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Title:
METHOD AND DEVICE FOR COMMISSIONING INSTALLATIONS OF THE PRIMARY INDUSTRY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2000/008533
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for commissioning an installation (40) of the primary industry, according to which said installation (40) of the primary industry comprises a control system (2) which is provided with regulation and control modules for regulating and controlling said installation (40) of the primary industry by emitting regulation and control quantities. To commission the installation (40) of the primary industry or a part of said installation (40) regulation and control modules are transferred from a central commissioning unit (41), which is physically separate from the installation (40) of the primary industry, to the control system (2). In case of malfunction of a regulation and control module transferred to the control system (2), the regulation and control quantities of the regulation and control module transferred to the control system (2) are replaced in such a way that the installation (40) of the primary industry remains operational.

Inventors:
Höhne, Joachim (Hartmannstrasse 79 Erlangen, D-91052, DE)
Sörgel, Günter (Zaunkönigweg 8 Nürnberg, D-90455, DE)
Application Number:
PCT/DE1999/002274
Publication Date:
February 17, 2000
Filing Date:
July 23, 1999
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2 München, D-80333, DE)
Höhne, Joachim (Hartmannstrasse 79 Erlangen, D-91052, DE)
Sörgel, Günter (Zaunkönigweg 8 Nürnberg, D-90455, DE)
International Classes:
G05B9/03; G05B23/02; (IPC1-7): G05B23/02; G05B9/03
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34 München, D-80506, DE)
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34 München, D-80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. l.
2. Verfahren zur Inbetriebsetzung einer Anlage (40) der Grundstoffindustrie, wobei die Anlage (40) der Grundstoffin dustrie ein Leitsystem (2) mit Regelungs und Steuerungsmodu len zur Regelung und Steuerung der Anlage (40) der Grund stoffindustrie durch Ausgabe von Regelungs und Steuerungs größen aufweist, und wobei zur Inbetriebsetzung der Anlage (40) der Grundstoffindustrie oder eines Teils der Anlage (40) der Grundstoffindustrie Regelungs und Steuerungsmodule von einer von der Anlage (40) der Grundstoffindustrie räumlich getrennten Inbetriebsetzungszentrale (41) zum Leitsystem (2) übertragen werden, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß bei fehlerhafter Funktion eines zum Leitsystem (2) über tragenen Regelungs und Steuerungsmoduls die Regelungs und Steuerungsgrößen des zum Leitsystem (2) übertragenen Rege lungs und Steuerungsmoduls derart ersetzt werden, daß die Betriebsfähigkeit der Anlage (40) der Grundstoffindustrie er halten bleibt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Regelungs und Steuerungsgrößen des fehlerhaften Re gelungs und Steuerungsmoduls durch vorgegebene Daten ersetzt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Regelungs und Steuerungsgrößen des fehlerhaften Re gelungs und Steuerungsmoduls durch Regelungs und Steue rungsgrößen eines dem fehlerhaften Regelungs und Steuerungs modul zugeordnetem Regelungs und Steuerungsgrundmoduls mit einer Funktionalität ersetzt werden, die der Funktionalität des fehlerhaften Regelungs und Steuerungsmoduls gleich oder ähnlich ist.
5. Verfahren nach Anspruch 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß bei fehlerfreier Funktion des zum Leitsystem (2) übertra genen Regelungs und Steuerungsmoduls das dem zum Leitsystem (2) übertragenen Regelungs und Steuerungsmodul zugeordnete Regelungs und Steuerungsgrundmodul durch das zum Leitsystem (2) übertragenes Regelungs und Steuerungsmoduls ersetzt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, 2,3 oder 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß ein zum Leitsystem (2) übertragenes Regelungs und Steue rungsmodul vor Regelung oder Steuerung der Anlage (40) der Grundstoffindustrie oder eines Teils der Anlage (40) der Grundstoffindustrie mittels des Leitsystems (2) auf Fehler freiheit untersucht wird.
7. Einrichtung zur Inbetriebsetzung einer Anlage (40) der Grundstoffindustrie gemäß einem Verfahren nach einem der vor hergehenden Ansprüche, wobei die Anlage (40) der Grundstoff industrie ein Leitsystem (2) mit Regelungs und Steuerungsmo dulen zur Regelung und Steuerung der Anlage (40) der Grund stoffindustrie oder eines Teils der Anlage (40) der Grund stoffindustrie durch Ausgabe von Regelungs und Steuerungs größen aufweist, und wobei zwischen der Anlage (40) der Grundstoffindustrie und einer räumlich getrennten Inbetrieb setzungszentrale (41) eine Kommunikationsverbindung (3) zur Übertragung von Regelungs und Steuerungsmodulen von der räumlich getrennten Inbetriebsetzungszentrale (41) zum Leit system (2) besteht, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß das Leitsystem (2) bei fehlerhafter Funktion eines zum Leitsystem (2) übertragenen Regelungs und Steuerungsmoduls die Regelungs und Steuerungsgrößen des zum Leitsystem (2) übertragenen Regelungs und Steuerungsmoduls derart ersetzend ausgebildet ist, daß die Betriebsfähigkeit der Anlage (40) der Grundstoffindustrie erhalten bleibt.
8. Einrichtung nach Anspruch 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß das Leitsystem (2) eines Speichers mit vorgegebene Daten aufweist und daß das Leitsystem (2) die Regelungs und Steue rungsgrößen des fehlerhaften Regelungs und Steuerungsmoduls durch die vorgegebene Daten ersetzend ausgebildet ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 6 oder 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß das Leitsystem (2) ein Regelungs und Steuerungsgrundmo dul mit einer Funktionalität aufweist, die der Funktionalität des zum Leitsystem (2) übertragenen Regelungs und Steue rungsmoduls gleich oder ähnlich, wobei das Leitsystem (2) die Regelungs und Steuerungsgrößen des zum Leitsystem (2) über tragenen Regelungs und Steuerungsmoduls durch Regelungs und Steuerungsgrößen des Regelungs und Steuerungsgrundmoduls er setzend ausgebildet ist, wenn das zum Leitsystem (2) übertra gene Regelungs und Steuerungsmodul fehlerhafte Regelungs und Steuerungsgrößen ausgibt.
Description:
Beschreibung Verfahren und Einrichtung zur Inbetriebsetzung von Anlagen der Grundstoffindustrie Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Inbetriebsetzung von Anlagen der Grundstoffindustrie, wobei die Anlage der Grundstoffindustrie ein Leitsystem mit Rege- lungs- und Steuerungsmodulen zur Regelung und Steuerung der Anlage der Grundstoffindustrie durch Ausgabe von Regelungs- und Steuerungsgrößen aufweist, und wobei zur Inbetriebsetzung der Anlage der Grundstoffindustrie oder eines Teils der Anla- ge der Grundstoffindustrie Regelungs- und Steuerungsmodule von einer von der Anlage der Grundstoffindustrie räumlich ge- trennten Zentrale zum Leitsystem übertragen werden.

