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Title:
METHOD AND DEVICE FOR INCREASING THE ENDURANCE LIMIT, IN PARTICULAR THE BENDING STRENGTH AND TORSIONAL STRENGTH OF CRANKSHAFTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/090617
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for increasing the bending strength and the endurance limit of crankshafts by locally restricted hammering in areas of high stress, such as grooves, the mouths of bores and cross-sectional transition zones, in which method pressure impulse machines or beating devices comprising beating tools are employed. The pressure impulse machines or beating devices only execute a relative displacement of the beating tool against the surface of the crankshaft segment to be processed when the compressive stress is introduced between the beating tool and said surface of the crankshaft segment to be processed. The invention also relates to a device for increasing the endurance limit of crankshafts.

Inventors:
Reeb, Alfons (Scheurenfeldstr. 8, Aalen, 73434, DE)
Schmidt, Jochen (Sperberweg 9, Schwäbisch Gmünd, 73529, DE)
Bömcke, Alexis (Vogtlandstr. 7, Aalen, 73431, DE)
Application Number:
PCT/EP2005/001190
Publication Date:
September 29, 2005
Filing Date:
February 05, 2005
Export Citation:
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Assignee:
MASCHINENFABRIK ALFING KESSLER GMBH (Auguste-Kessler-Strasse 20, Aalen, 73433, DE)
Reeb, Alfons (Scheurenfeldstr. 8, Aalen, 73434, DE)
Schmidt, Jochen (Sperberweg 9, Schwäbisch Gmünd, 73529, DE)
Bömcke, Alexis (Vogtlandstr. 7, Aalen, 73431, DE)
International Classes:
B21H7/18; B21K1/08; B23P9/04; B24B1/04; B24B5/42; B24B39/04; C21D7/04; (IPC1-7): C21D7/04; B21K1/08; B23P9/04; B24B39/04
Foreign References:
DE3438742A11986-04-30
US2888846A1959-06-02
Other References:
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 009, no. 138 (C - 286) 13 June 1985 (1985-06-13)
Attorney, Agent or Firm:
Lorenz, Werner (Alte Ulmer Strasse 2, Heidenheim, 89522, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p rü c h e
1. Verfahren zur Steigerung der Dauerschwingfestigkeit, insbesondere der Biegewechselfestigkeit und der Torsi¬ onswechselfestigkeit von Kurbelwellen, insbesondere von Großkurbelwellen, durch lokales Hämmern von hochbean¬ spruchten Bereichen, wie Hohlkehlen, Bohrungsmündungen und Querschnittsübergängen, mittels Druckimpulsmaschinen oder Schlagvorrichtungen, die über Schlagwerkzeuge Druckeigenspannungen in die Kurbelwelle einbringen, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Druckimpulsvorrichtungen oder Schlagmaschinen (1) zum Zeitpunkt der Druckspannungseinbringung zwischen dem Schlagwerkzeug (14) und dem zu bearbeitenden Kurbelwel¬ lensegment nur eine Relativbewegung in einer Ebene senk¬ recht zur Oberfläche des Kurbelwellensegments ausführen, wobei die Kurbelwelle (4) während der Bearbeitung konti¬ nuierlich gedreht wird, und dass während der Druckeigen spannungseinbringung beim Auftreffen des Schlagwerkzeugs (14) auf das zu bearbeitende Kurbelwellensegment die Einwirkungszeit des Schlagwerkzeugs (14) und die Schlag¬ drücke so gewählt sind, dass die Drehbewegung der Kur¬ belwelle (4) zwangsweise gestoppt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Schlagfrequenz des Schlagwerkzeugs (14) zwischen 0,1 und 20 Hz beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Schlagfrequenz des Schlagwerkzeugs ( 14 ) zwischen 1 und 10 Hz liegt .
4. Verfahren nach Anspruch 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Schlagfrequenz des Schlagwerkzeugs (14) zwischen 3 bis 6 Hz beträgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Schlagdrücke des Schlagwerkzeugs (14) zwischen 10 und 300 bar liegen.
