstützung einer verlustarmen Beheizung der Vorformlinge ist daran gedacht, daß ein Heizstrahler zur Generierung einer NIR-Strahlung verwendet wird.
Eine wirksame Strahlungsfokussierung kann dadurch erreicht werden, daß der Heizstrahler innerhalb eines vom Fokussierreflektor begrenzten Aufnahmeraumes und mit einem geringen Abstand zur Reflektorfläche positioniert wird.
Eine weitere Ausrichtung der Strahlung wird dadurch unterstützt, daß zur Abschattung mindestens eine Abschirmung verwendet wird. Insbesondere ist vorgesehen, daß die Abschirmung zur Abdek- kung mindestens eines Umfangsbereiches der Strahlerrδhre verwendet wird.
Eine kompakte Konstruktion kann dadurch erreicht werden, daß die Abschirmung als Beschichtung auf dem Heizstrahler positioniert wird.
Ein Einsatz auch bei hohen Betriebstemperaturen der Heizstrahler wird dadurch unterstützt, daß als Abschirmung ein keramisches Material verwendet wird.
Für die Produktion von blasgeformten Behältern erweist es sich insbesondere als zweckmäßig, daß die Heizeinrichtung am Ende einer Heizstrecke positioniert wird.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 Eine perspektivische Darstellung einer
Blasstation zur Herstellung von Behältern aus Vorformlingen,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine Blasform, in der ein Vorformling gereckt und expandiert wird,
Fig. 3 eine Skizze zur Veranschaulichung eines grundsätzlichen Aufbaus einer Vorrichtung zur Blasformung von Behältern,
Fig. 4 eine modifizierte Heizstrecke mit vergrößerter
Heizkapazität, Fig. 5 eine perspektivische Darstellung eines Heizmoduls im Bereich der Heizstrecke,
Fig. 6 einen Querschnitt durch das Heizmodul gemäß Fig.
5,
Fig. 7 eine perspektivische Darstellung eines
Heizkastens zur Unterstützung einer Temperaturprofilierung der Vorformlinge,
Fig. 8 eine Draufsicht auf den Heizkasten gemäß Fig. 7,
Fig. 9 einen Querschnitt gemäß Schnittlinie IX-IX in
Fig. 8,
Fig. 10 eine vergrößerte und stärker detaillierte
Abbildung des Querschnittes gemäß Fig. 9 im Bereich des Reflektors mit zugeordneter Strahlerröhre,
Fig. Il einen Horizontalschnitt durch die Anordnung gemäß
Fig. 9 auf Höhe des Reflektors mit Strahlerröhre,
Fig. 12 eine perspektivische Darstellung einer
Strahlerröhre,
Fig. 13 eine Draufsicht auf die Strahlerrδhre gemäß Fig.
12,
Fig. 14 eine Ansicht der Strahlerröhre gemäß
Blickrichtung XIV in Fig. 13,
Fig. 15 einen Querschnitt durch die Strahlerrδhre gemäß
Schnittlinie XV-XV in Fig. 14 und Fig. 16 eine gegenüber der Ausführungsform in Fig. 15 abgewandelte Ausführungsform mit vergrößerter Beschichtungsfläche der Strahlerröhre .
Der prinzipielle Aufbau einer Vorrichtung zur Umformung von Vorformlingen (1) in Behälter (2) ist in Fig. 1 und in Fig. 2 dargestellt.
Die Vorrichtung zur Formung des Behälters (2) besteht im wesentlichen aus einer Blasstation (3) , die mit einer Blasform (4) versehen ist, in die ein Vorformling (1) einsetzbar ist. Der Vorformling (l) kann ein spritzgegossenes Teil aus Polyethylenterephthalat sein. Zur Ermöglichung eines Einsetzens des Vorformlings (1) in die Blasform (4) und zur Ermöglichung eines Herausnehmens des fertigen Behälters (2) besteht die Blasform (4) aus Formhälften (5, 6) und einem Bodenteil (7) , das von einer Hubvorrichtung (8) positionierbar ist. Der Vorformling (1) kann im Bereich der Blasstation (3) von einem Transportdorn (9) gehalten sein, der gemeinsam mit dem Vorformling (1) eine Mehrzahl von Behandlungsstationen innerhalb der Vorrichtung durchläuft. Es ist aber auch möglich, den Vorformling (1) beispielsweise über Zangen oder andere Handhabungsmittel direkt in die Blasform (4) einzusetzen.
