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Title:
METHOD AND DEVICE FOR FIXING A THREAD TO A WORKPIECE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/052239
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for fixing a connecting or holding thread to a workpiece by means of a single-thread chain stitch sewing machine (stitch-type 101), wherein first, a fixing seam is produced, and a needle (2) is stopped whereas the needle loop (4) is still suspended on a gripper (1), the segment (6) of the needle loop (4) leading from shuttle to the needle is held between the needle (2) and the workpiece, and the thread is drawn from a thread stock by the needle (2) in such a way that a thread loop (12) corresponding to the length of the connecting or holding thread is formed before being cut and, afterwards the part (14) of the thread loop (12) leading to the needle loop (4) penetrates through the last stab hole (8) of the workpiece and through the end loop of the fixing seem formed thereon before being drawn towards the lower face of the workpiece.

Inventors:
Frings, Hermann Joseph (Schreberstrasse 12, Aachen, 52072, DE)
Moll, Philipp (Königsbergerstrasse 72, Aachen, 52076, DE)
Application Number:
PCT/EP2004/010909
Publication Date:
June 09, 2005
Filing Date:
September 30, 2004
Export Citation:
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Assignee:
Moll, Philipp Büro Für Moderne Nähtechnologie (Rottstrasse 19, Aachen, 52068, DE)
Frings, Hermann Joseph (Schreberstrasse 12, Aachen, 52072, DE)
Moll, Philipp (Königsbergerstrasse 72, Aachen, 52076, DE)
International Classes:
B65B29/04; D05B13/02; B65B29/00; D05B13/00; (IPC1-7): D05B13/02; B65B29/04
Attorney, Agent or Firm:
KLEIN & KLEIN (Auf der Pirsch 11, Kaiserslautern, 67663, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zum Befestigen eines Verbindungsoder Haltefadens an einem Werkstück mit Hilfe einer eine EinfadenKettenstichnaht (Stichtype 101) bildenden Nähmaschine, aufweisend folgende Schritte : a) Bilden einer vorbestimmten Anzahl von Stichen zur Bildung einer Befestigungsnaht (26), vorzugsweise im Randbereich des Werkstückes ; b) Stillsetzen der Nadel (2) bei noch auf dem Greifer (1) hängender Fadenschlinge (4) und Öffnen der Fadenspannungseinrichtung c) Erfassen des vom Greifer (1) zur Nadel (2) führenden Trums (6) der Fadenschlinge (4) zwischen Nadel (2) und Werkstück und Nachziehen von Faden vom Fadenvorrat durch die Nadel (2) zur Bildung einer der Länge des Verbindungsoder Haltefadens (10) entsprechend langen Fadenschleife (12) ; d) Durchtrennen des zur Nadel (2) führenden Schenkels (13) der Faden schleife (12) im Bereich der Nadel (2) vor dem Nadelöhr (5) ; e) Wegführen des Werkstückes von der Stichbildestelle derart, daß sich der zur Fadenschlinge (4) führende Schenkel (14) der Fadenschleife (12) durch das letzte Einstichloch (8) im Werkstück und durch die zuletzt an diesem gebildete Fadenschlinge (15) der Befestigungsnaht (26) hindurch zur Werkstückunterseite bewegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Fadenspannungseinrichtung zur Fadenschleife (12) führende Faden (Schenkel 13) im Bereich des Nadelöhrs (5) vor dem Trennen der Fadenschleife (12) mittels einer Klemmeinrichtung (17) geklemmt wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen einen Widerhaken (9) aufweisenden Faden zieher (11), der entlang einer zur Hauptwelle der Nähmaschine im wesent lichen parallel gerichteten Bewegungsbahn verschiebbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Bewegung des Fadenziehers (11) einstellbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 gekennzeichnet durch eine im Bereich der Nadel (2) angeordnete Trenneinrichtung (16) für die ausgezogene Fadenschleife (12).
6. Vorrichtung nach Anspruch 3 zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine im Bereich der Nadel (2) angeordnete Klemmeinrichtung (17) für den von der Fadenspannungs einrichtung zur Fadenschleife (12) führenden Schenkel (13) derselben.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet daß die Trenneinrichtung (16) und die Klemmeinrichtung (17) auf einer Seite der Nadel (2), vorzugsweise an der der Fadenschleife (12) zugekehrten Seite der Nadel (2) angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemm einrichtung (17) von einer Seite der Nadel (2) zur anderen Seite der Nadel (2) bewegbar ist und während der Bildung der Befestigungsnaht (26) als Fadenvorleger für den Anfangsfaden (25) der Befestigungsnaht (26) dient.
9. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine im Bereich der Nadel (2) angeordnete Abstützeinrichtung (21) für die Nadel, die während des Ausziehens der Fadenschleife den Schaft der Nadel (2) abstützt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützeinrichtung (21) und der Fadenzieher (11) nacheinander in Wirk stellung bringbar sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Nähmaschine eine ZickZackNähmaschine ist.
Description:
Verfahren und Vorrichtung zum Befestigen eines Fadens an einem Werkstück Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Befestigen eines Fadens an einem Werkstück, beispielsweise einem Teebeutel oder einem Wundkissen oder an einem medizinischen Pad mittels einer Nähmaschine, vorzugsweise einer Kettenstich-Nähmaschine zur Herstel- lung von Einfaden-Kettenstichnähten des Stichtyps 101.

