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Title:
METHOD AND DEVICE FOR HEAT TREATMENT, ESPECIALLY CONNECTION BY SOLDERING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/137547
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and a device (10) for the heat treatment of workpieces (19) or components, especially for producing a soldered connection between a solder material and at least one component or workpiece used as a solder material carrier by melting the solder material arranged on the solder material carrier. According to the invention, the heating and subsequent cooling of at least one component is carried out in a process chamber (13, 14) sealed from the outer surroundings. The component (19) is heated and cooled in two regions (13, 14) of the process chamber (12), which can be separated from each other by a condensation device (15).

Inventors:
WEBER STEFAN (DE)
Application Number:
DE2007/000758
Publication Date:
December 06, 2007
Filing Date:
April 27, 2007
Export Citation:
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Assignee:
PINK GMBH VAKUUMTECHNIK (DE)
WEBER STEFAN (DE)
International Classes:
B23K1/008; B23K3/08; F27B9/14; F27D1/18
Domestic Patent References:
WO2006111328A12006-10-26
Foreign References:
US20030007921A12003-01-09
US6796483B12004-09-28
US3618919A1971-11-09
JPH03106562A1991-05-07
US4932864A1990-06-12
US20050173497A12005-08-11
JPH08295926A1996-11-12
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
TAPPE, Hartmut (WeigandBeethovenstrasse 5, Würzburg, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Verfahren zur Temperaturbehandlung von Werkstücken oder Bautei- len, insbesondere zur Herstellung einer Lotverbindung zwischen einem

Lotmaterial und zumindest einem als Lotmaterialträger dienenden Bauteil oder Werkstück durch Aufschmelzen des auf dem Lotmaterialträger angeordneten Lotmaterials, bei dem eine Beheizung und in einem nachfolgenden Verfahrensschritt ein Abkühlen zumindest eines Bauteils in einer von der Umgebung abgeschlossenen Prozesskammer erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Beheizung und das Abkühlen des Bauteils (19) in zwei durch eine Kondensationseinrichtung (15) voneinander trennbaren Kammer- bereichen (13, 14) der Prozesskammer (12) erfolgen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beheizung mit einer Beheizungseinrichtung (20) und das Abkühlen mit einer Kühleinrichtung (25) erfolgen, die jeweils mit im Wesentlichen konstanter Temperatur betrieben werden.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Beheizung des Lotmaterialträgers (19) zur Trennung der Kammerbereiche (13, 14) die Kondensationseinrichtung (15) aus einer Bereitstellungsposition in eine die Kammerbereiche voneinander abtrennende Trennwandposition verfahren wird.

4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensationseinrichtung (15) zumindest während der Anordnung in Bereitstellungsposition gekühlt wird.

5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass während der Beheizung des Lotmaterialträgers (19) in einem durch die Kondensationseinrichtung (15) von einem Abkühl-Kammer- bereich (14) abgetrennten Beheizungs-Kammerbereich (13) eine Be- aufschlagung des Beheizungs-Kammerbereichs mit Vakuum erfolgt.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass während der Beaufschlagung des Beheizungs-Kammerbereichs (13) mit Vakuum eine Beaufschlagung des Abkühl-Kammerbereichs (14) und/oder des Beheizungs-Kammerbereichs mit Schutzgas erfolgt.

7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass während der Beheizung des Lotmaterialträgers (19) im Beheizungs-Kammerbereich (13) mit der Beheizungseinrichtung (20) der Lotmaterialträger zwischen der Beheizungseinrichtung und einer gegenüberliegend angeordneten Zusatzheizeinrichtung(24) angeordnet ist.

8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7 mit einer von der Umgebung abgeschlossenen Prozesskammer mit einer Beheizungseinrichtung zur Beheizung des Lotmaterialträgers und einer Kühleinrichtung zur Kühlung des Lotmaterialträgers, dadurch gekennzeichnet, dass die Beheizungseinrichtung (20) und die Kühleinrichtung (25) in zwei durch eine Kondensationseinrichtung (15) voneinander trennbaren Kammerbereichen (13, 14) angeordnet sind.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensationseinrichtung (15) derart ausgebildet ist, dass sie von einer Bereitstellungsposition in eine die Kammerbereiche (13, 14) abtrennende Trennwandposition verfahrbar ist.

1 O.Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bereitstellungsposition außerhalb der Prozesskammer angeordnet ist.

11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensationseinrichtung (15) mit einer Kühleinrichtung (36) versehen ist.