6. Verfahren nach Anspruch 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Schlagdrücke des Schlagwerkzeugs (14) zwischen 30 bis 130 bar betragen.
7. Verfahren nach Anspruch 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Schlagdrücke des Schlagwerkzeugs (14) zwischen 50 bis 110 bar betragen.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Temperatur im Bereich des zu bearbeitenden Kurbel¬ wellensegments unter 65 0C beträgt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Temperatur im Bereich des zu bearbeitenden Kurbel¬ wellensegments zwischen 12 und 25 0C liegt.
10. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Einbringung von Druckeigenspannungen durch die Schlagwerkzeuge (14) auf Kurbelwellen (4) erfolgt, die bereits vorher durch ein Verfahren zur Steigerung der Dauerfestigkeitseigenschaften bearbeitet worden sind.
11. Verfahren nach Anspruch 10, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Einbringung von Druckeigenspannungen durch die Schlagwerkzeuge (14) nach einer Induktionshärtung der Kurbelwelle (4) erfolgt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass nach der Einbringung von Druckeigenspannungen durch die Schlagwerkzeuge (14) die oberflächennahen Druckeigen¬ spannungen durch Abarbeiten der Oberfläche des zu bear¬ beitenden Kurbelwellensegments reduziert werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Oberfläche des bearbeiteten Kurbelwellensegments bis zu 3 mm abgetragen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Oberfläche des bearbeiteten Kurbelwellensegments zwischen 0,3 und 2 mm abgetragen wird.
15. Verfahren nach Anspruch 12 , 13 oder 14 , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Abtragung durch Schleifen, Drehen oder Fräsen er¬ folgt.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15 , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass bei einer Ausgestaltung des zu bearbeitenden Kurbelwel¬ lensegments in Korbbogenform die als Vorkontur gestalte¬ ten kontinuierlichen Übergangsradien durch die Einbrin¬ gung der Druckeigenspannungen über die Schlagwerkzeuge (14') verdichtet und anschließend die Übergangsradien auf die erforderliche Endkontur als Korbbogenform durch ein Abtragverfahren der Oberfläche bearbeitet werden.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass bei einer Ausgestaltung des zu bearbeitenden Kurbelwel¬ lensegments in Korbbogenform die Schlagwerkzeuge (14) mit der gewünschten Korbbogenform versehen sind.
18. Verfahren nach Anspruch 17, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Korbbogenform eines Schlagwerkzeugs (14) in einer Ebene gebildet ist, die sich in Längsrichtung der Kur¬ belwelle (4) erstreckt, während in einer Ebene senkrecht zur Längsrichtung eine Kugelform gebildet ist.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18 , d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Druckimpulsvorrichtungen oder Schlagmaschinen (1) jeweils mit ihren Längsachsen in Schlagrichtung ausge¬ richtet sind, und dass die Einbringung von Druckeigen¬ spannungen durch jeweils nur ein in der dazugehörigen Druckimpulsvorrichtung oder Schlagmaschine (1) angeord¬ netes Schlagwerkzeug (14) erfolgt.
20. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den An¬ sprüchen 1 bis 19 mit einer Druckimpulsmaschine oder Schlagvorrichtungen, die mit Schlagwerkzeugen und mit einem Getriebe zur Drehung der Kurbelwelle versehen ist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das Getriebe (3?) mit einem kontinuierlichen Antrieb (6) für eine Drehbewegung der Kurbelwelle (4) versehen ist, wobei das Antriebssystem federartig spannbar ist.
Description:
_ i _

