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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR HANDLING AND TRANSPORTING ARTICLES IN A GIVEN ORDER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/037285
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and a device for handling and transporting articles (1, 2,..., 29), especially postal items. A handling attribute is measured for every article. First, the measurement relates to the value which every given feature assumes for the given article. A data record for the article is generated and comprises the at least two measured feature values and the measured handling attribute value. The article is transferred to an intermediate storage area (Af-A). The article is then transferred from the intermediate storage area (Af-A) to a transport means (Beh-1) and is transported in the transport means (Beh-1) to a handling system (Anl-3). Once the article reaches the handling system (Anl-3), it is again measured which value every given feature assumes for the given article. The data record generated for the article is determined, using the feature values obtained during re-measurement. If the article is provided with a label that is unambiguously read during re-measurement, the data record is determined using said label. Otherwise, a search with a search area restriction is carried out. The handling system (Anl-3) handles the article. For doing so, the handling system uses the handling attribute value contained in the determined data record.

Inventors:
BERGER, Gisbert (Heubergerweg 38A, Berlin, 12487, DE)
ILLMAIER, Jörg-Andreas (Lohstr. 6b, Kreuzlingen, CH-8280, CH)
Application Number:
EP2008/062386
Publication Date:
March 26, 2009
Filing Date:
September 17, 2008
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
BERGER, Gisbert (Heubergerweg 38A, Berlin, 12487, DE)
ILLMAIER, Jörg-Andreas (Lohstr. 6b, Kreuzlingen, CH-8280, CH)
International Classes:
B07C3/00
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Verfahren zum Bearbeiten von mehreren Gegenständen (1, 2,..., 29), wobei

mindestens ein messbares Bearbeitungs-Attribut und mindestens zwei messbare Merkmale vorgegeben werden und eine Bearbeitungsanlage (Anl-3) verwendet wird und

für jeden Gegenstand (1, 2,..., 29) die Schritte durchgeführt werden, dass

— gemessen wird, welchen Wert das Bearbeitungs-Attribut für den Gegenstand annimmt,

- gemessen wird, welchen Wert jedes vorgegebene Merkmal jeweils für den Gegenstand annimmt,

- ein Datensatz für den Gegenstand erzeugt wird, welcher die gemessenen Merkmalswerte und den gemessenen Bear- beitungs-Attributwert umfasst,

- der Gegenstand in einen Zwischenspeicher (Af-A) verbracht, anschließend aus dem Zwischenspeicher (Af-A) in ein Transportmittel (Beh-1) verbracht und im Transport- mittel (Beh-1) zur Bearbeitungsanlage (Anl-3) transportiert wird,

- nachdem der Gegenstand die Bearbeitungsanlage (Anl-3) erreicht hat, erneut gemessen wird, welchen Wert jedes vorgegebene Merkmal für diesen Gegenstand jeweils an- nimmt,

- der für diesen Gegenstand erzeugte Datensatz unter Verwendung der beim erneuten Messen gewonnenen Merkmalswerte ermittelt wird,

- die Bearbeitungsanlage (Anl-3) den Gegenstand unter Verwendung des Bearbeitungs-Attribut-Werts des ermittelten Datensatzes bearbeitet,

wobei

- für jeden verwendeten Zwischenspeicher (Beh-1) jeweils eine Gegenstands-Reihenfolge (A) gemessen wird, in der die Gegenstände in den Zwischenspeicher (Beh-1) ver- bracht werden,

- das Transportieren der Gegenstände zur Bearbeitungsanlage (Anl-3) mehrere Beladevorgänge umfasst,

- in jedem Beladevorgang jeweils mehrere Gegenstände so aus einem Zwischenspeicher (Af-A) in ein Transportmit- tel (Beh-1) verbracht werden, dass unter diesen Gegenständen die für diesen Zwischenspeicher (Af-A) gemessene Gegenstands-Reihenfolge (A) erhalten bleibt, und

- das erneute Messen in einer Mess-Reihenfolge (M) unter den Gegenständen (1, 2,..., 29) durchgeführt wird,

dadurch gekennzeichnet, dass eines der vorgegebenen Merkmale eine Kennzeichnung ist,

mit dem der Gegenstand (1, 2,..., 29) versehen sein kann und die einen tatsächlich gekennzeichneten Gegenstand von allen anderen bearbeiteten Gegenständen unterscheidet,

dann, wenn beim erneuten Messen für einen Gegenstand

(1, 2,..., 29) dessen Kennzeichnung gelesen wurde, der Datensatz für diesen Gegenstand mittels der gelesenen Kennzeichnung ermittelt wird und dann, wenn beim erneuten Messen festgestellt wird, dass der Gegenstand (8) keine oder keine eindeutig lesbare

Kennzeichnung aufweist, die Schritte durchgeführt werden, dass

- mindestens ein in der Mess-Reihenfolge (M) vorhergehender Gegenstand (6, 7) mit einer eindeutig lesbaren Kennzeichnung und mindestens ein in der Mess-Reihen- folge (M) nachfolgender Gegenstand (9, 22) mit einer eindeutig lesbaren Kennzeichnung ermittelt werden,

- für jeden dergestalt ermittelten Gegenstand jeweils eine Teilsequenz (T (6), T (7), ...) einer gemessenen Gegenstands-Reihenfolge (A) so ermittelt wird, dass die Teilsequenz den ermittelten Gegenstand sowie jeweils mindestens einen Gegenstand umfasst, der in der Gegenstands-Reihenfolge dem ermittelten gekennzeichneten Gegenstand vorausläuft und nachfolgt,

- der Datensatz für den Gegenstand (8) ohne lesbarer Kennzeichnung unter den Datensätzen derjenigen Gegen- stände gesucht wird, die in mindestens einer ermittelten Teilsequenz (T (6), T (7), ...) enthalten sind,

- wobei für die Suche nach dem Datensatz mindestens ein weiterer beim erneuten Messen gemessener Merkmalswert des Gegenstands (8) verwendet wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

für mindestens eine Teilsequenz (T (7), T (9)), die für einen ermittelten Gegenstand (7, 9) mit eindeutig gelesener Kennzeichnung ermittelt wurde,

geprüft wird, ob die Mess-Reihenfolge (M) von der durch die Teilsequenz (T (7), T (9)) festgelegten Reihenfolge abweicht,

wofür Gegenstands-Kennzeichnungen, die beim erneuten Mes- sen eindeutig gelesen wurden, verwendet werden, und

bei einer Abweichung aus der ermittelten Teilsequenz diejenigen Gegenstände (10, 11, 12) mit Kennzeichnungen gestrichen werden, die in der Mess-Reihenfolge (M) an einer anderen Stelle als in der Gegenstands-Reihenfolge (A) auf- treten.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

- jeder zu bearbeitende Gegenstand (1, 2,..., 29) mit einer Kennzeichnung einer Zieladresse versehen ist, an den der Gegenstand zu transportieren ist,

- als Bearbeitungs-Attribut-Wert die Zieladresse verwendet wird, mit dem der Gegenstand versehen ist, und

- die Bearbeitung des Gegenstands durch die Bearbeitungsanlage (Anl-3) den Schritt umfasst, dass die Bearbei- tungsanlage (Anl-3) einen Transport des Gegenstands an diejenige Zieladresse auslöst, die vom ermittelten Datensatz umfasst wird.

