SCHLENKER, Michael (Buchenweg 3, Blender, 27337, DE)
LEIFHEIT, Axel (Altes Heidland 10, Häuslingen, 27336, DE)
HÄFKER, Thomas (Paschkebergstrasse 24, Langwedel, 27299, DE)
SCHLENKER, Michael (Buchenweg 3, Blender, 27337, DE)
LEIFHEIT, Axel (Altes Heidland 10, Häuslingen, 27336, DE)
| Patentansprüche 1. Verfahren zum Handhaben von Zuschnitten (11 ) aus Verpackungsmaterial für Zigarettenpackungen (10), insbesondere des Typs Weichpackung, wobei die Zuschnitte (1 1 ) in einem Stapel in einem Magazin (22) bereitgehalten werden und wobei die Zuschnitte (1 1) dem Magazin (22) entnommen und einer Verpackungsmaschine (21 ) für Zigarettenpackungen (10), insbesondere einen Weichpacker, zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuschnitte (1 1 ) einer Codierstation (23) zur Anbringung einer Codierung (19, 20) an den Zuschnitten (1 1 ) zugeführt werden und dass die Zuschnitte (1 1 ) nach der Codierung zu einem Zuschnittstrom mit Überlappung benachbarter Zuschnitte (11 ) zusammengeführt und an die Verpackungsmaschine (21 ) übergeben werden. 2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Zuschnitte (11 ) in der Codierstation (23) mit einer Codierung versehen werden, insbesondere mittels eines Lasers (42), wobei vorzugsweise die Zuschnitte (11) im Bereich der Codierstation (23) entlang einer aufrechten Förderstrecke transportiert werden und quer zur Transportrichtung mit dem Laser (42) codiert werden. 3. Verfahren nach Anspruch ,1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Zuschnitte (1 1 ) nach der Entnahme aus dem Magazin (22) zunächst in einem Zuschnittstrom mit Überlappung benachbarter Zuschnitte transportiert werden und dass die Zuschnitte (1 1 ) des Zuschnittstroms danach vereinzelt und der Codierstation (23) zugeführt werden. 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der weiteren vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuschnitte (11 ) im Bereich der Codierstation (23) wenigstens teilweise ungefaltet sind zur Kennzeichnung verschiedener Bereiche des Zuschnitts (11 ), die sich nach der Faltung des Zuschnitts (1 1 ) zu einer Zigarettenpackung (10) an unterschiedlichen Seitenflächen (12..16) der Zigarettenpackung (10) befinden. 5. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der weiteren vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Codierung (19, 20) geprüft wird und Zuschnitte mit fehlender und/oder fehlerhafter Codierung ausgesondert werden. 6. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der weiteren vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage der Zuschnitte (11 ) bei der Zuführung zur Codierstation (23) geprüft wird, vorzugsweise durch mehrere Lichtschranken (41 ) im Förderweg der Zuschnitte (11 ), und dass Fehlstellungen der Zuschnitte (11 ) durch entsprechende Steuerung der Codierstation (23) ausgeglichen werden, insbesondere durch entsprechende Steuerung des Lasers (42). 7. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der weiteren vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuschnitte (11 ) bei Transport als Zuschnittstrom mit Überlappung einen Überlappungsgrad (s) von mehr als 50%, vorzugsweise 60% aufweisen zum Ausgleich von ausgesonderten fehlerhaften Zuschnitten (11 ) unter Beibehaltung eines (geringeren) Überlappungsgrades (s*). 8. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der weiteren vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Magazine (22) mit Zuschnitten (11 ) vorgesehen sind, aus denen nacheinander Zuschnitte (11 ) entnommen werden zur Gewährleistung eines im wesentlichen lückenlosen Zuschnittstroms. 9. Verfahren nach Anspruch 8 oder einem der weiteren vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Magazine (22) zu einem Magazinkarussell (27) zusammengefasst sind und dass die Zuschnitte (11 ) aus mehreren Magazinkarussellen (27) mit jeweils einem separaten Förderer (29) zu einem Zwischenspeicher (24) vor der Codierstation (23) zugeführt werden. 10. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der weiteren vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuschnitte (1 1 ) nach der Codierung mit Ihrer Längserstreckung quer zur Förderrichtung weisend transportiert werden und von der Verpackungsmaschine (21 ), insbesondere einem Weichpacker, mit Ihrer Längserstreckung in Längsrichtung weisend übernommen werden. 