12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühleinrichtung (36) derart ausgebildet ist, dass sie zumindest in der Bereitstellungsposition der Kondensationseinrichtung (15) mit dieser zusammenwirkt.

13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensationseinrichtung (15) als metallische Trennwandeinrichtung ausgebildet ist.

14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensationseinrichtung (15) als Trennblech ausgebildet ist.

15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass bei in Trennwandposition angeordneter Kondensationseinrichtung

(15) ein die Kammerbereiche (13, 14) der Prozesskammer (12) kommunizierend miteinander verbindender Gasdurchlass ausgebildet ist.

16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der in Trennwandposition angeordneten Kondensationseinrichtung (15) und einer Kammerwandung (23, 29) der Prozesskammer (12) ein die Kammerbereiche (13, 14) kommunizierend miteinander verbindender Trennwandspalt (30) ausgebildet ist.

Description:

VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR TEMPERATURBEHANDLUNG, INSBESONDERE LOTVERBINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Temperaturbehandlung von Werkstücken oder Bauteilen, insbesondere zur Herstellung einer Lotverbindung zwischen einem Lotmaterial und zumindest einem als Lotmaterialträger dienenden Bauteil oder Werkstück durch Auf- schmelzen des auf dem Lotmaterialträger angeordneten Lotmaterials, bei dem eine Beheizung und in einem nachfolgenden Verfahrensschritt ein Abkühlen zumindest eines Bauteils in einer von der Umgebung abgeschlossenen Prozesskammer erfolgt. Darüber hinaus betrifft die Erfindung eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung.

Bei bekannten Verfahren der eingangs genannten Art, bei denen sowohl eine Beheizung als auch eine Kühlung des zu belotenden Bauteils in einer einzigen Prozesskammer erfolgt, ist zum dauerhaften Betrieb einer entsprechenden Vorrichtung in Intervallen von oft nur relativ wenigen Belotungszyklen eine Reinigung der Prozesskammer notwendig. Auf- grund des relativ hohen Temperaturgefälles zwischen einer Beheizungsund einer Kühlzone kondensieren die beim Aufheizprozess entstehenden flüchtigen Abdampfungen des Lotmaterials in der kälteren Kühlzone und

bilden insbesondere auf den in der Kühlzone angeordneten Komponenten und Einrichtungen einen durch die Reinigung zu entfernenden Niederschlag. Wegen des dadurch wiederholt durchzuführenden Reinigungsvorgangs muss der Betrieb der nach den bekannten Verfahren arbeitenden Vorrichtungen immer wieder unterbrochen werden. Hierdurch ergeben sich in der Praxis erhebliche Produktionseinbußen.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren beziehungsweise eine Vorrichtung vorzuschlagen, deren Betrieb im Wesentlichen kontinuierlich, ohne die bekannten kurzen Reinigungsintervalle, erfolgen kann und so einen höheren Produktionsausstoß ermöglicht.

Zur Lösung dieser Aufgabe weist das erfindungsgemäße Verfahren die Merkmale des Anspruchs 1 auf. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren erfolgen die Beheizung und das Abkühlen des Bauteils in zwei durch eine Kondensationseinrichtung voneinander trennbaren Kammerbereichen der Prozesskammer.

Durch die zwischen den Kammerbereichen wirksame Kondensationseinrichtung erfolgt ein Niederschlag der beim Aufheizprozess entstehenden flüchtigen Abdampfungen auf der Kondensationseinrichtung, die quasi schutzschildartig eine Kondensation im gekühlten Kammerbereich und somit insbesondere auf einer der in diesem Kammerbereich angeordneten Kühleinrichtungen verhindert.

Das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich grundsätzlich ganz allgemein zur Temperaturbeaufschlagung von Werkstücken oder Bauteilen bei der Wärmebehandlung, wie beispielsweise Tempern, Glühen und dergleichen, einsetzen. Ein besonderer Einsatzbereich liegt im Bereich der Herstellung von Lotverbindungen, die vermittels Lotpaste durchgeführt werden, wie beispielsweise bei der Herstellung elektronischer Bauelemente und Baugruppen.

Der Produktionsausstoß und somit die Effektivität des erfindungs gemäßen Verfahrens lässt sich noch weiter steigern, wenn gemäß einer besonders vorteilhaften Variante des Verfahrens die Beheizung mit einer Beheizungseinrichtung und das Abkühlen mit einer Kühleinrichtung erfolgen, die jeweils mit im Wesentlichen konstanter Temperatur betrieben werden. Hierdurch werden Zeitverluste bei der Durchführung des Verfahrens bedingt durch Aufheizvorgänge bzw. Abkühlvorgänge bis zum Erreichen der gewünschten Beheizungs- oder Kühltemperatur vermieden.