4. Vorrichtung zum Bearbeiten von mehreren Gegenständen (1, 2,..., 29),

wobei die Vorrichtung

- eine erste Bearbeitungsanlage (AnI-I),

- eine zweite Bearbeitungsanlage (Anl-3) ,

— ein mit beiden Bearbeitungsanlagen (AnI-I, Anl-3) ver- bundener Datenspeicher (DB) ,

— mindestens ein Transportmittel (Beh-1) und

— mindestens einen Zwischenspeicher (Af-A)

umfasst,

mindestens ein messbares Bearbeitungs-Attribut und mindes- tens zwei messbare Merkmale vorgegeben sind,

die erste Bearbeitungsanlage (AnI-I) dazu ausgestaltet ist, für jeden Gegenstand

- zu messen, welchen Wert das Bearbeitungs-Attribut für den Gegenstands annimmt,

- zu messen, welchen Wert jedes vorgegebene Merkmal jeweils für den Gegenstand annimmt,

- einen Datensatz für den Gegenstand zu erzeugen und im Datenspeicher (DB) abzuspeichern , welcher die gemesse- nen Merkmalswerte und den gemessenen Bearbeitungs- Attributwert umfasst,

- den Gegenstand in einen Zwischenspeicher (Af-A) zu verbringen,

die Anordnung dazu ausgestaltet ist, dass der Gegenstand aus dem Zwischenspeicher (Af-A) in ein Transportmittel

(Beh-1) verbracht und im Transportmittel (Beh-1) zur Bearbeitungsanlage (Anl-3) transportiert wird,

die zweite Bearbeitungsanlage (Anl-3) dazu ausgestaltet ist, für jeden Gegenstand

- nachdem der Gegenstand die Bearbeitungsanlage (Anl-3) erreicht hat, erneut zu messen, welchen Wert jedes vorgegebene Merkmal für diesen Gegenstand jeweils annimmt,

- den für diesen Gegenstand erzeugten und abgespeicherten Datensatz unter Verwendung der beim erneuten Messen ge- wonnenen Merkmalswerte zu ermitteln und

- den Gegenstand unter Verwendung des Bearbeitungs- Attributwerts des ermittelten Datensatzes zu bearbeiten,

wobei

— die erste Bearbeitungsanlage (AnI-I) weiterhin dazu ausgestaltet ist, für jeden verwendeten Zwischenspeicher (Beh-1) jeweils eine Gegenstands-Reihenfolge (A) zu messen, in der sie die Gegenstände in den Zwischenspeicher (Beh-1) verbringt,

- das Transportieren der Gegenstände zur Bearbeitungsanlage (Anl-3) mehrere Beladevorgänge umfasst,

- in jedem Beladevorgang jeweils mehrere Gegenstände so aus einem Zwischenspeicher (Af-A) in ein Transportmittel (Beh-1) verbracht werden, dass unter diesen Gegenständen die für diesen Zwischenspeicher (Af-A) gemesse- ne Gegenstands-Reihenfolge (A) erhalten bleibt, und

— die zweite Bearbeitungsanlage (Anl-3) weiterhin dazu ausgestaltet ist, das erneute Messen in einer Mess- Reihenfolge (M) unter den Gegenständen (1, 2,..., 29) durchzuführen,

dadurch gekennzeichnet, dass eines der vorgegebenen Merkmale eine Kennzeichnung ist,

mit dem der Gegenstand (1, 2,..., 29) versehen sein kann und die einen tatsächlich gekennzeichneten Gegenstand von allen anderen bearbeiteten Gegenständen unterscheidet,

die zweite Bearbeitungsanlage (Anl-3) dazu ausgestaltet ist, dann, wenn beim erneuten Messen für einen Gegenstand (1, 2,..., 29) dessen Kennzeichnung gelesen wurde, den Datensatz für diesen Gegenstand mittels der gelesenen Kennzeichnung zu ermitteln und

die zweite Bearbeitungsanlage (Anl-3) dazu ausgestaltet ist, dann, wenn beim erneuten Messen festgestellt wird, dass der Gegenstand (8) keine oder keine eindeutig lesbare Kennzeichnung aufweist,

— mindestens ein in der Mess-Reihenfolge (M) vorhergehen- der Gegenstand (6, 7) mit einer eindeutig lesbaren

Kennzeichnung und mindestens ein in der Mess-Reihen- folge (M) nachfolgender Gegenstand (9, 22) mit einer eindeutig lesbaren Kennzeichnung zu ermitteln,

- für jeden dergestalt ermittelten Gegenstand jeweils ei- ne Teilsequenz (T (6), T (7), ...) einer gemessenen Gegenstands-Reihenfolge (A) so zu ermitteln, dass die Teilsequenz den ermittelten Gegenstand sowie jeweils mindestens einen Gegenstand umfasst, der in der Gegens-

tands-Reihenfolge dem ermittelten gekennzeichneten Gegenstand vorausläuft und nachfolgt,

- den Datensatz für den Gegenstand (8) ohne lesbarer Kennzeichnung unter den Datensätzen derjenigen Gegen- stände zu suchen, die in mindestens einer ermittelten Teilsequenz (T (6), T (7), ...) enthalten sind,

- wobei die zweite Bearbeitungsanlage (Anl-3) für die Suche nach dem Datensatz mindestens ein weiterer beim erneuten Messen gemessener Merkmalswert des Gegenstands (8) verwendet.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

die zweite Bearbeitungsanlage (Anl-3) dazu ausgestaltet ist, für mindestens eine Teilsequenz (T (7), T (9)), die für einen ermittelten Gegenstand (7, 9) mit eindeutig gelesener Kennzeichnung ermittelt wurde,

zu prüfen, ob die Mess-Reihenfolge (M) von der durch die Teilsequenz (T (7), T (9)) festgelegten Reihenfolge ab- weicht,

wofür die zweite Bearbeitungsanlage (Anl-3) Gegenstands- Kennzeichnungen, die beim erneuten Messen eindeutig gelesen wurden, verwendet, und bei einer Abweichung aus der ermittelten Teilsequenz die- jenigen Gegenstände (10, 11, 12) mit Kennzeichnungen zu streichen, die in der Mess-Reihenfolge (M) an einer anderen Stelle als in der Gegenstands-Reihenfolge (A) auftreten .

Description:

Beschreibung

Verfahren und Vorrichtung zum Bearbeiten und Transportieren von Gegenständen in einer Reihenfolge

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bearbeiten und Transportieren von Gegenständen, insbesondere von Postsendungen.

Eine Postsendung durchläuft typischerweise mindestens zweimal eine Sortieranlage und wird dann an die jeweils vorgegebene Zieladresse transportiert. Beim ersten Durchlauf wird die Zieladresse der Postsendung gelesen. Beim zweiten Durchlauf wird die gelesene Zieladresse wieder ermittelt.