Zur Ermöglichung einer Druckluftzuleitung ist unterhalb des Transportdornes (9) ein Anschlußkolben (10) angeordnet, der dem Vorformling (1) Druckluft zuführt und gleichzeitig eine Abdichtung relativ zum Transportdorn (9) vornimmt. Bei einer abgewandelten Konstruktion ist es grundsätzlich aber auch denkbar, feste Druckluftzuleitungen zu verwenden.
Eine Reckung des Vorformlings (1) erfolgt bei diesem Ausführungsbeispiel mit Hilfe einer Reckstange (11) , die von einem Zylinder (12) positioniert wird. Gemäß einer anderen Ausführungsform wird eine mechanische Positionierung der Reckstange (11) über Kurvensegmente durchgeführt, die von Abgriffrollen beaufschlagt sind. Die Verwendung von Kurvensegmenten ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn eine Mehrzahl von Blasstationen (3) auf einem rotierenden Blasrad angeordnet sind
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist das Recksystem derart ausgebildet, daß eine Tandem-Anordnung von zwei Zylindern (12) bereitgestellt ist. Von einem Primärzylinder (13) wird die Reckstange (11) zunächst vor Beginn des eigentlichen Reckvorganges bis in den Bereich eines Bodens (14) des Vorformlings (1) gefahren. Während des eigentlichen Reckvorganges wird der Primärzylinder (13) mit ausgefahrener Reckstange gemeinsam mit einem den Primärzylinder (13) tragenden Schlitten (15) von einem Sekundärzylinder (16) oder über eine Kurvensteuerung positioniert. Insbesondere ist daran gedacht, den Sekundärzylinder (16) derart kurvengesteuert einzusetzen, daß von einer Führungsrolle (17) , die während der Durchführung des Reckvorganges an einer Kurvenbahn entlang gleitet, eine aktuelle Reckposition vorgegeben wird. Die Führungsrolle (17) wird vom Sekundärzylinder (16) gegen die Führungsbahn gedrückt. Der Schlitten (15) gleitet entlang von zwei Führungselementen (18) .
Nach einem Schließen der im Bereich von Trägern (19, 20) angeordneten Formhälften (5, 6) erfolgt eine Verriegelung der Träger (19, 20) relativ zueinander mit Hilfe einer Verriegelungseinrichtung (20) .
Zur Anpassung an unterschiedliche Formen eines Mündungs- abschnittes (21) des Vorformlings (1) ist gemäß Fig. 2 die Verwendung separater Gewindeeinsätze (22) im Bereich der Blasform (4) vorgesehen.
Fig. 2 zeigt zusätzlich zum geblasenen Behälter (2) auch gestrichelt eingezeichnet den Vorformling (1) und schematisch eine sich entwickelnde Behälterblase (23) .
Fig. 3 zeigt den grundsätzlichen Aufbau einer Blasmaschine, die mit einer Heizstrecke (24) sowie einem rotierenden Blasrad (25) versehen ist. Ausgehend von einer Vorform- lingseingabe (26) werden die Vorformlinge (1) von Übergaberädern (27, 28, 29) in den Bereich der Heizstrecke (24) transportiert. Entlang der Heizstrecke (24) sind Heizstrahler (30) sowie Gebläse (31) angeordnet, um die Vorformlinge (1) zu temperieren. Nach einer ausreichenden Temperierung der Vorformlinge . (1) werden diese an das Blasrad (25) übergeben, in dessen Bereich die Blasstationen (3) angeordnet sind. Die fertig geblasenen Behälter (2) werden von weiteren Übergaberädern einer Ausgabestrecke (32) zugeführt.
Um einen Vorformling (1) derart in einen Behälter (2) umformen zu können, daß der Behälter (2) Materialeigenschaften aufweist, die eine lange Verwendungsfähigkeit von innerhalb des Behälters (2) abgefüllten Lebensmitteln, insbesondere von Getränken, gewährleisten, müssen spezielle Verfahrensschritte bei der Beheizung und Orientierung der Vorformlinge (1) eingehalten werden. Darüber hinaus können vorteilhafte Wirkungen durch Einhaltung spezieller Dimen- sionierungsvorschriften erzielt werden.