Durch das DE-GM G 94 11 639. 3 U1 ist ein aus Papier oder dgl. herge- stellter Beutel bekannt, der mittels eines Fadens durch mindestens eine Naht verschlossen ist, wobei der nahtbildende Faden über die eigentliche Naht hinaus verlängert und sein Ende mit einem Etikett vernäht ist. Da die Länge des sich zwischen dem Beutel und dem Etikett befindlichen Fadens im allgemeinen zwischen 10 und 20 cm beträgt, muß nach dem Herstellen der Verschlußnaht für den Teebeutel diese Fadenlänge ausgezogen und das Fadenende am Etikett befestigt werden.

Eine Lösung hierfür ist in der Vorveröffentlichung nicht offenbart.

Bei der Einrichtung nach der US-PS 2 307 998 wird der Teebeutel zunächst mittels einer Anzahl von Stichen gebildeten Befestigungsnaht verschlos- sen, wonach der Verbindungsfaden zum Etikett auf eine bestimmte Länge "ausgekettelt"wird, d. h. der Verbindungsfaden wird durch eine zumindest zweifädige Naht ohne Nähgut gebildet, so wie dies in Figur 17 der Vorver- öffenttichung dargestellt ist. Im Bereich des Etiketts geht diese als"Kettel- naht"ausgebildete Verbindungsnaht wieder in eine Befestigungsnaht über, deren freies Ende über den Rand des Etiketts übersteht und dort wiederum eine Kettelnaht ist.

Da es sich hier um eine zumindest zweifädige Kettenstichnaht handelt, ist der Fadenverbrauch relativ groß und dementsprechend teuer. Zudem ist die so gebildete Kettelnaht wesentlich dicker als die Stärke des Einzel- fadens, wodurch die vorbeschriebene Lösung für den Einsatz im medizini- schen Bereich, in dem meist nur sehr geringe Fadenstärken erwünscht oder zugelassen sind, wenig geeignet.

Der-Erfinclung (iegt-daher die Äufgäbe zugruncle, eine hinsichtiich des Fadenverbrauches günstigere Lösung zu schaffen, die gleichzeitig eine gegenüber einer Kettelnaht geringere Dicke aufweist, dennoch aber eine ausreichende Sicherheit der Befestigungsnaht gewährleistet.

Ein erster Schritt der erfindungsgemäßen Lösung liegt in der Verwendung einer Einfaden-Kettenstichnaht (Stichtype 101), die sowohl mit einem rotie- renden als auch mit einem schwingenden Greifer gebildet werden kann.