Traditionellerweise wird beim ersten Durchlauf eine Codierung der Zieladresse auf die Postsendung gedruckt. Diese Codierung wird beim zweiten Durchlauf gelesen. Um das Bedrucken von Postsendungen zu vermeiden, wird in DE 4000603 C2 vorgeschlagen, beim ersten Durchlauf einen Merkmalsvektor von der Postsendung zu messen und diesen zusammen mit der gelesenen Zieladresse abzuspeichern. Beim zweiten Durchlauf wird die Postsendung erneut gemessen, Dadurch wird ein weiterer Merkmals- vektor erzeugt. Dieser weitere Merkmalsvektor wird mit den abgespeicherten Merkmalsvektoren verglichen, um den abgespeicherten Merkmalsvektor von demselben Gegenstand zu finden. Die Zieladresse, die zusammen mit dem gefundenen Merkmalsvektor abgespeichert ist, wird als diejenige Zieladresse verwen- det, an den die Postsendung zu transportieren ist.

Diese Suche erfordert, dass viele Merkmalsvektoren miteinander verglichen werden, was zeitaufwendig ist. Bei wachsender Anzahl von transportieren Postsendungen steigt die Gefahr, dass unter den abgespeicherten Merkmalsvektoren der falsche Merkmalsvektor gefunden wird. Daher wurden bereits Einschränkungen des Suchraums vorgeschlagen.

Ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbe-

griffs des Anspruchs 4 sind aus EP 1222037 Bl bekannt. Die Gegenstände sind dort ebenfalls Postsendungen, die Sortiermaschinen durchlaufen. Eine solche Sortiermaschine schleust Postsendungen in Sortierendstellen aus, die als Zwischenspei- eher fungieren. Um Leseergebnisse wiederzuverwenden, wird ein Verfahren verwendet, das als „Fingerprint" bekannt ist und z. B. in DE 4000603 C2 vorgestellt wird.

Für jede Postsendung wird ein Datensatz erzeugt und in einer zentralen Datenbank abgelegt. Dieser Datensatz umfasst die gelesene Zustelladresse. Um beim Suchen nach diesem Datensatz den Suchraum einzuschränken, wird abgespeichert, welche Postsendung in welchem Behälter transportiert wird. Dieser Ansatz erfordert, dass genau bekannt ist, welche Postsendung in welchem Behälter transportiert wird. Dies lässt sich in der Rea- lität manchmal nicht mit zureichender Sicherheit feststellen.

In DE 102005040689 Al wird vorgeschlagen, eine Postsendung in zwei Schritten zu identifizieren. Zuerst wird die Postsendung mittels eines bildhaften Merkmals und einer externen Information registriert, z. B. in einer zentralen Datenbank. Sobald diese Postsendung ein zweites Mal eine Sortieranlage durchläuft, wird zunächst versucht, diese Postsendung anhand des bildhaften Merkmals zu identifizieren. Gelingt dies nicht, wird die Postsendung anhand des externen Merkmals identifiziert .

Aus US 20050269395 Al ist ein Verfahren bekannt, um ein

Strichmuster auf einer Postsendung zu überprüfen. In einem ersten Sortierlauf wird eine eindeutige Kennzeichnung in form eines Strichmusters („bar code") auf die Postsendung gedruckt. Außerdem wird ein Merkmalsvektor für die Postsendung erzeugt, wofür ein Abbild der Postsendung ausgewertet wird. In einer Datenbank wird ein Datensatz mit dem Merkmalsvektor und der Kennzeichnung abgespeichert. Die Postsendung durchläuft ein zweites Mal eine Sortieranlage. Falls es nicht gelingt, hierbei das Strichmuster zu lesen, so wird erneut ein Merkmalsvektor erzeugt, und die Postsendung wird anhand des Merkmalsvektors identifiziert.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 4 bereitzustellen, bei dem eine Suchraum-Einschränkung durchge- führt wird, die nicht erfordert, eine Kennzeichnung eines zum Transport verwendeten Behälters zu lesen.

Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 4 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteran- Sprüchen angegeben.

Beim lösungsgemäßen Verfahren werden mindestens ein messbares Bearbeitungs-Attribut und mindestens zwei messbare Merkmale vorgegeben. Das eine der vorgegebenen Merkmale ist eine Kennzeichnung. Ein Gegenstand kann mit einer solchen Kennzeich- nung versehen sein oder auch nicht. Falls ein Gegenstand tatsächlich mit einer Kennzeichnung versehen ist, so unterscheidet diese Kennzeichnung den Gegenstand von allen anderen bearbeiteten Gegenständen.

Eine Bearbeitungsanlage wird verwendet.

Für jeden Gegenstand werden folgende Schritte durchgeführt:

- Das Bearbeitungs-Attribut des Gegenstands wird gemessen, d. h. der Attributwert des Bearbeitungs-Attributs wird ermittelt.

— Zum ersten Mal wird gemessen, welchen Wert jedes vorgege- bene Merkmal jeweils für den Gegenstand annimmt.

— Ein Datensatz für den Gegenstand wird erzeugt, welcher die mindestens zwei gemessenen Merkmalswerte und den gemessenen Bearbeitungs-Attributwert umfasst.

- Der Gegenstand wird in einen Zwischenspeicher verbracht.

- Anschließend wird der Gegenstand aus dem Zwischenspeicher in ein Transportmittel verbracht und im Transportmittel zur Bearbeitungsanlage transportiert.

- Nachdem der Gegenstand die Bearbeitungsanlage erreicht hat, wird erneut gemessen, welchen Wert jedes vorgegebene Merkmal für diesen Gegenstand jeweils annimmt.

- Der für diesen Gegenstand erzeugte Datensatz wird unter Verwendung der beim erneuten Messen gewonnenen Merkmalswerte ermittelt. Falls dieser Gegenstand mit einer Kennzeichnung versehen ist, die beim erneuten Messen eindeutig gelesen wird, so wird der Datensatz anhand dieser Kennzeichnung ermittelt. Ansonsten wird eine Suche mit Such- raumeinschränkung durchgeführt.

- Die Bearbeitungsanlage bearbeitet den Gegenstand. Hierfür verwendet die Bearbeitungsanlage den Bearbeitungs- Attributwert, der im ermittelten Datensatz enthalten ist.

Für jeden verwendeten Zwischenspeicher wird jeweils eine Ge- genstands-Reihenfolge gemessen. Diese gemessene Gegenstands- Reihenfolge ist die Reihenfolge, in der die Gegenstände in den Zwischenspeicher verbracht werden.

Beim Transportieren der Gegenstände zur Bearbeitungsanlage werden mehrere Beladevorgänge durchgeführt. In jedem Belade- Vorgang werden jeweils mehrere Gegenstände aus einem der Zwischenspeicher in ein Transportmittel verbracht. Dies geschieht so, dass unter denjenigen Gegenständen, die in diesem Beladevorgang in das Transportmittel verbracht werden, die für diesen Zwischenspeicher gemessene Gegenstands-Reihenfolge erhalten bleibt. Die gesamte Gegenstands-Reihenfolge kann hingegen durch verschiedene Beladevorgänge verändert werden.

