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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR EFFECTIVE DATA RADIOTRANSMISSION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1998/059439
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and a device for digital data radiotransmission between a fixed station (1) and at least one mobile station (2, 3) at one or several carrier frequencies (F1, F2 ...), wherein the data is transmitted in several time slots (Z1, Z2 ...) according to the time-multiplex technique. A specific amount of time is required to change from one carrier frequency to another carrier frequency using a slow-hopping HF module. The data is transmitted in an active followed by an inactive time slot during which no data is transmitted and which is sufficient for the HF module to program the frequency for the following active time slot. According to the invention, an inactive time slot is shorter than an active time slot.

Inventors:
Kockmann, Jürgen (Oststrasse 52, Gronau, D-48599, DE)
Kruk, Anton (Schubertstrasse 20, Erkrath, D-40699, DE)
Terglane, Hermann-josef (Nelkenweg 20, Heek, D-48619, DE)
Sydon, Uwe (Amsterdamerstrasse 32, Düsseldorf, D-40474, DE)
Schliwa, Peter (Hasselmannsfeld 27, Hamminkeln, D-46499, DE)
Application Number:
PCT/DE1997/001740
Publication Date:
December 30, 1998
Filing Date:
August 14, 1997
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, D-80506, DE)
Kockmann, Jürgen (Oststrasse 52, Gronau, D-48599, DE)
Kruk, Anton (Schubertstrasse 20, Erkrath, D-40699, DE)
Terglane, Hermann-josef (Nelkenweg 20, Heek, D-48619, DE)
Sydon, Uwe (Amsterdamerstrasse 32, Düsseldorf, D-40474, DE)
Schliwa, Peter (Hasselmannsfeld 27, Hamminkeln, D-46499, DE)
International Classes:
H04J4/00; H04B7/26; H04J3/00; H04B1/713; H04J13/00; (IPC1-7): H04B7/26
Foreign References:
GB2295930A
EP0767551A2
Other References:
RASKY P D ET AL: "SLOW FREQUENCY-HOP TDMA/CDMA FOR MACROCELLULAR PERSONAL COMMUNICATIONS" IEEE PERSONAL COMMUNICATIONS, Bd. 1, Nr. 2, 1.April 1994, Seiten 26-35, XP000449743
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zur digitalen Funkübertragung von Daten zwischen einer Feststation (1) und wenigstens einer Mobilstation (2,3) auf einer von mehreren Trägerfrequenzen (fl, f2,...), bei dem die Daten in mehreren Zeitschlitzen (Z1, Z2,...) in einem ZeitmultiplexVerfahren (TDMA) ubertragen werden, der Wechsel von einer Trägerfrequenz auf eine andere Trä gerfrequenz einen vorbestimmten Zeitraum in der Größenord nung eines Zeitschlitzes benötigt, und die Daten in aktiven Zeitschlitzen (Z1) übertragen werden, auf die jeweils ein inaktiver Zeitschlitz (Z2) folgt, in dem keine Daten übertragen werden, und bei dem ein inaktiver Zeitschlitz (Z2) zeitlich kürzer als ein ak tiver Zeitschlitz (Z1) ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitdauer eines inaktiven Zeitschlitzes (Z2) die Hälf te eines aktiven Zeitschlitzes (Z1) beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein ZeitmultiplexDuplex (TDD) Verfahren angewendet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zeitrahmen der Übertragung vier aktive Zeitschlitze (Z1, Z3, Z5, Z7) für eine Übertragung von der Feststation (1) zu der Mobilstation (2) und vier Zeitschlitze (Z9, Zll, Z13, Z15) für eine Übertragung von der Mobilstation (2) zu der Feststation (1) enthält.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Anspruche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ubertragung in einem 2,4 GHz Band erfolgt.
6. Anordnung zur digitalen Funkübertragung von Daten, aufweisend eine Feststation (1) und wenigstens eine Mobilsta tion (2,3), zwischen denen die Daten in mehreren Zeitschlitzen (Z1, Z2,...) im ZeitmultiplexVerfahren (TDMA) und auf mehre ren Trägerfrequenzen (fl, f2,...) im FrequenzMultiplexVer fahren (FDMA) übertragbar sind, wobei die Feststation (1) und die wenigstens eine Mobil station (2,3) jeweils ein HFModul (4,5) aufweisen, durch das die Trägerfrequenz für die Übertragung während einem der Zeitschlitze wählbar ist, die HFModule (4,5) zum Wechsel von einer Trägerfrequenz auf eine andere Trägerfrequenz eine vorbestimmte Zeitdauer in der Größenordnung eines Zeitschlitzes benötigen, und ein Zeitrahmen der Übertragung aktive Zeitschlitze (Z1) aufweist, in denen Daten übertragen werden und auf die je weils ein inaktiver Zeitschlitz (Z2) folgt, in dem keine Daten übertragen werden, wobei die Zeitdauer des inaktiven Zeitschlitzes (Z2) klei ner ist als die des aktiven Zeitschlitzes (Z1).
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitdauer des inaktiven Zeitschlitzes (Z2) die Halfte des aktiven Zeitschlitzes (Z1) beträgt.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zeitrahmen der Übertragung vier aktive Zeitschlitze (Z1, Z3, Z5, Z7) zur Übertragung von der Feststation (1) zu der Mobilstation (2) und vier Zeitschlitze (Z9, Zll, Z13, Z15) zur Übertragung von der Mobilstation (2) zu der Feststation (1) enthält.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerfrequenzen in einem 2,4 GHzBand liegen.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die HFModule (4,5) die Trägerfrequenzen während eines in aktiven Zeitschlitzes wechseln.
Description:
Beschreibung Verfahren und Anordnung zur effektiven Funkübertragung von Da- ten Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren sowie eine Anordnung zur effektiven Funkübertragung von Daten zwi- schen einer Feststation und wenigstens einer Mobilstation auf einer von mehreren Trägerfrequenzen, wobei die Daten in Zeit- schlitzen (Slots) in einem Zeitmultiplex-Verfahren (TDMA) übertragen werden.