Als besonders vorteilhaft erweist es sich darüber hinaus, wenn vor der Beheizung des Lotmaterialträgers zur Trennung der Kammerbereiche die Kondensationseinrichtung aus einer Bereitstellungsposition in eine die Kammerbereiche abtrennende Trennwandposition verfahren wird. Hierdurch ist es möglich, den Lotmaterialträger beziehungsweise das Bauteil nach erfolgter Beheizung in dem zur Beheizung verwendeten Kammerbereich bei in der Bereitstellungsposition angeordneter Kondensationseinrichtung in den Abkühl-Kammerbereich zu überführen und nachfolgend die Kondensationseinrichtung wieder in ihrer Trennwandposition zu positionieren, so dass während der Abkühlung des Lotmaterialträgers im Abkühl-Kammerbereich keine wesentlichen Temperaturverluste in dem durch die Kondensationseinrichtung vom Abkühl-Kammerbereich abgetrennten Beheizungs-Kammerbereich auftreten.

Die Wirkung der Kondensationseinrichtung, also insbesondere die Kondensationsleistung, kann durch eine Kühlung der Kondensationsein- richtung wesentlich unterstützt beziehungsweise verstärkt werden. Eine besonders einfache Realisierung der Kühlung der Kondensationseinrichtung wird möglich, wenn die Kondensationseinrichtung während der Anordnung in Bereitstellungsposition gekühlt wird, in der sich die Kondensationseinrichtung im Wesentlichen außerhalb des unmittelbaren Einflussbereiches des Beheizungs-Kammerbereichs befindet.

Die Sperr- oder Schutzschildwirkung der Kondensationseinrichtung zur Verhinderung eines Kondensatniederschlags im Abkühl-Kammerbereich kann wirkungsvoll dadurch unterstützt werden, dass während der Beheizung des Lotmaterialträgers in dem durch die Kondensationseinrichtung vom Abkühl-Kammerbereich abgeteilten Beheizungs-Kammerbereich eine Beaufschlagung des Beheizungs-Kammerbereichs mit einem Vakuum erfolgt. Auch kann bei Bedarf die gesamte Prozesskammer mit Vakuum beaufschlagt werden.

Wenn während der Beaufschlagung des Beheizungs-Kammerbereichs mit Vakuum eine Beaufschlagung des Abkühl-Kammerbereichs und/oder des Beheizungs-Kammerbereichs mit Inertgas oder reduzierendem Schutzgas erfolgt, kann ein wirkungsvoller Schutz der Lötpartner vor Luftsauerstoff erfolgen oder bestehende oxidierte Flächen können aufgebrochen werden. Darüber hinaus wird insbesondere bei einer Schutzgasbeauf- schlagung des Abkühl-Kammerbereichs und gleichzeitiger Vakuumbeaufschlagung des Beheizungs-Kammerbereichs eine ebenfalls einem Kondensatniederschlag im Abkühl-Kammerbereich entgegenwirkende Gasströmung in der Prozesskammer ermöglicht.

Um einem Temperaturgradienten im Lotmaterialträger während der Beheizung im Beheizungs-Kammerbereich weitestgehend entgegenzuwirken, erweist es sich als vorteilhaft, wenn während der Durchführung der Beheizung im Beheizungs-Kammerbereich der Lotmaterialträger zwischen der Beheizungseinrichtung und einer gegenüberliegend angeordneten Zusatzheizeinrichtung angeordnet ist.

Diese Zusatzheizeinrichtung kann vorteilhaft als Abstrahlheizung ausgebildet sein, wobei durch eine Temperaturregelung der Zusatzheizeinrichtung in besonderer Weise auf spezifische Materialeigenschaften des Lotmaterialträgers Rücksicht genommen werden kann.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des vorstehend erläuterten Verfahrens weist eine Beheizungseinrichtung und eine Kühl-

einrichtung auf, die in zwei durch eine Kondensationseinrichtung voneinander trennbaren Kammerbereichen angeordnet sind.

Wie vorstehend schon Bezug nehmend auf das erfindungsgemäße Verfahren ausgeführt, erweist es sich hinsichtlich der Ausführung der erfin- dungsgemäßen Vorrichtung als vorteilhaft, wenn die Kondensationseinrichtung mit einer Kühleinrichtung versehen ist.

