SCHUSTER, Guido (Weierstrasse 2e, Stäfa, CH-8712, CH)
KOTTMANN, Markus (Primelstrasse 16, Zürich, CH-8046, CH)
FREI, Pascal (Quellenstrasse 8, Schänis, CH-8718, CH)
SCHUSTER, Guido (Weierstrasse 2e, Stäfa, CH-8712, CH)
KOTTMANN, Markus (Primelstrasse 16, Zürich, CH-8046, CH)
| Patentansprüche 1. Verfahren zum Füllen eines Zielgefässes (100) mit einer vorbestimmten Zielmasse mz einer fliessfäh igen Substanz aus einem Reservoir (200) mit Hilfe einer Dosiervorrichtung (300) zum dosierten Abfüllen der Substanz in das Zielgefäss (100) mit einem Ventil (310), das eine variable Einstellung des Massenstroms m vom Reservoir (200) in das Zielgefäss ermöglicht (100), einer Zeiterfassung (400) zur Bestimmung der seit Beginn des Füllvorgangs verstrichenen Zeit t , einer Waage (500) zur Bestimmung der Masse der sich im Zielgefäss (100) befindenden Substanz m und einer Steuereinheit (600) zur Steuerung des Ventils (310), wobei die Steuereinheit (600) ein Korrekturmodul (620) aufweist, im Korrekturmodul (620) ein gewünschter Massenstrom m, abgelegt ist und falls für den Zeitpunkt t der Massenstroms mit) kleiner als der gewünschte Massenstrom m, ist, so wird der Massenstrom um dm erhöht und falls der Massenstroms mit) grösser als der gewünschte Massenstrom «, ist, so wird der Massenstrom um dm verringert, wobei dm aus der Differenz des gewünschtem Massenstrom i und des vorliegenden Massenstroms mit) gebildet wird und sich die Zielmasse mz innerhalb einer Toleranz mτ befinden muss dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Aufbringen einer Masse und dem Anzeigen dieser Masse auf der Waage eine Totzeit τ vorliegt und der gewünschte Massenstrom m* derart gewählt wird, so dass der gewünschte Massenstrom m, sich antiproportional zur Totzeit τ verhält und der gewünschte Massenstrom m, sich proportional zur Toleranz mT verhält. 2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Korrekturmodul (620) nach gleichgrossen Zeitschritten wiederholt angewandt wird. 3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in die Bestimmung des neuen Massenstroms mneu der bisher vorliegende Massenstrom malt nach der Beziehung Mneu = (\-a)malt + a(malt ± dm) e\ni\\esst, wobei a ein Gewichtungsfaktor ist, der einen beliebigen Wert zwischen Null und Eins annehmen kann. 4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Massenstrom m(t) aus der zeitlichen Ableitung des Signals der Waage (500) bestimmt wird. 5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (310) ein Gehäuse (311 ) und eine mit einem kreisförmigem Querschnitt versehenen Austrittsöffnung (312) und ein Verschlusselement (313) aufweist, wobei die Austrittsöffnung (312) und das Verschlusselement (313) auf einer gemeinsamen Achse angeordnet sind und das Verschlusselement (313) relativ zum Gehäuse (311 ) um die gemeinsame Achse rotiert wird und entlang der gemeinsamen Achse translatorisch verschoben wird aus der beziehungsweise in die Austrittsöffnung (312) aus- und eingefahren wird und das Verschlusselement (313) einen zylinderförmigen Verschlussbereich (314) und einen Austragungsbereich (315) aufweist, wodurch durch Translation (340) des Verschlusselements (313) das Ventil (310) geöffnet beziehungsweise geschlossen wird. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Grosse des Massenstroms m(t) direkt mit der Translation des Verschlusselements (313) korreliert. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (310) mit Hilfe von gleichgrossen schrittweisen Translationsbewegungen AL des Verschlusselements (313) geöffnet beziehungsweise geschlossen wird. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass beim Füllvorgang die minimale Translation Lmm des Verschlusselements (313) bei der die Substanz zu fliessen beginnt und/oder die maximale Translation Imax des Verschlusselements (313) bei der die Substanz aufhört zu fliessen, bestimnnt werden und diese Parameter abgespeichert werden und bei nachfolgenden Füllvorgängen von der Steuereinheit (600) zur Steuerung des Massenstroms m(t) verwendet werden. 