GSCHOSSMANN, Christoph (Feldwieserstrasse 11, Übersee, 83236, DE)
P a t e n t a n s p r ü c h e
1. Verfahren zur Kontrolle, insbesondere zur Qualitätskontrol- Ie, eines Druckformkörpers, insbesondere eines im Wesentlichen zylindrischen Druckformkörpers, vorzugsweise eines Tiefdruckformkörpers, insbesondere eines Tiefdruckzylinders, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckformkörper in eine Kontrollvorrichtung eingebracht wird, um dort und mit dieser wenigstens zwei seiner Eigenschaften zu kontrollieren und / oder zu messen, die wenigstens zum Teil zu einer Gruppe von Eigenschaften, umfassend wenigstens ein Körperkonturenausmaß , eine Oberflächenhärte, eine Oberflä- chenschichtdicke, eine Schichtdicke einer unter der Oberfläche liegenden Schicht, eine Oberflächenrauhigkeit, das Körpergewicht, ein Teil eines Druckbildes und / oder die Körpertemperatur, gehören.
2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Kontrollen und / oder Messungen automatisch erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens mehrere der Kontrollen oder Messungen in einer vorgegebenen, vorzugsweise vorprogrammierten, Abfolge durchgeführt werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrollvorrichtung in eine au- tomatisch bestückbare Fertigungslinie eingebunden ist oder wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Tiefdruckformkörper als Schichtdicken die Schichtdicke einer Kupferschicht, einer Zink- oder Zinklegierungsschicht oder einer sonstigen bebilderbaren, vorzugsweise metallischen Schicht, die Schichtdicke einer Chrom- schicht oder einer sonstigen Verschleiß mindernden Schicht und / oder die Schicht- oder Wanddicke einer tragenden Stahlschicht oder sonstigen Trägerschicht gemessen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet, dass die Messung der Schichtdicke einer bebilderbaren Schicht, vorzugsweise Kupferschicht, mit Magnetinduktion erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeich- net, dass die Messung der Schichtdicke einer Verschleiß mindernden Schicht, vorzugsweise einer Chromschicht, mit Wirbelstrom erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 5 , 6 oder 7, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Messung der Wand- oder Schichtdicke einer
Trägerschicht, vorzugsweise einer Stahlschicht, mit Ultraschall erfolgt.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da- durch gekennzeichnet, dass bei einem Tiefdruckformkörper als
Oberflächenhärte die Härte einer bebilderbaren Schicht und / o- der einer Verschleiß mindernden Schicht, vorzugsweise einer Kupferschicht und / oder einer Chromschicht, gemessen wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem zylindrischen Druckformkörpers als Körperkonturenausmaß der Radius oder Durchmesser oder Umfang des Zylinder, die Länge des Zylinders oder Ballens und / oder wenigstens ein Außenmaß wenigstens eines gegebe- nenfalls vorhandenen Achszapfens gemessen wird.
1 1. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass für wenigstens eine der Messungen eine Lichtschranke verwendet wird.
12. Verfahren nach Anspruch I O oder 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass für eine Radius- oder Durchmesser- oder Um- fangsbestimmung des Zylinders über einem Bogenabschnitt über 120° eines Umfangskreises des Zylinders gemessen wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass mit einer Reitlehre gemessen wird.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da- durch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Mess- oder Kontrollgerät, dem Druckformkörper maschinell zugeführt wird und dieses auf dem Druckformkörper so abgesetzt wird, dass es eventuelle Bewegungen des Druckformkörpers relativ zur Kontrollvorrichtung mitmacht.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Mess- oder Kontrollgerät von einem Geräteträger getragen wird, der seinerseits maschinell zum Druckformkörper verbracht wird, in der Weise dass das getragene Mess- oder Kontrollgerät beim Aufsetzen auf den Druckformkörper in wenigstens einer Bewegungsfreiheitsgradrichtung von dem Geräteträger freikommt.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da- durch gekennzeichnet, dass bezüglich wenigstens einiger der zu kontrollierenden und / oder zu messenden Eigenschaften in der Kontrollvorrichtung Eichreferenzobjekte bereitgestellt werden.
17. Vorrichtung zur Kontrolle, insbesondere zur Qualitätskon- trolle, eines Druckformkörpers, insbesondere eines im Wesentlichen zylindrischen Druckformkörpers, vorzugsweise eines Tiefdruckformkörpers, insbesondere eines Tiefdruckzylinders, dadurch gekennzeichnet, dass zur Kontrolle und / oder Messung wenigstens zweier Eigenschaften des Druckformkörpers, die we- nigstens zum Teil zu einer Gruppe von Eigenschaften, umfassend wenigstens ein Körperkonturenausmaß, eine Oberflächenhärte, eine Oberflächenschichtdicke, eine Schichtdicke einer unter der Oberfläche liegenden Schicht, eine Oberflächenrauhigkeit, das Körpergewicht, ein Teil eines Druckbildes und / oder die Körper- temperatur, gehören, geeignete Messeinrichtungen in der Vorrichtung installiert sind, die einer Aufnahme für den Druckformkörper zugeordnet sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass sie über eine Steuerungseinrichtung zu ihrer automatischen
Funktion verfügt.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung für eine vorbestimmbare, vor- zugsweise vorprogrammierbare, Abfolge der Kontrollen und / oder Messungen eingerichtet ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet , dass sie als eine Station in eine automatisch bestückbare Fertigungslinie einbindbar ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Messeinrichtung zur Messung der Schichtdicke oder Wanddicke einer Kupferschicht, einer Zink- o- der Zinklegierungsschicht oder einer sonstigen bebilderbaren, vorzugsweise metallischen Schicht, einer Chromschicht oder einer sonstigen Verschleiß mindernden Schicht und / oder einer tragenden Stahlschicht oder -wand oder einer sonstigen Trägerschicht oder -wand eines Tiefdruckformkörpers aufweist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21 , dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung zur Messung einer Schichtdicke, insbesondere einer bebilderbaren Schicht, vorzugsweise einer Kupferschicht, nach einer Magnetinduktionsmethode arbeitet.
23. Vorrichtung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung zur Messung einer Schichtdicke, insbesondere einer Verschleiß mindernden Schicht, vorzugsweise einer Chromschicht, nach einer Wirbelstrommethode arbei- tet.
24. Vorrichtung nach Anspruch 22 oder 23 , dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung eine steckverbindbare Messsonde umfasst.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Messsonde ein auf die Oberfläche des Tiefdruckformkörpers drückbares, federbelastetes Messelement aufweist.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 25, dadurch gekennzeichnet , dass die Messeinrichtung zur Messung einer Wand- oder Schichtdicke, insbesondere einer Trägerschicht, vorzugsweise einer Stahlschicht oder -wand, nach einer Ultraschallmethode arbeitet.
27. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung einen auf die Oberfläche der Tiefdruckform aufsetzbaren Prüfkopf umfasst.
28. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass der Prüfkopf als Kontaktmaterial zum Durchgang und zur Einkopplung des Ultraschalls eine vorzugsweise abnehmbare Schutzschicht aufweist.
29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht Teil einer Schutzkappe ist.
30. Vorrichtung nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht aus Silikon besteht.
31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 30, dadurch gekennzeichnet , dass sie eine Messeinrichtung zur Messung der Oberflächenhärte einer bebilderbaren und / oder Verschleiß mindernden Schicht, vorzugsweise einer Kupferschicht und / oder ei- ner Chromschicht eines Tiefdruckformkörpers, aufweist.
32. Vorrichtung nach Anspruch 31 , dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung zur Messung der Oberflächenhärte nach der Methode von Vickers arbeitet.
33. Vorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung eine motorisch auf den Tiefdruckformkörper unter Last aufbringbare Messsonde umfasst.
34. Vorrichtung nach Anspruch 33 , dadurch gekennzeichnet, dass die Messsonde mit einem in die Oberfläche des Tiefdruckkörpers eindringenden Prüfdiamantkörper ausgerüstet ist.
35. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 34, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens eine Messeinrichtung zur
Messung wenigstens eines Außenkonturmaßes eines zylindrischen Druckformkörpers aufweist.
36. Vorrichtung nach Anspruch 35 , dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung eine Lichtschranke aufweist.
37. Vorrichtung nach Anspruch 35 oder 36, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung zum Abfahren von Konturen des Zylinders verfahrbar angeordnet ist.
38. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 35 bis 37, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung eine auf den Zylinder quer zu seiner axialen Längserstreckung aufsetzbare Reitlehre zur Messung des Radius oder Durchmessers oder Umfangs des Zylin- ders aufweist.
39. Vorrichtung nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, dass die Reitlehre einen Zylinderumfangsbogenabschnitt von 120° umfasst.
40. Vorrichtung nach Anspruch 38 oder 39, dadurch gekennzeichnet, dass die Reitlehre zwei Schenkel aufweist, die einen Zy- linderbogenumfangsabschnitt zwischen sich aufnehmen.
41. Vorrichtung nach Anspruch 39 und 40, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel miteinander einen Winkel von 60° zwischen sich bilden.
