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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR HANDLING A CUT WAFER BLOCK
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/057671
Kind Code:
A2
Abstract:
In a method for handling a wafer block cut into individual wafers while the block is being held by the carrier device, brushes having bristles as pressing means are moved up to the cut wafer block in horizontal position from both sides, reaching laterally up to the side edges of the wafers and into interspaces between the wafers so as to keep them at a distance. The bristles run along the cut wafer block and can be moved along said longitudinal extension. The cut wafer block is brought out of the horizontal position and into a vertical position while the bristles are pressed on at the same time. Then the bristles are moved away from the top down along the cut wafer block, and in doing so, the bristles are retracted from the interspaces between the individual wafers to lower the individual wafers directly onto one another without any interspaces to form a wafer stack.

Inventors:
HUBER, Reinhard (Friedhofweg 4, Freudenstadt-Dietersweiler, 72250, DE)
Application Number:
EP2009/008344
Publication Date:
May 27, 2010
Filing Date:
November 24, 2009
Export Citation:
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Assignee:
GEBR. SCHMID GMBH & CO. (Robert-Bosch-Strasse 32-34, Freudenstadt, 72250, DE)
HUBER, Reinhard (Friedhofweg 4, Freudenstadt-Dietersweiler, 72250, DE)
International Classes:
H01L21/00; H01L21/677
Attorney, Agent or Firm:
RENGER, Florian (Ruff, Wilhelm Beier, Dauster & Partne, Postfach 10 40 36 Stuttgart, 70035, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Handhabung eines zersägten Waferblocks, wobei der Waferblock in einzelne Wafer zersägt ist und die einzelnen Wafer von einer Trägereinrichtung gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, dass von zwei Seiten an den zersägten Waferblock in horizontaler Position Andrückmittel heran bewegt werden und seitlich an die Seitenkanten der Wafer heran reichen um diese zu halten bzw. auf Abstand zu halten, wobei die Andrückmittel eine Längserstreckung entlang des zersägten Waferblocks aufweisen und entlang dieser Längserstreckung bewegbar sind, wobei der zersägte Waferblock mit gleichzeitig angedrückten Andrückmitteln aus der horizontalen Position in eine vertikale Position gebracht wird und dann die Andrückmittel von oben nach unten bewegt werden entlang des zersägten Waferblocks bzw. ihre Verbindung mit den einzelnen Wafern von oben nach unten gelöst wird zum Absenken der einzelnen Wafer direkt aufeinander ohne Zwischenraum zu einem Waferstapel.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Aufrichten von der horizontalen Position in die vertikale Position in einem Wasserbad erfolgt.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Entfernen der Andrückmittel bzw. Absenken der einzelnen Wafer auf einen Waferstapel im Wasserbad erfolgt.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückmittel Bürsten mit Borsten oder Lamellen sind und insbesondere die Borsten oder Lamellen seitlich an die Seitenkanten der Wafer heran und in Zwischenräume zwischen die Wafer reichen um diese zu halten bzw. auf Abstand zu halten.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürsten nach unten bewegt werden entlang des zersägten Wafer- blocks und dabei ihre Borsten oder Lamellen aus den Zwischenräumen zwischen den einzelnen Wafern herausziehen zum Absenken der einzelnen Wafer direkt aufeinander ohne Zwischenraum zu einem Waferstapel.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückmittel eine Oberfläche aus weichem Material aufweisen zum Anlegen an die Seitenkanten der Wafer, vorzugsweise Schaumstoffmaterial bzw. weiches Neopren aufweisen, insbesondere mit durchgehender Oberfläche.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig mit dem Abstapeln der Wafer aufeinander durch Bewegen der Andrückmittel nach unten bzw. Lösen der Verbindung mit den Andrückmitteln der Wasserspiegel gesenkt wird durch Ablassen von Wasser, vorzugsweise derart, dass der gebildete Waferstapel stets vollständig eingetaucht ist.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückmittel mit gleich bleibender Geschwindigkeit nach unten bewegt werden.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückmittel umlaufend ausgebildet sind, insbesondere nach Art von Bändern mit den abstehenden Borsten oder Lamellen, wobei sie vorzugsweise an zwei gegen- überliegenden Seiten des Waferstapels an die einzelnen Wafer angreifen.