9. Vorrichtung zum Füllen eines Zielgefässes (100) mit einer vorbestimmten Zielmasse mz einer fliessfähigen Substanz aus einem Reservoir (200) mit Hilfe einer Dosiervorrichtung (300) zum dosierten Abfüllen der Substanz in das Zielgefäss (100) mit einem Ventil (310), das eine variable Einstellung des Massenstroms m vom Reservoir (200) in das Zielgefäss ermöglicht (100), einer Zeiterfassung (400) zur Bestimmung der seit Beginn des Füllvorgangs verstrichenen Zeit t , einer Waage (500) zur Bestimmung der Masse der im Zielgefäss (100) befindenden Substanz m und einer Steuereinheit (600) zur Steuerung des Ventils (310), dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (600) ein Korrekturmodul (620) aufweist, wobei im Korrekturmodul (620) ein gewünschter Massenstrom m, abgelegt ist und falls für den Zeitpunkt t der Massenstroms m(t) kleiner als der gewünschte Massenstrom m» ist, so ist der Massenstrom um dm erhöhbar und falls der Massenstroms m(t) grösser als der gewünschte Massenstrom m» ist, so ist der Massenstrom um dm verringerbar. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (310) ein Gehäuse (311 ) und eine mit einem kreisförmigen Querschnitt versehene Austrittsöffnung (312) und ein Verschlusselement (313) aufweist, wobei die Austrittsöffnung (312) und das Verschlusselement (313) auf einer gemeinsamen Achse angeordnet sind und das Verschlusselement (313) relativ zum Gehäuse (311 ) um die gemeinsame Achse rotierbar und entlang der gemeinsamen Achse translatorisch verschiebbar aus der beziehungsweise in die Austrittsöffnung (312) aus- und einfahrbar ist und das Verschlusselement (313) einen zylinderförmigen Verschlussbereich (314) und einen Austragungsbereich (315) aufweist, wobei durch Translation des Verschlusselements (313) das Ventil geöffnet beziehungsweise geschlossen werden kann. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Austragungsbereich des Verschlusselements (315) einen variablen Öffnungsquerschnitt A aufweist und die Translation des Verschlusselements (313) direkt mit dem Öffnungsquerschnitts A des Ventils (310) korreliert ist. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (313) mit einer variablen Rotationsgeschwindigkeit ω rotierbar ist, wobei die Rotationsgeschwindigkeit ω direkt mit dem durch das Ventil (310) fliessenden Massenstrom m korreliert ist. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (310) einen Schlagmechanismus aufweist, womit mit einer variablen Schlagfrequenz / gegen das bereits geöffnete Ventil geschlagen werden kann und die Schlagfrequenz / direkt mit dem durch das Ventil (310) fliessenden Massenstrom m korreliert ist. |
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Füllen von Zielgefässen mit einer vorbestimmten Zielmasse einer fliessfähigen Substanz aus einem Reservoir.
Solche Füllvorrichtungen finden insbesondere beim Dosieren kleiner Mengen, wie sie beispielsweise im Pharmabereich notwendig sind ihre Verwendung. Häufig sind solche Zielgefässe auf einer Waage platziert, um die Menge der aus der Dosiervorrichtung ausgetragenen Substanz zu verwiegen, so dass sie anschliessend bestimmungsgemäss weiter verarbeitet werden kann.
Die zu dosierende Substanz befindet sich beispielsweise in einem Entnahmegefäss bzw. Reservoir, welches einen Dosierkopf aufweist. Dabei ist es wünschenswert, die zu dosierende Substanz durch eine Öffnung der Dosiervorrichtung auszutragen, so dass sich am Ende des Füllvorgangs eine vorbestimmte Zielmasse im Zielgefäss befindet. Dabei ist wichtig, dass die tatsächlich im Zielgefäss befindende Masse möglichst genau der vorbestimmten Zielmasse entspricht. Des Weiteren ist wichtig, dass der Abfüllvorgang möglichst schnell durchgeführt werden kann.
Aus dem Stand der Technik sind Dosierverfahren bekannt, die auf einer volumetrischen Messung der ausgetragen Substanz basieren. Für eine Substanz mit der Dichte /? und einem variablen Öffnungsquerschnitt des Ventils A und damit resultierender Austragsgeschwindigkeit « der Substanz ergibt sich die Masse m z der im Zielgefäss befindenden Substanz aus:
m z = ]m(t)dt = jpV(t)dt = jp(Au)(t)dt = jpA(t)u(A,h,d,...)dt
Besonders die Austraggeschwindigkeit u unterliegt vielen Einflussfaktoren, wie beispielsweise der freien Fläche A des Ventils, dem aus der Füllstandshöhe h der im Reservoir befindender Substanz resultierenden hydrostatischen Druck und den rheologischen Eigenschaften der Substanz, wie beispielsweise der Korngrösse d des Pulvers. Vor allem die rheologischen Eigenschaften sind oft sehr komplex und unterliegen Einflussfaktoren, die nicht genauer bekannt sind. Beispielsweise ist es schwierig die bei Binghamschen Medien oder Pulvern auftretende Fliessverzögerung zu Beginn des Fliessprozesses zu berücksichtigen. Insbesondere beim Abfüllen pulverförmiger Substanzen spielen Faktoren wie beispielsweise Korngrösse, Feuchtegehalt und Oberflächenbeschaffenheit der einzelnen Körner eine grosse Rolle.