42. Vorrichtung nach Anspruch 40 oder 41 , dadurch gekenn- zeichnet, dass die Schenkel etwa V-förmig zueinander gestellt sind.
43. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 38 bis 42, dadurch gekennzeichnet , dass die Reitlehre einen radial auf die Oberflä- che des Zylinders absenkbaren Abstandsmessstab umfasst.
44. Vorrichtung nach Anspruch 43 , dadurch gekennzeichnet, dass am freien Ende des Abstandsmessstabes eine rechtwinklig zu diesem angeordnete, in tangentialer Erstreckung auf den Zylinder aufsetzbare Leiste angeordnet ist.
45. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 40 bis 42 und einem der Ansprüche 43 oder 44, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandsmessstab den Winkel zwischen den Schenkeln halbie- rend, zwischen den Schenkeln geführt ist
46. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 45, dadurch gekennzeichnet , dass sie eine Messeinrichtung zur Temperaturmessung des Druckformkörpers aufweist.
47. Vorrichtung nach Anspruch 46, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung ein auf die Oberfläche des Druckformkörpers aufsetzbares, vorzugsweise verfedertes Thermoelement aufweist.
48. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 47, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine die Umgebungstemperatur des zu kontrollierenden Druckformkörpers messende Temperaturmesseinrichtung aufweist.
49. Vorrichtung nach Anspruch 47 und 48, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Vergleichseinrichtung zum Vergleich der gemessenen Temperaturen aufweist.
50. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 49, dadurch gekennzeichnet , dass sie eine Messeinrichtung zur Messung der Rauheit einer Oberfläche eines Druckformkörpers aufweist.
51. Vorrichtung nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung einen auf die Oberfläche absenkbaren Messkopf aufweist.
52. Vorrichtung nach Anspruch 5 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Messkopf ein ein Oberflächenprofil abtastendes und nachzeichnendes Tastorgan aufweist, welches entlang einer Oberflächenlinie bewegbar ist.
53. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 52, dadurch gekennzeichnet , dass sie eine Messeinrichtung zur Messung des Gewichtes eines Druckformkörpers aufweist.
54. Vorrichtung nach Anspruch 53 , dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung eine Auflage für den Druckformkörper aufweist, die Bestandteil einer Wiegeeinrichtung ist.
55. Vorrichtung nach Anspruch 54, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage als Dauerauflage für den Druckformkörpers für seinen gesamten Verbleib in der Vorrichtung vorgesehen ist.
56. Vorrichtung nach Anspruch 54 oder 55 , dadurch gekennzeichnet, dass die Wiegeeinrichtung eine Wiegemesszelle umfasst.
57. Vorrichtung nach Anspruch 56, dadurch gekennzeichnet, dass die Wiegemesszelle einen Dehnungssensor umfasst.
58. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 53 bis 57, dadurch gekennzeichnet , dass die Messeinrichtung einen zur Gewichtsmessung schwenkenden Hebel aufweist.
59. Vorrichtung nach Anspruch 58, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel als einarmiger Hebel ausgebildet ist.
60. Vorrichtung nach Anspruch 54 oder 55 und Anspruch 59, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage auf dem Hebel mittig angeordnet ist.
61. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 60, dadurch gekennzeichnet , dass sie eine Auflage für den Druckformkörper aufweist, mit der der Druckformkörper relativ in der Vorrichtung bewegbar ist.
62. Vorrichtung nach Anspruch 61 , dadurch gekennzeichnet, dass der Druckformkörper zylindrisch ausgebildet ist und auf der Auflage oder durch die Auflage um seine Längsachse drehbar ist.
63. Vorrichtung nach Anspruch 62, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage Antriebsrollen oder Lunetten für den Zylinder aufweist.
64. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 63 , dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Bilderfassungseinrichtung zur Erfassung wenigstens eines Bereiches eines bereits auf dem Druckformkörper vorhandenen Druckbildes aufweist.
65. Vorrichtung nach Anspruch 64, dadurch gekennzeichnet, dass die Bilderfassungseinrichtung durch Relativbewegung zur Erfassung mehrerer Bildbereiche, vorzugsweise des gesamten Druckbildes, eingerichtet ist.
66. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 65, dadurch gekennzeichnet , dass sie wenigstens ein Mess- oder Kontrollgerät trägt, das wenigstens eine Messeinrichtung aufweist und das dem Druckformkörper maschinell zuführbar ist.
67. Vorrichtung nach Anspruch 66, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens einen Geräteträger aufweist, der wenigstens ein Mess- oder Kontrollgerät trägt und der seinerseits maschinell zum Druckformkörper verbringbar ist.
68. Vorrichtung nach Anspruch 67, dadurch gekennzeichnet, dass das Mess- oder Kontrollgerät am Geräteträger pendelnd aufgehängt ist.
69. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 66 bis 68, dadurch gekennzeichnet , dass das Mess- oder Kontrollgerät derart auf dem Druckformkörper absetzbar ist, dass es eventuelle Bewegungen des Druckformkörpers relativ zur Kontrollvorrichtung mitmacht.
70. Vorrichtung nach Anspruch 67 oder 68 und nach Anspruch 69, dadurch gekennzeichnet, dass das Mess- oder Kontrollgerät derart am Geräteträger angeordnet ist, dass es beim Aufsetzen auf den Druckformkörper in wenigstens einer Bewegungsfreiheitsgradrichtung von dem Geräteträger freikommt.
71 . Vorrichtung nach einem der Ansprüche 66 bis 70, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Geräteträger vorgesehen sind, die unabhängig voneinander bewegbar sind.
72. Vorrichtung nach Anspruch 71 , dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Geräteträger die Messeinrichtung zur Bestimmung des Radius oder des Durchmessers oder des Umfangs eines Zylinders und / oder eine Lichtschrankeneinrichtung trägt, und dass der zweite Geräteträger wenigstens einige der Messeinrichtungen für Schichtenmessungen, Temperatur und / oder Rauheit trägt.
73. Vorrichtung nach Anspruch 72, dadurch gekennzeichnet, dass die dem zweiten Geräteträger zugeordneten Messeinrichtungen an einem Mess- oder Kontrollgerät zusammengefasst sind.
74. Vorrichtung nach Anspruch 73, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung lösbar, vorzugsweise steckbar, am Messoder Kontrollgerät angeordnet sind.
75. Vorrichtung nach Anspruch 73 oder 74, dadurch gekennzeichnet, dass das dem zweiten Geräteträger zugeordnete Messoder Kontrollgerät ein Dreibein aufweist, mit dem es derart rittlings auf einen Zylinder aufsetzbar ist, dass zwei Beine auf der einen Seite des Zylinders aufsitzen und das dritte Bein auf Lücke zu den anderen beiden Beinen auf der anderen Seite des Zylinders aufsitzt.
76. Vorrichtung nach Anspruch 75, dadurch gekennzeichnet, dass die Beine der einander gegenüberliegenden Seiten etwa V- förmig zueinander gestellt sind.
77. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 66 bis 76, dadurch gekennzeichnet, dass das oder jedes Mess- oder Kontrollgerät einen Abstandshalter, vorzugsweise ein Aufsetzpolster, aufweist, mit dem es auf einen Druckformkörper aufsetzbar ist.
78. Vorrichtung nach Anspruch 77, dadurch gekennzeichnet. dass der Abstandshalter so nachgiebig ausgebildet ist, dass die zunächst verbleibende lichte Weite zwischen den zum Kontaktieren mit dem Druckformkörper vorgesehen Messeinrichtungen von diesen zur Kontaktierung überwunden werden kann.
79. Vorrichtung nach Anspruch 75 oder 76 und 77 oder 78, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter in einem Scheitelbereich zwischen den Beinen angeordnet ist.
80. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 75 bis 79, dadurch gekennzeichnet, dass Anlagebereiche der Beine abgepolstert sind.
81. Vorrichtung nach Anspruch 67 oder 71 , dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Geräteträger an einer Säule motorisch auf und ab verfahrbar geführt ist.
82. Vorrichtung nach Anspruch 81 , dadurch gekennzeichnet, dass für die Abwärtsbewegung eine Bremseinrichtung vorgesehen ist.
83. Vorrichtung nach Anspruch 81 oder 82, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwärtsbewegung durch Eigengewichtskraft erfolgen kann.
84. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 83 , dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Mess- oder Kontrollgerät über die Länge eines für den Druckformkörper vorgesehenen Auf- nahmebereich horizontal verfahrbar ist.
85. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 81 bis 83 und nach Anspruch 84, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Säule horizontal verfahrbar ist.
86. Vorrichtung nach Anspruch 84 oder 85 , dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Mess- oder Kontrollgerät außerhalb eines für einen Druckformkörper vorgesehenen Aufnahmebereichs in eine Parkposition verfahrbar ist.
87. Vorrichtung nach Anspruch 68, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Mess- oder Kontrollgerät über Achsbolzen oder -zapfen am Geräteträger aufgehängt ist.
88. Vorrichtung nach Anspruch 70 und 87, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsbolzen oder -zapfen beim Aufsetzen des Mess- oder Kontrollgeräts auf einen Druckformkörper nach oben aus Achslagern freikommen.
