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Title:
METHOD AND DEVICE FOR CONTROLLING KNOCKING IN AN INTERNAL COMBUSTION ENGINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/091706
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and a device for controlling knocking in an internal combustion engine (1), wherein a knock signal of a cylinder (2) of the internal combustion engine (1) is measured by a knock sensor (5) and on this basis a knock feature (10) is produced. The knock feature (10) is compared with a reference level (11) in order to classify the combustion as knocking or non-knocking combustion. The reference level (11) is formed under consideration of a plurality of corrected knock features (27), wherein the corrected knock features (27) are formed from the knock features in that map values are determined from a map (21) depending on operating parameters of the internal combustion engine (1) and are linked additively, or a low pass filtering (24) is performed, or in that map values are determined from a map (21) depending on operating parameters of the internal combustion engine (1) and are linked additively, and a low pass filtering (24) is performed.

Inventors:
KLUTH, Carsten (Kyffhaeuserstr. 9, Stuttgart, 70469, DE)
BIEHL, Matthias (Hauptstr. 3, Krottelbach, 66909, DE)
DIERINGER, Jasmin (Roter Stich 28, Stuttgart, 70437, DE)
Application Number:
EP2018/078062
Publication Date:
May 16, 2019
Filing Date:
October 15, 2018
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
International Classes:
F02D35/02; F02D41/14
Domestic Patent References:
WO2004079319A12004-09-16
Foreign References:
DE102014102324A12015-08-27
EP3018324A12016-05-11
US4596217A1986-06-24
DE102014224800A12016-06-09
US6591660B12003-07-15
US5287837A1994-02-22
DE102014224800A12016-06-09
DE102014224800A12016-06-09
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Klopfregelung einer Brennkraftmaschine (1), wobei von einem

Klopfsensor (5) ein Klopfsignal eines Zylinders (2) der Brennkraftmaschine (1) gemessen wird und daraus ein Klopfmerkmal (10) erzeugt wird, wobei das Klopfmerkmal (10) mit einem Referenzpegel (11) verglichen wird um eine Verbrennung als klopfende oder nichtklopfende Verbrennung einzustufen, dadurch gekennzeichnet, dass der Referenzpegel (11) unter Berücksichtigung einer Mehrzahl von korrigierten Klopfmerkmalen (27) gebildet wird, wobei die korrigierten Klopfmerkmale (27) aus den Klopfmerkmalen (10) gebildet werden, indem aus einem Kennfeld (21) in Abhängigkeit von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine (1) Kennfeldwerte ermittelt und additiv mit den Klopfmerkmalen (10) verknüpft werden und eine Tiefpassfilterung (24) erfolgt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kennfeld (21) in einer Applikationsphase durch Messungen an der Brennkraftmaschine (1) oder an dem Brennkraftmaschinentyp ermittelt wurde.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kennfeld (21) in Abhängigkeit von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine eine Intensität des Klopfmerkmals in einem stationären Betrieb angibt.

4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kennfeld (21) Informationen zu Störsignalen enthält, die zu einer Erhöhung des Referenzpegels führen können.

5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kennfeld (21) Informationen zu Betriebsbereichen enthält bei denen es nicht zu Klopfen kommt und geringe Werte des Klopfmerkmals auftreten.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Betriebsparameter Last und Drehzahl der Brennkraftmaschine (1) verwendet werden.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass aus einem weiteren Kennfeld (22) in Abhängigkeit von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine (1) weitere Kennfeldwerte ermittelt werden, die multiplika- tiv (26) zur Bildung der korrigierten Klopfmerkmale (27) verwendet werden.

8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung der korrigierten Klopfmerkmale (27) von den Klopfmerkmalen (10) die Kennfeldwerte abge zogen werden, die Ergebnisse dann tiefpassgefiltert werden, dann die Kennfeldwerte wieder hinzuaddiert werden und dann eine Multiplikation mit den weiteren Kennwerten zur Bildung der korrigierten Klopfmerkmale erfolgt.

9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung der korrigierten Klopfmerkmale (27) von den Klopfmerkmalen (10) die Kennfeldwerte abge zogen werden, die Ergebnisse dann tiefpassgefiltert werden, dann eine Multiplikation mit den weiteren Kennfeldwerten (22) erfolgt und dann der Kennfeldwert (21) wieder hinzuaddiert wird zur Bildung der korrigierten Klopfmerkmale.