Um die bestehenden verschiedenen analogen und digitalen Stan- dards in Europa zu ersetzen, wurde Anfang der 90er Jahre der DECT-Standard verabschiedet. Er ist der erste gemeinsame euro- päische Standard für schnurlose Telekommunikation. Ein DECT- Netz ist ein mikrozellulares, digitales Mobilfunknetz für hohe Teilnehmerdichten. Es ist in erster Linie für den Einsatz in Gebäuden konzipiert. Eine Verwendung des DECT-Standards im Freien ist jedoch ebenso möglich. Die Kapazität des DECT- Netzes von rund 10.000 Teilnehmern pro Quadratmetern macht aus dem Schnurlos-Standard eine ideale Zugangstechnologie für Netzbetreiber. Nach dem DECT-Standard ist sowohl die Übertra- gung von Sprache als auch die Übertragung von Datensignalen möglich. So können auf DECT-Basis auch schnurlose Datennetze aufgebaut werden.

Im folgenden soll der DECT-Standard bezugnehmend auf Fig. 2 näher erläutert werden. Unter der Bezeichnung DECT (Digital Enhanced Cordless Telecommunication) wurde für Europa ein di- gitales, schnurloses Telekommunikationssystem für Reichweiten unter 300 m genormt. Damit eignet sich dieses System in Ver- bindung mit der Vermittlungsfunktion einer Telekommunikations- anlage für den mobilen Telefon-und Datenverkehr in einem Bü- rogebäude oder auf einem Betriebsgelände. Die DECT-Funktionen ergänzen eine Telekommunikationsanlage und machen sie damit

zur Feststation FS des schnurlosen Telekommunikationssystems.

Auf bis zu 120 Kanälen können digitale Funkverbindungen zwi- schen der Feststation FS und den maximal 120 Mobilstationen MS hergestellt, überwacht und gesteuert werden.

Gesendet wird im Frequenzbereich 1,88 GHz bis 1,9 GHz auf ma- ximal zehn unterschiedlichen Trägerfrequenzen (Trägern). Die- ses Frequenz-Multiplex-Verfahren wird als FDMA (Frequency Di- vision Multiple Access) bezeichnet.