89. Vorrichtung nach Anspruch 70 oder 88, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor vorgesehen ist, der ein Freikommen des Mess- oder Kontrollgerätes detektiert.
90. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 89, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Gehäuse mit Wänden aufweist, die einen Aufnahmeraum für den Druckformkörper und die Messeinrichtungen abschirmen.
91 . Eichreferenzeinrichtung für eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 90, vorzugsweise eine damit ausgerüstete Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 90, gekennzeichnet durch einen Träger für bezüglich wenigstens einiger der zu kontrollierenden und / oder zu messenden Eigenschaften in der Kontrollvorrichtung bereitgestellte Eichreferenzobjekte.
92. Einrichtung nach Anspruch 86 und 91 , dadurch gekennzeichnet, dass der Träger in der Parkposition angeordnet ist oder anordbar ist.
93. Einrichtung nach Anspruch 91 oder 92 , dadurch gekenn- zeichnet, dass der Träger wenigstens eine Strebe aufweist, die brückenartig in der Kontrollvorrichtung anordbar ist.
94. Einrichtung nach Anspruch 93 , dadurch gekennzeichnet, dass der Träger zwei zueinander parallele Streben aufweist, die miteinander über ein eigentliches Tragelement für die Eichreferenzobjekte verbunden sind.
95. Einrichtung nach einem der Ansprüche 91 bis 94, dadurch gekennzeichnet , dass ein Eichreferenzobjekt als ein Zylinderum- fangsteilsegment ausgebildet ist.
96. Einrichtung nach einem der Ansprüche 91 bis 95, dadurch gekennzeichnet, dass ein Eichreferenzobjekt als eine Rauheits- messfläche ausgebildet ist.
97. Einrichtung nach Anspruch 96, dadurch gekennzeichnet, dass die Rauheitsmessfläche verschiebbar und / oder verdrehbar angeordnet ist.
98. Einrichtung nach Anspruch 96 oder 97, dadurch gekennzeichnet, dass die Rauheitsmessfläche auswechselbar angeordnet ist.
99. Einrichtung nach einem der Ansprüche 91 bis 98, dadurch gekennzeichnet, dass ein Eichreferenzobjekt als Härtemessplatte ausgebildet ist.
100. Einrichtung nach Anspruch 99, dadurch gekennzeichnet, dass die Härtemessplatte verschiebbar und / oder verdrehbar angeordnet ist
101. Einrichtung nach Anspruch 99 oder 100, dadurch gekennzeichnet, dass die Härtemessplatte auswechselbar angeordnet ist.
102. Einrichtung nach einem der Ansprüche 91 bis 101 , dadurch gekennzeichnet, dass ein Eichreferenzobjekt als Temperaturmessplatte, als eine eine Trägerschicht oder -wand simulierende Platte, vorzugsweise als Stahlplatte, als eine eine bebilderbare Schicht simulierende Schicht, vorzugsweise als Kupferschicht o- der zu deren Simulation, und / oder als eine eine Verschleiß mindernde Schicht, vorzugsweise als Chromschicht oder zu deren Simulation, ausgebildet ist. |
Verfahren, Vorrichtung und Eichreferenzeinrichtung zur Kontrolle eines Druckformkörpers
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, eine Vorrichtung und eine Eichreferenzeinrichtung zur Kontrolle, insbesondere zur Qualitätskontrolle, eines Druckformkörpers, insbesondere eines im Wesentlichen zylindrischen Druckformkörpers, vorzugsweise eines Tiefdruckformkörpers, insbesondere eines Tiefdruckzylinders.
Ein Verfahren und eine Vorrichtung der vorgenannten Gattung ist aus der DE 42 24 253 C l bekannt. Dort werden allerdings nur die Abmessungen eines Druckzylinders automatisch bestimmt.
Viele wesentliche Parameter eines Druckformkörpers, vor und / oder nach seiner Bebilderung mit einem Druckbild, werden nach wie vor zeit- und personalaufwendig manuell durchgeführt, was zu Qualitäts- und oder Produktivitätseinbußen führen kann.
Mit dem Begriff „Druckformkörper" soll keinerlei besondere Raumform nahegelegt werden. Er bezeichnet einen Gegenstand, der eine Druckform aufweist oder für die Ausbildung einer Druckform vorgesehen ist. Ohne dass diese Aufzählung vollständig oder abschließend sein soll, kann darunter zum Beispiel eine bebilderte oder unbebilderte Druckplatte, ein bebildertes oder unbebildertes Sleeve, ein bebilderter oder unbebilderter Druckformzylinder oder ein Zylinder zum Tragen einer bebilderten oder unbebilderten Druckform verstanden werden, insbesondere auch zu Zeitpunkten unterschiedlicher Fertigungs-, Herstellungs-, Konfektionierungs- oder Bereitstellungsschritte.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine komplexere Kontrolle eines Druckformkörpers, insbesondere für seine Fertigstellung und / oder Bereitstellung, zu ermöglichen, die vorzugsweise zur Ermöglichung einer Gesamtprozessautomatisierung beiträgt
oder diese ermöglicht.
Diese Aufgabe wird in Verfahrenshinsicht dadurch gelöst, dass der Druckformkörper in eine Kontrollvorrichtung eingebracht wird, um dort und mit dieser wenigstens zwei seiner Eigenschaften zu kontrollieren und / oder zu messen, die wenigstens zum Teil zu einer Gruppe von Eigenschaften, umfassend wenigstens ein Körperkonturenausmaß, eine Oberflächenhärte, eine Oberflächen- schichtdicke, eine Schichtdicke einer unter der Oberfläche liegen- den Schicht, eine Oberflächenrauhigkeit, das Körpergewicht, ein Teil eines Druckbildes und / oder die Körpertemperatur, gehören.
Ein besonderer Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass bevorzugt wenigstens eine der Kontrollen und / oder Mes- sungen automatisch erfolgen kann.
Insbesondere können wenigstens mehrere der Kontrollen oder Messungen in einer vorgegebenen, vorzugsweise vorprogrammierten, Abfolge durchgeführt werden.
Vorzugsweise kann die Kontrollvorrichtung in eine automatisch bestückbare Fertigungslinie eingebunden sein oder werden.
Speziell für Tiefdruckformen kann das erfindungsgemäße Verfah- ren vorsehen, dass bei einem Tiefdruckformkörper als Schichtdicken die Schichtdicke einer Kupferschicht, einer Zink- oder Zinklegierungsschicht oder einer sonstigen bebilderbaren, vorzugsweise metallischen Schicht, die Schichtdicke einer Chromschicht o- der einer sonstigen Verschleiß mindernden Schicht und / oder die Schicht- oder Wanddicke einer tragenden Stahlschicht oder einer sonstigen Trägerschicht gemessen wird. Damit lässt sich zum Beispiel zunächst die Wandstärke eines Stahlkerns eines Tiefdruckzylinders messen, nach dem Aufkupfern oder Aufzinken und / o- der nach dem Abziehen oder Abschleifen lässt sich die erreichte oder verbleibende Schichtdicke der bebilderbaren Schicht messen
und nach dem Verchromen oder einer sonstigen Verschleiß mindernden oder Standzeit erhöhenden Behandlung lässt sich auch die Chromschichtdicke oder Verschleißschichtdicke messen. Dies lässt sich mit ein und derselben erfindungsgemäßen Vorrichtung durchführen, direkt hintereinander oder zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten in einer automatisierten Linie, in der derselbe Zylinder die erfindungsgemäße Vorrichtung als Station zum Beispiel einmal oder mehrmals erreicht. Natürlich lassen sich die Messungen auch dokumentieren, beispielsweise in Form eines körperlichen oder elektronischen Laufzettels, auch zum Beispiel in Verbindung mit einem jobticket.
Dabei könnte bevorzugt die Messung der Schichtdickeeiner bebilderbaren Schicht, vorzugsweise einer Kupferschicht, mit Magnet- induktion erfolgen, die Messung der Schichtdicke einer verschleiß mindernden Schicht, vorzugsweise einer Chromschicht, mit Wirbelstrom erfolgen und die Messung der Wand- oder Schichtdicke einer Stahlschicht oder einer sonstigen Trägerschicht oder -wand mit Ultraschall erfolgen.
Eine andere Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann vorsehen, dass bei einem Tiefdruckformkörper als Oberflächenhärte die Härte einer bebilderbaren Schicht und / oder einer Verschleiß mindernden Schicht, vorzugsweise einer Kupferschicht und / oder einer Chromschicht, gemessen wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch vorsehen, dass bei einem zylindrischen Druckformkörpers als Körperkonturenausmaß der Radius oder Durchmesser oder Umfang des Zylinder, die Länge des Zylinders oder Ballens und / oder wenigstens ein Außenmaß wenigstens eines gegebenenfalls vorhandenen Achszapfens gemessen wird.
Insbesondere Außenkonturen können automatisch und problem- los mit Hilfe einer Lichtschranke bestimmt werden.