Als thermoplastisches Material können unterschiedliche Kunststoffe verwendet werden. Einsatzfähig sind beispielsweise PET, PEN oder PP. Die Expansion des Vorformlings (1) während des Orientierungsvorganges erfolgt durch DruckluftZuführung. Die DruckluftZuführung ist in eine Vorblasphase, in der Gas, zum Beispiel Preßluft, mit einem niedrigen Druckniveau zugeführt wird und in eine sich anschließende Haupt- blasphase unterteilt, in der Gas mit einem höheren Druckniveau zugeführt wird. Während der Vorblasphase wird typischerweise Druckluft mit einem Druck im Intervall von 10 bar bis 25 bar verwendet und während der Hauptblasphase wird Druckluft mit einem Druck im Intervall von 25 bar bis 40 bar zugeführt.
Aus Fig. 3 ist ebenfalls erkennbar, daß bei der dargestellten Ausführungsform die Heizstrecke (24) aus einer Vielzahl umlaufender Transportelemente (33) ausgebildet ist, die kettenartig aneinandergereiht und entlang von Umlenkrädern (34) geführt sind. Insbesondere ist daran gedacht, durch die kettenartige Anordnung eine im wesentlichen rechteckförmige Grundkontur aufzuspannen. Bei der dargestellten Ausführungsform werden im Bereich der dem Übergaberad (29) und einem Eingaberad (35) zugewandten Ausdehnung der Heizstrecke (24) ein einzelnes relativ groß dimensioniertes Umlenkrad (34) und im Bereich von benachbarten Umlenkungen zwei vergleichsweise kleiner dimensionierte Umlenkräder (36) verwendet. Grundsätzlich sind aber auch beliebige andere Führungen denkbar.
Zur Ermδglichung einer möglichst dichten Anordnung des Übergaberades (29) und des Eingaberades (35) relativ zueinander erweist sich die dargestellte Anordnung als besonders zweckmäßig, da im Bereich der entsprechenden Ausdehnung der Heizstrecke (24) drei Umlenkräder (34, 36) positioniert sind, und zwar jeweils die kleineren Umlenkräder (36) im Bereich der Überleitung zu den linearen Verläufen der Heizstrecke (24) und das größere Umlenkrad (34) im unmittel- baren Übergabebereich zum Übergaberad (29) und zum Eingaberad (35) . Alternativ zur Verwendung von kettenartigen Transportelementen (33) ist es beispielsweise auch möglich, ein rotierendes Heizrad zu verwenden.
Nach einem fertigen Blasen der Behälter (2) werden diese von einem Entnahmerad (37) aus dem Bereich der Blasstationen (3) herausgeführt und über das Übergaberad (28) und ein Ausgaberad (38) zur Ausgabestrecke (32) transportiert.
In der in Fig. 4 dargestellten modifizierten Heizstrecke (24) können durch die größere Anzahl von Heizstrahlern (30) eine größere Menge von Vorformlingen (1) je Zeiteinheit temperiert werden. Die Gebläse (31) leiten hier Kühlluft in den Bereich von Kühlluftkanälen (39) ein, die den zugeordneten Heizstrahlern (30) jeweils gegenüberliegen und über Ausströmöffnungen die Kühlluft abgeben. Durch die Anordnung der Ausströmrichtungen wird eine Strömungs- richtung für die Kühlluft im wesentlichen quer zu einer Transportrichtung der Vorformlinge (1) realisiert. Die Kühlluftkanäle (39) können im Bereich von den Heizstrahlern (30) gegenüberliegenden Oberflächen Reflektoren für die Heizstrahlung bereitstellen, ebenfalls ist es möglich, über die abgegebene Kühlluft auch eine Kühlung der Heizstrahler (30) zu realisieren.