Auf jeder der zwölf Trägerfrequenzen werden zeitlich nachein- ander zwölf Kanäle im Zeitmultiplex-Verfahren TDMA (Time Divi- sion Multiple Access) übertragen. Somit ergeben sich für die schnurlose Telekommunikation nach dem DECT-Standard bei zehn Trägerfrequenzen und jeweils zwölf Kanälen je Trägerfrequenz insgesamt 120 Kanäle. Da z. B. für jede Sprechverbindung ein Kanal erforderlich ist, ergeben sich 120 Verbindungen zu maxi- mal 120 Mobilstationen MS. Auf den Trägern wird im Wechselbe- trieb (Duplex, TTD) gearbeitet. Nachdem die zwölf Kanäle (Ka- näle 1-12) gesendet worden sind, wird auf Empfang geschal- tet, und es werden in der Gegenrichtung die zwölf Kanäle (Ka- nable 13-24) empfangen.

Ein Zeitmultiplex-Rahmen besteht damit aus 24 Kanälen (s. Fig.

2). Dabei werden Kanal 1 bis Kanal 12 von der Feststation FS zu den Mobilstationen MS übertragen, während Kanal 13 bis Ka- nal 24 in der Gegenrichtung von den Mobilstationen MS zur Feststation FS übertragen werden. Die Rahmendauer beträgt 10 ms. Die Dauer eines Kanals (Zeitschlitzes, Slot), beträgt 417 us. In dieser Zeit werden 320 Bit Informationen (z. B. Spra- che) und 100 Bit Steuerdaten (Synchronisierung, Signalisierung und Fehlerkontrolle) übertragen. Die Nutz-Bitrate für einen Teilnehmer (Kanal) ergibt sich aus den 320 Bit Informationen innerhalb von 10 ms. Sie beträgt somit 32 Kilobit pro Sekunde.

Für Fest-und Mobilstationen wurden integrierte Bausteine ent- wickelt, die die DECT-Funktionen umsetzen. Dabei erfullen die Feststation und die Mobilstation ähnliche Funktionen. Einer dieser genannten integrierten Bausteine ist dabei das HF-Mo- dul, d. h. das Modul, das die eigentliche Funktion des Empfan- gens und Sendens im HF-Bereich ausführt.

Es ist bekannt, sogenannte Fast-Hopping HF-Module zu verwen- den, d. h. HF-Module, die einen Wechsel der Trägerfrequenz von einem Zeitschlitz bzw. Kanal zum nächsten ausführen können.

Diese Fast-Hopping HF-Module sind indessen sehr aufwendig und teuer. In der Praxis werden daher vor allem sogenannte Slow- Hopping HF-Module verwendet, d. h. Module, die einen gewissen Zeitraum zum Wechseln der Trägerfrequenz benötigen. In der Praxis entspricht der Zeitraum, den das Slow-Hopping HF-Modul zum Wechsel der Trägerfrequenz benötigt, im wesentlichen dem Zeitraum eines Zeitschlitzes. Dies bedeutet, daß nach jedem aktiven Zeitschlitz, d. h. nach jedem Schlitz, in dem Daten übertragen werden, ein sogenannter inaktiver Zeitschlitz (Blind Slot) folgen muß, in dem keine Daten übertragen werden können. Dies bedeutet, daß in der Praxis statt der möglichen zwölf Verbindungen auf einer Trägerfrequenz beim DECT-Standard nur sechs Verbindungen ausgeführt werden können.

Ein DECT-Kanal wird durch seinen Zeitschlitz und seine Träger- frequenz festgelegt. Dabei ist zu beachten, daß gemäß dem DECT-Standard die Organisation der Wiederverwendung von physi- kalischen Kanälen mittels einer dynamischen Kanalwahl (dynamic channel selection) erfolgt. Dadurch erübrigt sich eine aufwen- dige Frequenzplanung wie in zellularen Systemen. Für einen Verbindungsaufbau werden kontinuierlich die Signalpegel aller Kanäle gemessen und in einer Kanalliste (channel map) die stö- rungsfreien Kanäle verwaltet. Während einer Verbindung werden weiterhin die Signalpegel aller Kanäle sowie die Empfangsqua- lität überwacht. Falls diese Überwachung ergibt, daß der gera- de benutzte Kanal auf einer Tragerfrequenz übertragen wurde,

die gestört wurde (beispielsweise durch die Einwirkung einer Übertragung auf der gleichen Trägerfrequenz von bzw. zu einer anderen Feststation), wird für den nächsten aktiven Zeit- schlitz automatisch eine andere Trägerfrequenz gewählt, die in der Kanalliste als störungsfrei eingetragen ist.

