Hefftler, Victor (Wettinstrasse 8c, Coswig, D-01640, DE)
Nerger, Reinhard (August-Kaden-Strasse 9, Radebeul, D-01445, DE)
Jentzsch, Arndt (Auerstrasse 208, Coswig, D-01640, DE)
Pscheidl, Michael (Pirnaer Strasse 13, Heidenau, D-01809, DE)
Kastner, Michael (An den Winkelwiesen 28, Cossebaude, D-01462, DE)
Bolza-sch�nemann, Hans-bernhard (Otto-Nagler-Strasse 17, W�rzburg, D-97074, DE)
Hefftler, Victor (Wettinstrasse 8c, Coswig, D-01640, DE)
Nerger, Reinhard (August-Kaden-Strasse 9, Radebeul, D-01445, DE)
Jentzsch, Arndt (Auerstrasse 208, Coswig, D-01640, DE)
Pscheidl, Michael (Pirnaer Strasse 13, Heidenau, D-01809, DE)
Kastner, Michael (An den Winkelwiesen 28, Cossebaude, D-01462, DE)
| 1. | Verfahren zum Antrieb einer Druckmaschine mit einem Druckzylinder und mindestens einer Zylindergruppe, bestehend aus einem Offsetzylinder und einem Druckformzylinder, einer dem Druckformzylinder zugeordneten Bebilderungseinrichtung, einem dem Druck formzylinder zugeordneten Farbwerk und einer Bogenzuführund Bogenabführeinrich tung, wobei die Zylinder einschließlich Farbwerk durch einen Antriebsräderzug verbun den sind, dadurch gekennzeichnet, daß 'der Antrieb des Druckformzylinders (10) vom Antriebsräderzug gelöst, * der Druckformzylinder (10) mittels eines Eigenantriebes im Bebilderungsbetrieb mit Bebilderungsgeschwindigkeit angetrieben und 'der Antrieb des Druckformzylinders (10) in einer Betriebsphasenlage in den Antriebs räderzug eingegliedert wird. |
| 2. | Verfahren zum Antrieb einer Druckmaschine mit einem Druckzylinder und mindestens zwei Zylindergruppen, bestehend aus je einem Offsetzylinder und je einem Druckformzy linder, einer jedem Druckformzylinder zugeordneten Bebilderungseinrichtung, minde stens einem jedem Druckformzylinder zugeordneten Farbwerk und einer Bogenzuführ und einer Bogenabführeinrichtung, wobei die Zylinder einschließlich Farbwerk durch ei nen Antriebsräderzug verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß 'der Antrieb der Druckformzylinder (10) vom Antriebsräderzug gelöst, die Druckformzylinder mittels je eines Eigenantriebes (26) * im Einholbetrieb aus den Betriebsphasenlagen in eine relativ zu den Bebilderungs einrichtungen (16) phasengleiche Lage gebracht und * im Bebilderungsbetrieb synchron mit einer Bebilderungsgeschwindigkeit angetrie ben die Druckformzylinder (10) in Betriebsphasenlage gebracht und der Antrieb der Druckformzylinder (10) in den Antriebsräderzug eingegliedert wird. |
| 3. | Verfahren zum Antrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bebil derungsgeschwindigkeit über der maximalen Druckgeschwindigkeit der Druckmaschine liegt. |
| 4. | Verfahren zum Antrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bebilde rungsgeschwindigkeit im Bereich des 25fachen der maximalen Druckgeschwindigkeit liegt. |
| 5. | Verfahren zum Antrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die phasenglei che Lage der Druckformzylinder (10) relativ zu den Bebilderungseinrichtungen (16) mit dem Druckanfang (29) der auf dem Druckformzylinder angeordneten Druckform identisch ist. |
| 6. | Verfahren zum Antrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Einholbetrieb in die Hochlaufphase des Eigenantriebes (26) integriert ist. |
| 7. | Verfahren zum Antrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Be triebsphasenlage der Druckformzylinder (10) durch den Eigenantrieb (26) überfahren und das exakte Erreichen der Betriebsphasenlage mittels mechanischer Mittel nach der Ein gliederung des Druckformzylinders in den Antriebsräderzug bei Inbetriebnahme dessel ben realisiert wird. |