US 4893262 offenbart ein Kontrollsystem zum Befüllen von Behältern. Über verschiedene Abfüllzyklen wird dabei das System optimiert, in dem der Massenstrom von Zyklus zu Zyklus optimiert und die Abfüllzeit so lange angepasst wird bis die abgefüllte Masse möglichst genau der vorbestimmten Zielmasse entspricht. Dieses System wird hauptsächlich für das Abfüllen grosser Menge verwendet, die hinsichtlich Genauigkeit wesentlich niedrigere Anforderungen stellen als das erfindungsgemässe System. Ein weiteres Problem stellt die Optimierung über verschiedene Zyklen dar, da die vorbestimmte Zielmasse erst nach einigen Probezyklen tatsächlich in der notwendigen Genauigkeit erreicht wird. Die während dieser Probezyklen ausgetragene Substanz kann nicht weiterverwendet werden, da sie durch den Austragungsprozess und dem Entfernen aus dem Zielgefäss verunreinigt werden könnte. Gerade beim Abfüllen von teuren Substanzen stellt dies ein entscheidender Nachteil dar.
US 6987228 B1 offenbart eine Methode und eine Vorrichtung zum genauen und reproduzierbaren Abfüllen einer kleinen Masse von Partikeln. Die Vorrichtung weist eine Steuereinheit zur Steuerung des Energieauftrags auf ein Sieb in welchem sich die auszutragenden Partikel befinden, auf. Der Energieauftrag bewirkt, dass eine kleine Masse der im Sieb befindenden Partikel auf eine unter dem Sieb angeordnete Waage fallen. Auf Grund des von der Waage gemessenen Gewichts wird von der Steuereinheit der Energieauftrag auf das Sieb gesteuert. Der Betrag der aufgetragenen Energie kann dabei in Abhängigkeit von der noch auszutragenden Masse gesteuert werden, wodurch die Austragungsrate der Partikel variiert werden kann. Problematisch ist hierbei, dass auf Grund des verwendeten Siebs nur pulverförmige Substanzen abgefüllt werden können. Für andere fliessfähige
Substanzen insbesondere Flüssigkeiten ist dieses Verfahren nicht geeignet. Auch bei der Abfüllung pulverförmiger Substanzen birgt dieses Verfahren Nachteile, da je nach Korngrösse der Substanz ein anderes Sieb verwendet werden muss. Der wesentliche Nachteil liegt in der Steuerung des Energieauftrags auf das Sieb in Abhängigkeit des Wägesignals. Auf Grund der verzögerten Reaktionszeit der Waage müsste der Abfüllvorgang so langsam durchgeführt werden, dass die Waage genügend Zeit hat zu reagieren. Dadurch würde jedoch der Abfüllvorgang sehr lange dauern.
US 4762252 offenbart Kontrollsystem zum Befüllen von Behältern. Zur Bestimmung des Massenstroms während des Füllvorgangs wird das sich verändernde Gewicht des Reservoirs herangezogen. Der bestimmte Massenstrom wird mit einem gewünschten Massenstrom verglichen. Weicht der bestimmte Massenstrom zu stark vom gewünschten Massenstrom ab, wird der Massenstrom entsprechend korrigiert. Das beschriebene System ist zum Abfüllen von ca. 25 -50 Kilogramm pro Stunde geeignet. Beim Abfüllen von kleinen Mengen, wie sie in Pharmabereich notwendig sind, werden hohe Genauigkeitsanforderungen gestellt und kleine Messungenauigkeiten können einen wesentlichen Einfluss auf die abgefüllte Masse ausüben. Gleichzeitig sollte der Füllvorgang möglichst wenig Zeit in Anspruch nehmen.
Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Methode und eine Vorrichtung zum genauen und reproduzierbaren Abfüllen einer vordefinierten kleinen Masse einer fliessfähigen Substanz zu schaffen, die einfach, schnell und genau ist.
Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren und einer Vorrichtung gelöst, welche die in den unabhängigen Patentansprüchen angegebenen Merkmale aufweisen. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen können den abhängigen Ansprüchen entnommen werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren und die erfindungsgemässe Vorrichtung füllt ein Zielgefäss mit einer vorbestimmten Zielmasse m z einer fliessfähigen Substanz aus einem Reservoir mit Hilfe einer Dosiervorrichtung zum dosierten Abfüllen der Substanz in das Zielgefäss. Die Dosiervorrichtung weist ein Ventil auf, das eine variable Einstellung des Massenstroms m vom Reservoir in das Zielgefäss ermöglicht. Des weiteren weist die Dosiervorrichtung eine Zeiterfassung zur Bestimmung der seit Beginn des Füllvorgangs verstrichenen Zeit t , eine Waage zur Bestimmung der Masse m der im Zielgefäss befindenden Substanz und eine Steuereinheit mit einem Ventilsteuerungsmodul zur Steuerung des Ventils auf. Dabei weist die Steuereinheit ein Korrekturmodul auf, wobei im Korrekturmodul ein gewünschter Massenstrom m, abgelegt ist und falls für den Zeitpunkt t der Massenstrom m(t) kleiner als der gewünschte Massenstrom m, ist, wird der Massenstrom um
dm = m» - mit)
erhöht und falls der Massenstroms m(t) grösser als der gewünschte Massenstrom m, ist, wird der Massenstrom um
dm = m{t) — m *
verringert.
Es ist vorteilhaft wenn in die Bestimmung des gewünschten Massenstroms m, verschiedene Parameter eingehen.