Verfahren und Vorrichtung zur Steigerung der Dauerschwingfestigkeit, insbesondere der Biegewechselfestigkeit und der Torsionswechselfestigkeit von Kurbelwellen

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steigerung der Dau¬ erschwingfestigkeit, insbesondere der Biegewechselfestigkeit und der Torsionswechselfestigkeit von Kurbelwellen, insbe¬ sondere von Großkurbelwellen, durch lokales Hämmern von hochbeanspruchten Bereichen, wie Hohlkehlen, Bohrungsmündun¬ gen und Querschnittsübergängen, mittels Druckimpulsmaschinen oder Schlagvorrichtungen, die über Schlagwerkzeuge Druckei¬ genspannungen in die Kurbelwelle einbringen. Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Steigerung der Dauer¬ schwingfestigkeit von Kurbelwellen.

Ein Verfahren und eine Vorrichtung dieser Art ist in der DE 34 38 742 C2 beschrieben.

Um. ein nachteiliges Einbringen von tangentialen Spannungen beim örtlichen Hämmern zu vermeiden, ist dabei vorgeschlagen worden, zum Zeitpunkt der Druckimpulseinwirkung zwischen dem den Impuls ausgebenden Körper und der Werkstückoberfläche quer zur Impulsrichtung keine Relativbewegung stattfinden zu lassen. Hierzu soll der Vorschub während der Einbringung von Druckeigenspannungen durch die Schlagwerkzeuge schrittweise erfolgen.

Der vorliegenden, Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs erwähnte Verfahren weiterzuverbessern, insbesondere hinsichtlich Wirksamkeit und Erhöhung der Dauerschwingfes¬ tigkeit, insbesondere der Biegewechselfestigkeit und der Torsionswechselfestigkeit.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Druckimpulsvorrichtungen oder Schlagmaschinen zum Zeitpunkt der Druckspannungseinbringung zwischen dem Schlagwerkzeug und dem zu bearbeitenden Kurbelwellensegment nur eine Rela¬ tivbewegung in einer Ebene senkrecht zur Oberfläche des Kur¬ belwellensegments ausführen.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden wie beim Stand der Technik tangentiale Spannungen weitgehend, wenn nicht sogar vollständig vermieden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Kurbelwelle während der Bearbeitung kontinu¬ ierlich gedreht wird, wobei während der Druckeigenspannungs- einbringung durch das Auftreffen des Schlagwerkzeugs auf das zu bearbeitende Kurbelwellensegment die Drehbewegung der Kurbelwelle während der Einwirkungszeit des Schlagwerkzeuges auf die Kurbelwelle gestoppt wird.

Um dies zu erreichen, kann in einer sehr vorteilhaften Aus¬ gestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass die Einwir¬ kungszeit des Schlagwerkzeugs und die Schlagdrücke so ge¬ wählt sind, dass die Drehbewegung der Kurbelwelle zwangswei¬ se gestoppt wird.

Im Unterschied zum Stand der Technik kann auf diese Weise das Verfahren mit einem kontinuierlichen Antrieb für die Kurbelwelle betrieben werden, wodurch die erfindungsgemäße Vorrichtung entsprechend einfach ausgestaltet werden kann. Hierzu ist es lediglich erforderlich, die Schlagfrequenz und die Schlagdrücke bzw. Schlagkräfte so zu wählen, dass der Drehantrieb für die Kurbelwelle und die damit verbundenen Teile, wie Getriebe, die aufgebrachten "Zwangsstopps" ohne Schäden verkraften.

Praktisch wird durch die "Zwangsstopps" das gesamte An¬ triebssystem wie eine Feder gespannt, welche anschließend wieder entspannt wird und die Drehbewegung für die Kurbel¬ welle entsprechend wieder einsetzt.

In der Praxis haben sich vorteilhafte Schlagfrequenzen zwi¬ schen 0,1 und 20 Hz, bevorzugt zwischen 1 und 10 Hz, noch stärker bevorzugt zwischen 3 und 6 Hz, herausgestellt. Die Schlagdrücke sollten - je nach Betrieb - zwischen 10 und 300 bar, bevorzugt zwischen 30 und 130 bar, noch stärker bevor¬ zugt zwischen 50 und 120 bar, betragen.

Mit den vorstehend genannten Werten lässt sich das erfin¬ dungsgemäße Verfahren in der Praxis in optimaler Weise durchführen.

Die Temperatur im Bereich des zu bearbeitenden Kurbelwellen¬ segments sollte nicht höher als 65 °C liegen; bevorzugt wer¬ den Werte zwischen 12 und 25 0C.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch bei Kurbelwellen angewendet werden, die bereits vorher zur Steigerung ihrer Dauerfestigkeitseigenschaften durch andere Verfahren bear¬ beitet worden sind. So kann z.B. auch eine Kurbelwelle, die durch Induktionshärten bearbeitet worden ist, nachträglich noch bezüglich ihrer Biegewechselfestigkeit und Dauer- schwingfestigkeit durch eine Einbringung von Druckeigenspan¬ nungen nach dem erfindungsgemäßen Verfahren verbessert wer¬ den.

