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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR DETECTING THE LATERAL SURROUNDINGS OF A VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/003944
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for detecting the lateral surroundings of a vehicle (1), image data being continuously detected by means of at least one image-detecting unit (B1, B2) arranged on a vehicle side (1.1, 1.2) in each case, the image data being output on a display unit (A1, A2) assigned to each image-detecting unit (B1, B2), respectively. According to the invention, if an object is detected in the blind spot region of the vehicle (1), an optical warning signal is emitted in the vehicle in dependence upon a position of the object.

Inventors:
FRANZ, Stefan (Karlsplatz 7/2, Ulm, 89073, DE)
GLOGER, Joachim (Ziegeleiweg 10, Bibertal, 89346, DE)
GRESSMANN, Markus (Zinglerstrasse 22, Ulm, 89077, DE)
HAHN, Stefan (Ochsensteige 69, Ulm, 89075, DE)
RULAND, Thomas (Ludwigstraße 46, Neu-Ulm, 89231, DE)
TERZIS, Anestis (Hainenbachstrasse 9, Heidenheim, 89522, DE)
Application Number:
EP2011/003254
Publication Date:
January 12, 2012
Filing Date:
June 30, 2011
Export Citation:
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Assignee:
DAIMLER AG (Mercedesstrasse 137, Stuttgart, 70327, DE)
FRANZ, Stefan (Karlsplatz 7/2, Ulm, 89073, DE)
GLOGER, Joachim (Ziegeleiweg 10, Bibertal, 89346, DE)
GRESSMANN, Markus (Zinglerstrasse 22, Ulm, 89077, DE)
HAHN, Stefan (Ochsensteige 69, Ulm, 89075, DE)
RULAND, Thomas (Ludwigstraße 46, Neu-Ulm, 89231, DE)
TERZIS, Anestis (Hainenbachstrasse 9, Heidenheim, 89522, DE)
International Classes:
B60R1/00
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Erfassen eines seitlichen Umfeldes eines Fahrzeuges (1), wobei mittels zumindest einer an jeweils einer Fahrzeugseite (1.1 , 1.2) angeordneten Bilderfassungseinheit (B1 , B2) fortlaufend Bilddaten erfasst und auf einer der jeweiligen Bilderfassungseinheit (B1 , B2) zugeordneten Anzeigeeinheit (A1 , A2) ausgegeben werden,

dadurch gekennzeichnet, dass bei einem im Tot-Winkel-Bereich des

Fahrzeuges (1) erfassten Objekt in Abhängigkeit einer Position des Objektes ein optisches Warnsignal im Fahrzeug ausgegeben wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass das optische Warnsignal auf der

Anzeigeeinheit (A1 , A2) ausgegeben wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass ein akustisches Warnsignal ausgegeben wird.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die erfassten Bilddaten mindestens einer

Steuereinheit eines Fahrerassistenzsystems des Fahrzeuges (1) zugeführt werden.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein seitlicher Abstand des Fahrzeuges (1) zu dem erfassten Objekt ermittelt wird.

Description:
Verfahren und Vorrichtung zur Erfassung eines seitlichen Umfeldes eines Fahrzeuges

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erfassung eines seitlichen Umfeldes eines Fahrzeuges, wobei mittels zumindest einer an jeweils einer

Fahrzeugseite angeordneten Bilderfassungseinheit fortlaufend Bilddaten erfasst und auf einer der jeweiligen Bilderfassungseinheit zugeordneten Anzeigeeinheit ausgegeben werden.

In heutigen Fahrzeugen sind verschiedene Fahrerassistenzsysteme zur Unterstützung eines Fahrzeugführers in bestimmten Fahrsituationen angeordnet. Bei den

Fahrerassistenzvorrichtungen handelt es sich üblicherweise um elektronische

Zusatzeinrichtungen.