11. Vorrichtung zum Handhaben von Zuschnitten (1 1 ) aus Verpackungsmaterial für Zigarettenpackungen (10), insbesondere des Typs Weichpackung, mit einem Magazin (22) zum Bevorraten von Zuschnitten (1 1 ) in einem Stapel und einer Fördereinrichtung zum Entnehmen der Zuschnitte (1 1 ) aus dem Magazin (22) und zur Zuführung der Zuschnitte (11 ) zu einer Verpackungsmaschine (21 ) für Zigarettenpackungen (10), insbesondere einem Weichpacker, gekennzeichnet durch eine Codierstation (23) zur Codierung (19, 20) der vereinzelten Zuschnitte (1 1 ) und eine darauf folgende Gruppiersation (49) zur Zusammenführung der Zuschnitte (1 1 ) zu einem Zuschnittstrom mit Überlappung benachbarter Zuschnitte (1 1 ) und einer Fördereinrichtung (44) zur Übergabe der Zuschnitte (11 ) an die Verpackungsmaschine (21). 12. Vorrichtung nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Codierstation (23) ein Saugförderer (35) vorgesehen ist zum Transport der vereinzelten Zuschnitte (11 ) an einem aufrechten Fördertrum des Saugförderers (35) und zur Codierung verschiedener Bereiche der Zuschnitte (11 ) mittels eines Lasers (42). 13. Vorrichtung nach Anspruch 1 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zwischenspeicher (24) vorgesehen ist zur Aufnahme der Zuschnitte (11) und Zuführung derselben an den Saugförderer (35), wobei zwischen dem Zwischenspeicher (24) und dem Saugförderer (35) ein Entnahmeorgan (34) angeordnet ist zur einzelnen Übergabe der Zuschnitte (11 ) aus dem Zwischenspeicher (24) an den Saugförderer (35) und wobei im Bereich des Saugförderers (35) Detektionsmittel (41 ) zur Bestimmung der Lage der Zuschnitte (11 ) angeordnet sind zur Steuerung des Lasers (42). 14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Magazine (22) an einem drehbaren Magazinkarussell (27) angeordnet sind, zur Entnahme von Zuschnitten (11 ) nacheinander aus aufeinanderfolgenden Magazinen (22), und dass vorzugsweise mehrere dieser Magazinkarusselle (27) vorgesehen sind zur Befüllung des Zwischenspeichers (24). 15. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugförderer (35) zwei nebeneinander und parallel mit Abstand zueinander angeordnete Endlosförderer (36) aufweist, die Saugbohrungen (37) zur Sicherung der Lage der Zuschnitte (1 1 ) an den Endlosförderern (36) aufweisen. 16. Vorrichtung nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass eine Vereinzelungsstation (50) zum Vereinzeln der Zuschnitte (11 ) des Zuschnittstroms der Codierstation (23) vorgeordnet ist. ***** |
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Handhaben von Zuschnitten aus Verpackungsmaterial für Zigarettenpackungen, insbesondere des Typs Weichpackung, wobei die Zuschnitte in einem Stapel in einem Magazin bereitgehalten werden und wobei die Zuschnitte dem Magazin entnommen und einer Verpackungsmaschine für Zigarettenpackungen, insbesondere einen Weichpacker, zugeführt werden, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Weiterhin betrifft die Erfindung eine entsprechende Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 1 . Verfahren und Vorrichtungen der eingangs genannten Art sind aus der Praxis in verschiedenen Ausgestaltungen bekannt. Zuschnitte z.B. für Weichpackungen werden bereitgehalten und einer Verpackungsmaschine zugeführt. Bekannt ist weiterhin, dass die Zuschnitte mit einer Codierung versehen werden, um beispielsweise die Charge, den Hersteller oder andere Informationen anzubringen. Es ist aus der Praxis bekannt die Codierung bei der Herstellung der Zuschnitte anzubringen oder aber bei der Herstellung der Packungen in der Verpackungsmaschine. Beide Lösungen haben jedoch ihre Nachteile. So kann bei der Herstellung der Zuschnitte keine Informationen zur Herstellung der Packung angebracht werden, da diese Information nicht vorliegt. Bei der Herstellung der Packungen ist die Codierung in der Regel nur bedingt anzubringen, da die Verpackungsmaschinen in der Regel sehr komplex sind, sodass kaum Platz vorhanden ist, um eine oder mehrere zusätzliche Codierstationen vorzusehen. Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde Verfahren und Vorrichtungen der eingangs genannten Art weiterzuentwickeln, insbesondere im Hinblick auf eine möglichst vorteilhafte Integration der Codierung in der Herstellungsweg der Packungen und/oder im Hinblick auf eine möglichst effektive Anbringung von Codierungen an verschiedenen Packungsflächen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen. Es ist demnach vorgesehen, dass die Zuschnitte einer Codierstation zur Anbringung einer Codierung an den Zuschnitten zugeführt werden und dass die Zuschnitte nach der Codierung zu einem Zuschnittstrom mit Überlappung benachbarter Zuschnitte zusammengeführt und an die Verpackungsmaschine übergeben werden. Diese Lösung hat insbesondere den Vorteil, dass die Codierung der Zuschnitte aus der Verpackungsmaschine ausgelagert wird, jedoch in die Herstellung der Zigarettenpackungen integriert bleibt. So kann beispielsweise ein aktuelles Herstelldatum codiert werden.
