RABENSTEIN, Bernd (Cottenbach 13, Heinersreuth, 95500, DE)
HERTICH, Heiko (Hirschbergleinstr. 23, Bayreuth, 95448, DE)
RABENSTEIN, Bernd (Cottenbach 13, Heinersreuth, 95500, DE)
| Patentansprüche 1. Verfahren zum Unbrauchbarmachen von auf Verpackungen (1), insbesondere Tabakverpackungen an- oder aufgebrachten Informationen (2), mit folgenden Schritten: - Erfassen und Speichern der unbrauchbar zu machenden Information (2); - Zerstören von zumindest einer Teilmenge (2a) der unbrauchbar zu machenden Information (2); - Erfassen der nach der Zerstörung der Teilmenge (2a) verbliebenen Restinformation (2b); - Vergleich der Restinformation (2b) mit der ursprünglich erfassten Information (2), wobei auf Basis des Vergleichs beurteilt wird, ob die zu unbrauchbar zu machende Information (2) ausreichend zerstört wurde und - Dokumentation der Unbrauchbarmachung der Information (2). 2. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei ein auf der Verpackung (1) an- oder aufgebrachter Informationsträger (3) die unbrauchbar zu machende Information (2) trägt oder die unbrauchbar zu machende Information (2) direkt auf der Verpackung (1) angebracht ist. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die unbrauchbar zu machende Information (2) eine gedruckte Information ist. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3r wobei die unbrauchbar zu machende Information (2) eine numerische, alphanumerische oder graphische Information, insbesondere ein Code, im Speziellen ein Steuercode ist. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die unbrauchbar zu machende Information (2) mittels einer optischen Erfassungseinrichtung (4), insbesondere mittels einer Kamera (4) erfasst wird. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei mittels das Material der Verpackung (1) und/oder eines auf die Verpackung an- oder aufgebrachten Informationsträgers (3) bearbeitender mechanischer Werkzeuge, mittels Überdrucken der Teilinformation (2a) oder mittels Beaufschlagen der Teiiinformation (2a) mit Laserlicht die Information (2) unbrauchbar gemacht wird. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Restinformation (2b) eine vorbestimmte Teilmenge der ursprünglich erfassten Information (2) umfasst, insbesondere einen auslesbaren Code umfasst. 8. Vorrichtung zum Unbrauchbarmachen von auf Verpackungen (1), insbesondere Tabakverpackungen an- oder aufgebrachten Informationen (2), wobei die Vorrichtung eine die unbrauchbar zu machende Information (2) erfassende und einer Speichereinrichtung (7) zur Speicherung zuführende Erfassungseinrichtung (4), eine zumindest eine Teilmenge (2a) der unbrauchbar zu machenden Information (2) zerstörende Zerstörungseinrichtung (8) und eine Transporteinrichtung (9) umfasst, welche die Verpackung (1) mit der unbrauchbar gemachten Information einer weiteren Erfassungseinrichtung (4') zuführt oder der ersten Erfassungseinrichtung (4) erneut zuführt, wobei diese die Restinformation (2b) erfasst und sie der Speichereinrichtung (7) zum Vergleich mit der ursprünglich erfassten Information (2) und zur Beurteilung einer ausreichenden Zerstörung zuführt, und die Unbrauchbarmachung der Information (2) in der Speichereinrichtung (7) dokumentiert wird. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die Zerstörungseinrichtung (8) die Information (2) durch mechanische Bearbeitung des Materials der Verpackung (1) und/oder eines auf die Verpackung an- oder aufgebrachten Informationsträgers (3), im Speziellen durch Fräsen, Sägen oder Schneiden des Materials, oder durch Überdrucken unbrauchbar macht. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei die Zerstörungseinrichtung (8) zumindest ein Werkzeug (11), insbesondere Stichwerkzeug (11) aufweist, welches in das Material der Verpackung (1) und/oder eines auf die Verpackung an- oder aufgebrachten Informationsträgers (3) eindringt und dieses insbesondere durchdringt, und somit die Teiiinformation (2a) zerstört und die Information (2) unbrauchbar macht. 1 . Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die Zerstörungseinrichtung (8) mittels Laserlicht die Teilinformation (2a) zerstört und die Information (2) unbrauchbar macht. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 1 , wobei die Erfassungseinrichtung eine optische Erfassungseinrichtung (4) ist, insbesondere eine Kamera (4), im Speziellen ein Strichcodeleser (4). 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, wobei die Vorrichtung Verpackungen (1) mit ausreichend zerstörter Information (2) von Verpackungen (1) mit nicht ausreichend zerstörter Information (2) trennt. |
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Unbrauchbarmachen von auf Verpackungen, insbesondere Tabakverpackungen an- oder aufgebrachten Informationen, wobei deren Zerstörung später nachgewiesen werden kann. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung eines solchen Verfahrens.