Wenn die Kühleinrichtung derart ausgebildet ist, dass sie zumindest in der Bereitstellungsposition der Kondensationseinrichtung mit dieser zusammenwirkt, ist es einerseits möglich, die Kühl einrichtung besonders effektiv einzusetzen, also in einer Phase des Verfahrens, in der sich die Kondensationseinrichtung im Wesentlichen außerhalb des Einflussbereiches des Beheizungs-Kammerbereichs befindet. Zum anderen ist es möglich, die Kühleinrichtung selbst außerhalb der Prozesskammer anzuordnen, so dass ein unerwünschter Kondensatniederschlag auf der Kühleinrichtung, der sich nachteilig auf den Wirkungsgrad der Kühleinrichtung auswirken könnte, im Wesentlichen unterbleibt.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Kondensationseinrichtung wird möglich, wenn diese als metallische Trennwandeinrichtung ausgebildet ist. Hierdurch weist die Kondensationseinrichtung einerseits eine vorteilhafte, große Wärmekapazität auf, zum anderen ist eine besonders Platz sparende Ausführung der Kondensationseinrichtung möglich. In besonderem Maße trifft dies zu, wenn die Kondensationseinrichtung als Trennblech ausgebildet ist.

Wenn die Kondensationseinrichtung so ausgebildet ist, dass bei Anord- nung der Kondensationseinrichtung in Trennwandposition ein die Kammerbereiche der Prozesskammer kommunizierend miteinander verbindender Gasdurchlass ausgebildet ist, wird trotz des abschirmenden, einen Kondensatniederschlag im Abkühl-Kammerbereich unterdrückenden Effekts der Kondensationseinrichtung ein Gasaustausch zwischen den Kammerbereichen möglich.

Eine besonders wirkungsvolle Ausgestaltung des Gasdurchlasses ist gegeben, wenn zwischen der in Trennwandposition angeordneten Kondensationseinrichtung und einer Kammerwandung der Prozesskammer ein die Kammerbereiche kommunizierend miteinander verbindender Trenn- wandspalt ausgebildet ist, so dass einerseits über die gesamte Spaltfläche ein ausreichender Gasaustausch ermöglicht ist, andererseits jedoch aufgrund des mit einem Labyrinthquerschnitt versehenen Trennwandspalts ein Passieren des Spaltes durch die Kondensatmasse wirksam verhindert werden kann.

Unabhängig von der Ausbildung der Kondensationseinrichtung erweist es sich in jedem Fall als vorteilhaft, wenn gegenüberliegend der Beheizungseinrichtung im Beheizungs-Kammerbereich der Prozesskammer eine Zusatzheizeinrichtung angeordnet ist, so dass während der Beheizung eines Lotmaterialträgers dieser zwischen der Beheizungseinrichtung und der Zusatzheizeinrichtung angeordnet werden kann.

Nachfolgend wird die Durchführung einer Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens mittels einer möglichen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Belotungsvorrichtung in einem stationären Betriebszustand;

Fig. 2 die in Fig. 1 dargestellte Belotungsvorrichtung in einer Be- schickungs- und Transferphase;

Fig. 3 die in Fig. 1 dargestellte Belotungsvorrichtung während der Beheizung des Lotmaterialträgers im Beheizungs-

Kammerbereich;

Fig. 4 die in Fig. 1 dargestellte Belotungsvorrichtung während des Transfers des Lotmaterialträgers in den Abkühl- Kammerbereich;

Fig. 5 die in Fig. 1 dargestellte Belotungseinrichtung während des Kühlens des Lotmaterialträgers im Abkühl-Kammerbereich.

Fig. 1 zeigt eine Belotungsvorrichtung 10 mit einem Gehäuse 11 , in dem eine Prozesskammer 12 ausgebildet ist. Die Prozesskammer 12 weist einen ersten, bei dem Ausführungsbeispiel links dargestellten Behei- zungs-Kammerbereich 13 und rechts davon einen zweiten Ab kühl - Kammerbereich 14 auf. Zwischen dem Beheizungs-Kammerbereich 13 und dem Abkühl-Kammerbereich 14 ist eine im dargestellten Ausführungsbeispiel als Trennblech 15 ausgebildete Trennwandeinrichtung vorgesehen, die eine Abtrennung des Beheizungs-Kammerbereichs 13 gegenüber dem Abkühl-Kammerbereich 14 ermöglicht. Zur Aktivierung beziehungsweise Deaktivierung der den Beheizungs-Kammerbereich 13 vom Abkühl-Kammerbereich 14 abtrennenden Wirkung des Trennblechs 15 ist dieses von einer in Fig. 1 dargestellten Trennwandposition I in eine in Fig. 1 mit strichpunktiertem Linienverlauf dargestellte Bereitstellungsposition II verfahrbar. Die Bereitstellungsposition II kann je nach Ausbildung des Gehäuses innerhalb oder außerhalb der Prozesskammer, beispielsweise in einem Gehäuseunterteil 16, angeordnet sein.