Gemäß einer bevorzugten Weiterentwicklung ist vorgesehen, dass die Zuschnitte nach der Entnahme aus dem Magazin zunächst in einem Zuschnittstrom mit Überlappung benachbarter Zuschnitte transportiert werden und dass die Zuschnitte des Zuschnittstroms danach vereinzelt und der Codierstation zugeführt werden. Auf diese Weise lässt sich insbesondere die Codierung effizient in vorhandene Handhabungsverfahren integrieren. Ein weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass die Zuschnitte im Bereich der Codierstation wenigstens teilweise ungefaltet sind zur Kennzeichnung verschiedener Bereiche des Zuschnitts, die sich nach der Faltung des Zuschnitts zu einer Zigarettenpackung an unterschiedlichen Seitenflächen der Zigarettenpackung befinden. Auf diese Weise ist es insbesondere quasi möglich mittels eines Lasers in einem Arbeitsschritt mehrere Seitenflächen der Zigarettenpackung zu beschriften. Es sind dann weder Umlenkungen des Lasers erforderlich noch die Installation mehrerer Laser. Eine weitere Besonderheit kann darin bestehen, dass die Lage der Zuschnitte bei der Zuführung zur Codierstation geprüft wird, vorzugsweise durch mehrere Lichtschranken im Förderweg der Zuschnitte, und dass Fehlstellungen der Zuschnitte durch entsprechende Steuerung der Codierstation ausgeglichen werden, insbesondere durch entsprechende Steuerung des Lasers. Auf diese Weise ist es insbesondere nicht erforderlich die Zuschnitte lagegerecht zuzuführen. Eventuelle Fehlstellungen und/oder Versätze können erkannt und durch entsprechende Steuerung des Lasers ausgeglichen werden. Auf diese Weise kann die Anzahl der fehlerhaft produzierten Zuschnitte reduziert werden.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass mehrere Magazine zu einem Magazinkarussell zusammengefasst sind und dass die Zuschnitte aus mehreren Magazinkarussellen mit jeweils einem separaten Förderer zu einem Zwischenspeicher vor der Codierstation zugeführt werden. Auf diese Weise kann eine möglichst lückenlose Förderung der Zuschnitte sichergestellt werden.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Zuschnitte nach der Codierung mit Ihrer Längserstreckung quer zur Förderrichtung weisend transportiert werden und von der Verpackungsmaschine, insbesondere einem Weichpacker, mit Ihrer Längserstreckung in Längsrichtung weisend übernommen werden. Auf diese Weise wird die Handhabung der Zuschnitte besonders vorteilhaft in die Herstellung der Zigarettenpackungen integriert.