Auf Tabakwaren wird in vielen Ländern eine Tabaksteuer erhoben. Um deren Entrichtung nachzuweisen, wird auf den die Tabakwaren aufnehmenden Verpackungen üblicherweise ein Steuerzeichen angebracht. Sofern erst nach dem Anbringen des Steuerzeichens festgestellt wird, dass das entsprechende Produkt nicht den Qualitätsanforderungen entspricht, also nicht einwandfrei ist und aussortiert bzw. ausgeworfen werden muss, wird das Steuerzeichen wieder abgelöst und zur Steuerrückerstattung an die Behörden zurückgegeben.
Aufgrund besserer Authentifizierung, RückVerfolgbarkeit und nicht zuletzt aus Kostengründen wäre es vorteilhaft, die bisher auf die Verpackungen aufgeklebten Steuerzeichen durch auf die Verpackung aufgebrachte Codes, insbesondere aufgedruckte Codes zu ersetzen. Wird eine mit einem Code versehene und als mangelhaft aussortierte Verpackung vernichtet, wird auch der darauf aufgedruckte Code vernichtet, was zu folgenden Problemen führt:
Zum einen müssen für die Verpackung - wenn der Code als Steuerzeichen verwendet wird - Steuern bezahlt werden, da bei Zerstörung der Verpackung zusammen mit dem Code gegenüber staatlichen Stellen nicht nachweisbar ist, dass die Verpackung vernichtet wurde. Zum anderen könnten Codes, weiche zusammen mit der entsprechenden Verpackung vernichtet wurden, offiziell jedoch noch vorhanden bzw. registriert sind, von Dritten zur Kennzeichnung gefälschter Waren verwendet werden, die somit als echt identifiziert werden.
Um Schmuggel und Fälschung von Waren, insbesondere Tabakprodukten, Luxusgütern oder Produkten der Pharmaindustrie zu verhindern, muss sichergestellt werden, dass auf mangelhaften und auszusortierenden Verpackungen unlösbar aufgebrachte Codes so zerstört werden, dass die Zerstörung eindeutig nachweisbar ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, mittels dem bzw. der auf Verpackungen, insbesondere Tabakverpackungen, im Speziellen Zigarettenpackungen an- oder aufgebrachte Informationen nachweisbar unbrauchbar gemacht werden können.
Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand der Patentansprüche 1 und 8 gelöst. Die Unteransprüche definieren hierbei bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die unbrauchbar zu machende Information erfasst und für den späteren Gebrauch gespeichert. Anschließend wird zumindest eine Teilmenge der unbrauchbar zu machenden Information zerstört, wobei nach der Zerstörung der Teilmenge die verbliebene Restinformation erneut erfasst wird. Im Anschluss daran wird die Restinformation mit der ursprünglich erfassten Information verglichen, wobei auf Basis des Vergleichs beurteilt wird, ob die zu zerstörende Teilinformation ausreichend zerstört wurde. Selbstverständlich ist es auch vorstellbar, dass bei der Zerstörung die gesamte Information zerstört wird, so dass nach deren Zerstörung keine Restinformation verbleibt. Der Begriff "Teilmenge" umfasst im Grenzfail also auch die Gesamtheit der Information. Zudem wird bei der vorliegenden Erfindung die Unbrauchbarmachung der Information dokumentiert, so dass die Unbrauchbarmachung der Information Dritten gegenüber eindeutig nachgewiesen werden kann. Mit anderen Worten wird sowohl vor als auch nach der Zerstörung einer Teilmenge der unbrauchbar zu machenden Information der Informationsgehalt der Information ausgelesen, wobei durch den Vergleich des jeweiligen Informationsgehalts der Zerstörungsgrad erfasst wird. Sofern der Informationsgehalt nach der Zerstörung eine vorher festgelegte Schwelle überschreitet, wird die zu zerstörende Teilinformation als nicht ausreichend zerstört beurteilt. Unterschreitet der Informationsgehalt die vorher festgelegte Schwelle, so wird die zu zerstörende Teilinformation als ausreichend zerstört beurteilt. Da jede einzelne erfasste Information gespeichert und die ausreichende Zerstörung der entsprechenden Teilinformation bestätigt wird, kann die Unbrauchbarmachung jeder einzelnen erfassten