Diese Stichtype, bei der die fadenführende Nadel bei ihrem Einstich jeweils in die noch auf dem Greifer hängende und durch diesen ausgebreitete Fadenschlinge des vorangehenden Einstiches einsticht, weist jedoch den Nachteil auf, daß sich die so gebildete Naht von der Seite des jeweils zuletzt gebildeten Stiches relativ leicht aufziehen läßt.

Ein zweiter Schritt der erfindungsgemäßen Lösung liegt daher in der Maß- nahme, die Stichbildung des jeweils letzten Stiches einer Befestigungsnaht so zu gestalten, und den Verbindungs-oder Haltefaden in Bezug auf den letzten Stich so zu positionieren, daß dieser durch den Verbindungs-oder Haltefaden gegen Aufziehen gesichert wird.

Dies wird erfindungsgemäß durch ein die Schritte a) bis e) aufweisendes Verfahren erreicht.

Durch die Maßnahmen, die Nadel bei noch auf dem Greifer hängender Fadenschlinge stillzusetzen und bei geöffneter Fadenspannungseinrich- tung das vom Greifer zur Nadel führende Trum der Fadenschlinge zwischen Nadel und Werkstück zu erfassen und vom Fadenvorrat durch die Nadel Faden zur Bildung einer der Länge des Verbindungs-oder Haltefadens entsprechend langen Fadenschleife nachzuziehen, bietet sich die Möglichkeit, einen entsprechend langen Verbindungs-bzw Haltefaden zu erreichen, wobei die auszuziehende Schenkellänge der Fadenschleife im wesentlichen nur der Hälfte der Länge des Verbin- dungs-bzw Haltefadens entspricht.

Da sowohl die ausgezogene Länge der Fadenschleife als auch die Länge der über den Greifer zum Werkstück führenden Fadenschlinge die Gesamtiänge des Verbindungs-bzw Haltefadens bilden und beim Wegführen des Werkstückes von der Stichbildestelle zwangsläufig die gesamte Länge der Fadenschleife durch das beim letzten Einstich der Nadel im Werkstück gebildete Einstichloch und durch die am Werkstück zuletzt gebildete Fadenschlinge zur Unterseite des Werkstückes geführt werden, bildet die gesamte Länge des Verbindungs-bzw Haltefadens insoweit eine Sicherheit gegen Aufziehen der gebildeten Naht, als zum Aufziehen der Naht die gesamte Länge von Verbindungs-bzw Haltefaden durch die zuletzt gebildete Fadenschlinge zur Oberseite des Werkstückes gezogen werden müßte.

Während bei bekannten Fadenschneideinrichtungen für Einfaden-Ket- tenstich-Nähmaschinen die über den Greifer hängende Fadenschlinge üblicher Weise derart durchtrennt wird, daß das am Werkstück verbleibende Fadenende möglichst kurz ist, wird bei der erfindungs- gemäßen Lehre der Trennvorgang in Abkehr hiervon derart durch- geführt, daß das am Werkstück verbleibende freie Fadenende möglichst lang wird und aufgrund seiner Durchführung sowohl durch das im Werk- stück beim letzten Einstich der Nadel als auch durch die am Werkstück zuletzt gebildete Fadenschlinge eine Sicherheit der gebildeten Naht gegen Aufziehen bietet.

Das Ausziehen der Fadenschleife kann vorteilhaft mittels eines einen Widerhaken aufweisenden Fadenziehers erfolgen, der entlang einer zur Hauptwelle der Nähmaschine im wesentlichen parallel gerichteten Bewe- gungsbahn verschiebbar ist, wobei die Länge seiner Auszugsbewegung in Abhängigkeit von der gewünschten Länge des Verbindungs-bzw Haltefa- dens einstellbar ist.

Um den richtigen Schenkel der Fadenschleife längengerecht abtrennen zu können, ist im Bereich der Nadel eine Trenneinrichtung für die Fadenschleife angeordnet, deren Abstand zur Nadel zur Veränderung der freien Länge des Endes des Nadelfadens einstellbar sein kann.