Als alternative kann auch ein sogenanntes Frequency-Hopping- Verfahren verwendet werden, bei dem die Trägerfrequenz nach einem vorbestimmten Zeitraum, beispielsweise einem Rahmen der Übertragung gewechselt wird.

Für Länder außerhalb Europas muß der DECT-Standard gegebenen- falls abgeändert und auf die lokalen Gegebenheiten angepaßt werden. Beispielsweise in den USA. kann die Übertragung nicht in dem normalen DECT-Bereich zwischen 1,88 und 1,90 GHz erfol- gen, sondern es steht vielmehr das allgemein zugängliche 2,4 GHz ISM-Band (Industrial, Scientific, Medical) zur Verfügung.

Weiterhin müßten Änderungen zur Anpassung an die nationalen Vorschriften, wie beispielsweise die amerikanische Vorschrift "FCC part 15" (Federal Communications Commission), vorgenommen werden. Die genannte amerikanische Vorschrift beschreibt die für die Luftschnittstelle zulässigen Übertragungsverfahren, Sendeleistungen und die zur Verfügung stehende Bandbreite.

Beim DECT-Standard enthält jeder Zeitschlitz neben den oben genannten 320 Informationsbit noch weitere 104 für die Signal- ubertragung benötigte Bits sowie 56 Bits eines Guard-Felds, so daß jeder Zeitschlitz insgesamt 480 Bit enthält. Daraus ergibt sich eine Datenrate von (24 x 48 Bit)/10ms =) 1 152 000 Bit/s.

Eine Datenrate in dieser Höhe ist in dem amerikanischen ISM- Band nicht sinnvoll, da pro nutzbarem Kanal eine zu große Bandbreite benötigt werden würde.

Die vorliegende Erfindung hat daher zur Aufgabe, ein Verfahren und eine Anordnung zur digitalen Funkübertragung von Daten zu schaffen, die die Bandbreite eines TDMA-Systems effektiv

nutzt. Das Verfahren bzw. die Anordnung sollte insbesondere die kostengünstige Verwendung der genannten Slow-Hopping HF- Module ermöglichen.

Gemäß der Erfindung ist also ein Verfahren zur digitalen Funk- übertragung von Daten zwischen einer Feststation und wenig- stens einer Mobilstation auf einer von mehreren Trägerfrequen- zen vorgesehen. Die Daten werden dabei in Zeitschlitzen in ei- nem Zeitmultiplex-Verfahren (TDMA) übertragen. Der Wechsel von einer Trägerfrequenz auf eine andere Trägerfrequenz wird dabei in einem vorbestimmten Zeitraum ausgeführt.

Die Daten werden in aktiven Zeitschlitzen übertragen, auf die jeweils ein inaktiver Zeitschlitz folgt, in dem keine Daten übertragen werden. Der inaktive Zeitschlitz ist erfindungs- gemäß kürzer als der aktive Zeitschlitz.

Insbesondere kann die Zeitdauer des inaktiven Zeitschlitzes die Hälfte des aktiven Zeitschlitzes betragen. Durch diese Zeitschlitzstruktur können pro Zeitrahmen mehr aktive Ver- bindungen geschaffen werden, wodurch eine effektivere Ausnut- zung der Bandbreite des TDMA-Systems bewirkt wird.

Ein Zeitrahmen der Übertragung kann insbesondere vier aktive Zeitschlitze für eine Übertragung von der Feststation zu der Mobilstation sowie vier Zeitschlitze für eine Übertragung von der Mobilstation zu der Feststation enthalten.