Aus der DE 199 51 376 A1 ist ein Spiegelersatz an einem Fahrzeug bekannt, wobei herkömmliche optische Spiegel durch Kombinationen von Kameras und Monitoren ersetzt werden. Dazu übertragen je eine an einer rechten und einer linken Fahrzeugseite angebrachte, nach hinten gerichtete Kamera lückenlos Bilder auf jeweils einen von zwei sich im Sichtbereich eines Fahrers des Fahrzeuges angebrachte Monitore. Optional ist ein dritter Monitor im Sichtbereich des Fahrers angeordnet, welcher wahlweise ein Bild einer am Fahrzeugheck oder an einer Fahrzeugfront oder im Fahrzeug selbst

angebrachten Kamera anzeigt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gegenüber dem Stand der Technik verbessertes Verfahren zur Erfassung eines seitlichen Umfeldes eines Fahrzeuges anzugeben.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Bei einem Verfahren zum Erfassen eines seitlichen Umfeldes eines Fahrzeuges werden mittels zumindest einer an jeweils einer Fahrzeugseite angeordneten

Bilderfassungseinheit fortlaufend Bilddaten erfasst und auf einer der jeweiligen

Bilderfassungseinheit zugeordneten Anzeigeeinheit ausgegeben. Erfindungsgemäß wird bei einem im Tot-Winkel-Bereich des Fahrzeuges erfassten Objekt in Abhängigkeit einer Position des Objektes ein optisches Warnsignal im Fahrzeug ausgegeben.

Dadurch, dass das optische Warnsignal in Abhängigkeit der Position des erfassten Objektes ausgegeben wird, ist ein Fahrzeugführer des Fahrzeuges in besonders vorteilhafter Weise über die genaue Position des Objektes zu dem Fahrzeug informiert. Das Warnsignal wird dabei derart angezeigt, dass der Fahrzeugführer, selbst wenn dieser nicht auf die Anzeigeeinheit schaut, über das Vorhandensein des Objektes im Tot- Winkel-Bereich des Fahrzeuges in Kenntnis gesetzt ist.

Alternativ dazu kann das optische Warnsignal auch auf einer anderen geeigneten

Anzeigeeinheit, beispielsweise auf einem Anzeigebereich innerhalb einer

Instrumententafel ausgegeben werden.

Die mittels der Bilderfassungseinheiten erfassten Bilddaten können vorzugsweise weiteren am Fahrzeug angeordneten radarbasierten Vorrichtungen zugeführt werden, wodurch deren Detektion verbessert werden kann.

Darüber hinaus können die erfassten Bilddaten einem Fahrerassistenzsystem, wie beispielsweise einem Tot-Winkel-Assistenten und/oder einem Spurwechselassistenten zugrunde gelegt werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand einer Zeichnung näher erläutert.

Dabei zeigt:

Fig. 1 schematisch ein Fahrzeug mit einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. In der einzigen Figur ist ein Fahrzeug 1 mit einer Vorrichtung zur Erfassung eines seitlichen Umfeldes des Fahrzeuges 1 gezeigt.

Die Vorrichtung umfasst zwei Bilderfassungseinheiten B1 , B2 in Form von Kameras, wobei jeweils eine Bilderfassungseinheit B1 , B2 mit einer Steuereinheit S1 , S2 verbunden ist, sowie zwei Anzeigeeinheiten A1 , A2.

Die Steuereinheiten S1 , S2 sind zusätzlich mit einem im Fahrzeug angeordneten nicht näher dargestellten Fahrzeug-Bus zur Datenübertragung verbunden.

Eine erste Bilderfassungseinheit B1 ist an einer linken Fahrzeugseite 1.1 an einer Position, an welcher üblicherweise ein Außenspiegel am Fahrzeug 1 befestigt ist, angeordnet. Eine zweite Bilderfassungseinheit B2 ist analog an einer rechten

Fahrzeugseite 1.2 angeordnet. Die Bilderfassungseinheiten B1 , B2 sind in Bezug auf das Fahrzeug 1 nach hinten ausgerichtet und erfassen wenigstens einen Bereich, welcher mit einem herkömmlichen Außenspiegel erfassbar ist.

Die erste Bilderfassungseinheit B1 ist drahtlos oder drahtgebunden mit einer ersten Steuereinheit S1 verbunden, welcher erfasste Bilddaten der ersten

Bilderfassungseinheit B1 zugeführt werden.

Die zweite Bilderfassungseinheit B2 ist mit einer zweiten Steuereinheit S2 verbunden, welcher erfasste Bilddaten der zweiten Bilderfassungseinheit B2 zugeführt werden.