Einer dieser Parameter ist die Totzeit τ . Die Totzeit τ entspricht der Zeit zwischen dem Aufbringen der Masse auf der Waage und dem Anzeigen der Masse auf der Waage. Die Totzeit τ wird mit Hilfe von Messungen bestimmt. Es hat sich gezeigt, dass die Totzeit τ mehrheitlich von der Beschaffenheit der Waage abhängt. Ausserdem haben Umgebungsparameter einen Einfluss auf die die Totzeit τ . Beispielsweise haben niederfrequente Schwingungen und/oder Erschütterungen eine Vergrösserung der Totzeit τ zur Folge. Das heisst in die Totzeit τ geht hauptsächlich die waagenspezifische Messverzögerung um Umgebungsparameter ein. Physikalische Eigenschaften der zu dosierenden Substanz spielen eine untergeordnete Rolle. Um sicherzustellen, dass nicht zuviel Masse in das Zielgefäss ausgetragen wird, kann in die Bestimmung des gewünschten Massenstroms i die Totzeit τ einfliessen. Dabei sollte sich die Totzeit τ antiproportional zum gewünschten Massenstrom m, verhalten: m » oc — τ
Ein weiterer Parameter, der in die Bestimmung des gewünschten Massenstroms eingehen sollte, ist die Toleranz m T . Die Toleranz m τ definiert, welche Abweichung die sich am Ende des Dosiervorgangs im Zielgefäss befindende Masse m von der Zielmasse m z maximal aufweisen darf. Mit anderen Worten die am Ende des Dosiervorgangs die sich im Zielgefäss befindende Masse m muss im Intervall
m z - m τ < m < m z + m τ
liegen. Ist die Toleranz m τ gross, kann selbst bei einem grossen gewünschten Massenstrom m„ sicher gestellt werden, dass sich die Zielmasse m z innerhalb der vorgegebenen Toleranz m τ befindet. Ist hingegen die Toleranz m τ klein, muss der gewünschte Massenstrom m» klein genug gewählt sein um sicherzustellen, dass sich die Zielmasse m z innerhalb der vorgegebenen Toleranz m τ befindet. Daraus ergibt sich, dass sich der gewünschte Massenstrom «, proportional zur Toleranz m τ verhalten sollte:
m» ∞ m τ
Unter Überschiessen wird ein mindestens um die Toleranz m τ über der Zielmasse m z in das Zielgefäss eingebrachte Substanz verstanden:
m > m + m 7
Ein Überschiessen muss unbedingt verhindert werden, da die zuviel eingebrachte Substanz nur schwer wieder aus dem Zielgefäss entfernt werden kann. Bei der Entfernung der Substanz aus dem Zielgefäss können zudem Verunreinigungen auftreten, die es unter allen Umständen zu vermeiden gilt. Um ein Überschiessen, der sich im Zielgefäss befindenden Masse sicher zu vermeiden, sollte die während der Totzeit τ in das Zielgefäss eingebrachte Masse kleiner als die Toleranz m T sein:
m» ■ T < m τ
Daraus ergibt sich, dass der Massenstrom kleiner oder gleich der durch die Totzeit τ dividierte Toleranz m T sein muss:
m * < —
Der maximal gewünschte Massenstrom i ergibt sich somit aus
m„ =
Auf diese Weise ist sicher gestellt, dass sich die am Ende des Füllvorgangs im Zielgefäss befindende Masse m im vordefinierten Toleranzbereich befindet.
Da sich die Totzeit τ in Abhängigkeit von Umgebungsparametern während eines Füllvorgangs ändern kann, kann diese veränderte Totzeit τ für eine Anpassung des gewünschten Massenstroms i verwendet werden.
Das Korrekturmodul vergleicht den gewünschter Massenstrom m» mit dem aktuell vorliegenden Massenstrom m(t) uuύ falls eine Abweichung zwischen diesen beiden Grossen vorliegt, passt es den vorliegenden Massenstrom mit) an den gewünschten m„ Massenstrom an. Um sicher zu stellen, dass während des gesamten Füllvorgangs der gewünschte Massenstrom m» vorliegt, wird das Korrekturmodul wiederholt angewandt. Besonders vorteilhaft ist dabei eine wiederholte Anwendung des Korrekturmoduls nach gleichgrossen Zeitschritten. Um Instabilitäten zu vermeiden sollte der Massenstrom m nicht zu schnell geändert werden. Es ist deshalb vorteilhaft den bisher vorliegenden Massenstrom m alt in den neuen Massenstroms m neu einfliessen zu lassen:
Der Faktor a ist ein Gewichtungsfaktor, der einen beliebigen Wert zwischen Null und Eins annehmen kann, d.h. a e (0,1) . Auf diese Weise ändert sich der Massenstrom m langsamer.
Eine Möglichkeit das Überschiessen der Zielmasse m z zu vermeiden, besteht darin mit Hilfe des vorliegenden Massenstroms m(t) , dem von der Waage gemessenem Gewichtssignal m(t) und der Totzeit τ die tatsächlich sich im Zielgefäss befindenden Masse mit) zu bestimmen. Dies kann mit Hilfe von
Erfolgen. Auf Basis der tatsächlich sich im Zielgefäss befindenden Masse mit) kann rechtzeitig mit dem Schliessen des Ventils begonnen werden kann und auf diese Weise ein Überschiessen der Zielmasse m z verhindert werden.