In der Praxis hat sich herausgestellt, dass es durch die Einbringung von Druckeigenspannungen über das Schlagwerk¬ zeug, welche im allgemeinen eine Kugelform aufweist, auf¬ grund von Materialaufwürfen zu Oberflächenrissen auch ohne Beanspruchung kommen kann. Im allgemeinen breiten sich diese Risse nicht weiter aus und sind auch nicht gravierend bezüg¬ lich der Dauerfestigkeitseigenschaften, aber sie stören zu¬ mindest das optische Erscheinungsbild. In einer erfindungs¬ gemäßen Ausgestaltung der Erfindung kann deshalb vorgesehen sein, dass nach der Einbringung von Druckeigenspannungen durch die Schlagwerkzeuge die oberflächennahen Druckeigen¬ spannungen durch Abarbeiten der Oberfläche des zu bearbei¬ tenden Kurbelwellensegments reduziert und die Verformungsan¬ risse an der Oberfläche entfernt werden.

Da die Einbringung von Druckeigenspannungen bis zu einer Tiefe von 15 mm und auch noch tiefer erfolgen kann, bedeutet dies, im Oberflächenbereich kann eine Abtragung von einigen Millimetern, z.B. von 0,3 bis 2 mm, vorzugsweise 0,5 mm, er¬ folgen, ohne dass die Biegewechselfestigkeit oder die Dauer¬ schwingfestigkeit der Kurbelwelle darunter entscheidend lei¬ det.

Die Abtragung der Oberfläche kann auf verschiedene Weise er¬ folgen, wie z.B. durch Schleifen, Drehen oder Fräsen.

Insbesondere bei Großkurbelwellen wird häufig bei Hohlkeh¬ lenradien eine sogenannte Korbbogenform gewählt. Häufig b—

möchte man einen sehr großen Übergangsradius haben, um die Lastspannung relativ klein zu halten,. andererseits wird ein relativ kleiner Radius am Übergang zur Lauffläche gewünscht, um eine möglichst breite Lauffläche zu erhalten.

Die technisch sinnvolle Einbringung von Druckeigenspannungen in eine Korbbbgenform -gestaltet sich in der Praxis bisher jedoch problematisch.

Erfindungsgemäß wird zur Lösung des Problems in einer Wei¬ terbildung nunmehr vorgeschlagen, dass bei einer Ausgestal¬ tung des zu bearbeitenden Kurbelwellensegments in Korbbogen- form, die als Vorkontur gestalteten kontinuierlichen Über¬ gangsradien gestaltet werden, durch die Einbringung der Druckeigenspannungen durch die Schlagwerkzeuge verdichtet und anschließend die Übergangsradien auf die erforderliche Endkontur als Korbbogenform durch ein Abtragverfahren der Oberfläche bearbeitet werden.

Dies bedeutet, es ist eine Vorkontur mit einem kontinuierli¬ chen Übergangsradius vorgesehen, der dem großen Übergangsra¬ dius entspricht. Dieser Radius wird durch die Schlagverfes¬ tigung mit dem Schlagwerkzeug verdichtet und anschließend erfolgt die Bearbeitung der Übergangsradien auf die erfor¬ derliche Endkontur in Korbbogenform mit einem entsprechend großen Übergangsradius und einem deutlich kleineren Radius am Übergang zur Lauffläche.

Diese Bearbeitung kann in gleicher Weise wie die Oberflä¬ chenbearbeitung zur Beseitigung bzw. Vermeidung von Anris¬ sen, z.B. durch Schleifen, Drehen oder Fräsen erfolgen. Alternativ hierzu kann vorgesehen sein, dass bei einer Aus¬ gestaltung des zu bearbeitenden Kurbelwellensegments in Korbbogenform die Korbbogenform eines Schlagwerkzeugs in ei¬ ner Ebene gebildet ist, die sich in Längsrichtung der Kur¬ belwelle erstreckt, während in einer Ebene senkrecht zur Längsrichtung z.B. eine Kugelform gebildet ist.

Durch ein derartiges Schlagwerkzeug, das somit nicht mehr die übliche Form einer Kugel im Schlagbereich besitzt, kann in einem Arbeitsgang die Konturenform verdichtet und damit ohne Weiterbearbeitung hergestellt werden.

Anstelle von zwei Schlagwerkzeugen pro Schlagmaschine kann auch vorgesehen sein, dass die Druckimpulsvorrichtungen oder Schlagmaschinen jeweils mit ihren Längsachsen in Schlagrich¬ tung ausgerichtet sind, und dass die Einbringung von Druck¬ eigenspannungen durch jeweils nur ein in der dazugehörigen Druckimpulsvorrichtung oder Schlagmaschine angeordnetes Schlagwerkzeug erfolgt.