Die von den Bilderfassungseinheiten B1 , B2 erfassten Bilddaten werden in der jeweiligen Steuereinheit S1 , S2 ausgewertet und verarbeitet, wobei die erfassten Bilddaten der ersten Bilderfassungseinheit B1 an eine erste Anzeigeeinheit A1 und die erfassten Bilddaten der zweiten Bilderfassungseinheit B2 an eine zweite Anzeigeeinheit A2 fortlaufend übertragen werden.

Die erste Anzeigeeinheit A1 ist der linken Fahrzeugseite 1.1 zugeordnet und

vorzugsweise linksseitig im Fahrzeuginnenraum 1.3 im Sichtfeld eines Fahrzeugführers angeordnet. Die zweite Anzeigeeinheit A2 ist der rechten Fahrzeugseite 1.2 zugeordnet und rechtsseitig im Sichtfeld des Fahrzeugführers angeordnet.

Alternativ zur Anordnung der zwei Anzeigeeinheiten A1 , A2 kann auch nur eine

Anzeigeeinheit A1 , A2 im Fahrzeuginnenraum angeordnet sein, die sich bevorzugt im Sichtfeld des Fahrzeugführers befindet. Beispielsweise ist die Anzeigeeinheit A1 , A2 in ein Kombinationsinstrument im Fahrzeuginnenraum 1.3 angeordnet, wobei die

Anzeigeeinheit A1 , A2 in Bereiche unterteilt ist. Dabei ist ein Bereich, vorzugsweise ein linker Bereich der Anzeigeeinheit A1 , A2 der linken Fahrzeugseite 1.1 und ein rechter Bereich der Anzeigeeinheit A1 , A2 der rechten Fahrzeugseite 1.2 zugeordnet, wobei die Bereiche beispielsweise mittels eines senkrecht verlaufenden eingeblendeten Balkens voneinander getrennt sind.

Im Betrieb des Fahrzeuges 1 sind die Bilderfassungseinheiten B1 , B2 aktiviert und erfassen fortlaufend Bilddaten, die entsprechend der Fahrzeugseite 1.1 , 1.2 auf der jeweiligen Anzeigeeinheit A1 , A2 fortlaufend ausgegeben werden. Dabei schaut der Fahrzeugführer in die jeweilige Anzeigeeinheit A1 , A2 anstatt in die Außenspiegel, um sich über ein Geschehen seitlich des Fahrzeuges 1 zu informieren.

Mittels der Bilderfassungseinheiten B1 , B2 wird jeweils ein seitlich zu dem Fahrzeug 1 liegendes Umfeld einschließlich des Tot-Winkel-Bereiches der jeweiligen

Fahrzeugseite 1.1 , 1.2 fortlaufend erfasst und entsprechend der Fahrzeugseite 1.1 , 1.2 fortlaufend auf den Anzeigeeinheiten A1 , A2 ausgegeben.

Als toter Winkel wird im Straßenverkehr der von einem Fahrzeugführer innerhalb des geschlossenen Fahrzeuges 1 trotz Rückspiegel nicht einsehbare Bereich seitlich des Fahrzeuges 1 bezeichnet.

Erfindungsgemäß wird, sofern ein nicht näher dargestelltes Objekt im Tot-Winkel-Bereich des Fahrzeuges 1 mittels der Bilderfassungseinheiten B1 , B2 detektiert wird, ein optisches Warnsignal auf der Anzeigeeinheit A1 , A2 ausgeben, welche dieser

Fahrzeugseite 1.1 , 1.2 zugeordnet ist. Als Objekte werden u. a. weitere Fahrzeuge, Fußfänger, Radfahrer, Tiere und andere sich im Verkehrsraum befindende Gebilde erfasst.