10. Vorrichtung zur Klopfregelung einer Brennkraftmaschine (1), wobei von einem Klopfsensor (5) ein Klopfsignal eines Zylinders (2) der Brennkraftmaschine (1) gemessen wird und daraus ein Klopfmerkmal (10) erzeugt wird, wobei das Klopfmerkmal (10) mit einem Referenzpegel (11) verglichen wird um eine Verbrennung als klopfende oder nichtklopfende Verbrennung einzustufen, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind die den Referenzpegel (11) unter Berücksichtigung einer Mehrzahl von korrigierten Klopfmerkmalen (27) bilden, wobei die Mittel die korrigierten Klopfmerkmale (27) aus den Klopfmerkmalen (10) bilden, indem

aus einem Kennfeld (21) in Abhängigkeit von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine (1) Kennfeldwerte ermittelt und additiv verknüpft werden,

oder eine Tiefpassfilterung (24) erfolgt,

oder aus einem Kennfeld (21) in Abhängigkeit von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine (1) Kennfeldwerte ermittelt und additiv verknüpft werden und eine Tiefpassfilterung (24) erfolgt.

Description:
Beschreibung Titel

Verfahren und Vorrichtung zur Klopfregelung einer Brennkraftmaschine

Die Erfindung geht aus von einem Verfahren und einer Vorrichtung zur Klopfregelung einer Brennkraftmaschine nach der Gattung der unabhängigen Patentansprüche.

Stand der Technik

Aus der DE 10 2014 224 800 AI ist bereits ein Verfahren zur Klopfregelung bekannt, bei dem von einem Klopfsensor ein Klopfsignal eines Zylinders gemessen wird und daraus ein Klopfmerkmal erzeugt wird. Um zu beurteilen, ob eine Verbrennung klopfend oder nicht klopfend erfolgt ist, wird das Klopfmerkmal mit einem Referenzpegel verglichen. Der Referenzpegel wird dabei durch gleitende Mittelwertbildung aus vorhergehenden Klopfmerkmalen berechnet.

Offenbarung der Erfindung Vorteile der Erfindung

Das erfindungsgemäße Verfahren bzw. die erfindungsgemäße Vorrichtung mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche hat demgegenüber den Vorteil, dass eine verbesserte Bildung des Referenzpegels aus den Klopfmerkmalen erfolgt. Insbesondere kann daher eine additive Verknüpfung mit Werten aus einem betriebsparame- terabhängigen Kennfeld erfolgen oder es kann eine Tiefpassfilterung erfolgen oder es kann sowohl additive Kennfeldwerte aus einem Kennfeld berücksichtigt werden und eine Tiefpassfilterung erfolgen. Durch diese Aufbereitung der Klopfmerkale zur Bildung eines korrigierten Klopfmerkmals aus dem dann der Referenzpegel gebildet wird, kann der Betrieb einer Brennkraftmaschine optimiert werden. Es können so Verbrauchsvorteile realisiert werden bzw. das Auftreten von schädlichen Klopfen minimiert werden. Insbesondere wird so die Regelqualität der Brennkraftmaschine hinsichtlich des Klopfens verbessert.