Eine Vorrichtung zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs 11 auf. Es ist demnach eine Codierstation zur Codierung der vereinzelten Zuschnitte und eine darauf folgende Gruppierstation zur Zusammenführung der Zuschnitte zu einem Zuschnittstrom mit Überlappung benachbarter Zuschnitte und einer Fördereinrichtung zur Übergabe der Zuschnitte an die Verpackungsmaschine für Zigarettenpackungen.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Vorrichtung betreffen den Aufbau der Codierstation, die Einrichtung eines Zwischenspeichers und weiterer Organe. Weitere vorteilhafte Einzelheiten des Verfahrens und der Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Beschreibung im Übrigen.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine Zigarettenpackung des Typs Weichpackung,
Fig. 2 einen ungefalteten und ausgebreiteten Zuschnitt für eine
Zigarettenpackung gemäß Fig. 1 ,
Fig. 3 eine schematische Seitenansicht einer Verpackungsmaschine,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Verpackungsmaschine gemäß Fig. 3,
Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs V in Fig. 3,
Fig. 6 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs VI in Fig. 4,
Fig. 7 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs VII in Fig. 4,
Fig. 8 eine Seitenansicht eines Teils der Vorrichtung gemäß Pfeil VIII in
Fig. 7 in vergrößerter Darstellung,
Fig. 9 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs IX in Fig. 4, und
Fig. 10 einen Ausschnitt der Darstellung gemäß Fig. 9 bei der
Ausschleusung von Zuschnitten.
Die Erfindung wird anhand einer Vorrichtung und eines Verfahrens zum Herstellen von Zigarettenpackungen 10 des Typs Weichpackung erläutert. Bei dieser Art von Zigarettenpackungen 10 sind die Zigaretten bzw. der Packungsinhalt nicht in eine Schachtel aus dünnem Karton wie bei Hinge Lid Packungen verpackt, sondern in einen Zuschnitt 1 1 aus Verpackungsmaterial wie Papier, Kunststofffolie oder dergleichen. Hierzu kommt ein Zuschnitt 11 aus entsprechendem Material zum Einsatz, der um den Packungsinhalt herum gefaltet wird. Dieser Vorgang ist aus dem Stand der Technik grundsätzlich bekannt. Das Ergebnis ist eine Zigarettenpackung 10 mit einer großflächigen Vorderseite 12, einer gegenüberliegenden entsprechenden Rückseite 13, Schmalseiten 14 die Vorderseite 12 und die Rückseite 13 verbinden sowie eine Bodenwand 15 und gegenüberliegende Stirnwand 16. Im Bereich der Stirnwand und der beiden angrenzenden Seitenflächen der Vorderseite 12 und der Rückseite 13 ist wie in Fig. 1 gezeigt in der Regel eine Banderole 17 vorgesehen. Im Bereich der Bodenwand 15 werden Faltlappen des Zuschnitts 1 kuvertartig gefaltet. Der Zuschnitt 11 wird so um den in Packungsinhalt herumgewickelt, dass Faltlappen des Zuschnitts 1 1 im Bereich einer der beiden Schmalseiten 14 überlappen und miteinander verbunden werden.
Der Zuschnitt 1 1 kann eine dekorative Bedruckung 18 aufweisen, die im vorliegenden Fall exemplarisch im Bereich der Vorderseite 12 und der Rückseite 13 vorgesehen ist. Neben dieser zentralen Bedruckung 18, beispielsweise mit der entsprechenden Zigarettenmarke, können auch andere dekorative Bedruckungen auf dem gesamten Zuschnitt 11 vorgesehen sein. Statt einer Bedruckung 18 kann auch ein Coupon oder ein anderer entsprechender Druckträger vorgesehen sein.
Die Erfindung befasst sich insbesondere mit der Anbringung von Codierungen 19, 20, beispielsweise in Form von Barcodes wie in Fig. 1 und 2 gezeigt. Die Codierung kann aber auch durch andere Mittel erzielt werden, beispielsweise durch Zahlen, Buchstaben, Symbole oder ähnliche Mittel.
Wie Fig. 1 zeigt, sind die Codierungen 19, 20 an zwei unterschiedlichen Seitenflächen der Zigarettenpackung 10 angebracht. Im Normalfall wäre eine Anbringung dieser Codierungen 19, 20 im Bereich einer Verpackungsmaschine 21 sehr aufwändig, da mehrere Laser oder ähnliche Codierungseinrichtungen erforderlich wären für jede Seitenfläche der Zigarettenpackung 10. Alternativ könnte der Laser über Spiegel oder ähnliche Reflektionseinrichtungen umgeleitet werden. Beide Lösungen sind jedoch nachteilig, da im Bereich der Verpackungsmaschine 21 in der Regel nicht genügend Platz zur Verfügung steht, um solche Einrichtungen unterzubringen.