Durch diese Ausgestaltung bleibt für alle Schlagbereiche ein Linienkontakt mit dem zu bearbeitenden Kurbelwellensegment erhalten.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann nicht nur zur Steigerung der Biegewechselfestigkeit und der Dauerschwingfestigkeit von Kurbelwellen verwendet werden, sondern in einer vorteil¬ haften Weise auch zum Richten von länglichen Bauteilen, ins¬ besondere von Kurbelwellen. Dabei werden lokal begrenzt Druckeigenspannungen durch das erfindungsgemäße Verfahren mit den Schlagwerkzeugen eingebracht, um eine entsprechend verbogene Kurbelwelle gerade zu richten. Hierzu müssen die Schlagwerkzeuge lediglich an den entsprechenden Stellen an¬ geordnet werden. Im Unterschied zu den bekannten Richtver¬ fahren hat dieses erfindungsgemäße Verfahren keine negativen Auswirkungen auf die Dauerschwingfestigkeit. Im Gegenteil, als Nebeneffekt wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Dauerfestigkeit der Kurbelwelle bzw. des länglichen Bauteils sogar noch positiv beeinflusst.

Obwohl das erfindungsgemäße Verfahren für die Bearbeitung von Kurbelwellen beschrieben ist, ist es grundsätzlich auch für andere längliche Bauteile, wie z.B. Kompressorwellen, Exzenterwellen oder Zapfenkreuzwellen, geeignet. Grundsätz¬ lich betrifft die Erfindung alle Bauteile, die besonders dy¬ namisch belastet werden.

Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung prinzipmäßig beschrieben.

Es zeigt:

Fig. 1 eine Gesamtansicht einer Vorrichtung zur Durchfüh¬ rung des Verfahrens;

Fig. 2 eine Druckimpulsmaschine in vergrößerter Darstellung gemäß Einzelheit "A" aus Fig. 1;

Fig. 3 einen Schnitt III-III durch die Kurbelwelle zur Dar¬ stellung der Druckimpulsmaschine nach der Fig. 2 in axialer Richtung;

Fig. 4 eine Seitenansicht eines Schlagwerkzeugs in Korbbo- genform; Fig. 5 eine Ansicht des Schlagwerkzeugs in axialer Richtung (Pfeilrichtung A von Fig. 4); und

Fig. 6 ausschnittsweise eine Druckimpulsmaschine mit nur einem Schlagwerkzeug.

Die in der Fig. 1 in einer Gesamtansicht dargestellte Vor¬ richtung entspricht grundsätzlich in ihrem Aufbau der Vor¬ richtung nach der DE 34 38 742 C2 mit mehreren Druckimpuls¬ maschinen 1, weshalb nachfolgend nur auf die wesentlichen Teile und auf die Unterschiede zum Stand der Technik näher eingegangen wird.

Die Vorrichtung weist ein Maschinenbett 2 und einen Getrie¬ bekasten 3 mit einem Getriebe 3' auf, um ein Werkstück, näm¬ lich eine Kurbelwelle 4, in eine Drehbewegung zu versetzen. Am von dem Getriebekasten 3 und dem Getriebe 3' abgewandten Ende ist die Kurbelwelle 4 in einer Abstützung 5 drehbar aufgenommen.

Ein Antrieb 6 sorgt über das Getriebe 3' für eine kontinu¬ ierliche Drehbewegung der Kurbelwelle 4, die in einer Spann¬ scheibe 7 aufgenommen ist.

Die nachfolgend beschriebenen Druckimpulsmaschinen 1 (in der Zeichnung sind zwei dargestellt) sind jeweils in einer Ver¬ schiebe- und Justiereinrichtung 9 justierbar gehalten, um sie an die Lage und die Länge der Kurbelwelle 4 anzupassen.

In der Fig. 2 ist die Ausbildung einer Druckimpulsmaschine 1 näher dargestellt. Sie weist einen Grundkörper 10 auf, der entsprechend dem Radius des zu bearbeitenden Kurbelwellen¬ segments mit einer prismatischen Anlage 11 versehen ist und in sich Führungen 12 aufweist, die zwei Döpper 13 in deren Abstützebene führen und ihnen im Abstützwinkel um einen Bol¬ zen 15 eine entsprechende Freiheit geben, die zur Anpassung an die maßlichen Verhältnisse der Kurbelwelle 4 erforderlich sind. An den vorderen Enden der beiden Döpper 13 ist jeweils eine Kugel als Schlagwerkzeug 14 angeordnet. Ein Zwischen¬ teil 16 stellt die Verbindung zwischen einem Schlagkolben 17 und einem Bolzen 15, der die Schlagenergie an die Döpper 13 weitergibt, her.