Weitere Vorteile und Verbesserungen ergeben sich durch die Merkmale der abhängigen Patentansprüche. Der Einfluss des Kennfeldes auf die verbesserte Qualität der Bildung des Referenzpegels hängt entscheidend an der Qualität, der in dem Kennfeld enthaltenen Daten. Eine hohe Qualität dieser Daten kann insbesondere sichergestellt werden, in dem in einer Applikationsphase durch Messungen an der Brennkraftmaschine bzw. an dem Brennkraftmaschinentyp sinnvolle Daten für das additive Kennfeld ermittelt werden. Besonders einfach erfolgt diese Ermittlung, wenn dazu Intensitäten der Klopfmerkmale in einem stationären Betrieb ermittelt werden. Insbesondere können die Kennfelder so Informationen zu Störsignalen enthalten, die keinen Zusammenhang mit Klopfereignissen im Brennraum haben. Wenn derartige Störsignale nicht entfernt werden, gehen sie in der Bildung des Referenzpegels ein und führen zu einer Erhöhung des Referenzpegels und einer Verschlechterung der Erkennung von klopfenden Signalen in Bereichen, in denen diese Störsignale nicht weiter auftreten. Weiterhin kann es Bereiche von Betriebsparametern geben, in denen es sicher nicht zum Klopfen kommt und gleichzeitig die Klopfmerkmale nur geringe Werte aufweisen. Ein Referenzpegel, der in derartigen Betriebsbereichen gelernt wird, ist besonders gering und führt dazu, dass in anderen Betriebsbereichen eine Verbrennung fehlerhaft als klopfend beurteilt wird. Es ist daher sinnvoll, in derartigen Betriebsbereichen zu den Klopfmerkmalen einen Grundwert hinzuzufügen, damit der Referenzpegel nicht auf einen unsinnig niedrigen Wert abfällt. Besonders einfach werden die Betriebsbereiche des Kennfeldes durch Last und Drehzahl bezeichnet. Weiterhin kann durch eine Multiplikation mit einem weiteren Kennfeldwert eine Gewichtung des Einflusses der Klopfmerkmale von bestimmten Bereichen der Betriebsparameter erfolgen. Es können so bestimmte Bereiche von Betriebsparametern stärker oder weniger stark für die Bildung des Referenzpegels berücksichtigt werden. Besonders sinnvoll ist die Tiefpassfilterung, wenn vorher ein additiver Anteil von den Klopfmerkmalen abgezogen wurde. Die Tiefpassfilterung erfolgt dann nur hinsichtlich der Unterschiede, wodurch dieser Wert besonders aussagekräftig wird. Zur Referenzpegelbildung werden diese Werte dann nach der Tiefpassfilterung wieder hinzugefügt und durch eine Multiplikation mit den weiteren Kennwerten entsprechend für die Bildung des Referenzpegels berücksichtigt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, diese Gewichtung nur für die tiefpassgefilterten Klopfmerkmale, von denen vorher die Kennfeldwerte abgezogen wurden, zu verwenden. Es wird so der Einfluss der Tiefpassfilterung separat eingestellt.

Zeichnungen

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine Brennkraftmaschine mit einer Klopfregelung und

Figur 2 ein erstes Ausführungsbeispiel der Referenzpegelermittlung und

Figur 3 ein zweites Beispiel der Referenzpegelermittlung.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

In der Figur 1 wird schematisch eine Brennkraftmaschine 1 gezeigt, bei der ein Zylinder 2 mit einem darin enthaltenen Kolben 3 einen Brennraum 4 bildet. Auf der Außenseite des Zylinders 2 ist Klopfsensor 5 dargestellt, der ein Klopfsignal des Zylinders 2 misst. Bei einem derartigen Klopfsignal handelt es sich um ein Geräuschsignal bzw. Vibrationen des Zylinders 2, die aufgrund von Verbrennungsvorgängen im Brennraum 4 entstehen. Die Klopfsignale des Klopfsensors 5 werden an eine Signalverarbeitung 6 gegeben, die daraus Klopfmerkmale 10 für jede Verbrennung erzeugt. Für jeden Verbrennungsvorgang im Zylinder 2 wird ein Klopfmerkmal 10 für diese Verbrennung erzeugt. Die ermittelten Klopfmerkmale 10 werden dann an eine Referenzpegelermittlung 7 weitergeleitet. Die Referenzpegelermittlung ermittelt aus den übermittelten Klopfmerkmalen 10 einen Referenzpegel 11, der dann an die Klopferkennung 8 weitergegeben wird. Die Klopferkennung 8 erhält weiterhin das Klopfmerkmal 10 der aktuellen Verbrennung von der Signalverarbeitung 6 und entscheidet aufgrund eines Vergleichs des Klopfmerkmals 10 mit dem Referenzpegel 11, ob die Verbrennung als klopfende oder nicht klopfende Verbrennung einzustufen ist. Entsprechend gibt die Klopferkennung 8 ein entsprechendes Signal 9 aus, welches die Information enthält, ob die Verbrennung klopfend war oder nicht.