Ein solches Verfahren zur Ferninbetriebsetzung ist aus der WO 97/50021 bekannt. Mit einem solchen Ferninbetriebsetzungs- verfahren ist eine Zeit- und Kostenreduktion bei der Inbe- triebsetzung erreichbar. Ferner ist der laufende Betrieb der in Betrieb gesetzten Anlage nachträglich laufend verbesser- bar. Es ist jedoch wünschenswert, die Zuverlässigkeit eines derartigen Ferninbetriebsetzungsverfahrens weiter zu erhöhen.

Dies gilt insbesondere bei Anwendung eines solchen. Verfahrens zur Verbesserung eines laufenden Betriebs, d. h. zur Inbe- triebsetzung verbesserter Regelungs- und Steuerungsmodule.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 bzw. eine Einrichtung gemäß Anspruch 6 gelöst. Bei einem solchen Verfahren bzw. einer solchen Einrichtung zur Inbetriebsetzung von Anlagen der Grundstoffindustrie, weist die Anlage der Grundstoffindustrie ein Leitsystem mit Rege- lungs- und Steuerungsmodulen zur Regelung und Steuerung der Anlage der Grundstoffindustrie durch Ausgabe von Regelungs- und Steuerungsgrößen auf. Zur Inbetriebsetzung der Anlage der Grundstoffindustrie oder eines Teils der Anlage der Grund- stoffindustrie werden Regelungs- und Steuerungsmodule von ei-