| 8. | Verfahren zum Antrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Be triebsphasenlage der Druckformzylinder (10) durch Stoppen des Eigenantrieb (26) vor Erreichung der Betriebsphasenlage und das exakte Erreichen der Betriebsphasenlage mittels mechanischer Mittel nach der Eingliederung des Druckformzylinders in den An triebsräderzug und Inbetriebnahme der Eigenantriebe realisiert wird. |
| 9. | Verfahren zum Antrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ei genantrieb im Druckbetrieb mit einem Strom zur Bremsung der Druckmaschine beauf schlagt wird. |
| 10. | Verfahren zum Antrieb einer Druckmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, daß mindestens ein Eigenantrieb im Druckbetrieb mit einem dem Zustand der Druckmaschine angepaßten, eine Verspannung des Antriebsräderzuges sichernden Strom beaufschlagt wird. |
| 11. | Verfahren zum Antrieb einer Druckmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Strom zur Bremsung im Bereich von 10 % des Stromes des Hauptantriebsmo tors liegt. |
| 12. | Verfahren zum Antrieb einer Druckmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich net, daß der Strom zur Verspannung im Bereich von 10 % des dem Zustand der Druck maschine angepaßten Stromes des Hauptantriebsmotors liegt. |
| 13. | Verfahren zum Antrieb einer Druckmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, daß der fest mit dem Druckformzylinder verbundene Antrieb des Druckformzy linders mittels Verdrehen von Exzenterlagem aus dem Antriebsräderzug herausgelöst und nach der Bebilderung wieder eingegliedert wird. |
| 14. | Verfahren zum Antrieb einer Druckmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, daß die Druckmaschine insgesamt oder teilweise mittels des Eigenantriebes angetrieben wird. |
| 15. | Verfahren zum Antrieb einer Druckmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeich net, daß die gleichförmig umlaufenden Baugruppen der Druckmaschine von mindestens einem Eigenantrieb und die ungleichförmig umlaufenden Baugruppen von einem mit dem Eigenantrieb synchronisierten Antriebsmotor angetrieben werden. |
| 16. | Verfahren zum Antrieb einer Druckmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich net, daß die Eigenantriebe synchronisiert antreiben. |
| 17. | Einrichtung zum Antrieb einer Druckmaschine mit einem Druckzylinder und mindestens einer Zylindergruppe, bestehend aus einem Offsetzylinder und einem Druckformzylinder, einer dem Druckformzylinder zugeordneten Bebilderungseinrichtung, einem dem Druck formzylinder zugeordneten Farbwerk und einer Bogenzuführund Bogenabführeinrich tung, wobei die Zylinder einschließlich Farbwerk durch einen Antriebsräderzug verbun den sind, dadurch gekennzeichnet, daß dem Druckformzylinder (10) ein Eigenantrieb (26) zugeordnet, das Druckformzytinderantriebsrad (21) drehbeweglich auf einer Achse desselben angeordnet und über eine axial wirkende Phasenlagekupplung (27) mit dem Druckformzylinder (10) in einer Betriebsphasenlage kuppelbar ist. |
| 18. | Einrichtung zum Antrieb einer Druckmaschine mit einem Druckzylinder und mindestens zwei Zylindergruppen, bestehend aus je einem Offsetzylinder und je einem Druckformzy linder, einer jedem Druckformzylinder zugeordneten Bebilderungseinrichtung, minde stens einem jedem Druckformzylinder zugeordneten Farbwerk und einer Bogenzuführ und eine Bogenabführeinrichtung, wobei die Zylinder einschließlich Farbwerke durch ei nen Antriebsräderzug verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Druckform zylinder (10) ein Eigenantrieb (26) zugeordnet, das Druckformzylinderantriebsrad (21) drehbeweglich auf einer Achse desselben angeordnet und über je eine axial wirkende Phasenlagekupplung (27) mit dem Druckformzylinder (10) in eine Betriebsphasenlage kuppelbar ist. |