Eine nächste Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass für eine Radius- oder Durchmesser- oder Um- fangsbestimmung des Zylinders über einem Bogenabschnitt über 120° eines Umfangskreises des Zylinders gemessen wird. Hier- durch wird unter Vermeidung von Umrechnungsfehlern mit Vorteil unmittelbar der Radius des Zylinders bestimmt, der ja mathematisch einer Seite eines gleichseitigen, in den Kreis eingeschriebenen Sechsecks entspricht, von denen sich zwei Seiten als gleichschenkliges Dreieck auf der Sekante des 120°-Bogenab-schnittes zu dessen Scheitelpunkt erheben. Vorzugsweise wird mit einer Reitlehre gemessen, die rittlings auf den Zylinder aufgesetzt wird.
Eine weitere Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens zeichnet sich dadurch aus , dass wenigstens ein Mess- oder Kon- trollgerät, dem Druckformkörper maschinell zugeführt wird und dieses auf dem Druckformkörper so abgesetzt wird, dass es eventuelle Bewegungen des Druckformkörpers relativ zur Kontrollvorrichtung mitmacht. Dies hat auch vorrichtungsmäßig den Vorteil, dass das Mess- oder Kontrollgerät den Bewegungen des Druck- formkörpers folgt und von einem Maschinengestell oder dergleichen entkoppelt ist, das seinerseits daher nicht mehr aufwendig schwingungsgedämpft ausgebildet werden muss, zum Beispiel durch aufwendige, schwere Sockel und / oder Dämpfungsglieder. Dennoch ist die Messung automatisch durchführbar, indem mit Vorteil die Zuführung des Mess- oder Kontrollgerätes, sein Absetzen und natürlich auch sein Wiederanheben maschinell erfolgt. Dies fördert auch die Qualität, Verlässlichkeit und die Reproduzierbarkeit der Messungen gegenüber manuellen Durchführungen.
Eine nächste Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass wenigstens ein Mess- oder Kontrollgerät von einem Geräteträger getragen wird, der seinerseits maschinell zum Druckformkörper verbracht wird, in der Weise dass das getragene Messoder Kontrollgerät beim Aufsetzen auf den Druckformkörper in wenigstens einer Bewegungsfreiheitsgradrichtung von dem Geräte-
träger freikommt. Dies begünstigt z. B. die Austauschbarkeit und eine Modularität des Mess- oder Kontrollgeräts.
Eine andere Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, dass bezüglich wenigstens einiger der zu kontrollierenden und / oder zu messenden Eigenschaften in der Kontrollvorrichtung Eichreferenzobjekte bereitgestellt werden, so dass mit Vorteil eine Eichung oder überprüfung der Messgenauigkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung sozusagen autark erfolgen kann, was wiederum die Qualität, Verlässlichkeit und die Reproduzierbarkeit der Messungen verbessert.
Für eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Kontrolle, insbesondere zur Qualitätskontrolle, eines Druckformkörpers, insbesonde- re eines im Wesentlichen zylindrischen Druckformkörpers, vorzugsweise eines Tiefdruckformkörpers, insbesondere eines Tiefdruckzylinders, die sich dadurch auszeichnet, dass zur Kontrolle und / oder Messung wenigstens zweier Eigenschaften des Druckformkörpers, die wenigstens zum Teil zu einer Gruppe von Eigen- Schäften, umfassend wenigstens ein Körperkonturenausmaß, eine Oberflächenhärte, eine Oberflächenschichtdicke, eine Schichtdicke einer unter der Oberfläche liegenden Schicht, eine Oberflächenrauhigkeit, das Körpergewicht, ein Teil eines Druckbildes und / oder die Körpertemperatur, gehören, geeignete Messeinrichtun- gen in der Vorrichtung installiert sind, die einer Aufnahme oder Ablage für den Druckformkörper zugeordnet sind, wird in selbständiger Lösung der gestellten Aufgabe auch selbständiger Schutz beansprucht.
Die sich aus dieser erfindungsgemäßen Vorrichtung ergebenden Vorteile sind sinngemäß schon im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren geschildert worden, so dass unnötige Wiederholungen an dieser Stelle vermieden werden können.
Vorzugsweise verfügt die erfindungsgemäße Vorrichtung über eine
Steuerungseinrichtung zu ihrer automatischen Funktion, die zum Beispiel den Ablauf der Messungen und deren Auswertung steuern kann, die aber z. B. auch helfen könnte, die Vorrichtung in eine Linie einzubinden. Insbesondere kann die Steuerungseinrichtung für eine vorbestimmbare, vorzugsweise vorprogrammierbare, Abfolge der Kontrollen und / oder Messungen eingerichtet sein und / oder die Vorrichtung kann als eine Station in eine automatisch bestückbare Fertigungslinie einbindbar sein.
Wie bereits im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren geschildert, kann vorgesehen sein, dass die Vorrichtung eine Messeinrichtung zur Messung der Schichtdicke oder Wanddicke einer bebilderbaren Schicht, vorzugsweise einer Kupferschicht oder einer Zink- oder Zinklegierungsschicht, einer Verschleiß mindernden Schicht, vorzugsweise einer Chromschicht, und / o- der einer tragenden Stahlschicht oder -wand oder einer sonstigen Trägerschicht oder -wand eines Tiefdruckformkörpers aufweist, wobei z. B. die Messeinrichtung zur Messung einer Schichtdicke, insbesondere einer bebilderbaren Schicht, vorzugsweise einer Kupferschicht, nach einer Magnetinduktionsmethode arbeitet, die Messeinrichtung zur Messung einer Schichtdicke, insbesondere einer Verschleiß mindernden Schicht, vorzugsweise einer Chromschicht, nach einer Wirbelstrommethode arbeitet.
Dabei kann die Messeinrichtung eine auswechselbare, steckver- bindbare Messsonde umfassen. Weiter kann vorgesehen sein, dass die Messsonde ein auf die Oberfläche des Tiefdruckformkörpers drückbares, federbelastetes Messelement aufweist.
Die Messeinrichtung zur Messung der Wand- oder Schichtdicke einer Stahlschicht oder -wand könnte nach einer Ultraschallmethode arbeiten und dazu z. B. einen auf die Oberfläche der Tiefdruckform aufsetzbaren Prüfkopf umfassen, wobei der Prüfkopf als Kontaktmaterial zum Durchgang und zur Einkopplung des Ul- traschalls eine vorzugsweise abnehmbare Schutzschicht aufweisen
könnte, die bspw. Teil einer Schutzkappe sein könnte und z. B. aus Silikon bestehen könnte. Auch hierdurch kann die Messung besser automatisiert erfolgen, weil zum Beispiel ein pastöses Kontaktmittel entbehrlich wird, das nicht so leicht applizierbar und wieder entfernbar wäre.
Eine andere Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann vorsehen, dass sie eine Messeinrichtung zur Messung der Oberflächenhärte einer bebilderbaren Schicht und / oder einer Verschleiß mindernden Schicht, vorzugsweise einer Kupferschicht und / oder einer Chromschicht eines Tiefdruckformkörpers, aufweist, wobei die Messeinrichtung zur Messung der Oberflächenhärte nach der Methode von Vickers arbeiten kann und die Mess- einrichtung vorzugsweise eine motorisch auf den Tiefdruckform- körper unter Last aufbringbare Messsonde umfassen könnte, die ihrerseits mit einem in die Oberfläche des Tiefdruckkörpers eindringenden Prüfdiamantkörper ausgerüstet sein könnte. Der in der Oberfläche hinterlassene Eindruck könnte dann zur Bestimmung der Härte überprüft werden. Die Prüfkraft könnte zum Bei- spiel etwa 3 N betragen.
Eine andere Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht vor, dass sie wenigstens eine Messeinrichtung zur Messung wenigstens eines Außenkonturmaßes eines zylindrischen Druck- formkörpers aufweist, wobei die Messeinrichtung eine Lichtschranke aufweisen könnte, und / oder dass die Messeinrichtung zum Abfahren von Konturen des Zylinders verfahrbar angeordnet ist.
Eine andere Messeinrichtung könnte eine auf den Zylinder quer zu seiner axialen Längserstreckung aufsetzbare Reitlehre zur Messung des Radius oder Durchmessers oder Umfangs des Zylinders aufweisen, wobei die Reitlehre vorzugsweise einen Zylinderum- fangsbogenabschnitt von 120° umfassen könnte und so ohne Um- rechnungsfehler direkt den Radius des Zylinders bestimmen könn-
te.