Die Bearbeitungsanlage vermisst erneut jeden Gegenstand. Dieses erneute Messen wird in einer Mess-Reihenfolge unter den Gegenständen durchgeführt.

Wie bereits dargelegt, wird der Datensatz für einen Gegenstand mit Kennzeichnung mittels der gelesenen Kennzeichnung ermittelt wird.

Falls hingegen beim erneuten Messen festgestellt wird, dass der Gegenstand keine oder keine eindeutig lesbare Kennzeich-

nung aufweist, so wird eine Suchraum-Einschränkung durchgeführt, um den Datensatz für diesen Gegenstand zu ermitteln. Diese Suchraum-Einschränkung umfasst die folgenden Schritte:

— Mindestens ein in der Mess-Reihenfolge vorhergehender Ge- genstand mit einer eindeutig lesbaren Kennzeichnung wird ermittelt .

- Mindestens ein in der Mess-Reihenfolge nachfolgender Gegenstand mit einer eindeutig lesbaren Kennzeichnung wird ermittelt .

- Für jeden dergestalt ermittelten Gegenstand wird jeweils eine Teilsequenz einer gemessenen Gegenstands-Reihenfolge ermittelt. Diese Teilsequenz umfasst den ermittelten Gegenstand mit der eindeutigen Kennzeichnung, einen Gegenstand, der in der Gegenstands-Reihenfolge dem ermittelten Gegenstand mit der eindeutigen Kennzeichnung vorausläuft, und einen Gegenstand, der in der Gegenstands-Reihenfolge dem ermittelten Gegenstand mit der eindeutigen Kennzeichnung nachfolgt.

— Der Datensatz für den Gegenstand ohne lesbare Kennzeich- nung wird unter den Datensätzen derjenigen Gegenstände gesucht, die in mindestens einer ermittelten Teilsequenz enthalten sind. Die Suche wird also auf die Datensätze der Gegenstände in den Teilsequenzen eingeschränkt.

- Für die Suche nach dem Datensatz wird mindestens ein wei- terer beim erneuten Messen gemessener Merkmalswert des Gegenstands ohne lesbare Kennzeichnung verwendet.

Diese Lösung verwendet nicht die Reihenfolge der Gegenstände in der Mess-Reihenfolge . Vorzugsweise wird der Suchraum dadurch weiter eingeschränkt, dass Abweichungen zwischen der Gegenstands-Reihenfolge und der Mess-Reihenfolge ausgenutzt werden .

Das Bearbeitungs-Attribut ist beispielsweise eine Kennzeichnung einer Zieladresse, an die der Gegenstand zu transportieren ist, oder eine Abmessung oder das Gewicht des Gegens-

tands . Das Bearbeitungs-Attribut kann auch das Ergebnis einer Auswertung eines Beförderungsentgelts sein, mit dem der Gegenstand versehen ist.

In einer Ausführungsform ist der Gegenstand mit Angaben ver- sehen, zu welchem jeweils vorgegebenen Zielpunkt dieser Gegenstand zu transportieren ist. Insbesondere ist der Gegenstand eine Postsendung oder eine Frachtsendung. In einer anderen Ausführungsform ist der Gegenstand ein Gepäckstück eines Reisenden und ist mit Angaben zum Besitzer versehen. Dieses Gepäckstück ist an eine Zieladresse zu transportieren, die von der Identität des Reisenden abhängt.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben. Dabei zeigen:

Fig. 1 ein Netz mit drei Bearbeitungsanlagen;

Fig. 2 die Gegenstands-Reihenfolge, in der 29 Postsendungen in das Ausgabefach Af-A ausgeschleust werden ;

Fig. 3 die Reihenfolge, in der die 29 Postsendungen aus dem Ausgabefach Af-A in den Behälter Beh-1 verbracht werden;

Fig. 4 die Reihenfolge, in der die 29 Postsendungen aus Af- A von Fig. 3 die Sortieranlage Anl-3 durchlaufen;

Fig. 5 die ermittelten Teilsequenzen und den Suchraum für das Beispiel von Fig. 4 und die Postsendung 8;

Fig. 6 die Reduzierung der Teilsequenzen von Fig. 5 mit Hilfe der Gegenstands-Reihenfolge;

Fig. 7 die ermittelten Teilsequenzen und den Suchraum für das Beispiel von Fig. 4 und die Postsendung 27;

Fig. 8 die Reduzierung der Teilsequenzen von Fig. 7 mit Hilfe der Gegenstands-Reihenfolge.

In den Figuren sind Materialflüsse mit durchgezogenen Linien dargestellt, Datenflüsse mit gestrichelten Linien.

Im Ausführungsbeispiel sind die zu transportierenden Gegenstände Postsendungen. Jede Postsendung ist mit einer Kenn- Zeichnung derjenigen Zustelladresse versehen, an die diese Postsendung zu transportieren ist. Die Zustelladresse fungiert als der Zielpunkt der Postsendung. Die Kennzeichnung ist in der Regel vor Beginn des Transportierens auf die Postsendung aufgebracht worden. Möglich ist aber auch, dass sie erst während des Transportierens angebracht wird.

Jede Postsendung durchläuft mindestens zweimal eine Sortieranlage. Möglich ist, dass eine Postsendung dieselbe Sortieranlage mehrmals durchläuft oder dreimal eine Sortieranlage durchläuft .

Beim ersten Durchlauf wird die Zustelladresse jeder durchlaufenden Postsendung gelesen.

Vorzugsweise versucht eine Leseeinrichtung der beim ersten Durchlauf verwendeten Sortieranlage, zunächst automatisch per „Optical Character Recognition" (OCR) die Zustelladresse au- tomatisch zu ermitteln. Gelingt dies nicht, so liest ein

Mensch die Zustelladresse und gibt wenigstens einen Teil der gelesenen Zustelladresse, z. B. die Postleitzahl, ein.

Jeder möglichen Zustelladresse ist ein Zustellgebiet zugeordnet. Alle Postsendungen an dasselbe Zustellgebiet werden bei jedem Durchlauf in dasselbe Ausgabefach ausgeschleust. Möglich ist, dass Postsendungen an verschiedene Zustellgebiete in dasselbe Ausgabefach ausgeschleust werden. Möglich ist, dass eine Postsendung mehrmals dieselbe Sortieranlage durchläuft, beispielsweise weil die Anzahl von Ausgabefächer ge- ringer als die Anzahl der vorgegebenen Zustellgebiete ist. In diesem Fall wird vorzugsweise ein „n-pass sequencing" mit n >= 2 durchgeführt. Ein solches Verfahren ist aus EP 948416 Bl bekannt. Nach dem ersten Durchlauf werden die Postsendungen, die die Sortieranlage in ein Ausgabefach ausgeschleust hat, in einen Behälter verbracht. Der Behälter wird zu der Zuführ-

einrichtung der zweiten Sortieranlage transportiert, und die Postsendungen werden der Sortieranlage für den zweiten Durchlauf zugeführt.