Die Übertragung kann in einem 2,4 GHz-Band erfolgen.

Gemäß der Erfindung ist weiterhin eine Anordnung zur Funkuber- tragung von Daten vorgesehen. Die erfindungsgemäße Anordnung weist auf eine Feststation und wenigstens eine Mobilstation, zwischen denen die Daten in mehreren Zeitschlitzen im Zeitmul- tiplex-Verfahren (TDMA) und auf mehreren Trägerfrequenzen in Frequenz-Multiplex-Verfahren (FDMA) übertragbar sind. Die

Feststation und die wenigstens eine Mobilstation weisen-je- weils ein HF-Modul auf, durch das die Tragerfrequenz fur die Ubertragung wahrend einem der Zeitschlitze wählbar ist. Die HF-Module benötigen dabei zum Wechsel von einer Trägerfrequenz auf eine andere Trägerfrequenz eine vorbestimmte Zeitdauer in der Größenordnung eines Zeitschlitzes. Erfindungsgemaß weist ein Zeitrahmen der Übertragung aktive Zeitschlitze auf, in de- nen Daten ubertragen werden und auf die jeweils ein inaktiver Zeitschlitz folgt, in dem keine Daten übertragen werden. Die Zeitdauer des inaktiven Zeitschlitzes ist insbesondere kleiner als die des aktiven Zeitschlitzes. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Zeitdauer des inaktiven Zeitschlitzes die Halfte des aktiven Zeitschlitzes beträgt. Somit kann gewährleistet werden, daß innerhalb eines Zeitrahmens mehr aktive Verbindun- gen geschaffen werden können und somit die Bandbreite effekti- ver genutzt wird.

Ein Zeitrahmen der Übertragung kann vier aktive Zeitschlitze zur Übertragung von der Feststation zu der Mobilstation sowie vier Zeitschlitze zur Übertragung von der Mobilstation zu der Feststation enthalten.

Die Trägerfrequenzen können in einem 2,4 GHz-Band liegen.

Die HF-Module können insbesondere die Trägerfrequenzen wahrend eines inaktiven Zeitschlitzes wechseln.

Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispieles und bezugnehmend auf die begleitenden Zeichnungen naher erlautert.

Es zeigen : Fig. 1 eine erfindungsgemäße Anordnung zur digitalen Funkübertragung von Daten, Fig. 2 eine schematische Darstellung des bekannten DECT- Standards,

Fig. 3 eine schematische Darstellung der Kanalbelegung bei der Anpassung des bekannten DECT-Standards an das amerikanische ISM-Band, und Fig. 4 eine besonders effektive Belegung der Anale des an das ISM-Band angepaßten DECT-Standards gemaß der Er- findung.

In Fig. 1 ist eine Anordnung zur digitalen Funk-Übertragung von Daten vorgesehen. Eine Feststation 1 ist dabei mittels ei- ner Endstellenleitung 10 mit dem Festnetz verbunden. Die Fest- station 1 weist ein HF-Modul 4 auf, durch das Daten mittels einer Antenne 6 aussendbar bzw. empfangbar sind. Das HF-Modul 4 kann insbesondere ein sogenanntes Slow-Hopping HF-Modul sein, d. h. ein besonders kostengünstiges HF-Modul, das indes- sen einen gewissen Zeitraum zum Wechsel von einer Trägerfre- quenz auf eine andere Trägerfrequenz benötigt. Dieser Zeitraum liegt in der Größenordnung eines Zeitschlitzes, d. h. zwischen ca. 100 us und 1 ms, und insbesondere zwischen ca. 300 us und 500 us. Dieser für den Trägerfrequenz-Wechsel benötigte Zeit- raum kann beispielsweise dem Zeitraum entsprechen, der durch einen Zeitschlitz eines Zeitmultiplex-Verfahrens (TDMA) ausge- füllt wird. Mittels der Antenne 6 kann über eine Funkübertra- gungsstrecke 8 eine Funkübertragung zu einer Mobilstation 2 bzw. uber eine zweite Funkubertragungsstrecke 9 eine Funkuber- tragung zu einer Mobilstation (schnurloses Telefon) 3 erfol- gen. Alle in Fig. 1 dargestellten Mobilstationen weisen den gleichen Aufbau auf, so daß eine nähere Erläuterung nur anhand der dargestellten Mobilstation 2 erfolgen soll.