Eine bevorzugte Ausführungsform könnte vorsehen, dass die Reitlehre zwei Schenkel aufweist, die einen Zylinderbogenumfangsab- schnitt zwischen sich aufnehmen, wobei die Schenkel vorzugsweise miteinander einen Winkel von 60° zwischen sich bilden. Dabei könnten die Schenkel etwa V-förmig zueinander gestellt sein. Hierdurch wird unter Vermeidung von Umrechnungsfehlern mit Vorteil unmittelbar der Radius des Zylinders bestimmt, der ja ma- thematisch einer Seite eines gleichseitigen, in den Kreis eingeschriebenen Sechsecks entspricht, von denen sich zwei Seiten als gleichschenkliges Dreieck auf der Sekante des 120°-Bogenab- schnittes zu dessen Scheitelpunkt erheben, wobei auch der Abstand von diesem Scheitelpunkt dieses Bogenabschnitts zu dem Scheitel der V-förmig gestellten Schenkel wiederum dem Kreisradius entspricht, da ja die beiden Schenkel der Reitlehre im Winkel von 60° mit der zwischen ihnen erfassten Sekante des 120°- Bogenabschintts ein gleichseitiges Dreieck bilden und der Scheitelpunkt des 120°-Bogenabschnitts den Schnittpunkt der Winkel- halbierenden dieses gleichseitigen Dreiecks bildet, der wiederum mit den Ecken des Dreiecks gleichschenklige Dreiecke bildet, deren Schenkel jeweils dem Kreisradius entsprechen. Dieser Kreisradius wird also gemessen, wenn der Abstand zwischen dem Scheitelpunkt des Bogenabschnitts und dem Scheitelpunkt der V- förmig gestellten Schenkel der Reitlehre gemessen wird.
Hierzu könnte die Reitlehre einen radial auf die Oberfläche des Zylinders absenkbaren Abstandsmessstab umfassen, wobei vorzugsweise am freien Ende des Abstandsmessstabes eine recht- winklig zu diesem angeordnete, in tangentialer Erstreckung auf den Zylinder aufsetzbare Leiste angeordnet ist. Auf diese Weise trifft die Leiste den Umfang des Zylinders immer definiert in einem Auflagepunkt und genauer und reproduzierbarer als eine Spitze, die abhängiger von Toleranzen wäre. Es ist dabei allerdings auf eine orthogonale Ausrichtung der Leiste zum Abstandsmessstab
zu achten, was jedoch leicht zu gewährleisten ist. Die Ausfahrlänge des Abstandsmessstabes und damit der gemessene Abstand kann leicht elektronisch erfasst werden, was auch diese Messung ohne weiteres automatisierbar macht. Eine Messgenauigkeit der zu messenden Größen, wie Abstand, Umfang, Radius, Durchmesser, von etwa 0,005 mm ist durchaus zu erreichen. Eine solch hohe Genauigkeit ermöglicht unter anderem auch eine zweite Weise der überprüfung einer anderweitig gemessenen Schichtdicke.
Der Abstandsmessstab ist vorzugsweise den Winkel zwischen den Schenkeln halbierend, zwischen den Schenkeln geführt.
Es kann erfindungsgemäß auch eine Messeinrichtung zur Temperaturmessung des Druckformkörpers vorgesehen sein, wobei zum Beispiel die Messeinrichtung ein auf die Oberfläche des Druckformkörpers kontaktierend aufsetzbares, vorzugsweise verfedertes Thermoelement aufweisen könnte.
Zusätzlich könnte eine die Umgebungstemperatur des zu kontrol- lierenden Druckformkörpers messende Temperaturmesseinrichtung vorgesehen sein, um es zum Beispiel festzustellen, falls der Druckformkörper eine deutlich von der Umgebungstemperatur der Vorrichtung abweichende Temperatur hat, um Messverfälschungen vorzubeugen oder auszuschließen. Sinnvollerweise sollte der Druckformkörper mit seiner Eigentemperatur in einem vernünftigen, zugelassenen Bereich liegen, da die Messgrößen mehr oder weniger stark temperaturabhängig sind. Deshalb könnte die Vorrichtung eine Vergleichseinrichtung zum Vergleich der gemessenen Temperaturen aufweisen, was insbesondere im Rahmen einer bevorzugten Steuerungseinrichtung leicht möglich ist.
Eine nächste Weiterbildung sieht vor, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Messeinrichtung zur Messung der Rauheit einer Oberfläche eines Druckformkörpers aufweist.
Diese Messeinrichtung könnte einen auf die Oberfläche absenkbaren Messkopf aufweisen, der insbesondere ein ein Oberflächenprofil abtastendes und nachzeichnendes Tastorgan umfassen könnte, welches entlang einer Oberflächenlinie bewegbar ist, um ein Ober- flächen - Rauhigkeitsprofil entlang dieser Oberflächenlinie nach- und aufzuzeichnen. Das Tastorgan könnte insbesondere eine Tastnadel aufweisen.
Eine andere Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht vor, dass sie eine Messeinrichtung zur Messung des Gewichtes eines Druckformkörpers aufweist, wobei vorzugsweise die Messeinrichtung eine Auflage für den Druckformkörper aufweist, die Bestandteil einer Wiegeeinrichtung ist.
Diese Auflage kann bevorzugt als Dauerauflage für den Druckformkörpers für seinen gesamten Verbleib in der Vorrichtung vorgesehen sein, so dass also nur zeitweilig diese Auflage für einen Wiegevorgang benutzt und freigegeben wird, während sie in der übrigen Zeit als stabile Lagerung für die Druckform vorgesehen sein kann.
Die Wiegeeinrichtung kann zum Beispiel eine Wiegemesszelle, beispielsweise mit einem Dehnungssensor, umfassen.
Die Messeinrichtung kann einfach einen zur Gewichtsmessung schwenkenden Hebel aufweisen, wobei bevorzugt der Hebel als einarmiger Hebel ausgebildet sein kann. Wird die Auflage auf dem Hebel mittig angeordnet, ist genau der halbe Hebelarm wirksam und das Gewicht kann zum Beispiel mit Hilfe eines Faktors 2 er- mittelt werden.
Die Wiegeeinrichtung kann natürlich zum Beispiel auch über eine Tara - Bestimmung verfügen, zum Beispiel falls eine neu aufgebrachte Schicht gegenüber dem vorher schon vorhandenen Ge- wicht bestimmt werden soll.
Eine andere Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Vorrichtung eine Auflage für den Druckformkörper aufweist, mit der der Druckformkörper relativ in der Vorrichtung bewegbar ist. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Druckformkörper zylindrisch ausgebildet ist und auf der Auflage oder durch die Auflage um seine Längsachse drehbar ist. Messungen können dann zum Beispiel in unterschiedlichen Umfangsbe- reichen des Zylinders durchgeführt werden, um beispielsweise den Zylinder auf Gleichmäßigkeit zu überprüfen. Dazu könnte die Auf- läge zum Beispiel Antriebsrollen oder Lunetten für den Zylinder aufweisen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung könnte auch eine Bilderfassungseinrichtung zur Erfassung wenigstens eines Bereiches eines bereits auf dem Druckformkörper vorhandenen Druckbildes aufweisen, wobei die Bilderfassungseinrichtung durch Relativbewegung zur Erfassung mehrerer Bildbereiche, vorzugsweise des gesamten Druckbildes, eingerichtet sein könnte.
Eine andere Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass sie wenigstens ein Mess- oder Kontrollgerät trägt, das wenigstens eine Messeinrichtung aufweist und das dem Druckformkörper maschinell zuführbar ist. Auf diese Weise kann die jeweilige Messung insbesondere automatisch und reproduzierbar durchgeführt werden. Die Vorrichtung kann dabei wenigstens einen Geräteträger aufweisen, der wenigstens ein Mess- oder Kontrollgerät trägt und der seinerseits maschinell zum Druckformkörper verbringbar ist. Das jeweilige Mess- und Kontrollgerät kann selbst austauschbar und / oder modular ausgebildet und ange- ordnet sein. Es können insbesondere auch mehrere Geräteträger für unterschiedliche Mess- und Kontrollgeräte vorgesehen sein, die zum Beispiel auch unabhängig voneinander bewegbar sind.
Eine bevorzugte Weiterbildung sieht vor, dass das Mess- oder Kon- trollgerät am Geräteträger pendelnd aufgehängt ist, so dass es
sich insbesondere auf einem Zylinder einfädeln und sicher absetzen kann.
Vorzugsweise ist das Mess- oder Kontrollgerät derart auf dem Druckformkörper absetzbar, dass es eventuelle Bewegungen des Druckformkörpers relativ zur Kontrollvorrichtung mitmacht und dabei von einem Maschinenrahmen oder ähnlichem entkoppelt ist. Hierzu kann bevorzugt vorgesehen sein, dass das Mess- oder Kontrollgerät derart am Geräteträger angeordnet ist, dass es beim Aufsetzen auf den Druckformkörper in wenigstens einer Bewegungsfreiheitsgradrichtung von dem Geräteträger freikommt. Es kann also nach dem Absetzen im Wesentlichen frei beweglich sein und könnte dennoch lose an dem Geräteträger gebunden sein, indem es in irgendeinem losen Eingriff verbleibt der hinreichend Bewegungsspielraum bietet.
Zum Beispiel könnte eine solche erfindungsgemäße Anordnung, Ausbildung und Aufteilung vorgesehen sein, dass ein erster Geräteträger die Messeinrichtung zur Bestimmung des Radius oder des Durchmessers oder des Umfangs eines Zylinders und / oder eine Lichtschrankeneinrichtung trägt, und dass der zweite Geräteträger wenigstens einige der Messeinrichtungen für Schichtenmessungen, Temperatur und / oder Rauheit trägt. Insbesondere könnte zunächst der erste Geräteträger zum Einsatz kommen und dann der zweite.