Fig. 5 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Heizmoduls (41), das zur Anordnung im Bereich der Heizstrecke (24) vorgesehen ist. Das Heizmodul (41) ist mit einem Heizkanal (42) versehen, durch den die Vorformlinge (1) hindurchbewegt werden. Der Heizkanal (42) ist im wesentlichen entsprechend einem U-Profil ausgebildet und weist einen geschlossenen Boden (43) auf. Seitlich wird der Heizkanal (42) von einem Seitenreflektor (44) sowie von einem Heizkasten (45) begrenzt. Im Bereich des Heizkastens
(45) sind die in Fig. 5 nicht erkennbaren Heizstrahler (30) positioniert.
Dem Boden (43) gegenüberliegend wird der Heizkanal (42) von einem Reflektor (46) begrenzt. Der Reflektor (46) ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel als eine dem Heizkanal (42) zugewandte Wandung eines Luftleitelementes (47) ausgebildet, das einen Strδmungskanal (48) begrenzt.
Fig. 6 zeigt einen Querschnitt durch das Heizmodul (41) gemäß Fig. 5 mit zusätzlich eingezeichnetem Vorformling (1) und Halteelement (49) . Das Halteelement (49) weist einen Träger (50) auf, der ein stangenartiges Transportelement
(51) führt. Das Transportelement (51) ist im Bereich seiner dem Vorformling (1) zugewandten Ausdehnung mit einem Fixierkopf (52) verbunden, der in den Mündungsabschnitt
(21) des Vorformlings (1) einführbar und in diesem Bereich verspannbar ist. Der Vorformling (1) kann hierdurch vom Transportelement (51) in einer definierten Positionierung durch den Heizkanal (42) hindurch transportiert werden.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Reflektor
(46) einen benachbart zum Mündungsabschnitt (21) angeordneten Kragen (53) auf, der den Mündungsabschnitt
(21) und einen Stützring (54) des Vorformlings (1) gegenüber einer Einwirkung von Heizstrahlung abschirmt, um in diesem Bereich eine Aufheizung zu vermeiden oder zu vermindern.
Aus Fig. 6 ist ebenfalls erkennbar, daß der Seitenreflektor (44) von einem Kühlkörper (55) gehaltert ist, der einen Strömungskanal (56) aufweist. In den Strδmungskanal strömt durch eine Einstδmδffnung (57) hindurch Kühlluft ein und tritt durch eine Ausströmöffnung (58) wieder aus dem Strömungskanal (56) aus. Insbesondere ist daran gedacht, die Einstrδmδffnung (57) in einem in lotrechter Richtung unteren Bereich des Strömungskanals (56) und die Ausströmöffnung (58) in einem in lotrechter Richtung oberen seitlichen Bereich des Strömungskanals (56) anzuordnen. Eine Höhenpositionierung der Ausströmöffnung (58) erfolgt vorzugsweise derart, daß diese auf einem Hδhenniveau wie der Mündungsabschnitt (21) des Vorformlings (1) angeordnet ist. Die aus dem Kühlkörper (55) austretende Kühlluft umströmt somit den Mündungsabschnitt (21) und führt zu dessen Kühlung.
Insbesondere ist auch daran gedacht, der Ausströmöffnung (58) gegenüberliegend eine Einströmöffnung (59) des Luftleitelementes (57) zu positionieren. Die aus dem Kühlkörper (55) austretende Luft wird somit auch durch das Luftleitelement (47) hindurchgeführt und verursacht eine Kühlung des Reflektors (46) .
Im Bereich des Heizkastens (45) sind eine Mehrzahl von Heizstrahlern (30) in lotrechter Richtung übereinander angeordnet. Zur Realisierung einer frequenzselektiven Beheizung ist zwischen den Heizstrahlern (30) und dem Heizkanal (42) eine Filterscheibe (60) angeordnet, die vorzugsweise aus einem geeigneten Quarzglas besteht. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform werden sowohl die Heizstrahler (30) als auch die Filterscheibe (60) von Kühlluft temperiert.
Im Bereich einer der Filterscheibe (60) abgewandten Richtung hinter den Heizstrahlern (30) ist ein Stahlerreflektor (61) angeordnet, der vorzugsweise eine profilierte Reflektoroberfläche aufweist. Die Reflektoroberfläche ist vorzugsweise derart strukturiert, daß eine Rückstrahlung in die Heizstrahler (30) hinein vermieden wird und die Ausbildung einer geeigneten Wärmeverteilung im Bereich des Heizkanals (42) unterstützt wird.