Das Risiko des Überschiessens der Zielmasse m z wird zusätzlich reduziert, indem der gewünschte Massensstrom m, und somit auch der aktuell vorliegende Massenstrom mit) gegen Ende des Füllvorgangs verringert wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren und die erfindungsgemässe Vorrichtung finden insbesondere ihre Anwendung beim Abfüllen von pulverförmigen oder flüssigen
Substanzen. Die fliessfähigen Substanzen weisen in der Regel komplexe rheologische Eigenschaften auf und sind meistens nicht-newtonscher Natur. Die angestrebte Zielmasse befindet sich typischerweise in einem Bereich zwischen 0.5mg und 5000mg. Es können jedoch mit diesem Verfahren auch kleinere oder grossere Massen dosiert werden. In einer vorteilhaften Ausführungsform weist das Ventil eine mit einem kreisförmigem Querschnitt versehenen Austrittsöffnung und ein Verschlusselement auf, wobei die Austrittsöffnung und das Verschlusselement auf einer gemeinsamen Achse angeordnet sind und das Verschlusselement relativ zum Gehäuse um die gemeinsame Achse rotierbar und entlang der gemeinsamen Achse translatorisch verschiebbar aus der beziehungsweise in die Austrittsöffnung aus- und einfahrbar ist und das Verschlusselement einen zylinderförmigen Verschlussbereich und einen Austragungsbereich aufweist, wodurch durch Translation um eine Länge L des Verschlusselements das Ventil geöffnet beziehungsweise geschlossen werden kann. Der Austragungsbereich des Verschlusselements ist derart ausgestaltet, so dass die Substanz durch den Austragungsbereich fliessen kann, falls die Translation grösser als die minimale Translation L min und kleiner als die maximalen Tranlation L max ist. Ist die Translation kleiner als die minimale Translation L mm oder grösser als die maximale Translation L n^x so wird die Austrittsöffnung durch den zylinderförmigen Verschlussbereich verschlossen und die Substanz kann nicht durch den Austragungsbereich austreten.
Der Massenstrom m ist direkt mit der Translation L des Verschlusselements korreliert.
Für die Bestimmung des vorliegenden Massenstroms m kann ausserdem das Waagensignal herangezogen werden. Dazu wird die erste Ableitung nach der Zeit vom Waagensignal bestimmt:
mit) - mit - At) m(t) = At
Dabei kann Δ^ > 0 beliebig gewählt werden. Bei der Wahl von Δ^ ist jedoch darauf zu achten, dass Δ^ gross genug ist, so dass statistische Schwankungen des Waagensignals ausgeglichen werden und somit m nicht zu starke Schwankungen zeigt. Zu starke Schwankungen können eine Instabilität des Dosiervorgangs zur Folge haben. Die Bestimmung des Massenstroms mit) nach äquidistanten diskreten Zeitschritten At ist dabei bevorzugt. Dazu wird ab dem Öffnen des Ventils zum Zeitpunkt t λ jeweils nach jedem Zeitschritt At zum Zeitpunkt
t t = h + i ■ At
der Massenstrom mit,) mit Hilfe der folgenden Gleichung bestimmt:
m(t) -m(t -nAt) m{t ι ) =—^ L ^ -, n = 1,2,3,... nAt
Idealerweise ist dabei n eine natürliche Zahl zwischen 2 und 10. Wird ein grosseres n verwendet, so wird der Massenstrom mit,) über ein grosseres Zeitintervall bestimmt, wodurch einerseits statistische Schwankungen des Waagensignals ausgeglichen werden. Andererseits reagiert mit,) bei Verwendung eines grossen Zeitintervalls nur relativ langsam, wodurch ein veränderter Massenstrom erst relativ spät erkannt wird.
Auf Basis des bestimmten Massenstroms mit) kann die Abweichung
vom gewünschten Massenstrom m * bestimmt werden und der Massenstrom mit) kann entsprechend korrigiert werden.
Vorteilhaft ist des Weiteren, dass das Ventil mit Hilfe von gleichgrossen schrittweisen Translationsbewegungen AL des Verschlusselements geöffnet beziehungsweise geschlossen wird.
Idealerweise wird beim Füllvorgang die minimale Translation Z mn bei der die Substanz fliessen kann und/oder die maximale Translation L max bestimmt. Des Weiteren ist es sinnvoll die tatsächlich am Ende des Füllvorgangs vorliegende Masse zu bestimmen. Diese Parameter können abgespeichert werden und bei nachfolgenden Füllvorgängen von der Steuereinheit verwendet werden. Dadurch müssen diese Parameter nur einmal bestimmt werden und nachfolgende Füllvorgänge können schneller durchgeführt werden. Diese Parameter aus vorhergehenden Füllvorgängen können in einem Speichermodul, insbesondere einer RFID (Radio Frequency Identification) Marke abgelegt werden und in späteren Füllvorgängen verwendet werden. Besonders vorteilhaft ist es die RFID Marken am jeweiligen Reservoir zu befestigen, da dadurch ein direkter Zusammenhang zwischen der sich im Reservoir befindenden Substanz und den in der RFID Marke gespeicherten Daten gewährleistet ist. Es ist jedoch auch die Verwendung von anderen Speichermedien möglich.