Insbesondere die dem zweiten Geräteträger zugeordneten Messeinrichtungen könnten an oder zu einem Mess- oder Kontrollgerät zusammengefasst sein.
Dabei könnte zum Beispiel die jeweilige Messeinrichtung lösbar, vorzugsweise steckbar, am Mess- oder Kontrollgerät angeordnet sein. Sie wäre dadurch rasch auswechselbar und es könnten auch handelsübliche Komponenten in der erfindungsgemäßen Vorrich- tung adaptiert werden.
Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass das dem zweiten Geräteträger zugeordnete Mess- oder Kontrollgerät ein Dreibein aufweist, mit dem es derart rittlings auf einen Zylinder aufsetzbar ist, dass zwei Beine auf der einen Seite des Zylinders aufsitzen und das dritte Bein auf Lücke zu den anderen beiden Beinen auf der anderen Seite des Zylinders aufsitzt. Es ergibt sich dadurch zwangsläufig eine stabile und ausgerichtete Lage des Mess- oder Kontrollgeräts auf dem Zylinder. Die Beine der einander gegenüberliegenden Seiten können etwa V-förmig zueinander gestellt sein.
Damit eine Beschädigung der empfindlichen Messeinrichtungen, die den Druckformkörper zur Messung kontaktieren müssen, beim Aufsetzen vermieden wird, ist vorzugsweise vorgesehen, dass das oder jedes Mess- oder Kontrollgerät einen Abstandshalter, vorzugsweise ein Aufsetzpolster, aufweist, mit dem es auf einen Druckformkörper aufsetzbar ist. Dabei kann aber der Abstandshalter so nachgiebig ausgebildet sein, dass die zunächst verbleibende lichte Weite zwischen den zum Kontaktieren mit dem Druckformkörper vorgesehen Messeinrichtungen von diesen zur Kontaktierung überwunden werden kann. Es ist jedoch ein sanftes Aufsetzen und eine gebremste Kontaktierung dadurch möglich.
Der Abstandshalter und / oder zum Beispiel auch Messsonden können in einem Scheitelbereich zwischen den Beinen angeordnet sein. Zudem oder alternativ können Anlagebereiche der Beine abgepolstert sein.
Eine nächste Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass wenigs- tens ein Geräteträger an einer Säule motorisch auf und ab verfahrbar geführt ist. Für die Abwärtsbewegung kann eine Bremseinrichtung, zum Beispiel eine hydraulische Bremseinrichtung, vorgesehen sein, um ein kontrolliertes und langsames, vorsichtiges Absetzen zu ermöglichen. Im übrigen könnte die Abwärtsbe- wegung durch Eigengewichtskraft erfolgen, also ohne zusätzlichen
motorischen Antrieb, also gegebenenfalls entkoppelt. Auch dies erlaubt die entkoppelte Mitbewegung der jeweiligen Messeinrichtung mit dem Druckformkörper.
Eine weitere Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sieht vor, dass wenigstens ein Mess- oder Kontrollgerät über die Länge eines für den Druckformkörper vorgesehenen Aufnahmebereich horizontal verfahrbar ist. Dazu kann zum Beispiel die wenigstens eine Säule selbst horizontal verfahrbar sein.
Dabei kann weiter vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Mess- oder Kontrollgerät außerhalb eines für einen Druckformkörper vorgesehenen Aufnahmebereichs in eine Parkposition verfahrbar ist, um zum Beispiel das Be- und Entladen eines zu kon- trollierenden Druckformkörpers hindernisfrei zu ermöglichen.
Eine pendelnde Aufhängung und eine genügende aber nicht völlige Freigabe eines Mess- oder Kontrollgeräts ist mit Vorteil bevorzugt dadurch möglich, dass das wenigstens eine Mess- oder Kontrollge- rät über Achsbolzen oder -zapfen am Geräteträger aufgehängt ist, wobei vorzugsweise die Achsbolzen oder -zapfen beim Aufsetzen des Mess- oder Kontrollgeräts auf einen Druckformkörper nach oben aus Achslagern freikommen, aber zum Beispiel dort in größeren Aufnahmen gefangen bleiben. Zudem könnte ein Sensor vorgesehen sein, der ein Freikommen des Mess- oder Kontrollgerätes detektiert und so erkennt, ob überhaupt ein Gerät vorhanden ist, ob dies beim Abheben richtig erfasst wird, wann nach dem Absetzen die Messung gestartet werden kann und so weiter. Auch die Abgabe eines Fehler- oder Alarmsignals wäre denkbar.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann ein Gehäuse mit Wänden aufweisen, die einen Aufnahmeraum für den Druckformkörper und die Messeinrichtungen abschirmen.
Für eine erfindungsgemäße Eichreferenzeinrichtung für eine er-
findungsgemäße Vorrichtung, vorzugsweise für eine damit ausgerüstete erfindungsgemäße Vorrichtung, die sich auszeichnet durch einen Träger für bezüglich wenigstens einiger der zu kontrollierenden und / oder zu messenden Eigenschaften in der Kontroll- Vorrichtung bereitgestellte Eichreferenzobjekte, wird auch unabhängiger Schutz beansprucht.
Die erfindungsgemäße Einrichtung kann so ausgebildet sein, dass der Träger in der Parkposition angeordnet ist oder anordbar ist, die Einrichtung aber vorzugsweise auch aus der Vorrichtung entnehmbar ist und gegebenenfalls auch einer anderen Vorrichtung zuführbar ist. Zudem stört die Einrichtung in der Parkposition die Messabläufe nicht, kann aber dennoch immer für etwaige Zwi- scheneichproben bereitgehalten werden.
Eine bevorzugte Ausführungsform kann vorsehen, dass der Träger wenigstens eine Strebe aufweist, die brückenartig in der Kontrollvorrichtung anordbar ist, also zum Beispiel auf einen Rahmen o- der einen Rand oder Sims der Vorrichtung auflegbar ist.
Vorzugsweise kann der Träger zwei zueinander parallele Streben aufweisen, die miteinander über ein eigentliches, vorzugsweise leistenförmiges Tragelement für die Eichreferenzobjekte verbunden sind.
Als Eichreferenzobjekte können erfindungsgemäß bevorzugt vorgesehen sein ein Zylinderumfangsteilsegment, eine Rauheitsmessfläche, die vorzugsweise verschiebbar und / oder verdrehbar angeordnet ist, um unterschiedliche Bereiche dieser Fläche nutzen zu können und eine Abnutzung und Spurbildung in einem einzigen Bereich verhindern zu können, der eine nachfolgende Messung verfälschen könnte.
Die Rauheitsmessfläche könnte insbesondere auch als Verschleiß- teil auswechselbar angeordnet sein.
Des Weiteren könnte ein Eichreferenzobjekt als Härtemessplatte ausgebildet sein, die ebenfalls für frische Diamanteindrücke verschiebbar und / oder verdrehbar angeordnet und / oder als Verschleißteil auswechselbar angeordnet sein könnte.
Schließlich könnten als ein jeweiliges Eichreferenzobjekt eine Temperaturmessplatte, eine eine Trägerschicht oder -wand simulierende Platte, vorzugsweise eine Stahlplatte, eine eine bebilderbare Schicht simulierende Schicht, vorzugsweise eine Kupfer- schicht oder eine Schicht zu deren Simulation, zum Beispiel eventuell auch als auflegbare Folie, und / oder eine eine Verschleiß mindernde Schicht, vorzugsweise eine Chromschicht oder eine Schicht zu deren Simulation, zum Beispiel eventuell auch als auflegbare Folie, in entsprechenden Flächenbereichen vorgesehen sein.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, aus dem sich auch weitere erfinderische Merkmale ergeben können, auf das die Erfindung in ihrem Umfang aber nicht beschränkt sein soll, ist in der Zeich- nung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung von schräg oben,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung gemäß Fig.