Information zu Nachweiszwecken dokumentiert werden. Zusätzlich kann auch eine anschließende Zerstörung der Tabakverpackung selbst dokumentiert werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung trägt ein auf der Verpackung an- oder aufgebrachter Informationsträger, wie etwa ein lösbar oder unlösbar auf der Verpackung aufgeklebtes Etikett oder Steuerbanderole die Information, oder die unbrauchbar zu machende Information ist direkt auf der Verpackung angebracht. Beispielsweise kann die Information direkt auf das Verpackungsmaterial aufgedruckt werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die unbrauchbar zu machende Information eine numerische, alphanumerische oder graphische Information, insbesondere ein Code, im Speziellen ein Steuercode oder ein Track-and-Trace- Code. Der Ausdruck "Information" wird in den folgenden Unterlagen ganz allgemein verwendet, so dass die Bezeichnung "Information" sämtliche Kennzeichnungen umfasst, anhand derer die damit versehene Verpackung und/oder deren Herkunft, Ziel, Hersteliungsdatum und Ahnliches ersichtlich ist. Insbesondere kann eine solche Information auch ein Code sein, also eine verschlüsselte Information, die nur mit Hilfe eines entsprechenden Schlüssels entschlüsselt werden kann. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird die unbrauchbar zu machende Information mittels einer optischen Erfassungseinreichung erfasst. Beispielsweise kann eine Kamera, insbesondere eine CCD-Kamera vorgesehen sein, die auf die mit der Information versehene Verpackung gerichtet ist und diese ausliest. Es ist jedoch ebenso vorstellbar, dass ein Codeleser, beispielsweise ein Strichcodeleser vorgesehen ist, der auf der Verpackung angebrachte Barcodes oder 2D-Codes ausliest.
Es ist jedoch auch denkbar, dass ein elektronischer Informationsträger, beispielsweise ein RFID-Chip an der zu kennzeichnenden Verpackung angebracht ist, wobei dieser mittels einer entsprechenden elektronischen Erfassungseinrichtung ausgelesen wird, um die Information zu erfassen. Entsprechend wird die für die Unbrauchbarmachung der Information zu zerstörende Teilinformation auf elektronische Weise gelöscht und somit "zerstört".
Bei direkt auf die Verpackung oder auf einen auf die Verpackung an- oder aufgebrachten Informationsträger aufgedruckten Informationen können diese gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform mittels mechanischer Werkzeuge zerstört werden, die das Material der Verpackung und/oder des Informationsträgers bearbeiten bzw. zerstören. Es ist jedoch auch vorstellbar, dass die Teilinformation zerstört wird, indem zumindest ein Teil der Information überdruckt wird, sodass die überdruckte Information nicht mehr ausgelesen werden kann. Auch kann man sich vorstellen, dass zum Zerstören der Teilinformation ein Laser zum Einsatz kommt.
Das Zerstören von lediglich einer Teilmenge der ursprünglichen und unbrauchbar zu machenden Information kann dadurch zustande kommen, dass aufgrund unvorhergesehener Umstände eine unzerstörte Restinformation verbleibt und weiterhin ausgelesen werden kann. Dies kann etwa dann geschehen, wenn das die Information zu zerstörende Werkzeug nicht exakt genug zu der die Information tragenden Verpackung ausgerichtet ist und demnach ein gewisser Teil der ursprünglichen Information nach der Zerstörung eines "falschen" Bereiches unversehrt bleibt. Allerdings ist es auch vorstellbar, dass eine gewisse Restinformation ganz bewusst nicht zerstört werden soll. Anhand einer solchen Restinformation kann dann ein Bezug zur ursprünglichen Information, beispielsweise zu Beweiszwecken hergestellt werden, wobei die Information als solche trotzdem unbrauchbar gemacht wird, indem entscheidende Teilmengen der Information zerstört werden. So kann vorgesehen sein, dass die Restinformation eine vorbestimmte Teilmenge der ursprünglich erfassten Information umfasst, insbesondere einen auslesbaren Code umfasst.