Wie in Fig. 1 ersichtlich, weist diese Mobilstation 2 eine An- tenne 7 zum Empfang bzw. zum Senden von Daten von bzw. zu der Feststation 1 auf. In der Mobilstation 2 ist ein HF-Modul 5 vorgesehen, das im wesentlichen dem in der Feststation 1 ver- wendeten HF-Modul 4 entspricht. Bei dem HF-Modul 5 der Mobil-

station 2 kann es sich also auch um eine sogenanntes Slow- Hopping HF-Modul handeln.

Bezugnehmend auf Fig. 2 soll nun erlautert werden, wie der be- kannte DECT-Standard auf das amerikanische ISM-Band angepaßt werden kann. Wie bereits zuvor erlautert, ware bei einer Bei- behaltung des DECT-Standards die resultierende Datenrate für das ISM-Band zu hoch. Wie in Fig. 3 ersichtlich kann aus die- sem Grund die Zeitschlitz-Anzahl pro Rahmen halbiert werden, d. h. in den zehn Millisekunden eines Zeitrahmens sind anstatt der 24 Zeitschlitze (anale) des DECT-Standards nur noch 12 Zeitschlitze Z1-Z12 vorgesehen, in denen jeweils 480 Bit übertragen werden können. Durch die Halbierung der Zeit- schlitzanzahl halbiert sich entsprechend auch die Datenrate auf (12 x 480 Bit)/10 ms = 576000 Bit/s. Diese niedrigere Da- tenrate hat eine für das amerikanische ISM-Band akzeptable Bandbreite zur Folge.

Wie in Fig. 3 indessen ersichtlich ist, müssen bei einer ko- stengünstigen Realisierung der für die Funkübertragung benö- tigten Geräte sogenannte Slow-Hopping HF-Module vorgesehen sein, was bedeutet, daß nach jedem aktiven Zeitschlitz, in dem Daten übertragen werden, ein inaktiver Zeitschlitz (blind slot) folgen muß, in dem keine Daten übertragen werden können.

Bei zwölf vorgesehenen Zeitschlitzen Z1--Z12 (6 Zeitschlitze Z1-Z6 für die Übertragung von einer Mobilstation zu der Feststation und sechs Zeitschlitze Z7--Z12 für die Uber- tragung von der Feststation zu einer Mobilstation) stehen so- mit maximal nur drei mögliche Verbindungen zur Verfügung. Bei einer Realisierung mit dem kostengünstigen Slow-Hopping HF- Modulen ist somit die nutzbare Kanalkapazität durch die Regle- mentierung durch das Slow-Hopping HF-Modul auf maximal drei Verbindungen nicht sehr groß.

In Fig. 3 sind mögliche aktive Zeitschlitze schraffiert dar- gestellt. Beispielsweise kann in dem Zeitschlitz Z1 wie dar-

gestellt mit der Trägerfrequenz f2 eine Übertragung von-der Feststation 1 zu einer Mobilstation 2,3 erfolgen (RX1). Wenn auf diesen Zeitschlitz Z1 ein Zeitschlitz Z2 folgt, in dem keine Datenubertragung stattfindet (inaktiver Zeitschlitz, blind slot), kann auch ein Slow-Hopping HF-Modul die Zeitdauer des inaktiven Zeitschlitzes Z2 zum Wechsel der Tragerfrequenz benutzen. Wie in Fig. 3 dargestellt, kann die Trägerfrequenz beispielsweise von der Trägerfrequenz f2 auf die Trägerfre- quenz fl gewechselt werden. Somit kann in dem Zeitschlitz Z3, wie in Fig. 3 dargestellt, eine Übertragung von der Feststa- tion zu einer Mobilstation auf der Trägerfrequenz fl erfolgen (RX2). Das in Fig. 3 gezeigte Schema zeichnet sich also da- durch aus, daß bei der gegebenen Zeitschlitzverteilung ein ak- tiver Zeitschlitz (schraffiert dargestellt) mit jeder der vor- gegebenen Trägerfrequenzen (fl, f2...) betrieben werden kann.