10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückmittel genau parallel zu den Seitenkanten des zersägten Waferblocks verlaufen.

11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zersägte Waferblock in eine Abstapel- vorrichtung eingebracht wird, die die Andrückmittel aufweist, und in dieser sowohl die Andrückmittel an die zersägten Wafer heranbewegt werden als auch der zersägte Waferblock von einer horizontalen Position in die vertikale Position aufgerichtet wird und dann die einzelnen Wafer abgestapelt werden.

12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein Andrückmittel aufweist mit weicher Schaumstoffoberfläche, abstehenden Lamellen oder Borsten, wobei die Lamellen oder Borsten sehr dünn ausgebildet sind.

13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückmittel zwei Bürsten aufweisen.

14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückmittel umlaufend ausgebildet sind, insbesondere nach Art von Bändern mit Schaumstoff oder den abstehenden Borsten oder Lamellen, wobei sie vorzugsweise zwei Andrückmittel aufweist um an zwei gegenüberliegenden Seiten des Waferstapels an die einzelnen Wafer anzugreifen.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückmittel mit ihrer Breitseite parallel zu den Seiten der Wafer verlaufen, wobei vorzugsweise die Andrückmittel etwas weniger breit sind als die Seitenkanten der Wafer, insbesondere etwas mehr als halb so breit.

Description:
Beschreibung

Verfahren und Vorrichtung zur Handhabung eines zersägten Wa- ferblocks

Anwendungsgebiet und Stand der Technik

Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine dazu geeignete Vorrichtung zur Handhabung bzw. zum Drehen eines zersägten Waferblocks, insbesondere nach dem Zersägen eines Waferblocks in einzelne Wafer zur Fertigung von Solarzellen.

Aus der DE 102008053596.6 sowie der DE 102008053598.2 ist es bekannt, einen Waferblock, der entlang mindestens einer Seite an einem Träger festgeklebt ist und mit dem Träger an einer Trägereinrichtung befestigt ist, in einzelne Wafer zu zersägen und dann zu reinigen. Dadurch werden Sägerückstände beseitigt. Des weiteren wird dann, wie in der DE 102008053598.2 beschrieben ist, der gesägte Waferblock bzw. die einzelnen Wafer von dem Träger gelöst durch Auflösen bzw. Entfernen des Klebers. Dabei befindet sich der zersägte Waferblock in horizontaler Position, die einzelnen Wafer stehen also vertikal. Nach dem Lösen der Verklebung mit dem Träger werden die Wafer in der Trägereinrichtung gehalten bzw. sind befestigt, vorzugsweise durch Anliegen an seitlichen, länglichen Halterungen wie Seitenbürsten gemäß der DE 102005028112 A1 oder stangenähnlichen Abstützungen. In dieser Trägereinrichtung werden die Wafer dann aufgerichtet in eine vertikale Position, so dass sie flach liegen. So wird ein Stapel gebildet, von dem die Wafer dann automatisiert entnommen werden können. Alternativ können sie auch manuell aus der Trägereinrichtung entnommen und gedreht werden und einer weiteren Verarbeitung zugeführt werden, beispielsweise einer Batch-Produktionslinie.

Manuelles Handhaben der Wafer wird jedoch als nachteilig angesehen, da es häufig die Wafer beschädigt oder zerstört und kostenintensiv ist. Ein bisheriges automatisches Drehen in eine senkrechte Position ist zwar möglich. Das Lösen und Ablassen der Wafer zu einem Stapel direkt aufeinanderliegender Wafer jedoch ist häufig ebenfalls mit der Gefahr von Beschädigung oder Zerstörung verbunden, da es vor allem nicht genau kontrolliert durchgeführt werden kann.

Aufgabe und Lösung

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes Verfahren sowie eine entsprechende Vorrichtung zu schaffen, mit denen die Nachteile des Standes der Technik gelöst werden können und insbesondere das Drehen eines zersägten Waferblocks sowie das Bilden eines senkrechten Stapels von Wafern, also mit senkrechter Position, zu ermöglichen bei geringer Beschädigungsgefahr für die Wafer.

Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 12. Vorteilhafte sowie bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche und werden im folgenden näher erläutert. Manche der nachfolgend beschriebenen Merkmale werden nur für das Verfahren oder nur für die Vorrichtung genannt. Sie sollen jedoch losgelöst davon sowohl für das Verfahren als auch für die entsprechende Vorrichtung gelten können. Der Wortlaut der Ansprüche wird durch ausdrückliche Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.

Es ist vorgesehen, dass der in einzelne Wafer zersägte Waferblock bzw. eben die einzelnen Wafer noch an der Trägereinrichtung gehalten werden. Dies erfolgt vorteilhaft an mindestens zwei Seiten, vorzugsweise an gegenüberliegenden Seiten. Erfindungsgemäß werden an den Waferblock in horizontaler Position von zwei gegenüberliegenden Seiten, insbesondere horizontal gegenüberliegend, Andrückmittel heranbewegt, die vorteilhaft Bürsten mit Borsten oder Lamellen sind oder eine im wesentlichen geschlossene weiche Oberfläche aus Schaumstoff odgl. aufwei- sen. Die Andrückmittel halten die Wafer insgesamt und auch auf Abstand zueinander. Dies erfolgt derart, dass eine weiche Oberfläche an die Seitenkante angedrückt wird die und bei einer Bürste die Borsten oder Lamellen nicht nur seitlich bis an die Seitenkanten der Wafer heranreichen zum Halten, sondern sogar in die Zwischenräume zwischen den einzelnen Wafern hinein reichen zur besseren Abstandshalterung. Durch die Andruckkraft der Borsten oder Lamellen können nicht nur die Wafer auf Abstand gehalten werden, also die Zwischenräume erhalten werden, sondern auch die Wafer selber in ihrer Position gehalten werden. Dies ermöglicht ebenso wie bei den Andrückmitteln mit der sehr weichen Oberfläche das später beschriebene Lösen von der Trägereinrichtung, ohne dass sich die Wafer bewegen oder herabfallen. Die Andrückmittel weisen eine Längserstreckung entlang des zersägten Wafer- blocks aus, so dass sie an sämtlichen Wafern anliegen. Sie sind entlang dieser Längserstreckung bewegbar, insbesondere in Richtung dieser Längserstreckung. Der zersägte Waferblock wird mit angedrückten Andrückmitteln aus der horizontalen Position in eine vertikale Position gebracht, also aufgerichtet. Dann werden die Andrückmittel von oben nach unten entweder so bewegt, dass bereichsweise die Andrückmittel davon wegbewegt werden bzw. Borsten oder Lamellen bereichsweise aus den Wafern herausbewegt werden, oder aber über die gesamte Länge in gleichem Maß. Vorteilhaft werden die Andrückmittel insgesamt entlang der Längsrichtung von oben nach unten bewegt und lösen sich somit von den Wafern bzw. ziehen alle Borsten oder Lamellen gleichzeitig aus den Zwischenräumen heraus. Dadurch werden die Abstände bzw. Zwischenräume nicht mehr erhalten und die Wafer können sich aufeinander absenken, um den Waferstapel zu bilden, bei dem die Wafer direkt aufeinander aufliegen.

Somit ist es also mit der Erfindung möglich, mit den Andrückmitteln nicht nur die Wafer des zersägten Waferblocks zu halten, um sie in eine vertikale Position zu bringen, sondern auch das Abstapeln der durch die Zwischenräume beabstandeten Wafer aufeinander zu verbessern ohne mechanische Beschädigung. Wenn bei den Andrückmitteln die Oberfläche oder die Borsten bzw. Lamellen weich genug und fein genug ausgebildet sind, können sie bei gleichzeitiger Haltefunktion sowohl sehr dünne Zwischenräume ausfüllen als auch beim Herausziehen noch eine gewisse haltgebende und distanzwahrende Funktion erfüllen, auch wenn der Abstand noch sehr viel geringer ist als am Anfang, also nicht mehr 100 μm bis 200 μm, sondern 20 μm bis 50 μm odgl.. Des weiteren können derart weiche Oberflächen aus Schaumstoff odgl. bzw. Borsten oder Lamellen seitlich an die Wafer heran und ggf. in die Zwischenräume hineinbewegt werden ohne die Seitenkanten zu beschädigen.