Der Reflektor (46) ist gemäß dem Ausführungsbeispiel in Fig. 6 derart geformt, daß eine trapezartige Grundkontur bereitgestellt ist, wobei das Trapez in Richtung auf den Heizkasten (45) offen ist. Ausgehend von dieser Trapezkontur erstreckt sich der Kragen (53) im wesentlichen horizontal in Richtung auf den Vorformling (1) .
Der Reflektor (46) ist vorzugsweise aus Metall ausgebildet. Insbesondere ist an die Verwendung von poliertem oder verspiegeltem Aluminium gedacht.
Fig. 7 zeigt eine Heizeinrichtung (62) , die vom Grundsatz her ähnlich wie der Heizkasten (45) aufgebaut ist. Die Heizeinrichtung (32) weist einen Fokussierreflektor (63) auf. Der Fokussierreflektor (63) erstreckt sich im wesentlichen in Richtung eines Transportweges (64) der Vorformlinge (1) .
Aus der Draufsicht in Fig. 8 ist zu erkennen, daß gegenüberliegend zum Fokussierreflektor (63) ebenfalls ähnlich zur Konstruktion beim Heizkasten (45) ein Seitenreflektor (44) angeordnet ist.
Aus der Querschnittdarstellung in Fig. 9 ist zu erkennen, daß der Fokussierreflektor (63) im Querschnitt eine Gestaltung ähnlich zu einer Ellipse aufweist. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel erstreckt sich der Fokussierreflektor (63) mit einer Form ähnlich zu einer halben Ellipse, wobei diese ellipsenartige Kontur in Richtung auf den Seitenreflektor (44) offen ist, so daß die vom rδhrenartigen Heizstrahler (30) emittierte Heizstrahlung in Richtung auf den Seitenreflektor (44) austreten kann. Während der Durchführung des Beheizungsvorganges befindet sich zwischen dem Fokussierreflektor (63) und dem Seitenreflektor (44) der zu beheizende bzw. hinsichtlich seiner Temperatur zu profilierende Vorformling (1) .
Fig. 10 zeigt eine vergrößerte und stärker detailliertere Querschnittdarstellung des Fokussierreflektors (63) . Der Fokussierreflektor (63) weist einen Brennpunkt (65) auf und im Material eines eine Reflektorfläche (66) begrenzenden Reflektorträgers (67) sind Kühlkanäle (68) angeordnet, um den Reflektorträger (67) mit einem Kühlfluid, beispielsweise Wasser, zu kühlen.
Fig. 11 zeigt in einer detaillierteren. Horizontalschnittdarstellung insbesondere die Anordnung des. Heizstrahlers (30) im Bereich des Fokussierreflektors (63) . Es ist zu erkennen, daß sich der Heizstrahler (30) rόhrenartig erstreckt und im Bereich von Endabschnitten (69, 70) um etwa 90° umgebogen ist. Gesehen von einer Austrittsöffnung (71) des Fokussierreflektors (63) erfolgt diese Umbiegung der Endabschnitte (69, 70) nach hinten, um Anschlußkontakte (72, 73) aus dem Bereich einer großen Heizintensitat herauszuführen. Typischerweise werden die Anschlußkontakte (72, 73) von thermischen Isolatoren (74, 75) umgeben.
Durch die Zusammenschau von Fig. 10 und Fig. 11 ist zu erkennen, daß der Heizstrahler (30) gesehen von der Austrittsöffnung (71) relativ weit innerhalb des Fokussierreflektors (63) angeordnet ist und sich hierdurch mit einem vergleichsweise geringen Abstand zum inneren Wendepunkt der Reflektorfläche (66) erstreckt. Fig. 12 zeigt einen aus dem Fokussierreflektor (63) herausgenommenen Heizstrahler (30) . Es sind insbesondere die Endabschnitte (69, 70) mit den Anschlußkontakten (72, 73) und den Isolatoren (74, 75) zu erkennen.
Fig. 13 zeigt eine Draufsicht auf den Heizstrahler (30) gemäß Fig. 12. Strichpunktiert ist ein Bereich für eine Abschirmung (76) veranschaulicht, die in Fig. 15 und Fig. 16 näher erläutert wird.