Die verschiedenen Verarbeitungsblöcke 6, 7, 8 können gemeinsam in einem Rechner als entsprechende Softwareblöcke realisiert sein. Entsprechend würde dann das Klopfsignal des Klopfsensors 5 nach einer ggf. erfolgenden analogen Vorfilterung ana- log/digital-gewandelt und dann durch entsprechende als Software ausgestaltete Verarbeitungsblöcke in einem entsprechenden Mikrorechner verarbeitet werden. Eine mögliche Form der Umwandlung der Klopfsignale in Klopfmerkmale besteht beispielsweise in einer Fouriertransformation und Aufsummation der in den jeweiligen Frequenzbereichen enthaltenen Energie. Dabei können insbesondere unterschiedliche Frequenzbereiche unterschiedlich stark gewichtet werden, da einige Frequenzen ein Klopfereignis besonders zuverlässig anzeigen. Alternativ können die Klopfsignale auch gleichgerichtet und integriert werden, was ebenfalls ein Klopfmerkmal 10 erzeugt, welches die Stärke der Verbrennung im Brennraum 4 angibt.

In der Referenzpegelermittlung 7 erfolgt die Ermittlung des Referenzpegels durch Auswertung einer Mehrzahl von Klopfmerkmalen 10, die von der Signalverarbeitung 6 zur Verfügung gestellt werden, die herkömmliche Referenzpegelermittlung nach der DE 10 2014 224 800 erfolgt dadurch, dass über eine Vielzahl von Klopfmerkmalen 10 eine gleitende Mittelwertbildung erfolgt. Dazu wird üblicher Weise ein aktuelles Klopfmerkmal mit einem Gewichtungsfaktor G < 1 multipliziert und dieser Wert dann zu dem vorhergehenden Referenzpegel, der mit (1 - G) multipliziert ist, hinzuaddiert. Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass diese Referenzpegelermittlung so nicht mehr vorgenommen wird, sondern zunächst ein korrigiertes Klopfmerkmal gebildet wird, welches dann zur Bildung des Referenzpegels verwendet wird.

In der Figur 2 wird ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Referenzpegelermittlung dargestellt. In der Figur 2 wird ein erstes Kennfeld 21 und ein zweites Kennfeld 22 gezeigt. In diesen Kennfeldern sind abhängig von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine 1 Werte abgelegt und diese Werte werden in Abhängigkeit von den Betriebsparametern der Brennkraftmaschine 1 für die Berechnung der Figur 2 verwendet. Als Beispiele für derartige Betriebsparameter der Brennkraftmaschine 1 sind hier beispielsweise die Drehzahl n und die Last der Brennkraftmaschine L gezeigt. Es können aber auch beliebige Betriebsparameter der Brennkraftmaschine für die Kennfelder 21, 22 verwendet werden. Die Kennfelder 21 und 22 werden in einer Applikation der Brennkraftmaschine 1 bzw. des Typs der Brennkraftmaschine 1 erzeugt. Das Kennfeld 21 stellt abhängig von den Betriebsparametern der Brennkraftmaschine 1 einen Kennfeldwert zur Verfügung, der vom Klopfmerkmal 10 im Addierglied 23 abgezogen wird. Je nach Vorzeichen des entsprechenden Kennfeldwerts im Kennfeld 21 handelt es sich bei dem Rechenschritt im Addierglied 23 um eine Verringerung oder eine Hinzufügung zum Klopfmerkmal 10. Beispielsweise kann in dem Kennfeld 21 Informationen zu Störgeräuschen abgelegt sein, die typischer Weise bei bestimmten Betriebsparameterbereichen auftreten. Beispielsweise kann es sich dabei um das drehzahlabhängige Schalten eines Ventils oder lastabhängiges Schalten einer Pumpe handeln, die ein zusätzliches Vibrationssignal erzeugt, welches vom Klopfsensor 5 gemessen wird. Durch die Subtraktion derartiger Informationen wird somit das Klopfmerkmal 10 um diese zusätzlichen Anteile verringert, so dass nach dem Addierglied 23 das Klopfmerkmal 10 verringert, um diese zusätzlichen Geräuschsignale anliegt. Weiterhin können im Kennfeld 21 auch noch Informationen zu Betriebsbereichen enthalten sein, in denen es nicht zum Klopfen kommt und gleichzeitig das Klopfmerkmal nur einen sehr geringen Wert aufweist. Wenn eine Brennkraftmaschine für einen längeren Zeitraum in einem derartigen Betriebsbereich betrieben wird, so würde ohne eine zusätzliche Beeinflussung der Referenzpegel 11 einen sehr geringen Wert annehmen und es würde somit fehlerhaft bei einem anschließenden Betrieb in einem anderen Betriebsbereich Klopfen erkannt werden. Es muss daher verhindert werden, dass bei einem längeren Betrieb in einem derartigen Betriebsbereich der Referenzpegel 11 zu gering wird. Darum sind im Kennfeld 21 für derartige Betriebsbereiche Kennwerte gespeichert, durch die beim Addierglied 23 dem Klopfmerkmal 10 ein gewisser Grundpegel hinzugefügt wird. Durch dieses Hinzufügen eines Grundpegels wird somit ein zu starkes Absinken des Klopfmerkmals verhindert.