Alternativ zu Bürsten können die Andrückmittel mit einer Oberfläche versehen sein, die aus sehr weichem Material besteht, vorzugsweise Schaumstoffmaterial bzw. weichem Neopren. Sie kann entweder im wesentlichen geschlossen sein oder Erhebungen wie Rippen oder Felder aufweisen zum Anlegen an die Seitenkanten der Wafer.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann das Aufrichten des zersägten Waferblocks von der horizontalen Position in die vertikale Position in einem Wasserbad erfolgen. Dazu kann der horizontal liegende zersägte Waferblock entweder in ein entsprechendes Wasserbad hineinbewegt werden oder aber es kann um ihn herum gebildet werden.

In nochmaliger Weiterbildung der Erfindung ist es möglich, das Entfernen der Andrückmittel bzw. das Absenken oder Abstapeln der einzelnen Wafer auf einen Waferstapel ebenfalls im Wasserbad durchzuführen. Auch hier gelten die vorgenannten Möglichkeiten für das Wasserbad. Der Vorteil der Bewegung bzw. Handhabung der Wafer bzw. des zersägten Waferblocks im Wasserbad liegt darin, dass mechanische Kräfte durch das Aufschwimmen der Wafer geringer bleiben. Vor allem auch das Absenken oder Abstapeln der Wafer aufeinander kann durch das Wasserbad schonender und sozusagen gedämpft erfolgen. Des weite- ren kann bei einem Abstapeln der Wafer im Wasserbad gleichzeitig der Wasserspiegel gesenkt werden.

Ein weiterer Vorteil von Andrückmitteln in Form von nach unten bewegten Bürsten mit sich nach unten bewegenden Borsten oder Lamellen liegt darin, dass diese einerseits nach unten herausgezogen werden und andererseits aber auch die Wafer sozusagen nach unten bewegen. So erfolgt ein sehr genau kontrollierbares Abstapeln, da die Borsten oder Lamellen die Wafer noch führen.

In weiterer vorteilhafter Ausbildung der Erfindung werden die Borsten oder Lamellen gleichmäßig aus den Zwischenräumen herausgezogen bzw. die Bürsten werden mit gleichbleibender Geschwindigkeit nach unten bewegt. Alternativ kann die Geschwindigkeit mit fortlaufendem Ab- stapelvorgang geringer werden, um ein möglichst sanftes Abstapeln zu erreichen.

In weiterer Ausbildung der Erfindung ist neben einer vorteilhaft auszuwählenden Elastizität und Dicke der Borsten oder Lamellen darauf zu achten, dass diese nicht mit einem allzu großen Anteil ihrer Länge in die Zwischenräume zwischen die Wafer einfahren. Dadurch kann erreicht werden, dass eine immer noch ausreichende Länge der Borsten oder Lamellen außerhalb der Wafer verbleibt, um bei Bewegungen nach unten abgebogen zu werden. So stehen sie mit nicht allzu schrägem Winkel in die Zwischenräume hinein. Dies könnte nämlich ein allmähliches Aufeinanderstapeln der Wafer negativ beeinträchtigen, weil die schräg stehenden Enden der Borsten oder Lamellen ansonsten die Wafer wieder auseinanderdrücken könnten.

Die Andrückmittel können in einer Ausgestaltung der Erfindung nicht nur deutlich länger sein als der Waferstapel, sondern sogar umlaufend ausgebildet sein, also als eine Art umlaufende Schleife. Hier eignet sich beispielsweise eine Ausbildung nach Art von Bändern mit der sehr weichen Oberfläche, beispielsweise aus Schaumstoff, oder mit den abstehenden Borsten oder Lamellen, also sozusagen Bürstenbänder. Sie liegen dann an den beiden gegenüberliegenden Seiten an den Wafern an bzw. sind im Fall von Bürsten mit ihren Borsten oder Lamellen in die Zwischenräume hineingedrückt. Auch während sie sich drehen bzw. umlaufen können sie noch an den Wafern anliegen.