Um nach dem Ausziehen der Fadenschleife das Trennen derselben län- gengenau durchführen zu können, ist es vorteilhaft, den von der Faden- spannungseinrichtung zur Fadenschleife führenden Faden im Bereich des <BR> <BR> Nädetöhrs'vor dem"Trennen der'Fadehschteife mitteis einer Kiemm- einrichtung zu klemmen. Hierzu ist im Bereich der Nadel auch eine Klemmeinrichtung für den von der Fadenspannungseinrichtung zur Fa- denschleife führenden Faden vorgesehen.

Dabei ist es zweckmäßig wenn die Trenneinrichtung und die Klemm- einrichtung auf einer Seite der Nadel, vorzugsweise auf der der Faden- schleife zugekehrten Seite der Nadel angeordnet sind.

Um das beim Durchtrennen der Fadenschleife entstehende freie Ende des Nadelfadens während der Bildung der Befestigungsnaht übernähen zu können, ist es zweckmäßig wenn die Klemmeinrichtung von einer Seite der Nadel zur anderen Seite der Nadel bewegbar ist und während der Bildung der Befestigungsnaht als Fadenvorleger für den Anfangsfaden der Befesti- gungsnaht dient. Die Klemmeinrichtung kann dabei von ihrer den Faden während des Trennvorganges fixierenden ersten Arbeitsposition in eine zweite Arbeitsposition bewegt werden, in der sie das freie Ende des Fadens in eine zur Bildung der Stiche der Befestigungsnaht parallele Lage bringt und in dieser ähnlich der Zick-Zack Bewegung der Nadelstange einer Zick-Zack-Nähmaschine seitliche Bewegungen im Rhythmus der Nadelstangenbewegung ausführt, sodaß der Anfangsfaden des freien Nadelfadens abwechselnd auf der einen und dann auf der anderen Seite überstochen und damit festgenäht wird.

Da beim erfindungsgemäßen Verfahren zur Bildung des Verbindungs-bzw Haltefadens eine relativ große Fadenlänge durch das Nadelöhr gezogen und die Nadel daher auf Biegung beansprucht wird, ist es vorteilhaft im Bereich der Nadel eine Abstützeinrichtung für die Nadel vorzusehen, die während des Ausziehens der Fadenschleife am Schaft der Nadel anliegt.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung des Verfahrens sowie einer in der bei- gefügten Zeichnung dargestellten Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

Es zeigt : Fig. 1 : den Verlauf der Fäden der Kettenstichnaht bei in oberer Tot- punktlage der Nadel stillgesetztem Greifer mit dem Anfangs- faden 25 und der Befestigungsnaht 26 ; Fig. 2 : den Verlauf der Fäden während des Ausziehens der Faden- schleife mit den wesentlichen Teilen der zur Durchführung des Verfahrens dienenden Vorrichtung ; Fig. 3 : eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit A der Fig. 2 Fig. 4 : eine Draufsicht auf das Werkstück mit dem durch die Befesti- gungsnaht übernähten Anfangsfaden und dem Verbindungs- bzw Haltefaden ; Fig. 5 : eine Ansicht der Unterseite des Werkstückes mit den Faden- schlingen der Befestigungsnaht 26 und dem Verbindungs- bzw Haltefaden 10 ; Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dient eine Ketten- stich-Nähmaschine zur Herstellung von Einfaden-Kettenstichnähten der Stichtype 101. Nähmaschinen dieser Art weisen einen unterhalb der Stich- platte angeordneten Greifer 1 auf, der entweder rotierend oder schwingend angetrieben ist. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird von einem rotierenden Greifer ausgegangen, der mit einer fadenführenden Nadel 2 zusammenwirkt, die auf und abgehend angetrieben ist.