Dem Addierglied 23 ist ein Tiefpass 24 nachgeordnet, in dem eine Glättung des Klopfmerkmals 10 mit der additiven Beeinflussung durch das Addierglied 23 erfolgt. Durch diesen Tiefpass 24 erfolgt wieder eine gleitende Mittelwertbildung über mehrere um den Beitrag des Addierglieds 23 verringerte Klopfmerkmale 10. Das Ergebnis des Tiefpasses 24 wird dann einem weiteren Addierglied 25 zugeführt, wobei im Addierglied 25 eine Addition des Ergebnisses des Tiefpasses 24 und des entsprechenden Kennfeldwerts des Kennfelds 21 erfolgt. Beiden Addiergliedern 23, 25 wird dabei der gleiche Kennfeldwert zugeführt. Wie bereits ausgeführt wurde, kann das Kennfeld 21, je nach physikalischer Ursache positive oder negative Werte enthalten, die beim Addierglied 23 entweder zu einer Addition oder Subtraktion führen. Wesentlich ist hier, dass die Addierglieder 23 und 25 jeweils ein unterschiedliches Vorzeichen aufweisen. Wenn der Kennfeldwert im Addierglied 23 abgezogen wurde, so wird er im Addierglied 25 hinzugefügt. Wenn der Kennfeldwert im Addierglied 23 hinzugeführt wurde, so wird er im Ad- dierglied 25 wieder abgezogen. Durch diese Maßnahme wird erreicht, dass im Tiefpass

24 nur eine Ermittlung des Unterschieds zwischen dem Kennfeldwert des Kennfelds 21 und dem Klopfmerkmal 10 erfolgt. Im Falle von Störgeräuschen bedeutet dies, dass am Ausgang des Tiefpasses 24 nur das Klopfmerkmal, welches nicht auf die Störgeräusche zurückgeht, gebildet wurde. Dieses Signal ist natürlich besonders aussage- kräftig, hinsichtlich des Auftretens oder Nichtauftretens von Klopfen in der Brennkraftmaschine 1.

Je nach Bedatung des Kennfelds 21 oder des Tiefpasses 24 kann hier die Verarbeitung des Klopfsignals welches vom Addierglied 25 ausgegeben wird beeinflusst wer- den. In das Kennfeld 21 können beispielsweise durchgängig nur der Wert null eingetragen werden. In einer solchen Ausgestaltung gibt es keinen Anteil der dem Klopfmerkmal 10 hinzugefügt oder abgezogen wird, so dass nur der Tiefpass 24 für die Ermittlung des Referenzpegels 11 verwendet wird. Bei einer derartigen Bedatung des Kennfelds 21 wird somit das Klopfmerkmal 10 einer ersten Tiefpassfilterung unterzo- gen. Weiterhin kann auch der Tiefpass 24 mit einer sehr großen gegen unendlich gehenden Zeitkonstante ausgelegt werden und mit dem Wert null initialisiert werden, wodurch der Einfluss des Tiefpass 24 gegen null geht. Es würde dann für die Berechnung des Referenzpegels 11 nur der Inhalt des Kennfelds 21 verwendet werden, was dann einem Referenzpegel entspricht der einmalig ermittelt und dann im Kennfeld 21 abgelegt wurde entspricht. Je nach Auslegung des Kennfelds 21 und des Tiefpasses zwischen diesen beiden Extrempositionen kann so der Einfluss des Kennfeldes 21 o- der des Tiefpass 24 variabel eingestellt werden.