Alternativ können Andrückmittel wie beispielsweise Stangenbürsten als bewegte Bürsten vorgesehen sein mit entsprechender Breite, alternativ mit sehr weicher Oberfläche. Es können auch über eine gewisse Breite verteilt zwei oder drei sehr schmale Bändern oder Stangenbürsten verwendet werden. Der Vorteil mehrerer solcher schmaler Stangenbürsten liegt darin, dass sie zum Einfahren der Borsten oder Lamellen in die Zwischenräume nicht nur mit einer Bewegung direkt auf die Wafer zu herangefahren werden können, sondern mit weggedrehten Borsten oder Lamellen sehr nahe heranbewegt werden. Durch ein Drehen um ihre Längsachse können dann die Borsten oder Lamellen seitlich hineingedreht werden, also nicht nur mit der Spitze voraus in Längsrichtung der Borsten hineingedrückt werden, sondern mit einer gewissen Länge gleichzeitig, was ein einfacheres Einfahren ermöglicht. Einen ähnlichen Effekt kann man erzielen, wenn die Bürste beim Heranbewegen gleichzeitig parallel zur Seitenkante des Wafers bewegt wird.

Die Andrückmittel sollten eine gewisse Breite aufweisen, die beispielsweise mindestens halb so breit wie die Wafer ist, vorteilhaft etwas breiter. Sie sollten in einem Mittelbereich an den zersägten Waferblock heranbewegt und angelegt werden, um die Wafer gut zu halten und auch gegen Verkippen zu schützen.

Es ist möglich, die Andrückmittel als Bestandteile der Trägereinrichtung auszubilden, sie also an der Trägereinrichtung zu befestigen. Dann erfolgt das Aufrichten des zersägten Waferblocks und auch das Abstapeln sozusagen mit der Trägereinrichtung. Alternativ können die Andrückmit- tel an einer separaten Vorrichtung angeordnet sein und den zersägten Waferblock sozusagen in der horizontalen Position aus der Trägereinrichtung herausnehmen zum Aufrichten und Abstapeln.

Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwi- schen-Überschriften beschränken die unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine Schrägansicht auf einen zersägten Waferblock in einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit zwei seitlichen Bürstenbändern,

Fig. 2 eine stark schematisierte Schnittdarstellung durch den Wa- ferstapel aus Fig. 1 mit dem Anlegen der seitlichen Bürsten und

Fig. 3 eine Prinzipdarstellung des Abstapelns der Wafer im vertikal aufgerichteten Waferstapel durch Bewegen der Bürstenbänder.

Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele In Fig. 1 ist ein zersägter Waferblock 11 dargestellt, der, wie die Fig. 2 und 3 deutlich machen, aus einer Vielzahl von Wafern 12 besteht mit seitlichen Seitenkanten 13. Die Wafer 12 weisen jeweils Zwischenräume 14 zueinander auf. Dies geht auch beispielsweise aus der deutschen Patentanmeldung DE 102008060012.1 der selben Anmelderin hervor, auf die explizit verwiesen wird.

Der zersägte Waferblock 11 liegt gemäß Fig. 1 horizontal, das bedeutet, dass die einzelnen Wafer 12 senkrecht stehen. Er ist dabei in einer Trägereinrichtung 15 gehalten, die eine rahmenartige obere Platte 16a und eine untere Platte 16b aufweist. Eine derartige Trägereinrichtung ist in der vorgenannten DE 102008053596.6 beschrieben, auf die hiermit ausdrücklich verwiesen wird.

Neben nicht dargestellten Abstützstangen weist die Trägereinrichtung 15 in Längsrichtung des Waferblocks 11 Seitenbürsten 18 auf, wie sie in der vorgenannten DE 102008053596.6 sowie in der DE 102005028112.5 beschrieben sind. Diese Seitenbürsten 18 erstrecken sich ebenfalls über die Länge des Waferblocks 11 und dienen sowohl zur Halterung als auch zur Abstandshalterung der Wafer 12. Sie können zwar drehbar sein aber nicht längs des Waferblocks bewegbar.

Des weiteren sind als Andrückmittel Andrückbürsten 20 vorgesehen, die längliche Borsten 21 aufweisen. Diese Borsten können relativ dünn sein, beispielsweise dünner als 20 μm oder sogar dünner als 10 μm, und eine Länge von wenigen Zentimetern aufweisen. In den Fig. 1 und 3 sind die Andrückbürsten 20 als umlaufende Bürstenbänder 23 ausgebildet, die um Umlaufrollen 24 laufen, wobei die Umlaufrollen 24 angetrieben und auf Bürstenträgern 25 gehaltert sein können.