Möglich ist auch, dass ein Behälter mit Postsendungen, die zum ersten Mal eine Sortieranlage durchlaufen haben, an einen anderen Ort transportiert wird und die Postsendungen dort einer weiteren Sortieranlage zugeführt werden. Möglich ist auch, dass einige Postsendungen von einem Ausgabefach der weiteren Sortieranlage in einem Behälter zu einer Zuführein- richtung einer anderen Sortieranlage transportiert werden und diese Postsendungen der anderen Sortieranlage zugeführt werden .

Sehr unzweckmäßig wäre es, wenn jede weitere Sortieranlage erneut die Zustelladresse lesen müsste, die die erste Sor- tieranlage schon gelesen hat. Das klassische Vorgehen, dies zu vermeiden, ist dass, dass die erste Sortieranlage eine Codierung der Zustelladresse auf die Postsendung druckt, z. B. in Form eines Strichmusters („bar code") . Jede weitere Sortieranlage liest dieses Strichmuster.

Häufig wird aber nicht gewünscht, dass eine Postsendung mit einem Strichmuster versehen wird. Eine übereinkunft des Weltpostvereins (UPU) sieht vor, dass grenzüberschreitende Postsendungen nicht mit einem Strichmuster versehen werden, denn unterschiedliche Postdienstleister verwenden in der Regel verschiedene Systeme der Codierung.

Daher wird im Ausführungsbeispiel ein Verfahren angewendet, das unter der Bezeichnung „Fingerprint" oder auch „Virtual ID" bekannt geworden ist und z. B. in DE 4000603 C2 und EP 1222037 Bl beschrieben wird und das es ermöglicht, dass jede weitere Sortieranlage diejenige Zustelladresse, die die erste Sortieranlage gelesen hat, ohne ein Strichmuster ermittelt.

Im Ausführungsbeispiel werden m verschiedene Merkmale einer Postsendung vorgegeben, die sich optisch messen lassen, wäh- rend die Postsendung eine Sortieranlage durchläuft, ohne die

Postsendung zu beschädigen. Beispiele für derartige Merkmale sind

- ein Strichmuster („bar code") auf der Vorderseite der Postsendung,

- ein Strichmuster auf der Rückseite der Postsendung,

- Abmessungen der Postsendung,

- die Verteilung von Grauwerten und/oder Farbtönen auf einer Oberfläche der Postsendung,

- die Lage und Abmessung des Freimachungsvermerks (z. B. Briefmarke oder Freistempler) ,

- die Lage und Größe des Adressblocks und/oder der Angaben zum Absender,

- ein Logo auf der Postsendung, z. B. ein Logo des Absenders oder ein Werbeaufdruck, sowie

- Merkmale der Zustelladresse, z. B. die Postleitzahl.

Im Ausführungsbeispiel versieht die Sortieranlage beim ersten Durchlauf einen Teil der Postsendungen mit einer eindeutigen Kennzeichnung, z. B. in Form einer lesbaren Zahl, eines Strichmusters („ID bar code") oder eines Matrixcodes. Dieses Strichmuster bzw. dieser Matrixcode unterscheidet die Postsendung von allen anderen Postsendungen, die innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums eine der Sortieranlagen durchlaufen, ist also eine maschinenlesbare Kennzeichnung der Postsendung. Der andere Teil der Postsendungen wird nicht mit einer sol- chen eindeutigen Kennzeichnung versehen, sondern wird beim zweiten Sortierlauf anhand eines Fingerprint-Verfahrens iden-

Fig. 1 zeigt ein Netz mit drei Bearbeitungsanlagen AnI-I, Anl-3 und Anl-4. Diese drei Bearbeitungsanlagen sind im Aus- führungsbeispiel als Sortieranlagen ausgelegt. Jede Sortieranlage weist eine Zuführeinrichtung in Form einer Stoffeingabe („feeder"), ein Lesegerät sowie eine Vielzahl von Ausgabe-

fächern auf. Postsendungen werden der Stoffeingäbe einer solchen Sortieranlage zugeführt. Die Stoffeingäbe vereinzelt die Postsendungen. Die vereinzelten Postsendungen durchlaufen anschließend die Sortieranlage. Das Lesegerät erzeugt ein Ab- bild der Postsendung. Die Sortieranlage ermittelt unter Verwendung des Abbilds die Zustelladresse und schleust die Postsendung abhängig von der erkannten Zustelladresse in eines der Ausgabefächer aus. Jede der drei Sortieranlagen AnI-I, Anl-3 und Anl-4 ist mit einer zentralen Datenbank DB verbun- den und hat Lese- und Schreibzugriff auf diese Datenbank DB. In der Datenbank DB werden Transport-Informationen I abgespeichert. Diese Informationen umfassen die gemessenen Gegenstands-Reihenfolgen und Mess-Reihenfolgen .

Im Beispiel von Fig. 1 werden zunächst Postsendungen der Stoffeingäbe ZE-I der Sortieranlage AnI-I zugeführt. Die Sortieranlage AnI-I erzeugt ein digitales Abbild jeder Postsendung und ermittelt die Zustelladresse. Zunächst versucht die Sortieranlage AnI-I, die Zustelladresse automatisch per „Op- tical Character Recognition" (OCR) zu ermitteln. Gelingt dies nicht, wird das Abbild an eine Videocodierstation übermittelt, und ein Bearbeiter gibt manuell die Zustelladresse - oder wenigstens die Postleitzahl - ein. Abhängig von der jeweils ermittelten Zustelladresse schleust die Sortieranlage AnI-I die Postsendung in eines der Ausgabefächer aus.

Im Beispiel von Fig. 1 sind drei Ausgabefächer Af-A, Af-B und Af-E der Sortieranlage AnI-I gezeigt. Diese drei Ausgabefächer fungieren im Ausführungsbeispiel als Zwischenspeicher, in die die Gegenstände ausgeschleust und zwischengespeichert werden, bevor sie weitertransportiert werden.

Die Postsendungen, welche die Sortieranlage AnI-I in das Ausgabefach Af-E ausgeschleust hat, werden im Beispiel von Fig. 1 in einen Behälter Beh-3 verbracht. Der Behälter Beh-3 mit diesen Postsendungen wird wieder zur Stoffeingabe ZE-I der Sortieranlage AnI-I transportiert. Die Postsendungen aus dem Behälter Beh-3 werden von der Stoffeingabe ZE-I vereinzelt und durchlaufen erneut die Sortieranlage AnI-I.

Im Beispiel von Fig. 1 werden die Postsendungen aus dem Ausgabefach Af-E der Zuführeinrichtung ZE-I zugeführt und durchlaufen erneut die Anlage AnI-I. Ein Grund hierfür kann sein, dass ein „n-pass sequencing" durchgeführt wird, so wie gerade beschrieben. Möglich ist auch, dass einzelne Postsendungen mehrfach die Sortieranlage AnI-I durchlaufen, weil ein „offline video coding" durchgeführt wird. Beim ersten Durchlauf wird ein digitales Abbild der Postsendung erzeugt. Es gelingt nicht, automatisch die Adresse in diesem Abbild zu erkennen, so dass das Abbild an eine Videocodierstation übermittelt wird. Dort wird die Adresse manuell eingegeben. Nachdem dies geschehen ist, durchläuft die Postsendung erneut die Sortieranlage und wird abhängig von der eingegebenen Adresse in ein Ausgabefach ausgeschleust. Möglich ist auch, dass Postsendun- gen innerhalb eines Orts oder Zustellgebiet versandt werden und die erste Sortieranlage AnI-I für diese Postsendungen daher sowohl die Eingangssortierung als auch die nachfolgende Abgangssortierung durchführt.