Die erfindungsgemäße Lösung sieht hingegen vor die Codierung der Zigarettenpackungen 10 in den Bereich der Zuführung der Zuschnitte 1 1 zur Verpackungsmaschine 21 zu integrieren. Die Zuschnitte 11 können also vor Ort und in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit der Herstellung der Zigarettenpackungen 10 kodiert werden. Dies vermeidet insbesondere eine Lagerhaltung bereits codierter Zuschnitte 11. Zudem wird es ermöglicht die Zigarettenpackung 10 mit Preis-, Herstellort- und Produktkennzeichnungen unmittelbar bei der Produktion der Zigarettenpackungen 10 zu codieren und zu verbrauchen, ohne dass die Codiereinrichtungen in die Verpackungsmaschine 21 integriert werden müssen. Fig. 3 und 4 zeigen exemplarisch eine Verpackungsmaschine 21 sowie eine Einrichtung zum Bereitstellen und Codieren der Zuschnitte 1 1 , die der Verpackungsmaschine 21 vorgeordnet ist. Die wesentlichen Organe der Einrichtung sind ein oder mehrere Magazine 22 zur Bereithaltung von Zuschnitten 11 , eine Codierstation 23 für die Anbringung der Codierung 19, 20 auf den Zuschnitten 11 sowie diverse Förderer zur Verbindung der Magazine 22 mit der Codierstation 23 und der Verpackungsmaschine 21. Weitere Organe sind ein Zwischenspeicher 24, eine Prüfstation 25 sowie eine Auswurfeinrichtung 26.
Die Zuschnitte 1 1 werden in aufrechten Magazinen 22 bereitgehalten. Mehrere Magazine 22 sind dabei zu Magazinkarussellen 27 zusammengefasst. Jedes Magazinkarussell 27 nimmt mehrere Magazine 22 auf, die durch Drehung des Magazinkarussells 27 nacheinander in eine Entnahmeposition gedreht werden können. So können fortlaufend Zuschnitte 11 aus den Magazinen 22 entnommen werden. Im vorliegenden Fall sind zwei Magazinkarusselle 27 vorgesehen (Fig. 5) aus denen parallel Zuschnitte 11 entnommen werden. Auf diese Weise kann die lückenlose Zuführung der Zuschnitte 11 weiter verbessert werden.
Die Zuschnitte 11 werden gemäß Fig. 6 unterseitig aus einem Magazin 22 entnommen. Im Magazin 22 sind die Zuschnitt 11 ausgebreitet also flach übereinanderliegend zu einem Stapel angeordnet. Die Entnahme der Zuschnitte 11 an der Unterseite des Magazins 22 kann in aus dem Stand der Technik bekannter Weise mittels einer Entnahmewalze 28 erfolgen, die durch Drehung die Zuschnitte 1 1 an einen anschließenden Förderer 29 übergibt. Der Förderer 29 dient zur Zuführung der Zuschnitte 11 zum Zwischenspeicher 24.
Im vorliegenden Fall ist der Förderer 29 so ausgebildet, dass die Zuschnitte unter Überlappung in Transportrichtung gefördert werden. Die Zuschnitte 11 werden demnach als geschuppter Zuschnittstrom transportiert. Im vorliegenden Fall wird der Zuschnittstrom zwischen zwei Trumen von Endlosförderern 30, 31 transportiert, die oberseitig und unterseitig am Zuschnittstrom anliegen. Die Endlosförderer 30, 31 sind dabei mehrfach über Umlenkrollen 32 geführt und dabei entlang eines Förderwegs abgeknickt bzw. abgewinkelt. Aufgrund der Anordnung von zwei Magazinkarussellen 27 führen im vorliegenden Fall zwei Förderer 29 zu einem gemeinsamen Abförderer 33, der konstruktiv genauso aufgebaut ist, wie die beiden Förderer 29. Der Abförderer 33 übernimmt die beiden Zuschnittströme von den beiden Förderern 29, vereinigt diese und führt die Zuschnitte in den Zwischenspeicher 24 ein. Im Zwischenspeicher 24 sind die Zuschnitte 11 wieder wie in den Magazinen 22 zu einem flach übereinanderliegenden Stapel angeordnet.