ner von der Anlage der Grundstoffindustrie räumlich getrenn- ten Zentrale zum Leitsystem übertragen. Bei fehlerhafter Funktion eines zum Leitsystem übertragenen Regelungs- und Steuerungsmoduls die Regelungs- und Steuerungsgrößen des zum Leitsystem übertragenen Regelungs- und Steuerungsmoduls wer- den derart ersetzt, daß die Betriebsfähigkeit der Anlage der Grundstoffindustrie erhalten bleibt. Auf diese Weise läßt sich die Zuverlässigkeit einer Ferninbetriebsetzung deutlich verbessern, so daß gegenüber herkömmlichen Inbetriebsetzungs- verfahren ein erheblicher Kostenvorteil erreichbar ist.

In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung werden die Rege- lungs- und Steuerungsgrößen des fehlerhaften Regelungs- und Steuerungsmoduls durch vorgegebene Daten ersetzt.

In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung werden die Regelungs- und Steuerungsgrößen des fehlerhaften Rege- lungs- und Steuerungsmoduls durch Regelungs- und Steuerungs- größen eines dem fehlerhaften Regelungs- und Steuerungsmodul zugeordnetem Regelungs- und Steuerungsgrundmoduls mit einer Funktionalität ersetzt, die der Funktionalität des fehlerhaf- ten Regelungs- und Steuerungsmoduls gleich oder ähnlich ist.

In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird bei fehlerfreier Funktion des zum Leitsystem übertragenen Re- gelungs- und Steuerungsmoduls das dem zum Leitsystem übertra- genen Regelungs- und Steuerungsmodul zugeordnete Regelungs- und Steuerungsgrundmodul durch das zum Leitsystem übertrage- nes Regelungs- und Steuerungsmoduls ersetzt.

In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird ein zum Leitsystem übertragenes Regelungs- und Steuerungsmo- dul vor Regelung oder Steuerung der Anlage der Grundstoffin- dustrie oder eines Teils der Anlage der Grundstoffindustrie mittels des Leitsystems auf Fehlerfreiheit untersucht.

Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus nachfol- gender Beschreibung von Ausführungsbeispielen. Im einzelnen zeigen : FIG 1 eine Einrichtung zur Ferninbetriebsetzung einer An- lage der Grundstoffindustrie, FIG 2 ein Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäß ausgestaltetes Leitsystem.

FIG 1 zeigt eine Einrichtung zur Inbetriebsetzung einer Anla- ge 40 der Grundstoffindustrie. Diese weist zu regelnde und zu steuernde Anlagenteile 1 sowie ein Leitsystem 2 auf, das die zu regelnden und zu steuernden Anlagenteile 1 über Stellbe- fehle 12 regelt bzw. steuert. Dazu werden von den zu regeln- den und zu steuernden Anlagenteilen 1 Meßwerte 13 an das Leitsystem 2 übertragen. Zwischen dem Leitsystem 2 und einer räumlich von der Anlage 40 der Grundstoffindustrie getrennten Inbetriebsetzungszentrale 41 besteht eine Kommunikationsver- bindung 3. Die Inbetriebsetzungszentrale 41 weist eine Kommu- nikationsschnittstelle 4 auf, über die eine Archivierungs- und Diagnosestation 6 sowie Entwicklungsstationen 8,9 und 10 mit der Kommunikationsverbindung 3 gekoppelt sind. Die Archi- vierungs- und Diagnosestation 6 steht datentechnisch mit ei- ner Datenbank 7 in Verbindung. In der Datenbank 7 sind z. B. spezifische Daten einzelner Anlagen gespeichert. Die Entwick- lungsstationen 8,9 und 10 sind datentechnisch mit einer Mo- duldatenbank 11 verbunden, in der Programmodule wie z. B. Re- gelungs- und Steuerungsmodule oder Teile davon abgespeichert sind. Weitere Einzelheiten einer derartigen Einrichtung zur Inbetriebsetzung von Anlagen der Grundstoffindustrie sind der WO 97/50021 zu entnehmen.