Wie Fig. 1 ferner zeigt, befindet sich im Beheizungs-Kammerbereich 13 eine Beheizungseinrichtung 20, die im vorliegenden Fall eine widerstandsbeheizte Heizplatte 21 aufweist, die vermittels einer Vorschubein- richtung 22 in ihrem Abstand d gegenüber dem Bauteilträger 17 veränderbar ist. Die Vorschubeinrichtung 22 ermöglicht sowohl einen Flächenkontakt zwischen der Heizplatte 21 und einem in Fig. 1 strichpunktiert dargestellten Bauteilträger 17 als auch die Einstellung eines definierten Abstandes d zwischen der Heizplatte 21 und dem Bauteilträger 17, um so die gewünschte Temperatur des Bauteilträgers 17 und somit eines auf dem Bauteilträger angeordneten Substrats 19 einzustellen.

Ergänzend zu der Beheizungseinrichtung 20 befindet sich oberhalb des Bauteilträgers 17 und unterhalb einer Deckenwandung 23 der Prozesskammer 12 eine Zusatzheizeinrichtung 24.

Im Abkühl-Kammerbereich 14 befindet sich eine Kühleinrichtung 25, die bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel eine von einer Kühlflüssigkeit durchströmte Kühlplatte 26 aufweist. Zur Einstellung einer Kühltemperatur wirkt die Kühlplatte 26 entsprechend der Heizplatte 21 mit einem darauf angeordneten Bauteilträger 17 zusammen.

Die Prozesskammer 12 ist, wie in Fig. 1 dargestellt, im Bereich des Abkühl-Kammerbereichs 14 mit einer mit einer Deckeleinrichtung 27 verschließbaren Zugriffsöffnung 28 (Fig. 2)versehen. In dem in Fig. 1 dargestellten stationären Betriebszustand der Belotungsvorrichtung 10 ist die Zugriffsöffnung 28 mit der Deckeleinrichtung 27 verschlossen. In diesem Ausgangszustand befindet sich zunächst noch kein Substrat in der Prozesskammer 12. Der Beheizungs-Kammerbereich 13 und der Abkühl- Kammerbereich 14 sind durch das in seiner Trennwandposition angeordnete Trennblech 15 bis auf einen, in einem bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel als Labyrinthspalt ausgebildeten, zwischen der Deckenwandung 23 und einer Seitenwandung 29 verlaufenden Wandspalt 30 verbleibenden Gasdurchlass luftdicht, man könnte sagen, optisch dicht, voneinander abgetrennt. In dieser Konfiguration können der Beheizungs-Kammerbereich 13 und der Abkühl-Kammerbereich 14 auf die jeweils gewünschte Temperatur temperiert und auf dieser konstant gehalten werden.

In der in Fig. 2 dargestellten Beschickungs- und Transferphase wird die Deckeleinrichtung 27 zur Freigabe der Zugriffsöffnung 28 geöffnet und das zu Belotungszwecken beispielsweise mit einem pastösen Lotmaterial versehene Substrat 19 in den Abkühl-Kammerbereich 14 eingebracht (gestrichelt). Nach Verfahren des Trennbleches 15 in seine in Fig. 2 dargestellte Bereitstellungsposition wird das Substrat 19 mit dem Bauteilträger 17 in den Beheizungs-Kammerbereich 13 eingebracht (durch-

gezogener Linienverlauf). Zum Transfer zwischen dem Beheizungs- Kammerbereich 13 und dem Abkühl-Kammerbereich 14 kann eine in der Prozesskammer 12 angeordnete Transfereinrichtung für den Bauteilträger 17 vorgesehen sein.