1 ,
Fig. 3 eine Draufsicht auf bzw. eine Einsicht in die Vorrich- tung gemäß Fig. 1 ,
Fig. 4 eine Draufsicht auf eine Zylinderauflage einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 5 eine perspektivische Unteransicht der Zylinderauflage
gemäß Fig. 4,
Fig. 6 eine Stirnansicht der Zylinderauflage gemäß Fig. 4,
Fig. 7 eine Querschnittsansicht der Zylinderauflage gemäß
Fig. 4,
Fig. 8 eine perspektivische Ansicht eines ein Mess- oder Kontrollgerät mit Messeinrichtungen tragenden Geräteträger einer er- findungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 9 den Geräteträger gemäß Fig. 8 mit dem Mess- oder
Kontrollgerät in einer Stirnansicht,
Fig. 10 den Geräteträger mit dem Mess- oder Kontrollgerät gemäß Fig. 8 in der Draufsicht,
Fig. 1 1 den Geräteträger mit dem Mess- oder Kontrollgerät gemäß Fig. 8 mit dem Mess- oder Kontrollgerät in der Unteransicht,
Fig. 12 eine geschnittene Detailansicht des Geräteträgers mit dem Mess- oder Kontrollgerät,
Fig. 13 eine perspektivische Ansicht eines weiteren Geräteträgers mit einem Mess- oder Kontrollgerät einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 14 eine Schnittansicht des Geräteträgers mit dem Mess- oder Kontrollgerät gemäß Fig. 13,
Fig. 15 eine Seitenansicht einer Rauheitsmesseinrichtung für eine erfindungsgemäße Vorrichtung,
Fig. 16 eine Seitenansicht einer Schichtdickenmesseinrichtung für eine erfindungsgemäße Vorrichtung,
Fig. 17 einen Klemmflansch für die Messeinrichtung gemäß Fig. 16,
Fig. 18 eine Seitenansicht einer Härtemesseinrichtung für eine erfindungsgemäße Vorrichtung,
Fig. 19 die Unteransicht der Messeinrichtung gemäß Fig. 18,
Fig. 20 eine Seitenansicht einer Ultraschallmesseinrichtung für eine erfindungsgemäße Vorrichtung,
Fig. 21 eine perspektivische Ansicht eines kontaktierenden Thermoelementes für eine erfindungsgemäße Vorrichtung,
Fig. 22 eine Seitenansicht eines Mantelthermoelements für eine erfindungsgemäße Vorrichtung,
Fig. 23 eine perspektivische Ansicht einer Eichreferenzeinrichtung für eine erfindungsgemäße Vorrichtung und
Fig. 24 eine Draufsicht auf die Eichreferenzeinrichtung gemäß Fig. 23.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung von schräg oben.
Die Vorrichtung weist ein Grundgerüst mit Wandelementen 1 auf, die einen Aufnahmeraum für einen zu kontrollierenden Druck- formkörper abschirmen. An einer Stirnseite der Vorrichtung ist ein Steuerschrank 2 für eine Steuereinrichtung der Vorrichtung angeordnet.
In der dargestellten Vorrichtung ist als zu kontrollierender Druck- formkörper ein Tiefdruckzylinder 3 beispielhaft eingelegt. Der
Tiefdruckzylinder hat einen zylindrischen Ballenbereich 4, von dem beidseitig Achszapfen 5 abragen.
Oberhalb des Tiefdruckzylinders 3 ist ein Mess- oder Kontrollsys- tem 6 zu erkennen, das mit einer Haube 7 abgedeckt ist. Dieses Mess- oder Kontrollsystem umfasst, wie weiter unten noch näher dargestellt wird, in diesem Ausführungsbeispiel zwei Mess- oder Kontrollgeräte 8 und 9, die jeweils an Geräteträgern angeordnet sind. Die Geräteträger können an Säulen 10 motorisch mit den Mess- oder Kontrollgeräten auf- und ab bewegt werden. Außerdem kann das ganze Mess- oder Kontrollsystem 6 an und mit den Säulen 10 an horizontalen Führungsschienen 1 1 in horizontaler Richtung über die gesamte Länge des Tiefdruckzylinders 3 und des Aufnahmeraumes insgesamt verfahren werden, und zwar bis in eine Parkposition, die außerhalb des Bereiches des Tiefdruckzylinders 3 liegt. In dieser Parkposition im Aufnahmeraum ist eine Eichreferenzeinrichtung 12 angeordnet.
Das Grundgerüst der Vorrichtung steht einfach nur auf Füßen 13 auf dem Fußboden, ohne Dämpfungselemente und ohne einen festen, schweren Sockel oder dergleichen.
Die Fig. 2 und 3 zeigen die Vorrichtung aus der Fig. 1 noch einmal in einem Längsschnitt und in einer Draufsicht. Gleiche Bauele- mente sind mit den gleichen Bezugszahlen bezeichnet wie in Fig. 1.
Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf eine Zylinderauflage für einen Tiefdruckzylinder 3 einer Vorrichtung gemäß den Fig. 1 bis 3, die aber in den vorgenannten Figuren unter dem dort dargestellten Tiefdruckzylinder 3 kaum zu erkennen ist.
Die Zylinderauflage weist im Wesentlichen auf einer Grundplatte
14 vier Auflagerollen 15 für einen Zylinder auf, die auch angetrie- ben werden könnten, um den aufgelegten Zylinder um seine
Längsachse rotieren zu lassen. Die Grundplatte 14 mit den Auflagerollen 15 kann automatisch über Riemen auf Wellen 16 auch hin- und her verschoben werden, um zum Beispiel die Auflagerollen 15 umzuplatzieren.
Die Zylinderauflage ist auch Bestandteil einer Wiegeeinrichtung für einen Zylinder. Zum Wiegen kann die sonst unnachgiebig verrastete Zylinderaufgabe nachgiebig entriegelt werden, um eine Wiegebewegung nach unten zuzulassen. Dazu ist die Zylinderauf- läge an einem schwenkbaren Hebelgestänge angeordnet.
Fig. 5 zeigt die Unteransicht der Zylinderauflage gemäß Fig. 4. Zu erkennen ist ein Schneckenantriebsmotor 17 und ein Dämpfungszylinder 18 zur Dämpfung bzw. Bremsung der vorgenannten Schwenkbewegung für den Wiegevorgang. Dazu stützt der Dämpfungszylinder 18 letztlich schwenkbare Hebel 19 des Hebelgestänges einer Wiegeeinrichtung ab, die ihrerseits die Grundplatte 14 mit den Auflagerollen 15 tragen.
Fig. 6 zeigt eine Stirnansicht der Zylinderauflage gemäß den Fig. 4 und 5. Gleiche Bauelemente sind mit den gleichen Bezugszahlen bezeichnet wie in Fig. 4 und 5. In dem Bereich 20 ist ein Gelenk für den Wiegevorgang angeordnet. Außerdem ist ein nicht näher dargestellter Dehnungssensor oder Zug- und Drucksensor zur Gewichtsbestimmung vorgesehen.
Fig. 7 zeigt einen Querschnitt durch die Zylinderauflage. In dieser Fig. 7 ist der Dämpfungszylinder 18 zu sehen. Die Hebel 19 sind als einarmige Hebel ausgebildet und der Schwerpunkt des Tief- druckzylinders 3 zwischen den Auflagerollen 15 liegt genau über der halben Länge dieser einarmigen Hebel 19.
Fig. 8 zeigt eine perspektivische Ansicht des Mess- oder Kontrollgeräts 9 mit seinem Geräteträger 21 , der in der Beschreibungsein - leitung vorzugsweise als zweiter Geräteträger angesprochen wor-
den ist, in einem Ausführungsbeispiel.
Der Geräteträger 21 ist an einer Säule 10, die hier nicht dargestellt ist, auf und ab bewegbar. Gezeigt ist eine Kabelkette 22 für Versorgungskabel des Mess- oder Kontrollgeräts 9.
Das Mess- oder Kontrollgerät 9 weist drei nach unten ragende Beine 23 auf, mit denen es auf einem Zylinder aufsetzbar ist, derart, dass zwei Beine 23 an der einen Zylinderseite aufliegen und ein Bein 23 auf der gegenüberliegenden Seite des Zylinders. Die Beine sind mit Polstern 24 versehen. Es ergibt sich durch die drei Beine 23 immer eine stabile Dreipunktlage des Mess- oder Kontrollgeräts 9 auf dem Zylinder und eine korrekte Ausrichtung auf dem Zylinder.
Das Mess- oder Kontrollgerät 9 ist nur über Bolzen bzw. Zapfen 25 in den Geräteträger 21 eingehängt, so dass es pendelnd aufgehängt ist und der Bolzen 25 beim Aufsetzen des Mess- oder Kontrollgeräts 9 nach oben freikommt, so dass das Mess- oder Kon- trollgerät 9 die Bewegungen oder Vibrationen des Zylinders mitmachen kann und von dem Geräteträger 21 entkoppelt, aber nicht ganz freigelassen ist. Daher muss die Vorrichtung insgesamt nicht gedämpft oder aufwendig versockelt werden.
Da in der Fig. 8 die Haube 7 abgenommen ist, ist ein Einblick in das Mess- oder Kontrollgerät möglich. Es sind verschiedene Messeinrichtungen erkennbar, die vorzugsweise lösbar und auswechselbar in das Mess- oder Kontrollgerät eingesteckt sind, und auch nicht immer alle oder in der gezeigten Reihenfolge vorhanden sein müssen.
Erkennbar sind eine Härtemesseinrichtung 26, zwei Schichtdi- ckenmesseinrichtungen 28 und 29, ein Temperaturfühler 30, eine Ultraschallmesseinrichtung 31 und eine Rauheitsmesseinrichtung 32.
Fig. 9 zeigt eine Stirnansicht der Darstellung gemäß Fig. 8. Gleiche Bauelemente sind mit den gleichen Bezugszahlen bezeichnet wie in Fig. 8.
Erkennbar ist in der Fig. 9 insbesondere, dass die Beine 23 etwa V-förmig zueinander in einem Winkel von 60° gestellt sind, so dass sie einen 60°-Bogen des Umfangs eines Zylinders umfassen können. Im Scheitel der Beinstellung ist eine Auspolsterung 27 vorgesehen, die das Aufsetzen des Mess- oder Kontrollgeräts auf einem Zylinder dämpfen und die etwa ebenso weit nach unten vorragenden Kontakte der Messeinrichtungen 26, 28 bis 32 nachgiebig schützt.