Es versteht sich, dass auch eine abweichende Anzahl von Magazinkarussellen 27 vorgesehen sein kann. Gleiches gilt für die Anzahl von Magazinen 22. Entsprechend kann auch die Anzahl der Förderer 29 variieren. Gegebenenfalls kann der Förderer 29 die Zuschnitte 11 bzw. den Zuschnittstrom auch direkt in den Zwischenspeicher 24 leiten.
Aus dem Zwischenspeicher 24 werden die Zuschnitte 11 unterseitig in einer Vereinzelungsstation 51 einzeln entnommen. Hierzu ist ein besonderes Entnahmeorgan 34 vorgesehen, das die Zuschnitte 11 unterseitig und randseitig erfasst und an einen Saugförderer 35 übergibt. Der Saugförderer 35 erstreckt sich in aufrechter bzw. vertikaler Richtung. Der Saugförderer 35 verfügt über zwei Endlosförderer 36 dessen Fördertrume Ausnehmungen 37 in Art von Saugbohrungen aufweisen, durch die mittels einer Unterdruckeinrichtung 38 die auf dem Saugförderer 35 liegenden Zuschnitte 11 mit Unterdruck gehalten werden können. Die beiden Endlosförderer 36 sind mit Abstand zueinander angeordnet und halten die Zuschnitte 11 randseitig im Bereich von gegenüberliegenden Seitenrändern.
Die von dem Entnahmeorgan 34 aus dem Zwischenspeicher 24 vereinzelten Zuschnitte 1 1 werden mittels Förderwalzen 39, 40 an den Saugförderer 35 übergeben. Die Förderwalzen 39, 40 erfassen die Zuschnitte 11 dabei beidseitig und transportieren diese durch gegensinnige Drehung weiter. Eine Besonderheit besteht dabei darin, dass eine hintere Förderwalze 40 aus zwei Förderwalzenabschnitten gebildet ist, die beiderseits des Entnahmeorgans 34 enden, sodass das Entnahmeorgan 34 zwischen die beiden Förderwalzenabschnitte treten kann.
Weiterhin sind im Bereich des Saugförderers 35 Kontrolleinrichtungen in Form von Lichtschranken 41 vorgesehen. Mit Hilfe der Lichtschranken 41 wird die Relativlage und Ausrichtung der Zuschnitte 1 1 geprüft. Dies erfolgt durch Abtastung der Ränder der Zuschnitte 11. Die Ergebnisse der Messung der Lichtschranken 41 werden in einem nicht gezeigten Steuergerät ausgewertet und zur Steuerung der Codierstation 23 genutzt wie nachfolgend beschrieben. Die Codierstation 23 ist im Bereich des aufrechten Saugförderers 35 angeordnet, sodass die an den Endlosförderern 36 anliegenden Zuschnitte 11 mit der Codierung 19, 20 versehen werden können. Die Zuschnitte 11 werden vorzugsweise komplett ausgebreitet entlang des Saugförderers 35 an der Codierstation 23 vorbeigeführt. Wenigstens aber die Bereiche des Zuschnitts 1 1 die zu Codieren sind, sollten ungefaltet in der Ebene des Saugförderers 35 liegen.
Teil der Codierstation 23 ist ein Laser 42, der geeignet ist eine Codierung auf das Verpackungsmaterial des Zuschnitts 11 zu schreiben. Gemäß Fig. 7 ist der Laser bzw. dessen Laserstrahl quer zur senkrechten Transportebene der Zuschnitte 1 1 gerichtet. Im Bereich des Saugförderers 35 werden die Zuschnitte 1 1 vereinzelt, das heißt mit Abstand zueinander aufeinander folgend transportiert. Die Codierung der Zuschnitte 1 1 kann kontinuierlich oder während einer kurzen Stillstandsphase des Saugförderers 35 erfolgen.
Wird mittels der Lichtschranken 41 erkannt, dass die Zuschnitte 11 nicht in der vorgeschriebenen Relativlage, das heißt nicht im entsprechenden Abstand zueinander oder schräg zur Transportrichtung auf dem Saugförderer 35 zugeführt wurde, so kann mittels der Steuereinrichtung der Laser 42 so gesteuert werden, dass ein Versatz bzw. eine Schiefstellung ausgeglichen wird.