Zum Antrieb von Nadel 2 und Greifer 1 dient ein nicht dargestellter Posi- tionsmotor der in verschiedenen Winkellagen der Armwelle und somit in verschiedenen Positionen der die Nadel aufnehmenden Nadelstange 3 still- setzbar ist. Vorliegend ist die Armwelle u. a. in einer der oberen Totpunkt- lage der Nadelstange 3 entsprechenden Winkellage stillsetzbar, in der die Fadenschlinge 4 noch über dem Greifer 1 hängt. Der Faden verläuft daher von einem Fadenvorrat zu einer lösbaren Fadenspannungseinrichtung und von da über das Öhr 5 der Nadel 2 zum zu dieser führenden Trum 6 der Fadenschlinge 4. Das andere Trum 7 der Fadenschlinge 4 führt zur Unterseite des Werkstückes und von da durch die zuletzt gebildete Fadenschlinge 15 durch das Einstichloch 8 im Werkstück hindurch zur Oberseite des Werkstückes.

Zum Erfassen und Ausziehen des Trums 6 der Fadenschlinge 4 ist ein mit einem Widerhaken 9 versehener Fadenzieher 11 vorgesehen, der im nicht dargestellten Gehäuse der Nähmaschine gelagert ist und mittels eines nicht gezeigten Antriebes innerhalb einer zur Ebene der Nähgutauflage- fläche parallel verlaufenden Ebene verschiebbar ist. Mit Hilfe des Faden- ziehers 11 kann das Trum 6 zu einer Fadenschleife 12 ausgezogen wer- den, wobei die Länge des Verbindungs-bzw Haitefadens 10 durch die Größe des Ausziehhubes des Fadenziehers 11 bestimmbar ist und durch Verändern der Größe des Ausziehhubes die Länge des Verbindungs-bzw Haltefadens 10 veränderbar ist. Unabhängig von der Größe des Aus- ziehhubes des Fadenziehers 11 führt der eine Schenkel 13 der aus- gezogenen Fadenschleife 12 zum Öhr 5 der Nadel 2 und deren anderer Schenkel 14 durch das Einstichloch 8 im Werkstück und durch die an dessen Unterseite anliegende zuletzt gebildete Fadenschlinge 15 hindurch zum Trum 6 der auf dem Greifer 1 hängenden Fadenschlinge 4.

Im Bereich der Nadel 2 sind oberhalb des Werkstückes eine Trennein- richtung 16 und eine Klemmeinrichtung 17 angeordnet, die von je einem nicht gezeigten und am Gehäuse der Nähmaschine befestigten Träger auf- genommen und an diesen parallel zur Auszugsrichtung des Fadenziehers 11 verschieblich gelagert sein können. Die Trenneinrichtung 16 kann von einer mechanisch oder pneumatisch betätigbaren Schere gebildet sein.

Durch Verändern des Abstandes zwischen der Nadel 2 und der Trennein- richtung 16 ist die Länge des freien Endes des jeweiligen Anfangsfadens 25 für die jeweils nächste Befestigungsnaht 26 einstellbar.

Die seitlich der Trenneinrichtung 16 angeordnete Klemmeinrichtung 17 ist im wesentlichen von zwei Klemmbacken 18,19 gebildet, wobei der Klemmbacken 18 feststehend und mit seinem Träger verbunden sein kann, während der Klemmbacken 19 am Klemmbacken 18 schwenkbar gelagert und mittels einer Feder in seiner offenen Stellung gehalten sein kann.

Zum Schließen der Klemmeinrichtung 17 kann ebenfalls ein mechani- scher oder pneumatischer Antrieb dienen, wobei beide Antriebe so aufeinander abzustimmen sind, daß bei ihrer Betätigung zuerst die Klemmeinrichtung 17 geschlossen und erst dann die Trenneinrichtung 16 aktiviert wird.