FIG 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel für ein Leitsystem 2, das erfindungsgemäß ausgestaltet ist. Ein mittels der Kommunika- tionsverbindung 3 an das Leitsystem 2 übertragene Regelungs- und Steuerungsmodul 22 greift nach seiner Obertragung nicht direkt in die zu regelnden und zu steuernden Anlagenteile 1

ein. Vielmehr wird zunächst seine fehlerfreie Funktionalität überprüft. Dazu sind Testdaten 24 vorgesehen, die über ein, softwaremäßig implementiertes, Schaltelement 26 aktiviert werden. Zeigt sich, daß ein fehlerfreier Betrieb des Rege- lungs- und Steuerungsmoduls 22 nicht gewährleistet werden kann, und liegt kein Regelungs- und Steuerungsgrundmodul 23 vor, so werden durch Setzen von, softwaremäßig implementier- ten, Schaltelementen 27 und 28 vorgegebene Daten 25, die aus einem Speicher 31 für vorgegebene Daten ausgelesen werden, über eine Schnittstelle 21 als Stellgrößen 12 an die zu re- gelnden und steuernden Anlagenteile 1 ausgegeben. Dieses Ver- fahren wird auch dann angewandt, wenn das Regelungs- und Steuerungsmodul 22 bereits (probeweise) die zu regelnden und steuernden Anlagenteile 1 regelt bzw. steuert und während dieses Betriebs ein Fehler auftritt und kein Regelungs- und Steuerungsgrundmodul 23 vorhanden ist.

Ist dagegen ein Regelungs- und Steuerungsgrundmodul 23 vor- handen, so werden bei fehlerhaftem Betrieb des Regelungs- und Steuerungsmoduls 22 die vom Regelungs- und Steuerungsmodul 22 ausgegebenen Regelungs- und Steuerungsgrößen 38 durch die vom Regelungs- und Steuerungsgrundmodul 23 ausgegebenen Rege- lungs- und Steuerungsgrößen 39 ersetzt. Die Schaltelemente 27 und 28 werden entsprechend gesetzt.

Nach Abschluß bestimmter Tests und/oder nach Ablauf eines ge- wissen Zeitraums eines fehlerfreien Betriebs des Regelungs- und Steuerungsmoduls 22 wird das Regelungs- und Steuerungs- grundmodul 23 durch das Regelungs- und Steuerungsmodul 22 er- setzt. Das bisherige Regelungs- und Steuerungsmodul 22 bildet dann das neue Regelungs- und Steuerungsgrundmodul 23. Ist kein Regelungs- und Steuerungsgrundmodul 23 vorhanden, so bildet unter obigen Bedingungen das Regelungs- und Steue- rungsmodul 22 das Regelungs- und Steuerungsgrundmodul 23.

Nach dem Ersetzen des Regelungs- und Steuerungsgrundmoduls 23 durch das Regelungs- und Steuerungsmodul 22 regelt bzw. steu-

ert das neue Regelungs- und Steuerungsgrundmodul 23 die zu regelnden und steuernden Anlagenteile 1. Wird ein neues Rege- lungs- und Steuerungsmodul 22 an das Leitsystem 2 übertragen, so beginnt oben bezeichneter Zyklus von neuem. Im vorliegen- den Ausführungsbeispiel sind ferner ein Speicher 32 für die Diagnosedaten, ein Speicher 33 für Modellparameter sowie ein Protokollspeicher 34 vorgesehen. Die Inhalte dieser Speicher 32,33, 34 sowie der Speicher 31 für vorgegebene Daten können über die Kommunikationsverbindung 3 an die Inbetriebsetzungs- zentrale 41 übertragen werden. Es kann ferner vorgesehen wer- den, daß über die Kommunikationsverbindung 3 neue Inhalte an die Speicher 31,32, 33,34 übertragen werden.

Unter Regelungs- und Steuerungsmodulen und Regelungs- und Steuerungsgrundmodulen im Sinne der Erfindung sind in elek- tronischer Form vorliegende Regelungen, Steuerungen oder kom- plexe Module aus mehreren Regelungen und/oder Steuerungen zu verstehen. Unter elektronischer Form ist in diesem Zusammen- hang z. B. der Code eines Computerprogrammes zu verstehen.