Es wird daran erinnert, daß gemäß dem DECT-Standard die Orga- nisation der Wiederverwendung von physikalischen Kanälen mit- tels einer dynamischen Kanalwahl (dynamic channel selection) erfolgt, wobei ein Kanal durch seine Trägerfrequenz und seinen Zeitschlitz definiert ist. Somit kann eine aufwendige Fre- quenzplanung wie in zellularen Systemen unterbleiben. Für ei- nen Verbindungsaufbau werden kontinuierlich die Signalpegel aller Kanale gemessen und in einer Kanalliste (channel map) die störungsfreien Kanäle verwaltet. Während einer Verbindung werden weiterhin die Signalpegel aller Kanäle aller möglichen Trägerfrequenzen sowie die Empfangsqualität überwacht.

Wenn also, wie in Fig. 3 dargestellt, im Zeitschlitz Z1 bei der Übertragung (RX1) auf der Trägerfrequenz f2 festgestellt wird, daß die Empfangs-bzw. Sendeverhältnisse auf der Träger- frequenz fl günstiger sind, kann während der Zeitdauer des Zeitschlitzes Z2, in dem keine Datenübertragung stattfindet, auf die als günstiger erkannte Trägerfrequenz 1 gewechselt werden. Die Übertragung RX2 während des Zeitschlitzes Z3 er- folgt auf der als günstiger erkannten Trägerfrequenz fz.

Als Alternative kann auch ein sogenanntes Frequency-Hopping- Verfahren verwendet werden, bei dem die Trägerfrequenz nach einem vorbestimmten Zeitraum, beispielsweise einem Rahmen der Übertragung gewechselt wird.

Wie bereits ausgeführt, hat das in Fig. 3 dargestellte Bele- gungsschema für die Kanäle den Nachteil, daß aufgrund der Hal- bierung der Zeitschlitz-Anzahl pro Zeitrahmen auf 12, wodurch die Dauer eines Zeitschlitzes auf 833 ps verdoppelt wird, und der Notwendigkeit der inaktiven Zeitschlitze nach jedem akti- ven Zeitschlitz zur Folge, daß nur noch drei mögliche Verbin- dungen (drei Verbindungen von einer Feststation zu einer Mo- bilstation und drei Verbindungen von einer Mobilstation zu ei- ner Feststation) im Gegensatz zu den sechs gemäß dem DECT- Standard möglichen Verbindungen gegeben sind.

In Fig. 4 ist eine Zeitschlitzstruktur dargestellt, die eine Erhöhung der maximal möglichen Verbindungen von drei auf vier gestattet, ohne daß die flexible Wahl der Trägerfrequenzen von einem aktiven Zeitschlitz zum nächsten aktiven Zeitschlitz be- einträchtigt werden würde. Wie in Fig. 4 ersichtlich, wird diese Erhöhung der maximalen Verbindungen von drei auf vier im wesentlichen dadurch erreicht, daß die Zeitdauer eines inakti- ven Zeitschlitzes, während dem keine Datenübertragung statt- findet, im Vergleich zur Zeitdauer eines aktiven Zeitschlitzes verkürzt wird. Wie in Fig. 4 gezeigt, beträgt die Zeitdauer eines aktiven Zeitschlitzes Z1, Z3, Z5, Z7, Z9, Zll, Z13 und Z15 eines Zeitrahmens jeweils 833 ns, wenn der Zeitrahmen ins- gesamt 10 ms beträgt. Die Zeitdauer der inaktiven Zeitschlitze Z2, Z4, Z6, Z8, Z10, Z12, Z14 und Z16 beträgt, wie in Fig. 4 dargestellt, nur 417 us und somit im wesentlichen nur die Hälfte der Zeitdauer der aktiven Zeitschlitze. Ein aus der DECT-Technik bekanntes Slow-Hopping HF-Modul benötigt nach ei- nem aktiven Zeitschlitz mindestens eine Zeitdauer von 417 us, um eine Frequenzprogrammierung für die Trägerfrequenz des

nachfolgenden Zeitschlitzes auszuführen. Ein halber Zeit-- schlitz des an das ISM-Band angepaßten DECT-Standards mit ei- ner Zeitdauer von 833 us/2 = 417 us genügt somit als inaktiver Zeitschlitz (blind slot).