| 19. | Einrichtung zum Antrieb nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Eigenantrieb (26) ein an die Achse des Druckformzylinders (10) über eine Metall balgkupplung (28) angeflanschter Elektromotor ist. |
| 20. | Einrichtung zum Antrieb nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck formzylinder (10) i = 2 Druckflachen aufweist, jeder Druckflache ein Farbwerk (19) zuge ordnet und der Druckzylinder (1) i + 1 Druckflachen ausgestattet ist. |
| 21. | Einrichtung zum Antrieb nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Druck formzylinder (10) ein Eigenantrieb (26) zugeordnet, das jeweilige Druckformzylinderan triebsrad (21) fest mit dem Druckformzylinder (10) verbunden und jeder Druckformzylin der (10) zum Herauslösen und Eingliedem des Druckformzylinderantriebsrades (21) aus und in den Antriebsräderzug in Exzenterlagern (30) gelagert ist. |
| 22. | Einrichtung zum Antrieb nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß dem Druck formzylinder (10) ein Eigenantrieb (26) zugeordnet, das Druckformzylinderantriebsrad (21) fest mit dem Druckformzylinder (10) verbunden und der Druckformzylinder (10) zum Herauslösen und Eingliedem des Druckformzylinderantriebsrades (21) aus und in den Antriebsräderzug in Exzenterlagem (30) gelagert ist. |
Es ist eine Druckmaschine mit mindestens einem Druckzylinder, einem Offsetzylinder, einem Druckformzylinder, einem Farbwerk und einer dem Druckformzylinder zugeordneten Bebilde- rungseinrichtung bekannt (DE 195 15 077 A1). Die genannten Elemente sind durch einen Zahnradzug miteinander verbunden. Bei der Bebilderung des Druckformzylinders ist das Farbwerk aus dem Zahnradzug ausgliederbar.
Nachteilig bei dieser Verfahrensweise ist, daß die Bebilderung längere Zeit in Anspruch nimmt, da die Bebilderungsgeschwindigkeit, d. h. die Geschwindigkeit, mit der der Druck- formzylinder bei der Bebilderung rotiert, mit der maximalen Druckgeschwindigkeit identisch ist.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens und einer Einrichtung, wel- ches/welche eine hohe Bebilderungsgeschwindigkeit zuläßt und damit die Zeit zur Bebilde- rung minimiert wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale der Patentansprüche gelöst.
Nachfolgend werden die erfinderischen Lösungen an einem Ausführungsbeispiel näher er- läutert.
In den Zeichnungen zeigen Fig. 1 : Druckmaschine (schematische Darstellung) Fig. 2 : Anordnung Antriebsräderzug Fig. 3 : Druckformzylinder Fig. 4 : Anordnung Antriebsräderzug Exzenterversion Fig. 5 : Druckformzylinder Exzenterversion Fig. 6 : Antriebsschema Druckmaschine gesamt Fig. 7 : Antriebsschema Druckmaschine Teilantrieb Die in Fig. 1 dargestellte Druckmaschine in der Vierfarbenversion enthält einen Druckzylinder 1 mit i = 3 Druckflachen 2.1 ; 2.2 ; 2.3 und i = 3 Greiferreihen 3.1,3.2 und 3.3. Dem Druckzy- linder 1 ist eine Bogenzuführeinrichtung, bestehend aus einem Vorderkantentrenner 4 und einem Vorgreifersystem 6, zur Förderung eines zu bedruckenden Bogens von einem Anle- gerbogenstapel 5 und Übergabe an den Druckzylinder 1 vorgeordnet. Die Zuführung der Bogen zu dem Druckzylinder 1 erfolgt derart, daß nur jeder zweiten Greiferreihe 3 des Druckzylinders ein Bogen zugeführt wird. Dem Druckzylinder 1 ist eine als Auslageketten- kreis 7 ausgebildete Bogenabführung zugeordnet, die den bedruckten Bogen vom Druckzy- linder 1 übernimmt und zum Auslagebogenstapel 8 transportiert. Auch hier wird nur von jeder zweiten Greiferreihe 3 des Druckzylinders 1 ein Bogen abgeführt.