Alternative Andrückmittel mit sehr weicher Oberfläche, vorzugsweise aus Kunststoff, der offen- oder geschlossenporig sein kann, können im Prinzip genauso ausgebildet sein. Die Oberfläche sollte durchgängig ge- schlössen sein, muss es aber nicht. Sie könnte auch in einzelne abstehende Rippen oder Felder unterteilt sein für einen kleineren bzw. punktartigen Angriff an die Seitenkanten der Wafer. Diese Rippen oder Felder verlaufen vorteilhaft quer zur Längsrichtung des Waferstapels bzw. zur Bewegungsrichtung.

In Fig. 2 ist schematisch dargestellt, wie gemäß der Darstellung an der linken Seitenkante 13 des Wafers 12, der sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Trägereinrichtung 15 und von dieser abgestützt befindet, die Seitenbürsten 18 an dem Waferblock 11 anliegen bzw. deren Borsten in Zwischenräume 14 zwischen den Wafern 12 eingreifen. Die Andrückbürste 20 ist noch seitlich daneben mit einem gewissen Abstand. Dies entspricht etwa der Darstellung gemäß Fig. 1 , bei der die Bürstenbänder 23 relativ nahe an den Seiten des Waferblocks 11 sind, aber noch nicht anliegen.

Im nächsten Schritt wird durch Bewegen der Bürstenträger 25 aufeinander zu die Andrückbürste 20, wie an der rechten Seitenkante 13 des Wafers 12 in Fig. 2 dargestellt ist, herangeführt entsprechend dem dicken Pfeil und liegt mit den Borsten 21 nicht nur an dieser Seitenkante 13 an. Die Borsten 21 dringen dabei in die Zwischenräume 14 zwischen den einzelnen Wafern 12 ein, was leicht vorstellbar ist. Diese Eindringtiefe kann einige Millimeter bis wenige Zentimeter betragen.

Diese Andrückbewegung der Andrückbürsten kann 20 entweder entsprechend dem dargestellten dicken Pfeil genau auf die Seitenkante 13 zu erfolgen. Alternativ kann gleichzeitig eine gewisse Seh rag beweg ung erfolgen, beispielsweise von oben nach unten. Durch eine derartige Schrägbewegung kann, wie leicht vorstellbar ist, das Einfahren der Borsten 21 in die Zwischenräume 14 erleichtert werden.

In einem nächsten Schritt können die Seitenbürsten 18 der Trägereinrichtung 15 entfernt bzw. weg bewegt werden. Zusätzlich dazu können auch weitere Abstützstangen odgl. der Trägereinrichtung entfernt werden. Insbesondere ist es möglich, dass sogar die ganze Trägereinrichtung 15 entfernt wird, wobei dies üblicherweise nicht notwendig ist und aufgrund des käfigartigen Aufbaus technisch schwer zu realisieren ist.

Anschließend werden die Wafer 12 nur seitlich von den Andrückbürsten 20 gehalten und nicht mehr durch die Seitenbürsten 18 oder sonstige seitlichen Abstützstangen der Trägereinrichtung 15. Mit einer Unterseite können sie zwar weiterhin auf Abstützstangen der Trägereinrichtung 15 aufliegen, dies ist jedoch nicht unbedingt notwendig und könnte beim Abstapeln sogar stören.

Anschließend erfolgt das Aufrichten des horizontal liegenden Wafer- blocks 11 in die in Fig. 3 dargestellte vertikale Position. Dies erfolgt natürlich mit Bürstenbändern 23 an den Bürstenträgern 25 gleichzeitig zu der Trägereinrichtung 15 selber. Dieses Aufrichten kann, wie zuvor beschrieben worden ist, in einem Wasserbad erfolgen, da es dann schonender möglich ist.

Unterhalb des Waferblocks 11 befindet sich eine Halteplatte 26. Diese kann entweder bereits in der Trägereinrichtung 15 vorhanden sein oder aber separat eingeführt werden. Sie dient jedenfalls dazu, die einzelnen Wafer 12 auf ihr abzulegen, wie dies im folgenden näher erläutert wird.