Im Ausführungsbeispiel werden Behälter verwendet, um die Postsendungen vom Ausgabefach Af-E zur Zuführeinrichtung ZE-I transportiert. Der Behälter wird manuell oder z. B. mittels einer Umladebrücke transportiert. Möglich ist auch, anstelle von Behältern z. B. ein Förderband zu verwenden, auf welches Stapel von Postsendungen gestellt werden

Die Postsendungen, welche die Sortieranlage AnI-I in das Ausgabefach Af-A ausgeschleust hat, werden im Beispiel von Fig. 1 in einen Behälter Beh-1 verbracht. Der Behälter Beh-1 mit diesen Postsendungen wird zur Stoffeingabe ZE-3 der Sortieranlage Anl-3 transportiert. Die Postsendungen aus dem Behäl- ter Beh-3 werden von der Stoffeingabe ZE-3 vereinzelt und durchlaufen die Sortieranlage Anl-3. Das entsprechende geschieht mit den Postsendungen, die die erste Sortieranlage AnI-I in das Ausgabefach Af-B ausgeschleust hat. Diese werden im Behälter Beh-2 zur Stoffeingabe ZE-4 der dritten Sortier- anläge Anl-4 transportiert. Die Postsendungen, die die Sortieranlage AnI-I in das Ausgabefach Af-E ausschleust, werden

im Behälter Beh-3 zur Zuführeinrichtung ZE-I transportiert und erlaufen erneut die Sortieranlage AnI-I.

Die beiden übrigen Sortieranlagen Anl-3 und Anl-4 verwenden erneut das Leseergebnis, das die Sortieranlage AnI-I erzielt hat. Damit dies ermöglicht wird, erzeugt die Sortieranlage AnI-I für jede Postsendung, die die Sortieranlage AnI-I durchläuft, einen Datensatz und speichert ihn in der zentralen Datenbank DB als Teil einer Transport-Information I ab. Dieser Datensatz umfasst

— eine interne Kennung der Postsendung sowie

— eine Codierung für den Bearbeitungs-Attribut-Wert, hier also die Zustelladresse, die die erste Sortieranlage AnI-I gelesen hat.

Jede weitere Sortieranlage, durch welche die Postsendung läuft, erkennt diese Postsendung wieder. Für diesen Zweck werden die m bereits erwähnten m Merkmale vorgegeben, die optisch messbar sind.

Die erste Sortieranlage AnI-I ermittelt für jede Postsendung, welche die Sortieranlage AnI-I durchläuft, welchen Wert jedes vorgegebene Merkmal bei dieser Postsendung jeweils annimmt.

Dadurch erzeugt die erste Sortieranlage AnI-I einen Merkmalsvektor, der bei n vorgegebenen Merkmalen aus n Merkmalswerten besteht. Den Datensatz für die Postsendung ergänzt die erste Sortieranlage AnI-I um den Merkmalsvektor, d. h. um eine Co- dierung der n Merkmalswerte.

Die dritte Sortieranlage Anl-3 misst ebenfalls für jede Postsendung, die die Sortieranlage Anl-3 durchläuft, welchen Wert jedes vorgegebenen Merkmals für diese Postsendung annimmt. Dadurch erzeugt die dritte Sortieranlage Anl-3 ebenfalls ei- nen Merkmalsvektor mit n Merkmalswerten. Die dritte Sortieranlage Anl-3 führt einen Lesezugriff auf die zentrale Datenbank DB durch. Die Merkmalsvektoren von abgespeicherten Datensätzen werden mit dem aktuell gemessenen Merkmalsvektor verglichen. Dadurch wird derjenige Datensatz ermittelt, der

von der aktuell zu untersuchenden Postsendung stammt. Dieser Datensatz umfasst die Zustelladresse der Postsendung, welche die erste Sortieranlage AnI-I gelesen hat.

In dieser Ausführungsform wird im Datensatz einer Postsendung jeweils eine Codierung der Zustelladresse abgespeichert, an die die Postsendung zu transportieren ist. Diese Zustelladresse fungiert als das Bearbeitungs-Attribut des Gegenstands. In anderen Ausgestaltungen werden beim ersten Sortierlauf zusätzlich andere Bearbeitungs-Attribute gemessen und abgespei- chert, z. B. ein Gewicht oder eine Abmessung oder eine Oberflächenbeschaffenheit der Postsendung. Das Bearbeitungs- Attribut kann auch eine Nachsende-Adresse (,,forwarding ad- dress") oder eine Vorausverfügung („endorsement") sein, die in einer Datenbank hinterlegt ist, Als Bearbeitungs-Attribut kann auch das Ergebnis einer Auswertung eines Freimachungsvermerks, mit dem die Postsendung versehen ist, verwendet werden, z. B. das Ergebnis der Prüfung, ob ein Brief ausreichend frankiert ist.

Das lösungsgemäße Verfahren wird für jedes Ausgabefach der ersten Sortieranlage AnI-I angewendet. Für jedes Ausgabefach wird jeweils eine Gegenstands-Reihenfolge gemessen. Im Folgenden wird das Verfahren am Beispiel des Ausgabefachs Af-A erläutert .

Im Beispiel von Fig. 2 schleust die erste Sortieranlage AnI-I nacheinander die 29 Postsendungen 1, 2, 3, 4, ... 28, 29 in das Ausgabefach Af-A aus. Die Ausschleusungs-Reihenfolge 1, 2, 3, 4, ... 28, 29 ist in Fig. 2 mit A gekennzeichnet und ist Bestandteil der Gegenstands-Reihenfolge für das Ausgabefach Af-A. Diese 29 Postsendungen werden anschließend nacheinander in folgenden Abfolgen wieder einer Sortieranlage zugeführt - im Ausführungsbeispiel der Zuführeinrichtung ZE-3 der Sortieranlage Anl-3:

— zuerst die erste Abfolge Al mit den Postsendungen 10, 11, ... , 15

- anschließend die zweite Abfolge A2 mit den Postsendungen 1 ? 9

- anschließend die dritte Abfolge A3 mit den Postsendungen 22, 23, ... , 27

- anschließend die vierte Abfolge A4 mit den Postsendungen 16, 17, ... , 21 und

- abschließend die fünfte Abfolge A5 mit den Postsendungen 28 und 29.

Jede Abfolge von Postsendungen wird in dieser Reihenfolge nach dem ersten Sortierlauf in einen Behälter verbracht. Möglich ist, dass mehrere Abfolgen nacheinander in denselben Behälter verbracht werden. Jedes Beladen eines Behälters mit einer Abfolge von Postsendungen fungiert als ein Beladevorgang des Behälters.