Weiterhin sind dem Druckzylinder 1 zwei Zylindergruppen 11 ; 18 zugeordnet. Jede Zylinder- gruppe enthält einen mit dem Druckzylinder 1 in Wirkverbindung stehenden Offsetzylinder 9 mit zwei Wirkflächen und einen mit dem Offsetzylinder 9 in Wirkverbindung stehenden Druckformzylinder 10 mit zwei Wirkflächen.
Die Zylinder-Druckzylinder 1 ; Offsetzylinder 9 und Druckformzylinder 10-sind in der Be- triebsphasenlage dargestellt, dabei stehen sich jeweils im Berührungspunkt der jeweiligen Zylinder die Wirkflächen mit dem Druckanfang 29 gegenüber. In dieser Betriebsphasenlage sind die Zylinder durch den Räderzug miteinander verbunden.
Die Druckanfänge 29 der Zylinder-Druckzylinder 1 und Offsetzylinder 9 der zweiten Zylin- dergruppe 18-stehen sich in Fig. 1 wie dargestellt gegenüber.
Jeder Wirkfläche jedes Druckformzylinders 10 ist ein Farbwerk 19 zugeordnet. Das Farbwerk 19 enthält eine Auftragwalze 20.
Nach der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsart ist das Farbwerk 19 als Aniloxfarbwerk aus- gestaltet. Das Aniloxfarbwerk enthält neben der Auftragwalze 20 eine Farbdosierwalze 23, der ein Rakelkasten 24 zugeordnet ist.
Die Druckmaschine gem. Fig. 1 ist mit zwei Zylindergruppen 11 ; 18 mit zwei Offsetzylindern mit je zwei Wirkflächen, zwei Druckformzylindem mit je zwei Wirkflächen und vier Farbwer- ken ausgestattet und arbeitet somit als Vierfarbenmaschine.
Bei Ausstattung der Druckmaschine mit zwei Offsetzylindern mit je einer Wirkfläche, zwei Druckformzylindem mit je einer Wirkfläche und 2 Farbwerken arbeitet die Druckmaschine als Zweifarbenmaschine.
Bei Ausstattung der Druckmaschine mit nur einem Offsetzylinder und einem Druckformzylin- der arbeitet die Druckmaschine als Ein-bzw. Zweifarbenmaschine.
In Fig. 2 ist der Antriebsräderzug der Druckmaschine in der Vierfarbversion mit zwei Zylin- dergruppen dargestellt. Der Antriebsräderzug enthält einen Motor 12 mit einem Motorritzel 13, ein Zwischenrad 14, ein Druckzylinderantriebsrad 15, zwei Offsetzylinderantriebsräder 17, zwei Druckformzylinderantriebsräder21, vierAuftragwalzenantriebsräder22 und vier Farbdosierantriebsräder 25. Dem Druckformzylinder ist je ein Eigenantrieb 26 zugeordnet.
Die Zuordnung des Eigenantriebes 26 und die Anordnung des Druckformzylinderantriebsra- des 21 am Druckformzylinder 10 zeigt Fig. 3. Dem Druckformzylinder 10 ist über eine Pha- senlagekupplung 27 das Druckformzylinderantriebsrad 21 zugeordnet. Das Druckformzylin- derantriebsrad 21 ist in den Zahnradzug der Druckmaschine eingeordnet und kämmt mit dem Offsetzylinderantriebsrad 17 und dem Auftragwalzenantriebsrad 22. Dem Druckformzy- linder 10 ist über eine Metallbalgkupplung 28 der Eigenantrieb 26 zugeordnet. Der Eigenan- trieb ist als Elektromotor ausgebildet.