Dazu wird das optische Warnsignal entsprechend der Position des erfassten Objektes auf der entsprechenden Anzeigeeinheit A1 , A2 ausgegeben. Hierzu werden mittels der Steuereinheiten S1 , S2, in welcher Bildverarbeitungs-Algorithmen hinterlegt sind, ein seitlicher Abstand sowie eine Entfernung des Objektes in Bezug auf die

Längsausdehnung des Fahrzeuges 1 ermittelt. Das optische Warnsignal kann auch auf einem Anzeigebereich innerhalb der

Instrumententafel des Fahrzeuges ausgegeben werden. Beispielsweise kann mittels eines Pfeils, der als optisches Warnsignal auf dem Anzeigebereich erscheint, die

Fahrzeugseite 1.1 , 1.2 in deren Tot-Winkel-Bereich das Objekt erfasst wurde, angegeben werden.

Mittels der Steuereinheiten S1 , S2, die mit dem Fahrzeug-Bus zur Datenübertragung verbunden sind, können weitere am Fahrzeug 1 angeordnete Erfassungseinheiten abgefragt werden, um beispielsweise den ermittelten seitlichen Abstand und/oder die Entfernung des im Tot-Winkel-Bereich detektierten Objektes zu plausibilisieren.

In einer ersten Ausführungsform wird das optische Warnsignal derart auf der

Anzeigeeinheit A1 , A2 ausgegeben, dass das im Tot-Winkel-Bereich erfasste Objekt aufblinkt und somit dem Fahrzeugführer signalisiert wird, dass sich das erfasste Objekt im Tot-Winkel-Bereich befindet. Weiterhin kann hierzu vorgesehen sein, dass das Objekt in Anhängigkeit des seitlichen Abstandes sowie der Entfernung, farblich gekennzeichnet ist, wobei sich die Farbe in Abhängigkeit des seitlichen Abstandes sowie der Entfernung ändern kann. Ist das Objekt vergleichsweise weit von dem Fahrzeug 1 entfernt, aber im Tot-Winkel-Bereich erfasst, kann das Objekt grün eingefärbt und/oder blinkend auf der Anzeigeeinheit A1 , A2 dargestellt werden. Verringert sich die Entfernung und/oder der seitliche Abstand kann die Farbe wechseln, wobei eine Kritikalitätsstufe anhand der gewählten farblichen Darstellung signalisiert werden kann.

In einer weiteren Ausführungsform kann mittels eines weiteren Pfeils als optisches Warnsignal dargestellt werden, dass sich das detektierte Objekt im Tot-Winkel-Bereich des Fahrzeuges 1 befindet.

Zusätzlich zu dem optischen Warnsignal kann auch ein akustisches Warnsignal ausgegeben werden, sofern ein Objekt im Tot-Winkel-Bereich des Fahrzeuges 1 detektiert wird. Dabei kann eine Frequenz der Ausgabe des akustischen Warnsignals in Abhängigkeit der ermittelten Entfernung und/oder des ermittelten seitlichen Abstandes variieren.

Denkbar ist auch, die Entfernung des im Tot-Winkel-Bereich detektierten Objektes mittels einer Balkenanzeige einer Einparkhilfevorrichtung, über die das Fahrzeug 1 verfügt, anzuzeigen. Die mittels der Bilderfassungseinheiten B1 , B2 erfassten Bilddaten sowie der mittels der Steuereinheiten S1 , S2 ermittelte seitliche Abstand sowie die ermittelte Entfernung des Objektes zu dem Fahrzeug 1 werden zumindest radarbasierten Vorrichtungen, die im Seitenbereich des Fahrzeuges 1 angeordnet sind, zur Verfügung gestellt, um deren Detektion zu verbessern. Dabei können diese Informationen Fahrerassistenzsystemen, wie beispielsweise einem Tot-Winkel-Assistenzsystem und/oder einem Spurwechsel- Assistenzsystem zugrunde gelegt werden.

Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens wird dem Fahrzeugführer des Fahrzeuges 1 positionsgenau angezeigt, wo sich das im Tot-Winkel-Bereich des Fahrzeuges detektierte Objekt befindet.

Bezugszeichenliste

1 Fahrzeug

1.1 linke Fahrzeugseite

1.2 rechte Fahrzeugseite

1.3 Fahrzeuginnenraum

A1 erste Anzeigeeinheit

A2 zweite Anzeigeeinheit

B1 erste Bilderfassungseinheit

B2 zweite Bilderfassungseinheit

51 erste Steuereinheit

52 zweite Steuereinheit