Idealerweise wird nur beim ersten Füllvorgang das Ventil mit gleichgrossen schrittweisen Translationsbewegungen AL des Verschlusselements geöffnet bis die Substanz zu fliessen beginnt, wodurch die minimale Translation Z mn definiert ist. Zur Bestimmung der maximalen Translation L n^x wird das Verschlusselement um eine Distanz L mm + AL geöffnet. Anschliessend wird das Ventil mit gleichgrossen schrittweisen Translationsbewegungen AL des Verschlusselements verschoben bis die Substanz zu fliessen aufhört, wodurch die maximale Translation L max definiert ist. Nachdem die minimale Translation L und die maximale Translation L „ bekannt sind, kann das Verschlusselement auf beliebige Weise geöffnet und geschlossen werden.
Vorteilhafterweise weist der Austragungsbereich des Verschlusselements einen variablen Öffnungsquerschnitt A auf. Auf diese Weise ist die Grosse des durch das Ventil fliessenden Massenstroms m direkt mit der Stellung des Verschlusselements des Ventils korreliert. Idealerweise korreliert hierbei die Translation der LängeZ des Verschlusselements direkt mit dem Öffnungsquerschnitts des Ventils, das heisst A = A(L) . Je nach Gestaltung des Ventils liegt eine direkte proportionale Beziehung zwischen der Translation des Verschlusselements L, des Öffnungsquerschnitts A und dem Massenstrom m vor:
AL oc AA oc m 3
Der Fluss ist auf Grund der geometrischen Ausgestaltung des Verschlusselements kubisch von der Tranlation L abhängig und wurde experimentell bestimmt. Eine Änderung der Geometrie des Verschlusselements hätte auch eine Änderung der Beziehung zwischen der Translation L und des Massenstroms m zur Folge.
Eine solche direkte Proportionalität ist jedoch in realen Fällen in der Regel nicht erreichbar, da auch die Stoffeigenschaften, wie beispielsweise Korngrösse, Fliessverzögerung zu Beginn des Fliessvorgangs oder ähnliches einer direkten Proportionalität entgegenwirken. Jedoch gilt in der Regel, dass bei grosserem Öffnungsquerschnitt ein grosserer Massenstrom vorliegt.
Vorteilhaft ist die Verwendung eines Verschlusselements, das mit einer variablen Rotationsgeschwindigkeit ω rotierbar ist, wobei die Rotationsgeschwindigkeit ω direkt mit dem durch das Ventil fliessenden Massenstrom m korreliert.
Von Vorteil ist des Weiteren, dass das Ventil einen Schlagmechanismus aufweist, wobei mit einer variablen Schlagfrequenz F gegen das bereits geöffnete Ventil geschlagen wird. Dabei korreliert die Schlagfrequenz F direkt mit dem durch das Ventil fliessenden Massenstrom m und eine Erhöhung der Schlagfrequenz F führt zu einem grosseren Massenstrom m . Dabei kann sowohl in Richtung der Achse als auch senkrecht zur Richtung der Achse des Verschlusselements geschlagen werden.
Ausserdem kann gegen das Verschlusselement des Ventils und/oder gegen das Gehäuse des Ventils geschlagen werden.
Sowohl bei der Rotation als auch beim Schlagen, wirkt sich vorteilhaft aus, dass dadurch einem Verstopfen des Ventils und/oder der Bildung von Pulverbrücken entgegen gewirkt werden kann. Auf diese Weise kann die Fliessfähigkeit des Pulvers erhalten beziehungsweise erhöht werden.
Die Steuereinheit kann teilweise oder als Ganzes als computerbasiertes System realisiert werden.
Das Verfahren und die Vorrichtung zum Füllen von Zielgefässen werden anhand von Beispielen, wie sie schematisch in den Zeichnungen dargestellt sind, im Folgenden beschrieben. Es zeigen: Figur 1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Füllen von Zielgefässen;
Figur 2 ein Ventil mit einem Ventilgehäuse und einem Verschlusselement;
Figur 3 Graphen mit einem idealisierten Verlauf des Öffnungsquerschnitts und dem daraus resultierenden Massenverlauf und
Figur 4 Graphen, die den idealisierten Einfluss des Öffnungsquerschnitts A , der Schlagfrequenz F und der Rotationsgeschwindigkeit ω auf den Massenstrom m verdeutlichen.