Dem Addierglied 25 ist dann noch ein Multiplikationsglied 26 nachgeordnet. Das Multi- plikationsglied 26 multipliziert das Ergebnis des Additionsglieds 25 mit einem weiteren

Kennfeldwert, der dem Kennfeld 22 entnommen ist. Durch diese Multiplikation kann eine Gewichtung der jeweiligen vorverarbeiteten Klopfmerkmale, hinsichtlich der Betriebsparameter der Brennkraftmaschine erfolgen. Insbesondere können so bestimmte Betriebsbereiche der Brennkraftmaschine, beispielsweise bestimmte Drehzahl- und Lastbereiche, hinsichtlich der Bildung des Referenzpegels stärker oder schwächer gewichtet werden. Beispielsweise können Betriebsbereiche, in denen typischer Weise starke Störgeräusche auftreten und gleichzeitig nur geringe Verbrennungsgeräusche relativ gering gewichtet werden, da diese Klopfmerkmale nur einen sehr geringen An- teil an Informationen hinsichtlich der Verbrennungen enthalten. Das Ergebnis der Multiplikationsstelle 26 bildet dann ein korrigiertes Klopfmerkmal 27, welches dann einer Referenzpegelermittlung 7 zur Berechnung des Referenzpegels 11 zugeführt wird.

In der Referenzpegelermittlung 7 erfolgt wieder ausgehend von dem korrigierten Refe- renzpegel 27 eine gleitende Mittelwertbildung zur Ermittlung des Referenzpegels 11. In der Referenzpegelermittlung 7 können ggf. noch weitere Verarbeitungsschritte erfolgen, die aber nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind.

Das erfindungsgemäße Verfahren, wie es anhand der Figur 2 erläutert wurde, ermög- licht es, während der Applikation des Fahrzeugs, d. h. eine Bedatung der Kennfelder der Steuerung des Fahrzeugs, typische für die Klopfregelung relevante Betriebsbereiche, zu identifizieren und durch entsprechende additive Maßnahmen bzw. multiplika- tive Maßnahmen für die Referenzpegelermittlung zu berücksichtigen. Für den Fall den Störgeräuschen, die in bestimmten Betriebsparametern der Brennkraftmaschine auftre- ten, ist es dabei voreilhaft, die Klopfmerkmale 10, um diese Störgeräusche zu reduzieren, damit bei der Tiefpassbildung 24 nur die Signalanteile berücksichtigt werden, die auf die Verbrennungsvorgänge im Brennraum 4 zurückgehen. Im Tiefpass 24 wird so eine Information gebildet, die eine Aussage über die tatsächlichen, während der Verbrennung im Brennraum 4 entstehenden Signalanteile zulässt. Ebenso können Be- triebsbereiche, in denen fast keine Klopfmerkmale erzeugt werden, durch einen additiven Anteil berücksichtigt werden und so der Einfluss von Betriebsbereichen, in denen sicher kein Klopfen eintritt, auf die Referenzpegelermittlung verringert werden. Entsprechend kann auch die Multiplikation 26 die Gewichtung des Einflusses bestimmte Bereiche der Betriebsparameter auf die Referenzpegelermittlung verstärkt oder abge- schwächt werden. Es können so bestimmte Betriebsbereiche für die Referenzpegelermittlung stärker oder schwächer gewichtet werden.

In der Figur 3 wird ein alternatives Verfahren zur Figur 2 beschrieben. Mit dem Bezugszeichen 21, 22, 23, 24, 25, 26 und 7 werden die gleichen Gegenstände, wie in der Fi- gur 2 beschrieben, die auch die gleichen Funktionen aufweisen, wie dies in der Figur 2 beschrieben wurde. Im Unterschied zu Figur 2 unterscheidet sich jedoch die Abfolge der einzelnen Bearbeitungsschritte. Insbesondere ist die Multiplikation 26 der Tiefpassbildung im Block 24 unmittelbar nachgeordnet. Der Einfluss des Kennfelds 22 über die Multiplikationsstelle 26 erstreckt sich hier nur unmittelbar auf das Ausgangssignal des Tiefpasses 24. Es werden somit nur die Abweichungen der Klopfmerkmale 10 im Vergleich zum Kennfeld 21 durch die Multiplikationsstelle 26 gewichtet. Durch diese Vorgehensweise erhält damit die Gewichtung aus dem Kennfeld 22 nur ein Einfluss auf den Unterschied der Klopfmerkmale 10 im Vergleich zum Kennfeld 21. Der Multiplikationsstelle 26 erfolgt wieder in der Additionsstelle 25 eine Hinzufügung, der im Kennfeld 21 gespeicherten Kennfeldwerte, um so das korrigierte Klopfmerkmal 27 zu bilden.

Dieses wird dann wieder für die Referenzpegelermittlung im Block 7 verwendet, um dem Referenzpegel 11 zu ermitteln.