Wie in Fig. 4 ersichtlich, kann beispielsweise eine Datenuber- tragung RX1 während des Zeitschlitzes Z1 von der Feststation zu einer Mobilstation auf einer Trägerfrequenz Fi erfolgen. Um die Übertragung auch mit einer geringen Bandbreite ausführen zu können, beträgt dabei die Zeitdauer des Zeitschlitzes Z1 das doppelte der Zeitdauer gemäß dem DECT-Standard, nämlich 833 us. Auf den Zeitschlitz Z1 folgt ein nichtaktiver Zeit- schlitz Z2, dessen zeitliche Dauer nur 417 us beträgt. Diese Zeitdauer von 417 us genügen indessen einem HF-Modul der Slow- Hopping-Technik, die Trägerfrequenz für den folgenden aktiven Zeitschlitz Z3 zu programmieren. Falls somit erkannt wird, daß beispielsweise die Trägerfrequenz f3 bessere Empfangsverhält- nisse als die Trägerfrequenz fl bietet, kann während der Zeit- dauer des Zeitschlitzes Z2, während dem keine Datenübertragung stattfindet, die Trägerfrequenz von der Trägerfrequenz fl des Zeitschlitzes Z1 auf die Trägerfrequenz f3 für den Zeitschlitz Z3 erfolgen, und während des Zeitschlitzes Z3 kann somit eine Übertragung von einer Feststation zu einer Mobilstation erfol- gen (RX3).

Im dargestellten Beispiel ist der Fall dargestellt, daß die Trägerfrequenz fx zur Übertragung zwischen einer Feststation und einer bestimmten Mobilstation nicht gewechselt wird.

Als Alternative kann natürlich auch ein sogenanntes Frequency- Hopping-Verfahren verwendet werden, bei dem die Trägerfrequenz nach einem vorbestimmten Zeitraum, beispielsweise einem Rahmen der Übertragung gewechselt wird Nach acht Zeitschlitzen Z1 bis Z8, was der Hälfte der Zeit- schlitze Z1 bis Z16 eines Zeitrahmens von 10 ms entspricht,

erfolgt gemaß dem Duplex-Verfahren (TTD) die Ubertragung-von der oder den Mobilstationen zu der Feststation. Beispielsweise kann während des Zeitschlitzes Z9 eine Übertragung (TX1) von einer Mobilstation zu der Feststation mit einer Trägerfrequenz fl erfolgen. Der auf den aktiven Zeitschliz Z9 folgende inak- tive Zeitschlitz Z10 weist wiederum in seiner zeitlichen Dauer nur die Halfte, nämlich 417 us, der zeitlichen Dauer des akti- ven Zeitschlitzes Z9 (833 us) auf. Die Zeitdauer des inaktiven Halb-Zeitschlitzes Z10 reicht für die HF-Module wiederum aus, um die Frequenzprogrammierung für den folgenden aktiven Zeit- schlitz Zll für eine weitere Übertragung von einer Mobilstati- on zu der Feststation (TX2) vorzunehmen.

Durch die erfindungsgemäße Struktur der Zeitschlitze ZX wird somit die Nutzung eines Zeitrahmens einer digitalen Übertra- gung des TDMA-Systems effizienter gemacht, ohne daß die Flexi- bilität der Wahl der Trägerfrequenzen darunter leidet.

Bezugszeichenliste 1 : Feststation 2 : Mobilstation (schnurloses Telefon) 3 : Mobilstation 4 : HF-Modul Feststation 5 : HF-Modul Basistation 6 : Antenne Feststation 7 : Antenne Mobilstation 8 : erste Funkubertragungsstrecke 9 : zweite Funkubertragungsstrecke 10 : Endstellenleitung Zx : Zeitschlitze fx : Trägerfrequenz