Figur 1 zeigt ein Zielgefäss 100, das mit einer sich im Reservoir 200 bis zur Füllstandshöhe h befindenden Substanz über eine Dosiervorrichtung 300 befüllt werden kann. Die Dosiereinrichtung 300 ist mit einer Zeiterfassung 400 verknüpft, mit deren Hilfe die seit Beginn des Füllvorgangs vergangene Zeit ? erfasst werden kann und das ermittelte Zeitsignal an eine Steuereinheit 600 übermitteln kann. Das Zielgefäss 100 ist auf einer Waage 500 angeordnet, so dass das Gewicht der sich im Zielgefäss 100 befindenden Substanz bestimmt werden kann. Das ermittelte Wäge- beziehungsweise Massensignal m kann ebenfalls an die Steuereinheit 600 übermittelt werden. In der Steuereinheit 600 werden im Massenstrombestimmungsmodul 610 das Zeit- und das Massensignal verknüpft und es ergibt sich die zu einem bestimmten Zeitpunkt seit Beginn des Dosiervorgangs vorliegende Masse mit) .
Aus zwei zu aufeinander folgenden Zeitpunkten t und t + Δ t bestimmten Massen m ( t - A t ) und m ( t ) kann der Massenstrom m (t) = m(t) - m(t - At)
bestimmt werden. Es ist das Ziel das Zielgefäss 100 mit einem gewünschten Massenstrom m * zu füllen, bis im Zielgefäss 100 die gewünschte Masse enthalten ist. Idealerweise erfüllt der gewünschte Massenstrom m.
Wl 1 m* < ■ wobei m τ die noch tolerierte Abweichung des gewünschten Zielgewichts vom tatsächlichen Zielgewicht und τ die Totzeit der Waage ist. Die Totzeit τ ist ein waagenspezifischer Parameter der unabhängig von den physikalischen Eigenschaften der abzufüllenden Substanz ist. Die Totzeit τ kann vor dem ersten Füllvorgang bestimmt werden und in der Steuereinheit 600 gespeichert werden.
Die Totzeit τ ist von den technischen Merkmalen der Waage 500 und Umgebungsparametern abhängig. Die Umgebungsparameter können sich im Laufe eines Füllvorgangs ändern, wodurch sich auch die Totzeit τ ändern kann. Diese Änderung der Totzeit τ kann kontinuierlich bestimmt werden und in Abhängigkeit der veränderten Totzeit τ kann der gewünschte Massenstrom i angepasst werden.
Der bestimmte Massenstrom mit) wird an ein Korrekturmodul 620 weitergegeben, welches den Massenstrom mit) mit dem gewünschten Massenstrom m, vergleicht. Sollte der Massenstrom mit) kleiner als der gewünschte Massenstrom m, sein, so wird der Massenstrom um dm erhöht und falls der Massenstroms mit) grösser als der gewünschte Massenstrom m, ist, so wird der Massenstrom um dm verringert. Nach der Korrektur sollte der vorliegende Massenstrom mit) dem gewünschten Massenstrom m, entsprechen. Vom Korrekturmodul 620 wird das Signal zur Änderung des Massenstroms an Ventil 310 gegeben. Die Bestimmung des vorliegenden Massenstroms wird wiederholt während des Füllvorgangs angewandt und falls notwendig wird der Massenstrom korrigiert. Die Bestimmung des vorliegenden Massenstroms und/oder die Korrektur des Massenstroms kann nach äquidistanten Zeitschritten erfolgen.
Figur 2 zeigt ein Ventil 310 mit einem Gehäuse 311 und eine mit einem kreisförmigen Querschnitt versehenen Austrittsöffnung 312. In dem Ventil 310 ist ein Verschlusselement 313 angeordnet. Das Verschlusselement 313 weist einen zylinderförmigen Verschlussbereich 314 und einen Austragungsbereich 315 auf. Die Austrittsöffnung 312 und das Verschlusselement 313 sind auf einer gemeinsamen Achse angeordnet und das Verschlusselement 313 kann relativ zum Gehäuse 311 sowohl um die gemeinsame Achse rotieren 350 als auch entlang der gemeinsamen Achse translatorisch 340 verschoben werden. Dadurch kann das Verschlusselement 313 aus der beziehungsweise in die Austrittsöffnung 312 aus- und eingefahren werden. Diese Rotation 350 beziehungsweise Translation 340 des Verschlusselements 313 erfolgt mit Hilfe eines Antriebs, der über ein Kupplungselement 316 mit dem Verschlusselement 313 gekoppelt ist. Zwischen dem Ventilgehäuse 311 und dem Verschlusselement 313 ist ein Rückstellelement 318 angeordnet, das eine Rückstellung des Verschlusselements 313 ermöglicht. Vorzugsweise ist dieses Rückstellelement 318 eine Schliessfeder. Die Rückstellung der Schliessfeder ist durch einen Anschlag 317 begrenzt.
Zwischen dem Verschlusselement 313 und dem Gehäuse des Ventils 311 ist ein Hohlraum vorhanden, der als Reservoir 200 für die auszutragende Substanz dient. Durch Translation 340 des Verschlusselements 313 kann die auszutragende Substanz aus dem Reservoir 200, über den Austragungsbereich 315 des Verschlusselements 313 durch die Austrittsöffnung 312 aus dem Ventil 310 in das Zielgefäss 100 gelangen.