Zum Ablegen der Wafer bzw. zum Abstapeln wird folgendermaßen vorgegangen. Die Andrückbürsten 20 bzw. die Bürstenbänder 23 bewegen sich an den Seitenkanten 13 der Wafer 12 nach unten. Dadurch werden zum einen sämtliche Wafer 12 nach unten bewegt und liegen dabei immer mehr nacheinander von unten nach oben beginnend auf der Halteplatte 26 auf. Dies wird dadurch veranschaulicht, dass im oberen Bereich ein Waferstapel 28 noch mit Abständen zwischen den Wafern 12 dargestellt ist, die gleichzeitig bereits kleiner sind als die Zwischenräume 14. Im unteren Bereich liegt auf der Halteplatte 26 bereits ein abgesenk- ter Waferstapel 29 vor, bei dem die Abstände nur noch ganz gering oder, beispielsweise ganz unten, schon nicht mehr vorhanden sind.

Des weiteren ziehen sich bei der Bewegung der Bürstenbänder 23 nach unten deren Borsten 21 langsam aus den Zwischenräumen 14 heraus. Auch dies dient dazu, dass sozusagen immer weniger Abstandshalter zwischen den Wafern 12 sind und diese sich einander immer mehr annähern, was eben zum beschriebenen Abstapeln nach unten führt. Der Vorteil an diesem Verfahren liegt darin, dass die Abstandsverringerung allmählich erfolgt. Des weiteren wird während dieser Abstandsverringerung durch die Bürstenbänder 23 und deren anliegende Borsten 21 noch eine Führung bzw. eine geführte Bewegung der Wafer 12 erreicht.

Wie zuvor beschrieben worden ist, kann das Abstapeln, ähnlich wie das Aufrichten, im Wasserbad bzw. unter Wasser erfolgen. Dadurch ist ein schonender Vorgang möglich, insbesondere deswegen, weil das Wasser in den Zwischenräumen 14 zwischen den Wafern 12 die Bewegung dämpft und verhindert, dass zwei Wafer mit ihren Seiten aufeinanderprallen.

Es ist leicht vorstellbar, wie anstelle der umlaufenden Bürstenbänder 23 längliche Bürsten verwendet werden können, die stangenartig ausgebildet sind ähnlich wie die Seitenbürsten 18. Für sie wird dann eben eine Längsführung benötigt und eine Einrichtung, um sie längs bewegen zu können. Wichtig ist es bei der Erfindung nämlich, dass die Borsten der Bürsten nicht einfach seitlich aus den Zwischenräumen herausbewegt werden, ähnlich wie dies zuvor für die Seitenbürsten 18 durch Herausdrehen in dem genannten Stand der Technik beschrieben ist. Die Bewegung der Bürsten und deren Borsten miteinander mit dem Waferstapel in Richtung des Abstapelns ist für einen schonenden und gesteuerten Vorgang vorteilhaft. Anstatt sich kontinuierlich drehender Andrückmitteln in Form von Bürstenbändern 23, die über ihre gesamte Länge beim Abstapeln an dem Waferstapel 28 und 29 anliegen, könnten auch gestrichelt dargestellte Druckrollen 31 vorgesehen sein. Diese können oben am Waferblock 11 beginnend nach unten bewegt werden, wie durch die Doppelpfeile veranschaulicht ist. Gleichzeitig mit dieser Bewegung können die oberen Umlaufrollen 24 weg von dem Waferblock 11 bewegt werden und dadurch, entweder alleine oder zusätzlich zum Umlaufen des Bandes 23, die Borsten 21 in deren Längsrichtung aus den Zwischenräumen 14 der Wafer 12 herausziehen. Alternativ könnten solche Druckrollen 31 von unten nach oben fahren und dann würden eben die unteren Umlaufrollen 24 seitlich wegbewegt. Vor allem bei Andrückmitteln mit weicher Oberfläche ist ein solches Vorgehen besonders vorteilhaft. Dadurch kann die Anlage der sehr weichen Oberfläche an den Seitenkanten der Wafer nicht mit Entlangstreifen gelöst werden, sondern durch seitliches Wegbewegen der Andrückmittel, was noch schonender ist für die Wafer.

Nach dem Abstapeln zu dem abgesenkten Waferstapel 29 können die Bürstenträger 25 seitlich ganz wegfahren und der vertikale Stapel von Wafern 12 kann auf der Halteplatte 26 entnommen werden. Er kann dann zu einer Vereinzelung weitertransportiert werden, wie dies in der DE 102007061410 A1 beschrieben ist.