Zur Steigerung der Wirksamkeit des Schlages kann auf der Ge¬ genseite des Grundkörpers 10 ein Spannprisma 18 über Federn 19 mit einstellbaren Spannbolzen 20 mit Spannmuttern 21 be¬ festigt werden.

Durch Anordnung mehrerer Druckimpulsmaschinen 1 über die Länge der zu bearbeitenden Kurbelwelle 4 können im Bedarfs¬ falle alle zentrisch und gegebenenfalls exzentrisch laufen¬ den Bereiche gleichzeitig bearbeitet werden.

Der Antrieb 6 und das Getriebe 3' sind so ausgestaltet, dass sie eine kontinuierliche Drehbewegung der Kurbelwelle 4 be¬ wirken. Sobald die Schlagwerkzeuge 14 jedoch auf die Kurbel¬ welle 4 treffen, wird die Drehbewegung zwangsweise unterbro¬ chen bzw. wird die Kurbelwelle 4 während der Dauer des Auf- treffens der Schlagwerkzeuge 14 aufgrund der hohen Schlag¬ stärke angehalten. Damit baut sich zwar eine Spannung in dem Getriebe 3' auf, aber aufgrund einer speziellen Getriebe¬ kupplung im Zusammenspiel und speziell angepassten Getriebe¬ spiel führt dies zu keinen Schäden. Vorzugsweise wird mit einer Schlagfrequenz von 3 bis 6 Hz und Druckkräften von 50 bis 120 bar operiert.

Zur Vermeidung bzw. Verminderung von Anrissen, kann die Kur¬ belwelle 4 an den bearbeiteten Kurbelwellensegmenten im Be¬ darfsfalle noch mit einem Schleif-, Fräs- oder Drehwerkzeug auf eine Tiefe von 1,5 mm abgetragen werden.

Aus den Figuren 4 und 5 ist ein Schlagwerkzeug 14' ersicht¬ lich, das eine Korbbogenform aufweist, um Radienübergänge in Korbbogenform zu verfestigen. Wie ersichtlich, weist das Schlagwerkzeug 14' in Längsrichtung der Kurbelwelle 4 zwei unterschiedliche Radien auf, nämlich einen größeren Radius Ry, welcher z.B. einen Radius von 17 mm aufweist, und einen kleineren Radius Rx mit z.B. einem Radius von 8 mm. Der kleinere Radius Rx stellt den Übergangsradius zu einer Lauf¬ fläche dar. Wie aus der Fig. 5 ersichtlich ist, besitzt das Schlagwerkzeug 14' in einer Richtung senkrecht zur Richtung der Korbbogenform des Schlagwerkzeuges 14, d.h. quer zur Längsachse der Kurbelwelle 4, einen Kugelradius Rz.

Aus der Fig. 6 ist eine, Druckimpulsmaschine 1' ersichtlich, die mit nur einem Schlagwerkzeug 14 versehen ist. In diesem Falle ist die Druckimpulsmaschine 1' zur Kurbelwelle 4 schräg gestellt und zwar derart, dass das Schlagwerkzeug 14, das koaxial zur Längsachse der Druckimpulsmaschine 1' ange¬ ordnet ist, senkrecht auf den Bereich des zu bearbeitende Kurbelwellensegmentes auftrifft. In diesem Fall lässt sich zwar jeweils nur ein Kurbelwellensegment bearbeiten, aber andererseits ist die konstruktive Ausgestaltung und die Kraftübertragung der Druckimpulsmaschine 1' hierfür besser und einfacher. Zusätzlich können dabei Bohrungsendungen mit diesem Werkzeug stehend verfestigt werden.

Besonders vorteilhaft erweist sich diese Ausgestaltung für die Anwendung an nicht symmetrischen Kurbelwellensegmenten wie der Endbereiche und der Ölbohrungsendungen; aber auch an weiteren Bauteilen, insbesondere an Segmenten mit welchen die Druckeigenspannungen nicht symmetrisch eingebracht wer¬ den können.