Insbesondere bei der Zerstörung von auf der Tabakverpackung aufgebrachten Steuercodes hat die vorliegende Erfindung den Vorteil, dass hier lediglich der Steuercode zerstört wird und die Tabakverpackung als solche unversehrt bleiben kann. Auf diese Weise kann die Zerstörung der das Steuerzeichen umfassenden Information auf einfache Weise nachgewiesen werden, etwa durch Vorzeigen der entsprechenden intakten Tabakverpackung mit zerstörtem Steuercode. Der zerstörte Code bzw. die unbrauchbar gemachte Information wurde zudem ausgelesen bzw. erfasst und demnach gespeichert, so dass diese nach deren physischer Zerstörung auch aus Datenbanken, Registern oder Ähnlichem gelöscht werden können, um deren Missbrauch auszuschließen.
Die vorliegende Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zum Unbrauchbarmachen von auf Verpackungen, insbesondere Tabakverpackungen, im Speziellen Zigarettenpackungen an- oder aufgebrachten Informationen, wobei die Vorrichtung eine die unbrauchbar zu machende Information erfassende und einer Speichereinrichtung zur Speicherung zuführende Erfassungseinrichtung, eine zumindest eine Teilmenge der unbrauchbar zu machenden Information zerstörende Zerstörungseinrichtung und eine Transporteinrichtung zum Transport der Verpackung von und zu der Erfassungseinrichtung bzw. Zerstörungseinrichtung aufweist.
Mit anderen Worten wird die Tabakverpackung mit der zu zerstörenden Information mittels einer Transporteinrichtung zur Erfassungseinrichtung transportiert, wo die unbrauchbar zu machende Information ausgelesen wird und zur Speicherung bzw. zur Zwischenspeicherurig einer Speichereinrichtung zugeführt wird. Anschließend transportiert die Transporteinrichtung die Verpackung zur Zerstörungseinrichtung, welche zumindest eine Teilmenge der unbrauchbar zu machenden Information zerstört. Es ist vorgesehen, dass die Transporteinrichtung der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Verpackung im Anschluss daran noch einmal einer Erfassungseinrichtung zuführt, welche die nach der vermeintlichen Zerstörung der Information verbliebene Restinformation ausliest und ebenfalls der Speichereinrichtung zum Vergleich mit der ursprünglich erfassten Information zuführt.
Bei graphischen Codes, welche vollständig zerstört werden, ist es vorstellbar, dass Graphik- oder Bildinformationen verglichen werden oder eine Bildauswertung erfolgt
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform zerstört die Zerstörungseinrichtung die Information durch mechanische Bearbeitung des Materials der Verpackung und/oder eines auf die Verpackung an- oder aufgebrachten Informationsträgers, speziell durch Fräsen, Sägen oder Schneiden des Materials.
Um eine auf die Verpackung aufgedruckte Information oder mittels eines aufgeklebten Informationsträgers angebrachte Information zu zerstören, ist es lediglich notwendig, dass das Werkzeug bis kurz unter die Oberfläche des Verpackungsmaterials eindringt. Auf diese Weise wird die darüber liegende Materialschicht zusammen mit der aufgedruckten oder aufgebrachten Information entfernt und zerstört.