Fig. 3 zeigt die die Reihenfolge, in der die 29 Postsendungen aus dem Ausgabefach Af-A in den Behälter Beh-1 verbracht werden. Zunächst wird die erste Abfolge in den Behälter Beh-1 verbracht, dann die zweite Abfolge und so fort. In dieser Reihenfolge befinden sich die 29 Postsendungen im Behälter Beh-1. Sie werden gemeinsam im Behälter Beh-1 zur Zuführeinrichtung ZE-3 transportiert und durchlaufen anschließend die Sortieranlage Anl-3.

Der jeweils verwendete Behälter wird so entladen, dass die Reihenfolge unter den Postsendungen einer Abfolge erhalten bleibt, aber die Reihenfolge unter den Abfolgen verändert werden kann. Die Abfolgen werden im Ausführungsbeispiel zwar bei den Beladevorgängen verwendet, aber nicht ermittelt.

Beim zweiten Durchlauf durchlaufen die 29 Postsendungen die Sortieranlage, und zwar zuerst die Postsendungen der ersten Abfolge, dann die der zweiten Abfolge, dann der dritten Abfolge und so fort bis zur letzten Abfolge 28, 29. Diese Reihenfolge fungiert als die Mess-Reihenfolge, denn in dieser Reihenfolge werden die Postsendungen beim zweiten Sortierlauf vermessen .

Fig. 4 zeigt die Reihenfolge, in der die 29 Postsendungen aus Af-A von Fig. 3 die Sortieranlage Anl-3 durchlaufen.

Beim zweiten Durchlauf wird zunächst versucht, jede durchlaufende Postsendung anhand eines global eindeutigen Merkmals zu identifizieren. Dieses Merkmal ist im Ausführungsbeispiel eine aufgedruckte eindeutige Kennzeichnung. Diese eindeutige Kennzeichnung unterscheidet eine markierte Postsendung von allen anderen Postsendungen, die innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums eine der Sortieranlagen durchlaufen. Die Kennzeich- nung kann auf die Vorderseite oder die Rückseite der Postsendung aufgedruckt sein und die Form einer zahl, eines Strichmusters („bar code") oder eines Matrixcodes mit verschlüsselten Informationen haben. Die Kennzeichnung kann auch auf ein Etikett aufgedruckt sein, das auf die Postsendung aufgeklebt.

Im Beispiel lassen sich die Postsendungen 1, 2, 3, 5, ... im zweiten Sortierlauf eindeutig identifizieren. Die übrigen Postsendungen lassen sich beim zweiten Sortierlauf nicht anhand einer aufgedruckten und global eindeutigen Kennzeichnung identifizieren, z. B. weil sie keine eindeutige Kennzeichnung aufweisen oder weil diese nicht fehlerfrei maschinenlesbar ist. Diese Postsendungen ohne eindeutig lesbare Kennzeichnung sind in Fig. 2 und den folgenden Figuren grau gekennzeichnet.

Vorgegeben wird eine Anzahl n Ia (Ia = „look ahead") . Im Ausführungsbeispiel ist n_la = 2. Diese Anzahl n_la wird so groß wie möglich und so klein wie nötig vorgegeben und hängt von folgenden Merkmalen ab, die die Anzahl n_la nach oben beschränken :

- der Antwortzeit, die höchstens zwischen dem Zeitpunkt, an dem die Postsendung das Lesegerät passiert hat, und dem Ermitteln des Datensatzes für diese Postsendung verstreichen darf,

- die Transportgeschwindigkeit, mit der die Postsendungen transportiert werden,

- die Lücke zwischen zwei Postsendungen und

- die Verarbeitungszeit, um für eine Postsendung eine Kennzeichnung auf der Postsendung zu lesen und um den Merkmalsvektor zu berechnen, falls keine eindeutig lesbare Kennzeichnung vorhanden ist.

Außerdem wird eine Anzahl n_lb (Ib = „look back") vorgegeben. Diese hängt nur von der Rechenkapazität ab. Im Beispiel ist n_lb = n_la = 2.

Im Beispiel von Fig. 2 und den folgenden Figuren besitzt die Postsendung 8 keine Kennzeichnung, die im zweiten Sortierlauf eindeutig entziffert werden kann. Daher werden folgende Schritte durchgeführt:

- Versucht wird, die n_la Kennzeichnungen derjenigen Postsendungen zu lesen, die beim zweiten Sortierlauf der Postsendung 8 nachfolgen.

— Im Beispiel von Fig. 5 werden hierdurch die Postsendungen 9 und 22 ermittelt, denn n_la ist gleich 2. Denn deren eindeutige Kennzeichnungen werden erkannt, und die Postsendungen 9 und 22 sind die beiden nachfolgenden Postsendungen und haben eindeutig lesbare Kennzeichnungen. Also wird ein „look ahead" von zwei Postsendungen durchgeführt.

- Außerdem wird ermittelt, welche Kennzeichnungen der n Ib vorauslaufenden Postsendungen gelesen wurden. Im Beispiel von Fig. 3 sind dies die Kennzeichnungen der n Ib = 2 Postsendungen 6 und 7.

Fig. 5 veranschaulicht, welche vier Teilsequenzen im Beispiel von Fig. 3 und Fig. 4 ermittelt werden.

Möglich ist, dass auch mindestens eine der n_la vorauslaufenden Postsendungen oder mindestens eine der n Ib nachfolgenden Postsendungen ebenfalls nicht mit einer Kennzeichnung verse- hen ist, die eindeutig lesbar ist.

Die abgespeicherte Gegenstands-Reihenfolge, in der nach dem ersten Sortierlauf die Postsendungen ausgeschleust werden, wird verwendet, um für die n Ia nachfolgenden und die n Ib

vorauslaufenden Postsendungen je eine Teilsequenz zu ermitteln.

Sei Ps-x eine Postsendung ohne lesbare Kennzeichnung. Für jede Postsendung Ps, die der Postsendung Ps-x nachfolgt oder vorausläuft, werden

— n nf Postsendungen ermittelt, die in der Gegenstands- Reihenfolge nach Ps folgen, und

- n_vl Postsendungen ermittelt, die in der Gegenstands- Reihenfolge vor Ps vorauslaufen.

Hierbei sind n_vl >= n_la und n_nf >= n_lb zwei vorgegebene Anzahlen. Im Ausführungsbeispiel ist n vi = n nf = 3.

Möglich ist, dass beim zweiten Sortierlauf diese Reihenfolge verändert wird.

Durch dieses Vorgehen wird eine Teilsequenz von maximal (n vi + n_nf + 1) Postsendungen aus der Gegenstands-Reihenfolge ermittelt. Diese Teilsequenz besteht aus Ps selber sowie den n_vl Postsendungen vor Ps und den n_nf Postsendungen nach Ps. Möglich ist, dass vor Ps weniger als n vi Postsendungen vorauslaufen oder nach Ps weniger als n_nf Postsendungen nach- folgen. Weil n vi >= n Ia und n nf >= n Ib gilt, ist Ps-x in dieser Teilsequenz enthalten.