Das erfindungsgemäRe Verfahren ist bei einer Druckmaschine mit einer Zylindergruppe 11 oder 18 dadurch gekennzeichnet, daß mittels der Phasenlagekupplung 27 die Antriebsver- bindung (Antriebsverbindung 4-in der Betriebsphasenlage) zwischen Druckformzylinder 10 und dem Druckformzylinderantriebsrad 21 gelöst und damit quasi der Druckformzylinder aus dem Antriebsräderzug ausgegliedert wird und der Druckformzylinder 10 von dem Eigenan- trieb 26 in der Bebilderungsphase angetrieben wird.
Die Drehzahl des Druckformzylinders 10 beim Bebildem, d. h. die Bebilderungsgeschwindig- keit liegt wesentlich über der maximalen Druckgeschwindigkeit und beträgt vorzugsweise das 2-5fache derselben.
Damit wird erreicht, daß die Zeit zum Bebildem auf ein Minimum gesenkt wird und keine Be- anspruchung der übrigen Maschinenteile-die Druckmaschine befindet sich im Stillstand- auftritt.
Nach der Bebilderung und Stillsetzen des Eigenantriebes wird der Druckformzylinder 10 in der Betriebsphasenlage mittels der Phasenlagekupplung 27 wieder in den Antriebsräderzug eingegliedert. Betriebsphasenlage bedeutet dabei, wie bereits ausgeführt, daß sich die Druckanfänge 29 der in Wirkverbindung stehenden Zylinder gegenüberstehen und ein Druckbetrieb möglich ist.
Nach einer Weiterbildung des Antriebes wird im Druckbetrieb der Eigenantrieb 26 mit einem Strom zur Bremsung der Druckmaschine und zur Verspannung des Antriebsräderzuges be- aufschlagt. Damit wird der ohnehin vorhandene Eigenantrieb dazu genutzt um eine Ver- spannung des Antriebsräderzuges im Druckbetrieb zu gewährleisten. Der dem Eigenantrieb zugeführte Strom liegt vorzugsweise im Bereich von 10 % des Stromes des Hauptantriebs- motors 12.
Da im Druckbetrieb die Stromaufnahme des Hauptantriebsmotors 12 Schwankungen unter- worfen ist, wird dem Eigenantrieb ein diesen Schwankungen angepaßter Strom zugeführt.
Zur Aus-und Eingliederung des Druckformzylinders in und aus dem Antrieb der Druckma- schine ist es auch möglich (Fig. 4 ; 5) jedes Druckformzylinderantriebsrad 21 fest mit dem Druckformzylinder zu verbinden und damit mit dem Druckformzylinder in Exzenterlagem 30 exzentrisch zu lagem.
Über ein Verdrehen des Exzenterlagers 30 wird die Antriebsverbindung zwischen Druck- formzylinderantriebsrad 21 und dem Antriebsräderzug getrennt, damit der Druckformzylinder aus dem Antriebsräderzug ausgegliedert und der Druckformzylinder von dem Eigenantrieb in der Bebilderungsphase angetrieben werden kann.
Nach der Bebilderung und Stillsetzen des Eigenantriebes wird der Druckformzylinder 10 in der Betriebsphasenlage mittels Verdrehen des Exzenterlagers 30 wieder in den Antriebsrä- derzug eingegliedert. Betriebsphasenlage bedeutet dabei, daß sich die Druckanfänge der in Wirkverbindung stehenden Zylinder gegenüberstehen und ein Druckbetrieb möglich ist.
Bei dem Verfahren bei einer Druckmaschine mit zwei Zylindergruppen werden mittels der Phasenlagekupplungen 27 die Antriebsverbindungen (Antriebsverbindungen in den Be- triebsphasenlagen) zwischen den Druckformzylindern 10 und den Druckformzylinderan- triebsrädern 21 gelöst und damit quasi die Druckformzylinder 10 aus dem Antriebsräderzug ausgegliedert.
Durch den Eigenantrieb 26 werden die Druckformzylinder 10 nunmehr mit Bebilderungsge- schwindigkeit angetrieben.