Ferner ist es vorstelibar, dass zur Zerstörung der Information eine Druckeinrichtung vorgesehen ist, die zumindest eine Teilmenge der zu zerstörenden Information überdruckt und somit unauslesbar macht.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Zerstörungseinrichtung zumindest ein Werkzeug, insbesondere Stichwerkzeug, welches in das Material der Verpackung und/oder eines auf die Verpackung an- oder aufgebrachten Informationsträgers eindringt und dieses insbesondere durchdringt, sodass zumindest eine Teilmenge der Information zerstört wird. Hierfür können im Speziellen nadeiförmige Stichwerkzeuge vorgesehen werden. Durch Einsatz solcher Stichwerkzeuge ist es möglich, Informationen auch auf bereits in Folie verpackte Verpackungen zu zerstören.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann das oder die eingesetzten Stichwerkzeuge eine im Wesentlichen kegeiförmige Spitze aufweisen, wobei im Bereich der kegelförmigen Spitze mehrere radial nach außen gerichtete und sich im Wesentlichen in Richtung der Längsachse des Stichwerkzeugs erstreckende klingenartige Fortsätze oder scharfe Kanten ausgebildet sein können.
Beim Einstechen eines solchen Stichwerkzeugs in eine Packung oder Informationsträger wird auf diese Weise ein größerer Bereich, auf dem die Information aufgebracht wurde, zerstört. Auch wäre es denkbar, ein Stichwerkzeug mehrmals in die Packung oder den Informationsträger zu stechen, um so einen noch größeren Bereich unleserlich zu machen.
Als Werkstoff für ein Stichwerkzeug kann gehärteter Stahl, Hartmetall, Keramik oder auch ein Werkstoff mit ähnlichen Eigenschaften verwendet werden. Ein wesentlicher Vorteil, der sich aus der Verwendung eines Stichwerkzeugs ergibt, ist die Vermeidung jeglichen Materialabtrags, welcher nach gewisser Zeit unweigerlich zu Verschmutzungen von Vorrichtungsteilen führen würde.
Auch kann ein Laser Einsatz finden, mitteis dem die Teilinformation zerstört und die Information somit unbrauchbar gemacht wird.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Transporteinrichtung die Verpackung mit der vermeintlich zerstörten Information einer weiteren Erfassungseinrichtung zuführt, welche insbesondere genauso ausgestaltet ist wie die erste Erfassungseinrichtung, oder aber es kann vorgesehen sein, dass die Transporteinrichtung die Verpackung der ersten Erfassungseinrichtung erneut zuführt, um die nach der Zerstörung der Teilinformation verbliebenen Restinformation auszulesen.
Im Anschluss an das Erfassen der verbliebenen Restinformation wird diese mit der ursprünglichen Information verglichen und der Zerstörungsgrad des ursprünglichen Informationsgehalts wird festgestellt, wobei die Speichereinrichtung auch zum Vergleich der Informationen und zum Feststeilen des Zerstörungsgrads ausgestaltet sein kann.
Ferner kann die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Zentrierung umfassen, mit der die Verpackungen an der Erfassungseinrichtung und/oder an der Zerstörungseinrichtung ausgerichtet und insbesondere fixiert werden, um die Erfassung bzw. Zerstörung der Teilinformation sicherzustellen, wobei insbesondere unterschiedliche Packungsformate berücksichtigt werden können. Ebenso kann auch eine Anschlagkante Verwendung finden und die Packungen können entweder automatisch oder manuell über einen Schacht zugeführt werden. Vorstellbar ist auch eine Zuführung der Packungen über Drehteller.
Im Anschluss daran trennt die Vorrichtung gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung die Verpackungen mit ausreichend zerstörter Teilinformation von den Verpackungen mit nicht ausreichend zerstörter Teilinformation, wobei insbesondere vorgesehen sein kann, dass nach Auswurf der Packungen letztendlich lediglich Packungen mit ausreichend zerstörter Teilinformation ganz vernichtet werden.
Die vorliegende Erfindung wird anhand der Figuren 1 und 2 näher erläutert, wobei sie die gezeigten Merkmale einzeln sowie in jedweder sinnvollen Kombination umfassen kann.