In der nun nachfolgenden, in Fig. 3 dargestellten Beheizungsphase ist das Trennblech 15 wieder in seine Trennwandposition überführt. Zur Führung des Trennblechs 15 ist bei den in Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispielen der Belotungsvorrichtung 10 im Bereich des Gehäuseunterteils 16 eine Vorschubeinrichtung 36 vorgesehen. Um je nach Materialstärke und Materialbeschaffenheit des zur Belotung im

Beheizungs-Kammerbereich 13 angeordneten Substrats 19 zwischen einer Substratunterseite 31 und einer Substratoberseite 32 einen möglichst geringen Temperaturgradienten erzielen zu können, wird die Temperatur der Zusatzheizeinrichtung 24, mit der diese über Abstrahlung auf das Substrat 19 einwirkt, substratspezifisch eingestellt. Demgegenüber richtet sich die gewünschte Solltemperatur des Bauteilträgers 17 überwiegend nach der Lotmaterialzusammensetzung.

In der in Fig. 3 dargestellten Beheizungsphase, in der sich das Trennblech 15 in seiner Trennwandposition befindet, dient das Trennblech 15 als Kondensationseinrichtung, derart, dass während des Aufschmelzens des Lotmaterials frei werdende, flüchtige Bestandteile des Lotmaterials enthaltende Dämpfe auf der als Kondensationsfläche 33 dienenden Oberfläche des Trennblechs 15 abgeschieden werden. Dabei wird der für die Kondensation auf der Oberfläche des Trennblechs 15 notwendige Temperaturgradient schon dadurch erreicht, dass das Trennblech 15 durch die im Abkühl-Kammerbereich 14 auf eine Kühloberfläche 34 des Trennblechs 15 wirkende Kühltemperatur gekühlt wird. Dadurch, dass bereits eine Kondensatbildung auf dem als Kondensationseinrichtung wirkenden Trennblech 15 erfolgt, ist sichergestellt, dass ein entspre- chender Niederschlag im Abkühl-Kammerbereich 14 beziehungsweise auf der Kühleinrichtung 25 unterbleibt. Die Ausbildung des Trennwandspal-

tes 30 ermöglicht gleichzeitig während der Beheizung des Substrats 19 beziehungsweise dem Aufschmelzen des auf dem Substrat 19 angeordneten Lotmaterials die Ausbildung eines Vakuums im Beheizungs- Kammerbereich 13 , ohne dass hierdurch entsprechende Vakuumkräfte auf das Trennblech 15 wirken würden, die ein Verfahren des Trennblechs 15 zwischen der Bereitstellungsposition und der Trennwandposition beeinträchtigen könnten.

Eine weitere Erhöhung der Kondensationsleistung auf der Kondensationsfläche 33 des Trennblechs 15 wird möglich, wenn zusätzlich zur rückwärtigen Beaufschlagung der Kühloberfläche 34 des Trennblechs 15 durch die im Abkühl-Kammerbereich 14 ausgebildete Temperatur eine unmittelbare Kühlung des Trennblechs 15 über eine im Gehäuseunterteil 16 angeordnete Kondensatorkühleinrichtung erfolgt. Die Kondensatorkühleinrichtung kann durch eine gekühlte Ausführung der Vorschubein- richtung 36 des Trennblechs 15 erfolgen.

Fig. 4 zeigt die Belotungsvorrichtung 10 in der überführungsphase, in der das Substrat 19 nach Verfahren des Trennblechs 15 in seine Bereitstellungsposition, in der sich das Trennblech 15 im Wesentlichen im Gehäuseunterteil 16 befindet, mit dem Bauteilträger 17 aus dem Behei- zungs-Kammerbereich 13 in den Abkühl-Kammerbereich 14 überführt wird.

Fig. 5 zeigt schließlich die Belotungsvorrichtung 10 in der nachfolgenden Abkühlphase, in der sich bei noch geschlossener Deckeleinrichtung 27 und wieder in seine Trennwandposition zurückgefahrenem Trennblech 15 das Substrat 19 bei gleichzeitiger durch das Trennblech 15 erfolgender Abschirmung gegenüber einer Wärmeabstrahlung aus dem Behei- zungs-Kammerbereich 13 auf dem gekühlten Bauteilträger 17 befindet. Nach erfolgter Abkühlung des Substrats 19 kann dann die Deckeleinrichtung 27 geöffnet und das Substrat 19 durch den Bediener durch die Zugriffsöffnung 28 der Belotungsvorrichtung 10 entnommen werden. Zur Fortsetzung des Belotungsverfahrens auf einem nachfolgenden Substrat

kann dieses nun wieder, wie in Fig. 2 dargestellt, in den Abkühl- Kammerb ereich 14 eingebracht und in den Beheizungs-Kammerbereich überführt werden.