Fig. 10 zeigt die Draufsicht der Darstellung gemäß den Fig. 8 und 9. In dieser Ansicht sind insbesondere die Messeinrichtungen 26, 28 bis 32 noch einmal zu erkennen.
Fig. 1 1 zeigt die Unteransicht der Darstellung gemäß den Fig. 8 bis 10. In dieser Ansicht sind insbesondere die Kontaktseiten der Messeinrichtungen 26, 28 bis 32 noch einmal zu erkennen. Zudem ist die Stellung und Anordnung der drei Beine 23 noch einmal insgesamt zu erkennen.
Fig. 12 zeigt im Schnitt den Aufhängungsbereich des Mess- oder Kontrollgeräts 9 am Geräteträger 21 , insbesondere den Bolzen 25. Beim Anheben des Mess- oder Kontrollgeräts 9 liegt der Bolzen 25 vorzugsweise auf einem Sensor 33 auf, der erkennt, dass und ob ein Mess- und Kontrollgerät richtig vorhanden und erfasst ist.
Fig. 13 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Geräteträgers 34, der das Mess- oder Kontrollgerät 8 trägt und in der Beschreibungseinleitung vorzugsweise als erster Geräteträger angesprochen ist.
Auch der Geräteträger 34 lässt sich an einer hier nicht dargestell-
ten Säule I O auf und ab bewegen. Auch hier ist das Mess- oder Kontrollgerät 8, nicht näher dargestellt, nur über Bolzen 25 pendelnd und freigebbar an dem Geräteträger 34 angehängt und kann auf einen Zylinder abgesetzt werden.
Auch das Mess- oder Kontrollgerät 8 weist etwa V-förmig in einem Winkel von 60° gestellte Beine 35 auf, allerdings nur zwei Beine 35. Dieses Mess- oder Kontrollgerät 8 kann als Reitlehre rittlings auf einen Zylinder aufgesetzt werden, um dessen Radius, Durch- messer oder Umfang zu messen. Dabei umfasst es einen 120°- Bogen des Zylinderumfangs und misst so direkt den Radius des Zylinders. Zu dieser Messung wird ein Abstandsmessstab 36 nach unten ausgefahren bis eine Querleiste 37, die an dem unteren freien Ende des Abstandsmessstabes 36 angeordnet ist, auf dem Zylinderumfang aufsetzt. Die Ausfahrlänge des Abstandsmessstabes 36 wird zum Beispiel mit einem Sensor oder einem Schrittzähler für einen Schrittmotor erfasst, und es kann so bestimmt werden, wie tief der Zylinder zwischen die Beine 35 bzw. Schenkel der Reitlehre eindringt, was offensichtlich vom Durchmesser des Zy- linders abhängt.
Außerdem ist in den Beinen 35 des Mess- oder Kontrollgeräts 8 eine Lichtschranke 38 eingebaut, deren Lichtstrahl durch öffnungen 39 in den Beinen 35 ein- und austreten kann. Mit dieser Lichtschranke können insbesondere Außenkonturmaße eines Zylinders, insbesondere die Länge und der Durchmesser seines Ballens und die Länge und die Durchmesser seiner Achszapfen vermessen werden. Dazu kann das Mess- oder Kontrollgerät 8 nicht nur an den Säulen 10 auf- und ab bewegt werden, sondern auch mit den Säulen 10 horizontal entlang der Schienen 1 1 über die Länge eines Tiefdruckzylinders 3 , 4, 5 bewegt werden.
Fig. 14 zeigt eine offene Seitenansicht der Darstellung gemäß Fig. 13. Gleiche Bauelemente sind mit den gleichen Bezugszahlen be- zeichnet wie in Fig. 13.
Fig. 15 zeigt eine Seitenansicht einer Rauheitsmesseinrichtung 32. Sie verfügt über einen einfahrbaren Prüfkopf 40, der mit einer Nadel 41 als Tastelement eine zu prüfende Oberfläche entlang einer Linie abtastet und abfährt und ein Oberflächenprofil erfasst und aufzeichnet und auswertet.
Fig. 16 zeigt eine Seitenansicht einer Schichtdickenmesseinrich- tung 28 oder 29. Sie kann insbesondere durch Magnetinduktion und / oder Wirbelströme die Dicke einer metallisch leitenden Schicht, insbesondere einer bebilderbaren und / oder einer Verschleiß mindernden Schicht, zum Beispiel aus Kupfer, Zink, Zinklegierung oder Chrom, messen. Für die Montage der Spitze 42 dieser Messeinrichtung ist, aus Fig. 17 ersichtlich, ein Klemmflansch 45 vorgesehen, der nur die unterste Kontaktfläche 43 der Mess- einrichtung in einem Loch 44 frei zugänglich lässt.
Fig. 18 zeigt eine Seitenansicht einer Härtemesseinrichtung 26. An ihrer in der Fig. 19 gezeigten Unterseite befindet sich ein unter Kraftbeaufschlagung von beispielsweise 3 N in eine zu prüfende Oberfläche eindrückbarer Prüfdiamant 46.
Fig. 20 zeigt eine Ultraschallmesseinrichtung 31 , die zu ihrem Schutz und zum Schutz einer Oberfläche, sowie zu Einkoppeln des Ultraschalls in einen Körper mit einer Schutzkappe 47 verse- hen ist, die vorzugsweise aus Silikon besteht. Mit dieser Ultraschallmesseinrichtung 31 kann zum Beispiel die Wandstärke eines tiefer unter einer Oberfläche liegenden Stahlkerns oder einer sonstigen Trägerwand gemessen werden.
Fig. 21 zeigt ein Kontaktthermoelement 30 mit einer Kontaktfläche 48 über die die Temperatur einer Oberfläche gemessen werden kann.
Fig. 22 zeigt ein Mantelthermoelement 49, das zum Beispiel in der Nähe des Steuerschranks 2 in dem Aufnahmeraum der Vorrich-
tung angeordnet sein kann, um die Umgebungstemperatur eines zu kontrollierenden Druckformkörpers zu messen und diese beispielsweise mit der auf seiner Oberfläche mit dem Kontaktthermoelement 30 gemessenen Temperatur zu vergleichen.
Fig. 23 zeigt eine Eichreferenzeinrichtung 12 für eine erfindungsgemäße Vorrichtung.
Für jede der im Vorhergehenden genannten Messeinrichtungen 26, 28 bis 32 kann in der Eichreferenzeinrichtung 12 eine Eich- , Prüf- und Kalibrierfläche vorhanden sein, um die jeweilige Messeinrichtung bei Bedarf in der erfindungsgemäßen Vorrichtung (nach) eichen oder kalibrieren zu können.
Die Eichreferenzeinrichtung 12 verfügt in dem gezeigten Ausführungsbeispiel über eine Rauheitsprüffläche 50 definierter Rauheit, eine Stahlfläche 51 oder ein sonstiges Trägerschicht- oder - wandelement mit definierter Wandstärke, eine Temperaturmess- fläche 52, ein Tragelement 53 für eine Verschleiß vermindernde Schicht, vorzugsweise eine Kupferfläche oder Zink- oder Zinklegierungsfläche, oder eine sonstige Bebilderungsschichtfläche zur Ablage, zum Beispiel zur Auflage einer Abstandsfolie mit definierter Schichtdicke zur Simulation einer solchen Verschleiß mindernden Schicht auf einer bebilderbaren Schicht, vorzugsweise einer Kup- ferfläche oder Zink- oder Zinklegierungsfläche, eine Stahlfläche oder sonstige Trägermaterialfläche 54 zur Auflage einer Abstandsfolie mit definierter Schichtdicke zur Simulierung einer bebilderbaren Schicht, vorzugsweise einer Kupferschicht oder Zink- oder Zinklegierungsschicht, auf einer Trägerfläche, vorzugsweise einer Stahlfläche, um jeweils die tatsächlichen Verhältnisse an einer Druckform möglichst getreu nachzustellen, und über eine Härteprüffläche 55 definierter Härte. Insbesondere die Rauheitsprüffläche 50 und die Härteprüffläche 55 können drehbar, verschiebbar und / oder als Verschleißteile auswechselbar angeordnet sein, um den Messeinrichtungen über eine längere Zeit immer frische un-
verletzte Prüfbereiche bieten zu können.
Außerdem verfügt die Eichreferenzeinrichtung über ein Zylindersegment 56, mit dem auch das Messgerät 8 überprüft und kalib- riert werden kann.
Die Eichreferenzeinrichtung 12 ist brückenartig ausgebildet und kann einfach in die erfindungsgemäße Vorrichtung im Bereich des Aufnahmeraums für einen Druckformkörper eingelegt und wieder entnommen werden und dabei reproduzierbar genau platziert werden, wie es in der Fig. 1 erkennbar ist
Fig. 24 zeigt noch einmal eine Draufsicht auf die Eichreferenzeinrichtung 12. Gleiche Bauelemente sind mit den gleichen Bezugs- zahlen wie in Fig. 23 bezeichnet.