Im Anschluss an die Codierstation 23 ist eine Prüfstation 25 im Bereich des Saugförderers 35 angeordnet. In einem einfachen Fall handelt es sich bei der Prüfstation 25, die ein Bild der codierten Zuschnitte 1 aufzeichnet und dieses mit einem Referenzbild vergleicht. Andere aus dem Stand der Technik bekannte Prüfmechanismen können ebenfalls zum Einsatz kommen.
Im Anschluss an die Codierung und Prüfung der Zuschnitte 1 1 werden diese wieder in einer Gruppierstation 50 zu einem Zuschnittstrom mit Überlappung der Zuschnitte 1 1 in Transportrichtung zusammengestellt. Hierzu dient eine entsprechende Station 43 in der auch als fehlerhaft erkannte Zuschnitte 1 1 ausgesondert werden können. Dieser Teil der Vorrichtung ist in Fig. 9 gezeigt. Im Anschluss an den Saugförderer 35 werden die Zuschnitte 1 1 durch Förderwalzenpaare entlang einer gekrümmten Förderstrecke transportiert und dabei auf einen horizontalen Abförderer 44 umgelenkt. Durch entsprechenden Antrieb des Förderwalzenpaares 45 werden die Zuschnitte 1 1 gegenüber dem Abförderer 44 beschleunigt und dort zur Überlappung gebracht. Der Abförderer 44 ist genauso konstruktiv ausgebildet wie die Abförderer 33 bzw. die Förderer 29.
Vorzugsweise liegt der Überlappungsgrad s bei über 50%, vorzugsweise bei 60%. Durch die Vorgabe eines relativ großen Überlappungsgrades s ist auch bei einem fehlenden Zuschnitt 11 im Zuschnittstrom eine ausreichende Restüberlappung bzw. ein entsprechender Restüberlappungsgrad s* von etwa 20% gegeben.
Der Abförderer 44 transportiert die Zuschnitte 1 1 des Zuschnittstroms an die Verpackungsmaschine 21.
Die Aussonderung von fehlerhaften Zuschnitten 11 erfolgt indem eine schwenkbare Drehklappe 46 im Umlenkbereich des Förderwegs der Zuschnitte 1 1 verschwenkt wird wie in Fig. 10 gezeigt, um einen fehlerhaften Zuschnitt 1 1 auszusondern. Dabei gelangt der fehlerhafte Zuschnitt 11 in den Bereich eines Transportschachts 47 der die fehlerhaften Zuschnitte 11 in einen Auffangbehälter 48 ableitet.
Es versteht sich, dass auf einzelne Organe bzw. Abschnitte der Vorrichtung verzichtet werden kann. So ist es zum Beispiel denkbar, dass die Zuschnitte 1 eingangs nicht als Zuschnittstrom mit Überlappung der Zuschnitte 11 in Transportrichtung gefördert werden. Stattdessen ist es denkbar, dass die Zuschnitte 11 auch unmittelbar den Zwischenspeicher 24 bzw. dem Saugförderer 35 zugeführt werden.
Des Weiteren ist die Vorrichtung auch geeignet, um andere Zuschnitte 1 1 insbesondere für andere Packungstypen oder auch Gebindepackungen entsprechend zu verarbeiten.
*****
Bezugszeichenliste
10 Zigarettenpackung 39 Förderwalze
1 1 Zuschnitt 40 Förderwalze
12 Vorderseite 41 Lichtschranke
13 Rückseite 42 . Laser
14 Schmalseite 43 Station
15 Bodenwand 44 Abförderer
16 Stirnwand 45 Förderwalzenpaar
17 Banderole 46 Drehklappe
18 Bedruckung 47 Transportschacht
19 Codierung 48 Auffang be hälter
20 Codierung 49 Gruppierstation
21 Verpackungsmaschine 50 Vereinzelungsstation
22 Magazin
23 Codierstation s Überlappungsgrad
24 Zwischenspeicher s* verringerter
25 Prüfstation Überlappungsgrad
26 Auswurfstation
27 Magazinkarussell
28 Entnahmewalze
29 Förderer
30 Endlosförderer
31 Endlosförderer
32 Umlenkrollen
33 Abförderer
34 Entnahmeorgan
35 Saugförderer
36 Endlosförderer
37 Ausnehmung
38 Unterdruckeinrichtung
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