Insgesamt werden somit (n Ia + n Ib) Teilsequenzen mit jeweils maximal (n_vl + n_nf + 1) Postsendungen ermittelt. Ps-x ist in jeder dieser Teilsequenzen enthalten.

Eine Suchraum-Einschränkung wird vorgenommen. In einer Ausgestaltung wird der Datensatz für die Postsendung 8 nur unter den Datensätzen für diejenigen Postsendungen gesucht, die in mindestens einer der ermittelten (n Ia + n Ib) Teilsequenzen vorkommen. Der Suchraum wird also auf die Datensätze der Teilsequenzen eingeschränkt. In dieser Ausgestaltung wird die Reihenfolge der Postsendungen in diesen Teilsequenzen nicht benötigt .

Weil bei jedem Beladevorgang jeweils mehrere Postsendungen in ein Transportmittel verbracht werden, ohne unter diesen Postsendungen die Reihenfolge zu verändern, reicht es aus, beim zweite Sortierlauf nur zwei Teilsequenzen zu ermitteln, näm- lieh die Teilsequenz der ersten vorauslaufenden Postsendung mit einer eindeutig lesbaren Kennzeichnung und die der ersten nachfolgenden Postsendung mit einer eindeutig lesbaren Kennzeichnung .

Im Beispiel von Fig. 3 reicht es also aus, bei der Such- raumeinschränkung für die Postsendung 8 zunächst zu versuchen, die eindeutige Kennzeichnung der Postsendung 7 zu lesen. Nur dann, wenn dies nicht gelingt, wird die eindeutige Kennzeichnung der Postsendung 6 gelesen, dann die der Postsendung 5, bis n Ia vorauslaufende Postsendungen untersucht sind. Das entsprechende gilt für die nachfolgenden Postsendungen 9, 22 und so fort.

Im Beispiel von Fig. 4 werden unter Verwendung der Gegenstands-Reihenfolge insgesamt folgende (n Ia + n Ib) = 4 Teilsequenzen ermittelt, um den Suchraum für die Postsendung 8 einzuschränken:

— für die vorauslaufende Postsendung 6 die Teilsequenz T (6) mit den Postsendungen 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, wobei die Postsendungen 3, 5, 6, 7, 9 lesbare Kennzeichnungen aufweisen,

- für die vorauslaufende Postsendung 7 die Teilsequenz T (7) mit den Postsendungen 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, wobei die

Postsendungen 5, 6, 7, 9, 10 lesbare Kennzeichnungen aufweisen,

- für die nachfolgende Postsendung 9 die Teilsequenz T (9) mit den Postsendungen 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, wobei die Postsendungen 6, 7, 9, 10, 11, 12 lesbare Kennzeichnungen aufweisen,

— für die nachfolgende Postsendung 22 die Teilsequenz T (22) mit den Postsendungen 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, wobei

die Postsendungen 19, 21, 22, 23, 24 lesbare Kennzeichnungen aufweisen.

Jede dieser Teilsequenzen besteht aus jeweils (n_vl + n_nf + 1) = 7 Postsendungen

Der Suchraum wird auf die Datensätze für diejenigen Postsendungen eingeschränkt, die in mindestens einer dieser ermittelten Teilsequenzen vorkommen.

Im Beispiel der Fig. 4 wird der Suchraum auf die Datensätze für diejenigen Postsendungen eingeschränkt, die in mindestens einer der ermittelten vier Teilsequenzen T (6), T (7), T (9) und T (22) vorkommen. Dies sind insgesamt die Datensätze für die Postsendungen 3, 4, ... , 12, 19, ... , 25.

Eine Fortbildung dieser Ausgestaltung verkleinert den Suchraum. Bei dieser Ausgestaltung wird zusätzlich die jeweilige Reihenfolge der Postsendung in jeder Teilsequenz verwendet, um den Suchraum einzuschränken.

Fig. 6 zeigt diese Fortbildung am Beispiel von Fig. 4.

Die Teilsequenz T (7) aus Fig. 4 für die Postsendung 7 besteht aus den Postsendungen 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10. Im zweiten Sor- tierlauf wird durch Lesen der eindeutigen Kennzeichnungen erkannt, dass nach der Postsendung 9 nicht die Postsendung 10 kommt, die in der Gegenstands-Reihenfolge auf 9 folgt, sondern die Postsendung 22. Daher wird die Postsendung 10 aus der Teilsequenz T (7) mit den Postsendungen 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 für die Postsendung 7 gestrichen, so dass die Teilsequenz 5, 6, 7, 8, 9 verbleibt. Die erkannte Postsendung 10 kann nicht die gesuchte Postsendung 8 sein.

Die Teilsequenz T (9) für die Postsendung 9 besteht aus den Postsendungen 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12. Wiederum wird die Tat- sache ausgenutzt, dass im zweiten Sortierlauf nach der Postsendung 9 nicht die Postsendung 10 folgt. Daher werden aus der Teilsequenz 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12 die Postsendungen 10, 11, 12 gestrichen.

Die Teilsequenz T (22) für die Postsendung 22 besteht aus den Postsendungen 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25. Vor der Postsendung 22 kommt im zweiten Sortierlauf nicht die Postsendung 21, sondern die Postsendung 9. Daher werden aus der Teilsequenz 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25 die Postsendungen 19, 20, 21 gestrichen .

Nach der Reduzierung verbleiben als Suchraum die Datensätze für die Postsendungen 3, 4, ... , 9, 22, ... ,25.

Der Suchraum wird weiter eingeschränkt durch diejenigen Post- Sendungen, die der Postsendung 8 vorauslaufen und deren Kennzeichnungen bereits eindeutig erkannt worden sind, wenn die Postsendung 8 zu identifizieren ist. Im Beispiel von Fig. 5 und Fig. 6 sind die die Postsendungen 5, 6, 7.

Nunmehr wird das Verfahren am Beispiel der Postsendung 27 er- läutert. Auch für diese Postsendung 27 kann im zweiten Sortierlauf keine Kennzeichnung eindeutig gelesen werden. Die Postsendung 27 befindet sich am Ende der Abfolge A3.

Im zweiten Sortierlauf laufen der Postsendung 27 die beiden Postsendungen 25 und danach 26 vorweg und folgen die beiden Postsendungen 16 und 17 hinterher. Auch diese vier Postsendungen wurden im zweiten Sortierlauf eindeutig anhand ihrer Kennzeichnungen identifiziert. Daher werden wiederum vier Teilsequenzen ermittelt, nämlich die Teilsequenzen T (16), T (17), T (25) und T (26). In Fig. 7 werden diese vier ermittel- ten Teilsequenzen gezeigt. Die Teilsequenz T (26) besteht aus nur 6 Postsendungen, weil die Postsendung 29 die letzte der Gegenstands-Reihenfolge ist. Der Suchraum für die Postsendung 27 besteht aus den Datensätzen für die Postsendungen 13, ... , 20, 23, ... ,29.

In Fig. 8 werden die reduzierten Teilsequenzen von Fig. 7 gezeigt. Dies führt zu einem verringerten Suchraum, der nur noch aus den Datensätzen für die Postsendungen 15, ... , 20, 23, 27 besteht.

Bezugszeichenliste