Fig. 14 veranschaulicht nochmals in einer Seitenansicht die Konstruktion des Heizstrahlers (30) .
Fig. 16 veranschaulicht in einer Querschnittdarstellung die
Anordnung der Abschirmung (76) im Bereich des Heizstrahlers
(30) . Insbesondere ist daran gedacht, die Abschirmung (76) als Beschichtung direkt auf das Material des Heizstrahlers
(30) aufzubringen. Typischerweise besteht eine Wandung des
Heizstrahlers (30) aus Quarzglas. Als Material für die
Abschirmung (76) ist bevorzugt an die Verwendung von keramischen Substanzen gedacht.
Gemäß der Ausführungsform in Fig. 15 erstreckt sich die Abschirmung (76) über einen Umfangswinkel des Heizstrahlers (30) von etwa 80°. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel beginnt der Bereich der Abschirmung (76) etwa bei einer vertikalen Mittellinie des Heizstrahlers (30) und erstreckt sich im Bereich der der Reflektorfläche (66) zugewandten Oberfläche des Heizstrahlers (30) . Durch die Abschirmung
(76) wird somit ein Auftreffen von Heizstrahlung auf die weniger gekrümmten Bereiche der Reflektorfläche (66) verhindert. Ein in Fig. 15 eingezeichneter Bezugswinkel
(77) beträgt etwa 20°.
Gemäß der weiteren Ausführungsform in Fig. 16 erstreckt sich die Abschirmung (76) über einen Umfangswinkel im Bereich des Heizstrahlers (30) von etwa 170°. Ansonsten entspricht die Anordnung zumindest im wesentlichen der Ausführungsform gemäß Fig. 15.
Als Material für die Abschirmung (76) kann beispielsweise ein Aluminiumoxid verwendet werden. Gedacht ist beispielsweise an Al 2 O 3 . Eine typische Dicke der
Abschirmung (56) beträgt 50 Mikrometer, wobei ein bevorzugter Dickenbereich von 40 Mikrometer bis 60 Mikrometer verläuft. Als brauchbar erweisen sich aber auch Schichtdicken in einem Bereich von 10 Mikrometer bis 100 Mikrometer.
Die erfindungsgemäße Heizeinrichtung (62) kann ähnlich wie das Heizmodul (41) in Fig. 6 mit einer Filterscheibe (60) , beispielsweise einer Quarzglasscheibe, versehen werden. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 10 würde eine derartige Filterscheibe (60) vorzugsweise im Bereich der Austrittsöffnung (71) angeordnet werden. Vorteilhaft ist die Verwendung einer derartigen Filterscheibe (60) insbesondere zur Beheizung von Vorformlingen (1) , die eine Wandstärke von mehr als 4 mm aufweisen. Bei Vorformlingen (1) mit geringeren Wandstärken kann ohne wesentliche Nachteile auch auf die Verwendung einer entsprechenden Filterscheibe (60) verzichtet werden, wobei jedoch in keinem Fall die Verwendung einer Filterscheibe (60) nachteilig ist.
Die erfindungsgemäße Heizeinrichtung (62) wird vorzugsweise im Bereich einer Blasmaschine in einer Transportrichtung der Vorformlinge hinter den Heizelementen zur Erzeugung einer Grundtemperatur der Vorformlinge (1) angeordnet. Die vorliegende Erfindung bezieht sich somit auch auf eine Blasmaschine, die unter Verwendung der entsprechenden Grundtemperierung sowie der erfindungsgemäßen Heizeinrichtung (62) konstruiert ist. Die vorstehend aufgeführten Maßnahmen zur Unterstützung der Temperaturprofilierung, nämlich einmal die Verwendung des Fokussierreflektors (63) und zum anderen die Verwendung der Abschirmung (76) , können sowohl einzeln als auch in Kombination zur Anwendung kommen. Bei einer kombinierten Anwendung addieren sich die jeweils erreichbaren Vorteile.
Next Patent: JET ENGINE FOR DRIVING A FLYING OBJECT OPTIONALLY BY MEANS OF DIESEL FUEL