Dabei werden im Einholbetrieb, der in die Hochlaufphase des Eigenantriebes vom Stillstand auf Bebilderungsgeschwindigkeit fällt, die Druckformzylinder 10 aus den jeweiligen Betriebs- phasenlagen in eine phasengleiche Lage relativ zu den Bebilderungseinrichtungen 16 ge- bracht. Vorzugsweise ist die phasengleiche Lage der Druckformzylinder 10 relativ zu den Bebilderungseinrichtungen 16 mit dem Druckanfang 29 identisch, d. h. daß zu Beginn des Bebilderungsvorganges beide Druckformzylinder 10 mit ihren Druckanfängen der jeweiligen Bebilderungseinrichtung 16 gegenüberstehen.
Nach dieser Synchronisation werden die Druckformzylinder 10 synchron mit Bebilderungs- geschwindigkeit angetrieben.
Nach dem Bebilderungsvorgang werden die Druckformzylinder 10 wieder in ihre jeweiligen Betriebsphasenlagen gebracht.
Dies erfolgt wie nachfolgend beschrieben : Die Betriebsphasenlage des jeweiligen Druckformzylinders wird durch den Eigenantrieb 26 überfahren, d. h. der Eigenantrieb wird nach Passieren der Betriebsphasenlage gestoppt, danach wird der Druckformzylinder in den Antriebsräderzug eingegliedert und mechanische Mittel (Phasenkupplung) übernehmen bei Inbetriebnahme des Antriebsräderzuges das ex- akte Anfahren der Betriebsphasenlage.
Bei einer anderen Variante wird die Betriebsphasenlage mit folgenden Verfahrensschritten angefahren : Der Eigenantrieb des Druckformzylinders wird vor Erreichung der Betriebsphasenlage ge- stoppt, danach wird der Druckformzylinder in den Antriebsräderzug eingegliedert und me- chanische Mittel (Phasenkupplung) übernehmen bei Inbetriebnahme des Eigenantriebes das exakte Anfahren der Betriebsphasenlage.
Danach wird nach einer Weiterbildung des Antriebes mindestens ein Eigenantrieb in der be- schriebenen Art und Weise mit einem Strom zur Bremsung der Druckmaschine und Ver- spannung des Antriebsräderzuges beaufschlagt.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird der an dem Druckformzylinder ange- ordnete Eigenantrieb auch teilweise oder insgesamt für den Antrieb der Druckmaschine im Druckbetrieb genutzt.
Diese Ausgestaltung ist in den Figuren 6 und 7 dargestelit und wird nachfolgend anhand des Antriebsschemas der Druckmaschine in der Vierfarbversion mit zwei Zylindergruppen be- schrieben.
Den beiden Druckformzylindern mit den Druckformzylinderantriebsrädem 21 ist wie bereits beschrieben je ein Eigenantrieb 26 zugeordnet. Der Antriebsräderzug der Druckmaschine enthält neben den Druckformzylinderantriebsrädern 21 zwei Offsetzylinderantriebsräder 17, ein Druckzylinderantriebsrad 15, zwei Auftragwalzenantriebsräder 22, ein Vorgreifersy- stemantriebsrad 31, ein Vorderkantentrennerantriebsrad 32, ein Auslagezwischenrad 33 und ein Auslagekettenkreisantriebsrad 34.
Im Bebilderungsbetrieb sind die Druckformzylinderantriebsräder 21 nicht aktiv in den An- triebsräderzug eingegliedert und die Eigenantriebe 26 treiben nur die Druckformzylinder an ; die Druckmaschine wird nicht angetrieben und befindet sich im Stillstand.
Unter nicht aktiver Eingliederung der Druckformzylinderantriebsräder 21 ist wie bereits be- schrieben entweder eine Trennung des jeweiligen Druckformzylinderantriebsrades 21 vom Druckformzylinder über eine Kupplung oder ein Herauslösen des fest mit dem Druckformzy- linder verbundenen Druckformzylinderantriebsrades 21 aus dem Antriebsräderzug durch Verschwenken der exzentrisch gelagerten Druckformzylinder einschließlich Druckformzylin- derantriebsräder 21 zu verstehen.
Im Druckbetrieb sind bei der Ausgestaltung der Erfindung die Druckformzylinderantriebsrä- der 2 aktiv in den Antriebsräderzug eingegliedert und mindestens ein Eigenantrieb 26 treibt die Druckmaschine insgesamt oder teilweise an.