Die räumliche Zuordnung des Fadenziehers 11 zur Trenneinrichtung 16 und Klemmeinrichtung 17 ist so getroffen, daß sich der Fadenzieher 11 bei geöffneter Trenn-und Klemmeinrichtung 16,17 durch diese hindurch bewegen kann, dabei aber nur der Schenkel 13 der auszuziehenden Fadenschleife 12 in den Wirkbereich der Trenneinrichtung 16 sowie der Klemmeinrichtung 17 gelangt.

In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrich- tung kann die Klemmeinrichtung 17 zusätzlich um eine zur Nähgutauf- lagefläche der Nähmaschine senkrecht verlaufende Achse schwenkbar sein, um die von der Fadenschleife 12 abgetrennte Länge des Anfangs- fadens 25 der nachfolgend zu nähenden Befestigungsnaht 26 in deren Nährichtung zu bringen und durch diese zu übernähen.

Um hierbei den Einstich der Nadel 2 wechselweise von der einen zur anderen Seite des Anfangsfadens 25 zu verlagern, können der Klemm- einrichtung 17 mittels eines weiteren Antriebes den Quer-Bewegungen der Nadelstange einer Zick-Zack Nähmaschine entsprechende periodi- sche Querbewegungen erteilt werden, sodaß die Nadel 2 während der Bildung der Befestigungsnaht 26 abwechselnd auf der einen und der anderen Seite der Befestigungsnaht 26 einsticht, um hierdurch die Relativlage des Anfangsfadens 25 der Befestigungsnaht 26 zu fixieren.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht für das Wechseln der Einstichlage der Nadel 2 vor, anstelle einer sogenann- ten Gerad-Stich-Einfaden-Kettenstichnähmaschine eine an sich be- kannte Zick-Zack-Einfaden-Kettenstichnähmaschine zu verwenden.

In diesem Fall genügt es, wenn der Anfangsfaden 25 der nachfolgend zu bildenden Befestigungsnaht 26 mittels der Klemm- einrichtung 17 in eine zur Stichbilderichtung der Befestigungsnaht 26 parallele Lage gebracht wird, wobei dann die wechselnde Ein- stichlage der Nadel 2 durch die bei Zick-Zack-Nähmaschinen übliche Querbewegungen der Nadel 2 erreicht wird. Eine solche Ausführ- ungsform der Erfindung hat den Vorteil, daß die periodischen Quer- bewegungen der Klemmeinrichtung 17, und somit der Antrieb zur Erzeugung dieser Querbewegungen in Wegfall kommt und durch die bei Zick-Zack-Nähmaschinen üblichen Querbewegungen der Nadel 2 ersetzt wird. Hierbei bietet sich gleichzeitig die Möglichkeit, die bei üblichen Zick-Zack-Nähmaschinen vorhandene Verstellmöglichkeit für die sogenannte Überstichbreite zu nutzen und entweder nur den Anfangsfaden 25 mit Zick-Zack-Stichen zu übernähen und die restliche Länge der Befestigungsnaht 26 mit Geradstichen zu bilden, oder die gesamte Befestigungsnaht 26 mit Zick-Zack-Stichen zu nähen.

Da dem Ausziehen der Fadenschleife 12 durch den Fadenzieher 11 aufgrund von möglicherweise vielen Umlenkungen im Fadenweg ein nicht unerheblicher Reibungswiderstand entgegenstehen kann, der zu Verbiegungen der Nadel 2 führen kann, ist eine Abstützeinrichtung 21 für den Schaft der Nadel 2 vorgesehen. Diese kann von einem am Maschinengehäuse befestigten biegesteifen Arm 22 gebildet sein, der während der Ausziehbewegung des Fadenziehers 11 am Schaft der stillstehenden Nadel 2 anliegt. In einer bevorzugten und in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform der Abstützeinrichtung 21 kann deren Arm 22 eine Durchtrittsöffnung 23 für die Nadel 2 auf- weisen, sodaß sich der Schaft der Nadel 2 an der Innenwandung der Durchtrittsöffnung 23 abzustützen vermag.

Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird davon ausgegangen, daß der Anfangsfaden 25 für die zu bildende Befesti- gungsnaht 26 durch die Klemmeinrichtung 17 in die richtige Relativ- lage zum Werkstück gebracht ist. Während des Übernähens des An- fangsfadens 25 der Befestigungsnaht 26 führt die Klemmeinrichtung 17 periodische Querbewegungen aus, sodaß die Nadel 2 wechsel- seitig des Anfangsfaden 25 einsticht. Nach dem Übernähen des Anfangsfadens 25 wird die Bildung der Befestigungsnaht 26 bis in den Bereich der Randzone des Werkstückes W fortgesetzt.

Anschließend wird die Nähmaschine mit sich in ihrer oberen Tot- punktlage befindlichen Nadel 2 bei gleichzeitigem Öffnen der (nicht näher dargestellten) Fadenspannungseinrichtung stillgesetzt. In dieser Stellung hängt die Fadenschlinge 4 noch über dem Greifer 1, wobei das Trum 6 der Fadenschlinge 4 durch die zuletzt gebildete Fadenschlinge 15 und das Einstichloch 8 im Werkstück zur Nadel 2 und von hier über die Fadenspannungseinrichtung zum Fadenvorrat führt. Das andere Trum 7 der Fadenschlinge 4 führt ebenfalls durch die zuletzt gebildete Fadenschlinge 15 und das Einstichloch 8 im Werkstück hindurch zum letzten Stich der Befestigungsnaht 26, so wie dies in Fig. 1 dargestellt ist.

In dieser Position der Fadenschlinge 4 wird deren Trum 6 oberhalb des Werkstückes W vom Widerhaken 9 des Fadenziehers 11 erfaßt und bezogen auf Fig. 2 nach rechts zu einer Fadenschleife 12 ausgezogen. Der Schenkel 13 der Fadenschleife 12 führt über die Trenneinrichtung 16 und die Klemmeinrichtung 17 zur Nadel 2 und durch deren Öhr 5 hindurch zur Fadenspannungseinrichtung und zum Fadenvorrat. Dabei wird der Schenkel 13 durch die geöffnete Trenneinrichtung 16 hindurch und zwischen den Klemmbacken 18, 19 der ebenfalls geöffneten Klemmeinrichtung 17 geführt.

Jetzt wird die Klemmeinrichtung 17 geschlossen und der Schenkel 13 der Fadenschleife 12 durch die Trenneinrichtung 16 getrennt. Der von der Trenneinrichtung 16 zur Nadel 2 führende und in der Klemm- einrichtung 17 gehaltene Bereich des Schenkels 13 bildet den An- fangsfaden 25 für die Bildung der nächstfolgenden Befestigungsnaht und wird durch die Klemmeinrichtung 17 in eine zu deren Stichbilde- richtung parallele Lage gebracht, um beim nächsten Nähzyklus in der vorbeschriebenen Weise während der Bildung der nächsten Befesti- gungsnaht übernäht zu werden. Während des Wegführens des Werk- stückes W werden die Restlänge des Schenkels 13 und der damit verbundene Schenkel 14 durch das Einstichloch 8 im Werkstück und die an diesem zuletzt gebildete Fadenschlinge 15 zur Unterseite des Werkstückes W geführt und bilden zusammen mit dem Trum 6 der Nadelstange 3 sowie dem durch die zuletzt gebildete Fadenschlinge 15 führenden Trum 7 der Fadenschlinge 4 den Verbindungs-bzw Haltefaden 10, der entsprechend der Größe des Ausziehhubes eine vorbestimmbare Länge von aufweist. Da diese gesamte Fadenlänge zum Aufziehen der Kettenstichnaht von der Unterseite des Werk- stückes W durch die an diesem zuletzt gebildete Faden- schlinge 15 geführt werden müßte, bildet der Verbindungs-bzw Haltefaden aufgrund seiner relativ großen Länge eine hohe Sicherheit gegen ein Aufziehen der Einfaden-Kettenstichnaht.