Die Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, welche mittels einer Transporteinrichtung 9 Verpackungen 1 mit unbrauchbar zu machenden Informationen 2 transportiert. Die unbrauchbar zu machenden Informationen 2 sind hierbei zusammengesetzt aus einem Teilbereich 2a, welcher zerstört werden soll und einem Teilbereich 2b, welcher bei der hier gezeigten Ausführungsform bewusst nicht zerstört werden soll. Anhand der auch nach der Zerstörung verbleibenden Restinformation 2b ist es nämlich möglich, noch bestimmte Teilinformationen auszulesen, welche beispielsweise zum Nachweis der Zerstörung dienen können. Es kann bei Bedarf allerdings auch vorgesehen sein, die gesamte Information 2, also beide Teilbereiche 2a, 2b zu zerstören, so dass keine Restinformation verbleibt. Die als Gesamtes unbrauchbar zu machende Information 2 ist hierbei auf einen Bereich 3 der Verpackung 1 aufgedruckt, welcher seinerseits wiederum auf die Verpackung 1 aufgeklebt ist. Es ist jedoch auch möglich, dass unterschiedliche Teile der Information 2 an unterschiedlichen Stellen der Verpackung 1 angebracht sind. Auch ist es denkbar, dass lediglich ein Teil der Information auf einem Informationsträger 3 aufgebracht ist, während ein anderer Teil der Information direkt auf der Verpackung 1 angebracht ist.
Die Verpackung 1 wird in Richtung des durchgängigen Pfeiles transportiert, wobei als erste Station die Erfassungseinrichtung 4 die Information 2 ausliest und der Speichereinrichtung 7 zuführt. Die Speichereinrichtung 7 speichert hierbei die zugeführte Information. Als nächstes wird die Verpackung 1 mittels der Transporteinrichtung 9 zu einer Zerstörungseinrichtung 8 verbracht, welche im hier gezeigten Beispiel nadeiförmige Stichwerkzeuge 11 aufweist. Die Nadeln 11 durchdringen in Pfeilrichtung das Material des Informationsträgers 3 und der Verpackung 1 und zerstören hierbei die Teilmenge 2a der Information. Nach der Zerstörung der Teilmenge 2a ist die Information 2 als solche unbrauchbar und ist nicht mehr für die Kennzeichnung von Verpackungen 1 geeignet. Die einzig verbleibende Restinformation 2b könnte den Nachweis der Zerstörung dienen. Um sicherzustellen, dass die Teilinformation 2a auch wirklich zerstört wurde, wird die Verpackung 1 zu einer zweiten, mit der Erfassungseinrichtung 4 identischen Erfassungseinrichtung 4' verbracht, welche die verbliebene Restinformation ausliest und der Speichereinrichtung 7 zuführt. Die Speichereinrichtung 7 vergleicht anschließend die ursprünglich von der Erfassungseinrichtung 4 erfasste Information mit der von der Erfassungseinrichtung 4' erfassten Restinformation und beurteilt, ob die Information aus dem Teilbereich 2a ausreichend zerstört und die Information 2 als Gesamtes unbrauchbar gemacht wurde. Ist dies der Fall, so wird die Verpackung 1 vernichtet und dies in der Speichereinrichtung 7 dokumentiert.
Alternativ kann die Verpackung 1 auch der Erfassungseinrichtung 4 in Richtung des unterbrochenen Pfeiles erneut zugeführt werden, so dass diese die verbliebene Restinformation ausliest und der Speichereinrichtung 7 zuführt.
Die Figur 2 zeigt unterschiedliche Abbildungen einer besonders bevorzugten Ausführungsform für ein Stichwerkzeug 11 , was in eine Packung oder in einen Informationsträger eingestochen werden kann.
Es ist zu sehen, dass das Stichwerkzeug 11 an seinem zylindrischen Fußende eine Sacklochbohrung mit einem Innengewinde aufweist, so dass es an einem entsprechenden Werkzeugträger befestigt werden kann. An seiner kegelförmigen Spitze sind ferner sechs scharfkantige Fortsätze ausgebildet, die sich radial nach außen und im Wesentlichen entlang der Werkzeuglängsachse entlang des Kegelmantels erstrecken. Ferner ist zu sehen, dass diese Fortsätze erst in einem gewissen Abstand zur Werkzeugspitze beginnen und sich bis zum Anfang des zylindrischen Fußbereiches erstrecken. Die scharfen Kanten bzw. Klingen schneiden beim Einstechen des Werkzeugs 11 also erst in das Material der Packung oder des Informationsträgers ein, wenn die Werkzeugspitze schon in der Packung oder dem Informationsträger sitzt. Es ist jedoch ebensogut vorstelibar, dass sich die Fortsätze bis zur Werkzeugspitze erstrecken.