Im Falle des Gesamtantriebes der Druckmaschine (Fig. 6) durch mindestens einen Eigenan- trieb 26 enffällt der üblicherweise für den Antrieb der Druckmaschine vorgesehene Motor und alle Baugruppen der Druckmaschine werden von mindestens einem Eigenantrieb 26 ange- trieben.
Bei Verwendung von mehr als einem Eigenantrieb zum Antrieb der Druckmaschine sind die Eigenantriebe zu synchronisieren.
Im Falle des Teilantriebes der Druckmaschine (Fig. 7) durch mindestens einen Eigenantrieb 26 werden beispielsweise nur die gleichförmig umlaufenden Baugruppen über deren An- triebsräder-Druckformzylinderantriebsrad 15, Offsetzylinderantriebsräder 17, Druckformzy- linderantriebsräder 21 und Auftragwalzenantriebsräder 22-von mindestens einem Ei- genantrieb 26 angetrieben.
Die ungleichförmig umlaufenden Baugruppen-Vorgreifer 6, Vorderkantentrenner 4, Ausla- gekettenkreis 7-werden durch deren Antriebsräder-Vorgreifersystemantriebsrad 31, er- stes Zwischenrad 35, zweites Zwischenrad 36, drittes Zwischenrad 37, Auslagezwischenrad 33, Auslagekettenkreisantriebsrad 34-von dem Motor 12 angetrieben.
Diese Variante ist vorteilhaft, da die Schwingungen verursachenden Antriebe einen eigenen Antriebsräderzug besitzen.
Bei dieser Variante ist der Motor 12 mit dem Eigenantrieb oder den Eigenantrieben synchro- nisiert.
Eine andere Zuordnung der anzutreibenden Baugruppen zum Motor und zu dem Eigenan- trieb bzw. den Eigenantrieben ist auch möglich.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist bei einer Druckmaschine mit einer Zylindergruppe da- durch gekennzeichnet, daß die Antriebsverbindung (Antriebsverbindung in der Betriebspha- senlage) zwischen Druckformzylinder und dem Antriebsräderzug getrennt, damit der Druck- formzylinder aus dem Antriebsräderzug ausgegliedert und der Druckformzylinder von dem Eigenantrieb 26 in der Bebilderungsphase angetrieben wird.
Bezugszeichenaufstellung 1 Druckzylinder 2 Druckflache 2.1 erste Druckflache 2.2 zweite Druckflache 3 Greiferreihe 3.1 erste Greiferreihe 3.2 zweite Greiferreihe 3.3 dritte Greiferreihe 4 Vorderkantentrenner 5 Anlegerbogenstapel 6 Vorgreifersystem 7 Auslagekettenkreis 8 Auslagebogenstapel 9 Offsetzylinder 10 Druckformzylinder 11 erste Zylindergruppe 12 Motor 13 Motor 14 Zwischenrad 15 Druckzylinderantriebsrad 16 Bebilderungseinrichtung <BR> <BR> <BR> <BR> 17 Offsetzylinderantriebsrad<BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> 18 zweite Zylindergruppe 19 Farbwerk 20 Auftragwalze <BR> <BR> <BR> <BR> 21 Druckformzylinderantriebsrad 22 Auftragwalzenantriebsrad 23 Farbdosierwalze 24 Rakelkasten 25 Farbdosierantriebsrad 26 Eigenantrieb 27 Phasentagekupplung 28 Metallbaigkupplung 29 Druckanfang <BR> <BR> 30 Exzenteriager<BR> <BR> 31 Vorgreifersystemantriebsrad 32 Vorderkantentrennerantriebsrad 33 Auslagezwischenrad <BR> <BR> 34 Auslagekettenkreisantriebsrad 35 erstes Zwischenrad 36 zweites Zwischenrad 37 drittes Zwischenrad
Next Patent: CYLINDER WITH A RUBBER LINER AND DEVICE FOR APPLYING SAID LINER