Für die Speicherung von Daten weist das Ventil 310 ein Speichermodul 320 auf. Dieses Speichermodul 320 erlaubt beispielsweise die Speicherung von Stoffeigenschaften der zu dosierenden Substanz, von Fliessparametern aus vorangehenden Füllvorgängen und/oder waagenspezifische Parameter, wie z.B. die Totzeit τ . Das Speichermodul 320 ist am oder im Ventilgehäuse 311 angebracht.
Figur 3 zeigt einen Graphen 1 mit einem Verlauf des gewünschten Massenstroms i , einen weiteren Graphen 2 mit einem Verlauf des Massenstroms mit) des erfindungsgemässen Füllvorgang und einen weiteren Graphen 3 mit dem aus dem Verlauf des Massenstroms mit) nach Graph 2 resultierenden Massensignal mit) . Aufgrund der Verzögerung zwischen Aufbringen der Masse mit) in das Zielgefäss 100 und dem Anzeigen der Masse auf der Waage 500 nach Figur 1 und 2 liegt eine Totzeit τ vor. Sobald von der Waage 500 eine Masse angezeigt wird, kann der Massenstrom mit) bestimmt werden. Zu Beginn des Füllvorgangs wird das Ventil 310 relativ schnell geöffnet, was nach der Totzeit τ einen grossen Massenstrom mit) und einen steilen Anstieg der Masse mit) zur Folge hat. Ein zu grosser Öffnungsquerschnitts A hat jedoch einen grossen Massenstrom mit) zur Folge, was ein schnelles Füllen des Zielbehälters 100 und das Risiko des Überschiessens der Zielmasse m z in sich birgt. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, den Füllvorgang zu verlangsamen indem der gewünschte Massenstrom m * und folglich der Öffnungsquerschnitt A gegen Ende des Füllvorgangs reduziert wird.
Zeigt ein Vergleich des vorliegenden Massenstroms mit) mit dem gewünschten Massenstrom m, , dass der vorliegende Massenstrom mit) grösser als der gewünschte Massenstrom m * ist, so wird der vorliegende Massenstrom mit) reduziert indem der Öffnungsquerschnitt A des Ventils 310 verringert wird. Zeigt ein Vergleich des vorliegenden Massenstroms mit) mit dem gewünschtem Massenstrom «, jedoch dass der vorliegenden Massenstroms mit) kleiner als der gewünschte Massenstrom ffl, ist, so wird der vorliegende Massenstrom mit) erhöht indem der Öffnungsquerschnitt A des Ventils 310 erhöht wird.
Gegen Ende des Füllvorgangs wird der Öffnungsquerschnitt A des Ventils und somit der Massenstrom mit) verringert. Auf diese Weise kann sich die im Zielgefäss 100 befindende Masse mit) langsam der Zielmasse m z annähern, wodurch ein Überschiessen der Zielmasse m z vermieden wird.
Figur 4 zeigt einen idealisierten Verlauf des Öffnungsquerschnitts A , eine sprunghaft ansteigende Schlagfrequenz F und eine sprunghaft ansteigende Rotationsgeschwindigkeit ω während eines Füllvorgangs. Die Überlagerung dieser Parameter führt idealerweise zu dem gezeigten Verlauf des Massenstroms m . Dabei wird deutlich, dass sowohl der Öffnungsquerschnitt A , die Schlagfrequenz F und die Rotationsgeschwindigkeit ω einen Einfluss auf den Verlauf des Massenstroms m ausüben.
Obwohl die Erfindung durch die Darstellung spezifischer Ausführungsbeispiele beschrieben worden ist, ist es offensichtlich, dass zahlreiche weitere Ausführungsvarianten in Kenntnis der vorliegenden Erfindung geschaffen werden können, beispielsweise indem die Merkmale der einzelnen Ausführungsbeispiele miteinander kombiniert und/oder einzelne Funktionseinheiten der Ausführungsbeispiele ausgetauscht werden. Bezugszeichenliste
100 Zielgefäss
200 Reservoir
300 Dosiervorrichtung
310 Ventil
311 Ventilgehäuse
312 Austrittsöffnung des Ventils
313 Verschlusselement
314 Zylinderförmiger Verschlussbereich
315 Austragungsbereich des Verschlusselements
316 Kupplungselement
317 Anschlag
318 Rückstellelement 320 Speichermodul
340 Translation des Verschlusselements
350 Rotation des Verschlusselements
400 Zeiterfassung
500 Waage
600 Steuereinheit
610 Massenstrombestimmungsmodul
620 Korrekturmodul
Verwendete Symbole
A Öffnungsquerschnitt d Korngrösse
F Schlagfrequenz h Füllstandshöhe der im Reservoir befindenden Substanz
L Länge der Translation des Verschlusselements
L mm Minimale Translation bei der die Substanz fliesst
A nax Maximale Translation des Verschlusselements m Masse m = — dm . M,assenstrom dt m, Gewünschter Massenstrom m(t) sich im Zielgefäss befindende Masse m τ Toleranz der Zielmasse m z Zielmasse t Beliebiger Zeitpunkt während des Füllvorgangs t ! Zeitpunkt des Beginns des Füllvorgangs t 2 Zeitpunkt des Endes des Füllvorgangs ω Rotationsgeschwindigkeit
